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Nachwirkungen Nebenwirkungen einer Covid-19 Infektion

(LR) – covid-19 ist doch dann gefährlich wenn nur eine Infektion ohne Krankheit Symptome entstanden ist Punkt die Nachwirkungen sind schlimmer als die eigentliche Krankheit.

Das Coronavirus hatte im Laufe der vergangenen Wochen mehrere unangenehme Überraschungen parat. Dazu gehörte zunächst, dass sich Sars-Cov-2 als viel ansteckender erwies als der eigentlich eng verwandte Vorgänger Sars-Cov-1 in den Jahren 2002/2003. Auch die Annahme, dass es nur Risikogruppen wie Älteren oder chronisch Kranken ernsthaft etwas anhaben kann, erwies sich als falsch. Und die künstliche Beatmung, für schwere Fälle eine bevorzugte Behandlung, um die schweren Lungenschäden auszugleichen, da es noch keine Medikamente gegen die Covid-19 getaufte Erkrankung gibt, erweist sich viel zu oft als wenig hilfreich.

Zustand der Patienten verschlechtert sich, nachdem sie am Beatmungsgerät angeschlossen sind

Viele Mediziner beobachten, dass sich der Zustand von Covid-19-Patienten verschlechtert, sobald diese an ein Beratungsgerät angeschlossen wurden. In Italien starb der größte Teil der beatmeten Patienten. Krankenhäuser in den USA versuchen deshalb, die Beatmung so lange wie möglich hinauszuzögern. In Deutschland sterben 30 Prozent der Covid-19-Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt wurden. Wer die Behandlung mit künstlicher Beatmung überlebt hat, kann davon Schäden davontragen. So betont SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, selbst Arzt, dass nach längerer Beatmung „das spätere Demenzrisiko erhöht ist oder oft Nieren und andere Organe geschädigt werden“.

Die Berichte über Schäden an Lunge, Hirn und Herz häufen sich

Zwar wird gern betont, dass vier von fünf Corona-Erkrankungen mild verlaufen, etwa mit Fieber und trockenem Husten. Aber immer häufiger wird auch von dauerhaften Schäden an Lunge, Hirn oder Herz berichtet. Scheinbar harmlose Krankheitsverläufe führen plötzlich zu schweren Beeinträchtigungen, auch bei Nicht-Risko-Patienten.

Aktuell berichtet etwa das Universitätsklinik Innsbruck, dass es bei sechs Tauchern, die allesamt nicht stationär behandelt werden mussten, sondern zu Hause Covid-19 auskurierten, nicht nur mit dem Tauchen vorbei ist, sondern sie wohl lebenslang in Behandlung bleiben werden. Die Schäden an der Lunge seien irreversibel, sagt Oberarzt Frank Hartig. Das sei „schockierend“, weil man die Gründe dafür nicht verstehe. Ein junger Mensch, um die 40 Jahre alt, der sich wegen Corona eine Woche krank gefühlt habe, sei einen Monat später zur Kontrolle erschienen. Und der Röntgen-Befund zeige: Der vermeintlich gesunde Patient müsste angesichts der Lungenschädigung „eigentlich beatmet werden“.

Vereinzelt wurden auch neurologische Schäden durch Corona beobachtet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) als oberste Behörde für Infektionskrankheiten betont zwar, es lägen bisher „nur wenige belastbare Informationen zu Langzeitfolgen von Covid-19 vor“, verweist dann aber selbst auf neue Studien, die neurologische Langzeitfolgen nahelegen. So werde von krankhaften Gehirnveränderungen und Hirnhautentzündungen berichtet. Auch Schäden am zentralen Nervensystem, die Lungenversagen begünstigten, wurden demnach beschrieben. Zudem könne man laut RKI auch Rückschlüsse aus der ersten Sars-Verbreitung ziehen. Hier wurden später verschiedene körperliche und psychische Langzeitfolgen entdeckt. So wurde von anhaltender Einschränkung der Lungenfunktion und geminderter physischer Leistungsfähigkeit, aber auch von Angststörungen, Panikattacken, Depressionen berichtet.

Lungenfibrose: Lunge wird steifer – das begünstigt Atemnot

Was bei beiden Sars-Varianten definitiv bereits gleichermaßen beobachtet wurde, ist das Auftreten von Lungenfibrose. Mit dem Begriff werden chronische Entzündungen des Lungengewebes beschrieben, die normalerweise etwa durch Rauchen oder Asbest begünstigt werden. Dabei vernarbt das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen. Auch wird die Lunge steifer, kann sich nicht mehr wie gewohnt ausdehnen. Das begünstigt Atemnot und ist unheilbar – im schlimmsten Fall sogar tödlich.

In Japan wiesen Ärzte Corona-Viren im Nervenwasser nach

Auch neurologische Erkrankungsanzeichen häufen sich. Eine Studie aus dem Corona-Ausbruchsort Wuhan macht bei etwa jedem Dritten Covid-19-Patienten Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Geschmacks- und Riechstörungen aus. Auch aus Italien werden Kopfschmerzen, Übelkeit und Bewusstseinsstörungen berichtet.
In Japan fanden Ärzte das Coronavirus im Nervenwasser des Gehirns eines 24-Jährigen, der nach Müdigkeit, Kopfschmerz, Übelkeit und Fieber plötzlich mit epileptischen Anfällen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Nasen-Rachen-Abstrich auf Sars-Cov-2 hingegen war negativ. Für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie „verdichten sich damit die Hinweise, dass Covid-19 nicht nur ein pneumologisches Krankheitsbild ist“ – also Hirnhautentzündung statt Lungenentzündung. Es zeige sich, so DGN-Generalsekretär Professor Peter Berlit, „dass das Nervensystem bei Covid-19-Erkrankungen befallen sein kann, und zwar auch bei sehr jungen Patienten“.

Herzmuskel und Blutgefäße können durch das Corona-Virus geschädigt werden

Gefahr kann Corona auch für das Herz bedeuten. Von den Patienten mit schweren Verläufen haben ein Fünftel Herzmuskelschädigungen. Es scheint möglich, dass das Virus das Herz direkt angreift und zu bleibenden Schäden führt. Auch die Blutgefäße könnten betroffen sein, was Herzinfarkte und Schlaganfälle hervorrufen könnte. Für Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät der Kieler Universität, wo man jetzt in einer Datenbank Erkenntnisse zu erkrankten Norddeutschen sammeln will, ist Covid-19 „eine Systemerkrankung“, über die Ursachen und die Bekämpfung dieser Folgeschäden „wissen wir praktisch noch nichts“.

Offen ist auch, ob genesene Corona-Patienten anschließend immun sind

An Wissen fehlt es zudem in Sachen Immunität. So betonen RKI-Chef Lothar Wieler und Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, unisono, dass es noch völlig unklar ist, ob man nach durchgestandener Covid-19-Erkrankung auf Dauer immun ist. Oder man sich erneut anstecken kann und sich deshalb impfen lassen muss – vielleicht jährlich wie bei der Grippe. Wenn es denn einmal einen Impfstoff geben sollte.
Obwohl mittlerweile also mehr als die Hälfte der in Deutschland Infizierten als geheilt gilt, heißt das nicht, dass all die mit dem Schrecken davongekommen sind. Es drohen diversen Betroffenen Langzeitfolgen oder erneute Ansteckung – und damit Schrecken ohne Ende. Zumindest so lange es keine Therapie und keinen Impfstoff gibt.
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31.08.20 Kriegsende vor 75 Jahren !

Dankenswert: USA hat uns nicht nur befreit, sondern uns auch u. a. das Überleben in den Trümmern ermöglicht

Bedenkenswert: Auch Trumps ‚American first‘ kann das nicht vergessen machen. Heute spielt auch das damals geschundene Luxemburg eine große Rolle.

Der 8. Mai 2020 steht für 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg in Europa, doch erst am 2. September endete dieser globale Konflikt auf der ganzen Welt, der mit Deutschlands Angriffskrieg begonnen hatte. Zu diesem Zeitpunkt standen die kriegsversehrten Länder Europas vor immensen Herausforderungen: der wirtschaftliche wie auch der demokratische Wiederaufbau und die (Re)Etablierung vertrauensvoller und friedlicher Beziehungen untereinander.

Die USA spielten in den alliierten Streitkräften nicht nur bei der Befreiung von der NS-Besatzung eine entscheidende Rolle, sondern auch beim Wiederaufbau und der Aussöhnung Deutschlands mit seinen Nachbarn. An kaum einem anderen Ort lässt sich heute die gelungene Partnerschaft über den Atlantik und innerhalb Europa besser nachvollziehen als in Luxemburg. Hier wird Partnerschaft und Europa gelebt: von den EU-Institutionen über die Wirtschaft bis hin zum alltäglichen Miteinander von binationalen Familien, Pendlern und Touristen.

Das einmalige Friedensprojekt multilateraler Zusammenarbeit und europäischer Integration steht heute in einer multipolaren Welt zugleich vor großen Herausforderungen: ob in der Geopolitik, durch Klimawandel oder Reiseeinschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Gerade jetzt kommt es auf die transatlantische und europäische Kooperation an. Hier zeigt sich: Europa kann nur in seiner Vielfalt vereint sein, doch dafür müssen sich die Partner in ihrer unterschiedlichen Geschichte und Lage besser kennen – um gemeinsam Probleme historischen Ausmaßes zu meistern.

Welche historischen Erfahrungen verbinden oder aber trennen noch heute unsere Gesellschaften? Wo schafft historische Reflexion und die gemeinsame Erinnerung an die Kriegstoten Verständnis und Vertrauen zwischen den Partnern? Welchen Werten und Zielen fühlen wir uns gemeinsam verpflichtet?

 

Der Staat treibt die Deutschen in eine Mentalität der Abhängigkeit – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Auch die Volkswirtschaft ist ehernen Gesetzen unterlaufen. Es sind statistische Gesetze, die aber an naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten heranreichen – vergleichbar mit den Gesetzen der Thermodynamik.
Sie sind deshalb so schwer zu formulieren, weil sie starken, psychologischen und soziologischen Einflüssen unterworfen sind. Oft zeigen sich die Auswirkungen erst Jahre später und sind dann nicht mehr rückführbar. Das gilt ganz besonders für die Geldpolitik. Kaum ein Wissenschaftler hat in den 1920er Jahren vorausgesehen, welche Dynamik und explosionsartige Entwicklung der Inflation vorausgesehen. Das ging so weit, dass selbst Milliarden und Trilliarden Mark für einen Laib Brot gezahlt werden musste.
Die Finanzwissenschaft ist zwar heute klüger als damals, aber wer weiß, ob den handelnden Politikern das immer bewusst ist. Sie werden getrieben von vielen irrationalen Einflüssen. Oft wird nur ein Loch mit einem anderen gestopft. Deshalb halte ich den nachfolgenden Artikel für so hervorragend und lesenswert.
Jean Pütz

(WELT) – Arbeits- und Wirtschaftsminister liefern sich einen Überbietungswettbewerb um die üppigsten Hilfszahlungen für krisengeplagte Unternehmen. Sie risikieren damit eine Politik endloser Nothilfen – aus der schon die Europäische Zentralbank keinen Ausweg findet.

Noch ist es ein Jahr hin bis zur Bundestagswahl, doch unter den Großkoalitionären läuft bereits ein Überbietungswettbewerb: Wer lobt die üppigsten Sozialleistungen aus? Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) fordert, die Laufzeit des erweiterten Kurzarbeitergeldes von bisher zwölf auf bis zu 24 Monate zu verdoppeln. Dann würden Löhne und Gehälter bis ins Jahr 2022 aufgestockt und subventioniert.

Da will sein Kollege Peter Altmaier von der CDU nicht hintanstehen. Der Wirtschaftsminister schlägt eine Ausweitung der Überbrückungshilfen für den Mittelstand vor. Die Unterstützung soll bis mindestens Ende des Jahres verlängert werden.

Nun ist nicht jede staatliche Hilfe verkehrt. Wie die Finanzkrise von 2008/09 lehrt, konnte das Kurzarbeitergeld Tausende Entlassungen verhindern helfen. Diese deutsche Erfindung wird inzwischen in vielen Volkswirtschaften eingesetzt.

Wer noch weiter in die Geschichte zurückgeht, findet in der Großen Depression Anfang der 1930er Jahre den Beleg dafür, dass die Verweigerung staatlichen Rückhalts das Leiden der Betriebe und ihrer Mitarbeiter unnötig verschlimmerte.

Eine Regierung, die den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet ist, darf jedoch auch die Gefahren nicht aus den Augen verlieren. Eine davon: Der deutsche Staat verhält sich mehr und mehr wie die Europäische Zentralbank. Die Unterstützung, die die Zentralbank klammen Banken und indirekt Staaten einmal in Zeiten der Not gewährte, ist längst zum Normalzustand geworden.

Nach dem Motto „Krise ist immer“ wird Geld gedruckt, was das Zeug hält. Die langfristigen Folgen sind schwer abzuschätzen, der steile Anstieg des Goldpreises lässt aber darauf schließen, dass das Vertrauen in unser Geld erodiert.

Mehr schaden als nutzen
Die große Koalition sollte der Versuchung widerstehen, die Corona-Maßnahmen immer weiter fortzuschreiben – auch wenn dies gut ankommt und gepumptes Geld gerade billig ist. Das Kurzarbeitergeld scheint gut geeignet, vermeidbare Entlassungen in Unternehmen zu stoppen, die im Kern gesund sind und solide gewirtschaftet haben.

Die Mittelstandshilfen sollen Betriebe vor der Pleite bewahren, die ohne Pandemie und ohne Lockdown und andere staatliche Abwehr-Maßnahmen nie in Schwierigkeiten gekommen wären.

Werden die milliardenschweren Hilfen ohne Ansehen der Situation zum Normalzustand, bringen sie auf Dauer Zombiefirmen hervor: nicht überlebensfähige Betriebe, deren schiere Existenz die wirtschaftliche Dynamik und die Erneuerungskraft dämpft. Deren Zahl könnte schon bald auf 800.000 hochschnellen.

Auch die Belastung künftiger Generationen muss bedacht werden. Wird der Wohlfahrtsstaat strukturell überlastet, rächt sich das in Form von Vertrauensschwund.

Schon jetzt sind für die Firmen-Zuschüsse im Haushalt 25 Milliarden Euro eingeplant. Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate würde nach Angaben der Bundesregierung weitere fünf bis zehn Milliarden Euro kosten.

Schwerer als die Milliardensummen, die die verewigten Corona-Hilfen kosten, wiegt die Gefahr, dass sich in Deutschland eine Mentalität der Abhängigkeit vom Wohltäter Staat breitmacht: Das Kurzarbeitergeld und die Unterstützung für den Mittelstand würden dann zu einer Art Grundeinkommen. Das würde mehr Schaden anrichten, als es Nutzen bringt.

25.08.20 Diktatur der Dummheit

Dies könnte auch eine wissenschaftliche Büttenrede sein. Jean Pütz wurde mit seiner WDR-„Hobbythek“ (1974 bis 2004) und seinem rauschigen Schnauzer ein bundesweit prominentes Gesicht. Hier entwirft der Wissenschaftsjournalist und Influencer humorig eine Geschichte der Menschheit, die in der Abschaffung der Schwerkraft gipfelt – eine postfaktische Sottise, allerdings sehr ernst.

Es war einmal eine Zeit, als es noch keine Wissenschaft gab und die Menschen zur Erklärung des Alltags die Religion brauchten. Wenn eine Seuche wie Pest oder Cholera auftrat, wurde ein böser Geist, der wie Brueghel es in seinem Gemälde dargestellt hat, erfunden, der von Haus zu Haus, von Fenster zu Fenster sein Unwesen verrichtete. Meist fand man für das Übel einen Sündenbock, der auch mal als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Leute, die es sich leisten konnten, kauften sich frei von ihren Sünden, in dem sie der Kirche Geld oder Güter vermachten. Manchmal war es aber auch die Mutter Gottes, die herhalten musste. Bildnisse wurden reich mit Schmuck oder Spenden bedacht, die letztlich ebenfalls im Kirchensäckel landeten. So weit, so schlecht. Dann kam die Aufklärung und Philosophen bereiteten das Zeitalter der Naturforscher vor. Zunächst ganz langsam, dann immer schneller entwickelten sich die Wissenschaften. Davon profitierte auch die Technik. Es war James Watt, dem wir es verdanken, dass die Sklaverei nach langem Aufbäumen dagegen endlich geächtet wurde. Posthum verleihe ich ihm nicht nur den Nobelpreis für Physik, sondern auch den Friedensnobelpreis. Plötzlich wurde Sklavenarbeit erheblich teurer als Maschinenarbeit, und die feudale Herrschaft entschied sich aus ökonomischen Gründen für die Menschlichkeit. Die Moralphilosophen spielten dabei nur eine geringe Rolle. Der Technik sei Dank. Der Erfindungsreichtum der Wissenschaftler und Techniker fand keine Grenzen mehr, so aber auch die Fähigkeit, alles wieder zu zerstören: Dem Kolonialismus und dem Nationalismus, dem Faschismus und Kommunismus fielen Abermillionen zum Opfer.

Die Gefühle blieben in der Steinzeit stecken
Mich persönlich prägten die Jahre des Nationalsozialismus mit seinen furchtbaren Folgen. Aber danach, 70 Jahre lang Demokratie und Frieden bescherten mir und meinen Zeitgenossen eine Glückssträhne sondergleichen. Die Wissenschaft war hoch angesehen und erreichte auch den normalen Bürger. Die Technik erleichterte immer mehr das Leben und die Bildung sorgte dafür, dass viele das auch würdigen konnten. Doch früh deutete sich an, dass diese explosionsartige Vermehrung des Wissens aufgrund der zunehmenden Kompliziertheit nicht mehr jeden erreichen konnte. In dieser Hochzeit des Wissens entstanden die Akademiker als eine Art Parallelgesellschaft, die Bildung als Statussymbol vor sich hertrugen. Die Welt wurde immer komplexer und viele Menschen, obwohl sie die Errungenschaften nutzten, wurden abgehängt. Der Staat versuchte zwar gegenzulenken, aber die sozialen Unterschiede konnte er durch Bildung nicht beheben. Aber dann gab es doch noch ein Phänomen der Vermischung. Der Wohlstand der Massen nahm immer mehr zu und erschuf eine neue Kategorie, die ich als „Gutmenschen“ bezeichnen möchte, die sich von ihren Gefühlen leiten ließen. Da ging es nicht mehr um das wissenschaftliche Prinzip Ursache und Wirkung, sondern der Bauch übernahm die Herrschaft über das Hirn. Das mit den Gefühlen hat so eine eigenartige Bewandtnis. Diese waren nämlich seit der Steinzeit nicht der Evolution unterworfen. Damals, als die Menschheit mit dem Homo sapiens in Afrika entstand, brauchte man nicht für die Zukunft vorzusorgen, die Natur stellte ja in den Tropen über das ganze Jahr alles zum Leben zur Verfügung, was man brauchte, unabhängig von den Jahreszeiten. Es lebte sich gut. Es sei denn, der böse Nachbar wollte einem den Kopf einschlagen. So entstand das Gefühl der Zusammengehörigkeit des eigenen Clans, aber gleichzeitig auch die Fremdenfeindlichkeit. In der Hinsicht war sie überlebenswichtig und hat sich tief in unser Bewusstsein eingefressen. Weil vieles nicht erklärt werden konnte, entstanden auch die unterschiedlichen Religionen, die auf den Urgefühlen aufbauten, in manchen Religionen gelten sie sogar als Gottesbeweis. Sie und die kleinkarierte Wehrhaftigkeit ist so tief in uns verankert, dass heute ganze Völker durch Autokraten und Parteien, die auf diese primitiven Gefühle zielen, verführt werden können, wie einst durch den Rattenfänger von Hameln. Damit begann das Zeitalter des Postfaktischen. Auch hier spielte die ursprünglich den Menschen befreiende Technik eine wichtige Rolle. Noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte konnte der Einzelne so viele individuelle Nachrichten beziehen. Man sollte meinen, das würde die Demokratie stärken, aber Pustekuchen. Da spielt wiederum ein steinzeitlicher Urinstinkt eine Rolle, den ich selektive Wahrnehmung nennen möchte. Der Einzelne holt sich nur die Informationen aus der Fülle des Nachrichtenchaos heraus, die zufällig zu seinem Weltbild beziehungsweise steinzeitgelenkten Vorurteilen passen.

Gebt der Vernunft eine Chance
Sie mögen noch so der Erfahrung eines Menschen widersprechen. Doch das Internet gibt ihm über die Methode der Fake News die Bestätigung, mittlerweile sogar durch algorithmisch gesteuerte Automaten. Nur so lässt sich erklären, dass in dem Land, in dem die Wissenschaft höchstes Ansehen erfahren hat, ein Präsident die Wahlen gewann, der ihre Erkenntnisse völlig negiert, wenn sie ihm nicht in den politischen Kram passen. Der verbreitet ungeniert, um seine Macht zu festigen, diese Fake News und findet in seiner so gesteuerten Anhängergruppe unbeirrbare Resonanz. Aber nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt finden solche Prozesse statt. So gelang es Potentaten in Venezuela oder in der Türkei, das Volk glauben zu machen, dass sie Natur- und Sozial-Gesetze und sämtliche Erkenntnisse der modernen Forschung gänzlich ignorieren konnten, um damit genügend Anhänger zu rekrutieren, die diese Diktatur der Dummheit auch noch blindlings unterstützen. Auch in Deutschland müssen wir aufpassen, dass das nicht Raum greift, denn sowohl die extreme Rechte als auch die Linke versuchen die Bürger zu verführen mit Versprechen, die der Realität und Wissenschaft nie standhalten können. Sie tun so, als könnten sie die Sterne vom Himmel holen. Nun stellen Sie sich einmal vor, einem aus der rechten oder linken deutschen politischen Szene fällt ein, dass die Schwerkraft unsozial wäre, denn Menschen mit höherem Gewicht und daher stärkerer Anziehung seien benachteiligt. Dieser Agitator würde dann auch noch die Mittel der Massenbeeinflussung beherrschen, wie es einigen Politikern zugeschrieben werden könnte. Slogans wie „Ausländer raus“ oder „Nie wieder Deutschland“ würden zu einer lawinenartigen Massenbewegung führen und die Schwerkraft als Ursache des Übels identifiziert. Um das demokratisch zu untermauern, würde eine Volksbefragung initiiert mit dem Ziel: „Wir schaffen die Anziehungskraft ab!“ Bezirzt davon bekämen viele Bürger Scheuklappen und es entschieden sich 51 Prozent dafür, sie tatsächlich abzuschaffen. Dann würde der Entscheid dem Parlament übergeben mit dem Auftrag, ihn zu vollziehen, ohne auf Nebenwirkungen und Risiken zu achten. Sie meinen, so etwas wäre nicht möglich? Dann schauen Sie einmal, wie das mit dem Brexit gelaufen ist oder mit Trump und Erdogan oder mit … Erlösung aus unserem postfaktischen Zeitalter verspricht nur eines: Der Vernunft wieder eine Chance zu geben. Demokratisch auf die Schwarmintelligenz zu setzen, reicht offenbar nicht aus. Dafür engagiere ich mich mit einer offiziellen Seite bei Facebook und mit meiner täglich aktualisierten Homepage. Highlight: „Wissenschaft soeben eingetroffen“. Das erspart mir den Psychiater im Alter

14.08.20 Die plakative Grünen Ideologie zur Klimarettung zerstört unsere Konkurrenzfähigkeit der Industrie

Ich klage an !

Jetzt mit Verfügbarkeit über alle drei Videos der denkwürdigen ARD Sendung: Bilder aus der Wissenschaft aus dem Jahre 1990, „der Sonne eine Chance“. Den Link finden Sie hier im Text.

Die Grünen-Ideologie raubt Deutschland auf lange Sicht den Statuts der Industrienation – leider mit gutem Willen, aber ohne weitsichtige Sachkenntnis was die Möglichkeiten der Überwindung des Klimawandels anbelangt. Dass es anders geht, beweist Ihnen folgender Kommentar.
Vorab eine aufmunternde Sendung, die ich 1990 ausgestrahlt habe, also immerhin vor über 29 Jahren. Aus übertragungstechnischen Gründen musste ich ihn drei-teilen, aber ich glaube, der Beweis ist schon damals erbracht worden:

Aber gönnen sie sich auch meinen nachdenklichen, etwas längeren Text, den ich mit großer Resonanz über die neuen Medien gepostet habe unter dem Aspekt, Facebook ist für mich keine Bild-Zeitung, bei der eigentlich nur die Überschriften gelesen werden.
Deutschland schafft seine Industrie ab. Das, was die ‚Grünen‘ als unbedingt notwendig für die Zukunft seit 30 Jahren propagieren, war sicherlich für den Umweltschutz außerordentlich wichtig und hoch verdienstvoll. Sie waren die Vorreiter für die Sauberkeit der vier mittelalterlichen Elemente: Luft, Wasser, Erde, Feuer.
Zunächst zum Wasser
Mittlerweile sind sogar Lachse im Rhein gesichtet worden, wir können wieder in den Flüssen und Seen baden, das Grundwasser lässt sich noch preiswert zu Trinkwasser aufbereiten, wenn das nicht die starke Landwirtschafts-Lobby mit ihrer Gülle konterkariert hätte.
Die Luft ist erheblich sauberer geworden, manchmal sogar übertrieben, so dass Abmahnvereine ihren Reibach machen können.
Aber auch beim Boden haben die ‚Grünen‘ große Verdienste erworben. Sie kämpfen mit den Umweltverbänden für Artenvielfalt gegen Monokulturen und artgerechte Tierhaltung usw.
Insofern bin ich mit der Partei ‚Bündnis 90/Die Grünen‘ sehr einverstanden und habe sie auch bei der Gründung mit vielen Sendungen unterstützt, u. a. auch mit meinem von mir entwickelten Umweltmagazin ‚Dschungel – Leben und leben lassen‘. Gerade beim letzteren haben mich aber die ‚Grünen‘ fundamental enttäuscht. Ich weiß nicht, ob ich im publizistischem Mainstream als ‚Grünenhasser‘ angesehen werde, weil ich sie so oft kritisiere. Alle, die das glauben sollten wissen, dass ich den ‚Hass‘ aus meiner Existenz als menschliches Wesen gestrichen habe. Allein schon deshalb, weil psychologisch derjenige, der hasst, schlimmer dran ist als der, der behasst wird.
Das führt mich zum vierten Element, dem Feuer. Ich glaube, hier kann ich beweisen, dass die ‚Grünen‘ die naturwissenschaftliche Unkenntnis der Deutschen brutal populistisch zu ihren Zwecken ausgenutzt haben. Die meisten naturwissenschaftliche Fächer lassen sich ja sogar heute noch in Gymnasien und Gesamtschulen ohne Skrupel abwählen. Der Begriff ‚Energie‘ ist sehr abstrakt. Als ehemaliger Oberstudienrat weiß ich, dass den Schülern der zweite Hauptsatz der Wärmelehre mit seinem Entropie-Begriff sehr schwer nahe zu bringen ist. Eigentlich ist das inhaltlich nur eine Frage von Ordnung und Unordnung. So verstehen die meisten Bürger unter Energie, was sie unter ihrem Hintern fühlen. Das heißt, wenn sie einen Weg zu Fuß von A nach B, sagen wir einmal von Düsseldorf nach Köln, zurücklegen wollen, sie sehr viel Energie einsetzen müssen. Setzen sie sich aber ins Auto, bleibt ihnen das erspart. So ist es kein Wunder, dass von den meisten Menschen die ‚Bewegungsenergie‘ als solche verstanden.
Insofern war es den ‚Grünen‘ leicht, sich den Verkehr vorzuknöpfen, besonders den Verbrennungsmotor in unseren Autos. Natürlich wird dabei das für den Klimawandel unbestritten verantwortliche CO2-Gas in größerer Menge erzeugt. Aber das als Haupt-Verursacher des Klimawandels anzusehen, ist fahrlässig, wenn nicht zerstörerisch für die die gesamte Wirtschaftsnation Deutschland. Weil man das den Bürgern so eingebläut hat, glauben sie, das Elektroauto sei die Lösung. Aber nicht nur meiner Meinung nach ist es viel schädlicher als ein modern optimierter Verbrennungsmotor in Kombination mit der Elektromobilität.
Dass diese Verbotsideologie garantiert nicht zur Rettung des Klimas führt, beweist die Tatsache, dass unser privater Automobilsektor höchstens mit 6 bis 8 % am CO2-Ausstoß Deutschlands beteiligt ist. Nachdem diese grüne Ideologie schon fast alle Industriezweige aus Deutschland vertrieben hat, geht es jetzt auch der einzigen in der Welt noch führenden Automobilindustrie ans Leder. Über eine Million Arbeitsplätze gehen verloren, weil die Investitionen in das reine Elektroauto mindestens eine Billion Euro notwendig macht. Viel besser wäre es gewesen, die vorhandenen Industrien und ihre Umwelteinflüsse zu optimieren. Aber da scheitern diese quere Ideologien, denn davon haben sie keine Ahnung.
Das begriff ich bereits Anfang der 90er Jahre. Deshalb habe ich meine Redakteursmacht nicht nur beim WDR, sondern in der ARD brutal ausgenutzt, um ein Konzept im TV zur Sprache zu bringen entwickeln, welches die derzeit existierende Verbotsideologie überflüssig gemacht hätte, wäre man darauf eingegangen. Gegen großen Widerstand der ARD-Oberen ist es mir 1991 gelungen, eine früher niemals vorhandene Serie der berühmten ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ mit zwei Sendungen durchzusetzen, die sich der Hauptursache des Klimawandels entgegenstemmen sollte. Trotz großer Einschaltquote fand sie wenig Resonanz bei den ‚Grünen‘ und leider auch den Architekten, das sei alles viel zu teuer. Inhaltlich ging es da um die Verschwendung von Energie im Gebäudesektor durch Wärmen oder Kühlen. Mir war klar, dass 50% des CO2-Aufkommens in unseren Häusern, Bürogebäuden oder Fabrikhallen als Hauptverursacher verantwortlich war. Diese Logik ist offenbar den ‚Grünen‘ nicht bewusst geworden. Wenn man etwas verbessern will, muss man sich zunächst den Hauptverursacher vorknöpfen. Das Wärme physikalisch enorm energiehungrig ist, war offenbar den ‚Grünen‘ nicht attraktiv genug, um mehr Wähler für ihre Partei zu gewinnen. Wer weiß das schon?
Schauen Sie sich bitte meine erste Folge der ‚Bilder aus der Wissenschaft – Der Sonne eine Chance‘ dazu an. In der führe ich den Beweis, dass man schon damals, 1990, den Ausstoß von Milliarden von Tonnen von Kohlendioxid hätte einsparen können. Wenn diese Ratschläge befolgt worden wären, hätte mach sich den Wunsch nach Abschaffen des Verbrennungsmotors ersparen und mit Leichtigkeit die heute m. E. notwendigen Grenzwerte des CO2-Ausstoßes erreichen können, ohne die vielen Gesetze, die den Bürger in seiner Freiheit einengen.
Wenn noch nicht geschehen, dann sollten Sie sich jetzt das Video zu meinem Beitrag aus dem Jahre 1991 ansehen, das den Beweis erbringt, dass schon damals die falschen Weichen gestellt wurden, zwar nicht nur durch die ‚Grünen‘, sondern die gesamte deutsche Politik hat versagt. Trotzdem klage ich die ‚Grünen‘ heute an, denn sie sind mit ihrer Ideologie die Triebfeder zu dem, was in den letzten 10 Jahren in Beziehung zu falschen Entscheidungen zum Klimaschutz abgespielt hat. Sie haben schlichtweg die Nebenwirkungen ihrer Ideologie aus populistischen Gründen verdrängt und so wichtige Initiativen wie ‚Fryday for Future‘ in ihrem Traumdenken unterstützt, um sie als Wähler zu gewinnen und jetzt sogar noch das Wahlalter auf 16 Jahre reduzieren zu wollen.
Alles das hat nicht nur unserer Wirtschaft extrem geschadet, was kaum bemerkt wurde, weil sich solche Entwicklungen erst in 10 bis 20 Jahren auswirken. Der Wahlerfolg ist ihnen nicht abzusprechen, aber daran ist auch eine Radikalisierung und Übertreibung des Umweltbewusstseins erheblich beteiligt. Ob wir jemals die Geister, die da gerufen worden sind, wieder loswerden, ist die Frage. Aber das scheint den ‚Grünen‘ Schnuppe zu sein, denn Sachverständnis ist nicht ihre Stärke. Die Folge ist, das fast keine Partei heute ohne sie regieren kann. Aber die Parteiideologen, die das verbrochen haben, jemals zur Verantwortung gezogen werden können, ist fraglich. Denn die haben sich schon lange aus der Politik verabschiedet und zum Teil hoch dotierte Posten an anderer Stelle angenommen. Da kann leider nur noch die geschichtliche Verantwortung in 50 Jahren den Beweis führen.
Ich bin sicher, dass jetzt die Corona-Pandemie für fast alles vorgeschoben wird, um sich reinzuwaschen, wenn das einmal dem Deutschen Volk bewusst wird. Natürlich werden sie abstreiten, dass sie als Totengräber am Untergang der deutschen Industrienation beteiligt sind. Wir haben den Chinesen so viel Know How geliefert, dass sie mittlerweile die Weltökonomie mit ihrer freiheitsraubenden kommunistischen Ideologie beherrschen können. Vielleicht hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass wir der deutschen Industrie und der Kreativität ihrer Mitarbeiter den Aufschwung und den überbordenden Wohlstand verdanken. Die Zukunft sieht düster aus – gute Nacht Deutschland, das sagt Ihnen ein früher überzeugter Optimist. Aber wir haben es uns selbst eingebrockt.

Ihr Jean Pütz

Ein Link der Sie interessieren wird, wie die Elektromobilität gerettet werden kann ohne die deutsche Automobilindustrie abbauen zu müssen.

Wir brauchen einen Neustart des Kapitalismus – Mit einem Vorwort von Jean Pütz

Meine persönliche Meinung

Lobenswerte Initiative, sehr ambitioniert aber notwendig. Den Kapitalismus rundweg abzulehnen, ist der falsche Weg. Möglicherweise ihn durch Erzkommunismus zu ersetzen oder kombiniert mit faschistischen Ideologien – wie das z. B. die extreme Linke in Deutschland, getarnt als Antifa, fordert (schwarzer Block), oder islamische Ideen, ist der falsche Weg. Alles das führt zum wirtschaftlichen Untergang. Die meisten Menschen wissen nicht, dass es einen fundamentalen Unterschied gibt zwischen Finanzkapitalismus, der mittlerweile unerträglich Auswüchse zeitigt, und der Notwendigkeit, mit Kapital die Voraussetzungen für moderne Ausrüstung in Produktionsmitteln wie Maschinen, Computer, Software usw. zu schaffen. Insofern unterstütze ich die Initiative vom Gründer des World Economic Forum, Klaus Schwab. Ich hoffe, es gelingt, die verhängnisvolle Entwicklung einzudämmen, dass Jongleure an den Börsen mit Finanztransaktionen Milliarden verdienen. Diese parallele Scheinwelt sorgt dafür, das echt arbeitenden Menschen ihr verdienter Lohn vorenthalten wird. Auch die Macht von sogenannten Oligarchen muss auf demokratische Prinzipien begrenzt werden.

Ihr Jean Pütz

(Capital) – Smarter, grüner, fairer: Der Kapitalismus benötigt ein Update. Sibylle Barden-Fürchtenicht erklärt, wie ein nachhaltiger Kapitalismus für das 21. Jahrhundert aussehen kann

Das World Economic Forum, inoffizielle Schaltzentrale der weltweiten Spitzen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Medien, NGOs, Kultur und Kirchen, hat seit Covid-19 sein Kapitalismus-Warnsystem von Grün auf Alarm gestellt. Es ruft auf zum „Großen Neustart des Kapitalismus“. WEF-Gründer und Chef Klaus Schwab ist seit 50 Jahren Vorkämpfer für den Stakeholder Kapitalismus und sieht jetzt die Zeit der Umsetzung für sein Modell gekommen: „Wir müssen für unsere Wirtschafts- und Sozialsysteme komplett neue Grundlagen bauen. Jedes Land, von den USA bis China, muss mitmachen, und jede Industrie, von Öl und Gas bis zur Tech-Branche, muss transformiert werden.“

Ziel ist es, einen nachhaltigen Kapitalismus für das 21. Jahrhundert zu strukturieren, in dem alle Stakeholder der Gesellschaft in die gemeinsame und nachhaltige Wertschöpfungskette miteinbezogen werden. In der Praxis bedeutet dies, ein Unternehmen dient nicht länger nur seinen Aktionären, sondern auch seinen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, lokalen Gemeinschaften sowie Umwelt und Gesellschaft insgesamt. Dafür braucht es, wie bei einem Computer-Reset, das Herunterfahren des Betriebssystems, unseres Systems. Erst nach kompletter Überarbeitung kann die Neustart-Taste gedrückt werden.

Der Stakeholder-Kapitalismus, als Modell, ist die einzige Organisationsform, die soziale Verantwortung inklusive Umweltfrage mit dem System der Marktwirtschaft verbindet.
Der heutige wirtschaftliche Umbruch bietet die seltene Gelegenheit, den Kapitalismus zu transformieren. Unser Shareholder-Kapitalismus (für Aktionäre) hatte bereits in der globalen Finanzkrise 2008 seinen Zenit überschritten. Und schon damals diskutierte die Weltelite in Davos, ob das Streben nach Gewinn als Hauptziel von Unternehmen ausgedient hat. Denn: Es kostet Menschenleben, zerstört Natur und Klima – unsere Lebensgrundlage. Keine Gesellschaft, kein Unternehmen hat das Recht, das eigene Wohl auf Kosten des ganzen Globus auszurichten. Das Mantra von Unternehmen an die weltweiten Glieder der Lieferkette: „Mein Gewinn hängt von Deinem Verlust ab“, muss neu gedacht werden. „Mein Gewinn hängt von Deinem Gewinn ab“, wäre klüger. Und nachhaltiger. Weil fair.

Wie sieht die Transformation hin zu einem fairen, grünen und klugen Kapitalismus aus?
„Wir brauchen den Übergang vom kurzfristigen zum langfristigen Denken, den Übergang vom Aktionärskapitalismus zur Verantwortung der Stakeholder. Ökologische, soziale und Good Governance müssen ein angemessener Teil der Rechenschaftspflicht von Unternehmen und Regierungen darstellen“, so Klaus Schwab. Damit trifft er genau den Nerv der internationalen Gemeinschaft. Geschaffen werden müssen:

  • Faire Märkte: Unternehmen müssen ihren gerechten Anteil an Steuern zahlen, dürfen keine Toleranz für Korruption zulassen. Es gilt die Menschenrechte in den globalen Lieferketten zu wahren.
  • Eine Grünere Welt, in der die Natur eng verbunden mit allen Lebewesen ist. Wir müssen den Planeten behandeln wie einen Menschen, in seine Nachhaltigkeit investieren.
  • Eine Klügere Welt, mit einem neuen Gesellschaftsvertrag. Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit gehören in den Mittelpunkt. Der gesellschaftliche Fortschritt darf nicht hinter der wirtschaftlichen Entwicklung zurückbleiben.

Die Komplexität der Krisen, die mit Covid-19 einhergehen, erfordern unseren kollektiven Willen.
“Der Große Neustart” ist eine Verpflichtung. Er appelliert an unsere Verantwortung als Bürger, als Wirtschaftsführer und Politiker, gemeinsam und dringend die Grundlagen unseres Wirtschafts- und Sozialsystems besser auszurichten. Die Vereinten Nationen, der Internationale Währungsfonds, Finanz- und Technologieunternehmen, der Prince of Wales und internationale Politiker haben sich der Initiative angeschlossen. Sie haben verstanden, dass kein Stakeholder allein unseren Planeten retten wird. Das geht nur gemeinsam.

Ist der Alarm berechtigt?
Blicken wir auf Deutschland: Europas größte Volkswirtschaft steckt tief in der Rezession. Die schwerste seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Fast zehn Millionen Bürger befinden sich in diesem Sommer in verordneter Kurz- oder gänzlich ohne Arbeit. Beträfe es allein den schwächelnden Wirtschaftsstandort Deutschland, umgeben von einer prosperierenden Welt, würden wir schnell zu neuer Kraft finden. Dem ist aber nicht so. 170 von 189 Mitgliedsländern des Internationen Währungsfonds geht es ebenso. Das globale Wirtschaftswachstum wird von Weltbank, IWF und OECD im Monatstakt immer weiter nach unten gestuft, obwohl rund um den Globus Regierungen und internationale Organisationen 11 Billionen Dollar an Finanzhilfen bereitgestellt haben.

Mit wem will die deutsche Export-Nation Handel betreiben, wenn alle ums Überleben kämpfen?
Wir sind Zeuge der Auflösung unserer Handelsordnung. Ein Zurück ins Gestern wird es nicht geben. Das ist Phantasie. Wir müssen völlig neue Grundlagen für unser Wirtschafts- und Sozialsystem schaffen. Die Rettung? Ein Neustart. Ein großer.

Neuer Wirkstoff für Medikamente gegen Corona ?

(pts) – Im Kampf gegen die weltweite Corona-Pandemie entwickelt das Berliner Forschungs- und Entwicklungsunternehmen ImmunoLogik ein Breitband-Virostatikum, das Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung zu einer schnellen Genesung verhelfen soll. Die als IML-206 bezeichnete Substanz blockiert zelluläre Strukturen, die sehr wahrscheinlich für die Vermehrung des Virus unerlässlich sind. Die Erwartung der Wissenschaftler ist, dass die Ausbreitung des Virus im Körper zuverlässig gestoppt werden kann.

„Wir glauben, dass unser neuartiger Wirkstoffkandidat wesentlich effektiver wirkt und dazu besser verträglich ist als die bislang getesteten umgewidmeten Medikamente“, so Dr. Christian Setz, Geschäftsführer der Berliner ImmunoLogik GmbH. Da das Corona-Virus, wie alle Viren, mutiert, besteht bei vielen anderen, momentan getesteten Ansätzen, welche direkt Bausteine des Virus angreifen, die Gefahr, dass sich Medikamenten-Resistenzen bilden und die Therapie nach kurzer Zeit unwirksam wird. Diese Gefahr ist bei IML-206 sehr gering, da die Substanz nicht das Virus selbst, sondern genetisch stabile Bausteine der Wirtszellen, die weitaus weniger mutationsanfällig sind, beeinflusst.

Weiterhin ist diese Substanz sehr wahrscheinlich geeignet, um auch bei zukünftigen Ausbrü-chen von Coronaviren als zuverlässiges Breitband-Virostatikum zum Einsatz zu kommen, da die blockierten Bausteine der Zelle für eine ganze Bandbreite von Coronaviren unerlässlich sind. Anders als bei den zurzeit im Test befindlichen umgewidmeten Medikamenten, sind beim Einsatz von IML-206 zudem weniger Nebenwirkungen zu erwarten.

Hilfreiche Erkenntnisse aus der HIV-Forschung
Die Forscher von ImmunoLogik haben bereits sehr viel Know-how zu dieser Wirkstoffklasse aus ihrer jahrelangen Forschungsarbeit zur Bekämpfung des HI-Virus sammeln können. Hier ist das Ziel, mit einem Wirkstoff derselben Substanzklasse wie IML-206 den Ausbruch von AIDS bei austherapierten Patienten zu verhindern. Wie auch bei einer SARS-CoV-2-Infektion, gibt es bei HIV-Patienten das Risiko einer Resistenzbildung und von Unverträglichkeiten aufgrund von Nebenwirkungen der bislang eingesetzten Medikamente. Beide Entwicklungsprojekte laufen derzeit parallel und werden sich in den Studienergebnissen ergänzen. Erste Tests für IML-206 an menschlichen Probanden sollen 2022 beginnen.

Allein in den letzten zwei Jahrzehnten traten zwei aus dem Tierreich stammende Coronaviren – SARS und MERS – auf und verursachten teils lebensbedrohliche Erkrankungen. „Nach dem Ende des Ausbruchs von SARS endete damals unglücklicherweise auch die intensive Forschung an einem Wirkstoff gegen neu auftretende Coronaviren, sonst wären wir heute wahrscheinlich bereits besser gewappnet. Dieser Fehler sollte bei der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie nicht wieder passieren“, sagt Dr. Christian Setz. „Solche Coronavirus-Pandemien werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft immer wieder auftreten. Daher ist die Entwicklung eines wirksamen Breitband-Virostatikums unerlässlich“, so Setz weiter.

Über ImmunoLogik
Die ImmunoLogik GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2012 gegründet mit dem Ziel, antivirale Wirk-stoffe zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der Entwicklung eines Wirkstoffes für die Behandlung von austherapierten HIV-Patienten, um den Ausbruch von AIDS zu verhindern. Im Februar 2020 wurde diese Forschungsarbeit in Zusammenarbeit mit einem Forscherteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg um den Fokus der Behandlung von COVID-19-Patienten erweitert. Zur Finanzierung der weiteren Forschungsarbeiten startet ImmunoLogik eine Kampagne auf der Crowdinvesting-Plattform Aescuvest und ist damit Teil der Allianz #CrowdBeatsCorona. Strategischer Investor ist die Athenion Gruppe, die der ImmunoLogik im Verbund Zugriff auf interdisziplinäre Expertenteams aus Wirkstoffentwicklung, Projekt- und Qualitätsmanagement, Spezialisten im Bereich Business Development und Patentrecht ermöglicht.

Treibhäuser sind oft unökologisch – Mit einer Bemerkung von Jean Pütz

Treibhäuser sind oft unökologisch – mit halbtransparenten Solarzellen kann das behoben werden. Solarstrom kommt nun auch aus dem Treibhaus

Meine persönliche Bemerkung:
Kohlenmonoxid ist ein absolutes Gift, weil es den überlebenswichtigen Sauerstoff aus den roten Blutzellen vertreibt. Diese sorgen normalerweise für den Transport des Lebensgases an die einzelnen Organe und Körperzellen. Schon wenige Prozent Kohlenmonoxid  in der Atemluft sind tödlich. Aber nun ist den Doping-Spezialisten aufgefallen, dass bei gerade noch nicht lebensgefährlichen Dosen die roten Blutkörperchen anschließend veranlasst,  vermehrt Sauerstoff aufzunehmen. Eine Körperfunktion, die die Natur zur Rettung des Lebens eingerichtet hat. Dies wird neuerdings immer mehr durch Doping-Berater pervertiert, weil das bei Sportlern – ähnlich wie EPO höhere Leistungen verspricht und damit einen fairen Wettkampf unmöglich macht. Das Problem ist, diese Form von Doping ist kaum nachweisbar.

Da  bekannt ist, das Amateursportler solche leistungssteigernden Methoden nicht immer verabscheuen, kann ich nur davor warnen. Man sollte sich strikt an die Regel des Paracelsus halten, die er im Zusammenhang mit der Verwendung von giftigen Kräutern als Medizin empfohlen hat:

Auf die Dosis kommt es an.

Aber gerade darin besteht die Gefahr, die richtige Dosis zu finden, das können nur Fachleute. Jeder Organismus reagiert anders.

Dass das jetzt auch Sportmediziner als Methode aufgreifen, die natürlich die Mittel haben, diese individuell akzeptable Dosis mit Messgeräten festzustellen, sollten Sie selbst beurteilen. Aber generell das als Ersatz für Höhentraining zu akzeptieren, finde ich einen Skandal

Bitte lesen Sie dazu die wissenschaftliche Meldung der Universität Bayreuth:

Ihr Jean Pütz

(pte) – Das eigentlich für den Menschen giftige Gas Kohlenmonoxid hat laut Sportmedizinern der Universität Bayreuth in geringen Mengen eine leistungssteigernde Wirkung. Bei gesunden, gut trainierten Personen rief eine regelmäßige Inhalation von Kohlenmonoxid die gleiche Wirkung hervor wie der Aufenthalt in einem Höhentrainingslager. Details wurden in „Medicine & Science in Sports & Exercise“ publiziert.

Höhentraining-Alternative
„Eine gezielte Inhalation von Kohlenmonoxid in geringen Dosen könnte eine echte Alternative zu einem Höhentraining oder anderen Maßnahmen darstellen, die den Organismus einem kontrollierten Sauerstoffdefizit aussetzen. Bevor die Methode allerdings in die Praxis übernommen werden kann, müssen ethische Fragen geklärt und einige medizinische Aspekte noch genauer erforscht werden“, so Studienleiter Walter Schmidt.

Seiner Einschätzung nach hat Kohlenmonoxid sogar eine stärkere leistungssteigernde Wirkung als das Hormon EPO, welches von Leistungssportlern schon oft als illegales Doping-Mittel eingesetzt wurde. Eingeatmetes Kohlenmonoxid hindert Sauerstoff-Moleküle daran, sich mit Hämoglobin zu verbinden, das den Organismus normalerweise mit Sauerstoff versorgt. An den dadurch verursachten Sauerstoffmangel versucht sich der Organismus nun zu gewöhnen. Er reagiert mit ähnlichen Anpassungseffekten wie bei einem Höhentraining.

Tests über drei Wochen
Im Rahmen der Studie haben elf Versuchspersonen fünfmal täglich für drei Wochen eine geringe Menge Kohlenmonoxid inhaliert. Dadurch verringerte sich der Sauerstofftransport in der Blutbahn um rund fünf Prozent, was einem Aufenthalt in einer Höhe von etwa 2.500 Metern entspricht. Nach drei Wochen hatte sich die gesamte Hämoglobinmenge um fünf Prozent erhöht. Dieser Anstieg ging mit einer messbaren Steigerung der Ausdauerleistung einher. Er entsprach den Wirkungen eines gleich langen Höhentrainingslagers.

 

12.08.20 Ich klage an: Die langfristige Grünen-Ideologie zur Rettung des Klimas mit Video ‚Bilder aus der Wissenschaft‘  als Beweis

Ich klage an !!!
Die Grünen-Ideologie raubt Deutschland auf lange Sicht den Statuts der Industrienation. Leider mit guten Willen, aber ohne weitsichtige Sachkenntnis was die Möglichkeiten der Überwindung des Klimawandels anbelangt.

Dass es anders geht, beweist Ihnen folgender Kommentar.

Vorab eine aufmunternde Sendung, die ich 1990 ausgestrahlt habe, also immerhin vor 30 Jahren.

Aber gönnen sie sich auch meinen nachdenklichen, etwas längeren Text, denn Facebook ist für mich keine Bild-Zeitung, bei der eigentlich nur die Überschriften gelesen werden.

Deutschland schafft seine Industrie ab. Das, was die ‚Grünen‘ als unbedingt notwendig für die Zukunft seit 30 Jahren propagieren, war sicherlich für den Umweltschutz außerordentlich wichtig und hoch verdienstvoll. Sie waren die Vorreiter für die Sauberkeit der vier mittelalterlichen Elemente: Luft, Wasser, Erde, Feuer

Zunächst zum Wasser: Mittlerweile sind sogar Lachse im Rhein gesichtet worden, wir können wieder in den Flüssen und Seen baden, das Grundwasser lässt sich noch preiswert zu Trinkwasser aufbereiten, wenn das nicht die starke Landwirtschafts-Lobby mit ihrer Gülle konterkariert hätte.

Die Luft ist erheblich sauberer geworden, manchmal sogar übertrieben, so dass Abmahnvereine ihren Reibach machen können.

Aber auch beim Boden haben die ‚Grünen‘ große Verdienste erworben. Sie kämpfen mit den Umweltverbänden für Artenvielfalt gegen Monokulturen und artgerechte Tierhaltung usw.

Insofern bin ich mit der Partei ‚Bündnis 90/Die Grünen‘ sehr einverstanden und habe sie auch bei der Gründung mit vielen Sendungen unterstützt, u. a. auch mit meinem von mir entwickelten Umweltmagazin ‚Dschungel – Leben und leben lassen‘. Gerade beim letzteren haben mich aber die ‚Grünen‘ fundamental enttäuscht. Ich weiß nicht, ob ich im publizistischem Mainstream als ‚Grünenhasser‘ angesehen werde, weil ich sie so oft kritisiere. Alle, die das glauben sollten wissen, dass ich den ‚Hass‘ aus meiner Existenz als menschliches Wesen gestrichen habe. Allein schon deshalb, weil psychologisch derjenige, der hasst, schlimmer dran ist als der, der behasst wird.

Das führt mich zum vierten Element, dem Feuer. Ich glaube, hier kann ich beweisen, dass die ‚Grünen‘ die naturwissenschaftliche Unkenntnis der Deutschen brutal populistisch zu ihren Zwecken ausgenutzt haben. Die meisten naturwissenschaftliche Fächer lassen sich ja sogar heute noch in Gymnasien und Gesamtschulen ohne Skrupel abwählen. Der Begriff ‚Energie‘ ist sehr abstrakt. Als ehemaliger Oberstudienrat weiß ich, dass den Schülern der zweite Hauptsatz der Wärmelehre mit seinem Entropie-Begriff sehr schwer nahe zu bringen ist. Eigentlich ist das inhaltlich nur eine Frage von Ordnung und Unordnung. So verstehen die meisten Bürger unter Energie, was sie unter ihrem Hintern fühlen. Das heißt, wenn sie einen Weg zu Fuß von A nach B, sagen wir einmal von Düsseldorf nach Köln, zurücklegen wollen, sie sehr viel Energie einsetzen müssen. Setzen sie sich aber ins Auto, bleibt ihnen das erspart. So ist es kein Wunder, dass von den meisten Menschen die ‚Bewegungsenergie‘ als solche verstanden.

Insofern war es den ‚Grünen‘ leicht, sich den Verkehr vorzuknöpfen, besonders den Verbrennungsmotor in unseren Autos. Natürlich wird dabei das für den Klimawandel unbestritten verantwortliche CO2-Gas in größerer Menge erzeugt. Aber das als Haupt-Verursacher des Klimawandels anzusehen, ist fahrlässig, wenn nicht zerstörerisch für die die gesamte Wirtschaftsnation Deutschland. Weil man das den Bürgern so eingebläut hat, glauben sie, das Elektroauto sei die Lösung. Aber nicht nur meiner Meinung nach ist es viel schädlicher als ein modern optimierter Verbrennungsmotor in Kombination mit der Elektromobilität.

Dass diese Verbotsideologie garantiert nicht zur Rettung des Klimas führt, beweist die Tatsache, dass unser privater Automobilsektor höchstens mit 6 bis 8 % am CO2-Ausstoß Deutschlands beteiligt ist. Nachdem diese grüne Ideologie schon fast alle Industriezweige aus Deutschland vertrieben hat, geht es jetzt auch der einzigen in der Welt noch führenden Automobilindustrie ans Leder. Über eine Million Arbeitsplätze gehen verloren, weil die Investitionen in das reine Elektroauto mindestens eine Billion Euro notwendig macht. Viel besser wäre es gewesen, die vorhandenen Industrien und ihre Umwelteinflüsse zu optimieren. Aber da scheitern diese quere Ideologien, denn davon haben sie keine Ahnung.

Das begriff ich bereits Anfang der 90er Jahre. Deshalb habe ich meine Redakteursmacht nicht nur beim WDR, sondern in der ARD brutal ausgenutzt, um ein Konzept im TV zur Sprache zu bringen entwickeln, welches die derzeit existierende Verbotsideologie überflüssig gemacht hätte, wäre man darauf eingegangen. Gegen großen Widerstand der ARD-Oberen ist es mir 1991 gelungen, eine früher niemals vorhandene Serie der berühmten ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ mit zwei Sendungen durchzusetzen, die sich der Hauptursache des Klimawandels entgegenstemmen sollte. Trotz großer Einschaltquote fand sie wenig Resonanz bei den ‚Grünen‘ und leider auch den Architekten, das sei alles viel zu teuer. Inhaltlich ging es da um die Verschwendung von Energie im Gebäudesektor durch Wärmen oder Kühlen. Mir war klar, dass 50% des CO2-Aufkommens in unseren Häusern, Bürogebäuden oder Fabrikhallen als Hauptverursacher verantwortlich war. Diese Logik ist offenbar den ‚Grünen‘ nicht bewusst geworden. Wenn man etwas verbessern will, muss man sich zunächst den Hauptverursacher vorknöpfen. Das Wärme physikalisch enorm energiehungrig ist, war offenbar den ‚Grünen‘ nicht attraktiv genug, um mehr Wähler für ihre Partei zu gewinnen. Wer weiß das schon?

Schauen Sie sich bitte meine erste Folge der ‚Bilder aus der Wissenschaft – Der Sonne eine Chance‘ dazu an. In der führe ich den Beweis, dass man schon damals, 1990, den Ausstoß von Milliarden von Tonnen von Kohlendioxid hätte einsparen können. Wenn diese Ratschläge befolgt worden wären, hätte mach sich den Wunsch nach Abschaffen des Verbrennungsmotors ersparen und mit Leichtigkeit die heute m. E. notwendigen Grenzwerte des CO2-Ausstoßes erreichen können, ohne die vielen Gesetze, die den Bürger in seiner Freiheit einengen.

Die erst Folge musste ich in maximal 10-Minuten-Abschnitten aufteilen, aber der erste Abschnitt ist schon bezeichnend. Die weiteren Abschnitte werde ich nachreichen, sofern ich eine ausreichende Resonanz finde. Jedenfalls klage ich die ‚Grünen‘ an, die Nebenwirkungen ihrer Ideologie aus populistischen Gründen verdrängt zu haben und so wichtige Initiativen wie ‚Fryday for Future‘ in ihrem Traumdenken zu unterstützen, um sie als Wähler zu gewinnen und jetzt sogar noch das Wahlalter auf 16 Jahre reduzieren zu wollen.

Alles das hat nicht nur unserer Wirtschaft extrem geschadet, was kaum bemerkt wurde, weil sich solche Entwicklungen erst in 10 bis 20 Jahren auswirken. Der Wahlerfolg ist ihnen nicht abzusprechen, aber daran ist auch eine Radikalisierung und Übertreibung des Umweltbewusstseins erheblich beteiligt. Ob wir jemals die Geister, die da gerufen worden sind, wieder loswerden, ist die Frage. Aber das scheint den ‚Grünen‘ Schnuppe zu sein, denn Sachverständnis ist nicht ihre Stärke. Die Folge ist, das fast keine Partei heute ohne sie regieren kann. Aber die Parteiideologen, die das verbrochen haben, jemals zur Verantwortung gezogen werden können, ist fraglich. Denn die haben sich schon lange aus der Politik verabschiedet und zum Teil hoch dotierte Posten an anderer Stelle angenommen. Da kann leider nur noch die geschichtliche Verantwortung in 50 Jahren den Beweis führen.

Ich bin sicher, dass jetzt die Corona-Pandemie für fast alles vorgeschoben wird, um sich reinzuwaschen, wenn das einmal dem Deutschen Volk bewusst wird. Natürlich werden sie abstreiten, dass sie als Totengräber am Untergang der deutschen Industrienation beteiligt sind. Wir haben den Chinesen so viel Know How geliefert, dass sie mittlerweile die Weltökonomie mit ihrer freiheitsraubenden kommunistischen Ideologie beherrschen können. Vielleicht hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass wir der deutschen Industrie und der Kreativität ihrer Mitarbeiter den Aufschwung und den überbordenden Wohlstand verdanken. Die Zukunft sieht düster aus – gute Nacht Deutschland, das sagt Ihnen ein früher überzeugter Optimist. Aber wir haben es uns selbst eingebrockt.

Ihr Jean Pütz

Versprochen und gebrochen: Die düstere Handelsbilanz von Donald Trump

(Handelsblatt) – Mit seinen Handelsattacken hat Trump der US-Wirtschaft großen Schaden zugefügt. Selbst wenn er abgewählt wird, ist keine schnelle Wende zu erwarten.

Washington An diesem Donnerstag kehrt Donald Trump zu den Wurzeln seines Handelskriegs zurück: Er besucht eine Waschmaschinenfabrik des US-Herstellers Whirlpool in Ohio. Der Bundesstaat ist schwer von der Corona-Pandemie betroffen, doch über das Virus dürfte der US-Präsident nur am Rande sprechen. Vielmehr will er die Botschaft setzen, dass er weiter für amerikanische Marken und Arbeiter kämpft – und deshalb im November wiedergewählt werden müsse.

Whirlpool war eine der Firmen, die sich nach Trumps Amtsantritt für höhere Einfuhrzölle starkmachten, 2018 traten Strafzölle auf ausländische Waschmaschinen in Kraft. Es sollte nur die erste Runde im Handelskrieg sein. Trump zog eine Barriere nach der nächsten hoch, gegen Stahl und Aluminium, Backöfen, Laptops, Spielzeug, Textilien. Allein auf chinesischen Importen lasten Zölle in Höhe von 360 Milliarden US-Dollar.

Die Trump-Regierung betonte stets, die nationale Sicherheit der USA sei bedroht, wenn Handelspartner den Markt mit günstigen Produkten schwemmen und die Existenz von US-Firmen gefährden. Viele Experten halten dieses Argument für vorgeschoben, damit Trump Befugnisse des Kongresses umgehen und frei im Handelsrecht agieren konnte. Doch unabhängig vom Wahlausgang am 3. November steht jetzt schon fest, dass die US-Handelspolitik wohl nie wieder zum Status vor Trumps Präsidentschaft zurückkehren wird.

Die Handelskonflikte mit China und der Europäischen Union sind von einer Lösung weit entfernt. Und auch Trumps Herausforderer, der Demokrat Joe Biden, schlägt in seinem Programm protektionistische Töne an. „Zu lange hat das globale Handelssystem seine Versprechen an amerikanische Arbeiter nicht eingehalten“, heißt es darin. „Zu viele Unternehmen haben Arbeitsplätze ausgelagert, zu viele Länder haben ihre Versprechen gebrochen, ehrliche und transparente Partner zu sein.“

Einen zentralen Aspekt von Trumps „America first“-Kurs kann man dabei als gescheitert betrachten: „Handelskriege sind leicht zu gewinnen“, behauptete der Präsident. Doch am Ende seiner ersten Amtszeit ist davon nicht viel übrig geblieben: Der groß angekündigte Pakt mit China liegt ebenso auf Eis wie das angestrebte Industriezollabkommen mit der EU.

Washington hatte sich mit Peking Anfang des Jahres auf höhere Agrarimporte geeinigt, doch inmitten der Corona-Pandemie hat China Schwierigkeiten damit, das Versprechen einzulösen. Und an eine „Phase zwei“ des Abkommens glaubt Trump laut eigener Aussage selbst nicht mehr. Der Handelspakt mit der EU ging nie über Vorgespräche hinaus. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hatte sich Trump zudem aus der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) zurückgezogen, die verbliebenen Partner machten allein weiter.

Einzig das nordamerikanische Abkommen Nafta wurde neu verhandelt, am 1. Juli trat USMCA in Kraft. Doch ob das als Erfolgsbotschaft im Wahljahr genügt, ist zweifelhaft. Die Strafzölle gegen China kosten US-Unternehmen und Verbrauchern jährlich rund 57 Milliarden US-Dollar, etwa durch höhere Preise und Materialkosten, errechnete der Verband American Action Forum.

Die Handelsbarrieren belasten besonders Regionen, in denen Trump auf Stimmen angewiesen ist: In sieben der wichtigsten Swing-Staaten, also Florida, Iowa, Michigan, Minnesota, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin, kosten die Strafzölle die Bürger fast acht Milliarden US-Dollar, kritisiert der Verband Tariffs hurt the Heartland. Eigentlich sollten die Strafzölle nur kurzzeitig in Kraft bleiben, als Hebel für Zugeständnisse, hatte Trump versprochen. Doch inzwischen sind sie fester Bestandteil der US-Handelspolitik.

Die Pandemie verschärft die Lage
Laut Robert E. Scott, Ökonom am Washingtoner Economic Policy Institute, haben die Zölle nichts verbessert. „Insgesamt haben die USA seit 1997 fast fünf Millionen Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe verloren. Darunter fast 1800 Fabriken, die zwischen 2016 und 2018 unter Trump verschwunden sind“, schrieb er in einem Gastbeitrag für das Portal „The Hill“. 2019 schloss der US-Konzern General Motors etwa seine Montagewerke in Ohio, Michigan und Maryland.

Das sei nicht allein Trumps Schuld, betont der Ökonom – doch seine Politik habe es nicht vermocht, Langfristtrends zu stoppen. Zarte Zuwächse im verarbeitenden Gewerbe seien schließlich durch die Corona-Pandemie zunichtegemacht worden, „mit allein 1,2 Millionen verlorenen Jobs in der Fertigung“.

Auch die Außenhandelsbilanz fällt durchwachsen aus. Versprochen hatte Trump mehr Exporte und weniger Importe. Und tatsächlich schrumpfte das US-Handelsbilanzdefizit im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2013 und sank auf knapp 617 Milliarden US-Dollar. Doch die Kluft zwischen Exporten und Importen ist immer noch größer als bei Trumps Amtsantritt, als sie rund 500 Milliarden US-Dollar betrug.

Im Juni erholte sich das Handelsdefizit der USA leicht, wie am Mittwoch veröffentlichte Zahlen zeigen. So verringerte sich die Lücke zwischen Importen und Exporten von 54,8 Milliarden US-Dollar im Mai auf 50,7 Milliarden US-Dollar im Juni. Sowohl Importe als auch Exporte liegen wegen der Pandemie jedoch weit unter dem Vorjahresniveau.

Mit Beginn der Pandemie brach zudem die weltweite Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen ein. „Die US-amerikanische Nachfrage steht vor einem langen und riskanten Weg zur Erholung. Der Handel wird voraussichtlich einer der am stärksten betroffenen Sektoren sein“, schreiben die Analysten James Watson und Gregory Daco von Oxford Economics. „Es kann weit bis ins Jahr 2022 hinein dauern, bevor sich der US-Handel wieder auf das Niveau von 2019 erholt.“

Neue Runde im Streit mit Europa?
Zumindest für Europa wird vom Ausgang der US-Wahlen abhängen, unter welchen Bedingungen Handelsgespräche wiederbelebt werden können. Trump hat seine Drohung von Autozöllen gegen Europa nie zurückgenommen. Und im Fall einer europäischen Steuer für amerikanische Tech-Konzerne wie Amazon, Facebook und Google drohen die USA mit Vergeltungszöllen auf Wein, Käse oder Handtaschen.

Mit bis zu 100 Prozent sollen französische Waren belastet werden, die Zölle sollen einen Gesamtwert von 2,4 Milliarden US-Dollar haben. Trumps Ex-Sicherheitsberater John Bolton sieht in einer Digitalsteuer das Potenzial für einen Dauerkonflikt. „Ich sehe nicht, dass die EU hier sonderlich auf die USA zugeht. Darüber muss man ernsthaft verhandeln“, sagte er im Handelsblatt-Interview.

Sowohl Republikaner als auch Demokraten arbeiten seit Langem an einem besseren Zugang zum europäischen Agrarmarkt für US-Firmen. Ein neuer Vorstoß nach den Präsidentschaftswahlen ist deshalb wahrscheinlich. Vergangene Woche schrieben 61 Senatoren aus beiden Parteien einen Brandbrief an die US-Regierung. Darin drängten sie darauf, dass amerikanische Waren in Europa unter Bezeichnungen wie Feta, Parmesan oder Chateau verkauft werden dürfen. In der EU sind diese Begriffe an die Region der Herstellung geknüpft.

„Europa schränkt den Wettbewerb für hochwertige Lebensmittel massiv ein“, warnte der Bundesverband der US-Milchproduzenten. Amerikanische Landwirte gehören zu den größten Exporteuren der USA, doch sie leiden enorm unter chinesischen Vergeltungszöllen auf Soja, Ginseng oder Schweinefleisch. Bleiben die Zölle auf Dauer in Kraft, erscheint es aus der Sicht der US-Agrarlobby nur logisch, den Druck auf Europa zu erhöhen.

Demokraten bleiben eher vage
Biden hat bereits klargemacht, dass er die Strafzölle gegen China nicht sofort nach einem möglichen Amtsantritt aufheben würde. Überhaupt will er erst 400 Milliarden US-Dollar in den Kauf von inländisch produzierten Waren investieren, bevor er neue globale Handelsabkommen abschließt. So hält Biden eine Rückkehr ins TPP-Bündnis, das er unter der Präsidentschaft von Barack Obama mit ausgehandelt hatte, offen. „Die Covid-19-Pandemie hat das Risiko aufgezeigt, sich zu stark auf globale Lieferketten zu verlassen“, steht im Wahlprogramm der Demokraten.

Der Handelsexperte William Reinsch von der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies stellt Biden ein mangelhaftes Zeugnis aus. „Kurz gesagt, hier gibt es keine politische Vision“, schreibt er. Die Demokraten blieben sowohl bei Strafzöllen als auch über Handelsabkommen und eine WTO Reform im Vagen.

Allerdings gäbe es einen großen Vorteil zu Trump: Biden wolle mit Verbündeten wie Europa zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Front gegen China aufzubauen, während Trump seine Partner verprellte. „Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Trump und Biden ist, dass der Erstere ein Unilateralist und der Letztere ein Multilateralist ist.“