Archiv der Kategorie: Gedanken

Beruflicher Werdegang von Jean Pütz zu seinem neunzigsten Geburtstag – Glückauf !

Liebe Freunde,
der Herrgott, die Luxemburger Muttergottes und mein optimistischer Geist haben entschieden, dass ich immerhin 90 Jahre alt werden konnte.
Und das Leben macht mir auch heute noch so viel Spaß, dass ich hoffe, noch ein bisschen älter zu werden.
Ich habe mir auf dem berühmten Melatenfriedhof in Köln bereits ein Grab reservieren lassen – eine Gruft, in die außer uns noch 18 Zeitgenossen hineinpassen. Meine Familie und gute Freunde sind herzlich willkommen. Allerdings erst dann, wenn sie in die ewigen Jagdgründe gewandert sind. Die strikte Einhaltung der Menschenrechte war schließlich stets mein oberstes Gebot.
Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint – allerdings erst nach meinem zehnten Geburtstag. Vorher musste ich mit meinen Eltern die Nazizeit und die schrecklichen Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs ertragen. Ich weiß, was es bedeutet, bombardiert und beschossen zu werden und über Leichen zu klettern sowie miterleben zu müssen wie Vater und Mutter durch die Auswirkungen des Krieges praktisch alles verloren haben, was sie sich aufgebaut hatten.
Danach ging es bergauf, wobei mein Glaube an Gott immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt hat.
Später holte mich der WDR aus meiner Tätigkeit als Oberstudienrat an einer Berufsschule. Ich sollte dort die Redaktion Naturwissenschaft und Technik aufbauen. Das war das Glück meines beruflichen Lebens, denn so konnte ich mein didaktisches Wissen und meine Überzeugungen weitergeben.
Beruflich hatte ich zunächst ein Handwerk gelernt: Elektromechaniker – ein Beruf, der heute ungefähr unter den Begriff Mechatroniker fallen würde. Tatsächlich hat das Handwerk goldenen Boden, eine Weisheit, die mir meine Mutter immer wieder einflößte.
Das Ingenieurstudium und das Studium der Wirtschaftspädagogik haben mich an der Universität zu Köln geprägt. Als der WDR auf mich aufmerksam wurde, war ich bereits gefestigt.
Ich habe dem öffentlich-rechtlichen WDR viel zu verdanken. Man begriff dort sehr bald, dass ich ein wertebezogener Journalist war, und machte mir nie Vorschriften, die gegen meine innere Überzeugung gingen. Ich konnte meine Themen weitgehend selbst bestimmen.
Und diese Themen waren häufig ihrer Zeit voraus: Etwa der Übergang von der Elektronenröhre zum Transistor mit einer großen Sendereihe ( 1971) Das Begleitbuch „Einführung in die Elektronik“ wurde zum Bestseller. Auch die 13-teilige Sendereihe „Einführung in die Digitaltechnik“ (1974) übrigens begleitet von Wochenendseminaren, beschäftigte sich früh mit dem beginnenden digitalen Zeitalter.
Themen wie „Intelligenz in Miniatur “ (1977) oder „Fernsehen aus dem Weltraum“ (1980) wiesen auf technologische Entwicklungen hin, die zum Teil erst Jahre später unseren Alltag prägen sollten.
Mit 65 schickte mich die WDR-Bürokratie in den angeblichen Ruhestand. Ganz wollte man allerdings doch nicht auf mich verzichten. Immerhin konnte ich noch weitere drei Jahre als freier Wissenschaftsjournalist meine Überzeugungen kundtun.
Nach einem opulenten Abschiedsfest mit rund 600 Gästen engagierte mich anschließend das ZDF noch einmal für zwei Jahre. Auch dort konnte ich meine Gedanken und meine Hinweise an die Politik verbreiten.
Die Politik war für mich sowieso immer etwas ganz Besonderes. Mir war früh klar – und die Ergebnisse der PISA-Studien haben die Diskussion später noch verstärkt –, dass naturwissenschaftliche Bildung für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland von entscheidender Bedeutung ist.
Technologie wurde in der Vergangenheit zu einem entscheidenden Wohlstandsfaktor. Deutschland brachte bedeutende Erfinder und Ingenieure hervor, darunter Nikolaus August Otto mit der Entwicklung des Viertaktmotors, Rudolf Diesel und Werner von Siemens mit seinen Entwicklungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik. Sie und viele andere trugen dazu bei, dass deutsche Wissenschaft und Technik Weltruf erlangten.
Heute sehe ich diese Entwicklung mit Sorge. Besonders die deutsche Energie- und Industriepolitik habe ich über viele Jahre kritisch begleitet. Ich habe dabei jedoch nie nur kritisiert, sondern gleichzeitig Vorschläge gemacht, wie Entwicklungen meiner Ansicht nach anders gestaltet werden könnten.
Schon vor rund 20 Jahren habe ich vor einer ausschließlich auf batterieelektrische Mobilität ausgerichteten Strategie gewarnt. Meine Kritik am Elektroauto war dabei bewusst zugespitzt. Gleichzeitig habe ich auf mögliche Folgen für die deutsche Automobilindustrie hingewiesen inklusive der Arbeitsplätze.
Elektrofahrzeuge haben insbesondere in stark von Luftverschmutzung betroffenen Städten Vorteile, weil sie lokal keine Abgase ausstoßen. Für mich greift es jedoch zu kurz, daraus automatisch eine insgesamt umweltfreundliche Energiebilanz abzuleiten. Entscheidend ist die gesamte Kette – von der Energieerzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung.
Da ich nicht nur kritisieren, sondern Alternativen vorschlagen möchte, habe ich meine Überlegungen in meinem Buch „Wohlstand und Wirtschaftswachstum ohne Reue“ veröffentlicht.
Nun, zu meinem 90. Geburtstag, soll ein weiteres Buch erscheinen. Der derzeitige Arbeitstitel lautet:
„Wie wir fossile Energie global durch regenerative ersetzen können“
Darin beschäftige ich mich unter anderem mit der Rolle von Wasserstoff. Ich halte den Aufbau einer umfassenden Wasserstoff-Infrastruktur für außerordentlich aufwendig und plädiere deshalb für eine stärkere Nutzung von Methanol.
Meine Vorstellung ist, Methanol mithilfe regenerativer Energien insbesondere in sonnenreichen Regionen zu produzieren. Die dafür erforderlichen Photovoltaikanlagen könnten von Industrieländern bereitgestellt werden – auch als Beitrag gegenüber Ländern, die unter den Folgen der Kolonialzeit extrem gelitten haben.
Damit könnte Methanol aus meiner Sicht eine wichtige Rolle bei einer globalen regenerativen Energieversorgung spielen. Die bisherigen Maßnahmen reichen jedenfalls nach meiner Überzeugung nicht aus, um den weltweiten Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre zu stoppen.
Ein besonderes Kapitel verdient natürlich die Hobbythek.
Ich entwickelte sie 1974 als eine Art trojanisches Steckenpferd, um Wissenschaft für jedermann verständlich und interessant zu machen. Rund 30 Jahre lang lief sie in den dritten Programmen der ARD und beschäftigte mich sogar noch über meinen eigentlichen Ruhestand hinaus.
Bis heute werde ich von vielen Menschen auf diese Sendereihe angesprochen. Man identifiziert mich mit ihr, und mein Spruch
„Ich habe da mal was vorbereitet.“
ist gewissermaßen in die Fernsehgeschichte eingegangen.
Dabei verstand ich mich nie in erster Linie als Entertainer, sondern immer als engagierter Wissenschaftsjournalist.
Die Hobbythek entstand, weil ich schon damals der Meinung war, dass naturwissenschaftliches Wissen in unserer Gesellschaft zu kurz kommt. Sie sollte deshalb Wissenschaft in den Alltag holen. Die vielen Experimente und praktischen Lösungen sollten auch Menschen erreichen, die sich in der Schule mit Physik oder Chemie eher schwergetan hatten.
Genau darin lag für mich das Prinzip des „trojanischen Steckenpferdes“: Wissenschaft kam unterhaltsam sein – aber im Inneren der Hbbythek steckte jede Menge Grundlagen Wissen.
Wie wichtig naturwissenschaftliche Bildung ist, zeigen für mich auch die heutigen Diskussionen um die Ergebnisse der PISA-Studien.
Ein großer Teil unseres wirtschaftlichen Erfolges in Deutschland beruht auf Erkenntnissen der Naturwissenschaften und ihrer technischen Umsetzung. Deutschland war darin über lange Zeit führend, und auch unser Wohlstand ist zu einem erheblichen Teil darauf zurückzuführen.
Diese Lücke wollte ich mit der Hobbythek zumindest ein kleines Stück schließen.
Ich habe mich übrigens schon immer über die frühere Bezeichnung meiner WDR-Haupt -Abteilung gewundert, die sich „Kultur und Wissenschaft“ nannte. Wer das logisch analysiert, könnte schließlich zu dem Schluss kommen, Wissenschaft gehöre offenbar nicht zur Kultur.
Früher nannte man Deutschland das Land der Dichter, Denker und Erfinder. Ich hoffe sehr, dass wir nicht irgendwann nur noch von den Dichtern sprechen.
Und auch mit 90 ist für mich noch lange nicht Schluss.
Gemeinsam mit meinem Mitarbeiter Horst Minge haben wir die „Pützmunter-Show“ entwickelt. Demnächst feiern wir damit bereits das 250. Jubiläum. Sie ist besonders bei Jugendlichen und Kindern beliebt, aber auch viele Erwachsene kommen – und meist ist das Haus voll.
Mit zahlreichen Experimenten erklären wir physikalische und chemische Gesetze und ihre Grundlagen auf verständliche und unterhaltsame Weise. Mein Mitarbeiter Horst bereitet diese Experimente sorgfältig vor, sodass ich mich dann auf der Bühne austoben darf.
Am Ende gibt es nicht selten stehende Ovationen.
Und ich gebe zu:
So etwas tut selbst einem alten weißen Mann mit 90 Jahren noch ausgesprochen gut. 
Solange meine Neugier, mein Optimismus und mein Interesse an Wissenschaft und Technik erhalten bleiben, werde ich also weitermachen.
Denn 90 Jahre alt zu werden bedeutet schließlich nicht, dass man mit dem Denken aufhören muss.
Mein nächstes Buch mit dem Titel „Wie wir von fossilen Energien unabhängig werden“ erscheint zu meinem 90.Geburtstag 21.09.2026. Dies ist der Beweis.

Krisenbewältigung Deutschlands

Liebe Freunde,
Wir sind in einer großen wirtschaftlichen und politischen Krise und Sie wissen, dass ich mich auch im hohen Alter darum bemühe, diesem entgegen zu wirken. Alles was geschieht war vorauszusehen. Ich habe sowohl auf meiner Homepage, als auch meinen 100.000 Followern bei Facebook oft diese Gefahr geschildert. In meinem letzten Buch mit dem Titel „Wohlstand und Wirtschaftswachstum ohne Reue“ habe ich dieses zusammengetragen, inklusive der Lösungsmöglichkeiten. Der hoffnungsvolle Titel spricht für sich und ich meine, dass auch konkrete Lösungen, auch für die Klimarettung möglich sind. Da es auch in englischer Sprache erschienen ist, haben sogar die Vereinten Nationen unsere Lösungen mit dem Preis  „The Most Promising Solution Award Winner“ in der „Energy Efficency Category“ ausgezeichnet.
Aber Deutschland nimmt es immer noch nicht zur Kenntnis. Ich komme mir manchmal vor, wie Sancho Panza mit seinem Kampf gegen die Windmühlen. Aber jetzt habe ich einen Eintrag in dem Gästebuch meiner Homepage www.jean-puetz.net von einem engagierten Bürger erhalten. Dieser baut mich auf und veranlasst mich weiterzumachen. Den Eintrag möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Der Verfasser hat aufmerksam mein Buch gelesen.

„Heinrich L. Jakob

Wohlstand und Wirtschaftswachstum ohne Reue
Gratulation zu diesem Buch. Hoffentlich wird es ein Bestseller wie „Blackout“ von Marc Elsberg, der in der gesamten Energiewirtschaft zur Pflichtlektüre gehört. Es war längst überfällig, Mythen und Märchen im Zusammenhang mit Wasserstoff und Elektromobilität zu entlarven.
Die Frage stellt sich, warum sich niemand vorher solche Gedanken gemacht hat. Vielleicht geht es uns einfach noch viel zu gut, und der allgegenwärtige Wohlstand führt zu trägem Denken und Handeln. Im Orient heißt es: „Schwere Zeiten machen starke, gute Zeiten machen schwache Männer.“
Die noch viel drängendere Frage ist die, ob das Regierungsschiff zu einer Richtungskorrektur fähig wäre.
In China konnte nur ein öffentliches Amt bekleiden, wer die Mandarin Prüfung bestanden hatte. Mandarine waren Gelehrte, Richter und Beamte, die ihren Dienst in allen Bereichen der chinesischen Verwaltung versahen. Ihr Amt und die damit verbundenen Titel und Ränge wurden ihnen nach einer jahrelangen, elitären Ausbildung verliehen. Dabei waren sie einem rigorosen Auswahl- und Prüfungssystem unterworfen, das garantieren sollte, dass die Verwaltung des Landes nur durch die gelehrtesten und fähigsten Köpfe wahrgenommen wurde. Die Amtsausübung und -befähigung eines jeden Mandarins wurde regelmäßig streng kontrolliert. Im untersten Rang waren sie als Lehrer an Schulen tätig, in den höchsten Rängen waren sie einflussreiche wie vielrespektierte Verwalter, Berater und Gelehrte, aber auch Herolde und Diplomaten im Namen und Auftrag des Kaisers.
Politiker hierzulande brauchen keinen Qualifikationsnachweis. Minister sind meistens Quereinsteiger ohne Erfahrung im Ressort. Sie sind angewiesen auf die Expertise im Stab und Beratung von außen, sowohl von unabhängiger Stelle als auch von Interessensvertretern der Wirtschaft. Genau hier liegt der Hund begraben.
Alle Regierungssitze sind Paradiese für Lobbyisten. In Europas Hauptstadt Brüssel werden die Regeln für den größten Binnenmarkt der Welt bestimmt – kein Wunder, dass Interessengruppen versuchen, die Regeln mitzugestalten. Etwa 12.000 Lobbyisten sind in Brüssel registriert. Von den großen Verbänden wie der Chemie- und Autoindustrie bis zu Umweltgruppen, Nichtregierungsorganisationen und Denkfabriken sind alle vertreten. Keine Branche steckt so viel Geld in die Lobbyarbeit wie die großen US-amerikanischen Internet-Konzerne. An der Spitze liegt Meta, Betreiber der sozialen Netzwerke Facebook und Instagram, mit Lobby-Investitionen von zuletzt acht Millionen Euro pro Jahr. Gleich dahinter folgt der Chemiekonzern Bayer. Das Leverkusener Unternehmen ließ sich die Lobbyarbeit in Brüssel allein im Jahr 2022 sieben Millionen Euro kosten. Die Erfolge der Lobbyisten lassen sich von außen nur schwer beurteilen und noch schwerer nachweisen. Die Grenzen sind fließend – zwischen fragwürdiger Einflussnahme einerseits und andererseits fachlicher Beratung, die Kommissare und Abgeordnete für ihre Entscheidungen benötigen.  Ein Beispiel: Ende 2023 genehmigte die EU-Kommission die Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat für weitere zehn Jahre. Das kam für viele überraschend. Glyphosat ist ein Produkt von Bayer.
Quelle: https://www.tagesschau.de/europawahl/eu/eu-lobbyismus-100.html
In der öffentlichen Meinungsbildung spielen Sachargumente immer weniger eine Rolle. Ängste um Emotionen werden geschürt, um politische und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. In den U.S.A. erleben wir derzeit eine moderne Variante von Goethes Faust 2, wo Elon Musk Donald Trump unterstützt, um politisch an Einfluss zu gewinnen (wer ist hier Mephisto…?). Das ist die dreiste Steigerung von Lobbyismus , die Akteure lassen jede Maske fallen. Ein Volk ohne Recht auf eine qualifizierte Schulbildung durch öffentliche Einrichtungen ist mit eklatanten Defiziten an Lernen und Wissen den gerissenen Akteuren hilflos ausgeliefert. Hierzulande steuern wir zeitversetzt auf ähnliche Verhältnisse zu. Die Menschen beziehen ihre Meinung immer weniger aus seriösen Quellen sondern vertrauen auf (a)soziale Netzwerke, um sich bestätigt zu fühlen.
Wir leben in einer Welt des ANY FIVE – Any Information in Any form for Anyone at Any place at Any time.
Die traditionellen Kräfte haben Dynamik  und Einfluss dieser Entwicklung verschlafen, während Millionen Influencer sich mit Millionen „Followern“ eine goldene Nase verdienen und demokratiefeindliche und rassistische Parolen im Netz grassieren – zu einem nicht unerheblichen Teil aus Russland und China.
Doch hier liegt zugleich die Chance, zukunftsweisende Ideen in die Welt zu tragen, indem alle, die das Buch gelesen haben, die Menschen im näheren und weiteren Umfeld informieren und auch Möglichkeiten nutzen, Politiker zu sensibilisieren und Medienkontakte zu suchen.“

Der Autor dieses Schrift ist ein 77-jähriger Techniker aus Südhessen, der weiß, dass die Stunde geschlagen hat und hat mir für die Veröffentlichung seine Genehmigung gegeben. Ich sage herzlichen Dank!
Wenn Sie sich für das Buch interessieren, dann finden Sie in der Anlage den Klappentext. Als Paperback ist es durchaus erschwinglich und in allen Buchhandlungen zu finden, aber Sie können es auch in gut sortierten Bibliotheken ausleihen.
Hier ein Link zu meinem Facebook Beitrag mit vergleichbarem Thema

https://www.facebook.com/share/v/caJZwt9T1sekweDW/

Herzliche Grüße
Ihr Jean Pütz

Eine Ode an die Demokratie

Diesen wunderbaren Beitrag habe ich bei Facebook erhalten, auf meinen Wunsch, dass unsere Demokratie die Stürme der jetzigen Zeit übersteht.

Andreas L. schrieb am 3.10.2024:

Zum Tag der Deutschen Einheit
Hallo Jean, ein dickes Danke für den Mann der mich seit meiner Kindheit mit seinen leicht aufbereiten Ideen fasziniert hat, eine tiefe Verneigung vor deinem Lebenswerk. Demokratie ist das Glück unseres Lebens, daraus resultierte unser tolles Leben, keine Frage. Ich bin noch immer der Meinung wir werden in Deutschland die richtigen Wege finden, aber es braucht wohl noch etwas Zeit. Ich mache mir weiterhin “ meine kleine Welt wie sie mir gefällt“ weil ich einfach zufrieden damit bin. Keine Angst vor Veränderung, schaut es euch an und macht das beste für euch daraus, Angst ist der denkbar schlechteste Ratgeber. Verzweifle bloß nicht, gib Ihnen einfach noch etwas Zeit, liebe Grüße, bleib gesund und nutze deine Zeit wir haben nur noch begrenzt davon.

Mein Buch: Wohlstand und Wirtschaftswachstum ohne Reue

Überall im Buchhandel. ISBN 978-3-98674-084-9

Zum Inhalt:
Jean Pütz hat mit diesem Buch ein besonderes Anliegen. Er möchte zur Klimarettung maßgeblich beitragen, ohne den Wirtschaftsstandort Deutschland und damit den Wohlstand der Deutschen zu gefährden. Er setzt dazu auf Konzepte abseits des Mainstreams. Dabei redet der Wissenschaftsjournalist Klartext – wie es sein Millionenpublikum von seinen Fernsehsendungen und in den sozialen Medien gewohnt ist. Er nimmt hierbei keine Rücksicht auf die sogenannte „Political Correctness“. Viele von der Politik propagierte Maßnahmen stuft er als populistisch ein, und lehnt sie strikt ab, weil sie nicht zum Ziel führen. Aber er belässt es nicht bei der Kritik. Seite für Seite zeigt er konkrete Wege auf, um Deutschland aus dem Energie-Schlamassel herauszuholen und wieder auf Kurs zu bringen. Dabei hat er die ganze Welt im Blick und gibt globale Antworten auf die Klima- und die Energiefragen unserer Zeit. Denn nur der globale Ansatz kann zum Ziel führen. Dabei zieht er „wie das Kaninchen aus dem Hut“ einen regenerativen Energieträger, der weltweit Akzeptanz finden und Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzen kann. Sein Credo lautet: Es kommt auf die Defossilisierung an, weniger auf die Dekarbonisierung. Als Co-Autor hat er sich den bekannten Wirtschaftsjournalisten Andreas Dripke zur Seite geholt – eine erfolgreiche Symbiose nach dem Motto „1+1 ist mehr als 2“.

     

 

Prolog: Dekarbonisierung NEIN – Klimarettung JA !

Zunächst eine ganz persönliche Bemerkung: Seit meinem Studium der Ingenieurwissenschaften verfolge ich das Thema Energie. Das hatte auch praktische Gründe, denn fast jede physikalische Formel berücksichtigt das entscheidende Naturgesetz von der Erhaltung der Energie.
Es erleichtert einem das Verständnis einer Formel. Das hat mich immer fasziniert.
Leider legt in den Schulen, das heißt Gymnasium, Gesamt- und Fachschulen, Berufsschulen und so weiter, niemand viel Wert auf die drei wichtigen Grundsätze der Thermodynamik.
Obwohl diese als Voraussetzung für alles physikalische und chemische zu sehen sind. Wie gesagt der erste Hauptsatz beschreibt die Tatsache, dass niemals in einem geschlossenen System Energie verloren gehen kann.
Mindestens alle 14 Tage in meiner Zeit als wissenschaftlicher Gruppenleiter im WDR, bekam ich ein Schreiben, wo jemand mir ein Perpetuum mobile vorstellen wollte. Da ist auch viel Geld vergeudet worden. Der Fehler war, dass man immer von den Kräften ausgegangen ist. Das berühmte Rad von Leonardo da Vinci lässt sich nur begreifen wenn man diesen ersten Hauptsatz der Thermodynamik als Voraussetzung nimmt.

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, wird meist überhaupt nicht verstanden, die Formel ist zwar simpel aber was dahinter steckt wird selten gelehrt. Es geht nämlich darum dass aus Unordnung nicht ohne weiteres Ordnung entstehen kann. Wärme ist Unordnung par excellence, das heißt die Moleküle bewegen sich völlig ungeordnet in ihrem Bereich.
Noch unverständlicher ist, wenn man den Fremdbegriff erwähnt, die sogenannte Entropie. Sie beschreibt den Grad der Unordnung den ein bestimmtes System besitzt. Nun ist leicht verständlich und auch emotional sofort präsent, dass aus Unordnung nicht ohne weiteres Ordnung entstehen kann.
Wenn ihr Kind ihren Schreibtisch abräumt, dann haben sie zwei Strategien. Sie warten darauf bis ich das selbst ordnet, oder aber sie machen sich die Mühe jedes einzelne Objekt vom Boden aufzuheben und wieder an den im gebührenden Platz zu legen.
Auf das Weltall bezogen bedeutet das, dass alles nach zunehmender Unordnung strebt. Also die Entropie nimmt immer weiter zu.

Interessanterweise ist auf der Erde ein Prozess im Gange, den man als Schöpfung bezeichnen könnte. Aus der Unzahl von Elementen die vor Milliarden Jahren entstanden sind. Das ist sehr übersichtlich im Periodensystem festgehalten.
Jeder Organismus, z.B. eine Pflanze, ist in der Lage chemische Verbindungen aufzugreifen. Dafür ist aber Energie erforderlich, und zwar nimmt die Pflanze diese aus der Sonne, mit Hilfe des Chlorophylls.
Auch die hören Lebewesen sind so entstanden. Stets ist es die DNA die wohl die Erfindung der komplexen Natur geschaffen hat.
Es ist die sogenannte Doppelhelix die vor allen Dingen beim Aufbau der DNA notwendig ist. Dafür benötigen die Menschen Energie die mit unserer Nahrung aufgenommen wird und die uns sogar ermöglicht, mechanische Arbeit zu leisten.

Energie ist also die Fähigkeit Arbeit zu erbringen, z.B. einen Tisch hochheben zu können. Erst wenn wir die Leistung einsetzen und den Tisch bewegen dann wird Arbeit erforderlich. Die Leistung wird in Watt oder Kilowatt ausgedrückt, die Arbeit allerdings in Kilowattstunden. Diese Stunden bedeuten über welchen Zeitraum die Leistung erbracht wurde. Das ist dann ein Mengenbegriff, den wir – wenn wir sie aus dem elektrischen Netz beziehen – auch bezahlen müssen.

Bleiben wir bei der menschlichen Arbeit. Sie bedeutet, dass bestimmte Moleküle in eine exakte Richtung bewegt werden. Dabei wird uns ungewollt warm, das heißt um mit unseren Nährstoffen, die völlig ungeordnet sind, Bewegung zu erzeugen wird eine bestimmte Wärmeenergie frei.
Und dieses Spiel zwischen Wärme und Bewegungsenergie, auch kinetische Energie genannt, bestimmt im Grunde genommen alles was wir unter Physik und manchmal auch unter Chemie verstehen. Die Unterscheidung zwischen ordentlicher und chaotischer Energie ist ein wichtiges Kriterium zum Verständnis dieses ganzen Komplexes. Eins können wir festhalten. Die unordentliche Wärmeenergie ist wesentlich aufwendiger als die ordentliche Bewegungsenergie. Nur ein kleines Beispiel: Wenn Sie morgens einen Liter Tee oder Kaffeewasser im elektrischen Kocher zubereiten, dann können Sie mit der gleichen Energiemenge vier bis fünf normalgewichtige Menschen mit Gepäck 100 Meter hoch in einem Aufzug bewegen also ca. 33 bis 35 Stockwerke.

Der enorme Energieaufwand zur Erzeugung von Wärme wird immer unterschätzt. Wenn wir Wärme umwandeln wollen in Bewegungsenergie, dann kommt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ins Spiel. Bei der Umwandlung von Unordnung in Ordnung, entsteht ein erheblicher Energieaufwand, der z.B. in Wärmekraftwerken in den Kühltürmen ungenutzt in die Atmosphäre entweicht. Durch sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung kann man diese Wärme aber dann z.B. zum Heizen von Wohnungen durch sogenannte Fernwärme einsetzen.
Dafür muss das Kraftwerk aber relativ nah an den Verbrauchern gebaut sein. Denn bei mehr als 30 km wird es unwirtschaftlich die Wärme durch isolierte Rohre zu verteilen.

Weil es eben so schwierig ist Unordnung in Ordnung zu bringen, konnten die Menschen in der Vergangenheit nicht über Maschinen verfügen die Ihnen die Arbeit erleichtern könnten. Sie haben zwar auch versucht Tiere also Elefanten, Büffel, Pferde und so weiter als „Arbeitsgeräte“ einzusetzen. Diese waren jedoch verständlicherweise schnell überfordert.
Allerdings haben dann bestimmte Kreise ihre Macht ausgenutzt um Menschen, die bestenfalls 0,5 bis 0,7 Kilowatt leisten können, als Sklaven zu verheizen.

Die riesigen Kunstwerke die wir aus dem Altertum bewundern, wurden meist mit extremer Sklavenarbeit errichtet, dazu gehören die Pyramiden der Ägypter, der Mayas und der Azteken.
Besonders grausam war nach der Entdeckung Amerikas durch die Europäer die Verschiffung Millionen von Afrikanern durch Zusammenarbeit zwischen Arabern und Europäern. Die Hälfte dieser Menschen kam auf den Segelschiffen um, mit denen sie regelrecht verfrachtet wurden. Erstaunlich, dass in einer solchen Zeit die Philosophen die Menschenrechte entdeckten. Das waren Menschen die durch brutale Machtausübung, Arbeit auf Baumwoll- und Zuckerrohr-Feldern verrichten sollten, ohne für ihre Arbeit entlohnt zu werden. Bei gleichzeitig katastrophaler Ernährung.

Aber auch die Europäer mit ihren Kolonien übten Verbrechen aus, die heute als Völkermord bezeichnet werden können. Auch hier waren es wieder die Einwohner die als Sklaven verheizt wurden, ohne Mitleid und Mitgefühl.
Aber auch in Europa, wo die meisten Staaten die Sklaverei abgeschafft hatten, gab es nur für Adlige und eine wirtschaftliche Oberschicht auf Kosten der normalen Armenbevölkerung ein menschenwürdiges Auskommen. Zumindest die Handwerker und Kaufleute konnten sich durch ihre Zünfte einigermaßen von diesen Verhältnissen befreien. Es entstanden Manufakturen mit Arbeitsplätzen, die ein einigermaßen angemessenes Auskommen ermöglichten.

Auch die ersten Fabriken entstanden dort wo man z.B. die Wasserkraft nutzen konnte. Sie beruht ja auf der Schwerkraft bzw. Gravitation und war eine sogenannte ordentliche Energie. Das heißt, sie konnte mit Mühlrädern direkt genutzt werden. Gleiches gilt für die Ausnutzung der Bewegungsenergie des Windes bei den vielen Windmühlen. An Ort und Stelle, entstand auch eine Art Industrie die den Menschen Arbeit und Brot lieferte. Jedoch, die Energie ließ sich nicht transportieren.

Das wurde erst möglich, als James Watt die Dampfmaschine erfand. Also ein Verbrennungsmotor, der die unordentliche Wärme verwandeln konnte in ordentliche Bewegung und mechanische Arbeit. James Watt verleihe ich übrigens nicht nur posthum den Nobelpreis in Physik sondern auch den Friedensnobelpreis. Ich bin ganz sicher dass ohne seine Erfindung die Sklaverei heute noch, Moral hin Moral her, nicht von den zivilisierten Völkern abgeschafft wäre. Deshalb der Friedensnobelpreis. Die Maschinenarbeit wurde einfach unverhältnismäßig preiswerter als einen Sklaven ernähren zu müssen. Die Dampfmaschine machte die Industrialisierung möglich die vor allen Dingen dort entstand wo fossile Energie zur Verfügung stand. Also Braun- oder Steinkohle. Riesige Industrie-Reviere entstanden zunächst in England, anschließend in Deutschland. Besonders im Ruhrgebiet mit Hunderttausenden von Arbeitsplätzen. Die Konsequenzen sind bekannt. Die Industriearbeiter lebten zunächst unter sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen. Karl Marx verdanken sie es, dass aufgrund seines berühmten Spruchs: „Proletarier alle Länder vereinigt euch“, Parteien und Gewerkschaften entstanden sind die auch der Arbeiterschaft Druckmittel verschafften.

Dann wurde eine neue Energie salonfähig: Die Elektrizität. Mit ihr wurde es möglich Energie überall dort verfügbar zu machen wo sie ohne große mechanische Installation benötigt wurde. Dank der Erfindung des elektrischen Motors. Aber auch über Wärmekraftmaschinen konnte man mit Hilfe eines Generators beliebig viel elektrische Energie mit hohem Leistungsvermögen erzeugen. In Form von transformierter Hochspannung konnte die elektrische Energie über weite Strecken transportiert werden. Die elektrische Energie ist ähnlich wie die mechanische Energie eine ordentliche Energie, denn die Ladungsträger im Draht bewegen sich alle in die gleiche Richtung. Der Elektrizität verdanken wir auch in unserem Privatleben enorme Erleichterungen. Gedankenlos können wir heute alle möglichen mechanischen Haushaltshilfen nutzen: Staubsauger, Waschmaschine und so weiter.

Ebenso Werkzeugmaschinen die nach dem Motto, selbst ist die Frau oder der Mann zum Teil den Handwerker ersetzen. Um der Bequemlichkeit Willen haben sich auch der Elektroherd und viele wärmeerzeugende Einrichtungen durchgesetzt. Obwohl es nicht besonders sinnvoll ist unordentliche Wärme mit ordentlicher Energie zu erzeugen.

FOCUS mit Jean Pütz: Ein umfassendes Konzept zur globalen regenerativen Energieversorgung

Erstaunlich, wie sich die Presse gegenseitig ergänzt. Zunächst berichtete BILD-Zeitung in ihrer nationalen Ausgabe über meine Methode, wie es mir gelungen ist, mit meiner Familie CO2-neutral – gerechnet über das ganze Jahr im Durchschnitt – zu leben. Ich bedanke mich, dass dem Journalisten Nico Noelken das gelungen ist. Hilfreich waren auch die vielen Fotos. Er hat sogar differenziert darüber geschrieben, dass ich eigentlich ein Grünen-Sympathisant war, insbesondere, was ihre Bemühungen anbelangt, die Umwelt, d. h. Luft, Erde und Gewässer zu verbessern, inkl. Bewahrung der Artenvielfalt. Ich kritisiere allerdings heute ihr Umgang mit dem notwendigen Klima-Wandel. Das zeugt von einer extremen Unwissenheit bzgl. der naturgegebenen Gesetzmäßigkeit inkl. geringe Schwarmintelligenz in Sachen Technologie.
Dieses werfe ich den ‚Grünen‘ vor, mache stets aber auch Lösungs-Vorschläge. Die herrschende Political Correctness-Manie vieler Wissenschaftler, vieler wissenschaftlichen Institute und öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten beunruhigt mich. Z. B. vermeidet  die Redaktion des WDR-Fernsehen ‚Wissenschaft und Technik‘, die ich selbst 1969 gegründet habe, mich zu konsultieren, weil sie vermuten, dass ich mit meinem Wissen nicht zu bändigen wäre und genau deshalb gegen dieses gebotene Prinzip verstoßen würde. Ich versuche, jedermann zu informieren, nicht nur mit meiner wissenschaftlichen Homepage, sondern auch über Facebook mit immerhin über 95.000 Follower. Facebook habe ich deswegen gewählt, weil es da ermöglicht wird, ein Thema umfangreich mit allen Facetten darzustellen, was z. B. über Linkedin oder Twitter usw. nicht möglich ist.
Nun hat der renommierte FOCUS-online, wahrscheinlich ausgelöst durch BILD, meine Aktivitäten aufgegriffen und sehr objektiv dargestellt. Das veranlasst mich den Wort-Text Ihnen, meine lieben Besucher meiner Homepage, nicht vorzuenthalten. Ich weiß, über mich geistern viele Vorurteile über mich in Medien und Köpfen vieler Bürger, auch wenn ich bei Facebook meistens eine Zustimmung über 95% erreiche, und ein Diskussionsforum sondergleichen initiiert habe (immerhin mit fast zu 700 schriftlichen Kommentaren meiner Abonnenten), werde ich immer noch in die extrem rechte oder linke Ecke verfrachtet. Dabei versuche ich nur, wie es in meinem Obertitel heißt, der Vernunft eine Chance zu geben. In meinen 86 Jahren Lebenszeit begann ich als schlechter Schüler, lernte das Handwerk des Elektromechanikers – heute Mechatroniker – malochte als Mann für alle elektrischen Fragen in einem Luxemburger Eisen- und Stahl-Hüttenwerk (Esch-Belval), wurde 1959 in Köln an der dortigen staatlichen Ingenieur-Schule Elektroingenieur und übte diesen Beruf 1,5 Jahre in einem Entwicklungslabor für elektrische Schaltgeräte aus. Nach externen-Abitur studierte ich 6 Jahre an der Universität zu Köln fürs Lehramt Physik und Mathematik. Nach zwei Staatsexamen wurde ich in kürzester Zeit Oberstudienrat. Weil ich parallel dazu empirische Soziologie studierte, berief mich der WDR im vier Jahre zuvor gegründeten WDR-Fernsehen zum Gründer der Redaktion Wissenschaft und Technik. Ich wurde Redaktions-Gruppenleiter und übte dieses Amt 34 Jahre mit großer Zustimmung von Zuschauern und Vorgesetzten aus.
In dieser Zeit hat sich das Wissen um Technologie und Wissenschaft mindestens verfünfzigfacht. Meine Aufgabe, die ich mir selbst gesetzt hatte war, auch den normalen Menschen daran teilnehmen zu lassen. So entstand auch die ‚Hobbythek‘ als ‚trojanisches Pferd‘, um jedermann zu zeigen, dass Wissen um Wissenschaft enorme persönliche Vorteile bringt, aber auch um die Bedeutung der Wissenschaft und Technologie in unserer Zeit jedem demokratischen Wähler bewusst zu machen, dass das viele Geld, welches der Staat dafür ausgibt, dringend notwendig ist. Wenn ich die heutige Entwicklung betrachte, scheine ich versagt zu haben. Noch nie war die Schwarmintelligenz der Deutschen in Sachen Naturwissenschaft und Technik so gering, was dem Populismus mancher Parteien sehr begünstigt, eine große Gefahr für unsere Demokratie.
Für mich ist diese zwar keine ideale Staatsform, aber unserem genialen Grundgesetz verdanken wir immerhin über 75 Jahre funktionsfähige Zuversicht, ich hoffe, dass das auch so bleibt und der Populismus sie nicht langfristig zerstört. Ein Auto ist nicht nur deswegen ökologischer Fortschritt, weil es keinen Auspuff mehr besitzt, und Wunschdenken kann keine Naturgesetze aushebeln. Technischer Fortschritt muss dies dringend berücksichtigen, Wachstum ist nur noch akzeptierbar, wenn er auf regenerativen Energien aufbaut und bezahlbar ist. Darum geht es in der Zukunft
Jean Pütz
(FOCUS) – Die Ziele der Grünen teile Jean Pütz „ausnahmslos“. Dennoch machte der Kult-Moderator seinem Ärger über die „Grünideologen“ nun in einem Interview Luft.

Jean Pütz hält den bisherigen Weg der Grünen und vieler Klima-Aktivisten für falsch. „Für die Klimarettung reicht es nicht, Verbotsideologien zu verkünden“, erklärte der Moderator und Wissenschaftsjournalist gegenüber der „Bild“.

Technologie sei im Hinblick auf alle Energieprobleme ein wichtiger Faktor, so Pütz: „Die Grünen machen die Industrie in Deutschland kaputt. Sie meinen, durch Wunschdenken die Naturgesetze aushebeln zu können.“

Nichtsdestotrotz seien nicht alle Vorschläge der Partei sinnvoll – etwa in Bezug auf Autos: „40 Prozent des CO2-Aufkommens entsteht durch Gebäude. Private Pkw sind für nur sechs Prozent verantwortlich“, behauptete er.

Ein Verbot bestimmter Wagen sei deshalb nicht zielführend: „Das trifft nur die kleinen Leute. Demnächst kann sich der Normalbürger kein Auto mehr leisten. Mag sein, dass das von Grünideologen so gewünscht ist.“

„Deutschland opfert sich auf Kosten der kleinen Leute“

Der in Luxemburg aufgewachsene Physiker und Mathematiker empfehle Aktivisten, „sich die Zeit zu nehmen und sich Fachwissen anzueignen“. Er selbst lebe CO2-neutral auf einem ehemaligen Bauernhof im Bergischen Land und wolle so mit gutem Beispiel vorangehen.

Im Hinblick auf den Klimawandel halte der frühere „Hobbythek“-Moderator es zudem für besonders wichtig, über den Tellerrand zu schauen: „Europa ist nicht der Nabel der Welt. Deutschland opfert sich auf Kosten der kleinen Leute. Schwellenländer müssten mit in das Boot der Klimarettung integriert werden.“

Faktenchek aus der Zeitschrift Wirtschaftskurier

Mich erstaunt, dass ein Bericht der BILD-Zeitung über meine Bemühungen, CO2 zu leben, zu einer Menge von Berichten in der deutschen Presse geführt hat. Z. B. der renommierte Wirtschaftskurier, hat einige meiner Thesen – auf Facebook veröffentlich – aufgegriffen und als Faktencheck veröffentlicht hat. Erfreulicherweise. Er bestätigt vieles gegen den Mainstream, bei einigem hat er widersprochen. Das veranlasste mich, einen ausführlichen Gegenbeweis an die Redaktion zu verfassen.

Jean Pütz

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Jean Pütz. Im Moment bin ich in Italien. Freunde haben mir den Link zu Ihrem Faktencheck zugesandt, den offenbar Focus-online veröffentlicht hat. Gestatten Sie mir, dass ich dazu einiges richtig stellen möchte, Fakten stellen ist das erste, was ich in meinem Beruf gelernt habe. Dabei kommt es bei der Klimarettung nicht auf Werte hinter dem Komma an. Im Übrigen kritisiere ich nicht nur, sondern mache auch Vorschläge, wie die Gesetze verbessert werden können, die zwar richtige Ziele setzen, aber der Weg sie zu erreichen, dem Wunschdenken entspricht.
1. Also zunächst einmal, zu Ihrer Überschrift: ‚Grüne machen Industrie kaputt‘ stimmt nicht ganz. Ich meine damit nicht die ‚Grüne-Partei‘, sondern die ‚Grün-Ideologen‘, egal in welcher Partei, die schöngeistig gebildet keine Ahnung haben, welche Wirkungen und Risiken bestimmte in Klimakonferenzen formulierte Zeile verlangen, ohne naturwissenschaftliche, technologische und insbesondere soziologische Gesetzmäßigkeiten vernachlässigen. Vielfach werden bei uns die Industrien abgebaut, die fröhliche Auferstehung in Ländern feiern, die nicht so pedantisch diese Grenzwerte ernst nehmen. Da erinnere ich nur an die vielen Industrieeinrichtungen, die z. B. China aus Deutschland importiert hat. Ich meine damit nicht nur die Eisen-Industrie, sondern auch die chemische und Automobil-Industrie. Als Beispiel sei Daimler genannt, die ihre Verbrennungsmotoren nicht in Deutschland herstellen, sondern in China, obwohl sie ihre Profite hauptsächlich mit herkömmlichen Kraftfahrzeugen erzielen. Trotz Milliarden-schwerer Subventionen machen sie in Deutschland mit den Batterie-schweren Autos Defizite.
2. Von wem hat Ihr Autor die Information, dass der gesamte Verkehrssektor mehr CO2-Ausstoß verursacht als der, den wir zur Wärme- und Kälte-Erzeugung in unseren Gebäuden.
1990 habe ich in der ARD-Reihe ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ zwei Sendungen unter mit Titel ‚Der Sonne eine Chance‘ produziert, dass der CO2-Austoß in den Gebäuden damals, also vor mehr als 33 Jahren, mehr 40%  betrug. Heute sind es immer noch 35%. Der Autor zitiert Institute, die mir nicht sehr glaubwürdig erscheinen, denn leider finden sich auch viele Wissenschaftler, die, angewiesen auf staatliche Unterstützung sind, die dem Prinzip Political Correctness logischerweise folgen müssen. Das möchte ich nicht verallgemeinern, doch ich bin nicht der einzige, der die Gefahren erkannt hat.
Jedenfalls habe ich Werte, dass der Verkehrssektor max. 12-14% CO2 produziert. Aber darauf habe ich mich gar nicht berufen, sondern nur auf den Anteil unserer privaten Kraftfahrzeuge, der beträgt maximal 6-8% Anteile am CO2-Ausstoß.
Ihr Autor berichtet auch, dass es möglich sei, ab 2030 80% des Stroms regenerativ zu erzeugen. Dann soll er mir bitte einmal sagen, wie der steigende Bedarf, die der Elektrizität von den ‚Grün-Ideologen‘ zusätzlich aufgebürdet werden in Zeiten, in denen Sonne und Wind uns nicht den Gefallen tun, gespeichert werden soll. Einfache Denker meinen, das könnte man mit Batterien machen, also elektro-chemisch, dann nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass alle Elektro-Ingenieure, der  auch ich einer bin, das als Wolkenkuckucksheime an, denn es handelt sich um Tausende von Terawatt-Stunden. Rationell lassen sich diese nur von riesigen Pumpspeicherwerken liefern, die höchstens in Hochgebirgen möglich sind. Das ist in Deutschland schon wegen der Topographie und der zu erwartenden Bürgerinitiativen illusorisch.
Vielleicht hat er nicht berücksichtigt, sondern eine weltweite Klimapolitik im Blick habe. Deutschland und Europa ist nicht der Nabel der Welt. Wenn es uns nicht gelingt, die Dritte-Welt-Länder mit einzubeziehen, die notwendigen Investitionen in eine Infrastruktur im regenerativen Zeitalter finanziell zu ermöglichen, und zwar global, auch in aufstrebenden Volkswirtschaften, in Augenhöhe mit den Industrieländern, bleibt unser Opfer für die Klimawende sowieso völlig umsonst.
Bitte lesen Sie dazu meinen Beitrag in der Anlage zum Thema regenerativer Welt-Energieträger Methanol in der Anlage.
Besonders lege ich Ihnen ans Herz meine Facebook-Beiträge, die meine 95.000 Follower bei einer Reichweite von 300.000 bis über 500.000 mit Tausenden von persönliche, schriftlichen Kommentaren begleiten. Dazu bitte ich Sie, insbesondere die Texte meiner beiden Links zu konsultieren, das frei-moderierte Video ist nur Beiwerk:
Das sind nur zwei Beispiele von mittlerweile über 400 Kommentaren unter Titel: ‚Der Vernunft eine Chance‘, in denen ich nicht nur Widersprüche in Politik, Technologie und Gesellschaft aufweise, ohne persönliche finanzielle Interessen. Deshalb erteile ich Ihnen auch für alles mein copyright,
So nebenbei arbeite ich jeden Tag an der Aktualisierung meiner Homepage:  www.jean-puetz.net , die ich als persönliche Hinterlassenschaft meiner 50-jährigen Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist unterhalte, mit einer KI-Suchfunktion – ähnlich wie Wikipedia. Damit möchte ich meine Arbeit bei ARD und WDR fortführen, und zwar Wissenschaft für jedermann zu vermitteln. Die ‚Hobbythek‘ war nur ein ‚trojanisches Steckenpferd‘ zum Begreifen im wahren Sinne des Wortes, dass Wissenschaft unentbehrlich ist und wir aus dem Wissen persönliche Vorteile erzielen können, ich habe als Elektromechaniker in einem Eisen- und Stahlwerk begonnen.
Mag sein, dass ich versagt habe, denn es ist mir nicht gelungen, die Schwarmintelligenz der Deutschen in Wissenschaft und Technik nur einen Deut zu verbessern, so kann der Populismus der Parteien unkontrolliert durch die Bürger seinen Lauf nehmen. Es reicht zu zeigen, dass ein Auto keinen Auspuff hat, schon wird es für die Zukunft als ökologisch deklariert. Wärmeerzeugung wird immer noch verniedlicht, obwohl wir mittlerweile ja erkannt haben, dass die Energie die treibende Kraft darstellt. Mit dem Strom, den ein elektrischer Kocher benötigt, um 1 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, kann man einen Aufzug mit 5 Personen und Gepäck 5 Stockwerke hochtransportieren. Der Unterschied zwischen unordentlicher Wärme und ordentlicher Energie zur Unterstützung von menschlicher Arbeit, Bewegung und Elektrizitäts-Erzeugung ist den wenigsten Menschen bewusst, doch es gibt ein wichtiges Gesetzt, welches in den Schulen viel zu nachlässig behandelt wird: das 2. Gesetzt der Thermodynamik, das im Grunde genommen besagt, dass aus Unordnung nicht ohne weiteres ohne Hilfsmaßnahmen, Ordnung entstehen kann. Deshalb hat James Watt die Dampfmaschine (Verbrennungsmotor) so spät erfunden, die bewirkte, dass Maschinenarbeit viel billiger als Sklavenarbeit wurde.
Wenn Sie wollen, können Sie mich unter folgender Telefon-Nr. erreichen: 0178 39 33 888 erreichen, damit wir einen Termin ausmachen können.
In der nächsten Woche bin ich in Karlsruhe, wo uns Wissenschaftsjournalisten die Möglichkeit der Geothermie gezeigt wird. vielleicht hilft das, den Wärme-Energiebedarf unserer Gebäude auf realistische Fundamente zu stellen.
Ihr Jean Pütz

Aus dem Gästebuch – Ein Hoch auf die Hobbythek

Sehr geehrter Jean Pütz,

vor vielen Jahren haben Sie viele wunderschöne Sendungen Hobbythek moderiert und gute Projekte angeregt, z. B. in Costa Rica. Ich habe sehr viel davon übernommen, z. B. das Waschmittel Baukastensystem und das wunderbare Teebaumöl, dass ich immer noch kaufe und verwende. Leider sind viele Hobbythek-Läden aufgegeben worden, weil die Menschen sich lieber im Supermarkt der Werbung hingegen und dort kaufen. Wir sind damals nach Nürnberg gefahren und haben Kanister-weise, je 60 Liter, die einzelnen Komponenten Ihres Waschmittels geholt und unsere Bekannten und Freunde – viele junge Mütter – haben bei uns das Baukastensystem gelernt und immer nachgefüllt und keinen Müll produziert. Inzwischen ist vieles eingeschlafen und die wenigsten achten auf die Umwelt. Die Politik wirds schon machen. Man sieht es ja, die Großkonzerne haben die Macht. Gestern ist auf NDR ein Film über die Waschmittelindustrie gekommen und was alles inzwischen neu auf dem Markt ist, und dass es immer giftiger für unser Wasser wird. Wir werden verblödet, damit wir alles kaufen. In den Flüssigwaschmitteln ist Plastik drin, das müssen sie sich mal vorstellen. Wir achten (auch meine Kinder) sehr auf die Umwelt. Erziehung und Vorbild ist alles.

Ich bin jetzt 66 Jahre und heuer in Rente. Habe weder Computer noch Handy und bin glücklich damit, sonst hätte ich überhaupt keine Zeit mehr, weil man sonst ständig vor diesen Geräten sitzt. Auch möchte ich Ihnen danken für ihre wunderschöne Sendungen und ihren Super-Kaffee aus Costa Rica und der Aufforstung des Regenwaldes und das Wissen, dass Sie uns durch Ihre Sendungen vermittelt haben. Es bleibt mir im Gehirn eingepflanzt.

Hoffentlich geht es ihnen noch gut und sie können ihr Leben genießen. Aus den Medien habe ich mal erfahren, dass sie noch mal Nachwuchs bekommen haben. Genießen Sie es, die Kinder werden so schnell groß. Wir haben auch einen Enkel mit 24 Jahren, der damals unbedingt bei uns auf die Welt wollte.

Alles erdenklich Gute für Sie und Ihre Lieben

Herzliche Grüße von Elsa Sch.

Der karnevalistische Fußabdruck von Jean Pütz

Als ich das Licht der Welt erblickte, war mein Vater in der Karnevalssession 1936/1937 im Kölner Dreigestirn die Jungfrau Josefa. Damit bin ich einer der wenigen Männer, die von einer Jungfrau geboren wurden.

Hier der Link der damaligen Proklamation

Er war vor dem zweiten Weltkrieg der letzte Mann, der diese Rolle ausüben konnte. Danach wurde sie von Frauen übernommen, da Hitler der Meinung war, dass diese Verkörperung von Männern als Frau ekelhaft sei. Wir überlebten den Krieg, aber mein Vater verlor seine damalige Existenzgrundlage als Bierbrauer. Die Familie zog in die Heimat meiner Mutter nach Luxemburg. Aber Köln wurde nie vergessen.

So kam ich 1956 nach Köln zurück an die Nikolaus-Otto-Ingenieurschule und machte dort meinen Diplomingenieur für Starkstrom- und Nachrichtentechnik. Hier bekam ich meine erste Ehrung, und zwar wurde ich Ehrenmitglied bei der Ehrengarde Köln und musste meinem Vater stets darüber berichten. 1987 wurde mein Vater von der Ehrengarde eingeladen zum Jubiläum seiner 50jährigen Jungfrauenschaft. Er durfte mit dem Dreigestirn den Rosenmontagszug erleben. Er behauptete, das wäre die schönste Zeit seines Lebens gewesen. Dies verdankte er vor allen Dingen dem Präsidenten Friedel Haumann. Alle Achtung.

1960 bis 1968 vervollständigte ich mein Studium an der Universität zu Köln. Ich wurde erster Vorsitzender des internationalen Studentenbundes und mir fiel auf, dass die ausländischen Studenten gerade über Karneval sich heimatlos fühlten – Stichwort ‚Integration‘. Jede Fakultät hatte einen Karnevalsball, die Mediziner-, die Juristen-, die Philosophen-, die WiSo-Fakultät. Also entschieden sich meine Mitglieder einen Ball speziell für die karnevalistische Verständigung mit den ausländischen Studenten ins Leben zu rufen. Wir nannten ihn  „Ko Ka In“- Ball. Eine Abkürzung von „Koelner Karneval International“. Ich wurde zum Präsidenten ernannt, der Ball entwickelte sich zu einem Fastelovent-Event sondergleichen;. anfangs in den Satory Sälen, zweimal im Gürzenich und danach immer sonntags vor Rosenmontag in sämtlichen Räumen der Wolkenburg am Mauritiussteinweg. 1500 – 2000 Karten fanden regelmäßig reißenden Absatz. Ich musste als Präsident natürlich alle einschlägigen Karnevalslieder beherrschen und machte davon auf der Bühne auch reichlich Gebrauch ( kaum einer verließ den Saal! ). Den Ko-Ka-In-Ball gab es bis ins Jahr 2004.

Natürlich blieb der Karneval für mich eine bedeutende Jahreszeit im Jahr. Unter anderem machte ich bei den Bläck Fööss in ihrer Revue: „usjebomb und objebaut“ mit, wo ich die Gelegenheit bekam, meinen Vater postum zu ehren.

Auch professionell war ich aktiv am Kölner Karneval beteiligt. So wurde ich zum Beispiel vom WDR zweimal beauftragt die Übertragung der Rosenmontagszüge zu moderieren. Als erstes im Dritten Programm und später in der ARD. Auch für den Luxemburger Lokalsender RTL, gestaltete ich in luxemburgischer Sprache zwei Reportagen, um den Kölner Karneval auch in LUX ins rechte Licht zu setzen.

Meine Ehrungen begrenzten sich nicht nur auf Köln.

Ich wurde zum Beispiel mehrfach zum Dr. humoris causa ernannt, zum Beispiel im hessischen Nidder und in Lippstadt (NRW). In Recklinghausen erhielt ich die silberne Ente, in Ratingen bekam ich den Itterorden und wurde mit einem schweren Schwert zum Ritter geschlagen, in Wuppertal den Ehrenpreis der Prinzengarde.

Aber auch der höchste Orden des Rheinischen Karnevals, der sog. Goldenden Narr aller Rheinischen Karnevalsgesellschaften wurde mir 2016 verliehen, ein Jahr vor Hans Süper, der leider im vorigen Jahr (2022) viel zu früh verstorbenen. Ich bekam die Ehre, die Laudatio für ihn zu halten – ein Highlight meiner karnevalistischen Karriere.

Auch Düsseldorf ehrte mich mit der sogenannten „karnevalistischen Reifeprüfung der Weiß-Fräcke“, im Rahmen einer großen Gala, in der ich eine Büttenrede halten musste. Lang anhaltender Applaus war mir sicher, denn ich verkündete bewusst eine Fake News: „Die Schlacht von Worringen ist unentschieden ausgegangen, ein Anlass dafür, dass wir uns als Kölner und Düsseldorfer wieder vertragen können.

Meinen größten Verdienst allerdings messe ich mir zu, dass es mir gelungen ist, meine angeheiratete italienische Familie mit Kind und Kegel definitiv an den Karneval herangeführt zu haben. Meine Ehefrau Pina, eine überzeugte Italienerin, organisierte sogar für den Ko-Ka-In-Ball eine Männerbauchtanzgruppe mit amüsanter Choreographie. Drei Jahre lang war diese Gruppe ein Highlight dieses internationalen Balls in der Kölner Wolkenburg. Das alles, um dem Ganzen ‚Nachhaltigkeit‘ zu verleihen.

Es gehört deshalb seit 20 Jahren zur Tradition, dass wir von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag im Maritim in Köln zwei bis drei Zimmer belegen, um das wilde Treiben um den Karneval hautnah mitzuerleben, inklusive Veedelszüch usw.

Ach so, da fällt mir noch ein, dass ich auch einmal den gesamten Kölner Rosenmontagszug zu Fuß, also als Fußtruppe, verkleidet als eierlegende Henne mitgemacht habe, unter der Leitung des Nestors und ehemaligen Zugleiters Alexander von Chiari. Er war der Hahn in Verbindung mit Peter Jungen, der in der Kölner Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt. Das bezeichne ich als meine ‚Kölner Reifeprüfung‘

Dr. humoris causa,
Jean Pütz

 

Praktische und ökologische Vorteile von grünem Methanol

Warum regeneratives Methanol als Universal-Energie-Lieferant für die ganze Welt ?

Es hat sich zwar noch nicht herumgesprochen das Wasserstoffgas zwar die einzige Möglichkeit bietet in Zukunft auf regenerative Energien umzusteigen. Das es aber physikalische Eigenschaften hat die als Alltags-Energie-Lieferant aus vielerlei Gründen ungeeignet ist.

  1. Es lässt sich nur unter großem Energieverlust speichern, z.B. erst bei -252° verflüssigen, und auch die Komprimierung ist nur dann wirtschaftlich vertretbar wenn es auf mindestens 500 bis 800 bar zusammengepresst wird, was mit großen Gefahren, aber auch nach adiabatischen Gesichtspunkten mit erheblichem technischen und energetischen Aufwand verbunden ist

Hinzu kommt dass dazu eine enorme Investition in die Infrastruktur erforderlich ist, denn die bisherigen Leitungen und Pipelines für Erdgas lassen sich nur mit hohem Aufwand für das extrem flüchtige Wasserstoffgas umbauen, und eine neue Infrastruktur wird allein für Deutschland mit mindestens 500 Milliarden Euro angesetzt.

  1. Für die Länder denen diese notwendige Finanzen nicht zur Verfügung stehen ist es deswegen schon obsolet. Deswegen sei die Frage erlaubt, warum die Berater der Politik bisher nicht auf die Idee gekommen sind wenigstens die chemische Speicherung von Wasserstoff in Betracht zu ziehen. Die Enthalpie, auf das Gewicht bezogen von Wasserstoff, Methanol, aber auch Ammoniak ist so vergleichbar, dass mit relativ wenig Energieeinsatz über entsprechend gestaltete Katalysatoren die Umwandlung von Wasserstoff in diese Substanzen, als Wasserstoffspeicher berücksichtigt wird.
    Die bisher in der fossilen Welt benutzten Transportmittel ebenso wie die Motoren inklusive Brennstoffzellen können verwendet werden ohne enorme Investitionen in eine neue komplett andere Infrastruktur.

Sogar im Falle von grünem Methanol können viele Motoren und Turbinen ohne großen Aufwand umgerüstet werden. Und dabei entsteht wegen der hohen Klopffestigkeit von Methanol sogar noch eine wesentlich bessere Effizienz, das heißt der Wirkungsgrad kann wegen der höheren explosions- und Verbrennungstemperaturen gesteigert werden auf über 50%, wesentlich mehr als zum Beispiel der Diesel. Das heißt allein ohne CO2-Rückgewinnung entsteht eine wesentliche Verminderung dieses Klimagases in der Praxis.

  1. Insbesondere Methanol kann vor allen Dingen überall dort in den Ländern der Dritten Welt produziert werden die über höhere Anteile an Sonnenenergie und Windenergie verfügen. Das hat etwas mit dem Breitengrad zu tun, aber selbst in Südeuropa sind die Verhältnisse so, dass die Photovoltaik extrem niedrige Kilowattstunden-Preise, unter ein bis zwei Cent ermöglicht. Das heißt Methanol aber auch Ammoniak ist überall dort wirtschaftlich zu produzieren wo neben der dort nur selten vorhandenen Elektrifizierung auch Wasserstoff produziert wird.

Das sind auch viele der Länder die durch die klimabedingte Ausbreitung der Wüste alt gebeutelt sind genau an der Grenzfläche lassen sich praktisch kostenlos Grundstücke zur Aufnahme von großen Photovoltaik-Flächen generieren. Und wo Strom entsteht kann unmittelbar auch Methanol produziert werden der dann als Weltenergie auch global werden kann. Und zwar nicht gebunden an irgendwelche Monopolen wie das heute bei der fossilen Welt der Fall ist. Dies wäre eine Form von fairer Entwicklungshilfe, denn auch bei uns in den Industrieländern sind die Arbeitsplätze ja doch entstanden wo ursprünglich fossile oder Wasserenergie zur Verfügung stand.

4) Grünes Methanol ist in jedem Fall dem Ammoniak vorzuziehen, weil es auch bei unsachgemäßem Verbrauch nicht diese Umweltschäden und Gesundheitsgefahren erzeugt als die bisherigen fossilen Energieträger. Selbst eine Havarie auf den Meeren bzw. mit Tanklaster auf dem Land wird dann nicht zu diesen Katastrophen, die Milliarden bisher gekostet haben.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Umgang mit Technologie in Entwicklungsländern nicht auf eine vorgebildete Bevölkerung stößt.

Herzlichst
Ihr Jean Pütz