Archiv der Kategorie: Gedanken

08.01.21 An meine Facebook-Freunde …

Liebe Facebook-Freunde,

gestatten Sie mir einmal ein paar sehr ernste Worte: Normalerweise schätze ich jeden meiner mittlerweile über 84.000 Abonnenten. Ich hoffe Sie verstehen meine grundsätzliche Intention hier bei Facebook. Ich möchte Sie möglichst parteiunabhängig und objektiv informieren, nach bestem Wissen und Gewissen, im Rahmen der Menschenrechte und unserer freien Demokratie.
Allerdings stelle ich manchmal in Ihren Antwort-Kommentaren fest, dass wenige Facebook-Freunde es ganz anders sehen und Ideen vertreten, die mir fremd sind. Ich habe den Eindruck, dass einige wenige die Absicht haben, unseren Staat infrage zu stellen, in dem ich und meine Zeitgenossen seit 70 Jahren friedvoll leben können. So etwas hat es in der deutschen Geschichte noch nie gegeben.
Abgesehen davon, dass das meist nur in Kritik ausartet, fehlt mir die Alternative bei denen: Möchten diese Fundamental-Kritiker  wieder den Staat faschistischer Prägung hervorkramen oder – doch sehr selten gefordert – den Unrechtstaat kommunistisch-stalinistischer Ideologie? Beides ist genauso schlimm. Wer die Demokratie infrage stellt, soll doch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die allerdings ohne Wenn und Aber  unserem Grundgesetz entsprechen müssen.

Trotzdem, ich bin nicht päpstlicher als der Papst, Meinungsfreiheit ist mir sehr wichtig, Jeder soll das äußern können, was er glaubt. Keine Angst, dann steige ich nicht auf die Barrikaden. Allerdings muss er dann auch zivilisiert die Gegenargumente akzeptieren, die nicht nur von mir kommen, sondern von sehr vielen meiner Abonnenten, die direkt darauf antworten. Insofern ist diese Facebook-Rubrik ‚Kommentare‘ zu einem lebendigen Diskussionsforum geworden mit mindestens 200 Teilnehmern bis zu 2.000 und mehr. Dass ich dann nicht mehr individuell antworten kann, versteht sich von selbst. Das ist aber auch nicht tragisch, denn dieses offene Diskussionsforum regelt sich selbst. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Für mich ist das die Sprache des Volkes, die leider von vielen Politikern nicht mehr verstanden wird. Wenn diese klug sind, sollten sie hin und wieder darauf schauen, vielleicht verbessert das schon die Politik.

Manchmal habe ich den Eindruck, meine Intentionen werden hier bei Facebook missverstanden. Sehr oft kritisiere ich den Mainstream – vielleicht noch besser ausgedrückt – die populistischen Methoden von Politikern und Interessenverbänden. Hier poste ich stets unter dem Titel ‚Der Vernunft eine Chance‘. Vernunft bedeutet für mich, dass die Gesetze der Logik eingehalten werden und Nachwirkungen, Nebenwirkungen und Risiken von Entscheidungen und erlassenen Gesetzen genauso berücksichtigt werden. Niemals betreibe ich fundamentale Kritik, die unser Staatswesen infrage stellt. Im Vordergrund stehen bei mir Alternativen nach dem Prinzip des kleineren Übels. Alles lässt sich verbessern und optimieren: ‚geht nicht, gibt’s nicht‘ darin besteht die Essenz der Demokratie. Jeder Bürger darf sich einmischen, muss allerdings die Mehrheitsentscheidungen akzeptieren, die individuelle Meinung ist nicht der Nabel der Welt. Daran hapert es bei vielen radikalen Ideologien.

In Deutschland haben wir das Glück, dass die meisten Parteien diesem Prinzip folgen. Ich bin auch bereit, mit AFD-Anhängern zu diskutieren. Nicht alles ist schlecht, was dort propagiert wird, aber ich lasse mich nicht mit dem Etikett ‚rechts‘ oder ‚links‘ oder ‚umweltfeindlich‘ belegen.

Trotzdem möchte ich eine Einschränkung machen. Das, was sich in den letzten vier Jahren politisch in Amerika entwickelt hat, dieser sogenannte ‚Trumpismus‘, ist verheerend. Donald Trump hat alles infrage gestellt, was ich an Werten für außerordentlich wichtig halte.  Seine sogenannten ‚alternativen Fakten‘, seine Lügereien und Betrügereien sind unerträglich und auch für uns in Europa sehr gefährlich. Man sprich sogar schon vom ‚Postfaktischen Zeitalter‘ als Epoche. Meine Aversion geht so weit, dass meine Toleranz am Ende ist. Die Personen, die sich  trotz allem dieser Kritik verweigern und Donald Trump hochjubeln, möchte ich bitten, sich aus meinem Abonnentenkreis zurückzuziehen, inklusive aller, die das Prinzip unseres Grundgesetzes verneinen.
Es tut mir leid, aber denen kann ich sowieso nicht helfen, sie finden bei uns keine Resonanz.

Nichts für Ungut

Ihr Jean Pütz

07.01.21 Gedanken und Hintergedanken zum Corona-Karneval 2021

Lieber Christoph, liebes Kölner Dreigestirn, liebe Mitglieder des Festkomitees, liebe Präsidenten und Ehrenträger des Kölner Karnevals,

zunächst vorweg: Über die kleinen Aufmerksamkeiten, die das Festkomitee mir hat zukommen lassen, habe ich mich sehr gefreut. Übrigens unter uns, die zwei Zentner Karnevalsorden, die ich bisher in meiner Sammlung einen Ehrenplatz gefunden haben, sind mir genauso wichtig wie die Orden, die mir von der Politik überreicht wurde, inkl. des Luxemburger Ordens Pur le Merite.

Nun ja, Gott sei Dank birgt der Kölner und Düsseldorfer Karneval gelegentlich auch eine Mende Humor und artet nicht immer in kabarettistische Darbietungen aus. Das sage ich auch als stolzer Besitzer des ‚goldenen Narren‘ der rheinischen Karnevalsgesellschaften,  den ich ein Jahr später, als unser berühmter Hans Süper ihn überreicht bekam, die Ehre hatte, für ihn die Laudatio zu halten. Kölner und Düsseldorfer habe ich versöhnt, weil ich bei meiner ‚karnevalistischen Reifeprüfung‘ der Düsseldorfer Weißfräcke eine Büttenrede halten konnte, in der ich mit der Fakenews auftrumpfte, dass die Schlacht von Worringen unentschieden ausgegangen sei, und wir keinen Grund mehr hätten, uns abzugrenzen.

Meine Verbundenheit zum Kölner Karneval wurde mir in die Wiege gelegt, denn mein Vater Josef war 1937  Jungfrau im Kölner Dreigestirn. So bin ich also im wahren Sinne des Wortes der Sohn einer Jungfrau. Ich habe ein wenig in der Geschichte gekramt und stellte fest, dass ich nicht der erste, sondern der zweite Sohn einer Jungfrau war. Kardinal Woelki, der leider für den Karneval nicht so geeignet ist, kann das bezeugen, der erste wurde in Betlehem geboren. Der Kölner Dom profitiert heute noch davon. Letztlich beteiligte ich mich als Präsident des Städtepartnerschaftsvereins Esch sur Alzette (Luxemburg) und Köln an einer Wallfahrt zu den Heiligen drei  Königen, die ja angeblich in einem der schönsten Schreine nach langer historischer Irrfahrt ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Umso mehr bedaure ich und verfluche Corona und möchte das Festkomitee zu seiner Entscheidung beglückwünschen, den Karneval in dieser Saison auf Sparflamme zu halten. Begeistert bin ich aber vor allen Dingen deshalb, weil auf das Dreigestirn nicht verzichtet wurde. Ich finde es fantastisch, dass sich in dieser Kalamität drei Kölner Bürger bereit gefunden haben, die Tradition nicht zu unterbrechen. Das war ja nur während des schrecklichen zweiten Weltkriegs der Fall.

Ein Hoch auf die Jungfrau Gerdemie, den Bauer Gereon und den Prinzen Sven I. Ihr öffentlichen Meriten können sie erst im nächsten Jahr abholen. Dank auch an die ‚Altstädter‘.

Ich weiß, eins kann diese Pandemie uns Kölnern – aber auch den Düsseldorfer und das ganze Rheinland nicht nehmen, wir tragen den Karneval im Herzen

Kölle Alaaf und Düsseldorf Helau

Jean Pütz

(seit 40 Jahren Ehrenmitglied der Kölner Ehrengarde und seit zwei Jahren Ehrenmitglied der Düsseldorfer Weißfräcke)

 

05.11.20 Wasserstoff-Technologie – Energiequelle der Zukunft? Ja, allerdings mit überwindbaren Hürden!

Wasserstoff-Technologie – Energiequelle der Zukunft? Ja, allerdings mit überwindbaren Hürden!
Um die derzeit herrschende Euphorie rund um den Wasserstoff ein wenig ins rechte Licht zu rücken und mit der Realität zu konfrontieren, gebe ich Folgendes zu bedenken und liefere auch eine CO2-freie Alternative:
Methanol – vielleicht einmal der Treibstoff der Zukunft. Methanol lässt sich nicht nur aus dem Anbau von Energiepflanzen gewinnen – z. B. Mais, Zucker oder Getreide (das hätte den Nachteil, dass es in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht und den Anbau von Monokulturen begünstigt). Demgegenüber lässt sich Methanol aber auch CO2-neutral mit Hilfe der Energie der Sonne gewinnen. Zunächst wird es z. B. durch Elektrolyse mit Hilfe von Solarstrom der Wasserstoff als Gas gewonnen. Reiner Wasserstoff hat allerdings den Nachteil, dass er nur sehr umständlich gespeichert werden kann. Entweder unter hohem Druck oder indem er verflüssigt wird. Dazu bedarf es allerdings einer Temperatur weit unter 0°C, und zwar -252°C oder etwa 20°K. Schon die Elektrolyse hat keinen besonders hohen Wirkungsgrad, wenn man dann auch noch den Solarstrom zur Erzeugung der niedrigen Temperatur verwendet, ist die gesamte Energieausbeute sehr schlecht. Der flüssige Wasserstoff muss in aufwändigen Thermos-Behältern abgefüllt und transportiert werden. Auch das Verbreiten von Wasserstoff über die vorhandenen Erdgaspipeline hätte seine Tücken. Wasserstoff ist sehr flüchtig und dadurch müssen die Dichtungen des Erdgasnetzes extrem verbessert bzw. umgebaut werden, was sehr kostentreibend ist.
Aber es gibt eine interessante Alternative. Da spielt wieder die Sonnenenergie und noch zu entwickelnde spezielle Katalysatoren eine Rolle. Man kann auf diese Weise daraus Methanol gewinnen. Allerdings benötigt man dazu wiederum CO2, denn der darin enthaltene Kohlenstoff bindet die Wasserstoff-Atome an sich, so dass der Wasserstoff quasi auf elegante Weise verflüchtigt wird. Wenn dann auch noch das CO2 aus der Atmosphäre entnommen wird – was allerdings sehr aufwändig ist, oder aus recyceltem CO2 aus dem Abgas von nicht zu vermeidenden Verbrennungsmotoren oder mit Erdgas betriebenen Heizungsanlagen, dann ist es möglich, dieses Methanol völlig regenerativ und CO2-frei zu gewinnen.
Voraussetzung dafür allerdings ist, dass diese Wärmekraftmaschinen nicht ideologisch verteufelt werden. Schon allein deshalb, weil James Watt mit seinen ersten Dampfmaschinen dazu beigetragen hat, die Sklaverei abzuschaffen. Dadurch wurde die Arbeit – geleistet von Maschinen – viel billiger als Sklavenarbeit. James Watt verleihe ich allein schon deshalb postum nicht nur den Nobelpreis für Physik, sondern gleichzeitig den Friedens-Nobelpreis. Nur einmal ist dieser bisher an ein und dieselbe Person verliehen worden, nämlich an Linus Pauling, der sowohl den Nobelpreis für Chemie und gleichzeitig den für den Frieden als Mahner gegen die Atom- und Wasserstoff-Waffen erhielt.
Die logische Folgerung: Um das Klima zu retten bedarf es der absoluten Technologieoffenheit.
Jean Pütz

05.11.20 Mercurio: Deutsch-italienische Wirtschaftsvereinigung – ein Lichtblick

Seit über 40 Jahren bin ich Mitglied bei Mercurio, der Deutsch-italienischen Wirtschaftsvereinigung. Es handelt sich hier um einen Verein, der die Wirtschaftsbeziehungen mit dem zweit-wichtigsten Industrieland Europas unterstützt. Was kaum jemand weiß, die italienische Industrie ist größer als die der Franzosen oder Engländer. Leider ist sie relativ schwerpunktmäßig auf den Norden konzentriert, also rund um Mailand, Turin, Bologna, Venedig usw. – evtl. noch Toscana und rund um Rom. Der Süden, der sogenannte Mezzo giorno ist von der italienischen Politik fast immer stiefmütterlich behandelt worden. Zum Teil liegt es daran, dass maffiöse Strukturen immer noch nicht ausgerottet sind, die Industrie scheut das wie die Pest. Das liegt zum Teil aber auch daran, dass – obwohl viele Berufs- und Hoch-Schulen  gegründet worden sind, viele jungen Menschen sich nach der Ausbildung zum Norden orientieren, wo die Berufsaussichten besser sind. So fehlt einfach die personelle Infrastruktur, die die Industrie benötigt.

Aus persönlicher familiärer Erfahrung weiß ich, dass auf diese Weise viele gutmeindende Initiativen gescheitert sind. Das gilt ganz besonders für die Jugendarbeitslosigkeit. Das, was dieses Problem bei uns in Deutschland verhindern hilft, ist die geniale duale Ausbildung, die Praxis und Theorie vereint: Den praktischen Teil übernehmen bei uns Industrie und Handwerk, während die Aufgabe der theoretischen Vermittlung der Staat in Form von Berufs- und Fachschulen weitgehend Verantwortlich zeichnet. Mittlerweile gibt es aber auch schon private Institutionen.

Meine Bemühungen, dieses auch in Apulien zu initiieren, ist toal gescheitert.

Nichts desto trotz ist Mercurio für mich eine wichtige Informationsquelle. Jetzt hat in Deutschland der Präsident Dr. Eckhard Petzold ein beachtliches Interview gegeben, welches ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Hier der Link

Wenn Sie die neugestaltete Homepage von Mercurio interessiert, klicken Sie auf folgenden Link

Ihr Jean Pütz

26.10.20 Brandbrief an die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft e. V. und das Wuppertal-Insitut

Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Absage bedaure ich sehr, denn als Wissenschaftsjournalist, Gründer und langjähriger Leiter der Redaktion Naturwissenschaft und Technik im WDR-TV habe ich mich stets mit der Nachhaltigkeit der Energieversorgung beschäftigt. Schon meine erste Sendereihe (13 Folgen) ‚Energie, die treibende Kraft‘, die ich 1969 geschrieben habe, weswegen ich überhaupt zum festangestellten Redakteur berufen wurde, beweist, dass ich seinerzeit sämtliche neuralgischen Punkte der CO“-Problematik, die heute aktuell sind, vorausgedacht habe. Später, 1990, hatte ich als Moderator und Autor die Verantwortung für die Sendereihe ‚Bilder aus der Wissenschaft‘, der einzigen Wissenschaftssendung in der ARD. Deshalb gelang es mir, ein damals nicht besonders beliebtes Thema zu realisieren unter dem Titel ‚Der Sonne eine Chance‘. Ich bewies, dass schon seinerzeit der Energie-Verbrauch und somit der CO2-Ausstoß mit intelligenten technischen Methoden um 95% reduziert werden konnte, das heißt, mit nur 5% wäre der damalige Gebäudebedarf zurecht gekommen. Das waren keine Wolkenkuckucksheime, sondern ich habe es mit konkreten Fakten untermalt. Als Ingenieur der Elektrotechnik, Physiker uns Soziologe gelang mit der Beweis, weil ich viele Fachgebiete zusammenbringen konnte, die heutzutage besonders im Einzelspezialistentum untergehen. Da diese Gebäudebereich auch heutzutage noch 45 – 50% für den CO2-Ausstoß verantwortlich ist, hätte man seinerzeit schon mit einer vernünftigen Wärmeschutzverordnung das heutige Problem lösen können und die CO2-Grenzwerte der EU ohne gesetzliche Restriktion einhalten. Dazu habe ich das Gesamtkonzept weiterentwickelt und im privaten Bereich realisiert, so dass ich heute CO2-neutral lebe.

Dazu gehört auch, dass ich den von der grünen  Ideologie arg gebeutelten Verkehrssektor, der für unsere privaten PKW bestenfalls 6-8% CO2-Ausstoß bringt, mit Hilfe der Elektromobilität – wohlgemerkt nicht auf die rein Batterie-getriebene Version bezogen – für die Zukunft gelöst habe. Dazu existieren sogar schon Prototypen.

Darüber möchte ich vor allen Dingen mit dem Wuppertal-Institut ins Gespräch kommen, oder ggf. auch der Johannes-Rau-Forschungsgesellschaft.

Könnten Sie mich bitte mit dem im Wuppertal-Institut verantwortlichen Wissenschaftler in Kontakt bringen, ich vermute, dass die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft eng mit ihm zusammen arbeitet. Meine Vorschläge bauen nicht auf irgendwelchen Wunschdenken auf, auch, wenn die Wasserstoff-Technologie der Zukunft eine zentrale Rolle spielt.

Mit freundlichen Grüßen
Jean Pütz

PS Ich habe nichts dagegen, wenn Sie diese Mail in Ihrem Wirkungskreis verteilen

Sehr geehrte/r Herr Jean Pütz,
vielen Dank für Ihre Anmeldung zur gemeinsamen Veranstaltung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF), der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK) und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie am 27.10.2020 ab 16:00 Uhr.

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen verzichten wir auf die Teilnahme externer Gäste im Wuppertal Institut und werden die Veranstaltung vor Ort in Wuppertal live ins Internet streamen.

Sie können Sie auf den YouTube-Kanälen der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft und des Wuppertal Instituts sowie auf dem Twitter-Kanal des Wuppertal Instituts mitverfolgen und dort über die Kommentar-Funktionen Ihre Fragen stellen, die Eingang in die Podiumsdiskussion finden werden.

Themen:

Rolle der EU im Rahmen des internationalen Klimaschutzes
• Prof. Dr. Manfred Fischedick
Wissenschaftlicher Geschäftsführer,Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Integrierte Klima-Industriepolitik als Kernstück des europäischen Green Deal
• Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer
Abteilungsleiter Zukünftige Energie- und Industriesysteme, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Kreislaufwirtschaft – Lösungen und Herausforderungen auf europäischer Ebene
• Dr. Henning Wilts
Abteilungsleiter Kreislaufwirtschaft, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Textil – Aus der Umwelt, mit der Umwelt, für die Umwelt
• Prof. Dr. Thomas Gries
Mitglied der Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

23.10.20 Plädoyer für eine nachhaltige, ökologische und bezahlbare Elektromobilität

Wer Äußerungen in der Presse und Industrie ernst nimmt, muss glauben, dass das rein Batterie-betriebene Elektroauto die Lösung darstellt, wie das Verkehrswesen in der Zukunft gestaltet werden soll.

Bleiben wir zunächst nur im Bereich des PKW:
Allein das Gewicht einer einigermaßen effizienten Batterie, die eine gewisse Reichweiter verspricht, müsste zu denken geben. Jeder, der sich in ein solches Auto setzt, hat mindestens 6 bis 10 Mitfahrer, denn diese Batterie wiegt mindestens 500 bis 800 kg. Während bei herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor darauf geachtet wird, möglichst das Gewicht zu reduzieren, weil das im direkten Zusammenhang mit dem Energieverbrauch steht, hat das beim Elektroauto offenbar keine Geltung. Nun kann man dagegen halten, dass das in Bewegung gesetzte elektrisch angetriebene Auto, die dazu notwendige kinetische Energie beim Bremsen wieder zurückgewonnen werden kann, denn der Elektromotor ist in der Lage, sich beim Bremsen in einen Generator umzuwandeln, der damit die Batterie rückläd. Aber das ist eine Milchmädchenrechnung, denn das Gewicht vergrößert auch den Rollwiderstand der Reifen, der einen erheblichen Anteil am Energieverbrauch ausmacht.

Zu bedenken ist auch, dass die Herstellung der schwergewichtigen Batterie, bzw. genauer gesagt des Akkumulator, nicht nur bei der Gewinnung der Rohstoffe – vorwiegend Lithium und Cobalt – enorme Schäden in der Natur und dem Sozialsystem entstehen, wo diese gewonnen werden. Die ökologische Bilanz jedenfalls ist ein großes Problem und vielfach kommen die Vorteile des abgasfreien Fahrens erst nach hunderttausenden zurückgelegten Kilometern zur Geltung. Wieso dann überhaupt ein Gewinn für das Klima herausgerechnet werden kann, ist unverständlich.

Hinzu kommt, dass die Batterie-Technologie in Südostasien, insbesondere in China und Korea, enorme Fortschritte gemacht hat, die Europa durch Forschungs- und Kapitaleinsatz kaum nachholen kann. Wenn man bedenkt, dass die Kosten des Akkus mindestens ein Drittel des Gesamt-Aufwandes ausmachen, fragt man sich, woran in Zukunft die europäische Automobilindustrie noch Geld verdienen will. Für mich ist das ein Rätsel, dass diese Technologie unter diesen Umständen zur alleinigen Seligkeit führen soll.

Eine Lösung dieses Geheimnisses liefert der umschichtige Elon Musk, dem es offenbar mit genialen PR-Methoden gelungen ist, die Umweltschützer für sich einzunehmen. Das ist insofern verständlich, weil er sein Augenmerk auf einen kritischen Punkt gerichtet hat, nämlich auf die Abgase. Zunächst einmal ist in den Städten von Kalifornien der Smog, der dadurch produziert wurde, ein alltäglicher Begleiter. Noch mehr benötigt das die aufstrebende chinesische Wirtschaftsmacht. In den Hundertmillionen Städten hat mit zunehmender Verkehrsdichte die Luftverschmutzung so Überhand genommen, dass die Methode des Batterie-betriebenen Elektro-Autos als einzige Alternative erschien. Dabei wurden viele Unannehmlichkeiten im alltäglichen Einsatz, das heißt vor allen Dingen die geringe Reichweite und die enormen Kosten für die notwendige Infrastruktur der Ladesäulen, in Kauf genommen. Dass selbst der betuchte europäische Kunde, gespickt mit der Umweltideologie, das durchaus als Nachteil empfand, erkennt man daran, dass nur wenige zur Elektromobilität umstiegen, obwohl teilweise bis zu 8.000,00 € Kaufprämien ausgelobt wurden, plus Verzicht auf KFZ-Besteuerung.

Hinzu kommt, das die deutschen Automobilhersteller auch durch die EU getrieben wurden, denn der sogenannte Flottenverbrauch ihres Autosortiments erhielt einen Grenzwert, der mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren nicht erfüllt werden konnte. Da aber das Elektroauto mit Null-Verbrauch gerechnet wird, konnten sie es sich nicht leisten, durch die Produktion von Elektroautos diesen Durchschnittsverbrauch reduziert zu bekommen.

Ja, und dann kommt die Politik ins Spiel. Grün-Ideologen verdammen generell den Verbrennungsmotor als Teufelszeug und fordern, den so schnell wie möglich zu verbieten – in der irrigen Meinung, dass nur das Elektroauto das Klima retten kann.

Schon 2008 bin ich deshalb zur Firma Ford in Köln, meiner Heimatstadt, gegangen und habe ihnen den Vorschlag gemacht, einen vom Wirkungsgrad optimierten Verbrennungsmotor zu entwickeln. Ich dachte da an einen Dieselmotor oder gar eine Turbine, die wegen der höheren Verbrennungstemperatur – nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik – mindestens 50% des eingesetzten Treibstoffs in Bewegungsenergie umsetzen könnte. Dieser Motor hätte dann nur die Aufgabe, die Batterie zu laden, die allerdings eine wesentlich geringere Lade-Kapazität benötigte, als die heute in reine Elektroautos eingesetzte. Der Riesenvorteil eines solchen Systems wäre – so erklärte ich das den Fachleuten – dass völlig auf ein automatisches Getriebe verzichtet werden kann und nur der Elektromotor den mechanischen Antrieb bewerkstelligen würde. Leider hat Ford das abgelehnt, weil sie es als für zu teuer erachteten. Möglicherweise haben seinerzeit – das heißt vor mehr als 12 Jahren – die Autobauer im Hintergedanken mitgespielt, was später zu dem Dieselskandal führte, die Abgassoftware zu manipulieren – insbesondere die großen Deutschen, die ja mit dem Betrug in Amerika ihr Waterloo erlebten. In Europa sind sie ja relativ glimpflich davon gekommen.

Leider hat sich das nicht herumgesprochen und Toyota hat als erster damit angefangen, einen seriellen Hybrid-Antrieb zu entwickeln. Der wird heute als sogenannter Plugin bezeichnet. Allerdings besitzt er einen kompletten mechanischen Antrieb, wie ein herkömmliches Auto und gibt kaum weniger CO2 im Abgas frei als reine Verbrenner.

Trotzdem wird diese Schimäre mit nur unwesentlich geringeren Milliarden-Subventionen gefördert wie das reine Elektroauto.

Die Alternative, die nicht nur mir eingefallen ist – heute nennt man ihn den Parallel-Hybrid oder auch HyperHybrid – wurde aus unerfindlichen Gründen nicht weiterverfolgt, vermutlich auch, weil plötzlich der Verbrennungsmotor im Mainstream völlig in Verruf geraten war. Mit Vernunft hatte das allerdings nichts zu tun.

Nun freue ich mich, dass parallel zu mir ein mittelständischer Automobilzulieferer aus Österreich, der sich zudem erfolgreich mit Energieeinsparung im Innenraum des Autos befasste, das heißt mit effizienten Automobil-Heiz- und Kühlsystemen, den Gedanken aufgegriffen und Nägel mit Köpfen gemacht hat. Nach dem Motto: Reden ist Silber, machen ist Gold, präsentiert er seit dem vorigen Jahr zwei faszinierende Prototypen, einen Kleinwagen und einen der Mittelklasse, die genau auf dem HyperHybrid-System aufbauen. Damit wir uns wegen der Objektivität richtig verstehen, ich persönlich verstehe mich nicht als Lobbyist der Firma und erhalte auch garantiert kein Honorar, finde es aber faszinierend, dass mein Ideen-Ansatz von damals Realität werden konnte.

Nun kommt noch ein sozialer und politischer Vorteil hinzu:
Diese Autos werden nicht teurer als herkömmliche Verbrenner, sind also für jedermann erschwinglich, nicht nur für eine betuchte Elite. In der Stadt können sie mit ihrem wesentlich kleinen Akkumulator völlig abgasfrei fahren, benötigen nachweislich nicht mehr als 1-2 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer, weil der Lademotor immer im optimalen Drehbereich arbeiten kann und nicht beim Anfahren enormen Sprit vergeudet.

Später, kann der Motor auch auf regenerativen Treibstoff, wenn dieser konkurrenzfähig, umgestellt werden und ist somit völlig CO2-neutral.Was den regenerativen Treibstoff anbelangt, bringt die sich am Horizont abzeichnende solare Wasserstoff-Technologie die Möglichkeit, mit Hilfe von Wasserstoff und recyceltem CO2 umweltfreundliches Methanol zu erzeugen. Natürlich lässt sich die Bremsenergie genauso in die Batterie zurückführen wie beim reinen Elektroauto.

Was die politische Relevanz anbelangt, so hat die Firma mit Namen OBRIST aus Österreich einen Aufruf an die Entscheider aus Politik und Industrie gestartet, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Sie plädiert vor allen Dingen für Technologie-Offenheit auf dem Weg zur Klima-Neutralität.

Brief an die Politik

Jean Pütz

21.10.2020 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, auch wenn die Corona-Seuche den Künstlern das Leben immer schwerer macht

Persönlicher Brief an eine engagierte Malerin, die ihre Kunst auch als Kommunikation für jedermann versteht:

Liebe Bettina,

ich freue mich sehr über Deinen Erfolg. Du weißt, dass ich schon vor mehr als 20 Jahren Deine Kunst faszinierend fand. Einige Deiner Bilder hängen auch in meinem privaten Haus in exponierter Stelle, die ich teils auf Versteigerungen erworben habe. Eine geistige Verwandschaft mit meinem Denken ist nicht zu übersehen: Alle Menschen teilnehmen zu lassen an der Errungenschaft der Wissenschaft und Technik und eine Vermittlungssprache zu finden, die jedermann versteht. Das ist mein Lebensziel. Du machst es auf dem Gebiet der Kunst, Du bist nicht abgehoben und Beifall-heischend wie oft in der Kunstszene. Deine Bilder strahlen Menschlichkeit aus, die jeder versteht. Ich finde es toll, dass Du Dir gerade die so geschundenen jüdischen Mitbürger und ihr Leben nicht nur in New York, sondern auch bei uns, vorgenommen hast. Auch ich bin ein großer Freund dieser Kultur, wenngleich ich gewisse Vorbehalte habe für die Politik, die Netanjaho und Strump ausgeheckt haben.

Also noch einmal herzlichen Glückwunsch für diesen riesigen Erfolg. Wenn es einen Katalog gibt, wäre ich an einer virtuellen Version sehr interessiert.

Leider kann ich zu Deinen Vernissagen nicht leiblich erscheinen, denn ich habe meinen Führerschein abgegeben, aber ich bin geistig bei Dir.

Herzliche Grüße

Dein Jean

Zum Nordstadtblogger

20.10.2020 Offener Brief an Solarenergie Förderverein Deutschlang e. V.

Liebe Freunde,
ich besitze bereits seit 25 Jahren ein BHKW: Senertech, 600 cm3, 5,5 KW elektrisch, fast 100% Ausbeute thermische und elektrische  Energie zusammengenommen bei voller Brennwert-Technik, im sechs-Familienhaus, Mieter profitieren mit.

Nun Sehr geehrte Damen oder Herren,bei den Zielen sind wir völlig einig, aber leider bauen Sie Wolkenkuckucksheime, wenn Sie fordern, ab 2030 100% nur noch auf regenerative Energien unsere Energieversorgung aufzubauen. Emotional ist das für mich auch der größte Wunsch, doch wie soll das mit den heutigen Grün-Ideologischen Ideen geschehen, die vor allen Dingen den Verkehr dadurch reformieren wollen, in dem sie nur noch auf Elektro-Autos setzen. Im Übrigen macht der höchstens 20% des CO2-Ausstoßes in Europa aus. Aus Deutschland heraus können wir das sowieso nicht, aber wir sollten Technologien entwickeln, die auch Ländern im Zustand der wirtschaftlichen Entwicklung überzeugen und finanzierbar sind. Dazu gehört das Konzept des sogenannten HyperHybrids, welches nicht nur unsere Automobil-Industrie vor dem Absturz bewahrt, sondern Millionen von fehlgeleiteten Investitionen erspart. Das HyperHybrid-Auto kostet nicht mehr als ein herkömmliches Auto, ist aber wesentlich ökologischer als ein batteriestrotzendes Elektroauto, welches allein schon wegen des Batterie-Gewichts von 600 bis 700 kg  acht bis zehn Mitfahrer erfordert, sobald man sich hineinsetzt.

Auch HyperHybrid setzt voll auf Elektromobilität, fährt sich wie ein Elektroauto und kann CO2-neutral gestaltet werden. Dafür ist unbedingt eine Technologieoffenheit erforderlich. Schauen Sie sich dazu bitte meine beiden Facebook-Beiträge an. Mit 85.000 Followern habe ich eine ziemlich große Reichweite.

Elektroauto – Schrott der Geschichte

Die deutsche Automobilindustrie in großen Nöten

Das zum Thema Verkehr. Aber viel CO2-lastiger ist der gesamte Wärmemarkt. Wenn Sie auf 100% regenerative Energieversorgung setzen, dann vermute ich, meinen Sie damit die elektrische Energie. Als Physiker und Elektroingenieur sage ich Ihnen, kann das nicht funktionieren. Erklären Sie mir einmal, wie Sie die tausenden von Terawattstunden speichern wollen, die dann benötigt werden, wenn Sonne und Wind ihren Dienst versagen, wenn auf biologische Energie wegen der Artenvielfalt verzichten werden muss und die Wasser-Energie in Talsperren nicht ausreicht. Kommen Sie mir nicht mit dem europäischen Energieverbund über Hochspannungsnetze, dann müssen Sie – ob Sie wollen oder nicht – die französischen, belgischen und demnächst finnischen und polnischen Kernkraftwerke mit einbeziehen. Abgesehen davon, dass kaum ein Land bereit ist, auf ihre mit fossiler Energie betriebenen Kraftwerke zu verzichten.

Wie halten Sie es mit der Versorgung der Gebäude in Winter mit Heizung und im Sommer mit Kühlung? Der Strom fällt da weitgehend aus, denn das ist ein Sakrileg, diese wertvolle ordentliche Energie in unordentliche Wärme umzuwandeln, der 2. Hauptsatz der Thermodynamik lässt schön grüßen. Aber der ist leider den grünen Ideologen unbekannt.

Als alternative wird immer die regenerative Wasserstoff-Technologie angeführt. Auch davon träume ich und finde es auch realisierbar, aber nicht innerhalb von 10 Jahren. Und so einfach wird das auch nicht klappen. Um Wasserstoff mit Erdgaspipelines zu verteilen, ist er zu flüchtig. Alles muss umgebaut werden. Wer glaubt, der wäre doch einfach zu verflüssigen, dem sei gesagt, dass dafür Temperaturen von -252°C oder etwas mehr als 50° K notwendig sind. Ob sich der hohe Energieaufwand lohnt, muss noch bewiesen werden – und wenn, müssen völlig neue Thermosbehälter im großen Stil entwickelt werden.

Es geht natürlich auch unter hohem Druck, aber ob das für Autos nicht zu gefährlich ist, muss noch bewiesen werden.

Jetzt habe ich noch eine frohe Botschaft für Freunde vom Wasserstoff: Er lässt sich mit Solarenergie und regenerierten oder recycelten Kohlendioxid in Methanol oder Ethanol einbringen und so zum Treibstoff der Zukunft verwandeln. Aber das alles bedarf seine Zeit, dann auf Verbrennungsmotoren total zu verzichten, grenzt an die Quadratur des Kreises. Mit den Verbrennungsmotoren könnte Wasserstoff oder Methanol dienen, durch Wärmepumpen Gebäude außerordentlich effizient zu heizen oder zu kühlen. Ob dabei Brennstoffzellen langfristig ökonomisch nutzbar sind, ist die Frage, wenn, dann die sogenannte Hochtemperatur-Brennstoffzelle, die dann Wasserstoff mit geringen Verlusten in elektrischen Strom umwandeln könnte. An der KFA in Jülich hat man schon einen Wirkungsgrad von 62% erreicht.

Also noch einmal deutlich: Wenn überhaupt die Klimakatastrophe abgewendet werden soll, dann ist als Voraussetzung Technologieoffenheit erforderlich und nicht Träumereien, die populistisch für jedermann verständlich aber ins Leere führen.

Ich unterstütze die Ziele des Solarenergie-Fördervereins Deutschland und lebe selbst CO2-neutral mit zwei Energie-plus-Häusern mit Fotovoltaik und Thermosolar-Flächen und in meinem sechs-Familienhaus in Köln, in dem ich mein Büro habe. Es besitz für den Wärmebereich ein Kleinheizkraftwerk, welches mit Erdgas angetrieben wird,  dessen CO2 im Abgas demnächst auf einfachste Weise herausgefiltert werden kann, um im CO2-Recycling für die Herstellung von z. B. Methanol aus regenerativem Wasserstoff produziert zu werden. So nebenbei entsteht als ‚Abfall‘ 5 kW elektrische Energie, die auch den Mietern preiswert zur Verfügung steht, der Überschuss wird ins Netz eingespeist.

Ich hoffe, dass dieses Konzept von Ihnen nicht einfach nur ideologisch abgewertet wird, weil Sie sich auf dem Mainstream festgelegt haben. Es war sowieso ein großer Fehler, nicht mit dem Energiesparen im Gebäudebereich anzufangen. Schon 1990 habe ich in der Bekannten ARD-Sendereihe ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ in zwei Folgen zum Thema ‚Der Sonne eine Chance‘ darauf hingewiesen, dass mit gutem Willen und effizienter Technologie damals schon eine Energie-Einsparung im Gebäudebereich bis zu 95% erfolgt wäre. Hätte man das realisiert, könnten wir selbst die strengsten Vorgaben der EU – ohne Deutschland zum Agrarland zu machen, erfüllen.

Gerne bin ich bereit, auch einmal einen Vortrag vor Ihrem Kreis zu halten. um mein schlüssiges Konzept vorzustellen, sobald es Corona erlaubt.

Jean Pütz

PS Wenn Sie jetzt noch Lust haben, genießen Sie  meinen Facebook-Beitrag ‚Ich klage an“

Ich klage an – die langfristige ‚Grünen-Ideologie‘ zur Rettung des Klimas

Zum Schluss habe ich eine entscheidende Frage: Wenn ich der Grünen-Ideologie folge, dann soll ab 2030 der Verbrennungsmotor abgeschafft werden. Wie steht B.KWK e. V. zum Thema Technologie-Offenheit. Warum zieht er den grünen Ideologen nicht die Zähne bzw. holt sie vom Wolkenkuckucksheim herunter? Helfen Sie mir, dem Mainstream ein Schnippchen zu schlagen. Ich selbst lebe CO2-neutral und habe ein durchgängiges Konzept entwickelt, wie Klimaschutz und seine engen Ziele mit alternativen Methoden erreicht werden können, ohne der Deutschen Industrie sämtliche Konkurrenzfähigkeit zu entziehen. Dazu gehört auch ein alternatives Verkehrskonzept, die HyperHybrid-Methode. Mittlerweile gibt es zwei Prototypen, die CO2-neutralen Verkehr ermöglichen.

 

 

10.09.20 Hyperhybrid – die Zukunft hat begonnen …

Das Elektroauto ist nicht der Weisheit letzter Schluss, mit etwas gutem Willen gibt es Alternativen der Elektromobilität, die wesentlich  umweltfreundlicher und klimaschonender sind und einen höheren Gebrauchsnutzen bringen.

Um die offensichtlichen Nachteile der Elektromobilität und die geniale Alternative geht es in meinem – zugegeben etwas lang geratenen – Kommentar

Die Automobilindustrie in der Bittsteller-Rolle. Sie sprach sogar – relativ ergebnislos im Bundeskanzleramt vor, um einen großen Batzen der Corona-Gelder einzuheimsen. Eine der wenigen Industrien, in denen Deutschland noch Weltgeltung besitzt, braucht das Virus Covid-19, um den Staatssäckel zu schröpfen. Aber die Probleme liegen in ganz anderen Dimensionen. Daran ist vor allen Dingen auch Elon Musk schuld. Mit den Dollars, welche er für die Veräußerung von PayPal  erzielte, hat er damals das defizitäre Unternehmen Tesla gekauft.  Diese kalifornische Firma war die erste, die das angeblich geniale Elektroauto  herstellte. Als Paradiesvogel gelang es ihm, Tesla so mit allen Regeln der PR ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu hämmern, dass er sie zu einem bescheidenen Erfolg brachte. Sie ist mittlerweile an der Börse mehr wert als Volkswagen, Mercedes, BMW und Audi zusammen. Obwohl die Aktie – mit ganz wenigen Ausnahmen – noch niemals Rendite erwirtschaftet hat.

Um so etwas zu erreichen braucht man eine Story. Er richtete sich besonders an die immer zahlreicher werdenden Klimaschützer und machte ihnen weiß, dieses Auto sei der Schlüssel, die Klimakatastrophe abzuwenden. Es dauerte nicht lange, bis auch die Ökoparteien und im Gefolge viele Bürger darauf hereinfielen. Um das zu unterstützen, untermauerte er seine Genialität, in dem er einen weiteren Konzern entwickelte, dem es tatsächlich gelang, die weltraummüde NASA zu übertrumpfen und tatsächlich der USA wieder – dieses Mal privat – an die Weltraumtechnologie heran zu führen und Raketen als Satelliten-Träger zu entwickeln, um die Weltraumstation ISS zu versorgen. Aber die Publizität reichte ihm noch nicht aus, so schickte er kurzerhand ein abgespecktes Tesla-Auto in den Weltraum.

Apropos Umweltschutz: Mit den CO2-Abgasen, die dabei in die Atmosphäre geschossen wurden, hätte man in Deutschland sämtliche auf Verbrennungsmotoren basierende Autos über Wochen betreiben können. Durch solche Sperenzchen gelang es ihm, dass  das Elektroauto weltweit als die allein selig machende Möglichkeit angesehen wurde, nur auf den ersten Blick Abgas- und CO2-frei.

Die ‚Grünen-Ideologie‘ unterstützte Musk dadurch, dass sie sogar die Abschaffung des Verbrennungsmotors als das wichtigste Ziel propagierte. Vielleicht haben diese Propagandisten gar nicht bemerkt, dass Alternativen viel eher zum eigentlichen Ziel der CO2-Neutralität führen könnten. Deswegen präsentiere ich Ihnen diesen Beitrag.

Zunächst zum Status quo:

  1. Tesla und seine Nacharmer sind wegen der erheblichen Kosten der Batterie so teuer, dass nur Pioniere und der reiche Mittelstand sich ein solches Auto leisten können.
  2. Die soziale und ökologische Bilanz bei der Produktion dieser Batterie ist so katastrophal, dass sie alle umweltschützenden Vorteile aufwiegt.
  3. Jeder, der sich in ein solches reines Elektroauto setzt, hat wegen des hohen Gewichtes dieser Batterie etwa 8 bis 10 virtuelle Passagiere neben sich sitzen. Das wird sich auch nicht wesentlich ändern, wenn die Batterietechnologie in Zukunft eine erhebliche Entwicklung erfährt.
  4. Der massenhafte Verkauf dieser reinen Elektro-Fahrzeuge scheitert auch an dem schlechten Gebrauchsnutzen, obwohl enorme Subventionen in die Infrastruktur geflossen sind, Elektro-Zapfmöglichkeiten bundesweit zu errichten.
  5. Die problematische Reichweite wird dadurch noch verringert, dass die notwendigerweise durch Batterie betriebene Klimaanlage zum Heizen oder Kühlen enorme Energie abzweigt, so dass man im Stau auf der Autobahn bei minus 20°C Außentemperatur vor der Alternative steht, entweder weiterfahren zu können oder sich den Hintern zu verkühlen.
  6. Als Stadtwagen und für den, der täglich nur geringe Entfernungen zurücklegen muss, ist Tesla hervorragend geeignet, weil es tatsächlich an Ort und Stelle die schädlichen Abgase verringert. Dieser Vorteil wird aber erkauft durch katastrophale soziale und umweltschädliche Verhältnisse in den Ländern, die die Haupt-Rohstoffe Lithium, Kobalt und seltene Erden für die Batterie liefern. Dass in China Elektro-Autos einen Boom sondergleichen erleben, begründet sich auch durch die Tatsache, dass nur so der tägliche Smog in den Großstädten im Ansatz verbannt werden konnte. Möglicherweise ist dieser Boom dafür verantwortlich, dass auch die deutsche Automobilindustrie darauf reingefallen ist, denn in China werden im Moment die einzigen Profite eingefahren. Aber das ist sehr kurzfristig gedacht, denn die Batterie-Technologie ist in Süd-Ost-Asien so entwickelt, dass die Europäer Jahrzehnte benötigen, um dem nachzukommen. Da kann selbst kreative Forschung und die vielen hinein gesteckten Staatsgelder nicht helfen, aber die Hoffnung benutzen die angeblichen Umweltschützer, um die Zukunft herbei zu sehnen.
  7. Um noch einmal auf Elon Musk zurück zu kommen: In Deutschland wird er gefeiert wie ein Weltstar, weil es ihm gelungen ist, sich ein neues Tesla-Werk in Brandenburg subventionieren zu lassen. Angeblich sollen 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Wie viele Arbeitsplätze aber in der Automobil-Industrie durch diese Euphorie verloren gehen, darüber berichtet die Presse niemals in diesem Zusammenhang. In mangelnder Sachkenntnis wird behauptet, die Deutsche Automobil-Industrie hätte den Anschluss verloren, weil sie zu spät auf Elektromobilität gesetzt hätte.
  8. Dass die deutschen Autoentwickler überhaupt dazu bereit waren, sich mit dem Problem zu beschäftigen, hat auch die EU bewirkt. Die demnächst verpflichtenden niedrigen Grenzwerte für den Treibstoff-Verbrauch zwingen quasi dazu – dabei handelt es sich allerdings um den Flotten-Verbrauch aller produzierten Fahrzeuge der Firma. Durch Elektro betriebene Fahrzeuge lässt er sich drastisch im Durchschnitt reduzieren.
  9. Getrieben durch die ‚Grünen-Ideologie‘ und den Mainstream versucht die Automobil-Industrie jetzt, auf Elektro umzurüsten. Das aber bedingt hunderte von Milliarden Euro Investitionen. Corona kann beim Eintreiben dieser Subventionen als Totschlag-Argument sogar dabei helfen, es drohen ja Hunderttausende Arbeitsplätze zu verschwinden.
  10. Dieser Arbeitsplatzverlust entsteht aber nicht nur bei den Automobil-Firmen selbst, sondern auch bei den vielen Zulieferern. Das sind meistens Mittelstandsfirmen, die oft auf dem Weltmarkt führend sind.

Natürlich begnüge ich mich in meinem Kommentar nicht nur mit der Kritik an diesen oft als alternativlos bezeichneten Verhältnissen. Wenn ich nicht wüsste, dass es intelligente Möglichkeiten gibt, die viele dieser Probleme gar nicht erst entstehen lässt! Darüber habe ich schon öfters berichtet, aber hier noch einmal kurz und bündig:
Ansätze dazu existieren bereits und es war Toyota, die die ersten Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt gebracht hat. Mittlerweile sind fast alle Marken dem gefolgt. Man spricht dann vom sogenannten Plug-in-Hybrid. Diese verfügen nicht nur über einen klassischen Benzin- oder Diesel-Motor, sondern auch über eine Batterie, allerdings mit wesentlich geringerer Kapazität.

Nun kommt meine Idee zur Geltung, die ich schon vor 12 Jahren mit der Leitung von Ford-Köln diskutierte. Während alle diese Plug-in-Hybride über einen normalen mechanischen Antrieb verfügen, mit Anlasser, Kupplung, automatischem Getriebe und Differenzial, habe ich vorgeschlagen, auf diesen mechanischen Teil völlig zu verzichten und auf reinen elektro-mobilen Antrieb umzustellen. Plug-in wird häufig als Parallel-Hybrid bezeichnet. Ich habe das serielle Hybrid empfohlen. Seriell heißt, dass ausschließlich ein Lademotor vorgesehen ist . In dieser Otto- oder Diesel-Technologie können die Deutschen noch glänzen. Natürlich bedarf es auch noch einer Batterie, aber die kann wesentlich kleiner sein als beim reinen Elektroauto. Für Fachleute: von 80 – 100 kWh Kapazität, reichen hier 15 bis 20 kWh – also nur 1/5 bis 1/7 – aus. Der große Vorteil, die eigentliche Innovation ist der Elektro-Motor. Der ermöglicht mit einer KI (Künstliche Intelligenz)-gesteuerten Software, völlig auf das automatische Getriebe zu verzichten und den Motor stets in der Drehzahl zu betreiben, in der er den besten Wirkungsgrad bringt. Die Energie zum Anfahren übernimmt die kleine Batterie, wenn gebremst werden muss, wird diese Energie wieder in der Batterie gespeichert, das nennt man rekuperieren. Das schont nicht nur die Bremsbeläge, sondern erweitert – wie beim reinen Elektroauto – auch die Reichweite.

Das war die reine Theorie, die lag allerdings auch auf der Hand. Ich ärgerte mich, dass damals nicht andere darauf gekommen sind. Ford ließ mich damals wissen, das sei viel zu teuer.

Dann hatte ich ein Engagement als Moderator der ersten Präsentation der BMW-Blue-Idee auf dem alten Messegelände an der Theresienwiese in München übernommen. Weil das Thema der Firma so wichtig war, befand sich an meiner Seite der damalige Ministerpräsident und spätere EU-Kommissar Edmund Stoiber.

Dadurch lernte ich auch den damaligen Pressechef der BMW-Group, Richard Gaul kennen. Ihm schilderte ich später meinen Vorschlag. Aber auch bei dem Fachmann erzeugte das keine Resonanz. Bevor ich endgültig resignierte, rief er mich vor einem Jahr an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass die gleiche Idee von einer österreichischen Automobil-Zuliefererfirma entwickelt worden sei, die er vertreten würde.

Diese Firma hatte nun tatsächlich alles, was ich nicht zu hoffen wagte, umgesetzt, und zwar nicht nur auf Papier, sondern real. Sie hatte bereits zwei Prototypen erstellt, die sie selbst im Sinne der seriellen Hybrid-Elektromobilität umgebaut hatten. Sie nannten das ‚HyperHybrid‘, ein Begriff, der hoffentlich in der Automobilindustrie schule macht. Sie verwendeten einmal einen namenlosen Kleinwagen aus China und ein Mittelklasse Tesla-Modell. Damit demonstrierten sie, dass ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug wesentlich umweltfreundlicher und im Alltag brauchbarer als die reine Elektromobilisation. Beide Prototypen habe ich gefahren. Ich konnte sie in den gebirgigen und hügeligen Straßen und Autobahnen in den Voralpen ausprobieren und war begeistert.  Ich fand keinen Unterschied zu reinen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Kaum glaubhaft – aber belegt – ist der äußerst geringe Verbrauch an Treibstoff mit 1,5 bis 2,0 Liter auf 100 Kilometer. Mit seinem 30 Liter-Tank liegt die Reichweite bei 1.000 bis 1.500 Kilometern ohne Zwischenladen, mit Aufsuchen der Elektro-Tanksäulen oder Aufladen zu Hause natürlich noch viel weiter. Heizen und Kühlen kommt aus dem selbstentwickelten, vibrationsfreiem Ottomotor. Übrigens, der Motor ist schon vorbereitet, mit regenerativem Methanol betrieben zu werden, dann völlig CO2-neutral. Angetrieben wird durch 1 bis 2 Elektromotoren, die im Umkehrbetrieb auch die Bremsenergie rekuperieren.

Der größte Vorteil eines solchen Fahrzeugs muss nicht teurer werden als Herkömmliche mit Verbrennungsmotor, z. B der Kleinwagen für maximal 10.000 bis 15.000 Euro und die Mittelklasse für 20.000 bis 25.000 Euro. Also für jedermann erschwinglich und fast CO2-neutral.

Wenn Sie noch mehr Interesse haben, schauen Sie auf die Links, die mir die Firma Obrist aus Bregenz zur Verfügung gestellt habt. Die Firma produziert als Zulieferer diese HyperHybrid-Modelle  nicht selbst, hofft aber, dass sich die Idee in der Automobilindustrie verbreitet. Die weltweiten Lizenzen stehen bereit.

Damit Sie, liebe Freunde, nicht glauben, ich sei ein Lobbyist dieser Firma, ich bekomme kein Honorar oder sonstige Nettigkeiten. Mich fasziniert ausschließlich diese fantastische Alternative

Hier etwas  zum Prinzip des HyperHybrid in erklärendem Trickfilm

Ihr Jean Pütz

31.08.20 Kriegsende vor 75 Jahren !

Dankenswert: USA hat uns nicht nur befreit, sondern uns auch u. a. das Überleben in den Trümmern ermöglicht

Bedenkenswert: Auch Trumps ‚American first‘ kann das nicht vergessen machen. Heute spielt auch das damals geschundene Luxemburg eine große Rolle.

Der 8. Mai 2020 steht für 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg in Europa, doch erst am 2. September endete dieser globale Konflikt auf der ganzen Welt, der mit Deutschlands Angriffskrieg begonnen hatte. Zu diesem Zeitpunkt standen die kriegsversehrten Länder Europas vor immensen Herausforderungen: der wirtschaftliche wie auch der demokratische Wiederaufbau und die (Re)Etablierung vertrauensvoller und friedlicher Beziehungen untereinander.

Die USA spielten in den alliierten Streitkräften nicht nur bei der Befreiung von der NS-Besatzung eine entscheidende Rolle, sondern auch beim Wiederaufbau und der Aussöhnung Deutschlands mit seinen Nachbarn. An kaum einem anderen Ort lässt sich heute die gelungene Partnerschaft über den Atlantik und innerhalb Europa besser nachvollziehen als in Luxemburg. Hier wird Partnerschaft und Europa gelebt: von den EU-Institutionen über die Wirtschaft bis hin zum alltäglichen Miteinander von binationalen Familien, Pendlern und Touristen.

Das einmalige Friedensprojekt multilateraler Zusammenarbeit und europäischer Integration steht heute in einer multipolaren Welt zugleich vor großen Herausforderungen: ob in der Geopolitik, durch Klimawandel oder Reiseeinschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Gerade jetzt kommt es auf die transatlantische und europäische Kooperation an. Hier zeigt sich: Europa kann nur in seiner Vielfalt vereint sein, doch dafür müssen sich die Partner in ihrer unterschiedlichen Geschichte und Lage besser kennen – um gemeinsam Probleme historischen Ausmaßes zu meistern.

Welche historischen Erfahrungen verbinden oder aber trennen noch heute unsere Gesellschaften? Wo schafft historische Reflexion und die gemeinsame Erinnerung an die Kriegstoten Verständnis und Vertrauen zwischen den Partnern? Welchen Werten und Zielen fühlen wir uns gemeinsam verpflichtet?