Archiv der Kategorie: Alltagstipps

Schwingen und Wippen – Sitzen mit Dynamik

Ob im Auto, in der Bahn, im Büro, im (coronabedingten) Homeoffice oder auf dem heimischen Sofa: Laut Studie ist für einen Erwachsenen eine Sitzdauer von durchschnittlich etwa neun Stunden an der Tagesordnung.
Die Folge sind oft Rückenbeschwerden, Verspannungen, Kopfschmerzen oder der gefürchtete Bandscheibenvorfall.
Doch auch hier gilt Hippokrates (400 v.Chr.): „Vorbeugen ist besser als Heilen !“
Denn nur dynamisches Sitzen, also die regelmäßige Änderung der Sitzhaltung, trainiert die Muskulatur und verteilt die Gewichtsbelastung abwechselnd auf die gesamten Bandscheibenflächen. Die permanente Be- und Entlastung fördert so die Versorgung mit Nährflüssigkeit.

So sitzt man dynamisch:

  • Gelegentlich einen Fuß auf den Stuhl setzen
  • Beine übereinander schlagen
  • Füße auf den Tisch absetzen
  • Auf der Stuhlvorderkante sitzen
  • Sich locker nach vorne beugen (Kutscherhaltung)
  • Mit Ellenbogen auf die Tischplatte stützen
  • In eine weit zurückgelehnte Sitzhaltung wechseln
  • Rückwärts auf den Stuhl setzen und sich vornüber anlehnen

Aber auch dynamische Sitzmöbel vermeiden einseitig belastende Dauerhaltungen und fördern sowohl den natürlichen Bewegungsdrang beim Sitzen als auch eine aufrechte Haltung:

  • Gymnastikbälle eignen sich nicht nur für effektive Rückenübungen, aufgrund der gewölbten Sitzfläche kann man darauf auch  dynamisch sitzen.                             Nachteil: Übermäßiger Gebrauch fördert die Hohlkreuzbildung und es besteht die Gefahr des „Wegrollens“
  • Ideal sind luftgefüllte Ballkissen die auf einen Stuhl (mit Rückenlehne) gelegt werden und den Körper zum sanften Schwingen und Wippen anregen.

  • Empfehlenswert sind ergonomische Dynamik-Stühle die die Vorteile des Sitzballs mit einem komfortablen Bürostuhl ideal verbinden. Beim Schwipp-Prinzip gibt es neben vollbeweglichen Rückenlehnen auch pendelnd gelagerte Sitzflächen. Dadurch wird eine Rundum-Beweglichkeit ermöglicht.

Mein Tipp: Bastler können die gepolsterte Sitzfläche eines ausrangierten Bürostuhls demontieren und auf ein Ballkissen rutschsicher platzieren. Diese Luxus-Variante erhöht den dynamischen Sitzkomfort.

 

 

 

Prima Klima – Luftbefeuchtung für die Gesundheit

Liebe Leserinnen und Leser,

wer kennt das nicht ? Im Zimmer ist es wunderbar warm aber in der Nase hat man so ein trockenes und kribbelndes Gefühl. Grund: Die mangelnde Luftfeuchtigkeit.

1 Kubikmeter Luft kann bei 20° Celsius maximal 18 Gramm Wasserdampf speichern.

Abhilfe schaffen sogenannte Luftbefeuchter die Wasser über Ultraschalltechnik vernebeln. Beim Kauf unbedingt auf geräusch- und energiesparende Modelle achten, z.B. von beurer. Die Geräte sollten über eine Leistung von maximal 30 Watt verfügen.

Für Hobbyisten mit „Grünem Daumen“ empfiehlt sich Luftbefeuchtung mittels durstiger Pflanzen, wie z.B. Papyrus. Ein Exemplar, das einen Wassereimer mit seinen Wurzeln füllt und etwa 1 Meter hoch ist, verdunstet täglich spielend 2 Liter Wasser. Das ist exakt die Menge, die in einem durchschnittlich großen Raum wohlige 50-60 % Luftfeuchtigkeit erzeugt.

Zur Vermehrung, Blattquirle mit 10 Zentimeter langem Stiel und gekappten Blattspitzen kopfüber in ein Wassergefäß stecken.

Cyperus alternifolius bekommt man in den meisten Pflanzengeschäften. Topf entfernen und Pflanze in einen komplett mit Kieselsteinen oder Ton-Substrat gefüllten Haushaltseimer (o.ä.) setzen. Der Erdballen muss sich etwa im Eimer-Zentrum befinden. An einen hellen Platz stellen – fertig. Damit die Sumpfpflanze ständig „nasse Füße“ hat, Eimer stets randvoll mit Wasser gießen.

 

 

Haare gut, alles gut: Kräftigendes Haarwasser

„Rapunzel, Rapunzel, lass’ Dein Haar herunter“, heißt es im Märchen der Gebrüder Grimm in dem ein Prinz am meterlangen Haarzopf seiner Angebeteten empor klettert.

Märchen hin oder her. Die Belastbarkeit unserer Haare ist enorm. So ist es auch kein Wunder, dass ein durchschnittlicher Haarbewuchs von 100.000 Haaren etwa zehn Tonnen tragen könnte.

Voraussetzung für kräftige Haare und eine gesunde Kopfhaut ist allerdings auch eine gute Pflege. Und die fängt schon beim Bürsten an.

Eine perfekte Haarbürste soll die Haarpracht entwirren und den perfekten Sitz verpassen. Empfehlenswert sind Bürstenkörper aus Naturholz mit natürlichen Wildschweinborsten (Keller Bürsten). Diese haben eine ähnliche Oberflächenstruktur wie menschliches Haar und sind antistatisch. Ganz nebenbei wird die Kopfhaut schonend massiert und gekräftigt. Schließlich ist die Haarzwiebel in der Kopfhaut verankert.

Zur Vitalisierung von Haaren und Kopfhaut empfiehlt sich auch ein kräftigendes Haarwasser. Es ist z.B. auch bestens geeignet, wenn die Haare durch häufiges Föhnen beansprucht werden.

Geben Sie dazu 5 g getrocknete Birkenblätter sowie 5 g Niemblätter in ein verschließbares Glas und übergießen das Ganze mit 150 ml Weingeist. Birkenblätter kräftigen die Kopfhaut und regen den Haarwuchs an. Niemblätter stammen vom indischen Niembaum und wirken hautpflegend und juckreizhemmend. Nach einer Woche durch einen Kaffeefilter gießen. Fertig ist die Pflanzentinktur.

Schließlich noch 50 ml Hamameliswasser hinzu fügen. Das reguliert die Talgbildung der Kopfhaut.

Das Haarwasser täglich mit einer Pipette auf die Kopfhaut auftragen und einmassieren.

Fitness für den Darm: Probiotischer Joghurt

Aus der Reihe „1001 Alltagstipps“  erschienen im:

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum zu glauben, ich als Pollenallergiker sehe dem Frühling gelassen entgegen. Das verdanke ich dem ausreichenden Verzehr von probiotischem Joghurt. Darin enthalten sind spezielle Milchsäurebakterien, die der aggressiven Magensäure widerstehen können und so in den Darm gelangen. Dort verbessern sie die für das Immunsystem so wichtige Darmflora. Täglicher Verzehr von ca. 300 ml hilft nicht nur bei Allergien, es hält Krankheitserreger in Schach und die Verdauung auf Trab.

Selbermachen lohnt sich besonders, weil handelsübliche Produkte meist überzuckert, aromatisiert und viel zu teuer sind. Seit 35 Jahren steht das im Mittelpunkt meines Frühstücks.

Zunächst wird 1 Liter H-Milch auf ca. 38°C (z.B. in der Mikrowelle) erhitzt. Da hinein wird eine kleine Messerspitze probiotisches Joghurt-Ferment eingerührt. Man bekommt es z.B. in Bioläden und Apotheken und besteht meist aus Laktobazillen und Bifidobakterien.

Zum Fermentieren wird die „beimpfte“ Milch nun in einem 1-Liter-Joghurtbereiter 12 Stunden warm gehalten. Empfehlenswert sind die Geräte von „Rosenstein & Söhne“ und „Rommelsbacher“.

Bei der Fermentation wird übrigens der Milchzucker zur Milchsäure restlos vergoren. Deshalb ist dieser Joghurt auch für Lactoseintolerante wie mich, hervorragend geeignet. Mit Früchten und Müsli ergänzen.

Mein Tipp: Werden in die Milch noch zwei Esslöffel Magermilchpulver eingerührt, wird der Joghurt besonders cremig und stichfest.

Ihr Jean Pütz

Mit „Laib“ und Seele: Sauerteig zum Brotbacken

Aus der Reihe „1001 Alltagstipps“  erschienen im:

Liebe Leserinnen und Leser !

Selbstgebackenes Brot erzeugt bei vielen eine wohlige Stimmung und lässt Erinnerungen an Heimat und Kindheit aufleben. Kein Wunder also, dass die Liebe zum Brotbacken gerade in unsicheren Corona-Zeiten voll im Trend ist.

Seit dem Altertum wird Brot im Wesentlichen aus gemahlenem Getreide, Wasser und einem Triebmittel hergestellt. Während für Weizenteige „zum Gehen“ meist Hefe eingesetzt wird, benötigen Roggenbrote sog. Sauerteig. Dieser enthält neben Hefepilzen auch Milchsäurebakterien die letztlich Kohlendioxidbläschen und Säuren produzieren. Dadurch werden Roggenbrote überhaupt erst backfähig, aromatisch und haltbarer.

Sauerteig ist sowohl flüssig als auch getrocknet im Supermarkt erhältlich. Bereits in den 1970er Jahren habe ich jedoch gemeinsam mit der damaligen Bundesforschungsanstalt für Getreideverarbeitung Detmold ein narrensicheres 3-Stufen-Verfahren entwickelt, das bis heute tausendfach kopiert wurde.

Hier das Originalrezept:
Zunächst werden 100 g Roggenvollkornmehl mit 100 ml warmem Wasser (40°C) in einer sauberen Schüssel verknetet und für 48 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Anschließend werden weitere 100 g Roggenvollkornmehl und 100 ml Wasser (40°C) hinzufügt und verknetet. Nach 24 Stunden werden noch einmal 200 g Roggenvollkornmehl und 200 ml Wasser (40°C) eingerührt. Nach weiteren 24 Stunden ist der Sauerteig fertig und sollte angenehm säuerlich riechen.

Mein Tipp: Damit es beim nächsten Brotbacken schneller geht, kann der Sauerteig vermehrt werden.
Dazu werden vom frischen Sauerteig 50 g abgenommen und mit so viel Rogenvollkornmehl verknetet, bis eine krümelige Streuselmasse entsteht. Dieser „Krümelsauer“ hält in einem dichten Gefäß im Kühlschrank ca. einen Monat.

Einen Tag vor dem Brotbacken werden in einer Schüssel 75 g Krümelsauer mit 350 g Roggenvollkornmehl und 375 ml Wasser (40°C) verknetet. Abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Fertig ist der „Turbo-Sauerteig“.

Brotbackrezepte auf der Basis von Sauerteig finden sich zu Hauf im Internet und in unzähligen Büchern.

Bitte bleiben Sie gesund !

Ihr Jean Pütz

Waschnüsse – ein Waschmittel vom Baum

Aus der Reihe „1001 Alltagstipps“  erschienen im:

Liebe Leserinnen und Leser !

Seit Jahrhunderten waschen die Menschen in Indien Kleidung und Haare mit einem pflanzlichen Reinigungsmittel – den sog. Waschnüssen. Die haselnussgroßen Früchte wachsen an bis zu 15 Meter hohen Seifenbaumgewächsen (lat. Sapindus mukorossi) und werden im Herbst geerntet, entkernt und schließlich getrocknet.

In der Schale der Waschnuss befindet sich eine seifenähnliche waschaktive Substanz – das Saponin – das den Baum vor Pilzbefall und Bakterien schützt. Saponine befinden sich auch in geringerer Dosis in vielen anderen Pflanzen (Spinat, Hülsenfrüchte) und werden sogar zur Schaumbildung in Zahnpasten eingesetzt.

Um es vorweg zu nehmen: Die Waschkraft von Waschnüssen ist weitaus geringer als bei herkömmlichen Waschmitteln. Besonders bei der Fleckentfernung zeigen sie Schwächen.

Für leicht verschmutzte Wäsche, speziell Wolle und Seide, sind Waschnüsse allerdings gut geeignet.

Besonders Allergiker, Kleinkinder und Menschen mit empfindlicher Haut schätzen Waschnüsse jedoch als natürliche Alternative zu chemischen Waschmitteln.

Und so wird’s gemacht:

Je nach Verschmutzung 4-8 Waschnussschalen in den mitgelieferten Baumwollbeutel füllen, zuschnüren und zu der Wäsche in die Maschine geben. Waschen wie üblich bei 30–90°C. Nicht wundern: Die Schaumbildung ist sehr gering.

Waschnüsse guter Qualität (z.B. www.govinda-natur.de) können ein zweites Mal verwendet werden bevor Sie im Bioabfall entsorgt werden.

Tipps:

  • Werden die Waschnüsse mit einem Nussknacker mehrfach zerteilt, wird mehr Saponin freigesetzt.
  • Hartnäckige Flecke mit Gallseife o.ä. vorbehandeln.
  • Bei hartem Wasser schützt ein Wasserenthärter die Heizstäbe und verstärkt die Waschkraft des Saponin
  • Für den Frischeduft kann der Beutel mit ätherischem Öl (Zitrone, Lavendel) beträufelt werden.
  • Ein Bleichmittel hilft den Grauschleier bei Weißwäsche zu vermeiden. Ich empfehle das von mir entdeckte „Proweiß Super“, das bereits bei 30°C wirkt. Nähere Informationen finden Sie in der „SANITÄTSHAUS Aktuell, Februar 2019“

Bitte bleiben Sie gesund !
Ihr Jean Pütz

Anfassen erwünscht – Massage für das Wohlbefinden

Liebe Leserinnen und Leser,

streichen, reiben, kneten, dehnen und klopfen – eine Massage wirkt besonders in der kalten Jahreszeit erholsam. Die Abwehrkräfte werden gestärkt, verspannte Muskeln entkrampft und die Durchblutung verbessert. Das wussten bereits die alten Griechen zu schätzen. Durch die „Streicheleinheiten“ wird außerdem das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet.

Da jedoch das massieren mit trockener Hand zu unangenehmen Hautreizungen führen kann, empfiehlt sich die Verwendung eines Massageöls. Es fungiert einerseits als Gleitmittel, andererseits können damit wirkungsvolle Aromen in die Haut eingeschleust werden.

Hier das Rezept: 100 ml hautpflegendes Basisöl, wie z.B. Mandel- oder Avocadoöl, werden mit 15 Tropfen ätherischen Ölen versetzt. Jasmin- und Lavendelöl wirken entspannend und beruhigend, Zitrusdüfte hingegen anregend. Bei Erkältungen haben sich Pfefferminze und Latschenkiefer bewährt. Und für erotische Massagen eignen sich aphrodisierendes Rosen- und Sandelholzöl.

Wird das Massageöl vor der Anwendung erwärmt, kann die entspannende Wirkung noch verstärkt werden. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Wasserbad oder preiswerte Babyfläschchen-Wärmer.

Mein Tipp: Wird dem Massageöl noch 3 ml des Flüssig-Emulgators Mulsifan hinzugefügt, lässt sich hinterher überschüssiges Öl ganz leicht mit Wasser abspülen. In Verbindung mit Wasser bildet sich sogar eine hautpflegende Creme, die natürlich auch einmassiert werden kann und vor trockener Haut schützt.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 4/17 Sanitätshaus Umschau

Glanzleistung – Silber putzen ohne Mühe

Liebe Leserinnen und Leser,

die Festtage stehen vor der Tür und für mich gehört eine festlich gedeckte Tafel einfach dazu. Doch alle Jahre wieder ist das edle Silberbesteck schwarz angelaufen. Schuld daran sind geringste Mengen Schwefel, zum Beispiel im Eigelb und in der Luft. Von speziellen Reinigungspasten oder gar Zahnpasten rate ich in diesem Zusammenhang dringend ab, da dabei stets eine feine Silberschicht abgescheuert wird.

Doch was tun? Während meiner Studentenzeit entdeckte ich auf einem Jahrmarkt ein verblüffendes Silberputzmittel, das ich später exklusiv in Luxemburg vertreiben durfte. Und so funktioniert‘s:

Eine Glas- oder Kunststoffschale wird mit einer Lage Alufolie ausgekleidet. Darauf je einen gehäuften Teelöffel Kochsalz und Soda (zum Beispiel Waschsoda) geben. Mit circa zwei Litern kochendem Wasser übergießen und umrühren. Silbersachen hineinlegen. Nach wenigen Minuten ist der Belag wie von Zauberhand verschwunden.

Für die chemisch interessierten: Ein elektrischer Strom zwischen Besteck und Alufolie sorgt dafür, dass das schwarze Silbersulfid wieder in Silber umgewandelt wird.

Mein Tipp: Zur Vorbeugung Silberbesteck in einem Samttuch lagern und ein Stück Tafelkreide dazu legen. Dadurch wird Luftfeuchtigkeit absorbiert und das Anlaufen reduziert.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 4/16 Sanitätshaus Umschau

Kostbare Kürbis-Kosmetik

Liebe Leserinnen und Leser,

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Doch die gelb-orangen Früchte eignen sich nicht nur zum Verzehr oder als schaurig-schöne Halloween-Deko. Bäuerinnen, die früher Ölkürbisse von ihren Kernen befreit haben, waren bekannt für ihre besonders weiche Haut an den Händen. Kein Wunder: Das aus den Kernen gepresste Kürbiskernöl enthält viele hautpflegende Vitamine und Mineralstoffe. Hier das Rezept für eine kostbare Allzweckcreme:

Im Wasserbad  werden 70 ml Kürbiskernöl, 5 g Bienenwachs sowie 15 g Tegomuls (Emulgator) unter ständigem Rühren geschmolzen und in ein Schraubglas abgefüllt. Diese sogenannte Fettphase hält sich im Kühlschrank mindestens ein Jahr. Zur frischen Herstellung der Creme werden 20 g der Fettphase im Wasserbad verflüssigt. Da hinein kommen 40 ml erhitztes destilliertes Wasser und 5 Tropfen Ihres Lieblingsparfums. Zur Vorbeugung von Entzündungen noch 5 Tropfen Teebaumöl. Gut verrühren, in ein Cremetöpfchen füllen, fertig.

Mein Tipp: Werden noch drei Teelöffel fein gemahlene Kürbiskerne untergerührt, erhält man eine exklusive Kürbis-Peeling-Creme.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 3/16 Sanitätshaus Umschau

Natürliche Schädlingsbekämpfung

Liebe Leserinnen und Leser,

die sommerlichen Temperaturen bringen leider auch jede Menge Ungeziefer zum Schlüpfen. So werden unsere liebevoll umhegten Pflanzen im Garten und auf dem Balkon von allerlei Läusen und Raupen malträtiert.

Auf der Suche nach einem biologischen Pflanzenschutz wurde ich vor Jahren vom sog. Niembaum (auch „Neembaum“) verblüfft. In Afrika wird dieser als „Dorflinde“ verehrt, seit man entdeckt hatte, dass Heuschreckenschwärme einen großen Bogen um ihn machen. Grund: Seine Inhaltsstoffe verderben pflanzenfressenden Schmarotzern den Appetit oder nehmen Einfluss auf das Hormonsystem, wodurch die Vermehrung unterbunden wird.

Im Gegensatz zur chemischen Keule werden also die fleischfressenden Nützlinge, wie zum Beispiel Marienkäfer, verschont. Für den Menschen ist Niem ohnehin völlig unschädlich.

Hier das Rezept: 5 ml Niemöl im Wasserbad leicht erwärmen und mit 2 ml Spülmittel vermengen. In 1 Liter Wasser verrühren, fertig (Noch schneller geht’s übrigens mit fertigen Niemöl-Emulgator-Produkten). In eine Sprühflasche füllen und die befallenen Pflanzen wöchentlich einsprühen.

Mein Tipp: Ein zusätzlicher Teelöffel Natron verstärkt die Wirkung bei Blattläusen und Mehltau.

Ihr Jean Pütz

Ausgabe 2/16 Sanitätshaus Umschau