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Internationaler Tag des Kaffees – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Meine persönliche Bemerkung:
Vor etwa 30 Jahren war ich in Costa Rica und besuchte die kleinen Kaffebauern, die von den großen Kaffekonzernen – mit Verlaub gesagt – regelrecht beschissen wurden. die waren teilweise so in Not, dass sie ihre prall gefüllten Säche mit Kaffekirschen und Kaffebohnen an die Einkäufer, die mit Dollarnoten winkten, für einen Hungerlohn abgaben.

Ein Versuch war, Kooperativen zu gründen. Aber auch das führte teilweise nicht zum Ziel. Meine Sendung kam gerade richtig, denn Dieter Overath in Köln war im Begriff, die Organisation ‚Fairer Handel‘ zu gründen und mit Kaffe als Starprodukt zu beginnen. Das gab es zwar damals schon, aber die GEPA verkaufte Kaffe, bei dem man zweimal leidern musste: Er schmeckte nicht und war trotzdem teurer. Das hat die Hobbythek nicht ruhen lassen und wir haben einen der besten Kafferöster aus Holland gewonnen, dem abzuhelfen und ein Spitzenprodukt unter dem Namen ‚Forestal‘ anzubieten. Übrigens: 50 Dollar-Cent wurde abgezweigt, um dafür den Urwald aufzuforsten. Natürlich unterstützen wir auch den fairen Kaffee und mir gelang es sogar, Willy Millowitsch für die Kampagne zu gewinnen. Im Studio bewies er, dass er 100%ig hinter unser Projekt stand.

Dass es heute immer noch einer solchen Initiative bedarf – 30 Jahre später – beweist der folgende Bericht.
Jean Pütz

Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen und fairen Konsum fördern
• Kaffeeanbau in der Krise: fairer Handel muss mehr werden
• Jetzt ist Olaf Scholz gefragt: Kaffeesteuer weg für fairen Kaffee
• Hier das braune Gold – in den Anbauländern Krise

(Fairtrade) – Zum internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober appelliert TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) erneut an das Finanzministerium, die Kaffeesteuer für fairen Kaffee abzuschaffen. „Die Menschen im Kaffeeanbau stecken in einer mehrfachen Krise: Neben einer Preiskrise mit exterm schwankenden Kaffeepreisen sind sie von der Klimakrise und jetzt auch noch Corona extrem betroffen“, sagte Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland Dieter Overath. „Wenn wir fairen Kaffeekonsum fördern, tragen wir dazu bei, eine ganze Branche zukunftsfähgier zu machen. Die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee ist kein Selbstzweck sondern sichert langfristig Lieferketten.“ Bislang macht der faire Handel in Deutschland rund fünf Prozent des gesamten Kaffeehandels aus.

Finanzministerium soll Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen
Ursprünglich als Luxussteuer eingeführt, ist Kaffee längst wortwörtlich in aller Munde. Doch die Steuer blieb. 2,19 Euro pro Kilogramm Kaffee zahlen Verbraucher an den Fiskus. „Steuerpolitik ist ein Hebel, um gesellschaftliche Veränderung voran zu treiben. In der Pandemie wurde die Mehrwertsteuer pauschal gesenkt. Warum sollte man Steuern nicht gezielt einsetzen, um nachhaltigen Konsum zu fördern? Genau das würde die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee bewirken“, so Overath. Das Entwicklungsministerium unterstützt das Vorhaben, im Finanzministerium sträubt man sich dagegen hartnäckig. „Als Erster Bürgermeister Hamburgs hatte Olaf Scholz die Kaffeesteuer-Abschaffung unterstützt, wir erinnern ihn in seiner Funktion als Finanzminister gern nochmal daran.“

Auch die Nichtregierungsorganisation One, bekannt durch deren prominenten Mitbegründer U2 Sänger Bono, fordert in einer aktuellen Petition die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee.

Klimawandel, Niedrigpreise, Corona – Kaffeeanbau in der Krise
Nicht erst seit der Pandemie ist die Situation für die Menschen im Kaffeeanbau prekär. Die Weltmarktpreise waren bis vor kurzem auf historischem Tiefstand und erholen sich nur langsam. Die Klimakrise bringt Wetterextreme und neue Schädlinge. Und jetzt Corona. Noch vor einem Jahr, im September 2019 war Olga Alvarado aus Honduras zu Gast in Deutschland. Das Leben der Kaffeebäuerin ist geprägt von der aktuellen Krise: „Es gibt keinen Unterricht für meine Kindern seit die Pandemie angefangen hat, weil die Schulen geschlossen sind.“ Der nächsten Erntezeit blickt sie mit Sorge entgegen: „Wegen des Social Distancing können wir keine Sammler für die Kaffeebohnen beschäftigen“, berichtet Sie. „Die einzige Unterstütztung kommt von meinem Mann. Ich hoffe sehr, dass dieses Jahr wenigstens die Preise für die Ernte höher sind.“
Mobilitätseinschränkungen erschweren es den Kleinbauernorganisationen in abgelegenen Regionen, ihre Ernte zum Hafen zu bringen, wenn sie überhaupt genug helfende Hände finden, um die Kaffeekirschen zu ernten.

Fairtrade bietet mehr Stabilität und Unterstützung: Feste Mindestpreise, die die Produktionskosten decken, eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte und dass sich die Bäuerinnen und Bauern in Genossenschaften professionalisieren trägt dazu bei, Krisen besser bewältigen zu können.

Kiri – ein neuer Wunderbaum – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Kiri – ein neuer Wunderbaum: gezüchtet in Bonn, er wächst 2,50 Meter pro Jahr, das Gewicht ist so leicht wie Balsa-Holz, aber so stabil wie die Pappel.
Er ist nicht nur für große Plantagen geeignet, sondern auch für Ihren Garten als Blickfang mit großen Blättern und schönen Blüten.
Habe ich Ihre Neugier angeregt, dann schauen sie sich das  Video an, dass leider nicht von den Öffentlich-Rechtlichen, sondern von Pro 7 produziert wurde.

 

 

Steinpilze – Delikatesse aus dem Wald

(BZfE) – Steinpilze gehören zu den edelsten Waldpilzen und sind daher
unter Pilzsammlern besonders begehrt. Ihr festes Fleisch hat ein mildes und
angenehm nussiges Aroma, das in Suppen, Soßen und Eierspeisen gut zur
Geltung kommt. Sie können aber auch mit Zwiebeln und Speck angedünstet
und als edle Beilage zu Fleisch oder Gemüse serviert werden.

Der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt, gehört zu den Röhrenpilzen. Er
hat einen hellen, bauchigen Stiel und einen braunen Hut. Es gibt mehrere
Arten, die von Mai bis Oktober gesammelt werden können. Hauptsaison ist
von September bis Oktober. Der Fichtensteinpilz (Boletus edulis) gedeiht
gut auf sauren und nährstoffarmen Böden in Nadel- und Laubwäldern.

Steinpilze dürfen nicht mit dem Gallenröhrling (Tylopilus felleus), auch
Bitterling genannt, verwechselt werden. Dieser Pilz ist zwar nicht giftig,
hat aber einen bitteren Geschmack und kann in größeren Mengen heftige
Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Ein einziges Exemplar verdirbt die
ganze Pilzpfanne. Vor allem die jungen Exemplare des Bitterlings sehen dem
Steinpilz sehr ähnlich. Achten Sie auf den Stiel, der beim Steinpilz weiß
bis hellbräunlich gefärbt ist und ein helles Netz aufweist. Beim
Gallenröhrling ist er hautfarben mit einem groben, braungelben Netz. Das
wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist aber der Geschmack: Am besten testet
man mit der Zunge am Hut, ob der Pilz bitter schmeckt. Generell gilt:
Sammeln Sie nur Pilze, die sich eindeutig bestimmen lassen. Bei geringstem
Zweifel bleibt das Exemplar besser stehen.

Am besten wachsen Pilze nach regenreichen Tagen und bei milden
Temperaturen. Wenn Sie einen Steinpilz gefunden haben, drehen Sie ihn
vorsichtig aus dem Boden und befreien ihn noch vor Ort von Erde, faulen und
angefressenen Stellen. Das Ende des Stiels wird mit einem scharfen
Küchenmesser abgeschnitten, um einen möglichen Madenbefall zu prüfen. In
einem luftigen Körbchen wird die Ernte nicht gequetscht. Auch wenn sich
Steinpilze im Kühlschrank zwei bis drei Tage halten, schmecken sie direkt
zubereitet besonders aromatisch. Vor dem Verzehr werden sie mit einer
Pilzbürste oder Küchenpapier gesäubert.

Ist die Ausbeute besonders reichlich, kann man die Pilze auch für den
Winter trocknen: Die gereinigten Exemplare auf einem mit Backblech
verteilen und für mehrere Stunden bei 50 Grad in den Ofen legen. Lassen
Sie die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

21.09.20 Herzlichen Dank für die vielen Geburtstagswünsche

Geburtstag: Kein Wert an sich, sondern Anlass zum Nachdenken.
(Mit herzlichem Gruß an meine Facebook Feinde)

Zunächst möchte ich mich für die Tausenden von Glückwünschen danken, die Sie mir per Mail, über Facebook und Whatsapp und die altehrwürde Postkarte haben zukommen lassen. Allerdings feiere ich meinen Geburtstag nur alle fünf Jahre, damit ich nicht merke, wie schnell ich alt werde. Sie können verstehen, dass ich mich nicht bei jedem einzelnen bedanken kann.

Die Technik gibt uns heute die Möglichkeit, wie früher am Leben teilzunehmen. Vor allen Dingen, sich nicht sprachlos ärgern zu müssen, wenn sich Widersprüche in Politik und Alltag ergeben. So etwas in sich hineinfressen, verkürzt das Leben. Aber nicht nur deswegen melde ich mich ja auch in den Medien zu Wort, es könnte ja sein, dass unsere Kinder und Kindeskinder von den Erfahrungen profitieren, die die Alten in ihrem Leben gemacht haben. Ich ärgere mich über meine ehemals bekannten und kompetenten Moderator-Kollegen, die sich, nachdem sie pensioniert wurden, völlig zurückgezogen haben, obwohl sie früher sehr glaubwürdig berichteten. Aber jeder muss nach seiner Fasson selig werden.

Was mich anbelangt, trainiere ich damit auch meine Gehirnzellen, die müssen bis ins späte Alter genauso gefordert werden wie die Muskeln. Der Körper hat ja sonst die unangenehme Eigenschaft, dass er alles abstößt, wovon er glaubt, es nicht mehr zu gebrauchen. Jeder, der einmal einen Knochenbruch erlebt hat, wird mir das bestätigen, die Muskeln bauen sich innerhalb kürzester Zeit ab und müssen später auswendig regeneriert werden. Ich meine sogar, dass das eine Vorbeugung vor Alzheimer sein könnte, lebenslang lernen und agieren. Das ist mein Tipp für sie alle, ich habe davon profitiert.

Heute steht in den ‚Westfälischen Nachrichten‘ ein ganzseitiger Artikel anlässlich meines 84sten Geburtstags über mich, in dem ich als ‚Glückspilz bezeichnet werde. Dem stimme ich nur insofern zu, als man verdammt viel zu diesem Glück beitragen muss und nicht die Hände in den Schoß legen kann – auch nicht im hohen Alter.

Nun möchte ich noch einmal kurz auf meinen letzten Kommentar hier bei Facebook zurückkommen, in dem ich unter dem Titel ‚einige wenige Polizisten im Abseits‘ die Gefahren angesprochen habe, die unserer Demokratie durch extrem rechte Gesinnung in diesem Kreis drohen. Wehret den Anfängen, ohne vorzuverurteilen und alle Polizisten in einen Topf zu werfen. Die Polizei muss unser Freund und Helfer bleiben.

Als der Polizeipräsident von Essen, Frank Arno Richter, mich seinerzeit in die Jury zur Verleihung des Polizei-Awards für besonders couragiertes Verhalten von Bürgern und Polizisten gerufen hat, habe ich gerne zugestimmt. Auch, weil mir Herr Richter mit seiner gesamten Philosophie imponierte. Sein Bezirk ist leider in die diese Affäre involviert, ich nehme ihm allerdings auch seine ehrliche und emotionale Entrüstung in der Pressekonferenz mit dem Innenminister Herbert Reul, der auch in der Jury ist, voll ab.

Wenn man Geburtstag hat, denkt man auch etwas über die Zukunft nach – nicht mehr über die eigene, sondern über die unserer Kinder und Kindeskinder. Deshalb habe ich den schon angesprochenen Kommentar bei Facebook ( ‚Polizisten im Abseits‘) veröffentlicht. Aber die Reaktion einiger, offenbar der AFD sehr nahestehender Facebook-Freunde, hat mich ein wenig unsicher gemacht. Obwohl ich, was die Bestätigung durch ‚Daumen hoch‘ und ‚Herz‘ ganz zufrieden sein könnte, denn 95% haben mir zugestimmt. Aber ich bin doch entsetzt über den Shitstorm, der in der Rubrik ‚Schriftliche Kommentare‘ auf mich heruntergeprasselt ist. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein solcher rechts-extremer Bodensatz in der deutschen Bevölkerung Raum gegriffen hat. Nicht jeder, der AFD wählt, gehört in diese Kategorie, das weiß ich. Hier möchte ich ebenfalls auf keinen Fall verallgemeinern. Auch ich habe vieles an der Regierung und an den Zukunftsmaßnahmen zu kritisieren. Doch weil Meinungsfreiheit in unserer Republik existiert, kann ich meiner Kritik ungehindert Ausdruck geben. Aber ich käme niemals auf die Idee, in verbrecherische faschistische Zeiten zurückzurudern. Wo bleibt da das Geschichtsbewusstsein?.

Acht Jahre habe ich neben meinen naturwissenschaftlichen Studien in Köln Soziologie bei René König und Erwin K. Scheuch studiert, um zu begreifen, wie ein zivilisiertes Volk in eine solche Barbarei zurückfallen konnte und einem Verbrecher und Psychopaten wie Hitler die Chance gegeben hat, ein ganzes Volk in den Untergang zu führen. Als Jugendlicher bin ich den Schrecken des Krieges gerade so entkommen. Mir ist klar, dass ich, sollten diese extremen Rechten einmal wieder ans Ruder kommen, irgendwo im Kazet landen würde.

AFD hin, AFD her, eine Demokratie muss auch solche Parteien ertragen, aber dass sie die echten Faschisten und Menschenfeinde nicht aus ihren Reihen entfernen, dass macht mich zum entschiedenen Gegner. Dass sie das deswegen nicht machen, weil sie auf diesen entarteten Bodensatz in der Bevölkerung zielen und den mit einfangen wollen, das nehme ich ihnen besonders übel. Deswegen bitte ich alle diejenigen, die diesen rechten Gedanken anhängen, sich von meinen mehr als 84.000 Abonnenten zu verabschieden, sie finden bei mir keine Heimat, auch wenn ich bestimmte Entscheidungen der Politik vernunftbezogen kritisiere. So nebenbei finde ich es unerträglich, wenn z. B. in Berlin unter dem Aspekt ‚Querdenken‘ für Freiheit demonstriert wird. Seit dem nenne ich mich nicht mehr ‚Querdenker‘, der ich eigentlich bin, sondern ‚Querkopf‘. Wenn Vernunft, Fairness und Fakten nicht mehr gelten, ist unser Grundgesetz und unsere relativ freie Lebensart in Gefahr.

Nichts für Ungut

Jean Pütz

 

18.09.20 Polizisten im Abseits ?

Faschistoide Polizisten – müssen wir das ertragen?

Wie kommt es, dass gut ausgebildete Polizisten dem faschistischen, teilweise von der AFD getriggerten Gedankengut verfallen sind. Als Beamte geht’s ihnen extrem gut, sie sind lebenslang sozial abgesichert. Was bewegt sie dazu? Kann sein, dass sie Grund haben, oft frustriert zu sein. Ihre Klientel wird zugegebenermaßen immer respektloser. Wenn sie z. B. wie jetzt in Mülheim bei den berüchtigten Clans, mit großem Glück einen Missetäter verhaften, dann ist der wegen einer sehr toleranten und manchmal unfähigen Justiz recht bald wieder auf freiem Fuß.
Ich kann schon sehr gut verstehen, dass diese Situationen oft in Resignation ausarten. Aber dem zu widerstehen haben sie ja in ihrer Ausbildung ausgiebig gelernt, auch, was Demokratie und ihre Vorzüge bedeutet. Worin faschistische Ideologien münden können, das hat man ihnen hoffentlich im Fach Geschichte beigebracht, das ‚1000jährige‘ kriegslüsterne und verbrecherische Reich á la Hitler lässt schön grüßen.
Ein großes Kompliment an unseren nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul, der endlich erkannt hat, dass die Einstellung solcher Individuen in der Polizei unsere freiheitliche Ordnung in große Gefahr bringen.
Das sind zwar nur wenige, die meisten Angehörigen der Polizei sind ehrbare und engagierte Bürger. Deshalb empfehle ich eine unabhängige Untersuchungskommission, die diesen Einzelfällen objektiv auf den Grund gehen kann. Es reicht dabei nicht, rassistische Ausfälle zu untersuchen, sondern es müssen alle Extremisten ausfindig gemacht werden, ob links oder rechts.
Wehret den Anfängen!

Dann noch eine persönliche Beobachtung zum Thema Gutmenschen:
Ich finde es toll, dass es mittlerweile so viele in der deutschen Bevölkerung gibt, die hilfreich überall dort zur Seite stehen, wo Not am Mann ist und wenn sie Ungerechtigkeit beobachten. Doch manchmal sind diese Bewertungen sehr subjektiv und emotional geprägt. Ich kann mich persönlich nicht davon freisprechen. Aber heute geht es uns allen so gut, dass selbst kleinste Probleme viele Menschen aus der Bahn werfen bzw. so stark frustrieren, dass sie alles infrage stellen und sich in extreme Widersprüche begeben. Davon profitiert z. B. die AFD, Fakten spielen dabei keine Rolle mehr.
Doch die Emotionalisierung hat auch noch andere Nebenwirkungen und Risiken. Ich nenne sie einmal Gutmenschen-Ideologie, die sich vor allen Dingen so ausgebreitet hat, weil es allen so gut geht, dass wir glauben, unser Gehirn mit seiner Logik nicht mehr zu benötigen. Aber mit den Gehirnzellen ist es genauso wie mit den Muskelzellen, wenn sie nicht beansprucht werden, baut der Organismus sie ab.
Übrigens auch unser Immunsystem, die beste Apotheke, die es gibt, funktioniert nach diesem Muster. Wenn es nicht gefordert wird, schläft es ein. Deswegen ist die heutige Sucht nach Einfachheit und Bequemlichkeit psychologisch und soziologisch sehr gefährlich. Wie kann es sein, dass Politiker, die noch auf Vernunft, Logik und Nebenwirkungen ihrer Entscheidungen setzen, kaum mehr Chancen haben, vom Volk ernst genommen zu werden. Das sogenannte postfaktische Zeitalter, welches Donald Trump und hier in Europa Borris Johnson und viele andere – auch in eigenen Reihen – meisterlich vorantreiben, wird dazu führen, dass, neben vielen anderen Problemen, unser Grundgesetzt immer mehr in Vergessenheit gerät. Auch Menschlichkeit bedarf der Vernunft

Folge 139 Der Vernunft eine Chance

Wenn Sie weitere politische und philosophische Fragen interessieren, dann klicken Sie auf den folgen Link auf meiner Homepage unter ‚Gedanken zur Zeit‘. Da finden Sie vieles, was heutzutage die Bürger beunruhigt und zum Nachdenken bringt, häufig nicht nur mit Kritik, sondern auch mit konkreten Lösungsansätzen

Deutschland kommt besser durch die Corona-Krise als andere europäische Länder – Warum und weshalb?

(Spiegel) – Die Coronakrise trifft die Wirtschaft weltweit hart. Doch verglichen mit Ländern wie Frankreich, Italien, Großbritannien oder Spanien kommt Deutschland bislang glimpflich durch die Rezession. Das hat Gründe.

 

08.09.20 Automobilindustrie in der Auflösung ? Auf dauerhafte Subventionen angewiesen ?

Die deutsche Automobilindustrie in großen Nöten. Aber nicht nur Corona ist daran schuld, sondern auch das umweltschädliche und elitäre „nur“ batteriebetriebene Elektroauto.
Aber es gibt eine andere Art Elektromobilität, die diese Nachteile nicht erbringt. Bevor sie, lieber E- Auto-Besitzer, wie bereits in vielen mir zugegangenen Facebook-Kommentaren dokumentiert, jetzt lospoltern, lesen Sie bitte meinen ausführlichen Beitrag, der meine obige These schlüssig belegt.
Ich wollte Sie nicht angreifen, nur, wie immer: Das Bessere ist der Feind des Guten. Um das zu begreifen, müssen Sie sich etwas Zeit nehmen, denn es ist nicht in wenigen Worten zu belegen. Sorry, aber sie werden sich wundern, dass das nicht schon viel früher in Angriff genommen wurde.

Hier mein Original-Facebook-Beitrag mit fast 900 Bürger-Kommentaren.

Heute im Bundeskanzleramt:
Die Automobilindustrie in der Bittsteller- Rolle, sie möchte einen großen Batzen der Corona-Gelder einheimsen. Eine der wenigen Industrien, in denen Deutschland noch Weltgeltung besitzt, braucht das Virus Covid-19, um den Staatssäckel zu schröpfen. Aber die Probleme liegen in ganz anderen Dimensionen. Daran ist vor allen Dingen auch Elon Musk schuld. Mit den Dollars, welche er für die Veräußerung von PayPal erzielte, hat er damals das defizitäre Unternehmen Tesla gekauft. Diese kalifornische Firma war die erste, die das angeblich geniale Elektroauto herstellte. Als Paradiesvogel gelang es ihm, Tesla so mit allen Regeln der PR ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu hämmern, dass er sie zu einem bescheidenen Erfolg brachte. Sie ist mittlerweile an der Börse mehr wert als Volkswagen, Mercedes, BMW und Audi zusammen. Obwohl die Aktie – mit ganz wenigen Ausnahmen – noch niemals Rendite erwirtschaftet hat.

Um so etwas zu erreichen braucht man eine Story. Er richtete sich besonders an die immer zahlreicher werdenden Klimaschützer und machte ihnen weiß, dieses Auto sei der Schlüssel, die Klimakatastrophe abzuwenden. Es dauerte nicht lange, bis auch die Ökoparteien und im Gefolge viele Bürger darauf hereinfielen. Um das zu unterstützen, untermauerte er seine Genialität, in dem er einen weiteren Konzern entwickelte, dem es tatsächlich gelang, die weltraummüde NASA zu übertrumpfen und tatsächlich der USA wieder – dieses Mal privat – an die Weltraumtechnologie heran zu führen und Raketen als Satelliten-Träger zu entwickeln, um die Weltraumstation ISS zu versorgen. Aber die Publizität reichte ihm noch nicht aus, so schickte er kurzerhand ein abgespecktes Tesla-Auto in den Weltraum.

Apropos Umweltschutz: Mit den CO2-Abgasen, die dabei in die Atmosphäre geschossen wurden, hätte man in Deutschland sämtliche auf Verbrennungsmotoren basierende Autos über Wochen betreiben können. Durch solche Sperenzchen gelang es ihm, dass das Elektroauto weltweit als die allein selig machende Möglichkeit angesehen wurde, nur auf den ersten Blick Abgas- und CO2-frei.

Die ‚Grünen-Ideologie‘ unterstützte Musk dadurch, dass sie sogar die Abschaffung des Verbrennungsmotors als das wichtigste Ziel propagierte. Vielleicht haben diese Propagandisten gar nicht bemerkt, dass Alternativen viel eher zum eigentlichen Ziel der CO2-Neutralität führen könnten. Deswegen präsentiere ich Ihnen diesen Beitrag.

Zunächst zum Status quo:
Tesla und seine Nacharmer sind wegen der erheblichen Kosten der Batterie so teuer, dass nur Pioniere und der reiche Mittelstand sich ein solches Auto leisten können.
Die soziale und ökologische Bilanz bei der Produktion dieser Batterie ist so katastrophal, dass sie alle umweltschützenden Vorteile aufwiegt.
Jeder, der sich in ein solches reines Elektroauto setzt, hat wegen des hohen Gewichtes dieser Batterie etwa 8 bis 10 virtuelle Passagiere neben sich sitzen. Das wird sich auch nicht wesentlich ändern, wenn die Batterietechnologie in Zukunft eine erhebliche Entwicklung erfährt.
Der massenhafte Verkauf dieser reinen Elektro-Fahrzeuge scheitert auch an dem schlechten Gebrauchsnutzen, obwohl enorme Subventionen in die Infrastruktur geflossen sind, Elektro-Zapfmöglichkeiten bundesweit zu errichten.
Die problematische Reichweite wird dadurch noch verringert, dass die notwendigerweise durch Batterie betriebene Klimaanlage zum Heizen oder Kühlen enorme Energie abzweigt, so dass man im Stau auf der Autobahn bei minus 20°C Außentemperatur vor der Alternative steht, entweder weiterfahren zu können oder sich den Hintern zu verkühlen.
Als Stadtwagen und für den, der täglich nur geringe Entfernungen zurücklegen muss, ist Tesla hervorragend geeignet, weil es tatsächlich an Ort und Stelle die schädlichen Abgase verringert. Dieser Vorteil wird aber erkauft durch katastrophale soziale und umweltschädliche Verhältnisse in den Ländern, die die Haupt-Rohstoffe Lithium, Kobalt und seltene Erden für die Batterie liefern. Dass in China Elektro-Autos einen Boom sondergleichen erleben, begründet sich auch durch die Tatsache, dass nur so der tägliche Smog in den Großstädten im Ansatz verbannt werden konnte. Möglicherweise ist dieser Boom dafür verantwortlich, dass auch die deutsche Automobilindustrie darauf reingefallen ist, denn in China werden im Moment die einzigen Profite eingefahren. Aber das ist sehr kurzfristig gedacht, denn die Batterie-Technologie ist in Süd-Ost-Asien so entwickelt, dass die Europäer Jahrzehnte benötigen, um dem nachzukommen. Da kann selbst kreative Forschung und die vielen hinein gesteckten Staatsgelder nicht helfen, aber die Hoffnung benutzen die angeblichen Umweltschützer, um die Zukunft herbei zu sehnen.
Um noch einmal auf Elon Musk zurück zu kommen: In Deutschland wird er gefeiert wie ein Weltstar, weil es ihm gelungen ist, sich ein neues Tesla-Werk in Brandenburg subventionieren zu lassen. Angeblich sollen 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Wie viele Arbeitsplätze aber in der Automobil-Industrie durch diese Euphorie verloren gehen, darüber berichtet die Presse niemals in diesem Zusammenhang. In mangelnder Sachkenntnis wird behauptet, die Deutsche Automobil-Industrie hätte den Anschluss verloren, weil sie zu spät auf Elektromobilität gesetzt hätte.
Dass die deutschen Autoentwickler überhaupt dazu bereit waren, sich mit dem Problem zu beschäftigen, hat auch die EU bewirkt. Die demnächst verpflichtenden niedrigen Grenzwerte für den Treibstoff-Verbrauch zwingen quasi dazu – dabei handelt es sich allerdings um den Flotten-Verbrauch aller produzierten Fahrzeuge der Firma. Durch Elektro betriebene Fahrzeuge lässt er sich drastisch im Durchschnitt reduzieren.
Getrieben durch die ‚Grünen-Ideologie‘ und den Mainstream versucht die Automobil-Industrie jetzt, auf Elektro umzurüsten. Das aber bedingt hunderte von Milliarden Euro Investitionen. Corona kann beim Eintreiben dieser Subventionen als Totschlag-Argument sogar dabei helfen, es drohen ja Hunderttausende Arbeitsplätze zu verschwinden.
Dieser Arbeitsplatzverlust entsteht aber nicht nur bei den Automobil-Firmen selbst, sondern auch bei den vielen Zulieferern. Das sind meistens Mittelstandsfirmen, die oft auf dem Weltmarkt führend sind.

Natürlich begnüge ich mich in meinem Kommentar nicht nur mit der Kritik an diesen oft als alternativlos bezeichneten Verhältnissen. Wenn ich nicht wüsste, dass es intelligente Möglichkeiten gibt, die viele dieser Probleme gar nicht erst entstehen lässt! Darüber habe ich schon öfters berichtet, aber hier noch einmal kurz und bündig:
Ansätze dazu existieren bereits und es war Toyota, die die ersten Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt gebracht hat. Mittlerweile sind fast alle Marken dem gefolgt. Man spricht dann vom sogenannten Plug-in-Hybrid. Diese verfügen nicht nur über einen klassischen Benzin- oder Diesel-Motor, sondern auch über eine Batterie, allerdings mit wesentlich geringerer Kapazität.

Nun kommt meine Idee zur Geltung, die ich schon vor 12 Jahren mit der Leitung von Ford-Köln diskutierte. Während alle diese Plug-in-Hybride über einen normalen mechanischen Antrieb verfügen, mit Anlasser, Kupplung, automatischem Getriebe und Differenzial, habe ich vorgeschlagen, auf diesen mechanischen Teil völlig zu verzichten und auf reinen elektro-mobilen Antrieb umzustellen. Plug-in wird häufig als Parallel-Hybrid bezeichnet. Ich habe das serielle Hybrid empfohlen. Seriell heißt, dass ausschließlich ein Lademotor vorgesehen ist . In dieser Otto- oder Diesel-Technologie können die Deutschen noch glänzen. Natürlich bedarf es auch noch einer Batterie, aber die kann wesentlich kleiner sein als beim reinen Elektroauto. Für Fachleute: von 80 – 100 kWh Kapazität, reichen hier 15 bis 20 kWh – also nur 1/5 bis 1/7 – aus. Der große Vorteil, die eigentliche Innovation ist der Elektro-Motor. Der ermöglicht mit einer KI (Künstliche Intelligenz)-gesteuerten Software, völlig auf das automatische Getriebe zu verzichten und den Motor stets in der Drehzahl zu betreiben, in der er den besten Wirkungsgrad bringt. Die Energie zum Anfahren übernimmt die kleine Batterie, wenn gebremst werden muss, wird diese Energie wieder in der Batterie gespeichert, das nennt man rekuperieren. Das schont nicht nur die Bremsbeläge, sondern erweitert – wie beim reinen Elektroauto – auch die Reichweite.

Das war die reine Theorie, die lag allerdings auch auf der Hand. Ich ärgerte mich, dass damals nicht andere darauf gekommen sind. Ford ließ mich damals wissen, das sei viel zu teuer.

Dann hatte ich ein Engagement als Moderator der ersten Präsentation der BMW-Blue-Idee auf dem alten Messegelände an der Theresienwiese in München übernommen. Weil das Thema der Firma so wichtig war, befand sich an meiner Seite der damalige Ministerpräsident und spätere EU-Kommissar Edmund Stoiber.

Dadurch lernte ich auch den damaligen Pressechef der BMW-Group, Richard Gaul kennen. Ihm schilderte ich später meinen Vorschlag. Aber auch bei dem Fachmann erzeugte das keine Resonanz. Bevor ich endgültig resignierte, rief er mich vor einem Jahr an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass die gleiche Idee von einer österreichischen Automobil-Zuliefererfirma entwickelt worden sei, die er vertreten würde.

Diese Firma hatte nun tatsächlich alles, was ich nicht zu hoffen wagte, umgesetzt, und zwar nicht nur auf Papier, sondern real. Sie hatte bereits zwei Prototypen erstellt, die sie selbst im Sinne der seriellen Hybrid-Elektromobilität umgebaut hatten. Sie nannten das ‚HyperHybrid‘, ein Begriff, der hoffentlich in der Automobilindustrie schule macht. Sie verwendeten einmal einen namenlosen Kleinwagen aus China und ein Mittelklasse Tesla-Modell. Damit demonstrierten sie, dass ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug wesentlich umweltfreundlicher und im Alltag brauchbarer als die reine Elektromobilisation. Beide Prototypen habe ich gefahren. Ich konnte sie in den gebirgigen und hügeligen Straßen und Autobahnen in den Voralpen ausprobieren und war begeistert. Ich fand keinen Unterschied zu reinen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Kaum glaubhaft – aber belegt – ist der äußerst geringe Verbrauch an Treibstoff mit 1,5 bis 2,0 Liter auf 100 Kilometer. Mit seinem 30 Liter-Tank liegt die Reichweite bei 1.000 bis 1.500 Kilometern ohne Zwischenladen, mit Aufsuchen der Elektro-Tanksäulen oder Aufladen zu Hause natürlich noch viel weiter. Heizen und Kühlen kommt aus dem selbstentwickelten, vibrationsfreiem Ottomotor. Übrigens, der Motor ist schon vorbereitet, mit regenerativem Methanol betrieben zu werden, dann völlig CO2-neutral. Angetrieben wird durch 1 bis 2 Elektromotoren, die im Umkehrbetrieb auch die Bremsenergie rekuperieren.

Der größte Vorteil eines solchen Fahrzeugs muss nicht teurer werden als Herkömmliche mit Verbrennungsmotor, z. B der Kleinwagen für maximal 10.000 bis 15.000 Euro und die Mittelklasse für 20.000 bis 25.000 Euro. Also für jedermann erschwinglich und fast CO2-neutral.

Wenn Sie noch mehr Interesse haben, schauen Sie auf die Links, die mir die Firma Obrist aus Bregenz zur Verfügung gestellt habt. Die Firma produziert als Zulieferer diese HyperHybrid-Modelle nicht selbst, hofft aber, dass sich die Idee in der Automobilindustrie verbreitet. Die weltweiten Lizenzen stehen bereit.

Damit Sie, liebe Freunde, nicht glauben, ich sei ein Lobbyist dieser Firma, ich bekomme kein Honorar oder sonstige Nettigkeiten. Mich fasziniert ausschließlich diese fantastische Alternative

Hier etwas zum Prinzip des HyperHybrid in erklärendem Trickfilm

Folge 138 der Vernunft eine Chance.

 

 

10.09.20 Hyperhybrid – die Zukunft hat begonnen …

Das Elektroauto ist nicht der Weisheit letzter Schluss, mit etwas gutem Willen gibt es Alternativen der Elektromobilität, die wesentlich  umweltfreundlicher und klimaschonender sind und einen höheren Gebrauchsnutzen bringen.

Um die offensichtlichen Nachteile der Elektromobilität und die geniale Alternative geht es in meinem – zugegeben etwas lang geratenen – Kommentar

Die Automobilindustrie in der Bittsteller-Rolle. Sie sprach sogar – relativ ergebnislos im Bundeskanzleramt vor, um einen großen Batzen der Corona-Gelder einzuheimsen. Eine der wenigen Industrien, in denen Deutschland noch Weltgeltung besitzt, braucht das Virus Covid-19, um den Staatssäckel zu schröpfen. Aber die Probleme liegen in ganz anderen Dimensionen. Daran ist vor allen Dingen auch Elon Musk schuld. Mit den Dollars, welche er für die Veräußerung von PayPal  erzielte, hat er damals das defizitäre Unternehmen Tesla gekauft.  Diese kalifornische Firma war die erste, die das angeblich geniale Elektroauto  herstellte. Als Paradiesvogel gelang es ihm, Tesla so mit allen Regeln der PR ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu hämmern, dass er sie zu einem bescheidenen Erfolg brachte. Sie ist mittlerweile an der Börse mehr wert als Volkswagen, Mercedes, BMW und Audi zusammen. Obwohl die Aktie – mit ganz wenigen Ausnahmen – noch niemals Rendite erwirtschaftet hat.

Um so etwas zu erreichen braucht man eine Story. Er richtete sich besonders an die immer zahlreicher werdenden Klimaschützer und machte ihnen weiß, dieses Auto sei der Schlüssel, die Klimakatastrophe abzuwenden. Es dauerte nicht lange, bis auch die Ökoparteien und im Gefolge viele Bürger darauf hereinfielen. Um das zu unterstützen, untermauerte er seine Genialität, in dem er einen weiteren Konzern entwickelte, dem es tatsächlich gelang, die weltraummüde NASA zu übertrumpfen und tatsächlich der USA wieder – dieses Mal privat – an die Weltraumtechnologie heran zu führen und Raketen als Satelliten-Träger zu entwickeln, um die Weltraumstation ISS zu versorgen. Aber die Publizität reichte ihm noch nicht aus, so schickte er kurzerhand ein abgespecktes Tesla-Auto in den Weltraum.

Apropos Umweltschutz: Mit den CO2-Abgasen, die dabei in die Atmosphäre geschossen wurden, hätte man in Deutschland sämtliche auf Verbrennungsmotoren basierende Autos über Wochen betreiben können. Durch solche Sperenzchen gelang es ihm, dass  das Elektroauto weltweit als die allein selig machende Möglichkeit angesehen wurde, nur auf den ersten Blick Abgas- und CO2-frei.

Die ‚Grünen-Ideologie‘ unterstützte Musk dadurch, dass sie sogar die Abschaffung des Verbrennungsmotors als das wichtigste Ziel propagierte. Vielleicht haben diese Propagandisten gar nicht bemerkt, dass Alternativen viel eher zum eigentlichen Ziel der CO2-Neutralität führen könnten. Deswegen präsentiere ich Ihnen diesen Beitrag.

Zunächst zum Status quo:

  1. Tesla und seine Nacharmer sind wegen der erheblichen Kosten der Batterie so teuer, dass nur Pioniere und der reiche Mittelstand sich ein solches Auto leisten können.
  2. Die soziale und ökologische Bilanz bei der Produktion dieser Batterie ist so katastrophal, dass sie alle umweltschützenden Vorteile aufwiegt.
  3. Jeder, der sich in ein solches reines Elektroauto setzt, hat wegen des hohen Gewichtes dieser Batterie etwa 8 bis 10 virtuelle Passagiere neben sich sitzen. Das wird sich auch nicht wesentlich ändern, wenn die Batterietechnologie in Zukunft eine erhebliche Entwicklung erfährt.
  4. Der massenhafte Verkauf dieser reinen Elektro-Fahrzeuge scheitert auch an dem schlechten Gebrauchsnutzen, obwohl enorme Subventionen in die Infrastruktur geflossen sind, Elektro-Zapfmöglichkeiten bundesweit zu errichten.
  5. Die problematische Reichweite wird dadurch noch verringert, dass die notwendigerweise durch Batterie betriebene Klimaanlage zum Heizen oder Kühlen enorme Energie abzweigt, so dass man im Stau auf der Autobahn bei minus 20°C Außentemperatur vor der Alternative steht, entweder weiterfahren zu können oder sich den Hintern zu verkühlen.
  6. Als Stadtwagen und für den, der täglich nur geringe Entfernungen zurücklegen muss, ist Tesla hervorragend geeignet, weil es tatsächlich an Ort und Stelle die schädlichen Abgase verringert. Dieser Vorteil wird aber erkauft durch katastrophale soziale und umweltschädliche Verhältnisse in den Ländern, die die Haupt-Rohstoffe Lithium, Kobalt und seltene Erden für die Batterie liefern. Dass in China Elektro-Autos einen Boom sondergleichen erleben, begründet sich auch durch die Tatsache, dass nur so der tägliche Smog in den Großstädten im Ansatz verbannt werden konnte. Möglicherweise ist dieser Boom dafür verantwortlich, dass auch die deutsche Automobilindustrie darauf reingefallen ist, denn in China werden im Moment die einzigen Profite eingefahren. Aber das ist sehr kurzfristig gedacht, denn die Batterie-Technologie ist in Süd-Ost-Asien so entwickelt, dass die Europäer Jahrzehnte benötigen, um dem nachzukommen. Da kann selbst kreative Forschung und die vielen hinein gesteckten Staatsgelder nicht helfen, aber die Hoffnung benutzen die angeblichen Umweltschützer, um die Zukunft herbei zu sehnen.
  7. Um noch einmal auf Elon Musk zurück zu kommen: In Deutschland wird er gefeiert wie ein Weltstar, weil es ihm gelungen ist, sich ein neues Tesla-Werk in Brandenburg subventionieren zu lassen. Angeblich sollen 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Wie viele Arbeitsplätze aber in der Automobil-Industrie durch diese Euphorie verloren gehen, darüber berichtet die Presse niemals in diesem Zusammenhang. In mangelnder Sachkenntnis wird behauptet, die Deutsche Automobil-Industrie hätte den Anschluss verloren, weil sie zu spät auf Elektromobilität gesetzt hätte.
  8. Dass die deutschen Autoentwickler überhaupt dazu bereit waren, sich mit dem Problem zu beschäftigen, hat auch die EU bewirkt. Die demnächst verpflichtenden niedrigen Grenzwerte für den Treibstoff-Verbrauch zwingen quasi dazu – dabei handelt es sich allerdings um den Flotten-Verbrauch aller produzierten Fahrzeuge der Firma. Durch Elektro betriebene Fahrzeuge lässt er sich drastisch im Durchschnitt reduzieren.
  9. Getrieben durch die ‚Grünen-Ideologie‘ und den Mainstream versucht die Automobil-Industrie jetzt, auf Elektro umzurüsten. Das aber bedingt hunderte von Milliarden Euro Investitionen. Corona kann beim Eintreiben dieser Subventionen als Totschlag-Argument sogar dabei helfen, es drohen ja Hunderttausende Arbeitsplätze zu verschwinden.
  10. Dieser Arbeitsplatzverlust entsteht aber nicht nur bei den Automobil-Firmen selbst, sondern auch bei den vielen Zulieferern. Das sind meistens Mittelstandsfirmen, die oft auf dem Weltmarkt führend sind.

Natürlich begnüge ich mich in meinem Kommentar nicht nur mit der Kritik an diesen oft als alternativlos bezeichneten Verhältnissen. Wenn ich nicht wüsste, dass es intelligente Möglichkeiten gibt, die viele dieser Probleme gar nicht erst entstehen lässt! Darüber habe ich schon öfters berichtet, aber hier noch einmal kurz und bündig:
Ansätze dazu existieren bereits und es war Toyota, die die ersten Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt gebracht hat. Mittlerweile sind fast alle Marken dem gefolgt. Man spricht dann vom sogenannten Plug-in-Hybrid. Diese verfügen nicht nur über einen klassischen Benzin- oder Diesel-Motor, sondern auch über eine Batterie, allerdings mit wesentlich geringerer Kapazität.

Nun kommt meine Idee zur Geltung, die ich schon vor 12 Jahren mit der Leitung von Ford-Köln diskutierte. Während alle diese Plug-in-Hybride über einen normalen mechanischen Antrieb verfügen, mit Anlasser, Kupplung, automatischem Getriebe und Differenzial, habe ich vorgeschlagen, auf diesen mechanischen Teil völlig zu verzichten und auf reinen elektro-mobilen Antrieb umzustellen. Plug-in wird häufig als Parallel-Hybrid bezeichnet. Ich habe das serielle Hybrid empfohlen. Seriell heißt, dass ausschließlich ein Lademotor vorgesehen ist . In dieser Otto- oder Diesel-Technologie können die Deutschen noch glänzen. Natürlich bedarf es auch noch einer Batterie, aber die kann wesentlich kleiner sein als beim reinen Elektroauto. Für Fachleute: von 80 – 100 kWh Kapazität, reichen hier 15 bis 20 kWh – also nur 1/5 bis 1/7 – aus. Der große Vorteil, die eigentliche Innovation ist der Elektro-Motor. Der ermöglicht mit einer KI (Künstliche Intelligenz)-gesteuerten Software, völlig auf das automatische Getriebe zu verzichten und den Motor stets in der Drehzahl zu betreiben, in der er den besten Wirkungsgrad bringt. Die Energie zum Anfahren übernimmt die kleine Batterie, wenn gebremst werden muss, wird diese Energie wieder in der Batterie gespeichert, das nennt man rekuperieren. Das schont nicht nur die Bremsbeläge, sondern erweitert – wie beim reinen Elektroauto – auch die Reichweite.

Das war die reine Theorie, die lag allerdings auch auf der Hand. Ich ärgerte mich, dass damals nicht andere darauf gekommen sind. Ford ließ mich damals wissen, das sei viel zu teuer.

Dann hatte ich ein Engagement als Moderator der ersten Präsentation der BMW-Blue-Idee auf dem alten Messegelände an der Theresienwiese in München übernommen. Weil das Thema der Firma so wichtig war, befand sich an meiner Seite der damalige Ministerpräsident und spätere EU-Kommissar Edmund Stoiber.

Dadurch lernte ich auch den damaligen Pressechef der BMW-Group, Richard Gaul kennen. Ihm schilderte ich später meinen Vorschlag. Aber auch bei dem Fachmann erzeugte das keine Resonanz. Bevor ich endgültig resignierte, rief er mich vor einem Jahr an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass die gleiche Idee von einer österreichischen Automobil-Zuliefererfirma entwickelt worden sei, die er vertreten würde.

Diese Firma hatte nun tatsächlich alles, was ich nicht zu hoffen wagte, umgesetzt, und zwar nicht nur auf Papier, sondern real. Sie hatte bereits zwei Prototypen erstellt, die sie selbst im Sinne der seriellen Hybrid-Elektromobilität umgebaut hatten. Sie nannten das ‚HyperHybrid‘, ein Begriff, der hoffentlich in der Automobilindustrie schule macht. Sie verwendeten einmal einen namenlosen Kleinwagen aus China und ein Mittelklasse Tesla-Modell. Damit demonstrierten sie, dass ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug wesentlich umweltfreundlicher und im Alltag brauchbarer als die reine Elektromobilisation. Beide Prototypen habe ich gefahren. Ich konnte sie in den gebirgigen und hügeligen Straßen und Autobahnen in den Voralpen ausprobieren und war begeistert.  Ich fand keinen Unterschied zu reinen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Kaum glaubhaft – aber belegt – ist der äußerst geringe Verbrauch an Treibstoff mit 1,5 bis 2,0 Liter auf 100 Kilometer. Mit seinem 30 Liter-Tank liegt die Reichweite bei 1.000 bis 1.500 Kilometern ohne Zwischenladen, mit Aufsuchen der Elektro-Tanksäulen oder Aufladen zu Hause natürlich noch viel weiter. Heizen und Kühlen kommt aus dem selbstentwickelten, vibrationsfreiem Ottomotor. Übrigens, der Motor ist schon vorbereitet, mit regenerativem Methanol betrieben zu werden, dann völlig CO2-neutral. Angetrieben wird durch 1 bis 2 Elektromotoren, die im Umkehrbetrieb auch die Bremsenergie rekuperieren.

Der größte Vorteil eines solchen Fahrzeugs muss nicht teurer werden als Herkömmliche mit Verbrennungsmotor, z. B der Kleinwagen für maximal 10.000 bis 15.000 Euro und die Mittelklasse für 20.000 bis 25.000 Euro. Also für jedermann erschwinglich und fast CO2-neutral.

Wenn Sie noch mehr Interesse haben, schauen Sie auf die Links, die mir die Firma Obrist aus Bregenz zur Verfügung gestellt habt. Die Firma produziert als Zulieferer diese HyperHybrid-Modelle  nicht selbst, hofft aber, dass sich die Idee in der Automobilindustrie verbreitet. Die weltweiten Lizenzen stehen bereit.

Damit Sie, liebe Freunde, nicht glauben, ich sei ein Lobbyist dieser Firma, ich bekomme kein Honorar oder sonstige Nettigkeiten. Mich fasziniert ausschließlich diese fantastische Alternative

Hier etwas  zum Prinzip des HyperHybrid in erklärendem Trickfilm

Ihr Jean Pütz

Den Bayern ins Gästebuch: Bergvölker ticken anders

(Universität Krems) – Menschen in den Bergen sind weniger verträglich, eher introvertiert und weniger gewissenhaft – aber gleichzeitig emotional stabiler und offener für neue Erfahrungen wenngleich diese Effekte sehr klein waren aber stabil. Das zeigt eine internationale Studie, die über 3 Millionen Datensätzen aus den USA nutzte. Mit diesen gelang es, Persönlichkeitsmerkmale in den Zusammenhang zur Geländeform am Lebensmittelpunkt der beteiligten Personen zu stellen. Als wesentlicher Einflussfaktor wurde das soziokulturelle Umfeld der Bergregionen identifiziert. Die Karl Landsteiner Privatuniversität Krems gemeinsam mit der University of Cambridge initiierten diese Studie, an der Kollegen aus den USA und Australien beteiligt waren. Publiziert wurde diese nun in Nature Human Behaviour.

In den Bergen lebt es sich nicht nur anders, sondern es leben dort auch Menschen mit einer leicht anderen Ausprägung wichtiger Persönlichkeitsmerkmale. Das untersuchte nun eine Studie österreichischer, britischer, amerikanischer und australischer Wissenschafter, die 3.387.014 Datensätze aus den USA analysierten. Mit im Team: Prof. Stefan Stieger vom Department Psychologie und Psychodynamik der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems (KL Krems), der als Experte für die statistische Analyse von großen Datensätzen gilt.

GRENZERFAHRUNG
Berge sind Grenzregionen und werden oftmals später besiedelt als andere Gebiete. Dabei stellen sie ersten Besiedlungen extreme Hindernisse entgegen und fordern besondere Persönlichkeiten, diese zu meistern. “In unserer Studie fragten wir nun, ob es auch heute Spuren dieser Pionierpersönlichkeiten in den dort lebenden Menschen gibt – und wenn ja, warum?“, erläutert Prof. Stieger den Hintergrund der nun in Nature Human Behaviour veröffentlichen Studie. „Sind es die Berge selbst oder die speziellen soziokulturellen Gegebenheiten, die dort das Individuum prägen?“

Die Antwort auf beide Fragen fiel erstaunlich eindeutig aus. Menschen in den Bergregionen der USA sind im Vergleich zu Personen aus flacheren Regionen weniger verträglich, tendieren dazu, eher introvertiert zu sein und sind weniger gewissenhaft; gleichzeitig sind sie aber emotional stabiler und offener für neue Erfahrungen. Dabei sind die Unterschiede zwar nur sehr gering, jedoch stabil. „Wir konnten sogar eine kontinuierliche Verschiebung der Persönlichkeitsmerkmale mit zunehmend bergigen Gelände erkennen“, erläutert Prof. Stieger. Die weitere Analyse zeigte dann auch, dass der Gesellschaftseinfluss bzw. der des soziokulturellen Umfelds auf fast all diese Merkmale stärker ist als der Einfluss durch die physische Präsenz der Berge. Die höhere emotionale Stabilität und die Offenheit für neue Erfahrungen scheint zum größten Teil soziokulturell beeinflusst zu sein d.h. lokale Traditionen und soziale Normen spielen hier eine größere Rolle als der direkte Einfluss der Topographie.

DATENBERGE
Grundlage der Studie waren über drei Millionen Datensätze der University of California und der University of Texas. Diese enthielten individuell bereitgestellte Persönlichkeitsdaten von US-Einwohnern, die ihre Zustimmung zur Nutzung der Daten gaben. Insgesamt kamen diese aus 37.227 verschiedenen Ortschaften, die anhand ihrer Postleitzahlen mit topografischen Daten zur „Bergigkeit“ der Umgebung in Zusammenhang gestellt werden konnten.

Das Nutzen dieses US-Datensatzes erlaubte auch eine neue Herangehensweise, um den Einfluss der physischen Bergpräsenz von dem des soziokulturellen Umfelds zu trennen. Dazu Prof. Stieger: „Die Frage, ob das Leben in den Bergen mit seinen speziellen Anforderungen über die Zeit bestimmte Persönlichkeitsmerkmale hervorbringt oder aber Menschen mit besonderen Merkmalen anzieht, die dann dort Siedlungen gründen und Gesellschaften prägen, ist eine intensiv und lang diskutierte. Unsere Daten leisten hier einen wichtigen Beitrag zu Klärung.“ Dazu muss man berücksichtigen, dass die USA sowohl im Osten als auch Westen hohe Gebirgszüge aufweisen. Doch aufgrund der speziellen und späten (modernen) Besiedlungsgeschichte der USA zog nur der Westen als raues, ungezähmtes „Frontier-Gebiet“ Menschen an, die spezielle Persönlichkeitsmerkmale aufwiesen. Wären es die Berge, die die Persönlichkeiten prägen, so sollte es keine Unterschiede dieser Prägung zwischen Osten und Westen geben – wenn aber das soziokulturelle Umfeld einen Einfluss hat, dann schon. Genau das konnte nun auch in der Studie gezeigt werden. „Tatsächlich konnten wir für emotionale Stabilität sogar zeigen,“ erläutert Prof. Stieger weiter, „dass die rein physische Präsenz der Berge diese zwar mindert, der soziokulturelle Effekt auf diesen Parameter aber so groß ist, dass er den „Berg-Effekt“ bei weitem aufwiegt und Personen in Bergregionen insgesamt emotional stabiler sind.“

Die Studie zeigt insgesamt die Bedeutung einer geografisch orientierten Psychologie und soziokultureller Studien, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrer Umgebung zu verstehen. Sie steht damit exemplarisch für die Forschung an der KL Krems, die immer auch den Erkenntnisgewinn für den Menschen in Fokus hat.