Archiv der Kategorie: Alltagstipps

Mit „Laib“ und Seele: Sauerteig zum Brotbacken

Aus der Reihe „1001 Alltagstipps“  erschienen im:

Liebe Leserinnen und Leser !

Selbstgebackenes Brot erzeugt bei vielen eine wohlige Stimmung und lässt Erinnerungen an Heimat und Kindheit aufleben. Kein Wunder also, dass die Liebe zum Brotbacken gerade in unsicheren Corona-Zeiten voll im Trend ist.

Seit dem Altertum wird Brot im Wesentlichen aus gemahlenem Getreide, Wasser und einem Triebmittel hergestellt. Während für Weizenteige „zum Gehen“ meist Hefe eingesetzt wird, benötigen Roggenbrote sog. Sauerteig. Dieser enthält neben Hefepilzen auch Milchsäurebakterien die letztlich Kohlendioxidbläschen und Säuren produzieren. Dadurch werden Roggenbrote überhaupt erst backfähig, aromatisch und haltbarer.

Sauerteig ist sowohl flüssig als auch getrocknet im Supermarkt erhältlich. Bereits in den 1970er Jahren habe ich jedoch gemeinsam mit der damaligen Bundesforschungsanstalt für Getreideverarbeitung Detmold ein narrensicheres 3-Stufen-Verfahren entwickelt, das bis heute tausendfach kopiert wurde.

Hier das Originalrezept:
Zunächst werden 100 g Roggenvollkornmehl mit 100 ml warmem Wasser (40°C) in einer sauberen Schüssel verknetet und für 48 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Anschließend werden weitere 100 g Roggenvollkornmehl und 100 ml Wasser (40°C) hinzufügt und verknetet. Nach 24 Stunden werden noch einmal 200 g Roggenvollkornmehl und 200 ml Wasser (40°C) eingerührt. Nach weiteren 24 Stunden ist der Sauerteig fertig und sollte angenehm säuerlich riechen.

Mein Tipp: Damit es beim nächsten Brotbacken schneller geht, kann der Sauerteig vermehrt werden.
Dazu werden vom frischen Sauerteig 50 g abgenommen und mit so viel Rogenvollkornmehl verknetet, bis eine krümelige Streuselmasse entsteht. Dieser „Krümelsauer“ hält in einem dichten Gefäß im Kühlschrank ca. einen Monat.

Einen Tag vor dem Brotbacken werden in einer Schüssel 75 g Krümelsauer mit 350 g Roggenvollkornmehl und 375 ml Wasser (40°C) verknetet. Abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Fertig ist der „Turbo-Sauerteig“.

Brotbackrezepte auf der Basis von Sauerteig finden sich zu Hauf im Internet und in unzähligen Büchern.

Bitte bleiben Sie gesund !

Ihr Jean Pütz

Waschnüsse – ein Waschmittel vom Baum

Aus der Reihe „1001 Alltagstipps“  erschienen im:

Liebe Leserinnen und Leser !

Seit Jahrhunderten waschen die Menschen in Indien Kleidung und Haare mit einem pflanzlichen Reinigungsmittel – den sog. Waschnüssen. Die haselnussgroßen Früchte wachsen an bis zu 15 Meter hohen Seifenbaumgewächsen (lat. Sapindus mukorossi) und werden im Herbst geerntet, entkernt und schließlich getrocknet.

In der Schale der Waschnuss befindet sich eine seifenähnliche waschaktive Substanz – das Saponin – das den Baum vor Pilzbefall und Bakterien schützt. Saponine befinden sich auch in geringerer Dosis in vielen anderen Pflanzen (Spinat, Hülsenfrüchte) und werden sogar zur Schaumbildung in Zahnpasten eingesetzt.

Um es vorweg zu nehmen: Die Waschkraft von Waschnüssen ist weitaus geringer als bei herkömmlichen Waschmitteln. Besonders bei der Fleckentfernung zeigen sie Schwächen.

Für leicht verschmutzte Wäsche, speziell Wolle und Seide, sind Waschnüsse allerdings gut geeignet.

Besonders Allergiker, Kleinkinder und Menschen mit empfindlicher Haut schätzen Waschnüsse jedoch als natürliche Alternative zu chemischen Waschmitteln.

Und so wird’s gemacht:

Je nach Verschmutzung 4-8 Waschnussschalen in den mitgelieferten Baumwollbeutel füllen, zuschnüren und zu der Wäsche in die Maschine geben. Waschen wie üblich bei 30–90°C. Nicht wundern: Die Schaumbildung ist sehr gering.

Waschnüsse guter Qualität (z.B. www.govinda-natur.de) können ein zweites Mal verwendet werden bevor Sie im Bioabfall entsorgt werden.

Tipps:

  • Werden die Waschnüsse mit einem Nussknacker mehrfach zerteilt, wird mehr Saponin freigesetzt.
  • Hartnäckige Flecke mit Gallseife o.ä. vorbehandeln.
  • Bei hartem Wasser schützt ein Wasserenthärter die Heizstäbe und verstärkt die Waschkraft des Saponin
  • Für den Frischeduft kann der Beutel mit ätherischem Öl (Zitrone, Lavendel) beträufelt werden.
  • Ein Bleichmittel hilft den Grauschleier bei Weißwäsche zu vermeiden. Ich empfehle das von mir entdeckte „Proweiß Super“, das bereits bei 30°C wirkt. Nähere Informationen finden Sie in der „SANITÄTSHAUS Aktuell, Februar 2019“

Bitte bleiben Sie gesund !
Ihr Jean Pütz

Fitness für den Darm – probiotischer Joghurt

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum zu glauben, ich als Pollenallergiker sehe dem Frühling gelassen entgegen. Das verdanke ich dem ausreichenden Verzehr von probiotischem Joghurt. Darin enthalten sind spezielle Milchsäurebakterien, die der aggressiven Magensäure widerstehen können und so in den Darm geraten. Dort verbessern sie die für das Immunsystem so wichtige Darmflora. Diese Tatsache ist mittlerweile von der Wissenschaft bestätigt, allerdings reicht dafür ein kleines, sündhaft teures und als Probiotikum vermarktetes Joghurtgetränk nicht aus.  Ein täglicher Verzehr von circa 300 ml, mit Früchten der Saison schmackhaft zubereitet, verhindert dagegen, dass das Immunsystem allergieauslösend sich gegen sich selbst richtet und hält die  Verdauung auf Trab.

Selbstmachen lohnt sich deshalb besonders, weil handelsübliche Produkte meist überzuckert, aromatisiert und viel zu teuer sind. Seit 35 Jahren steht das im Mittelpunkt meines Frühstücks:

Zunächst wird 1 Liter H-Milch auf circa 38 Grad (beispielsweise in der Mikrowelle) erhitzt. Da hinein wird eine kleine Messerspitze probiotisches Joghurt-Ferment eingerührt. Man bekommt es zum Beispiel in Bioläden und Apotheken. Es besteht aus Magensaft resistenten Laktobazillen und Bifidobakterien. Zum Fermentieren wird die „beimpfte“ Milch in einem 1-Liter-Joghurtbereiter zwölf Stunden bei 38 Grad warm gehalten, dafür reicht eine Leistung von 10 Watt aus. Dabei wird der Milchzucker zur Milchsäure restlos vergoren, deshalb ist dieser Joghurt auch für Lactoseintolerante wie mich, hervorragend geeignet.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 1/17 Sanitätshaus Umschau

Anfassen erwünscht – Massage für das Wohlbefinden

Liebe Leserinnen und Leser,

streichen, reiben, kneten, dehnen und klopfen – eine Massage wirkt besonders in der kalten Jahreszeit erholsam. Die Abwehrkräfte werden gestärkt, verspannte Muskeln entkrampft und die Durchblutung verbessert. Das wussten bereits die alten Griechen zu schätzen. Durch die „Streicheleinheiten“ wird außerdem das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet.

Da jedoch das massieren mit trockener Hand zu unangenehmen Hautreizungen führen kann, empfiehlt sich die Verwendung eines Massageöls. Es fungiert einerseits als Gleitmittel, andererseits können damit wirkungsvolle Aromen in die Haut eingeschleust werden.

Hier das Rezept: 100 ml hautpflegendes Basisöl, wie z.B. Mandel- oder Avocadoöl, werden mit 15 Tropfen ätherischen Ölen versetzt. Jasmin- und Lavendelöl wirken entspannend und beruhigend, Zitrusdüfte hingegen anregend. Bei Erkältungen haben sich Pfefferminze und Latschenkiefer bewährt. Und für erotische Massagen eignen sich aphrodisierendes Rosen- und Sandelholzöl.

Wird das Massageöl vor der Anwendung erwärmt, kann die entspannende Wirkung noch verstärkt werden. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Wasserbad oder preiswerte Babyfläschchen-Wärmer.

Mein Tipp: Wird dem Massageöl noch 3 ml des Flüssig-Emulgators Mulsifan hinzugefügt, lässt sich hinterher überschüssiges Öl ganz leicht mit Wasser abspülen. In Verbindung mit Wasser bildet sich sogar eine hautpflegende Creme, die natürlich auch einmassiert werden kann und vor trockener Haut schützt.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 4/17 Sanitätshaus Umschau

Glanzleistung – Silber putzen ohne Mühe

Liebe Leserinnen und Leser,

die Festtage stehen vor der Tür und für mich gehört eine festlich gedeckte Tafel einfach dazu. Doch alle Jahre wieder ist das edle Silberbesteck schwarz angelaufen. Schuld daran sind geringste Mengen Schwefel, zum Beispiel im Eigelb und in der Luft. Von speziellen Reinigungspasten oder gar Zahnpasten rate ich in diesem Zusammenhang dringend ab, da dabei stets eine feine Silberschicht abgescheuert wird.

Doch was tun? Während meiner Studentenzeit entdeckte ich auf einem Jahrmarkt ein verblüffendes Silberputzmittel, das ich später exklusiv in Luxemburg vertreiben durfte. Und so funktioniert‘s:

Eine Glas- oder Kunststoffschale wird mit einer Lage Alufolie ausgekleidet. Darauf je einen gehäuften Teelöffel Kochsalz und Soda (zum Beispiel Waschsoda) geben. Mit circa zwei Litern kochendem Wasser übergießen und umrühren. Silbersachen hineinlegen. Nach wenigen Minuten ist der Belag wie von Zauberhand verschwunden.

Für die chemisch interessierten: Ein elektrischer Strom zwischen Besteck und Alufolie sorgt dafür, dass das schwarze Silbersulfid wieder in Silber umgewandelt wird.

Mein Tipp: Zur Vorbeugung Silberbesteck in einem Samttuch lagern und ein Stück Tafelkreide dazu legen. Dadurch wird Luftfeuchtigkeit absorbiert und das Anlaufen reduziert.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 4/16 Sanitätshaus Umschau

Kostbare Kürbis-Kosmetik

Liebe Leserinnen und Leser,

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Doch die gelb-orangen Früchte eignen sich nicht nur zum Verzehr oder als schaurig-schöne Halloween-Deko. Bäuerinnen, die früher Ölkürbisse von ihren Kernen befreit haben, waren bekannt für ihre besonders weiche Haut an den Händen. Kein Wunder: Das aus den Kernen gepresste Kürbiskernöl enthält viele hautpflegende Vitamine und Mineralstoffe. Hier das Rezept für eine kostbare Allzweckcreme:

Im Wasserbad  werden 70 ml Kürbiskernöl, 5 g Bienenwachs sowie 15 g Tegomuls (Emulgator) unter ständigem Rühren geschmolzen und in ein Schraubglas abgefüllt. Diese sogenannte Fettphase hält sich im Kühlschrank mindestens ein Jahr. Zur frischen Herstellung der Creme werden 20 g der Fettphase im Wasserbad verflüssigt. Da hinein kommen 40 ml erhitztes destilliertes Wasser und 5 Tropfen Ihres Lieblingsparfums. Zur Vorbeugung von Entzündungen noch 5 Tropfen Teebaumöl. Gut verrühren, in ein Cremetöpfchen füllen, fertig.

Mein Tipp: Werden noch drei Teelöffel fein gemahlene Kürbiskerne untergerührt, erhält man eine exklusive Kürbis-Peeling-Creme.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 3/16 Sanitätshaus Umschau

Natürliche Schädlingsbekämpfung

Liebe Leserinnen und Leser,

die sommerlichen Temperaturen bringen leider auch jede Menge Ungeziefer zum Schlüpfen. So werden unsere liebevoll umhegten Pflanzen im Garten und auf dem Balkon von allerlei Läusen und Raupen malträtiert.

Auf der Suche nach einem biologischen Pflanzenschutz wurde ich vor Jahren vom sog. Niembaum (auch „Neembaum“) verblüfft. In Afrika wird dieser als „Dorflinde“ verehrt, seit man entdeckt hatte, dass Heuschreckenschwärme einen großen Bogen um ihn machen. Grund: Seine Inhaltsstoffe verderben pflanzenfressenden Schmarotzern den Appetit oder nehmen Einfluss auf das Hormonsystem, wodurch die Vermehrung unterbunden wird.

Im Gegensatz zur chemischen Keule werden also die fleischfressenden Nützlinge, wie zum Beispiel Marienkäfer, verschont. Für den Menschen ist Niem ohnehin völlig unschädlich.

Hier das Rezept: 5 ml Niemöl im Wasserbad leicht erwärmen und mit 2 ml Spülmittel vermengen. In 1 Liter Wasser verrühren, fertig (Noch schneller geht’s übrigens mit fertigen Niemöl-Emulgator-Produkten). In eine Sprühflasche füllen und die befallenen Pflanzen wöchentlich einsprühen.

Mein Tipp: Ein zusätzlicher Teelöffel Natron verstärkt die Wirkung bei Blattläusen und Mehltau.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 2/16 Sanitätshaus Umschau

Frühlingsputz – aber richtig!

Liebe Leserinnen und Leser,

der Frühling steht vor der Tür. Ein guter Grund die eigenen vier Wände blitzblank zu reinigen. Doch wer Bakterien und Keime mit chemischen Keulen den Garaus machen möchte, belastet oft die Umwelt und gefährdet die eigene Gesundheit. Das muss nicht sein!

Anfang der 1990er Jahre hatte ich recherchiert, dass das US-Militär seine sanitären Anlagen mit fettlösenden Terpenen aus Orangenschalen reinigt. Aus dieser Idee entwickelte ich einen natürlichen, wohlriechenden und kraftvollen Orangenreiniger.

Hier das Rezept dazu:

  • 350 ml Orangenterpenen
  • 100 ml Isopropanol (preiswerte Alkoholart) oder gleiche Menge Brennspiritus
  • 50 ml Tensid, zum Beispiel Spülmittel, damit der Reiniger mit Wasser vermischt werden kann

Auf meiner Homepage finden Sie eine Bezugsadresse für fertigen Orangenreiniger und weitere Informationen zu dem Thema.

Anwendungsrezepte:

  • Wischwasser: Eimer mit zehn Liter Wasser und zehn ml Orangenreiniger
  • Fensterreiniger: Sprühflasche mit 300 ml Wasser und 3 ml Orangenreiniger
  • Fleckentferner: Orangenreiniger 1:3 mit Wasser verdünnt oder pur auf den Fleck träufeln. Mit einem Tuch ausreiben und in die Waschmaschine geben.
  • Etikettenentferner: Orangenreiniger pur auf Etikett aufträufeln, einwirken lassen und abrubbeln.
  • Tipp für die Damen: Im Gegensatz zu den aggressiven Aceton-Produkten ist Orangenreiniger eine sanfte Möglichkeit zur Entfernung von Nagellack.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 1/16 Sanitätshaus Umschau

Winterzeit – Erkältungszeit

Liebe Leserinnen und Leser,

verstopfte Nasen, verschleimte Bronchien und Husten sind in der kalten Jahreszeit allgegenwärtig. Kein Wunder also, dass Erkältungen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt gehören. Doch oft lässt sich der Gang zum Arzt sparen. Sobald eine Erkältung„im Anflug“ ist, vertraue ich seit jeher auf die Vorzüge meines selbst entwickelten und universell anwendbaren Heilpflanzenöls.

In ein Tropffläschchen gebe man eine Mischung aus zwei Teilen Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) ein Teil Pfefferminzöl (Mentha piperita) und ein Teil Lavendelöl (Lavandula angustifolia). 100 Prozent naturrein – versteht sich !

Zum Inhalieren werden etwa zehn Tropfen auf ein Papiertaschentuch gegeben und dieses in der Hand zerknüllt. Faust an den Mund halten und mehrmals ein- und ausatmen. Kurios aber äußerst wirksam ist die „Pütz-Methode“: Von einem Papiertaschentuch wird ein etwa zwei cm breiter Streifen abgerissen. Das eine Ende wird mit fünf bis zehn Tropfen benetzt und so eingerollt, dass das Öl nicht unmittelbar an die Schleimhäute gerät. Rolle vor dem Einschlafen ins Nasenloch stecken. Für einen Erkältungsbalsam werden in einer Schüssel 50 Tropfen Öl mit 30 Gramm weißer Vaseline kalt verrührt. Mit den Fingern eine geringe Menge auf Brust und Hals auftragen.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 4/2015 Sanitätshaus Umschau

Ganz schön dufte – Deo ohne Alu

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade an heißen Sommertagen schwitzen wir besonders in den Achselhöhlen. Frischer Schweiß ist jedoch völlig geruchlos und besteht zu über 99 Prozent aus Wasser. Außerdem enthalten sind Salze und sogenannte Fettsäuren. Erst Hautbakterien verwandeln die Fettsäuren in geruchsintensive Stoffe. Es entsteht der typische Schweißgeruch. Abhilfe schaffen Antitranspirantien – auch Schweißhemmer genannt. Hierbei sorgen meist Aluminiumverbindungen für eine Verengung der Schweißdrüsen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt jedoch vor einer möglichen toxischen Wirkung, weshalb ich von der Verwendung dringend abrate.

Eine nahezu verblüffende und sanfte Alternative bietet ein wiederentdecktes Hausmittel – Natron. Das weiße Pulver wirkt basisch und ist somit in der Lage die im Schweiß enthaltenen Fettsäuren zu neutralisieren. Gerüche können so gar nicht erst entstehen. Im einfachsten Fall kann die frisch gewaschene Achselhöhle mit etwas Natron abgepudert werden. Komfortabler geht’s jedoch mit einem Spray.

Rezept: Ein Teelöffel Natron in 100 ml abgekochtem Wasser auflösen. Hinzu kommen je fünf Tropfen Salbei- und Teebaumöl. Beides wirkt zusätzlich schweißhemmend bzw. antibakteriell. Durch einen Kaffeefilter gießen und in eine Sprühflasche abfüllen. Vor jeder Verwendung gut schütteln. Im Kühlschrank hält sich das Deo circa drei Wochen. Mein Tipp: Durch Zugabe von 15 ml Isopropylalkohol hält sich das Deo auch ungekühlt mehrere Wochen.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 2/18 Sanitätshaus Umschau