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10.10.20 Großmannssucht in Berlin, speziell im Bundeskanzleramt

Angela Merkel will offenbar dem türkischen Autokraten Recep Tayyip Erdoğan in nichts nachstehen, offenbar ist sie neidisch auf seinen protzigen, neugebauten Präsidentschaftspalast in Ankara. Das Volk hungert, aber Erdogan regiert in einem Gebäude, welches sich nicht einmal der König Ludwig XIV. hätte leisten können.
Dazu habe ich einen interessanten Beitrag in ‚Morning Briefing‘ von Gabor Steingart gefunden, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Da fragt man sich wirklich, warum es einen Bundesrechnungshof gibt, wenn er diese Verschwendungssucht in Corona-bedingt knappen Zeiten nicht beeinflussen bzw. verhindern kann.
Es geht um das Bundeskanzleramt, die schon heute mit 25.347 Quadratmetern Nutzfläche größte Regierungszentrale der westlichen Welt – rund achtmal größer als das Weiße Haus, zehnmal größer als Downing Street No. 10 und dreimal größer als der Élysée-Palast in Paris.

Dieses Bundeskanzleramt, so haben Merkel und ihr Kabinett beschlossen, soll bis zum Jahr 2028 durch einen Neubau auf der gegenüberliegenden Spreeseite auf 50.000 Quadratmeter verdoppelt werden. Im Januar 2019 wurde das Projekt den Parlamentariern als „nüchterner, auf Funktionalität ausgerichteter Zweckbau“ verkauft.
Doch davon kann nicht die Rede sein. Als der Bundesrechnungshof sich mit den Planungen befasste, stieß er auf die Platin-Card-Variante eines Regierungssitzes, wie man ihn weltweit nirgendwo sonst findet. Das muss man sich in Zeiten knapper Kassen erstmal trauen:

Geplant ist ein Kindergarten für 12 bis 15 Kinder mit einer Nutzfläche von 266,5 m². Kostenpunkt: 2,8 Millionen Euro. Dies entspreche dem dreifachen eines normalen Kindergartenplatzes, sagt der Rechnungshof.
Neun Wintergärten sind in Planung, die sich auf jeweils fünf Etagen erstrecken. Für die Verglasungen, den Sonnenschutz der Wintergärten und Befahranlagen zur Glasreinigung werden über 14 Millionen Euro veranschlagt.

Die Verdoppelung der Bürofläche ist für 395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter projektiert. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich auf unfassbare 18.529 Euro. Vergleichbare öffentliche Bauten wie der Neubau des Innenministeriums (6.499 Euro), das Humboldtforum (15.265 Euro) und die Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses (11.443 Euro) kommen mit deutlich weniger aus.

Kanzleramt first
Verhältnis der Gesamtkosten zur Nutzfläche, in Euro pro Quadratmeter

Obwohl es im alten Kanzleramt schon eine 200 m² große Kanzlerwohnung gibt, soll eine neue Kanzlerwohnung, diesmal von 250 m² Größe, entstehen. Allein die „rechnerischen Ausstattungskosten“ der Gemächer mit Sofas, Schrankwand und Lampen liege bei 225.000 Euro, schätzt der Rechnungshof.

Eine zweite 176 Meter lange Brückenverbindung über die Spree, um das Bestandsgebäude mit dem Erweiterungsbau fußläufig zu verbinden, sei notwendig, sagt das Kanzleramt. Kostenpunkt: 18,1 Millionen Euro.

Ein zusätzlicher Hubschrauberlandeplatz ist für zehn Millionen Euro in Arbeit. Die kreisrunde Plattform soll sich auf einem 23 Meter hohen Sockel befinden.
© dpa

Das Bundeskanzleramt will von einem Zweckbau jetzt nichts mehr wissen. Der Regierungssitz genieße „innerhalb der Bundesregierung eine Solitärstellung“, deshalb dürfe der „Neubau nicht unter das architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramtsgebäudes absinken“, teilte man dem Rechungshof mit.
Die Unterbringung der Kanzleramts-Kinder im nahe gelegenen Parlamentskindergarten sei nicht möglich; die Errichtung der Wintergärten schon wegen der gleichen Arbeitsbedingungen für alle unabdingbar und die zweite Kanzlerwohnung unverzichtbar, ließ das Kanzleramt den Rechnungshof wissen.
Die Kostenexplosion ist angesichts dieser staatlichen Spar-Verweigerung keine Überraschung mehr. Nachdem man dem Parlament zunächst Baukosten in Höhe von rund 400 Million Euro genannt hatte, beziffert das Innenministerium die Angelegenheit nun auf über 600 Millionen Euro, was dem Rechnungshof noch immer als eine unhaltbare Untertreibung scheint. In dem Prüfbericht heißt es:
Der Bundesrechnungshof hat Zweifel, dass alle zu erwartenden Kosten bekannt sind. Dadurch besteht ein erhebliches zusätzliches Kostenrisiko. «

Was bleibt, sind Fragen der grundsätzlichen Art: Wozu braucht Deutschland eine derartige Expansion der Regierungszentrale? Warum lässt die Regierung zu, dass in ihrem Einflussbereich Quadratmeterpreise aufgerufen werden, die kein Hollywoodstar zahlen würde und die auch alle bisherigen Dimensionen in Deutschland sprengen? Wieso schaut ausgerechnet Angela Merkel, die sich zu Recht viel auf ihre Bescheidenheit zugutehält, dabei zu, wie für ihre Nachfolger eine Wirkungs- und Spielstätte entsteht, die das von den Berlinern in Anspielung an den früheren Bauherrn Helmut Kohl „Kohlosseum“ genannte Kanzleramt ins Obszöne übersteigert.
© dpa

Fazit: Politisch will der geplante Prunkbau nicht so recht mit dem Staatsverständnis der CDU harmonieren. Wie ein surrealer Zwischenruf aus der Geschichte wirken jene Parteitagsreden und Programmbeschlüsse, die vom schlanken Staat erzählen. Offenbar rechnet man mit der Apathie der Bürger, die ihre Erregungsenergie bereits andernorts verfeuert haben. Botho Strauß hat es geahnt:

»Die Menschen in post-panischer Zeit werden nicht mehr erschreckbar sein. «
action de chercher
Folge 144: der Vernunft eine Chance

04.10.20 Donald Trump als Beispiel für Corona- Verharmloser

Entscheidet Corona die amerikanischen Wahlen? Donald Trump in der Bredouille.

Die Moral von der Geschicht: Jeder der die schlimmen Auswirkungen von Corona leugnet, kann’s selbst erwischen.
Trotzdem treten mal wieder die Corona Leugner oder Verharmloser in Konstanz auf, um vereint mit der extremen Rechten ihre queren die den zu verbreiten. wo bleibt die Schwarmintelligenz der deutschen, ohne zu verallgemeinern.

Folge 142. Der Vernunft eine Chance

Hier noch mal eine Präzisierung meines Hinweis auf die Nachwirkungen, Markus Lanz hatte einen „Genesenen“ in seiner Sendung.

21.09.20 Herzlichen Dank für die vielen Geburtstagswünsche

Geburtstag: Kein Wert an sich, sondern Anlass zum Nachdenken.
(Mit herzlichem Gruß an meine Facebook Feinde)

Zunächst möchte ich mich für die Tausenden von Glückwünschen danken, die Sie mir per Mail, über Facebook und Whatsapp und die altehrwürde Postkarte haben zukommen lassen. Allerdings feiere ich meinen Geburtstag nur alle fünf Jahre, damit ich nicht merke, wie schnell ich alt werde. Sie können verstehen, dass ich mich nicht bei jedem einzelnen bedanken kann.

Die Technik gibt uns heute die Möglichkeit, wie früher am Leben teilzunehmen. Vor allen Dingen, sich nicht sprachlos ärgern zu müssen, wenn sich Widersprüche in Politik und Alltag ergeben. So etwas in sich hineinfressen, verkürzt das Leben. Aber nicht nur deswegen melde ich mich ja auch in den Medien zu Wort, es könnte ja sein, dass unsere Kinder und Kindeskinder von den Erfahrungen profitieren, die die Alten in ihrem Leben gemacht haben. Ich ärgere mich über meine ehemals bekannten und kompetenten Moderator-Kollegen, die sich, nachdem sie pensioniert wurden, völlig zurückgezogen haben, obwohl sie früher sehr glaubwürdig berichteten. Aber jeder muss nach seiner Fasson selig werden.

Was mich anbelangt, trainiere ich damit auch meine Gehirnzellen, die müssen bis ins späte Alter genauso gefordert werden wie die Muskeln. Der Körper hat ja sonst die unangenehme Eigenschaft, dass er alles abstößt, wovon er glaubt, es nicht mehr zu gebrauchen. Jeder, der einmal einen Knochenbruch erlebt hat, wird mir das bestätigen, die Muskeln bauen sich innerhalb kürzester Zeit ab und müssen später auswendig regeneriert werden. Ich meine sogar, dass das eine Vorbeugung vor Alzheimer sein könnte, lebenslang lernen und agieren. Das ist mein Tipp für sie alle, ich habe davon profitiert.

Heute steht in den ‚Westfälischen Nachrichten‘ ein ganzseitiger Artikel anlässlich meines 84sten Geburtstags über mich, in dem ich als ‚Glückspilz bezeichnet werde. Dem stimme ich nur insofern zu, als man verdammt viel zu diesem Glück beitragen muss und nicht die Hände in den Schoß legen kann – auch nicht im hohen Alter.

Nun möchte ich noch einmal kurz auf meinen letzten Kommentar hier bei Facebook zurückkommen, in dem ich unter dem Titel ‚einige wenige Polizisten im Abseits‘ die Gefahren angesprochen habe, die unserer Demokratie durch extrem rechte Gesinnung in diesem Kreis drohen. Wehret den Anfängen, ohne vorzuverurteilen und alle Polizisten in einen Topf zu werfen. Die Polizei muss unser Freund und Helfer bleiben.

Als der Polizeipräsident von Essen, Frank Arno Richter, mich seinerzeit in die Jury zur Verleihung des Polizei-Awards für besonders couragiertes Verhalten von Bürgern und Polizisten gerufen hat, habe ich gerne zugestimmt. Auch, weil mir Herr Richter mit seiner gesamten Philosophie imponierte. Sein Bezirk ist leider in die diese Affäre involviert, ich nehme ihm allerdings auch seine ehrliche und emotionale Entrüstung in der Pressekonferenz mit dem Innenminister Herbert Reul, der auch in der Jury ist, voll ab.

Wenn man Geburtstag hat, denkt man auch etwas über die Zukunft nach – nicht mehr über die eigene, sondern über die unserer Kinder und Kindeskinder. Deshalb habe ich den schon angesprochenen Kommentar bei Facebook ( ‚Polizisten im Abseits‘) veröffentlicht. Aber die Reaktion einiger, offenbar der AFD sehr nahestehender Facebook-Freunde, hat mich ein wenig unsicher gemacht. Obwohl ich, was die Bestätigung durch ‚Daumen hoch‘ und ‚Herz‘ ganz zufrieden sein könnte, denn 95% haben mir zugestimmt. Aber ich bin doch entsetzt über den Shitstorm, der in der Rubrik ‚Schriftliche Kommentare‘ auf mich heruntergeprasselt ist. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein solcher rechts-extremer Bodensatz in der deutschen Bevölkerung Raum gegriffen hat. Nicht jeder, der AFD wählt, gehört in diese Kategorie, das weiß ich. Hier möchte ich ebenfalls auf keinen Fall verallgemeinern. Auch ich habe vieles an der Regierung und an den Zukunftsmaßnahmen zu kritisieren. Doch weil Meinungsfreiheit in unserer Republik existiert, kann ich meiner Kritik ungehindert Ausdruck geben. Aber ich käme niemals auf die Idee, in verbrecherische faschistische Zeiten zurückzurudern. Wo bleibt da das Geschichtsbewusstsein?.

Acht Jahre habe ich neben meinen naturwissenschaftlichen Studien in Köln Soziologie bei René König und Erwin K. Scheuch studiert, um zu begreifen, wie ein zivilisiertes Volk in eine solche Barbarei zurückfallen konnte und einem Verbrecher und Psychopaten wie Hitler die Chance gegeben hat, ein ganzes Volk in den Untergang zu führen. Als Jugendlicher bin ich den Schrecken des Krieges gerade so entkommen. Mir ist klar, dass ich, sollten diese extremen Rechten einmal wieder ans Ruder kommen, irgendwo im Kazet landen würde.

AFD hin, AFD her, eine Demokratie muss auch solche Parteien ertragen, aber dass sie die echten Faschisten und Menschenfeinde nicht aus ihren Reihen entfernen, dass macht mich zum entschiedenen Gegner. Dass sie das deswegen nicht machen, weil sie auf diesen entarteten Bodensatz in der Bevölkerung zielen und den mit einfangen wollen, das nehme ich ihnen besonders übel. Deswegen bitte ich alle diejenigen, die diesen rechten Gedanken anhängen, sich von meinen mehr als 84.000 Abonnenten zu verabschieden, sie finden bei mir keine Heimat, auch wenn ich bestimmte Entscheidungen der Politik vernunftbezogen kritisiere. So nebenbei finde ich es unerträglich, wenn z. B. in Berlin unter dem Aspekt ‚Querdenken‘ für Freiheit demonstriert wird. Seit dem nenne ich mich nicht mehr ‚Querdenker‘, der ich eigentlich bin, sondern ‚Querkopf‘. Wenn Vernunft, Fairness und Fakten nicht mehr gelten, ist unser Grundgesetz und unsere relativ freie Lebensart in Gefahr.

Nichts für Ungut

Jean Pütz

 

18.09.20 Polizisten im Abseits ?

Faschistoide Polizisten – müssen wir das ertragen?

Wie kommt es, dass gut ausgebildete Polizisten dem faschistischen, teilweise von der AFD getriggerten Gedankengut verfallen sind. Als Beamte geht’s ihnen extrem gut, sie sind lebenslang sozial abgesichert. Was bewegt sie dazu? Kann sein, dass sie Grund haben, oft frustriert zu sein. Ihre Klientel wird zugegebenermaßen immer respektloser. Wenn sie z. B. wie jetzt in Mülheim bei den berüchtigten Clans, mit großem Glück einen Missetäter verhaften, dann ist der wegen einer sehr toleranten und manchmal unfähigen Justiz recht bald wieder auf freiem Fuß.
Ich kann schon sehr gut verstehen, dass diese Situationen oft in Resignation ausarten. Aber dem zu widerstehen haben sie ja in ihrer Ausbildung ausgiebig gelernt, auch, was Demokratie und ihre Vorzüge bedeutet. Worin faschistische Ideologien münden können, das hat man ihnen hoffentlich im Fach Geschichte beigebracht, das ‚1000jährige‘ kriegslüsterne und verbrecherische Reich á la Hitler lässt schön grüßen.
Ein großes Kompliment an unseren nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul, der endlich erkannt hat, dass die Einstellung solcher Individuen in der Polizei unsere freiheitliche Ordnung in große Gefahr bringen.
Das sind zwar nur wenige, die meisten Angehörigen der Polizei sind ehrbare und engagierte Bürger. Deshalb empfehle ich eine unabhängige Untersuchungskommission, die diesen Einzelfällen objektiv auf den Grund gehen kann. Es reicht dabei nicht, rassistische Ausfälle zu untersuchen, sondern es müssen alle Extremisten ausfindig gemacht werden, ob links oder rechts.
Wehret den Anfängen!

Dann noch eine persönliche Beobachtung zum Thema Gutmenschen:
Ich finde es toll, dass es mittlerweile so viele in der deutschen Bevölkerung gibt, die hilfreich überall dort zur Seite stehen, wo Not am Mann ist und wenn sie Ungerechtigkeit beobachten. Doch manchmal sind diese Bewertungen sehr subjektiv und emotional geprägt. Ich kann mich persönlich nicht davon freisprechen. Aber heute geht es uns allen so gut, dass selbst kleinste Probleme viele Menschen aus der Bahn werfen bzw. so stark frustrieren, dass sie alles infrage stellen und sich in extreme Widersprüche begeben. Davon profitiert z. B. die AFD, Fakten spielen dabei keine Rolle mehr.
Doch die Emotionalisierung hat auch noch andere Nebenwirkungen und Risiken. Ich nenne sie einmal Gutmenschen-Ideologie, die sich vor allen Dingen so ausgebreitet hat, weil es allen so gut geht, dass wir glauben, unser Gehirn mit seiner Logik nicht mehr zu benötigen. Aber mit den Gehirnzellen ist es genauso wie mit den Muskelzellen, wenn sie nicht beansprucht werden, baut der Organismus sie ab.
Übrigens auch unser Immunsystem, die beste Apotheke, die es gibt, funktioniert nach diesem Muster. Wenn es nicht gefordert wird, schläft es ein. Deswegen ist die heutige Sucht nach Einfachheit und Bequemlichkeit psychologisch und soziologisch sehr gefährlich. Wie kann es sein, dass Politiker, die noch auf Vernunft, Logik und Nebenwirkungen ihrer Entscheidungen setzen, kaum mehr Chancen haben, vom Volk ernst genommen zu werden. Das sogenannte postfaktische Zeitalter, welches Donald Trump und hier in Europa Borris Johnson und viele andere – auch in eigenen Reihen – meisterlich vorantreiben, wird dazu führen, dass, neben vielen anderen Problemen, unser Grundgesetzt immer mehr in Vergessenheit gerät. Auch Menschlichkeit bedarf der Vernunft

Folge 139 Der Vernunft eine Chance

Wenn Sie weitere politische und philosophische Fragen interessieren, dann klicken Sie auf den folgen Link auf meiner Homepage unter ‚Gedanken zur Zeit‘. Da finden Sie vieles, was heutzutage die Bürger beunruhigt und zum Nachdenken bringt, häufig nicht nur mit Kritik, sondern auch mit konkreten Lösungsansätzen

08.09.20 Automobilindustrie in der Auflösung ? Auf dauerhafte Subventionen angewiesen ?

Die deutsche Automobilindustrie in großen Nöten. Aber nicht nur Corona ist daran schuld, sondern auch das umweltschädliche und elitäre „nur“ batteriebetriebene Elektroauto.
Aber es gibt eine andere Art Elektromobilität, die diese Nachteile nicht erbringt. Bevor sie, lieber E- Auto-Besitzer, wie bereits in vielen mir zugegangenen Facebook-Kommentaren dokumentiert, jetzt lospoltern, lesen Sie bitte meinen ausführlichen Beitrag, der meine obige These schlüssig belegt.
Ich wollte Sie nicht angreifen, nur, wie immer: Das Bessere ist der Feind des Guten. Um das zu begreifen, müssen Sie sich etwas Zeit nehmen, denn es ist nicht in wenigen Worten zu belegen. Sorry, aber sie werden sich wundern, dass das nicht schon viel früher in Angriff genommen wurde.

Hier mein Original-Facebook-Beitrag mit fast 900 Bürger-Kommentaren.

Heute im Bundeskanzleramt:
Die Automobilindustrie in der Bittsteller- Rolle, sie möchte einen großen Batzen der Corona-Gelder einheimsen. Eine der wenigen Industrien, in denen Deutschland noch Weltgeltung besitzt, braucht das Virus Covid-19, um den Staatssäckel zu schröpfen. Aber die Probleme liegen in ganz anderen Dimensionen. Daran ist vor allen Dingen auch Elon Musk schuld. Mit den Dollars, welche er für die Veräußerung von PayPal erzielte, hat er damals das defizitäre Unternehmen Tesla gekauft. Diese kalifornische Firma war die erste, die das angeblich geniale Elektroauto herstellte. Als Paradiesvogel gelang es ihm, Tesla so mit allen Regeln der PR ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu hämmern, dass er sie zu einem bescheidenen Erfolg brachte. Sie ist mittlerweile an der Börse mehr wert als Volkswagen, Mercedes, BMW und Audi zusammen. Obwohl die Aktie – mit ganz wenigen Ausnahmen – noch niemals Rendite erwirtschaftet hat.

Um so etwas zu erreichen braucht man eine Story. Er richtete sich besonders an die immer zahlreicher werdenden Klimaschützer und machte ihnen weiß, dieses Auto sei der Schlüssel, die Klimakatastrophe abzuwenden. Es dauerte nicht lange, bis auch die Ökoparteien und im Gefolge viele Bürger darauf hereinfielen. Um das zu unterstützen, untermauerte er seine Genialität, in dem er einen weiteren Konzern entwickelte, dem es tatsächlich gelang, die weltraummüde NASA zu übertrumpfen und tatsächlich der USA wieder – dieses Mal privat – an die Weltraumtechnologie heran zu führen und Raketen als Satelliten-Träger zu entwickeln, um die Weltraumstation ISS zu versorgen. Aber die Publizität reichte ihm noch nicht aus, so schickte er kurzerhand ein abgespecktes Tesla-Auto in den Weltraum.

Apropos Umweltschutz: Mit den CO2-Abgasen, die dabei in die Atmosphäre geschossen wurden, hätte man in Deutschland sämtliche auf Verbrennungsmotoren basierende Autos über Wochen betreiben können. Durch solche Sperenzchen gelang es ihm, dass das Elektroauto weltweit als die allein selig machende Möglichkeit angesehen wurde, nur auf den ersten Blick Abgas- und CO2-frei.

Die ‚Grünen-Ideologie‘ unterstützte Musk dadurch, dass sie sogar die Abschaffung des Verbrennungsmotors als das wichtigste Ziel propagierte. Vielleicht haben diese Propagandisten gar nicht bemerkt, dass Alternativen viel eher zum eigentlichen Ziel der CO2-Neutralität führen könnten. Deswegen präsentiere ich Ihnen diesen Beitrag.

Zunächst zum Status quo:
Tesla und seine Nacharmer sind wegen der erheblichen Kosten der Batterie so teuer, dass nur Pioniere und der reiche Mittelstand sich ein solches Auto leisten können.
Die soziale und ökologische Bilanz bei der Produktion dieser Batterie ist so katastrophal, dass sie alle umweltschützenden Vorteile aufwiegt.
Jeder, der sich in ein solches reines Elektroauto setzt, hat wegen des hohen Gewichtes dieser Batterie etwa 8 bis 10 virtuelle Passagiere neben sich sitzen. Das wird sich auch nicht wesentlich ändern, wenn die Batterietechnologie in Zukunft eine erhebliche Entwicklung erfährt.
Der massenhafte Verkauf dieser reinen Elektro-Fahrzeuge scheitert auch an dem schlechten Gebrauchsnutzen, obwohl enorme Subventionen in die Infrastruktur geflossen sind, Elektro-Zapfmöglichkeiten bundesweit zu errichten.
Die problematische Reichweite wird dadurch noch verringert, dass die notwendigerweise durch Batterie betriebene Klimaanlage zum Heizen oder Kühlen enorme Energie abzweigt, so dass man im Stau auf der Autobahn bei minus 20°C Außentemperatur vor der Alternative steht, entweder weiterfahren zu können oder sich den Hintern zu verkühlen.
Als Stadtwagen und für den, der täglich nur geringe Entfernungen zurücklegen muss, ist Tesla hervorragend geeignet, weil es tatsächlich an Ort und Stelle die schädlichen Abgase verringert. Dieser Vorteil wird aber erkauft durch katastrophale soziale und umweltschädliche Verhältnisse in den Ländern, die die Haupt-Rohstoffe Lithium, Kobalt und seltene Erden für die Batterie liefern. Dass in China Elektro-Autos einen Boom sondergleichen erleben, begründet sich auch durch die Tatsache, dass nur so der tägliche Smog in den Großstädten im Ansatz verbannt werden konnte. Möglicherweise ist dieser Boom dafür verantwortlich, dass auch die deutsche Automobilindustrie darauf reingefallen ist, denn in China werden im Moment die einzigen Profite eingefahren. Aber das ist sehr kurzfristig gedacht, denn die Batterie-Technologie ist in Süd-Ost-Asien so entwickelt, dass die Europäer Jahrzehnte benötigen, um dem nachzukommen. Da kann selbst kreative Forschung und die vielen hinein gesteckten Staatsgelder nicht helfen, aber die Hoffnung benutzen die angeblichen Umweltschützer, um die Zukunft herbei zu sehnen.
Um noch einmal auf Elon Musk zurück zu kommen: In Deutschland wird er gefeiert wie ein Weltstar, weil es ihm gelungen ist, sich ein neues Tesla-Werk in Brandenburg subventionieren zu lassen. Angeblich sollen 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Wie viele Arbeitsplätze aber in der Automobil-Industrie durch diese Euphorie verloren gehen, darüber berichtet die Presse niemals in diesem Zusammenhang. In mangelnder Sachkenntnis wird behauptet, die Deutsche Automobil-Industrie hätte den Anschluss verloren, weil sie zu spät auf Elektromobilität gesetzt hätte.
Dass die deutschen Autoentwickler überhaupt dazu bereit waren, sich mit dem Problem zu beschäftigen, hat auch die EU bewirkt. Die demnächst verpflichtenden niedrigen Grenzwerte für den Treibstoff-Verbrauch zwingen quasi dazu – dabei handelt es sich allerdings um den Flotten-Verbrauch aller produzierten Fahrzeuge der Firma. Durch Elektro betriebene Fahrzeuge lässt er sich drastisch im Durchschnitt reduzieren.
Getrieben durch die ‚Grünen-Ideologie‘ und den Mainstream versucht die Automobil-Industrie jetzt, auf Elektro umzurüsten. Das aber bedingt hunderte von Milliarden Euro Investitionen. Corona kann beim Eintreiben dieser Subventionen als Totschlag-Argument sogar dabei helfen, es drohen ja Hunderttausende Arbeitsplätze zu verschwinden.
Dieser Arbeitsplatzverlust entsteht aber nicht nur bei den Automobil-Firmen selbst, sondern auch bei den vielen Zulieferern. Das sind meistens Mittelstandsfirmen, die oft auf dem Weltmarkt führend sind.

Natürlich begnüge ich mich in meinem Kommentar nicht nur mit der Kritik an diesen oft als alternativlos bezeichneten Verhältnissen. Wenn ich nicht wüsste, dass es intelligente Möglichkeiten gibt, die viele dieser Probleme gar nicht erst entstehen lässt! Darüber habe ich schon öfters berichtet, aber hier noch einmal kurz und bündig:
Ansätze dazu existieren bereits und es war Toyota, die die ersten Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt gebracht hat. Mittlerweile sind fast alle Marken dem gefolgt. Man spricht dann vom sogenannten Plug-in-Hybrid. Diese verfügen nicht nur über einen klassischen Benzin- oder Diesel-Motor, sondern auch über eine Batterie, allerdings mit wesentlich geringerer Kapazität.

Nun kommt meine Idee zur Geltung, die ich schon vor 12 Jahren mit der Leitung von Ford-Köln diskutierte. Während alle diese Plug-in-Hybride über einen normalen mechanischen Antrieb verfügen, mit Anlasser, Kupplung, automatischem Getriebe und Differenzial, habe ich vorgeschlagen, auf diesen mechanischen Teil völlig zu verzichten und auf reinen elektro-mobilen Antrieb umzustellen. Plug-in wird häufig als Parallel-Hybrid bezeichnet. Ich habe das serielle Hybrid empfohlen. Seriell heißt, dass ausschließlich ein Lademotor vorgesehen ist . In dieser Otto- oder Diesel-Technologie können die Deutschen noch glänzen. Natürlich bedarf es auch noch einer Batterie, aber die kann wesentlich kleiner sein als beim reinen Elektroauto. Für Fachleute: von 80 – 100 kWh Kapazität, reichen hier 15 bis 20 kWh – also nur 1/5 bis 1/7 – aus. Der große Vorteil, die eigentliche Innovation ist der Elektro-Motor. Der ermöglicht mit einer KI (Künstliche Intelligenz)-gesteuerten Software, völlig auf das automatische Getriebe zu verzichten und den Motor stets in der Drehzahl zu betreiben, in der er den besten Wirkungsgrad bringt. Die Energie zum Anfahren übernimmt die kleine Batterie, wenn gebremst werden muss, wird diese Energie wieder in der Batterie gespeichert, das nennt man rekuperieren. Das schont nicht nur die Bremsbeläge, sondern erweitert – wie beim reinen Elektroauto – auch die Reichweite.

Das war die reine Theorie, die lag allerdings auch auf der Hand. Ich ärgerte mich, dass damals nicht andere darauf gekommen sind. Ford ließ mich damals wissen, das sei viel zu teuer.

Dann hatte ich ein Engagement als Moderator der ersten Präsentation der BMW-Blue-Idee auf dem alten Messegelände an der Theresienwiese in München übernommen. Weil das Thema der Firma so wichtig war, befand sich an meiner Seite der damalige Ministerpräsident und spätere EU-Kommissar Edmund Stoiber.

Dadurch lernte ich auch den damaligen Pressechef der BMW-Group, Richard Gaul kennen. Ihm schilderte ich später meinen Vorschlag. Aber auch bei dem Fachmann erzeugte das keine Resonanz. Bevor ich endgültig resignierte, rief er mich vor einem Jahr an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass die gleiche Idee von einer österreichischen Automobil-Zuliefererfirma entwickelt worden sei, die er vertreten würde.

Diese Firma hatte nun tatsächlich alles, was ich nicht zu hoffen wagte, umgesetzt, und zwar nicht nur auf Papier, sondern real. Sie hatte bereits zwei Prototypen erstellt, die sie selbst im Sinne der seriellen Hybrid-Elektromobilität umgebaut hatten. Sie nannten das ‚HyperHybrid‘, ein Begriff, der hoffentlich in der Automobilindustrie schule macht. Sie verwendeten einmal einen namenlosen Kleinwagen aus China und ein Mittelklasse Tesla-Modell. Damit demonstrierten sie, dass ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug wesentlich umweltfreundlicher und im Alltag brauchbarer als die reine Elektromobilisation. Beide Prototypen habe ich gefahren. Ich konnte sie in den gebirgigen und hügeligen Straßen und Autobahnen in den Voralpen ausprobieren und war begeistert. Ich fand keinen Unterschied zu reinen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Kaum glaubhaft – aber belegt – ist der äußerst geringe Verbrauch an Treibstoff mit 1,5 bis 2,0 Liter auf 100 Kilometer. Mit seinem 30 Liter-Tank liegt die Reichweite bei 1.000 bis 1.500 Kilometern ohne Zwischenladen, mit Aufsuchen der Elektro-Tanksäulen oder Aufladen zu Hause natürlich noch viel weiter. Heizen und Kühlen kommt aus dem selbstentwickelten, vibrationsfreiem Ottomotor. Übrigens, der Motor ist schon vorbereitet, mit regenerativem Methanol betrieben zu werden, dann völlig CO2-neutral. Angetrieben wird durch 1 bis 2 Elektromotoren, die im Umkehrbetrieb auch die Bremsenergie rekuperieren.

Der größte Vorteil eines solchen Fahrzeugs muss nicht teurer werden als Herkömmliche mit Verbrennungsmotor, z. B der Kleinwagen für maximal 10.000 bis 15.000 Euro und die Mittelklasse für 20.000 bis 25.000 Euro. Also für jedermann erschwinglich und fast CO2-neutral.

Wenn Sie noch mehr Interesse haben, schauen Sie auf die Links, die mir die Firma Obrist aus Bregenz zur Verfügung gestellt habt. Die Firma produziert als Zulieferer diese HyperHybrid-Modelle nicht selbst, hofft aber, dass sich die Idee in der Automobilindustrie verbreitet. Die weltweiten Lizenzen stehen bereit.

Damit Sie, liebe Freunde, nicht glauben, ich sei ein Lobbyist dieser Firma, ich bekomme kein Honorar oder sonstige Nettigkeiten. Mich fasziniert ausschließlich diese fantastische Alternative

Hier etwas zum Prinzip des HyperHybrid in erklärendem Trickfilm

Folge 138 der Vernunft eine Chance.

 

 

29.08.20 Corona-Demonstration in Berlin – wirklich eine Protestaktion?

Leider sind meine Befürchtungen eingetroffen. Offenbar benutzen viele Chaoten dies als Event und freuen sich wenn sie sich mit der Polizei prügeln können.  Auch hier sind ihnen die Nebenwirkungen völlig schnuppe. Das zum Thema „Freiheit“.

Zurück zu meinem ursprünglichen Text: Die Demonstranten die Freiheit zu verteidigen, aber es ist eine Verächtlichmachung des Staates.

Wie kann es sein, dass Verschwörungstheorien immer mehr Menschen befallen? Liegt es an der mangelnden naturwissenschaftlichen Bildung der Deutschen oder an der Manie von Vogel Strauß, Kopf in den Sand und die Welt ist in Ordnung? Oder trifft es eher auf die drei Affen zu: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen? Entfernen wir uns immer mehr vom Homo sapiens, dem vernunftbegabten Menschen?
Sind die schrecklichen Erfahrungen, die in den Ländern, die anfangs diesen Theorien gefolgt sind kein Grund der Vernunft eine Chance zu geben? Befinden wir uns in dieser Hinsicht nicht auf einer Insel der Seligen?

Allen Corona-Verharmlosern im Gästebuch: Corona ist nicht nur eine Lungenkrankheit, sondern sie befällt alle Organe inklusive dem Gefäßsystem. Die Nachwirkungen sind auch dann sehr gefährlich, wenn die Krankheit individuell nur schwach ausgebrochen ist.
Siehe dazu den folgenden Link: Auch der Genesende bleibt krank. >>

In meinem Beitrag habe ich erwähnt, dass der Bundespräsident mir das Bundesverdienstkreuz am Bande zuerkannt hat. Das heißt garantiert nicht, und ich kann dies hier öffentlich bekennen: Ich gehöre immer noch nicht zum politischen Establishment und lese den Politikern und Machthabenden immer noch die Leviten, wenn sie sich gegen die Vernunft versündigen.

Wenn es Sie interessiert, hier der Link zur Laudatio von der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. >>

Folge 133. Der Vernunft eine Chance

# Nachwirkungen und Risiken der Corona Erkrankung.
# Berliner Demonstration der Corona- ver- harmloser
# Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Jean Pütz
# Die Laudatio anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande in Köln

 

14.08.20 Die plakative Grünen Ideologie zur Klimarettung zerstört unsere Konkurrenzfähigkeit der Industrie

Ich klage an !

Jetzt mit Verfügbarkeit über alle drei Videos der denkwürdigen ARD Sendung: Bilder aus der Wissenschaft aus dem Jahre 1990, „der Sonne eine Chance“. Den Link finden Sie hier im Text.

Die Grünen-Ideologie raubt Deutschland auf lange Sicht den Statuts der Industrienation – leider mit gutem Willen, aber ohne weitsichtige Sachkenntnis was die Möglichkeiten der Überwindung des Klimawandels anbelangt. Dass es anders geht, beweist Ihnen folgender Kommentar.
Vorab eine aufmunternde Sendung, die ich 1990 ausgestrahlt habe, also immerhin vor über 29 Jahren. Aus übertragungstechnischen Gründen musste ich ihn drei-teilen, aber ich glaube, der Beweis ist schon damals erbracht worden:

Aber gönnen sie sich auch meinen nachdenklichen, etwas längeren Text, den ich mit großer Resonanz über die neuen Medien gepostet habe unter dem Aspekt, Facebook ist für mich keine Bild-Zeitung, bei der eigentlich nur die Überschriften gelesen werden.
Deutschland schafft seine Industrie ab. Das, was die ‚Grünen‘ als unbedingt notwendig für die Zukunft seit 30 Jahren propagieren, war sicherlich für den Umweltschutz außerordentlich wichtig und hoch verdienstvoll. Sie waren die Vorreiter für die Sauberkeit der vier mittelalterlichen Elemente: Luft, Wasser, Erde, Feuer.
Zunächst zum Wasser
Mittlerweile sind sogar Lachse im Rhein gesichtet worden, wir können wieder in den Flüssen und Seen baden, das Grundwasser lässt sich noch preiswert zu Trinkwasser aufbereiten, wenn das nicht die starke Landwirtschafts-Lobby mit ihrer Gülle konterkariert hätte.
Die Luft ist erheblich sauberer geworden, manchmal sogar übertrieben, so dass Abmahnvereine ihren Reibach machen können.
Aber auch beim Boden haben die ‚Grünen‘ große Verdienste erworben. Sie kämpfen mit den Umweltverbänden für Artenvielfalt gegen Monokulturen und artgerechte Tierhaltung usw.
Insofern bin ich mit der Partei ‚Bündnis 90/Die Grünen‘ sehr einverstanden und habe sie auch bei der Gründung mit vielen Sendungen unterstützt, u. a. auch mit meinem von mir entwickelten Umweltmagazin ‚Dschungel – Leben und leben lassen‘. Gerade beim letzteren haben mich aber die ‚Grünen‘ fundamental enttäuscht. Ich weiß nicht, ob ich im publizistischem Mainstream als ‚Grünenhasser‘ angesehen werde, weil ich sie so oft kritisiere. Alle, die das glauben sollten wissen, dass ich den ‚Hass‘ aus meiner Existenz als menschliches Wesen gestrichen habe. Allein schon deshalb, weil psychologisch derjenige, der hasst, schlimmer dran ist als der, der behasst wird.
Das führt mich zum vierten Element, dem Feuer. Ich glaube, hier kann ich beweisen, dass die ‚Grünen‘ die naturwissenschaftliche Unkenntnis der Deutschen brutal populistisch zu ihren Zwecken ausgenutzt haben. Die meisten naturwissenschaftliche Fächer lassen sich ja sogar heute noch in Gymnasien und Gesamtschulen ohne Skrupel abwählen. Der Begriff ‚Energie‘ ist sehr abstrakt. Als ehemaliger Oberstudienrat weiß ich, dass den Schülern der zweite Hauptsatz der Wärmelehre mit seinem Entropie-Begriff sehr schwer nahe zu bringen ist. Eigentlich ist das inhaltlich nur eine Frage von Ordnung und Unordnung. So verstehen die meisten Bürger unter Energie, was sie unter ihrem Hintern fühlen. Das heißt, wenn sie einen Weg zu Fuß von A nach B, sagen wir einmal von Düsseldorf nach Köln, zurücklegen wollen, sie sehr viel Energie einsetzen müssen. Setzen sie sich aber ins Auto, bleibt ihnen das erspart. So ist es kein Wunder, dass von den meisten Menschen die ‚Bewegungsenergie‘ als solche verstanden.
Insofern war es den ‚Grünen‘ leicht, sich den Verkehr vorzuknöpfen, besonders den Verbrennungsmotor in unseren Autos. Natürlich wird dabei das für den Klimawandel unbestritten verantwortliche CO2-Gas in größerer Menge erzeugt. Aber das als Haupt-Verursacher des Klimawandels anzusehen, ist fahrlässig, wenn nicht zerstörerisch für die die gesamte Wirtschaftsnation Deutschland. Weil man das den Bürgern so eingebläut hat, glauben sie, das Elektroauto sei die Lösung. Aber nicht nur meiner Meinung nach ist es viel schädlicher als ein modern optimierter Verbrennungsmotor in Kombination mit der Elektromobilität.
Dass diese Verbotsideologie garantiert nicht zur Rettung des Klimas führt, beweist die Tatsache, dass unser privater Automobilsektor höchstens mit 6 bis 8 % am CO2-Ausstoß Deutschlands beteiligt ist. Nachdem diese grüne Ideologie schon fast alle Industriezweige aus Deutschland vertrieben hat, geht es jetzt auch der einzigen in der Welt noch führenden Automobilindustrie ans Leder. Über eine Million Arbeitsplätze gehen verloren, weil die Investitionen in das reine Elektroauto mindestens eine Billion Euro notwendig macht. Viel besser wäre es gewesen, die vorhandenen Industrien und ihre Umwelteinflüsse zu optimieren. Aber da scheitern diese quere Ideologien, denn davon haben sie keine Ahnung.
Das begriff ich bereits Anfang der 90er Jahre. Deshalb habe ich meine Redakteursmacht nicht nur beim WDR, sondern in der ARD brutal ausgenutzt, um ein Konzept im TV zur Sprache zu bringen entwickeln, welches die derzeit existierende Verbotsideologie überflüssig gemacht hätte, wäre man darauf eingegangen. Gegen großen Widerstand der ARD-Oberen ist es mir 1991 gelungen, eine früher niemals vorhandene Serie der berühmten ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ mit zwei Sendungen durchzusetzen, die sich der Hauptursache des Klimawandels entgegenstemmen sollte. Trotz großer Einschaltquote fand sie wenig Resonanz bei den ‚Grünen‘ und leider auch den Architekten, das sei alles viel zu teuer. Inhaltlich ging es da um die Verschwendung von Energie im Gebäudesektor durch Wärmen oder Kühlen. Mir war klar, dass 50% des CO2-Aufkommens in unseren Häusern, Bürogebäuden oder Fabrikhallen als Hauptverursacher verantwortlich war. Diese Logik ist offenbar den ‚Grünen‘ nicht bewusst geworden. Wenn man etwas verbessern will, muss man sich zunächst den Hauptverursacher vorknöpfen. Das Wärme physikalisch enorm energiehungrig ist, war offenbar den ‚Grünen‘ nicht attraktiv genug, um mehr Wähler für ihre Partei zu gewinnen. Wer weiß das schon?
Schauen Sie sich bitte meine erste Folge der ‚Bilder aus der Wissenschaft – Der Sonne eine Chance‘ dazu an. In der führe ich den Beweis, dass man schon damals, 1990, den Ausstoß von Milliarden von Tonnen von Kohlendioxid hätte einsparen können. Wenn diese Ratschläge befolgt worden wären, hätte mach sich den Wunsch nach Abschaffen des Verbrennungsmotors ersparen und mit Leichtigkeit die heute m. E. notwendigen Grenzwerte des CO2-Ausstoßes erreichen können, ohne die vielen Gesetze, die den Bürger in seiner Freiheit einengen.
Wenn noch nicht geschehen, dann sollten Sie sich jetzt das Video zu meinem Beitrag aus dem Jahre 1991 ansehen, das den Beweis erbringt, dass schon damals die falschen Weichen gestellt wurden, zwar nicht nur durch die ‚Grünen‘, sondern die gesamte deutsche Politik hat versagt. Trotzdem klage ich die ‚Grünen‘ heute an, denn sie sind mit ihrer Ideologie die Triebfeder zu dem, was in den letzten 10 Jahren in Beziehung zu falschen Entscheidungen zum Klimaschutz abgespielt hat. Sie haben schlichtweg die Nebenwirkungen ihrer Ideologie aus populistischen Gründen verdrängt und so wichtige Initiativen wie ‚Fryday for Future‘ in ihrem Traumdenken unterstützt, um sie als Wähler zu gewinnen und jetzt sogar noch das Wahlalter auf 16 Jahre reduzieren zu wollen.
Alles das hat nicht nur unserer Wirtschaft extrem geschadet, was kaum bemerkt wurde, weil sich solche Entwicklungen erst in 10 bis 20 Jahren auswirken. Der Wahlerfolg ist ihnen nicht abzusprechen, aber daran ist auch eine Radikalisierung und Übertreibung des Umweltbewusstseins erheblich beteiligt. Ob wir jemals die Geister, die da gerufen worden sind, wieder loswerden, ist die Frage. Aber das scheint den ‚Grünen‘ Schnuppe zu sein, denn Sachverständnis ist nicht ihre Stärke. Die Folge ist, das fast keine Partei heute ohne sie regieren kann. Aber die Parteiideologen, die das verbrochen haben, jemals zur Verantwortung gezogen werden können, ist fraglich. Denn die haben sich schon lange aus der Politik verabschiedet und zum Teil hoch dotierte Posten an anderer Stelle angenommen. Da kann leider nur noch die geschichtliche Verantwortung in 50 Jahren den Beweis führen.
Ich bin sicher, dass jetzt die Corona-Pandemie für fast alles vorgeschoben wird, um sich reinzuwaschen, wenn das einmal dem Deutschen Volk bewusst wird. Natürlich werden sie abstreiten, dass sie als Totengräber am Untergang der deutschen Industrienation beteiligt sind. Wir haben den Chinesen so viel Know How geliefert, dass sie mittlerweile die Weltökonomie mit ihrer freiheitsraubenden kommunistischen Ideologie beherrschen können. Vielleicht hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass wir der deutschen Industrie und der Kreativität ihrer Mitarbeiter den Aufschwung und den überbordenden Wohlstand verdanken. Die Zukunft sieht düster aus – gute Nacht Deutschland, das sagt Ihnen ein früher überzeugter Optimist. Aber wir haben es uns selbst eingebrockt.

Ihr Jean Pütz

Ein Link der Sie interessieren wird, wie die Elektromobilität gerettet werden kann ohne die deutsche Automobilindustrie abbauen zu müssen.

02.08.20 Corona Verweigerer Demonstrationen und Euthanasie in Berlin

Corona-Verweigerer betreiben eine Art Euthanasie (unwertes Leben)

Schauen und hören Sie sich meinen Beitrag zu diesem Thema an.

Wie kommt es dass so viele Bürger sich von den Rechtsparteien und extremen Faschisten verführen lassen. Hat das deutsche Bildungssystem versagt? Der Kölner Humor spricht in diesem Fall davon sie hätten nur eine Baumschule besucht.

Das Faschisten den Staat dadurch verunglimpfen indem sie ihn lächerlich machen, das ist nichts Neues. Aber warum geht dann der Staat mit solchen Verweigerern so mild um, 17.000 sogenannte Protestierer hatten keine Masken an und pfeifen auf die Abstandsvorschriften ganz bewusst.

Der “Marsch” für die Freiheit führt in extreme Unfreiheit und zerstört unsere noch existierende Demokratie.

Das bekannte Sprichwort: “Was nicht sein darf das nicht sein kann” darf nicht raumgreifend werden. Klicken Sie bitte auch auf meinen folgenden Beiträge, die sich bereits mit viel Resonanz diesem Thema gewidmet haben.

Beitrag 1              Beitrag 2                      Beitrag 3

Folge 129. Der Vernunft eine Chance

23.07.20 Das reine Elektroauto – Schrott der Geschichte ?

Das reine Elektroauto – Schrott der Geschichte ? Trotzdem, es lebe die Elektromobilität!! Alternativen hier im Beitrag

Tesla behauptet, seinem Elektroauto gehöre die Zukunft. An der Börse werden seine Aktien höher bewertet als sämtliche deutsche Automobilfirmen: Volkswagen, Daimler, Audi und BMW zusammengenommen. Auf Elon Musk, dem Paradiesvogel unter den Vorständen, ist selbst unsere Autoindustrie reingefallen. Jetzt wird er gefeiert, weil er mit seiner Firma zum ersten Mal Gewinne eingefahren hat. Allerdings mehr als hundert Mal geringer als die deutschen Konzerne. Sein Elektroauto ist wegen der geringen Reichweite und dem hohen Preis bestenfalls für reiche Familien mit Eigenheim als Zweit- oder Dritt-Auto verwendbar. Dass dieses Auto leider auch von der Presse als ökologisch wertvoll und klimarettend gehandelt wird, zeugt von der Oberflächlichkeit und Emotionalität des Mainstreams. Die enormen Nachteile werden einfach weggewischt, nicht nur im Gebrauch und für Straßenparker in den Städten völlig ungeeignet. Das Abgas, welches wir vermeiden, erzeugt in den Ländern, in denen die Rohstoffe für die Batterie geschöpft werden, soziale Ungerechtigkeiten und Umweltschäden sondergleichen. Da hilft auch zukünftige hochsubventionierte Batterieforschung mittelfristig nicht weiter.

Aber es gibt eine Alternative, das sogenannte HyperHybrid-Auto mit kleinem Lademotor und geringstem Treibstoffverbrauch, der auch kostengünstig mit Solarenergie gewonnen werden kann. Deutschland ist sowieso der Weltmeister im Motorenbau, deshalb erspart es unserer auf den Leim gegangenen Automobilindustrie milliardenschwere Investitionen für die Umrüstung auf das reine Elektroauto. Jetzt besonders wichtig im Wirtschaftsaufschwung nach Corona. Man könnte sogar sagen, HyperHybrid rettet die zukunftsträchtige Elektro-Mobilität. Prototypen existieren bereits mit Reichweiten weit über 1000 Kilometer und maximalem Treibstoffverbrauch von 1,5 bis 2 Litern auf 100 Kilometer und einem Verkaufspreis, der nicht höher liegt als die heutigen sprit-fressenden Kraftfahrzeuge.

Schauen und hören Sie sich meinen Facebook-Beitrag an. Interessant für Sie sind auch die in meiner freigehaltenen Moderation erwähnten Links

Video-Fahrbericht mit HyperHybrid-Auto

Journalistischer Beitrag

Automobil-Industrie zahlt die höchsten Gehälter – ein Anzeichen für die Bedeutung dieser Industrie-Sparte. Immerhin beschäftigt sie 850.000 Mitarbeiter, die Zulieferindustrie nicht mitgerechnet. Hier ein Artikel

Folge 128 Der Vernunft eine Chance