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08.01.21 Donald Trump, nur ein Elefant im Porzellanladen?

Donald Trump, nur ein Elefant im Porzellanladen?
Ein ernstes Wort an meine Facebook-Abonnenten, gleichzeitig mein persönliches Manifest.
Gestatten Sie mir einmal ein paar sehr ernste Worte: Normalerweise schätze ich jeden meiner mittlerweile über 84.000 Abonnenten. Ich hoffe Sie verstehen meine grundsätzliche Intension hier bei Facebook. Ich möchte Sie möglichst parteiunabhängig und objektiv informieren, nach bestem Wissen und Gewissen, im Rahmen der Menschenrechte und unserer freien Demokratie. Allerdings stelle ich manchmal in Ihren Antwort-Kommentaren fest, dass wenige Facebook-Freunde es ganz anders sehen und Ideen vertreten, die mir fremd sind. Ich habe den Eindruck, dass einige wenige die Absicht haben, unseren Staat infrage zu stellen, in dem ich und meine Zeitgenossen seit 70 Jahren friedvoll leben können. So etwas hat es in der deutschen Geschichte noch nie gegeben. Abgesehen davon, dass das meist nur in Kritik ausartet, fehlt mir die Alternative bei denen: Möchten diese Fundamental-Kritiker wieder den Staat faschistischer Prägung hervorkramen oder – doch sehr selten gefordert – den Unrechtstaat kommunistisch-stalinistischer Ideologie? Beides ist genauso schlimm. Wer die Demokratie infrage stellt, soll doch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die allerdings ohne Wenn und Aber unserem Grundgesetz entsprechen müssen.
Trotzdem, ich bin nicht päpstlicher als der Papst, Meinungsfreiheit ist mir sehr wichtig, jeder soll das äußern können, was er glaubt. Keine Angst, dann steige ich nicht auf die Barrikaden. Allerdings muss er dann auch zivilisiert die Gegenargumente akzeptieren, die nicht nur von mir kommen, sondern von sehr vielen meiner Abonnenten, die direkt darauf antworten. Insofern ist diese Facebook-Rubrik ‚Kommentare‘ zu einem lebendigen Diskussionsforum geworden mit mindestens 200 Teilnehmern bis zu 2.000 und mehr. Dass ich dann nicht mehr individuell antworten kann, versteht sich von selbst. Das ist aber auch nicht tragisch, denn dieses offene Diskussionsforum regelt sich selbst. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Für mich ist das die Sprache des Volkes, die leider von vielen Politikern nicht mehr verstanden wird. Wenn diese klug sind, sollten sie hin und wieder darauf schauen, vielleicht verbessert das schon die Politik.
Manchmal habe ich den Eindruck, meine Intentionen werden hier bei Facebook missverstanden. Sehr oft kritisiere ich den Mainstream – vielleicht noch besser ausgedrückt – die populistischen Methoden von Politikern und Interessenverbänden. Hier poste ich stets unter dem Titel ‚Der Vernunft eine Chance‘. Vernunft bedeutet für mich, dass die Gesetze der Logik eingehalten werden und Nachwirkungen, Nebenwirkungen und Risiken von Entscheidungen und erlassenen Gesetzen genauso berücksichtigt werden. Niemals betreibe ich fundamentale Kritik, die unser Staatswesen infrage stellt. Im Vordergrund stehen bei mir Alternativen nach dem Prinzip des kleineren Übels. Alles lässt sich verbessern und optimieren: ‚geht nicht, gibt’s nicht‘ darin besteht die Essenz der Demokratie. Jeder Bürger darf sich einmischen, muss allerdings die Mehrheitsentscheidungen akzeptieren, die individuelle Meinung ist nicht der Nabel der Welt. Daran hapert es bei vielen radikalen Ideologien.
In Deutschland haben wir das Glück, dass die meisten Parteien diesem Prinzip folgen. Ich bin auch bereit, mit AFD-Anhängern zu diskutieren. Nicht alles ist schlecht, was dort propagiert wird, aber ich lasse mich nicht mit dem Etikett ‚rechts‘ oder ‚links‘ oder ‚umweltfeindlich‘ belegen.
Trotzdem möchte ich eine Einschränkung machen. Das, was sich in den letzten vier Jahren politisch in Amerika entwickelt hat, dieser sogenannte ‚Trumpismus‘, ist verheerend. Donald Trump hat alles infrage gestellt, was ich an Werten für außerordentlich wichtig halte. Seine sogenannten ‚alternativen Fakten‘, seine Lügereien und Betrügereien sind unerträglich und auch für uns in Europa sehr gefährlich. Man sprich sogar schon vom ‚Postfaktischen Zeitalter‘ als Epoche. Meine Aversion geht so weit, dass meine Toleranz am Ende ist. Die Personen, die sich trotz allem dieser Kritik verweigern und Donald Trump hochjubeln, möchte ich bitten, sich aus meinem Abonnentenkreis zurückzuziehen, inklusive aller, die das Prinzip unseres Grundgesetzes verneinen. Es tut mir leid, aber denen kann ich sowieso nicht helfen, sie finden bei uns keine Resonanz.
Nichts für Ungut
Beachten Sie bitte auch den folgenden Link, der berühmte Journalist Theo Sommer, hat sich ebenfalls über Trump geäußert Punkt er spricht mir aus dem Herzen.
Und hier noch ein Link, ein Kommentar der alles beinhaltet was zum Thema noch gesagt werden sollte, es ist ein Auszug aus dem Morning Briefing von Gabor Steingart der täglich einen außerordentlich informativen Podcast postet, sehr lesenswert..
Ihr Jean Pütz
Folge 160: der Vernunft eine Chance

 

 

Für alle Impfskeptiker: Faktencheck der alles beantwortet was Sie wissen sollen

Ein großes Kompliment an die Kollegen vom SWR3, die einen bemerkenswerten Faktencheck gemacht und alle Informationen zusammengetragen haben.
Jean Pütz

(SWR 3) – Ist die Corona-Impfung von Biontech und Pfizer wirklich gefährlich?
In mehreren Sendungen hat der umstrittene Infektionsepidemiologe Sucharit Bhakdi geschildert, dass der neue Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer gefährlich sei. Seiner Ansicht nach gibt es vier große mögliche Gefahren der Impfung. Wir prüfen seine Thesen.

Wir zeigen die Videos an dieser Stelle bewusst nicht, um deren Reichweite nicht zu unterstützen, schlüsseln aber die Kernthesen auf und unterziehen sie einem Faktencheck.
Seit Beginn der Pandemie äußert sich der Professor im Ruhestand, Sucharit Bhakdi, regelmäßig über das neuartige Coronavirus. Seine Thesen sind umstritten. So sehr, dass die Johannes Gutenberg-Universität Mainz sich mehrfach, zuletzt Ende Oktober, von ihrem ehemaligen Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene distanziert hat. Die Universität und das Institut betrachtet seine Positionen als „irreführend bis falsch“.

Löst die Impfung von Biontech und Pfizer schwere Nebenwirkungen aus?
Die erste Gefahr ist laut Bhakdi, dass die Impfung viele Nebenwirkungen auslöst, die „recht schwer“ sind. „Junge, gesunde Menschen“ sollen „Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und krank“ gewesen sein.
Richtig ist: Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer gegen das neue Corona-Virus kann Nebenwirkungen haben, darunter auch die, die Sucharit Bhakdi angegeben hat. Eine Studie im New England Journal of Medicine bringt Klarheit darüber, was uns nach der Impfung mit dem Corona-Wirkstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharma-Riesen Pfizer erwarten kann. Zu den bereits bekannten Nebenwirkungen gehören Rötungen, Schwellungen oder auch leichte Schmerzen an der Einstichstelle. Außerdem kann es in den ersten drei Tagen nach der Impfung zu Müdigkeit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Im Allgemeinen waren die Nebenwirkungen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab.
Aber: Bhakdi schätzt diese Nebenwirkungen als „recht schwer“ ein. Der Direktor des Instituts für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der Uniklinik Erlangen, Christian Bogdan hält den Impfstoff von Biontech und Pfizer für „reaktogener“ im Vergleich zu vielen etablierten Impfstoffen. Die Nebenwirkungen können also häufiger auftreten als etwa bei Grippe-, Tetanus- oder Diphtherieimpfungen. Viele Impfexperten vergleichen die Reaktionen auf den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer mit denen nach einer Gürtelrose-Impfung. Kein Grund aber für größere Bedenken.

Es ist halt ein bisschen unangenehm. Ganz ohne geht es nicht.
Stefan Kaufmann, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Die Verträglichkeit des Impfstoffes wird aber auch nach der Zulassung der EU weiter überprüft. Das für Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut ist daher auf Meldungen von Herstellern, Ärzten, aber auch von Patienten angewiesen.

WAS DER PIKS MIT UNS MACHT
Nebenwirkungen der Corona-Impfung: Unangenehm, aber nicht gefährlich

Haben wirklich keine Menschen aus der Risikogruppe die Corona-Impfung von Biontech und Pfizer getestet?

Das behauptet zumindest Sucharit Bhakdi im Interview – ohne dabei seine Quellen anzugeben. Und liegt damit falsch.
Richtig ist: An der Studie mit rund 45.000 Geimpften nahmen nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur auch Menschen mit Asthma, chronischen Lungenerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht teil. Mehr als 40 Prozent der Teilnehmer der Impfstudie in Phase 3 waren laut Hersteller Biontech zwischen 65 und 85 Jahren.

Löst die Corona-Impfung schlimme allergische Reaktionen aus?
Die dritte Gefahr ist laut Bhakdi, dass der Impfstoff „ganz schlimme allergische Reaktionen“ hervorrufen kann.
Richtig ist: In Großbritannien, wo bereits mehr als 140.000 Menschen den Biontech/Pfizer-Impfstoff erhielten, zeigten zwei Geimpfte größere allergische Reaktionen. Die Behörden riefen daraufhin Menschen mit einer „signifikanten“ Allergiegeschichte auf, sich vorerst nicht impfen zu lassen. Auch in Alaska reagierte ein Mensch nach einer Impfung mit starken Allergie-Symptomen.
Aber: Der Mikrobiologe und Impfexperte an der Uni Wien Herwig Kollaritsch sagt, eine derartige Frequenz von allergischen Nebenwirkungen bei hochallergischen Personen sei nicht ungewöhnlich.
Auch der Infektiologe an der Berliner Charité, Leif Erik Sander, sagt, bei den beiden Fällen in Großbritannien handele es sich um Personen mit einer Geschichte von schwersten, lebensbedrohlichen Allergien, die ständig ein Notfallset mit sich tragen.
Solche Menschen hätten bei jedem Arzneimittel und bei jeder Impfung ein starkes Risiko und seien auch nicht in der Zulassungsstudie berücksichtigt worden. Sehr wohl hätten da aber auch Menschen mit Allergien teilgenommen. Allergische Nebenwirkungen seien in der Studie jedoch nicht erhöht gewesen.

Reagiere ich durch die Corona-Impfung stärker auf andere Virusinfektionen?
Doch kann die neue Impfung tatsächlich dazu führen, dass wie Bhakdi sagt, eine nachfolgende Infektion, nicht nur mit dem Coronavirus, sondern auch mit anderen Viren, wie dem Grippevirus, verstärken kann? Nach Ansicht von Bhakdi könnte das zu einem „explosionsartigen Verlauf“ führen.
Richtig ist: Theoretisch ist es möglich, dass sich durch eine Impfung sogenannte unerwünschte infektionsverstärkende Antikörper bilden. Das Paul-Ehrlich-Institut gibt an, das sei ein „theoretisches Risiko“ und forscht deshalb bei den Corona-Impfstoffkandidaten dazu und verlangt auch, dass die Impfstoffentwickler selbst dazu Untersuchungen durchführen.
Falsch ist: Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass durch die Impfung eine Infektion verstärkt wird – weder im Tierversuch, noch bei geimpften Personen. Das sagt das Paul-Ehrlich-Institut. Bislang wurden auch bei anderen mRNA-Impfstoffkandidaten für andere Infektionskrankheiten keine solcher infektionsverstärkenden Antikörper beobachtet.

Löst die Impfung eine Autoimmunerkrankung aus?
Bhakdi spricht in dem Interview außerdem davon, dass die mRNA-Impfung gegen das Corona-Virus deshalb gefährlich ist, weil sie eine Autoimmunkrankheit auslösen könnte.
Richtig ist: Es ist theoretisch möglich, dass eine Autoimmunkrankheit entstehen kann. Das sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts Klaus Cichutek auf einer Pressekonferenz am 8. Dezember mit dem Robert-Koch-Institut. Mit solchen theoretischen Gefahren beschäftigt sich das Institut nach eigener Aussage ausführlich – in klinischen Untersuchungen und in Tierversuchen.
Aber: Es gibt laut Klaus Cichutek, dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Insituts, bislang keine Hinweise darauf, dass die Corona-Impfung von Biontech und Pfizer eine Autoimmunkrankheit auslöst.

Macht die Corona-Impfung unfruchtbar?
Laut Bhakdi besteht eine weitere Gefahr darin, dass die Impfung unfruchtbar oder sich auf Schwangere oder ihr Embryo auswirken könnte. Auch diese Gefahr benennt er, ohne seine Quellen offenzulegen.
Falsch ist: Bhakdi behauptet, das alles sei nie geprüft worden. Das stimmt allerdings nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts nicht. Bislang gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass der mRNA-Impfstoff unfruchtbar machen könnte – weder in präklinischen Untersuchungen noch in den klinischen Prüfungen, sagt das Paul-Ehrlich-Institut auf unsere Anfrage. Auch die Tierversuche stellten keinerlei Auswirkungen fest. Weitere Studien mit schwangeren Probandinnen sind nächstes Jahr geplant, das gab Biontech auf der Pressekonferenz am 22. Dezember bekannt.

Wer ist Professor Sucharit Bhakdi?
Wer ist eigentlich dieser Mann, der auf Youtube mit seinen Thesen viele Menschen erreicht? Sucharit Bhakdi ist Professor im Ruhestand, Humanmediziner und Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Er war bis 2012 Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Mainz. Auf seinem Youtube-Kanal beschreibt er sich selbst als Experten, aber was heißt das schon?
Die Kollegen vom Bayerischen Rundfunk haben genauer nachgeschaut:

Auf Plattformen wie Web of Science oder researchgate kann man nachvollziehen, wie viel einzelne Forscher veröffentlichen oder wie oft sie von anderen zitiert werden. Das gilt als Gradmesser für die Resonanz, die die Forschung von Wissenschaftlern findet.

Die Suche nach Sucharit Bhakdi auf diesen Plattformen zeigt: Er wird zwar immer wieder zitiert, aber es gibt viele andere Forscher, die genauso viel oder mehr Resonanz erfahren als er. Tatsächlich sagen Fachkollegen, dass Bhakdi in den neunziger Jahren ein renommierter Mikrobiologe war.

Allerdings ist er seit acht Jahren im Ruhestand. Sein Forschungsgebiet waren zum Beispiel Atherosklerose, bakterielle Toxine, Malaria und Dengue. (Wikipedia, Researchgate). Epidemiologische Fragen, wie er sie rund um das neuartige Coronavirus in seinen Videos thematisiert, standen nicht im Zentrum.

Die Deutschen beschwören die Inflation herauf

(WELT) – Die Rettungspakete von Staaten und Notenbanken sorgen dafür, dass viele Bürger trotz der Krise kaum schlechter gestellt sind als vorher. Doch sie können das Geld nicht ausgeben. Das wird in dem Moment zum Problem, sobald die Pandemie-Restriktionen fallen.

Corona hat viele Menschen schwer getroffen, gesundheitlich oder wirtschaftlich. Daran besteht kein Zweifel. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die überwiegende Mehrheit, Umfragen zufolge über 80 Prozent der Deutschen, davon kaum betroffen sind. Ihnen geht es gut, gesundheitlich, aber auch finanziell, auch dank der Unterstützung des Staates.

Das jedoch hat zu einem erstaunlichen Phänomen geführt: Auf den Sparbüchern der Republik türmen sich die Guthaben. Denn die Menschen haben schlicht keine Möglichkeit, ihr Geld auszugeben.

Darin liegt aber gleichzeitig eine enorme Gefahr. Denn sobald die Restriktionen fallen und das alte Leben zurückkehrt, droht ein deutlicher Anstieg der Preise, dann droht Inflation.

Die Sparquote dürfte 2020 auf 17 Prozent gestiegen sein
Die Deutschen legen traditionell viel Geld auf die hohe Kante. In den vergangenen Jahren waren es im Schnitt netto meist zehn bis zwölf Prozent – diesen Anteil ihres Nettogehalts verwenden die Haushalte also fürs Sparen.

Im vergangenen Jahr dürfte die Quote nach Berechnungen des Bankenverbandes jedoch auf 17 Prozent gestiegen sein. Ähnliche Steigerungen zeigen sich in ganz Europa, wofür allerdings nur Bruttozahlen vorliegen, also die Sparquote ohne die Gegenrechnung von Verbindlichkeiten.

Diese stieg in allen Ländern der EU ebenfalls drastisch. Am stärksten war der Zuwachs dabei in Irland, wo die Sparquote zeitweise sogar um 20 Prozentpunkte zulegte

Das ist ungewöhnlich in einer Krise – die Menschen halten dann zwar stets ihr Geld zusammen, doch normalerweise sinken auch die Einkommen, sodass die Sparquote allenfalls leicht steigt. Doch diese Krise ist eben keine normale Rezession.

Sie wurde nicht durch hohe Zinsen, finanzielle Schieflagen oder Überinvestitionen ausgelöst. Vielmehr wurde sie praktisch künstlich herbeigeführt, durch die Corona-Maßnahmen der Staaten Und diese gleichen parallel Verluste großzügig aus.

„Daher wird aber auch das Verhalten der Menschen anders sein, wenn die Krise vorüber ist“, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka. Normalerweise dauert es dann immer eine ganze Zeit, bis die Menschen wieder Vertrauen fassen, allmählich wieder konsumieren und investieren.

ANGST VOR DEM CRASH
Ganz anders jetzt. „Heute scharren alle mit den Hufen, um weiterzumachen“, sagt Kater. Das sei auch vor 100 Jahren so gewesen, nach der Spanischen Grippe. „Damals wollten die Menschen das so schnell wie möglich vergessen und zur Tagesordnung übergehen.“

Stefan Kreuzkamp, Chef-Anlagestratege bei der DWS, sieht das ähnlich. „Wenn die Impfstoffe erfolgreich sind und die Beschränkungen gelockert werden, dann wird der Konsum sehr schnell wieder zurückkommen“, sagt er.

Das Problem: Das Angebot wird nicht so schnell wieder das alte Niveau erreichen – wer verreisen will, trifft auf ein verringertes Flugangebot, wer essen gehen will, auf weniger Restaurants, wer zu Veranstaltungen will, auf geringere Auswahl. „Das wird zu Preissteigerungen führen“, sagt Kreuzkamp.

Vor allem, weil die Notenbanken dies zusätzlich befeuern „Bis Ende des Jahres werden die sechs großen Zentralbanken rund 8,3 Billionen Dollar in die Finanzmärkte gepumpt haben“, sagt Luca Paolini, Chef-Anlagestratege bei Pictet Asset Management.

„Im nächsten Jahr kommen schätzungsweise noch mal über drei Billionen dazu.“ Geld ist also im Überfluss vorhanden. Und die Gefahr ist groß, dass dies irgendwann Folgen hat.

„Die Anleger fürchten sich zunehmend vor Inflation“, stellt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, fest – und er hält diese Ängste durchaus für begründet. Er zieht Parallelen zu den 60er-Jahren.

GEFAHREN FÜR DIE KONJUNKTUR
„Damals war die Geldpolitik der US-Notenbank in einem Umfeld steigender Haushaltsdefizite wie heute sehr locker“, sagt er. Die US-Regierung musste damals teure Vorhaben finanzieren, neben dem Vietnamkrieg auch die Sozialprogramme unter Präsident Johnson.

Das entsprach einem neuen wirtschaftspolitischen Denken, wonach durch den aktiven Einsatz finanzpolitischer Instrumente Vollbeschäftigung erzielt werden sollte. „Das ähnelt dem Handeln der Regierungen heute“, sagt Krämer, „die mit massiven Staatsausgaben die Folgen der Corona-Epidemie eindämmen und perspektivisch die Volkswirtschaften klimagerecht umbauen wollen.“

Auch die Notenbank agierte damals ganz ähnlich wie heute, kaufte massiv Staatsanleihen auf und hielt so die Zinsen niedrig. Schon Mitte der 60er-Jahre begann daraufhin die Inflation anzuziehen – und die Notenbank griff lange nicht ein.

Hohe Inflation reduziert die Schuldenlast der Staaten
Ein Überschießen der Inflation könnte auch diesmal drohen. „Das ist von den Notenbanken durchaus gewollt, und daher werden sie das tolerieren“, sagt Kreuzkamp. Denn dadurch reduziert sich die Schuldenlast der Staaten.

Ein wichtiger Unterschied zu den 60er-Jahren ist natürlich, dass damals weitgehend Vollbeschäftigung herrschte. Nur wenn Arbeitskräfte knapp sind und diese dadurch höhere Löhne durchsetzen können, kann die Inflation dauerhaft steigen.

MEINUNG DROHENDE ENTWERTUNG
Davon sind die Industriestaaten derzeit weit entfernt, und es wird wohl auch einige Zeit dauern, bis die ökonomischen Verwüstungen der Krise wieder überwunden sind.

Allerdings könnten die Arbeitsmärkte dennoch schneller als erwartet leer gefegt werden. Denn es kommt ein weiterer Trend hinzu: die Demografie. In vielen Industriestaaten sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter bereits, und das wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken.

Trumpismus ohne Trump ?

Anbei ein Auszug aus „Morning Briefing“ von Gabor Steingart, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

(Morning Briefing) – Natürlich wäre es am bequemsten, wir könnten die Bilder, die uns aus Washington erreichen, als amerikanische Verrücktheit betrachten. Das sind sie auch. Aber das sind sie nicht nur.

Es war die unversöhnliche Gesellschaft, die einen Präsidenten Donald Trump als ihre böse Frucht hervorbrachte. Es war ein Präsident Trump, der diese Unversöhnlichkeit wie einen fruchtbaren Acker bewässerte und düngte, bis die Stauden böser Früchtchen sich im Wind wiegten.

Es gibt einen Trumpismus ohne Trump. Der grassiert auch in Europa. In London. In Budapest. In Rom. In Ostdeutschland. In den USA hat er sich lange vor diesem spektakulären Finale der republikanischen Partei bemächtigt.

Newt Gingrich und Sarah Palin bildeten die Vorhut. Konservative Politiker wie die Senatoren Ted Cruz und Josh Hawley streben nun danach, die aufgeheizten Trump-Fans hinter ihrer Flagge zu versammeln. Ihr strategisches Kalkül: Der Hasardeur geht, der Hass bleibt. Trumps Erbschaft gilt ihnen als fette Beute.

Die amerikanischen Republikaner müssen sich entscheiden, ob sie zu Reagan und Bush in die bürgerliche Mitte zurückkehren oder wie die Vampire am Blut der Trump-Leiche saugen wollen. Dieses Blut des Narzissten ist toxisch und nahrhaft zugleich.

  • Nahrhaft, weil 74,2 Millionen Amerikaner Trump gewählt haben. 8,3 Millionen mehr als Obama. 12,1 Millionen mehr als George W. Bush. Auf dieser Gefolgschaft lässt sich eine Kirche bauen.
  • Dieses Blut ist zugleich toxisch, weil es bei der bürgerlichen Mitte zu schweren allergischen Abwehrreaktionen kommt. Wer als Konservativer die Zustimmung von Henry Kissinger, Bush-Familie und die des Zentristen Mitt Romney verloren hat, besitzt auf absehbare Zeit keine Machtperspektive. Er kann abends bei FoxNews Gift und Galle spucken, aber im Weißen Haus regieren, das kann er nicht.

Fragen von historischer Tragweite sind aufgeworfen: Will man weiter die Vergangenheit nostalgisch verklären, die Moderne bekämpfen und das Reaktionäre umarmen, oder will man sich mit dem praktisch gewordenen Liberalismus der Städter und der Jugend verbünden? Hört man zum Einschlafen die Nationalhymne, um dann des Nachts mit den Dämonen des Rechtspopulismus zu tanzen? Es ist diese eine Frage, die jeder Republikaner für sich beantworten muss: Wer ist dieser Donald Trump: Held oder Betriebsunfall?

Vielleicht sollten die amerikanischen Konservativen bei dieser Selbstfindung nicht nur in den Spiegel, sondern auch nach Europa schauen. Die gegenwärtige Welt mag schwer zu dechiffrieren sein; „unlesbar”, wie der Politologe Mark Lilla meint, ist sie nicht.

 

07.01.21 Donald Trump als Totengräber der amerikanischen Demokratie ?

Donald Trump dreht durch, unglaublich jetzt hat er sogar einen Sturm auf den Kongress initiiert. wenn die Sache nicht so ernst wäre könnte man das abtun als Witz der Geschichte.

Donald Trump, ciao!.

Der Alptraum ist zu Ende? Endlich kann mit unseren Freunden, dem amerikanischen Volk, wieder vernunftbetonte Politik betrieben werden.

Aus Respekt vor der Instititution „amerikanischer Präsidente“ habe ich mich bisher weitgehend mit der Kritik zurückgehalten. Jetzt aber ist es Zeit einmal Bilanz zu ziehen. Ist das amerikanische Volk einem Psychopathen erlegen, und kann das nicht auch überall passieren?

Autokraten sind jedenfalls auf dem Vormarsch und Populisten aller Länder bemühen sich die Menschen zu verunsichern, zu verängstigen, zum Hass zu treiben und so weiter. Nicht umsonst habe ich hier bei Facebook schon einmal einen Kommentar unter dem Titel „Bastelanleitung für Autokraten“ veröffentlicht. Leider hat die Soziologie genügend Rezepte geliefert, sodaß die Bürger dem hilflos ausgeliefert sind. Das gilt es zu verhindern – ob Aufklärung dabei immer reicht? Dafür liefert die Soziologie auch Lösungsorschläge. Eins ist klar, wir, die kritischen Bürger, müssen den Machthabenden permanent auf die Finger schauen und dafür ist natürlich eine faktenbezogene freie Presse unabdingbar. Das gilt auch für die neuen Medien wie Facebook & Twitter wo Faktenkontrollen unbedingt notwendig sind, um die verhehrenden Einflüße von Verschwörungstheorien zu begrenzen. Kompliment an die amerikanische Demokratie, die das Gröbste, leider erst nach 4 Jahren, abgewendet hat.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Folge 146, der Vernunft eine Chance.

Gewerkschaften vs. Arbeitgeber – Mit einem Vorwort von Jean Pütz

Dass Gewerkschaften als Vertreter der Arbeiterschaft vorgeben, sich für die Belange ihrer Klientel einzusetzen, kann ich verstehen. Allerdings sollten sie auch naturwissenschaftliche Fakten zur Kenntnis nehmen. Es ist nun einmal Gott sei Dank so, dass die Menschen viel älter werden als jemals prognostiziert. Die Wissenschaft, insbesondere die Medizin, aber auch Technik und vor allen Dingen die Epoche der Aufklärung haben das statistische Lebensalter extrem verlängert. Man bedenke, dass im Mittelalter die durchschnittliche Lebenserwartung im vierzig Jahre herum lag. Als der Kampf der Gewerkschaften im 19. Jahrhundert begann, bei maximal 60 Jahre. Deshalb war der Rentenbeginn mit 65 Jahren ein Segen.  Nun kann sich jeder selbst ausrechnen, was das für die Rentenversicherung bedeutet. Da lässt sich nicht drum herum diskutieren. Selbst die enorme staatliche Unterstützung der Rentenversicherung kann das auf die Dauer nicht bewältigen. Wenn die Hälfte der Menschen in Rente geht, wo soll dann das Geld herkommen, das die Sicherung der Renten gewährleistet. Es sei denn, die junge Generation wird extrem geschröpft. Schon heute fühlen sich die jungen Menschen benachteiligt, der Umgang mit Corona ist dafür ein Beispiel. Junge Leute wähnen sich nicht betroffen und lehnen daher – wie viele sogenannten Querdenker inkl. AFD – die notwendigen Schutzmaßnahmen emotional ab. Dass die Alten und Menschen mit Vorerkrankung wegsterben, scheint ihnen schnuppe zu sein. Letztlich läuft das auf eine Art Euthanasie hinaus, historisch belastet durch die Auslöschung des sogenannten unwerten Lebens in der Nazi-Zeit.

Das erwähne ich nur, weil das durchaus in die Rentenproblematik soziologisch mit einbezogen werden muss. Im positiven Sinne bedeutet das, dass die Alten mit ihrer Lebenserfahrung immer mehr an Bedeutung verlieren. Eine Art Jugendwahn, die ja mittlerweile überall zu beobachten ist, ist die Folge. Normalerweise kritisiere ich nur, wenn ich auch Verbesserungsvorschläge habe. Dabei spielt das Wissen um die menschliche Natur eine wichtige Rolle.

Menschen, die in ihrem Beruf körperlich sehr stark beansprucht sind, bei denen auf die Dauer die Knochen nicht mehr richtig mitmachen, müssten entweder viel früher als mit 65 Jahren verrentet werden können, oder die künstliche Intelligenz von Maschinen bzw. die Roboterisierung macht ihnen die Arbeit so leicht, dass sie entlastet werden. Das gilt leider nicht für bestimmte Handwerksberufe. Aber diese Menschen habe so viel Erfahrung gesammelt, dass sie sehr gut in der ausufernden Bürokratie der Firmen eingesetzt werden können. Gott sei Dank hat  der technische Fortschritt, der sich explosionsartig in den letzten 50 Jahren entwickelt hat, erheblich bei dieser Strategie geholfen.

Natürlich spielen bei dem Wunsch nach früher Verrentung auch psychologisch ein wesentliche Rolle. Oft ist das Arbeitsklima in den Firmen so schlecht, dass das sehr verständlich ist. Aber da sollten wiederum die Gewerkschaften aktiv werden. Es müssen Strukturen und Gesetze geschaffen werden, die den einzelnen bei dieser Bredouille helfen. Das muss eine wesentliche Aufgabe der Gewerkschaften werden. Sie müssen mithelfen, dass die Monotonie der Bürokratie mit Hilfe der Digitalisierung erheblich reduziert wird.

Für kreative Berufe ist das sowieso kein Problem. Alle die Arbeitnehmer würden sogar von einer Verlängerung der Arbeitszeit gesundheitlich extrem profitieren. Wenn man sich die Statistik anschaut, dann liegt die Sterblichkeit in den fünf Jahren nach der Verrentung extrem hoch, für manche ist das sogar ein Todesurteil und der Alltag wird zur Monotonie. Auch die geringe körperliche Aktivität birgt gesundheitlich große Risiken. Arbeitnehmer, die früher geistig sehr gefordert waren und sich jetzt zur ‚Ruhe‘ begeben, sind extrem gefährdet, denn die Gehirnzellen bedürfen des gleichen Trainings wie die Muskelzellen. vielleicht hilft da einmal eine soziologische Analyse der Bewohner von Seniorenheimen.

Kurzum, eine generelle Ablehnung der Erhöhung des Rentenalters ist in jeder Hinsicht abzulehnen.

Natürlich müssen das auch die diversen Versicherungen berücksichtigen. Derzeit fällt ihnen nichts anderes ein als die Versicherungs-Beiträge zu erhöhen, beruhend auf statistischen Werten. Dass sogar in Frankreich, wo eine durchschnittliche Verrentung schon mit 62 Jahren erfolgt, Die ‚Gelb-Westen‘, die durch aggressive Demonstrationen ein nach der Vernunft notwendiges Rentenalters  um nur zwei Jahre verhindern wollen, zeugt davon, dass vergleichbaren Staaten nicht mehr zu helfen ist. Deutschland bildet da noch eine Insel der Seligen.

Quintessenz: Differenzierung tut not.

Jean Pütz

(dpa) – Zu Beginn des Wahljahres 2021 fordern Deutschlands Arbeitgeber, dass bei weiter steigender durchschnittlicher Lebenserwartung auch die Arbeitsdauer im Leben eines Arbeitnehmers ansteigt. »In den kommenden Jahren wird die ›Babyboomer‹-Generation in Rente gehen und der Druck auf unsere sozialen Sicherungssysteme wird aufgrund dieses demografischen Wandels immer stärker werden«, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Wirtschaftsweise Monika Schnitzer wandte sich im »Handelsblatt gegen frühe Renten und forderte ein höheres Renteneintrittsalter: »Da müssen wir rasch handeln, weil es leichter zu akzeptieren ist, wenn die Menschen wissen: Diese Verlängerung setzt erst in ein paar Jahren ein.«

»Deshalb ist klar – und wir sollten uns alle bei diesem Thema auch einmal ehrlich machen: Wenn unsere Lebenserwartung immer weiter steigt, muss unsere Lebensarbeitszeit zwangsläufig auch steigen«, sagte Dulger. »Es gibt keine Alternative, als dass die Kosten aus der Alterung der Gesellschaft auf die Generationen verteilt werden – denn nur so kann das langfristige Vertrauen in die gesetzliche Rente erhalten werden.« Er forderte, das Ziel die Sozialversicherungsbeiträge nicht über 40 Prozent steigen zu lassen, müsse verfassungsrechtlich verankert werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund wies die Forderungen der Arbeitgeber als »völlig inakzeptabel« zurück. Vorstandsmitglied Anja Piel warnte vor einer Rentenkürzung durch die Hintertür für viele Beschäftigte. »Schon heute scheiden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus – und haben dabei erhebliche Rentenabschläge hinzunehmen.« Tatsächlich brauchen viele Unternehmen die »Babyboomer«, doch die wollen früher aussteigen.

Fressen die Sozialversicherungsbeiträge bald mehr als 40 Prozent des Gehalts?
Höhere Altersgrenzen seien de facto eine »Gewinnmaximierung für Unternehmen« auf dem Rücken der Arbeitnehmer, insbesondere zulasten kranker, arbeitsloser und schwer arbeitender Menschen. »Denn wer Sozialbeiträge nicht nur deckeln, sondern diese Deckelung gar im Grundgesetz festschreiben will, macht Kürzungen bei den Sozialleistungen zum Ziel des Sozialstaats«, so Piel. »Daran haben nur Unternehmer und ihre Erben ein Interesse, für Beschäftigte wäre das ein schwerer Schlag ins Kontor.«

Inwieweit sich die Politik auf eine abermalige Anhebung der Regelaltersgrenze bereit erklärt, könnte auch stark an der Haltung der Union hierzu abhängen. Zuletzt hatten CDU/CSU klare Aussagen zum Rentenalter gemieden. Vor Weihnachten sorgte jedoch ein Vorstoß aus der CDU für Aufregung, den die Urheber als Basis für eine große Rentenreform in der kommenden Wahlperiode verstanden wissen wollen.

Der CDU-Ausschuss Soziale Sicherung und Arbeitswelt fordert unter anderem, die Menschen sollten gewonnene Lebenszeit künftig teils in Erwerbstätigkeit verbringen. Der Chef der Gewerkschaft Ver.di, Frank Werneke, warnte jedoch davor, die Rentendebatte zu entpolitisieren. »Das Renteneintrittsalter würde nicht mehr politisch durch das Parlament festgelegt, sondern die Entscheidung würde sozusagen an das Statistische Bundesamt abgegeben.

Eine von der Regierung eingesetzte Rentenkommission war sich vergangenes Jahr uneins, ob die Altersgrenze zur Rente weiter angehoben werden soll. Die Kommission empfahl nur, dass Experten hierzu 2026 etwas empfehlen sollen. Die Menschen sollten aber auf jeden Fall zusätzliche Alterssicherung mit privater sowie betrieblicher Altersvorsorge betreiben. Werneke sieht für die Zukunft mehr Steuergeld fürs Rentensystem als unerlässlich an: »Der Bundestag  hat mitten in der Pandemie den Kauf von 23 Eurofightern für 5,5 Milliarden Euro beschlossen. Dieses Geld wäre in der Stabilisierung des Rentensystems deutlich besser angelegt.« Dulger hält dagegen nichts davon, Renten-Herausforderungen mit Schulden zu finanzieren.

08.01.21 An meine Facebook-Freunde …

Liebe Facebook-Freunde,

gestatten Sie mir einmal ein paar sehr ernste Worte: Normalerweise schätze ich jeden meiner mittlerweile über 84.000 Abonnenten. Ich hoffe Sie verstehen meine grundsätzliche Intention hier bei Facebook. Ich möchte Sie möglichst parteiunabhängig und objektiv informieren, nach bestem Wissen und Gewissen, im Rahmen der Menschenrechte und unserer freien Demokratie.
Allerdings stelle ich manchmal in Ihren Antwort-Kommentaren fest, dass wenige Facebook-Freunde es ganz anders sehen und Ideen vertreten, die mir fremd sind. Ich habe den Eindruck, dass einige wenige die Absicht haben, unseren Staat infrage zu stellen, in dem ich und meine Zeitgenossen seit 70 Jahren friedvoll leben können. So etwas hat es in der deutschen Geschichte noch nie gegeben.
Abgesehen davon, dass das meist nur in Kritik ausartet, fehlt mir die Alternative bei denen: Möchten diese Fundamental-Kritiker  wieder den Staat faschistischer Prägung hervorkramen oder – doch sehr selten gefordert – den Unrechtstaat kommunistisch-stalinistischer Ideologie? Beides ist genauso schlimm. Wer die Demokratie infrage stellt, soll doch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die allerdings ohne Wenn und Aber  unserem Grundgesetz entsprechen müssen.

Trotzdem, ich bin nicht päpstlicher als der Papst, Meinungsfreiheit ist mir sehr wichtig, Jeder soll das äußern können, was er glaubt. Keine Angst, dann steige ich nicht auf die Barrikaden. Allerdings muss er dann auch zivilisiert die Gegenargumente akzeptieren, die nicht nur von mir kommen, sondern von sehr vielen meiner Abonnenten, die direkt darauf antworten. Insofern ist diese Facebook-Rubrik ‚Kommentare‘ zu einem lebendigen Diskussionsforum geworden mit mindestens 200 Teilnehmern bis zu 2.000 und mehr. Dass ich dann nicht mehr individuell antworten kann, versteht sich von selbst. Das ist aber auch nicht tragisch, denn dieses offene Diskussionsforum regelt sich selbst. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Für mich ist das die Sprache des Volkes, die leider von vielen Politikern nicht mehr verstanden wird. Wenn diese klug sind, sollten sie hin und wieder darauf schauen, vielleicht verbessert das schon die Politik.

Manchmal habe ich den Eindruck, meine Intentionen werden hier bei Facebook missverstanden. Sehr oft kritisiere ich den Mainstream – vielleicht noch besser ausgedrückt – die populistischen Methoden von Politikern und Interessenverbänden. Hier poste ich stets unter dem Titel ‚Der Vernunft eine Chance‘. Vernunft bedeutet für mich, dass die Gesetze der Logik eingehalten werden und Nachwirkungen, Nebenwirkungen und Risiken von Entscheidungen und erlassenen Gesetzen genauso berücksichtigt werden. Niemals betreibe ich fundamentale Kritik, die unser Staatswesen infrage stellt. Im Vordergrund stehen bei mir Alternativen nach dem Prinzip des kleineren Übels. Alles lässt sich verbessern und optimieren: ‚geht nicht, gibt’s nicht‘ darin besteht die Essenz der Demokratie. Jeder Bürger darf sich einmischen, muss allerdings die Mehrheitsentscheidungen akzeptieren, die individuelle Meinung ist nicht der Nabel der Welt. Daran hapert es bei vielen radikalen Ideologien.

In Deutschland haben wir das Glück, dass die meisten Parteien diesem Prinzip folgen. Ich bin auch bereit, mit AFD-Anhängern zu diskutieren. Nicht alles ist schlecht, was dort propagiert wird, aber ich lasse mich nicht mit dem Etikett ‚rechts‘ oder ‚links‘ oder ‚umweltfeindlich‘ belegen.

Trotzdem möchte ich eine Einschränkung machen. Das, was sich in den letzten vier Jahren politisch in Amerika entwickelt hat, dieser sogenannte ‚Trumpismus‘, ist verheerend. Donald Trump hat alles infrage gestellt, was ich an Werten für außerordentlich wichtig halte.  Seine sogenannten ‚alternativen Fakten‘, seine Lügereien und Betrügereien sind unerträglich und auch für uns in Europa sehr gefährlich. Man sprich sogar schon vom ‚Postfaktischen Zeitalter‘ als Epoche. Meine Aversion geht so weit, dass meine Toleranz am Ende ist. Die Personen, die sich  trotz allem dieser Kritik verweigern und Donald Trump hochjubeln, möchte ich bitten, sich aus meinem Abonnentenkreis zurückzuziehen, inklusive aller, die das Prinzip unseres Grundgesetzes verneinen.
Es tut mir leid, aber denen kann ich sowieso nicht helfen, sie finden bei uns keine Resonanz.

Nichts für Ungut

Ihr Jean Pütz

Endlich: Forschung sucht nach effizienten Stromspeichersystemen

(HZDR) – Damit einer Industrienation wie Deutschland der Schritt zur regenerativen Energieversorgung gelingt, sind verlässliche und kostengünstige Speichersysteme für große Energiemengen nötig. Diese bis zur Anwendungsreife zu bringen, hat sich ein internationales Team um Tom Weier und Norbert Weber vom Institut für Fluiddynamik des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) vorgenommen. Im Projekt SOLSTICE – zu Deutsch Sonnenwende – wollen sie ab Januar 2021 Stromspeicher auf der Basis von flüssigem Natrium und flüssigem Zink entwickeln. Die Europäische Union fördert das Projekt über das Programm Horizont 2020 mit acht Millionen Euro.

Flüssige Metalle und geschmolzene Salze, mehrere hundert Grad Celsius heiß und nur getrennt von einer halbdurchlässigen Membran, könnten stromintensive Industrien in das regenerative Zeitalter führen. In großem Maßstab sollen sie die aus Wind und Sonne gewonnene Energie speichern und in der Nacht oder bei ungünstigen Wetterbedingungen wieder zur Verfügung stellen. Wissenschaftler*innen aus neun Forschungsinstituten und drei Unternehmen haben sich jetzt zusammengeschlossen, um die dafür nötige Technologie einsatzreif zu machen.

„Die Entwicklung effizienter Energiespeicher für industrielle Anwendungen brennt aktuell unter den Nägeln“, erzählt Dr. Tom Weier vom HZDR-Fachbereich Magnetohydrodynamik. „Das Ende von Kohleverstromung und Kernenergie macht solche Speichersysteme einfach unumgänglich.“ Denn die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen unterliegt nicht nur jahreszeitlichen Schwankungen, sondern auch solchen zwischen Tag und Nacht. Aktuell werden Zeiten geringer Stromproduktion noch durch konventionelle Kraftwerke abgefedert. Gehen diese in den kommenden Jahren vom Netz, müssen andere Lösungen her. Für Zeiträume von mehreren Monaten bieten sich Langzeitspeicher auf der Basis von regenerativ erzeugtem Wasserstoff oder Methan an. Für die Überbrückung der Nacht sind jedoch Kurzzeitspeicher geeigneter, die auf Batterietechnologie basieren.

„Eine wirklich überzeugende Lösung gibt es dafür aber bisher nicht“, erläutert Weier. „Systeme mit Lithium-Ionen-Akkus funktionieren zwar prinzipiell, wären im industriellen Maßstab aber eine Ressourcenverschwendung.“ Denn der Lithiumvorrat ist begrenzt und die Lagerstätten weiträumig verteilt. Außerdem sind die heutigen Lithium-Ionen-Akkus aus vielen kleinen Batteriezellen aufgebaut. „Das Aktivmaterial, das uns zur Energiespeicherung dient, ist dabei in kleinen Portionen verpackt“, erklärt Weier. „Diese müssen dann auch noch miteinander verdrahtet werden. Zusammen verbraucht das eine große Menge Konstruktionsmaterial.“

Natrium statt Lithium
Deshalb gehen er und seine Kollegen einen anderen Weg. „Bei den Aktivmaterialien setzen wir auf Natrium und Zink“, erklärt sein Kollege Dr. Norbert Weber. Das hat ganz praktische Gründe. Natrium ist das sechsthäufigste Element auf der Erde und in großen Mengen verfügbar. Als Bestandteil verschiedener Salze sind zum Beispiel in jedem Liter Meerwasser etwa elf Gramm des Alkalimetalls gelöst. Zink ist zwar seltener, die weltweit verfügbaren Zinkressourcen sind aber dennoch gewaltig. Und während Lithium heute vor allem aus China, Australien oder Chile importiert werden muss, verfügt Europa über eigene aktive Zinkminen. Das, so Weber, würde erheblich dazu beitragen, die Abhängigkeit europäischer Energieprojekte von anderen Ländern zu verringern.

In ihrem Forschungsprojekt haben die Wissenschaftler*innen zwei verschiedene Systeme im Sinn. Eines soll bei 600 Grad Celsius arbeiten, das andere bei 300 Grad Celsius. „Beim ersten System sind sowohl die Elektroden als auch der Elektrolyt flüssig“, beschreibt Weber die Zusammenstellung. „Unsere norwegischen Partner haben bereits mit diesem Aufbau experimentiert und die Funktionstüchtigkeit des Prinzips nachgewiesen. Hier sollen Energien im Megawattstunden-Bereich gespeichert werden, was solche Batterien für Industrieanwendungen prädestiniert.“

Auch beim zweiten System dienen die flüssigen Metalle als Elektroden der Batterie. Der Elektrolyt hingegen ist fest. „Unsere Partner aus der Schweiz haben hier schon funktionsfähige Systeme, die allerdings mit Nickelchlorid arbeiten. Das wollen wir im Projekt durch Zinkchlorid ersetzen“, erklärt der Experte. „Im Kilowattstundenbereich angesiedelt, ist für diese Batterien sogar ein Einsatz als Heimspeicher denkbar.“ Innerhalb der kommenden vier Jahre wollen die Wissenschaftler beide Systeme mindestens so weit entwickeln, dass sie ihre Fähigkeiten in einer realistischen Umgebung unter Beweis stellen können. Das zweite System könnte in dieser Zeit sogar nahe an die Marktreife gebracht werden.

Beitrag zur Energiewende
Das HZDR übernimmt dabei nicht nur die Projektkoordination, sondern auch den Bau der Batteriezellen. „Am Institut für Fluiddynamik haben wir bereits langjährige Erfahrung im Umgang mit großen Mengen flüssigen Natriums“, erzählt Weier und verweist auf das Infrastrukturprojekt DRESDYN, bei dem umfangreiche Experimente mit Flüssigmetallen stattfinden. „Neben der Anwendung spielt beim Projekt SOLSTICE natürlich auch die Forschung eine wichtige Rolle“, ergänzt Weber. „Denn wir wollen verstehen, welche Vorgänge in unseren Speichersystemen genau ablaufen.“

Dass ihr Ansatz einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten kann, da sind sich die beiden Wissenschaftler sicher. „Unser Vorteil ist die sehr einfache Konstruktion“, schätzt Weier ein. „Dadurch sind diese Batterien gut skalierbar. Zusammen mit den günstigen Aktivmaterialien könnten wir deshalb einen deutlich niedrigeren Systempreis als bei anderen Elektroenergiespeichern erreichen.“

Theo Sommer beschreibt Donald Trump nach dem Capitol-Desaster

Der berühmte Zeit-Chefredakteur Theo Sommer definiert mit klaren Worten den amerikanischen Präsidenten Donald Trump.
Selten habe ich eine solche deutliche Beschreibung gefunden deswegen möchte ich sie Ihnen nicht vorenthalten.
Jean Pütz

(Theo Sommer) – Seit dem Herbst 2016 habe ich 39 Fünf-vor-Acht-Kolumnen mit Donald Trump und seiner Politik beschäftigt. Dies soll das letzte Mal sein. Es reicht. Soll er in den Fußnoten der Geschichte verschwinden, wo er hingehört.
Er war ein unmöglicher Präsident. Mein hartes Urteil über ihn habe ich einmal in einem Interview ungeschminkt formuliert: „Donald Trump halte ich für einen ungebildeten, unflätigen und unfähigen Lackaffen. Verlogen, selbstverliebt, ohne politische Urteilskraft, ohne menschlichen Anstand und ohne den Sprachglanz, den ein Staatsmann haben sollte. Ein dümmlicher, überheblicher Narziss.“
Ungerecht? Ungehörig? Ich finde nicht. Er hämte und hetzte, polterte, polemisierte und polarisierte. Innenpolitische Gegner verunglimpfte er auf Gossenniveau, außenpolitische Alliierte erklärte er zu Feinden. Meine seriösen amerikanischen Kollegen fällten viel härtere Urteile über ihn als ich. Sie nannten ihn einen blowhard – einen Prahlhans und Aufschneider; einen nitwit – einen Schwachkopf; einen buffoon – einen Hanswurst; einen bully, Rüpel oder Fiesling. Sie sahen in ihm einen Mann „ohne Überzeugungen und Rückgrat“, der „kein Thema gemeistert“ hat, „der alles aus dem Ärmel schüttelt“. Seicht, sprunghaft, impulsiv und erratisch, grobschlächtig wie er war konnte man ihm nicht vertrauen. Er verdrehte krankhaft die Wahrheit, verachtete Expertise und untergrub die nationalen wie die internationalen Institutionen.
Die US-Führungsrolle hat er teils verschmäht, teils verspielt. Sein Schlachtruf America First stürzte die Vereinigten Staaten in die Belanglosigkeit. Aus America First wurde America alone. Welche Umfragen-Ergebnisse man auch liest, PEW oder Gallup oder andere – sie sind sich alle darin einig, dass das US-Ansehen in der Welt dramatisch abgesackt ist. Rund zwei Drittel der in vielen Ländern Befragten haben in Donald Trumps Amtszeit ihr Vertrauen in die USA verloren. Er hat Amerika klein gemacht. Seine MAGA-Botschaft, so ironisch das klingt, muss jetzt zum Leitsatz Präsident Bidens werden: Make America Great Again.

07.01.21 Gedanken und Hintergedanken zum Corona-Karneval 2021

Lieber Christoph, liebes Kölner Dreigestirn, liebe Mitglieder des Festkomitees, liebe Präsidenten und Ehrenträger des Kölner Karnevals,

zunächst vorweg: Über die kleinen Aufmerksamkeiten, die das Festkomitee mir hat zukommen lassen, habe ich mich sehr gefreut. Übrigens unter uns, die zwei Zentner Karnevalsorden, die ich bisher in meiner Sammlung einen Ehrenplatz gefunden haben, sind mir genauso wichtig wie die Orden, die mir von der Politik überreicht wurde, inkl. des Luxemburger Ordens Pur le Merite.

Nun ja, Gott sei Dank birgt der Kölner und Düsseldorfer Karneval gelegentlich auch eine Mende Humor und artet nicht immer in kabarettistische Darbietungen aus. Das sage ich auch als stolzer Besitzer des ‚goldenen Narren‘ der rheinischen Karnevalsgesellschaften,  den ich ein Jahr später, als unser berühmter Hans Süper ihn überreicht bekam, die Ehre hatte, für ihn die Laudatio zu halten. Kölner und Düsseldorfer habe ich versöhnt, weil ich bei meiner ‚karnevalistischen Reifeprüfung‘ der Düsseldorfer Weißfräcke eine Büttenrede halten konnte, in der ich mit der Fakenews auftrumpfte, dass die Schlacht von Worringen unentschieden ausgegangen sei, und wir keinen Grund mehr hätten, uns abzugrenzen.

Meine Verbundenheit zum Kölner Karneval wurde mir in die Wiege gelegt, denn mein Vater Josef war 1937  Jungfrau im Kölner Dreigestirn. So bin ich also im wahren Sinne des Wortes der Sohn einer Jungfrau. Ich habe ein wenig in der Geschichte gekramt und stellte fest, dass ich nicht der erste, sondern der zweite Sohn einer Jungfrau war. Kardinal Woelki, der leider für den Karneval nicht so geeignet ist, kann das bezeugen, der erste wurde in Betlehem geboren. Der Kölner Dom profitiert heute noch davon. Letztlich beteiligte ich mich als Präsident des Städtepartnerschaftsvereins Esch sur Alzette (Luxemburg) und Köln an einer Wallfahrt zu den Heiligen drei  Königen, die ja angeblich in einem der schönsten Schreine nach langer historischer Irrfahrt ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Umso mehr bedaure ich und verfluche Corona und möchte das Festkomitee zu seiner Entscheidung beglückwünschen, den Karneval in dieser Saison auf Sparflamme zu halten. Begeistert bin ich aber vor allen Dingen deshalb, weil auf das Dreigestirn nicht verzichtet wurde. Ich finde es fantastisch, dass sich in dieser Kalamität drei Kölner Bürger bereit gefunden haben, die Tradition nicht zu unterbrechen. Das war ja nur während des schrecklichen zweiten Weltkriegs der Fall.

Ein Hoch auf die Jungfrau Gerdemie, den Bauer Gereon und den Prinzen Sven I. Ihr öffentlichen Meriten können sie erst im nächsten Jahr abholen. Dank auch an die ‚Altstädter‘.

Ich weiß, eins kann diese Pandemie uns Kölnern – aber auch den Düsseldorfer und das ganze Rheinland nicht nehmen, wir tragen den Karneval im Herzen

Kölle Alaaf und Düsseldorf Helau

Jean Pütz

(seit 40 Jahren Ehrenmitglied der Kölner Ehrengarde und seit zwei Jahren Ehrenmitglied der Düsseldorfer Weißfräcke)