Alle Beiträge von Minge

Thermische Großspeicher retten nicht unser Stromnetz – Ein Brief an das KIT

Diese Pressemitteilung ist mir aufgefallen, habe aber einige entscheidende und zeitweisende Einsprüche dagegen, die ich Ihnen unter dem Motto ‚Gedanken zur Zeit‘ nicht vorenthalten möchte:

Lieber Herr XXX (Pressesprecher mit Weiterleitung an die Wissenschaftler)

Ihre Forschungen unterstütze ich intensiv und finde diese neuen thermischen Speicher ganz hervorragend, obwohl die Idee ja schon lange bekannt ist und viel eher genutzt werden können. Aber es geschieht wieder etwas, was zeigt, dass auch Ihr Institut political correctness übt. Sie behaupten großspurig, das würde auch der Speicherung von elektrischer Energie Vorschub leisten, wissen aber ganz genau, dass zunächst die Umwandlung von elektrischer Energie in Wärme hervorragenden Wirkungsgrad bringt, wobei man da ja auch die direkt gewonnene Thermosolar-Energie z. B. über Solar-Kollektoren sogar noch effektiver nutzen könnte.

Den zweiten Schritt aber, Wärme wieder in Elektrische Energie umzuwandeln, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn etwas den grün-orientierten Politikern nicht bewusst ist, dann ist es der 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Mag sein, dass dieses Unwissen Ihnen viel Subventionen beschert, aber sie verschweigen, dass die Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom diesem Gesetz unterworfen ist, und dass logischerweise ein ausgesprochen geringer Wirkungsgrad herauskommt, der niemals ausreicht, den Gau des elektrischen Netzes zu verhindern. Viel effizienter wäre, den nicht abzusetzenden Strom in überbordenden Sonne- oder Wind-Phasen in die Zukunftsenergie Wasserstoff umzusetzen. Aber ich sehe, Sie haben wieder viel Subventionen eingeheimst, ohne die Ministerin, die keine Ahnung hat, aufgeklärt zu haben. Sie hat das bestimmt nur deswegen prioritär begünstigt, weil sie diese Zusammenhänge nicht kennt. Abgesehen davon ist natürlich die Thermospeicherung eine tolle Sache. Nicht nur für Großgebäude, sondern in Eigenheimen könnte das enorm an der Energie sparen, die sowieso ursächlich für den CO2-Ausstoß verantwortlich ist, nämlich der gesamte Gebäude-Sektor mit fast 40-50% an CO2-Gesamtaufkommen beteiligt ist. Aber der Schwerpunkt liegt natürlich auf den 6-8%, den unsere persönlichen Automobile verpulvern. Sie schüren damit die Mär, dass es irgendwann einmal möglich ist, unseren gesamten elektrischen Energieverbrauch auf regenerative Energie umzustellen. Als Sachverständiger wissen Sie, dass das nie möglich sein kann, insbesondere, wenn jetzt durch E-Autos ein enormer elektrischer Energie-Anteil hinzu kommt. Der naturwissenschaftlich und elektrotechnisch nicht vorgebildete Bürger ist natürlich beeindruckt von der Meldung, dass es mittlerweile schon mögliche ist, 50-60% des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie durch regenerative Quellen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird verschwiegen, dass elektrische Energie nicht einfach so hin und her geschoben werden kann. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen dazu ganz präzise Berechnungen liefern. Sie tun so, als das in Zukunft u. a. durch thermische Speicher ermöglicht würde, das ist grob fahrlässig und Bürgerbeschiss. Die einzige effektive rationelle Möglichkeit ist, Pumpspeicherwerke zu errichten, die aber in Deutschland auf Grund der Topographie und Bürgereinsprüchen nicht mehr möglich sind.

Das Ganze hefte ich stets ab unter dem Titel: Korruption der Wissenschaft durch Subventionen. Leider ist die CO2-Vermeidung nicht das einzige Beispiel. Wir brauchen Forschungsminister wie z. B. den ehemaligen Prof. Riesenhuber, mit dem ich früher sehr intensiven Kontakt hatte, der diesen Irrglauben verhindert hätte. Aber Frau Karliczek, die ich politisch schätze, ist damit völlig überfordert.

Ich erlaube mir, eine Kopie dieser Mail dem BMFT zukommen zu lassen. Fazit: Es gibt Bürger, die sich nicht so leicht hinters Licht führen lassen, aber die naturwissenschaftliche Schwarmintelligenz der Deutschen ist so abgesunken, dass nur noch populistische und plakative Politik eine Chance hat – das postfaktische Zeitalter ist eingetreten.

Lieber Heidelberger,
bitte leiten Sie diese Mail unbedingt an die zuständigen Wissenschaftler weiter. Ich hoffe, jemand antwortet mir wider meiner Erfahrung, aber meist ist Schweigen die Folge, wer hat schon die Fähigkeit, das zu überprüfen!

Nichts für Ungut

Ihr Jean Pütz

(KIT) – Windparks und Solaranlagen erzeugen in Deutschland jedes Jahr tausende Gigawattstunden Strom, der im Moment der Erzeugung nicht genutzt werden kann und abgeregelt wird. In anderen Momenten wiederum werden fehlende Kapazitäten mit Energie aus fossilen Quellen ersetzt. Ein Teil der Lösung könnten große elektrothermische Speicher sein, die zur Netzstabilität beitragen. Die Grundidee besteht darin, Strom in Wärme zu wandeln, diese Wärme in vergleichsweise preiswerten Speichern zu puffern und bei Bedarf wieder in Elektrizität umzuwandeln. „Durch Verwendung von Medien wie Salzschmelzen und flüssigen Metallen als Speicher- und Wärmetransportmedien können sehr hohe Temperaturen erreicht werden“, sagt Professor Thomas Wetzel, der am Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit (ITES) sowie am Institut für Thermische Verfahrenstechnik des KIT forscht. „Das erschließt neue Einsatzfelder für thermische Speicher in der Industrie und schafft ökologisch und ökonomisch nachhaltige Optionen für den klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung.“

Wärmespeicher im industriellen Maßstab kommen bereits heute zum Einsatz: In der konzentrierenden Solarthermie wird Wärme in Salzschmelzen gespeichert und in Dampfkraftwerken in Strom umgewandelt. Im Verbundprojekt LIMELISA (steht für: Liquid Metal and Liquid Salt Heat Storage System) unterstützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT nun die Entwicklung thermischer Speicher der nächsten Generation, die speziell für den Strom-Wärme-Strom-Prozess ausgelegt werden. Sie konzentrieren sich dabei auf Flüssigmetalltechnologien, während am DLR mit Salzschmelzen gearbeitet wird. Koordiniert und ergänzt wird die Forschung vom Industriepartner KSB, einem international agierenden Hersteller von Pumpen und Armaturen, der schon seit den 1960er-Jahren Erfahrungen mit Flüssigmetallkreisläufen gesammelt hat.

Werkstoffe und Komponenten für hocheffiziente Energiespeicher

Konventionelle elektrothermische Speichersysteme arbeiten etwa auf Basis von Nitratsalz. Sie können unter anderem aufgrund der verwendeten Werkstoffe und Komponenten wie Pumpen und Ventile aber bislang nur bei Temperaturen von bis zu maximal 560 Grad Celsius betrieben werden. „Für die Rückverstromung mit konventionellen Dampfkraftwerken sind deutlich höhere Temperaturen notwendig“, sagt Projektleiterin Dr. Klarissa Niedermeier vom ITES. „Am KIT werden wir Schlüsselkomponenten in einem bis zu 700 Grad heißen Bleikreislauf testen.“ Der direkte Kontakt mit dem Flüssigmetall macht dabei spezielle Werkstoffe notwendig, die ebenfalls am KIT entwickelt und getestet werden. Am Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik arbeitet Dr. Alfons Weisenburger an diesen speziellen Stahlmischungen. „Konventionelle Methoden für den Korrosionsschutz reichen bei solchen Temperaturen nicht mehr aus“, erklärt er. „Wir nutzen unter anderem Aluminiumoxid als eine Art Schutzschild, um Pumpen und Armaturen zu schützen.“

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten auch in der Industrie

Ein großer Vorteil von thermischen Speicherlösungen sind ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, auch im Dienste der Sektorenkopplung. Neben dem im Projekt LIMELISA verfolgten Strom-Wärme-Strom-Prozess können die dabei entwickelten Technologien auch dazu verwendet werden, Wärmenetze mit erneuerbarem Strom zu versorgen. In der Industrie wiederum können sie effizient Hochtemperatur-Prozesswärme liefern, wie sie in der Chemie- und Baustoffindustrie oder bei der Metallverarbeitung benötigt wird. „Aktuell wird dieser Hochtemperatur-Wärmebedarf überwiegend mit fossilen Energieträgern gedeckt“, sagt Dr. Walter Tromm, der Leiter des ITES. „Hochtemperatur-Wärmespeicher wären hier eine elegante Option, die zugleich die Nutzung regenerativer Energie für industrielle Schlüsselprozesse erschließt und das Problem der fluktuierenden Verfügbarkeit regenerativer Energiequellen löst“.

Bedeutung der sekundären Pflanzenstoffe in Gemüse, Früchten, Getreiden und Nüssen, aber auch in Honig und sonstigen Nahrungsmittel völlig unterschätzt – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Leider beginnt die Wissenschaft erst in letzter Zeit, diese sekundären Pflanzenstoffe ins Visier zu nehmen. Die Industrie hat daran wenig Interesse gezeigt, außer in der Werbung, die völlig überzeichnet wird. Gott sei Dank gibt es Industrie-unabhängige Forschungsinstitute.

Ich schlage vor, sich vor allen Dingen eine Substanz einmal vorzunehmen, die meinen Alltag im Alter entscheidend verbessert hat: Hagebuttenpulver, gewonnen aus den Früchten der wilden Rose. von meinem Orthopädie-Professor wurde mir mit 75 Jahren die Prognose eröffnet, dass ich demnächst dringend künstliche Hüft- und Knie-Gelenke bekommen müsste. Auch ein Knie-Operation am Meniskus brachte keine Linderung. Da ich das ablehnte, stellte ich mich darauf ein, Schmerzmittel – insbesondere Ibuprofen – mein Leben lang einnehmen zu müssen.

1. Ich warne dringend davor, Ibuprofen in größeren Mengen einzunehmen, denn nach einigen Monaten bekam ich große Probleme mit meinen Nieren. Mein Internist bescheinigte mir, dass diese kurz vor dem Versagen ständen. Er hatte mit das Schmerzmittel nicht verschrieben, welches ja auch u. a. Entzündungshemmend wirkt. Als ich ihm das beichtete, war der Übeltäter identifiziert. Ich hatte das Glück, dass sich die Nierenschäden wieder völlig zurück bildeten.

Später erfuhr ich, dass auch viele Sportler Ibuprofen  prophylaktisch einnehmen, weil sie glauben, dass dies die Schmerzgrenze erheblich reduziert und dadurch größere Leistungen möglich sind. Mittlerweile sind einige Gerichte mit dem Problem konfrontiert, die Ärzte für die Rezeptverteilung dingfest zu machen. Das ist allerdings sehr schwierig.

2. Ein Freund meinte, ich solle doch einmal das Hagebuttenpulver versuchen, dass hätte ihm geholfen. Als ungläubiger Thomas belächelte ich seinen Rat, fand ich doch nirgends in der Wissenschaft Belege dafür, dass dieses bei Gelenkproblemen helfen würde. Doch notgedrungen versuchte ich es doch. Morgens früh, einen gehäuften Teelöffel fachmännisch produziertes Hagebuttenpulver, eingerührt in meinen täglichen Früchtejoghurt, revolutionierte mein Leben. Nach zwei Monaten war ich schmerzfrei, und das nach fünf Jahren, weil der Körper sich offenbar  nicht daran gewöhnt und die Wirkung nachlässt. In alter Hobbythekmanier suchte ich nach einem verlässlichen Produzenten, denn es kommt nicht nur auf die Qualität der Hagebutten an, sondern ebenso auf die Produktionsmethode. Die Früchte der wilden Rose müssen geöffnet werden, die Kerne von den Juckhärchen entfernt und anschließend Schalen mit Fruchtfleisch und Kernen zu feinem Pulver vermalen werden, ohne Erhitzung.

Ich lernte einen Argentinier kennen, der aus Deutschland heraus seinen Landsleuten in der ärmsten Gegend Argentiniens, in Patagonien, mit einem Entwicklungsprojekt helfen wollte. Wo sollten diese wilden Heckenrosen natürlicher wachsen als in der unbelasteten Pampa? Dort wurde eine Fabrik errichtet, die diese Hagebuttenfrüchte optimal verarbeitet. Inkl. der Pflücker entstanden Arbeitsplätze für über 400 Menschen.

Wie in den früheren Hobbythek-Sendungen, in denen ich solche Projekt öfters startete, wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Produkte sind für jedermann preislich erschwinglich und helfen garantiert allen Beteiligten im Sinne des fairen Handels. Die Online-Firma, zu der ich unmittelbaren Zugang habe: ‚Jean Pütz Produkte‘, an der ich garantiert nicht beteiligt bin, sozusagen als Nachfolgerin der ehemaligen Hobbythek-Zutaten, erklärte sich bereit, dieses Projekt zu unterstützen und bietet dieses Hagebuttenpulver aus Patagonien extrem preiswert an: 500g für knapp unter 12,00 Euro. Damit kann ein normaler Verbraucher drei Monate auskommen.

Übrigens, ich nehme die doppelte Menge, weil der Südwestfunk in einer Sendung Hagebuttenpulver als Super-Food bezeichnet hat, weil es neben den sekundären Pflanzenstoffen einen Vitamin-Cocktail beinhaltet, der offenbar insgesamt das Immunsystem stärkt. Dabei schließe ich den Placeboeffekt aus, denn über die Firma gelang es mir, eine persönliche Forschung zu betreiben. In hunderten von Briefen und vielen Proben, die ich an meine persönlichen Freunde,  gebracht habe, wurde mir mit großer Begeisterung die Wirkung bestätigt. Ein Brief eines Kölner Freundes geht mir nicht aus dem Gedächtnis. Er schrieb mir, dass er enorm von Corona profitiert hätte. Er hatte schon einen Operations-Termin zum künstlichen Ersatz seiner Hüfte. Doch wegen Überbelegung der Intensiv-Station des Krankenhauses wurde dieser Termin auf den Sankt-Nimmerleinstag verlegt. So wie ich, griff er zum Hagebuttenpulver, welches ich ihm gegeben hatte. Jetzt ist er schmerzfrei.

Damit wir uns recht verstehen: Das ist zwar keine Forschung mit wissenschaftlichen Anspruch. Doch bei so vielen Rückmeldungen halte ich es umso dringlicher, dass sich die Forschung dem annimmt. Offenbar ist die heilende Wirkung besonders intensiv bei Arthrose in größeren Gelenken wie Knie, Hüfte, Schulter – leider nicht bei Schmerzen an der Wirbelsäule.

Bitte verstehen Sie diese Meldung nicht als eine Art Hintertür, aber es ist genau das, was mich früher in der Hobbythek als Ratgeber angetrieben hat. Von den vielen Rohstoffen, die ich zur Realisierung der Rezepte empfohlen habe, verdiente ich nie einen Pfennig bzw. Cent. Das wurde sogar gerichtlich bestätigt.

Ihr Jean Pütz

Hier nun ein objektiver Beitrag der Bundeszentrale für Ernährung über die Bedeutung der sekundären Pflanzenstoffe

(BZfE) – Endlich ist der Frühling da. Wenn die Temperaturen allmählich steigen, es länger hell bleibt und überall grünt und sprießt, wächst meist auch die Lust auf frisches saisonales Gemüse und Obst. Passend dazu lockt das erste regionale Frühlingsgemüse auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt und bald auch aus dem eigenen Garten. Das Gute daran: Wer jetzt auf Bärlauch, Radieschen, Spinat, Spargel oder Rhabarber setzt, sorgt für Abwechslung und vielfältigen Genuss und tut gleichzeitig seinem Körper Gutes. Denn Gemüse und Obst der Saison liefern neben Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen weitere wertvolle Inhaltstoffe – die sekundären Pflanzenstoffe. Sie stehen für den typischen Duft von Kräutern wie Rosmarin und das herrliche Aroma von Früchten wie Erdbeeren und sind als natürliche Farbstoffe nicht zu übersehen.

Carotinoide beispielsweise färben Lebensmittel orange bis leuchtend rot und Anthocyane kräftig blau-violett. Ihre Wirkung blieb lange Zeit unentdeckt. Mittlerweile haben Wissenschaftler allerdings erkannt, dass sie in vielerlei Hinsicht für unsere Gesundheit wichtig sind.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass sekundäre Pflanzenstoffe unter anderem das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen verringern, den Cholesterinspiegel und Blutdruck senken und das Immunsystem stärken können. Sie helfen vermutlich, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, Entzündungen zu hemmen und uns vor Bakterien zu schützen.

Rund 10.000 dieser Gesundheitshelfer kommen in unserer Nahrung vor; allerdings sind längst noch nicht alle identifiziert. Enthalten sind sie in Gemüse und Obst sowie in Hülsenfrüchten, Getreide und Nüssen. Wer jetzt bei den kulinarischen Frühlingsboten zugreift und auch sonst gerne farbenfrohe Mahlzeiten genießt, kann gleichzeitig das gesundheitsfördernde Potenzial der sekundären Pflanzenstoffe für sich nutzen.

Welche Gruppen an sekundären Pflanzenstoffen es gibt, in welchen Lebensmitteln sie vorkommen und welche gesundheitlichen Wirkungen ihnen zugeschrieben werden, erfahren Sie in einem neuen Beitrag vom Bundeszentrum für Ernährung.

HKW als Klimaretter – mit Verbrennungsmotor und Brennstoffzelle

(BKWK) – Mit 125 KWK-Anlagen von der Brennstoffzelle mit 1,5 kWel bis zum Biogas-BHKW mit 1.200 kWel liefert das kommunal von den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Alzey-Worms getragene Unternehmen nun blauen Strom und blaue Wärme in Schulen, Verwaltungsgebäude, Wohnquartiere und weitere Versorgungsobjekte. Blaue Kälte für die Sektkühlung eines Weingutes im Wonnegau über eine Adsorptionskältemaschine ist auch schon dabei und soll weiter ausgebaut werden. Der Geschäftsführer der EDG, Christoph Zeis, ist ein überzeugter, unermüdlicher und tatkräftiger Macher in Sachen dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung, schon viele Jahre im Vorstand des B.KWK und hier aktuell Sprecher des Beirates Grundsatzfragen.

„Kraft-Wärme-Kopplung nimmt im Energiesystem der Zukunft eine entscheidende Rolle ein, wenn wir uns nach dem Ausstieg aus der Atomkraft auch von Kohleverstromung verabschieden. KWK-Anlagen sind das Paradebeispiel der Sektorenkopplung, denn sie verbinden den Strommarkt mit dem Wärmemarkt und verknüpfen beide mit dem Gasmarkt, der auf Sicht durch Biomethan und Wasserstoff immer grüner werden wird. KWK wird im Transformationsprozess sowohl die positive Residuallast übernehmen, wenn die volatile Wind- und Sonnenstromerzeugung nicht ausreicht als auch die negative Residuallast ausgleichen, wenn der Überschussstrom für Power-to-Heat in Speichern oder in Wärmepumpen zum Einsatz in Wärmenetzen Verwendung findet. Hocheffiziente KWK ist der ideale und dauerhafte Partner der Erneuerbaren Energien auch über das Jahr 2050 hinaus im hier dargelegten symbiotischen Sinne zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele“, so Zeis in seiner kraftvollen Argumentation.

B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl hat die EDG mit ihrem Sitz im rheinhessischen Nieder-Olm jetzt zur feierlichen Übergabe der Zertifikate „Blauer Strom®“, „Blaue Wärme®“ und „Blaue Kälte®“ besucht und sich ein Bild von der Philosophie des Unternehmens sowie seiner Arbeitsweise für Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien gemacht: „Was Christoph Zeis hier mit ´seiner` EDG nach der Gründung im Jahr 1998 in nunmehr 23 Jahren aufgebaut hat, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Energiewende auf dezentraler, kommunaler Ebene mittels Contracting-Modellen geht. Das bestätigt sich auch mit dem Energy-Efficiency-Award, den die EDG als Preisträger nach 2019 auch 2020 von der dena erhalten hat. So könnte es eigentlich überall in Deutschland gemacht werden, um unsere nationalen Klimaschutzziele auf der Zeitachse auch schnellstmöglich zu erreichen“, so Stahl in Verbindung mit seinen Glückwünschen zur Zertifizierung Blaue Energie für die EDG.

Wie mit Russland umgehen: Extreme geschriebene Kommentar-Resonanz auf meinen Beitrag: Gerät Deutschland wegen des Konflikts Russland – Ukraine in Kriegsgefahr?

Hier finden Sie meinen Beitrag

Den folgenden Auszug aus Morning Briefing von Gabor Steingart vom 22.04.2021 möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Da stimme ich ausnahmsweise einmal Gregor Gysi von der Partei ‚Die Linke‘ (ehemals PDS) zu, mit der ich normalerweise  nicht übereinstimme.

Wogegen ich mich intensiv wende sind die Analysen von Robert Röttgen von der CDU (ehem. Volkspartei). Beide Podcast werde ich nachliefern.

Jean Pütz

(Morning Briefing) – In Deutschland herrscht keine Einigkeit darüber, wie mit dem schwierigen Nachbarn Russland zu verfahren ist. Im Osten unseres Landes gibt es traditionell den Wunsch nach Dialog, Zusammenarbeit und einer harmonischen Sonderbeziehung, jenseits der NATO. Gregor Gysi, der außenpolitische Sprecher der Linkspartei im Bundestag, sagt im heutigen Morning Briefing Podcast:

Man erreicht humanistische Gesten, gerade bei autoritären Strukturen, nur dann, wenn man auf sie zugeht, mit ihnen vernünftig redet. “

Wir brauchen wieder die Stunde der Diplomatie und nicht die Stunde des Militärs.

In Westdeutschland hingegen wird Putin seit jeher skeptischer gesehen. Merkels diplomatische Offensive gegenüber Putin, die in der Ost-Ukraine einst den Waffenstillstand brachte und die bei der Gas-Pipeline auf Vertragstreue pocht, gerät in den eigenen Reihen unter Druck. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Norbert Röttgen sagt

Wir sehen Aggression auf der einen Seite und beantworten sie mit einem Megawirtschaftsprojekt für Gazprom, von dem wir in Deutschland und Europa gar keinen Vorteil haben. “

Der Drohung Putins müsse man geschlossen entgegentreten

Wenn Gewalt und militärische, völkerrechtswidrige Gewaltanwendung akzeptiert wird als Teil der Außenpolitik in Europa, dann hätten wir wieder einen neuen, gespaltenen Kontinent. Dann würde Gewalt herrschen und dem müssen wir entgegentreten. “

Röttgen thematisiert auch die Einmischung russischer Stellen in den bundesdeutschen Wahlkampf:

Russland ist aktiv in der manipulativen Einwirkung in die demokratischen Prozesse des Westens. Das zählt zu seiner destabilisierenden Außenpolitik. “

Fazit: Diese Debatte über den richtigen Umgang mit Putin muss geführt werden – auch in Deutschland. Wer schweigt, stimmt zu.

Deshalb: Putins Russlands – wohin steuert der Westen?

Hämorrhoiden – ein Volksleiden. Muss das sein? – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Die anschließende Pressemitteilung widmet sich endlich der Forschung auf breiter Ebene dieser quälenden Erscheinung am After. Ich weiß nicht, ob diese wissenschaftlichen Ergebnisse Ihnen, liebe Leser, ganz persönlich helfen. bisher war man ja auf wohlmeinende Ratschläge angewiesen, die durchaus Sinn hatten. Allerdings darf das Hämorrhoiden selbst bei leichten Schmerzen nicht unterschätzt werden. Ich empfehle Ihnen unbedingt ärztlichen Rat.

Da ich selbst ab meinem 30. Lebensjahr darunter gelitten habe, habe ich natürlich sehr viel recherchiert und letztlich sogar in meinem sehr erfolgreichen Hobbythekbuch ‚Darm und Po‘ (200.000 Aufl.) ein ganzes Kapitel gewidmet. Leider ist es vergriffen, aber in bekannten Antiquariatsquellen erhältlich und heute noch lesenswert. Wie ich aus Ihren Zuschriften weiß, hat es auch viele Menschen aufgeklärt, sich möglichst regelmäßig einer ärztlichen Darmuntersuchung (Koloskopie) zu unterwerfen. Auf den ersten Blick ist das unangenehm, aber vielen hat es das Leben gerettet, denn der häufig vorkommende Darmkrebs ist, wenn er früh genug erkannt wird, nicht nur durch operativen Eingriff heilbar und keinesfalls heutzutage Todesurteil. Auch die Co-Autorin des Buches und ich, wir haben von dieser Einsicht profitiert.

Gestatten Sie mir aber einen Tipp zum Thema Hämorrhoiden über das hinaus, was in der unten stehenden wissenschaftlichen Meldung beschrieben wird: Ich selbst bin das Leiden vor etwa 20 Jahren durch Eigeninitiative losgeworden, weil ich unter sehr hartem Stuhl litt. Das ist kein Beinbruch, aber wenn der Kot heraus soll, oft nur unter kräftigen Nachhelfen, entstehen kleinere Risse in der Haut des Afters. Insbesondere, wenn es nicht täglich klappt, wird der Darminhalt durch die Darmwände so entwässert, dass er diese feste Konsistenz annimmt. In dem Buch habe ich auch ausführlich beschrieben, dass der Kot beim gesunden Menschen mindestens zu 50% aus abgestorbenen Darmbakterien besteht. Diese sogenannte Darmflora ist für unsere Gesundheit extrem wichtig, was Immunologen erst vor etwa 10 Jahren wissenschaftlich herausgestellt haben.

Der Darm ist auch die Ausgangsquelle unseres Immunsystems. Man kann sogar freimütig behaupten, ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund. Doch eins ist dringend zu berücksichtigen: Diese Darmbakterien, auch wenn sie extrem nützlich sind, z. B. sogenannte Coli-Bakterien, dürfen auf keinen Fall in den Blutkreislauf gelangen, da erzeugen sie Blutvergiftungen. Daher ist es so gefährlich, wenn der Blinddarm sich entzündet und einen Durchbruch verursacht und die Darmbakterien in den Bauchraum geraten.

Die Mediziner behaupten sogar, dass der gesamte Verdauungstrakt vom Mund bis zum Austritt eigentlich gar nicht zum Körper gehört. Umso wichtiger ist die Gesundheit der Darmwände, die als Filter die nötigen Nahrungsbestandteile passieren lassen. Im Magen wird die Nahrung zur Verdauung vorbereitet und die Enzyme der Verdauungsflüssigkeiten aus der Bauchspeicheldrüse zerlegen unseren Lebenstreibstoff so, dass seine kalorienhaltigen Bestandteile ebenso wie Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe uns das Leben ermöglichen.

Wenn dieser bakterienstrotzende Kot am After durch feine Risse in den Blutkreislauf gerät, erzeugt er dort Wunden. So war das jedenfalls bei mir der Fall, so dass sich regelrechte Ausstülpungen gebildet haben, die entfernt werden mussten. Verhindert habe ich dass dann durch extreme Hygiene nach jedem Stuhlgang. Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen die folgende Prozedur nicht vorenthalten kann. Oft bleiben Kot-Reste am Ausgang hängen, die diese schmerzhaften Entzündungen verursachen. Sie müssen peinlichst durch Waschen entfernt werden. Dazu hilft mir eine milde Flüssigseife, die nicht brennt,  und natürlich viel Wasser. Bitte nicht nur äußerlich, sondern durchaus den Finger, der nicht umsonst Stinkefinger heißt – verwenden. Überall dort, wo ich konnte, habe ich mir ein Bidet angeschafft. In Frankreich ist das üblich, aber leider gibt es viele Hotels, die darauf aus Kostengründen verzichtet haben. Dann muss man es halt etwas umständlich am Waschtisch besorgen.

Ich habe in meinem Leben von diesen Maßnahmen so profitiert, dass ich das Ihnen nicht vorenthalten wollte. Meine Frau meint, ich hätte ein stark entwickeltes Helfersyndrom, sorry, hier stehe ich und kann nicht anders. Jetzt kann ich Ihnen nur noch in Zukunft gesunden Po wünschen.

Ihr Jean Pütz

(Uni Kiel) – DNA-Analysen von fast einer Million Menschen erlauben internationalem Forschungsteam unter Beteiligung des Exzellenzclusters PMI Einblicke in Krankheitsmechanismen der bisher kaum erforschten Volkskrankheit

Hämorrhoiden sind blutgefüllte Polster am Ende des Verdauungstraktes, die dazu dienen den After zu verschließen und den Stuhlgang zu kontrollieren. Umgangssprachlich bezeichnet man mit Hämorrhoiden oft auch die krankhafte Vergrößerung und Ausstülpung dieser Polster. Bei dieser formal als Hämorrhoidalleiden bezeichneten Erkrankung schwellen die Hämorrhoiden an, was zu Juckreiz, Brennen und Blutungen führen kann und den Alltag teilweise massiv einschränkt. Häufig bleibt es bei einer milden Ausprägung, die mit konservativen Maßnahmen behandelt werden kann. Fortgeschrittene, symptomatische Stadien hingegen sind mit erheblichen Einschränkungen verbunden und erfordern dann eine chirurgische Behandlung. Die Erkrankung wurde bereits in der Antike beschrieben und betrifft heute Schätzungen zu Folge einen großen Teil der Bevölkerung, auch wenn hierzu genaue Angaben fehlen. Trotzdem ist das Hämorrhoidalleiden wenig erforscht – möglicherweise auch, da es ein Tabuthema ist, über das nur ungerne gesprochen wird. Sowohl die genauen molekularen Mechanismen als auch die Gründe, warum nur manche Menschen ein ausgeprägtes Hämorrhoidalleiden entwickeln, sind bisher ungeklärt. Zu möglichen Risikofaktoren zählen vermehrtes Sitzen, Übergewicht, ballaststoffarme Ernährung, übermäßig lange Toilettengänge oder zu starkes Pressen sowie das Heben von schweren Gegenständen. Allerdings gibt es bisher dazu keine eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) konnte nun anhand von genetischen Analysen wichtige Erkenntnisse über dieses Volksleiden liefern. Ihre Ergebnisse haben sie heute in der renommierten Fachzeitschrift Gut veröffentlicht.

Die Forschenden haben dazu Erbinformationen von 218.920 Patientinnen und Patienten mit Hämorrhoidalleiden und 725.213 Vergleichspersonen untersucht. Sie griffen dabei auf eingelagerte Proben aus verschiedenen großen populationsbasierten Kohorten zurück, also für die Gesamtbevölkerung repräsentative Sammlungen von Bioproben. Durch die Analysen konnten sie 102 Regionen im menschlichen Genom identifizieren, die Gene enthalten, die zu einem erhöhten Risiko für Hämorrhoidalleiden beitragen – also sogenannte Risikogene. Bis dahin war noch kein einziges Risikogen bekannt.

Hinweise zu Krankheitsmechanismen

Zusätzlich haben die Forschenden Zellen aus Hämorrhoiden-Gewebeproben analysiert, die bei Operationen entnommen worden waren. Dabei haben sie die Proteinprodukte, für die die neu entdeckten Risikogene kodieren, direkt im menschlichen Hämorrhoidalgewebe nachgewiesen und damit gezeigt, in welchen Bereichen die Risikogene aktiv sind. Dadurch konnten sie erstmals Hinweise darauf finden, welche Funktionen bei der Erkrankung möglicherweise gestört sind und zu den Symptomen führen. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Hämorrhoidalleiden zumindest teilweise aus einer Fehlfunktion der glatten Muskulatur, der Blutgefäße und des Bindegewebes in diesem Bereich resultiert. Damit haben wir erste Hinweise auf mögliche Krankheitsmechanismen dieser bisher so unzureichend charakterisierten Volkskrankheit. Langfristig könnte das bei der Entwicklung zusätzlicher nicht-invasiver Therapieoptionen helfen“, sagt einer der federführenden Autoren, Professor Andre Franke, Mitglied im Exzellenzcluster PMI und Direktor des Instituts für Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel. Bisher werden Hämorrhoidalleiden schwereren Grades überwiegend chirurgisch, also durch Entfernen des überschüssigen Gewebes entfernt. Ein besseres Krankheitsverständnis könnte zukünftig auch zur Entwicklung von Therapien beitragen, die direkt an möglichen Ursachen ansetzen.

Hohes Erkrankungsrisiko frühzeitig erkennen

Aus den identifizierten Risikogenen haben die Forschenden sogenannte polygene Risikoscores (PRS) berechnet. Diese Werte geben für Kombinationen mehrerer Risikogene jeweils das Risiko für ein Hämorrhoidalleiden an. Um diese rechnerisch gewonnenen Risikoscores zu testen und ihre Korrektheit zu bestätigen, haben sie diese an genetischen Daten von Patientinnen und Patienten überprüft, die nicht in der ursprünglichen Analyse eingeschlossen waren. Die Erkrankten, die alle schwerere Ausprägungen des Hämorrhoidalleidens hatten, waren klinisch ausführlich charakterisiert, so dass die Risikoscores mit den realen klinischen Daten abgeglichen werden konnten. Es zeigte sich, dass höhere Werte tatsächlich mit einem erhöhten Risiko korrelieren: Bei den analysierten 180.435 zusätzlichen Personen wiesen diejenigen, die besonders jung erkrankten oder häufiger operiert werden mussten, besonders hohe Werte an Risikoscores auf. „Zukünftig könnten diese Angaben uns dabei helfen, Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Ausprägungen frühzeitig zu identifizieren und genauer zu begleiten. Auch könnten die so identifizierten Personen möglicherweise besonders von einer präventiven Lebensweise profitieren“, sagt einer der Co-Autoren, Professor Volker Kahlke, niedergelassener Proktologe in Kiel, von dessen Patientinnen und Patienten ein großer Anteil der zur Validierung genutzten Proben stammen.

Hämorrhoiden offenbar spezifisch für den Menschen

Nicht nur das Hämorrhoidalleiden war bisher wenig erforscht. Auch über die Hämorrhoiden selbst ist bisher nur wenig bekannt. Die Co-Autoren Professor Thilo Wedel und Professor Francois Cossais, Direktoren des Anatomischen Institutes der CAU, haben daher zusätzlich zum Hämorrhoidalleiden beim Menschen vergleichende Untersuchungen an verschiedenen Tierarten durchgeführt, um zu klären, ob bei diesen solche analen Blutgefäßschwellkörper ebenfalls vorhanden sind. Wedel beschäftigt sich schon seit langem mit dem anatomischen Aufbau des Enddarms und des darin eingelagerten Hämorrhoidalplexus. Nun hatte er die Gelegenheit, erstmals Gewebeproben eines Gorillas und eines Pavians zu analysieren. „Während der Mensch über sehr gut entwickelte Hämorrhoidalpolster verfügt, sind diese beim Gorilla und Pavian zunehmend geringer ausgeprägt und bei der Maus gar nicht mehr zu finden, wie wir zeigen konnten. Wahrscheinlich ist dies dem aufrechten Gang des Menschen geschuldet, bei dem ein sicherer Analkanalverschluss besonders wichtig ist,“ fassen Wedel und Cossais zusammen.

Die EU schlägt nachhaltige Finanzregeln vor – doch diese stoßen auf Kritik

Die EU-Kommission will mit einem Paket von Verpflichtungen grüne Investments stark fördern. Kritiker warnen vor Eingriff in die Freiheit von Unternehmen.

Die EU schlägt nachhaltige Finanzregeln vor – doch diese stoßen auf Kritik

Die EU-Kommission will mit einem Paket von Verpflichtungen grüne Investments stark fördern. Kritiker warnen vor Eingriff in die Freiheit von Unternehmen.

Presseerklärung der EU-Kommission
EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis (l.) und Mairead McGuinness, EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, haben ihr Paket für nachhaltige Finanzen in Brüssel präsentiert.

Brüssel An Selbstlob sparte die EU-Kommission für ihren umfangreichen Vorschlag für nachhaltige Finanzregeln nicht. Mit diesem komplizierten Regelwerk – Taxonomie genannt – sollen Unternehmen, Versicherer und Banken zu mehr grünen Investitionen bewegt werden.

„Europa gehört zu den Ersten, die sich auf nachhaltige Finanzierung konzentrieren“, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis. Die Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Finanzstabilität und Kapitalmarktunion, Mairead McGuinness, sprach von „bahnbrechenden Vorschlägen“. Mit der Taxonomie sollen Investoren künftig besser erkennen können, welche Finanzprodukte in der EU dem Klimaschutz tatsächlich nutzen.

Die komplizierten Regeln, die unter der Führung Dombrovskis’ und seiner Kollegin McGuinness entwickelt wurden, sollen in Zukunft sogenanntes Greenwashing ausschließen. „Die neuen Bestimmungen werden eine grundlegende Wende im Finanzwesen herbeiführen“, war sich Kommissarin McGuinness sicher.

Das Paket besteht aus einer „delegierten Verordnung“ zur EU-Klimataxonomie, die Investitionen in nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten fördert. Darüber hinaus ist eine Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen geplant. Die neue Direktive will künftig fast 50.000 Unternehmen in der EU zu detaillierten Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zwingen. Bisher waren es nur 11.000 Unternehmen.

THEMEN DES ARTIKELS

CSU

Grüne

Europäische Union

Anlagestrategie

Umweltschutz

Energie- und Umweltpolitik

Ursula von der Leyen

Die Kommission schlägt nicht nur die Entwicklung von Standards für Konzerne, sondern künftig auch die Entwicklung „verhältnismäßiger Standards“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor. Für nicht börsennotierte KMU sind die Standards aber noch freiwillig.

Reaktionen auf Paket kritisch

Außerdem sind noch sechs „delegierte Änderungsrechtsakte“, unter anderem zur Anlage- und Versicherungsberatung, von der Kommission vorgesehen. Sie sollen dafür sorgen, dass beispielsweise Banken und Versicherer die Nachhaltigkeit in ihre Kundenberatung aufnehmen.

Die Reaktionen auf das vorgestellte Taxonomie-Paket fielen in Brüssel am Mittwoch überwiegend kritisch aus. Zu den Plänen der Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen sagte der CSU-Europaabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Markus Ferber: „So, wie die Kommission das Thema angeht, besteht die große Gefahr, dass sich die vielen einzelnen Puzzlestücke am Ende nicht zu einem schlüssigen Gesamtbild fügen und die Regeln für alle Beteiligten nicht mehr anwendbar sind.“

Obwohl der letzte Aktionsplan zur nachhaltigen Finanzierung noch nicht mal abgearbeitet sei, bringe die Kommission schon den nächsten Schwung an Vorschlägen auf den Weg.

Im Europaparlament wird befürchtet, dass mit den Kommissionsvorschlägen zusätzliche Bürokratie auf die Unternehmen zukommt. „Das Versprechen der EU-Kommission, die Taxonomie-Verordnung als eine einfache, anwendungsfreundliche Orientierungshilfe zu gestalten, ist nicht eingelöst worden“, sagte die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Nicola Beer (FDP), dem Handelsblatt in Brüssel.

„Klare Kriterien, fit für die Praxis ohne zusätzliche Bürokratielast für kleine und mittlere Unternehmen, das war der Maßstab, und da bleiben wir leider weit abgeschlagen.“ Denn anders als die Kommission glauben zu machen versuche, seien die Auswirkungen der Taxonomie nicht auf die Anlageseite beschränkt sondern würden über die Finanzierung von Investitionen tief in die Kreditvergabe an Unternehmen eingreifen.

Politische Steuerung von Geschäftsmodellen

Es drohe eine politische Steuerung von Geschäftsmodellen und Lebensentwürfen, warnte die liberale Europapolitikerin eindringlich. Um nicht mit einem Schlag Arbeitsplätze gerade im Mittelstand zu gefährden, müsse sehr kurzfristig dafür gesorgt werden, dass die Berichtspflichten entschlackt werden und diese vor allem nicht schon für 2021 rückwirkend ab dem 1. Januar 2022 vorgeschrieben sind.

Auch der CSU-Europapolitiker Ferber sieht die zunächst noch freiwilligen Reporting-Regeln für mittelständische Unternehmen kritisch: „Was heute freiwillig ist, wird morgen verpflichtend. Diese Hintertür sollten wir definitiv geschlossen lassen“, warnte der einflussreiche Parlamentarier. „Wir müssen aufpassen, dass der Mittelstand nicht über die Lieferkette ohnehin in den Anwendungsbereich gezogen wird.“

Auch die geplante verpflichtende Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen bei der Beratung für Anleger durch Banken stößt auf Ablehnung im EU-Parlament. Nach Meinung von Kritikern dürfen Kunden nicht in Produkte gedrängt werden, die nicht für sie geeignet sind.

Die EU-Kommission verteidigte sich am Mittwoch, dass die Vorschläge zur Taxonomie „lebend“ seien und je nach wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen geändert würden.

Geld soll in Richtung Nachhaltigkeit

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatten sich die EU-Institutionen – Parlament, Rat und Kommission – auf das EU-Klimaschutzgesetz endgültig geeinigt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihr für den Green Deal zuständiger Stellvertreter Frans Timmermans haben am Mittwoch die erzielte politische Einigung auf das Gesetz begrüßt.

Das Gesetz verpflichtet die EU darauf, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen und ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken. „Unser politisches Versprechen, bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu werden, ist nun auch eine rechtliche Verpflichtung. Dieses Gesetz schreibt rechtsverbindlich fest, dass die EU bis spätestens 2050 klimaneutral sein muss“, sagte von der Leyen.

Die EU steht daher mächtig unter Druck, das Geld in nachhaltige Projekte umzulenken. Um die Treibhausgase radikal zu senken, braucht sie nach eigenen Angaben jährliche Investitionen von 350 Milliarden Euro. Mit einem Rahmen für ein nachhaltiges Finanzwesen will sie nun das Investorengeld in großem Maßstab umleiten. Deshalb macht die EU-Exekutive Tempo.

Die vorgeschlagene „delegierte Verordnung“ zur EU-Klimataxonomie wird von Parlament und Mitgliedstaaten in den nächsten vier Monaten geprüft. Insider in Brüssel erwarten um den Vorschlag der Kommission zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen intensive Diskussionen mit den Europaabgeordneten und den Regierungen der Mitgliedstaaten. Die sechs „delegierten Änderungsrechtsakte“ beispielsweise in der Anlage- und Versicherungsberatung dürften laut Kommission bereits ab Oktober 2022 Anwendung finden.

Spätere Reglungen

Wie erwartet, hat die EU-Exekutive unterdessen Investitionen in Gas und Atomenergie von einer Regelung ausgenommen. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt nach einer tieferen Prüfung geregelt werden.

Dafür gab es Kritik von Rasmus Andresen, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament. Andresen sprach von einer „herben Enttäuschung“ und nannte die Entscheidung „zukunftsfeindlich“.

Lob gab es hingegen aus der EVP, der größten Fraktion im Europaparlament, für die Entscheidung. „Bioenergie, Gas und Kernenergie in einem eigenen separaten Rechtsakt zu regeln gibt die Chance für eine schnellere und effizientere Energiewende. Ich bin deshalb dankbar, dass die Kommission die auch von uns vorgebrachte Kritik gehört hat und somit einen technologieneutralen Ansatz wählt“, sagte Markus Pieper (CDU), parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Gruppe.

Nicht nur das EU-Parlament, sondern auch zahlreiche Mitgliedstaaten – insbesondere aus Osteuropa – sehen Gas weiter als unverzichtbare „Übergangstechnologie“.

20.04.21 Treibt der Konflikt zwischen Russland und Ukraine Europa in einen Krieg?

Aktuell: Deutschland übernimmt routinemäßig den Vorsitz im Europarat. Eine Chance, mit Russland zu verhandeln?

Wieso gibt es deutsche Politiker, die sich nicht zurückhalten und Russland immer wieder verbal angreifen. Wir handeln und verhandeln mit so vielen Schurkenstaaten, warum muss es ausgerechnet Russland sein, welches wir wegen mangelnder demokratischer Grundprinzipien verdammen? Ohne Russland kein Frieden in Europa.

Gott sei Dank ist die Ukraine noch nicht Mitglied der NATO, aber sie verlangt permanent nach Waffenlieferung. Kein Wunder, dass Russland – auch als Drohgebärde – Truppen an der Grenze zusammenzieht. In meinem moderierten Beitrag versuche ich zu erklären, warum die Krim für Russland strategisch unentbehrlich ist und in einer Schnaps-Idee von Chruschtschow, als die Ukraine noch dem Staatenbund der UDSS angehörte, der Ukraine zugeschrieben wurde. Man kann durchaus die Frage stellen, ob die spätere Wiedereingliederung völkerrechtliche Relevance hat. Aber durch die vielen Sanktionen, die der Westen danach gegen Russland verhängt hat, ist nicht nur das Verständnis Putins für die westliche Politik vergiftet, sondern auch umgekehrt. Meines Erachtens ist so auch der Krieg um Donbass entstanden.

Im Beitrag wird auch erklärt, warum westliche Versprechungen an Gorbatschow, als Deutschland vereint wurde und die UDSSR zerfiel, hinterlistig hintertrieben wurden, als die Oststaaten und das Baltikum nach ihrer Unabhängigkeit in die NATO einbezogen wurden. Die Folge: Heute steht sie unmittelbar vor Russlands Grenzen. Hat das nicht auch völkerrechtliche Konsequenzen? Klar, dass dieses Misstrauen Putin dazu animiert hat, auf viele Menschenrechte, die der Westen gerechterweise verlangt, zu verzichten.

Geschichtlich war die Bevölkerung Russlands so wieso nicht nur erst seit Stalin, sondern auch schon unter den Zaren, die Zwangsherrschaft und extreme Ungerechtigkeit gewöhnt. Nur wenige Bürger lehnen sich deshalb nach dem Prinzip der Demokratie dagegen auf. Da ist es nur ein kurzer Weg zur Verdammung der sogenannten Dissidenten ins Straflager à la Gulag. Ohne diese Politik, so denkt Putin, würde Russland ins Chaos stürzen.

Übrigens, wo bleiben parallel da Sanktionen gegen Erdogan, der Hunderttausende politisch Andersdenkende nach dem schwachbrüstigen Putsch ins Gefängnis gesteckt hat, nicht zu sprechen von den Verbrechen, die er gegen das kurdische Volk begeht. Die Verhältnisse in China möchte ich überhaupt nicht erwähnen, mittlerweile sind wir wirtschaftlich davon so abhängig, dass Deutschland sich einen Zwist mit China nicht mehr leisten kann. Ob das langfristig den Frieden erhält, ist auch die Frage.

In diesem Grundverständnis muss mit Putin verhandelt werden. Nachdem Russland wegen der Krim zunächst aus dem Europarat heraus geschmissen wurde, ist es jetzt wieder Mitglied. Es wird Zeit, dass Deutschland die Chance des Vorsitzes nutzt, um die dringendsten Kriegsgefahren abzuwenden.

Jean Pütz

Folge 190, der Vernunft eine Chance.

Wie kam es zum schnellen Erfolg beim ersten mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfister? – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Den folgenden Ausschnitt aus einem Wiener Symposium über die verblüffend schnelle Entwicklung in Weltrekord des ersten wirksamen mRNA-Impfstoffes möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, auch wenn der Mitarbeiter von Pfizer ein wenig stark den Beitrag von Pfizer zu  sehr herausstellt. Entscheidend war da die Firma BioNTech, die bereits vorher die mRNA-Technologie zur Entwicklung von Arzneimitteln, z. B. auch zur Bekämpfung von Krebs in der Forschungs-Pipeline hatte. Das Forscherehepaar Özlem Türeci und Uğur Şahin hatten die geniale  Idee, diese Methode auch zur Entwicklung von Impfstoffen zu nutzen. Pfizer stellte das weitere Now How zur Verfügung. Vergessen darf aber auch nicht, dass Gelder aus der deutschen Steuerkasse eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Jean Pütz

Forschungsschritte für Impfstoff parallel statt nacheinander

„Als das Corona-Virus Ende 2019 auf den Menschen übersprang und sich als COVID-19 binnen kürzester Zeit weltweit verbreitete, hat Pfizer die lange Vorerfahrung bei der raschen Entwicklung eines Impfstoffs sehr geholfen“, sagt Rumler. Binnen kürzester Zeit hat Pfizer entschlossen, mit dem deutschen Unternehmen BioNTech eine Partnerschaft einzugehen.

„Aufgrund unserer Erfahrung konnten für die Impfstofferforschung notwendige Schritte parallel statt nacheinander gegangen werden. Dafür waren große Investitionen notwendig“, erklärt Rumler. „Tausende Menschen, Mediziner und Wissenschaftler haben zusammen Großartiges geleistet, sodass der BioNTech/Pfizer-Impfstoff bereits Ende 2020 als erster Impfstoff in Europa zugelassen und am 27. Dezember die erste Person in Österreich gegen COVID-19 geimpft wurde“, so Rumler.

Rumler: Welthandel für effiziente Impfstoffproduktion wichtig

Für die Zulassungsstudie gab es weltweit rund 45.000 Freiwillige in über 150 Standorten für klinische Studien. „Diversität und Altersverteilung spielten eine große Rolle. Schließlich war es unser Ziel, künftig allen – auch Schwangeren und Kindern – einen wirksamen und verträglichen Impfstoff anbieten zu können“, so Rumler.

Erst von wenigen Tagen wurde für den Impfstoff in den USA ein Antrag auf Zulassung auch für 12- bis 15-jährige gestellt. Der Zulassungsantrag für die EU wird bald folgen. Staatlichen Alleingängen bei der Impfstoffproduktion steht Rumler kritisch gegenüber. „Unser Impfstoff besteht aus 280 Inhaltsstoffen aus 86 Produktionen in 19 Ländern. Der funktionierende Welthandel und spezialisierte Produktionsstätten sind ausschlaggebend für die immense Produktionsgeschwindigkeit des Impfstoffs“, erklärt Rumler. War zunächst seitens Pfizer die Produktion von 1,3 Milliarden Dosen geplant, wurde der Zielwert mittlerweile auf 2,5 Milliarden ausgeweitet.

Ist Elon Musk eine Umweltsau oder was noch?

(Xing) – Der Ton im Zwist um die Genehmigung für das deutsche Tesla-Werk wird rauer. Der E-Auto-Gigant hadert mit der deutschen Bürokratie, der Unmut beim US-Konzern wächst. Tesla will die schleppende Genehmigung für sein Werk in Brandenburg vorantreiben und hat deshalb einen Frust-Brief verfasst.

«Der deutsche Genehmigungsrahmen für Industrie- und Infrastrukturprojekte sowie für die Raumplanung steht in direktem Gegensatz zu der für die Bekämpfung des Klimawandels notwendigen Dringlichkeit der Planung und Realisierung solcher Projekte», kritisiert Tesla in dem am Donnerstag veröffentlichten Brandbrief und argumentiert, die Fabrik helfe durch Verbreitung von E-Mobilität im Kampf gegen die Erderwärmung.

Noch kein Zeitplan für endgültige Genehmigung
«Besonders irritierend» sei für Tesla, dass es 16 Monate nach dem Antrag noch keinen Zeitplan für die Erteilung einer endgültigen Genehmigung gebe. Das «eklatanteste Problem» sei, dass in aktuellen Verfahren und Gesetzen Projekte, die den Klimawandel bekämpften und solche, die ihn beschleunigten, gleich behandelt würden.

Tesla äußerte sich in einem Verfahren zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Bundesrepublik vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Die DUH fordert, dass die Bundesregierung dazu verurteilt werde, ein Programm aufzustellen, um das nationale Klimaschutzziel 2030 zu erreichen. Tesla reichte die Stellungnahme als «Freund des Gerichts» ein, da es im Interesse des Verfahrens sei, die Erfahrungen zu teilen.

Umwelthilfe von Tesla-Vorstoß überrascht
Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch sagte, er sei von Teslas Vorstoß überrascht worden, begrüßte ihn aber. Der Brief sei «segensreich»: «Das Wesentliche ist, dass jetzt wieder Schwung in die Diskussion hineinkommt, wie wir diese Überbürokratisierung in Deutschland zurückfahren können, ohne dass die Mitwirkungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft und der Umweltverbände geschliffen werden.»

Tesla will 500.000 Autos in Deutschland bauen – jährlich
Tesla will in seinem ersten europäischen Werk in Grünheide in Brandenburg im Sommer die Produktion aufnehmen und mit der Zeit 500 000 Autos pro Jahr fertigen. Der US-Konzern baut bisher mit vorläufigen Zulassungen. Die Arbeiten wurden wiederholt nach dem Vorgehen von Umweltverbänden unterbrochen. Unter anderem ging es dabei um die Umsiedlung von Tieren. Kritiker warnen auch vor Risiken für die Trinkwasser-Versorgung der Region. Langsam aber sicher gerät der Zeitplan in Gefahr.

Tesla schlägt Maßnahmenkatalog vor
Tesla schlug in der Stellungnahme zehn Maßnahmen vor, mit denen die Genehmigungsabläufe verbessert werden sollen. Dazu gehören beschleunigte Verfahren für nachhaltige Projekte sowie die Berücksichtigung auch indirekter Auswirkungen auf die Umwelt.

Aktuell könnten Hinweise auf relativ geringe lokale Folgen in größerem Maßstab positive Projekte verhindern, argumentierte der US-Konzern. Tesla kritisierte auch, dass bei der Beteiligung der Öffentlichkeit «einige der aktuellen Bestimmungen zu Missbrauch einladen». So belohnten große Anhörungen «Lautstärke statt Substanz».

Auch Brandenburgs Umweltministerium zeigte sich bei diesem Vorschlag skeptisch. Man halte zwar Verfahrensbeschleunigungen «an geeigneter Stelle» für sinnvoll. «Rechtlich kann es jedoch keine Unterscheidung zwischen scheinbar klimafreundlichen und eher klimabelastenden Investitionen geben, denn das Recht ist nicht teilbar.» (mit Material der dpa erstellt)

(Focus) – Ein erfahrener Ex-Daimler-Ingenieur unterschreibt einen Vertrag bei Tesla in Berlin. Doch noch bevor sein neuer Job richtig losgeht, ist er schon wieder vorbei.

Was Stefan Schwunk seinen Followern erst als Aprilscherz verkauft, stellt sich plötzlich als wahr heraus: Der ehemalige Daimler-Ingenieur, der im Dezember 2020 einen Vertrag für einen Job in der neuen Tesla-Fabrik bei Berlin unterschrieben hatte, ist genau diesen Job auch schon wieder los. Praktisch hatte er keinen einzigen Arbeitstag.

Schwunks Aussagen zufolge löste der Autokonzern von Elon Musk den Arbeitsvertrag auf, bevor er den Posten überhaupt offiziell angetreten hatte, wie er in dem Podcast „Moin Tesla“ erzählt hat und auch gegenüber FOCUS Online bestätigt hat. Als Grund für die Auflösung des Vetrags deutet der 43-Jährige an, dass er seine Tätigkeit als Youtuber nicht wie zuvor hätte weiterführen können.

Obwohl sein Kanal namens „Schwunkvoll“, in dem es um E-Mobilität und auch um eine kritische Auseinandersetzung mit der Industrie geht, beim Vorstellungsgespräch mit Tesla zunächst kein Problem gewesen sein soll, deutet Schwunk aber an, dass dem amerikanischen E-Auto-Konzern die Nebentätigkeit sowie ein angebliches Interview seines angehenden Mitarbeiters über den Job-Wechsel wohl doch nicht gefallen hatte.

Schwunk musste „ganz, ganz viele Verschwiegenheitserklärungen“ unterschreiben
Das merkte Schwunk offenbar in den ersten On-Boarding-Gesprächen, die er im Januar vor seinem offiziellen Jobantritt führte. Zu dem Zeitpunkt musste er schon „ganz, ganz viele Verschwiegenheitserklärungen“ unterschreiben, wie er im Podcast erzählt. Heißt: Er hätte öffentlich über seinen Job bei Tesla nicht sprechen dürfen.

In seinen Youtube-Videos also beispielsweise die Tesla-Gigafactory bei Berlin von innen zu zeigen, wie Schwunk es sich etwa ausgemalt hatte: völlig undenkbar. „Ich dachte, die wären da ein bisschen offener“, gibt Schwunk zu und erklärt, wie die Situation vor Jobbeginn bei ihm „schon ein bisschen Magengrummeln ausgelöst“ hätte. Hinzu kam nämlich, dass das Gehalt bei Tesla „natürlich nicht so wie ein Daimler-Gehalt“ sei. Seinen Youtube-Kanal als zweite Einnahmequelle zu nutzen, wäre also schwierig geworden.

Die Auflösung des Arbeitsvertrags scheint auch in Schwunks Sinne gewesen zu sein. „Da kam mir Tesla mit diesem Gespräch zuvor.“ Dann spielt er noch auf Tesla-Chef Musk an. „Ich glaube, da ist schon ziemlich viel dran, dass es bei Tesla einen Menschen gibt, der sozialmedientechnisch aktiv sein darf – und alle anderen nicht.“

Schwunk hat seit Mitte März einen neuen Job: bei einem Tochter-Unternehmen von VW, das unter anderem auf Lösungen für E-Mobility setzt.

17.04.21 Wie funktioniert eigentlich der Boten-RNA oder mRNA Impfstoff, der von BioNTech entwickelt wurde?

Nur so ist die Corona Krise schnellstens überwindbar!!!

Um Ihnen, liebe Facebook-Freunde, dieses zu beschreiben, habe ich meine alten, in der Hobbythek praktizierten Methoden wieder rausgekramt. Machen sie sich da Ihr eigenes Bild aber ich bin sicher, wenn Sie diesen Beitrag, wie gesagt wieder in freier Moderation, weil ich ja nicht mehr den üblichen Prompter zum Einspiegeln von Texten wegen meiner Makuladegeneration nutzen kann, bis zum Ende verfolgen, dann bin ich sicher, daß viele Vorurteile gegenüber dem Impfen behoben werden können.

Warum ist der mRNA Impfstoff so arm an Nebenwirkungen, ich spreche da aus eigener Erfahrung. BioNTech hat mich wieder unabhängig gemacht, kann meine Umwelt nicht mehr mit Coronavirus belasten, und ich hoffe, dass auch die Politik dieses begreift, das RKI hatte ich ja in meinem vorherigen Beitrag wüst beschimpft, 3 Tage später wurde dann meine These vom RKI bestätigt. Derjenige der geimpft ist, kommt nicht mehr als Überträger infrage. Wie die messenger RNA (mRNA) Methode funktioniert und warum die so genial ist, das hoffe ich, wird Ihnen jetzt plausibel sein. Den einzigen Vorwurf, den ich diesen genialen

Wissenschaftlern mache, ist daß Sie diese Methode nur zur Entwicklung von Impfstoffen genutzt haben. Genauso kann man damit wirksame Medikamente auf den Punkt genau entwickeln. Das hätte vielen Corona-Sterbenden das Leben gerettet. Aber die teilweise mit der Gießkanne verteilten Subventionen an die Impfhersteller haben leider nur die Entwicklung der Impfstoffe gefördert, mit EU-Verträgen die ich selbst ebenso als sehr fahrlässig ansehe. Es lebe die Wissenschaft und es lebe das Zeitalter nach Corona.

Folge 185: Der Vernunft eine Chance