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Cannabis als Rheuma-Mittel

Jahrestagung der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. und der Deutschen Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) e. V. vom 14. bis 17. Oktober 2015 in Mannheim

Cannabis als Rheuma-Mittel: Experten fordern mehr Studien und warnen
zugleich vor Selbstmedikation
Mannheim, 14. Oktober 2015 – In Deutschland sind 1,5 Millionen Erwachsene von entzündlichrheumatischen
Erkrankungen betroffen. Viele von ihnen leiden unter anhaltenden Schmerzen.
Obwohl über den therapeutischen Nutzen von Cannabisprodukten derzeit intensiv diskutiert
wird, fehlen für die Behandlung chronischer Schmerzen bei Rheuma-Erkrankungen mit
künstlich hergestellten Cannabisprodukten jedoch bislang aussagekräftige Studien. Welche
Potentiale Cannabis als Heilmittel hat und aus welchem Grund vor allen Formen der
Selbstmedikation zu warnen ist, diskutieren Schmerzexperten auf der heutigen Pressekonferenz
zum Deutschen Schmerzkongress in Mannheim.
Cannabis sativa, so der lateinische Name der Hanfpflanze, ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt.
Lange schon gibt es Anzeichen für ihre medizinische Wirksamkeit, um Schmerzen zu lindern und
Entzündungen zu hemmen. Dass Cannabisprodukte bei einigen Erkrankungen einen positiven Effekt
haben, konnten in den vergangenen Jahren auch zahlreiche klinische Studien zeigen. Privatdozent Dr.
med. Winfried Häuser, Klinik Innere Medizin I des Klinikums Saarbrücken, berichtet: „Bei
Tumorpatienten können Cannabinoide während der Chemotherapie den Appetit anregen und zugleich
Übelkeit und Erbrechen eindämmen. Sie können auch helfen, schmerzhafte Muskelverspannungen bei
Patienten mit Multipler Sklerose zu unterdrücken.“ Einige Patienten mit chronischen Schmerzen
berichteten zudem über gute Erfahrungen mit hanfbasierten Substanzen, ergänzt der Experte aus
Saarbrücken. Aufgrund seiner Rauschwirkung fällt das „Naturprodukt“ Hanf in Deutschland jedoch
unter das Betäubungsmittelgesetzt (BTM), und der in ihm vorkommende Wirkstoff
Tetrahydrocannabinol (THC) wird als ein nicht verkehrsfähiger Stoff klassifiziert. Der Verkauf und
Handel von/mit THC sind also verboten, der Konsum ist es nicht. In Deutschland ist nur ein einziges
künstlich hergestelltes Cannabis-Medikament, das als Mundspray verabreichte Sativex, bei einer
medizinischen Indikation zugelassen, nämlich den schmerzhaften Muskelverspannungen bei Multipler
Sklerose. Zwei weitere Präparate, Dronabinol und Nabilon, sind in Deutschland nicht zugelassen,
können jedoch auf einem Betäubungsmittelrezept durch den Arzt verschrieben werden. Die
gesetzlichen und privaten Krankenkassen weigern sich in den meisten Fällen, die Kosten zu
übernehmen.
Um herauszubekommen, bei welchen rheumatischen Erkrankungen, die mit chronischen Schmerzen
einhergehen, Cannabisprodukte wirken und ob sie verträglich und sicher sind, hat Dr. Häuser
zusammen mit Forschern aus Deutschland – aber auch Kanada und Israel – eine systematische
Literatursuche durchgeführt. Dr. Häuser erklärt: „Wichtig war für uns, nur Studien auszuwerten, die
aussagekräftig sind. Wenn also das Cannabisprodukt mit einem Scheinmedikament (Placebo)
verglichen wurde und zudem weder Arzt noch Patient wussten, was von beiden sie erhielten.“ Bei der
Sichtung der als randomisiert doppelblind bezeichneten Studien (englisch, RCT: randomized
controlled trial) stellten die Forscher schnell fest, dass die Datenlage bei der medikamentösen Therapie
von Rheumaerkrankungen mit Cannabisprodukten spärlich ist.
Zwei RCTs mit Nabilon über die Dauer von zwei beziehungsweise sechs Wochen mit 71 Patienten mit
Fibromyalgiesyndrom, eine vier-wöchige Studie mit Nabilon und 30 Rückenschmerzpatienten und
eine fünf-wöchige Studie mit Tetrahydrocannbinol/Cannabidiol mit 58 Patienten mit rheumatoider
Arthritis wurden eingeschlossen. Die Studien zeigten keine bessere Wirksamkeit der untersuchten
synthetischen Cannabisprodukte gegenüber Kontrollsubstanzen (Placebo bzw. schmerzlinderndes
Antidepressivum). Die Patienten berichteten, die Cannabisprodukte trotz einiger unangenehmer
Nebenwirkungen wie beispielweise Konzentrationsstörungen, Sedierungen oder Müdigkeit gut
vertragen zu haben.
Dr. Häuser fasst zusammen: „Wir können aufgrund der schwachen Datenlage derzeit nicht empfehlen,
Rheumapatienten mit Cannabisprodukten zu behandeln. Das schließt jedoch nicht aus, dass Ärzte
Patienten, die wir als austherapiert bezeichnen, das heißt, bei denen sonst nichts hilft, mit
Cannabinoiden behandeln.“
Die Experten der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. plädieren dafür, dass die Bundesregierung ein
Gesetz zum medizinischen Gebrauch von Cannabisprodukten erlässt und dann die Verordnungen
langfristig über die Krankenkassen abgerechnet werden können. Professor Dr. med. Michael Schäfer,
Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., fasst die Position zusammen: „Wir wollen
Schmerzpatienten nicht die Therapie mit Cannabinoiden vorenthalten. Aber gebraucht werden mehr
Studien und mehr Medikamentenzulassungen.“ Jede Form einer Eigentherapie lehnt der Experte ab.
„Patienten, die sich mit dem sogenannten Medizinalhanf oder Cannabis aus Eigenanbau selbst
behandeln, fügen ihrem Körper ein in seiner Dosis permanent schwankendes Medikament zu und
riskieren belastende Nebenwirkungen.“

Internationale Chancen für kleine und mittlere Unternehmen

Zehn deutsche Cluster und Netzwerke bereiten mit BMBF-Förderung den Weg für internationale Forschungskooperationen

Wie kann man mit moderner Kabinentechnologie den Lärm- und Brandschutz für
Passagiere im Flugzeug verbessern? Daran wird der Spitzencluster Hamburg
Aviation gemeinsam mit Partnern des Luftfahrtstandorts Quebec/Montreal
in Kanada forschen. Wie und für welche neuen Einsatzmöglichkeiten wird
man zukünftig flexible, transparente Solarfolie aus organischen
Materialien fertigen? Dazu wird das Netzwerk Organic Electronic Saxony
gemeinsam mit japanischen Partnern forschen. Dies sind zwei von 22
Beispielen dafür, wie deutsche Spitzencluster und Zukunftsprojekte mit
Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
strategische Kooperationen mit europäischen Partnern vor allem in den
Niederlanden und Frankreich, mit innovationsstarken Ländern wie
Süd-Korea in Asien und mit Top-Innovationsregionen auf dem
amerikanischen Kontinent entwickeln. Weitere zehn Projekte sind nun für
die Förderung ausgewählt worden und werden insbesondere auch kleinen und
mittleren Unternehmen Chancen eröffnen, sich in internationale
Innovations- und Wissensprozesse einzuklinken. Der Start der
internationalen Kooperationen ist für Anfang 2018 vorgesehen. Hierfür
erhalten die ausgewählten Cluster und Zukunftsprojekte jeweils bis zu
vier Millionen Euro Förderung über einen Zeitraum von bis zu fünf
Jahren.

„Ein Schlüssel zu mehr Innovationen ist die Vernetzung
mit strategischen Partnern im eigenen Land ebenso wie im Ausland. Wir
müssen die innovativen Fähigkeiten von Wissenschaft und Wirtschaft
grenzüberschreitend bündeln. Dies trägt auf allen Seiten zu mehr
Innovationspotenzial und Wohlstand bei: eine Win-Win-Situation für
deutsche und internationale Innovationsregionen. Und genau das wollen
wir mit unserer Förderung erreichen“, sagte Bundesforschungsministerin
Wanka. Und Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen
Austauschdienstes (DAAD) und Vorsitzende des Auswahlgremiums freute sich
über die erneut große Bandbreite in den neu zur Förderung empfohlenen
Projekten: „Das reicht von Kooperationen mit finnischen Partnern zu
intelligenten technischen Systemen bis hin zum Leichtbau mit Australien.
Man spürt auch das große Interesse bei allen Beteiligten.“

In  einer umfassenden Begleitforschung zur Fördermaßnahme
„Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und
vergleichbaren Netzwerken“ werden das Wissen zu internationalen
Forschungs- und Innovationskooperationen wie auch die Erfahrungen aus
den Projekten wissenschaftlich aufgearbeitet und im Sinne eines
„Lernenden Programms“ an die Beteiligten rückgekoppelt. Es wird
untersucht, wie sich Netzwerke auf den verschiedenen Ebenen von den
beteiligten Forscherinnen und Forschern über die Unternehmen und
Forschungseinrichtungen bis zu den Managementorganisationen entwickeln
und wie diese Ebenen miteinander verknüpft sind. Mit der
Begleitforschung wird auch untersucht, wie im Sinne einer virtuellen
Clusterakademie Weiterbildungsbedarfe und -angebote verknüpft werden
können und wie innovative Bildungskonzepte des „Blended Learning“ für
Cluster- und Netzwerkmanagement aussehen könnten.

Diese zehn Cluster und Netzwerke wurden für die neue Förderrunde der Maßnahme
„Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und
vergleichbaren Netzwerken“ ausgewählt:

– AMZ Sachsen – Netzwerk der Automobilzulieferer Sachsens, „Transatlantic Automated Driving Alliance (TADA)“, http://amz-sachsen.de/

– BIO.NRW, „NRW-China Kooperationen: Eine strategische Perspektive für innovative Life Science-KMU Wertschöpfungsketten“, http://www.bio.nrw.de/

– CFK Valley, Stade – Norddeutschland, „Zugang zur Champions League der Carbon Composites Technologie – vor allem für KMU“, http://cfk-valley.com/

– Cluster Mechatronik & Automation, Bayern, „Industrie 4 Additive“, http://cluster-ma.de/


DeepSea Mining Alliance, bundesweites Netzwerk, „Weitere
Internationalisierung und neue Kooperationsprojekte für einen
umweltschonenden internationalen Tiefsee-Bergbau nach europäischen
Technologie- und Umweltmaßstäben“, http://deepsea-mining-alliance.com/de-start.php

– EffizienzCluster LogistikRuhr, „Vernetzung International: Digitale Hubs für Logistikinnovationen in Europa (DELIE)“, http://effizienzcluster.de/


Forschungscampus ARENA2036, Region Stuttgart, „ARENA2036plus –
internationale Vernetzung von Spitzenforschung auf dem Campus“, https://arena2036.de/


Forschungscampus Open Hybrid LabFactory, Wolfsburg, „Open Hybrid
LabFactory – Asia Pacific: Erschließung komplementärer Kompetenzen in
der Wertschöpfungskette für den hybriden und funktionsintegrierten
Leichtbau“, http://open-hybrid-labfactory.de/


it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe,
„Europäische Allianz zur Sicherstellung der Spitzenposition für
Intelligente Technische Systeme“, http://its-owl.de/

– Optence, Rheinland-Pfalz/Hessen, „Internationalization for joint innovations in Photonics“, http://optence.de/

Neuartige energiesparende Schaltkreise

Intel: 65nm Fertigungsverfahren reduziert Leckströme

Santa Clara/ Feldkirchen (pte/21.09.2005/11:06) – Intel
http://www.intel.com/ hat ein neues Prozessor-Fertigungsverfahren
entwickelt, das die Akkulaufzeit von mobilen Geräten verlängern soll.
Die 65nm-Methode zur Fertigung von Mikroprozessoren soll Chips für
mobile Plattformen mit kleinem Formfaktor herstellen. Bei welchen
Geräten die Prozessoren eingesetzt werden, wollte Intel auf Anfrage von
pressetext noch nicht bekannt geben. Möglich sei der Einsatz bei
sämtlichen mobilen Geräten vom Handy bis zum Laptop, so Intel-Sprecher
Martin Strobel. Anfang 2006 sollen die Mikroprozessoren zur Verfügung
stehen, verkauft werden sie im zweiten Quartal des nächsten Jahres.

Das High Performance 65 Nanometer-Verfahren soll gegenüber dem derzeit
üblichen 90nm-Verfahren deutliche Vorteile hinsichtlich des
Stromverbrauchs als auch der Performance aufweisen. Bei dem Verfahren
wurde eine Reihe an Modifikationen am Aufbau des Transistors
vorgenommen. Der Energieverbrauch soll reduziert werden, im dem die
drei Hauptquellen von Leckströmen, Sub-Threshold-Leakage,
Junction-Leakage und Gate-Oxid Leakage, verringert werden. Bei mobilen,
Akku-betriebenen Geräten treten selbst im Ruhezustand Leckströme auf.
"Die Verlustleistung bei den Testchips war tausendmal geringer als bei
dem bisherigen Standardverfahren", sagt Strobel gegenüber pressetext.

"Auf manchen Chips stecken über eine Milliarde Transistoren. Angesichts
dieser hohen Zahl wird deutlich, dass sich die Verbesserung der
einzelnen Transistoren zu enormen Vorteilen für den gesamten Chip
addieren", erklärt Mark Bohr, Leiter des Bereichs Prozessarchitektur
bei Intel. Durch den Einsatz des 65nm-Verfahrens bei der
Chipherstellung kann die Anzahl der Transistoren auf einem Prozessor im
Vergleich zur 90nm-Technologie verdoppelt werden. Die
Herstellungskosten fallen um etwa zwei Prozent höher aus. Die
Transistoren nach dem 65nm-Verfahren sollen die kleinsten und
leistungsstärksten CMOS (komplementäre
Metalloxid-Halbleiter)-Transistoren in der Massenproduktion sein. Sie
haben eine Gate-Länge von 35nm, die modernsten Transistoren, die in den
Pentium 4 Prozessoren verwendet werden haben eine Gate-Länge von 50nm.

Killervideo kann zum Mord motivieren

Phantasien, Tag- oder Nacht-Träume entwickeln sich häufig zu einer Art
"Nebenrealität"; sie kann durch Medienkonsum intensiviert werden. Unter
Umständen kann die Grenze zwischen Realität und Nebenrealität
verschwimmen, die Nebenrealität wird in die Tat umgesetzt. Jürgen
Bartsch – Mörder von vier kleinen Jungen – war das prominenteste
Beispiel, schreibt der Psychiater Prof. Dr. Reinhart Lempp (Stuttgart)
in der aktuellen Ausgabe "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

 

"Wer sehr häufig und regelmäßig Videos oder Filme mit einer bestimmten
Figur anschaut, die seiner Wunschvorstellung entspricht, wird sich mit
dieser identifizieren – je länger, je intensiver." Im Extremfall einer
"Überidentifikation meint der Rezipient, er sei jetzt tatsächlich
derjenige, mit dem er sich identifiziert hatte und der er immer sein
wollte. Wir finden diese Überidentifikation am ehesten bei Jugendlichen
in der Pubertät oder unmittelbar danach – oder bei Menschen mit einer
Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ." In diesem Kontext sieht
Lempp eine große Zahl von Straftätern – und besonders spektakulär
School Shootings.

 

"Bei dem Maskenmörder in Gersthofen, der am 12. März 2002 ein ihm
unbekanntes achtjähriges Mädchen ohne äußeren Anlass tötete, gab es
eine typische Vorbereitungsphase mit intensivem Konsum eines bestimmten
Videos mit der Gestalt des Todes, mit dem er sich identifizierte und
dessen Habitus er kopierte." Nicht die Aggression gegen ein bestimmtes
Opfer war das Motiv, sondern die Übernahme einer ganz bestimmten Rolle,
in die er sich über eine längere Zeit eingelebt hatte. "Das Motiv lag
in dieser Überidentifizierung."   

 

Reinhart Lempp:

Mörderische Phantasien und Wirklichkeit – die kriminologische Bedeutung der Nebenrealität

Forensische Psychiatrie und Psychotherapie 3/2006, S. 17-49

 

 

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Grundlagenforschung und Schlüsseltechnologien

Grundlagenforschung und Schlüsseltechnologien

Mit dem
Begriff Elektrochemie verbindet heute fast jeder Batterien und
Batterieforschung. Und in der Tat sind Elektrochemiker und
Materialforscher
zurzeit gefragte Wissenschaftler, geht es doch um das noch immer nicht
zufriedenstellend gelöste Problem der Speicherung elektrischer Energie –
man denke nur an die Speicherung von Sonnen- oder Windenergie oder an
Elektroautos. Auf der internationalen Tagung
Electrochemistry 2014, die federführend von der Fachgruppe
Elektrochemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisiert
wird, spielen daher elektrochemische Energiespeicher eine zentrale
Rolle. Die Tagung, zu der über 400 Teilnehmer erwartet werden,
findet vom 22. bis 24. September an der Johannes Gutenberg-Universität
in Mainz statt. 

Bevor sich die Tagung der
Batterieforschung zuwendet, steht ein anderer aktueller Begriff im
Mittelpunkt zweier Plenarvorträge: Nano. Zum einen werden hier
Korrosionsprozesse im Nanometerbereich betrachtet, zum anderen
geht es um Forschung und Anwendung der Galvanotechnik in der
Halbleiterindustrie. Auch hier wird im Nanobereich
gearbeitet.

In Anbetracht der hohen
wirtschaftlichen Schäden, die durch Korrosion an Metallen und
Metalllegierungen entstehen, gehört die Forschung an diesen
elektrochemischen Vorgängen zu den ganz wichtigen Arbeitsgebieten der
Elektrochemiker. Seit man die Oberflächen korrodierender Metalle
beispielsweise mit der Rastertunnelmikroskopie, kombiniert mit
elektrochemischen Messmethoden, untersuchen kann, gelangt man über den
Einblick in die sich neu bildenden Nanostrukturen u.a. auch
zu neuen Wegen der Passivierung von Oberflächen. In der
Halbleiterindustrie werden die einzelnen Bauteile beispielsweise von
Mikroprozessoren oder Speichermedien mit Kupfer zusammengeschaltet, das
elektrolytisch abgeschieden wird. Bei den heutigen
kleinstdimensionierten
Bauteilen kann man sich leicht vorstellen, dass diese
Kupfer
verbindungen im Nanometerbereich
liegen. Sie sind häufig kürzer als 20 Nanometer. Man kann es nur als
Meisterleistung der physikalisch-chemischen Forschung und Technik
bezeichnen, dass sich solch winzige Strukturen heute fehlerfrei
herstellen lassen.

Das weitere Hauptthema der
Tagung ist die Elektrosynthese. Die Verwendung von
Stromüberangebot zur Erzeugung von
Wertprodukten hat eine aktuelle gesellschaftliche Relevanz. Der
herausragende Vorteil dieser Synthesemethodik ist die Vermeidung von
chemischen Abfällen, die sonst bei der herkömmlichen
organische
n Synthese anfallen. So werden neue Strategien in der elektroorganischen
Synthese vorgestellt, die generell als hoch effizient und auch
umweltverträglicher gelten. Diese nachhaltige Produktionsmethodik ist im
akademischen Umfeld Deutschlands fast verschwunden
und wurde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wiederbelebt. Die
weltweit führenden Forscher dieser Teildisziplin kommen aus Japan nach
Mainz, um die neuesten Fortschritte zu präsentieren, aber auch
Strategien zu diskutieren
, wie elektrochemisch erzeugte Chemikalien als lager- und tankbare
Energie genutzt werden können.

Zurück den bekannteren
Energiespeichern, den Batterien. Die Grundlagenforschung über neuartige
Elektroden, Elektrolyte und Separatoren, über Oberflächen- und
Transportprozesse ist in vollem Gange. Die anwendungsbezogene
Forschung kümmert sich darüber hinaus auch um die Aufklärung der
Alterungsprozesse in der Zelle, hervorgerufen etwa durch Lagerung sowie
Ladung und Entladung der Batterie. Die Lithium-Batterien stehen auf der
Mainzer Tagung im Mittelpunkt. Dabei geht es auch
um die Frage, ob den Lithium-Ionen-Batterien oder den
Lithium-Metall-Batterien die Zukunft gehört. Dem Plenarvortragenden zu
diesem Thema, Professor Dr. Martin Winter, zufolge gehört den
Lithium-Metall-Batterien die Zukunft. Doch an diesen Lithium/Luft- oder
Lithium/Schwefel-Batterien werfen Reversibilität und somit
Wiederaufladbarkeit der Sauerstoff- bzw. Schwefelkathoden noch große
Probleme auf.

Anstatt Lithium eignet sich
auch das chemisch verwandte Natrium als Elektrodenmaterial.
Natrium/Schwefel-Batterien werden vor allem in Japan als mittelgroße
Speicher für die Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie
eingesetzt. In Deutschland widmet sich die Forschung vor allem der
Natrium-Ionen- und der Natrium/Luft-Batterien. Besonderes Aufsehen
erregte Dr. Pascal Hartmann mit seiner an der Universität Gießen
angefertigten Doktorarbeit über eine bei Raumtemperatur arbeitende,
wieder aufladbare Natrium-Superoxid-Batterie. Ihm gelang es, diese
Metall/Luft-Batterie so zu konstruieren, dass die darin ablaufende
Zellchemie nahezu reversibel verläuft, und er konnte darüber hinaus den
Mechanismus der Sauerstoff-Reduktion aufklären. Hierfür
erhält er am 23. September in Mainz von der GDCh-Fachgruppe
Elektrochemie den Förderpreis 2014 auf dem Gebiet der Elektrochemie,
gestiftet durch die BASF SE. Für seine Forschungsergebnisse war Hartmann
bereits eine Woche zuvor von der GDCh-Fachgruppe Festkörperchemie
und Materialforschung mit dem H.C. Starck-Preis ausgezeichnet
worden.

Weitere Informationen zur
Tagung unter:
www.gdch.de/electrochemistry2014

Klimaschutz fürs Klassenzimmer

Die Kraft der "Erneuerbaren Energien"
(aid) – Energie ist ein wichtiges Thema in den schulischen Lehr- und Rahmenplänen. Im Zuge des Klimawandels bekommt es eine neue Relevanz. Besonders die erneuerbaren Energien sind in aller Munde. Aber wie lassen sich Kinder und Jugendliche dafür interessieren?
Erneuerbare Energien, das sind – in menschlichen Zeiträumen gemessen – unerschöpfliche Energiequellen, die sich anders als fossile Energien (Kohle, Erdöl, Gas) ständig regenerieren. Und zwar aus Sonnenenergie durch direkte Nutzung der Sonnenstrahlen (Solarthermie, Photovoltaik) oder indirekt aus Wind- bzw. Wasserenergie oder durch Energien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Biomasse, Biogas. Oft wird auch die Energie aus den Gezeiten und aus der Erdwärme unter den Begriff der erneuerbaren Energien gefasst, obwohl sie sich nicht ständig erneuern. Sie speisen sich aber aus praktisch unerschöpflichen natürlichen Energiequellen und gleichen darin der Sonnenenergie.
Im Klimaschutz bildet die Nutzung erneuerbarer Energien einen wichtigen Bestandteil, da sie (mit Ausnahme der Anlagenherstellung) keine Treibhausgase erzeugen, die über den Treibhauseffekt zur Klimaerwärmung beitragen. Dennoch decken sie in Deutschland nur einen Bruchteil (9,8 % im Jahr 2007) des Primärenergiebedarfs, allerdings mit steigender Tendenz.
Aufgrund der Risiken, die mit dem Klimawandel einhergehen, aber auch im Hinblick auf die Erhaltung von Natur und Lebensqualität der eigenen und zukünftigen Generationen ist es unumgänglich, das Thema im Unterricht zu behandeln.
Um Schüler nachhaltig für die Kraft der "Erneuerbaren" zu begeistern, ist die erlebnisorientierte Vermittlung der Inhalte obligatorisch. Zum Beispiel durch Experimente, aber auch durch die Einbindung außerschulischer Lernorte und Partner. Wie wäre es zum Beispiel mit der Besichtigung einer Biogasanlage? In dem aid Online-Dossier "Erneuerbare Energien" unter www.aid.de/landwirtschaft/biogas_biogasanlagen.php finden Sie eine bundesweite Auflistung mit Biogasanlagen und Biomasseheizwerken, die Schulklassen gerne Rede und Antwort stehen.
Das passende Unterrichtsmaterial "Biogas – Energie aus der Landwirtschaft" enthält neben Folien weiteres Schülermaterial und eine Lehrerhandreichung inklusive Aufgaben- und Lösungsblatt. Die einzelnen Lernziele sind aufgelistet, ein Unterrichtsverlaufsvorschlag ist enthalten. Nur zum Download unter: www.aid-medienshop.de, Preis: 4,50 EUR

Kinderchirurgen raten zu begründeten Operationen

Negativ-Berichte über
Anästhesien bei Säuglingen und Kleinkindern verunsichern
Eltern

Kinderchirurgen
raten zu begründeten
Operationen

Berlin, – Operationen unter Vollnarkose sind
bei
Säuglingen und Kleinkindern mitunter unvermeidlich. Das umfasst
einerseits Notfälle wie eine Blinddarm-OP. Aber auch bei
Fehlentwicklungen wie etwa angeborenen Doppelnieren erspart eine
Operation dem Kind weitere Beschwerden, beispielsweise durch
wiederholte
Entzündungen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
bedauert deshalb Medienberichte, wonach eine Allgemeinanästhesie bei
Säuglingen und Kleinkindern zu einer lebenslangen Beeinträchtigung des
Gedächtnisses führen könne. Solche wissenschaftlich derzeit nicht
haltbaren Aussagen verunsicherten Eltern betroffener Kinder und
schadeten den kleinen Patienten, kritisiert die DGKCH. Stattdessen
sollten Ärzte Eltern beraten und vermitteln, dass notwendige
Operationen
rechtzeitig stattfinden.

Die
Berichte beruhen auf einer kürzlich im Fachblatt
„Neuropsychopharmacology“ veröffentlichten Studie von US-Forschern um
Greg Stratmann. Sie verglichen die Gedächtnisleistung von 28 Kindern im
Alter zwischen sechs und elf Jahren, die sich aufgrund einer Operation
im ersten Lebensjahr einer Allgemeinanästhesie – umgangssprachlich
Vollnarkose genannt – unterzogen hatten. Ihre Gedächtnisleistung war um
etwa 25 Prozent verringert gegenüber Gleichaltrigen ohne
Anästhesieerfahrung. Die Untersuchung schließt an frühere
experimentelle
Studien mit Tieren an. Danach können Anästhetika und Sedativa die
Entwicklung des noch unreifen Gehirns negativ beeinflussen. Inwieweit
sich dies auf Menschen übertragen lässt, ist umstritten.
Gegenwärtig vorliegende wissenschaftliche
Erkenntnisse als Argument gegen eine begründete Operation, etwa in den
ersten beiden Lebensjahren, zu verwenden, sei verantwortungslos, meint
Dr. med. Tobias Schuster, Sprecher DGKCH. „Es besteht Konsens, dass wir
Kinder nur operieren, wenn es medizinisch geboten ist“, so der der
Chefarzt der Kinderchirurgie am Klinikum Augsburg. Das bevorzugte
OP-Alter richte sich nach dem Krankheitsbild, wichtige Erkenntnisse,
etwa über den OP-Zeitpunkt bei Harnröhrenverkürzung, dürften jetzt
nicht
einfach über Bord geschmissen werden, so
Schuster.

Eine noch unveröffentlichte prospektive Studie
von Medizinern um Antje Allendorf, Oberärztin für Kinder- und
Jugendmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt/Main stützt diese
Einschätzung: Sie untersuchten in Kooperation mit der Kinderchirurgie
unter Leitung von Professor Udo Rolle 40 Patienten mit angeborenen
Fehlbildungen im Magen-Darm-Bereich, die als Neugeborene operiert und
anästhesiert worden waren und 40 Kinder einer Kontrollgruppe, die nicht
operiert wurden. Im Alter von zwei Jahren wiesen die kleinen Patienten
keinen allgemeinen Rückstand in der motorischen und kognitiven
Entwicklung auf.

Schuster
rät Eltern davon ab, aus Bedenken oder Angst vor möglichen Folgen der
Anästhesie medizinisch notwendige Operationen bei ihren Kindern zu
verschieben. Denn Eingriffe unter Vollnarkose werden auch bei kleinen
Kindern keineswegs nur in Notfällen durchgeführt. Auch um
Entwicklungsstörungen eines Organs, einer Organfunktion oder etwa
drohende Infektionen zu verhindern, ist eine rechtzeitige Operation
entscheidend. Als Beispiel nennt der Facharzt eine OP bei
Harnleiterabgangsenge zur Rettung der Nieren oder bei Hodenhochstand
zur
Erhaltung der Fruchtbarkeit. „Eine solche Operation hinauszuzögern ist
nicht gerechtfertigt.“

Mehrere
Forschergruppen widmen sicher derzeit dem Thema, insbesondere in den
USA. Hier flossen im Jahr 2012 bereits 24 Millionen Dollar in
entsprechende Studien. Als begrenzt bewertet die Aussagekraft der
Rückschau von Stratmann und Co. jedoch auch Dr. med. Karin Becke,
Chefärztin der Abteilung für Anästhesie an der Cnopf´schen Kinderklinik
in Nürnberg. Die Sprecherin des Wissenschaftlichen Arbeitskreises
Kinderanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und
Intensivmedizin (DGAI) verweist unter anderem auf die geringe Zahl der
Probanden, wechselnde Anästhesieverfahren sowie Grunderkrankungen, die
bereits mit kognitiven Funktionseinschränkungen einhergehen
können.

Erfahrene Kinderanästhesisten und der Einsatz
von Anästhesietechniken, bei denen Regional- und Lokalverfahren sowie
Analgetika und Anästhetika kombiniert werden, verringern ein
potentielles Risiko, wie Schuster und Becke betonen: „Es gibt bislang
keine Evidenz, dass die Medikamente per se für Neugeborene, Säuglinge
oder Kleinkinder mit einem erhöhten Risiko späterer neurokognitiver
Defizite einhergehen“, betont Schuster.

Sicht von oben – „google-earth“

Viele Opfer von Katrina sehen sich Zerstörungen in der Nachbarschaft online an

New Orleans (pte/05.09.2005/09:52) – Nach dem Hurricane Katrina
verwenden viele geflohene Opfer Online-Services wie Google Earth, um
sich aus der Vogelperspektive ein Bild der Zerstörung in ihrer
Nachbarschaft zu machen. Gemeinsam mit der National Oceanic and
Atmospheric Administration (NOAA) und der NASA hat Google
http://earth.google.com bereits fast 4.000 Aufnahmen nach dem Hurricane
öffentlich zugänglich gemacht, berichtet die New York Times (NYT).
Übereinander gelegte Davor- und Danach-Aufnahmen vermittelt demnach
einen Überblick, ob und wie viel vom eigenen Haus und der ehemaligen
Nachbarschaft noch steht.

"Wir bekommen viele dekontexualisierte Fotos, die ein Verstehen, was
passiert ist, nicht wirklich möglich machen", erklärt die Autorin
Kathryn Cramer der NYT. Die Menschen wollen wissen, was mit ihren
Häusern und ihrer Nachbarschaft passiert ist. Das sei mit den meisten
Bildern aus den Medien nicht möglich. Auf ihrer Website
http://www.kathryncramer.com hat sie daher vergangene Woche begonnen,
Overlay-Bilder zu basteln. Die Davor- und Danach-Aufnahmen sind zwar
oft unscharf, detaillierte Zerstörungen sind nicht immer erkennbar und
auch die Wassertiefe ist kaum einschätzbar. Aber ein erster Überblick
der Lage sei durchaus möglich.

Auch bei der NOAA http://www.noaa.gov melden sich Opfer, die wissen
wollen wie ihre Nachbarschaft nach der Katastrophe aussieht. Fast
tausend E-Mails hat Mike Aslaksen von der NOAA laut NYT bereits
erhalten. Inzwischen hat die NOAA ihre Aufnahmen öffentlich zugänglich
gemacht. Dabei handelt es sich nicht um Satellitenfotos, sondern um
Luftaufnahmen aus Kleinflugzeugen. Deshalb sind die Bilder gut mit den
davor gemachten Aufnahmen für Google Earth vergleichbar.

Der Earth-Service von Google ist noch jung. Erst im Mai präsentierten
Google und MSN ihre Dienste, die Luftaufnahmen mit der lokalen Suche
verschmelzen (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050524016 ).
Die neuen Dienste sollen die Gelben Seiten im Internet zu einem im
wahrsten Sinne des Wortes ansehnlichen Tool machen. Adressen, Geschäfte
und dergleichen können online wie im richtigen Leben betrachtet werden.
Katastrophen-Schauen war keine der vorgesehenen Anwendungen.

Burnoutblog erfolgreich gestartet

Bad Waldsee (pts/01.08.2007/10:20) – Der gemeinnützige Gesundheitsverein NaturaMed e.V. geht mit einem eigenen Blog an den Start. Unter http://www.burnoutblog.de bloggen Medizin- und Unternehmens-Experten, Journalisten und Internet-Nutzer rund um das Burnout-Syndrom. Das Blog richtet sich an alle, die von der Krankheit direkt oder indirekt betroffen sind oder sich allgemein für den Gesundheitsbereich interessieren. "Ziel des Blogs ist es, ein Forum zu schaffen, in dem Betroffene Probleme thematisieren, Präventionsmaßnahmen diskutieren und aktuelle Entwicklungen kommentieren", so Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee.

Zu den Autoren vom Burnoutblog zählen Fachjournalisten von Fachmedien- und Gesundheitsportalen, der Unternehmenscoach Hans Kreis sowie der Arzt für Naturheilverfahren Dr. Berthold Musselmann von phytodoc.de. Des Weiteren gibt es Expertenwissen vom Ganzheitsmediziner und Anti-Stress-Experten, Dr. Vinzenz Mansmann, und es werden die Tipps und Bücher von Europas führendem Experten für Zeitmanagement Prof. Dr. Lothar Seiwert kommentiert. Neben dem Austausch von eigenen Erfahrungen und Gedanken kann der Internet-Nutzer auch Informationen zu Selbsthilfegruppen, Buchtipps und Seminar- oder Workshop-Terminen erhalten. Checklisten, Interviews und ein "Tipp der Woche" runden das Angebot ab.

Immer mehr Menschen, darunter auch zunehmend Frauen, fühlen sich ausgebrannt und sind oftmals am Ende ihrer Kräfte. Eine aktuelle Umfrage des europäischen Online-Stellenmarktes StepStone belegt, dass nahezu ein Viertel der deutschen Fach- und Führungskräfte deutliche körperliche und seelische Erschöpfungssymptome verspüren, die sie auf ihren Arbeitsstress zurückführen. Weiteren 32 Prozent geht der erhöhte Druck zunehmend an die Reserven. Mittlerweile klagt auch jeder siebte Studierende über Symptome der eigentlich für Manager typischen Krankheit, wie vor kurzem das Deutsche Studentenwerk (DSW) in Berlin bekannt gab. Höchste Zeit also, zu handeln! Unter www.burnoutblog.de können Internet-Nutzer Hilfe bekommen, bevor das Burnout-Syndrom entsteht.

Zur Person Dr. Vinzenz Mansmann: Ganzheitsmediziner, Anti-Stress Experte:
Dr. med. Vinzenz Mansmann studierte Medizin in Frankreich und Homburg/Saarbrücken und war jüngster Kassenarzt Deutschlands. Sein Vater war Diakon und prägte sein Menschenbild mit einem Interesse für die inneren Zusammenhänge im Menschen und für die Naturmedizin.

Schon zu Beginn seiner Praxistätigkeit als Landarzt wurde er von dem über 80 Jahre alten berühmten Franziskanerbruder Innozenz aus Rottweil in die Geheimnisse der Homöopathie eingeführt. Später erteilte ihm die Ärztekammer die Ausbildungsermächtigung für Ärzte in Naturheilverfahren. Seit Jahren hält er Vorträge und Seminare auf internationalen naturmedizinischen Ärztekongressen und veröffentlicht regelmäßig Bücher zum Thema Stress und Naturheilkunde (Titel: "Total erschöpft", "Heilpflanzen vor unserer Tür", "Grippe auf Homöopathisch").

Aufgrund des steigenden Bedürfnisses nach Lösungen im Bereich der psychisch bedingten und chronischen Krankheiten eröffnete Dr. V. Mansmann 1989 als Kurklinik die NaturaMed Vitalclinic und 2002 als psychosomatisches Krankenhaus die NaturaMed Fachklinik, beide in Bad Waldsee, Nähe Bodensee. Der Schwerpunkt liegt auf Ganzheitsmedizin und höchste naturmedizinischer Qualität in Diagnostik und Therapie.