Archiv der Kategorie: Gedanken

Thermische Großspeicher retten nicht unser Stromnetz – Ein Brief an das KIT

Diese Pressemitteilung ist mir aufgefallen, habe aber einige entscheidende und zeitweisende Einsprüche dagegen, die ich Ihnen unter dem Motto ‚Gedanken zur Zeit‘ nicht vorenthalten möchte:

Lieber Herr XXX (Pressesprecher mit Weiterleitung an die Wissenschaftler)

Ihre Forschungen unterstütze ich intensiv und finde diese neuen thermischen Speicher ganz hervorragend, obwohl die Idee ja schon lange bekannt ist und viel eher genutzt werden können. Aber es geschieht wieder etwas, was zeigt, dass auch Ihr Institut political correctness übt. Sie behaupten großspurig, das würde auch der Speicherung von elektrischer Energie Vorschub leisten, wissen aber ganz genau, dass zunächst die Umwandlung von elektrischer Energie in Wärme hervorragenden Wirkungsgrad bringt, wobei man da ja auch die direkt gewonnene Thermosolar-Energie z. B. über Solar-Kollektoren sogar noch effektiver nutzen könnte.

Den zweiten Schritt aber, Wärme wieder in Elektrische Energie umzuwandeln, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn etwas den grün-orientierten Politikern nicht bewusst ist, dann ist es der 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Mag sein, dass dieses Unwissen Ihnen viel Subventionen beschert, aber sie verschweigen, dass die Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom diesem Gesetz unterworfen ist, und dass logischerweise ein ausgesprochen geringer Wirkungsgrad herauskommt, der niemals ausreicht, den Gau des elektrischen Netzes zu verhindern. Viel effizienter wäre, den nicht abzusetzenden Strom in überbordenden Sonne- oder Wind-Phasen in die Zukunftsenergie Wasserstoff umzusetzen. Aber ich sehe, Sie haben wieder viel Subventionen eingeheimst, ohne die Ministerin, die keine Ahnung hat, aufgeklärt zu haben. Sie hat das bestimmt nur deswegen prioritär begünstigt, weil sie diese Zusammenhänge nicht kennt. Abgesehen davon ist natürlich die Thermospeicherung eine tolle Sache. Nicht nur für Großgebäude, sondern in Eigenheimen könnte das enorm an der Energie sparen, die sowieso ursächlich für den CO2-Ausstoß verantwortlich ist, nämlich der gesamte Gebäude-Sektor mit fast 40-50% an CO2-Gesamtaufkommen beteiligt ist. Aber der Schwerpunkt liegt natürlich auf den 6-8%, den unsere persönlichen Automobile verpulvern. Sie schüren damit die Mär, dass es irgendwann einmal möglich ist, unseren gesamten elektrischen Energieverbrauch auf regenerative Energie umzustellen. Als Sachverständiger wissen Sie, dass das nie möglich sein kann, insbesondere, wenn jetzt durch E-Autos ein enormer elektrischer Energie-Anteil hinzu kommt. Der naturwissenschaftlich und elektrotechnisch nicht vorgebildete Bürger ist natürlich beeindruckt von der Meldung, dass es mittlerweile schon mögliche ist, 50-60% des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie durch regenerative Quellen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird verschwiegen, dass elektrische Energie nicht einfach so hin und her geschoben werden kann. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen dazu ganz präzise Berechnungen liefern. Sie tun so, als das in Zukunft u. a. durch thermische Speicher ermöglicht würde, das ist grob fahrlässig und Bürgerbeschiss. Die einzige effektive rationelle Möglichkeit ist, Pumpspeicherwerke zu errichten, die aber in Deutschland auf Grund der Topographie und Bürgereinsprüchen nicht mehr möglich sind.

Das Ganze hefte ich stets ab unter dem Titel: Korruption der Wissenschaft durch Subventionen. Leider ist die CO2-Vermeidung nicht das einzige Beispiel. Wir brauchen Forschungsminister wie z. B. den ehemaligen Prof. Riesenhuber, mit dem ich früher sehr intensiven Kontakt hatte, der diesen Irrglauben verhindert hätte. Aber Frau Karliczek, die ich politisch schätze, ist damit völlig überfordert.

Ich erlaube mir, eine Kopie dieser Mail dem BMFT zukommen zu lassen. Fazit: Es gibt Bürger, die sich nicht so leicht hinters Licht führen lassen, aber die naturwissenschaftliche Schwarmintelligenz der Deutschen ist so abgesunken, dass nur noch populistische und plakative Politik eine Chance hat – das postfaktische Zeitalter ist eingetreten.

Lieber Heidelberger,
bitte leiten Sie diese Mail unbedingt an die zuständigen Wissenschaftler weiter. Ich hoffe, jemand antwortet mir wider meiner Erfahrung, aber meist ist Schweigen die Folge, wer hat schon die Fähigkeit, das zu überprüfen!

Nichts für Ungut

Ihr Jean Pütz

(KIT) – Windparks und Solaranlagen erzeugen in Deutschland jedes Jahr tausende Gigawattstunden Strom, der im Moment der Erzeugung nicht genutzt werden kann und abgeregelt wird. In anderen Momenten wiederum werden fehlende Kapazitäten mit Energie aus fossilen Quellen ersetzt. Ein Teil der Lösung könnten große elektrothermische Speicher sein, die zur Netzstabilität beitragen. Die Grundidee besteht darin, Strom in Wärme zu wandeln, diese Wärme in vergleichsweise preiswerten Speichern zu puffern und bei Bedarf wieder in Elektrizität umzuwandeln. „Durch Verwendung von Medien wie Salzschmelzen und flüssigen Metallen als Speicher- und Wärmetransportmedien können sehr hohe Temperaturen erreicht werden“, sagt Professor Thomas Wetzel, der am Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit (ITES) sowie am Institut für Thermische Verfahrenstechnik des KIT forscht. „Das erschließt neue Einsatzfelder für thermische Speicher in der Industrie und schafft ökologisch und ökonomisch nachhaltige Optionen für den klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung.“

Wärmespeicher im industriellen Maßstab kommen bereits heute zum Einsatz: In der konzentrierenden Solarthermie wird Wärme in Salzschmelzen gespeichert und in Dampfkraftwerken in Strom umgewandelt. Im Verbundprojekt LIMELISA (steht für: Liquid Metal and Liquid Salt Heat Storage System) unterstützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT nun die Entwicklung thermischer Speicher der nächsten Generation, die speziell für den Strom-Wärme-Strom-Prozess ausgelegt werden. Sie konzentrieren sich dabei auf Flüssigmetalltechnologien, während am DLR mit Salzschmelzen gearbeitet wird. Koordiniert und ergänzt wird die Forschung vom Industriepartner KSB, einem international agierenden Hersteller von Pumpen und Armaturen, der schon seit den 1960er-Jahren Erfahrungen mit Flüssigmetallkreisläufen gesammelt hat.

Werkstoffe und Komponenten für hocheffiziente Energiespeicher

Konventionelle elektrothermische Speichersysteme arbeiten etwa auf Basis von Nitratsalz. Sie können unter anderem aufgrund der verwendeten Werkstoffe und Komponenten wie Pumpen und Ventile aber bislang nur bei Temperaturen von bis zu maximal 560 Grad Celsius betrieben werden. „Für die Rückverstromung mit konventionellen Dampfkraftwerken sind deutlich höhere Temperaturen notwendig“, sagt Projektleiterin Dr. Klarissa Niedermeier vom ITES. „Am KIT werden wir Schlüsselkomponenten in einem bis zu 700 Grad heißen Bleikreislauf testen.“ Der direkte Kontakt mit dem Flüssigmetall macht dabei spezielle Werkstoffe notwendig, die ebenfalls am KIT entwickelt und getestet werden. Am Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik arbeitet Dr. Alfons Weisenburger an diesen speziellen Stahlmischungen. „Konventionelle Methoden für den Korrosionsschutz reichen bei solchen Temperaturen nicht mehr aus“, erklärt er. „Wir nutzen unter anderem Aluminiumoxid als eine Art Schutzschild, um Pumpen und Armaturen zu schützen.“

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten auch in der Industrie

Ein großer Vorteil von thermischen Speicherlösungen sind ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, auch im Dienste der Sektorenkopplung. Neben dem im Projekt LIMELISA verfolgten Strom-Wärme-Strom-Prozess können die dabei entwickelten Technologien auch dazu verwendet werden, Wärmenetze mit erneuerbarem Strom zu versorgen. In der Industrie wiederum können sie effizient Hochtemperatur-Prozesswärme liefern, wie sie in der Chemie- und Baustoffindustrie oder bei der Metallverarbeitung benötigt wird. „Aktuell wird dieser Hochtemperatur-Wärmebedarf überwiegend mit fossilen Energieträgern gedeckt“, sagt Dr. Walter Tromm, der Leiter des ITES. „Hochtemperatur-Wärmespeicher wären hier eine elegante Option, die zugleich die Nutzung regenerativer Energie für industrielle Schlüsselprozesse erschließt und das Problem der fluktuierenden Verfügbarkeit regenerativer Energiequellen löst“.

Kollektiver Irrglaube: Das E-Auto rettet nicht das Klima Trotzdem gehört die Elektromobilität der Zukunft.

Tesla-Fabrik in Brandenburg, große Umweltprobleme, Musk verschweigt die Nachteile und glaubt trotzdem, das Klima zu retten.

  1. Elon Musk preist die Vorzüge des Elektro-Autos. Er behauptet, es würde das Klima retten. Das ist die erste Lüge.
  2. Elon Musk verschweigt bewusst die ökologischen Nachteile und den geringen Anteil, den private Autos zum Gesamt-CO2-Aufkommen beitragen.
  3. Die schwergewichtige, fast 500 kg-lastige Lycium-Ionen-Batterie erzeugt enorme Umwelt-Probleme bei der Gewinnung der Rohstoffe, z. B. Lycium, hoher Wasserverbrauch besonders in Wüstengegenden, Landschaftszerstörung im offenen Bergbau und CO2-Bildung bei der Aufbereitung des Erzes, weitere Rohstoffe, wie seltene Erden, Kobalt, Zerstörung der Sozialsysteme, Kinderarbeit.
  4. Die deutschen Automobilfirmen müssen die Stromspeicher aus Asien beziehen. Bei der zukünftigen Produktion in Deutschland fallen hohe Lizenz-Gebühren an. Mit der Batterie kann daher kein Gewinn erwirtschaftet werden, sie bildet nur einen Ballast mit über  30% an den Gesamt-Produktionskosten.
  5. Das Elektro-Auto ist ideal für China und in Amerika, z. B. in Kalifornien,  wegen des häufigen Smog-Klimas.
  6. Viele Regierungen in der EU, insbesondere Deutschland, sind auf seine ökologischen Versprechen hereingefallen – auch weil dabei der Dieselskandal eine Rolle spielte.
  7. Die Umstellung auf die rein batterie-betriebene E-Mobilität passte sehr gut in die Grünen-Ideologie, weil diese populistisch dem Volk weisgemacht hat, dass mit dem E-Auto enorme CO2-Mengen eingespart würden, dabei sind es nur 6-8% Anteil am Gesamt-Kohlendioxid-Aufkommen, die derzeit unsere herkömmlichen Autos zufügen. Verschwiegen wird dabei, dass in Gebäuden viel mehr – bis zu 40-50% – CO2 entsteht.
  8. Verschwiegen wird dabei, dass durch den Umbau der Automobil-Industrie hunderttausende von Arbeitsplätzen vor allen Dingen in der mittelständischen Zuliefer-Industrie verschwinden, weil der Verbrennungsmotor irrational verteufelt wird. Er könnte in Gebäuden installiert als Kleinheiz-Kraftwerk (KKW) und Wärmepumpen-System inkl. Rückgewinnung der Energie zum Heizen und Kühlen in Klimaanlagen, enorme CO2-Mengen einsparen helfen, auch ohne Belastung des elektrischen Stromnetzes.
  9. Diese hunderte von Milliarden Subventionen, die in die Umstellung der Automobil-Industrie zum E-Auto geleistet wurden, könnten mit dem Verbrennungsmotor erspart werden, wenn man auf das Konzept des HyperHybrid-Autos eingehen würde. Dieses entspricht voll dem Übergang zur Elektromobilität, jeder mechanische Antrieb über Getriebe entfällt. Das übernimmt der Elektromotor und die Software, mit der er gesteuert wird.  Und das bei nur einem Siebtel der Batteriekapazität.

Der folgende Link erklärt das Prinzip und die Vorteile des HyperHybrid-Autos im Trickfilm:

Er beginnt mit dem Aufbau des Chassis, zunächst der kleine Lademotor (Prinzip 4Takt-Otto-Motor auf Benzin- oder später Methanol-Basis), er arbeitet immer bei Drehzahlen im optimalen Wirkungsgrad-Bereich, Anfahren und Beschleunigen übernehmen die Elektro-Motoren. Der damit verbundene Generator produziert nicht nur Strom für die Batterie, sondern sorgt auch für Rückgewinnung der Bremsenergie. Ein aufwendiges mechanisches Getriebe ist nicht notwendig, diese Aufgabe übernehmen die Antriebsmotoren – Software-gesteuert – von 0 bis Höchstgeschwindigkeit mit allem Drum und Dran, z. B. Automatik-Funktion. Dann folgt die kompakte Lycium-Ionen-Batterie, jederzeit austauschbar, Außentemperatur-unabhängig, Kapazität: 17kW/h – ein Siebtel des reinen Elektroautos. Ansonsten alles wie z. B. beim Tesla, mit sämtlichen Eigenschaften eines reinen E-Autos. Die Energieaufwendige Klima-Anlage wird thermisch durch die Abwärme des Lademotors gespeist und verbraucht keinerlei  Batterie-Kapazität, damit überwindet sie den Nachteil eines reinen E-Autos, denn bei Frost und extremer Hitze reduziert deren Klimaanlage stark die Reichweite. Ein 30 Liter-Tank ermöglicht beim HyperHybrid-E-Auto eine Reichweite von weit über 1000 Kilometer. In der Stadt wird der Lademotor nicht benötigt, trotzdem liegt die Reichweite über 60 Kilometer bei Stadt-angepasster Geschwindigkeit. Es folgt die Karosserie mit großer Design-Freiheit

Link

  1. Dieses HyperHybrid-E-Auto ermöglicht u. U. sogar eine völlig CO2-neutrale Fahrt, bei max. 2-3 Litern Treibstoffverbrauch auf 100 Kilometern. Der vorhandene kleine Lademotor – max. 40 kW – kann mit aus Wasserstoff gewonnenem regenerativen Methanol angetrieben werden. Trotzdem entwickelt das Auto mit seinen kräftigen Elektromotoren eine Antriebsleistung bei Bedarf von über 150 kW. Das sind keine Wolkenkuckucksheime, sondern zwei Prototypen existieren bereits.
    Es ist selbstverständlich, dass ich als unabhängiger Wissenschaftsjournalist auf Ehr und Gewissen keinerlei Honorar von der österreichischen Technologiefirma Obrist, die die beiden Prototypen produziert haben, weder bekomme noch bekommen werde. Auch bin ich an der Firma nicht beteiligt.
    Ich bin nur glücklich, dass sie parallel meine Idee, die ich vor 12 Jahren aus ökologischen und Umweltgründen entwickelt hatte, allerdings mit leichten Variationen: einem genialen selbst entwickelten vibrationsfreien Otto-Motor, angetrieben mit Benzin oder – wenn in Zukunft verfügbar – mit regenerativem Methanol aus Wasserstoff. Mein Prinzip hatte ich seinerzeit der dem  Deutschen Ford-Konzern angedient, bin aber bei denen gescheitert, das Prinzip war ihnen zu teuer.

Hier der Link zu dem von der Firma Obrist produziertem Video mit dem Titel ‚Die Idee mit dem flüssigen Strom‘, die jedes schwergewichtige reine E-Auto überflüssig macht, zumindest genial vereinfacht.

Ihr Jean Pütz

Bilanz in die Zukunft: Die deutsche Gerechtigkeitsdebatte hat System

Ein kluger Zeitgenosse, Wolfgang Bok, deckt viele Widersprüche der heutigen Wirtschaftssozialpolitik auf. Sehr lesenswert!

(NZZ) – Im Superwahljahr brauchen Grüne, SPD und Linkspartei möglichst viel Ungleichheit, um mit «Reichensteuern» und Vermögensabgaben zu punkten. Die wahren Ursachen für den teilweisen Nicht-Wohlstand werden selten thematisiert.

Das Buch «Working Class – Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können» der Journalistin Julia Friedrichs kommt wie bestellt. Rechtzeitig zum Superwahljahr führt die junge Autorin Klage darüber, dass der soziale Aufstieg durch Erwerbsarbeit in Deutschland kaum mehr möglich sei. Auf 323 Seiten werden allerhand Daten und Betroffenheit als Belege dafür angeführt, warum es der Mittelschicht nicht mehr zu Wohlstand reiche. Schuld seien Globalisierung, Deregulierung, Finanzkapitalismus und natürlich eine unsoziale Politik. So weit, so bekannt – und nicht ganz falsch.

Der Sound passt zur Stimmungslage, die da stets aufs Neue intoniert wird: Das «reiche Deutschland» leiste sich viel Armut. Um die Dramatik zu unterstreichen, wird neuerdings ein statistischer Trick angewandt: Nicht tatsächliche materielle Not ist das Kriterium, denn die ist laut Statistischem Bundesamt 2018 auf den Tiefststand von 3,1 Prozent gesunken. Auch ist die Zahl der Bezieher von Hartz IV, Grundsicherung oder Asylbewerberhilfe zurückgegangen. Also wird eine mögliche «Armutsgefährdung» konstruiert. Betroffen ist bereits, wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben muss. Würde über Nacht ein Geldregen über Deutschland niedergehen und jedermanns Vermögen verzehnfachen, so würde sich an der statistischen Armutsgefährdungsquote nichts ändern.

Hausgemachte Probleme

Soziale Gerechtigkeit ist ein Dauerthema in Deutschland. Wollte Ludwig Erhard noch «Wohlstand für alle» schaffen, so geht es heute vor allem darum, die Unterschiede zwischen Arm und Reich einzuebnen. Grüne, SPD und Linkspartei, die im Herbst auf einen Machtwechsel in Berlin zusteuern, brauchen möglichst viel Ungleichheit, um ihre Forderungen nach «Reichensteuern» und zusätzlichen Vermögensabgaben zu rechtfertigen. Gerne garniert mit einem Bürgergeld oder einer Garantiesicherung, die auch jenen zustehen soll, die nicht arbeiten wollen.

Über die banale Forderung nach Umverteilung von oben nach unten kommt die deutsche Gerechtigkeitsdebatte selten hinaus. Auch das hat System: Die wahren Ursachen dafür, warum die untere Hälfte der Bevölkerung in relativem Nicht-Wohlstand verharrt, werden selten thematisiert. Denn zu Ende gedacht, würde man dann auch bei jenen als Schuldigen landen, die über die «ungerechten Verhältnisse» am lautesten klagen. Sie betreiben in Wahrheit eine Umverteilung von unten nach oben.

Ohne Eigentum bleibt man ewig Mieter

Am Beispiel der steigenden Mieten und hochschiessenden Immobilienpreise wird dies besonders deutlich: Obwohl in Deutschland nur 14,4 Prozent der 357 000 Quadratkilometer als Siedlungs- und Verkehrsfläche ausgewiesen sind, haben die Grünen dem «Flächenfrass» den Kampf angesagt. Wo immer sie das Sagen haben, werden neue Baugebiete verhindert. Einfamilienhäuser sollen möglichst gar nicht mehr erlaubt sein. Diese politisch gewollte Verknappung treibt die Preise drastisch in die Höhe. Ein ausuferndes Baurecht und immer strengere Energieeinsparauflagen sorgen zusätzlich dafür, dass sich auch gutverdienende Mittelschichtsfamilien den Traum von den eigenen vier Wänden abschminken können. Nutzniesser sind die Besitzer von Grundstücken und Immobilien. Eine Dynamik von weniger Angebot und mehr Nachfrage (auch durch Zuwanderung) lässt ihr Vermögen wachsen. Was wiederum den beklagten Graben zwischen Arm und Reich vertieft.

Ohne Eigentum bleibt man ewig Mieter und damit von einer Vermögensbildung fürs Alter abgeschnitten. Hier ist Deutschland mit einer Eigentumsquote von unter 50 Prozent ohnehin Schlusslicht. Der Bonner Wirtschaftshistoriker Moritz Schularick hat errechnet, dass die ärmsten 20 Prozent der deutschen Haushalte mittlerweile fast 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. 1993 seien es noch 23 Prozent gewesen.

Dieser Personenkreis ist es auch, der unter den hohen Energiepreisen zu leiden hat: Den Strompreis können sich jährlich an die 350 000 Haushalte nicht mehr leisten, und die Stromzufuhr wird ihnen abgedreht. Zwei Millionen Menschen in Deutschland fehlt laut Statistischem Bundesamt das Geld, um die eigene Bleibe ausreichend zu heizen. Selbst der Bundesrechnungshof rügt diese einseitige Belastung in seinem neusten Bericht. Dennoch wollen Grüne und SPD die Preise für Strom, Gas, Benzin und Heizöl weiter nach oben treiben. Das soll den Klimawandel bremsen, obwohl Deutschland kaum zwei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoss beiträgt.

Nutzniesser dieser Energiewende sind wiederum jene Vermögenden, die über Dächer und Grundstücke für Solarplantagen und Windräder verfügen oder viel Geld in hochrentierliche «grüne Fonds» stecken. Sie können sich auch die teuren E-Autos leisten, derweil dem werktätigen Pendler sein alter Diesel verleidet wird, den er dringend zum Broterwerb braucht. Auch so wird den Armen genommen und den Reichen gegeben.

Europas Grosssponsor

So geht es geradezu fort mit der grün-roten Umverteilung. Während zu Hause das Geld fehlt, um insbesondere den abhängig Beschäftigten mehr Netto vom Brutto zu lassen, gibt man sich in Europa als Grosssponsor. Entgegen der eindeutigen Rechtslage erklärt der Finanzminister Olaf Scholz eine Schuldenunion zum politischen Ziel. Der Kanzlerkandidat der SPD, der einen Amtseid zum Wohle des deutschen Volkes geleistet hat, nimmt also die eigenen Steuerzahler in Haftung, um die deutlich wohlhabenderen Bürger in Italien, Spanien oder Frankreich vor unangenehmen Reformen zu bewahren.

Mit einem Medianvermögen von netto gerade einmal 61 000 Euro sind die Deutschen sogar ärmer als die Griechen, denen sie mit vielen Milliarden helfen mussten. Der EU-Schnitt liegt bei 100 000 Euro. Zugleich hat das Land unter der Regierung Merkel nicht nur die Spitze der Steuer- und Abgabenbelastung unter den OECD-Ländern erklommen, sondern hier trägt die arbeitende Mittelschicht mit 27,17 Prozent auch am meisten zum Steueraufkommen bei. Alle Versprechen, insbesondere die unteren Einkommensschichten spürbar zu entlasten, sind Makulatur.

Tabuthema Migration

Völlig ausgeblendet wird in der deutschen Gerechtigkeitsdebatte das Thema Migration. Selbst in offiziellen Studien wie dem «Sozialreport 2021» wird allenfalls am Rande zwischen heimischer und importierter Armut unterschieden. Als einer der wenigen namhaften Politiker hat einzig Friedrich Merz gefordert, in die Debatte um Wohlstandsunterschiede die Tatsache einzubeziehen, dass man ohne die Zuwanderung der Jahre 2015/16 in die Sozialsysteme «eine Million Hartz-IV-Empfänger weniger» hätte. Doch der Ruf nach mehr Transparenz wurde umgehend als Rassismus diskreditiert. Dabei hat der konservative Merkel-Widersacher die Fakten auf seiner Seite. Von den damals 5,52 Millionen Hartz-IV-Empfängern haben rund zwei Millionen keinen deutschen Pass. 980 000 werden der Personengruppe «Asylbewerber» zugeordnet.

Auch der jetzt vorgelegte Bericht des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung spricht eine klare Sprache: Vor allem die Zuwanderung von bildungsfernen Schichten aus Afrika und Arabien sowie deren deutlich höhere Geburtenrate hätten dazu geführt, dass die Bevölkerung in Deutschland nicht geschrumpft, sondern auf die Rekordmarke von rund 83 Millionen gestiegen sei. Jeder vierte der insgesamt 416 000 Asylanträge, die 2020 in allen 27 EU-Staaten gestellt wurden, ging bei deutschen Behörden ein. Die allermeisten Bezüger bleiben dauerhaft auf Transferzahlungen angewiesen.

Derweil verliessen in den letzten zehn Jahren rund 500 000 Hochqualifizierte das Land, um einer Abgabenlast zu entgehen, die nach dem Willen von Grünen, SPD und Linkspartei für die sogenannten Besserverdiener noch weiter steigen soll. Auch so wird eine soziale Schieflage erzeugt. Doch davon liest man auch bei Julia Friedrichs kein Wort.

 

Mein alternatives Klimarettungs-Konzept

Persönliches Plädoyer für einen realistischen Klimaschutz, der mit unsere Volkswirtschaft und unseren Wohlstand nicht zerstört.

Ich habe an einer Diskussion teilgenommen, in der die Windenergie problematisiert wurde. Als Freund dieser regenerativen Energie, die durchaus in der Lage ist, zum Klimaschutz beizutragen, habe ich einen offenen Brief an einen Mitdiskutanten, den Europa-Abgeordneten der CDU, Dr. Peter Liese, verfasst, der das gesamte auch von der EU vorgesehene Energiekonzept kritisiert und Alternativen vorstellt. Ich persönlich halte diese hochsubventionierten Maßnahmen für populistisch weit in der Zukunft liegenden Lösungen geprägt, die mittelfristig Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet. Mit vernunftbezogenen Maßnahmen und nicht durch Verbots-Ideologien lässt sich das verhindern.

Sehr geehrter Herr Dr. Liese,
gestern habe ich mit Interesse an der Diskussion teilgenommen und war empört, dass vorwiegend die Windkraftgegner zu Wort gekommen sind. Seit 40 Jahre bemühe ich mich, in den Medien Verständnis zu schaffen für alles, was mit vernunftbetonter Wissenschaft zu tun hat. Ich habe nicht nur 1969 die WDR-Redaktion im Fernsehen ‚Wissenschaft und Technik  gegründet und war bis 2003 ihr Redaktionsgruppen-Leiter. In dieser Eigenschaft war ich auch Initiator und Mitbegründer der WPK.org – der Wissenschaftspressekonferenz, 13 Jahre ihr erster Vorsitzender und heute Beiratsmitglied dieser florierenden Institution zur Vermittlung von Wissenschaft und Technik, in einer Zeit, in der Zusammenhänge und Fakten immer weniger eine vernunftbetonte Rolle spielen. Näheres über mich können Sie meiner täglich aktualisierten wissenschaftlichen Homepage: www.jean-puetz.net entnehmen. Kurzum, daran können Sie erkennen, dass ich mich auch als Pensionär und bekannter Wissenschaftsjournalist immer noch für glaubhafte Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten engagiere, gegen die Seuche, dass sich immer mehr wohlfeile populistische Entwicklungen in der Politik etablieren, und dieser Mainstream unsere Demokratie auf Dauer gefährdet.

Vor 31 Jahren habe ich zwei Sendungen im wissenschaftlichen Flackschiff der ARD ‚Bilder aus der Wissenschaft‘, dem großen Problem der CO2-verseuchung unserer Atmosphäre gewidmet und Lösungen propagiert. Den Hebel habe ich dort angesetzt, wo die größte Vergeudung von Energie erfolgt – nicht im Verkehrssektor mit seinem  von 6-8% von unseren privaten Autos – sondern in Gebäuden sowohl privat als auch geschäftlich. Das machte damals und heute ca. 50% des CO2-Aufkommens aus. die Architekten liefen dagegen Sturm und die Politiker haben es damals nicht aufgegriffen. So ist heute noch die dafür zuständige Wärmeschutzverordnung ein Torso, was die technischen Möglichkeiten anbelangt.

Persönlich habe ich daraus die Konsequenz gezogen und in meinem 6-Familienhaus ein Kleinheizkraftwerk installiert, das seinen Strombedarf zu 50% abdeckt, den Rest speise ich ins Netz. Als ich mich dann aufs Land an den Rand des Bergischen Landes, hoch über der Ruhr, zurückgezogen habe, konnte ich das Verwirklichen, was ich seinerzeit propagierte – auch ohne Subvention, aus Überzeugung. Auf meinem 4 ha großem Areal im landwirtschaftlichen Schutzgebiet errichtete ich zwei Energie-Plus-Häuser mit allem Drum und Dran: Streuobstwiesen, kleiner Wald, Fischteich, Bienenzucht, großer Zisterne, Pelletheizung, Thermosolar und Fotovoltaik, so dass ich trotz zweier sparsamer PKWs mit der ganzen Familie CO2-neutral leben kann.

Mein Versuch, eine vertikale Windanlage zu errichten, scheiterte daran, dass die beauftragte Firma Pleite machte. Doch Sie sehen daran, dass ich der Windenergie als auch Fotovoltaik große Bedeutung zumesse – allerdings mit Maß.

Insgesamt habe ich ein durchgehendes Energiekonzept entwickelt, welches, anders als die herrschende Wunschdenken gefärbte grüne Ideologie, nicht nur im Einklang mit der Natur ist, sondern dem  Abbau der Industrie in unserem Lande keinen Vorschub leistet. Mit Bestürzung sehe ich, dass unsere beiden Volksparteien, CDU und SPD, sich immer mehr den Fantasien der ‚Grünen‘ nähert, weil sie meinen, dem Mainstream , initiiert durch die ‚Grünen‘ nicht widerstehen zu können. Diese haben zwar ihre Verdienst im nationalen Umweltschutz, dabei habe ich sie sogar anfangs unterstützt, auch mit einem Umweltmagazin, welches ich ‚Dschungel‘ nannte mit dem wichtigen Zusatz ‚Leben und Leben lassen‘- Aber was die notwendige globale Klimarettung anbelangt, führt uns das in einen wirtschaftlichen Kollaps. Dabei wird sogar die Wissenschaft durch Billiarden von Subventionen in eine Richtung korrumpiert, die ich als sehr bedenklich empfinde.

Ein Beispiel dafür ist, dass überall versucht wird, den verteufelten Verbrennungsmotor loszuwerden. Dabei spielt er in meinem Konzept – und zwar heute schon realisierbar – eine CO2-neutrale Rolle. Ich bin nicht nur ein großer Anhänger der Windenergie, sondern auch der Gewinnung von regenerativem Wasserstoff. Dafür ist er Träger der Energie der Zukunft. Aber auch Wasserstoff kann wegen seiner physikalischen Eigenschaften nur begrenzt eingesetzt werden, denn für seine notwendige Verflüssigung ist eine Temperatur von minus 252°C erforderlich und macht ihn daher in der Anwendung sehr problematisch. Aber mit Hilfe von rückgewonnenem CO2 und dem Einfluss von Solarenergie lässt er sich chemisch problemlos und umweltfreundlich in Methanol oder Äthanol umwandeln. Die dafür notwendigen Katalysatoren hat die Wissenschaft schon entwickelt. Das würde auch einen Kreislauf von CO2 ermöglichen, der, ähnlich wie das, was uns die Pflanzen bieten, viele Probleme lösen könnte. Selbst die Umwandlung in Methan, das in die vorhandenen Ferngasleitungen eingespeist werden kann und nicht wie Wasserstoff sehr flüchtig ist, wird möglich. Dabei muss auf Technologie-Freiheit geachtet werden und nicht von vornherein wie der Verbrennungsmotor verteufelt werden. Letztlich würde das in eine Utopie führen, die auch die Wissenschaft nicht bieten kann.

Im Übrigen reicht diese Erkenntnis, das dem Volk zu vermitteln, wegen mangelnder Schwarmintelligenz der Deutschen nicht aus. Als Ingenieur und Physiker beobachte ich, dass in den Schulen z. B.  das wichtige 2. Gesetz der Thermodynamik in seiner Bedeutung nicht mehr gelehrt wird. Dabei handelt es sich um die Umwandlung von chaotischer bzw. unordentlicher Wärmenergie in geordnete und gerichtete Bewegungs- oder elektrischer Energie. In der Schule lernt man dazu den Begriff Entropie, was nichts anderes Bedeutet als den Grad der Unordnung. Wenn man aus Unordnung Ordnung machen will, ist das ein großer Aufwand, sprich, es entstehen Wärmeverluste.

Sie arbeiten vermutlich auch im Homeoffice und habe Ihren Schreibtisch schön geordnet, dann kommt eines Ihrer Kinder und mach Tabula rasa, wirft alles runter. Da können Sie zwei Strategien zur Restauration einsetzen: warten, dass sich alles von selbst ordnet – da können Sie lange warten – oder Sie bücken sich und legen alles an seinen Platz zurück. Da müssen Sie mir aber zugeben, dass das ein erheblicher Aufwand für Sie ist. Das nennt man dann den thermodynamischen Wirkungsgrad. Das ist offenbar so kompliziert, dass das Volk es nicht begreift. So wird alles in einen Topf geworfen: Energie = Energie. Dass aber Wärmeenergie viel aufwändiger ist als Bewegungsenergie, ist den Bürgern schlecht zu vermitteln. Deswegen verteufeln die ‚Grünen‘ im Volksverständnis die Bewegungsenergie, das Objekt der Begierde ist dann unsere private Bewegungsfreiheit, eben das Auto.

Deswegen habe ich mich so geärgert, als Frau Neubauer ihr politisches Credo herunter rasselte, sie verwechselte Äpfel mit Birnen, in dem Sie  den Elektromotor und Verbrennungsmotor verglich. Klar, wenn ich Bewegung mit Elektrizität erzeuge, müssen keine Verluste entstehen – anders aber, wenn ich aus Wärme das gleiche erzeuge. Verschwiegen wird dabei, dass die Elektrizität ja irgendwie erzeugt werden muss. Dass die dafür notwendige elektrische Energie in Deutschland regenerativ gewonnen werden kann, ist natürlich Wunschdenken. Auch Strom hat seine physikalischen Gesetze, er lässt sich nicht wie Pakete hin und her schieben. Wenn mehr angefordert wird als geliefert werden kann, kommt es zum Gau. Leider steht uns das bevor, wenn diese grünen Ideen sich durchsetzen würden. Alles das kann ich Ihnen, lieber Herr Dr. Liese, bis ins letzte belegen.

Außerdem habe ich auch ein Konzept für eine in Zukunft CO2-freie Elektro-Mobilität entwickelt, genannte HyperHybrid, welche mit einem Siebtel der Batteriekapazität eines reinen Elektroautos auskommt, dadurch viel leichte ist und nicht teurer als ein herkömmliches Auto, sich aber genauso fährt wie ein Elektroauto.

Ich füge Ihnen zu diesem Thema den Link eines meiner vielen Facebook-Beiträge bei. Meine fast 84.000 Follower loben es über den Klee. Es existiert als Prototyp, denn die Idee hat parallel zu mir eine österreichische Technik-Schmiede realisiert. Es handelt sich nicht um ein Wolkenkuckucksei, ich bin mit den beiden Fahrzeugen im Alpenvorland selbst herumgefahren. In eine solche Fabrik zu investieren wäre umweltfreundlicher als auf Elon Musk mit seinem Tesla-Werk in Brandenburg. Wie unpraktisch das Elektroauto ist, sieht man daran, dass es pro Exemplar mit 9.000 Euro subventioniert werden muss, damit es überhaupt gekauft wird. Das Elektroauto ist bestenfalls ein Stadtauto, dafür brauchen es die Chinesen und reichen Kalifornier. Aber offenbar kann keiner dem Marketing von Tesla widerstehen.

Auf der Autobahn A2 vor Bielefeld, löste sich der Stau nur deswegen sehr zögerlich auf,  weil die Insassen einiger Elektroautos nicht stundenlang in der Kälte sitzen wollten, doch die Heizung leerte innerhalb kurzer Zeit die Batterie, so dass nichts für die Fortbewegung übrig blieb.

Elektroauto – Schrott der Geschichte

15.03.21 Verbrennungsmotor unentbehrlich für eine regenerative CO2-neutrale Energieversorgung der Zukunft

Sehr geehrter Herr Müller-Baum,

vielen Dank für Ihre Mail. wir liegen auf der gleichen Linie – hundertprozentig, Trotzdem frage ich mich, wieso nicht ein Aufschrei der Gemeinschaft der Ingenieure erfolgt, die diesem grünen ideologischen Wahnsinn entgegnen. Das geht so weit, dass ich meine, nur gemeinsam mit dem Verbrennungsmotor lässt sich das Klima retten. Die Frage ist, wie können wir diese Einsicht der Vernunft den Politikern näher bringen. Ich selbst lebe CO2-neutral mit zwei Energie-Plus-Häusern unter Nutzung sowohl der Gas-angetriebenen Wärmepumpe und einem Klein-Heizkraftwerk in meinem 6-Familienhaus. Schon vor 13 Jahren habe ich ein Konzept entwickelt, welches sich heute HyperHybrid nennt. Ich hatte es Ford vorgestellt, aber sie lehnten es damals als zu teuer und zu exotisch ab. Es ermöglicht heute mit regenerativem Methanol eine völlig CO2-neutrale Elektromobilität zu erreichen, kurzfristig natürlich noch mit fossilem Treibstoff – eine Alternative zum unökologischem und unpraktischen reinen Batterie-Elektroauto. Die  Milliarden Subventionen in dieses System sind herausgeschmissenes Steuer-Geld. Eine Firma in Österreich hat parallel zu mir diese Idee mit zwei Prototypen sogar realisiert. Spritverbrauch bei einem Mittelklasseauto auf 100 km unter 3 Liter, bei nur einem Siebtel der Batteriekapazität eines Elektroboliden.

Mit meinen über 84.000 Abonnenten bei Facebook kommuniziere ich intensiv, aber allein auf weiter Flur ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wäre schön, wenn z. B. der VDMA, der VDI und alle in der Technik verankerten Organisationen sich um Klarstellung bemühen würden – ein Aufschrei gegen den selbstzerstörerischen Wahnsinn.

Hier gebe ich Ihnen zwei Links, die Sie gerne in Ihrem Netzwerk weiter verteilen können. wir müssen vor allen Dingen die Parteien erreichen, um daraus eine politische Gegenarmada zu bilden.

Link

 

Sehr geehrter Herr Pütz,

Zeppelin hat Ihre Anfrage an mich weitergeleitet.

Ich habe mich sehr über Ihr Interesse gefreut, und mir ist sofort wieder die „Hobbythek“ eingefallen, die ich damals oft und gerne geschaut habe. Ihre Sendung hat, korrigieren Sie mich gerne, wenn ich das falsch zusammenfasse – topaktuelle Themen aufgegriffen, Wissen leicht verständlich vermittelt, Chancen aufgezeigt und Risiken eingeordnet.

So ähnlich begegnen wir wo immer möglich ideologisch gefärbten Forderungen und wenig fundierten Angriffen auf „unseren“ Verbrennungsmotor: Sachlich, unaufgeregt, differenziert, mit Information und Wissensvermittlung. Denn wir sind von den speziellen Qualitäten des Verbrennungsmotors überzeugt, auch wenn der Abschied von fossilen Brenn- und Treibstoffen wohl nur noch eine Frage der Zeit ist. Der von Ihnen angesprochene Wirtschaftsminister Peter Altmeier hat vor wenigen Monaten eine Nationale Wasserstoffstrategie formuliert.

Auch in der Wasserstoffwirtschaft hat der Verbrennungsmotor nach unserer Überzeugung seinen festen Platz, denn H2 steht als Energieträger im Zentrum CO2-freier Verbrennungstechnologien. Global betrachtet ist der Wechsel des Treibstoffs von fossil zu synthetisch der schnellste Weg zu drastisch weniger CO2-Ausstoß.

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage zufriedenstellend beantworten können.

Freundliche Grüße aus Frankfurt – bleiben Sie gesund!Peter Müller-Baum

Geschäftsführer

VDMA
Motoren und Systeme / Engines and Systems

Power-to-X for Applications
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main

23.02.21 Exemplarische Antwort auf Hunderttausende schriftlicher Facebook-Kommentare

Verehrte Facebook-Freunde,
nun habe ich etwa vier Stunden versucht,  die über 900 schriftlichen Kommentare von Ihnen zu beantworten. Während Sie mir mit den Emotion großen Zuspruch leisten, kommen offenbar bei den schriftlichen Antworten die Impfgegner zum Vorschein. Sie kriechen sozusagen aus ihren sonst etwas vernunftarmen Ecken heraus. Das ist ihr gutes Recht und ehrlich gesagt, ohne es zu bewerten, amüsiert mich das. Es ist unglaublich, wieso unser Bildungssystem es nicht geschafft hat, viele Menschen aus dem Denken, welches die Ursache im Mittelalter hat, zu befreien. Ich finde es toll, dass wir in unserer Demokratie jede Meinung äußern können, ohne Repressalien erwarten zu müssen. Nur, ich habe nichts anderes versucht, als Ihnen den Tatbestand der Wissenschaft vom Impfen einigermaßen zu erklären, denn ich glaube, gerade rund ums Impfen existieren sehr viel Ängste, die Corona-Pandemie ist dafür ein typisches Beispiel.

Stellen Sie sich einmal vor, wenn im Mittelalter die Pest oder die Cholera oder die Pocken grassierten, was für ein Elend das war. Dort suchte man natürlich auch einen Verantwortlichen. Das ist typisch für alles, was mit Pandemie zusammenhängt. Aber damals war die Wissenschaft nicht soweit, dass man das den Quacksalber nicht vorwerfen konnte. Dies ist nur ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft sich immer dann einen Sündenbock sucht, wenn sie verunsichert ist.

In meinem Text habe ich die Nanotechnologie angesprochen. Ich weiß, Mathematik und der Einstieg in den Mikrokosmos ist und muss auch nicht jedermanns Sache sein. Ein Nanometer heißt 10-9 d. h. ein Billionstel Meter. Besser vorstellbar ist es, wenn man es auf den Millimeter bezieht, also immerhin ein Millionstel Millimeter, somit unvorstellbar klein bis fast in den Bereich eines einzelnen Moleküls. Noch Anfang des 20 Jahrhunderts glaubte man, dass der Mensch niemals in diese Dimensionen eindringen könnte. Heute ist das eine Wissenschaft geworden, die es überhaupt erst ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit z. B. einen Impfstoff zu entwickeln, der die Folgen einer Pandemie einigermaßen begrenzt.

Klar, Corona ist ein sehr heimtückisches Virus, welches nur die Alten, meist noch mit Vorerkrankungen, erwischt, deswegen glauben einige, das Recht zu haben, dieses zu verharmlosen. Doch mittlerweile ist das Durchschnittsalter auf den Intensivstationen auf 50 Jahre zurückgegangen. Aber es hat sich nun einmal durchgesetzt, dass es vorwiegend die Alten trifft. Manche denken, na ja, das ist eine Art Reinigung der Gesellschaft, was können wir heute noch mit den Alten anfangen. Vielleicht gibt es auch irgendwann einmal eine Alten-Abschussprämie. Gott sei Dank haben wir unser Grundgesetz, in dem die körperliche Unversehrtheit verankert ist, und überlässt dies eben nicht irgendwelchen Interessensgruppen. Es lebe unsere Demokratie, aber offenbar hat ich das noch nicht überall herumgesprochen. Wer Corona und seine Gefährlichkeit leugnet, nichts dagegen tut und sich nicht den empfohlenen Maßnahmen anschließt, ist offenbar mit einer Art Euthanasie – weg mit den Alten und mit unwerten Wesen – einverstanden. Natürlich denken nur wenige so, das weiß ich, aber letztlich läuft es darauf hinaus, und Deutschland hat sich da in seiner Geschichte nicht mit Ruhm bekleckert.

Also, was ich mit meiner möglichst objektiven Erklärung nach bestem Wissen und Gewissen wollte war, ist Sachlichkeit in die Diskussion bringen. Ich weiß, Impfgegner kann ich nicht überzeugen. Aber es ist schon ein interessantes Phänomen, warum finden wir in unserer heutigen, durch Technik, Vernunft und Wissen geprägten Zeit, immer noch so viele Menschen, die nicht bereit sind, die Wissenschaft zur Kenntnis zu nehmen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir in unserer scheinbar gesicherten Welt jedes Risiko vermeiden wollen. Klar, Impfen ist mit einem minimalen Risiko verbunden, doch das Problem unserer Zeit ist, dass die Menschen gar kein Risiko mehr wollen. Leider kann man nicht beweisen, dass man auf Grund einer Impfung nicht krank geworden ist, der Erfolg der Impfmethode ist geradezu ihr Verhängnis.

Außerdem wird von einigen Kommentarschreibern behauptet, ich würde mit meinen Beiträgen von der Pharmaindustrie bezahlt. Also mit Verlaub, am Impfstoff verdient die Pharmaindustrie relativ wenig, aber an den Medikamenten, die benötigt werden zur Behandlung der Erkrankung, die nicht geimpft sind, verdient sie Millionen. Das zum Thema Logik. Als Beispiel sei das existierende Medikament auf der Basis von Antikörpern, welches Bundesgesundheitsminister Spahn für Millionen Euro geordert hat, und dessen Wirkung nur am Beginn der Erkrankung wirkt. Pro Dosis kommen da drei- bis viertausend Euro zustande, wer soll das bezahlen?

Trotzdem, ich schätze jeden, der sich bei mir äußert und versuche, ihm auch individuell zu antworten, aber vielleicht verstehen Sie, dass das bei dieser Fülle an Kommentaren nicht mehr möglich ist. Bitte entschuldigen Sie.

Herzlichst Jean Pütz

22.02.21 Persönliches Plädoyer für einen realistischen Klimaschutz, der unsere Volkswirtschaft und unseren Wohlstand nicht zerstört.

Ich habe an einer Diskussion teilgenommen, in der die Windenergie problematisiert wurde. Als Freund dieser regenerativen Energie, die durchaus in der Lage ist, zum Klimaschutz beizutragen, habe ich einen offenen Brief an einen Mitdiskutanten, den Europa-Abgeordneten der CDU, Dr. Peter Liese, verfasst, der das gesamte auch von der EU vorgesehene Energiekonzept kritisiert und Alternativen vorstellt. Ich persönlich halte diese hochsubventionierten Maßnahmen für populistisch weit in der Zukunft liegenden Lösungen geprägt, die mittelfristig Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet. Mit vernunftbezogenen Maßnahmen und nicht durch Verbots-Ideologien lässt sich das verhindern.

 

Sehr geehrter Herr Dr. Liese,

gestern habe ich mit Interesse an der Diskussion teilgenommen und war empört, dass vorwiegend die Windkraftgegner zu Wort gekommen sind. Seit 40 Jahre bemühe ich mich, in den Medien Verständnis zu schaffen für alles, was mit vernunftbetonter Wissenschaft zu tun hat. Ich habe nicht nur 1969 im Fernsehen die WDR-Redaktion ‚Wissenschaft und Technik  gegründet und war bis 2003 ihr Redaktionsgruppen-Leiter, sondern war in dieser Eigenschaft auch Initiator und Mitbegründer der WPK.org – der Wissenschaftspressekonferenz, 13 Jahre ihr erster Vorsitzender und heute Beiratsmitglied dieser florierenden Institution zur Vermittlung von Wissenschaft und Technik. Das in einer Zeit, in der Zusammenhänge und Fakten immer weniger eine vernunftbetonte Rolle spielen. Näheres über mich können Sie meiner täglich aktualisierten wissenschaftlichen Homepage: www.jean-puetz.net entnehmen.

Kurzum, daran können Sie erkennen, dass ich mich auch als Pensionär und bekannter Wissenschaftsjournalist immer noch für glaubhafte Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten engagiere, gegen die Seuche, dass sich immer mehr wohlfeile populistische Entwicklungen in der Politik etablieren, und dieser Mainstream unsere Demokratie auf Dauer gefährdet.

Vor 31 Jahren habe ich zwei Sendungen im wissenschaftlichen Flackschiff der ARD ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ das großen Problem der CO2-verseuchung unserer Atmosphäre gewidmet und Lösungen propagiert. Den Hebel habe ich dort angesetzt, wo die größte Vergeudung von Energie erfolgt – nicht im Verkehrssektor mit seinen 6-8% von unseren privaten Autos – sondern in Gebäuden, sowohl privat als auch geschäftlich. Das machte damals und macht heute ca. 50% des CO2-Aufkommens aus. Die Architekten liefen dagegen Sturm und die Politiker haben es damals nicht aufgegriffen. So ist heute noch die dafür zuständige Wärmeschutzverordnung ein Torso, was die technischen Möglichkeiten anbelangt.

Persönlich habe ich daraus die Konsequenz gezogen und in meinem 6-Familienhaus ein Kleinheizkraftwerk installiert, das seinen Strombedarf zu 50% abdeckt, den Rest speise ich ins Netz. Als ich mich dann aufs Land an den Rand des Bergischen Landes, hoch über der Ruhr, zurückgezogen habe, konnte ich das Verwirklichen, was ich seinerzeit propagierte – auch ohne Subvention, aus Überzeugung. Auf meinem 4 ha großem Areal im landwirtschaftlichen Schutzgebiet errichtete ich zwei Energie-Plus-Häuser mit allem Drum und Dran: Streuobstwiesen, kleiner Wald, Fischteich, Bienenzucht, großer Zisterne, Pelletheizung, Thermosolar und Fotovoltaik, so dass ich trotz zweier sparsamer PKWs mit der ganzen Familie CO2-neutral leben kann.

Mein Versuch, eine vertikale Windanlage zu errichten, scheiterte daran, dass die beauftragte Firma Pleite machte. Doch Sie sehen daran, dass ich der Windenergie als auch Fotovoltaik große Bedeutung zumesse – allerdings mit Maß.

Insgesamt habe ich ein durchgehendes Energiekonzept entwickelt, welches, anders als durch die herrschende Wunschdenken gefärbte grüne Ideologie, nicht nur im Einklang mit der Natur ist, sondern dem  Abbau der Industrie in unserem Lande keinen Vorschub leistet. Mit Bestürzung sehe ich, dass unsere beiden Volksparteien, CDU und SPD, sich immer mehr den Fantasien der ‚Grünen‘ nähert, weil sie meinen, dem Mainstream , initiiert durch die ‚Grünen‘ nicht widerstehen zu können. Diese haben zwar ihre Verdienste im nationalen Umweltschutz, dabei habe ich sie sogar anfangs unterstützt, auch mit einem Umweltmagazin, welches ich ‚Dschungel‘ nannte mit dem wichtigen Zusatz ‚Leben und Leben lassen‘- Aber was die notwendige globale Klimarettung anbelangt, führt uns das in einen wirtschaftlichen Kollaps. Dabei wird sogar die Wissenschaft durch Billiarden von Subventionen in eine Richtung korrumpiert, die ich als sehr bedenklich empfinde.

Ein Beispiel dafür ist, dass überall versucht wird, den verteufelten Verbrennungsmotor loszuwerden. Dabei spielt er in meinem Konzept – und zwar heute schon realisierbar – eine CO2-neutrale Rolle. Ich bin nicht nur ein großer Anhänger der Windenergie, sondern auch der Gewinnung von regenerativem Wasserstoff. Dafür ist er Träger der Energie der Zukunft. Aber auch Wasserstoff kann wegen seiner physikalischen Eigenschaften nur begrenzt eingesetzt werden, denn für seine notwendige Verflüssigung ist eine Temperatur von minus 250°C erforderlich und macht ihn daher in der Anwendung sehr problematisch. Aber mit Hilfe von rückgewonnenem CO2 und dem Einfluss von Solarenergie lässt er sich chemisch problemlos und umweltfreundlich in Methanol oder Äthanol umwandeln. Die dafür notwendigen Katalysatoren hat die Wissenschaft schon entwickelt. Das würde auch einen Kreislauf von CO2 ermöglichen, der, ähnlich wie das, was uns die Pflanzen bieten, viele Probleme lösen könnte. Selbst die Umwandlung in Methan, das in die vorhandenen Ferngasleitungen eingespeist werden kann und nicht wie Wasserstoff sehr flüchtig ist, wird möglich. Dabei muss auf Technologie-Freiheit geachtet werden und nicht von vornherein wie der Verbrennungsmotor verteufelt werden. Letztlich würde das in eine Utopie führen, die auch die Wissenschaft nicht bieten kann.

Im Übrigen reicht diese Erkenntnis, das dem Volk zu vermitteln, wegen mangelnder Schwarmintelligenz der Deutschen nicht aus. Als Ingenieur und Physiker beobachte ich, dass in den Schulen z. B.  das wichtige 2. Gesetz der Thermodynamik in seiner Bedeutung nicht mehr gelehrt wird. Dabei handelt es sich um die Umwandlung von chaotischer bzw. unordentlicher Wärmenergie in geordnete und gerichtete Bewegungs- oder elektrischer Energie. In der Schule lernt man dazu den Begriff Entropie, was nichts anderes Bedeutet als den Grad der Unordnung. Wenn man aus Unordnung Ordnung machen will, ist das ein großer Aufwand, sprich, es entstehen Wärmeverluste.

Sie arbeiten vermutlich auch im Homeoffice, haben Ihren Schreibtisch schön geordnet, dann kommt eines Ihrer Kinder und mach Tabula rasa, wirft alles runter. Jetzt können Sie zwei Strategien zur Restauration einsetzen: warten, dass sich alles von selbst ordnet – da können Sie lange warten – oder, Sie bücken sich und legen alles an seinen Platz zurück. Sie müssen mir aber zugeben, dass das ein erheblicher Aufwand für Sie ist. Das nennt man dann den thermodynamischen Wirkungsgrad, was offenbar so kompliziert ist, dass das Volk es nicht begreift. So wird alles in einen Topf geworfen: Energie = Energie. Dass aber Wärmeenergie viel aufwändiger ist als Bewegungsenergie, ist den Bürgern schlecht zu vermitteln. Deswegen verteufeln die ‚Grünen‘ im Volksverständnis die Bewegungsenergie, das Objekt der Begierde ist dann unsere private Bewegungsfreiheit, eben das Auto.

Deswegen habe ich mich so geärgert, als Frau Neubauer ihr politisches Credo herunter rasselte, sie verwechselte Äpfel mit Birnen, in dem Sie  den Elektromotor und Verbrennungsmotor verglich. Klar, wenn ich Bewegung mit Elektrizität erzeuge, müssen keine Verluste entstehen – anders aber, wenn ich aus Wärme das gleiche erzeuge. Verschwiegen wird dabei, dass die Elektrizität ja irgendwie erzeugt werden muss. Dass die dafür notwendige elektrische Energie in Deutschland regenerativ gewonnen werden kann, ist natürlich Wunschdenken. Auch Strom hat seine physikalischen Gesetze, er lässt sich nicht wie Pakete hin und her schieben. Wenn mehr angefordert wird als geliefert werden kann, kommt es zum Gau. Leider steht uns das bevor, wenn diese grünen Ideen sich durchsetzen würden. Alles das kann ich Ihnen, lieber Herr Dr. Liese, bis ins letzte belegen.

Außerdem habe ich auch ein Konzept für eine in Zukunft CO2-freie Elektro-Mobilität entwickelt, genannte HyperHybrid, welche mit einem Siebtel der Batteriekapazität eines reinen Elektroautos auskommt, dadurch viel leichte ist und nicht teurer als ein herkömmliches Auto, sich aber genauso fährt wie ein Elektroauto.

Ich füge Ihnen zu diesem Thema den Link eines meiner vielen Facebook-Beiträge bei. Meine fast 84.000 Follower loben es über den Klee. Es existiert als Prototyp, denn die Idee hat parallel zu mir eine österreichische Technik-Schmiede realisiert. Es handelt sich nicht um ein Wolkenkuckucksei, ich bin mit den beiden Fahrzeugen im Alpenvorland selbst herumgefahren. In eine solche Fabrik zu investieren wäre umweltfreundlicher als auf Elon Musk mit seinem Tesla-Werk in Brandenburg. Wie unpraktisch das Elektroauto ist, sieht man daran, dass es pro Exemplar mit 9.000 Euro subventioniert werden muss, damit es überhaupt gekauft wird. Das Elektroauto ist bestenfalls ein Stadtauto, dafür brauchen es die Chinesen und reichen Kalifornier. Aber offenbar kann keiner dem Marketing von Tesla widerstehen.

Auf der Autobahn A2 vor Bielefeld, löste sich der Stau nur deswegen sehr zögerlich auf,  weil die Insassen einiger Elektroautos nicht stundenlang in der Kälte sitzen wollten, doch die Heizung leerte innerhalb kurzer Zeit die Batterie, so dass nichts für die Fortbewegung übrig blieb.

Elektroauto – Schrott der Geschichte

Funktion HyperHybrid als Trickfilm

Mit freundlichen Grüßen
Jean Pütz

08.01.21 An meine Facebook-Freunde …

Liebe Facebook-Freunde,

gestatten Sie mir einmal ein paar sehr ernste Worte: Normalerweise schätze ich jeden meiner mittlerweile über 84.000 Abonnenten. Ich hoffe Sie verstehen meine grundsätzliche Intention hier bei Facebook. Ich möchte Sie möglichst parteiunabhängig und objektiv informieren, nach bestem Wissen und Gewissen, im Rahmen der Menschenrechte und unserer freien Demokratie.
Allerdings stelle ich manchmal in Ihren Antwort-Kommentaren fest, dass wenige Facebook-Freunde es ganz anders sehen und Ideen vertreten, die mir fremd sind. Ich habe den Eindruck, dass einige wenige die Absicht haben, unseren Staat infrage zu stellen, in dem ich und meine Zeitgenossen seit 70 Jahren friedvoll leben können. So etwas hat es in der deutschen Geschichte noch nie gegeben.
Abgesehen davon, dass das meist nur in Kritik ausartet, fehlt mir die Alternative bei denen: Möchten diese Fundamental-Kritiker  wieder den Staat faschistischer Prägung hervorkramen oder – doch sehr selten gefordert – den Unrechtstaat kommunistisch-stalinistischer Ideologie? Beides ist genauso schlimm. Wer die Demokratie infrage stellt, soll doch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die allerdings ohne Wenn und Aber  unserem Grundgesetz entsprechen müssen.

Trotzdem, ich bin nicht päpstlicher als der Papst, Meinungsfreiheit ist mir sehr wichtig, Jeder soll das äußern können, was er glaubt. Keine Angst, dann steige ich nicht auf die Barrikaden. Allerdings muss er dann auch zivilisiert die Gegenargumente akzeptieren, die nicht nur von mir kommen, sondern von sehr vielen meiner Abonnenten, die direkt darauf antworten. Insofern ist diese Facebook-Rubrik ‚Kommentare‘ zu einem lebendigen Diskussionsforum geworden mit mindestens 200 Teilnehmern bis zu 2.000 und mehr. Dass ich dann nicht mehr individuell antworten kann, versteht sich von selbst. Das ist aber auch nicht tragisch, denn dieses offene Diskussionsforum regelt sich selbst. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Für mich ist das die Sprache des Volkes, die leider von vielen Politikern nicht mehr verstanden wird. Wenn diese klug sind, sollten sie hin und wieder darauf schauen, vielleicht verbessert das schon die Politik.

Manchmal habe ich den Eindruck, meine Intentionen werden hier bei Facebook missverstanden. Sehr oft kritisiere ich den Mainstream – vielleicht noch besser ausgedrückt – die populistischen Methoden von Politikern und Interessenverbänden. Hier poste ich stets unter dem Titel ‚Der Vernunft eine Chance‘. Vernunft bedeutet für mich, dass die Gesetze der Logik eingehalten werden und Nachwirkungen, Nebenwirkungen und Risiken von Entscheidungen und erlassenen Gesetzen genauso berücksichtigt werden. Niemals betreibe ich fundamentale Kritik, die unser Staatswesen infrage stellt. Im Vordergrund stehen bei mir Alternativen nach dem Prinzip des kleineren Übels. Alles lässt sich verbessern und optimieren: ‚geht nicht, gibt’s nicht‘ darin besteht die Essenz der Demokratie. Jeder Bürger darf sich einmischen, muss allerdings die Mehrheitsentscheidungen akzeptieren, die individuelle Meinung ist nicht der Nabel der Welt. Daran hapert es bei vielen radikalen Ideologien.

In Deutschland haben wir das Glück, dass die meisten Parteien diesem Prinzip folgen. Ich bin auch bereit, mit AFD-Anhängern zu diskutieren. Nicht alles ist schlecht, was dort propagiert wird, aber ich lasse mich nicht mit dem Etikett ‚rechts‘ oder ‚links‘ oder ‚umweltfeindlich‘ belegen.

Trotzdem möchte ich eine Einschränkung machen. Das, was sich in den letzten vier Jahren politisch in Amerika entwickelt hat, dieser sogenannte ‚Trumpismus‘, ist verheerend. Donald Trump hat alles infrage gestellt, was ich an Werten für außerordentlich wichtig halte.  Seine sogenannten ‚alternativen Fakten‘, seine Lügereien und Betrügereien sind unerträglich und auch für uns in Europa sehr gefährlich. Man sprich sogar schon vom ‚Postfaktischen Zeitalter‘ als Epoche. Meine Aversion geht so weit, dass meine Toleranz am Ende ist. Die Personen, die sich  trotz allem dieser Kritik verweigern und Donald Trump hochjubeln, möchte ich bitten, sich aus meinem Abonnentenkreis zurückzuziehen, inklusive aller, die das Prinzip unseres Grundgesetzes verneinen.
Es tut mir leid, aber denen kann ich sowieso nicht helfen, sie finden bei uns keine Resonanz.

Nichts für Ungut

Ihr Jean Pütz

07.01.21 Gedanken und Hintergedanken zum Corona-Karneval 2021

Lieber Christoph, liebes Kölner Dreigestirn, liebe Mitglieder des Festkomitees, liebe Präsidenten und Ehrenträger des Kölner Karnevals,

zunächst vorweg: Über die kleinen Aufmerksamkeiten, die das Festkomitee mir hat zukommen lassen, habe ich mich sehr gefreut. Übrigens unter uns, die zwei Zentner Karnevalsorden, die ich bisher in meiner Sammlung einen Ehrenplatz gefunden haben, sind mir genauso wichtig wie die Orden, die mir von der Politik überreicht wurde, inkl. des Luxemburger Ordens Pur le Merite.

Nun ja, Gott sei Dank birgt der Kölner und Düsseldorfer Karneval gelegentlich auch eine Mende Humor und artet nicht immer in kabarettistische Darbietungen aus. Das sage ich auch als stolzer Besitzer des ‚goldenen Narren‘ der rheinischen Karnevalsgesellschaften,  den ich ein Jahr später, als unser berühmter Hans Süper ihn überreicht bekam, die Ehre hatte, für ihn die Laudatio zu halten. Kölner und Düsseldorfer habe ich versöhnt, weil ich bei meiner ‚karnevalistischen Reifeprüfung‘ der Düsseldorfer Weißfräcke eine Büttenrede halten konnte, in der ich mit der Fakenews auftrumpfte, dass die Schlacht von Worringen unentschieden ausgegangen sei, und wir keinen Grund mehr hätten, uns abzugrenzen.

Meine Verbundenheit zum Kölner Karneval wurde mir in die Wiege gelegt, denn mein Vater Josef war 1937  Jungfrau im Kölner Dreigestirn. So bin ich also im wahren Sinne des Wortes der Sohn einer Jungfrau. Ich habe ein wenig in der Geschichte gekramt und stellte fest, dass ich nicht der erste, sondern der zweite Sohn einer Jungfrau war. Kardinal Woelki, der leider für den Karneval nicht so geeignet ist, kann das bezeugen, der erste wurde in Betlehem geboren. Der Kölner Dom profitiert heute noch davon. Letztlich beteiligte ich mich als Präsident des Städtepartnerschaftsvereins Esch sur Alzette (Luxemburg) und Köln an einer Wallfahrt zu den Heiligen drei  Königen, die ja angeblich in einem der schönsten Schreine nach langer historischer Irrfahrt ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Umso mehr bedaure ich und verfluche Corona und möchte das Festkomitee zu seiner Entscheidung beglückwünschen, den Karneval in dieser Saison auf Sparflamme zu halten. Begeistert bin ich aber vor allen Dingen deshalb, weil auf das Dreigestirn nicht verzichtet wurde. Ich finde es fantastisch, dass sich in dieser Kalamität drei Kölner Bürger bereit gefunden haben, die Tradition nicht zu unterbrechen. Das war ja nur während des schrecklichen zweiten Weltkriegs der Fall.

Ein Hoch auf die Jungfrau Gerdemie, den Bauer Gereon und den Prinzen Sven I. Ihr öffentlichen Meriten können sie erst im nächsten Jahr abholen. Dank auch an die ‚Altstädter‘.

Ich weiß, eins kann diese Pandemie uns Kölnern – aber auch den Düsseldorfer und das ganze Rheinland nicht nehmen, wir tragen den Karneval im Herzen

Kölle Alaaf und Düsseldorf Helau

Jean Pütz

(seit 40 Jahren Ehrenmitglied der Kölner Ehrengarde und seit zwei Jahren Ehrenmitglied der Düsseldorfer Weißfräcke)

 

05.11.20 Wasserstoff-Technologie – Energiequelle der Zukunft? Ja, allerdings mit überwindbaren Hürden!

Wasserstoff-Technologie – Energiequelle der Zukunft? Ja, allerdings mit überwindbaren Hürden!
Um die derzeit herrschende Euphorie rund um den Wasserstoff ein wenig ins rechte Licht zu rücken und mit der Realität zu konfrontieren, gebe ich Folgendes zu bedenken und liefere auch eine CO2-freie Alternative:
Methanol – vielleicht einmal der Treibstoff der Zukunft. Methanol lässt sich nicht nur aus dem Anbau von Energiepflanzen gewinnen – z. B. Mais, Zucker oder Getreide (das hätte den Nachteil, dass es in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht und den Anbau von Monokulturen begünstigt). Demgegenüber lässt sich Methanol aber auch CO2-neutral mit Hilfe der Energie der Sonne gewinnen. Zunächst wird es z. B. durch Elektrolyse mit Hilfe von Solarstrom der Wasserstoff als Gas gewonnen. Reiner Wasserstoff hat allerdings den Nachteil, dass er nur sehr umständlich gespeichert werden kann. Entweder unter hohem Druck oder indem er verflüssigt wird. Dazu bedarf es allerdings einer Temperatur weit unter 0°C, und zwar -252°C oder etwa 20°K. Schon die Elektrolyse hat keinen besonders hohen Wirkungsgrad, wenn man dann auch noch den Solarstrom zur Erzeugung der niedrigen Temperatur verwendet, ist die gesamte Energieausbeute sehr schlecht. Der flüssige Wasserstoff muss in aufwändigen Thermos-Behältern abgefüllt und transportiert werden. Auch das Verbreiten von Wasserstoff über die vorhandenen Erdgaspipeline hätte seine Tücken. Wasserstoff ist sehr flüchtig und dadurch müssen die Dichtungen des Erdgasnetzes extrem verbessert bzw. umgebaut werden, was sehr kostentreibend ist.
Aber es gibt eine interessante Alternative. Da spielt wieder die Sonnenenergie und noch zu entwickelnde spezielle Katalysatoren eine Rolle. Man kann auf diese Weise daraus Methanol gewinnen. Allerdings benötigt man dazu wiederum CO2, denn der darin enthaltene Kohlenstoff bindet die Wasserstoff-Atome an sich, so dass der Wasserstoff quasi auf elegante Weise verflüchtigt wird. Wenn dann auch noch das CO2 aus der Atmosphäre entnommen wird – was allerdings sehr aufwändig ist, oder aus recyceltem CO2 aus dem Abgas von nicht zu vermeidenden Verbrennungsmotoren oder mit Erdgas betriebenen Heizungsanlagen, dann ist es möglich, dieses Methanol völlig regenerativ und CO2-frei zu gewinnen.
Voraussetzung dafür allerdings ist, dass diese Wärmekraftmaschinen nicht ideologisch verteufelt werden. Schon allein deshalb, weil James Watt mit seinen ersten Dampfmaschinen dazu beigetragen hat, die Sklaverei abzuschaffen. Dadurch wurde die Arbeit – geleistet von Maschinen – viel billiger als Sklavenarbeit. James Watt verleihe ich allein schon deshalb postum nicht nur den Nobelpreis für Physik, sondern gleichzeitig den Friedens-Nobelpreis. Nur einmal ist dieser bisher an ein und dieselbe Person verliehen worden, nämlich an Linus Pauling, der sowohl den Nobelpreis für Chemie und gleichzeitig den für den Frieden als Mahner gegen die Atom- und Wasserstoff-Waffen erhielt.
Die logische Folgerung: Um das Klima zu retten bedarf es der absoluten Technologieoffenheit.
Jean Pütz