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17.01.2020 NRW verkauft sich unter Wert

Nordrhein-Westfalen verkauft sich unter Wert und opfert seine wirtschaftlichen Ressourcen und Zukunftschancen einer Öko-Ideologie, die leider niemals zum gewollten Ziel führen kann.

Naturwissenschaftliche Gesetze lassen sich leider nicht in noch so langen Arbeitskreisen und Abend-Sitzungen manipulieren. Wo bleiben die unabhängigen Sachverständigen, die die Regierungen objektiv beraten können. Das gilt ganz besonders für das Problem der zukünftigen sicheren Versorgung unseres schönen Landes mit Elektrizität.

Lieber Ministerpräsident Armin Laschet, lieber Vizepräsident Joachim Stump, Ihre Regierung war bisher ein Lichtblick in der bundesrepublikanischen Polit-Szene. Aber jetzt sind Sie dann doch dem grünen Mainstream erlegen. Insbesondere die FDP enttäuscht mich, dass sie dieses Spiel mitmacht. Leider wird das sowohl auf lange Sicht der CDU und der FDP viele Wählerstimmen kosten. Wenn Sie wissen wollen warum ich so sicher bin, dann schauen Sie sich doch meinen Kommentar mit dem Titel „Auf dem Weg zur Strom-Apokalypse“ einmal gründlich an:

Betrachten Sie nicht unbedingt das, was ich dort moderiere, sondern das, was Ihre zukünftigen Wähler mir in langen ausführlichen Kommentaren zu dem Beitrag geschrieben haben. Es repräsentiert im weitesten Sinne die Meinung der schweigenden Mehrheit. Viele meiner über 55.000 Abonnenten (weitgehend ohne AFD-Wähler) haben die Gelegenheit genutzt, den Politikern ihre Meinung zu geigen. Was Sie bedenklich stimmen sollte ist, dass über 99% mir ihre Zustimmung gegeben haben mit ‚Daumen hoch‘ oder ‚Herz‘. Über 22.700 Personen habe ich damit erreicht – manche mit großem Sachverstand weil es oft Ingenieure und Wissenschaftler waren, die ihr Metier verstehen. Die Reichweite meiner Beiträge beträgt oft über 500.000 bis 1 Mio. Personen.

Als unbestechlicher Sachverständigen habe ich mir Professor Sigismund Kobe als Zeuge ausgewählt. Er hat unter Wahrung aller statistischen Gesetzmäßigkeiten Zahlen und Tabellen verwertet, die von Rolf Schuster in mühevoller Arbeit über Jahre gesammelt und zur Verfügung gestellt wurden. An diesen Tatsachen lässt sich nichts leugnen. Selbstverständlich habe ich diese Ergebnisse in der Retro-Recherche auch anderen kompetenten Ingenieuren und Physikern zur Verfügung gestellt, sie fanden keine methodischen Beanstandungen.

Das Modell der zukünftigen Versorgung mit Elektrizität ausschließlich aus regenerativen Quellen steht und fällt mit dem Vorhandensein großer Stromspeicher im Terrawatt-Stunden-Bereich in Form von Pumpspeicher-Anlagen oder Stauseen. Deutschlands Topographie ist dafür aber nicht geeignet und sozialer Konsens für Neuanlagen nicht möglich. Auch die so gepriesene Wasserstoff-Technologie ist zum Stromspeichern wegen ihres schlechten Wirkungsgrades technisch und wirtschaftlich nur bedingt geeignet. Die Alpenländer wie Österreich und die Schweiz haben es da besser, die können demnächst alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen.

Das zukünftige Abschalten sämtlicher Kohlekraftwerke – wie Sie es beschlossen haben – wird Deutschland in die Strom-Apokalypse führen. Das ist umso tragischer, als dass in Indien bereits ein Kraftwerk initialisiert worden ist, das keine CO2-Abgaben mehr ausstößt. Im Gegenteil, das abgefangene Kohlendioxid wird zum Wertstoff für die Industrie. Die Technik existiert und ist auch ohne Subventionen wirtschaftlich, wie Ihnen der Artikel belegen kann:

Außerdem lässt sich mit CO2 (Kohlensäure) mit Hilfe von Solar- und Windstrom regenerativer Treibstoff gewinnen, die die Elektromobilität über kleinere Lademotoren erst praktikabel und die entsprechenden Autos auch für kleinere Budget erschwinglich macht.

Nichts für Ungut. Bitte nehmen Sie mich nicht als Besserwisser – ich möchte nur vom Deutschen – dem von Ihnen geleisteten Schwur entsprechend – zukünftiges Unheil abwenden, über die Legislaturperiode hinaus.

Ihr Jean Pütz
Wissenschaftsjournalist

Bakterien als Baumaterial der Zukunft? Nicht nur umweltfreundlich

(pte) – Mit lebenden Ziegelsteinen wollen Forscher der University of Colorado http://colorado.edu den Gebäudebau revolutionieren. Hersteller sind nicht Ziegelwerke oder Zementfabriken, sondern Cyanobakterien, früher Blaualgen genannt. Projektleiter Wil Srubar und sein Team platzieren die Mikroorganismen in einer Mischung aus Sand und Gelatine. Bei richtiger Pflege scheiden die Bakterien Kalziumcarbonat aus, das sich mit dem Sand zu einer Art Beton verbindet.

Ersatz für schädlichen Zement
Die Bakterien beziehen ihren Rohstoff, CO, aus der Luft. Damit sind diese Steine doppelt nützlich. Sie reduzieren das Klimagas und bremsen so den Klimawandel. Außerdem können sie Zement ersetzen, dessen Herstellung aufgrund des hohen Energieverbrauchs für sechs Prozent der weltweiten Emissionen an CO2 verantwortlich sind. Die so hergestellten Baumaterialien sind ähnlich fest wie Ziegel oder Zementsteine, so die Forscher.

„Man kann darüberlaufen, ohne dass sie zerbrechen“, sagt Srubar. Werden sie geteilt, wachsen sie selbstständig weiter, sodass sie ihre alte Größe wieder erreichen. Schäden, etwa durch Absplitterungen, heilen von selbst. Das Team hat zudem festgestellt, dass bis zu 14 Prozent der Bakterienkolonien nach 30 Tagen noch leben. Es hat Versuche gegeben, Bakterien in konventionellen Beton einzubinden, sodass er selbstheilend wird, doch nur ein Prozent dieser Mikroorganismen überlebte diese Tortur.

Produktionsgeschwindigkeit hoch
„Wir wissen, dass Bakterien sich exponentiell vermehren. Also steigt auch unsere Produktionsgeschwindigkeit exponentiell an, ganz anders als etwa beim 3D-Druck“, erklärt Srubar. Ehe das lebende Baumaterial eingesetzt werden kann, ist noch eine Menge zu tun. Bakterien überleben nur, wenn sie feucht gehalten werden. In trockenen Regionen würden sie schnell absterben. Deshalb versuchen die Forscher, die Mikroorganismen so zu verändern, dass sie Trockenphasen überleben.

Srubar hat eine Vision. Er sieht Säcke, in denen sich die Zutaten für das Wachsen von lebenden Steinen befinden. Die Nutzer rühren es in Wasser an, so wie heute Beton hergestellt wird, und lassen ihr Baumaterial daraus entstehen. „Die Natur hat vorgemacht, wie man vieles clever und effizient erledigen kann. Wir müssen nur genau hinschauen“, verdeutlicht Srubar.

Kohlekraftwerk ohne CO2 im Abgas – bereits heute wirtschaftlich

(Finanzen 100) – Der indischen Firma Carbon Clean Solutions ist es als erster gelungen, die kompletten Co2-Abgase eines Kohlekraftwerks aufzufangen und in Glas, Backpulver und Waschmittel zu verwandeln.

Indien besitzt jetzt das erste Kohlenkraftwerk der Welt, das kein umweltschädliches Kohlenstoffdioxid (Co2) mehr in die Luft pustet. Der Firma Carbon Clean Solutions (CCS) ist es gelungen, die Abgase des Kraftwerks im Industriehafen von Tuticorin im Süden des Landes abzufangen und in Natriumkarbonat umzuwandeln.

CCS wandelt Co2 für den halben Preis
Das wiederum lässt sich für vielfältige Dinge verwenden, bei denen das Co2 am Ende nicht in der Atmosphäre landet. Natriumkarbonat ist etwa wichtig für die Herstellung von Glas, Farben, Klebstoffen, Waschmittel, Seife, Papier und Backpulver.

CCS ist nicht die erste Firma, die an einer solchen Technik arbeitet und auch nicht die erste, die sie umsetzt. Allerdings hat es bisher niemand ohne staatliche Subventionen geschafft, das Co2 zu profitablen Preisen in Natriumkarbonat umzuwandeln. CCS schafft dies für rund 30 Dollar pro Tonne – die Konkurrenten zahlen für denselben Prozess das Doppelte bis Dreifache.

Zehn Prozent der weltweiten Co2-Emissionen ließen sich sparen
So liegt das von CCS gewonnene Natriumkarbonat auch in einem Preisrahmen, mit dem es auf dem Weltmarkt konkurrieren kann und dem gleichen Stoff aus anderen Quellen nicht unterlegen ist.

Kraftwerksbetreiber Ramachandran Gopalan kann jetzt also sogar seine Abgase verkaufen. Dem britischen Radiosender BBC 4 sagte er: „Ich bin Geschäftsmann. Ich habe nie daran gedacht, den Planeten zu retten. Ich brauchte eine zuverlässige Co2-Quelle und das war die beste Art, sie zu bekommen.“

Die Mengen an Co2, die in Tuticorin gewonnen werden, sind aber natürlich noch zu klein, um damit den Planeten zu retten. Rund 60.000 Tonnen will CCS pro Jahr aus dem Kraftwerk abschöpfen. Verglichen mit den rund 36 Millionen Tonnen, die jährlich auf der Erde produziert werden, ist das ein Witz.

Indische Firma in London
Allerdings ließe sich die Technologie von CCS theoretisch in fast allen Kohlekraftwerken auf der Welt installieren. Die Firma schätzt, dass sich damit die gesamten Co2-Emissionen um fünf bis zehn Prozent senken ließen.

Gegründet wurde CCS übrigens von zwei jungen indischen Chemikern. Weil die aber für ihre Pläne in Indien keine Geldgeber fanden, gingen sie nach Großbritannien. Dort unterstützte die Regierung ihre Forschung mit speziellen Visa, die es ihnen ermöglichten, die Technik zur Marktreife zu bringen. Der Firmensitz ist denn auch in Londons Stadtteil Paddington.

Christoph Sackmann

14.01.2020 Auf dem Weg zur Strom-Apokalypse ?

Stellen Sie sich einmal vor, der elektrische Strom würde nicht für Stunden sondern für Tage deutschlandweit ausfallen. So was nennt man den Gau der enorm wichtigen Versorgung mit elektrischer Energie.
Die Nebenwirkungen und Risiken sind kaum auszudenken, nicht nur in unserem privaten Raum, sondern vor allen Dingen für die Industrie. Alle Räder stehen still. Da hilft auch nicht die Vorsorge, denn die ungeheuren Mengen von Millionen von Kilowattstunden, die dann benötigt werden, können nicht durch Notaggregate oder hochleistungsfähige Batterien ausgeglichen werden.

Genau dieses Szenario steht uns bevor wenn wir uns auf die politischen Vorgaben der Grünenideologie einlassen.
Sie meinen das wäre Panikmache, von unverbesserlichen Pessimisten, die die Energiewende ablehnen und sich einen Deut um unsere Umwelt- und Klimaprobleme kümmern!

Weit gefehlt, das Gegenteil ist der Fall. Ein unbestechlicher Sachverständiger, Professor Dr. Sigismund Kobe, Lehrer und Forscher im Bereich der Physik und Elektrotechnik, führt den mathematischen Beleg zu dieser triftigen Warnung. Er legt sein gesamtes wissenschaftliches Renommee in die Waagschale. Nun bilden Sie sich bitte ihr eigenes Urteil.
In etwas einfacher Forum habe ich die Fakten zusammengetragen.

Folge 50.  Mit Vernunft in die Zukunft oder ?

Herzlichst
Ihr Jean Pütz

Scheitert die Energiewende am elektrischen Strom? Mit einer Erklärung von Jean Pütz

Hier nun die wichtigsten Punkte die für jedermann verständlich sind:

1. Elektrischer Strom ist keine Ware die einfach wie Pakete hin und her geschoben werden kann.

2. Das Stromnetz, dazu gehören auch die großen Verteilernetze über Hochspannung, muss stets genauso viel Energie anbieten wie nachgefragt wird. Und zwar in jeder 1000stel Sekunde.
Übersteigt die Nachfrage auch nur um wenige Kilowatt, dann schaltet es sich automatisch ab. Dazu gibt es zwar Sicherungssysteme aber das kann schon dazu führen das ganze Städte ausfallen.

3. Wird allerdings zuviel, z.B. durch regenerative Quellen und dezentrale Einspeisungen produziert, dann muss dieser Strom entweder in Wärme umgewandelt oder exportiert werden.
Das ist aber meistens mit hohen Kosten verbunden, denn der Abnehmer muss damit etwas anfangen können. Er kann es allerdings auch speichern aber dafür benötigt er Pumpspeicherwerke. Das fällt in Alpenstaaten also auch in Bayern relativ leicht.
Deswegen geht der Export des Stroms und zwar nur dann wenn er in Deutschland nicht abgefragt wird meistens auch nach Österreich oder in die Schweiz.

Dafür muss der Energieversorger aber richtig Geld zahlen um damit was anfangen zu können. Er kann es allerdings auch speichern aber dafür benötigt er Pump-Speicher Werke. Das fällt in Alpenstaaten und so auch in Bayern relativ leicht. Deswegen geht der Export-Strom und zwar nur dann wenn er in Deutschland nicht abgefragt wird meistens auch nach Österreich oder in die Schweiz. Dafür muss der Energieversorger aber richtig Geld zahlen. Umgekehrt wenn der diesen Strom wieder haben will, muss ja wieder bezahlen.
Das ist also ein toller Tausch, der im Prinzip aus physikalischen Gründen einfach unfair sein muss. Allerdings wenn mehr Strom nachgefordert wird als die Kraftwerke, als die regenerativen in Deutschland liefern, dann kann es auch sein, dass er den Strom z.B. aus Frankreich oder Polen bezieht. Dahinter allerdings stehen dann Kernkraftwerke aus Frankreich oder Braunkohlekraftwerke aus Polen. Ob das der Ökologie dient ist natürlich fraglich.

4. Es gibt noch ein weiteres Problem und das ist die Stabilität des Netzes und zwar die Frequenz. Dabei hat sich der Wechselstrom bzw. Drehstrom durchgesetzt. Eine Erfindung von Nikola Tesla, der arme Kerl musste in der Namensgebung für das erste Elektroauto herhalten. Wechselstrom bedeutet, dass er permanent die Richtung, das heißt vom Plus auf minus und umgekehrt, wechselt.
Dabei haben sich auch in Deutschland 50 Schwingungen pro Sekunde durchgesetzt, man spricht dann von 50 Hertz. Das hat natürlich auch seine Konsequenz, denn wenn auch nur eine leichte Abweichung von den 50 Hertz erfolgt, dann kann es zum Kurzschluss und zum Gau folgen. Deswegen ist die Stabilität außerordentlich wichtig, sie wurde bisher durch Großkraftwerke gewährleistet.

Es gibt Ingenieure die behaupten es müssten wenigstens 30% der benötigten Energie aus solchen Großkraftwerken stammen, sonst wird das Netz instabil. Nur so ganz stimmt es nicht mehr. Dezentrale regenerative Einspeisungen, mit der künstlichen Intelligenz versehen, können trotzdem eine gewisse Netzstabilität garantieren. Aber die Probe aufs Exempel ist noch nicht geführt worden, und die Behauptung dass in den nächsten 20 Jahren der Strom ausschließlich von regenerativen Quellen gespeist werden kann ist nach Prof. Kobe auch theoretisch und wirtschaftlich nicht möglich.

5. Große Mengen im Bereich von 1000 Terrawattstunden sind nur durch Pumpspeicherwerke möglich. Elektrische chemische Speicherung wie in Batterien sind in dieser Größenordnung völlig unwirtschaftlich.

6. Regenerative Stromeinspeisung ist nicht vergleichbar mit den bisherigen, mit fossilen Brennstoffen versehenen Großkraftwerken. Sie sind sehr von der Wetter- und Klimasituation abhängig.

Ihr Jean Pütz

Hier geht’s zum Original-Artikel

(EifelOn) – China plant, seinen enorm steigenden Bedarf an Elektroenergie auch durch einen weiteren massiven Zubau von Kohlekraftwerken zu decken. 2020 soll deren Leistung 1.100 GW betragen, 2035 sogar 1.400 GW. Zum Vergleich: Die Kohlekraftwerke der EU verfügen über eine Leistung von 150 GW (1 GW = 1 Gigawatt sind 1 Million Kilowatt). Der deutsche Anteil beträgt derzeit noch 44 GW. Doch Deutschland möchte als erstes Land komplett aus der Kohle aussteigen und begründet dies mit dem Anspruch, als Vorreiter der Welt zeigen zu müssen, dass ein solcher Ausstieg technisch und ökonomisch realisierbar sei. Darüber hinaus sollen auch die Kernkraftwerke in Deutschland stillgelegt werden, die Strom nahezu CO2-emissionsfrei erzeugen können. Das Ziel ist es, Strom zu hundert Prozent aus regenerativen Energiequellen bereitzustellen. Professor Sigismund Kobe erklärt im EIFELON-Gespräch, dass dies in Deutschland aus physikalischen Gründen nicht möglich ist, solange es noch keine Speicher mit gigantisch großen Speicherkapazitäten gibt. Grundvoraussetzung für ein hochindustrialisiertes Land ist eine sichere stabile Stromversorgung, die auf Abruf jederzeit die Energie liefern kann, die gerade benötigt wird. Dr. Sigismund Kobe, Jahrgang 1940, ist emeritierter Physik-Professor an der Technischen Universität Dresden. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Optimierung komplexer Systeme (magnetische Festkörper, neuronale Netze, Proteine, Windenergie).

„Einer der Fehler, den die meisten Befürworter der Energiewende machen, ist es, alle erneuerbaren Energiequellen in einen Topf zu werfen, anstatt sie differenziert zu betrachten“, sagt Kobe. Aber erneuerbar sei nicht gleich erneuerbar. Mit Wasserkraft- und Biogasanlagen lasse sich Strom weitgehend nach den Bedürfnissen der Verbraucher bereitstellen, Windkraft- und Solaranlagen dagegen seien aus physikalischen Gründen dazu nicht in der Lage. Ein weiterer Zubau von Wasserkraftwerken ist geologisch und meteorologisch begrenzt: Deutschland hat anders als z.B. Norwegen und die Schweiz aufgrund seiner Topologie nicht genügend Regionen mit den erforderlichen Höhenunterschieden. Zudem reicht die jährliche Regenmenge für diesen Zweck nicht aus. Auch die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in Deutschland seien bereits hinreichend aufgeteilt in solche für die Lebensmittel- und Futtermittelproduktion und solche für bioenergetische Nutzung. „Diese beiden erneuerbaren Energiequellen haben in Deutschland kein größeres Ausbaupotenzial mehr“, lautet das Fazit von Professor Kobe.

Windräder liefern zu einem Drittel der Zeit kaum bis keinen Strom
Für einen gedachten weiteren Zubau erneuerbarer Energiequellen in Deutschland verbleiben also nur Wind und Sonne. Diese haben allerdings die unangenehme Eigenschaft, dass der damit erzeugte Strom volatil sei, d.h. zeitlich schwanke, so Kobe weiter. Mal weht der Wind und dann drehen sich die Räder, mal weht er nicht und dann drehen sie sich nicht. Der letztgenannte Zustand ist sogar häufiger als allgemein bekannt. Statistisch gesehen ist der Beitrag aller Windenergieanlagen an der Stromerzeugung in Deutschland an einem Drittel der 8.760 Stunden eines Jahres gering bzw. sogar vernachlässigbar. Bei den Solaranlagen sieht es nicht besser aus. Der weitaus überwiegende Teil des jährlichen Anteils von Strom aus Photovoltaik-Anlagen an der Stromproduktion wird im Sommer und dann wiederum vor allem in wenigen Stunden um die Mittagszeit eingespeist, vorher und nachher ist der Anteil gering und nachts scheint die Sonne nie.

Seit jeher ist das Netz auf das Auftreten von Schwankungen ausgelegt, muss doch die Anpassung an den unregelmäßigen Bedarf durch die Verbraucher sichergestellt werden. Nun waren in der Vergangenheit bei geringem Anteil von Wind- und Sonnenstrom die dadurch bedingten zusätzlichen Schwankungen auch kein besonderes Problem. Professor Kobe:

Quantitativ sind wir allerdings an eine Grenze gelangt, an der das Netz diese zusätzlichen Erzeugungsschwankungen nicht mehr verkraften kann.“

Die aktuelle Grafik des Energiedaten-Sammlers Rolf Schuster zeigt die Situation für November 2019: Sonnenstrom (gelb) spielt fast keine Rolle. Zeiten mit geringer Einspeisung der volatilen Erzeuger, die sogenannten „Dunkelflauten“, und Zeiten mit hohem Windaufkommen (blau), in denen dieses einen großen Teil des Bedarfs der Verbraucher (Last, braun) abdeckt, wechseln sich ab.

Die folgende Grafik, die jeweils die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom im Monat November in verschiedenen Jahren zeigt, macht deutlich, dass trotz starkem Zubau, charakterisiert durch die installierte Leistung (hellblaue Fläche, rote Linie), die tatsächlich erbrachte Leistung vergleichsweise gering geblieben ist.

Professor Kobe fragt daher: „Was passiert, wenn, wie aktuell vielfach gefordert wird, noch mehr Wind- und Solaranlagen zugebaut werden? Lassen sich dadurch die Probleme bei Dunkelflaute und bei den Spitzenwerten der Einspeisung beheben?“ und liefert die Antwort gleich selbst: Null bleibe Null, d.h. die Probleme bei Dunkelflaute werden nicht dadurch gelöst, dass z.B. 10.000 statt 10 Windanlagen neu aufgestellt werden. Das zeigt auch die nachfolgende Grafik der Einspeisung für November, bei der simuliert wurde, dass jede einzelne Anlage in Deutschland am selben Ort durch drei gleichwertige ersetzt wird:

Wenn in ganz Deutschland kein Wind weht, bewegt sich kein einziges Windrad. Wenn andererseits zu viel Sonne scheint und zu viel Wind weht, die Anlagen also mehr produzieren als alle Verbraucher in Deutschland abnehmen können (in der letzten Grafik kommt dies mehrmals im Monat vor), dann ist die Versorgungssicherheit ebenfalls gefährdet. In einem solchen Fall müssten Sofortmaßnahmen getroffen werden, um zusätzliche Lasten zuzuschalten bzw. Erzeuger abzuschalten. Nur so kann das ganze System stabil gehalten werden.

Die Einbindung von volatilem Strom aus Wind- und Sonnenanlagen in das öffentliche Netz ist eine hoch komplexe Aufgabe. Die in jedem Moment durch die Verbraucher benötigte und abgerufene Leistung – die Last – ist zeitlich schwankend, aber natürlich folgen diese Schwankungen überwiegend nicht dem zur gleichen Zeit eingespeisten Energie-Angebot der Windräder und Solarpaneele. Für die Differenz zwischen momentaner Last, die von den Verbrauchern abgefordert wird, und der Leistung, die Wind- und Sonnenstrom liefern, wird der Begriff „Residuallast“ als verbleibende Lücke der Versorgung verwendet. Sie muss durch andere, insbesondere konventionelle Kraftwerke erbracht werden.

Lobbyisten täuschen Bürger
Die Residuallast in der Einheit Gigawatt ist eine Schlüsselgröße, wenn die Energiewende analysiert werden soll. Deshalb hat Rolf Schuster für jede Stunde des Jahres 2011 diese Größe als Punkt in einer Grafik eingetragen. Auf der zweiten Achse der Grafik wird der Börsenpreis des Stroms zur gleichen Zeit markiert. Dadurch entsteht für jedes Jahr eine „Punktwolke“ mit 8.760 Stunden-Punkten. Je mehr Wind- und Sonnenstrom in das Netz drängt, umso geringer ist die Residuallast und um so niedriger ist auch der Börsenpreis. „Dieser Sachverhalt wird von den Lobbyisten zur Täuschung der Öffentlichkeit verwendet und als Beweis dafür angeführt, dass Strom aus Wind und Sonne zu einer Verringerung des Strompreises führen würde“, meint Kobe. „Verschwiegen wird geflissentlich, dass Strom aus den Erneuerbaren überhaupt nicht am Marktgeschehen und somit auch nicht an der direkten Preisbildung an der Strombörse beteiligt ist, da dieser ja gemäß EEG mit einem subventionierten Festpreis vergütet wird.“

Die ganze Dramatik der aktuellen Situation wird deutlich, wenn die Schuster’sche Analyse für das Jahr 2019 wiederholt wird:

Der im Laufe eines Jahres auftretende Minimalwert der Residuallast ist seit 2011 von Jahr zu Jahr immer kleiner geworden und betrug 2019 nur noch 3 Gigawatt. Wind und Sonne können demnach zu einigen Stunden des Jahres bereits fast den gesamten Strombedarf Deutschlands decken. Wenn manche Befürworter der Energiewende dies als Zeichen für eine bald bevorstehende Vollversorgung mit Erneuerbaren werten, so ist das leider ein Trugschluss. Es wird dabei „vergessen“, dass zu anderen Zeiten kein Beitrag von Wind und Sonne kommt und diese Situation sich nicht im Geringsten dadurch ändert, dass immer mehr volatile Erzeuger zugebaut werden.

Ausland macht Reibach – Deutsche Stromkunden zahlen
Mit der Zunahme von Wind- und Sonnenstrom im Netz nehmen die Börsenpreise immer häufiger negative Werte an: „2019 musste an 232 Stunden überflüssiger Strom durch Zuzahlung einer Entsorgungsgebühr verklappt werden“, so Kobe. Immer dann, wenn zu viel Wind- und Solarstrom ins Netz drängt und dieser im Land nicht verbraucht werden kann, verkauft ihn Deutschland zu „negativen Preisen“ an das Ausland. So verdienen z.B. die Betreiber österreichischer Pumpspeicherwerke doppelt am deutschen Strom: Bei negativem Börsenpreis pumpen sie mit diesem Strom Wasser in die Oberbecken und werden für die Abnahme des Stroms auch noch von Deutschland bezahlt. Später, wenn bei uns Dunkelflaute herrscht, werfen sie die Turbinen an und verkaufen uns Strom zu höheren Preisen zurück. Verlierer sind die Stromkunden, denn sie müssen für die EEG-Umlage aufkommen, einer für die Dauer von 20 Jahren staatlich zugesicherter Festvergütung für die Betreiber von erneuerbaren Energiequellen.

Beim Betrachten dieser Schuster-Grafik werde Professor Kobe stets an den Fisch erinnert, der bekanntlich ‚zuerst vom Kopf und vom Schwanz her stinke‘. Sowohl die immer weiter ansteigende Zahl von Stunden mit negativen Börsenpreisen, als auch die anwachsenden Kosten für den Zukauf von teurem Regelstrom zum Kompensieren fehlender Erzeugerleistung bei Dunkelflauten werde letztlich das gesamte System kollabieren lassen.

„Als profunder Kenner und tiefgründiger Analyst der Energiewende“ weise Rolf Schuster in der folgenden Grafik auf ein weiteres ernstes Problem hin, fährt Kobe fort. Hierbei gehe es um die sogenannten Leistungsgradienten, d.h. die Änderung der Einspeiseleistung pro Zeiteinheit. Untersucht wurde die größte stündliche Zunahme (grün) bzw. Abnahme (rot) eines jeden Tages seit 2010. Beide sind sowohl in den Extremwerten, als auch im Mittel stetig angestiegen, so dass es immer schwieriger wird, die notwendige Kompensation durch konventionelle Erzeugung in immer kürzerer Zeit zu realisieren.

„Strom sei nun einmal die verderblichste Handelsware der Welt“, so Kobe. Im selben Moment, in dem der Strom erzeugt wird, muss er auch verbraucht werden. Da die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Elektroenergie gleich der Lichtgeschwindigkeit ist, können Erzeuger und Verbraucher durchaus weit voneinander entfernt sein, wenn eine Verknüpfung durch das Stromnetz besteht. Allerdings können Stromüberschüsse im Netz selbst nicht gespeichert werden.

Deutschland hat nicht die benötigten Stromspeicher
Eine Lösung bestünde darin, den momentan zu viel erzeugten Strom zu speichern. Oft wird jedoch verschwiegen, dass Deutschland solche Speicher mit der notwendigen gigantischen Speicherkapazität weder jetzt zur Verfügung stehen, noch in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen werden. „In den Medien werden manchmal große zusammengeschaltete Akkumulatoren als Beispiele für Großspeicher vorgeführt. Diese dienten in Wirklichkeit aber nicht der Stromspeicherung, sondern der Feinregulierung der Netzfrequenz“, erklärt der Physiker. Und was ist mit der Idee, die Akkus der Elektroautos als Stromspeicher einzusetzen? Unterstelle man eine maximal mögliche Speicherkapazität aller PkWs in Deutschland (vorausgesetzt alle diese 47 Millionen Autos wären bereits Stromer) von maximal 2.000 GWh und vergleiche diese mit dem Bedarf bei einer Dunkelflaute von z.B. zehn Tagen, komme man schnell zu dem Ergebnis, dass sie bei weitem nicht als Speicher ausreichten. Dazu komme, dass niemand ohne Entschädigung bereit sei, die Kosten für die Zwischenspeicherung von öffentlich benötigter Elektroenergie zu tragen, denn jeder Lade-Entlade-Vorgang lasse die Akkus altern. Kobe nennt Kosten von derzeit 3 bis 10 ct/kWh, die dabei zusätzlich entstehen. Der Autobesitzer müsse dann früher als geplant einen teuren neuen Akku kaufen.

Auch das Argument, die Akkus der E-Autos seien ja nicht als Langzeitspeicher gedacht, sondern sollten Regelenergie bereitstellen, lässt der Professor nicht gelten. Für diesen Zweck würde die Gesamtspeicherkapazität zwar reichen. Trotzdem sei die Idee unsinnig, weil Regelenergie im Bedarfsfall innerhalb von Minuten bereitstehen müsse. „Wie soll das realisiert werden? Vielleicht mit einem Alarm: ´Sofort alle E-Autos an die nächste Ladesäule zum Entladen!‘, fragt Kobe. Bevor in Deutschland die Speicherfrage nicht gelöst sei, nütze auch eine Nord-Südtrasse nichts. Der Flatterstrom aus dem Norden würde über diese Verbindung augenblicklich im Süden ankommen, aber natürlich wieder als Flatterstrom. Die Probleme würden damit nur verlagert, aber nicht gelöst.

Bliebe schließlich noch die Möglichkeit, volatile Stromerzeuger notfalls abzuregeln. Dass wir auch dabei längst an der Grenze des noch Vertretbaren angekommen sind, zeigt die Situation bei den zahlreichen Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein. Diese allein sind bereits jetzt von mehr als der Hälfte aller Abschaltungen in Deutschland betroffen. Allein im ersten Quartal 2019 hätten in diesem Bundesland 1.800 GWh Strom mehr in das Netz eingespeist werden können. Aber auch dieser „Geisterstrom“ muss laut EEG den Anlagebetreibern vergütet werden. Nach Schätzungen der Bundesnetzagentur summieren sich die Entschädigungszahlungen für sogenannte Einspeisemanagement-Maßnahmen im ersten Quartal 2019 in Deutschland auf 394 Millionen Euro. Sie sind demnach gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 60 Prozent gestiegen. Professor Kobe:

Welche Volkswirtschaft der Welt kann es sich auf Dauer leisten, mehr als eine Million Euro pro Tag zum Fenster hinaus zu werfen?“

Monitoringberichte sind Augenwischerei
Die größte Sorge bereite Professor Kobe die Versorgungssicherheit. Wenn Politiker den angeblichen Erfolg der Energiewende preisen, dem Bürger einen hohen jahreskumulierten Stromertrag von Wind- und Solaranlagen präsentieren und diesen mit dem von konventioneller Kraftwerke vergleichen, aber die nicht vorhandene sekundengenaue Verfügbarkeit von Wind- und Solarenergie verschweigen, begehen sie Augenwischerei. „Man schaue sich z.B. den Monitoringbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nach § 63 i.V.m. § 51 EnWG zur Versorgungssicherheit im Bereich der leitungsgebundenen Versorgung mit Elektrizität vom Juni 2019 an. Sofort fällt auf: Dieser Bericht ist anonym, niemand will vermutlich seine Hand für die dort getroffenen Schlussfolgerungen ins Feuer legen. Dort heißt es u.a.: ‚Insgesamt ist die Verfügbarkeit der Energieträger für die Stromerzeugung als gesichert einzuschätzen.‘ Fachkundige sind entsetzt und schlagen Alarm“, sagt Kobe. Das Energiesystem ist sehr komplex, die technologischen Anforderungen unter den Bedingungen von zeitlich schwankender Stromeinspeisung wurden in der Vergangenheit „sträflichst vernachlässigt“. Darin sieht Kobe den Hauptgrund für die aktuell immer deutlicher werdenden Konflikte bei der Umsetzung der Maßnahmen der Energiewende. Die Schuldigen seien eben gerade nicht diejenigen Bürger, sich gegen einen weiteren Ausbau von Windenergieanlagen organisieren und die sich deshalb auch schon mal mit dem Begriff „Anti-Windkraft-Taliban“ beschimpfen lassen müssen. Professor Kobe:

Wenn weiterhin wie bisher natur- und ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien ausgeblendet werden, wird das gesamte bisherige Konzept der Energiewende platzen wie eine bunte Seifenblase. Die Energiewende hat nur einen einzigen Feind, die Unwissenheit über die physikalischen Gesetze, die ihr zugrunde liegen.“

 

Medienschelte: Die ‚Oma als Umweltsau‘ als Prügelknabe

(Der Volksverpetzer) – Ja, noch einmal Umweltsau. Aber Rechte und Rechtsextreme können diesen einen ihrer größten medialen Manipulationserfolge der jüngsten Zeit nicht ruhen lassen. Und da dieses Narrativ immer noch so phänomenal falsch erzählt wird, auch von vielen Verteidiger*innen, habe ich dazu auch noch einiges zu sagen. Rechte und Rechtsextreme von AfD bis zu Nazi-Schlägergruppen haben am Samstag zu einer Anti-ÖR-Demo in Köln aufgerufen. “Gegen GEZ und gegen Instrumentalisierung von Kindern gegen ältere Menschen” in Köln gegen den WDR. Und ebenfalls die AfD protestierte auch in Baden-Baden vor dem SWR .

Zu der rechten Demo in Köln kamen zwischen 35 und 50 Demonstranten, auf der Gegendemo der Organisation „Köln gegen Rechts“ waren es hingegen rund 1500 Teilnehmende. Natürlich war das Umweltsau-Lied nur der Anlass, um wieder einmal die Abschaffung der Öffentlich-Rechtlichen zu fordern. Dies von Seiten der Rechtsextremen selbstverständlich mit dem Ziel, Misstrauen in die Medien allgemein zu streuen und insbesondere den ÖR, der weniger abhängig von wirtschaftlichen Interessen ist als Privatmedien. Studien zeigen, dass diese dadurch weniger anfällig für rechte Manipulationsversuche sind und gleichzeitig für die meisten Menschen eine zuverlässige Informationsquelle – und den Rechten damit ein Dorn im Auge.

Doch halt, ihr doofen Volksverpetzer, es sind nicht alle rechts!
Einen Vorwurf, den ich bei der ganzen Umweltsau-Hysterie bei jedem einzelnen unserer Artikel zu lesen bekommen habe, war, dass wir ja nicht differenzieren und alle, die das Video nicht gut fänden, gleich als Nazis brandmarken würden. Auch bei der rechten Demo in Köln geben sich einige Medien – sogar der WDR selbst – große Mühe, zu betonen, dass ja “nicht alle rechts” seien.

Was ich mit Absicht nie getan habe. Aber ich nehme an, wenn man unsere vielen Texte dazu absichtlich falsch interpretiert, muss man sich nicht mit der darin enthaltenen Analyse auseinander setzen. Was ich gesagt habe: Eine Netzwerkanalyse hat gezeigt, dass rechte Accounts durch gezielte Troll-Attacken das Narrativ zu verbreiten versuchten, dass das WDR-Video über Umweltsau keine Satire sei, sondern eine ernst gemeinte Beleidigung aller Omas, was natürlich Unsinn ist. Sie simulierten einen Shitstorm, den der WDR fatalerweise ernst nahm und durch das sofortige Löschen des Videos zu allem Übel auch noch legitimierte.

Als das schnelle Löschen des Umweltsau-Videos und die Entschuldigung des Intendanten Buhrow die Kritik und das rechte Narrativ vermeintlich bestätigten, weitete sich diese falsche Interpretation weit über rechte Kreise hinaus aus – Erst Recht, weil das Original-Video nicht mehr zu finden war und viele aus Unwissenheit oder Opportunismus dieses rechte Narrativ akzeptierten. Das ging soweit, dass ich mir beim Schreiben des ersten Artikels selbst nicht ganz klar war, wofür das Video stehen sollte.

Das Problem dabei: Natürlich wurde später der große Teil der Entrüstung und der Kritik nicht von Rechtsextremen formuliert. Aber da war das Video bereits gelöscht und die erste Entschuldigung formuliert. Und auch jetzt noch glauben viele, das Video habe sich über klimaschädliches Verhalten von älteren Menschen lustig machen wollen – selbst wenn sie der Meinung sind, Satire dürfe das! Wer in Artikeln oder Kommentaren immer noch diese Kritik wiederholt, dem muss ich leider sagen:

Du bist auf ein rechtes Narrativ hereingefallen!
Und wirklich, ich beschuldige hier niemandem, heimlich eine Nazi-Agenda zu haben. Entgegen der Reputation in manchen Kreisen schwingen wir hier nicht leichtfertig die Nazi-Keule, wann immer es uns passt. Viele, die am zweiten Tag des OmaGates Kritik an der vermeintlichen Beleidigung von älteren Menschen übten, sind ganz sicherlich nicht rechts. Da waren CDU, SPD und FDP-Politiker*innen dabei, die immer klare Kante gegen Rechts zeigen und die ich unter anderem dafür auch schätze.

Und klar, wenn wirklich eine echte Oma beleidigt worden wäre, dann wäre das mindestens ungeschickt. Aber selbst wenn man es als überspitzte Kritik an der älteren Generation versteht – was auch viele Verteidiger*innen des Videos tun – ist es wirklich absolut harmlos. Und wäre auch nicht wirklich falsch. Die “Oma”-Generation ist nicht so umweltfreundlich, wie eine Gastautorin in dem Alter hier beschrieben hat – oder einfach die Statistik zeigt

Das unverzügliche Löschen des Videos und das schnelle Nachgeben Buhrows sind völlig überzogen und im Gegenteil sogar gefährlich. Wie leicht der ÖR bei rechter Hysterie einknickt, dazu habe ich hier schon mehr geschrieben:

Das alles wäre schon schlimm genug, die die rechte Hysterie, die Morddrohungen und jetzt sogar rechte Demonstrationen in Köln und Baden-Baden und die Proteste und die Drohungen von AfD-Politikern gegen Journalist*innen kein bisschen rechtfertigen würden! Bestenfalls könnte man sich darauf einigen, unterschiedliche Geschmäcker zu haben, aber die Existenzberechtigung des Umweltsau-Videos nicht anzuzweifeln. Ich selbst mochte das Video auch zu keinem Zeitpunkt, wie ich stets betont habe. Sofern man kein Rechtsextremer ist, aber über die reden wir hier jetzt mal gar nicht. Doch es noch viel gravierender, denn dann würde man immer noch auf eine rechte Manipulation hereinfallen!

Video sollte Kritik an FFF-Generation üben
Ich hatte es in älteren Artikel und Tweets schon ein paar Mal anklingen lassen, aber ich war mir von Anfang an nicht sicher, dass es ältere Menschen für ihr klimaschädliches Verhalten anprangern sollte. Doch das war neben dem ganzen Wahnsinn fast nebensächlich, weil Morddrohungen und Eskalationen. Hier rächte sich das unglaublich schnelle Einknicken des WDR und ihre Löschung des Videos. Denn viele haben das Original gar nicht erst sehen können. Und wer sich selbst ein Bild machen wollte, hatte den Text gelesen oder einen Ausschnitt in einem Twitter-Video gesehen.

Und sogar wir haben nur diesen Ausschnitt verbreitet – und damit den notwendigen Kontext weggelassen, der nun mal relevant ist. Habe ich diese Interpretation getwittert, durfte ich mir von allen Seiten anhören, was für eine lahme Ausrede das sei. Wie der Chorleiter selbst im Interview erklärt hat, gehe es gar nicht um die Oma, sondern “der Konflikt zwischen den Generationen” sollte “aufs Korn genommen werden”. Doch, wirklich: Eigentlich macht man sich über die Klimafreunde, die das Video feiern (und ich gehöre nicht dazu!), lustig.

„Satire Deluxe“
Wie die Kollegen von Übermedien herausgefunden haben, ist der Ursprung des Liedes eigentlich eine WDR-Satire-Sendung “Satire Deluxe”, die schon am 9. November 2019 ausgestrahlt wurde. Es ist auch hier noch im O-Ton abbrufbar (ab Minute 36 ca.). Über ein Greta Thunberg-Zitat sagten die Satiriker:

“Das klingt ziemlich unheimlich. „Die Augen der künftigen Generationen kleben auf euch.“ Kann man das so übersetzen? Das ist doch ein Aufruf, oder? Kinder bespitzeln ihre Eltern.Ja, darauf wird’s rauslaufen. Irgendwann wenn du mit dem Auto nach Hause kommst, stehen deine Kinder bei dir in der Hofeinfahrt, wie die Zwillinge aus „Shining“, und dann machen sie so Notizen. Und dann melden sie das Ganze dann bei der „Fridays for Future“-Hotline, wo du deine nächsten Verwandten dann denunzieren kannst.Aber du wirst lachen, so’ne Hotline gibt’s tatsächlich schon. Und da landen ungefähr solche Sprachnachrichtern drauf:”

Und anschließend sangen sie das bereits bekannte Umweltsau-Lied. Erst später ließ der WDR – mit Einverständnis der Eltern und der Kinder! – den Kinderchor dieses Lied einsingen, was dann zum rechten Pseudo-Skdandal führte.

Fazit
Der Kontext zeigt deutlich, dass es nicht nur selbstverständlich Satire war, die selbstverständlich genau so gemacht werden darf, sondern dass es sich sogar über Kinder lustig machen wollte, die ihre älteren Angehörigen “denunzieren” – wenn man an einen kontroversen Scherz-Tweet von Fridays For Future wenige Tage zuvor denkt, wird das auch deutlich. Und auch warum der Chorleiter es für eine gute Idee hielt, das Lied neu zu vertonen. Und diese Nuancen gehen mir auch bei der Berichterstattung über Köln eindeutig verloren.

Denn es wird von vielen Medien versucht, neutral und nicht wertend zu bleiben – was ja an sich löblich ist – dabei passieren aber Darstellungen à la “Es sind ja nicht alle rechts” oder “Nach Kritik am Video”. Wenn selbst Verteidiger des Videos und die Berichterstattung darüber die absichtlich falsche Interpretation des Liedes nicht in Frage stellen, ist das bereits ein Sieg des rechten Narrativs. Und das macht mir ehrlich gesagt etwas Angst. Wer also anlässlich von Köln die “Instrumentalisierung von Kindern” verurteilt – ohne selbst ein Rechter zu sein – der sollte sich mehr Gedanken über seine eigene Instrumentalisierung durch Rechte machen. Und jetzt habe ich hoffentlich wirklich das letzte Mal darüber geschrieben!

Thomas Laschyk

 

04.01.2020 Meine Oma ist keine „Umweltsau“ !

… und auch mein Großvater und meine Eltern konnte man nicht mit diesem unschönen Etikett schmücken. Denn sie haben nur – wie die drei Generationen seit Kriegsende – Deutschland wieder aufgebaut und zu dem gemacht wovon die jungen Leute heute profitieren. Soviel zu einer aktuellen Debatte. Deshalb möchte ich auch meinen ersten Beitrag im Jahr 2020 nicht mit einer langen Vorrede beginnen, sondern nur auf meinen gesprochenen Kommentar im Video hinweisen.

Dazu vielleicht kurze technische Informationen: Weil ich wegen meiner meine Augenkrankheit nicht mehr richtig sehen und demzufolge auch nicht mehr gut lesen kann, kann ich nicht, wie fast alle anderen Moderatoren, den Text aus dem Teleprompter „beziehen“ sondern muss ihn freisprechend in die Kamera sagen. Die Folge sind mitunter leichte Versprecher, für die ich Sie um Nachsicht bitte. Außerdem schneide ich meine Statements nicht, sondern ich spreche sie „live“ in die Kamera meines Tablets. Sie sehen also: Eine Makuladegeneration hat ihren Preis.

Lassen Sie mich heute über etwas nachdenken, was für unseren künftigen Diskurs von ausschlaggebender Bedeutung ist – auch weil sich eine Systemfrage dahinter verbirgt. Es geht um die Verbotskultur mit dem die Grünen (seit es sie gibt) über die Gesellschaft herfallen:

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mich jetzt in die Nesseln setze. Ein solcher Gedanke sollte aber für jeden, dem unser Land, seine Kultur und seine technischen Errungenschaften am Herzen liegen, keine Rolle spielen: Geht es auch ohne Brachialverbote? Gewiss, dem Mainstream zufolge, sind jetzt viele Dinge „erforderlich“: Tempolimit, Veganitis und so weiter.

Es scheint leicht, mit der Verbotskeule zu operieren, zumal auch ein Großteil der Medien ins gleiche Horn stößt. Aber: Ist es nicht viel schwieriger, diesem schmalen Pfad zu folgen, den man – ob Wissenschaftler oder Staatsbürger – dann folgen sollte, wenn man nicht gleich auf jedes „Stopp“-Schild springt, sondern sich erst einmal Gedanken darüber macht, welche Alternativen es vielleicht sonst noch gibt in unserer Zeit, in der so vieles „alternativlos“ erscheint.

Die Debatte wie sie jetzt, aufgeheizt durch „Klimawandel“ und ähnlichem, geführt wird, birgt insofern eine große Gefahr, weil eine Unmenge finanzieller Ressourcen (die vielleicht für andere Dinge – Pflegenotstand, Soziales Netz etc. irgendwann einmal dringend gebraucht werden), jetzt in Projekte fließen, deren Effizienz bis zur Stunde noch nicht bewiesen ist.

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht darum, den Klimawandel zu leugnen, denn diesen gibt es leider. Die Frage ist nur, ob ausschließlich der Mensch dafür verantwortlich ist, oder ob es nicht auch Sinn macht, eben in die „andere“ Richtung wie zum Beispiel natürliche Ursachen, Stichwort: Warm-/Kaltzeiten, zu forschen.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es verantwortliches Handeln ist, wenn Unsummen von Steuergeld (und damit Volksvermögen) in Politikfelder umgeleitet werden, ohne zu wissen, welchen Sinn das letztlich macht und zu welchen Ergebnissen dies alles führt.

Man könnte es aber auch anders formulieren: Das Geld, das hier für vermeintlich Naheliegendes verballert wird, – ich denke darüber hinaus auch an die Billion Euro, die die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Forschung stecken will – dieses Geld fehlt uns möglicherweise für ganz andere, wichtige, zukunftsentscheidende Technologien, von deren Existenz heute noch kein Mensch eine Ahnung hat.

Insofern ist in dieser Debatte für eine Art Generalinventur höchste Eisenbahn. Es geht um die Frage, welche Instrumente (und auch Gremien) künftig zum Einsatz kommen sollen, um die Menschheit relativ unbeschadet ins 21. Jahrhundert zu begleiten. Dabei geht es natürlich auch um die Begleitmusik: Ein hysterisches Stakkato hilft hier nicht weiter, und eine lächerliche Diskussion über eine wie auch immer geartete „Umweltsau“ genauso wenig.

Die Frage darf einem Wissenschaftsjournalisten erlaubt sein: Welche Kompetenzen haben Organisationen wie „Weltklimarat“ und welche Interessen vertreten sie?

So viel für den Anfang. Ihnen wünsche ich persönlich für das gerade begonnene Jahr alles Gute, Gesundheit und Erfolg. Und uns allen Frieden!

Sehen Sie sich mein Video an. Es enthält auch jenen Link, der mich zum Nachdenken gebracht hat: Professor Werner Kirstein, vormals Leibniz Gesellschaft am Kernforschungszentrum Jülich und Professor an der Universität Leipzig, ist Experte für physikalische Biologie, Klimatologie und vor allen Dingen für die Interpretation und Auswertung von statistischen Daten über jahrhundertlange Zeiträume. Seine Erkenntnis gibt jeder Diskussion über Klimawandel einen eigenen Akzent.

Dann noch paar andere Links, die den von den Klimaideologen behaupteten Blödsinn widerlegen. Zum Beispiel über das Elektroauto, das zwar Vorteile für die Umwelt bringt, aber die Klimaproblematik keineswegs löst. Trotzdem setzt der Mainstream voll darauf obwohl Alternativen bestehen. Kein Wunder, dass sich auch die Automobilindustrie systemimmanent verhält. Elektro-Autos retten die Welt nicht

Weil dieses nicht gerade systemkonforme Bild auch in der ARD gezeigt wurde, dürfte die AfD mit ihrer Propaganda von der „Lügenpresse“ mal wieder schief liegen. Zur schlechten Bilanz des reinen Elektroautos.

Ich möchte ihn aber auch das genaue Gegenteil der der oben dargestellten Klimatheorie nicht vorenthalten. Hier ein Artikel der „Süddeutschen Zeitung“, in dem von den fünf Fehlern die Rede ist, die im Zusammenhang mit der der Klimawandel-Leugnung gemacht werden können:

Mir ist klar, dass es nicht einfach ist, sich jetzt eine Meinung zu bilden. Trotzdem: Ganz wichtig ist es, dass Sie wissen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, um an dieses für uns so wichtige Thema heranzukommen.

Ihr Jean Pütz.

Folge 59. Mit Vernunft in die Zukunft, oder ?

29.12.2019 Quo vadis Deutschland 2020 ?

Sägt die grüne Politik weiterhin an dem Ast, der uns Wohlstand und Frieden beschert hat ? Anstelle eines langweiligen Rückblicks auf das vergangene Jahr möchte ich mal die letzten 50 Jahre Revue passieren lassen. Als Wissenschaftsjournalist habe ich diese Zeit aktiv mitbeobachtet und vieles vorausgesehen, was heutzutage die großen Probleme bereitet. Als Beweis führe ich meine täglich aktualisierte Homepage an. Dort können Sie das alles nachprüfen.

Es begann mit einer völlig irrationalen Ächtung der Kernenergie. Bestimmte Interessengruppen lehrten den Deutschen das Fürchten. Fürchtet euch nicht, so steht es in der Bibel, aber den Deutschen wurde das Fürchten gehörig beigebracht: Kernenergie = Apokalypse, wer konnte dem widerstehen?

Obwohl eigentlich Gegner der Kernenergie, hatte ich eine differenziertere Meinung, denn in nur wenigen Staaten der Welt griff diese Panikmache. Trotzdem muss man akzeptieren, dass bei Umfragen und Wahlen die Mehrheit der Deutschen sich gegen die Kernenergie aussprachen, obwohl die deutschen Kernkraftwerke von allen existierenden die sichersten waren.

Dann kam noch Gorleben hinzu, ein letztlich ungeeigneter Salzstock für die Endlagerung provozierte extrem aggressive Aktivisten unter Anleitung der Grünen zu gewalttätigen Happenings. Nicht mehr die Vernunft, sondern eine Art religiöse Ideologie bestimmte die Szene. So etwas wird heute unter dem Begriff ‚German-Angst‘ subsumiert.

2022 geht nun der letzte Atommeiler vom Netz. Wer aber glaubt, dass die Sicherheit jetzt gewonnen hätte, den sollten die Tausenden von halb oder voll abgebrannten Brennstäben in den ehemaligen Kernkraftzentralen beunruhigen. Eine Entsorgung wird in Deutschland nie mehr möglich sein. In Gorleben haben die Aktivisten geübt, wie man das verhindern kann. Die Quintessenz: Alle deutschen Kernkraftgegner müssen miterleben, dass sich die Staaten Europas darauf geeinigt haben, die Atomenergie als CO2-neutral einzustufen. Allein der Abbau dieser Energieform in Deutschland hat die Volkswirtschaft Billiarden Euro gekostet, mehr als doppelt so viel, wie der von Steuerzahlern finanzierte Bundeshaushalt.

Das Schlimme an diesem ideologischem Prozess ist, dass sich die gesamte Technologie und Wissenschaft aus Deutschland verabschiedet hat. Die besitzen jetzt – inkl. der damit verbundenen Industrie – die Staaten, die unbekümmert auf Kernkraft setzen, insbesondere Russland, China und viele Schwellenländer. Auch bei der Mitwirkung zum Sicherheitskonzept haben wir die Kompetenz verloren. Selbst für neuere Konzepte gilt Deutschland als verbrannte Erde. Sinnvoll wäre gewesen, die alten Meiler so lange wie möglich weiter laufen zu lassen, damit sie wenigstens das Geld verdienen, welches ihr späterer Abbau die Gemeinschaft kosten wird. Das war ja auch beschlossen, doch aus politischen Gründen schwenkte damals die Bundeskanzlerin – immerhin eine Physikerin, die die Konsequenzen hätte wissen müssen – nach dem nicht vergleichbaren Fukushima um und erfüllte den Grünen aus taktischen Gründen kurz vor der Wahl in Baden-Württemberg ihre extremsten Wünsche. Trotzdem ging die Wahl für die CDU verloren.

Aber der Abbau der deutschen Industrie findet nicht nur heutzutage statt, sondern begann schon mit der Roheisen-Produktion. Die dafür notwendige Herstellung von Koks zur Reduktion des Eisenerzes in Hochöfen, war hierzulande nicht mehr möglich. Gleiches gilt für das Ausblasen des im Roheisen enthaltenen Kohlenstoffs in den sogenannten Thomasbirnen.

Die notwendigen und richtigen Umweltauflagen wurden viel zu teuer. Gleiches gilt für die verhältnismäßig umweltfreundliche Edelstahlproduktion, aber diesmal hauptsächlich wegen der hier herrschen extrem hohen Energiekosten. China baut bei uns die Werke ab und bei sich wieder auf. Dabei werden die Chinesen demnächst unsere größten Konkurrenten auf dem Weltmarkt werden.
Den Deutschen ist nie gesagt worden, welche Nebenwirkungen das hat, denn noch herrscht Vollbeschäftigung und keiner denkt daran, dass das auf Grund von politischen Entscheidungen nicht mehr lange so weiter geht.

Sehr offensichtlich wird das durch die Verabschiedung von der genialen Magnetschwebebahn Transrapid. Nicht einmal die vergleichsweite kurze Probestrecke zwischen Köln und Frankfurt, die den Weltmarkt für das System geöffnet hätte, passte den Protest-Aktivisten ins Konzept. Die Folge, die Chinesen erhielten den Transrapid kostenlos. Er wurde dort kürzlich als das Beförderungs-System der Zukunft mit großen Chancen in ganz Süd-Ost-Asien übernommen. Die deutschen Steuerzahler und die Industrie hat das Hunderte Milliarden gekostet. Aber viel schlimmer, aus ideologischen Gründen wurde das verschleudert und die zukünftigen Konkurrenten gestärkt.

Aber die Politik hat daraus überhaupt nichts gelernt.

Auch die Tatsache der Ächtung des Verbrennungsmotors, insbesondere die Verunglimpfung des Diesels, wird noch schlimmere Folgen nach sich ziehen

Der Softwarebetrug der Kooperation von VW und Gleichgesinnten war ein Verbrechen und hat die gesamte deutsche Automobil-Industrie mit Milliarden Strafen in die Bredouille gebracht, aber offenbar erzielen sie immer noch viel Profit und sind noch konkurrenzfähig, hätte nicht die grüne Ideologie dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Plötzlich wurde das Elektroauto zum Heilsträger, um das Klima mit seiner CO2-Problematik zu retten. Das aber völlig zu Unrecht. Zwar trägt der Verkehrssektor bei uns etwa 20% zum CO2-Ausstoss bei, aber die privaten Autos nur 6-8% und den soll es besonders an den Kragen gehen. Da unsere Automobilindustrie vorwiegend mit dem privaten Sektor das meiste Geld verdient und jetzt gezwungen wird, auf E-Autos umzustellen, wo sie ihre Konkurrenzfähigkeit erst beweisen muss, wird das zu einem extremen Abbau von 100.000den von Arbeitsplätzen sorgen.

Dabei bringt das reine Elektroauto nach neuester Forschung wegen seiner schlechten Ökobilanz keinerlei Vorteile für die Klimabeeinflussung. Dabei ist die Kreativität der Ingenieure und Techniker schon weit über diese kleinkarierte Verbotsmentalität hinweg. Schon heute ist es mit Hilfe der Elektromobilität besonderer Art – z. B. mit der Hyperhybrid-Methode – möglich Autos zu bauen, mit kleinem effizienten Lademotor ohne Getriebe und nur 1/5 der Batteriekapazität, die alle positiven Eigenschaften eines reinen Elektroautos besitzen. Dieses Auto verbraucht nur 1/3 des Treibstoffs herkömmlicher durch Diesel- oder Otto-Motoren angetriebener Kraftfahrzeuge. Ökologisch wichtig: Das kann auch regenerativer Treibstoff sein. Zwei Prototypen, die von einer österreichischen Firma entwickelt wurden, habe ich bereits mit Vergnügen getestet. Preislich sind sie durchaus konkurrenzfähig, ein Kleinwagen kostet höchstens 10% mehr als bisher, das gilt auch für die Mittelklasse, SUV oder Prestigeautos. Alles auf der Basis von Elektromobilität.

In Verbindung mit der Auswanderung der Automobil-Industrie steht im engen Verbund mit dem Abbau der Maschinenbauindustrie. Diese beiden Industriezweige sind die wenigen, in denen Deutschland noch in der Welt führend waren.

Während die grünen Ideologen sich immer noch vorwiegend den Verkehrssektor vorgenommen haben, wurde von ihnen der gesamte Gebäudesektor völlig übersehen. Im CO2-Ausstoß trägt er mit massiven 50% am CO2-Aufkommen bei. Nicht nur Bündnis90Die Grünen, sondern auch die anderen Parteien waren extrem zurückhaltend, und das seit Jahrzehnten, was die Wärmeschutzverordnungen für Gebäude anbelangt, jahrelang hinter den technischen Möglichkeiten zurück.

So tragen unsere Gebäude, ob privat, industriell oder Behörden, den Hauptteil an Energieverschwendung. Dass Wärme- und Kälte-Erzeugung so aufwendig sind, scheint offenbar der Schwarmintelligenz der Deutschen entgangen zu sein. Abhilfe können da nicht nur kluge Isolationen der Wände und Fenster leisten, der so gescholtene Verbrennungsmotor in Form von Kleinheizkraftwerken und Wärmepumpen, die viel effizienter sind, wenn sie nicht mit elektrischem Strom, sondern mit Erdgas betrieben werden. Dann holen sie fast das Dreifache an Energie aus dem Erdgas heraus, also versehen mit einem Wirkungsgrad von 200 bis 300 %.

Es ist ganz klar, auch die regenerativen Energien dürfen nicht vernachlässigt werden. Aber den Strom nur damit zu produzieren ist nur möglich, wenn im internationalem Hochspannungsverbund die französische Kernkraftzentralen und die polnischen Braunkohlekraftwerke einbezogen werden.

Im Übrigen ist es erstaunlich, dass – wenn die Energieerzeugung über Braunkohle in Deutschland abgeschafft wird, dieser Staat bereitwillig – nur noch mit Ausnahme von regenerativen Energien – auf Energietransport aus dem Ausland setzt. Die strittige Gaspipeline aus Russland, auch Amerika mit seinem aus der Erde gepresstem und später verflüssigtem Erdgas, lassen grüßen. Dabei könnten wenigstens einige der erst kürzlich gebauten modernen Braunkohlekraftwerke unter Vernunft-Aspekten weiterbetrieben, oder sogar neu errichtet werden. CO2 lässt sich leicht aus dem Abgas herausfiltern und wird dann ein Wertstoff, der mit Hilfe der Energie aus Sonne und Wind das Erdöl überflüssig macht. Die Technologie ist vorhanden. Wenn diese Möglichkeiten nicht genutzt werden , kostet das unsere Volkswirtschaft mehr als seinerzeit das Abschaffen der Kernkraftwerke. Können wir uns das leisten – oder ist das ganz bewusst von gewissen Gruppen eingeplant, die in Deutschland eine ökologische Diktatur errichten möchten? Eine Verbots- und Planwirtschaft ist aber nirgendwo auf Welt – auch in der Vergangenheit – jemals erfolgreich gewesen. Außerdem müssen wir der sogenannten gelenkten chinesischen Demokratie, die eigentlich eine Autokratie darstellt, beweisen, dass ein auf sozialer und ökologischer Marktwirtschaft aufgebautes Wirtschaftssystem in sinnvoller Verknüpfung mit allen europäischen Staaten konkurrenzfähig ist.

Leider steht die Uhr – nicht nur was die Klimaproblematik anbelangt – auch in wirtschaftlicher Hinsicht auf fünf vor zwölf. Es muss verhindert werden, dass insbesondere Deutschland zum Agrarstaat mutiert. Doch selbst da gibt es Vorbehalte.

Auch die Bauern leiden unter extremen Restriktionen nicht nur wegen einer verfehlten Subventionspolitik, sondern weil die technischen Möglichkeiten nicht genutzt werden. Das verhängnisvolle Gülleproblem ließe sich durch gezielte Hilfen umweltfreundlich lösen. Selbst Gülle ist eine Art Wertstoff, aus der enorme Energiemengen in Form von Methangas gewonnen werden kann, in dem sie in großen geschlossenen Konvertern vergoren wird.

Hinzu kommt, dass dabei fester Naturdünger entsteht. Dieser kann gezielt und wohldosiert auf die Felder gebracht werden. Im Gegensatz dazu, würde das verhindern, dass die Gülle, je nach Aufkommen auf die Felder in ihrem flüssigen und stinkendem Zustand verteilt werden muss, die dann das Grundwasser mit Nitrat verseucht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei diesem Gärprozess auch Phosphor-Verbindungen anfallen, die sich mittlerweile weltweit als rarer Rohstoff für die chemische Industrie entwickelt haben – also drei Fliegen mit einer Klappe, dank des einzigen Rohstoffs, den Deutschland besitzt, nämlich die Kreativität seiner Bürger.

Dass wir im Übrigen aus Deutschland heraus das Weltklima nicht retten können, mag jedem klar sein. Nur 2% tragen wir zur CO2-Bilanz bei. Aber vielleicht können wir Technologien entwickeln, die es anderen Völkern ermöglichen, die Klimaziele zu erreichen.

Trotz aller Bekundungen in den Klimakonferenzen ist eins klar, Konsens wird niemals erreicht werden, da hilft auch kein Wunschdenken. Vor allen Dingen möchte ich den Klimaideologen ins Gästebuch schreiben: Ihre Philosophien mögen auf den ersten Blick bestechend sein, aber der einzige Störfaktor ist und bleibt immer der Mensch.. Wenn der nicht in die Entscheidungen intensiv mit einbezogen wird, wird alle Bemühungen scheitern.

Dabei ist es wichtig, dass Gesetzmäßigkeiten im menschlichen Gruppenverhalten unbedingt berücksichtigt werden müssen. Das ist sich die Wissenschaft schon fast einig. So etwas untersucht die empirische Soziologie. Das kann zwar nicht aus der Sicht des Individuums beurteilen, aber in Gesellschaft hat das ähnliche Bedeutung wie in der Naturwissenschaft. Deshalb habe ich 8 Jahre lang bei Rene König und Erwin K. Scheuch diese Art von Soziologie studiert. Wenn die Politik gegen diese leider relativ unbekannten Gesetzmäßigkeiten verstößt, wird sie unweigerlich scheitern. Leider macht sich das erst nach Jahrzehnten bemerkbar und Generationen haben darunter gelitten z. B. im Kommunismus und Faschismus, die glaubten, der Mensch wäre mit Gewalt zu seinem Glück zu zwingen.

Es lebe die liberale, soziale und ökologische Demokratie, die im Prinzip das möglich macht.

Natürlich nehme ich die Gelegenheit wahr, Ihnen neben diesen ‚Gedanken zur Zeit‘ viel Glück, Zufriedenheit, Erfolg und Einsicht für das neue Jahr, und der Politik den Blick über den Tellerrand in der postfaktischen Zeit zu wünschen. Es gilt eine Ökodiktatur zu verhindern, ganz im Sinne von meiner permanenten Forderung: “ Gebt der Vernunft eine Chance“

Folge 56 Mit Vernunft in die Zukunft, oder ?

Ihr Jean Pütz

Hier noch ein paar Links die nachdenklich stimmen sollten.

China erwägt teilweise Abkehr vom einseitig propagierten Elektroauto

Wenn-die-Automobilindustrie-stirbt

German Angst  Ein Beitrag von mir mit unglaublicher Resonanz

27.12.2019 Neujahrswünsche 2020 der anderen Art

Liebe Freundinnen und Freunde, Familien und Gleichgesinnte.

Entschuldigen Sie bitte die pauschale Anrede, aber ich habe so viele Weihnachtswünsche erhalten, dass ich ausnahmsweise auf die persönliche Anrede verzichte. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz hat mein Software-Programm Ihnen den Freundes-Status zugesprochen.

Trotz zunehmenden Alters geht es meiner Familie und mir immer noch hervorragend. Meine Frau Pina ist uneingeschränkt meine große Liebe.

Mein Töchterchen Julie, mittlerweile im 2. Schuljahr, entwickelt künstlerische Talente, die sie wahrscheinlich von meinem Luxemburger Großvater geerbt hat. Sie ist begeisterte Malerin, übt mit Ausdauer Geige und ihr Glück liegt auf dem Rücken der Pferde. Sie kennt sämtliche Pferderassen ohne Ausnahme und reitet wie verrückt.

Mein Sohn Jean Adrian hat seinen Standpunkt gefunden. Als Junge zog er für ein Jahr an die High School nach Kanada – als Mann kehrte er zurück. Im Frühsommer macht er sein Abitur.

Mein erster Sohn Joern – mittlerweile bereits 60 Jahre alt – ist an der Universität zu Straßburg zu einer Art „Größe“ avanciert, als Mitbegründer des ersten internationalen Zusammenschlusses von fünf Universitäten mit Namen EUCOR, einem Oberrhein Lehr- und Forschungscampus der Universitäten Straßburg, Mulhouse, Basel, Freiburg, Karlsruhe. Gleichzeitig ist er Vizepräsident der Uni Straßburg mit Lehr- und Forschungskompetenzen für deutsch-französische Angelegenheiten.

Mir wird angst und bange, wenn ich an seinen Stress denke. Er reist in der ganzen Welt herum, von Neuseeland, Australien, Amerika, Deutschland und immer wieder mit dem schnellen TGW in nur zwei Stunden von Straßburg nach Paris – in Deutschland benötigt er für die gleiche Strecke fünf Stunden.

Meine Einwände, er solle auch auf seine Gesundheit achten, wischt er mit der Bemerkung weg, das sei EU-Stress. Ich, sein Vater, habe ja auch so lange überlebt.  Valerie, seine Frau, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Dann gibt es noch einen wunderbaren Enkel, Joel, der bei mir in Köln wohnt, weil er dort sein Journalisten-Studium zum Master absolviert. Sein viermonatiges Praktikum bei der Berliner ‚Welt‘ hat gezeigt, dass er sehr talentiert ist – mit Artikeln sogar auf der ersten Seite der gedruckten Ausgabe. Als Werkstudent schätzt ihn der ‚Kölner Stadtanzeiger‘ sehr.

Soweit zu meiner Familie, in der ich es ablehne, wie in alter Zeit meine Funktion als Patriarch wahrzunehmen.

Sollten Sie an meiner politischen Gesinnung Interesse haben, klicken Sie auf den unten stehenden Link. Er beschreibt meine Gedanken zu Weihnachten 2019.

Mittlerweile ist Facebook zu meinem persönlichen Sender geworden, mit einer Reichweite von teilweise über 500.000 Bürgern, wie in alter Zeit im WDR – beteiligt sind zur Zeit über 52.000 Abonnenten, die meine Ansicht fleißig teilen. Natürlich vermeide ich dort sämtliche privaten Angelegenheiten:

Als eines meiner Lebenswerke bezeichne ich auch meine wissenschaftliche Homepage, die ich täglich mit meiner unverwüstlichen Sekretärin, Frau Christel Bora, aktualisiere.

Natürlich schreibe ich diese Mail vor allen Dingen auch, um Ihnen für das Neue Jahr 2020 nicht nur einen guten Rutsch zu wünschen, sondern auch viel Glück, Gesundheit, Lebensfreude, Zuversicht in einem postfaktischen Zeitalter und Erfolg, welchen man auch als Rentner noch durchaus nutzen kann, denn die Gehirnzellen müssen – ebenso wie die Muskeln – trainiert werden, sonst bauen sie sich ab.

Herzlichst Ihr Jean Pütz