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22.04.2019: Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation

Zum Thema 5G. Ich warne vor einem flächendeckenden Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation. Folge 8 . Mit Vernunft in die Zukunft oder auch nicht.

Die Risiken von 5G, insbesondere die gesundheitlichen Auswirkungen, sind nicht genügend erforscht. Trotzdem wurden die Frequenzen die im Bereich der Mikrowellenstrahlung liegen für über fünf Milliarden versteigert. Sind wir denen jetzt hilflos ausgeliefert? Dies wäre unverantwortlich.

 

 

C-Prozessor aus lebenden Bausteinen

Welterster Bio-Dual-Core-Prozessor entwickelt

(pte015/16.04.2019/10:30) – Forscher der ETH Zürich (ETH) http://ethz.ch haben einen Weg gefunden, einen zentralen Prozessor aus biologischen Bauteilen zu konstruieren, der flexibel und vielseitig programmierbar ist. Der Clou: Die neue Bio-CPU beruht auf einem modifizierten Crispr/Cas-System und kann beliebig viele Eingaben in Form von RNA-Molekülen (sogenannter Leit-RNA) verarbeiten. Am Ende stand ein biologischer Dual-Core-Prozessor mit zwei Rechnerkernen in einer Zelle.

Cas9-Protein als Kern

Den Kern des Prozessors stellt eine Variante des Cas9-Proteins dar. Die CPU reguliert als Antwort auf die Eingabe durch Leit-RNA-Sequenzen die Aktivität eines bestimmten Gens, sodass das zugehörige Protein hergestellt wird. Damit konnten die Schweizer Wissenschaftler in menschlichen Zellen skalierbare Schaltnetze programmieren, welche wie digitale Halbaddierer aus zwei Eingängen und zwei Ausgängen bestehen und zwei einstellige Binärzahlen addieren können.

Die Forscher sind bei ihrer Arbeit im Labor sogar noch einen Schritt weiter gegangen und schufen analog zur digitalen Welt einen biologischen Dual-Core-Prozessor, in dem sie zwei Rechnerkerne in eine Zelle einbauten. Dazu verwendeten sie Crispr/Cas-Einheiten von zwei unterschiedlichen Bakterien. „Damit haben wir den ersten Zellcomputer mit mehr als einem Rechnerkern geschaffen“, unterstreicht Bioingenieurwissenschaftler Martin Fussenegger.

Dieser innovative Biocomputer ist nicht nur extrem klein, sondern im Prinzip auch beliebig skalierbar. „Man stelle sich ein Mikrogewebe mit mehreren Mrd. Zellen vor, und jede davon verfügt über einen Dual-Core-Prozessor. Solche ‚Rechenorgane‘ könnten eine theoretische Rechenkapazität erreichen, welche diejenige eines digitalen Supercomputers bei Weitem übertrifft, und das mit einem Bruchteil der Energie“, sagt Fussenegger.

Vielseitige Nutzbarkeit

Ein solcher Zellcomputer ließe sich laut den Experten dazu nutzen, biologische Signale aus dem Körper wie gewisse Stoffwechselprodukte oder Botenstoffe wahrzunehmen, sie zu verarbeiten und wunschgemäß zu reagieren. Programmiert man die CPU entsprechend, könnten die Zellen zwei verschiedene Biomarker als Eingangssignale wahrnehmen.

Ist nur Biomarker A vorhanden, dann reagiert der Biocomputer mit der Bildung eines diagnostischen Moleküls oder eines Wirkstoffs. Registriert der Zellcomputer nur Biomarker B, dann löst er die Bildung eines anderen Wirkstoffs aus. Sind beide Biomarker vorhanden, dann erzeugt dies eine dritte Reaktion. Angewendet könnte dies in der Medizin, zum Beispiel zur Behandlung von Krebs.

„Wir könnten zudem Rückkopplungen einbauen“, betont der ETH-Professor. Sei beispielsweise Biomarker B über längere Zeit in einer gewissen Konzentration im Körper vorhanden, dann könnte das auf die Bildung von Krebsmetastasen hindeuten und der Biocomputer würde dementsprechend einen Wirkstoff bilden, der speziell diese bekämpft.

Drohnen: Orientierung an der Natur sinnvoll

Insekten-inspirierte Drohne bewegt ihre Arme

2019/04/16 Flexible Verlagerung des Schwerpunkts macht sie unempfindlich gegenüber Böen und spart Energie.

Wind macht einer neuen Drohne nichts aus. So kann sie schwerere Lasten transportieren und verbraucht sogar noch weniger Energie als vergleichbare Fluggeräte, wie Forscher der Purdue University http://purdue.edu gezeigt haben. Sie orientierten sich an der Natur, genauer gesagt an den Flügeln und Flugmustern von Insekten. „Wir schufen eine Drohne mit beweglichen Flügeln, die bei Wind ihren Flug korrigieren kann“, sagt Xiumin Diao, Assistenzprofessor an der Ingenieursschule der Universität.

Flexibel bewegliche Arme

Das Design verbessert die Stabilität des Fluges bei windigem Wetter, weil die einklappbaren Arme, an denen sich die Rotoren drehen, den Schwerpunkt der Drohne verlagern können. Dadurch ist sie auch in der Lage, eine größere Nutzlast zu transportieren. Bei herkömmlichen Drohnen ist der Schwerpunkt dagegen durch die Konstruktion und die Nutzlast festgelegt. Die Beweglichkeit der Arme sorgt zudem dafür, dass der Vortrieb durch die Rotoren optimiert wird, sodass das Gerät weniger Strom verbraucht.

Die beweglichen Arme könnten auch Such- und Rettungsaktionen erleichtern, so Diao, weil sie in verwüsteten Regionen besser navigieren könnten. Außerdem passen die so designten Fluggeräte durch kleinere Lücken, wenn sie die Arme anlegen. Damit ähnelt sie einer Drohne, die Forscher an der Eidgenössischen Technische Hochschule Lausanne  entwickelt haben .

Pressetext

Suche nach Industriepartnern

Laut einem Bericht der Federal Aviation Administration http://www.faa.gov soll deren Zahl in den USA in den nächsten fünf Jahren um den Faktor zehn steigen, von 42.000 im Jahr 2016 auf über 420.000 bis 2021. Geräte, die relativ wetterunabhängig operieren können, dürften gute Chancen haben. Aus dem Grund arbeitet Diao gemeinsam mit dem Technologietransfer-Büro der Universität daran, die „Insekten-Drohne“ patentieren zu lassen. Zudem werden Industriepartner zur Lizenzierung gesucht, um die Drohne zur Marktreife zu bringen. Lafayette (pte021/16.04.2019/11:30)

Europawahl: welche Partei soll ich wählen?

Im Mai 2019 wird das Europäische Parlament neu gewählt. Auch für netzpolitische Themen wird Europa immer wichtiger. Doch welche Netzpolitik machen die deutschen Parteien in Brüssel und Straßburg wirklich? Antworten gibt der Digital-O-Mat zur Europawahl 2019, den Wikimedia Deutschland gemeinsam mit sieben Partnerorganisationen anbietet.

Der Digital-O-Mat ist ein Online-Tool, das zeigt, welche Partei der eigenen netzpolitischen Position am nächsten steht. Du kannst auswählen, wie du bei zehn Schlüssel-Abstimmungen im Europäischen Parlament zwischen 2014 und 2019 abgestimmt hättest − von ePrivacy über anonymes Bezahlen mit elektronischem Geld bis hin zu Uploadfiltern und mehr. Anschließend werden deine Antworten mit den tatsächlichen Abstimmungsverhalten der Parteien verglichen.

Licht und Schatten der EU-Urheberrechtsreform
Diese Reform hat Wikimedia Deutschland über zwei Jahre intensiv beschäftigt und wir haben viel erreicht: Eine neue Schutzregel für digitalisierte Werke des Kulturerbes wird dafür sorgen, dass Wikipedia-Freiwillige zukünftig nicht mehr verklagt werden, weil sie gemeinfreie Werke der Allgemeinheit zugänglich machen. Bei neuen Regeln für maschinelle Datenanalysen ist nun sichergestellt, dass Projekte wie die Wissensdatenbank Wikidata weiterhin frei arbeiten können. Beim neu eingeführten Verlegerrecht konnten wir erreichen, dass sehr kurze Auszüge aus Presse-Erzeugnissen weiterhin lizenzfrei wiedergegeben werden dürfen. Dadurch konnte abgewendet werden, dass für unzählige Belege in der Wikipedia Rechte geklärt und Lizenzen erworben werden müssen.

Nicht durchgedrungen sind wir mit der Forderung, die Regeln der Panoramafreiheit in der EU zu harmonisieren. Der große Zankapfel allerdings war die in der Reform angestrebte neue Haftungsregel für Internet-Plattformen, der berüchtigte Artikel 13 (später 17). Auch zu diesem haben wir uns zu Wort gemeldet und immerhin eine Ausnahmeregelung für die Wikipedia erreicht. Bis zuletzt blieb aber unklar, ob auch die anderen Wikimedia-Projekte sicher davor bewahrt werden können, automatische Uploadfilter einsetzen zu müssen. Dagegen hatte auch die deutschsprachige Wikipedia-Community Ende März protestiert, mit der ersten ganztägigen Abschaltung ihrer Geschichte – was sowohl überwältigenden Zuspruch als auch Kritik auslöste. Die Autorinnen und Autoren der Wikipedia unterstützen die berechtigten Interessen Kreativer, zu denen sie ja selbst gehören, wandten sich jedoch gegen das regulatorische Wie der Reform.

22.04.2019 Eine Batterie für die Welt

Ich habe einmal recherchiert, wie schwer eine Batterie sein müsste, wenn sie in der Lage ist, den Energieinhalt von einem Liter Dieseltreibstoff zu speichern. Auch wenn man den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik berücksichtigt und einen Wirkungsgrad von nur 50% unterstellt, dann würde selbst die modernste Version mindestens 15 bis 20 Mal schwerer sein als der Treibstoff. Das trifft für alle elektrochemischen Energiespeicherungen zu, deshalb ist übermäßige Hoffnung nicht angebracht.

Ich empfehle, die regenerative Dieselproduktion mit Hilfe von solarem Wasserstoff und CO2-Gewinnung aus dem Abgas von Braunkohlekraftwerken. Mit einer kostengerechten weltweiten CO2-Steuer wäre das auch auf Dauer konkurrenzfähig. Solche Projekte zu fördern ist meines Erachtens effizienter als die Hoffnung auf bessere Akkumulatoren, die gleichzeitig mit dem Problem behaftet sind, seltene Erden und Metalle gewinnen zu müssen mit allen sozialen Folgen.

Mit freundlichen Grüßen

Jean Pütz

Eine Batterie für die Welt – Mit einer Anmerkung von Jean Pütz

Kompliment für diese Initiative. allerdings ist sie mit viel Hoffnung verbunden. Ich habe einmal recherchiert, wie schwer eine Batterie sein müsste, wenn sie in der Lage ist, den Energieinhalt von einem Liter Dieseltreibstoff zu speichern. Auch wenn man den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik berücksichtigt und einen Wirkungsgrad von nur 50% unterstellt, dann würde selbst die modernste Version mindestens 15 bis 20 Mal schwerer sein als der Treibstoff. Das trifft für alle elektrochemischen Energiespeicherungen zu, deshalb ist übermäßige Hoffnung nicht angebracht.

Ich empfehle, die regenerative Dieselproduktion mit Hilfe von solarem Wasserstoff und CO2-Gewinnung aus dem Abgas von Braunkohlekraftwerken. Mit einer kostengerechten weltweiten CO2-Steuer wäre das auch auf Dauer konkurrenzfähig. Solche Projekte zu fördern ist meines Erachtens effizienter als die Hoffnung auf bessere Akkumulatoren, die gleichzeitig mit dem Problem behaftet sind, seltene Erden und Metalle gewinnen zu müssen mit allen sozialen Folgen.

Mit freundlichen Grüßen

Jean Pütz

BMBF startet dritten Innovationswettbewerb zum Thema „Weltspeicher“ – eine Pilotinitiative für Sprunginnovationen

Rund eine Milliarde Menschen haben aktuell keinen Zugang zu elektrischem Strom. Mit effizienten, kostengünstigen und langlebigen Stromspeichern könnte eine weltweite verlässliche Stromversorgung in naher Zukunft Wirklichkeit werden. Deshalb startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Innovationswettbewerb „Weltspeicher“. Der Wettbewerb soll die Entwicklung eines universell einsetzbaren Speichers für den Hausgebrauch voranbringen.

Energie auch in bislang unterversorgte Weltregionen bringen, dazu kann eine neue Generation Speicher entscheidend beitragen. Eine erschwingliche Batterie in Kühlschrankgröße passt in jedes Haus. Die Lebensqualität gerade in ländlichen Regionen würde massiv verbessert, wichtige Impulse für ein nachhaltiges Wachstum gesetzt werden. Die Anforderungen an einen „Weltspeicher“ sind sehr konkret: Mindestens so leistungsfähig wie bestehende Lösungen am Markt, dabei deutlich günstiger in Anschaffung und Unterhalt. Außerdem muss er umweltfreundlich gebaut sein und gut mit Solaranlagen oder anderen regenerativen Stromerzeugern zusammen betrieben werden können. Die Zielregion für diese neue Batterie ist insbesondere Sub-Sahara-Afrika sowie der indische Subkontinent.

In Industrienationen könnte die Verbreitung von erschwinglichen und umweltfreundlichen Stromspeichern die Energiewende unterstützen. Denn sie können die Folgen des schwankenden Angebots von Sonne und Wind in den Netzen abmildern, indem sie bei Überproduktion von Solaranlagen und Windparks die Energie zwischenspeichern. Energiespeicher sind damit ein elementarer Baustein für die Energiewende weltweit.

Der Innovationswettbewerb „Weltspeicher“ gliedert sich in zwei Phasen: In der ersten Phase konkurrieren die besten Konzepte um die Förderung der eigentlichen Projektphase. Diese einjährige Phase fördert das BMBF mit bis zu 250.000 Euro. Die beiden vielversprechendsten Konzepte werden für die Projektphase ausgewählt. Sie werden vom BMBF mit bis zu fünf Millionen Euro für eine Laufzeit von maximal drei Jahren gefördert. In der Projektphase entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Weltspeicher mindestens bis zum Stadium des Labor-Demonstrators und legen Konzepte zur Markteinführung in den Zielmärkten vor.

Hintergrund:

Mit insgesamt drei Innovationswettbewerben erprobt das BMBF ein neues Instrument zur Förderung von Sprunginnovationen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen in die geplante Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen einfließen. Sprunginnovationen sollen gezielt gefördert werden, damit aus bahnbrechenden Ideen hochinnovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen entstehen, mit denen neue Hochtechnologiefelder, Märkte und Geschäftsmodelle erschlossen werden.

Gewitter: Blitze und Donner und ihre Entstehung

Was genau beim Ausbilden von Blitzen passiert, ist noch immer unklar. Ein internationales Forscherteam hat jetzt mittels hochauflösender Daten des Radioteleskops LOFAR nadelförmige Strukturen entdeckt, die Licht in die Entladungsprozesse bringen könnten. Wichtige Grundlagen für die Messung von Blitzen mit dem weltweit größten Antennen-Array wurden am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gelegt. Mit den bislang unbekannten Nadeln lässt sich möglicherweise erstmals erklären, warum ein Blitz sich nicht wie lange Zeit angenommen mit einem Mal entlädt – sondern binnen Sekunden mehrfach einschlägt. Seine Ergebnisse veröffentlicht das Team heute in der Fachzeitschrift Nature (DOI: 10.1038/s41586-019-1086-6).

Wenn in einer Gewitterwolke Eiskristalle gegeneinander prallen, laden sie sich elektrisch auf. Winde können die Kristalle trennen, sodass ein Teil der Wolke positiv, der andere negativ geladen ist. Wird das so entstehende elektrische Spannungsfeld zu groß, kommt es zu einer heftigen Entladung – die wir als Blitz und Donner wahrnehmen. Die Entladung beginnt mit einem kleinen Volumen von Luft, in dem Elektronen sich von den Luftmolekülen trennen. Diese ionisierte Luft, auch Plasma genannt, ist elektrisch leitend. Das Plasma breitet sich als verzweigte Kanäle aus, bis es auf die Erde trifft und sich die elektrische Spannung der Wolken als Blitz entlädt. Über die genauen Prozesse in diesen Kanälen bis hin zur jüngsten Entdeckung der „Blitznadeln“, geben hochauflösende, aus Radiosignalen von Blitzen abgeleitete Daten Aufschluss. Gemessen haben die Forscherinnen und Forscher sie mit dem niederländischen Radioteleskop LOFAR (steht für Low Frequency Array), an dem auch das KIT beteiligt ist.

Die aktuellen Beobachtungen des LOFAR-Forscherteams zeigen, dass positiv geladene Plasmakanäle sich bei der Entladung anders verhalten als negativ geladene. Der Grund hierfür sind offenbar nadelförmige Strukturen, die nun erstmals sichtbar werden: Sie führen senkrecht von den positiv geladenen Kanälen weg, sind rund 100 Meter lang und haben einen Durchmesser von weniger als fünf Metern. Die Wissenschaftler vermuten, dass Teile der Ladung eines positiven Plasmakanals nicht direkt in den Boden abfließen, sondern über die Nadeln in die Gewitterwolke zurückgehen und von dort erst bei späteren Entladungen abfließen. Dies würde erstmals erklären, warum ein Blitz sich nicht wie lange Zeit angenommen mit einem Mal entlädt, sondern binnen Sekunden mehrfach einschlägt.

„Dank der hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung von LOFAR können wir die Ausbildung von Blitzen in einer völlig neuen Größenordnung bis hinein in die primären Prozesse untersuchen“, erklärt Dr. Brian Hare von der Universität Groningen und Erstautor der Veröffentlichung im Fachjournal Nature. LOFAR besteht aus tausenden Antennen, die über Europa verteilt sind – ein Array, das in erster Linie für astronomische Beobachtungen entwickelt wurde, mit dem mittlerweile aber auch die kosmische Strahlung gemessen wird. Hierbei werden die in der Atmosphäre von den kosmischen Teilchen ausgelösten Signale an den einzelnen Antennen in Puffern zwischengespeichert und anschließend für verschiedene Analysen ausgelesen. „Diese am KIT vorangetriebene Technologie kommt nun auch bei der Messung und Speicherung von Radiosignalen zum Einsatz, die von Blitzen ausgehen“, erläutert Dr. Tim Huege vom Institut für Kernphysik des KIT und Mitglied des „LOFAR Cosmic Ray Key Science Projects“.

Bei den Blitzmessungen erlaubt LOFAR eine räumliche Genauigkeit von bis zu einem Meter und die Erfassung eines Signals pro Mikrosekunde. So entstehen hochauflösende 3D-Filme, die neue Erkenntnisse über die Entladung von Blitzen ermöglichen. Mit seinen Forschungen hat das KIT maßgeblich dazu beigetragen, dass Blitzbeobachtungen mit einer solchen Präzision möglich sind. Den Grundstein für die Messung kosmischer Teilchen und somit auch für eine detailliertere Erforschung von Blitzen legten Experimente mit dem digitalen Antennenfeld „LOPES“ (LOfar PrototypE Station), die bis 2013 im Rahmen der Forschungen auf dem Gelände des KIT als Teil des KASCADE-Grande-Teilchendetektorfelds liefen.

Musik verbindet Welten

Deutsch-Holländisch Europäisches Jugend-Musikensemble
„We connect X“

Was verbindet Menschen, Herzen und Gedanken unabhängig von Kultur, Glaube oder Herkunft? Genau: die Musik

We Connect X ist eine Gruppe junger, talentierter Musiker die sich für eine bessere, gemeinsame und grenzüberschreitende Zukunft einsetzen.
Das X verkörpert eine Variable, die alles sein könnte, denn We Connect X verbindet und überzeugt jeden Menschen und jede Kultur.
Wir als We Connect X wollen uns gegen Antisemitismus einsetzen.
Dieses Ziel erreichen wir durch das Schaffen einer toleranten Gemeinschaft durch Musik.
Die Musik verbindet und schafft Begegnungen zwischen Kulturen die völlig verschieden sind, sodass Jugendliche mit verschiedenen Hintergründen innerhalb Europas friedlich zusammen Arbeiten und eine gemeinsame Zukunft, ohne Hass und Diskrimination, entwickeln können.

Denn nur wir gemeinsam können dafür sorgen, dass sich unsere Zukunft positiv entwickelt und die Welt davon überzeugt wird, zusammen zu arbeiten und zusammen zu halten. Denn nur gemeinsam sind wir stark!
Außerdem ermöglicht dieses Projekt den Jugendlichen Einblicke in andere Kulturen zu erhaschen und sich damit auseinander setzen zu können, um diese Kulturen besser zu begreifen.
Hiermit erweitern wir die Perspektiven der Jugendlichen und zeigen ihnen wie ein gemeinsames miteinander aussieht.
Geschrieben von: Manon Veenman
Schülerin der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve

Deutsche und holländische Jugendliche haben in Kleve ein gemeinsames Projekt, das Deutsch-Holländisch Europäische Jugend-Musikensemble „We connect X“, gegründet.
Die jungen Musiker aus Deutschland und Holland wollen durch gemeinsame Konzerte (von Klassik bis Pop-Musik) in verschiedenen europäischen Städten weitere musikbegabte Jugendliche gewinnen und für den europäischen Gedanken begeistern. Musik und Kunst soll dabei als verbindendes Element zwischen den Menschen dienen. Diese verbindende Kraft der Musik wird durch ihre Konzerte Teil der europäischen Integrationsarbeit. Durch das gemeinsame Musizieren und Leben in Gastfamilien werden für die Jugendlichen neue Perspektiven entstehen.Auf diese Weise wird das gegenseitige Verständnis für die unterschiedlichen europäischen Kulturen geschärft.

Das Projekt wird damit zum friedlichen Miteinander in Europa beitragen.
Darüberhinaus wollen wir mit unserem Ensemble aktiv ein Zeichen setzen gegen den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland und Europa, verstärkt nicht zuletzt durch die vermehrten Flüchtlinge aus dem arabischen Raum und das Zunehmen rechter Parteien, die diese Ressentiments schüren. Durch unsere Konzerte wollen wir also auch ein Zeichen setzen für unsere Verbundenheit mit den Menschen in Israel.

Projektziele
• Aufruf an die Jugend Europas, sich gemeinsam für Demokratie, Toleranz und Frieden einzusetzen
• Durch das „Sichkennenlernen“ den Abbau von Vorurteilen bewirken und das Verständnis für die gegenseitigen Kulturen fördern
• Ein neues Gefühl des Miteinander der europäischen Kulturen und Religionen schaffen
• Öffnung für die europäische Lebensart
• Wachsen von gemeinsamen Werten und Normen
• Gesellschaftliches, politisches und kreatives Engagement der Jugendlichen stärken
Wie ist dieses Ziel erreichbar?
• Akquise in europäischen Städten
• Vermittlung von geeigneten Schulträgern mit Hilfe der mitwirkenden Städte die aktiv an dem Projekt mitarbeiten.
• Vorbereitung/respektive Vermittlung der Schüler der ausgewählten Schule auf den europäischen Gedanken
• Vermittlung von Gastfamilien für die deutsch-holländischen Musiker
• Bereitstellung von geeigneten Aufführungsorten für die gemeinsamen Konzerte, z.B. Schulaula, Stadttheater etc.
• Pressearbeit
• Erarbeitung eines begleitenden Kulturprogrammes für die Jugendlichen
Wie ist dieses Ziel erreichbar?
• Akquise in europäischen Städten
• Vermittlung von geeigneten Schulträgern mit Hilfe der mitwirkenden Städte die aktiv an dem Projekt mitarbeiten.
• Vorbereitung/respektive Vermittlung der Schüler der ausgewählten Schule auf den europäischen Gedanken
• Vermittlung von Gastfamilien für die deutsch-holländischen Musiker
• Bereitstellung von geeigneten Aufführungsorten für die gemeinsamen Konzerte, z.B. Schulaula, Stadttheater etc.
• Pressearbeit
• Erarbeitung eines begleitenden Kulturprogrammes für die Jugendlichen

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung”
Martin Buber
FÖRDERVEREIN BEGEGNUNGEN 2005
Internationaler Jugendaustausch
und Jugendförderung Köln e.V.
Anerkannter Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB
Vorsitzender des Vorstandes: Dr. Karl Adenauer
Büro West
Frankenstraße 54
50858 Köln
Telefon +49(0)221 50 60 492
Telefax +49(0)221 50 60 493
E-Mail info@begegnungen2005.de
www.begegnungen2005.de

Wegwerfgesellschaft: Pfui ! Was sagt das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Der richtige Umgang mit MHD und Verbrauchsdatum

(BZfE) – Jeder von uns wirft im Jahr durchschnittlich mindestens 55
Kilogramm Lebensmittel weg. Allein in Privathaushalten landen damit rund
4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Fast die Hälfte davon wäre
noch genießbar gewesen.

Einer der Gründe für das Wegwerfen ist eine falsch verstandene Angabe auf
Lebensmitteln: das gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum
(MHD). Fast die Hälfte der Lebensmittel, die aufgrund eines abgelaufenen
MHD entsorgt werden, landen ungeöffnet im Müll. Dabei ist das nicht
notwendig. Genaues Anschauen, prüfendes Riechen und vorsichtiges Probieren
geben in den meisten Fällen schnell Aufschluss darüber, ob das
Lebensmittel noch genießbar ist.

Über den richtigen Umgang mit Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum
klärt ein neuer Flyer der Initiative Zu gut für die Tonne! mit dem Titel
„Ist meine Zeit mit Dir schon abgelaufen?“ auf.

Vitamine und Mineralstoffe – Besser aus der Nahrung als aus Pillen und Pulvern

(BZfE) – Ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sind für den Körper
unverzichtbar. Allerdings macht es einen Unterschied, woher die Stoffe
stammen. Eine Studie aus den USA belegt, dass Nährstoffe aus natürlichen
Quellen anders wirken als Nährstoffe, die über Nahrungsergänzungsmittel
zugeführt werden.

Die Wissenschaftler der Tufts University in Boston, Massachusetts werteten
Daten des Forschungsprogramms National Health and Nutrition Examination
Survey (NHANES) von 1999 bis 2010 aus. 27.000 Erwachsene ab einem Alter von
20 Jahren machten in 24-Stunden-Protokollen Angaben zu ihren
Ernährungsgewohnheiten. Zusätzlich gaben sie Auskunft, ob und in welchen
Mengen sie in den vergangenen 30 Tagen Nahrungsergänzungsmittel
eingenommen hatten. Die über Lebensmittel und Ergänzungspräparate
zugeführte Tagesdosis an Vitaminen und Mineralstoffen wurde getrennt
voneinander berechnet. Nach einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum
von sechs Jahren waren 3.613 Menschen gestorben, 945 an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 805 an Krebs.

Eine angemessene Zufuhr von Vitamin K und Magnesium über die Nahrung –
nicht über Nährstoffpräparate – war mit einem geringeren allgemeinen
Todesrisiko verbunden. Wer mit Lebensmitteln ausreichend Vitamin A, Vitamin
K und Zink aufnahm, starb seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei
Nahrungsergänzungen ließ sich dieser Zusammenhang nicht feststellen. Die
übermäßige Aufnahme von Kalziumpräparaten (mindestens 1.000 mg
täglich) erhöhte sogar statistisch die Wahrscheinlichkeit für eine
Tumorerkrankung. Die Ursachen dafür sind jedoch nicht abschließend
geklärt. Für Kalzium aus der Nahrung bestand dieses Risiko nicht.
Mögliche Einflussfaktoren wie Rauchen, körperliche Bewegung und
Alkoholkonsum wurden in die Auswertung einbezogen.

Allerdings sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren, da reine
Beobachtungsstudien keine ursächlichen Beziehungen nachweisen können.
Zudem sei es schwierig, einzelne Vitamine oder Mineralstoffe mit einem
Sterberisiko in Verbindung zu bringen, so die Wissenschaftler. Die
komplexen Wechselwirkungen zwischen den Nährstoffen dürfen nicht außer
Acht gelassen werden, geben die Autoren im Fachjournal „Annals of
Internal Medicine“ zu bedenken. Mögliche Vor- und Nachteile der Einnahme
von Nahrungsergänzungsmitteln für die Gesundheit müssen weiter erforscht
werden. Nach Ansicht von Ernährungsexperten reicht jedoch üblicherweise
eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung aus, um den Bedarf an
Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Das gilt
nicht für ältere Menschen, Schwangere, Stillende und Säuglinge.

Heike Kreutz