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Gehirnschäden durch Narkose weiter unbewiesen

Gehirnschäden durch Narkose weiter unbewiesen
Analyse von knapp 3.000 Kindern widerlegt eindeutigen Zusammenhang
 
Narkosemittel: kann, muss jedoch keine Folgen haben (Foto: pixelio.de, S. Media)

New York/Berlin (pte025/24.08.2012/13:50) – Kleinkinder, die aufgrund einer Operation unter Narkose gesetzt wurden, weisen ersten Erkenntnissen nach Entwicklungsstörungen auf. Anästhesist Caleb Ing von der Columbia University http://columbia.edu und sein Team untersuchten dazu den Zusammenhang zwischen Lernstörungen und Narkoseerfahrung. Die Mediziner sahen sich 2.868 Kleinkinder an, die zwischen 1989 und 1992 geboren wurden. 321 haben in den ersten drei Lebensjahren eine Operation hinter sich gebracht und wurden hierfür unter Narkose gesetzt.

Keine motorischen Folgen

Die Forscher stellten fest, dass Kinder mit Narkoseerfahrung zu 87 Defizite in ihrer Sprachentwicklung aufwiesen. 70 Prozent zeigten Wahrnehmungsstörungen. "Wir fanden heraus, dass nicht alle Teile des Gehirns gleichmäßig betroffen sind: Die Sprache und das abstrakte Denken waren mehr betroffen von einer früheren Anästhesie. Die motorischen Fähigkeiten der Kinder waren nicht gestört", sagt Ing.

"Derzeit besteht kein Grund zur Panik", sagt Jochen Strauß, Chefarzt für Anästhesie in der Helios-Klinik für Anästhesie, perioperative Medizin und Schmerztherapie in Berlin http://helios-kliniken.de sowie Sprecher des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Kinderanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin http://dgai.de , gegenüber pressetext.

Im Tierexperiment mit jungen Ratten könne man zwar eine Hirnschädigung durch Narkosemittel feststellen. Der Verzicht auf eine Schmerztherapie würde andererseits schwere physische und emotionale Folgen haben. Strauß empfiehlt in den ersten drei Lebensjahren keine verschiebbaren Operationen durchführen zu lassen.

OPs so lange wie möglich verschieben

Auch Anästhesist Ing empfiehlt den betroffenen Eltern auf eine Operation bei Babys zu verzichten – so lange das möglich ist. Zwar zeigen Kinder, die mehr als zwei Narkosen im Kleinkindalter hatten, Verhaltensstörungen und Lerndefizite auf, die Forscher konnten aber nicht abschließend beurteilen, ob es da einen Kausalzusammenhang gibt.

"Der Finger steht auf ‚Hab-Acht’", sagt Strauß. Aber: "Es gibt kaum Hinweise, dass eine kompetent durchgeführte, klinisch gut überwachte Anästhesie mit modernen, kurz wirksamen Anästhetika negative Auswirkungen wie kognitive Entwicklungsstörungen oder Lernbehinderungen mit sich bringt", so der Mediziner. Laut den US-Forschern ist die aktuelle Studienlage am Menschen noch nicht aussagekräftig genug, um einen klaren Zusammenhang zwischen Anästhesie und Gehirnschäden zu konstatieren.

Ölfarben

Die Ölmalerei gilt bis heute als die Königsdisziplin aller Maltechniken. Sie entstand nach und nach im 15. Jahrhundert und löste die bis dahin gebräuchlichen Temperafarben auf der Basis von Eigelb ab. Sicher haben Sie schon einmal berühmte Ölbilder der Künstler van Eyck, Vinci oder Rembrandt gesehen.

Ein entscheidendes Merkmal der Ölbilder ist die reliefartig aufgepinselte oder gar gespachtelte Farbe. Dadurch bekommen die Bilder eine gewisse räumliche Tiefe.

Um es vorweg zu nehmen. Die eigene Herstellung von Ölfarben ist eine Kunst für sich und bedarf einiges an Übung. Hat man aber erst mal Dreh raus, will man nicht mehr auf fertige Produkte zurück greifen.

Das Rezept:

Geben Sie zunächst auf einen Teller oder besser in einen Mörser

20 g Pigmentpulver und Portionsweise ungefähr 10 ml Leinöl.

Verrühren Sie das ganze sorgfältig mit einem Löffel oder Stößel bis eine cremige
Masse entstanden ist. Der Fachmann spricht dabei vom „Anreiben“. Die Ölmenge kann übrigens stark variieren, da der „Ölbedarf“ je nach Pigment unterschiedlich ist. Das Leinöl ist ein sogenanntes „trocknendes Öl“, das durch Oxidation mit der Luft trocknet. Sie können übrigens auch sog. Leinölfirnis verwenden, das mit geringen Mengen Schwermetallverbindungen (Sikkative) versehen ist und die Oxidation und damit den Trocknungsvorgang beschleunigt. Wegen gesundheitlicher Bedenken rate ich aber davon ab.

Grundsätzlich haben Sie bereits jetzt eine brauchbare Ölfarbe. Diese lässt sich aber noch veredeln, indem Sie ca. 5 g Kreidepulver als Füllstoff unterrühren. Da Kreide nicht öllöslich ist, lässt sich damit die Ölfarbe geschickt strecken ohne das dabei die Farbe beeinträchtigt wird

Zum Schluss können Sie noch etwa 1 g Bentonit als Stellmittel hinzu geben. Dieses stark
quellende Ton-Mineral sorgt dafür, dass sich die Farbe leicht vom Pinsel löst, aber einen guten Stand hat, d.h. sie sackt nicht vom Bild ab.

Unsere Ölfarbe lässt sich am besten in kleinen Schraubgläsern lagern. Aber keine Angst, selbst an der Luft trocknen Ihre Ölbilder je nach Farbschicht erst nach 10 Tagen oder sogar mehreren Monaten.

So, jetzt können Sie einmal ganz genüsslich „dick auftragen“ …

Text & Rezept von Horst Minge

Touchscreens funktionieren nun auch feucht

Touchscreens funktionieren nun auch feucht
Freescale stellt Xtrinsic Touch-Sensing Software 3.0 vor
 
Touch-Mikrocontroller: nach Software-Udate Wasser-kompatibel (Foto: Freescale)

Bangalore (pte022/24.08.2012/13:30) – Der Halbleiterhersteller Freescale http://www.freescale.com hat heute, Freitag, die neueste Version seiner Xtrinsic Touch-Sensing Software (TSS) vorgestellt. Diese erweitert die Möglichkeiten entsprechender Mikrocontroller und verspricht so Verbesserungen für kapazitive Touchscreens – unter anderem ein korrektes Funktionieren auch dann, wenn sie mit Wasser benetzt sind. Die TSS 3.0 ist dabei insbesondere für Touch-Interfaces gedacht, die klassische Knöpfe oder Regler ersetzen, ob nun im medizinischen Bereich, in der Industrie, bei Auto-Infotainment-Systemen oder auch in Consumer-Electronics-Produkten.

Höchste Genauigkeit

Nutzer von Smartphones mit kapazitivem Touchscreen, beispielsweise des iPhones, kennen das Problem, dass Wassertropfen auf dem Display die Touch-Bedienung behindern können. Das liegt daran, dass Wasser wie die Haut Strom leitet, was die kapazitiven Sensoren verwirren kann. Für große Smartphone-Touchscreens löst Freescales neue Software dieses Problem zwar vorerst nicht, aber für einfachere Touch-Interfaces. Die TSS 3.0 ist laut Hersteller immun gegen die Effekte von Wassertropfen und kann Touch-Bedienung auch dann korrekt erfassen, wenn die nötigen Elektroden komplett benetzt sind.

Außerdem umfasst das Update einen Touch-Erkennung-Algorithmus, um die Zahl der Fehleingaben bei vorhandenen elektrischen Störsignalen zu minimieren. Für den weiteren Jahresverlauf ist zudem eine Rauscherkennung angekündigt. Als umfassende Lösung inklusive passender Entwicklertools verspricht die TSS 3.0 die Möglichkeit, Touch-Anwendungen binnen kürzester Zeit umzusetzen "Eine kosteneffiziente Integration erlaubt Kunden TSS 3.0 zu nutzen, um ihre Designs mit Mensch-Machine-Interfaces der nächsten Generation zu bereichern, ohne die Systemkosten zu steigern", so Geoff Lees, VP und General Manager Freescale Industrial & Multi-Market MCU Business.

Japanische Forscher entdecken 15 neue Planeten

Japanische Forscher entdecken 15 neue Planeten

Merkmale der Himmelskörper ähneln denen unseres Sonnensystems

Kepler-Weltraumteleskop: Suche nach erdähnlichen Planeten (Foto: nasa.gov)
Kepler-Weltraumteleskop: Suche nach erdähnlichen Planeten (Foto: nasa.gov)

Tokio (pte015/12.03.2018/13:52) –

Forscher des Tokyo Institute of Technology’s Department of Earth and Planetary Sciences http://educ.titech.ac.jp haben 15 neue Planeten entdeckt. Unter diesen "Roten Zwergen" befindet
sich eine sogenannte "Supererde", auf der Vorkommen von flüssigem Wasser
vermutet werden. Die Erkenntnisse entstammen Daten der zweiten Mission
des Kepler-Weltraumteleskops und Beobachtungen von bodengestützten
Teleskopen auf Hawaii und Teneriffa.

Wasser und nicht zu heiß

"Auch für uns ist die Erforschung weiterer Exoplaneten
sehr interessant. Es handelt sich ein Stück weit um Grundlagenforschung,
um herauszufinden, wie unser Sonnensystem funktioniert", verdeutlicht
Philipp Eigmüller, Experte vom Institut für Planetenforschung am
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt http://dlr.de , gegenüber pressetext.

Laut dem Forscher-Team unter der Leitung von Teruyuki
Hirano ist der hellste nun gefundene Rote Zwerg, K2-155, rund 200
Lichtjahre von der Erde entfernt. Dieser wiederum wird von drei
Supererden umkreist. Die äußerste dieser Supererden, K2-155d, könnte
sich nahe genug seines Wirtssternes befinden, was darauf schließen
lässt, dass die vorzufindenden Temperaturen nicht zu heiß und nicht zu
kalt für Wasservorkommen sind, er also bewohnbar wäre. K2-155d
übersteigt in seiner Größe die Erde um das 1,6-Fache.

Rote Zwerge zeichnen sich durch ihre geringe Größe und
eine Oberflächentemperatur von unter 3.700 Grad Celsius aus. Sie sind
für die Forschung von großem Interesse, da sie Aufschluss über die
Entwicklung von Planetensystemen geben. Es handelt sich um Exoplaneten,
die sich außerhalb des gravitativen Einflusses der Sonne, jedoch
innerhalb des Einflusses eines anderen Sterns befinden. Sie leuchten so
lichtschwach, dass kein einziger von ihnen mit bloßem Auge von der Erde
aus zu sehen ist. Etwa drei Viertel aller Sterne gehören zu dieser
Sternklasse.

Weitere Studien notwendig

"In unseren Simulationen sind wir davon ausgegangen,
dass die Atmosphäre und die Zusammensetzung der Planeten erdähnlich
sind. Es gibt jedoch keine Garantie, dass dies auch so ist", gibt sich
Hirano zurückhaltend. Um verlässliche Aussagen über den Radius und
vorherrschende Temperaturen zu machen, seien weitere Studien nötig.
Ohnehin sind die Roten Zwerge Hirano nach bislang noch nicht ausgiebig
genug erforscht worden und würden "spannende Erkenntnisse in der
Forschung über Exoplaneten" beherbergen.

Die Forscher vermuten, dass Planeten, die Rote Zwerge
umkreisen, auffällig ähnliche Charakteristika wie Planeten unseres
Sonnensystems aufweisen. Die Experten heben hervor, dass sich große
Planeten vor allem um Sterne mit hohem Metallgehalt drehen. "Wir konnten
nachweisen, dass dies auch bei den entdeckten Roten Zwergen der Fall
ist", gibt Hirano bekannt. Gleichzeitig gibt er sich optimistisch. Im
April dieses Jahres soll der NASA-Satellit TESS in den Weltraum
befördert werden. "Dies wird die Nachbeobachtung von Exoplaneten
erheblich erleichtern, einschließlich der Untersuchung von Atmosphären
und der Bestimmung der genauen Umlaufbahn", erläutert Hirano. Und auch
Eigmüller heißt den Start des Satelliten willkommen: "Wir freuen uns
darauf, TESS wird sehr aufschlussreiche Daten liefern."

Noch eine Möglichkeit, mit Sonne umweltfreundlich Wasserstoff zu produzieren

pte20181203001 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Neuer Katalysator erzeugt billigen Wasserstoff

Kobalt und Nickeloxid sowie nur ein paar Teilchen Gold lassen Effizienz massiv ansteigen

(pte001/03.12.2018/06:00) – Wenn es nach Anthony O’Mullane von der Queensland University of Technology http://qut.edu.au geht, wird Australien zum Exporteur von Wasserstoff. Eine wichtige
Voraussetzung für dieses Ziel, das auch von der Regierung des Landes
verfolgt wird, liefert die Natur: Sonne und Wind, die in elektrische
Energie umgewandelt werden können. Gemeinsam mit seinem Doktoranden hat
O’Mullane einen Katalysator entwickelt, der mit weitgehend preiswerten
Rohstoffen funktioniert.

Ganz ohne Gold geht es nicht

"Die elektrochemische Spaltung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff
benötigt Katalysatoren, die teure Materialien enthalten wie Iridiumoxid,
Rutheniumoxid und Palladium", so O’Mullane. Sein neuer Katalysator
enthält Kobalt und Nickeloxid. Dazu kommen ein paar Teilchen Gold, die
kaum etwas kosten, weil sie nur in Spuren untergemischt werden.

Ein Problem mussten die Forscher lösen. Der Katalysator war anfangs
instabil. Er hielt nicht lange durch, so dass die Kosten trotz der
relativ günstigen Basismaterialien zu hoch zu werden drohten. Vor allem
dort, wo der frisch produzierte Sauerstoff angreifen konnte, gab es
Probleme, die die beiden lösen konnten, ohne zu verraten, wie es ihnen
gelang. Diese Lösung interessiert laut O’Mullane die Industrie, weil sie
einfach und kostengünstig sei.

Lagerung in Drucktanks oder flüssig

"Wasserstoff bietet die Möglichkeit, Überschussstrom in großen Mengen zu
speichern", weiß O’Mullane. Die Speicherung sei kein Problem. Infrage
kommen Hochdruckbehälter oder drucklose Tanks, in denen das bei minus
253 Grad Celsius flüssig werdende Gas gelagert wird. Beide Verfahren
sind allerdings energieintensiv, machen aber einen Transport auch über
große Entfernungen möglich.

Der Wasserstoff könnte in stationären oder mobilen Brennstoffzellen in
Strom zurückverwandelt werden. Die Technik sei ausgereift, sodass sie in
Autos und zur Einspeisung von Strom ins Netz eingesetzt werden könnte,
wenn die normalen Stromlieferanten den Bedarf nicht decken könnten. "Das
Einzige, was dabei emittiert wird, ist Wasser", fasst O’Mullane
zusammen.

Hirn-Scan sagt Behandlungserfolg bei Depressionen vorher

Schwere Depression

Hirn-Scan sagt Behandlungserfolg vorher

Berlin – Eine nuklearmedizinische Untersuchung könnte Psychiatern künftig helfen, die richtige Entscheidung zur Behandlung einer schweren Depression zu treffen. Ob Medikamente oder eine Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie) besser wirken, konnten US-Mediziner an der Aktivität in einer bestimmten Hirnregion vorhersagen. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler kürzlich in der Fachzeitschrift „JAMA Psych iatry“ veröffentlicht. Die Untersuchung könnte nach Ansicht des Berufsverbands Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN) die Behandlung von Menschen mit Depressionen verbessern und das Verständnis der Erkrankung verändern.

Medikamente und Psychotherapie sind bei der Depression häufig konkurrierende Behandlungsmethoden. Beide Therapien führen auf Anhieb nur bei etwa 40 Prozent der Patienten zum Erfolg, und manchmal vergehen mehrere Monate, bis der Psychiater ein wirksames Mittel gefunden hat. „In den vergangenen Jahren wurden daher Anstrengungen unternommen, um anhand von Symptomen, Labortests oder der Bestimmung der Hirnströme den Therapieerfolg vorherzusagen“, berichtet Professor Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des BDN. „Doch ein geeigneter Biomarker wurde b isher nicht gefunden.“

Mediziner der Emory Universität in Atlanta/Georgia scheinen jetzt mit einer nuklearmedizinischen Untersuchung mehr Erfolg gehabt zu haben. Die Forscher nutzen die Möglichkeiten der Positronen-Emissions-Tomografie (PET), die den Glukoseverbrauch und damit die Aktivität in den einzelnen Hirnregionen misst. Den Patienten werden dabei schwach radioaktiv markierte Zuckermoleküle in die Vene gespritzt, deren Verteilung im Gehirn ein PET-Scanner erfasst. Die Untersuchung ist gefahrlos, die Strahlenbelastung in etwa so hoch wie bei einer Röntgenuntersuchung. Das radioaktive Kontrastmittel scheidet der Körper nach wenigen Stunden mit dem Urin und dem Stuhl wieder aus.

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Das US-Forscherteam um Helen Mayberg hatte nun die Idee, bei den Aufnahmen auf die Aktivität in der sogenannten Inselrinde oder Insellappen zu achten – einer Hirnregion, die über dem Ohr liegt. „Die Insula gehört zu den Schaltstellen des Gehirns, die das Gefühlsleben beeinflussen, und der vordere Abschnitt wurde schon länger mit der schweren Depression in Verbindung gebracht“, erläutert Detlef Moka. Ergebnis der US-Studie: Ein verminderter Glukoseverbrauch in der Insula im Vergleich zum restlichen Großhirn ist mit guten Behandlungschancen einer kognitiven Verhaltenstherapie verbunden. Patienten mit einem gesteigerten Glukoseverbrauch in der Insula sprechen dagegen eher auf eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva an.

Die Studie, die kürzlich in „JAMA Psychiatry“ veröffentlich wurde, war mit 67 Teilnehmern relativ klein. Sollten sich die Ergebnisse aber in weiteren Studien bestätigen, wären sie von großer Bedeutung nicht nur für die Therapie, sondern auch für das Verständnis der Depression. „Depressionen sind in Deutschland fast zu einer Volkskrankheit geworden. Die Verzögerungen, die sich aus der langwierigen Suche nach einer effektiven Therapie ergeben können, sind sehr belastend für die Betroffenen und zudem ein Kostenfaktor“, sagt Detlef Moka.

Die gegensätzliche Aktivierung der Insula könnte nach Ansicht des Experten auch darauf hinweisen, dass es zwei Varianten der schweren Depression gibt, die unterschiedlich behandelt werden müssen und denen möglicherweise auch verschiedene Ursachen zugrunde liegen. „Die PET-Technik könnte helfen, die Grundlagen der Erkrankung besser auszuleuchten“, so BDN-Vorsitzender Detlef Moka.

Nur gesund war gestern

Erstmals einheitliche Handlungsempfehlungen zur Kita- und Schulverpflegung
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(aid) – Etwa zwei Millionen Kinder unter sieben Jahre nehmen in Deutschland ihr Mittagessen im Rahmen von Gemeinschaftsverpflegung ein. Nimmt man alle Kinder und Jugendlichen zusammen, sind es bereits etwa vier Millionen. Eine Zahl, die nicht nur beeindruckt, sondern auch nach Handlungsbedarf förmlich schreit. Wer ein Kind in der Mittagsverpflegung hat, kann da nur zustimmen.   

Es ist aber schon Einiges geschehen. Zum Beispiel gibt es in jedem Bundesland eine "Vernetzungsstelle Schulverpflegung", die in den jeweiligen Ländern daran arbeitet, Schulen und Kindertagesstätten sowie deren Träger zu allen Belangen der Verpflegung und Ernährungsbildung zu informieren, zu beraten und fortzubilden. "Trotz der Heterogenität auf Länderebene hinsichtlich der Projektträger und verantwortlichen Ministerien ist es den Vernetzungsstellen gelungen, ein professionelles und fachlich unabhängiges Beratungsnetzwerk aufzubauen", berichtete die Sprecherin der Vernetzungsstellen Sabine Schulz-Greve auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart. Und stolz verkündete sie ebenso die Veröffentlichung von einheitlichen Handlungsempfehlungen zur Kita- und Schulverpflegung. Stolz darf Schulz-Greve auch sein, denn wer im Bildungsbereich tätig ist, weiß, wie schwer es ist, einen Konsens aller Bundesländer zu erreichen – dem Föderalismus sei hier nur marginal gedankt.   

Zunächst ging es beim Thema Schulverpflegung in den vergangenen Jahren darum, die kinder- und jugendgemäße Zusammenstellung des Speisenangebotes zu verbessern und Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu etablieren. Das ist oft mühsam, da die unterschiedlichsten Entscheidungsträger überzeugt werden müssen. Daher empfiehlt das Sprechergremium der Vernetzungsstellen dringend, die Standards in gesetzlichen Regelungen und/oder Verträgen mit den Trägern in den Bundesländern zu verankern.  

Der nächste Schritt ist aber vorgezeichnet. "Für eine erfolgreiche Verpflegung in Kitas und Schulen reicht ein gesundes Essensangebot alleine nicht aus – auch das Ambiente und die thematische Einbindung in den Unterricht müssen stimmen", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth ebenfalls auf der didacta. Tatsächlich haben zwar die Bundesländer die Kultushoheit, doch der Bund nimmt seine Verantwortung wahr und unterstützt mit den Vernetzungsstellen die Bundesländer und Kommunen bei der Förderung gesundheitsförderlicher Verpflegungsangebote in Kitas und Schulen.   

Staatssekretärin Flachsbarth ist sich ihrer Verantwortung auch bewusst: "Lebensmittel sind keine Konsummittel, sondern Mittel zum Leben." Daher sei es auch extrem wichtig, die gemeinsamen Mahlzeiten als Lehr- und Lernangebot zu begreifen. Genau daran arbeiten die Vernetzungsstellen. "Speiseräume und Cafeterien müssen als kommunikative Räume gestaltet werden, in denen junge Gäste essen, trinken, kommunizieren und sich entspannen können", so Schulz-Greve. Und die Handlungsempfehlungen machen es noch deutlicher: Kita- und Schulverpflegung muss curricular angebunden werden an Maßnahmen der Ernährungs- und Verbraucherbildung. Schulz-Greve: "Zu diesem Ziel braucht es marktneutrale Unterrichtsmaterialien, wie vom aid infodienst." Ernährung müsse als Kulturtechnik begriffen werden, die wie Lesen, Rechnen und Schreiben erlernt werden müsse.   

Das "gesunde Essen" ist also das Eine und das "Wohlfühlen" und der "Kompetenzerwerb" in Sachen Essen soll kommen. Es bleibt zu wünschen, dass dazu alle Beteiligten an einem Strang ziehen und das Wohl unserer Kinder im Mittelpunkt stehen wird, ganz im Sinne eines ausgewogenen Generationenvertrags.
Harald Seitz,

Neuentdeckung am Meeresgrund

Bremerhaven, 19. Juni 2014. Seit heute
erscheinen auf den Seekarten des Südatlantiks und des Weddellmeers die
Namen zweier zuvor unbekannter Unterwasserberge: „Madiba Seamount“ und
„Nachtigaller Shoal“. Bei der Namenswahl folgte das Sub-Committee on
Undersea Feature Names (SCUFN) auf seiner diesjährigen Tagung in Monaco
den Vorschlägen von zwei Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts,
Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Diese hatten die Berge
vergangenes Jahr auf Polarstern-Expeditionen in die Antarktis entdeckt.
Mit der Benennung ist nun ein weiteres Stück des Meeresbodens offiziell
erschlossen worden.

„Bis heute sind weniger als zehn Prozent der
Unterwasserlandschaften unserer Meere erkundet und mit einem Namen
versehen worden. Wenn man abseits der normalen Seerouten fährt, kann man
deshalb durchaus noch Neuentdeckungen machen“, sagt Jan Erik Arndt vom
Alfred-Wegener-Institut.

Während einer Expedition in den
südlichen Indischen Ozean hatte der Bathymetriker vergangenen November
das Glück, einen bisher unbekannten Unterwasserberg zu entdecken. Auf
seinem Weg von Kapstadt in das Südpolarmeer passierte der
AWI-Forschungseisbrecher Polarstern die Spitze eines Unterwasserberges.
„Hätte das Fächerecholot nur den Rand des Berges gestreift, wäre er
unter Umständen unentdeckt geblieben“, erzählt Jan Erik Arndt. Dabei
hebt sich der Gipfel 1920 Meter über den Meeresboden und ist in seiner
Höhe somit vergleichbar mit Bergen der Alpen – allerdings liegt sein
höchster Punkt auch knapp 3500 Meter unter dem Meeresspiegel.

Um
einen geeigneten Namen für den Unterwasserberg zu finden, stellte Jan
Erik Arndt eine Box auf der Polarstern auf. Jeder Expeditionsteilnehmer
konnte so anonym seinen Namensvorschlag einreichen. „Nelson Mandela ist
in dem Zeitraum unserer Expedition verstorben und als sein Clan- und
Spitzname, Madiba, als Vorschlag einging, waren wir uns schnell einig,
ihn mit dieser Neuentdeckung zu ehren. Schließlich startete und endete
unsere Expedition auch in Südafrika“, erklärt der
Bathymetriker.

Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte
Boris Dorschel, Leiter der Bathymetrie am Alfred-Wegener-Institut, auf
einer Polarstern-Expedition in das antarktische Weddellmeer einen bis
dahin unbekannten Unterwasserberg erkundet, der bis dicht unter die
Meeresoberfläche reichte. „An seiner flachsten Stelle lag der Berg nur
16 Meter unter dem Meeresspiegel und damit knapp fünf Meter unter dem
Kiel der Polarstern. Wäre die Erhebung in einer Seekarte eingezeichnet
gewesen, hätten wir diese Untiefe gemieden“, sagt Boris Dorschel. Umso
wichtiger war es, die Neuentdeckung zu kartieren und zu
benennen.

„Auf Grund der Eisbedeckung mussten wir während der
Erkundung immer wieder den Kurs ändern. Dadurch ist eine Aufzeichnung
entstanden, die mich an die Romanfigur Prof. Dr. Abdul Nachtigaller aus
den 13½ Leben des Käpt’n Blaubär erinnert hat“, erzählt Boris Dorschel.
Sehr schnell setzte sich deshalb der Arbeitstitel „Nachtigaller Hill“
durch. „Der Name erschien uns als sehr passend, da Prof. Dr.
Nachtigaller sein Leben der Erforschung ungeklärter Mysterien widmet und
dafür in die entlegensten Gebiete auf unserer Erde reist – vor allem an
dunkle und lebensfeindliche Orte“, erklärte Boris Dorschel mit einem
Augenzwinkern und reichte seinen Namensvorschlag ein.

Davor
hatte er „Käpt’n Blaubär“-Autor Walter Moers allerdings kontaktiert.
„Ich wollte sichergehen, dass er nichts dagegen hat, dass wir einen
Seeberg in der Antarktis nach einer seiner Romanfiguren benennen
wollen“, sagt der Bathymetriker. Zunächst hielt der Autor die Anfrage
für einen Scherz. Von der Ernsthaftigkeit des Vorschlags überzeugt,
gefiel dem Autor die Idee dann aber immer besser und er stimmte ihr zu.
„Ich hatte ja keine Ahnung, dass heutzutage noch ganze Berge unentdeckt
sein können. Dass die Entdeckung im Dunkel antarktischer Gewässer
stattgefunden hat, dürfte Nachtigaller, den zamonischen Pionier der
Dunkelheitsforschung, besonders freuen“, sagt Walter Moers.

Beide
Namensvorschläge, „Madiba Seamount“ und „Nachtigaller Hill“, legten die
AWI-Wissenschaftler dem internationalen SCUFN-Komitee (Sub-Committee on
Undersea Feature Names) zur Abstimmung vor. Das Komitee tagt einmal
jährlich, um neuentdeckte geografische Strukturen am Meeresboden
offiziell zu benennen. Vom 16. bis zum 20. Juni diskutieren die
Mitglieder dieses Jahr in Monaco über 102 vorgeschlagene Namen.
Besonderes Augenmerk legen die Mitglieder darauf, ob die
Namensvorschläge angebracht sind und die Unterwasserstrukturen
tatsächlich noch unbekannt und unbenannt sind. Auf diese Weise reduziert
SCUFN möglichen Wildwuchs bei der Benennung von Strukturen am
Meeresboden.

„In der Vergangenheit ist es häufiger vorgekommen,
dass zwei Unterwasserberge denselben Namen tragen, oder dass ein
Tiefseegraben zwei verschiedene Bezeichnungen hat. Vor allem in
wissenschaftlichen Publikationen kann es verwirren, wenn zwei Studien
über dieselbe Struktur sprechen, dies aber aufgrund der
unterschiedlichen Benennungen nicht sofort klar wird“, erklärt Prof. Dr.
Hans Werner Schenke, Geowissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut und
SCUFN-Vorsitzender.

Schnell entschied sich das Komitee heute
Vormittag für den Namensvorschlag Madiba Seamount und begrüßte dabei vor
allem, dass mit der Wahl des Clannamen nicht nur Nelson Mandela selbst,
sondern auch der Stamm geehrt wird. Für Diskussionen dagegen sorgte die
terminologische Einordnung des Nachtigaller Hill als „Hill“. „Da dieser
Unterwasserberg dicht unter der Meeresoberfläche liegt, haben wir uns
entschieden, ihn als ‚Shoal’ einzuordnen. Also als eine Untiefe, die
eine Gefahr für den Schiffsverkehr darstellt“, erklärt Prof. Dr. Hans
Werner Schenke.

Damit reihen sich beide Unterwasserberge,
„Madiba Seamount“ und „Nachtigaller Shoal“, in eine Liste von
geografischen Bezeichnungen ein, die Wissenschaftler des
Alfred-Wegener-Instituts auf ihren Forschungsreisen bereits geprägt
haben, wie das „Polarstern-Plateau“ und den
„Alfred-Wegener-Canyon“.

Glossar:

Bathymetrie: In
der Bathymetrie vermessen Wissenschaftler die topografische Gestalt des
Meeresbodens. Mit der Hilfe ihrer gewonnen Daten können beispielsweise
Tiefenprofile für Seekarten erstellt werden.

Seamount: Als
„Seamount“ bezeichnet man eine eindeutige Erhebung, die sich mehr als
1000 Meter von dem umliegenden Relief abhebt. Dabei sollte sie in alle
Richtungen ungefähr dieselben Maße und Dimensionen haben.

Hill:
Als „Hill“ bezeichnet man eine eindeutige Erhebung, die sich weniger als
1000 Meter von dem umliegenden Relief abhebt. Dabei fällt die Form in
der Regel unregelmäßig aus.

Shoal: „Shoal“ bedeutet auf Englisch
eine Untiefe. Spricht man bei einem Unterwasserberg von einem „Shoal“,
dann bezeichnet man damit eine oberflächennahe Erhebung, die eine Gefahr
für den Schiffsverkehr darstellen kann.

Treibhausgase erwärmen die Ozeane

Industrie setzt zu viel Kohlendioxid frei

Washington (pte, 18. Feb 2005 12:01) – Wissenschaftler haben konkrete
Beweise dafür, dass die Erwärmung der Ozeane mit der industriellen
Freisetzung von Kohlendioxid zusammenhängt. Die Weltmeere haben sich in
den vergangenen 40 Jahren kontinuierlich erwärmt. Forscher aus den USA
haben Prognosen von Klimamodellen mit der Erwärmung der Ozeane
verglichen und dabei festgestellt, dass der Mensch die größte Schuld an
der Erwärmung trägt, berichtet BBC http://news.bbc.co.uk.

Dem Urteil der Forscher nach wird die Erwärmung in den kommenden
Jahrzehnten einen dramatischen Einfluss auf die regionale Wasserzufuhr
nehmen. Die Details der Studie wurden beim jährlichen Treffen der
American Association for the Advancement of Science (AAAS)
http://www.aaas.org bekannt gegeben. Die Wissenschaftler hatten auf dem
Computer verschiedene Szenarios inszeniert, um die Beobachtung der
Ozeane zu erklären. Dabei wurden auch klimatische Schwankungen,
Sonnenwärmeeinstrahlung und vulkanische Emission in Betracht gezogen,
aber die Einflüsse waren zu klein. Als Ausschlag gebend konnte nur die
Treibhauserwärmung ausgemacht werden. „Wenn man diese Daten mit den
Ergebnissen früherer Studien vergleicht, kann nicht länger bestritten
werden, dass es eine globale Erwärmung gibt“, so Tim Barnett von der
Scripps Institution of Oceanography. Das Modell, das zu 95 Prozent mit
der Wirklichkeit übereinstimmt, reproduzierte die beobachteten
Temperaturveränderungen der Ozeane. Die Forscher sind sich sicher, dass
die Menschen an der globalen Erwärmung schuld sind.

In den nächsten Jahrzehnten wird der Klimawandel einen dramatischen
Einfluss auf die regionalen Wasserzufuhren nehmen, so das Forscherteam.
Der Westen der USA hat jetzt schon mit Wasserknappheit zu kämpfen und
in den nächsten 20 Jahren werde sich diese Region in einer ernsthaften
Wasserkrise befinden. Auch in den südamerikanischen Anden und in
Westchina haben die Menschen im Sommer Wasserprobleme – die Gletscher
schmelzen zu früh. Barnett: „Wenn die Menschen das Schmelzwasser im
Frühling nicht auffangen können, so wird das Wasser im Sommer knapp.“
Die Forscher fordern Politiker auf, endlich etwas gegen das globale
Desaster zu tun. „Hoffentlich können wir die USA in diese Richtung
lenken“, so Barnett.

Atomtests stören Satelliten-Navigation

Atomtests stören Satelliten-Navigation
GPS-Empfänger können Nuklearexplosionen lokalisieren
 
Nuklear-Gefahr: GPS-System leidet (Foto: pixelio.de, Bernd Wachtmeister)

Wien (pte004/10.12.2012/06:15) – Atomtests verursachen Störungen in der Ionosphäre, die das Signal von GPS-Satelliten stören, wie Forscher der Ohio State University http://www.osu.edu herausgefunden haben. Das gilt selbst dann, wenn die Tests unterirdisch durchgeführt werden, berichtet ExtremeTech. Ein Teil der enormen Energiemenge, die bei der Detonation einer Atombombe freigesetzt wird, erreicht die Ionosphäre – jenen Schicht der Atmosphäre, die in ungefähr 80 Kilometern Höhe beginnt – in Form von Schallwellen und elektromagnetischer Strahlung. Das führt zu Störungen, die sich wellenförmig ausbreiten und das schwache Signal der Navigations-Satelliten stören.

Schlechtere Signalqualität

GPS-Satelliten bewegen sich üblicherweise in einem Orbit in ungefähr 20.000 Kilometer Höhe. Durch die geringe Sendeleistung kann das Signal auf dem Weg durch die Ionosphäre leicht durch Turbulenzen gestört werden. Das kann für Navigationsgeräte und Handys zu schlechteren Verbindungen oder gar zu Ausfällen führen. Die Forscher aus Ohio haben festgestellt, dass sie durch Analysen von Anhäufungen von Störungen in historischen GPS-Daten vergangene Atomexplosionen wie die US-Nukleartests der 1990er-Jahre oder Nordkoreas Versuche aus der Dekade darauf genau lokalisieren können.

Dieselbe Technik funktioniert auch mit Teleskopen. Weltweit müssen Observatorien die atmosphärische Turbulenzen aus ihren Bildern herausrechnen, um einen klaren Blick auf das Weltall zu gewährleisten. Die Verzerrungen der Ionosphäre durch atomare Explosionen machen sich auch hier bemerkbar, da sie von den natürlichen Störungen unterscheidbar sind. Als neue Standardmethode zum Aufspüren von Nukleartests eignen sich die beiden Methoden aber nicht. Seismometer, Strahlungsmessungen und militärische Satelliten mit speziellen Sensoren sind schneller und ermöglichen eine genauere Lokalisierung.

Einzelner Ausfall kein Indiz

Vom Ausfall des Navigationsdienstes für Mobiltelefone auf einen Atomtest im näheren Umfeld zu schließen, wäre allerdings übertrieben. Die Ursachen für einen Abbruch der Verbindung oder ein schwaches Signal können vielfältig sein. Nur wenn sich die Ausfälle in einem bestimmten Gebiet häufen, kann in bestimmten Fällen auf eine Nuklearexplosion geschlossen werden. Ein Video, das die weltweit zwischen 1945 und 1998 detonierten Atombomben im Zeitraffer zeigt, gibt es hier: