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29.12.2019 Quo vadis Deutschland 2020 ?

Sägt die grüne Politik weiterhin an dem Ast, der uns Wohlstand und Frieden beschert hat ? Anstelle eines langweiligen Rückblicks auf das vergangene Jahr möchte ich mal die letzten 50 Jahre Revue passieren lassen. Als Wissenschaftsjournalist habe ich diese Zeit aktiv mitbeobachtet und vieles vorausgesehen, was heutzutage die großen Probleme bereitet. Als Beweis führe ich meine täglich aktualisierte Homepage an. Dort können Sie das alles nachprüfen.

Es begann mit einer völlig irrationalen Ächtung der Kernenergie. Bestimmte Interessengruppen lehrten den Deutschen das Fürchten. Fürchtet euch nicht, so steht es in der Bibel, aber den Deutschen wurde das Fürchten gehörig beigebracht: Kernenergie = Apokalypse, wer konnte dem widerstehen?

Obwohl eigentlich Gegner der Kernenergie, hatte ich eine differenziertere Meinung, denn in nur wenigen Staaten der Welt griff diese Panikmache. Trotzdem muss man akzeptieren, dass bei Umfragen und Wahlen die Mehrheit der Deutschen sich gegen die Kernenergie aussprachen, obwohl die deutschen Kernkraftwerke von allen existierenden die sichersten waren.

Dann kam noch Gorleben hinzu, ein letztlich ungeeigneter Salzstock für die Endlagerung provozierte extrem aggressive Aktivisten unter Anleitung der Grünen zu gewalttätigen Happenings. Nicht mehr die Vernunft, sondern eine Art religiöse Ideologie bestimmte die Szene. So etwas wird heute unter dem Begriff ‚German-Angst‘ subsumiert.

2022 geht nun der letzte Atommeiler vom Netz. Wer aber glaubt, dass die Sicherheit jetzt gewonnen hätte, den sollten die Tausenden von halb oder voll abgebrannten Brennstäben in den ehemaligen Kernkraftzentralen beunruhigen. Eine Entsorgung wird in Deutschland nie mehr möglich sein. In Gorleben haben die Aktivisten geübt, wie man das verhindern kann. Die Quintessenz: Alle deutschen Kernkraftgegner müssen miterleben, dass sich die Staaten Europas darauf geeinigt haben, die Atomenergie als CO2-neutral einzustufen. Allein der Abbau dieser Energieform in Deutschland hat die Volkswirtschaft Billiarden Euro gekostet, mehr als doppelt so viel, wie der von Steuerzahlern finanzierte Bundeshaushalt.

Das Schlimme an diesem ideologischem Prozess ist, dass sich die gesamte Technologie und Wissenschaft aus Deutschland verabschiedet hat. Die besitzen jetzt – inkl. der damit verbundenen Industrie – die Staaten, die unbekümmert auf Kernkraft setzen, insbesondere Russland, China und viele Schwellenländer. Auch bei der Mitwirkung zum Sicherheitskonzept haben wir die Kompetenz verloren. Selbst für neuere Konzepte gilt Deutschland als verbrannte Erde. Sinnvoll wäre gewesen, die alten Meiler so lange wie möglich weiter laufen zu lassen, damit sie wenigstens das Geld verdienen, welches ihr späterer Abbau die Gemeinschaft kosten wird. Das war ja auch beschlossen, doch aus politischen Gründen schwenkte damals die Bundeskanzlerin – immerhin eine Physikerin, die die Konsequenzen hätte wissen müssen – nach dem nicht vergleichbaren Fukushima um und erfüllte den Grünen aus taktischen Gründen kurz vor der Wahl in Baden-Württemberg ihre extremsten Wünsche. Trotzdem ging die Wahl für die CDU verloren.

Aber der Abbau der deutschen Industrie findet nicht nur heutzutage statt, sondern begann schon mit der Roheisen-Produktion. Die dafür notwendige Herstellung von Koks zur Reduktion des Eisenerzes in Hochöfen, war hierzulande nicht mehr möglich. Gleiches gilt für das Ausblasen des im Roheisen enthaltenen Kohlenstoffs in den sogenannten Thomasbirnen.

Die notwendigen und richtigen Umweltauflagen wurden viel zu teuer. Gleiches gilt für die verhältnismäßig umweltfreundliche Edelstahlproduktion, aber diesmal hauptsächlich wegen der hier herrschen extrem hohen Energiekosten. China baut bei uns die Werke ab und bei sich wieder auf. Dabei werden die Chinesen demnächst unsere größten Konkurrenten auf dem Weltmarkt werden.
Den Deutschen ist nie gesagt worden, welche Nebenwirkungen das hat, denn noch herrscht Vollbeschäftigung und keiner denkt daran, dass das auf Grund von politischen Entscheidungen nicht mehr lange so weiter geht.

Sehr offensichtlich wird das durch die Verabschiedung von der genialen Magnetschwebebahn Transrapid. Nicht einmal die vergleichsweite kurze Probestrecke zwischen Köln und Frankfurt, die den Weltmarkt für das System geöffnet hätte, passte den Protest-Aktivisten ins Konzept. Die Folge, die Chinesen erhielten den Transrapid kostenlos. Er wurde dort kürzlich als das Beförderungs-System der Zukunft mit großen Chancen in ganz Süd-Ost-Asien übernommen. Die deutschen Steuerzahler und die Industrie hat das Hunderte Milliarden gekostet. Aber viel schlimmer, aus ideologischen Gründen wurde das verschleudert und die zukünftigen Konkurrenten gestärkt.

Aber die Politik hat daraus überhaupt nichts gelernt.

Auch die Tatsache der Ächtung des Verbrennungsmotors, insbesondere die Verunglimpfung des Diesels, wird noch schlimmere Folgen nach sich ziehen

Der Softwarebetrug der Kooperation von VW und Gleichgesinnten war ein Verbrechen und hat die gesamte deutsche Automobil-Industrie mit Milliarden Strafen in die Bredouille gebracht, aber offenbar erzielen sie immer noch viel Profit und sind noch konkurrenzfähig, hätte nicht die grüne Ideologie dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Plötzlich wurde das Elektroauto zum Heilsträger, um das Klima mit seiner CO2-Problematik zu retten. Das aber völlig zu Unrecht. Zwar trägt der Verkehrssektor bei uns etwa 20% zum CO2-Ausstoss bei, aber die privaten Autos nur 6-8% und den soll es besonders an den Kragen gehen. Da unsere Automobilindustrie vorwiegend mit dem privaten Sektor das meiste Geld verdient und jetzt gezwungen wird, auf E-Autos umzustellen, wo sie ihre Konkurrenzfähigkeit erst beweisen muss, wird das zu einem extremen Abbau von 100.000den von Arbeitsplätzen sorgen.

Dabei bringt das reine Elektroauto nach neuester Forschung wegen seiner schlechten Ökobilanz keinerlei Vorteile für die Klimabeeinflussung. Dabei ist die Kreativität der Ingenieure und Techniker schon weit über diese kleinkarierte Verbotsmentalität hinweg. Schon heute ist es mit Hilfe der Elektromobilität besonderer Art – z. B. mit der Hyperhybrid-Methode – möglich Autos zu bauen, mit kleinem effizienten Lademotor ohne Getriebe und nur 1/5 der Batteriekapazität, die alle positiven Eigenschaften eines reinen Elektroautos besitzen. Dieses Auto verbraucht nur 1/3 des Treibstoffs herkömmlicher durch Diesel- oder Otto-Motoren angetriebener Kraftfahrzeuge. Ökologisch wichtig: Das kann auch regenerativer Treibstoff sein. Zwei Prototypen, die von einer österreichischen Firma entwickelt wurden, habe ich bereits mit Vergnügen getestet. Preislich sind sie durchaus konkurrenzfähig, ein Kleinwagen kostet höchstens 10% mehr als bisher, das gilt auch für die Mittelklasse, SUV oder Prestigeautos. Alles auf der Basis von Elektromobilität.

In Verbindung mit der Auswanderung der Automobil-Industrie steht im engen Verbund mit dem Abbau der Maschinenbauindustrie. Diese beiden Industriezweige sind die wenigen, in denen Deutschland noch in der Welt führend waren.

Während die grünen Ideologen sich immer noch vorwiegend den Verkehrssektor vorgenommen haben, wurde von ihnen der gesamte Gebäudesektor völlig übersehen. Im CO2-Ausstoß trägt er mit massiven 50% am CO2-Aufkommen bei. Nicht nur Bündnis90Die Grünen, sondern auch die anderen Parteien waren extrem zurückhaltend, und das seit Jahrzehnten, was die Wärmeschutzverordnungen für Gebäude anbelangt, jahrelang hinter den technischen Möglichkeiten zurück.

So tragen unsere Gebäude, ob privat, industriell oder Behörden, den Hauptteil an Energieverschwendung. Dass Wärme- und Kälte-Erzeugung so aufwendig sind, scheint offenbar der Schwarmintelligenz der Deutschen entgangen zu sein. Abhilfe können da nicht nur kluge Isolationen der Wände und Fenster leisten, der so gescholtene Verbrennungsmotor in Form von Kleinheizkraftwerken und Wärmepumpen, die viel effizienter sind, wenn sie nicht mit elektrischem Strom, sondern mit Erdgas betrieben werden. Dann holen sie fast das Dreifache an Energie aus dem Erdgas heraus, also versehen mit einem Wirkungsgrad von 200 bis 300 %.

Es ist ganz klar, auch die regenerativen Energien dürfen nicht vernachlässigt werden. Aber den Strom nur damit zu produzieren ist nur möglich, wenn im internationalem Hochspannungsverbund die französische Kernkraftzentralen und die polnischen Braunkohlekraftwerke einbezogen werden.

Im Übrigen ist es erstaunlich, dass – wenn die Energieerzeugung über Braunkohle in Deutschland abgeschafft wird, dieser Staat bereitwillig – nur noch mit Ausnahme von regenerativen Energien – auf Energietransport aus dem Ausland setzt. Die strittige Gaspipeline aus Russland, auch Amerika mit seinem aus der Erde gepresstem und später verflüssigtem Erdgas, lassen grüßen. Dabei könnten wenigstens einige der erst kürzlich gebauten modernen Braunkohlekraftwerke unter Vernunft-Aspekten weiterbetrieben, oder sogar neu errichtet werden. CO2 lässt sich leicht aus dem Abgas herausfiltern und wird dann ein Wertstoff, der mit Hilfe der Energie aus Sonne und Wind das Erdöl überflüssig macht. Die Technologie ist vorhanden. Wenn diese Möglichkeiten nicht genutzt werden , kostet das unsere Volkswirtschaft mehr als seinerzeit das Abschaffen der Kernkraftwerke. Können wir uns das leisten – oder ist das ganz bewusst von gewissen Gruppen eingeplant, die in Deutschland eine ökologische Diktatur errichten möchten? Eine Verbots- und Planwirtschaft ist aber nirgendwo auf Welt – auch in der Vergangenheit – jemals erfolgreich gewesen. Außerdem müssen wir der sogenannten gelenkten chinesischen Demokratie, die eigentlich eine Autokratie darstellt, beweisen, dass ein auf sozialer und ökologischer Marktwirtschaft aufgebautes Wirtschaftssystem in sinnvoller Verknüpfung mit allen europäischen Staaten konkurrenzfähig ist.

Leider steht die Uhr – nicht nur was die Klimaproblematik anbelangt – auch in wirtschaftlicher Hinsicht auf fünf vor zwölf. Es muss verhindert werden, dass insbesondere Deutschland zum Agrarstaat mutiert. Doch selbst da gibt es Vorbehalte.

Auch die Bauern leiden unter extremen Restriktionen nicht nur wegen einer verfehlten Subventionspolitik, sondern weil die technischen Möglichkeiten nicht genutzt werden. Das verhängnisvolle Gülleproblem ließe sich durch gezielte Hilfen umweltfreundlich lösen. Selbst Gülle ist eine Art Wertstoff, aus der enorme Energiemengen in Form von Methangas gewonnen werden kann, in dem sie in großen geschlossenen Konvertern vergoren wird.

Hinzu kommt, dass dabei fester Naturdünger entsteht. Dieser kann gezielt und wohldosiert auf die Felder gebracht werden. Im Gegensatz dazu, würde das verhindern, dass die Gülle, je nach Aufkommen auf die Felder in ihrem flüssigen und stinkendem Zustand verteilt werden muss, die dann das Grundwasser mit Nitrat verseucht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei diesem Gärprozess auch Phosphor-Verbindungen anfallen, die sich mittlerweile weltweit als rarer Rohstoff für die chemische Industrie entwickelt haben – also drei Fliegen mit einer Klappe, dank des einzigen Rohstoffs, den Deutschland besitzt, nämlich die Kreativität seiner Bürger.

Dass wir im Übrigen aus Deutschland heraus das Weltklima nicht retten können, mag jedem klar sein. Nur 2% tragen wir zur CO2-Bilanz bei. Aber vielleicht können wir Technologien entwickeln, die es anderen Völkern ermöglichen, die Klimaziele zu erreichen.

Trotz aller Bekundungen in den Klimakonferenzen ist eins klar, Konsens wird niemals erreicht werden, da hilft auch kein Wunschdenken. Vor allen Dingen möchte ich den Klimaideologen ins Gästebuch schreiben: Ihre Philosophien mögen auf den ersten Blick bestechend sein, aber der einzige Störfaktor ist und bleibt immer der Mensch.. Wenn der nicht in die Entscheidungen intensiv mit einbezogen wird, wird alle Bemühungen scheitern.

Dabei ist es wichtig, dass Gesetzmäßigkeiten im menschlichen Gruppenverhalten unbedingt berücksichtigt werden müssen. Das ist sich die Wissenschaft schon fast einig. So etwas untersucht die empirische Soziologie. Das kann zwar nicht aus der Sicht des Individuums beurteilen, aber in Gesellschaft hat das ähnliche Bedeutung wie in der Naturwissenschaft. Deshalb habe ich 8 Jahre lang bei Rene König und Erwin K. Scheuch diese Art von Soziologie studiert. Wenn die Politik gegen diese leider relativ unbekannten Gesetzmäßigkeiten verstößt, wird sie unweigerlich scheitern. Leider macht sich das erst nach Jahrzehnten bemerkbar und Generationen haben darunter gelitten z. B. im Kommunismus und Faschismus, die glaubten, der Mensch wäre mit Gewalt zu seinem Glück zu zwingen.

Es lebe die liberale, soziale und ökologische Demokratie, die im Prinzip das möglich macht.

Natürlich nehme ich die Gelegenheit wahr, Ihnen neben diesen ‚Gedanken zur Zeit‘ viel Glück, Zufriedenheit, Erfolg und Einsicht für das neue Jahr, und der Politik den Blick über den Tellerrand in der postfaktischen Zeit zu wünschen. Es gilt eine Ökodiktatur zu verhindern, ganz im Sinne von meiner permanenten Forderung: “ Gebt der Vernunft eine Chance“

Folge 56 Mit Vernunft in die Zukunft, oder ?

Ihr Jean Pütz

Hier noch ein paar Links die nachdenklich stimmen sollten.

China erwägt teilweise Abkehr vom einseitig propagierten Elektroauto

Wenn-die-Automobilindustrie-stirbt

German Angst  Ein Beitrag von mir mit unglaublicher Resonanz

27.12.2019 Neujahrswünsche 2020 der anderen Art

Liebe Freundinnen und Freunde, Familien und Gleichgesinnte.

Entschuldigen Sie bitte die pauschale Anrede, aber ich habe so viele Weihnachtswünsche erhalten, dass ich ausnahmsweise auf die persönliche Anrede verzichte. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz hat mein Software-Programm Ihnen den Freundes-Status zugesprochen.

Trotz zunehmenden Alters geht es meiner Familie und mir immer noch hervorragend. Meine Frau Pina ist uneingeschränkt meine große Liebe.

Mein Töchterchen Julie, mittlerweile im 2. Schuljahr, entwickelt künstlerische Talente, die sie wahrscheinlich von meinem Luxemburger Großvater geerbt hat. Sie ist begeisterte Malerin, übt mit Ausdauer Geige und ihr Glück liegt auf dem Rücken der Pferde. Sie kennt sämtliche Pferderassen ohne Ausnahme und reitet wie verrückt.

Mein Sohn Jean Adrian hat seinen Standpunkt gefunden. Als Junge zog er für ein Jahr an die High School nach Kanada – als Mann kehrte er zurück. Im Frühsommer macht er sein Abitur.

Mein erster Sohn Joern – mittlerweile bereits 60 Jahre alt – ist an der Universität zu Straßburg zu einer Art „Größe“ avanciert, als Mitbegründer des ersten internationalen Zusammenschlusses von fünf Universitäten mit Namen EUCOR, einem Oberrhein Lehr- und Forschungscampus der Universitäten Straßburg, Mulhouse, Basel, Freiburg, Karlsruhe. Gleichzeitig ist er Vizepräsident der Uni Straßburg mit Lehr- und Forschungskompetenzen für deutsch-französische Angelegenheiten.

Mir wird angst und bange, wenn ich an seinen Stress denke. Er reist in der ganzen Welt herum, von Neuseeland, Australien, Amerika, Deutschland und immer wieder mit dem schnellen TGW in nur zwei Stunden von Straßburg nach Paris – in Deutschland benötigt er für die gleiche Strecke fünf Stunden.

Meine Einwände, er solle auch auf seine Gesundheit achten, wischt er mit der Bemerkung weg, das sei EU-Stress. Ich, sein Vater, habe ja auch so lange überlebt.  Valerie, seine Frau, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Dann gibt es noch einen wunderbaren Enkel, Joel, der bei mir in Köln wohnt, weil er dort sein Journalisten-Studium zum Master absolviert. Sein viermonatiges Praktikum bei der Berliner ‚Welt‘ hat gezeigt, dass er sehr talentiert ist – mit Artikeln sogar auf der ersten Seite der gedruckten Ausgabe. Als Werkstudent schätzt ihn der ‚Kölner Stadtanzeiger‘ sehr.

Soweit zu meiner Familie, in der ich es ablehne, wie in alter Zeit meine Funktion als Patriarch wahrzunehmen.

Sollten Sie an meiner politischen Gesinnung Interesse haben, klicken Sie auf den unten stehenden Link. Er beschreibt meine Gedanken zu Weihnachten 2019.

Mittlerweile ist Facebook zu meinem persönlichen Sender geworden, mit einer Reichweite von teilweise über 500.000 Bürgern, wie in alter Zeit im WDR – beteiligt sind zur Zeit über 52.000 Abonnenten, die meine Ansicht fleißig teilen. Natürlich vermeide ich dort sämtliche privaten Angelegenheiten:

Als eines meiner Lebenswerke bezeichne ich auch meine wissenschaftliche Homepage, die ich täglich mit meiner unverwüstlichen Sekretärin, Frau Christel Bora, aktualisiere.

Natürlich schreibe ich diese Mail vor allen Dingen auch, um Ihnen für das Neue Jahr 2020 nicht nur einen guten Rutsch zu wünschen, sondern auch viel Glück, Gesundheit, Lebensfreude, Zuversicht in einem postfaktischen Zeitalter und Erfolg, welchen man auch als Rentner noch durchaus nutzen kann, denn die Gehirnzellen müssen – ebenso wie die Muskeln – trainiert werden, sonst bauen sie sich ab.

Herzlichst Ihr Jean Pütz

24.12.2019 „Friday for Future“ spricht den Alten das Recht ab unsere Zukunft zu gestalten

Ich möchte meinen 52.000 Abonnenten gesegnete und fröhliche Weihnachten wünschen. Dazu gehört, dass ich hoffe, dass Ihnen die häufigen Konflikte, die oft in trauter Familienrunde gerade zu Weihnachten entstehen, erspart bleiben.

Auch Nichtchristen können beruhigt Weihnachten feiern, denn Jesus Christus war auch ein Philosoph, der als Erster den Hass gebrandmarkt hat, in einer Zeit als Blutrache und Auge um Auge soziales Gebot war.
Als Gottesbeweis wird oft angeführt, dass der Mensch ein intensives Bedürfnis nach einem höheren Wesen hat. So sind die vielen Religionen entstanden, und der Friede auf der Welt kann nur dann gewährleistet werden, wenn die Toleranz der Gläubigen zu einem entscheidenden Wert wird. Die Väter des Grundgesetzes haben deshalb der religiösen Toleranz einen eigenen Paragraph gewidmet.

Ich fordere allerdings dies nicht nur hier für Deutschland, sondern überall auch dort, wo andere Religionen den Ton angeben. Leider aber wird gegen dieses Friedensprinzip immer mehr verstoßen, z.B. derzeit in Indien, Miramar, China, aber besonders in arabischen Ländern die durch den Islam geprägt sind, bis hin zu einer regelrechten Verfolgung von Nichtgläubigen.

Ich hoffe dort gewinnt auch die Vernunft die Oberhand.

Folge 55. Mit Vernunft in die Zukunft, oder ?

Wenn die Automobilindustrie stirbt, geht es dann der deutschen Industrie an den Kragen ? Mit einem Beitrag von Jean Pütz

Deutschland hat keine Rohstoffressourcen. Besonders stark trifft es den Energiesektor. Kernenergie – abgeschafft, auch Braunkohlekraftwerke – abgeschafft, Transrapid – abgeschafft, Photovoltaik-Industrie – abgeschafft, Windenergie-Industrie – im Auflösungsprozess, Computer-Industrie – marginal, Automobilindustrie-Industrie – früher Weltspitze – marginal, Maschinenbau-Industrie – früher Weltspitze – marginalisiert, Chemie-Industrie – minimiert, versprochene neue Arbeitsplätze durch neue Ökologie – sind ausgewandert.

Wovon sollen wir in Zukunft leben? Liegt die Zukunft Deutschlands im Agrarsektor?
Allerdings ist dann nur noch Platz für 1/10 der Bevölkerung.

Den folgende Artikel aus der FAZ möchte ich als einen Beweis anführen

Ihr Jean Pütz

(FAZ) – Bis zu 800.000 Jobs hängen in Baden-Württemberg an der Autoindustrie. Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth warnt nun vor dem Umbruch in der Branche.

Angesichts des Umbruchs in der Autoindustrie mit Auswirkungen auch auf Hersteller und Zulieferer im Südwesten empfiehlt Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth, Baden-Württemberg solle sich nicht nur auf diesen Industriezweig verlassen. „Klar ist, dass Baden-Württemberg sicher gut beraten wäre, sich nicht die nächsten 100 Jahre nur auf die Automobilindustrie zu verlassen, was Wohlstand und industrielle Wertschöpfung angeht“, sagte Porth der Deutschen Presse-Agentur.

Im Südwesten hängen bis zu 800.000 Jobs am Automotive-Bereich, der seit Jahrzehnten als Wirtschaftstreiber fungiert. Doch die Transformation vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität stellt nicht nur Hersteller wie Daimler und Porsche, sondern vor allem auch viele Zulieferer vor Herausforderungen.

Eigene Elektroantriebe
Porth betonte, die Automobilindustrie sei ein riesiger Bereich mit Firmen und etlichen Standorten auf der ganzen Welt. „Die Frage, wo die Wertschöpfung angesiedelt wird, ist wie seit Jahrzehnten völlig offen.“ Welche Firmen am Ende des jetzigen Transformationsprozesses besser oder schlechter dastünden, hänge von vielen Fragen ab. „Das wird sich in den nächsten Jahren herauskristallisieren.“

Weiterer Arbeitsplatzabbau : Deutsche Autoindustrie rechnet mit Durststrecke
Bei den Antrieben für seine eigenen Elektroautos setzt Daimler künftig auf die Produktion im eigenen Haus. Der sogenannte elektrische Antriebsstrang soll nicht mehr von einem Zulieferer, sondern direkt aus dem Mercedes-Stammwerk im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim kommen, wie das Unternehmen zuletzt mitgeteilt hatte.

21.12.2019 Kritik an der CO2 Besteuerung durch Zertifikate. Füllt sie nur das Steuer-Säckel ?

Der Begriff „Steuer“ kommt eigentlich von Steuern. Ursprünglich sollte die Steuer dazu dienen, bestimmte Vorhaben des Staates mit Vernunft zu ermöglichen. Aber schon im Feudalismus wurde das pervertiert. Die Demokratie hat das leider manchmal kritiklos übernommen.

Das mag ein Grund dafür sein, dass die Bürger stets dann besonders verärgert sind, wenn Steuern erhöht werden. Populisten aller Länder nutzen dies natürlich gerne aus. Es gab sogar einmal in Deutschland eine sogenannte Steuervermeidungs-Partei, der aber nur eine kurze Existenz beschieden wurde – so dumm waren die Bürger dann doch nicht.
Heutzutage werden Steuern für alle Anlässe geschaffen. Das Problem ist nur, wenn sie einmal existieren, ist es kaum mehr möglich, sie wieder abzuschaffen. Als Beispiel nenne ich nur den Solidaritätszuschlag, aber auch die Sektsteuer und viele andere, die überflüssig geworden sind oder ihren Sinn verloren haben.

Manchmal könnten Steuern, aber auch rigorose Verbote verhindern, indem sie den „Homo ökonomikus“ ansprechen, das heißt der Mensch der – wenn er wählen kann und Qualität beurteilen – dem preiswertesten Produkt den Vorzug gibt, das möchte ich das Supermarkt-Syndrom nennen.
Die Erfindung der durch Demokratie geprägten Wirtschaft, ist die sogenannte soziale Marktwirtschaft. Ich füge hinzu, die soziale und ökologische Marktwirtschaft.
Das heißt, extreme Auswüchse in sozialer und ökologischer Hinsicht können durch sinnvolle Begrenzung erreicht werden.

Dabei spielt übrigens das Kartellamt eine wichtige Rolle, damit die Regeln auch eingehalten werden. Marktwirtschaft heißt, dass sich die Preise nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage bilden.
Demgegenüber steht die Planwirtschaft. Solche Systeme aber erreichten in der Vergangenheit niemals ihr Ziel, im Gegenteil. Das so geschaffene Kartenhaus fiel in sich zusammen, wie man an der DDR oder generell an kommunistischen Ländern, die die Planwirtschaft übernommen haben, beobachten kann, aber auch im Faschismus des Hitler-Regimes des ‚1000jährigen Reiches‘ und Nachfolger. Leider dauert dieser Prozess des Niedergangs viel zu lange, so dass ganze Generationen im Prinzip geopfert wurden.
Planwirtschaft ist allerdings unweigerlich meist mit Totalitarismus verbunden. Solche Entwicklungen entstehen unmerklich, insbesondere wenn Bürger nur auf den ersten Blick auf plausible Behauptungen hereinfallen.

Das gilt ganz besonders für die derzeit zu beobachtenden Diskussionen rund um die Klimaproblematik. Man glaubt, mit Verboten im Sinne der Planwirtschaft einfach lösen zu können. Aber offenbar reicht – und das gilt besonders für Deutschland – die Schwarmintelligenz der Bürger nicht aus, um die Rattenfänger von Hameln zu demaskieren.

Damit wir uns recht verstehen, das ist nicht eine Frage von links oder rechts, es ist einfach eine Frage der Vernunft. Bitte deshalb kein Applaus von der falschen Seite.
Trotzdem ist der sogenannte ‚Zertifikat-Handel‘, das heißt Zertifikate, die sogar an der Börse gehandelt werden und die Bewertung von CO2 steuern soll, kein probates Mittel.

Ich empfehle die Methoden der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft. Wichtig ist, dass jeder Bürger bei jedem Produkt merkt, dass CO2 den Preis erhöhen oder bei CO2-Vermeidung oder -Minimierung den Preis senken kann. Aber diese Steuerwirkung im wahren Sinne des Wortes scheint den Politikern nicht einzufallen. Das würde sogar dann funktionieren, wenn nur Deutschland dieses einführte. Der garantierte Erfolg könnte dann auch die anderen europäischen Länder vielleicht dazu veranlassen.
Ich wünsche friedliche, geruhsame und entspannte Weihnachtstage.

Ihr Jean Pütz

21.12.2019 Kritik an der CO2 Besteuerung durch Zertifikate. Füllt sie nur das Steuer-Säckel ?

Der Begriff „Steuer“ kommt eigentlich von Steuern. Ursprünglich sollte die Steuer dazu dienen, bestimmte Vorhaben des Staates mit Vernunft zu ermöglichen. Aber schon im Feudalismus wurde das pervertiert. Die Demokratie hat das leider manchmal kritiklos übernommen.

Das mag ein Grund dafür sein, dass die Bürger stets dann besonders verärgert sind, wenn Steuern erhöht werden. Populisten aller Länder nutzen dies natürlich gerne aus. Es gab sogar einmal in Deutschland eine sogenannte Steuervermeidungs-Partei, der aber nur eine kurze Existenz beschieden wurde – so dumm waren die Bürger dann doch nicht.
Heutzutage werden Steuern für alle Anlässe geschaffen. Das Problem ist nur, wenn sie einmal existieren, ist es kaum mehr möglich, sie wieder abzuschaffen. Als Beispiel nenne ich nur den Solidaritätszuschlag, aber auch die Sektsteuer und viele andere, die überflüssig geworden sind oder ihren Sinn verloren haben.

Manchmal könnten Steuern, aber auch rigorose Verbote verhindern, indem sie den „Homo ökonomikus“ ansprechen, das heißt der Mensch der – wenn er wählen kann und Qualität beurteilen – dem preiswertesten Produkt den Vorzug gibt, das möchte ich das Supermarkt-Syndrom nennen.
Die Erfindung der durch Demokratie geprägten Wirtschaft, ist die sogenannte soziale Marktwirtschaft. Ich füge hinzu, die soziale und ökologische Marktwirtschaft.
Das heißt, extreme Auswüchse in sozialer und ökologischer Hinsicht können durch sinnvolle Begrenzung erreicht werden.

Dabei spielt übrigens das Kartellamt eine wichtige Rolle, damit die Regeln auch eingehalten werden. Marktwirtschaft heißt, dass sich die Preise nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage bilden.
Demgegenüber steht die Planwirtschaft. Solche Systeme aber erreichten in der Vergangenheit niemals ihr Ziel, im Gegenteil. Das so geschaffene Kartenhaus fiel in sich zusammen, wie man an der DDR oder generell an kommunistischen Ländern, die die Planwirtschaft übernommen haben, beobachten kann, aber auch im Faschismus des Hitler-Regimes des ‚1000jährigen Reiches‘ und Nachfolger. Leider dauert dieser Prozess des Niedergangs viel zu lange, so dass ganze Generationen im Prinzip geopfert wurden.
Planwirtschaft ist allerdings unweigerlich meist mit Totalitarismus verbunden. Solche Entwicklungen entstehen unmerklich, insbesondere wenn Bürger nur auf den ersten Blick auf plausible Behauptungen hereinfallen.

Das gilt ganz besonders für die derzeit zu beobachtenden Diskussionen rund um die Klimaproblematik. Man glaubt, mit Verboten im Sinne der Planwirtschaft einfach lösen zu können. Aber offenbar reicht – und das gilt besonders für Deutschland – die Schwarmintelligenz der Bürger nicht aus, um die Rattenfänger von Hameln zu demaskieren.

Damit wir uns recht verstehen, das ist nicht eine Frage von links oder rechts, es ist einfach eine Frage der Vernunft. Bitte deshalb kein Applaus von der falschen Seite.
Trotzdem ist der sogenannte ‚Zertifikat-Handel‘, das heißt Zertifikate, die sogar an der Börse gehandelt werden und die Bewertung von CO2 steuern soll, kein probates Mittel.

Ich empfehle die Methoden der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft. Wichtig ist, dass jeder Bürger bei jedem Produkt merkt, dass CO2 den Preis erhöhen oder bei CO2-Vermeidung oder -Minimierung den Preis senken kann. Aber diese Steuerwirkung im wahren Sinne des Wortes scheint den Politikern nicht einzufallen. Das würde sogar dann funktionieren, wenn nur Deutschland dieses einführte. Der garantierte Erfolg könnte dann auch die anderen europäischen Länder vielleicht dazu veranlassen.
Ich wünsche friedliche, geruhsame und entspannte Weihnachtstage.

Ihr Jean Pütz

China erwägt teilweise Abkehr vom Elektroauto

(Fokus) – China beendet die Förderung für E-Autos, behält aber zumindest Elektro-Quoten bei. Unheil droht dennoch: Das Beratungsunternehmen JSC Automotive erwartet eine Kehrtwende, die Elektroautos und Hybride hart treffen würde. Auf E-Autos fixierte Unternehmen wie VW müssten sich dann breiter aufstellen.

Die wichtigsten Punkte im Artikel kurz zusammenfasst:

  • China gilt als globaler Antreiber der E-Mobilität
  • Verkaufszahlen brachen zuletzt ein, weil die Förderung wegfällt
  • Marktexperten sehen Strategieschwenk: Neben Elektroantrieben sollen künftig auch synthetische Kraftstoffe oder Wasserstoff eingesetzt werden
  • China betreibt weniger Klimapolitik, sondern verfolgt eher geostrategische Interessen

Viele Autohersteller, darunter auch Deutschlands wichtigster Autokonzern Volkswagen, setzen ausschließlich auf die Elektromobilität und stoppen mittelfristig die Entwicklung von Verbrennungsmotoren oder anderer Alternativen. Was für E-Spezialisten wie Tesla sehr gut funktioniert, könnte breiter aufgestellten Herstellern aber auch Probleme bereiten. Denn ausgerechnet in dem Markt, der als größter Treiber der E-Mobilität gilt, sieht die Strategieberatung JSC Automotive aus Shanghai in den kommenden Jahren eine Trendwende.

China stoppt bekanntlich bis Ende 2020 seine Subventionen für Elektroautos. Zwar gibt es nach wie vor Quoten für „New Energy Vehicles“ (NEV), zu denen auch batterieelektrische Autos zählen. Doch Chinas Staatsregierung will diesen Begriff offenbar weiter fassen und dabei den Fokus nicht mehr nur auf die E-Mobilität setzen.

China sieht E-Mobilität nicht als einzige Option
„Viele glauben immer noch, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge in China in den kommenden Jahren stark ansteigen wird. Wir können dies nicht bestätigen“, so Jochen Siebert, Geschäftsführer von JSC Automotive. Stattdessen werde „ein Fächer an Technologien im Verbrennungsbereich aufgemacht“. Dazu zählten Methanol, Wasserstoff und verbrauchsarme Benziner. Nach Informationen von FOCUS Online sollen vor allem Mini-Hybride künftig eine große Rolle spielen. Also Benzinmotoren, die mit Hilfe von 48-Volt-Systemen sparsamer werden.

Verbrennungsmotoren auf dem Abstellgleis, Tausende werden entlassen
Viele Hersteller, etwa Audi, setzen solche Systeme bereits bei ihren neuen Motoren ein. Allerdings fokussiert sich Audi wie der komplette Volkswagen-Konzern künftig auf reine Elektroantriebe. Die Weiterentwicklung der Verbrenner wird mittelfristig gestoppt, was ein Hauptgrund für den Arbeitsplatzabbau bei dem  Hersteller ist. Diese Entscheidungen sind bereits getroffen und nicht mehr umkehrbar. Für den europäischen Markt ist die Entscheidung auch sinnvoll, denn dort lassen die neuen CO2-Grenzwerte künftig quasi nur noch elektrifizierte Autos zu. Ob das auch für den chinesischen Markt gilt, wird sich zeigen.

China berücksichtigt die echte CO2-Bilanz von E-Autos
Der entscheidende Punkt der – allerdings noch nicht finalisierten – Pläne der chinesischen Staatsregierung: Ab 2025 soll nicht mehr der Kraftstoffverbrauch für den Flottenverbrauch der Hersteller maßgeblich sein, sondern das, was für ihren Betrieb tatsächlich an CO2-Emissionen aufgewendet wird. „Ab dann würden auch Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride mit ihrem Stromkonsum – umgerechnet in CO2 – belegt werden. Methanol, Wasserstoff- und E-Fuel-Fahrzeuge würden hingegen mit Null veranschlagt“, so die Experten von JSC Automotive. Das wiederum würde den Kraftstoffen wohl einen Vorteil verschaffen, der ähnlich unfair wäre wie die Anrechnung eines E-Autos mit null Gramm – es bleibt daher abzuwarten, wie die Gewichtung am Ende wirklich aussieht.

Unter E-Fuels versteht man künstlich hergestellte Kraftstoffe, deren CO2-Bilanz durch Nutzung von umweltfreundlichen Energien zumindest rechnerisch Null wäre. Die EU geht einen anderen Weg: Nur bei Elektrofahrzeugen wird der CO2-Ausstoß für die Flotten-Grenzwerte der Hersteller immer mit Null gewertet, egal wie der Strom zum Aufladen wirklich gewonnen wurde.

Der erklärte Elektro-Kritiker und Motoren-Experten Professor Fritz Indra sieht ebenfalls einen Strategie-Schwenk der Chinesen am Horizont . „China führt die Deutschen an der Nase herum. In China ist das E-Auto noch viel weniger umweltfreundlich als in Deutschland, weil dort der meiste Strom aus kalorischen Kraftwerken kommt. Alle zwei Wochen wird dort ein neues kalorisches Kraftwerk eröffnet. In China setzt man jetzt voll auf CO2-neutrale Kraftstoffe, weil das die einzige Methode ist, um die Emissionen nicht nur von Pkw, Lkw oder auch Schiffen schnell und wirksam zu reduzieren – und das ohne einen Nachteil für die Kunden“, glaubt Indra.

Geostrategie und Energieautarkie
Sehr gelegen dürfte den Chinesen dabei die maßgeblich in der EU geführte Diskussion um den Klimawandel kommen. Während die EU gerade den sogenannten Klima-Notstand ausgerufen hat und Sektoren wie Energie und Verkehr komplett umbauen will –  inklusive einer massiven Verteuerung des Individualverkehrs und Verbrauchskontrollen für alle Neuwagen – spielen für China offenbar geostrategische Erwägungen eine viel wichtigere Rolle. „Es geht in erster Linie um Energieautarkie. Der industriepolitische Aspekt ist auch interessant, weil durch breite Nutzung der Kohle auch viele Arbeitsplätze gesichert werden“, so Jochen Siebert von JSC Automotive zu FOCUS Online.

China ist Kohle-Nation Nummer Eins
Beim absoluten Ausstoß an CO2-Emissionen ist China mit weitem Abstand die Nummer Eins. Das gilt auch für die Gewinnung von Rohstoffen, allen voran gewaltiger Mengen Kohle. Trotz eines Ausbaus regenerativer Energien werden zwei Arten der Energieerzeugung auch künftig für Chinas Energiemix prägend sein: Kohle und Atomkraft – also genau die Energieformen, aus denen Deutschland gerade parallel auszusteigen versucht.

Elektro-Ausbau stößt an seine Grenzen
JSC-Geschäftsführer Jochen Siebert sieht noch einen weiteren Grund, weshalb China offenbar nicht mehr allein auf die E-Mobilität setzt: „Der Ausbau des Schnelllade-Netzes läuft gut, aber es hakt gewaltig bei dem Ausbau der Wechselstromladestationen, da die allermeisten Nutzer in Gebäudekomplexen wohnen und meist keine Genehmigung für eine Ladestation bekommen. Zudem besteht das Schnellladenetz vorrangig aus 50 kW-Stationen und ist somit bereits veraltet“, so Siebert. Der Ladenetz-Ausbau ist ein Problem, das wahrscheinlich auch Deutschland bevorsteht. Denn auch wenn die Furcht vor einem „Blackout“ durch Elektroautos übertrieben ist, sind die Niederspannungs-Verteilungsnetze an vielen Stellen noch gar nicht für einen echten Hochlauf der E-Mobilität vorbereitet

E-Mobilität bleibt vor allem mit neuen Modellen attraktiv
Wie groß künftig der Anteil von Stromern sein wird, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. In China ging im dritten Quartal laut der Unternehmensberatung PwC der Absatz von reinen E-Autos um 15,7 Prozent zurück, der von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen um 27,3 Prozent. Gründe hierfür: Das bereits erwähnte Zurückfahren staatlicher Fördermittel, aber auch der Zollstreit mit den USA, wirtschaftliche Unsicherheit und wohl auch der wachsende Erfolg von Fahrdiensten in China. „Der Hochlauf und das Angebot der neuen E-Fahrzeuge trifft auf ein extrem schwieriges wirtschaftliches Umfeld“, so PwC-Automotive-Chef Felix Kuhnert. E-Autos seien bislang ein urbanes Phänomen.

Immerhin: Insgesamt reicht es in wichtigen Märkten wie China im Quartals-Vergleich noch zu einem Plus. Zudem dürften neue E-Modelle, allen voran das jetzt auch in China gebaute Tesla Model 3 sowie das neue Elektro-SUV Model Y, durchaus Verkaufsschlager bei den E-Auto-affinen Chinesen werden. Denn aktuell werden die Stromer ja noch finanziell gefördert und haben auch andere Vorteile, etwa bei der Neuzulassung in Städten, in denen es Zulassungsbeschränkungen gibt.

„Die Zukunft bestimmen allein die Regulierungen“
Dass batterieelektrische Autos eine wichtige, aber eben nicht die einzige Säule im chinesischen Antriebsmix sein werden, erwartet auch Jack Wey, CEO eines der größten chinesischen Autobauers. Er sagte auf der IAA, die im September wahrscheinlich zum letzten Mal in Frankfurtstattfand, im Interview mit FOCUS Online. „Ob die Zukunft nun Elektro sein wird, Wasserstoff oder Hybridtechnik – das bestimmen allein die staatlichen Regulierungen. 2030 werden Elektroautos meiner Einschätzung nach die Mehrheit stellen, das gilt zumindest für China und womöglich auch für Europa.  Aber natürlich wird es 2030 auch noch Autos mit Verbrennungsmotoren geben. Denn diese Technologien werden ebenfalls effizienter, sparsamer und umweltfreundlicher“, so Wey.

Bundesregierung blockiert alternative Kraftstoffe
Interessant ist vor diesem Hintergrund die Haltung der deutschen Bundesregierung,die die Elektromobilität als quasi alternativlos ansieht und entsprechende Weichen bei der finanziellen Förderung gestellt hat. So sperrt sich die Regierung gegen die Zulassung alternativer Kraftstoffe wie synthetisch produziertem Diesel und könnte damit sogar ein Vertragsverletzungsverfahren der EU riskieren . Umso überraschender war die kürzliche Ankündigung von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), ein „Power-to-x-Netzwerk“ aufbauen zu wollen, um Wasserstoff oder eben auch synthetische Kraftstoffe zu erforschen. Die FDP-Abgeordnete Judith Skudelny traut diesem Strategieschwenk nicht: „Erst vor wenigen Wochen hat die Ministerin genau das verhindert, was sie heute großartig ankündigt. Deutsche Start-Ups, wie beispielsweise Ineratec aus Karlsruhe, finden in Deutschland aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen keinen Markt, obwohl deren Produkte von Finnland bis nach Spanien verkauft werden. Frau Schulze sollte vielleicht erst einmal bei uns ihre überfälligen Hausaufgaben machen, bevor sie sich auf der Klimakonferenz mit inhaltsleeren Ankündigungen feiern lässt“, so Skudelny zu FOCUS Online.

Ökosprit-Skepsis der Bundesregierung
Das Bundeskabinett hatte die zum freien Verkauf von synthetischen Kraftstoffen in Reinform nötige DIN 15940 bei der Umsetzung der AFID-Richtlinie (Richtlinie 2014/94/EU über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe) nicht in den Gesetzentwurf aufgenommen – nach Informationen von FOCUS Online geschah dies durch intensives Einwirken des Umweltministeriums. Am 29. November wurde der Gesetzesentwurf im Bundesrat dann knapp und gegen die Empfehlung des Wirtschaftsausschusses des Bundesrats angenommen. Somit sind synthetische Kraftstoffe weiter nicht in Reinform erlaubt.

17.12.2019 Eine launige Nachlese zur Weltklimakonferenz

Ist unser Globus für uns Menschen noch zu retten? Jeder kocht sein eigenes Süppchen, der Blick über den Tellerrand kommt außer Mode. Schluss mit globalem Denken, aber dafür ausschließlich nationales Handeln.

Nicht einmal die Staaten Europas können sich auf eine Linie und auf gemeinsame Maßnahmen einigen. Das Europäische Parlament ruft zwar den Klimanotstand aus, doch die Europäische Kommission mit ihrer Chefin Ursula von der Leyen schafft nur eine proforma Einigung der 27 Staaten.

Der Geist ist willig aber der Nationalismus stark. Europa 2050 CO2-neutral? Vielleicht, aber nicht mit Polen und nur unter der Bedingung, dass auch die Kernenergie eine Renaissance erhält. So jedenfalls fordern es die Tschechen und Ungarn. Und Frankreich, mit seinen über 100 Kernkraftwerken, stimmt begeistert zu. Kann da Deutschland mit seinem populistischen Lösungen mithalten? Versagt hier die grüne Ideologie, der fast alle Parteien inklusive CDU und SPD, erlegen sind ?

Setzen wir am falschen Hebel an, weil die Schwarmintelligenz der Deutschen nicht ausreicht zu erkennen, dass der Verkehr bei weitem nicht der größte Übeltäter ist. Das Verbot von Verbrennungsmaschinen ist Schwachsinn, auch weil die meisten Staaten der Welt nicht mitmachen. Das Erdöl, welches wir nicht verbrennen, bedeutet zwar einen Rückgang der Nachfrage in Europa, aber dadurch wird der Preis auf dem Weltmarkt für die Klimawandel-Verweigerer umso billiger, sie sind der lachende Dritte.
Gleiches gilt für die Erzeugung von elektrischem Strom ausschließlich aus regenerativen Quellen. Dies ist wegen ihrer physikalischen Eigenschaften der elektrischen Energie sehr problematisch. Der Strom lässt sich nicht in Form von Paketen aus- und bei Bedarf wieder einführen. Es fehlen die notwendigen Speichermöglichkeiten und der Bürgerwille, z. b. Pumpspeicherwerke zu errichten. Selbst gegen die notwendigen Hochspannungsleitungen wird fleißig protestiert, ebenso wie gegen die Errichtung von Windkraftwerken.

Trotzdem ist Resignation nicht angebracht, auf lange Sicht lohnt sich der Einsatz von alternativen Technologien, vorausgesetzt, dass unsere Industrie die Wettbewerbsfähigkeit behält. Da ist Deutschland besonders gefährdet. Hunderttausende von Arbeitsplätzen sind auf dem Weg ins Ausland. Das gilt ganz besonders für die Automobil- und Maschinenbau-Industrie, einige der wenigen Bereiche, in denen Deutschland noch führend ist.

Aber wovon sollen wir in der Zukunft leben? In Ermangelung von Rohstoffquellen sind wir auf den Export von Industriegütern fundamental angewiesen, da bringt es auch nichts, wenn die Bürger gesetzlich durch Verbote aller Art gezwungen werden, den Gürtel enger zu schnallen.
Es lebe die Vernunft und die Kreativität unserer Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Voraussetzung ist, dass sie nicht durch fehlgeleitete Ideologien gebremst werden.

Folge 55. Mit Vernunft in die Zukunft, oder ?

Dass die falsche Ideologie zu einem extremen Abbau der Arbeitsplätze führen wird, können sie dem Podcast des Deutschlandfunks entnehmen. Das Zuhören lohnt sich:

Wer noch mehr Beweise dafür sucht, wie das Wunschdenken grüner Ideologen kontraproduktiv wirkt, sollte sich das Interview mit dem Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Anton Hofreiter, anhören.

 

 

Scheitert die EU mit ihren Klima-Auflagen ?

(Steingarts Morning Briefing) – Der „Green Deal“ der EU steckt schon wenige Tage nach dem Startschuss in der Etappe fest. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stößt mit ihren Plänen zum Umbau der europäischen Industriegesellschaften auf erbitterten Widerstand. Es sind im Wesentlichen fünf Widerstandsnester, die sich gebildet haben.

► Der Klub der Atomfreunde – allen voran Frankreich mit seinem Atomstrom-Anteil von fast 72 Prozent – sieht den „Green Deal“ als Chance zur Expansion seines Geschäftsmodells. Paris verlangt, dass die EU die Kernkraft als „grüne Technologie“ bewertet und fördert. Das würden die Grünen der Union, auch mit Blick auf eine schwarz-grüne Option, niemals verzeihen.

► Die deutsche Industrie hat die Stacheln ausgefahren. Die Energiekosten sind jetzt schon Weltspitze. Angesichts der bevorstehenden Abschaltung von Atommeilern, Braun- und Steinkohlekraftwerken sei völlig unklar, schrieb Friedrich Merz in der „Welt am Sonntag“, woher in den nächsten drei Jahrzehnten der Strom kommen soll. Sein Fazit ist ein Frontalangriff auf die Parteifreundin in Brüssel:

„Nie war die Energieversorgung in Deutschland teurer und unsicherer als genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die EU-Kommission ihren ,Green Deal‘ ins Werk setzen will.“

► Die Kohlestaaten in Osteuropa sehen partout nicht ein, warum sie den ohnehin spärlichen Wohlstand ihrer Gesellschaften für den Aktionismus der EU-Kommission opfern sollen. In Polen stammen rund 80 Prozent der Energie aus Kohlekraftwerken; in Tschechien 43 Prozent. Für den Ausstieg aus der Kohle soll Europa zahlen. Im „Just Transition Fund“ der EU liegen 100 Milliarden Euro bereit. Die Summe dürfte beim deutschen Steuerzahler eine gehörige Dosis politischer Bitterstoffe produzieren.

► Ordnungspolitiker aller Nationen sind gegen eine Finanzierung des „Green Deal“ mit der Notenpresse. Das Direktorium der Europäischen Zentralbank wird vermutlich einer Bevorzugung grüner Investments nicht zustimmen. Das bisherige Prinzip der „Marktneutralität“ beim Aufkauf von Aktien und Staatsanleihen dürfe nicht gebrochen werden, sagt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Ohne das Geld aus der Notenpresse aber sind die Billionenbeträge des „Green Deal“ nicht finanzierbar.

► Überall regt sich demokratischer Widerstand, denn dem „Green Deal“ fehlt die Legitimation durch das Wahlvolk. Im neuen EU-Parlament stellen die Grünen mit 74 Abgeordneten nur die viertgrößte Fraktion. Aus Tschechien kommen lediglich vier grüne Parlamentarier, aus Ungarn und Polen gar keiner. Auch in Deutschland ist über den ökologischen Umbau der Industriegesellschaft bei der Europawahl nicht gesprochen worden, weshalb die Volksparteien so zögerlich sind. Kaum gesteht man den Grünen im Bundesrat die Erhöhung des CO2-Tonnenpreises zu, wird zum Trost die Pendlerpauschale erhöht. Der Klimaschutz genießt bei der EU Kommission höchste Priorität, beim Bürger (siehe Grafik) nicht.

Fazit: Ursula von der Leyen hat in diesem unwegsamen Gelände kaum eine Chance. Ihr Man-on-the-Moon-Moment wird womöglich eine Vision bleiben. Die von ihr gestartete Mission erinnert auf fatale Weise jetzt schon an die Geschichte der Apollo 13. Nach der Explosion eines Sauerstofftanks blieb den Astronauten nur die Rückkehr zur Erde. Sie stehen bis heute im Geschichtsbuch – aber eben nicht als wahre, sondern als tragische Helden.

Gabor Steingart

Urintest für Zuhause sagt Prostatakrebs vorher

(pte) – Ein einfacher Urintest zum Nachweis von Prostatakrebs lässt sich jetzt mit Proben durchführen, die zu Hause gesammelt werden. Forscher der University of East Anglia http://uea.ac.uk und des Norfolk and Norwich University Hospital http://www.nnuh.nhs.uk haben den sogenannten PUR-Test entwickelt, der aggressiven Prostatakrebs diagnostiziert und bis zu fünf Jahre früher vorhersagt, ob eine Behandlung erforderlich sein wird.

Rektaluntersuchung obsolet
Männer müssen zur Analyse des Urins damit nicht mehr ins Krankenhaus kommen oder sich einer rektalen Untersuchung unterziehen. Das ist ein wichtiger Fortschritt, da der erste an einem Tag ausgeschiedene Urin solche Biomarkerwerte der Prostata liefert, die höher und einheitlicher sind. Das Forscher-Team hofft, dass die Einführung eines derartigen Tests die Diagnose dieser Krankheit revolutionieren könnte.

Laut Forschungleiter Jeremy Clark ist Prostatakrebs in Großbritannien die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Normalerweise entwickle sich die Krankheit langsam. Bei dem Großteil der Erkrankungen sei keine Behandlung erforderlich. Für die Ärzte sei es jedoch eine Herausforderung, vorherzusagen, welche Tumore aggressiv werden. Dadurch würden auch die Entscheidungen über eine Behandlung erschwert.

Genexpression gibt Aufschluss
Der PUR-Test untersucht die Genexpression in Urinproben und liefert so entscheidende Informationen darüber, um welche Art der Erkrankung es sich handelt. Für die Studie erhielten 14 Teilnehmer den Heimtest und Anweisungen zur Durchführung. Die Ergebnisse dieses Tests wurden dann mit den Proben verglichen, die nach einer digitalen rektalen Untersuchung gesammelt wurden.

Es zeigte sich bei der Auswertung des Urins, dass die zu Hause gesammelten Proben die Biomarker für Prostatakrebs viel deutlicher zeigten als jene nach der zweiten Untersuchung. Die Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass die in „BioTechniques“ veröffentlichten Forschungsergebnisse die Diagnose von Blasen- oder Nierenkrebs revolutionieren könnte.