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Aus gasförmigem Wasserstoff flüssige Treibstoffe, insbesondere Methanol gewinnen

Reaktor mit Katalysatoren dazu wird mit 3D-Druck optimiert

Diese Meldung der Stanford-University bestätigt die Tatsache, dass sich nicht nur Deutschland mit der Umwandlung von Wasserstoff zu grünem Methanol und anderen regenerativen Treibstoffen beschäftigt. Entscheidend ist auch, dass das Design der Katalysatoren, die den Umwandlungsprozess energiesparend unter Verwendung von möglichst recyceltem CO2 bewirken. Dieses Prinzip kann auch von großtechnischen Anlagen übernommen werden.

Jean Pütz

Die Herstellung von Chemierohstoffen und Treibstoffen aus CO2 und „grünem“ Wasserstoff ist eine wichtige Option für die Verhinderung einer Klimakatastrophe. Bei diesem Wettlauf wollte Jeremy Feaster ebensowenig mitmachen wie seine Forschungspartner an der Stanford University  und der Öl- und Gasproduzent Total Energies.

Das Team konzentrierte sich auf etwas anderes, das bisher kaum Beachtung gefunden hat: das Design des Reaktorinnenraums. Dies ist, wie die Forscher mittlerweile wissen, ebenso wichtig für die Verbesserung des Prozesses wie der Katalysator. „Unsere Vision ist es, die besten Katalysatoren, die in der Grundlagenforschung entwickelt wurden, zu nehmen und Reaktoren so zu gestalten, dass sie diese Katalysatoren optimal nutzen“, so Co-Autorin Sarah Baker, die auch die LLNL-Arbeitsgruppe leitet, die neue Materialien für die Energieumwandlung und den Klimaschutz entwickelt.

Schnelles Handeln fürs Klima

Die Forscher haben unzählige Male das Innen-Design der Reaktoren verändert. Innerhalb von Stunden ließen sie sich mit dem 3D-Drucker herstellen, sodass sie umgehend getestet werden konnten. Gab es Fortschritte, modifizierten sie den Innenraum erneut, um schließlich ein Optimum zu erreichen.

„Wir alle wissen, dass das Klima schnelles Handeln erfordert und es oberste Priorität hat, diese Maschinen auf die volle Größe zu bringen“, sagt Roger Aines, Chefwissenschaftler am LLNL. „Der 3D-Druck gibt uns eine echte Chance, die Zeit bis zur kommerziellen Anwendung drastisch zu verkürzen.“ Um große Produktmengen zu erzielen, wollen die Forscher viele davon zu einem kühlschrankgroßen Gerät kombinieren. Eine andere Möglichkeit: der Bau größerer Reaktoren mit herkömmlicher Technik, aber dem gleichen Innenraum-Design.

Redox-Flow-Batterie – eine Hoffnung für die Batterie-Industrie

(pte) – Mit Redox-Flow-Batterien, die mit ungiftigen und umweltverträglichen Elektrolyten arbeiten, lässt sich das Speicherproblem für überschüssigen Wind- und Solarstrom lösen, wie Forscher um Yi Zhu von der University of Akron sagen. Mit Kollegen des Pacific Northwestern National Laboratory haben sie den bisher stabilsten wasserlöslichen organischen Katholyten (positiver Elektrolyt) gebaut.

Neue Symmetrie der Moleküle

Die Wissenschaftler haben auf der Basis eine Batterie gefertigt, die auch nach 6.000 Lade- und Entladezyklen noch 90 Prozent der Strommenge speichert. Das entspricht einer Lebensdauer von mehr als 16 Jahren, wenn sie täglich einmal auf- und entladen wird. Das Team will sich mit dem, was es erreicht hat, noch aber nicht zufriedengeben. So haben sie eine Strategie entworfen, um noch bessere wasserlösliche Katholyten zu entwickeln.

Anstatt eine hydrophile funktionelle Gruppe anzuhängen, um die Löslichkeit der organischen Moleküle zu verbessern, ändern die Forscher die Symmetrie der Moleküle, was zur Verbesserung führt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Zhu das Unternehmen Akron Polyenergy  gegründet. Auch in Deutschland und Österreich arbeiten Forscher und Industrie an der Verbesserung von organischen Elektrolyten. Die Innovation an der Universität Jena mündete bereits in JenaBatteries. An der TU ist die Entwicklung auf der Basis des Naturmaterials Lignin noch im Forschungsstadium.

Aufbau aus drei Komponenten

Im Gegensatz zu anderen Batterien, die aus einem Bauteil bestehen, ist die Redox-Flow-Batterie aus drei Komponenten aufgebaut. Im zentralen Bauteil findet der elektrochemische Prozess statt, also die Beladung beziehungsweise Entladung der beiden Elektrolyte. Zu diesem Zweck werden sie in die Zentraleinheit gepumpt. Die Kapazität hängt von der Größe der Tanks ab.

Die Energiedichte ist so gering, dass die Redox-Flow-Batterie für mobile Anwendungen kaum praktikabel ist, obwohl das Schweizer Unternehmen nano.Flowcell  sie in einem elektrisch angetriebenen Sportwagen einsetzt. Ideal ist sie dagegen für stationäre Anwendungen, vor allem weil sie weitaus billiger ist als andere Batterien. Und sie werden dringend benötigt, um das Stromnetz zu stabilisieren, wenn immer mehr Kraftwerke, die bislang zuverlässig Strom erzeugen, abgeschaltet werden.

Haare gut, alles gut: Kräftigendes Haarwasser

„Rapunzel, Rapunzel, lass’ Dein Haar herunter“, heißt es im Märchen der Gebrüder Grimm in dem ein Prinz am meterlangen Haarzopf seiner Angebeteten empor klettert.

Märchen hin oder her. Die Belastbarkeit unserer Haare ist enorm. So ist es auch kein Wunder, dass ein durchschnittlicher Haarbewuchs von 100.000 Haaren etwa zehn Tonnen tragen könnte.

Voraussetzung für kräftige Haare und eine gesunde Kopfhaut ist allerdings auch eine gute Pflege. Und die fängt schon beim Bürsten an.

Eine perfekte Haarbürste soll die Haarpracht entwirren und den perfekten Sitz verpassen. Empfehlenswert sind Bürstenkörper aus Naturholz mit natürlichen Wildschweinborsten (Keller Bürsten). Diese haben eine ähnliche Oberflächenstruktur wie menschliches Haar und sind antistatisch. Ganz nebenbei wird die Kopfhaut schonend massiert und gekräftigt. Schließlich ist die Haarzwiebel in der Kopfhaut verankert.

Zur Vitalisierung von Haaren und Kopfhaut empfiehlt sich auch ein kräftigendes Haarwasser. Es ist z.B. auch bestens geeignet, wenn die Haare durch häufiges Föhnen beansprucht werden.

Geben Sie dazu 5 g getrocknete Birkenblätter sowie 5 g Niemblätter in ein verschließbares Glas und übergießen das Ganze mit 150 ml Weingeist. Birkenblätter kräftigen die Kopfhaut und regen den Haarwuchs an. Niemblätter stammen vom indischen Niembaum und wirken hautpflegend und juckreizhemmend. Nach einer Woche durch einen Kaffeefilter gießen. Fertig ist die Pflanzentinktur.

Schließlich noch 50 ml Hamameliswasser hinzu fügen. Das reguliert die Talgbildung der Kopfhaut.

Das Haarwasser täglich mit einer Pipette auf die Kopfhaut auftragen und einmassieren.

Wie glaubwürdig ist Wissenschaft? Am Beispiel eines unsachlichen Angriffs auf den Impfbefürworter Ranga Yogeshwar

Lieber Ranga,

ich vermute, diesen Beitrag kennst Du. Die Vorwürfe, die an Dich gehen, könnte ich mir genauso anziehen. Auch ich muss mich mit notorischen Gegnern auseinandersetzen, aber wenn man sich das alles im Detail betrachtet, ist das eine Gemengelage, die sehr schwer auf zu bröseln ist. Eine Antwort darauf kann bestenfalls eine Doktorarbeit oder sogar eine Habilitations-Schrift bewältigen. Manches kann man nicht einfach so wegwischen, insbesondere weil Johannes Kreis ja auch der Methode der Wissenschaft näher kommt, indem er seine Fußnoten (links) mit angeblicher Relevanz setzt. Ich vermute, dass Du ihm deswegen auch noch nicht geantwortet hast. Du bist nun einmal jetzt der Prügelknabe – und nicht nur Du, sondern auch viele seriöse Wissenschaftsjournalisten. Dem müsste sich die Wissenschaftspressekonferenz entgegenwirken. Aber wer tut sich diese Arbeit an?

Trotzdem, Kreis als notorischer Impfgegner hat einige kritische Entwicklungen beschrieben, die die Relevanz und Glaubwürdigkeit der Wissenschaft unserer Gesellschaft infrage stellt. Auch ich bin der Meinung, dass durch ideologische Festlegung nach dem Motto: das nicht sein darf, was nicht sein kann, die Politik in der Bredoille ist. Um ihren angeblichen Lösungsweisheiten Nachdruck zu verleihen, wird gesponsert und gefördert auf Teufel komm raus. Das gilt insbesondere für die Klimarettung. Covid-19 müsste dem schon allein durch die Ebbe der Staatskassen Einhalt gebieten. Aber es wird so getan, als wenn der Topf unendlich groß wäre. Das ist eine Form des Populismus, der jeglichen finanzwissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Irgendwann wird es in einer Inflation sondergleichen enden.

Das gilt ausdrücklich nicht, was die Förderung der Wissenschaft zur Bewältigung der Corona-Pandemie anbetrifft. Die Gelder waren tatsächlich gut angelegt, denn die Methode des Impfens ist wohl die größte Errungenschaft, die die auf den Menschen bezogenen Wissenschaft historisch bewirkt hat. Wir haben uns seinerzeit gemeinsam durch die Erkenntnisse von AIDS und der Methode des Immunsystems fundamental auseinander setzten müssen, und waren damit die ersten, die dieser Seuche wissenschaftsjournalistisch auf den Grund gegangen sind. Daraus schöpfen Du und ich heute noch unsere Kompetenz.

Ganz klar, unser Immunsystem ist immer noch die beste Apotheke der Welt. Sie zu stimulieren – egal wie – ist die beste Förderung der Gesundheit für jedermann. Übrigens, meine damalige Hypothese (vor 40 Jahren), dass dabei auch das Darmmikrobiom im Rahmen der Immunabwehr eine entscheidende Rolle spielt, wird erst heute durch mannigfaltige Forschungen bestätigt. Sogar die Alterungsprozesse des Gehirns können dadurch beeinflusst werden. Diese wissenschaftliche Nachricht habe ich erst kürzlich auf meiner täglich aktualisierten Homepage www.jean-puetz.net  veröffentlicht. Genauso lässt sich unser Immunsystem durch Impfen stimulieren. Ich vergesse nie, dass der große Immunologe, Prof. Gerd Uhlenbrock, ein persönlicher Freund und heute noch hochrespektiert an der medizinischen Fakultät der Universität zu Köln mir einbläute: ‚Egal welche Impfung, ist stets eine Stimulierung des gesamten Immunsystems‘. Natürlich war er sich der Nebenwirkungen und Risiken bewusst, wie Du selbst ja leider auch in Erfahrung bringen musstest. Doch es kommt auf das große Ganze an, darin spielt sich die Krugs der aktuellen Diskussionen an. Jenseits aller wissenschaftlichen Pro und Contra: Der Mensch kann sehr schlecht mit Wahrscheinlichkeiten umgehen. Wenn die Erfolgsstory einer Impfung eindeutig nachweisen kann, dass das Risiko z. B. an einer Seuche zu erkranken, 1 Million zu 1 empirisch nachgewiesen ist, aber die Wahrscheinlichkeit, an der Seuche zu erkranken, 1000 zu 1 ist wie bei Covid-19, dann ist das für den Impfgegner keine Argument. Er kapriziert sich auf die Risiken und beißt sich an möglicherweise 10 bis 100 Ausfällen fest, z. B. Herzmuskelerkrankungen oder Thrombose, die bei Ungeimpften viel häufiger auftritt. So geschieht es psychologisch, dass wir mit so vielen Impfgegner und Impfverweigerern rechnen müssen.

Ein Mensch wie Kreis fühlt sich deswegen auch veranlasst, eine ungeheure Zeit und Arbeit in diese Beweisführung zu investieren. Alle diese vergessen, dass das Leben grundsätzlich ein Risiko darstellt und es darum geht, durch Verstand, Vernunft und entsprechendes Verhalten das Risiko zu minimieren. Ich erlebe das in eigener Erfahrung, meine sonst so intelligente Pina gehört zu dieser Gruppe. Noch die besten Argumente überzeugen sie nicht. Selbst die vielen Nachteile, die auf Ungeimpfte zurecht zukommen, veranlassen sie nicht zum Umdenken.

Du siehst, Johannes Kreis, der offenbar zu unserer Gemeinschaft der vernunftbegabten Bürger gehört, ist dieser Emotion erlegen. Trotzdem sollten in den Universitäten einmal Professoren das Problem aufgreifen, z. B. durch Vergabe von Doktorarbeiten oder Habilitationen.

Wir haben in letzter Zeit wenig Kontakt, weshalb sich unsere Emotionen voneinander entfernt haben. Ich meinte immer, Demokratie sei nur langfristig tragbar, wenn auch dem bildungsarmen Bürger zumindest ein geringes Verständnis von der Notwendigkeit von Wissenschaft und Technik vermittelt wird. Die Hobbythek war für mich nur am Rande ein ‚trojanisches Steckenpferd‘, das zu erreichen. Trotzdem werde ich heute noch als der Bastelonkel der Nation angesehen, obwohl ich die Redaktion Naturwissenschaft und Technik gegründet habe, mit dem Schwerpunkt, plausible und vorausschauende Wissenschaft und Technik zu vermitteln, manchmal – was die Themen anbelangt – um 10 bis 20 Jahre voraus, sh. ‚Digitaltechnik‘ (1973), ‚Ersatz von Hardware durch Software‘ (1978), vorausschauend die Klimakrise antizipierend und ihre mögliche Lösung 2 Folgen ‚Bilder aus der Wissenschaft (1990) und vieles andere mehr.

Du hast zu recht andere Schwerpunkte gesetzt. Dir ging es zwar auch um das Verständnis größerer Bürgerkreise, aber sprachst eher den Bildungsbürger an. Du weißt, nach der 99. Wissenschaftsshow empfahl ich Dir einen anderen Titel. Ich meinte ‚Quark‘ stellvertretend für Vollnahrungsmittel, Quark erzählen und die ‚Quarks‘ als das, was den Atomkern im Innern zusammen hält. Ihr nanntet es später ‚Quarks & Co‘, ok, aber der intellektuell Anspruch liegt bei diesem Titel viel höher. Natürlich bin ich stolz, dass Du einen solch großen Erfolg hast, das war selbstverständlich mediengerechter. Trotzdem wundere ich mich darüber, dass ‚Quarks‘ heutzutage komplett auf Political Correctness umgeschwenkt ist. Mein Hinweis in einem Brief an Fernsehdirektor Schönborn endete mit ein paar Links mit Themen, in denen er mir beweisen wollte, dass meine These nicht stimmt. Aber Briefe, die ich an die Reaktion geschickt habe, in denen ich den Bewies führte, wurde mir nie beantwortet. Wohlgemerkt, diese Redaktion habe ich gegründet, was hältst Du davon, ist das Stil? Ich weiß, Du bist nicht mehr verantwortlich, Du hast Dich aus den Zwängen einer schöngeistigen Tendenz befreit. Du bist ein gefragter Diskussionspartner in einer Medienlandschaft, die nicht mehr meine eigene ist. Ich begnüge mich heute bei Facebook mit einer Reichweite von 200.000, ohne persönliche Ambitionen, aber allein das Diskussionsforum der schriftlichen Kommentare der Bürger und die intensive Anteilnahme ist es Wert, einmal darauf zu schauen.

Ich bin gewöhnt zu beweisen, was ich sage, vermute aber, dass Du kein Facebook-Freund bist, deswegen hier der Link meines vorletzten Beitrags über meine Homepage, in dem ich biblisch magere Jahre voraussage.

https://jean-puetz.net/katastrophen-seuchen-klimawandel-buergerkriege-stehen-deutschland-und-europa-vor-biblisch-mageren-jahren

Meine Daten kannst Du natürlich über den direkten Facebook-Zugang prüfen. Hier der Link dazu

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=361128518713256&id=100044483317412

Herzliche Grüße
Dein Jean

Hier geht’s zum unglaubwürdigen Statement eines Querdenkers

 

 

 

Jugendforschung: 93 Faktoren erklären soziale Beziehungen bei Jugendlichen – Österreichische Studie überrascht

Hier geht’s zur Originalpublikation

(Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften) – Team der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems erstellt weltweit erstes Modell über unterstützende soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen (Peers)

Wie unterstützende soziale Beziehungen zwischen Jugendlichen sich auf deren soziale und emotionale Entwicklung auswirken, wurde nun erstmals in einem integrativen Modell erfasst. Dazu wurden Daten aus insgesamt 364 Studien über sogenannte Peer Relationships analysiert und ausgewertet. Einem Team der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems (KL Krems) gelang es dabei, 93 Parameter zu identifizieren, die einen maßgeblichen Einfluss auf das soziale Wohlbefinden haben. Zentrale Bedeutung nehmen dabei „Identität“ und „sozioemotionale Fähigkeiten“ ein.

Jugendliche sind Wandler zwischen den Welten: der Welt der Erwachsenen und jener der Gleichaltrigen. Letztere ist weniger kontrolliert und frei von den Normen der „Großen“. Die Beziehungen zu Gleichaltrigen (Peers) spielt daher in den Zeiten der Kindheit und Jugend eine maßgebliche Rolle. Doch ein Modell, das die dort wirkenden Kräfte in Beziehung setzt und deren Einfluss auf die Entwicklung eines Individuums erklärt, fehlte bisher. Nun ist es der Forschungsgruppe D.O.T. (Die offene Tür) an der KL Krems im Rahmen eines umfassenden Projekts gelungen, ein solches Modell vorzustellen.

PEERS, BUDDIES, BESTE FREUNDE
Unterstützende soziale Beziehungen (Supportive Peer Relationships, SPR) sind als Beziehungen definiert, die eine besonders hohe Qualität für das Individuum besitzen und die eine beschützende Funktion ausüben. Sie tragen maßgeblich zur Selbstwahrnehmung, zur Entwicklung sozialer Kompetenzen sowie zu schulischen Leistungen bei. Ein Mangel an SPR führt zu Zurückgezogenheit, riskanten Verhaltensweisen und langfristig zu negativen Folgen für die mentale Gesundheit. „Vor dem Hintergrund dieser immensen Bedeutung für den Reifeprozess von Jugendlichen“, erläutert Priv. Doz. Dr. Beate Schrank, Leiterin der Forschungsgruppe D.O.T. an der KL Krems, „ist es überraschend, dass es bisher noch kein Modell gab, das die Wechselwirkungen der verschiedenen Einflüsse und deren Wirkung auf Kinder und Jugendliche beschreibt und als Grundlage für therapeutische Interventionen und die Forschung dienen kann.“ Genau dieses Modell hat sie nun mit ihren Kolleginnen und Kollegen entwickelt. Dazu analysierte das Team 364 Studien aus den letzten 20 Jahren in acht verschiedenen Sprachen, die sich mit Peer Relations befassten.

„Insgesamt erfasst unser nun veröffentlichter Modellvorschlag Verbindungen zwischen 93 Faktoren“, führt Dr. Marija Mitic, Erstautorin der internationalen Veröffentlichung, aus: „Diese Faktoren beziehen sich zum einen auf das Individuum und zum anderen auf dessen Umwelt.“ Unter den Faktoren, die sich auf das Individuum beziehen, stachen dabei „Identität“ und „sozialemotionale Kompetenzen“ in ihrer Bedeutung heraus. Umweltfaktoren, die in das Modell miteinbezogen wurden, waren vor allem die Peers, die Schule, die Familie und die Nachbarschaft. Dabei wurde im Rahmen des Modells die Schule als wesentlicher Ort für etwaige Einflussnahmen identifiziert.

NACHHOLBEDARF
Natürlich wurden auch moderne Technologien und das Internet als Einflussfaktoren der Umwelt mitberücksichtigt. Jedoch fiel dem Team bei der Auswertung aller 364 Studien auf, dass dieser Bereich noch wissenschaftliches Brachland ist. Dazu Priv. Doz. Dr. Beate Schrank: „Es ist tatsächlich alarmierend, wie wenig der Einfluss der virtuellen und online-Umgebung auf die soziale Welt von Jugendlichen bisher wissenschaftlich untersucht wurde. Hier finden doch immer mehr soziale Kontakte statt und diesbezügliche Forschung ist dringend notwendig.“

Zusammenfassend kann das nun vom D.O.T.-Team an der KL Krems vorgeschlagene Modell als organisatorischer Rahmen dienen, der es zukünftig erleichtert, unterstützende soziale Beziehungen bei Jugendlichen strukturiert und integriert zu verstehen. Es leistet somit auch einen Beitrag zum Forschungsfokus der KL Krems, der auf Themen mit hoher gesundheitspolitischer Relevanz liegt.

Originalpublikation inkl. grafischer Darstellung des Modells: Toward an Integrated Model of Supportive Peer Relationships in Early Adolescence: A Systematic Review and Exploratory Meta-Analysis. Front. Psychol. M. Mitic, K. A. Woodcock, M. Amering, I. Krammer, K. A. M. Stiehl, S. Zehetmayer & Beate Schrank on behalf of the D.O.T. Co-I team. February 2021, Vol. 12. Doi: 10.3389/fpsyg.2021.589403

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (Stand August 2021)
An der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) in Krems ist die umfassende Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit eine grundlegende Zielsetzung für Forschung und Lehre. Die KL stellt mit ihrem europaweit anerkannten Bachelor-Mastersystem eine flexible Bildungseinrichtung dar, die auf die Bedürfnisse der Studierenden, die Anforderungen des Arbeitsmarkts ebenso, wie auf die Herausforderungen der Wissenschaft abgestimmt ist. In den Studienrichtungen Medizin und Psychologie studieren aktuell rund 600 Studierende. Die vier Universitätskliniken in Krems, St. Pölten, Tulln und Eggenburg gewährleisten eine klinische Lehre und Forschung auf höchstem Qualitätsniveau. In der Forschung konzentriert sich die KL auf interdisziplinäre Felder mit hoher gesundheitspolitischer Relevanz – u.a. der Medizintechnik, der molekularen Onkologie, der mentalen Gesundheit und den Neurowissenschaften sowie dem Thema Wasserqualität und den damit verbundenen gesundheitlichen Aspekten. Die KL wurde 2013 gegründet und von der Österreichischen Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria) akkreditiert.

 

Wie funktioniert der mRNA- Impfstoff ? So überlisten wir die Corona- Pandemie !

Allen Neugierigen und Skeptikern ins Gästebuch.
Warum sind seine Risiken geringer als jemals zuvor, und wieso gelang es ihn so schnell zu entwickeln, früher dauerte das mindestens zehn Jahre. warum ist der auch bei Varianten z.b. Delta- Covid wirksam? alles das erfahren Sie in dieser unkonventionellen freien Moderation, mit vielen Bildern.
weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
Folge 210: der Vernunft eine Chance

 

Long COVID: Blutgerinnungsmarker erhöht

(pte) – Menschen mit der Diagnose COVID-19 haben erhöhte Blutgerinnungsmarker. Erst nach der Genesung stellt sich wieder der normale Wert ein, was jedoch nicht bei allen so ist. Forscher des Royal College of Surgeons Ireland (RCSI)  haben den Verdacht, dass Genesene, die am Long-COVID-Syndrom leiden, weiterhin hohe Gerinnungsmarker aufweisen.

50 Patienten untersucht

Die irischen Wissenschaftler haben 50 Patienten untersucht, die unter den Symptomen litten. Sie wollten herausfinden, ob eine abnormale Blutgerinnung die Ursache ist. Dabei haben sie entdeckt, dass Gerinnungsmarker im Blut von Patienten mit dem Long-COVID-Syndrom im Vergleich zu denen von Gesunden signifikant erhöht waren. Diese Marker waren bei Patienten, die mit ihrer ersten COVID-19-Infektion einen Krankenhausaufenthalt benötigten, höher. Aber die Experten fanden auch heraus, dass selbst diejenigen, die ihre Krankheit zu Hause bewältigen konnten, immer noch anhaltend hohe Gerinnungsmarker hatten.

Die Forscher beobachteten zudem, dass eine höhere Gerinnung direkt mit anderen Symptomen des Syndroms, wie verminderter körperlicher Fitness und Müdigkeit, zusammenhängt. Während die während der Erkrankung erhöhten Entzündungsmarker bei allen Untersuchten wieder ein normales Niveau erreichten, hatten sich die erhöhten Blutgerinnungsmarker nicht zurückgebildet. „Aus diesem Grund glauben wir, dass das Gerinnungssystem zu den Ursachen des Long-COVID-Syndroms gehören könnte“, sagt RSCI-Doktorandin Helen Fogarty.

Bessere Therapien als Ziel

„Das Verständnis der Ursache einer Krankheit ist der erste Schritt zur Entwicklung wirksamer Behandlungsmethoden“, so James O’Donnell, Direktor des Irish Centre for Vascular Biology am RCSI. „Millionen Menschen haben bereits mit den Symptomen des Long-COVID-Syndroms zu kämpfen und es werden noch mehr, da die Ungeimpften sich weiterhin infizieren. Es ist unerlässlich, dass wir diesen möglichen Zusammenhang weiter untersuchen und wirksame Behandlungen entwickeln.“

Tausendsassa Hagebutte – die Frucht der Wildrose zum Heilen und Genießen – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Leider fehlt im unten stehenden Tipp des BZfE eine Wirkung, die mir persönlich das Leben im Alter erheblich versüßt hat. Vor etwa 5 Jahren eröffnete mir ein Professor der Orthopädie, den ich wegen meiner Hüft- und Knie-Schmerzen aufgesucht hatte, die Ursache  wäre Arthrose, also Abbau de Gelenkknorpels, die soweit fortgeschritten sei, dass ich künstliche Hüft- und Kniegelenke benötigte. Beides sei allerdings verbunden mit einer 6-monatigen Rehabilitation. Also stellte ich mich darauf ein, dass ich entweder die Operation über mich ergehen lassen, oder die Schmerzen ertragen müsse.

Schmerzen werden gelegentlich durch Schmerzmittel gelindert, aber dass diese Nebenwirkungen und Risiken hervorrufen, wurde mir bald bewusst, denn ich hatte mich auf Ibuprofen eingestellt. Die Magenprobleme konnte ich bewältigen, aber bei einer Blutuntersuchung erklärte mir mein Internist, meine Nieren ständen kurz vor dem Versagen. Er führte das auf die relativ hohe Dosis Ibuprofen zurück, welches ich eingenommen hatte. Klar, dass ich das sofort absetzte. Ich hatte Glück. die Nieren erholten sich dauerhaft.

Manchmal kommt der Zufall zu Hilfe – ‚immer wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her‘: Ein Freund, der von meinem Leiden wusste, brachte mir 1 kg Hagebuttenpulver mit. Er meinte, ich sollte das einmal probieren. Aber da ich in der Literatur keinen Beweis für irgendwelche Wirkung fand, ließ ich es ungenutzt liegen. Doch dann, in der höchsten Not dachte ich, ich kann es ja einmal probieren. Es wirkte wie ein Wunder, 14 Tage danach hatte ich keinerlei Schmerzen mehr. Das hält bis heute an.

Kurzum: Dies ist kein wissenschaftlicher Beweis, aber es animierte mich doch zu einem persönlichen Forschungsansatz. Wie früher in der Hobbythek üblich, sorgte ich für preiswerten Bezug des Hagebutten-Pulvers. Ich fand einen Lieferanten, der dieses Hagebuttenpulver, gewonnen aus ganzen getrockneten Früchten, aus einem Naturschutzgebiet in Patagonien bezog. Patagonien ist die ärmste Gegend im Entwicklungsland Argentinien. Mich faszinierte die Tatsache, dass dort das Hagebuttenpulver in eine Art Entwicklungshilfe eingebettet war mit einer Fabrik, die etwa 300 Menschen ganzjährig Arbeit bot, um dieses Pulver zu produzieren, und während der Erntezeit hunderten von Pflückern der dort auf riesigen Flächen wildwachsenden Früchte einen Nebenverdienst ermöglichen – Bio par Excellenze. In der Fabrik werden die Hagebutten getrocknet, halbiert, die Samen herausgenommen und von den feinen Härchen befreit. Als Kinder ärgerten wir damit unsere Mitmenschen, in dem wir sie als Juckpulver einsetzten. Aus den Samen kann man auch Öl gewinnen, die Samen gemahlen nennt man dann Hagebutten’mehl‘, aber beide haben nicht die Ganzheitswirkung. Werden die Schalen mit dem hohen Fruchtanteil gemeinsam mit den Samen gemahlen, dann erst entsteht das so wirksame ‚Hagebutten’pulver‘.

Dieses Hagebuttenpulver stellte ich in meinem Bekanntenkreis zur Diskussion und verteilte es an Leidensgenossen in einer Probe von 100g – ausreichen für einen Monat Einnahme. Natürlich mit der Auflage, mir ihre Erfahrungen rück zu melden. Mindestens 2/3 berichteten mir, dass sie eine ähnlich positive Wirkung beobachteten, wie sie bei mir eingetreten war. Das ist zwar nicht repräsentativ, aber letztlich überzeugte mich vor allen Dingen die Erfahrung eines einflussreichen Kölner Politikers. Er berichtete mir, er stünde kurz vor einer Hüft-Operation. Die aber wurde wegen Corona verschoben. Er bekam von mir das Hagebuttenpulver und siehe da, genau wie bei mir wurde die Operation überflüssig.

Bei diesem Beweis blieb es nicht, nachher haben mir hundertfach Menschen immer wieder berichtet, dass sie zumindest eine erhebliche Minderung ihrer Schmerzen erfahren haben. Das gilt wohlgemerkt nur für größere Gelenkflächen, nicht z. B. gegen Schmerzen an der Wirbelsäule.

Was die Dosierung anbelangt: Es reicht täglich ein gehäufter Teel. in Müsli, Joghurt oder Fruchtmus eingerührt, weil das Pulver leicht verklumpt. Es schmeckt wegen des hohen Vitamin C-Gehalts leicht säuerlich-neutral. Man kann aber auch ruhig mehr nehmen, ich selbst habe die Dosis verdoppelt, weil Hagebuttenpulver, wie der SWF in einer Sendung darstellte, eine Art Superfood darstellt, welches die Versorgung mit allen Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Proteinen sicher stellt, die der Körper täglich braucht. Die Einnahme aller anderer Präparate mit angeblich gesunden Lebensmittelzusatzstoffen sind überflüssig.

So nebenbei bemerkt: Es ist eigentlich ein Armutszeugnis der Wissenschaft, dass sie dieser verblüffenden Wirkung nicht auf den Grund geht. Aber so ist das heutzutage, die Forschungsabteilungen der Pharma-Firmen und der Lebensmittel-Industrie sind daran nicht interessiert, weil Naturheilstoffe nicht patentiert werden und die Forschung daran sich nicht lohnt. Wenn, würden sie höchstens  nach einzelnen Wirkstoffen suchen, um diese zu isolieren. Aber gerade das wäre kontraproduktiv, denn meines Erachtens ist das Zusammenwirken aller Stoffe im Hagebuttenpulver, also der Ganzheit, wie die Natur sie bietet, und die Reaktion des Körpers darauf, verantwortlich. Gut, in den Apotheken und Drogerie-Märkten wird Hagebuttenpulver inzwischen für teures Geld verkauft, aber – wie zur Zeit der Hobbythek-Sendungen – habe ich dafür gesorgt, dass jedermann das Pulver für einen erschwinglichen Preis kaufen kann. Geben Sie einfach das Stichwort: ‚Jean Pütz und Hagebuttenpulver‘ in Google oder andere Suchmaschinen ein, oder allgemein ‚Hagebuttenpulver kaufen‘, Sie werden sehen, dass dieses Ihren Etat nicht erheblich belastet. In der empfohlenen Dosis kommen Sie mit 500g drei Monate aus.

Ich möchte noch einmal das Thema Wissenschaft aufgreifen. Wenn die Industrie-Forschung versagt, dann sollten wenigstens die Universitäten Interesse daran haben, die durch staatliche Steuergelder eigentlich dazu verpflichtet sind. Doch auch da gibt es ein Problem, sagen mir viele Professoren, denn viele Universitäts-Institute sind auf Drittmittel aus Politik und Industrie angewiesen.

Schon sind wir wieder beim Aspekt des Geldverdienens. Das ist insofern tragisch, weil ich sogar den Eindruck habe, dass das Hagebuttenpulver die Rück-Bildung von Gelenkknorpeln begünstigt. Das entspricht zwar nicht der Lehrmeinung, aber neuere Forschungen haben ergeben, dass dies mittlerweile möglich ist. Dieses habe ich auf meiner wissenschaftlichen Homepage unter diesem Link veröffentlicht:.

Wie gesagt, das ist eine vorwissenschaftliche Annahme, aber anders kann ich mir nicht erklären, dass ich seit Jahren keine Schmerzen mehr habe.

Übrigens: Wenn ich gerade an der Wissenschaft Kritik übe, habe ich da noch ein anderes Problem:

Das  mir vor 50 Jahren in Australien von Aborigines (Eingeborene) empfohlene Teebaumöl für alle Fälle verdient ebenfalls intensive seriöse Forschungen. Derzeit darf es in Deutschland nicht als Medikament, sondern ausschließlich nur unter der Vorgabe „Nur für kosmetische Zwecke“ verkauft werden. Das ist lächerlich. Es ist meines Erachtens in langjähriger  persönlicher Anwendung das beste und sanfteste Desinfektionsmittel, welches man sich denken kann, gegen alle – vermutlich auch resistente – Keime inkl. Viren.  Ich benutze es z. B. auch bei Zahnfleisch-Entzündungen und im Mundwasser. Es riecht und schmeckt nur etwas streng irdisch. Teebaumöl ist sogar in der Lage, hartnäckige Warzen auszumerzen.

Wenn Sie sich auch darüber näher informieren wollen, empfehle ich meine vor 30 Jahren erschiene Broschüre ‚Tausendsassa Teebaumöl‘, ISBN 3-8025-153-3. Leider ist es mittlerweile vergriffen, aber im Antiquariat oder über Internet können Sie es noch preiswert beziehen, es lohnt sich.

Nachfolgend jetzt noch kulinarische Eigenschaften der Hagebutte in der Mitteilung der Bundeszentrale für Ernährung

Ihr Jean Pütz

(BZfE) – Wenn der Spätsommer in den Herbst übergeht, leuchten die Hagebutten dunkelrot an wilden Rosensträuchern. Die Früchte haben einen herben bis feinsäuerlichen Geschmack und können in der Küche zu Saft, Fruchtmus, Suppen und Chutney verarbeitet werden.
Für einen Hagebutten-Fruchtaufstrich die Früchte grob hacken und mit etwas Apfelsaft bei mittlerer Hitze etwa eine Stunde weich köcheln. Durch eine Passiermühle geben und das Mus auffangen. Da in den Resten noch viel Fruchtfleisch steckt, werden sie nochmals mit Apfelsaft vermengt und passiert. Das Mus mit einem Schuss Zitronensaft und Gelierzucker mischen, nach Anweisung einige Minuten kochen und in sterile Gläser füllen.

Ein besonderer Genuss ist Hagebuttenketchup, das gut zu Pasta, Käse und Baguette schmeckt. Dafür müssen die Früchte entkernt werden, indem man sie halbiert und die Samen mit einem kleinen Löffel auskratzt. Die Fruchtschalen spülen, zerkleinern und mit einer Zwiebel leicht andünsten. Zucker, Essig und Wasser hinzufügen und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und mediterranen Kräutern abschmecken. In einem geschlossenen Topf eine halbe Stunde köcheln lassen, gelegentlich umrühren und pürieren.

Hagebutten sind die runden bis länglichen Früchte verschiedener Wildrosenarten. Zur Reifezeit sind sie orange bis dunkelrot gefärbt. Im Innern befinden sich kleine, nicht essbare Samen mit juckenden Härchen, die Kinder gerne als „Juckpulver“ nehmen. Die Hagebutte ist reich an Mineral- und Ballaststoffen, Provitamin A, B-Vitaminen, Vitamin E und K. Bemerkenswert ist der hohe Vitamin-C-Gehalt (bis 2.000 mg pro 100 g), der die Zitrone bei weitem übertrifft (50 mg pro 100 g).

Wer Hagebutten sammeln möchte, wird an Hecken und Wegen, am Waldrand und in Gärten fündig. Die aromatischen Früchtchen können ab Ende August bis in den Februar hinein geerntet werden, wenn sie sich problemlos pflücken lassen und die Schale auf leichten Fingerdruck nachgibt. Im Spätsommer sind Hagebutten etwas fester, haben aber auch mehr Fruchtfleisch und sind gut zum Weiterverarbeiten geeignet. Von einem Strauch kann mehrmals gepflückt werden, da die Früchte nicht gleichzeitig reifen.

Rekordverdächtige Lithium-Metall-Batterie

Umgerechnet 560 Watt oder 0,56 Kilowatt stehen gegenüber einem Energie-Inhalt von Methanol, von 5,5 Kilowatt. Das ist rund das 10fache an Energiedichte. Nutzt man regeneratives Methanol in Verbrennungsmaschinen, kommt man auf ca. 56% Wirkungsgrad. Das heißt, umgerechnet in mechanische Energie ist die Energie von Methanol mehr als 5 Mal leichter als die Batterie. Wer Wert auf Gewichtsreduktion legt, muss das berücksichtigen.

Jean Pütz

(KIT) – ine extrem hohe Energiedichte von 560 Wattstunden pro Kilogramm bei bemerkenswert guter Stabilität bietet eine neuartige Lithium-Metall-Batterie. Dafür haben Forschende am vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit der Universität Ulm gegründeten Helmholtz-Institut Ulm (HIU) eine vielversprechende Kombination aus Kathode und Elektrolyt eingesetzt: Die nickelreiche Kathode erlaubt, viel Energie pro Masse zu speichern, der ionische Flüssigelektrolyt sorgt dafür, dass die Kapazität über viele Ladezyklen weitestgehend erhalten bleibt. Über die rekordverdächtige Lithium-Metall-Batterie berichtet das Team im Magazin Joule

Derzeit stellen Lithium-Ionen-Batterien die gängigste Lösung für die mobile Stromversorgung dar. Die Technologie stößt jedoch bei manchen Anforderungen an ihre Grenzen. Dies gilt besonders für die Elektromobilität, bei der leichte, kompakte Fahrzeuge mit hohen Reichweiten gefragt sind. Als Alternative bieten sich Lithium-Metall-Batterien an: Sie zeichnen sich durch eine hohe Energiedichte aus, das heißt, sie speichern viel Energie pro Masse bzw. Volumen. Doch ihre Stabilität stellt eine Herausforderung dar – weil die Elektrodenmaterialien mit gewöhnlichen Elektrolytsystemen reagieren.

Eine Lösung haben nun Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und am Helmholtz-Institut Ulm – Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) gefunden. Wie sie im Magazin Joule berichten, setzen sie eine vielversprechende neue Materialkombination ein. Sie verwenden eine kobaltarme, nickelreiche Schichtkathode (NCM88). Diese bietet eine hohe Energiedichte. Mit dem üblicherweise verwendeten kommerziell erhältlichen organischen Elektrolyten (LP30) lässt die Stabilität allerdings stark zu wünschen übrig. Die Speicherkapazität sinkt mit steigender Zahl der Ladezyklen. Warum das so ist, erklärt Professor Stefano Passerini, Direktor des HIU und Leiter der Forschungsgruppe Elektrochemie der Batterien: „Im Elektrolyten LP30 entstehen Partikelrisse an der Kathode. Innerhalb dieser Risse reagiert der Elektrolyt und zerstört die Struktur. Zudem bildet sich eine dicke moosartige lithiumhaltige Schicht auf der Kathode.“ Die Forschenden verwendeten daher stattdessen einen schwerflüchtigen, nicht entflammbaren ionischen Flüssigelektrolyten mit zwei Anionen (ILE). „Mithilfe des ILE lassen sich die Strukturveränderungen an der nickelreichen Kathode wesentlich eindämmen“, berichtet Dr. Guk-Tae Kim von der Forschungsgruppe Elektrochemie der Batterien am HIU.

Kapazität über 1 000 Ladezyklen zu 88 Prozent erhalten

Die Ergebnisse: Die Lithium-Metall-Batterie erreicht mit der Kathode NCM88 und dem Elektrolyten ILE eine Energiedichte von 560 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg). Sie weist anfänglich eine Speicherkapazität von 214 Milliamperestunden pro Gramm (mAh/g) auf; über 1 000 Ladezyklen bleibt die Kapazität zu 88 Prozent erhalten. Die Coulomb-Effizienz, die das Verhältnis zwischen entnommener und zugeführter Kapazität angibt, beträgt durchschnittlich 99,94 Prozent. Da sich die vorgestellte Batterie auch durch eine hohe Sicherheit auszeichnet, ist den Forschenden aus Karlsruhe und Ulm damit ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur kohlenstoffneutralen Mobilität gelungen. (or)

Fake News breiten sich wie Corona selbst aus

(pte) – „Eine frühe Reaktion und Antwort auf Verschwörungstheorien ist essenziell für die Kontrolle über die Verbreitung. Eine sehr frühe Faktenprüfung, insbesondere in Kombination mit moderatem Löschen von Tweets, ist die beste Strategie, um eine Verbreitung von Verschwörungstheorien einzudämmen.“ Zu diesem Schluss kommt Julian Kauk von der Universität Jena  in seiner neuen Studie zur Verbreitung von Fake News. Details wurden in „Plos One“ publiziert.

Der Jenaer Forscher hat gezeigt, dass sich biologische (COVID-19) und psychologische Infektionsverläufe sehr gut durch dieselben mathematischen Modelle beschreiben lassen. Maßnahmen gegen die Verbreitung von Fake News können laut den Berechnungen des Wissenschaftlers somit die Verlaufskurve beeinflussen.

Mythos „#5G-Coronavirus“

Der Experte übertrug ein epidemiologisches Modell zur Berechnung des Verlaufs einer Infektionskrankheit auf einen Datensatz eines sozialen Phänomens. Hierbei hat sich der Fachmann auf Twitter fokussiert und anhand gezielter Hashtags rückblickend einen Datensatz zur bereits abgeklungenen Verschwörungstheorie „#5G-Coronavirus“ generiert.

Die Verschwörungstheorie besagt, dass die Pandemie aus dem Ausbau des 5G-Datennetzes resultiere. Obwohl diese Verschwörungstheorie auf keinerlei wissenschaftlicher Evidenz basiert, verbreitete sie sich rasant in verschiedenen sozialen Netzwerken. Auf diesen Datensatz hat Kauk das epidemiologische SIR-Modell, welches im medizinischen Umfeld den Verlauf von Empfänglichen, Infizierten und Genesenen einer Infektionskrankheit angibt, übertragen.

Erstaunliche Ähnlichkeiten

Die Inzidenz gibt im Fall der Fake News an, wie viele „Neuinfektionen“, also Nutzungen des Hashtags zu der Theorie, pro Tag stattfinden. Anhand dieser Inzidenz und der daraus entstehenden Verlaufskurve kann der Psychologe aus Jena feststellen, wie sich die Zahl der für die Verschwörungstheorie empfänglichen, der mit der Theorie bereits „infizierten“ und der von der Theorie bereits wieder abgewandten Personen verändert. Im Vergleich mit dem Verlauf der COVID-19-Pandemie hat er dabei eine erstaunliche Ähnlichkeit festgestellt.