Fitness für den Darm: Probiotischer Joghurt selbstgemacht

Liebe Leserinnen und Leser meiner Homepage,

kaum ein anderes Thema begeistert die Zuschauer meiner Pützmunter-Show  derart, wie die Herstellung von selbstgemachtem Joghurt. Das belegen auch die vielen Anfragen die mich z.B. über Facebook und dem Gästebuch erreichen.
Ich habe mich deshalb entschlossen, sämtliche Infos über Rezeptur und Ausrüstung an dieser Stelle zu erläutern.

Als Pollenallergiker sehe ich dem Frühling inzwischen gelassen entgegen. Der Grund: Seit fast 40 Jahren steht der  regelmäßige Verzehr von probiotischem Joghurt im Mittelpunkt meines Frühstücks.
Im Joghurt sind spezielle Milchsäurebakterien enthalten, die der aggressiven Magensäure widerstehen können und so unbeschadet in den Darm gelangen. Dort verbessern sie die für das Immunsystem so wichtige Darmflora. Täglicher Verzehr von ca. 300 ml hilft nicht nur bei Allergien, es hält auch Krankheitserreger in Schach und die Verdauung auf Trab.

Erste Studien mit COVID-19- Patienten weisen sogar darauf hin, dass sich bei regelmäßigem Verzehr von probiotischen Lebensmitteln Magen-Darm-Beschwerden bessern können.

Selbermachen lohnt sich besonders, weil handelsübliche Produkte meist überzuckert, aromatisiert und viel zu teuer sind. Außerdem gibt es Inzwischen erschwingliche Joghurtbereiter (s. Bezugsquellen) und Milchsäurebakterien.

Zunächst wird 1 Liter H-Milch auf ca. 38°C (z.B. in der Mikrowelle) erhitzt. H-Milch wurde kurzzeitig ultrahocherhitzt und ist nahezu keimfrei. Da hinein wird eine kleine Messerspitze probiotisches Joghurt-Ferment eingerührt. Man bekommt es z.B. in Bioläden und Apotheken und besteht meist aus Laktobazillen und Bifidobakterien.

Zum Fermentieren wird die „beimpfte“ Milch nun in einem 1-Liter-Joghurtbereiter 12 Stunden warm gehalten. Empfehlenswert sind die Geräte von „Rosenstein & Söhne“ (pearl) und „Rommelsbacher“.
Das Modell von „Rosenstein & Söhne“ ist ein Leichtgewicht und darf deshalb auf Reisen nicht fehlen.

 

 

 

 

Bei der Fermentation wird übrigens der Milchzucker zur Milchsäure restlos vergoren. Deshalb ist dieser Joghurt auch für Lactoseintolerante wie mich, hervorragend geeignet. Mit Früchten und Müsli ergänzen.

Mein Tipp: Werden in die Milch noch zwei Esslöffel Magermilchpulver eingerührt, wird der Joghurt besonders cremig und stichfest.

Ihr Jean Pütz