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Wie kam es zum schnellen Erfolg beim ersten mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfister? – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Den folgenden Ausschnitt aus einem Wiener Symposium über die verblüffend schnelle Entwicklung in Weltrekord des ersten wirksamen mRNA-Impfstoffes möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, auch wenn der Mitarbeiter von Pfizer ein wenig stark den Beitrag von Pfizer zu  sehr herausstellt. Entscheidend war da die Firma BioNTech, die bereits vorher die mRNA-Technologie zur Entwicklung von Arzneimitteln, z. B. auch zur Bekämpfung von Krebs in der Forschungs-Pipeline hatte. Das Forscherehepaar Özlem Türeci und Uğur Şahin hatten die geniale  Idee, diese Methode auch zur Entwicklung von Impfstoffen zu nutzen. Pfizer stellte das weitere Now How zur Verfügung. Vergessen darf aber auch nicht, dass Gelder aus der deutschen Steuerkasse eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Jean Pütz

Forschungsschritte für Impfstoff parallel statt nacheinander

„Als das Corona-Virus Ende 2019 auf den Menschen übersprang und sich als COVID-19 binnen kürzester Zeit weltweit verbreitete, hat Pfizer die lange Vorerfahrung bei der raschen Entwicklung eines Impfstoffs sehr geholfen“, sagt Rumler. Binnen kürzester Zeit hat Pfizer entschlossen, mit dem deutschen Unternehmen BioNTech eine Partnerschaft einzugehen.

„Aufgrund unserer Erfahrung konnten für die Impfstofferforschung notwendige Schritte parallel statt nacheinander gegangen werden. Dafür waren große Investitionen notwendig“, erklärt Rumler. „Tausende Menschen, Mediziner und Wissenschaftler haben zusammen Großartiges geleistet, sodass der BioNTech/Pfizer-Impfstoff bereits Ende 2020 als erster Impfstoff in Europa zugelassen und am 27. Dezember die erste Person in Österreich gegen COVID-19 geimpft wurde“, so Rumler.

Rumler: Welthandel für effiziente Impfstoffproduktion wichtig

Für die Zulassungsstudie gab es weltweit rund 45.000 Freiwillige in über 150 Standorten für klinische Studien. „Diversität und Altersverteilung spielten eine große Rolle. Schließlich war es unser Ziel, künftig allen – auch Schwangeren und Kindern – einen wirksamen und verträglichen Impfstoff anbieten zu können“, so Rumler.

Erst von wenigen Tagen wurde für den Impfstoff in den USA ein Antrag auf Zulassung auch für 12- bis 15-jährige gestellt. Der Zulassungsantrag für die EU wird bald folgen. Staatlichen Alleingängen bei der Impfstoffproduktion steht Rumler kritisch gegenüber. „Unser Impfstoff besteht aus 280 Inhaltsstoffen aus 86 Produktionen in 19 Ländern. Der funktionierende Welthandel und spezialisierte Produktionsstätten sind ausschlaggebend für die immense Produktionsgeschwindigkeit des Impfstoffs“, erklärt Rumler. War zunächst seitens Pfizer die Produktion von 1,3 Milliarden Dosen geplant, wurde der Zielwert mittlerweile auf 2,5 Milliarden ausgeweitet.

Ist Elon Musk eine Umweltsau oder was noch?

(Xing) – Der Ton im Zwist um die Genehmigung für das deutsche Tesla-Werk wird rauer. Der E-Auto-Gigant hadert mit der deutschen Bürokratie, der Unmut beim US-Konzern wächst. Tesla will die schleppende Genehmigung für sein Werk in Brandenburg vorantreiben und hat deshalb einen Frust-Brief verfasst.

«Der deutsche Genehmigungsrahmen für Industrie- und Infrastrukturprojekte sowie für die Raumplanung steht in direktem Gegensatz zu der für die Bekämpfung des Klimawandels notwendigen Dringlichkeit der Planung und Realisierung solcher Projekte», kritisiert Tesla in dem am Donnerstag veröffentlichten Brandbrief und argumentiert, die Fabrik helfe durch Verbreitung von E-Mobilität im Kampf gegen die Erderwärmung.

Noch kein Zeitplan für endgültige Genehmigung
«Besonders irritierend» sei für Tesla, dass es 16 Monate nach dem Antrag noch keinen Zeitplan für die Erteilung einer endgültigen Genehmigung gebe. Das «eklatanteste Problem» sei, dass in aktuellen Verfahren und Gesetzen Projekte, die den Klimawandel bekämpften und solche, die ihn beschleunigten, gleich behandelt würden.

Tesla äußerte sich in einem Verfahren zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Bundesrepublik vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Die DUH fordert, dass die Bundesregierung dazu verurteilt werde, ein Programm aufzustellen, um das nationale Klimaschutzziel 2030 zu erreichen. Tesla reichte die Stellungnahme als «Freund des Gerichts» ein, da es im Interesse des Verfahrens sei, die Erfahrungen zu teilen.

Umwelthilfe von Tesla-Vorstoß überrascht
Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch sagte, er sei von Teslas Vorstoß überrascht worden, begrüßte ihn aber. Der Brief sei «segensreich»: «Das Wesentliche ist, dass jetzt wieder Schwung in die Diskussion hineinkommt, wie wir diese Überbürokratisierung in Deutschland zurückfahren können, ohne dass die Mitwirkungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft und der Umweltverbände geschliffen werden.»

Tesla will 500.000 Autos in Deutschland bauen – jährlich
Tesla will in seinem ersten europäischen Werk in Grünheide in Brandenburg im Sommer die Produktion aufnehmen und mit der Zeit 500 000 Autos pro Jahr fertigen. Der US-Konzern baut bisher mit vorläufigen Zulassungen. Die Arbeiten wurden wiederholt nach dem Vorgehen von Umweltverbänden unterbrochen. Unter anderem ging es dabei um die Umsiedlung von Tieren. Kritiker warnen auch vor Risiken für die Trinkwasser-Versorgung der Region. Langsam aber sicher gerät der Zeitplan in Gefahr.

Tesla schlägt Maßnahmenkatalog vor
Tesla schlug in der Stellungnahme zehn Maßnahmen vor, mit denen die Genehmigungsabläufe verbessert werden sollen. Dazu gehören beschleunigte Verfahren für nachhaltige Projekte sowie die Berücksichtigung auch indirekter Auswirkungen auf die Umwelt.

Aktuell könnten Hinweise auf relativ geringe lokale Folgen in größerem Maßstab positive Projekte verhindern, argumentierte der US-Konzern. Tesla kritisierte auch, dass bei der Beteiligung der Öffentlichkeit «einige der aktuellen Bestimmungen zu Missbrauch einladen». So belohnten große Anhörungen «Lautstärke statt Substanz».

Auch Brandenburgs Umweltministerium zeigte sich bei diesem Vorschlag skeptisch. Man halte zwar Verfahrensbeschleunigungen «an geeigneter Stelle» für sinnvoll. «Rechtlich kann es jedoch keine Unterscheidung zwischen scheinbar klimafreundlichen und eher klimabelastenden Investitionen geben, denn das Recht ist nicht teilbar.» (mit Material der dpa erstellt)

(Focus) – Ein erfahrener Ex-Daimler-Ingenieur unterschreibt einen Vertrag bei Tesla in Berlin. Doch noch bevor sein neuer Job richtig losgeht, ist er schon wieder vorbei.

Was Stefan Schwunk seinen Followern erst als Aprilscherz verkauft, stellt sich plötzlich als wahr heraus: Der ehemalige Daimler-Ingenieur, der im Dezember 2020 einen Vertrag für einen Job in der neuen Tesla-Fabrik bei Berlin unterschrieben hatte, ist genau diesen Job auch schon wieder los. Praktisch hatte er keinen einzigen Arbeitstag.

Schwunks Aussagen zufolge löste der Autokonzern von Elon Musk den Arbeitsvertrag auf, bevor er den Posten überhaupt offiziell angetreten hatte, wie er in dem Podcast „Moin Tesla“ erzählt hat und auch gegenüber FOCUS Online bestätigt hat. Als Grund für die Auflösung des Vetrags deutet der 43-Jährige an, dass er seine Tätigkeit als Youtuber nicht wie zuvor hätte weiterführen können.

Obwohl sein Kanal namens „Schwunkvoll“, in dem es um E-Mobilität und auch um eine kritische Auseinandersetzung mit der Industrie geht, beim Vorstellungsgespräch mit Tesla zunächst kein Problem gewesen sein soll, deutet Schwunk aber an, dass dem amerikanischen E-Auto-Konzern die Nebentätigkeit sowie ein angebliches Interview seines angehenden Mitarbeiters über den Job-Wechsel wohl doch nicht gefallen hatte.

Schwunk musste „ganz, ganz viele Verschwiegenheitserklärungen“ unterschreiben
Das merkte Schwunk offenbar in den ersten On-Boarding-Gesprächen, die er im Januar vor seinem offiziellen Jobantritt führte. Zu dem Zeitpunkt musste er schon „ganz, ganz viele Verschwiegenheitserklärungen“ unterschreiben, wie er im Podcast erzählt. Heißt: Er hätte öffentlich über seinen Job bei Tesla nicht sprechen dürfen.

In seinen Youtube-Videos also beispielsweise die Tesla-Gigafactory bei Berlin von innen zu zeigen, wie Schwunk es sich etwa ausgemalt hatte: völlig undenkbar. „Ich dachte, die wären da ein bisschen offener“, gibt Schwunk zu und erklärt, wie die Situation vor Jobbeginn bei ihm „schon ein bisschen Magengrummeln ausgelöst“ hätte. Hinzu kam nämlich, dass das Gehalt bei Tesla „natürlich nicht so wie ein Daimler-Gehalt“ sei. Seinen Youtube-Kanal als zweite Einnahmequelle zu nutzen, wäre also schwierig geworden.

Die Auflösung des Arbeitsvertrags scheint auch in Schwunks Sinne gewesen zu sein. „Da kam mir Tesla mit diesem Gespräch zuvor.“ Dann spielt er noch auf Tesla-Chef Musk an. „Ich glaube, da ist schon ziemlich viel dran, dass es bei Tesla einen Menschen gibt, der sozialmedientechnisch aktiv sein darf – und alle anderen nicht.“

Schwunk hat seit Mitte März einen neuen Job: bei einem Tochter-Unternehmen von VW, das unter anderem auf Lösungen für E-Mobility setzt.

17.04.21 Wie funktioniert eigentlich der Boten-RNA oder mRNA Impfstoff, der von BioNTech entwickelt wurde?

Nur so ist die Corona Krise schnellstens überwindbar!!!

Um Ihnen, liebe Facebook-Freunde, dieses zu beschreiben, habe ich meine alten, in der Hobbythek praktizierten Methoden wieder rausgekramt. Machen sie sich da Ihr eigenes Bild aber ich bin sicher, wenn Sie diesen Beitrag, wie gesagt wieder in freier Moderation, weil ich ja nicht mehr den üblichen Prompter zum Einspiegeln von Texten wegen meiner Makuladegeneration nutzen kann, bis zum Ende verfolgen, dann bin ich sicher, daß viele Vorurteile gegenüber dem Impfen behoben werden können.

Warum ist der mRNA Impfstoff so arm an Nebenwirkungen, ich spreche da aus eigener Erfahrung. BioNTech hat mich wieder unabhängig gemacht, kann meine Umwelt nicht mehr mit Coronavirus belasten, und ich hoffe, dass auch die Politik dieses begreift, das RKI hatte ich ja in meinem vorherigen Beitrag wüst beschimpft, 3 Tage später wurde dann meine These vom RKI bestätigt. Derjenige der geimpft ist, kommt nicht mehr als Überträger infrage. Wie die messenger RNA (mRNA) Methode funktioniert und warum die so genial ist, das hoffe ich, wird Ihnen jetzt plausibel sein. Den einzigen Vorwurf, den ich diesen genialen

Wissenschaftlern mache, ist daß Sie diese Methode nur zur Entwicklung von Impfstoffen genutzt haben. Genauso kann man damit wirksame Medikamente auf den Punkt genau entwickeln. Das hätte vielen Corona-Sterbenden das Leben gerettet. Aber die teilweise mit der Gießkanne verteilten Subventionen an die Impfhersteller haben leider nur die Entwicklung der Impfstoffe gefördert, mit EU-Verträgen die ich selbst ebenso als sehr fahrlässig ansehe. Es lebe die Wissenschaft und es lebe das Zeitalter nach Corona.

Folge 185: Der Vernunft eine Chance

16.04.21 Kollektiver Irrglaube: Das E-Auto rettet nicht das Klima

Trotzdem gehört die Elektromobilität der Zukunft.

Tesla-Fabrik in Brandenburg, große Umweltprobleme, Musk verschweigt die Nachteile und glaubt trotzdem, das Klima zu retten.

  1. Elon Musk preist die Vorzüge des Elektro-Autos. Er behauptet, es würde das Klima retten. Das ist die erste Lüge.
  2. Elon Musk verschweigt bewusst die ökologischen Nachteile und den geringen Anteil, den private Autos zum Gesamt-CO2-Aufkommen beitragen.
  3. Die schwergewichtige, fast 500 kg-lastige Lycium-Ionen-Batterie erzeugt enorme Umwelt-Probleme bei der Gewinnung der Rohstoffe, z. B. Lycium, hoher Wasserverbrauch besonders in Wüstengegenden, Landschaftszerstörung im offenen Bergbau und CO2-Bildung bei der Aufbereitung des Erzes, weitere Rohstoffe, wie seltene Erden, Kobalt, Zerstörung der Sozialsysteme, Kinderarbeit.
  4. Die deutschen Automobilfirmen müssen die Stromspeicher aus Asien beziehen. Bei der zukünftigen Produktion in Deutschland fallen hohe Lizenz-Gebühren an. Mit der Batterie kann daher kein Gewinn erwirtschaftet werden, sie bildet nur einen Ballast mit über  30% an den Gesamt-Produktionskosten.
  5. Das Elektro-Auto ist ideal für China und in Amerika, z. B. in Kalifornien,  wegen des häufigen Smog-Klimas.
  6. Viele Regierungen in der EU, insbesondere Deutschland, sind auf seine ökologischen Versprechen hereingefallen – auch weil dabei der Dieselskandal eine Rolle spielte.
  7. Die Umstellung auf die rein batterie-betriebene E-Mobilität passte sehr gut in die Grünen-Ideologie, weil diese populistisch dem Volk weisgemacht hat, dass mit dem E-Auto enorme CO2-Mengen eingespart würden, dabei sind es nur 6-8% Anteil am Gesamt-Kohlendioxid-Aufkommen, die derzeit unsere herkömmlichen Autos zufügen. Verschwiegen wird dabei, dass in Gebäuden viel mehr – bis zu 40-50% – CO2 entsteht.
  8. Verschwiegen wird dabei, dass durch den Umbau der Automobil-Industrie hunderttausende von Arbeitsplätzen vor allen Dingen in der mittelständischen Zuliefer-Industrie verschwinden, weil der Verbrennungsmotor irrational verteufelt wird. Er könnte in Gebäuden installiert als Kleinheiz-Kraftwerk (KKW) und Wärmepumpen-System inkl. Rückgewinnung der Energie zum Heizen und Kühlen in Klimaanlagen, enorme CO2-Mengen einsparen helfen, auch ohne Belastung des elektrischen Stromnetzes.
  9. Diese hunderte von Milliarden Subventionen, die in die Umstellung der Automobil-Industrie zum E-Auto geleistet wurden, könnten mit dem Verbrennungsmotor erspart werden, wenn man auf das Konzept des HyperHybrid-Autos eingehen würde. Dieses entspricht voll dem Übergang zur Elektromobilität, jeder mechanische Antrieb über Getriebe entfällt. Das übernimmt der Elektromotor und die Software, mit der er gesteuert wird.  Und das bei nur einem Siebtel der Batteriekapazität.

Der folgende Link erklärt das Prinzip und die Vorteile des HyperHybrid-Autos im Trickfilm:

Er beginnt mit dem Aufbau des Chassis, zunächst der kleine Lademotor (Prinzip 4Takt-Otto-Motor auf Benzin- oder später Methanol-Basis), er arbeitet immer bei Drehzahlen im optimalen Wirkungsgrad-Bereich, Anfahren und Beschleunigen übernehmen die Elektro-Motoren. Der damit verbundene Generator produziert nicht nur Strom für die Batterie, sondern sorgt auch für Rückgewinnung der Bremsenergie. Ein aufwendiges mechanisches Getriebe ist nicht notwendig, diese Aufgabe übernehmen die Antriebsmotoren – Software-gesteuert – von 0 bis Höchstgeschwindigkeit mit allem Drum und Dran, z. B. Automatik-Funktion. Dann folgt die kompakte Lycium-Ionen-Batterie, jederzeit austauschbar, Außentemperatur-unabhängig, Kapazität: 17kW/h – ein Siebtel des reinen Elektroautos. Ansonsten alles wie z. B. beim Tesla, mit sämtlichen Eigenschaften eines reinen E-Autos. Die Energieaufwendige Klima-Anlage wird thermisch durch die Abwärme des Lademotors gespeist und verbraucht keinerlei  Batterie-Kapazität, damit überwindet sie den Nachteil eines reinen E-Autos, denn bei Frost und extremer Hitze reduziert deren Klimaanlage stark die Reichweite. Ein 30 Liter-Tank ermöglicht beim HyperHybrid-E-Auto eine Reichweite von weit über 1000 Kilometer. In der Stadt wird der Lademotor nicht benötigt, trotzdem liegt die Reichweite über 60 Kilometer bei Stadt-angepasster Geschwindigkeit. Es folgt die Karosserie mit großer Design-Freiheit

Link

  1. Dieses HyperHybrid-E-Auto ermöglicht u. U. sogar eine völlig CO2-neutrale Fahrt, bei max. 2-3 Litern Treibstoffverbrauch auf 100 Kilometern. Der vorhandene kleine Lademotor – max. 40 kW – kann mit aus Wasserstoff gewonnenem regenerativen Methanol angetrieben werden. Trotzdem entwickelt das Auto mit seinen kräftigen Elektromotoren eine Antriebsleistung bei Bedarf von über 150 kW. Das sind keine Wolkenkuckucksheime, sondern zwei Prototypen existieren bereits.
    Es ist selbstverständlich, dass ich als unabhängiger Wissenschaftsjournalist auf Ehr und Gewissen keinerlei Honorar von der österreichischen Technologiefirma Obrist, die die beiden Prototypen produziert haben, weder bekomme noch bekommen werde. Auch bin ich an der Firma nicht beteiligt.
    Ich bin nur glücklich, dass sie parallel meine Idee, die ich vor 12 Jahren aus ökologischen und Umweltgründen entwickelt hatte, allerdings mit leichten Variationen: einem genialen selbst entwickelten vibrationsfreien Otto-Motor, angetrieben mit Benzin oder – wenn in Zukunft verfügbar – mit regenerativem Methanol aus Wasserstoff. Mein Prinzip hatte ich seinerzeit der dem  Deutschen Ford-Konzern angedient, bin aber bei denen gescheitert, das Prinzip war ihnen zu teuer.

Hier der Link zu dem von der Firma Obrist produziertem Video mit dem Titel ‚Die Idee mit dem flüssigen Strom‘, die jedes schwergewichtige reine E-Auto überflüssig macht, zumindest genial vereinfacht.

Ihr Jean Pütz

Auch das noch, lebende Zellen aus dem 3D-Drucker

(prd) – Dank der Kombination eines 2-Photonen 3D-Druckers mit einem innovativen, Hydrogel-basierten Bio-Material ist es jetzt erstmals möglich, 3D-Strukturen, die lebende Zellen enthalten, direkt zu drucken – und zwar sowohl im meso- als auch nanoskaligen Bereich. Der von der UpNano GmbH (Wien) entwickelte NanoOne Bio ist ein Drucker, der auf der erfolgreichen NanoOne-Linie von Laser-powered 2Photonen 3D-Druckern basiert, die Strukturen über 12 Größenordnungen drucken können. Das neue Hydrogel wurde gemeinsam mit Xpect INX (Ghent, Belgien) entwickelt – einem Spin-Off Projekt, das sich auf die Entwicklung von biokompatiblen Materialien für die 3D-Druck-Industrie spezialisiert hat. Es ist das einzige kommerziell erhältliche Druckmaterial, das die Einbettung lebender Zellen direkt von der Kulturplatte in hochpräzise 3D-gedruckte Strukturen für biologische Anwendungen erlaubt.

Zweidimensionale Zellkulturen waren für viele Jahrzehnte der Standard in der pharmazeutischen, präklinischen sowie der biomedizinischen Forschung im Allgemeinen.
Es mehrten sich allerdings die Hinweise, dass diese Modelle die zelluläre Interaktion in lebenden Systemen auf dem 3D-Level nur schwach abbilden. Dies ist eine der Ursachen dafür, dass die Entwicklung von Medikamenten, die auf 2D-Systemen basiert, zu irreführenden Ergebnissen führt, was sich in Millionen an Kosten für ergebnislose F&E niederschlägt. Bisher scheiterte der Nachbau komplexer und hochpräziser 3D-Strukturen mitsamt eingebetteter lebender Zellen an der mangelnden Verfügbarkeit von geeigneten Materialien und Drucksystemen. Dies hat sich nun geändert: dank der gemeinsamen Entwicklung des neuen Hydrogel-basierten Bio-Materials durch Xpect INX und UpNano in Kombination mit dem neuen Druckermodell NanoOne Bio.

MASCHINEN & MATERIALIEN
“Das Kombinieren der Kompetenzen von UpNano in der Entwicklung von 3D-Druck-Geräten und von Xpect INX in der Formulierung von innovativen Materialien für den 3D-Druck führten rasch zum Erfolg”, kommentiert Peter Gruber, Head of Technology und Co-Gründer der UpNano. “Wir haben X Hydrobio INX© U200, ein hoch biokompatibles Hydrogel, gemeinsam entwickelt und konnten gleichzeitig eine 2Photonen 3D-Druck-Maschine, die den weitesten Bereich an druckbaren Dimensionen auf dem Markt besitzt, anbieten.” X Hydrobio INX© U200 ist ein wasserlösliches Hydrogel, das den Transfer von Zellkulturen aus 2D-Kulturplatten in komplexe 3D-Strukturen ermöglicht. “Das Gelatine-basierte X Hydrobio INX© U200 wurde speziell für die Einkapselung von verschiedenen Zelltypen entwickelt und erlaubt daher die Erzeugung von komplexen 3D-Mikrogeweben”, sagt Jasper Van Hoorick, Projektleitung bei Xpect INX. “Das Hydrogel ahmt die natürliche zelluläre Umgebung nach und ist biologisch abbaubar, wodurch es den Zellen ermöglicht, das Material graduell durch neu geformtes Gewebe zu ersetzen.” Das Gel löst die Probleme, die bei Standard-Nährmedien, wo die Zellen auf 2D-Art inkubiert werden, auftreten. Nachfolgend kann das Hydrogel, das die lebenden Zellen enthält, direkt in den NanoOne Bio – einen von UpNano entwickelten hoch präzisen 2Photonen 3D-Drucker – eingebracht werden. Umfangreiche Untersuchungen zeigten, dass der 780 nm Rotlicht-Laser des NanoOne Bio die lebenden Zellen nicht schädigt, auch nicht bei der außergewöhnlich hohen Laserstärke, die alle NanoOne-Drucker verwenden. Tatsächlich ermöglicht die Verwendung einer so hohen Laserstärke, die in UpNanos 2-Photon 3D-Drucksystemen einzigartig ist, den Einsatz von Optiken, die die schnelle Produktion von cm-großen Strukturen mit außergewöhnlich hoher Präzision bis hin in den Nanobereich erlauben.

BOOST FÜR BIOMEDIZIN
Die Kombination des X Hydrobio INX© U200 mit dem NanoOne Bio eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten in der biomedizinischen Forschung & Entwicklung, sowohl für den industriellen als auch für den akademischen Bereich. Prof. James J. Yoo vom Wake Forest Institute for Regenerative Medicine (USA) hat dieses enorme Potenzial erkannt und sich entschieden, UpNano für zukünftige Entwicklungen zu beraten. Der renommierte Experte für Gewebe-Engineering und Biofabrikation tritt mit April 2021 in den Beirat des Unternehmens ein und wird die kontinuierliche Weiterentwicklung von neuen Anwendungen für die biomedizinische F&E begleiten.

Die Produktion von “Labs-on-Chip” wird nun nicht nur mit einer beispiellosen Präzision, sondern auch direkt mit lebenden Zellen möglich – was dadurch einerseits Zeit spart und andererseits die Aussagekraft der Ergebnisse verbessert. Oberflächenstrukturen, die natürlichen Geweben ähneln (biomimetische Strukturen), können nun in der Weise geschaffen werden, dass sie eine nahezu natürliche Interaktion zwischen den lebenden Zellen und ihrer Wachstumsumgebung ermöglichen. “Zellen, die auf einer 2D-Kulturplatte in einem Standard-Nährmedium wachsen, sind weit entfernt von ihrer natürlichen physischen Umgebung und unterliegen einem Mangel an Interaktion mit den umgebenden Zellen, der bei lebenden Zellen unter natürlichen Bedingungen in alle Richtungen hin stattfindet”, erklärt Denise Mandt, Head of Marketing und Business Development sowie Co-Gründerin von UpNano. Aus der biomedizinischen F&E ist bekannt, dass ein fehlender 3D-Zell-zu-Zell-Kontakt einen negativen Einfluss auf die Interpretation von Ergebnissen aus Zellmodellen für humane Anwendungen hat.

Der NanoOne Bio wird in Kombination mit dem neu entwickelten X Hydrobio INX© U200-Kit diesen Ansatz signifikant verändern. Pharmazeutische Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden in der Lage sein, Zellmodelle zu entwickeln, die den natürlichen Wachstumsbedingungen im menschlichen Körper ähneln. Tatsächlich erlaubt der NanoOne Bio die Erzeugung von Oberflächenstrukturen mit höchster Präzision und/oder die Entwicklung von komplexen 3D-Gerüsten im cm-Bereich, die eingebettete Zellen enthalten. Dank des speziellen optischen Aufbaus, optimierten Scan-Algorithmen und der unternehmenseigenen adaptiven Auflösungstechnologie, bietet das NanoOne-System auch signifikant schnellere Produktionszeiten als andere Systeme – all dies Vorteile, die von Kunden im industriellen und im akademischen Sektor erkannt wurden. Die Erweiterung des Produktangebotes auch für Kunden aus dem biomedizinischen Forschungsbereich ist bereits mit großem Interesse aufgenommen worden.

Über UpNano (Stand April 2021)
Im September 2018 als Spin-Out der TU Wien gegründet, ist die UpNano ein in Wien ansässiges Hightech-Unternehmen mit Fokus auf Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung von hochauflösenden 3D Druck-Systemen, die auf 2 Photonen-Polymerisation basieren. Mit ihrem ersten kommerziellen Produkt, dem NanoOne-Drucksystem, können Mikrobauteile mit Strukturdetails ≥170 nm Auflösung gedruckt werden. Aufgrund des sehr schnellen Druckprozesses ist auch die Herstellung von Teilen bis zur Größe von mehreren Zentimetern realisierbar.

Über Xpect INX
Xpect INX ist ein Spin-Off-Projekt der Universität Ghent und konzentriert sich auf die Entwicklung von Biomaterialien für 3D-Bioprinting Applikationen. Auf der Basis jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung von Bio-Tinte offeriert und entwickelt Xpect INX eine Reihe von sofort einsetzbaren (Bio)Tinten für verschiedene 3D-Druck_Technologien an, inklusive 2PP, DLP und deposition-basierten 3D-Druck.

Austausch mit einem Astrologen, der Trotz allem der Vernunft zugängig ist

Diese persönliche Antwort auf eine Mail eines Astrologen mit Vornamen Gabor möchte ich Ihnen, den Besuchern meiner Homepage, auf Grund seines philosophischen Inhalts und meiner Abgrenzung der von mir so genannten Esoterik, nicht vorenthalten.

Lieber Gabor,
ich weiß nicht, warum ich diese Begegnung vergessen habe. Aber vielleicht liegt das an meinem Vorurteil. Wenn Du Dich als Astrologe vorgestellt hast, habe ich auf Vergessen geschaltet und Dich leider nicht ernst genommen.

Mit anderen Worten: Du bist in ein schwarzes Loch getaucht. Es mag auch sein, dass ich mit Nietzsche-Jüngern nichts anfangen kann. Das ist eine Philosophie, zu der ich absolut keinen Zugang habe und auch nicht möchte. Um hier ebenfalls ein Vorurteil zu nutzen: Ich finde, Nietzsche ist einer der Ideengeber der Nazis. Für mich ist die Aufklärung, die mit Descartes, Kant, Rousseau, Newton und vielen anderen Philosophen, die sich der Rationalität der Naturwissenschaften unterworfen haben, diejenige, die letztlich zu der Formulierung der Menschenrechte geführt hat. Heros in dieser Reihe sind für mich auch Albert Einstein und Linos Pauling, die auf konkrete und fassbare Beweisbarkeit ihrer Thesen gesetzt haben. Dazu gehören natürlich auch viele Nachfolger. Die westliche Kultur, die oft von aktiven Wunschdenkern verunglimpft wird, ist von allen entwickelten Staaten, inkl. China, trotz oder wegen Konfuzius, manchmal übernommen worden.

Die Selbstbestimmung des Individuums fällt und steht mit der Möglichkeit, in diesem Sinne rational zu handeln. Deshalb meine Hauptthese in Anbindung an die der Naturwissenschaft zugängigen Philosophen: Wir müssen der Vernunft eine Chance geben, sonst bricht der wissenschaftliche Turmbau zu Babel in sich zusammen.

Wahrscheinlich bist Du mir als einer dieser Art Spinner vorgekommen, die man schnell vergessen sollte.

Verzeih mir, aber das ist mein Ego, an dem ich in meinem Alter nicht mehr rütteln möchte. Werner Heisenberg mit seiner Unschärfe-Reaktion, insbesondere auch Max Planck, ihre Theorien haben sich letztlich auch in Experimenten belegen lassen. Ja, darauf baut mittlerweile die völlig neue Technologie des Quanten-Computers auf.

Also, sobald der erste Astrologe, der durchaus auch geniale Eigenschaften haben kann, solche Beweisführung nachweisen kann, bin ich sofort bereit, Euch ernst zu nehmen. Mein Geist ist offen, so, wie ich mit Dir auch kommuniziere, obwohl mir viele Gedanken von Dir suspekt sind.

Es lebe die Skepsis

Viele Grüße
Jean Pütz

Ähnliche Phagengemeinschaften im Darm von Menschen und Primaten

(Uni Kiel) – Internationales Forschungsteam unter Kieler Beteiligung ergründet ökologische und evolutionäre Ursprünge von Phagengemeinschaften als Teil des menschlichen Mikrobioms

Wir leben in einer von Mikroorganismen beherrschten Welt. Sie existierten bereits lange auf der Erde, bevor die ersten vielzelligen Lebewesen entstanden. Als Teil eines Metaorganismus, also der Gemeinschaft eines komplexen Lebewesens mit besiedelnden Mikroorganismen, sind sie auch heute zentraler Bestandteil des Lebens auf unserem Planeten und für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze von großer Bedeutung. Zu dieser mikrobiellen Besiedlung eines Lebewesens, dem sogenannten Mikrobiom, zählen auch verschiedene Viren. Bei den Viren, die mit dem Menschen assoziiert sind, handelt es sich meist um Phagen, die im Darm vorkommen. Phagen sind spezielle Viren, die Bakterien infizieren. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat nun die Ursprünge der Phagengemeinschaften im menschlichen Darm untersucht. Dazu haben die Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Forschenden unter anderem vom Berliner Robert-Koch-Institut (RKI), den Max-Planck-Instituten für Evolutionsbiologie und Evolutionäre Anthropologie und der Duke University in North Carolina und weiteren Partnerinstitutionen die Phagen nicht-menschlicher Primaten analysiert, also der nächsten lebenden Verwandten des Menschen. In einem vergleichenden Ansatz untersuchten sie die Darmphagen von 23 wild lebenden Primatenarten, die in sehr unterschiedlichen Ökosystemen auf der ganzen Welt vorkommen. Diese verglichen sie mit den Phagengemeinschaften von Menschen, die in Europa und Afrika leben. Es zeigte sich, dass in wilden Primaten nah verwandte Arten der meisten mit dem Menschen assoziierten Phagen zu finden sind. An der Kieler Universität trugen Forschende im Rahmen des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ in der Genomsequenzierung und Auswertung der generierten Daten zu dieser Arbeit bei. Die neuen Ergebnisse veröffentlichte das internationale Forschungsteam kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS).

Spiegelbild der evolutionären Entwicklung der Primaten
Die Forschenden untersuchten zunächst die evolutionären Beziehungen der Primaten-Phagen untereinander. Sie fanden heraus, dass die Verwandtschaftsbeziehungen einiger Gruppen von Phagen untereinander auch die evolutionäre Geschichte der Primaten widerspiegeln, die sie beherbergen. Dieser Zusammenhang wurde zuvor auch bei den Bakterien des Darmmikrobioms beobachtet. Dieses Muster, das wissenschaftlich auch als Ko-Divergenz bezeichnet wird, deutet darauf hin, dass einige Phagen über Millionen von Jahren eine Assoziation mit bestimmten Primatenstämmen aufrechterhielten. Dies ist auch überraschend, weil diese Primaten in einigen Fällen das gleiche Ökosystem mit anderen Primaten mit abweichenden Phagengemeinschaften teilten und diese in einigen Fällen diese sogar regelmäßig fraßen. Dr. Sébastien Calvignac-Spencer vom RKI erklärt: „Wir haben manchen Fällen Muster der Ko-Divergenz zwischen Primaten und den Viren, die sie infizieren, beobachtet. Dies zeigt, dass einige Viren eine enge Beziehung zu ihren Wirten über evolutionäre Zeitskalen beibehalten. Aber Phagen infizieren Bakterien, keine Primatenzellen. Daher waren wir sehr überrascht, dass auch einige Phagen ähnliche evolutionäre Muster zeigen“.

„Das Projekt ist Teil einer größeren Forschungszusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Fabian Leendertz am Robert-Koch-Institut, für das wir in Kiel Sequenzierdaten produziert haben, die wir nun auf verschiedenste Weise gemeinsam untersuchen“, sagt Dr. Malte Rühlemann vom CAU-Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB). „Ziel unseres Projekts im SFB1182 ist es, die Mechanismen zu verstehen, die bestimmen, warum das menschliche Mikrobiom so aussieht, wie wir es beobachten. Die evolutionäre Betrachtung der Phagengemeinschaften in Menschen und nicht-menschlichen Primaten stellt dabei einen wichtigen Baustein dar und ist in dieser Form bisher einzigartig“, so Rühlemann weiter.

Phagen gehen langfristige Assoziationen mit Wirten ein
Angesichts der Tatsache, dass einige Phagen langfristige Assoziationen mit bestimmten Primatenarten bilden, wollten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nachvollziehen, wie solche langfristigen Assoziationen aufrechterhalten werden. Sie fanden zum Beispiel heraus, dass benachbarte soziale Gruppen von Pavianen einzigartige Phagen-Gemeinschaften beherbergen. In diesen Gruppen weisen insbesondere solche Tiere sehr ähnliche Phagen-Gemeinschaften auf, die sozial eng verbunden sind und sich zum Beispiel gegenseitig bei der Körperpflege unterstützen – unabhängig von ihrem genetischen Verwandtschaftsgrad. Erstautor Dr. Jan Gogarten vom RKI merkt an: „Unsere Studie unterstreicht die Bedeutung von Langzeitbeobachtungsstudien an wilden Primaten, wie beispielsweise im Amboseli Baboon Research Project in Kenia. Auf diesem Weg lassen sich Fragen beantworten, die sich beim Menschen kaum untersuchen lassen. So werden zum Beispiel einige dieser Paviangruppen seit Jahrzehnten beobachtet. Daher sind dort die Verwandtschaftsverhältnisse und sozialen Gefüge in den Tiergruppen sehr gut bekannt. Zudem sammeln die Forschenden häufig Kotproben, was eine langfristige Beobachtung der Mikrobiomzusammensetzung ermöglicht. Eine solche detaillierte Auflösung von Daten gibt es für menschliche Populationen nicht.“ Die Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass auch soziale Interaktionen beim Menschen einen Einfluss auf die Übertragung von Phagen haben könnten – was in künftigen Forschungsarbeiten zu klären ist.

In einem nächsten Schritt untersuchten die Forschenden, wie flexibel oder dauerhaft die Verbindungen von Primaten und ihren Phagengemeinschaften sind. Wildlebende Primaten haben ihre Phagenzusammensetzung im Prinzip über Millionen von Jahren beibehalten. Das Forschungsteam analysierte Phagen, die in Primaten in Zoos leben. Sie fanden heraus, dass Primaten in Gefangenschaft die Phagen verlieren, die sie normalerweise in freier Wildbahn beherbergen. Insgesamt bietet die Studie neue Einblicke in die evolutionären und ökologischen Ursprünge der mit dem Menschen assoziierten Phagen und eröffnet interessante Perspektiven für weitere Forschungsarbeiten.

Co-Autor Professor John Baines, der die Sektion für Evolutionäre Medizin an der CAU leitet, fügt hinzu: „Angesichts der drastischen Veränderungen in unseren eigenen mikrobiellen Gemeinschaften, die während des Prozesses der Menschwerdung stattgefunden haben, und der aktuellen Plage von Zivilisationskrankheiten, die mit dem Mikrobiom in Verbindung stehen, kann die Bedeutung dieser unschätzbaren Informationen über die mikrobiellen Gemeinschaften unserer nächsten lebenden Verwandten nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

12.04.21 Bilanz in die Zukunft: Die deutsche Gerechtigkeitsdebatte hat System

Ein kluger Zeitgenosse, Wolfgang Bok, deckt viele Widersprüche der heutigen Wirtschaftssozialpolitik auf. Sehr lesenswert!

(NZZ) – Im Superwahljahr brauchen Grüne, SPD und Linkspartei möglichst viel Ungleichheit, um mit «Reichensteuern» und Vermögensabgaben zu punkten. Die wahren Ursachen für den teilweisen Nicht-Wohlstand werden selten thematisiert.

Das Buch «Working Class – Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können» der Journalistin Julia Friedrichs kommt wie bestellt. Rechtzeitig zum Superwahljahr führt die junge Autorin Klage darüber, dass der soziale Aufstieg durch Erwerbsarbeit in Deutschland kaum mehr möglich sei. Auf 323 Seiten werden allerhand Daten und Betroffenheit als Belege dafür angeführt, warum es der Mittelschicht nicht mehr zu Wohlstand reiche. Schuld seien Globalisierung, Deregulierung, Finanzkapitalismus und natürlich eine unsoziale Politik. So weit, so bekannt – und nicht ganz falsch.

Der Sound passt zur Stimmungslage, die da stets aufs Neue intoniert wird: Das «reiche Deutschland» leiste sich viel Armut. Um die Dramatik zu unterstreichen, wird neuerdings ein statistischer Trick angewandt: Nicht tatsächliche materielle Not ist das Kriterium, denn die ist laut Statistischem Bundesamt 2018 auf den Tiefststand von 3,1 Prozent gesunken. Auch ist die Zahl der Bezieher von Hartz IV, Grundsicherung oder Asylbewerberhilfe zurückgegangen. Also wird eine mögliche «Armutsgefährdung» konstruiert. Betroffen ist bereits, wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben muss. Würde über Nacht ein Geldregen über Deutschland niedergehen und jedermanns Vermögen verzehnfachen, so würde sich an der statistischen Armutsgefährdungsquote nichts ändern.

Hausgemachte Probleme

Soziale Gerechtigkeit ist ein Dauerthema in Deutschland. Wollte Ludwig Erhard noch «Wohlstand für alle» schaffen, so geht es heute vor allem darum, die Unterschiede zwischen Arm und Reich einzuebnen. Grüne, SPD und Linkspartei, die im Herbst auf einen Machtwechsel in Berlin zusteuern, brauchen möglichst viel Ungleichheit, um ihre Forderungen nach «Reichensteuern» und zusätzlichen Vermögensabgaben zu rechtfertigen. Gerne garniert mit einem Bürgergeld oder einer Garantiesicherung, die auch jenen zustehen soll, die nicht arbeiten wollen.

Über die banale Forderung nach Umverteilung von oben nach unten kommt die deutsche Gerechtigkeitsdebatte selten hinaus. Auch das hat System: Die wahren Ursachen dafür, warum die untere Hälfte der Bevölkerung in relativem Nicht-Wohlstand verharrt, werden selten thematisiert. Denn zu Ende gedacht, würde man dann auch bei jenen als Schuldigen landen, die über die «ungerechten Verhältnisse» am lautesten klagen. Sie betreiben in Wahrheit eine Umverteilung von unten nach oben.

Ohne Eigentum bleibt man ewig Mieter

Am Beispiel der steigenden Mieten und hochschiessenden Immobilienpreise wird dies besonders deutlich: Obwohl in Deutschland nur 14,4 Prozent der 357 000 Quadratkilometer als Siedlungs- und Verkehrsfläche ausgewiesen sind, haben die Grünen dem «Flächenfrass» den Kampf angesagt. Wo immer sie das Sagen haben, werden neue Baugebiete verhindert. Einfamilienhäuser sollen möglichst gar nicht mehr erlaubt sein. Diese politisch gewollte Verknappung treibt die Preise drastisch in die Höhe. Ein ausuferndes Baurecht und immer strengere Energieeinsparauflagen sorgen zusätzlich dafür, dass sich auch gutverdienende Mittelschichtsfamilien den Traum von den eigenen vier Wänden abschminken können. Nutzniesser sind die Besitzer von Grundstücken und Immobilien. Eine Dynamik von weniger Angebot und mehr Nachfrage (auch durch Zuwanderung) lässt ihr Vermögen wachsen. Was wiederum den beklagten Graben zwischen Arm und Reich vertieft.

Ohne Eigentum bleibt man ewig Mieter und damit von einer Vermögensbildung fürs Alter abgeschnitten. Hier ist Deutschland mit einer Eigentumsquote von unter 50 Prozent ohnehin Schlusslicht. Der Bonner Wirtschaftshistoriker Moritz Schularick hat errechnet, dass die ärmsten 20 Prozent der deutschen Haushalte mittlerweile fast 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. 1993 seien es noch 23 Prozent gewesen.

Dieser Personenkreis ist es auch, der unter den hohen Energiepreisen zu leiden hat: Den Strompreis können sich jährlich an die 350 000 Haushalte nicht mehr leisten, und die Stromzufuhr wird ihnen abgedreht. Zwei Millionen Menschen in Deutschland fehlt laut Statistischem Bundesamt das Geld, um die eigene Bleibe ausreichend zu heizen. Selbst der Bundesrechnungshof rügt diese einseitige Belastung in seinem neusten Bericht. Dennoch wollen Grüne und SPD die Preise für Strom, Gas, Benzin und Heizöl weiter nach oben treiben. Das soll den Klimawandel bremsen, obwohl Deutschland kaum zwei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoss beiträgt.

Nutzniesser dieser Energiewende sind wiederum jene Vermögenden, die über Dächer und Grundstücke für Solarplantagen und Windräder verfügen oder viel Geld in hochrentierliche «grüne Fonds» stecken. Sie können sich auch die teuren E-Autos leisten, derweil dem werktätigen Pendler sein alter Diesel verleidet wird, den er dringend zum Broterwerb braucht. Auch so wird den Armen genommen und den Reichen gegeben.

Europas Grosssponsor

So geht es geradezu fort mit der grün-roten Umverteilung. Während zu Hause das Geld fehlt, um insbesondere den abhängig Beschäftigten mehr Netto vom Brutto zu lassen, gibt man sich in Europa als Grosssponsor. Entgegen der eindeutigen Rechtslage erklärt der Finanzminister Olaf Scholz eine Schuldenunion zum politischen Ziel. Der Kanzlerkandidat der SPD, der einen Amtseid zum Wohle des deutschen Volkes geleistet hat, nimmt also die eigenen Steuerzahler in Haftung, um die deutlich wohlhabenderen Bürger in Italien, Spanien oder Frankreich vor unangenehmen Reformen zu bewahren.

Mit einem Medianvermögen von netto gerade einmal 61 000 Euro sind die Deutschen sogar ärmer als die Griechen, denen sie mit vielen Milliarden helfen mussten. Der EU-Schnitt liegt bei 100 000 Euro. Zugleich hat das Land unter der Regierung Merkel nicht nur die Spitze der Steuer- und Abgabenbelastung unter den OECD-Ländern erklommen, sondern hier trägt die arbeitende Mittelschicht mit 27,17 Prozent auch am meisten zum Steueraufkommen bei. Alle Versprechen, insbesondere die unteren Einkommensschichten spürbar zu entlasten, sind Makulatur.

Tabuthema Migration

Völlig ausgeblendet wird in der deutschen Gerechtigkeitsdebatte das Thema Migration. Selbst in offiziellen Studien wie dem «Sozialreport 2021» wird allenfalls am Rande zwischen heimischer und importierter Armut unterschieden. Als einer der wenigen namhaften Politiker hat einzig Friedrich Merz gefordert, in die Debatte um Wohlstandsunterschiede die Tatsache einzubeziehen, dass man ohne die Zuwanderung der Jahre 2015/16 in die Sozialsysteme «eine Million Hartz-IV-Empfänger weniger» hätte. Doch der Ruf nach mehr Transparenz wurde umgehend als Rassismus diskreditiert. Dabei hat der konservative Merkel-Widersacher die Fakten auf seiner Seite. Von den damals 5,52 Millionen Hartz-IV-Empfängern haben rund zwei Millionen keinen deutschen Pass. 980 000 werden der Personengruppe «Asylbewerber» zugeordnet.

Auch der jetzt vorgelegte Bericht des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung spricht eine klare Sprache: Vor allem die Zuwanderung von bildungsfernen Schichten aus Afrika und Arabien sowie deren deutlich höhere Geburtenrate hätten dazu geführt, dass die Bevölkerung in Deutschland nicht geschrumpft, sondern auf die Rekordmarke von rund 83 Millionen gestiegen sei. Jeder vierte der insgesamt 416 000 Asylanträge, die 2020 in allen 27 EU-Staaten gestellt wurden, ging bei deutschen Behörden ein. Die allermeisten Bezüger bleiben dauerhaft auf Transferzahlungen angewiesen.

Derweil verliessen in den letzten zehn Jahren rund 500 000 Hochqualifizierte das Land, um einer Abgabenlast zu entgehen, die nach dem Willen von Grünen, SPD und Linkspartei für die sogenannten Besserverdiener noch weiter steigen soll. Auch so wird eine soziale Schieflage erzeugt. Doch davon liest man auch bei Julia Friedrichs kein Wort.

 

12.04.21 Benötigt Deutschland eine ‚neue Normalität‘?

Zu diesem wichtigen Thema bitte ich Sie, liebe Facebook-Freunde, sich die Zeit zu nehmen, meinen Kommentar ganz anzuhören.

Vorab: Hat die AFD wirklich mit diesem Wahlspruch ins Volle getroffen? oder bezieht sie sich populistisch auf Widersprüche, die sich heute in der Politik der anderen Parteien offenbaren? Ist es notwendig, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben? Diesem Themen möchte ich mich in Zukunft als Zeitzeuge der letzten 80 Jahre hier bei Facebook widmen.

Einige Beispiele: Ist es dringend notwendig, jetzt schon unsere Demokratie und Kultur vor Irrtümern und Widersprüchen, die erst Jahre später ihre Spuren hinterlassen, zu schützen. Es ist nicht alles Gold was glänzt, klar, aber das hat Churchill schon erkannt, die Demokratie ist das kleinere Übel, das auch dem einzelnen Menschen die Möglichkeit einräumt, sich einzumischen. Insbesondere in einer Zeit, in der es scheint, dass autoritäre Staaten vorgeben, Krisen besser bewältigen zu können. Sind wir auf dem Weg zum Kollektivismus! Die Ideologien von Trump, Putin, Erdogan, Xi Jinping, Lukaschenko und Konsorten meinen, dieses Konzept zum Erfolg zu führen – ohne Rücksicht auf Menschenrechte, die die größte Errungenschaft unseres Zeitalters darstellen. Wehret den Anfängen, das lehrt besonders die Geschichte der Deutschen.

Das ist der Grund, wenn ich mich manchmal in kontroverse Themen hier bei Facebook, auf meiner Homepage und in meinen vielen Vorträge – leider in Corona-Zeiten online über Zoom – einmische. Insofern verstehe ich mich auch als Vertreter der ‚kleinen Leute‘, aus deren Kreis ich herstamme, was ich nie vergessen werde, und der schweigenden Mehrheit.

Jean Pütz

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