Alle Beiträge von Minge

Neue Impfstoffgewinnungsmethoden strafen Impfgegnern Lügen – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Soeben lese ich von einem ‚Arzt‘, der sich sogar als Doktor bezeichnen darf, und der bei Facebook ernsthaft eine Warnung vor jeglicher Impfung verkündet, gespickt mit Halbwahrheiten, u.a., dass alle Impfstoffe mit Quecksilber verseucht seien. Das ist wohl die erfolgreichste Masse der Verschwörungstheoretiker, der sich mittlerweile auch AFD und extrem Rechte bedienen.

Damit endlich auch in der Öffentlichkeit bekannt wird, dass die heutigen Impfstoffe nur noch Bruchstücke der krankmachenden Bakterien oder Viren enthalten -präzise gesagt, nur die DNA- oder DNR-Sequenzen, auf die das Immunsystem abwehrend reagiert. die Risiken und Nebenwirkungen sind in letzter Zeit extrem verringert worden. Ich verstehe nicht, warum es sich noch nicht herumgesprochen hat, dass die Aktivierung des menschlichen Immunsystems auf die beste Apotheke zurückgreift, die wir alle in uns tragen. Kein Medikament – nach der Erkrankung verabreicht – kann dem auch nur nahe kommen. Außerdem – und das hat mir ein bekannter Immunologe, Prof. Dr. Gerd Uhlenbrock aus Köln, eingetrichtert: Jede Impfung stärkt in hohem Maße das gesamte Immunsystem. nicht nur gegen die Krankheit, für die geimpft wurde. Deshalb finde ich es auch als klugen Vorschlag, die Kinder – im Gegensatz zu früher – gegen Grippe impfen zu lassen. Die neue Methode, Impfstoffe zu gewinnen, wird durch die Förderung der Forschung der beiden genialen Wissenschaftlerinnen aus der Helmholzgesellschaft unterstützt. Aus der Sicht eines kritischen Wissenschaftsjournalisten ist das der richtige Weg und straft hoffentlich allen Verschwörungstheoretikern Lügen

Jean Pütz

(mdc) – Zwei MDC-Wissenschaftlerinnen – Kathrin de la Rosa und Ilaria Piazza – werden mit ERC Starting Grants gefördert. Ihre Arbeit könnte eines Tages die Art und Weise verändern, wie wir Impfstoffe entwickeln und wie wir über den Einfluss kleiner Moleküle auf Genexpression und Krankheiten nachdenken.

Dr. Kathrin de la Rosa und Dr. Ilaria Piazza, beide Juniorgruppenleiterinnen am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), erhalten Starting Grants des Europäischen Forschungsrates ERC. Die begehrte Auszeichnung ist mit einer Förderung in Höhe von jeweils etwa 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre verbunden. Damit können Nachwuchsforscher*innen eigene Teams aufbauen und „high risk, high reward“-Forschung betreiben. Sie müssen seit ihrer Promotion zwei bis sieben Jahre Erfahrung gesammelt haben und über eine vielversprechende wissenschaftliche Erfolgsbilanz verfügen. In diesem Jahr erhalten 436 europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen ERC Starting Grants.

„Die ERC Starting Grants unterstützen in der Regel Projekte, die in anderen Zusammenhängen vielleicht scheitern würden, weil die Ideen, um es mal einfach auszudrücken, zu verrückt sind“, sagt Piazza, die die Arbeitsgruppe „Allosterische Proteomik“ leitet. De la Rosa, die Leiterin der Arbeitsgruppe „Immunmechanismen und humane Antikörper“ stimmt zu: „So können wir uns an riskantere Hypothesen heranwagen.“

Kleine Interaktionen, große Wirkung?
Piazza untersucht das Zusammenspiel zwischen Proteinen und kleinen Molekülen (small molecules), bei denen es sich entweder um natürliche Metabolite oder um von Menschenhand hergestellte Medikamente handeln kann. „Wir wissen ziemlich viel darüber, wie Proteine miteinander oder mit Nukleinsäuren wie DNA oder RNA interagieren. Aber ihr Zusammenspiel mit Metaboliten oder Medikamenten in großem Maßstab zu ergründen, das ist neu“, sagt Piazza. 

Ihr Ansatz zur Analyse dieser Interaktionen ist innovativ: Sie kombiniert eine Protease – ein Protein, das andere Proteine zerkleinert oder „spaltet“ – mit Massenspektrometrie, also einer Maschine, die verschiedenste Segmente von Proteinen, die Peptide, erkennt und ausliest. Piazza vergleicht die Peptidketten eines Proteins, die einem kleinen Molekül ausgesetzt waren, mit denen, die keinen Kontakt hatten. Wenn sich die Ketten unterscheiden, ist das ein Hinweis: Es deutet darauf hin, dass das Protein anders geschnitten wurde, weil es an das jeweilige kleine Molekül gebunden war.

Die besondere Stärke des Ansatzes liegt darin, dass Piazza so Tausende Proteine gleichzeitig untersuchen kann, um zu sehen, welche von ihnen an ein bestimmtes kleines Molekül binden. Der „verrückte“ Teil ihrer Hypothese: Sie vermutet, dass ein Zusammenspiel von Proteinen und kleinen Molekülen innerhalb des Zellkerns die Genexpression direkt beeinflussen kann. Ihrer Ansicht nach sind diese Interaktionen der Schlüssel, um die Entstehung von Krankheiten zu erklären – denn im Gegensatz zu einer vorbestimmten Genetik spiegeln sie die Einflüsse der Außenwelt wider.

„Warum können Zwillinge, die das gleiche Erbgut teilen, verschiedene Persönlichkeiten haben und andere Krankheiten entwickeln“, fragt Piazza. „Wie wir leben und unsere Umwelt – das beeinflusst, wie die DNA in Proteine übersetzt wird. Und ich glaube, dass das Zusammenspiel von Proteinen und kleinen Molekülen eine enorme Rolle spielt, die noch völlig unerforscht ist.“ 

Vielleicht sei der Effekt am Ende kleiner als sie annimmt. Doch einen ERC Starting Grant zu bekommen, bestärke sie darin, der Idee nachzugehen, sagt Piazza. Dank der Förderung in Höhe von fast 1,7 Millionen Euro für ihr Projekt proteoRAGE kann sie ihr Labor erweitern, das sie seit diesem Jahr am MDC aufbaut. „Ich brauche mutige Menschen, die sich nicht scheuen, über den Tellerrand zu schauen“, sagt sie. 

Der Natur die erfolgreichsten Tricks abschauen
Kathrin de la Rosa, die seit 2018 ihr Immunologie-Labor 2018 am MDC leitet, konnte die Nachricht über die Förderung kaum glauben. „Erst als mir all jene, die mich bei der Bewerbung unterstützt haben, gratuliert haben, habe ich es realisiert und konnte den Erfolg feiern“, sagt sie. Sie bekommt fast 1,5 Millionen Euro für ihr Projekt AutoEngineering.

In dem Projekt will Kathrin de la Rosa körpereigene B-Zellen im Labor genetisch so verändern, dass sie Antikörper produzieren, die noch schlagkräftiger sind als ihre natürlichen Vorbilder. Allerdings wird de la Rosa dafür nicht auf die Gen-Schere CRISPR-Cas9 zurückgreifen. „Wenn diese Schere an der falschen Stelle schneidet, kann das unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Die Zellen können sogar zu Krebszellen werden“, sagt sie. Stattdessen will de la Rosa eine natürliche Fähigkeit der B-Zellen nutzen. 

B-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen. Diese sind in der Lage, hochspezialisierte Antikörper zu bilden, die Eindringlinge im Körper erkennen und binden können. Damit locken sie wieder andere Abwehrzellen an, die den Erreger wie ein Virus, ein Bakterium oder einen Parasiten zerstören. Wenn die B-Zellen dem Erreger begegnen, werden sie aktiviert. Sie teilen sich und ihre DNA-Stränge brechen besonders oft an den Stellen, die die Erbinformation für die Antikörper kodieren. So entstehen nach dem Zufallsprinzip neue Antikörpervarianten, von denen manche noch besser an den Erreger binden können. Während einer Malaria können die Antikörper in seltenen Fällen sogar Segmente eines anderen Gens „stehlen“. Ein ganz neuer Rezeptor wird eingebaut, es bilden sich breit reaktive Antikörper. „Diesen Antikörpern kann ein Erreger viel schwerer entkommen, selbst wenn der Eindringling mutiert und seine Oberfläche verändert“, sagt de la Rosa.  

De la Rosa will diesen natürlichen Prozess des „Segment-Stehlens“, den sie und ihre Kolleg*innen 2016 zum ersten Mal beobachtet haben, Schritt für Schritt aufklären. Sie will die zugrundeliegenden Mechanismen verstehen und sie in der Petrischale nachstellen. „Zuerst müssen wir effiziente Wege finden, wie wir diese zelleigenen Mechanismen nutzen können. Wir möchten testen, ob unser Ansatz sicherer ist als der Einsatz zellfremder Gen-Scheren wie CRISPR-Cas9 und ihn dann anwenden, um schließlich neuartige Antikörper zu erzeugen“, sagt sie. „Stellen Sie sich nur vor, wir könnten der Natur ihre erfolgreichsten Tricks abschauen, um in Zukunft Erreger wie HIV, die unser Immunsystem überfordern, in Schach zu halten!“ Es reizt sie und ihr Team, an etwas zu arbeiten, das eines Tages ein völlig neuer Ansatz für Impfstoffe sein könnte, sagt de la Rosa. „Das wird eine spannende Reise.“

Wie kann verhindert werden, dass Coronaviren ins Herz eindringen?

(pte) – Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben einen Weg gefunden, das Coronavirus vom Eindringen in das Herz abzuhalten. Das Angiotensin-umwandelnde Enzym 2 (ACE2) gilt als Bindungsstelle und Einfallstor für SARS-CoV 2 in das Lungengewebe. Weil sich ACE2 auch in Herzmuskelzellen befindet, können die Viren auch das Herz befallen und dort massive Entzündungen auslösen. Details wurden im „Journal of Molecular and Cellular Cardiology“ publiziert.

Weitere Labortests nötig
„Vor allem ein Kandidat namens miR-200c konnte die ACE2-Aktivität in Herzmuskelzellen von Ratten und in im Labor aus Stammzellen hergestellten menschlichen Kardiomyozyten deutlich herunterregulieren“, sagt Studienleiter Christian Bär. Im nächsten Schritt muss das vielversprechende Ergebnis aus den Zellkultur-Versuchen nun in lebenden Organsimen überprüft werden, so der Wissenschaftler.

Sollte die Studie auch im Mausmodell erfolgreich verlaufen, könnte der Einsatz von miR-200c künftig eine wichtige Strategie im Kampf gegen Coronaviren sein – selbst dann, betonen die Forscher, wenn es einen wirksamen Impfstoff gibt. „Auch die Erreger der schweren Atemwegserkrankungen SARS und MERS gehören zu den Coronaviren, die über ACE2 in die Zellen gelangen“, so Bärs Kollege Thomas Thum. Daher sei es nicht unwahrscheinlich, dass sich auch bei einer künftigen Coronavirus-Pandemie dieser Mechanismus nutzen lässt.

Bewiesen: Masken erzeugen keinen Sauerstoffmangel

(pte) – Das Tragen von Gesichtsmasken führt zu keiner CO2-Vergiftung. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Michael Campos vom Miami Veterans Administration Medical Center und der University of Miami. Die Experten widerlegen damit das von Masken-Gegnern in Corona-Zeiten in Bezug auf das Tragen oft angeführte Gesundheitsrisiko. Die in den „Annals of the American Thoracic Society“ publizierten Ergebnisse beweisen das Gegenteil.

US-Veteranen untersucht
Die Forscher beurteilten Probleme mit dem Gasaustausch, also die Veränderungen der Werte von Sauerstoff und CO2, bei gesunden Personen und Veteranen mit COPD vor und während des Tragens einer chirurgischen Maske. COPD-Patienten müssen sich beim Atmen mehr anstrengen, was oft zu Kurzatmigkeit und Müdigkeit führt. Laut Campos sind die Auswirkungen auch bei Personen mit einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion minimal.

Das Gefühl der Atemlosigkeit, das manche gesunde Menschen erleben, ist laut dem Forscher nicht auf Veränderungen des Gasaustauschs zurückzuführen. Dafür verantwortlich sei vielmehr die Einschränkung des Luftstroms mit der Maske. Das sei vor allem dann der Fall, wenn bei Anstrengungen eine höhere Atemfrequenz notwendig werde.

Tragen gegen Infektionen
Campos betont indes die Wichtigkeit des Tragens von Gesichtsmasken zur Prävention einer COVID-19 Infektion. Ist keine chirurgische Maske verfügbar, wird von den Centers für Disease Control and Prevention eine Stoffmaske mit mindestens zwei Schichten empfohlen. Vor allem Patienten mit Erkrankungen der Lunge sollten eine Infektion verhindern.

Die Studienautoren räumen ein, dass die Ergebnisse durch die Größe des Samples eingeschränkt sein könnten. Die Population zeige jedoch deutlich, dass chirurgische Masken unter normalen Bedingungen keine Auswirkungen auf den Gastaustausch haben. Wichtig sei, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass das Unbehagen beim Tragen der Masken nicht zu unbegründeten Sicherheitsbedenken führen sollte und somit die Anwendung eines Verfahrens abschwächen könnte, das erwiesenermaßen die öffentliche Gesundheit verbessert.

Weitere Folgen von Covid-19

(pte) – COVID-19 führt laut der Australian National University auch bei Menschen zu einer schweren psychischen Belastung, die von der Krankheit gar nicht direkt betroffen sind. Die erste derartige australische Umfrage hat ergeben, dass Menschen in Ländern mit geringen Infektionszahlen und Todesfällen immer noch doppelt so häufig an Depressionen und Angstzuständen leiden. Diese Folgen sind oft auf finanzielle Belastungen und Unterbrechungen des Soziallebens zurückzuführen.

Psychische Verletzbarkeit
Laut Forschungsleiterin Amy Dawel ist bereits bekannt, dass Menschen, die erkranken bzw. ins Krankenhaus eingeliefert werden sowie deren Pfleger stärker betroffen sind. „Die Auswirkungen von COVID-19 auf die breitere Bevölkerung in relativ weniger betroffenen Ländern werden jedoch wahrscheinlich erheblich sein. Unsere Daten zeigen, dass die Nebenprodukte von COVID-19 die Bevölkerungen weitgehend beeinträchtigen. Es besteht Anlass zur Sorge, dass in Ländern mit strengen Restriktionen, die die schlimmsten Auswirkungen des Virus zu umgehen scheinen, die indirekten Auswirkungen der Pandemie übersehen werden.“

Das Team hat im März dieses Jahres fast 1.3000 australische Erwachsene befragt. Damals waren die ersten Restriktionen bereits in Kraft getreten. Die Behörden hatten die internationalen Grenzen sowie Bars und Restaurants geschlossen. Die sozialen Kontakte wurden ebenfalls eingeschränkt. Die Studienteilnehmer waren für die Bevölkerung repräsentativ. Es nahmen die gleiche Anzahl von Frauen und Männern sowie Personen aus allen Altersgruppen teil.

Finanzielle Nöte als Problem
Um eine Verzerrung der Ergebnisse zu verhindern, wussten die Teilnehmer vorab nichts über die Ziele der Studie. Stattdessen wurde die Umfrage in Panels zur Marktforschung integriert. Während der Rekrutierung für die Studie wurde weder COVID-19 noch die psychische Gesundheit erwähnt. Da die Umfrage in der Frühphase der Pandemie durchgeführt wurde, gaben nur 36 Teilnehmer an, dass sie eine entsprechende Diagnose erhalten oder engen Kontakt mit einer erkrankten Person hatten. Zusätzlich waren erst bei wenigen Personen Tests durchgeführt worden. Das Gleiche galt bei der Anzahl derer, die sich selbst in Isolation begeben hatten oder jemanden kannten, der über eine dieser Erfahrungen verfügte.

Überraschend war, dass Personen mit Kontakt zu COVID-19-Patienten keinen Zusammenhang mit Auswirkungen auf die psychische Gesundheit aufwiesen. Im Gegensatz dazu standen finanzielle Notlagen und Unterbrechungen bei der Arbeit sowie sozialen Aktivitäten deutlich mit Symptomen von Depressionen und Angstzuständen sowie einem geringeren psychischen Wohlbefinden in Verbindung. Das Arbeiten von Zuhause aus stand nicht mit negativen Auswirkungen in Zusammenhang. Psychische Probleme waren bei jüngeren Menschen häufiger, die weiblich waren oder angaben, bereits an einer psychischen Erkrankung gelitten zu haben. Details wurden in „Frontiers in Psychiatry“ veröffentlicht.

Honig und Propolis in der Zahnpflege – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Ich bin selbst Imker und habe in diesem Jahr über 150 kg Honig mit 4 bienen-Völkern geeerntet. Natürlich weiß ich auch, dass Honig und der antibakterielle Wirkstoff Propolis gesundheitlich Vorteile bringt. Beim Honig ist das erstaunlich, denn er enthält nicht nur wegen seiner Zuckerbestandteile eine Menge Kalorien, aber auch Zusatzstoffe, die dafür sorgen, dass der bienenstaat gesund bleibt. Das heißt, er unterstützt das natürliche kollektive Immunsystem des bienenvolkes. Dabei spielt aber auch Propolis eine Rolle, welches die Bienen zum Abdichten der Bienenwaben und als Schutz vor Eindringlichen nutzen. Propolis ist daher in der Naturmedizin ein wirksames Mittel wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften. Dass beide, Honig und Propolis, aber in der Zahnmedizin eingesetzt wird, ist mir neu. Offenbar hat ein Zahnarzt damit hervorragende Erfolge bei der Mundpflege erzielt. Deswegen gebe ich diese Information weiter. Allerdings um Werbung auszuschließen, habe ich seinen Namen unkenntlich gemacht

Jean Pütz

(pts) – Die heilenden Eigenschaften von Honig sind in vielen Kulturen seit Jahrtausenden bekannt. Auch in der westlichen Medizin wird Honig als entzündungshemmender, antibakterieller Zusatz zu vielen Medikamenten verwendet. Eine Praxis in Backnang, in der Nähe von Stuttgart, hat sich auf den Einsatz der Wundermittel aus dem Bienenstock in der Zahnmedizin spezialisiert. Der Zahnarzt und sein Team setzen bei Wurzelbehandlungen, Aphthen, Parodontose und Zahnfleischentzündungen erstaunlicherweise auf das süße Bienengold – Honig und Propolis.

Eines der größten Probleme bei Wurzelbehandlungen und invasiven Eingriffen im Mundraum, so die Experten der Praxis, sind Infektionen der Wunden. Die Patienten müssen essen und trinken, auch wenn die offene Wunde noch nicht weit genug verheilt ist. So können Keime und Bakterien eindringen. Ein Verschluss mit Propolis, aber auch Mundspülungen mit Propolis-Zusatz haben sich hier als wirksam erwiesen.

Bienenvölker stellen rund um die Aufzucht ihrer Larven viele verschiedene honigähnliche Substanzen her. Neben dem flüssigen Honig, der den Bienenhonig in der Wabe umschließt und nährt, wird auch das begehrte Königinnenfutter namens Gelee Royal produziert. Einer der wichtigsten Bestandteile des Stockes ist jedoch Propolis, ein formbarer Stoff aus Harzen und Bienenwachs, der den Bienenstock vor Bakterien, Viren und Pilzen schützt und steril hält.

Diese unglaublichen Eigenschaften werden auch in der modernen Medizin mittlerweile erkannt und gezielt eingesetzt. Die Zahnarztpraxis setzt Propolis bereits in vielen Bereichen ein. „Wir setzen hier auch auf die Eigeninitiative der Patientinnen“. „Honig kann nicht überdosiert werden, er kann aber den Heilungsprozess beschleunigen. Darum empfehlen wir beispielsweise bei einer Parodontitis, einen Löffel Honig nach der Behandlung in den Mund zu nehmen und so die Wirkstoffe über das Zahnfleisch aufzunehmen.“

Mehr Forschung rund um Propolis benötigt
Das Team der Praxis in Backnang ist sich sicher, dass hier noch weitere Anwendungsmöglichkeiten verborgen sind. Sie hoffen auf noch intensivere Forschung rund um Bienenprodukte, um ihren Patienten einen umfassenden Behandlungsplan mit Unterstützung der fleißigen Insekten anbieten zu können.

04.10.20 Donald Trump als Beispiel für Corona- Verharmloser

Entscheidet Corona die amerikanischen Wahlen? Donald Trump in der Bredouille.

Die Moral von der Geschicht: Jeder der die schlimmen Auswirkungen von Corona leugnet, kann’s selbst erwischen.
Trotzdem treten mal wieder die Corona Leugner oder Verharmloser in Konstanz auf, um vereint mit der extremen Rechten ihre queren die den zu verbreiten. wo bleibt die Schwarmintelligenz der deutschen, ohne zu verallgemeinern.

Folge 142. Der Vernunft eine Chance

Hier noch mal eine Präzisierung meines Hinweis auf die Nachwirkungen, Markus Lanz hatte einen „Genesenen“ in seiner Sendung.

Automobilindustrie am Abgrund? – Krise durch Politik verursacht

Auszug aus einem Gespräch von ‚Morning Briefing‘ , Gabor Steingart,mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Continental, Wolfgang Reitzle, einem wichtigen Automobilzulieferer, der mehrere Werke in Deutschland schließt und Zehntausende von Arbeitsplätzen abbaut

Er schreibt die Krise der Automobilindustrie vor allen Dingen der zu schnellen und unnötigen Verdammung des Verbrennungsmotors zu.

(Morning Briefing) – Man zerstört politisch die Autoindustrie, die noch immer 99 Prozent ihrer Wertschöpfung durch Autos mit Verbrennungsmotor generiert. Man treibt Hersteller und Kunden zu früh in die noch nicht wirklich marktreife E-Mobilität. Ergebnis: Wir müssen Fabriken schließen und Arbeitsplätze abbauen.

Die Gründe dafür erklärt er folgendermaßen:

Grund Nummer eins:
Wir hatten zehn Jahre Boom. Mitte 2018 ging es schon leicht bergab, 2019 kam dann die starke Rezession der Weltautoindustrie. Wir kommen von 95 Millionen Einheiten und werden dieses Jahr bei 70 Millionen landen. Das sind knapp 30 Prozent weniger, das kann kein Industrieunternehmen ohne Kostenanpassung verkraften.

Grund Nummer zwei:
Ab März kam Corona dazu, und dann haben wir die Abgasgesetzgebung, die erzwingt geradezu einen Break. Und dann kommen die Politiker und diffamieren noch obendrauf den Verbrenner unnötig früh, sodass uns einfach die Anpassungszeit fehlt.

 

Kritik an Forschungsetat der Bundesregierung – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Meine persönliche Meinung:
Ich finde, die Kritik wird zurecht geübt, weil viel zu viel Gelder in den populistischen Mainstream fliessen. Dadurch kann die Forschung manipuliert und korumpiert werden.
Jean Pütz

Forschungsetat ist den aktuellen globalen Krisen nicht angemessen

(Forschungswende) – Die Aufstockung der Mittel zur Nachhaltigkeitsforschung im
Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für das Jahr 2021 (Bundestag-Drucksache 19/22600, Einzelplan 30) wird den Herausforderungen der globalen Krisen wie dem Klimawandel oder dem Artensterben nicht gerecht. Der Haushalt des BMBF wird heute am 1. Oktober 2020 im Deutschen Bundestag debattiert.

„Die Bundesregierung setzt in der Hightech-Strategie und der Innovationspolitik die falschen Schwerpunkte. Wir brauchen mehr Investitionen in eine gesellschaftliche sozial-ökologische Transformation. Dies muss sich im Etat des BMBF in den Bereichen
Nachhaltigkeit und soziale Innovationen stärker niederschlagen.“ kritisiert Dr. Steffi Ober, Ko-Sprecherin der Plattform Forschungswende.

Der Haushalt des BMBF umfasst über 20 Milliarden Euro unter anderem für Forschungsprojekte und Forschungseinrichtungen. Auf den Bereich „Nachhaltigkeit, Klima, Energie“ entfallen hiervon lediglich 776 Millionen Euro. Trotz eines Anstiegs von 200 Millionen im Vergleich zu 2020 (2020: 573 Millionen Euro) wird dies nicht ausreichen, die globalen Herausforderungen zu bewältigen. So wird hierin etwa der Bereich „Gesellschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit“ mit lediglich 54 Millionen Euro gefördert. An anderer Stelle wird ein Ausgabenbereich „Wissenschaftskommunikation, Partizipation, Soziale Innovationen“ auf lediglich 17,65 Millionen Euro aufgestockt (2020:
17,45 Millionen Euro). Ausgaben für neue Technologien sowie für Innovationen in den Lebenswissenschaften dagegen belaufen sich auf über 2 Milliarden Euro.

„Das BMBF will seit langem verstärkt die Forschung für Nachhaltigkeit und soziale Innovationen fördern. Diesem Anspruch wird der vorgelegte Haushalt nicht gerecht.“, resümiert Dr. Steffi Ober, Ko-Sprecherin der Plattform Forschungswende.

Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende
Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende ist ein vielfältiges Netzwerk aus Umwelt- und Sozialverbänden sowie nachhaltigkeitsorientierten wissenschaftlichen Einrichtungen. Wir unterstützen Organisationen der Zivilgesellschaft, um aktiv die
Forschungs- und Innovationspolitik mitzugestalten. Die Plattform begleitet die Forschungs- und Innovationspolitik aus einer transdisziplinären Perspektive und arbeitet als Praxispartner aktiv in transdisziplinären Forschungsprojekten mit.

Unter welchen Bedingungen bleiben Störfälle in Kernkraftwerken beherrschbar ?

(Helmholtz) – Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) analysieren Wissenschaftler*innen eine Vielzahl von Stör- und Unfallszenarien in Kernkraftwerken, um Handlungsempfehlungen für das Notfallmanagement abzuleiten. In einer aktuellen Veröffentlichung im Fachjournal Nuclear Engineering and Design (DOI: 10.1016/j.nucengdes.2020.110663) stellen sie Strategien vor, die bei einem länger andauernden Stromausfall den Handelnden zusätzliche Zeit für wirksame Gegenmaßnahmen verschaffen sollen.

Die Reaktorhavarien im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi im Jahr 2011 haben in einigen Ländern zu einem beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie geführt, wie etwa in Deutschland. Darüber hinaus setzen sich die Sicherheitsexpert*innen seit diesem Ereignis wieder verstärkt mit den Risiken auseinander, die sich aus schweren Beschädigungen des Reaktorkerns ergeben könnten. Insbesondere werden nun auch bewusst unrealistische Szenarien in Betracht gezogen, deren Eintreten Fachleute für nahezu unmöglich halten.

„In unserer aktuellen Arbeit haben wir untersucht, wie wir den drohenden schwerwiegenden Folgen eines länger anhaltenden, totalen Stromausfalls begegnen können“, erklärt Dr. Sören Kliem vom Institut für Ressourcenökologie am HZDR. „Die Sicherheitssysteme von Kraftwerken sind mehrfach redundant ausgelegt. Für die Notstromversorgung sind beispielsweise mehrere identische, räumlich voneinander getrennte Dieselaggregate vorgesehen, jeweils vier in zwei unterschiedlichen Gebäuden. In unserem Szenario stehen alle acht Dieselaggregate nicht zur Verfügung, auch die aktiven Sicherheits- und Notkühlsysteme oder die Speisewasserversorgung für die Dampferzeuger werden als nicht einsatzfähig angenommen. Im realen Kernkraftwerksbetrieb ist eine solche Häufung von Ausfällen jedoch äußerst unwahrscheinlich.“ Diese Betrachtungen gehen somit weit über das für Genehmigungsverfahren wichtige Konzept des Auslegungsstörfalls hinaus. Darunter verstehen Kerntechniker*innen einen Störfall, der über die der bereits vorhandenen Sicherheitssysteme beherrscht werden kann.

Nachzerfallswärme und keine Kühlung: Die Zeit läuft
Im Havariefall können die Operator*innen eines Kernkraftwerks die energieliefernde Kernspaltung augenblicklich unterbinden, indem sie bei einer Reaktorschnellabschaltung Steuerstäbe in den Reaktor einfahren lassen, die stark Neutronen absorbieren. Das ist auch bei Stromausfall kein Problem: Die Steuerstäbe werden von Elektromagneten gehalten und fallen bei einem Zusammenbruch der Stromversorgung einfach in den Reaktorkern, die Kettenreaktion kommt zum Erliegen.

Die Reaktorschnellabschaltung unterbindet zwar die Kettenreaktion. Die Wärmefreisetzung im Reaktorkern sinkt damit aber nicht auf null. Denn die immer noch vorhandenen, kurzlebigen Spaltprodukte zerfallen weiter und erzeugen dabei große Wärmemengen, die ohne ausreichende Kühlung den Reaktorkern zum Schmelzen bringen können. Diese sogenannte Nachzerfallswärme ist auch der Grund, weshalb ausgediente Brennelemente über längere Zeiträume in Abklingbecken gekühlt werden müssen.

Was beim Wegfall der Kühlung aufgrund eines Stromausfalls im Detail droht, ist durch Störfälle der Kernenergiegeschichte hinlänglich bekannt. Diese Erkenntnisse nutzend, können die Forscher*innen heute sehr genau am Computer simulieren, was passiert, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird. „In unserem Szenario würde bereits nach zwei Stunden und 40 Minuten die Kernschmelze einsetzen. Keine weitere Stunde später käme es entsprechend den Rechenergebnissen zu strukturellen Schäden am Reaktordruckbehälter, der eigentlich den Kern mit den Brennstäben schützend ummanteln soll,“ beschreibt Kliem das zu erwartende Geschehen.

Die Wissenschaftler*innen haben deshalb ein Konzept entwickelt, wie sich ein Schaden am Kern weiter hinauszögern lässt, um wertvolle Zeit bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung für die Pumpensysteme zu gewinnen. „Durch eine Kombination aus Druckentlastung und Einspeisung von Wasser in die Dampferzeuger können wir die Zeit ab Beginn des Störfalls bis zum Eintritt der Kernschmelze auf 24 Stunden dehnen“, erklärt Dr. Kai Kosowski, Störfallexperte bei der PreussenElektra GmbH und Co-Autor der Studie. Als besonders nützlich haben sich dabei mobile Pumpen erwiesen, die nach den Ereignissen in Fukushima in allen deutschen Kernkraftwerken ergänzt wurden und die mit geringem Aufwand an verschiedenen Stellen der Anlage eingesetzt werden können. Nehmen die mobilen Pumpen ihre Arbeit auf und gelingt es, den Dampferzeuger wieder mit Wasser aufzufüllen, setzt die Kühlung auch ohne Stromversorgung wieder ein.

Auch künftig gefragt: Expertise in der nuklearen Sicherheitsforschung
In den Simulationen greifen jahrzehntelange Erfahrungen aus Praxis und Forschung optimal ineinander. Seit 2007 kooperiert das HZDR in der Sicherheitsforschung mit dem Energieversorger PreussenElektra, der aktuell noch drei Kernkraftwerke in Deutschland betreibt (Isar 2, Grohnde und Brokdorf). Bei diesen Anlagen handelt es sich um sogenannte Druckwasserreaktoren. Die Eigenschaften dieses Reaktortyps liefern die Eckpunkte für die Simulationen der Rossendorfer Forscher*innen.

Zwar sind in Deutschland die Weichen für den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 gestellt, jedoch bleibt die nukleare Sicherheitsforschung auch weiterhin in der deutschen Forschungslandschaft verankert. Sie ist als strategisch wichtiges Thema Bestandteil des aktuellen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. „So können wir neben der Begleitung der Stilllegung der restlichen Kernkraftwerke unter anderem die Kompetenz zur Beurteilung und Weiterentwicklung der Sicherheit nuklearer Anlagen im Ausland sicherstellen,“ erläutert Kliem. Dabei geht es auch um die Bewertung neuer Reaktorkonzepte, die sich international in Entwicklung befinden und deren sicherheitstechnische Konzeption sich von den in Deutschland betriebenen Anlagen unterscheidet.

Ein Corona-Genesener ist noch lange nicht gesund – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Allen Bürgern ins Gästebuch die glauben, Covid-19 sei nur eine Art Grippe

Covid-19 ist nicht mehr von der Erdoberfläche zu verbannen, wir müssen damit leben, ob wir Verschwörungstheoretikern glauben oder nicht. Die vielen Anstrengungen, ein Impfserum zu finden und einzusetzen, steht und fällt mit der Tatsache, ob das Immunsystem wie bei anderen Seuchen – z. B. Pocken oder Kinderlähmung – in der Lage ist, eine Art Gegenwehr zu schaffen. Solange das nicht der Fall ist, sind wir auf Mund-Nase-Masken und Abstandhalten angewiesen. Es ist erwiesen, dass Aerosole – das heißt, kleinste Wassertröpfchen, die das Virus tragen, vorwiegend an dessen Verbreitung beteiligt sind. Deshalb ist die Maske so wirksam. Allerdings schützt die Maske nicht den Träger, sondern sein Gegenüber. Ohne wissenschaftliche Belege halte ich persönlich dagegen, indem ich auf die Maske vor Gebrauch ein paar Tropfen Teebaumöl gebe. Teebaumöl killt nicht nur Bakterien, sondern auch Viren sehr wirksam, sogar die hartnäckigsten Warzenviren, die sich damit auf die sanfteste Art entfernen lassen. Ein mit Pflaster befestigtes und mit Teebaumöl getränktes Tampon – mehrere Tage aufgetragen – wirkt Wunder. Diesen Tipp so nebenbei.

Ihr Jean Pütz

Nun empfehle ich Ihnen den Link zum Video mit Markus Lanz