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Milliardendeal: Vonovia und Deutsche Wohnen verkaufen Wohnungen an Berlin

(Manager Magazin) – Immobilienkonzerne wie Vonovia und Deutsche Wohnen stehen in Berlin in der Kritik, ihre geplante Fusion ebenfalls. Um die Gemüter zu beruhigen, wollen die Unternehmen dem Land Tausende Wohnungen verkaufen – für viele der Objekte gibt es nun offenbar eine Einigung.

Die vor einer Fusion stehenden Wohnungsriesen Vonovia und Deutsche Wohnen veräußern Immobilien in Berlin an die öffentliche Hand. Die Verhandlungen zum Wohnungsankauf des Landes Berlin aus Beständen der beiden Konzerne seien abgeschlossen, teilte die Senatsverwaltung für Finanzen Berlin am Mittwoch mit. Details zum Ankauf der Immobilien durch die drei Landesgesellschaften Howoge, Degewo und Berlinovo würden nach der notariellen Beurkundung am Freitag vorgestellt. Insidern zufolge soll das Paket für rund 2,4 Milliarden Euro die Besitzer wechseln. Vonovia-Chef Rolf Buch hatte Anfang der Woche gesagt, für einen Verkauf von 14.000 Wohnungen an die öffentliche Hand in der Hauptstadt gebe es eine Einigung.

Der Branchenprimus Vonovia steht vor einer Übernahme des kleineren Konkurrenten und bietet dessen Aktionären 53 Euro je Anteilsschein. Den beiden Immobilienriesen gehören zusammen rund 550.000 Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro, der größte Teil davon in Deutschland. Der Schwerpunkt der Deutschen Wohnen liegt dabei in Berlin, dort bekam der Konzern aber auch heftigen politischen Gegenwind zu spüren. In einem Volksentscheid soll in der Hauptstadt über eine mögliche Vergesellschaftung der Wohnungsbestände großer Immobilienkonzerne abgestimmt werden.

 

Selbst geringe Feinstaubwerte erhöhen das Schlaganfallrisiko

Bisher wurde immer der Verkehr, also unsere privaten Autos als Hauptursache in den Städten ausgemacht. Ein großer Irrtum ist, dass die großen Batterie-schweren E-Autos das verbessern würden. Das stimmt nicht! Während bei Diesel- und Benzin-Autos durch Filterung und chemischer Bindung durch Harnstoff der Feinstaub- und Stickoxid-Anteil aus dem Auspuff fast auf Null reduziert wurde, erzeugen die Batterie-schweren Elektro-Autos einen viel stärkeren Reifenabrieb durch die unvermeidliche Reibung, die unmittelbar mit dem höheren Gewicht zusammen hängt. Darüber wird nie diskutiert, trägt aber erheblich zum vermehrten Feinstaub- und Mikroplastik-Gehalt der Luft. Ich erwähne das nur, weil dies bei den Batterie-getriebenen Elektro-Autos unter den Tisch gekehrt wird, um sie als Saubermacher und Klimaretter der Nation fälschlicherweise zu propagieren.

Die folgende Pressemitteilung des KIT ist insofern interessant, als die Wissenschaftler in ihrer umfangreichen aktuellen Studie explizit die bisherigen Schwellenwerte für Feinstaub ablehnen.

Jean Pütz

(Helmholtz) – Luftverschmutzung am Wohnort kann mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall und koronare Herzkrankheiten verbunden sein, selbst wenn die Werte unter den von der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerten liegen. Dies haben Forschende des Helmholtz Zentrums München und des Karolinska Instituts in Schweden gemeinsam mit einem europäischen Team in einer großen Studie nachgewiesen.

„Unsere Ergebnisse zeigen auf, dass die derzeitigen Luftqualitätsrichtlinien keinen ausreichenden Schutz bieten“, sagt Annette Peters, Direktorin am Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die die Studie von deutscher Seite aus leitete.

Die Studie ist eine große europäische Zusammenarbeit und umfasst mehr als 137.000 Teilnehmende aus sechs verschiedenen Kohorten in Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland, die durchschnittlich 17 Jahre lang beobachtet wurden. Die Forschenden untersuchten, ob ein Zusammenhang zwischen Schlaganfall oder akuter koronarer Herzkrankheit und einer längeren Exposition gegenüber Feinstaub (Partikel mit einer Masse von weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser, PM2,5), Stickstoffdioxid (NO2), Ruß und Ozon (O3) besteht.

„Wir haben festgestellt, dass das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, mit jedem Anstieg von 5 Mikrogramm pro Kubikmeter (Feinstaub) in der Luft an Ihrem Wohnort um 10 Prozent zunimmt. Unsere Studie zeigt, dass dies bedeutet, dass die Luftverschmutzung in städtischen Gebieten zum Schlaganfallrisiko beiträgt, selbst wenn man den Lärm berücksichtigt“, sagt Kathrin Wolf, die Erstautorin der Studie.

Ein solcher Zusammenhang wurde auch für Stickstoffdioxid und Ozon beobachtet. Zu dem führte jede langfristige Erhöhung des Stickstoffdioxidgehalts in der Luft um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter μg/m3 führte zu einem Anstieg des Risikos für koronare Herzkrankheiten um 4 Prozent.

Die Forschenden konnten keine sicheren Schwellenwerte ermitteln, unterhalb derer die Luftverschmutzung für die Herz-Kreislauf-Gesundheit unschädlich ist. Die negativen Auswirkungen von Feinstaub und Stickstoffdioxid wurden auch dann festgestellt, wenn die Analysen auf Teilnehmende beschränkt wurden, die Werten unterhalb der von der WHO und der EU festgelegten Grenzwerte ausgesetzt waren (10 bzw. 25 μg/m³ für PM2,5 und 40 μg/m³ für NO2).

„Dies ist besorgniserregend und zeigt, wie wichtig gute Luftqualität ist, da sie Krankheiten mit nachhaltigen Folgen für die Lebensqualität wie einen Schlaganfall verhindern kann“, sagt Annette Peters. Die WHO wird in Kürze neue Leitlinien für die Luftqualität vorlegen.

Arnold Schwarzenegger rügt die deutsche Automobilindustrie seid Jahren mit einem auf die heutige Zeit angepassten Kommentar von Jean Pütz

Dieser Rüge möchte ich mich anschließen. Arnold Schwarzenegger, als ehemaliger Gouverneur Kaliforniens, hat natürlich andere Absichten. Seine Großstädte erstickten im Smog. Klar, dass dann die Idee von Elon Musk mit seinen batterie-schweren Elektroauto auf fruchtbarem Boden stieß. Musk ist Weltmeister der wirksamen Werbung und PR. Nicht mit überbordender Kreativität hat er sein Imperium geschaffen, sondern er hat für Kalifornien dringende Bedürfnisse befriedigt. Ihm ist es auf Grund seiner PR-Künste aber auch gelungen, die ganze Welt von seiner Art Elektromobilität zu überzeugen. Elektromobilität ist tatsächlich eine dringende Notwendigkeit der Automobil-Industrie, die Zukunft zu öffnen. Aber seine Art von Tonnen-schwerlastigen rein Batterie getriebenen E-Autos, war zwar für Kalifornien und überall dort, wo die Städte in ihren Abgasen erstickten, eine hervorragende Lösung. Zunächst griffen die Grün-Ideologen mit nicht zu überbietender Naivität diese Form von Elektro-Auto auf, denn in einfältiger Propagierung nach dem Motto: Wenn am Auspuff nichts rauskommt, ist das die Lösung der Zukunft. Die Nachteile und Nebenwirkungen wurden unterdrückt. Aber die Volksmeinung übernahm diesen Populismus und wurde zum Mainstream. Die Grün-Ideologen fügten noch eine unerträgliche Forderung hinzu und meinten, auf den Verbrennungsmotor in der Mobilität generell verzichten zu können. Das geht sogar so weit, dass sie sogar durchgesetzt haben, ihn zu verbieten wäre perfekte Klimarettung. Aber die Naturgesetze sind nicht einfältig, sie für menschliche Belange  zu nutzen bedarf der Vielfalt.  Gerade der Verbrennungsmotor kann helfen, mit regenerativem Treibstoff versorgt, Klimarettung aus dem Nirwana des Mainstreams in Realität umzusetzen. Aber im Moment steht der Populismus auf Realitätsverweigerung.

Das verhängnisvolle besteht nun darin, dass sich auch die Automobil-Industrie diesen einfachen Lösungen  geöffnet hat. Man muss sich das einmal vorstellen: Die Aktien-Gesellschaft von Musk, die die zwei Typen des Tesla produziert, also diese Batterie-schweren Elektro-Autos ohne Auspuff, gelten weltweit als die Lösung der Zukunft der Mobilität. Ihr Börsenwert übersteigt den der vier deutschen Auto-Produzenten, obwohl diese mit ihren SUVs noch Milliarden Euros verdienen. Tesla aber hat erst in diesem Jahre minimalen Profit erzielt, aber nicht mit dem Verkauf von Autos, sondern mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten. Irgendwie scheint auch die Börse, die sonst auf Vernunft setzt, den Mondschlössern von Musk zu folgen.

Die deutsche Automobil-Industrie schaufelt damit ihr eigenes Grab. Einerseits hat sie mit ihren, mit Verlust produzierten E-Autos in China kurzfristigen Erfolg und hilft dort in den Großstädten den Dreck in der Luft einigermaßen erträglich zu gestalten, andererseits benötigt sie diese E-Autos, weil die EU wegen einer Idee der deutschen Politik CO2-Ausstoß-Grenzen eingesetzt hat, die nicht das einzelne Auto betreffen, sondern den Flottenverbrauch. Flottenverbrauch heißt, dass sämtliche Automobil-Typen, die eine Firma produziert – ob Klein-Auto oder Riesen-SUVs – zusammengefasst den Verbrauchswert bestimmen. Nun kommt der Schwachsinn: Ein E-Auto wird mit 0-Verbrauch bewertet. Dadurch sinkt der Flottenverbrauch so stark, dass die spritfressenden SUVs und Luxus-Autos ohne empfindliche Strafen weiter verkauft werden können.

Quintessenz: Die deutsche Auto-Industrie ist völlig dem Batterie-schweren Elektro-Auto verfallen und legt jegliche Technologie-offene neue Entwicklungen ab. So ist es zu verstehen, dass die Idee des Hyper/Hybrid-Autos, dessen enormen ökologische und finanzielle Vorteile offen liegen und als Prototypen realisiert sind, von den Automobil-Bossen rundweg abgelehnt werden. Unterstützt werden Sie dabei in Deutschland durch enorme staatliche Subventionen durch eine Verkaufsprämie von 9.000 Euro, sondern pro verkauftem E-Auto von 20.000 Auto, bezahlt von den Steuern der deutschen Bürger. Wenn einige Parteien sich mit Technologie-Offenheit brüsten, sollten sie hiermit beginnen, denn die Hyper/Hybrid-Elektro-Autoversion benötigt mit herkömmlichen Benzin betrieben nur maximal 2 bis 2,5 Liter auf 100 Kilometer, und betrieben mit Methanol, also CO2-neutral, unter 2 Liter auf 100 Kilometer. Dabei wäre ein Verkaufspreis auch ohne staatliche Subventionen, sofern eine Massenfertigung in Gang gesetzt wird, nicht höher als alle bisherigen mit Diesel oder Benzin Motoren ausgestatteten herkömmlichen Autos. Der Energie-Verbrauch – egal ob Elektro- oder Flüssig-Treibstoff  – wäre auch deswegen wesentlich geringer, weil nur ein Siebtel der Batterie-Kapazität der E-Autos erforderlich ist, und damit das Hyper/Hybrid-Auto 250 kg leichter wird. Je leichter ein Auto, umso weniger Reibung, was den Abrieb der Reifen damit um zigtausend von Mikroplastik verringert.

Hinzu kommt, dass die Revolution im Automobilbau zu einer Evolution reduziert wird. Hunderttausende von wegfallenden Arbeitsplätzen, die beim reinen Elektroauto unausweichlich sind, bleiben erhalten.

So, nun liebe Leser, beurteilen Sie selbst, warum die Industrie und die Politik auf den Schwachsinn des reinen Batterie-schweren Autos hereingefallen sind. Wenn Sie mich fragen: Nur die Methode des Hyper/Hybrid hat allein schon wegen seiner ökologischen Vorteile aus meiner Sicht eine Chance und rettet die E-Mobilität. Übrigens auch für Lastwagen, Busse und Baumaschinen hervorragend geeignet. Natürlich ist das Laden aus dem elektrischem Netz mit regenerativem Strom auch hier möglich, im Gegensatz zu dem Plug-in-Hybrid, der sich in der Praxis als ökologischer Betrug herausgestellt hat.

Wenn Sie jetzt noch Lust haben, lesen Sie den hervorragenden Beitrag von Gabor Steingart – ein Auszug aus seinen ‚Morning-Briefing‘. Offenbar hatte Arnold Schwarzenegger intuitiv die richtige Idee, die aber heutzutage modifiziert werden muss.

Jean Pütz

Die amerikanische Angst und die chinesische Sehnsucht sind die zwei Seiten der einen Medaille. Oder wie sich der frühere australische Premierminister Paul Keating kürzlich ausdrückte: Und weiter: Hu Xijin, der Chefredakteur der chinesischen Tageszeitung „Global Times“, ein Blatt aus dem Dunstkreis der KP, begrüßt diese Aussagen und begreift sie als Ermunterung, den eingeschlagenen Weg Chinas fortzusetzen. Er fordert seine Landsleute auf, sich der amerikanischen Eindämmungspolitik zu widersetzen: Fest steht: Wenn sich die amerikanischen Ängste und die chinesischen Sehnsüchte materialisieren, dann ist die Welt eine andere.

(Morning Briefing) – Kaum jemand hat eine so spektakuläre Karriere vorzuweisen wie Arnold Schwarzenegger. Als Mister Universum wurde der Bodybuilder aus der österreichischen Provinz in der ganzen Welt berühmt. Er wechselte vom Fitnessstudio zum Filmset – und schrieb als „Terminator“ Hollywood-Geschichte.

Danach begann die politische Karriere des Arnold Schwarzenegger. 2003 verkündete er in einer Late-Night-Fernsehshow, dass er für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien kandidieren wolle. Er gewann im gleichen Jahr die Wahl mit 48,6 Prozent der Stimmen. 2006 gewann er die Wahl erneut mit 55,9 Prozent. Bis 2011 regierte er den Bundesstaat an der Westküste, der das Powerhouse der US-Ökonomie beherbergt.

Auf der Digital X, einer Digitalmesse der Telekom, habe ich mit Schwarzenegger gesprochen – über Donald Trump, den Kampf gegen den Klimawandel und seinen Blick auf die deutsche Automobilindustrie. Seine Kernaussagen:

Trump ist nicht mehr im Amt, weil er der falsche Mann war, wenn es um die Umwelt und so viele andere Themen geht. “

Über die deutschen Automobilhersteller sagt er:

Ich habe schon mit den Chefs der Autohersteller in Deutschland gesprochen, als ich noch Gouverneur war. Ich habe ihnen gesagt, dass dies die Zukunft ist. Und sie wollten es nicht hören. Sie haben mich verklagt und sie haben Kalifornien verklagt, weil der Bundesstaat strikte Standards hat. “

Gewonnen haben allerdings die Amerikaner:

Unsere kalifornischen Auspuffemissionsstandards wurden zum landesweiten Standard in Amerika. Erst dann kamen die Autofirmen auf uns zu. Sie verhandelten und sagten: Geben Sie uns etwas Zeit und lassen Sie uns diese Regelung auf 2016 verschieben. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. Aber sie sind bis heute nicht in der Lage, Standards einzuhalten und müssen Strafen zahlen. “

Und der österreichisch-amerikanische Mister Klartext wird noch deutlicher. Er nennt die deutschen Autobosse der Generation Winterkorn „lazy bastards”

Antwort eines kompetenten Physik-Professors aus Dresden auf dezidierte Fake-News – verbreitet in der Wahl-Arena durch Annalena Baerbrock

Lieber Herr Thess,

die Protagonisten der Energiewende im Sinne eines beschleunigten Zubaus von Wind- und PV-Anlagen haben inzwischen erkannt, dass es nicht möglich ist, kritischen Publikationen mit Argumenten zu begegnen. Sie sehen also das Schweigekartell als einzige noch bleibende Möglichkeit,  um vorzutäuschen, dass es diese Kritik überhaupt existiert.
In den Berichten der Öffentlich-Rechtlichen findet man in letzter Zeit vermehrt Falschaussagen (FAKT: Kosten der Energieerzeuger werden verglichen, aber die Methode der Kostenberechnung nicht offengelegt).

Wahlarena mit Annalena Baerbock:

Frage: Sind Sie bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es nicht zu einem flächendeckenden Versorgungsengpass kommt?

Antwort AB: Es wird nicht zu einem flächendeckenden Versorgungsengpass kommen, ja, das kann ich Ihnen versprechen, wenn man die Erneuerbaren ausbaut. Am 14.08. haben wir in Deutschland die Stromversorgung sichergestellt und es wird in Zukunft genau so sein wie in der Vergangenheit. Wir haben den gemeinsamen europäischen Energiemarkt und da wird auch die Netzstabilität und die Stromversorgung sichergestellt.

Die GRÜNEN versprechen uns das BLAUE vom Himmel.

Beste Grüße aus Dresden,
Sigismund Kobe

Auf dem Weg in den Fusions-Reaktor ? Mit einer Einführung von Jean Pütz

Diese Nachricht bitte ich Sie mit Vorbehalt zu lesen. Ähnliche Versuche hat auch das Max Planck-Institut in Garching und Greifswald mit Temperaturen über 100 Millionen Grad erzielt – ebenfalls in einem Magnetfeld erzeugt durch supraleitende Spulen in einer genialen Anordnung. So einfach, wie das in diesem Bericht dargestellt wird, ist das nicht. Aus persönlicher Erfahrung wurde mir 1970 in meiner 13-Folgen Sendereihe ‚Energie, die treibende Kraft‘, in der ich eine Folge der Fusion gewidmet habe, erzählt, dass man etwa eine 40jährige Entwicklungszeit benötige, um den Fusions-Reaktor mit seiner unendlich zur Verfügung stellenden Energie zu realisieren. Dann können Sie meine Skepsis verstehen, denn heute sind es immer noch 40 Jahre.

Jean Pütz

(pte) – Der erste Fusionsreaktor, der mehr Energie freisetzt, als er verbraucht, rückt dank Forschern des Massachusetts Institute of Technology und des Start-ups Commonwealth Fusion Systems (CFS) näher. Denn die Experten haben den mit einer Feldstärke von 20 Tesla leistungsfähigsten Elektromagneten der Welt gebaut.

Klirrend kalte Spulen

Der Strom, der das gewaltige Magnetfeld erzeugt, fließt widerstandslos durch die Spulen, weil diese eine Temperatur von 20 Kelvin (minus 253 Grad Celsius) haben. Magnetspulen halten in Fusionsreaktoren das sogenannte Plasma, das aus radioaktiven Isotopen des Wasserstoffs (Deuterium und Tritium) besteht, im Reaktionsraum fest, so dass es mit den Wänden nicht in Berührung kommt. Das ist wichtig, weil das Plasma eine Temperatur von mindestens 100 Millionen Grad Celsius haben muss, damit die Isotope miteinander zu Helium-Atomkernen verschmelzen. Die dabei erzeugte Energie lässt sich nutzen.

In bisher gebauten Versuchsanlagen ist der Energiebedarf zum Aufheizen des Plasmas meist größer als die entstehende Fusionsenergie. Mit den mächtigen neuen Magneten, die im Rahmen des SPARC-Programms entwickelt wurden, könnte sich das Verhältnis nun aber umkehren. MIT und CFS wollen bereits 2025 den ersten Fusionsreaktor in Betrieb nehmen, der mehr Energie erzeugt als er verbraucht. Strom wird er allerdings nicht erzeugen können, aber möglicherweise den Beweis erbringen, dass sich Fusion, die Energiequelle der Sonne, auf der Erde realisieren lässt und zwar mit einer positiven Energiebilanz.

Wasser als Brennstoff

Der Brennstoff für einen Fusionsreaktor lässt sich aus Wasser gewinnen. Er ist nahezu unbegrenzt verfügbar. „Fusion ist eine unerschöpfliche, kohlenstofffreie Energiequelle, die Sie überall und jederzeit einsetzen können. Es ist wirklich eine grundlegend neue Energiequelle“, sagt Dennis Whyte, Direktor des Plasma Science and Fusion Center des MIT. MIT und CFS planen eine Bauform namens „Tokamak“. Auch Iter, das größte Fusionsexperiment der Welt, das in Frankreich aufgebaut wird, ist ein Tokamak, der mit Spulen arbeitet, die erst bei wenigen Grad über dem absoluten Nullpunkt supraleitend werden. Diese könnten so hohe Feldstärken wie die des MIT/CSF-Magneten nicht erreichen, sagen die MIT-Wissenschaftler abschließend.

Drei Bundeskanzler-Anwärter, aber wenig Weisheit: Das Triell im Fernsehen

Ausnahmsweise nur einige Aussagen von Annalena Baerbock im naturwissenschaftlichen Faktencheck
Zunächst gilt das in meiner Moderation gesprochene Wort
Hier einige Ergänzungen:
Klimarettung hat entscheidend auch etwas mit Naturgesetzen zu tun. Galilei Galileo wurde im finsteren Mittelalter durch religiöse Ideologen gezwungen, seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verleugnen. Dass es heute wieder notwendig wird, Politiker auf fundamentale Gesetze der Physik und Chemie aufmerksam zu machen, ist ein Armutszeugnis unserer Zeit. Wie konnte es dazu kommen, dass Wunschdenken nach dem Prinzip: was nicht sein darf das nicht sein kann, mittlerweile politische Realität geworden ist.
Eins kann nicht geleugnet werden, die mittlerweile sichtbare Erwärmung der Atmosphäre unseres Globus und die Häufung der Wetterkatastrophen sind keine Hirngespinste, sondern Realität. Selbstverständlich ist es notwendig, alle Möglichkeiten auszuloten, die dem Abhilfe schaffen helfen. Aber das soll nicht heißen, dass wir die Sterne vom Himmel holen können. Leider ist es so, dass Menschen komplizierte Tatbestände gerne verdrängen und den einfachen Lösungen den Vorzug geben. Einfach ist zum Beispiel, einen Verursacher auszumachen und ihn dann als Missetäter zu brandmarken. In der Regel ist die logische Folge, dass dieser gemieden wird wie die Pest. Überall dort, wo dieser Bösewicht CO2 produziert wird gilt es, ihn zu vermeiden. So sind politische Maßnahmen ergriffen worden, deren Nebenwirkungen und Risiken keine Berücksichtigung fanden. So etwas nenne ich einseitiges Denken, doch die Vielfalt ist notwendig.
In diese Kategorie gehört auch das radikale Verbot des Verbrennungsmotors. Bedacht worden ist dabei nicht, dass dieser Motor in unseren privaten PKWs nur maximal 6% am CO2-Aufkommen in Deutschland beteiligt ist, im Gegensatz zu über 40%, welches in unseren Gebäuden durch Energieverschwendung verbraten wird. Die Einseitigkeit wurde verstärkt, weil ein tonnen-schwerlastiges, mit Batterien voll gestopftes Elektroauto nur deshalb den Vorzug bekam, weil es auf den ersten Blick kein Abgas produziert. Dass es eine wesentlichere ökologische und für jedermann erschwingliche Alternative gibt, habe ich in meinem letzten Facebook Kommentar bewiesen. Auf jeden Fall ist das von Elon Musk PR-getriebene E-Auto, Typ Tesla, nicht der Weisheit letzter Schluss.
Aber noch viel schlimmer ist die Behauptung der Grün-Ideologen, man könnte mit in Deutschland gewonnener regenerativer Energie aus Sonne-, Wind- und Wasserkraft den enormen zukünftigen Bedarf an Primär-Energie in Deutschland befriedigen. Das hat Annalena Baerbock in dem Triell zwar behauptet, doch das zeugt von einer bewussten Verweigerung der Realität, oder von einem Nichtwissen was Primär-Energie bedeutet. Sie sprach ja vor allen Dingen den elektrischen Strom an.
Strom ist nur eine Energieform, die Deutschland benötigt. Wer glaubt, er könnte jeden Energiebedarf unserer Gebäude oder der Industrie mit Strom befriedigen, der darf politisch keine Verantwortung übernehmen, denn die Primär-Energie ist die treibende Kraft unserer Wirtschaft und unseres Wohlstands. Er ist nicht mehr in der Lage, vom deutschen Volk Unheil abzuwenden. Auch, weil er aus Unkenntnis eigentlich nahe liegende Möglichkeiten verwirkt.
Obwohl meine Vorschläge zu einem in sich schlüssigen regenerativen Energiekonzept durch hunderttausendfache Verbreitung bekannt sein müssten – oder zumindest diskutabel sind, werden sie leider auch von den anderen Parteien links liegen gelassen. So ist das mit dem politisch wohlfeilem Mainstream. Eine der Ursachen mag darin bestehen, dass in derzeitige ideologische Maßnahmen, bereits Abermilliarden von Steuergeldern geflossen sind, die aber leider trotz aller innerenten Verbote nicht zum Ziel führen.
Ich bin gespannt, ob die von CDU und FDP proklamierte Technologie-Offenheit das ändert.
„Ich habe einen Traum“, dass mit Mitteln der Demokratie und Vernunft sowie Kenntnis der Naturwissenschaft und Technik noch fundamentale Probleme gelöst werden können. Dazu gehört auch, unseren Globus mit intelligenter Nachhaltigkeit vor dem Klima-Kollaps zu retten. Vielleicht kommen auch die ‚Grünen‘ einmal auf diesen Trichter.
Jean Pütz
Folge 214 Der Vernunft eine Chance

 

Ein Elektroauto für jedermann erschwinglich

Präsentiert als Prototyp aus der heute beginnenden IAA für Elektromobilität in München.
Langer Rede kurzer Sinn, es lohnt sich, meinen frei moderierten Beitrag anzuchauen bzw. anzuhören. Sie werden es nicht bereuen.
Weg mit den milliardenschweren staatlichen Subventionen für das Batterie-schwere Elektroauto herkömmlicher Bauart mit schlechter Ökobilanz, hin zu der neuen Art von Elektromobilität, die individuelle Autos für jedermann ermöglichen – nicht teurer als jedes normale heutige Verbrenner Auto. Mit regenerativen Methanol betrieben, fährt es CO2-neutral und braucht nicht mehr als 1,5 Liter, mit Benzin knapp über 2 Liter auf 100km. Mit einem 30 Liter Tank hat es eine Reichweite von über 1.500 km. Zwischenladungen sind möglich, zu Hause oder unterwegs, dann fährt es noch weiter Das ist Realität.
Wenn sie es nicht glauben, dann schauen Sie sich meinen Beitrag umso intensiver an. Nur nebenbei gesagt, ich bin kein Lobbyist irgendeiner Firma und erhalte kein Honorar.
Ihr Jean Pütz
Folge 213: der Vernunft eine Chance

 

Hoffnungsträger Exosome

Haben Sie, lieber Leser, jemals etwas von  Exosomen gehört? Obwohl ich viel recherchiere, ist mir dieser Begriff noch nie zu Ohren gekommen. Das ist zwar erst in den Anfängen der Forschung, aber wenn, dann öffnet sich den Exosomen viele Möglichkeiten, ähnlich wie Phospholipid-Kügelchen in Nanogröße, die beim Corona-Impfstoff als wichtige Träger der mRNA fungieren. Es lohnt sich, den Bericht zu lesen.

Die wundersame Welt der Grundlagenforschung!

Jean Pütz

(pte) – Medikamente lassen sich in Exosomen zum Bestimmungsort bringen, sagen Forscher des Virginia Polytechnic Institute and State University . Da Exosome in großen Mengen in Kuhmilch vorhanden sind, ließen sie sich extrahieren und medizinisch einsetzen. „Stellen Sie sich vor, Sie bekommen einen Milchshake, der in Exosome verpackten Impfstoff enthält statt einer Spritze. Ein anderer könnte Exosome enthalten, die mit einem therapeutischen Peptid beladen sind, das das Herz vor einem Myokardinfarkt schützt“, sagt Forschungsleiter Rob Gourdie.

Exosome als Schlüssel

„Doch Exosome sind schwer aus anderen Milchproteinen und Lipiden zu isolieren“, so Gourdie. Sein Team hat es dennoch geschafft. In einem mehrstufigen Extraktions- und Reinigungsprozess gelang es Gourdies Gruppe, aus nicht pasteurisierter Kuhmilch hochreine Exosomen herzustellen. Der Prozess ist skalierbar, sodass sich auch große Mengen industriell herstellen lassen. Aus einer Gallone Milch (knapp vier Liter) gewinnen die Forscher eine Tasse voll Exosome.

Exesome sind biologische Kapseln, die einen Durchmesser von ein paar Dutzend Nanometern haben. Sie werden von vielen Körperzellen des Menschen und von Säugetieren produziert, um Moleküle zwischen der Zelle und ihrer Umgebung zu transportieren. Das geschieht, um mit anderen Zellen und Geweben zu kommunizieren. Durch Exosomen können Zellen physiologische Prozesse wie Gerinnung, interzelluläre Signalübertragung und Abfallmanagement steuern.

Blut-Hirn-Schranke überwunden

Exosome können laut Gourdie sogar die Blut-Hirn-Schranke durchdringen, eine Membran, die das Gehirn vor Krankheitserregern und schädlichen Chemikalien schützt. Damit ergibt sich eine neue Möglichkeit zur Behandlung neurologischer Erkrankungen und Hirntumoren. Die Kapseln seien robust genug, um enzymatischem Abbau sowie Schwankungen des pH-Werts und der Temperatur in Darm und Blutkreislauf standzuhalten, was sie zu einem erstklassigen Kandidaten für die Medikamentenabgabe mache.

Ein kaum bekannter Energievertrag wird zur teuren Klage-Falle für Europa

(WELT) – Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken fordern von den EU-Mitgliedstaaten immer wieder Milliarden-Entschädigungen für die Folgen der Energiewende. Ein alter Vertrag aus Nachwendezeiten macht es möglich. Jetzt droht eine teure Eskalation.

Die Energiecharta ist ein typischer europäischer Vertrag, den kaum ein Bürger kennt. Meistens taucht er erst dann in den Nachrichten auf, wenn er die Steuerzahler viele Millionen oder gar Milliarden von Euro kostet. Etwa als die Bundesregierung im März mit dem schwedischen Atomkraftwerkbetreiber Vattenfall 1,4 Milliarden Euro Entschädigung für den Atomausstieg vereinbarte. Der Aufschrei war damals groß.

Die Auseinandersetzung mit Vattenfall ist allerdings kein Einzelfall: Der deutsche Energieriese RWE verklagt gerade die Niederlande vor einem Schiedsgericht. Der Konzern fordert 1,4 Milliarden Euro, weil er wegen des niederländischen Kohleausstiegs ein Kohlekraftwerk bis 2030 stilllegen soll – ohne Entschädigung. Auch der deutsche Konzern Uniper klagt deswegen gegen die Niederlande.

Es ging um Versorgungssicherheit in Europa

Grundlage dieser Prozesse ist eben jener kaum bekannte Energie-Vertrag, der in den turbulenten Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geschlossen wurde, um die Energieversorgung in Europa auch in den politischen Wirren der Nachwendezeit zu sichern. Er garantierte die Sicherheit europäischer Investitionen auf dem Territorium der zerfallenen Sowjetunion und in den Transformationsstaaten des ehemaligen Warschauer Paktes. Kraftwerke und Pipelines sind teuer, und Unternehmen brauchen Sicherheit, um in Projekte zu investieren, die sich teilweise erst nach Jahrzehnten rentieren.

In den ersten Jahren wurde das Vertragswerk kaum genutzt. Seit der Jahrtausendwende allerdings immer häufiger. Anders als von den Initiatoren – allen voran Deutschland – beabsichtigt, geht es bei den Schadenersatzverfahren, die vor privaten Schiedsgerichten verhandelt werden, aber nicht etwa um Nachwende-Chaos, korrupte Regierungen oder um Gerichte, die Investoren übel mitspielen oder sie gar enteignen. Vielmehr spielen die meisten bekannt gewordenen Fälle in den Kernstaaten der westlichen Demokratie selbst.

Die Klagen beziehen sich auf Kohleausstiege, gekürzte Subventionen für erneuerbare Energien oder hierzulande um den Schlingerkurs der Bundesregierung beim Atom-Ausstieg. Spanien wiederum musste Schadensersatz zahlen, weil es die Subventionen für die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren früher als geplant gekürzt hatte.

Die Europäische Kommission erwartet, dass mit dem Green Deal solche Auseinandersetzungen in Zukunft zunehmen werden. Das Ziel, die europäische Wirtschaft bis 2050 klimaneutral zu machen, die jüngste Verschärfung der europäischen Reduktionsziele bis 2030 und Gerichtsentscheidungen wie die des Bundesverfassungsgerichts, das den Gesetzgeber aufgefordert hat, bereits heute strengeren Klimaschutz zu betreiben, um Anpassungsdruck von künftigen Generationen zu nehmen – all diese Faktoren machen radikalere Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion wahrscheinlich.

Schutz nur noch für erneuerbare Energien?

Damit steigt auch die Gefahr von Prozessen und Schadenersatzforderungen auf der Grundlage der Energiecharta. Brüssel und EU-Mitgliedstaaten fürchten, dass Energiekonzerne strengere Klimagesetze zum Anlass nehmen könnten, Staaten auf Entschädigungen in Milliardenhöhe zu verklagen. Die EU-Kommission drängt deshalb auf eine Reform des Vertrages, um ihn an die klimapolitische Realität anzupassen.

Die zentrale Forderung der Kommission: Der Investorenschutz soll künftig nur noch für Investitionen in regenerative Energien gelten, aber nicht mehr für Investitionen in fossile Energien. Im Mai 2020 hat die Kommission einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt, von dem sie glaubt, dass er die Zustimmung aller 53 Vertragsparteien finden könnte. Demnach soll es nach dem Wegfall eine Übergangszeit von zehn Jahren geben, in denen der Schutz für bestehende fossile Investitionen weiterhin gilt. Investitionen in emissionsärmere Gaskraftwerke oder Gaspipelines sollen bis 2040 geschützt sein.

Es ist allerdings fraglich, ob dieser Vorschlag ausreicht, damit alle übrigen Vertragsparteien zustimmen. Sechs Verhandlungsrunden blieben bisher ohne Ergebnis. Da die Verhandlungen ähnlich wie viele der Schiedsgerichtsverfahren im Geheimen geführt werden, ist nicht klar, wie die übrigen Vertragsparteien auf den EU-Vorschlag reagiert haben.

Beobachter schätzen den Kompromisswillen nicht besonders hoch ein. „Vor allem die osteuropäischen Staaten, die am Öl- und Gasgeschäft verdienen, sträuben sich; Russland beispielsweise oder auch Aserbaidschan oder Kasachstan“, sagt Bernd Lange. Der SPD-Politiker ist Vorsitzender des Handelsausschusses des EU-Parlaments. Lediglich im Fall von Japan zeigt ein an die Öffentlichkeit geratenes Dokument die Verhandlungsposition – und die ist ernüchternd: Japan halte eine Reform des Vertrages für unnötig heißt es darin.