Archiv der Kategorie: Gedanken

20.02.2020 Verkauft Deutschland sein Tafelsilber an China ?

Noch als China ein wirtschaftlicher Zwerg mit über 1,5 Mrd. Bürger und arg gebeutelt war von der Kulturrevolution, wunderte ich mich, dass bei wissenschaftlichen Kolloquien immer wieder nicht nur Wissenschaftler, sondern auch meine Wissenschaftsjournalisten-Kollegen anwesend waren.  Als damaliger 1. Vorsitzender der Wissenschaftskonferenz (WPK.org) habe ich das begrüßt, wunderte mich aber, dass sie so freizügig reisen konnten in einem China, dass ziemlich zugeknöpft war. Heute weiß ich warum. Obwohl extrem autoritär, so schlau waren die damaligen kommunistischen Machthaber. Sie erkannten den technologischen Rückstand und taten alles, den nachzuholen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass sie mittlerweile im Begriffe sind, sogar die USA zu überholen. Deutschland spielt dabei den Steigbügelhalter, weil teilweise die intelligente Technologie für n‘ Appel und n‘ Ei‘ verkauft worden sind. Das gilt nicht nur für die Computer-Technologie (z. B. Kuka), Chemie, Pharmazie (mittlerweile sind wir, was die Rohstoffe für Medikamente angeht, völlig von China abhängig) usw. Abgewandert sind komplett die deutsche Eisenindustrie, ganze Eisenhüttenwerke wurden hier geschlossen und mit Sack und Pack in China wieder aufgebaut. Noch viel schlimmer: Das gesamte Wissen rund um die Magnetschwebebahn Transrapid wurde nach China verschenkt und feiert dort als Transportmittel der Zukunft große Auferstehung. Das dieser Austausch asymmetrisch erfolgt beweist allein die Tatsache, dass deutsche Firmen, die sich in China etablieren, stets einen chinesischen Partner benötigen.

Aus persönlicher Erfahrung: Ein Freund, der geniale auf dem Gebiet der Roboter-Schleiftechnik mit vielen Patenten entwickelt hatte, musste, weil er in Deutschland nicht genügend Kapital einsammeln konnte, den Chinesen Tribut zollen und seine Firma an sie verkaufen. Noch heute wartet er auf den Rest der vereinbarten Zahlungen. Deshalb kann ich die positiven Darstellung im folgenden Artikel nicht nachvollziehen

(ntv) – Die Übernahme des Augsburger Roboter-Herstellers Kuka wurde oft kritisiert, weil Robotik als Schlüsseltechnologie gilt.

Deutsche Technologie-Unternehmen sind für China von großem Interesse. Bieter aus dem Reich der Mitte haben es besonders auf Mittelständler abgesehen. Neben der Angst vor der Abwanderung von Know-how schwingt dabei auch immer die Sorge vor der Schwächung deutscher Unternehmen mit. Zu Recht?

Von chinesischen Investoren übernommene deutsche Unternehmen leiden einer Studie zufolge nicht unter dem Eigentümerwechsel. „Die bisher vorliegende Evidenz unterstützt nicht die Vermutung, dass chinesische Direktinvestitionen in Deutschland zu einer Schwächung der wirtschaftlichen Leistungskraft der betroffenen Unternehmen geführt haben“, heißt es in der veröffentlichten Untersuchung im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

„Dabei zeigten sich keine signifikanten Unterschiede im Hinblick auf die Entwicklung der Anzahl der Beschäftigten, des Umsatzes und der Anzahl der Patentanmeldungen“, sagte der EFI-Vorsitzende Uwe Cantner. Auch sei bei Ausgaben für Forschung und Entwicklung nicht gespart worden.

Allerdings seien Unternehmensbeteiligungen durch chinesische Investoren „grundsätzlich mit der Möglichkeit einer politstrategischen Einflussnahme verbunden“, betonte der Wissenschaftler. „Der chinesische Staat kann somit Unternehmen in Deutschland und anderen Ländern aufkaufen und auf deren Know-how zugreifen.“

Umgekehrt sei die Volksrepublik für deutsche Direktinvestitionen im Vergleich zu anderen Ländern schwer zugänglich. „Der Technologieaustausch gestaltet sich noch schwierig und der Schutz von Rechten an intellektuellem Eigentum ist nicht immer gegeben.“ Die Bundesregierung sollte sich daher für gleiche Wettbewerbsbedingungen und Chancengleichheit einsetzen.

Übernahmen umfassender prüfen
Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte dies bei der Übergabe des Jahresgutachtens zu. „Wir möchten Offenheit mit Fairness verbinden“, sagte sie. Auch sei man bei Firmenübernahmen „schon sehr viel aufmerksamer“ geworden. China sei der größte Handelspartner für Deutschland, entwickele sich aber auch sehr dynamisch als Innovationsstandort. Entscheidend sei die Reziprozität in den Beziehungen, also vergleichbare Bedingungen für beide Seiten. Die Industrie klagt seit Langem darüber, dass sich chinesische Firmen auf dem deutschen Markt freier bewegen können als deutsche in China.

Die Expertenkommission befürwortet die Pläne des Wirtschaftsministeriums, Übernahmen durch ausländische Investoren im Bereich sensibler Technologien umfassender zu prüfen. „Die hierbei einbezogenen Technologiebereiche sollten zunächst benannt werden“, heißt es dazu. „Außerdem sind klare und transparente Prüfkriterien zu entwickeln.“ Dies sollte im europäischen Rahmen abgesprochen werden.

11.02.2020 Kritik eines erfolgreichen Unternehmers an der deutschen Wirtschafts- und Umweltpolitik

Zunächst mein persönlicher Kommentar

‚Fokus online‘ hat mit Klaus Fischer, dem Sohn des Erfinders des Fischer-Dübels, Artur Fischer, Gründer der Firma Fischertechnik ein Interview geführt.
Der hat aber nicht nur den Fischer-Dübel und seine vielen Varianten entwickelt, der den Handwerkern das Leben erleichtert, sondern auch Fischertechnik, die Millionen von jungen Menschen den Zugang zur praktischen konstruktiven Technik ermöglicht hat.

Auch ich habe sehr von dieser Erfindung profitiert, denn als ich 1972 meine große Sendereihe ‚Einführung in die Digitaltechnik‘ entwickelte, ermöglichte mir dieser Baukasten für jedermann verständlich, die Theorie mit vielen praktischen Beispielen zu untermalen.

Diese Sendereihe wurde Anfang 1974 zunächst im WDR-Fernsehen ausgestrahlt und eröffnete schließlich mit Hunderten von Wiederholungen in den anderen 3. Programmen auf breiter Ebene das Verständnis für das zukünftige Digital-Zeitalter.

Mit Artur Fischer habe ich so manches Interview geführt. Er hat Anteil an dem großen Erfolg dieser Sendereihe und ich möchte mich hier ausdrücklich noch einmal bei ihm bedanken.

Jetzt erfahre ich durch das Fokus-Online-Interview, dass sein Sohn, Klaus Fischer, aus der Firma einen Weltkonzern geschmiedet hat.

Seine politischen Einstellungen und sein Verständnis für wirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten und praktischen Anwendungen, waren die Vorraussetzungen für diesen Erfolg. Immerhin ist die Firma Fischer einer der kreativsten Mittelstandsfirmen Deutschlands im Besitz von tausenden Patenten, die weltweit Geltung haben. In seinem folgenden Interview übt er scharfe Kritik an dem derzeitigen Mainstream, insbesondere was Umwelt- und Klimapolitik anbelangt. Ähnlich wie ich befürchtet er, dass das auf Dauer die Deutschen stark ins Hintertreffen bringen wird und die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit so schädigen, dass die Export-Industrie, insbesondere die vom Mittelstand geprägte, im nächsten Jahrzehnt vor dem Kollaps steht.

Hier das Interview mit dem FOCUS-Autor Donar Jujacinski im Firmensitz im Schwarzwald:

(Focus) – Herr Fischer ist gut gelaunt. Bis die Digitalisierung zur Sprache kommt. „Darüber“, sagt der Inhaber der Fischer-Werke, „ärgere ich mich ständig. Wenn ich von unserem Firmensitz im Waldachtal im Nordschwarzwald mit dem Auto nach Stuttgart fahre, bricht die Leitung mindestens sechsmal zusammen. Unglaublich!“
Klaus Fischer, der 1980 das Familienunternehmen von seinem Vater Artur Fischer übernahm und es zu einem Global Player machte, ärgert das deshalb, weil er ein Macher ist. Einer, der von Stillstand und leeren Versprechungen nichts hält. Besonders dann, wenn sie aus der Politik kommen. Dass er seinem Unmut gern laut und deutlich Luft macht, kann sich der 69-Jährige leisten. Die Unternehmensgruppe hat mehr als 1500 Patente angemeldet, steigerte 2018 den Umsatz um 52 Millionen Euro auf 864 Millionen. 2019 kamen noch ein paar Millionen dazu.

Autor: Herr Fischer, Ärger schadet der Gesundheit.

Ich bin gesund, mir fehlt nichts. Keine Sorge. Aber die Digitalisierung in Deutschland ist wirklich eine Katastrophe! Wir haben 3G und wollen 5G haben, obwohl es noch nicht mal überall 4G gibt. Mit dem Bau der Stromtrassen vom Norden in den Süden ist es genauso. Deutschland verliert den Anschluss. Der Staat tut viel zu wenig. Auf dem Weg in unseren Nachbarort konnte ich früher noch problemlos telefonieren. Das ist vorbei.

Autor: Sie sind viel im Ausland unterwegs. Schämen Sie sich manchmal wegen der deutschen Digitalisierungspolitik?

Es ist schon unangenehm. Ich war gerade in Südafrika. Da kann man überall telefonieren. Selbst im Busch. Kein Witz. Und nicht nur das ist problematisch. Wir verlieren auch den Anschluss in der Bildung, weil Aus- und Weiterbildung nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Weil es an gut ausgebildetem Personal fehlt, werden die Kinder oft schon im Kindergarten nicht entsprechend ihren Begabungen gefördert. In den Schulen ist es ähnlich. Das ist eine Sünde, weil Kinder zwischen ihrem dritten und zwölften Lebensjahr die höchste Auffassungsgabe haben. Deutschland wird mehr und mehr abgehängt.

Autor: Das glauben Sie tatsächlich?

Ja. Ich habe unserer Gemeinde 30.000 Euro gegeben, um für die Schule Computer zu kaufen, die sie teilweise aber nicht nutzen können, weil sie keinen WLAN-Anschluss haben. Bei unserem jährlich stattfindenden Fischer-Abiturientenforum, in dem es um die Digitalisierung ging, beklagten sich Schüler und Lehrer darüber, dass sie nicht unterstützt werden. Dabei ist Bildung das, was für die Zukunft entscheidend ist.

Autor: Was läuft noch falsch?

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In der Nähe von Freudenstadt gibt es den 10.000 Hektar großen Nationalpark Schwarzwald, in dem gerade ein Besucherzentrum gebaut wird, das jetzt 50 anstatt 25,5 Millionen Euro kostet. Damit landete das Zentrum sogar im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Aber in den Schulen können die Schüler teilweise nicht die Toiletten benutzen, weil diese in einem miserablen Zustand sind. Und das in einem Staat, der ein so wahnsinnig hohes Steueraufkommen hat. Das ist nicht nachvollziehbar.

Autor: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte kürzlich, dass sie mit der Bilanz ihrer Politik sehr zufrieden ist.

Das würde ich an ihrer Stelle auch sagen. Was mir bis vor Kurzem gar nicht klar war: Keine zehn Prozent unserer Politiker haben einen wirtschaftlichen Hintergrund, und einige haben nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung. Wie Juso-Chef Kevin Kühnert. Er hat zwei Studiengänge abgebrochen, stellt sich aber hin und sagt, dass wir die Reichensteuer brauchen und er die Gesellschaft verändern will. Das ist in China anders. Dort haben viele Politiker zuvor in der Wirtschaft – vor allem im Ausland – Erfahrungen gesammelt.

Autor: Ihr Unternehmen hat dort Produktionsstandorte.

Ja. Beim Besuch der Elite-Universität Tongji in Shanghai sagte mir ein Professor, dass sie so viel Geld vom Staat bekommen, dass sie gar nicht wissen, wohin damit. Wenn Sie sich im Gegenzug die deutschen Universitäten anschauen – die haben seit 10, 20 Jahren einen Renovierungsstau, der in die Milliarden geht. Deshalb ist es zwingend notwendig, dass es mehr Politiker gibt, die die wirtschaftlichen Zusammenhänge verstehen.

Autor: Sprechen wir über die Kernenergie. War der Ausstieg nach Fukushima richtig?

Der Ausstieg war der größte Fehler von Frau Merkel. Die Kernenergie ist die sauberste Energie der Welt, und die deutschen Kernkraftwerke waren und sind die sichersten der Welt. Dafür bauen jetzt Frankreich und sogar Schweden neue Kraftwerke. Ein anderes Beispiel: Auch in der Gentechnologie sind wir nicht mehr führend, und die Absolventen gehen nach ihrem Studium ins Ausland, weil sie dort – besonders in der Forschung – bessere Chancen haben.

Autor: Macht Ihnen das Sorge?

Natürlich. Wie viel investiert Deutschland denn in die Forschung? Zu wenig gegenüber Ländern wie den USA oder China. Wenn wir in den nächsten Jahren nicht mehr in sie investieren, wird Deutschland bald der große Verlierer sein.

Autor: Welche Werte vermissen Sie bei Politikern noch?

Glaubwürdigkeit, Begeisterung, Zuverlässigkeit und dass sie die Menschen bei Zukunftsthemen mitnehmen, um ihnen damit Sicherheit für die Zukunft zu geben. Das Problem ist, dass immer auf die nächste Wahl geschaut wird. Die Politiker sollten sich aber besser darauf besinnen, Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen und sich vor allem wieder mit den starken Nationen vergleichen und die richtigen Schritte einleiten. Dann könnte Deutschland eines Tages wieder eine ganz, ganz starke Nation sein.

Autor: Viele Menschen fürchten Risiken, weil Sie Angst um ihren Wohlstand, ihren Besitz haben.

Wenn sich in Bezug auf ein mutigeres Vorgehen hinsichtlich Bildung, Digitalisierung, künstlicher Intelligenz oder dem Klima- und Umweltschutz nicht bald etwas ändert, werden wir große Probleme bekommen. Dazu brauchen wir politische Visionäre, die anpacken und sich auf diese wichtigen Themen konzentrieren, anstatt sie zu zerreden. Dieses Zerreden ist übrigens genau das, was ich den Politikern in erster Linie vorwerfe. Dadurch werden wir nicht auf die Zukunft vorbereitet. Hinzu kommt: Der Sozialstaat Deutschland lebt von der Wirtschaft und kann langfristig nur finanziert werden, wenn wir wirtschaftlich wettbewerbsfähig bleiben.

Autor: Haben Sie eine Idee, wer diesen Wettbewerb nach der Merkel-Ära verbessern kann? Friedrich Merz vielleicht?

Na ja. Herrn Söder sollte man auch nicht abschreiben. Er ist clever und ein gescheiter Kopf. Meiner Meinung nach ist er jemand, der die Kraft hätte, Deutschland wieder voranzubringen. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob am Ende nicht doch Markus Söder zur Verfügung steht.

Autor: Dann halten Sie Friedrich Merz für weniger gescheit?

Herr Merz ist ein außergewöhnlich kluger Mann. Aber ich glaube nicht, dass er es schafft. Er war zu lange weg von der Politik. Aber natürlich ist er jemand, der die Industrie gut kennt und wäre deshalb eine gute Alternative zu Markus Söder.

Autor: Trauen Sie die Aufgabe NRW-Chef Armin Laschet zu?

Das kann aus meiner Sicht nicht funktionieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er der richtige Mann für diese Position ist. Wir müssen jetzt schauen, dass die CDU wieder richtig positioniert wird. Dass sie so weit nach links abgerutscht ist, ist mit ein Grund, dass die AfD so weit kam. Jetzt brauchen wir jemanden, der die CDU wieder mehr nach rechts rückt. Dies ist nicht das Ziel von Herrn Laschet. Im Gegenteil. Das können nur Söder oder Merz.

Autor: Viele Ihrer Unternehmerkollegen sprechen von Rezession.

Die haben wir schon. Da wird nur deshalb nicht viel darüber geschrieben, weil der Umwelt- und Klimaschutz im Augenblick das entscheidende Thema ist. Wobei das ja nichts Neues ist. Das war ja vor zwei Jahren nicht anders als heute. Nur jetzt hat man das Gefühl, die Welt würde in den nächsten Jahren untergehen. Tut sie aber nicht.

Autor: Der Klimahype hängt stark mit Greta Thunberg zusammen.

Sie ist eine junge Persönlichkeit mit viel Mut. Wenngleich ich nicht alles gut finde, was Greta Thunberg veranstaltet. Wir müssen aufpassen, dass die Klimadiskussion nicht dazu führt, dass Deutschland am Ende als Verlierer dasteht. Es ist wichtig, Klimapolitik gemeinsam weltweit zu betreiben und nicht national.

Autor: Die Fischer-Werke sind auch Zulieferer der Autoindustrie, stellen Luftausströmer oder Ablagefächer her. Unter den Abnehmern ist auch der Autobauer Tesla, der im brandenburgischen Grünheide ein neues Werk bauen will. Freut Sie das?

Was ich nicht verstehen kann, ist, dass man für Tesla alle Register zieht, um sie nach Berlin zu bekommen, und die deutsche Automobilindustrie so gut wie gar nicht unterstützt. Im Gegenteil: Ihr bereitet man immer mehr Probleme. Richtig ist, dass Fehler passiert sind. Jetzt aber ist der Zeitpunkt gekommen, nicht mehr nach hinten, sondern nach vorne zu schauen und sich mit den Herausforderungen der Zukunft zu beschäftigen.

Autor: Warum wird um Elon Musk so ein Aufheben gemacht?

Das kann ich nicht beurteilen. Es wäre aber gut, wenn sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier für die deutsche Automobilindustrie auch so einsetzen würde.

Autor: Bekommt die Wirtschaft in Baden-Württemberg ausreichend Unterstützung?

Es wird von der Landesregierung in Baden-Württemberg immer von der Unterstützung des ländlichen Raumes gesprochen. Ein Beispiel: Wir haben in Freudenstadt einen Campus, einen Vorlesungsstandort, der zur Universität Stuttgart gehört. Für diesen Campus wurde mir von der Landesregierung für den Zeitraum von fünf Jahren eine Unterstützung von drei Millionen Euro versprochen, also jedes Jahr 600.000 Euro. Am Ende haben wir aber nur eine Million Euro bekommen, über die der Campus nicht einmal vollständig verfügen kann.

Autor: Haben Sie sich beschwert?

Ja. Das Beispiel zeigt, inwieweit die Investitionen am Standort Deutschland noch sinnvoll sind. Inzwischen gibt es Länder, die die Wirtschaft mit offenen Armen empfangen – sowohl in Europa als auch in Fernost. Nach Serbien, Bulgarien oder Rumänien gehen sehr viele deutsche Firmen, vor allem Automobilzulieferer, für die dort sehr viel getan wird. Natürlich wird auch in Deutschland subventioniert. Aber zu einseitig. Wir sollten nicht nur auf E-Mobilität setzen, sondern auch auf andere Antriebe wie Wasserstoff oder neue Brennstoffe. Anstatt das Geld in die Forschung für neue Technologien wie beispielsweise den Wasserstoff zu geben, unterstützt man Elektroautos, für die noch nicht genügend Strom produziert werden kann und es bis heute auch noch keinen konkreten Plan für die Entsorgung des Elektroschrotts gibt.

Autor: Sie sind Oldtimer-Sammler. Besitzen Sie auch ein E-Mobil?

Ich persönlich nicht. Ich weigere mich zurzeit auch, ein E-Auto zu kaufen, weil es erst ab 220.000 Kilometern CO2-neutral ist. Außerdem halte ich es für einen Riesenfehler, den Verbrennungsmotor abzuschreiben. Da ist noch sehr viel Potenzial vorhanden. Dass die CO2-Werte und der Feinstaub reduziert werden müssen, steht außer Diskussion. Die Frage ist nur, ob es richtig ist, nur die Symptome zu bekämpfen und nicht an die Ursachen zu gehen. Es wäre doch sinnvoller zu schauen, was die drei größten Ursachen in Bezug auf den Klimawandel sind und die Themen weltweit gemeinsam zu bearbeiten.

28.01.2020 Professor zerstört die Mär vom ökologischem‘ Elektroauto

In allen meinen bisherigen Publikationen seit mehr als 8 Jahren vertrete ich die Ansicht, die Professor Jörg Wellnitz von der TH Ingolstadt. Diese Erkenntnis stammt ausgerechnet aus Ingolstadt, die mit AUDI einen der renommiertesten Autoproduzenten beheimatet. Das müsste ja seine Glaubwürdigkeit enorm stärken. Seit Jahren versuche ich heraus zu bekommen, warum die grün-linke Ideologie so am reinen Elektroauto hängt. Mit Vernunft hat das nichts zu tun.

Dem gegenüber frage ich mich, warum nicht das sogenannte HyperHybrid – von mir schon vor 10 Jahren erdacht und mittlerweile von der Firma Obrist in Österreich als faszinierende Prototypen verwirklicht, von der Automobil-Industrie links liegen gelassen wird. Es benutzt eine intelligente Methode der Elektromobilität, wird nicht viel teurer als ein Verbrenner und besitzt trotzdem alle Vorzüge, die dem reinen Elektro-Auto zugesprochen werden: Regeneration der genetischen Energie beim Bremsen und Bergabfahren, benötigt kein automatisches Getriebe und kann dadurch um so leichter werden. Das Batterie benötigt maximal nur 1/6 der Ladekapazität eines Elektromotors, ist entsprechend viel leichter und kann als Plug-in geladen werden. In der Stadt können bis zu 80 km rein elektrisch gefahren, der Lademotor mit regenerativem Treibstoff befüllt und mit der Abwärme kann das Autoinnere gekühlt oder geheizt werden, ohne Batteriestrom verwenden zu müssen. Selbstverständlich können die Abgase von giftigen Bestandteilen komplett befreit werden. Die Firma Obrist hat mit ihrem Prototyp bewiesen, dass selbst ein Mittelklasseauto nicht mehr als 3 Liter auf 100 km benötigt.

Dass die Automobil-Industrie diese geniale Möglichkeit nicht aufgreift, die sogar den Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland verhindern würde, habe ich bisher nie verstanden, aber Prof. Wellnitz liefert dafür die Erklärung. Man will den Flottenverbrauch der klassischen Verbrenner-Autos durch diesen Trick an die demnächst sehr strengen europäischen Verbrauchsrichtlinien anpassen, um Milliarden Strafzahlungen zu umgehen. Diese Manipulation mit dem reinen Elektroauto soll angeblich preiswerter sein als die hohen Strafsummen. So gerät auch die weltweit führende deutsche Automobilindustrie in den Sog  der chinesischen Hegemonie. Das Het Prof. Wellnitz hervorragend analysiert.

Ihr  Jean Pütz

Das Elektro-Auto – eine Fatamongana
Ich habe mich akribisch mit allen Aspekten der E-Mobilität auseinandergesetzt:
Das Ergebnis:
„Sie kann und wird nie so kommen, wie von Industrie und Politik prognostiziert.In der Volksmeinung ist E-Mobilität eine tolle Sache“, sagt der Professor, „aber sie macht überhaupt keinen Sinn, wenn man sich alle Aspekte des Themas einmal vor Augen führt.“Für gerade einmal 16 % des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes ist der Autoverkehr verantwortlich. „Belastender ist da ja schon die Massentierhaltung und die landwirtschaftliche Monostruktur“, so Wellnitz.
Von den großen Containerschiffen auf den Weltmeeren ganz zu schweigen.
330 dieser Schiffe gebe es aktuell.
15 von ihnen produzierten so viel CO2 wie alle 750 Millionen Autos zusammen.
Vom Flugverkehr und den großen Kreuzfahrtschiffen ebenso ganz zu schweigen….

„Bis eine Batterie für einen Tesla gebaut ist, kann man 8 Jahre lang mit einem Verbrennungsmotor fahren (bzw. 200.000 km), um die gleiche Umweltbelastung zu erzielen“, so Wellnitz.

Denn seiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Strom zum Aufladen der Batterien – der zudem in der Hauptsache alles andere als sauber produziert wird – ebenso besteuert wird wie Benzin oder Diesel.
Und dann lägen die Kosten für ein Elektroauto bei rund 800 Euro pro Monat.
Und der hat aufgrund der möglichen Ladezyklen eines Akkus in 8 Jahren fast nur noch Schrottwert.

Und das weiß die Autoindustrie nicht?

„Alle wissen es“, sagt Jörg Wellnitz, „aber es geht weder um die Umwelt, noch um die Kunden.“

Warum Hersteller wie Audi, BMW und andere derzeit Milliarden in die neue Technologie investieren, liege ganz wo anders.

„Zum einen lassen sich Milliarden an EU-Fördergeldern kassieren. Daneben bewahren E-Autos die großen Hersteller vor Strafzahlungen wegen Nichterreichens der europäischen Klimavorgaben, da sie mit angeblichen Zero-Emissionsmodellen den Flottenmix nach unten drücken.
„Es geht selbstredend auch um das Markenimage, um ein grünes Mäntelchen und um Technologiekontrolle.“ Man baue die E-Autos im Wissen, dass sie alles andere als die automobile Zukunft seien.

„Es zu machen ist billiger, als es nicht zu machen“, hat mir mal ein Automanager gesagt !
„Es ist sinnlos, aber es kostet weniger.“

Und – so ganz nebenbei – geht es natürlich auch darum, noch mehr Autos zu verkaufen.
1,6 Milliarden Fahrzeuge gibt es heute bereits weltweit.
80 Millionen werden pro Jahr produziert.
Die E-Autos sind für die Hersteller kein Ersatz für Verbrenner, sondern ein Zusatzgeschäft, um als Zweit-oder Drittfahrzeug noch mehr Autos an den Mann zu bringen.

Doch dieses Zusatzgeschäft stößt an seine Grenzen, wenn es um die benötigen Rohstoffe für den Bau von Akkus geht, deren Abbau in Chile (Lithium) und Zentralafrika (Kobalt) nicht nur extrem umweltunverträglich ist und in weiten Teilen mit unvertretbarer Kinderarbeit einher geht.

„Würde Audi den A4 in großer Serie rein elektrisch bauen, müssten sie den halben Weltmarkt an Kobalt leerkaufen.“

Bei VW – so Wellnitz– habe man so eine Rechnung schon mal aufgemacht und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Konzern für seine Produktion von E-Autos rund 130.000 Tonnen Kobalt benötigen würde.
Die Weltproduktion jedoch liegt derzeit bei 123.000 Tonnen !

Und die meisten Schürfrechte liegen in China, was, wie Professor Fritz Indra sagt, der auch mal bei Audi beschäftigt war, „einen veritablen Wirtschaftskrieg auslösen kann“.
„Die Chinesen haben sich in Afrika weitgehende Schürfrechte gesichert. Kobalt wird zum Beispiel im Kongo teils unter brutalsten Bedingungen von Kindern aus dem Boden gekratzt“, so Indra.

„Man braucht zudem Graphit, Mangan und Lithium.
Bei all diesen Themen begeben wir uns voll in eine chinesische Abhängigkeit, wir müssen das alles von den Chinesen kaufen.“

Wie für Professor Jörg Wellnitz liefert auch für „Verbrennerpapst“ Indra das Elektroauto „in einer gesamtheitlichen Betrachtung“ keinen Beitrag zum Klimaschutz.

Wellnitz, für den der Dieselmotor nach wie vor der sauberste und umweltfreundlichste Antrieb ist, macht noch eine andere bemerkenswerte Rechnung auf:
Ein Auto-Akku liefert 100 Wattstunden Leistung pro kg Gewicht,
ein Benziner 12.000 Wattstunden und Wasserstoff (für Wellnitz der Treibstoff der Zukunft) 33.000 Wattstunden Leistung pro kg Gewicht.

Würde man eine aufrichtige Ökobilanz aufmachen, basierend auf Preis, Bauraum und Leistung, dann „kommt hinten der Ottomotor raus oder ein kleiner Diesel“, sagt Jörg Wellnitz.
Und: „Das Wasserstoffauto wird ganz sicher kommen.“

Professor Jörg Wellnitz von der TH Ingolstadt
Bitte weiter verbreiten, denn diese Informationen lesen SIE ( und wir alle !) nicht in der westeuropäischen E-Motor-Jubel-Presse

24.01.2020 – Weltwirtschaft in der Krise !

Deutschland besonders betroffen durch die Rivalität zwischen USA und China
Deutschland sitzt – ohne dass die Politik es merkt – auf einer Art ‚Andrea Doria‘. Wir streiten um des „Kaisers Bart“, jeder gute politische und technologische Vorschlag wird in endlosen Diskussionen zerredet.

Der Begriff  ‚Umwelt- und Klimaschutz‘ zerschlägt jedes Argument. So wird offenbar im Konsens mit der Mehrheit durch Verbote und Restriktionen Millionen von Volkvermögen vergeudet. Best funktionierende Kernenergie weg, Verbrennungsmotoren weg, Braunkohle-Kraftwerke weg. Heimische Energiereserven werden vergraben oder bleiben dort, geniale technische Lösungen, wie z. B. Transrapid, nach China verschenkt und macht dort jetzt große Karriere. Dafür wird angeblich wegen des Klimaschutzes das reine Elektroauto mit Milliarden gefördert, intelligente Alternativ-Lösungen wie z.B. das Hyper-Hybrid-Auto mit kleinem Lademotor, wird aus ideologischen Grenzen – auch von der Industrie – abgelehnt. Regenerative Energien werden durch Intervention von Bürgerprotesten verhindert, vernunftbetonte Lösungen werden unmöglich gemacht, das Prinzip des kleineren Übels, das so manche Lösungen bieten würde, wird tabuisiert. Naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten werden demokratischen Abstimmungen unterworfen – natürlich ergebnislos, weil Physik und Chemie nicht mehr zum Allgemeinwissen gehören, deshalb können angebliche Naturschützer – inklusive vieler NGOs – Mehrheiten finden, die garantiert nicht zum Ziel führen.

Besonders die sogenannten Umweltverbände, bar jeglicher demokratischer Legitimation, haben die Herrschaft übernommen. Deutschland meint in seiner Gesamtheit die Weltführerschaft in Sachen Klimarettung übernehmen zu müssen, nach dem Motto: ‚Am deutschen Wesen muss die Welt genesen‘ und beharrt dabei auf striktes Einhalten in langen Weltkonferenzen, leichtsinnig verfügte Grenzwerte, die kaum ein anderes Land bereit ist einzuhalten.

Es stimmt zwar, dass der allgemeine Konsens darin besteht – und ich bin auch dieser Meinung – dass die Weltklimaerwärmung vorwiegend auf menschliche Einflüsse zurück zu führen ist, aber ich denke, etwa 95% der deutschen Politiker und Wissenschaftler setzten darauf. Aber die restlichen 5%, die auch schwergewichtige Argumente haben, werden tot geschrieen oder als Klimaleugner diffamiert. Milliarden Euros werden nach Absicht der EU demnächst in den Klimaschutz investiert.

Welcher Wissenschaftler ist da nicht bereit, sich profitheischend sich zu engagieren? Die Gegenseite wird ausgetrocknet. Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit und Freiheit der Wissenschaft?

Das sind alles Probleme, die insbesondere die deutsche Volkswirtschaft in naher Zukunft belasten werden. Länder, die sich diesem Tenor bewusst verweigern, sind die Profiteure. Wo bleibt da der Pragmatismus und der Schwur jedes Ministerkandidaten, Unheil vom deutschen Volk abzuwenden?

Hinzu kommt, dass die Weltwirtschaft im großen Umbruch ist. George Orwell’s Roman „1984“ lässt grüßen.

Wenn man die herrschenden Verhältnisse in China im Betracht zieht. Dieser Autokratismus ist im Begriff, die ökonomische Weltführerschaft zu übernehmen. Präsident Donald Trump versucht zwar mit seiner Verneinung vieler wissenschaftlicher Ergebnisse – auch was das Klima angelangt – dagegen zu halten mit seiner Politik des  ‚American first‘ und Handelsrestriktionen und Sanktionen, aber seine gepriesene Hochkonjunktur der USA-Wirtschaft ist das Ergebnis von extremem Doping durch Steuerlast-Verminderung der Milionäre und extremen Defizit-Spending, das die Schulden der USA in Höhen treibt. Die langfristig den Dollar als Weltwährung unglaubwürdig machen.

Auch beim Sportler führt dieses Doping zum Kollaps. Doch Donald Trump wird nicht müde, dies als Tat seiner genialen Intelligenz zu preisen. „Nach mir die Sintflut“ scheint seine Weltanschauung zu sein. Der einzige, der davon profitieren wird, ist China, welches heute schon in Länder Südostasien und Afrika gewonnen hat. Wir können nur hoffen, dass dieser Vulkan nicht während unserer Generation ausbricht, aber wo bleibt da die Verantwortung für unsere Kinder und Kindeskinder ?

Als Beleg für diesen pessimistischen Ausblick möchte ich den hervorragenden Artikel von nt-v, fußend auf einer ausführlichen Analyse des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘  Ihnen nicht vorenthalten

Ihr Jean Pütz

(ntv) – Der Handelsstreit zwischen China und den USA ist für deutsche Unternehmen trotz der Teileinigung nicht vom Tisch. Viele Firmen stellen sich derzeit die Frage: Für welchen der beiden Märkte würden sie sich entscheiden, sollten sie vor die Wahl gestellt werden? Schließlich ist die Vormachtstellung der USA in Gefahr.

Trotz der jüngsten Teileinigung zwischen China und den USA müssen sich deutsche Unternehmen auf eine Verschärfung des Handelsstreits einrichten. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Analyse des Wirtschaftsmagazins „Capital“ in seiner jüngsten Ausgabe. So gehe der Konflikt weit über die Agenda des aktuellen US-Präsidenten Donald Trump hinaus und werde auch von den Demokraten vorangetrieben, sagte die Chefin des Instituts für Demoskopie in Allensbach, Renate Köcher, „Capital“: „Jetzt entscheidet sich, ob die USA ihre globale Vormachtstellung in diesem Jahrhundert verteidigen können – oder ob ihnen China den Rang abläuft.“

Viele deutsche Unternehmen würden sich derzeit intensiv mit der Frage beschäftigen, für welchen der beiden Märkte sie sich entscheiden würden, sollten sie in Zukunft vor die Wahl gestellt werden. „Und egal, wie man sich entscheidet, der Flurschaden ist immens groß“, so Köcher. Auch der renommierte deutsche China-Wissenschaftler Sebastian Heilmann sagte, die Europäer gerieten zunehmend „ins Kreuzfeuer der chinesisch-amerikanischen Rivalität. Da kommen wir mit Freihandelsfolklore nicht mehr weiter.“

Für die Februar-Ausgabe hat „Capital“ für die 30 größten börsennotierten Konzerne in Deutschland die Abhängigkeit von den beiden Märkten China und USA untersucht. Demnach sind 9 der 30 Dax-Konzerne gemessen an Umsatz, Gewinn und Wachstumsdynamik nach „Capital“-Recherchen vom US- wie auch vom China-Geschäft abhängig oder sogar sehr abhängig. Besonders stark ist die Abhängigkeit von beiden Märkten bei BASF, BMW, Adidas und Infineon. Die beiden Autobauer Volkswagen und Daimler weisen eine große China-Abhängigkeit auf, während SAP, Fresenius Medical Care und Bayer sehr stark am US-Geschäft hängen.

Können USA Vormachtstellung verteidigen?
Schon Ende vergangenen Jahres hatte das Allensbach-Institut im Auftrag von „Capital“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für das „Elite Panel“ die deutschen Entscheider nach ihren Einschätzungen des amerikanisch-chinesischen Konflikts befragt. Damals erwarteten 78 Prozent der befragten Manager, deutsche Unternehmen müssten sich in Zukunft wahrscheinlich entscheiden, ob sie lieber weiter mit den USA oder mit China Geschäfte machen wollen.

51 Prozent würden sich in diesem Fall für die USA entscheiden, 32 Prozent hingegen für China. 17 Prozent antworteten, sie seien sich unsicher. Eindeutig war hingegen die Erwartung, wer in diesem Jahrhundert die führende Weltmacht sein wird: 70 Prozent der deutschen Elite rechnen damit, dass China die USA als Weltmacht Nr. 1 ablösen wird, lediglich 23 Prozent glauben, dass die USA ihre Vormachtstellung werden verteidigen können.

27.12.2019 Neujahrswünsche 2020 der anderen Art

Liebe Freundinnen und Freunde, Familien und Gleichgesinnte.

Entschuldigen Sie bitte die pauschale Anrede, aber ich habe so viele Weihnachtswünsche erhalten, dass ich ausnahmsweise auf die persönliche Anrede verzichte. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz hat mein Software-Programm Ihnen den Freundes-Status zugesprochen.

Trotz zunehmenden Alters geht es meiner Familie und mir immer noch hervorragend. Meine Frau Pina ist uneingeschränkt meine große Liebe.

Mein Töchterchen Julie, mittlerweile im 2. Schuljahr, entwickelt künstlerische Talente, die sie wahrscheinlich von meinem Luxemburger Großvater geerbt hat. Sie ist begeisterte Malerin, übt mit Ausdauer Geige und ihr Glück liegt auf dem Rücken der Pferde. Sie kennt sämtliche Pferderassen ohne Ausnahme und reitet wie verrückt.

Mein Sohn Jean Adrian hat seinen Standpunkt gefunden. Als Junge zog er für ein Jahr an die High School nach Kanada – als Mann kehrte er zurück. Im Frühsommer macht er sein Abitur.

Mein erster Sohn Joern – mittlerweile bereits 60 Jahre alt – ist an der Universität zu Straßburg zu einer Art „Größe“ avanciert, als Mitbegründer des ersten internationalen Zusammenschlusses von fünf Universitäten mit Namen EUCOR, einem Oberrhein Lehr- und Forschungscampus der Universitäten Straßburg, Mulhouse, Basel, Freiburg, Karlsruhe. Gleichzeitig ist er Vizepräsident der Uni Straßburg mit Lehr- und Forschungskompetenzen für deutsch-französische Angelegenheiten.

Mir wird angst und bange, wenn ich an seinen Stress denke. Er reist in der ganzen Welt herum, von Neuseeland, Australien, Amerika, Deutschland und immer wieder mit dem schnellen TGW in nur zwei Stunden von Straßburg nach Paris – in Deutschland benötigt er für die gleiche Strecke fünf Stunden.

Meine Einwände, er solle auch auf seine Gesundheit achten, wischt er mit der Bemerkung weg, das sei EU-Stress. Ich, sein Vater, habe ja auch so lange überlebt.  Valerie, seine Frau, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Dann gibt es noch einen wunderbaren Enkel, Joel, der bei mir in Köln wohnt, weil er dort sein Journalisten-Studium zum Master absolviert. Sein viermonatiges Praktikum bei der Berliner ‚Welt‘ hat gezeigt, dass er sehr talentiert ist – mit Artikeln sogar auf der ersten Seite der gedruckten Ausgabe. Als Werkstudent schätzt ihn der ‚Kölner Stadtanzeiger‘ sehr.

Soweit zu meiner Familie, in der ich es ablehne, wie in alter Zeit meine Funktion als Patriarch wahrzunehmen.

Sollten Sie an meiner politischen Gesinnung Interesse haben, klicken Sie auf den unten stehenden Link. Er beschreibt meine Gedanken zu Weihnachten 2019.

Mittlerweile ist Facebook zu meinem persönlichen Sender geworden, mit einer Reichweite von teilweise über 500.000 Bürgern, wie in alter Zeit im WDR – beteiligt sind zur Zeit über 52.000 Abonnenten, die meine Ansicht fleißig teilen. Natürlich vermeide ich dort sämtliche privaten Angelegenheiten:

Als eines meiner Lebenswerke bezeichne ich auch meine wissenschaftliche Homepage, die ich täglich mit meiner unverwüstlichen Sekretärin, Frau Christel Bora, aktualisiere.

Natürlich schreibe ich diese Mail vor allen Dingen auch, um Ihnen für das Neue Jahr 2020 nicht nur einen guten Rutsch zu wünschen, sondern auch viel Glück, Gesundheit, Lebensfreude, Zuversicht in einem postfaktischen Zeitalter und Erfolg, welchen man auch als Rentner noch durchaus nutzen kann, denn die Gehirnzellen müssen – ebenso wie die Muskeln – trainiert werden, sonst bauen sie sich ab.

Herzlichst Ihr Jean Pütz

21.12.2019 Kritik an der CO2 Besteuerung durch Zertifikate. Füllt sie nur das Steuer-Säckel ?

Der Begriff „Steuer“ kommt eigentlich von Steuern. Ursprünglich sollte die Steuer dazu dienen, bestimmte Vorhaben des Staates mit Vernunft zu ermöglichen. Aber schon im Feudalismus wurde das pervertiert. Die Demokratie hat das leider manchmal kritiklos übernommen.

Das mag ein Grund dafür sein, dass die Bürger stets dann besonders verärgert sind, wenn Steuern erhöht werden. Populisten aller Länder nutzen dies natürlich gerne aus. Es gab sogar einmal in Deutschland eine sogenannte Steuervermeidungs-Partei, der aber nur eine kurze Existenz beschieden wurde – so dumm waren die Bürger dann doch nicht.
Heutzutage werden Steuern für alle Anlässe geschaffen. Das Problem ist nur, wenn sie einmal existieren, ist es kaum mehr möglich, sie wieder abzuschaffen. Als Beispiel nenne ich nur den Solidaritätszuschlag, aber auch die Sektsteuer und viele andere, die überflüssig geworden sind oder ihren Sinn verloren haben.

Manchmal könnten Steuern, aber auch rigorose Verbote verhindern, indem sie den „Homo ökonomikus“ ansprechen, das heißt der Mensch der – wenn er wählen kann und Qualität beurteilen – dem preiswertesten Produkt den Vorzug gibt, das möchte ich das Supermarkt-Syndrom nennen.
Die Erfindung der durch Demokratie geprägten Wirtschaft, ist die sogenannte soziale Marktwirtschaft. Ich füge hinzu, die soziale und ökologische Marktwirtschaft.
Das heißt, extreme Auswüchse in sozialer und ökologischer Hinsicht können durch sinnvolle Begrenzung erreicht werden.

Dabei spielt übrigens das Kartellamt eine wichtige Rolle, damit die Regeln auch eingehalten werden. Marktwirtschaft heißt, dass sich die Preise nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage bilden.
Demgegenüber steht die Planwirtschaft. Solche Systeme aber erreichten in der Vergangenheit niemals ihr Ziel, im Gegenteil. Das so geschaffene Kartenhaus fiel in sich zusammen, wie man an der DDR oder generell an kommunistischen Ländern, die die Planwirtschaft übernommen haben, beobachten kann, aber auch im Faschismus des Hitler-Regimes des ‚1000jährigen Reiches‘ und Nachfolger. Leider dauert dieser Prozess des Niedergangs viel zu lange, so dass ganze Generationen im Prinzip geopfert wurden.
Planwirtschaft ist allerdings unweigerlich meist mit Totalitarismus verbunden. Solche Entwicklungen entstehen unmerklich, insbesondere wenn Bürger nur auf den ersten Blick auf plausible Behauptungen hereinfallen.

Das gilt ganz besonders für die derzeit zu beobachtenden Diskussionen rund um die Klimaproblematik. Man glaubt, mit Verboten im Sinne der Planwirtschaft einfach lösen zu können. Aber offenbar reicht – und das gilt besonders für Deutschland – die Schwarmintelligenz der Bürger nicht aus, um die Rattenfänger von Hameln zu demaskieren.

Damit wir uns recht verstehen, das ist nicht eine Frage von links oder rechts, es ist einfach eine Frage der Vernunft. Bitte deshalb kein Applaus von der falschen Seite.
Trotzdem ist der sogenannte ‚Zertifikat-Handel‘, das heißt Zertifikate, die sogar an der Börse gehandelt werden und die Bewertung von CO2 steuern soll, kein probates Mittel.

Ich empfehle die Methoden der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft. Wichtig ist, dass jeder Bürger bei jedem Produkt merkt, dass CO2 den Preis erhöhen oder bei CO2-Vermeidung oder -Minimierung den Preis senken kann. Aber diese Steuerwirkung im wahren Sinne des Wortes scheint den Politikern nicht einzufallen. Das würde sogar dann funktionieren, wenn nur Deutschland dieses einführte. Der garantierte Erfolg könnte dann auch die anderen europäischen Länder vielleicht dazu veranlassen.
Ich wünsche friedliche, geruhsame und entspannte Weihnachtstage.

Ihr Jean Pütz

26.11.2019 Demonstration der Landwirte

Das größte Problem der Landwirtschaft ist die Gülleproduktion. Vor allen Dingen die Gülle, die bei der Fütterung von importierten Sojabohnen anfällt. Sie ist zwar ein wertvolles Düngemittel, aber zuviel erzeugt Nitrat im Trinkwasser, das sehr aufwendig entfernt werden muss.
Im Prinzip ist die Gülle ein Wertstoff, der mit geringen Investitionen umgewandelt werden kann. Vor allem die Gewinnung von Phosphor, das sich immer mehr zu einem notwendigen aber raren Rohstoff entwickelt, könnte die Sache sogar ökologisch extrem nützlich machen. Wenn Subventionen in die Landwirtschaft fließen, dann ist die Investition in diese Gülleverarbeitung ein lohnendes Ziel. Dazu der Beitrag aus dem Umweltbundesamt.
Ich frage mich, warum die Politik bisher noch nicht darauf gekommen ist.

Ihr Jean Pütz

(UBA) – Durch die Vergärung von Gülle und Bioabfall in Biogasanlagen können Treibhausgasemissionen aus der Lagerung, Behandlung und Verwertung reduziert und gleichzeitig Energie bereitgestellt werden. Im Moment landet in Deutschland jedoch nur etwa je ein Drittel der anfallenden Menge in der Biogasanlage. Wie sich der Anteil steigern ließe, zeigen die Ergebnisse eines UBA-Forschungsprojekts.

Aktuell werden nur rund 30 Prozent der in Deutschland anfallenden Wirtschaftsdünger Gülle und Mist sowie rund 35 Prozent des bereits getrennt erfassten Bioabfalls in Biogasanlagen zu Biogas vergoren. Und das obwohl diese Art der Bioenergie doppelten Vorteil hat: Treibhausgasemissionen der Güllelagerung bzw. Bioabfallbehandlung werden reduziert und es besteht keine Nutzungskonkurrenz um die Rohstoffe, da sie im Anschluss weiterhin als Dünger dienen: Bei Gülle und Mist können die Gärreste weiterhin als Dünger eingesetzt, die vergorenen Bioabfälle kompostiert werden. Im Gegensatz zur Biogasproduktion aus Mais besteht auch keine Flächenkonkurrenz zum Anbau von Lebensmitteln und es entsteht kein zusätzlicher Einsatz von Pestiziden und Treibstoffen für die Feldarbeit.

Trotzdem stagniert der Einsatz von Gülle in Biogasanlagen aktuell und es wird in ganz Deutschland nur etwa eine Bioabfallvergärungsanlage pro Jahr zugebaut. In dem vom beauftragten Forschungsprojekt wird davon ausgegangen, dass bei der Güllenutzung für Biogas eine Verdopplung auf ca. 60 Prozent der anfallenden Gülle möglich ist. Bei der Vergärung von Bioabfall wird eine Steigerung auf mehr als das Doppelte als realistisch angesehen, wenn auch die getrennte Erfassung von Bioabfall gesteigert wird.

Ergebnisse des Forschungsprojekts
Im Vorhaben wurde untersucht, warum die aus Klimaschutz- und Ressourcensicht günstigen Energiepotenziale bisher nur unvollständig genutzt werden und wie sie besser gehoben werden können. Dazu wurden die Entwicklung der Gülle- und Bioabfall-Vergärung dargestellt, eine Betreiberumfrage durchgeführt und in Praktiker-Workshops die wichtigsten Hemmnisse identifiziert. Auf dieser Basis wurden dann Handlungsempfehlungen diskutiert und die relevantesten Vorschläge konkretisiert.

Unter anderem wurde ein Vorschlag zur Anpassung der Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erarbeitet, um mehr Anreize für den Einsatz von Gülle in Biogasanlagen zu schaffen. Außerdem werden Änderungen in verschiedenen Verordnungen vorgeschlagen, zum Beispiel in der Düngeverordnung und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Dabei wird darauf hingewiesen, dass gemäß Verursacherprinzip Maßnahmen in der Landwirtschaft in Erwägung gezogen werden sollten, um die Treibhausgas -Emissionen aus der Lagerung und Ausbringung von Gülle zu verringern.

In Hinblick auf den verstärkten Einsatz von Bioabfall in Vergärungsanlagen wurden ebenfalls verschiedene Vorschläge erarbeitet. Diese beinhalten die verstärkte Getrenntsammlung von Bioabfall, die Förderung von Bioabfallvergärungsanlagen im Rahmen des EEG und Hilfestellungen für Kommunen durch Investitionsförderungen, innovative Pilotprojekte und Öffentlichkeitsarbeit.

Wenn diese Vorschläge Eingang in die Gesetzgebung und Förderpolitik finden, können jährlich rund 5 Terawattstunden Strom zusätzlich erzeugt werden – und das ohne in eine Nutzungskonkurrenz zu geraten und bei zusätzlicher Reduktion der Treibhausgasemissionen aus Güllelagerung und Bioabfallbehandlung.

29.10.2019 Wasserverbrauch für die Erzeugung unserer Lebensmittel

Dass im Zuge des Klimawandels sich die Wüsten vergrößern, sich die Niederschlagsgebiete verändern und sehr ungleichmäßig werden von lokalem Starkregen, eng begrenzten Schauern bis hin zu gefährlichen Überschwemmungen.

Das alles Bedarf einer vorrausschauenden Planung und Vorsorge. Ohne weiter auf dieses Problem einzugehen frage ich mich allerdings, warum die früher als wichtige Wasserspender überall verbreitete Methode des Zisternenbaus fast völlig in Vergessenheit geraten ist. Selbst in südlichen Ländern, das weiß ich aus persönlicher Erfahrung, vergammeln die meisten noch existierenden Zisterne, nachdem Stadt und Land auf diesen Lebenssaft aus Leitungen gesetzt haben. Wie einfach ist es, sämtliche Dachflächen über teilweise selbstreinigende Filter in die Zisterne zu entwässern.

Ich selbst habe vor 10 Jahren diese Methode wieder hervorgekramt und insgesamt 10 cbm Zisterne aus Beton in die Erde versenkt. Zusätzlich habe ich eine dritte Leitung in meinem Energie-Plus-Haus verlegt, die z. B. das Wasser für die Toiletten-Spülung liefert. Zapfstellen im Außenbereich liefern kostenlos Wasser für meine kleingärtnerischen Ambitionen.
Manchmal reicht allerdings auch eine große Regentonne, wenn es nur um die Bewässerung z. B. im Schrebergarten geht. Als Kind musste ich – wie viele Menschen in Afrika – das Gießwasser aus einem Dorfbrunnen zapfen und in den fast ein Kilometer entfernten Garten schleppen. Das war zwar Bodybuilding par excellence, aber als Kind verfluchte ich das so sehr, dass ich schon damals auf die Idee kam, ein fast 500 Liter großes Weinfass aufzustellen, die den Regen auffing, der auf das kleine Dach des Gartenhäuschen fiel, doch das reichte bei weitem nicht aus.
Sie können sich vorstellen, dass ich ein Fan der Zisterne geworden bin und meine, dass sie heute wieder überall angesagt ist – auch in der Stadt und zumindest bei Neubauten mit zusätzlicher dritter Gebrauchsleitung vorgesehen werden sollte. Das verstehe ich auch unter Nachhaltigkeit
Ihr Jean Pütz