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Weltweite Dominanz Chinas von Produktion und Anwendung der Photovoltaik – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Das hat Deutschland verpasst, anfangs führend in der Produktion von Solar-Paneele, z. B. durch Solarworld, hat die Politik völlig versagt. Die Technologie landete fast kostenlos nach China, weil keiner gemerkt hat, dass die extremen staatlichen Subventionen in diese  Zukunftstechnologie der deutschen Industrie sämtlich Wettbewerbsfähigkeit genommen hat. Die Chinesen haben den deutschen und europäischen Markt mit ihren preiswerten Paneelen überschwemmt. Jetzt muss Deutschland 90% der Photovoltaik – basierend auf Silizium – importieren.

Ich hoffe, dass die in Deutschland entwickelte, sehr aussichtsreiche Technologie des sogenannten Perowskit mit wesentlich höheren Wirkungsgraden dieses Mal nicht verpasst wird und die Großindustrielle Produktion in der Priorität gefördert wird. Perowskit-Paneele kommen ohne mono- und polykristallines Silizium und sind daher erheblich preiswerter herzustellen. Auch hier ist Deutschland wieder führend in der Technologie.

Lesen Sie dazu einen Auszug aus ‚The Pioneer Briefing‘ von Gabor Steingart

Jean Pütz

China führt in der Solarindustrie

Diese Weltmarktposition ist hart erarbeitet. Das Land gab allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 rund 41 Milliarden Dollar für große Solarprojekte aus. 173 Prozent mehr als im Vorjahr.

Deutschland selbst war einst auf dem Weg zu einer führenden Photovoltaik-Industrie, heute bezieht es 95 Prozent der Solaranlagen aus China. Der weltweite Anteil Chinas an der Produktion von Solarmodulen beträgt inzwischen über 70 Prozent, heißt es in einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA).

Dabei exportiert China nicht nur, sondern ist selbst zum Boom-Markt für Photovoltaik geworden. Von null auf 300 Gigawatt installierter Leistung in 15 Jahren. Europa kommt nur auf gut 140 Gigawatt, wovon 40 Prozent in Deutschland stehen.

Denkender Mensch – wie kam es dazu

(IDIV) – Amsterdam/Leipzig/Jena. In Jäger- und Sammlergesellschaftenbilden bereits Kinder geschlechtsspezifische Fähigkeiten zurNahrungssuche aus, um besondere Nahrung verfügbar zu machen. DieseErrungenschaft sowie das Teilen von Nahrung könnte es der menschlichenSpezies ermöglicht haben, ein wesentlich größeres Gehirn zuentwickeln als unsere nächsten lebenden Verwandten. Zu diesem Schlusskommen Forschende der Universität Amsterdam (UvA), des DeutschenZentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), desMax-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, desHelmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und derFriedrich-Schiller-Universität Jena. Eine stabilere Energie- undNährstoffversorgung könnte eine größere Investition indas Gehirn ermöglicht haben. Die Studie wurde in der ZeitschriftFrontiers in Ecology and Evolutionveröffentlicht.

Die Gehirne von Menschen sind dreimal so groß wie die andererPrimatenarten. Es wird angenommen, dass eine vielfältige, hochwertigeErnährung und eine lange Kindheit mit ausreichend Zeit zum Erlernenkomplexer Fähigkeiten zum Nahrungserwerb wichtige evolutionäreFaktoren für unsere großen Gehirne sind. Im Gegensatz zu anderenPrimaten zeichnet sich die menschliche Ernährung durch einegroße Vielfalt an hochwertigen und schwer zu beschaffendenNahrungsmitteln aus, wie etwa Fleisch, Fisch und Raupen sowie unterirdischeKnollen oder viele Arten von Nüssen. Um diese zu sammeln zukönnen, bedarf es komplexer Fähigkeiten zur Nahrungssuche, dievermutlich schon im frühen Alter entwickelt werden.

Um besser zu verstehen, wie der Mensch diese Fähigkeiten erlernt,begleitete das internationale Forscherteam ein Jahr lang 27 Kinder einermodernen Sammlergesellschaft in der Republik Kongo. Die BaYaka beginnenbereits im Alter von fünf Jahren mit der selbstständigenNahrungssuche in Gruppen von Gleichaltrigen. Die Forschenden untersuchtendie Methoden der Kinder bei der Nahrungssuche, die Zusammensetzung ihrerNahrung und ihr Wissen über die Pflanzenwelt auf ihren täglichenAusflügen. Neben der Beobachtung des Verhaltens führten sie auchNährwertanalysen der gesammelten Nahrung durch. Zu diesem Zweckarbeiteten die Forscher interdisziplinär mit einem Botaniker undkognitiven Verhaltensökologen der Universitäten Leiden undAmsterdam, chemischen Ökologen des iDiv, der Universität Jena unddes UFZ, Anthropologen des Max-Planck-Instituts für evolutionäreAnthropologie in Leipzig und Ernährungsökologen des CharlesPerkins Centre der Universität Sydney zusammen. Die Feldarbeit ergabeinen einzigartigen Datensatz mit 798 Stunden Beobachtung.

Die BaYaka-Kinder verbrachten ein Drittel ihrer Zeit mit der Suche undBeschaffung von Nahrung. Die Hälfte davon suchten sie unabhängigvon Erwachsenen und zeigten ein hohes Maß an Selbstständigkeit.„Ich war beeindruckt, wie geschickt die Kinder schon in einem sehrjungen Alter waren“, sagt Jorin Veen, Erstautor der Studie, der dieseUntersuchung im Rahmen seiner Masterarbeit an der UvA durchgeführthat. „Der Großteil der Nahrung waren Fallfrüchte, Samenund Knollen, aber die Kinder kletterten auch auf 40 Meter hohe Bäume,um Honig oder Früchte zu sammeln, was mitunter sehr riskant seinkann.“

Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen

Die Ergebnisse zeigten eine früh einsetzende Spezialisierung beider Nahrungssuche. Gruppen mit mehr Jungen ernährten sich eher vonFrüchten und Samen, was oft riskante Kletterkünste erfordert,während Gruppen mit mehr Mädchen eher Knollen sammelten.„Die Knollen zu sammeln erfordert außergewöhnlicheGrabungsfähigkeiten, da die Liane, die zu den unterirdischen Knollenführt, nicht leicht zu erkennen und zu verfolgen ist“,erklärt Prof. Karline Janmaat, Betreuerin der Erstautorin undForscherin am Institut für Biodiversität undÖkosystemdynamik der UvA. „Diese frühegeschlechtsspezifische Spezialisierung der Fähigkeiten zurNahrungssuche in Verbindung mit dem hohen Grad an Nahrungsaustausch inJäger- und Sammlergesellschaften ermöglicht der menschlichenSpezies wahrscheinlich eine stabilere Energie- und Nährstoffversorgung– und die könnte es uns letztlich ermöglicht haben, uns einwesentlich größeres Gehirn zu leisten als andrePrimaten.“

„Unsere Analysen ergaben, dass vor allem die Früchte, die 40Prozent der Ernährung der Kinder ausmachten, im Vergleich zu anderenpflanzlichen Nahrungsmitteln mehr Zucker, vor allem Glukose und Fruktose,enthielten“, sagt Mitautorin Prof. Nicole van Dam. „KeinWunder, dass sie sich so sehr bemühten, sie zu beschaffen.“ Van Dam, die die chemischen Analysen betreute, war bis Oktober 2022Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare Interaktionsökologie am iDiv.Danach übernahm sie die Leitung des Leibniz-Instituts fürGemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren und hältgleichzeitig ihre Professur an der Universität Jena.

Diese Forschung wurde u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft(DFG; FZT-118) finanziert.
Sebastian Tilch

 

Kochsalz und Immunsystem

(MDC) – Wer zu viel Salz isst, schwächt die Energieversorgung von regulatorischen T-Zellen. Das kann sich auf Autoimmunität auswirken, berichtet ein internationales Team – darunter Dominik Müller – in „Cell Metabolism“. Denn wenn sie lahm gelegt sind, können Immunreaktionen aus dem Ruder laufen.

Eine salzreiche Ernährung, wie sie in vielen westlichen Gesellschaften üblich ist, beeinträchtigt nicht nur den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System. Sie kann auch negative Auswirkungen auf die Regulation des Immunsystems haben. Denn Salz bremst regulatorische T-Zellen aus, indem es ihren Energie-Metabolismus verschlechtert. Das berichtet ein internationales Forschungsteam, koordiniert von Wissenschaftler*innen des VIB Center für Entzündungsforschung und der Universität Hasselt in Belgien und dem Max Delbrück Center in Berlin im Fachmagazin „Cell Metabolism“. Die Ergebnisse könnten die Erforschung von Autoimmun- und kardiovaskulären Erkrankungen voranbringen.

Bereits vor einigen Jahren hat das belgisch-deutsche Team gezeigt, dass zu viel Salz in unserer Ernährung den Stoffwechsel und die Energiebilanz bestimmter Zellen des angeborenen Immunsystem negativ beeinflussen kann. Monozyten oder Makrophagen funktionieren dann nicht mehr richtig, weil Salz die Kraftwerke unserer Zellen schwächt, die Mitochondrien. Beteiligt an den Studien waren Professor Dominik Müller vom Max Delbrück Center und Experimental and Clinical Research Center, einer gemeinsamen Einrichtung von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max Delbrück Center, sowie Professor Markus Kleinewietfeld vom VIB Center für Entzündungsforschung und der Universität Hasselt in Belgien und ihre Kolleg*innen. Nun fragten sich die Forschungsgruppen, ob übermäßiger Salzkonsum bei Zellen des adaptiven Immunsystems wie den regulatorischen T-Zellen ein ähnliches Problem auslösen könnte.

 

Wichtige Immunregulatoren

Regulatorische T-Zellen, kurz Tregs genannt, sind ein wesentlicher Bestandteil des adaptiven Immunsystems. Sie erhalten das Gleichgewicht zwischen normaler Funktion und überschießender Entzündung. Manchmal werden sie als „Immunpolizei“ beschrieben, weil sie Übeltäter wie etwa aggressive Immunzellen, die sich gegen den eigenen Körper richten, in Schach halten. Sie sorgen dafür, dass Immunreaktionen kontrolliert ablaufen – ohne den Organismus zu schädigen.Eine Fehlfunktion der Tregs könnte dazu führen, dass sich Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose entwickeln. Erst kürzlich haben Wissenschaftler*innen gezeigt, dass die Mitochondrien der Tregs bei betroffenen Patient*innen schlechter arbeiten. Die Ursachen blieben jedoch unklar.

„Die Beobachtungen bei Autoimmunpatient*innen und unsere Ergebnisse, dass Salz die Funktion der Mitochondrien bei Monozyten und Makrophagen einschränkt, waren unser Ausgangspunkt. Wir haben wir uns gefragt, ob ähnliche Probleme in den Tregs gesunder Proband*innen auftreten können“, sagt Müller, Leiter der Arbeitsgruppe „Hypertonie-vermittelter Endorganschaden“ am Max Delbrück Center und am ECRC.

Aus früheren Untersuchungen geht zudem hervor, dass zu viel Salz die Treg-Funktion beeinträchtigen könnte, indem es einen autoimmunähnlichen Phänotyp hervorruft. Mit anderen Worten: Zu viel Salz lässt die Treg-Zellen eher wie diejenigen aussehen, die an Autoimmunerkrankungen beteiligt sind. Wie genau Salz die Treg-Funktionen beeinträchtigt, war jedoch noch nicht bekannt.

Salz stört die Zellkraftwerke der Tregs

Die aktuelle internationale Studie unter der Leitung von Kleinewietfeld und Müller mit den Erstautor*innen Dr. Beatriz Côrte-Real und Dr. Ibrahim Hamad – beide arbeiten am VIB-Zentrum für Entzündungsforschung und an der Universität Hasselt in Belgien – hat nun nachgewiesen: Salz stört die Treg-Funktion, indem es die Energieerzeugung in Mitochondrien hemmt und den zellulären Stoffwechsel verändert. Das Problem der Zellkraftwerke ist offenbar der erste Schritt, wie Salz die Treg-Funktion stört und zu Veränderungen in der Genexpression führt – ähnlich wie bei dysfunktionalen Tregs bei Autoimmunerkrankungen.

Selbst wenn die Mitochondrienfunktion nur kurz unterbrochen wurde, hatte dies in verschiedenen Versuchsmodellen langanhaltende Folgen für die Leistungsfähigkeit und die immunregulierende Kapazität der Tregs. Die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Salz möglicherweise zu Fehlfunktionen der Tregs bei verschiedenen Krankheiten beiträgt. Das muss allerdings in weiteren Studien bestätigt werden.

„Die Faktoren und die molekularen Mechanismen besser zu verstehen, die zur Fehlfunktion der Tregs bei Autoimmunität beitragen, ist eine zentrale Frage auf diesem Gebiet. Da Tregs auch bei Krankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen, könnte die Aufklärung solcher durch Salz ausgelösten Effekte neuartige Ansätze eröffnen, um die Treg-Funktion bei verschiedenen Krankheiten zu verändern“, sagt Kleinewietfeld, der das VIB-Labor für Translationale Immunmodulation leitet. „Es sind jedoch noch weitere Studien erforderlich, um die molekularen Mechanismen genauer zu verstehen und ihre potenziellen Zusammenhänge mit Krankheiten zu ergründen.“

Wo Wasserstoffproduktion für Deutschland?

(FOCUS) – Eine Million Tonnen Wasserstoff ließen sich künftig vor Deutschland an Windrädern in der Nordsee Haustür herstellen. Mehr als 100 deutsche Unternehmen haben sich zu diesem ehrgeizigen Plan zusammengetan und wollen mehr als 10 Milliarden Euro investieren.

Wasserstoff wird, da sind sich Wissenschaftler wie Politiker einig, eine der Säulen einer künftig klimafreundlicheren Wirtschaft werden. Die Bundesregierung hat dazu 2020 eine nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Diese unterliegt einer Farbenlehre. Wenngleich Wasserstoff selbst immer ein farbloses Gas ist, will die Regierung vor allem grünen Wasserstoff fördern. So wird derjenige genannt, welcher mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird.

Um an genug grünen Wasserstoff zu gelangen, hat Deutschland Partnerschaften geschlossen. Der Rohstoff soll etwa aus Australien, Neuseeland, Kanada und vielen afrikanischen Ländern wie Namibia, dem Kongo, Südafrika und Angola. Der Vorteil dieser Länder ist, dass sie große Flächen für erneuerbare Energien wie Photovoltaikanlagen und Windräder bieten, sowie Zugang zu (Meer-)Wasser. Das sind exakt die einzigen beiden Rohstoffe, die für die Herstellung von grünem Wasserstoff benötigt werden.

Doch für ideale Voraussetzungen muss man gar nicht weit in die Ferne schweifen. „Was Saudi-Arabien mit Öl hat, das haben wir in der Nordsee“, sagt Urs Wahl und meint damit: Ideale Bedingungen und nahezu unerschöpfliche Reserven. Er ist Sprecher des Netzwerkes AquaVentus. In ihm haben sich mehr als 100 deutsche Unternehmen zusammengeschlossen, um grünen Wasserstoff in der Nordsee zu produzieren und per Pipeline an die Küste zu liefern.

Eine Million Tonnen Wasserstoff aus der Nordsee

Technisch funktioniert das mit einer Methode, die sich „Wind-to-Hydrogen“ nennt. Dazu werden Offshore-Windräder im Meer aufgestellt, an deren Fuß eine Entsalzungsanlage für Meerwasser sowie ein Elektrolyseur angebracht ist. Der kann mit dem Strom aus dem Windrad das Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff spalten. Als Abgas entsteht dabei nur der Sauerstoff, der vor Ort einfach in die Luft entlassen werden kann. Die Windräder sind zudem an eine Sammelpipeline angeschlossen, die den Wasserstoff sofort an die Küste transportiert. Dort kann die in ihm gespeicherte Energie dann genutzt werden. „Grüner kann der Wasserstoff gar nicht mehr sein“, sagt Wahl schwärmend.

Erster Abnehmer für Wasserstoff aus der Nordsee wären die Stahl- und die Chemieindustrie. Hochöfen mit Strom zu betreiben, wäre viel zu aufwändig und teuer. Mit Wasserstoff lassen sich die hohen Temperaturen, die heute noch meist mit Erdgas erzeugt werden, auch klimafreundlich halten. Die Salzgitter AG hat für ihre Werke in der gleichnamigen niedersächsischen Stadt deswegen zum Beispiel schon 2020 einen eigenen Windpark mit sieben Anlagen gebaut, um eigenen grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Das Potenzial in der Nordsee wäre ungleich höher. AquaVentus rechnet damit, ab 2035 rund zehn Gigawatt Leistung installiert zu haben. Das ist mehr als alle Offshore-Windräder Deutschlands heute besitzen. Mehr als 700 Anlagen wären dafür notwendig, sie sollen dann rund eine Million Tonnen grünen Wasserstoff im Jahr liefern. Überschüssigen Strom aus den Windrädern gäbe es dabei nicht, alles würde sofort in die Wasserstoff-Produktion fließen. Zwar braucht Deutschland nach Berechnungen von Experten wesentlich mehr als eine Million Tonnen Wasserstoff in der Zukunft, aber die Windräder aus der Nordsee könnten einen wichtigen Beitrag liefern. Zum Vergleich: Deutschlands Stahlbranche soll nach Berechnungen der Bundesregierung 2050 einen Bedarf von 2,2 Millionen Tonnen Wasserstoff haben. Mit 5,5 Millionen Tonnen ließe sich schon die gesamte europäische Stahlindustrie auf den klimafreundlichen Rohstoff umstellen.

Prototyp entsteht bis 2025 vor Helgoland

Wind-to-Hydrogen in der Nordsee hätte dabei noch zwei weitere Vorteile: Erstens würden die Windparks dafür wohl im so genannten „Entenschnabel“ aufgestellt. Das ist ein Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands, der schnabelartig herausragt. Er liegt rund 300 Kilometer von der Küste entfernt. Windräder zur Stromproduktion würden sich hier nicht rentieren, weil die Verkabelung über eine solche Distanz zu teuer ist. Eine Pipeline für Wasserstoff lässt sich jedoch einfacher verlegen. Das führt zum zweiten Vorteil: Die Produktion im Entenschnabel würde sich selbst mit Strom versorgen, es wären keine Kapazitäten notwendig, die eigentlich für die allgemeine Stromversorgung Deutschlands gedacht sind.

Noch ist all das aber Zukunftsmusik. Das AquaVentus-Netzwerk, dem unter anderem auch Energieriesen wie RWE und Maschinenbauer wie Siemens Energy angehören, hat sich 2020 auch deswegen gebildet, um verschiedene Konzepte zu entwickeln und sich darüber auszutauschen. Zwar ist die Technik an sich bekannt und banal, muss aber auch optimiert werden. „Wir müssen auf jeden Fall wettbewerbsfähig zu anderen Technologien sein“, sagt Wahl und meint damit vor allem den Preis. Grüner Wasserstoff aus der Nordsee wird sich am Ende nicht über Heimatverbundenheit, sondern einzig über den Preis verkaufen.

Verbrenner-Aus & die Folgen

(Pioneer) – Das EU-Parlament hat abgestimmt: Ab 2035 dürfen in der EU nur noch CO2-neutrale Pkw und Kleintransporter zugelassen werden. In anderen Worten: Die Zulassung von Verbrennern wird ab dann verboten. 340 Parlamentsmitglieder stimmten dafür, 279 dagegen. Der Beschluss soll 2026 allerdings noch mal geprüft werden.

Das Gesetz gilt nur für Neuwagen ab dem 1. Januar 2035. Sofern es sich nicht um die Erstzulassung handelt, dürfen diese auch nach diesem Tag weiter verkauft werden.

SPD und Grüne zeigten sich über das besiegelte Verbrenner-Aus zufrieden. Der EU-Grünen-Abgeordnete Michael Bloss erklärt:

Die FDP hatte sich dafür eingesetzt, dass mit E-Fuels angetriebene Verbrenner durch den Beschluss nicht mit ausgeschlossen werden – die EU möchte das nun prüfen. Manfred Weber, Chef der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, kritisierte das Ende des Verbrennungsmotors:

Zu beachten ist: Diese aus den Büros der EU-Kommission gesteuerte Entwicklung spiegelt nicht die Lebensrealität der deutschen Bevölkerung wider. Laut einer aktuellen Studie des Allensbach-Instituts halten nur 22 Prozent der Bevölkerung die Umstellung auf Elektroautos in den kommenden zehn Jahren für wünschenswert.

Für 72 Prozent der Deutschen ist das Auto an sich unverzichtbar, aber für nur 23 Prozent kommt ein E-Auto überhaupt in Betracht. Sie seien zu teuer, der Ladevorgang zu kompliziert und auch an ihrer Umweltbilanz wird gezweifelt.

 

Der karnevalistische Fußabdruck von Jean Pütz

Als ich das Licht der Welt erblickte, war mein Vater in der Karnevalssession 1936/1937 im Kölner Dreigestirn die Jungfrau Josefa. Damit bin ich einer der wenigen Männer, die von einer Jungfrau geboren wurden.

Hier der Link der damaligen Proklamation

Er war vor dem zweiten Weltkrieg der letzte Mann, der diese Rolle ausüben konnte. Danach wurde sie von Frauen übernommen, da Hitler der Meinung war, dass diese Verkörperung von Männern als Frau ekelhaft sei. Wir überlebten den Krieg, aber mein Vater verlor seine damalige Existenzgrundlage als Bierbrauer. Die Familie zog in die Heimat meiner Mutter nach Luxemburg. Aber Köln wurde nie vergessen.

So kam ich 1956 nach Köln zurück an die Nikolaus-Otto-Ingenieurschule und machte dort meinen Diplomingenieur für Starkstrom- und Nachrichtentechnik. Hier bekam ich meine erste Ehrung, und zwar wurde ich Ehrenmitglied bei der Ehrengarde Köln und musste meinem Vater stets darüber berichten. 1987 wurde mein Vater von der Ehrengarde eingeladen zum Jubiläum seiner 50jährigen Jungfrauenschaft. Er durfte mit dem Dreigestirn den Rosenmontagszug erleben. Er behauptete, das wäre die schönste Zeit seines Lebens gewesen. Dies verdankte er vor allen Dingen dem Präsidenten Friedel Haumann. Alle Achtung.

1960 bis 1968 vervollständigte ich mein Studium an der Universität zu Köln. Ich wurde erster Vorsitzender des internationalen Studentenbundes und mir fiel auf, dass die ausländischen Studenten gerade über Karneval sich heimatlos fühlten – Stichwort ‚Integration‘. Jede Fakultät hatte einen Karnevalsball, die Mediziner-, die Juristen-, die Philosophen-, die WiSo-Fakultät. Also entschieden sich meine Mitglieder einen Ball speziell für die karnevalistische Verständigung mit den ausländischen Studenten ins Leben zu rufen. Wir nannten ihn  „Ko Ka In“- Ball. Eine Abkürzung von „Koelner Karneval International“. Ich wurde zum Präsidenten ernannt, der Ball entwickelte sich zu einem Fastelovent-Event sondergleichen;. anfangs in den Satory Sälen, zweimal im Gürzenich und danach immer sonntags vor Rosenmontag in sämtlichen Räumen der Wolkenburg am Mauritiussteinweg. 1500 – 2000 Karten fanden regelmäßig reißenden Absatz. Ich musste als Präsident natürlich alle einschlägigen Karnevalslieder beherrschen und machte davon auf der Bühne auch reichlich Gebrauch ( kaum einer verließ den Saal! ). Den Ko-Ka-In-Ball gab es bis ins Jahr 2004.

Natürlich blieb der Karneval für mich eine bedeutende Jahreszeit im Jahr. Unter anderem machte ich bei den Bläck Fööss in ihrer Revue: „usjebomb und objebaut“ mit, wo ich die Gelegenheit bekam, meinen Vater postum zu ehren.

Auch professionell war ich aktiv am Kölner Karneval beteiligt. So wurde ich zum Beispiel vom WDR zweimal beauftragt die Übertragung der Rosenmontagszüge zu moderieren. Als erstes im Dritten Programm und später in der ARD. Auch für den Luxemburger Lokalsender RTL, gestaltete ich in luxemburgischer Sprache zwei Reportagen, um den Kölner Karneval auch in LUX ins rechte Licht zu setzen.

Meine Ehrungen begrenzten sich nicht nur auf Köln.

Ich wurde zum Beispiel mehrfach zum Dr. humoris causa ernannt, zum Beispiel im hessischen Nidder und in Lippstadt (NRW). In Recklinghausen erhielt ich die silberne Ente, in Ratingen bekam ich den Itterorden und wurde mit einem schweren Schwert zum Ritter geschlagen, in Wuppertal den Ehrenpreis der Prinzengarde.

Aber auch der höchste Orden des Rheinischen Karnevals, der sog. Goldenden Narr aller Rheinischen Karnevalsgesellschaften wurde mir 2016 verliehen, ein Jahr vor Hans Süper, der leider im vorigen Jahr (2022) viel zu früh verstorbenen. Ich bekam die Ehre, die Laudatio für ihn zu halten – ein Highlight meiner karnevalistischen Karriere.

Auch Düsseldorf ehrte mich mit der sogenannten „karnevalistischen Reifeprüfung der Weiß-Fräcke“, im Rahmen einer großen Gala, in der ich eine Büttenrede halten musste. Lang anhaltender Applaus war mir sicher, denn ich verkündete bewusst eine Fake News: „Die Schlacht von Worringen ist unentschieden ausgegangen, ein Anlass dafür, dass wir uns als Kölner und Düsseldorfer wieder vertragen können.

Meinen größten Verdienst allerdings messe ich mir zu, dass es mir gelungen ist, meine angeheiratete italienische Familie mit Kind und Kegel definitiv an den Karneval herangeführt zu haben. Meine Ehefrau Pina, eine überzeugte Italienerin, organisierte sogar für den Ko-Ka-In-Ball eine Männerbauchtanzgruppe mit amüsanter Choreographie. Drei Jahre lang war diese Gruppe ein Highlight dieses internationalen Balls in der Kölner Wolkenburg. Das alles, um dem Ganzen ‚Nachhaltigkeit‘ zu verleihen.

Es gehört deshalb seit 20 Jahren zur Tradition, dass wir von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag im Maritim in Köln zwei bis drei Zimmer belegen, um das wilde Treiben um den Karneval hautnah mitzuerleben, inklusive Veedelszüch usw.

Ach so, da fällt mir noch ein, dass ich auch einmal den gesamten Kölner Rosenmontagszug zu Fuß, also als Fußtruppe, verkleidet als eierlegende Henne mitgemacht habe, unter der Leitung des Nestors und ehemaligen Zugleiters Alexander von Chiari. Er war der Hahn in Verbindung mit Peter Jungen, der in der Kölner Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt. Das bezeichne ich als meine ‚Kölner Reifeprüfung‘

Dr. humoris causa,
Jean Pütz

 

Die Grünen und das Problem Lützerath

Ein Bericht aus The Pioneer Briefing von Gabor Steingart

Es werden hässliche Bilder sein, die von Lützerath ausgehen. Schwer geschützte Einsatzpolizisten werden versuchen, Haus um Haus die vom Braunkohlebagger bedrohte Siedlung von Klimaaktivisten zurückzuerobern.

Die Polizisten werden dabei auch im Auftrag der Grünen Klimaaktivisten wegtragen müssen.

Lützerath wird weggebaggert werden. Das ist Teil des Deals mit dem Energiekonzern RWE, der im Gegenzug acht Jahre früher aus der Kohle aussteigen wird. Fünf Dörfer werden vor dem Abriss bewahrt. 500 Menschen bleibt die Zwangsumsiedlung erspart.

Ein Erfolg, der den Aktivisten wie eine Niederlage vorkommen muss. Lützerath ist und war das Symbol ihres Widerstands gegen die Braunkohleverstromung.

Die Aktivisten und ihre Anliegen sind Teil der DNA der Grünen. Was macht der Protest mit der Partei?

 

Das Verhandlungsergebnis sei gut und richtig, sagt Felix Banaszak, grüner Bundestagsabgeordneter und bis 2022 Landesvorsitzender der NRW-Grünen, unserem Kollegen Thorsten Denkler. Es sei aber auch kompliziert und schwer zu erklären:

 

Den Kohleausstieg um acht Jahre vorzuziehen, das ist abstrakt, das steht erstmal nur auf dem Papier. Aber der Kohlebagger an der Bruchkante, der ist real. Und eine Räumung ist eine Räumung.

 

Im Moment stimmen die Umfragen für die Grünen. Bei 22 Prozent stehen sie in NRW, im Bund bei 17 Prozent. Besser als die jeweiligen Wahlergebnisse.

Realpolitik, so scheint es, wird honoriert.

Hilft den Grünen eine Abgrenzung zu den Klimaaktivisten? Banaszak warnt, dass das zu einem „unkittbaren Bruch“ führen könnte. „Wir dürfen nicht glauben, dass wir allein mit Hyperrealismus weiterkommen.“

 

Es war Bärbel Höhn, die als erste grüne NRW-Umweltministerin in den 90er Jahren einer aufgebrachten Basis erklären musste, dass auch sie den Tagebau in Garzweiler nicht verhindern kann.

Heute sagt sie uns, der Protest damals habe ihr geholfen:

 

Ich werbe da sehr für gegenseitiges Verständnis. Wir sind abhängig voneinander. Ohne den außerparlamentarischen Druck sind Fortschritte in der Klimapolitik kaum denkbar. Ohne Umsetzung und Kompromisse in einer Regierung erreicht aber auch die Klimabewegung ihre Ziele nicht, die wir ja alle teilen.

 

Das Verhältnis zwischen Grünen und Klimaaktivisten „muss von Respekt und Anerkennung geprägt sein“, sagt Höhn.

Hubert Kleinert war Gründungsmitglied der Grünen und 1983 einer der ersten Bundestagsabgeordneten der damals jungen Partei. Er sagt:

 

Die Grünen von heute sind ein selbstverständlicher Bestandteil des etablierten parlamentarischen Systems. Die Bewegungserbschaften haben ihre Bedeutung verloren.

 

Zumal die Zeiten heute andere seien als sogar noch vor einem Jahr. „Putin diszipliniert das gesamte grüne Spektrum.“ Das sei die „paradoxe Konsequenz“ aus Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Für die Grünen in NRW aber bleiben die Proteste eine schwierige Gratwanderung.

2023/11/04: Koblenzer Nacht der Technik 2023

Die Handwerkskammer Koblenz veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Wissenschaft alljährlich im November die Koblenzer Nacht der Technik.

Am Samstag, 04. November 2023 werden von 14 Uhr bis 24 Uhr im Metall- und Technologiezentrum und den benachbarten Berufsbildungszentren der Handwerkskammer Koblenz in spannenden Shows, Vorträgen, Vorführungen und Mitmachaktionen aktuelle technische und wissenschaftliche Entwicklungen und Anwendungen präsentiert. Neben der Handwerkskammer mit ihrer vielfältigen technologischen Ausstattung und Kompetenz sind auch Partner aus der Forschung und bekannte Hightech-Unternehmen vertreten.

Für Unterhaltung sorgt Jean Pütz mit seiner deutschlandweit bekannten Pützmunter-Show. Freuen Sie sich auf zahlreiche Experimente und Haushaltstipps zum Mit- und Nachmachen.

Weitere Infos

Heinrich-Heine-Dichter und Vordenker – Mit einem Nachwort von Jean Pütz

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, Dann bin ich um den Schlaf gebracht.“

Diese Zeilen dürften die aktuellen Nächte so mancher deutscher Politiker beschreiben. Ihren Ursprung haben sie allerdings im Gedicht „Nachtgedanken“ von 1844 aus der Feder des damals im Exil lebenden Heinrich Heine.

Er drückte mit diesen Zeilen sein Unwohlsein ob der politischen und gesellschaftlichen Missstände in seinem Heimatland aus. Er benutzte dabei nicht den Amboss, sondern die leichte Feder. Im Twitter Zeitalter hätte er damit womöglich einen viralen Hit gelandet.

Heute vor 225 Jahren, also am 13. Dezember 1797, wurde Harry Heine in Düsseldorf geboren und im Geist der jüdischen Aufklärung erzogen. 1825 ließ er sich protestantisch taufen und gab sich den Namen Heinrich, womit er sich bessere Einstellungschancen nach seinem Jurastudium erhoffte. Er widmete sich wenig später dem Schreiben als Schriftsteller, Dichter und Journalist.

Heine gilt als Vertreter und Überwinder der Romantik, beschrieb sich selbst als „entlaufenen Romantiker“. In seiner Jugend verfasste er vorrangig Gedichte über die unerfüllte Liebe, wobei er – anders als die meisten Dichter und Journalisten, auch die heutigen – ein fruchtbares Verhältnis zur Ironie entwickelte. Er war komisch, aber nicht lustig. Er war ernst, aber nicht verbissen.

Er beherrschte die Sprache derart virtuos, dass man im wörtlichsten aller Sinne von Kunstfertigkeit sprechen kann.

In seinem Gedicht „Das Fräulein stand am Meere“ parodierte er das Heiligste der damaligen Romantiker, den Sonnenuntergang am Meer.

„Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein, sei’n sie munter,
Das ist ein altes Stück:
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück.“

Meine persönliche Bemerkung:

Heinrich Heine – Gedanken zum 225. Geburtstag

 

Mein persönlicher Ansatz:
Es gibt wenige Gedichte, die mich in meiner Jugend sehr beeindruckt haben. Wir – meine Familie und ich – hatten den Krieg mit schrecklichen Erlebnissen überstanden. Ich war gerade 10 Jahre alt und desozialisiert: der Hunger, keine Wohnung, aber wir hatten einen Ausweg, mein Luxemburg. Die Verbrechen der Nazis waren dort in Hass umgeschlagen, ich begriff zum ersten Mal, was Politik bedeutet und verstand nicht, wie ein zivilisiertes Volk einem Psychopaten wie Hitler überhaupt die Macht übertragen konnte. Menschenrechte ade, und alles brach in mir zusammen.

Hinzu kam die Pubertät, die den Pessimismus in mir verstärkte. Ein Ausweg war die Flucht in die Welt der Bücher. Ich gestehe ehrlich, dass mich ein Schriftsteller wie Karl May sehr beeindruckt hat. Als ich diese Phase überwunden hatte, waren es drei Poeten, die mich erlösten: z. B. Erich Kästner mit seinen Büchern für Erwachsene. Besonders ein Gedichtband baute mich auf, den ich heute noch jedem empfehlen kann. Es strotzt von Lebensweisheit und einer Art Ironie, die aus der Ohnmacht geboren war: „Der Gegenwart ins Gästebuch“. Heute würde sein Gedicht: ‚Die sogenannten Klassefrauen‘ auf Empörung und Verachtung stoßen, aber mir hat es in der Pubertät sehr geholfen.

Es hat mein Frauenbild auf realistische Säulen gestellt. Ich war zu sehr Romantiker. Aber diese Phase zu genießen kann ich nur jedem empfehlen.

Dann war es Heinrich Heine, der mich enorm beeinflusste. Auch er begann seine Gedichte mit romantischen Schwärmereien, um dann der Realität Tribut zollen zu müssen. Heute holt es mich im hohen Alter wieder ein. Wenn ich an der Loreley vorbei fahre, denke ich immer an sein Gedicht und das daraus resultierende Lied: ‚Ich weiß nicht, was soll es bedeuten‘, seitdem geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Auch die Melodie quält mich immer noch. Doch besonders beeindruckt hat mich sein Gedicht: ‚Denk ich an Deutschland in der Nacht, so werd‘ ich um den Schlaf gebracht‘.

Wie sich die Zeiten gleichen.

Dann gab es noch einen dritten Schriftsteller. Kurt Tucholsky brachte mir nachdenklichen Humor bei. Manchmal versetze ich mich in seine Situation, als man seine Bücher verbrannte. Wie glücklich können wir uns heute schätzen, dass wir in einer nicht idealen Demokratie leben, aber wir müssen unsere Meinung nicht verstecken, wie die damaligen Schriftsteller, inkl. Heinrich Heine, der ähnliches erlebte. Wie schrecklich muss es seinerzeit für diese Schriftsteller gewesen sein, ihre Erkenntnisse vom Untergang Deutschlands tief in sich vergraben zu müssen und den Mund zu halten, denn sonst landeten sie im KZ. Das ist einer der Gründe, weshalb ich auch im hohen Alter meine recherchierte Kritik offen zur Kenntnis gebe, egal wo ich bin. Ich danke meinen Vorgesetzten insbesondere im WDR, die mich nie gezwungen haben, etwas gegen meine

Überzeugung zu veröffentlichen und mir freie Hand gaben in der Wahl meiner Themen. Vielleicht waren deshalb viele meiner Themen der Zeit um 20 Jahre voraus. Heinrich Heine hat mir den Weg gewiesen,

Danke Jean Pütz

„Die letzte Generation“ Wie geht’s weiter mit der Klimarettung ?

Haben diese Aktivisten Recht ?

Auch diese jungen Menschen sind genau so wie Friday-for-Future auf die Verheißungen der Politik hereingefallen, d.h. auf die Versprechungen, die in Weltklimakonferenzen geleistet werden. Deutschland und Europa scheinen „allein auf weiter Flur“. Es wird Zeit, dass wir die Naturgesetze zu Rate ziehen, denn es helfen nur noch objektiver Sachverstand und soziologische Basiskenntnisse.

Das Gerede in vielen Talkshows führt nicht weiter und auch die Politiker sind mangels Grundkenntnissen in Naturwissenschaft völlig überfordert. Auch die Wissenschaft ist sich uneins. Es werden zwar unglaublich hohe staatliche Fördergelder vergeben, aber dies fördert „Political correctness“ und ein „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“. Die Forschung für alles und nichts muss sich auf realistische und wirtschaftliche Möglichkeiten konzentrieren. Dazu dieser – mein Beitrag. Beachten Sie vor allen Dingen auch die meine Thesen unterstützenden Links.

Nur ganz kurz: Das aus solarem Wasserstoff gewonnene grüne Methanol kann realistische Klimarettung aus dem Nirwana in die Realität führen. Voraussetzung: globale Erzeugung in den vielen Ländern, die sich bisher den auf den Weltklimakonferenzen gesetzten Zielen und Grenzwerten entziehen. Ohne SIE keine Reduzierung der Welttemperatur.

Übrigens, eine totale Dekarbonisierung, d.h. CO2 völlig zu verdammen, ist genauso für die Umsetzung der Ziele schädlich. Viel besser wäre eine mögliche Reduzierung um mindestens 90 bis 95%. Das ist jetzt schon realistisch umsetzbar ohne die extremen Kosten in eine Wasserstoff-Infrastruktur. Methanol macht’s möglich.

Hier nun die angesprochenen Links:

1) Wirtschaftliche, entwicklungspolitische und ökologische Vorteile von grünem Methanol

2) Zum Thema „preiswerte Abscheidung von Kohlendioxid aus Abgasen“, ist unbedingt erforderlich um aus Wasserstoff Methanol zu gewinnen.
Premiere für CO2 freies Kraftwerk, eine Möglichkeit CO2 aus dem Abgas herauszufiltern. 

3) Die Möglichkeiten des Grünen Methanols können auch den gesamten Verkehrssektor revolutionieren

Folge 277: Der Vernunft eine Chance

Hier geht’s zum Video