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In der Schwangerschaft Jodtabletten einnehmen

In der Schwangerschaft Jodtabletten einnehmen

Schon geringer Jodmangel schadet geistiger Entwicklung des Kindes

Bochum – Während einer Schwangerschaft verdoppelt sich der Jod-Bedarf. Jod wird für den Aufbau der Schilddrüsenhormone benötigt. Schon ein geringer Jodmangel schadet der Hirnentwicklung des Kindes. Dies kann eine verminderte Intelligenz zur Folge haben und die Lese- und Sprachfähigkeit des Kindes beei nträchtigen. Anlässlich einer aktuellen britischen Studie empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) schwangeren Frauen die Einnahme von Jodtabletten.

Die Forscher, deren Studie kürzlich in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, hatten in Südengland etwa 1000 Kinder von der Schwangerschaft ihrer Mütter bis zum Grundschulalter begleitet. Bei zwei Drittel der Schwangeren war in einem Harntest ein Jodmangel festgestellt worden. Ihre Kinder hatten im Alter von acht Jahren häufiger schlechtere Ergebnisse im sprachlichen Teil eines Standard-Intelligenztests für Kinder als der Durchschnitt, und im neunten Lebensjahr fielen sie bei einer schulpsychologischen Untersuchung d urch verminderte Fähigkeiten in Lese-Tests auf. „Sie waren langsamer, machten mehr Fehler und verstanden den Text schlechter als Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft ausreichend mit Jod versorgt waren“, berichtet Professor Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). „Die Unterschiede in der kognitiven Entwicklung, also in Bezug auf die verstandesmäßigen Fähigkeiten, waren statistisch eindeutig. Eine Folge könnten schlechtere Schulnoten sein.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet Jodmangel während der Schwangerschaft als die wichtigste vermeidbare Ursache für einen Hirnschaden des Kindes. „Am meisten betroffen sind Entwicklungsländer. Doch auch die entwickelten Länder sind keineswegs immun, wie die aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt“, warnt Professor Dr. Dr. med. Dagmar Führer, Vize-Präsidentin der DGE und Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Essen. Auch in Deutschland hätten viele Schwangere einen Jodmangel. Etwa ein Fünftel der Frauen habe schon vor der Schwangerschaft eine leichte Schilddrüsenvergrößerung, Struma genannt, die auf einen Mangel zurückzuführen ist.

Als lebenswichtiges Spurenelement muss Jod über die Nahrung aufgenommen werden. Seit bald 100 Jahren sind die Konsequenzen eines Jodmangels bekannt. Reagiert wurde darauf durch das Anreichern von Speisesalz mit Jod und die Verwendung dieses jodierten Salzes in der Nahrungsmittelindustrie. Seit einigen Jahren gibt es einen umgekehrten Trend. Professor Schatz: „Meersalz wird als ‚natürlicher‘ angepriesen und jodfreies Salz wird weltweit vermehrt von Lebensmittelherstellern eingesetzt. Wir gehen wieder einem Jodmangel entgegen, der nicht sein müsste.“

Mit Jod angereichertes Speisesalz allein ist für Schwangere nicht ausreichend, um das Joddefizit zu senken. „Wir empfehlen weiterhin, dass Schwangere und auch stillende Mütter nach Rücksprache mit ihrem Arzt Jodtabletten einnehmen“, betont Professor Führer. Die WHO empfiehlt bei Schwangerschaft und in der Stillzeit eine J odaufnahme von insgesamt 250 Mikrogramm (µg) pro Tag. Da mit der Nahrung täglich etwa 100 µg aufgenommen werden, heißt das konkret, dass die Schwangere pro Tag eine Tablette mit 100-150 µg Jod nehmen sollte. Die DGE-Vize-Präsidentin ergänzt: „Wir beobachten, dass Jodtabletten zu wenig verordnet werden.“ Auch dies könnte zu einer Zunahme des Jodmangels bei Schwangeren beigetragen haben.

Gen-Mais – seine Nebenwirkungen und Risiken

Weiterer ‘Gentechnik-Monster-Mais’ vor Zulassung für Import
Mais der Firma Bayer ist resistent
gegenüber vier Herbizidwirkstoffen und produziert mehrere Insektengifte –
Kombinationswirkungen nicht getestet
26. Februar 2019 / Die
Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat sich für die Zulassung weiterer
umstrittener Gentechnik-Mais-Varianten der Firma Bayer (Monsanto)
ausgesprochen. In ihren aktuellen Bewertungen vom Januar 2019 geht es um
zwei Zulassungsanträge für Mais, bei dem durch mehrere Kreuzungen
verschiedene gentechnisch veränderte Eigenschaften kombiniert wurden. Im
Ergebnis sind die Pflanzen gegenüber bis zu vier Wirkstoffgruppen von
Herbiziden (Glyphosat, Glufosinat, 2,4-D und AOPP) resistent und
produzieren bis zu sechs Insektengifte.
Der gentechnisch veränderte Mais ist zentraler Bestandteil einer
Geschäftsstrategie, die darauf beruht, patentiertes Saatgut und
Herbizide im Doppelpack zu verkaufen. Dies geht mit erheblichen
Belastungen für Mensch und Umwelt einher: Da die Gentechnik-Pflanzen
Resistenzgene gegen mehrere Unkrautvernichtungsmittel in sich tragen,
können sie mit hohen Dosierungen und Mischungen spezieller
Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden. In der Folge kann die Ernte
dieser Pflanzen hohe Rückstandsmengen von Herbiziden, ebenso wie die
Bt-Insektengifte aufweisen. Die EU-Kommission hat in den vergangenen Jahren bereits
ähnliche Gentechnik-Mais-Varianten zugelassen. In keinem Fall wurden
die Kombinationswirkungen der verschiedenen Giftstoffe, die in
entsprechenden Lebens- und Futtermitteln zu finden sind, auf
gesundheitliche Effekte getestet. EU-Kommission, EFSA und Industrie vertreten die Auffassung, dass genaue Untersuchungen kombinatorischer Wirkungen nicht nötig seien. Diese Annahme ist jedoch mehr als fraglich: Erst vor kurzem wurden
Unterlagen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die EFSA die
Auswirkungen der Bt-Toxine auf das Immunsystem nicht korrekt bewertet
hat. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bt-Toxine Allergien
und andere Immunreaktion auslösen können. In einigen Produkten des
Gentechnik-Maises können sehr hohe Konzentrationen der Insektengifte
vorhanden sein. Auch die gesundheitlichen Auswirkungen der Rückstände
der Herbizide sind äußerst umstritten, hier fehlen viele notwendige
Daten.

Anstatt dem Schutz von
Gesundheit und Umwelt Priorität einzuräumen, gibt es bei der EFSA freie
Bahn für internationalen Handel und die Interessen der Konzerne“, sagt
Christoph Then für Testbiotech. „Und obwohl die Mehrheit der
EU-Mitgliedsländer und das EU-Parlament sich wiederholt gegen derartige
Zulassungen ausgesprochen haben, ist es wahrscheinlich, dass die
EU-Kommission erneut grünes Licht geben wird.“
Testbiotech will über den Weg der EU-Gerichte genauere Untersuchungen
verpflichtend machen (Verfahren C-82/17 P). Leider sieht es nach einer
kürzlich veröffentlichten Stellungnahme des Generalanwaltes des
EU-Gerichtes nicht danach aus, als ob das Gericht weitere Untersuchungen
zur Auflage machen würde. Die Entscheidung wird für 2019 erwartet.

Heilpilze bieten wertvolle Unterstützung

Heilpilze bieten wertvolle Unterstützung in der ganzheitlichen Krebs-Therapie
Krebsprävention aus der Naturheilkunde
 
Heilpilz Reishi
[ Fotos ]

Limeshain (pts027/28.02.2014/12:50) – Das MykoTroph Institut informiert: Auch beim diesjährigen Weltkrebstag am 4. Februar sind einmal mehr erschreckende Statistiken zum Thema Krebs bekannt gegeben worden. Trotz aller Fortschritte in der Onkologie erkrankten im Jahr 2012 dem Welt-Krebs-Bericht 2014 zufolge weltweit rund 14 Millionen Menschen neu an Krebs und etwa 8,2 Millionen sind daran gestorben. Dabei fielen allein in Deutschland 2012 laut Zahlen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) 222.000 Menschen der bösartigen Krankheit zum Opfer. Auch für die Zukunft sind die Prognosen der Experten düster. So rechnet eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis 2025 mit einem Anstieg der jährlichen Krebsdiagnosen um 40 Prozent und in den kommenden zwei Jahrzehnten sogar um 70 Prozent. Die WHO fordert daher die Regierungen weltweit auf, mehr für die Prävention von Krebs zu tun; vor allem die Gesetze zum Rauchverbot und zur Regulierung des Konsums zuckerhaltiger Getränke und von Alkohol bedürften einer Verschärfung.

Pilzheilkunde leistet wirksame Unterstützung in der Vorsorge und Therapie

Da ist es gut zu wissen, dass Faktoren wie eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung mit vielen Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen aus Obst, Gemüse und Pilzen, regelmäßige Bewegung und moderater Ausdauersport, die Vermeidung von ständiger Überforderung und negativem Stress eine Menge zu einem krebsvorbeugenden Lebensstil beitragen. Aber auch natürliche Heilverfahren wie die Mykotherapie können sowohl in der Prävention von Krebs wie begleitend zur schulmedizinischen Behandlung einen wertvollen Beitrag in der Krebstherapie leisten. Die Mykotherapie (Pilzheilkunde) ist eines der ältesten Naturheilverfahren der Welt. Ihr Ursprung liegt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), in der sich Heilpilze wie der Reishi, der Shiitake oder der Maitake bereits seit Jahrhunderten sowohl in der Gesundheitsvorsorge als auch in der Behandlung einer Vielzahl von Leiden und Krankheiten bewährt haben. Auch bei Krebs haben sich Heilpilze wie die Erfahrungen aus der Praxis, aber auch eine Vielzahl internationaler Studien zeigen, als wertvolle Hilfe erwiesen.

Heilpilze – die natürlichen Immunmodulatoren

Heilpilze sind nicht nur reich an wichtigen Vitalstoffen und Antioxidantien, sie besitzen auch einen hohen Gehalt an Triterpenen und Polysacchariden. Diese Inhaltsstoffe – insbesondere die Polysaccharide und hier speziell die Beta-Glukane – stärken wie auch Untersuchungen belegen wirkungsvoll das Immunsystem. So zum Beispiel durch Stimulierung der natürlichen Killerzellen, der T-Helferzellen und der Fresszellen. Heilpilze können dem Körper durch ihren Reichtum an Beta-Glukanen daher helfen, entartete Zellen besser zu erkennen und zu bekämpfen. Zudem wird ihnen eine tumorhemmende Wirkung zugesprochen. In Japan werden Medikamente, die Lentinan – ein Beta-Glukan des Heilpilzes Shiitake – enthalten, bereits seit langem in der Krebstherapie eingesetzt.

Linderung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie – Verbesserung der Lebensqualität

Die Behandlung von Krebs ist in aller Regel für die Betroffenen sehr belastend und kräftezehrend. So gelangen zum Beispiel bei einer Chemo- oder Strahlentherapie starke Zellgifte in den Organismus. Durch ihre entgiftende Funktion kann der begleitende Einsatz von Heilpilzen daher eine sehr nützliche Unterstützung sein. Darüber hinaus zeigt sich unter ihrer Gabe eine Minderung von Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erschöpfung oder depressiven Verstimmungen, was auf ihren hohen Gehalt an Glykonährstoffen zurückgeführt wird. Heilpilze können deshalb parallel zur onkologischen Therapie zu einer erheblichen Verbesserung des Allgemeinzustands und der Lebensqualität der Betroffenen beitragen.

Heilpilze sind als Pilzpulverkapseln erhältlich. Erfahrungen des MykoTroph Instituts für Ernährungs- und Pilzheilkunde zufolge, haben sich insbesondere Pilzpulverkapseln bewährt, die aus dem ganzen Pilz hergestellt werden, da nur in ihnen alle wirksamen Inhaltsstoffe enthalten sind. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter anderem auf der Website des MykoTroph Instituts unter http://www.HeilenmitPilzen.de .

Dort ist auch das MykoTroph- Konzept für Ernährung und den Einsatz von Heilpilzen bei Krebs eingestellt, das sehr ausführlich wichtige Fragen zu den Ursachen von Krebs beantwortet und im Detail erläutert, welche Heilpilze wirksam eingesetzt werden können. Darüber hinaus gibt es unter anderem auch wertvolle Ernährungstipps für eine krebsvorbeugende Ernährung, bzw. für eine hilfreiche Ernährung bei Krebs.

Über MykoTroph:
Die MykoTroph AG, Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde mit Sitz in Limeshain, wurde 2003 von Franz Schmaus gegründet. Der Dipl. Agraringenieur beschäftigt sich bereits seit mehr als 30 Jahren mit der Wirkung und Anwendung von Heilpilzen und gehört zu den renommiertesten Experten auf diesem Gebiet. Ziel des Instituts ist es, das Wissen um die vorbeugende und heilende Wirkung von Pilzen in Deutschland und in Europa einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu sind auf der Website des MykoTroph Instituts unter http://www.HeilenmitPilzen.de umfassende Informationen und Studien eingestellt. Zusätzlich stehen Franz Schmaus und sein Heilpraktikerteam für ausführliche Beratungen von Montags bis Freitags in der Zeit von 8-18 Uhr unter der Hotline 06047 / 98 85 30 zur Verfügung. Über diese Rufnummer können Interessierte auch ein persönliches Beratungsgespräch im Institut vereinbaren. Telefonische Beratungen sind kostenlos. Umfassendes Informationsmaterial und DVDs können ebenfalls beim MykoTroph Institut kostenlos angefordert werden.

Fester Händedruck verrät mentale Fähigkeite

Meine Stellungnahme: Nicht ganz ernst zu nehmen:


Fester Händedruck verrät mentale Fähigkeiten

Personen mit starkem Handschlag lösen kognitive Aufgaben schneller

Handschlag: Festigkeit ist Indiz für Hirngesundheit (Foto: pixelio.de, joakant)
Handschlag: Festigkeit ist Indiz für Hirngesundheit (Foto: pixelio.de, joakant)

Oxford/Wien (pte018/24.04.2018/10:30) –

Ein fester Händedruck verrät mehr als ein gutes Selbstvertrauen: Eine Studie von Forschern der University of Manchester http://manchester.ac.uk hat bewiesen, dass Personen mit dieser Eigenschaft über bessere
Problemlösungs-, Argumentations- sowie Gedächtnisfähigkeiten verfügen.
Des Weiteren zeigen jene Probanden mit einem festen Handschlag überdies
schnellere Reaktionszeiten.

Keine Rückschlüsse auf Intelligenz

"Ein Zusammenhang könnte daher resultieren, da man
bereits eine Korrelation zwischen Selbstsicherheit und Händedruck kennt.
Dieser Selbstsicherheit liegt ein positives Gefühl zugrunde, Probleme
und schwierige Situationen eigenständig lösen zu können. Problemlösen
wiederum korreliert stark mit kognitiven Fähigkeiten. Es ist somit eine
Wechselwirkung oder auch Kettenreaktion zwischen den Faktoren ‚kognitive
Fähigkeiten‘-‚Problemlösen‘-‚Selbstsicherheit‘ und darauf folglich ein
festerer Händedruck nicht erstaunlich", so Psychologin Karin
Flenreiss-Frankl http://psychologin-wien.at gegenüber pressetext.

Dieses Ergebnis soll aber nicht generalisiert werden,
auch unsichere Personen können eine hohe Intelligenz aufweisen. "Somit
ist ein Rückschluss vom Händedruck auf die genannten Faktoren nicht
zulässig. Menschliches Verhalten sowie Fähigkeiten sind niemals
eindimensional, bei Ursache und Wirkungsfragen sind Störvariablen stets
vorhanden", resümiert die Expertin. Weitere Untersuchungen seien
angebracht.

Eine Datenbank von mehr als 475.000 Personen hat
gezeigt, dass jene, die mehr Muskelkraft in den Händen haben, auch über
eine bessere Gehirnleistung verfügen. Vorgehende Studien belegen, dass
Personen mit einem laschen Händedruck von einen Abbau der weißen
Substanz betroffen sind. Dabei handelt es sich um eine wesentliche
Verbindungskomponente zwischen den unterschiedlichen Hirnregionen.

Muskeltraining als hilfreiches Mittel

Aus der aktuellen Erhebung geht hervor, dass die
Versuchspersonen in zwei Minuten mehr logische Problemstellungen lösten,
sich mehr Zahlen einprägten sowie auf visuelle Reize schneller
reagierten. "Wir können hier eine klare Verbindung zwischen muskulärer
Stärke und Hirngesundheit erkennen. Dennoch müssen wir noch weitere
Studien durchführen, um festzustellen, ob wir unser Gehirn durch die
Stärkung unserer Muskeln – beispielsweise durch Gewichtstraining –
zielgerichtet unterstützen können", erklärt Joseph Firth von der
University of Manchester.

Ein schwacher Händedruck – wie er zum Beispiel bei
älteren Menschen vorkommt – wurde mithilfe eines hydraulischen Geräts
zur Handdruckmessung festgestellt. Dies steht in Verbindung mit einem
höheren Risiko für Stürze und allgemeine Gebrechlichkeit. Andere Studien
haben sogar ergeben, dass diese Methode sicherer ist, um Herzprobleme
festzustellen als eine Blutdruckmessung. Die aktuelle Studie, in der ein
Zusammenhang von Händedruck und mentalen Fähigkeiten herausgestellt
wurde, bezieht sich auf Personen im Alter zwischen 40 und 55 sowie jenen
über 55 Jahren.

80 Prozent der Deutschen gegen Atomkraft

Ipsos-Studie belegt: Fukushima hat in vielen Ländern zum Umdenken geführt
 
Große Mehrheiten weltweit gegen Atomkraft (Foto: Fotolia)
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Hamburg (pts015/20.06.2011/12:30) – Knapp 80 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen die Energiegewinnung durch Atomkraft aus, 51 Prozent davon sind sogar "sehr dagegen". Nur fünf Prozent der Deutschen sind "sehr", 16 Prozent "etwas überzeugt" von Atomenergie.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat sich die Einstellung zu Atomstrom nicht nur in Deutschland verändert. In einer von Ipsos für Reuters News durchgeführten Umfrage in 24 Ländern, gaben 62 Prozent der Befragten an, nukleare Energiegewinnung abzulehnen, davon lehnt jeder Dritte (34%) sie sogar stark ab. Ein Viertel (26%) der Atomkraftgegner weltweit gab an, die Katastrophe in Fukushima habe bei ihnen diese Einstellung ausgelöst. In Deutschland gaben allerdings nur 16 Prozent an, dass die Ereignisse in Japan ihre Meinung maßgeblich beeinflusst hätten, mehr als drei Viertel (77%) der Gegner waren schon vor Fukushima gegen Atomenergie.

Italien neben Deutschland und Mexiko größter Atomkraftgegner
Die Italiener haben laut Umfrageergebnissen weltweit die größte Abneigung gegen Atomkraft. Denn von den 81 Prozent Ablehnern sind 61 Prozent "starke" Ablehner. Dabei geben 80 Prozent der AKW-Verneiner an, nicht erst seit Fukushima zu dieser Gruppe zu gehören. In Mexiko sind 81 Prozent der Befragten Atomkraft gegenüber abgeneigt (davon 52% stark).

Unterstützer in Indien, Polen und USA
Mehrheitliche Unterstützung findet die Nuklearenergie in Indien (61%), Polen (57%), den USA (52%), aber auch Schweden (50%) und Großbritannien (48%) weisen hohe Befürworteranteile auf. In Japan sind immerhin noch 36 Prozent der Befragten eher für Atomkraft, auch wenn nur fünf Prozent starke Unterstützer sind. Über die Hälfte der 58 Prozent japanischen Atomkraftgegner sind erst aufgrund des Reaktordesasters in ihrem Land zu AKW-Gegnern geworden.

Fast drei Viertel der weltweit Befragten sehen Atomkraft nicht als Langzeitlösung
73 Prozent der Befragten weltweit glauben, dass atomare Energiegewinnung begrenzt ist und bald überflüssig wird. Nur 27 Prozent halten sie für eine adäquate Langzeitlösung. In Russland (57%) und Saudi Arabien (54%) hingegen glauben die Befragten mehrheitlich, dass Nuklearenergie auch in Zukunft unverzichtbar sei. Indien (50%) und selbst Japan (45%) haben ebenfalls hohe Anteile an Vertretern dieser Meinung. In den Ländern mit den bisher schwersten atomaren Vorfällen, Russland und Japan wird die Modernisierung der Atomenergiegewinnung am stärksten unterstützt (73% und 71%). Aber auch in Deutschland würden 46 Prozent die Modernisierung der nuklearen Energiegewinnung vorantreiben wollen.

Bau neuer Atomkraftwerke mehrheitlich abgelehnt
70 Prozent der Befragten weltweit wollen keinen Bau von neuen Atomkraftwerken. Nur in Polen würde mehr als die Hälfte den Neubau unterstützen. Auch in Indien (49%), den USA (44%), Großbritannien (43%) und Schweden (43%) würden neugebaute Atomkraftwerke Unterstützer finden. In Brasilien (89%), Mexiko (87%), Deutschland (85%) und Italien (83%) hingegen, sprachen sich die Befragten für einen Baustopp aus.

Trotz der erwähnten Sympathiebekundungen findet nukleare Energiegewinnung gegenüber alternativen Modellen weltweit wenig Anhänger. Nur 38 Prozent der Befragten hält Atomkraft für eine gute Methode zur Energiegewinnung. Solar- (97%), Wind- (93%) und Wasserkraft findet dagegen großen Anklang.

Japaner verurteilen die Informationspolitik ihrer Regierung zu Fukushima
Die Kommunikation der japanischen Regierung zu den Ereignissen in Fukushima wird weltweit sehr unterschiedlich beurteilt. Südkorea, Japan und Deutschland gehören zu den schärfsten Kritikern. Nur 17, 23 und 36 Prozent in diesen Ländern fanden, dass die Informationen rechtzeitig und ehrlich (17%,25%,28%) veröffentlicht wurden. Weltweit sieht die Unterstützung da anders aus. 54 Prozent der Befragten hielten die Informationspolitik demnach für ehrlich und 56 Prozent für rechtzeitig.

Steckbrief:
Diese Ergebnisse stammen aus einer Ipsos-Umfrage, die zwischen dem 6. und 21. April 2011 in 24 Ländern im Auftrag von Thompson Reuters News Service durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Länder sind aus den obigen Charts ersichtlich. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von Erwachsenen in den USA und Kanada und zwischen 16 und 64 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 18 und 64 Jahren, gezogen. Die ungewichtete Basis der Befragten betrug 18.787 Personen. Etwa 1000 Personen wurden pro Land befragt, mit Ausnahme von Argentinien, Indonesien, Mexiko, Polen, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Schweden, Russland und der Türkei, in der die Stichproben etwa bei 500 lagen.

Über Ipsos:
Die Ipsos GmbH ist ein unabhängiges und weltweit tätiges Marktforschungsunternehmen und ein führender Anbieter auf dem Gebiet der umfragegestützten Forschung und Beratung. Durch ausgefeilte Forschungsmethoden, engagierte Forscher und eine weltweit vernetzte Organisation untersuchen wir die Wirklichkeit von heute, um die Realität von morgen vorauszusehen. So bestimmen wir Marktpotenziale, zeigen Markttrends, testen Produkte und Werbung, erforschen die Wirkung von Medien und geben der öffentlichen Meinung eine Stimme. Mit präzisen Daten und konkretem Know-how bringen wir die Projekte unserer Kunden zum Erfolg. "Nobody’s unpredictable" ist weltweit das Leitmotiv von Ipsos.

Grüner Tee: Entgiftungsmechanismus schützt vor Krebs

Tucson (pte/15.08.2007/06:10) – US-Forscher des Arizona Cancer Center http://www.azcc.arizona.edu und der Division of Cancer Prevention am National Cancer Institute http://www.cancer.gov in Bethesda sind dem "Gesundheitsgeheimnis" des Grünen Tees einen Schritt näher gekommen. Demnach hilft der im Tee enthaltene Gerbstoff Catechin dem Körper bei der Entgiftung – und das könnte ein Grund dafür sein, warum er vor Krebs schützt, berichten die Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Cancer Epidemiology.
In der jüngsten Untersuchung haben sich die Forscher um H.-H. Sherry Crow auf eine bestimmte Gruppe von Proteinen namens Glutathion-S-Transferasen (GST) konzentriert. GST sind eine Familie von Enzymen mit breiter Substratspezifität, die eine wichtige Rolle in der Entgiftung und Ausscheidung von krebserregenden Substanzen spielen. GST entgiften Biozide, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Ethylenglykole, PCB, Aflatoxine und andere Xenobiotika. In vorhergehenden Studien konnten die Forscher feststellen, dass Menschen mit niedriger GST-Aktivität ein höheres Krebserkrankungsrisiko haben.

Wie sich die GST-Werte im Blut bei Teegenuss verändern, konnten die Wissenschaftler anhand der 42 freiwilligen gesunden Probanden messen. Zunächst durften die Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen keinen Tee trinken. Anschließend wurden ihre GST-Werte im Blut nachgemessen. Nach dieser Untersuchung erhielten sie täglich auf nüchternen Magen eine Kapsel mit Grüntee-Extrakten. Dieses Präparat enthält 800 Milligramm Epigallocatechingallat (EGCG) – ein Catechin, das zur Untergruppe der Polyphenole zählt. Diese Menge entspricht in etwa der Dosis von acht bis 16 Tassen Grünem Tee.

Die Blutuntersuchungen der Probanden wiesen nach der Einnahme der Teekapseln einen durchschnittlich höheren GST-Wert auf. Das galt auch für die Entgiftungsenzyme. Was die Forscher aber bemerkten war, dass es zwischen den Teilnehmern große Unterschiede gab. Besonders jene Probanden, die vor der Untersuchung eine niedrige Enzymaktivität aufwiesen, zeigten nach der Teekapsel-Kur eine um bis zu 80 Prozent höhere Aktivität. Hingegen zeigten jene Probanden, bei denen von Haus aus eine hohe Enzymaktivität vorhanden war, eine Reduktion um bis zu 20 Prozent. "Wir schließen daraus, dass eine Einnahme von ECGC eine deutlich unterschiedliche Auswirkung auf die GST-Aktivität hat. Das lässt uns vermuten, dass Grünteekapseln jene Menschen, die von Haus aus geringe GST-Werte im Blut aufweisen, vor krebserregenden Substanzen schützen können", schreiben die Forscher.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Grünem Tee ist seit Jahren bekannt. Eine japanische Studie mit 40.000 Erwachsenen über einen Zeitraum von elf Jahren machte deutlich, dass das Getränk positiv auf das Herz und lebensverlängernd wirkt.

Wildobst – Die Zierquitte

(aid) – Neben Sanddorn und Vogelbeere bezeichnen Wildobstkenner auch die Zierquitte (Chaenomeles japonica) als "Zitrone des Nordens". Das Rosengewächs stammt ursprünglich aus Asien und wird bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts in Europa als Strauch kultiviert. Vor allem im Ostblock, wo Südfrüchte schwierig zu beschaffen waren, wurde man auf das Obstgehölz aufmerksam und züchtete Vitamin C-reiche Sorten wie die heute populäre "Cido-Buschquitte" (70-120 mg/100g). Die dornenlose Obstkultur selektierte man im Laufe von 40 Jahren aus der dornigen Strauchquitte aus und sie wird – unter anderem in Lettland – bereits im größeren Stil in Plantagen angebaut.
Die apfel- oder birnenförmigen Scheinfrüchte reifen ab September und werden bis zu vier Zentimeter groß. Sie leuchten grün- bis sattgelb, duften intensiv nach Ananas, sind festfleischig und hocharomatisch – jedoch eignen sie sich wegen ihres hohen Säuregehalts nicht zum Rohverzehr. Ähnlich wie die "Echte Quitte" (Cydonia oblonga) besitzen Zierquitten einen hohen Pektingehalt und man kann sie gut zu Gelee, Mus oder Quittenbrot verarbeiten.
Auch in der Spirituosen- und in der Parfümherstellung findet das Wildobst Verwendung. Die "nordische Zitrone" ist aber nicht nur ein Genuss für Gaumen und Riechorgan, sondern stellt ebenso für viele Gartenliebhaber die reinste Augenweide dar. Bereits ab April schmücken – je nach Sorte – weiße, rosafarbene oder korallenrote Blüten den an sich eher sparrigen Strauch. Darüber hinaus dient die winterharte Zierquitte für Insekten, Vögel und andere Kleintiere als Schutz- und Nährgehölz. Gelegentlich findet man das Wildobst, das ebenfalls unter den Namen "Japanische Scheinquitte" und "Wilde Quitte" bekannt ist, verwildert in der freien Natur. Die gerippten, aber glattschaligen Früchte sind bei Wildobstsammlern sehr begehrt, denn sie lassen sich aufgrund ihrer festen Struktur gut lagern. Bei Temperaturen von zwei bis drei Grad Celsius halten sie sich bis zu drei Monate nach der Ernte.
aid, Ira SchneiderDie Zierquitte
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(aid) – Neben Sanddorn und Vogelbeere bezeichnen Wildobstkenner auch die Zierquitte (Chaenomeles japonica) als "Zitrone des Nordens". Das Rosengewächs stammt ursprünglich aus Asien und wird bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts in Europa als Strauch kultiviert. Vor allem im Ostblock, wo Südfrüchte schwierig zu beschaffen waren, wurde man auf das Obstgehölz aufmerksam und züchtete Vitamin C-reiche Sorten wie die heute populäre "Cido-Buschquitte" (70-120 mg/100g). Die dornenlose Obstkultur selektierte man im Laufe von 40 Jahren aus der dornigen Strauchquitte aus und sie wird – unter anderem in Lettland – bereits im größeren Stil in Plantagen angebaut.
Die apfel- oder birnenförmigen Scheinfrüchte reifen ab September und werden bis zu vier Zentimeter groß. Sie leuchten grün- bis sattgelb, duften intensiv nach Ananas, sind festfleischig und hocharomatisch – jedoch eignen sie sich wegen ihres hohen Säuregehalts nicht zum Rohverzehr. Ähnlich wie die "Echte Quitte" (Cydonia oblonga) besitzen Zierquitten einen hohen Pektingehalt und man kann sie gut zu Gelee, Mus oder Quittenbrot verarbeiten.
Auch in der Spirituosen- und in der Parfümherstellung findet das Wildobst Verwendung. Die "nordische Zitrone" ist aber nicht nur ein Genuss für Gaumen und Riechorgan, sondern stellt ebenso für viele Gartenliebhaber die reinste Augenweide dar. Bereits ab April schmücken – je nach Sorte – weiße, rosafarbene oder korallenrote Blüten den an sich eher sparrigen Strauch. Darüber hinaus dient die winterharte Zierquitte für Insekten, Vögel und andere Kleintiere als Schutz- und Nährgehölz. Gelegentlich findet man das Wildobst, das ebenfalls unter den Namen "Japanische Scheinquitte" und "Wilde Quitte" bekannt ist, verwildert in der freien Natur. Die gerippten, aber glattschaligen Früchte sind bei Wildobstsammlern sehr begehrt, denn sie lassen sich aufgrund ihrer festen Struktur gut lagern. Bei Temperaturen von zwei bis drei Grad Celsius halten sie sich bis zu drei Monate nach der Ernte.
aid, Ira Schneider

Elektro-Bus: Aufladen über externe Ladeplatte

Elektro-Bus: Aufladen über externe Ladeplatte
Kabellose Stromquellen könnten an Haltestellen angebracht werden
 
Elektro-Bus: wird über Ladeplatte mit Strom versorgt (Foto: usu.edu)

Utah/Hamburg (pte015/29.10.2013/11:30) – Forscher der Utah State University http://usu.edu haben einen elektrischen Bus entwickelt, der in der Lage ist, sich über externe Ladeplatten kabellos aufzuladen. Die Technologie wird als "Wireless Advanced Vehicle Electrification" (WAVE) bezeichnet und könnte das öffentliche Verkehrssystem in naher Zukunft revolutionieren. Dabei wäre es möglich, dass die Fahrzeuge sowohl in der Garage als auch an den einzelnen Haltestellen mit Strom versorgt werden.

Alltäglicher Einsatz vorstellbar

Aus der Sicht eines Zukunftsforschers ist der flächendeckende Einsatz solcher Fahrzeuge durchaus denkbar. "Ich bin davon überzeugt, dass solche Ansätze eines Tages zu unserem Stadtbild gehören werden. Immerhin birgen diese Möglichkeiten enorme Vorteile für Umwelt, Betreiber und Nutzer", erläutert Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg http://stiftungfuerzukunftsfragen.de , gegenüber pressetext.

"Die entscheidende Frage ist jedoch, wann solch ein Bus zu einem bezahlbaren Preis in die Massenproduktion gehen könnte", wendet er ein. Hier liege der Knackpunkt. "Derzeit konkurrieren verschiedene alternative Antriebssysteme, die alle unser Leben verbessern und die Mobilität revolutionieren würden, aber bisher ist kein System so ausgereift, das es in den Alltag einzieht", schildert Reinhardt die Problematik. Das Fazit des Experten: "Diese Systeme werden sich voraussichtlich im Laufe der nächsten zehn Jahre durchsetzen."

Batterien leichter und günstiger

Ein weiterer Vorteil der Elektro-Busse besteht darin, dass sie über einen speziellen Untersatz verfügen und daher absolut kabellos funktionieren. Außerdem könnten diese mit wesentlich leichteren und günstigeren Batterien betrieben werden, da sie durch regelmäßige Zwischenstopps häufiger aufgeladen werden. Sobald sich der Untersatz des Busses direkt über der Ladeplatte befindet, wird die Energie über ein hoch magnetisches Feld an die Batterie abgegeben.

Jedes Mal, wenn der Bus über die Ladestation fährt, lädt sich dieser automatisch auf. Daher wäre es zum Beispiel denkbar, die Vorrichtung unter den Bushaltestellen anzubringen. Die Technologie ist in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen WAVE http://waveipt.com entwickelt worden und soll bis Ende 2014 in zehn Elektro-Busse integriert werden, die in Städten wie New York erstmals zum Einsatz kommen sollen.

Frösche unterhalten sich über eigene Frequenz

Frösche unterhalten sich über eigene Frequenz
Spezielle Kommunikationskanäle genutzt – Andere Töne ausgeblendet
 
Frosch: Erkennung arteigener Signale wichtig (Foto: Dieter Haugk)

Wien (pte020/11.10.2011/13:30) – Wenn zehn Froscharten durcheinander rufen, können Pfeif- und Pfeilgiftfrösche dennoch ihren Gesprächspartner ausmachen – auch wenn dieser weit entfernt sitzt. Walter Hödl vom Institut für Zoologie der Universität Wien http://univie.ac.at/zoology und sein Forscherteam haben herausgefunden, dass die Froscharten ausschließlich auf den Frequenzbereich reagieren. Andere Töne werden einfach ausgeblendet. Bei allen Tieren, die sich über Laute verständigen, spielt die Erkennung arteigener Signale eine wichtige Rolle.

Störungsfreie Kommunikation

"Da alle Organismen bemüht sind, völlig störungsfrei zu kommunizieren, ist anzunehmen, dass bei allen ein ähnlicher Mechanismus in den von ihnen benutzten Kommunikationskanälen – sei es akustisch, chemisch oder optisch – wirksam ist. Dieser muss so funktionieren, dass im Überlappungsbereich mit ihren ‚kommunikativen Nachbararten‘ Signalanteile einfach ignoriert werden", sagt Tropen- und Evolutionsbiologe Hödl gegenüber pressetext.

Die einmalige Artendichte im peruanischen Regenwald ist für die Forscher optimal, um das Kommunikationssystem der Frösche zu untersuchen. "Bisher haben sich akustische Freilandstudien vorwiegend mit den Sendern beschäftigt. Unser innovativer Ansatz war es, auch die Empfänger mit einzubeziehen", sagt Hödl. In 570 Rückspielversuchen wurde das Antwortverhalten auf arteigene Balzlaute untersucht. Hödls Mitarbeiter Herbert Gasser erläutert: "Die bei Pfeilgiftfröschen verlässlich auslösbare Orientierung und Anwanderung an eine Schallquelle gab uns eindeutige Hinweise auf die Signalwahrnehmung und -erkennung bei den untersuchten Arten."

Keine räumlichen Auftrennungen

Die Pfeif- und Pfeilgiftfroscharten machen in ihrer Fortpflanzungsperiode lautstark auf sich aufmerksam. "Bei der von uns untersuchten Froschgemeinschaft konnten wir weder zeitliche noch räumliche Auftrennungen im Balz-Rufverhalten der einzelnen Arten feststellen", sagt Hödl. Die Arten rufen also gleichzeitig durcheinander und das teilweise auch noch im gleichen Frequenzbereich. Damit kein Chaos entsteht, besitzt jede Froschart ihren artspezifischen, gegenüber Nachbararten klar getrennten akustischen Kanal. Entscheidend für die Erhaltung der Art ist also das Reaktions- und Erkennungsvermögen des artspezifischen Frequenzbereichs und nicht die Gesamtheit des akustischen Signals.