Alle Beiträge von Balu

Lebensstil kann Grauen Star beeinflussen

Lebensstil kann Grauen Star beeinflussen:
Diabetes, Rauchen und Übergewicht trüben die Augenlinse

München
– Fast zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Grauem
Star. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Zigarettenrauch
und starkes Übergewicht sind wichtige Risikofaktoren, die die Trübung
der Augenlinse beschleunigen bis schließlich eine Operation nötig wird.
Patienten mit einem beginnenden Grauen Star müssen über diese
Risikofaktoren aufgeklärt und bei der Umsetzung eines gesünderen
Lebensstils unterstützt werden, fordern Experten der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Nach
Schätzung der DOG müssen Augenärzte in Deutschland mindestens 800 000
Augen pro Jahr wegen eines Grauen Stars operieren. Damit ist der
Linsenaustausch der häufigste Eingriff hierzulande. Experten berechnen
die Kosten für das Gesundheitssystem mit über 600 Millionen Euro pro
Jahr (1). „Der Graue Star ist eine echte Volkskrankheit und der
häufigste Grund für Sehbehinderung weltweit“, sagt DOG-Präsident
Professor Dr. med. Thomas Kohnen. „Genetische Faktoren und
Umwelteinflüsse spielen bei der Krankheitsentstehung eine Rolle, wie wir
heute wissen“, so Kohnen weiter. Diese Zusammenhänge müssten weiter
erforscht werden.

Eine
leichte Trübung der Augenlinse ab dem 60. Lebensjahr sei eine ganz
normale Alterserscheinung, sagt Kohnen, der die Klinik für
Augenheilkunde am Universitätsklinikum Frankfurt leitet. „Erst wenn sich
die Trübung so verstärkt, dass sie das Sehen stark beeinträchtigt, muss
die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt werden.“ Studien
deuten darauf hin, dass der Lebensstil, zum Beispiel Ernährung und
körperliche Aktivität einen Einfluss darauf hat, wie schnell die Trübung
voranschreitet. So identifizierte eine englische Kohorten-Studie (2) im
vergangenen Sommer die Stoffwechselerkrankung Diabetes als einen
bedeutenden Risikofaktor bei Frauen nach den Wechseljahren. Bei
Studienteilnehmerinnen, die unter Diabetes mellitus litten, war das
Risiko wegen eines Grauen Stars operiert zu werden dreimal größer als
bei gesunden Probandinnen. Rauchen erhöhte dieses Risiko um 26 Prozent;
starkes Übergewicht (BMI>30) um zwölf Prozent.

„Diese
Ergebnisse zeigen einmal mehr wie wichtig es ist, dass wir als
Augenärzte Patienten darüber aufklären, wie sie selbst dazu beitragen
können, das Fortschreiten eines Grauen Stars zu vermeiden“, sagt
Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Mediensprecher der DOG. So sollte
bei Menschen mit Diabetes auch zum Schutz der Augen der Blutzucker stets
gut eingestellt sein. Der Verzicht auf Zigaretten wiederum schützt
gleichzeitig vor Erkrankungen der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems.
Auch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung
können die Augen gesund halten (3).

Fettleibigen Menschen wird Therapie oftmals vorenthalten

Viszeralmedizin 2016

Fettleibigen Menschen wird wirksame Therapie oftmals vorenthalten

Hamburg/Berlin
– Adipositas ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit – so
zumindest definiert sie die WHO. Anders jedoch als in europäischen
Nachbarstaaten bleibt Betroffenen in Deutschland eine Versorgung nach
medizinisch-wissenschaftlichem Standard oftmals versagt. Denn die
nachgewiesenermaßen wirksamste Form der Therapie – ein
adipositas-chirurgischer Eingriff – wird hierzulande selbst bei
leitliniengerechter Indikation nur nach Einzelfallprüfung und
unregelmäßig von den Krankenkassen übernommen. So treten bei den meisten
Betroffenen Folgeerkrankungen auf, durch die die Adipositas immer
schwieriger und komplexer zu behandeln wird. Krankhaft fettleibige
Menschen seien in Deutschland stigmatisiert und eklatant unterversorgt,
sagen Experten der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und
Viszeralchirurgie im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016. Sie
fordern ein Umdenken bei der Betrachtung und Behandlung der Adipositas.

Chirurgische
Maßnahmen zur Reduzierung des Übergewichts, etwa ein Magenbypass oder
die Bildung eines Schlauchmagens, empfehlen Ärzte nur bei extremer,
krankhafter Fettleibigkeit und nach Versagen oder nicht aussichtsreicher
konservativer multimodaler Therapie. Sie kommen nach aktuellen
Leitlinien ab einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 40 kg/m² in
Frage, oder ab 35 kg/m², sofern bereits schwere Folgeerkrankungen wie
Diabetes vorliegen. In Deutschland erfüllen diese Kriterien aktuell rund
zwei Millionen Menschen. Adipositaschirurgische Eingriffe wurden 2015
allerdings nur bei 9932 Betroffenen durchgeführt. In westlichen
Nachbarländern wie Frankreich, Belgien oder den Niederlanden liegen die
Eingriffszahlen im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich höher.

„Hierzulande
fehlt bedauerlicherweise die Einsicht, dass Adipositas eine Erkrankung
ist und auch so behandelt werden muss“, sagt Professor Dr. med.
Christoph-Thomas Germer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Allgemein- und Viszeralchirurgie und Kongresspräsident der
Viszeralmedizin 2016. „Derzeit sieht die Genehmigungspraxis der
gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland so aus, dass eine Behandlung
nach medizinisch-wissenschaftlichem Standard weitgehend verhindert wird –
krankhaft Übergewichtigen wird evidenzbasierte Hochleistungsmedizin
damit vorenthalten.“

Dabei
sei der medizinische Nutzen der Eingriffe durch zahlreiche
aussagekräftige Studien belegt. „Es ist völlig unstrittig, dass die
Adipositaschirurgie beim überwiegenden Teil der Patienten zu einem
relevanten und nachhaltigen Gewichtsverlust führt, zu einer verbesserten
Lebensqualität und – was noch sehr viel wichtiger ist – zu einer
signifikanten Verbesserung von Begleiterkrankungen wie Diabetes und
Herz-Kreislauf-Leiden“, so Privatdozent Dr. med. Florian Seyfried,
Oberarzt der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des
Universitätsklinikums Würzburg.

Gerade
bei extremer Fettleibigkeit scheiterten konservative Programme zur
Gewichtsreduktion langfristig regelhaft, so die Mediziner. „Bei einem
BMI von 40 kg/m² und mehr, wäre eine Gewichtsabnahme von mitunter 50
Kilogramm notwendig – dies ist durch Ernährungsumstellung und Bewegung
nur im Ausnahmefall zu schaffen, selbst wenn diese Maßnahmen durch Ärzte
und Ernährungstherapeuten begleitet werden“, so Seyfried. Auch deshalb,
weil der Körper evolutionär bedingt außergewöhnlich effektive
Verteidigungsstrategien auffahre, um Energiereserven zu schützen.

„Ohne
Zweifel ist die Prävention des Übergewichts und seiner Ursachen –
Bewegungsmangel und Fehlernährung – eine wichtige
gesamtgesellschaftliche Aufgabe, um Folgeerkrankungen und Folgekosten zu
verhindern“, betont Kongresspräsident Germer. „Gleichzeitig ist es
nicht akzeptabel, dass Menschen mit krankhaftem Übergewicht wirksame
Therapien vorenthalten werden.“ Die Betrachtung und Behandlung der
stigmatisierten Erkrankung Adipositas müsse sich dringend ändern,
fordert Germer.

Die Tagung Viszeralmedizin 2016 ist der gemeinsame Kongress der Deutschen Gesellschaft für
Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), deren
Sektion gastroenterologische Endoskopie und der Deutschen Gesellschaft
für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Der Kongress findet vom 21.
bis 24. September 2016 in Hamburg statt.
Weitere Informationen unter: www.viszeralmedizin.com

GRACE kann Kritik an Fütterungsstudie nicht entkräften

GRACE-Konsortium kann Kritik an Fütterungsstudie nicht
entkräften
Testbiotech schreibt an neuen EU-Kommissar und fordert die Offenlegung
weiterer Daten
18. November 2014 / Nachdem Testbiotech die Mängel einer Fütterungsstudie mit
Gentechnik-Mais angeprangert hatte, die von dem EU-Projekt GRACE durchgeführt
wurde, liegt eine erste Reaktion vor. In einem offenen Brief weist Joachim Schiemann,
der Koordinator des GRACE-Konsortiums, die Vorwürfe von Testbiotech zurück. Dabei
entkräftet er allerdings weder die Kritikpunkte von Testbiotech, noch geht er auf die
Interessenverflechtungen im Umfeld der Publikation ein. Er versucht die
wissenschaftlichen Mängel der Studie zu verteidigen, indem er im Wesentlichen die
Inhalte der von Testbiotech kritisierten Fütterungsstudie wiederholt. Im Ergebnis kann
das GRACE-Konsortium die von Testbiotech geäußerte Kritik nicht entkräften.
Testbiotech hatte gezeigt, dass die Fachzeitschrift Archives of Toxicology, in der die kritisierte
Studie veröffentlicht wurde, eine außerordentliche Nähe zur Industrie hat und dass relevante
Interessenkonflikte der Autoren nicht benannt wurden. Zudem gibt es vielfältige persönliche
Beziehungen zwischen einem Hauptautor der Studie, Pablo Steinberg, und den Herausgebern
der Zeitschrift. Testbiotech befürchtet, dass unter diesen Bedingungen die Ergebnisse der
Studie nicht ausreichend gründlich durch unabhängige Gutachter geprüft wurden. Auf diese
Vorwürfe geht das GRACE-Konsortium in seinem offenen Brief mit keinem Wort ein.
Das Konsortium widerspricht Testbiotech darüber hinaus in Bezug auf die Interpretation der
vorliegenden Daten. Die Bewertung durch einen erfahrenen Toxikologen zeigt jedoch, dass
die Argumente von GRACE die Kritik von Testbiotech nicht entkräften können. Vielmehr
muss man weiterhin davon ausgehen, dass nach den vorliegenden Daten die Verfütterung von
Gentechnik-Mais MON810 biologisch relevante, statistisch signifikante und dosisabhängige
Effekte ausgelöst hat. Davon betroffen sind der Gehalt an Gesamteiweiß im Blutserum und
das Gewicht der Bauchspeicheldrüse bei einer gleichzeitigen Erhöhung des
Blutzuckerspiegels. Diese Veränderungen können ein Hinweis auf ernsthafte gesundheitliche
Schäden der Tiere sein.
Testbiotech hat sich schriftlich an den neuen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis und an das
GRACE-Konsortium gewandt, um Aufklärung gebeten und bekräftigt die Forderung die
Studie zurückzuziehen und neu zu begutachten. Zudem solle die Identität der Experten
bekannt gegeben wird, welche die Studie vor ihrer Publikation geprüft haben. Testbiotech
fordert zudem die Offenlegung von Daten, die im Rahmen einer weiteren einjährigen
GRACE-Fütterungsstudie mit dem Gentechnik-Mais MON810 bislang erhoben wurden. Nach
den internationalen Richtlinien der OECD sind bei Langzeit-Fütterungsstudien
Untersuchungen von Blutwerten nach drei und sechs Monaten Versuchsdauer vorgeschrieben.
Die zusätzliche Studie mit MON810 läuft bereits seit Anfang 2014. Entsprechende Daten
müssten daher vorliegen.
Kontakt: Christoph Then

Selbstbräunungs-Creme

Ultraviolettes Licht, kurz UV-Licht, ist unsichtbar, nicht aber seine Wirkung. Z.B. weiße Wäsche und spezielle Lacke leuchten im UV-Licht dank optischer Aufheller auf. Sie kennen das sicher aus der Disco.

Vor allem aber die Bräune unserer Haut ist ein Hinweis auf UV-Licht. Hier bilden die sogenannten UV-A-Strahlen das dunkle Hautpigment Melanin.

Doch auch ohne Sonne oder Sonnenbank kann man ganz schön braun aussehen – quasi mit „einer Portion Sonne aus der Tube“. Der Stoff aus dem die Bräune ist, heißt Di-Hydroxy-Aceton, kurz DHA, und ist Bestandteil der Selbstbräuner. DHA wird aus Glycerin hergestellt und bildet auf der Haut ein melanin-ähnliches Pigment. Man bekommt es über das Internet.
Hier das Rezept für eine preiswerte Selbstbräunungs-Creme.

Sie benötigen:

70 ml Avocadoöl. Dieses vitaminreiche Öl zieht besonders schnell ein.
20 g Sheabutter aus der afrikanischen Sheanuss. Es ist ein Konsistenzgeber.
20 g Tegomuls. Dieser Emulgator sorgt dafür, dass sich Fette mit Wasser verbinden.
Schmelzen Sie alles im Wasserbad und lassen es abkühlen. Diese Fettphase ist als Vorrat etwa ein Jahr haltbar.

Zur Herstellung des eigentlichen Selbstbräuners benötigen Sie 10 g von der Fettphase und verflüssigen diese im Wasserbad. Da hinein verrühren Sie 40 ml erhitztes Wasser in dem Sie vorher noch 1 Messerspitze hautglättendes Allantoin aufgelöst haben.

Lösen Sie in einem anderen Gefäß 3 g DHA in 10 ml kaltem Wasser auf und schütten dieses in die auf mindestens 30 Grad abgekühlte Creme. Wird DHA stark erhitzt, können unter Umständen bräunungsstörende Substanzen entstehen (Formaldehyd).

Unsere Creme verleiht der Haut bereits nach etwa 3 Stunden reichlich Bräune, die aber auch nach 5 Tagen wieder verschwindet. Viel Spaß beim „Bräunen ohne brutzeln“.

Idee, Text & Rezept: Horst Minge

Der Sommerurlaub beginnt zuhause!

Vorbräunen aktiviert den körpereigenen Lichtschutz

Stuttgart (pts/20.07.2007/10:00) – Die großen Ferien stehen vor der Tür und viele haben ihren Urlaub bereits perfekt geplant: Flug und Hotel sind gebucht, ein neuer Reiseführer ist gekauft und auch die große Tube Sonnencreme liegt schon griffbereit.
Doch die Vorfreude auf die schönsten Tage im Jahr lässt schnell vergessen, dass unsere Haut ebenfalls eine gute Urlaubsvorbereitung benötigt. Dies gilt insbesondere für "Büromenschen", die selbst in den Sommermonaten nur wenig Sonnenlicht genießen können. Wer sich dann völlig unvorbereitet in die intensive Urlaubssonne legt, setzt die Haut unnötig gesundheitlichen Risiken aus und fördert die Gefahr von Sonnenbrand.

Carola Berking, Hautärztin an der Universitätsklinik München, erklärt hierzu in der TV-Sendung "Faszination Wissen" des Bayerischen Fernsehens die Wirkung der UV-Strahlen: "Die Bräunung, sprich die Pigmentierung der Haut sowie die Lichtschwiele sind die beiden Körpermechanismen, die vor der Sonne schützen. Die Pigmentierung bzw. das Melanin schluckt die schädlichen Strahlen und verhindert damit ein tieferes Eindringen in die Zellstruktur der Haut, während die Lichtschwiele die oberste Hornhaut verdickt und das Eindringen der Sonnenstrahlen in die Haut reduziert."

Beide natürlichen Schutzmechanismen können durch sanftes Vorbräunen beispielsweise in einem Solarium aktiviert werden. Dafür reicht es bereits aus, vor Urlaubsbeginn zwei bis drei wöchentliche Solarienbesuche einzuplanen. Allerdings sollte man sich vor dem Vorbräunen in einem Solarium einer Hauttypenberatung unterziehen. Somit bekommt man eine typgerechte Empfehlung für die richtige Intensität des Vorbräunens.

Bei der Auswahl des Solariums sollte man darauf achten, dass die Geräte mit einem Lichtspektrum arbeiten, welches dem der Sonne sehr ähnlich ist, sprich über eine optimale Kombination aus UVA- und UVB-Strahlen verfügen. Eine ausschließliche Besonnung mit UVA-Strahlen ist dagegen weniger hilfreich, da diese Strahlen keine Lichtschwiele aufbauen.
Die optimale Vorbereitung auf den Sommerurlaub sollte also immer mit einer sanften Vorbräunung der Haut beginnen. Das sieht nicht nur klasse aus, sondern stärkt auch die Sonnenschutzfunktion der Haut und macht noch mehr Lust auf die baldigen Ferien!
Wer sich übrigens über die weiteren biopositiven Wirkungen des Sonnens informieren möchte, findet unter http://www.sonnenbanker.de, dem Verbraucherportal des Fördervereins Sonnenlichtssysteme e.V., umfangreiche Tipps über einen vernünftigen Umgang mit der Sonne, aktuelle Gesundheitsstudien sowie eine ausführliche Hauttypenberatung.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne jederzeit unter:
Bundesverband/Förderverein Sonnenlicht-Systeme e.V. (FVS)
Danneckerstr. 37
70182 Stuttgart
Tel: 0711/ 2364716
Fax: 0711/ 2376210
E-mail: verbaende@sls-fvs.de
Web: http://www.solarien-verbaende.de

Licht schadet dem Gemüse im Supermarkt

Gemüse ist im Supermarktregal meist unverpackt oder hat bloß eine transparente Frischefolie, da die Kunden nach optischen Gesichtspunkten auswählen. Das könnte sich in Zukunft ändern, folgt man den Aussagen von Wissenschaftlern der Universität La Rioja http://www.unirioja.es/. Sie fanden heraus, dass Lichteinstrahlung die Frischedauer von Broccoli, Karfiol, Lauch, Spargel und Rüben entscheidend verkürzt und ihre Alterung beschleunigt. Diese Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Journal of the Science of Food and Agriculture veröffentlicht. Karl-Heinz Wagner vom Wiener Institut für Ernährungswissenschaften http://www.univie.ac.at/nutrition nennt im Gespräch mit pressetext den Verlust von Vitaminen als weitere negative Folge des Lichteinfalls bei Gemüse.

Licht öffnet auch bei Gemüsepflanzen die Poren, über die Sauerstoff und Kohlendioxid ausgetauscht werden. Die Pflanze verliert dabei an Wasser und läuft Gefahr zu dehydrieren, was ihre Druckfestigkeit verschlechtert. Weißes Gemüse ohne Pigmente verfärbt sich unter Lichteinstrahlung, grünes Gemüse verliert hingegen an Festigkeit. So verkürzt das Licht die Frischezeit bei Broccoli um drei Tage, bei Karfiol und Lauch sogar um acht. Das entdeckten die Forscher, als sie mehrere Container mit verschiedenen Gemüsearten mit Licht beleuchteten und die Effekte maßen. Wie eine Gemüseart auf Licht reagierte, hing auch davon ab, ob die genießbaren Teile Blüten, Wurzeln, Stängel oder Blätter der Pflanze waren.

Vor allem in der Lagerung liege der Schlüssel für längere Frische, so die Forscher. Günstig seien möglichst kühle als auch dunkle Lagercontainer, die auf die jeweilige Gemüseart abgestimmt sind. Zudem sollten Regale im Verkauf häufig wiederbefüllt werden, damit die Produkte auch im Supermarkt so kurz wie möglich dem Licht ausgesetzt sind. "Es ist zwar bequem, das Produkt zu sehen, doch bedeuten erst eingefärbte Verpackungen einen Fortschritt", sagt Studienautorin Susan Sanz. Diese Verpackungen hätten nur ein kleines Fenster, durch das der Kunde das Produkt zu Gesicht bekommt. Der Wiener Ernährungsspezialist Wagner hat hier jedoch Bedenken: "Ich glaube nicht, dass Kunden Gemüse kaufen würden, das sie nicht sehen."

Wagner schätzt die Zeit, die Gemüse durchschnittliche im Supermarktregal liegt, auf maximal zwei Tage. Lichteinfall sei zwar für den schnelleren Abbau von Vitamin-K verantwortlich, andere Faktoren haben für ihn jedoch größeren Einfluss auf die Frische. "Korrekte Lagerung, die Druckstellen verhindert, ist wichtig. Regelmäßige Kontrollen müssen vom Schimmel bedrohte Artikel rechtzeitig aussondern, außerdem kommt es auf die richtige Kühlung an", so der Ernährungswissenschaftler abschließend.

Flutkatastrophe auf Google Earth schauen

Erweiterung simuliert Ansteigen des Meeresspiegels

London (pte/18.05.2006/11:43) – Der britische Software-Programmierer
Alex Tingle hat eine Erweiterung für Google Maps erstellt
http://flood.firetree.net, mit der sich das Ansteigen des
Meeresspiegels simulieren lässt. Das Plug-in bietet die Option, den
Meeresspiegel der Weltmeere um bis zu 14 Meter anzuheben. Wird ein
bestimmter Wert ausgewählt, werden die entsprechenden Kartenteile
geflutet, was das Programm mit einer blauen Farbmaske über den
betroffenen Gebieten anzeigt. Für die notwendigen Höheninformationen
griff Tingle auf öffentlich zugängliche Daten einer
NASA-Shuttle-Mission zurück, die im Jahr 2000 die entsprechenden
Informationen aus dem All vermessen hat.

"Ich habe gelesen, dass die Meere um rund sieben Meter ansteigen
würden, wenn die Grönlandgletscher vollständig abschmelzen sollten",
wird Tingle in der Online-Ausgabe des Spiegels zitiert. Er habe wissen
wollen, wie das aussehen würde. Aufgrund nicht vorhandener
Simulationsmöglichkeiten habe er sich folglich einfach selbst
hingesetzt und die relevanten Daten verknüpft, so Tingle. Die
tatsächlichen Auswirkungen einer prophezeiten Klimaerwärmung auf die
Weltmeere sind in Forscherkreisen immer noch umstritten.

Während pessimistische Schätzungen ein Ansteigen des Meeresspiegels
(pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=041214037 ) um bis
zu sieben Meter tatsächlich für möglich halten, sagen einige
Modellberechnungen einen weitaus geringeren Anstieg von rund 40
Zentimetern bis 2100 vorher (siehe auch:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=060120001 ). Bereits ein derartiger
Anstieg könnte für viele Inselstaaten, die aus flachen Korallenatollen
bestehen, aber auch für manche Küstenregionen zu erheblichen
Überschwemmungsproblemen führen.

Die Google-Erweiterung hält sich mit Zentimeter-Angaben freilich nicht
auf und simuliert katastrophale Anstiegsszenarien im Ausmaß von
mehreren Metern. Aufgrund der relativen Ungenauigkeit der Vermessung,
die für 30 mal 30 Meter große Quadrate jeweils eine mittlere Höhe
errechnete, die um bis zu sechs Höhenmeter von der Realität abweichen
kann, ist die Darstellung naturgemäß mit Vorsicht zu genießen. Visuelle
Anhaltspunkte über die Gebiete, die von einem Anstieg des
Meeresspiegels zuallererst betroffen wären, liefert das Programm aber
allemal.

Allgemeine Gesundheits-Checks bringen nichts

Allgemeine Gesundheits-Checks bringen nichts
Risikogruppen gehen selbst im Verdachtsfall nicht freiwillig zum Arzt
 
Stethoskop: Allgemeinchecks nicht immer sinnvoll (Foto: pixelio.de, Andrea Damm)

Kopenhagen (pte010/18.10.2012/10:30) – Ein Arztbesuch für eine allgemeine Untersuchung führt laut dem Nordic Cochrane Centre http://www.cochrane.dk nicht dazu, dass eine zu behandelnde Krankheit diagnostiziert wird. In der Folge kommt es laut dem Team um Lasse Krogsbøll viel wahrscheinlicher zu unnötigem Stress. Die Experten haben die Daten von mehr als 180.000 Patienten ausgewertet und fordern, dass derartige allgemeine Untersuchungen gar nicht mehr angeboten werden sollten. Details der Studie wurden in der Cochrane Library http://bit.ly/Tew0zC veröffentlicht.

Reine Zeitverschwendung

Die allgemeinen Untersuchungen haben laut den Wissenschaftlern zu keiner Verringerung der Todesfälle durch Krebs oder Herzerkrankungen geführt. In England werden derartige Untersuchungen zum Beispiel kostenfrei für Personen zwischen 40 und 74 Jahren angeboten. Ziel der 2009 gestarteten Initiative ist das Erkennen von Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Diabetes durch die Suche nach stillen Risikofaktoren wie hohem Blutdruck und hohen Cholesterinwerten.

Experten gingen bisher davon aus, dass durch diese Untersuchungen pro Jahr bis zu 650 Leben gerettet werden können. Die Studie legt jedoch nahe, dass diese Routineuntersuchungen reine Zeitverschwendung sein könnten. Verantwortlich dafür ist laut den Fachleuten, welche Art von Menschen das Angebot einer derartigen Untersuchung überhaupt annimmt. Es sind wahrscheinlich eher jene, denen es gesundheitlich ohnehin gut geht und die auch auf sich achten.

Vor- und Nachteile abwägen

Jene, die wirklich einem hohen Risiko ausgesetzt sind, wird man eher nicht in den Arztpraxen finden, so der Schluss. Denkbar sei auch, dass wirkliche Gesundheitsprobleme zu einem ganz anderen Zeitpunkt erkannt werden. Das könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn tatsächlich Symptome auftreten. Laut Krogsbøll ist das eine wahrscheinliche Erklärung dafür, dass die Ärzte bei der Prävention ohnehin gute Arbeit leisten.

"Unsere Daten legen nahe, dass allgemeine Untersuchungen eher nichts bringen. Wir sagen damit aber nicht, dass Ärzte beim Bestehen eines Krankheitsverdachtes keine Tests durchführen sollten. Ein systematisches Angebot von Routineuntersuchungen halten wir jedoch nicht für sinnvoll." Jedes dieser Screening-Programme sei sorgfältig auf die Vor- und Nachteile zu überprüfen. Dazu gehörten zum Beispiel auch Angstgefühle und ein Zuviel an Behandlung.

3D-gedruckte Drohnen ?

Royal Navy startet 3D-gedruckte Drohne von Schiff

Erster erfolgreicher Testlauf für einfaches, kostengünstiges Fluggerät

Abgehoben:
Abgehoben: "SULSA" startet vom Patroullienboot (Foto: soton.ac.uk)

Dorset (pte002/27.07.2015/06:05) –

Die britische Royal Navy http://royalnavy.mod.uk hat vergangene Woche eine kompakte, 3D-gedruckter Drohne erfolgreich getestet. Das an der University of Southampton http://www.soton.ac.uk entwickelte Drei-Kilo-Fluggerät "SULSA" ist dabei vom Patroullienboot
HMS Mersey aus gestartet und an einem Strand in Dorset gelandet. Der
Probeflug könnte den Weg für einen breiteren Einsatz der vergleichsweise
einfachen, kompakten Drohnen aus dem Drucker ebnen. Denn sie sind auch
viel billiger als bisherige militärische Aufklärungsdrohnen.

90 Kilometer pro Stunde schnell

Mit nur 1,5 Metern Flügelspannweite ist SULSA gut
geeignet, um direkt von einem Schiff aus zu starten. Eher fraglich war,
ob solch eine einfache Drohne auch mit den oft schwierigen Wind- und
Wetterbedingungen auf See zurechtkommt. Das scheint durch den Test, bei
dem eine Videokamera an Bord war, erwiesen. Dass SULSA praktisch lautlos
mit gut 90 Kilometern pro Stunde Normalgeschwindigkeit fliegt, ist für
Aufklärungszwecke ebenfalls attraktiv. Aus Sicht der Royal Navy ist
einer der entscheidendsten Vorteile der leichten, einfach
zusammenbaubaren Drohne aus dem 3D-Drucker aber der Preis.

Bisher für den Start von Schiffen aus gebräuchliche
Drohnen kosten Millionen von Dollar, so der Luftfahrt-Designer Jim
Scanlan, Professor in Southampton. Das sei der Navy zu teuer, meint er
gegenüber "MIT Technology Review". Der 3D-Druck einer SULSA-Drohne
hingegen kostet nur einige Tausend Dollar. Zwar schafft sie nur etwa 40
Minuten Flugzeit, aber das genügt, um beispielsweise ein mögliches
Piratenschiff aus angemessener Entfernung zu inspizieren. Zwar birgt so
ein Einsatz Gefahren. "Wenn sie eine abschießen, wenn kümmert es?
Schickt einfach noch eine hoch", meint Scanlan. Bei einer
Mio.-Dollar-Drohne wäre das schmerzvoller.

Einfache, intensive Flugaufklärung

Für die Royal Navy sind die gedruckten Drohnen ein
Thema, weil eine möglichst intensive Flugaufklärung einen großen Wert
hat. "Es ist allgemein bekannt, dass unser erstes Schwadron
ferngesteuerter Fluggeräte seinen Wert im Golf unter Beweis gestellt
hat", betont der Erste Seelord Sir George Zambellas. Der aktuelle Test
sollte eben helfen zu beurteilen, ob einfachere Drohnen als Ersatz für
die bisherigen Modelle taugen. "Wir wollen mehr und größere Leistung in
diesem Bereich, der großen Wert für sein Geld bietet", meint der
Admiral.

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

ein Wissenschaftlerteam am Helmholtz
Zentrum München zeigt, wie sich die direkte Umgebung der DNA verändert,
nachdem Eizelle und Spermium miteinander verschmelzen. Die Ergebnisse
lassen erahnen, warum aus den Keimzellen alle erdenklichen Körperzellen
werden können. Nachzulesen ist die Studie in ‚Genes and Development‘.

Bevor es zum viel zitierten Wunder der Geburt
kommt, müssen bereits Monate zuvor zahlreiche Ereignisse stattfinden,
die die Wissenschaft bislang noch nicht im Detail verstanden hat. Dazu
gehört etwa die Frage, wie eine einzige Zelle den Ursprung für alle
weiteren Zellen im künftigen Organismus bilden kann. Zu ergründen, wie
das möglich ist, ist das Ziel von Prof. Dr. Maria-Elena Torres-Padilla,
Direktorin des Instituts für Epigenetik und Stammzellen (IES) am
Helmholtz Zentrum München und Professorin für Stammzellbiologie an der
Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Uns interessiert vor allem, was passieren
muss, damit die Zellen sich so vielfach teilen und in so
unterschiedliche Strukturen wie Haut, Leber oder Herz entwickeln
können“, erklärt die Forscherin. Dazu untersuchten sie und ihr Team in
einer aktuellen Studie das sogenannte Chromatin, also die DNA und die
Proteine (Histone) um diese herum. „Wir haben uns angeschaut, wie
bestimmte Histone nach der Befruchtung verändert werden und konnten
dabei einen neuen Mechanismus aufklären.“*      

Kleine Anhängsel, große Auswirkungen

Die Autoren fanden heraus, dass das Molekül
Suv4-20h2, eine sogenannte Histon-Methyltransferase, über das Chromatin
fährt und kleine chemische Veränderungen (sogenannte Methylgruppen) an
die Histone anhängt. Solange das stattfinde, sei die Zelle nur
eingeschränkt teilungs- und entwicklungsfähig, erklärt Torres-Padilla.
Kommt es aber zur  Befruchtung, verschwinden die Anhängsel und die Zelle
kann sich zum Organismus weiterentwickeln.

Um diese Ergebnisse zu überprüfen, testeten
die Forscher im Versuchsmodell, wie es sich auswirkt, wenn man Suv4-20h2
auch in der befruchteten Eizelle aktiv hält. „Wir konnten zeigen, dass
in diesem Fall die Methylgruppen an den Histonen bestehen blieben“, so
Erstautor Andre Eid, Doktorand am IES. „Dadurch geriet die Entwicklung
ins Stocken und die Zellen kamen über die erste Teilung nicht hinaus.“

In weiteren Experimenten konnte das Team
zeigen, dass dieser Mechanismus vermutlich darauf beruht, dass die
Methylgruppen an den Histonen zu einem Fehler bei der Verdopplung des
Erbmaterials führen und der Zellzyklus zum Erliegen kommt.

„Unsere Ergebnisse geben uns einen Einblick in
die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Chromatin und der Fähigkeit
von Zellen, sich in andere Zelltypen zu entwickeln – die sogenannte
Totipotenz“, ordnet Torres-Padilla die Ergebnisse ein. Dies sei sowohl
ein wichtiger Schritt für die menschliche Embryologie, als auch für das
Verständnis von bestimmten Krebskrankheiten, bei denen die Zellen ganz
ähnliche Mechanismen zeigen, die sich auf ihr Wachstum auswirken. 

Weitere Informationen

* Konkret zeigten die Forscher, dass Suv4-20h2
für H4K20me3-Methylierungen verantwortlich ist. Anders als bei
somatischen Zellen inhibieren diese in den Keimzellen die Zellteilung
und die Pluripotenz.

Hintergrund:
Die Studie
ist das Ergebnis eine Kooperation des Helmholtz Zentrums München mit dem
Institut de Génétique et de Biologie Moléculaire et Cellulaire (IGBMC)
in Straßburg, von wo aus Torres-Padilla an die Isar gewechselt war.