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Honig und Propolis in der Zahnpflege – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Ich bin selbst Imker und habe in diesem Jahr über 150 kg Honig mit 4 bienen-Völkern geeerntet. Natürlich weiß ich auch, dass Honig und der antibakterielle Wirkstoff Propolis gesundheitlich Vorteile bringt. Beim Honig ist das erstaunlich, denn er enthält nicht nur wegen seiner Zuckerbestandteile eine Menge Kalorien, aber auch Zusatzstoffe, die dafür sorgen, dass der bienenstaat gesund bleibt. Das heißt, er unterstützt das natürliche kollektive Immunsystem des bienenvolkes. Dabei spielt aber auch Propolis eine Rolle, welches die Bienen zum Abdichten der Bienenwaben und als Schutz vor Eindringlichen nutzen. Propolis ist daher in der Naturmedizin ein wirksames Mittel wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften. Dass beide, Honig und Propolis, aber in der Zahnmedizin eingesetzt wird, ist mir neu. Offenbar hat ein Zahnarzt damit hervorragende Erfolge bei der Mundpflege erzielt. Deswegen gebe ich diese Information weiter. Allerdings um Werbung auszuschließen, habe ich seinen Namen unkenntlich gemacht

Jean Pütz

(pts) – Die heilenden Eigenschaften von Honig sind in vielen Kulturen seit Jahrtausenden bekannt. Auch in der westlichen Medizin wird Honig als entzündungshemmender, antibakterieller Zusatz zu vielen Medikamenten verwendet. Eine Praxis in Backnang, in der Nähe von Stuttgart, hat sich auf den Einsatz der Wundermittel aus dem Bienenstock in der Zahnmedizin spezialisiert. Der Zahnarzt und sein Team setzen bei Wurzelbehandlungen, Aphthen, Parodontose und Zahnfleischentzündungen erstaunlicherweise auf das süße Bienengold – Honig und Propolis.

Eines der größten Probleme bei Wurzelbehandlungen und invasiven Eingriffen im Mundraum, so die Experten der Praxis, sind Infektionen der Wunden. Die Patienten müssen essen und trinken, auch wenn die offene Wunde noch nicht weit genug verheilt ist. So können Keime und Bakterien eindringen. Ein Verschluss mit Propolis, aber auch Mundspülungen mit Propolis-Zusatz haben sich hier als wirksam erwiesen.

Bienenvölker stellen rund um die Aufzucht ihrer Larven viele verschiedene honigähnliche Substanzen her. Neben dem flüssigen Honig, der den Bienenhonig in der Wabe umschließt und nährt, wird auch das begehrte Königinnenfutter namens Gelee Royal produziert. Einer der wichtigsten Bestandteile des Stockes ist jedoch Propolis, ein formbarer Stoff aus Harzen und Bienenwachs, der den Bienenstock vor Bakterien, Viren und Pilzen schützt und steril hält.

Diese unglaublichen Eigenschaften werden auch in der modernen Medizin mittlerweile erkannt und gezielt eingesetzt. Die Zahnarztpraxis setzt Propolis bereits in vielen Bereichen ein. „Wir setzen hier auch auf die Eigeninitiative der Patientinnen“. „Honig kann nicht überdosiert werden, er kann aber den Heilungsprozess beschleunigen. Darum empfehlen wir beispielsweise bei einer Parodontitis, einen Löffel Honig nach der Behandlung in den Mund zu nehmen und so die Wirkstoffe über das Zahnfleisch aufzunehmen.“

Mehr Forschung rund um Propolis benötigt
Das Team der Praxis in Backnang ist sich sicher, dass hier noch weitere Anwendungsmöglichkeiten verborgen sind. Sie hoffen auf noch intensivere Forschung rund um Bienenprodukte, um ihren Patienten einen umfassenden Behandlungsplan mit Unterstützung der fleißigen Insekten anbieten zu können.

04.10.20 Donald Trump als Beispiel für Corona- Verharmloser

Entscheidet Corona die amerikanischen Wahlen? Donald Trump in der Bredouille.

Die Moral von der Geschicht: Jeder der die schlimmen Auswirkungen von Corona leugnet, kann’s selbst erwischen.
Trotzdem treten mal wieder die Corona Leugner oder Verharmloser in Konstanz auf, um vereint mit der extremen Rechten ihre queren die den zu verbreiten. wo bleibt die Schwarmintelligenz der deutschen, ohne zu verallgemeinern.

Folge 142. Der Vernunft eine Chance

Hier noch mal eine Präzisierung meines Hinweis auf die Nachwirkungen, Markus Lanz hatte einen „Genesenen“ in seiner Sendung.

Automobilindustrie am Abgrund? – Krise durch Politik verursacht

Auszug aus einem Gespräch von ‚Morning Briefing‘ , Gabor Steingart,mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Continental, Wolfgang Reitzle, einem wichtigen Automobilzulieferer, der mehrere Werke in Deutschland schließt und Zehntausende von Arbeitsplätzen abbaut

Er schreibt die Krise der Automobilindustrie vor allen Dingen der zu schnellen und unnötigen Verdammung des Verbrennungsmotors zu.

(Morning Briefing) – Man zerstört politisch die Autoindustrie, die noch immer 99 Prozent ihrer Wertschöpfung durch Autos mit Verbrennungsmotor generiert. Man treibt Hersteller und Kunden zu früh in die noch nicht wirklich marktreife E-Mobilität. Ergebnis: Wir müssen Fabriken schließen und Arbeitsplätze abbauen.

Die Gründe dafür erklärt er folgendermaßen:

Grund Nummer eins:
Wir hatten zehn Jahre Boom. Mitte 2018 ging es schon leicht bergab, 2019 kam dann die starke Rezession der Weltautoindustrie. Wir kommen von 95 Millionen Einheiten und werden dieses Jahr bei 70 Millionen landen. Das sind knapp 30 Prozent weniger, das kann kein Industrieunternehmen ohne Kostenanpassung verkraften.

Grund Nummer zwei:
Ab März kam Corona dazu, und dann haben wir die Abgasgesetzgebung, die erzwingt geradezu einen Break. Und dann kommen die Politiker und diffamieren noch obendrauf den Verbrenner unnötig früh, sodass uns einfach die Anpassungszeit fehlt.

 

Kritik an Forschungsetat der Bundesregierung – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Meine persönliche Meinung:
Ich finde, die Kritik wird zurecht geübt, weil viel zu viel Gelder in den populistischen Mainstream fliessen. Dadurch kann die Forschung manipuliert und korumpiert werden.
Jean Pütz

Forschungsetat ist den aktuellen globalen Krisen nicht angemessen

(Forschungswende) – Die Aufstockung der Mittel zur Nachhaltigkeitsforschung im
Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für das Jahr 2021 (Bundestag-Drucksache 19/22600, Einzelplan 30) wird den Herausforderungen der globalen Krisen wie dem Klimawandel oder dem Artensterben nicht gerecht. Der Haushalt des BMBF wird heute am 1. Oktober 2020 im Deutschen Bundestag debattiert.

„Die Bundesregierung setzt in der Hightech-Strategie und der Innovationspolitik die falschen Schwerpunkte. Wir brauchen mehr Investitionen in eine gesellschaftliche sozial-ökologische Transformation. Dies muss sich im Etat des BMBF in den Bereichen
Nachhaltigkeit und soziale Innovationen stärker niederschlagen.“ kritisiert Dr. Steffi Ober, Ko-Sprecherin der Plattform Forschungswende.

Der Haushalt des BMBF umfasst über 20 Milliarden Euro unter anderem für Forschungsprojekte und Forschungseinrichtungen. Auf den Bereich „Nachhaltigkeit, Klima, Energie“ entfallen hiervon lediglich 776 Millionen Euro. Trotz eines Anstiegs von 200 Millionen im Vergleich zu 2020 (2020: 573 Millionen Euro) wird dies nicht ausreichen, die globalen Herausforderungen zu bewältigen. So wird hierin etwa der Bereich „Gesellschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit“ mit lediglich 54 Millionen Euro gefördert. An anderer Stelle wird ein Ausgabenbereich „Wissenschaftskommunikation, Partizipation, Soziale Innovationen“ auf lediglich 17,65 Millionen Euro aufgestockt (2020:
17,45 Millionen Euro). Ausgaben für neue Technologien sowie für Innovationen in den Lebenswissenschaften dagegen belaufen sich auf über 2 Milliarden Euro.

„Das BMBF will seit langem verstärkt die Forschung für Nachhaltigkeit und soziale Innovationen fördern. Diesem Anspruch wird der vorgelegte Haushalt nicht gerecht.“, resümiert Dr. Steffi Ober, Ko-Sprecherin der Plattform Forschungswende.

Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende
Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende ist ein vielfältiges Netzwerk aus Umwelt- und Sozialverbänden sowie nachhaltigkeitsorientierten wissenschaftlichen Einrichtungen. Wir unterstützen Organisationen der Zivilgesellschaft, um aktiv die
Forschungs- und Innovationspolitik mitzugestalten. Die Plattform begleitet die Forschungs- und Innovationspolitik aus einer transdisziplinären Perspektive und arbeitet als Praxispartner aktiv in transdisziplinären Forschungsprojekten mit.

Unter welchen Bedingungen bleiben Störfälle in Kernkraftwerken beherrschbar ?

(Helmholtz) – Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) analysieren Wissenschaftler*innen eine Vielzahl von Stör- und Unfallszenarien in Kernkraftwerken, um Handlungsempfehlungen für das Notfallmanagement abzuleiten. In einer aktuellen Veröffentlichung im Fachjournal Nuclear Engineering and Design (DOI: 10.1016/j.nucengdes.2020.110663) stellen sie Strategien vor, die bei einem länger andauernden Stromausfall den Handelnden zusätzliche Zeit für wirksame Gegenmaßnahmen verschaffen sollen.

Die Reaktorhavarien im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi im Jahr 2011 haben in einigen Ländern zu einem beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie geführt, wie etwa in Deutschland. Darüber hinaus setzen sich die Sicherheitsexpert*innen seit diesem Ereignis wieder verstärkt mit den Risiken auseinander, die sich aus schweren Beschädigungen des Reaktorkerns ergeben könnten. Insbesondere werden nun auch bewusst unrealistische Szenarien in Betracht gezogen, deren Eintreten Fachleute für nahezu unmöglich halten.

„In unserer aktuellen Arbeit haben wir untersucht, wie wir den drohenden schwerwiegenden Folgen eines länger anhaltenden, totalen Stromausfalls begegnen können“, erklärt Dr. Sören Kliem vom Institut für Ressourcenökologie am HZDR. „Die Sicherheitssysteme von Kraftwerken sind mehrfach redundant ausgelegt. Für die Notstromversorgung sind beispielsweise mehrere identische, räumlich voneinander getrennte Dieselaggregate vorgesehen, jeweils vier in zwei unterschiedlichen Gebäuden. In unserem Szenario stehen alle acht Dieselaggregate nicht zur Verfügung, auch die aktiven Sicherheits- und Notkühlsysteme oder die Speisewasserversorgung für die Dampferzeuger werden als nicht einsatzfähig angenommen. Im realen Kernkraftwerksbetrieb ist eine solche Häufung von Ausfällen jedoch äußerst unwahrscheinlich.“ Diese Betrachtungen gehen somit weit über das für Genehmigungsverfahren wichtige Konzept des Auslegungsstörfalls hinaus. Darunter verstehen Kerntechniker*innen einen Störfall, der über die der bereits vorhandenen Sicherheitssysteme beherrscht werden kann.

Nachzerfallswärme und keine Kühlung: Die Zeit läuft
Im Havariefall können die Operator*innen eines Kernkraftwerks die energieliefernde Kernspaltung augenblicklich unterbinden, indem sie bei einer Reaktorschnellabschaltung Steuerstäbe in den Reaktor einfahren lassen, die stark Neutronen absorbieren. Das ist auch bei Stromausfall kein Problem: Die Steuerstäbe werden von Elektromagneten gehalten und fallen bei einem Zusammenbruch der Stromversorgung einfach in den Reaktorkern, die Kettenreaktion kommt zum Erliegen.

Die Reaktorschnellabschaltung unterbindet zwar die Kettenreaktion. Die Wärmefreisetzung im Reaktorkern sinkt damit aber nicht auf null. Denn die immer noch vorhandenen, kurzlebigen Spaltprodukte zerfallen weiter und erzeugen dabei große Wärmemengen, die ohne ausreichende Kühlung den Reaktorkern zum Schmelzen bringen können. Diese sogenannte Nachzerfallswärme ist auch der Grund, weshalb ausgediente Brennelemente über längere Zeiträume in Abklingbecken gekühlt werden müssen.

Was beim Wegfall der Kühlung aufgrund eines Stromausfalls im Detail droht, ist durch Störfälle der Kernenergiegeschichte hinlänglich bekannt. Diese Erkenntnisse nutzend, können die Forscher*innen heute sehr genau am Computer simulieren, was passiert, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird. „In unserem Szenario würde bereits nach zwei Stunden und 40 Minuten die Kernschmelze einsetzen. Keine weitere Stunde später käme es entsprechend den Rechenergebnissen zu strukturellen Schäden am Reaktordruckbehälter, der eigentlich den Kern mit den Brennstäben schützend ummanteln soll,“ beschreibt Kliem das zu erwartende Geschehen.

Die Wissenschaftler*innen haben deshalb ein Konzept entwickelt, wie sich ein Schaden am Kern weiter hinauszögern lässt, um wertvolle Zeit bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung für die Pumpensysteme zu gewinnen. „Durch eine Kombination aus Druckentlastung und Einspeisung von Wasser in die Dampferzeuger können wir die Zeit ab Beginn des Störfalls bis zum Eintritt der Kernschmelze auf 24 Stunden dehnen“, erklärt Dr. Kai Kosowski, Störfallexperte bei der PreussenElektra GmbH und Co-Autor der Studie. Als besonders nützlich haben sich dabei mobile Pumpen erwiesen, die nach den Ereignissen in Fukushima in allen deutschen Kernkraftwerken ergänzt wurden und die mit geringem Aufwand an verschiedenen Stellen der Anlage eingesetzt werden können. Nehmen die mobilen Pumpen ihre Arbeit auf und gelingt es, den Dampferzeuger wieder mit Wasser aufzufüllen, setzt die Kühlung auch ohne Stromversorgung wieder ein.

Auch künftig gefragt: Expertise in der nuklearen Sicherheitsforschung
In den Simulationen greifen jahrzehntelange Erfahrungen aus Praxis und Forschung optimal ineinander. Seit 2007 kooperiert das HZDR in der Sicherheitsforschung mit dem Energieversorger PreussenElektra, der aktuell noch drei Kernkraftwerke in Deutschland betreibt (Isar 2, Grohnde und Brokdorf). Bei diesen Anlagen handelt es sich um sogenannte Druckwasserreaktoren. Die Eigenschaften dieses Reaktortyps liefern die Eckpunkte für die Simulationen der Rossendorfer Forscher*innen.

Zwar sind in Deutschland die Weichen für den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 gestellt, jedoch bleibt die nukleare Sicherheitsforschung auch weiterhin in der deutschen Forschungslandschaft verankert. Sie ist als strategisch wichtiges Thema Bestandteil des aktuellen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. „So können wir neben der Begleitung der Stilllegung der restlichen Kernkraftwerke unter anderem die Kompetenz zur Beurteilung und Weiterentwicklung der Sicherheit nuklearer Anlagen im Ausland sicherstellen,“ erläutert Kliem. Dabei geht es auch um die Bewertung neuer Reaktorkonzepte, die sich international in Entwicklung befinden und deren sicherheitstechnische Konzeption sich von den in Deutschland betriebenen Anlagen unterscheidet.

Ein Corona-Genesener ist noch lange nicht gesund – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Allen Bürgern ins Gästebuch die glauben, Covid-19 sei nur eine Art Grippe

Covid-19 ist nicht mehr von der Erdoberfläche zu verbannen, wir müssen damit leben, ob wir Verschwörungstheoretikern glauben oder nicht. Die vielen Anstrengungen, ein Impfserum zu finden und einzusetzen, steht und fällt mit der Tatsache, ob das Immunsystem wie bei anderen Seuchen – z. B. Pocken oder Kinderlähmung – in der Lage ist, eine Art Gegenwehr zu schaffen. Solange das nicht der Fall ist, sind wir auf Mund-Nase-Masken und Abstandhalten angewiesen. Es ist erwiesen, dass Aerosole – das heißt, kleinste Wassertröpfchen, die das Virus tragen, vorwiegend an dessen Verbreitung beteiligt sind. Deshalb ist die Maske so wirksam. Allerdings schützt die Maske nicht den Träger, sondern sein Gegenüber. Ohne wissenschaftliche Belege halte ich persönlich dagegen, indem ich auf die Maske vor Gebrauch ein paar Tropfen Teebaumöl gebe. Teebaumöl killt nicht nur Bakterien, sondern auch Viren sehr wirksam, sogar die hartnäckigsten Warzenviren, die sich damit auf die sanfteste Art entfernen lassen. Ein mit Pflaster befestigtes und mit Teebaumöl getränktes Tampon – mehrere Tage aufgetragen – wirkt Wunder. Diesen Tipp so nebenbei.

Ihr Jean Pütz

Nun empfehle ich Ihnen den Link zum Video mit Markus Lanz

 

 

Internationaler Tag des Kaffees – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Meine persönliche Bemerkung:
Vor etwa 30 Jahren war ich in Costa Rica und besuchte die kleinen Kaffebauern, die von den großen Kaffekonzernen – mit Verlaub gesagt – regelrecht beschissen wurden. die waren teilweise so in Not, dass sie ihre prall gefüllten Säche mit Kaffekirschen und Kaffebohnen an die Einkäufer, die mit Dollarnoten winkten, für einen Hungerlohn abgaben.

Ein Versuch war, Kooperativen zu gründen. Aber auch das führte teilweise nicht zum Ziel. Meine Sendung kam gerade richtig, denn Dieter Overath in Köln war im Begriff, die Organisation ‚Fairer Handel‘ zu gründen und mit Kaffe als Starprodukt zu beginnen. Das gab es zwar damals schon, aber die GEPA verkaufte Kaffe, bei dem man zweimal leidern musste: Er schmeckte nicht und war trotzdem teurer. Das hat die Hobbythek nicht ruhen lassen und wir haben einen der besten Kafferöster aus Holland gewonnen, dem abzuhelfen und ein Spitzenprodukt unter dem Namen ‚Forestal‘ anzubieten. Übrigens: 50 Dollar-Cent wurde abgezweigt, um dafür den Urwald aufzuforsten. Natürlich unterstützen wir auch den fairen Kaffee und mir gelang es sogar, Willy Millowitsch für die Kampagne zu gewinnen. Im Studio bewies er, dass er 100%ig hinter unser Projekt stand.

Dass es heute immer noch einer solchen Initiative bedarf – 30 Jahre später – beweist der folgende Bericht.
Jean Pütz

Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen und fairen Konsum fördern
• Kaffeeanbau in der Krise: fairer Handel muss mehr werden
• Jetzt ist Olaf Scholz gefragt: Kaffeesteuer weg für fairen Kaffee
• Hier das braune Gold – in den Anbauländern Krise

(Fairtrade) – Zum internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober appelliert TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) erneut an das Finanzministerium, die Kaffeesteuer für fairen Kaffee abzuschaffen. „Die Menschen im Kaffeeanbau stecken in einer mehrfachen Krise: Neben einer Preiskrise mit exterm schwankenden Kaffeepreisen sind sie von der Klimakrise und jetzt auch noch Corona extrem betroffen“, sagte Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland Dieter Overath. „Wenn wir fairen Kaffeekonsum fördern, tragen wir dazu bei, eine ganze Branche zukunftsfähgier zu machen. Die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee ist kein Selbstzweck sondern sichert langfristig Lieferketten.“ Bislang macht der faire Handel in Deutschland rund fünf Prozent des gesamten Kaffeehandels aus.

Finanzministerium soll Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen
Ursprünglich als Luxussteuer eingeführt, ist Kaffee längst wortwörtlich in aller Munde. Doch die Steuer blieb. 2,19 Euro pro Kilogramm Kaffee zahlen Verbraucher an den Fiskus. „Steuerpolitik ist ein Hebel, um gesellschaftliche Veränderung voran zu treiben. In der Pandemie wurde die Mehrwertsteuer pauschal gesenkt. Warum sollte man Steuern nicht gezielt einsetzen, um nachhaltigen Konsum zu fördern? Genau das würde die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee bewirken“, so Overath. Das Entwicklungsministerium unterstützt das Vorhaben, im Finanzministerium sträubt man sich dagegen hartnäckig. „Als Erster Bürgermeister Hamburgs hatte Olaf Scholz die Kaffeesteuer-Abschaffung unterstützt, wir erinnern ihn in seiner Funktion als Finanzminister gern nochmal daran.“

Auch die Nichtregierungsorganisation One, bekannt durch deren prominenten Mitbegründer U2 Sänger Bono, fordert in einer aktuellen Petition die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee.

Klimawandel, Niedrigpreise, Corona – Kaffeeanbau in der Krise
Nicht erst seit der Pandemie ist die Situation für die Menschen im Kaffeeanbau prekär. Die Weltmarktpreise waren bis vor kurzem auf historischem Tiefstand und erholen sich nur langsam. Die Klimakrise bringt Wetterextreme und neue Schädlinge. Und jetzt Corona. Noch vor einem Jahr, im September 2019 war Olga Alvarado aus Honduras zu Gast in Deutschland. Das Leben der Kaffeebäuerin ist geprägt von der aktuellen Krise: „Es gibt keinen Unterricht für meine Kindern seit die Pandemie angefangen hat, weil die Schulen geschlossen sind.“ Der nächsten Erntezeit blickt sie mit Sorge entgegen: „Wegen des Social Distancing können wir keine Sammler für die Kaffeebohnen beschäftigen“, berichtet Sie. „Die einzige Unterstütztung kommt von meinem Mann. Ich hoffe sehr, dass dieses Jahr wenigstens die Preise für die Ernte höher sind.“
Mobilitätseinschränkungen erschweren es den Kleinbauernorganisationen in abgelegenen Regionen, ihre Ernte zum Hafen zu bringen, wenn sie überhaupt genug helfende Hände finden, um die Kaffeekirschen zu ernten.

Fairtrade bietet mehr Stabilität und Unterstützung: Feste Mindestpreise, die die Produktionskosten decken, eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte und dass sich die Bäuerinnen und Bauern in Genossenschaften professionalisieren trägt dazu bei, Krisen besser bewältigen zu können.

Kiri – ein neuer Wunderbaum – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Kiri – ein neuer Wunderbaum: gezüchtet in Bonn, er wächst 2,50 Meter pro Jahr, das Gewicht ist so leicht wie Balsa-Holz, aber so stabil wie die Pappel.
Er ist nicht nur für große Plantagen geeignet, sondern auch für Ihren Garten als Blickfang mit großen Blättern und schönen Blüten.
Habe ich Ihre Neugier angeregt, dann schauen sie sich das  Video an, dass leider nicht von den Öffentlich-Rechtlichen, sondern von Pro 7 produziert wurde.

 

 

Steinpilze – Delikatesse aus dem Wald

(BZfE) – Steinpilze gehören zu den edelsten Waldpilzen und sind daher
unter Pilzsammlern besonders begehrt. Ihr festes Fleisch hat ein mildes und
angenehm nussiges Aroma, das in Suppen, Soßen und Eierspeisen gut zur
Geltung kommt. Sie können aber auch mit Zwiebeln und Speck angedünstet
und als edle Beilage zu Fleisch oder Gemüse serviert werden.

Der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt, gehört zu den Röhrenpilzen. Er
hat einen hellen, bauchigen Stiel und einen braunen Hut. Es gibt mehrere
Arten, die von Mai bis Oktober gesammelt werden können. Hauptsaison ist
von September bis Oktober. Der Fichtensteinpilz (Boletus edulis) gedeiht
gut auf sauren und nährstoffarmen Böden in Nadel- und Laubwäldern.

Steinpilze dürfen nicht mit dem Gallenröhrling (Tylopilus felleus), auch
Bitterling genannt, verwechselt werden. Dieser Pilz ist zwar nicht giftig,
hat aber einen bitteren Geschmack und kann in größeren Mengen heftige
Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Ein einziges Exemplar verdirbt die
ganze Pilzpfanne. Vor allem die jungen Exemplare des Bitterlings sehen dem
Steinpilz sehr ähnlich. Achten Sie auf den Stiel, der beim Steinpilz weiß
bis hellbräunlich gefärbt ist und ein helles Netz aufweist. Beim
Gallenröhrling ist er hautfarben mit einem groben, braungelben Netz. Das
wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist aber der Geschmack: Am besten testet
man mit der Zunge am Hut, ob der Pilz bitter schmeckt. Generell gilt:
Sammeln Sie nur Pilze, die sich eindeutig bestimmen lassen. Bei geringstem
Zweifel bleibt das Exemplar besser stehen.

Am besten wachsen Pilze nach regenreichen Tagen und bei milden
Temperaturen. Wenn Sie einen Steinpilz gefunden haben, drehen Sie ihn
vorsichtig aus dem Boden und befreien ihn noch vor Ort von Erde, faulen und
angefressenen Stellen. Das Ende des Stiels wird mit einem scharfen
Küchenmesser abgeschnitten, um einen möglichen Madenbefall zu prüfen. In
einem luftigen Körbchen wird die Ernte nicht gequetscht. Auch wenn sich
Steinpilze im Kühlschrank zwei bis drei Tage halten, schmecken sie direkt
zubereitet besonders aromatisch. Vor dem Verzehr werden sie mit einer
Pilzbürste oder Küchenpapier gesäubert.

Ist die Ausbeute besonders reichlich, kann man die Pilze auch für den
Winter trocknen: Die gereinigten Exemplare auf einem mit Backblech
verteilen und für mehrere Stunden bei 50 Grad in den Ofen legen. Lassen
Sie die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.