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Nüsse lagern

**Nüsse lagern**
Nur ganze Früchte halten lange

(aid) – Wissenschaftliche Untersuchungen belegen immer wieder: In

Maßen verzehrt, sind Nüsse gut für das Herz-Kreislauf-System und

vor allem für die Blutfettwerte. Das verdanken die leckeren kleinen

Kraftpakete vor allem ihrem günstigen Fettsäuremuster, nämlich dem

hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch: Genau wegen des Fettgehalts

können Nüsse schnell ranzig werden. Unter Einwirkung von

Feuchtigkeit, Enzymen, Mikroorganismen, Sauerstoff und Licht werden

die Fette gespalten. Es entstehen Abbauprodukte, die nicht nur

schlecht riechen und schmecken, sondern zum Teil auch

gesundheitsschädlich sein und Magen-Darm-Verstimmungen auslösen

können.

Je größer die Oberfläche ist, umso angreifbarer sind die Nüsse

und ihre Fette für die zersetzenden Umgebungseinflüsse. Deshalb

verderben geschälte und geriebene oder gehackte Nüsse wesentlich

schneller als ganze Früchte. Für eine längere Lagerung sind sie

also die Produkte der Wahl. Kühl, dunkel, trocken, gut verpackt in

Säcken oder Netzen und luftig können sie monatelang aufbewahrt

werden. Angebrochene Verpackungen mit geschälter und bereits

zerkleinerter Ware kommen in den Kühlschrank, am besten in einer fest

verschließbaren Dose. Dort halten sie sich bis zu vier Wochen.

Unsere sensiblen Geruchs- und Geschmackssinne bewahren uns in der

Regel davor, ranzige Nüsse zu essen. Früchte mit muffigem Geruch

oder auch gelblichen, dunklen Verfärbungen sollten Sie entsorgen.

Weitere Tipps zur sachgerechten Lagerung von Nüssen und

Nussprodukten, sowie umfangreiche Informationen rund um die Erzeugung,

Verarbeitung und Zubereitung haben wir in der Rubrik „Lebensmittel

des Monats“ unter http://www.aid.de/inhalt/nuesse-5368.html

<https://www.aid.de/inhalt/nuesse-5368.html> für Sie zusammen

getragen.

/Eva Neumann

Eine neue Welle des Grünfärbens

LobbyControl stellt Studie zu Greenwash in Zeiten des Klimawandels vor.

Noch bis Dienstagabend läuft die Wahl des Worst EU Greenwash Award. Wählen Sie das übelste Greenwashing unter www.worstlobby.eu

Köln, 26.November 2007. LobbyControl präsentierte heute eine Kurzstudie über „Greenwash in Zeiten des Klimawandels“. Die Studie zeigt eine neue Welle des Grünfärbens: praktisch alle großen Energieversorger und Ölkonzerne haben im Jahr 2007 umfangreiche grüne Imagewerbung betrieben. „Die ökologischen Leistungen der Unternehmen werden dabei systematisch übertrieben und positiv verzerrt dargestellt“, so Ulrich Müller von LobbyControl. „Diese Art der Imagewerbung ist eine gezielte Desinformation der Bürgerinnen und Bürger – selbst wenn nicht jedes ökologische Projekt von vornherein als Greenwash gesehen werden sollte.“

Die Studie untersucht einzelne einzelne Greenwash-Kampagnen des Jahres 2007 und wirft einen Blick in die Werkzeugkiste des Grünfärbens. Zu den PR-Instrumenten gehören auch die öffentlichskeitswirksam inszenierte Partnerschaft mit Umweltorganisationen. Der Chemiekonzern Bayer etwa kooperiert mit der Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) und will sich damit "grün" und verantwortungsbewusst präsentieren.

LobbyControl verleiht dieses Jahr zusammen mit drei europäischen Partnern im Rahmen der „Worst EU Lobbying“ Awards einen Sonderpreis für das übelste Greenwash in Europa. Nominiert sind Airbus, der Rüstungskonzern BAE Systems, das Deutsche Atomforum und die Ölkonzerne ExxonMobil und Shell.

 

Gesunde Teestunde

Was in Grün- und Schwarztee steckt

Ob in seinem Herkunftsland China, im Orient oder in Mitteleuropa – Tee gehört in vielen Regionen der Welt zu den beliebtesten Aufgussgetränken überhaupt. Neben dem Geschmack schätzen Teeliebhaber vor allem seine anregende Wirkung. Sie beruht wie beim Kaffee auf Koffein, das früher beim Tee als Teein bezeichnet wurde. Tee enthält allerdings nur etwa halb so viel Koffein wie Kaffee, je nach Sorte und Aufbereitung. Spitzenreiter in Sachen Koffeingehalt ist Darjeeling Tee, während der Grüntee „Japan Bancha“ besonders wenig davon enthält.

Als eine Art Gegenspieler des Koffeins findet man in Tee auch die Aminosäure L-Theanin. L-Theanin wirkt beruhigend und ist gemeinsam mit dem Koffein für den scheinbar widersprüchlichen Effekt verantwortlich, dass Tee beruhigend und anregend zugleich wirkt. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass dieser Stoff mit Botenstoffen im Gehirn reagiert und so in Verbindung mit Koffein zu einem Zustand entspannter Wachsamkeit führt.

Darüber hinaus bieten Grün- und Schwarztee noch viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Dabei gibt es grundsätzlich keine Unterschiede zwischen den Gehalten in Grün- und Schwarztee. Bemerkenswert sind vor allem die hohen Gehalte an Fluorid, das den Zahnschmelz stärkt und damit Karies vorbeugt. Ein Liter Tee liefert etwa 50 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Eine wichtige Stoffgruppe in Grün- und Schwarztee sind die sogenannten Polyphenole, die viele positive Eigenschaften haben. Sie wirken zum Beispiel beruhigend auf Magen und Darm. Schwarzer Tee, der mindestens zehn Minuten gezogen hat, ist deshalb ein beliebtes Hausmittel zur Linderung von Magen- und Darmerkrankungen. Zudem wirken Polyphenole antioxidativ und können vor Zellschäden schützen. Wer regelmäßig Grün- und Schwarztee trinkt, senkt deshalb wahrscheinlich auch sein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Darauf weisen verschiedene Untersuchungen hin. Diese Wirkung wird den enthaltenen Catechinen zugeschrieben, weil sie in der Lage sind, Entzündungen in den Blutgefäßen zu unterdrücken.

In Tierversuchen zeigte vor allem Grüntee eine hemmende Wirkung bei verschiedenen Krebserkrankungen. Studien am Menschen konnten diese krebshemmenden Eigenschaften jedoch noch nicht belegen. (aid)

aid: Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der gemeinnützige Verein löste sich 2016 auf.

Rauchverbot von den meisten Deutschen gefordert

Düsseldorf (pte/19.04.2005/11:30) – Wenn es nach den Wünschen der
Deutschen geht sollen laut jüngsten Umfrageergebnissen des
Marktforschungsinstituts INNOFACT AG http://www.innofact.com bald
strengere Richtlinien für das Rauchen an öffentlichen Plätzen
durchgesetzt werden. 48 Prozent der befragten Verbraucher sprechen sich
für die Umsetzung eines Rauchverbots in deutschen Lokalen, Restaurants,
Cafés und Bars aus. Sogar 60 Prozent der Befragten befürworten ein
generelles Rauchverbot an Schulen.

Die Befragung erfasste die Meinungen von 1.025 deutschen Verbrauchern
zum Thema "Rauchverbot in Lokalen und Schulen". Überraschend konnte
ermittelt werden, dass die Toleranz der Deutschen zwar größer als
vermutet war, denn 46 Prozent der Befragten sprachen sich gegen die
Durchsetzung eines absoluten Rauchverbots in Lokalen aus. Dennoch ist
eine knappe Mehrheit (48 Prozent) durchaus für die Umsetzung von
Rauchverboten. Sehr unterschiedlich wird das mögliche Rauchverbot in
den verschiedenen Altersgruppen aufgenommen, denn die Toleranz
gegenüber Rauchern steigt mit dem zunehmenden Alter der Befragten.
Während 60 Prozent der unter 30-Jährigen die Durchsetzung eines
Rauchverbots stark befürworten, spricht sich die Mehrheit der älteren
Verbraucher zwischen 40 und 60 Jahren rigoros gegen jede Art des
Rauchverbots aus.

Sehr einheitlich ist das Ergebnis bezüglich eines Rauchverbots an
Schulen. 60 Prozent aller Befragten möchten ein generelles Rauchverbot
– sowohl für Schüler als auch für Lehrer – an deutschen Schulen.
Überraschend ist, dass sich auch 43 Prozent der Raucher für eine
strikte Reglementierung aussprechen. Nur 24 Prozent der Befragten sind
der Ansicht, dass Schüler ab 16 Jahren und Lehrer selbst entscheiden
sollen.

Die Raucherproblematik wird somit auch weiterhin ein heiß diskutiertes
Thema bleiben, denn anders als zum Beispiel in den USA oder in den
EU-Ländern Irland, Italien oder Malta, scheint die Einführung eines
strikten Rauchverbots in Deutschland in naher Zukunft nicht
realisierbar. Eine für alle zufrieden stellende und
kompromissorientierte Lösung liegt in der bereits vielerorts
praktizierten Toleranz von beiden Seiten, Rauchern als auch
Nicht-Rauchern.

Verwendung von Pflanzenschutzmitteln

Landwirte handeln mit Sinn und Verstand

So viel wie nötig und so wenig wie möglich: Die deutschen Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel im notwendigen Maß ein. Das ergab eine fünfjährige Erhebung des „Netz Vergleichsbetriebe Pflanzenschutz“. Das Vergleichsbetriebsnetz Pflanzenschutz ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Ländereinrichtungen des Pflanzenschutzes und des Julius Kühn-Instituts (JKI) und Bestandteil des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Um Informationen über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland zu erhalten, wertete das JKI 45.000 Datensätze zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Hauptkulturen aus. In Vergleichsbetrieben im gesamten Bundesgebiet erfassten die Wissenschaftler die Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln in Winterweizen, Wintergerste, Winterraps, Kohl, Möhren, Zwiebeln, Spargel, Apfel, Wein und Hopfen.

Die Untersuchung zeigte, dass in den vergangenen fünf Jahren der Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln konstant geblieben ist, mit minimalen Abweichungen auf Grund unterschiedlicher Witterungsbedingungen. Im Durchschnitt des Erhebungszeitraums und aller Kulturen erfolgten 90 Prozent der Pflanzenschutzmittelanwendungen gezielt und maßvoll. „Die Betriebe führen bis auf wenige Ausnahmen die Behandlungen mit Augenmaß durch und versuchen sogar Mittel einzusparen, indem sie zum Beispiel nicht mit der vollen Aufwandmenge spritzen“, so Professor Bernd Freier vom Julius Kühn-Institut in einer Pressemitteilung. Auf diese Weise spart der Landwirt Geld und reduziert Umweltbelastungen. (aid)

Notebooks mit Brennstoffzelle

Serienreifes System soll auf der CeBIT präsentiert werden

Taipeh/Hannover (pte/03.03.2006/11:51) – Die taiwanesischen Unternehmen Antig http://www.antig.com und ACV http://www.avc.com.tw wollen auf der diesjährigen CeBIT die erste serienreife Brennstoffzelle für Notebooks präsentieren. Die Zelle hat die Größe eines CD-ROM-Laufwerkes. Schon im vergangenen Jahr haben die Taiwanesen Prototypen des Systems für Laptops im Messegepäck gehabt. Nun soll es jedoch schnell gehen, die Partner wollen ihre Entwicklung noch dieses Jahr auf den Markt bringen.

Die Brennstoffzellen laufen mit Methanol und werden über die Media Bay in den Laptop eingesetzt. AVC kombinierte die SoC PCB-Brennstoffzellenmodule von Antig mit den eigenen Erfahrungen in den Bereichen Wärmetechnik und Systemdesign. Herausgekommen sei eine Zelle mit hoher Funktionssicherheit zu einem konkurrenzfähigen Preis, so die Unternehmen. Genauere Spezifikationen blieben die Partner jedoch schuldig. Antig will auch ein externes, portables Brennstoffzellensystem zur Messe mitbringen. Es soll bei einem Gewicht von 1,7 Kilo 45 Watt Leistung liefern und mit einer Methanolpatrone ein Notebook bis zu acht Stunden mit Energie versorgen.

Das deutsche Unternehmen Smart Fuel Cell (SFC) http://www.smartfuelcell.de ist derzeit mit einem acht Kilogramm schweren, portablen System am Markt vertreten. Es ersetzt Dieselgeneratoren auf Booten oder in Wohnmobilen. In einer Kooperation mit dem koreanischen Unternehmen LG Chem http://www.lgchem.com arbeitet SFC derzeit an Brennstoffzellen für Consumergeräte. Probleme bereitet bisher noch die Größe der Systeme. Weltweit forschen große Elektronik- und Akku-Hersteller dieser alternativen Energieversorgung. Canon will beispielsweise seine Drucker mit Brennstoffzellen ausstatten. Prototypen wurden in Tokio bereits präsentiert (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=051028036 ). Andere Hersteller wie NEC, Toshiba, Hitachi und NTT DoCoMo engagieren sich ebenfalls auf dem Sektor von tragbaren Lösungen. Produkte auf den Markt zu bringen, ist jedoch noch keinem gelungen. (pte-Trend)

Sonnige Aussichten für den internationalen Pelletsmarkt

Sonnige Aussichten für den internationalen Pelletsmarkt
 
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Pforzheim/Berlin (pts019/18.10.2012/13:45) – Insgesamt 310 Teilnehmer aus 32 Nationen besuchten vom 9. bis 10. Oktober 2012 das 12. Industrieforum Pellets in Berlin. Die Experten aus Industrie, Handwerk und Verbänden diskutierten die neuesten Technologien und die Entwicklung der internationalen Pelletsmärkte. Die Nachhaltigkeit in der Produktion und Logistik war ein weiteres zentrales Thema der Konferenz. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz und zeigten sich vor allem zufrieden mit der zunehmenden Zahl internationaler Gäste: 57 Prozent der Teilnehmer kamen 2012 aus dem Ausland zum Industrieforum Pellets nach Berlin. Auch die inhaltlichen Ergebnisse der Konferenz sorgten für eine positive Stimmung bei Veranstaltern und Besuchern, denn europaweit stehen die Zeichen auf Wachstum. Vor allem im Industriepelletsmarkt für Großanlagen und Kraftwerke verzeichnet die Branche europaweit große Wachstumsraten. Aber auch im privaten Wärmemarkt stellen Hersteller und Dienstleister einen positiven Trend fest.

310 Besucher kamen zum 12. Industrieforum Pellets nach Berlin, 57 Prozent davon aus dem Ausland. Die Veranstalter zogen angesichts der Zahlen eine positive Bilanz und sehen sich in ihrer Strategie bestätigt. "Wir sind zufrieden mit der Resonanz und freuen uns über Teilnehmer aus 32 Nationen. Der Anteil der internationalen Gäste liegt dieses Jahr bei 57 Prozent. Unser Standortwechsel von Stuttgart nach Berlin, den wir vor allem zugunsten unserer ausländischen Gäste vollzogen haben, zeigt damit Erfolg", so Markus Elsässer, Geschäftsführer des Veranstalters Solar Promotion GmbH.

Die Zeichen stehen auf Wachstum

Vor allem der Industriepelletsmarkt erlebt international einen starken Boom, was nicht zuletzt auf die steigenden Rohstoffpreise weltweit zurückzuführen ist. Gerade gewerbliche Großanlagen haben angesichts der Preisentwicklung sehr kurze Amortisationszeiten. Auch der Kraftwerksmarkt wächst beträchtlich, beispielsweise in Großbritannien, wie Arnold Dale von Ekman & Co AB, Schweden, bei seinem Vortrag betonte. Auslöser für diesen Boom ist die britische "Renewables Obligation" Regelung, die stromerzeugende Unternehmen verpflichtet, wachsende Anteile ihrer Produktion aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Das Land besitzt 17 große Kohlekraftwerke, die ganz oder teilweise auf Holzpellets umgestellt werden könnten.

Auch bei der Wärmeerzeugung sind Holzpellets europaweit auf dem Vormarsch mit einem kontinuierlichen Wachstum von zehn bis zwanzig Prozent jährlich. Wie Dr. Christian Rakos, Präsident des European Pellet Council (EPC) berichtete, steigen in der EU die Zahlen der neu installierten Pellets-Heizkessel seit 2010 deutlich an. Im laufenden Jahr werden vorrausichtlich 60.000 Pelletskessel in Europa installiert, davon rund ein Drittel in Deutschland. Bei den Pelletsöfen erwartet die Branche 300.000 neue Geräte europaweit, 200.000 davon allein in Italien. Nach den Vorträgen zu den Entwicklungen der weltweiten Pelletsmärkte, erhielt Rakos noch eine besondere Anerkennung: Martin Bentele, geschäftsführender Vorsitzender, Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV), Berlin, überreichte "Deutschlands kleinen Energieriesen". Damit würdigte Bentele das Engagement von Rakos für den Austausch und die Kommunikation unter den Unternehmen des Wärme- und Strommarktes sowie der unterschiedlichen Verbände in der Bioenergiebranche.

Nachhaltigkeit als zentrales Branchenthema

Einigkeit herrschte auf dem Podium zur hohen Bedeutung von Nachhaltigkeitskriterien für die Branche. Diesem Thema widmete das Industrieforum Pellets eine eigene Session. Behandelt wurden dabei aktuelle Richtlinien und Zertifizierungsmodelle vom Holzanbau bis zur Produktion und zur industriellen Logistik. Aber auch die Grenzen der Zertifizierung wurden dabei deutlich. Wie Harald Arnold von Fram Renewable Fuels LLC., USA, betonte, können sich beispielsweise viele US-amerikanische Waldbesitzer aus Kostengründen keine Nachhaltigkeitszertifizierung ihrer Waldbewirtschaftung leisten, obwohl sie hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards verfolgen. Hier müsse man die geographischen Gegebenheiten beachten. Kritisch diskutiert wurde bei der abschließenden Podiumsdiskussion vor allem der Transport von Pellets über weite Distanzen und die Frage, welche Strecken unter welchen Umständen vertretbar sind.

Effizienz und Sicherheit in Herstellung und Distribution

Weitere Themenblöcke behandelten die Themen Effizienzsteigerung und Lagersicherheit. Im Themenblock "Pelletsproduktion" am Mittwoch, 10. Oktober, stellte Dr. Magnus Stahl, Karlstad Universität, Schweden, vor, wie sich der Energieverbrauch bei der Produktion von Holzpellets verringern lässt. Weitere Vorträge setzten sich mit dem Carbon Footprint der Pelletsproduktion oder dem Einfluss der Partikelgröße von Holzpellets auf die Brenneigenschaften auseinander.

Im Themenblock "Pelletshandling" erläuterte Peter Rechberger, European Pellet Council (EPC), Belgien, Neuerungen bei der ENplus-Zertifizierung. Weitere Themen waren der aktuelle Stand der VDI-Richtlinie für größere Pelletslager und die Veränderungen, die die neue österreichische Lagerraumverordnung (ÖNORM M 7137) mit sich bringt.

Im Themenblock "Logistik & Technologie" ging Gordon Murray, Wood Pellet Association of Canada, den Möglichkeiten einer effizienten internationalen Lieferkette nach. Über Technologie, Entwicklungsstand und Herausforderungen der Torrefizierung referierten Uwe Becker, Kema Consulting GmbH, Bonn, und Stephan Sternowsky, Amandus Kahl GmbH & Co. KG, Reinbek.

Jahreskonferenz des Biomasse-Panels der RHC-Plattform

Abgerundet wurde das 12. Industrieforum Pellets mit der Jahreskonferenz des Biomasse-Panels der "Europäischen Technologieplattform für Erneuerbares Heizen und Kühlen" (RHC-Plattform), das am Mittwochnachmittag, 10. Oktober, tagte. Diskutiert wurden vor allem die Möglichkeiten, Biomasse zur Wärmeerzeugung und Kühlung zukünftig weiter zu entwickeln.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.pelletsforum.de

Das verlängert Ihre Telomere

Äpfel und Nüsse, Fisch, Gemüse und ein Glas Wein dazu: Das verlängert Ihre Telomere – und Ihr Leben!

Bochum, 14. Dezember 2014:

Eine Auswertung der Nurses´ Health Study, publiziert am 2. Dezember
2014 (1) ergab, dass Mediterrane Kost mit der Telomeren-Länge assoziiert
ist. Dass regelmäßige Ernährung mit Gemüse, Früchten, Getreide,
möglichst in naturbelassenem Zustand, Nüssen, Olivenöl, Fisch und
mäßigem Alkoholkonsum mit geringerer Gesamtsterblichkeit, längerer
Lebensdauer und weniger chronischen, insbesondere kardiovaskulären
Erkrankungen einhergeht, wurde schon vielfach demonstriert. Jetzt wird
eine physiologische Erklärung dafür geliefert.

Von den >120 000 US-Krankenschwestern der Studie wurden 4676
gesunde Frauen mittleren Alters mit einer Kontrollgruppe aus dem
Gesamtkollektiv verglichen. Die Länge der Telomere wurden in peripheren
Leukozyten mit der quantitativen Polymerase-Kettenreaktion gemessen,
das Essverhalten mit einem Fragebogen nach einem Score-System von 1 bis
10 bestimmt. Die Telomerenlänge war nach Adjustierung für andere
Einflussfaktoren wie etwa Zigarettenrauchen oder Übergewicht mit
Co-Morbiditäten signifikant mit den Ernährungsgewohnheiten gemäß einer
Mediterranen Kost assoziiert.

Kommentar

Früchte, Gemüse und Nüsse, Kernkomponenten der Mediterranen Kost
wirken, wie mehrfach gezeigt, antioxidativ und antiinflammatorisch.
Beide Prozesse beeinflussen die Telomeren-Länge. Zur Erinnerung:
Telomere sind „Schutzkappen“ der Chromosomen, bestehen aus repetitiver
DNA und assoziierten Proteinen, die für die Stabilität der Chromosomen
verantwortlich sind. Mit jeder Zellteilung werden sie kürzer, so dass es
schließlich zum Absterben, zur Apoptose, oder zum Ruhen des Wachstums,
der Seneszenz der Zellen kommt. Das Enzym Telomerase kann Telomere aber
wieder verlängern. Für die Erforschung des Zusammenspiels dieser beiden
Prozesse und der Alterungsvorgänge hat Elizabeth Blackburn mit zwei
weiteren Forschern den Nobelpreis 2009 erhalten (2). Chronischer Stress
verkürzt die Telomere, vermittelt über den Serotonin- und
Dopaminhaushalt, moderate Lebensstilveränderungen können zu
Telomerenverlängerungen führen.

Liebe DGE-Mitglieder und Freunde unserer DGE-Homepage, genießen Sie
das, was Weihnachten reichlich bieten kann, auch in den kommenden
Jahren: Viel Fisch, wie jetzt etwa den berühmten böhmischen
Weihnachtskarpfen, Gemüse, Salat mit Olivenöl, darüber gehackte Nüsse,
und ein Glas Wein dazu – dann werden Ihre Telomere geschützt und Sie
erreichen ein hohes Alter!

Helmut Schatz

Olympische Spiele ohne Endokrinologie?

Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie
(Prof. Helmut Schatz, Bochum)

Olympische Spiele ohne Endokrinologie? Wohl nur in vergangener Zeit!

Als Weitspucken, Tauziehen und Sackhüpfen olympische Wettbewerbe waren

Hannover, 1. September 2016:

Was haben Olympische Spiele mit Endokrinologie zu tun?
Wachstumshormon, Erythropoetin, Androgene, Corticosteroide,
Beta-2-Sympathicomimetica, genau genommen alles, was den Stoffwechsel
beeinflusst fällt unter den Begriff „Doping“. Es gab aber auch Zeiten
bei den Olympischen Spielen, da waren Wettbewerbe mit Hormon-Doping noch
unbekannt. Es gab es Wettkämpfe wie Weitspucken, Tauziehen, Sackhüpfen
usw. So unglaublich es heute auch klingen mag – diese Wettkämpfe waren
tatsächlich olympische Disziplinen. Wir stellen einige der verrücktesten
Sportarten und Fakten der olympischen Geschichte der Neuzeit vor:

Reiten verrückt: Die Wettbewerbe mit Vierbeinern
gehören auch heute noch zu den Highlights der Olympischen Sommerspiele.
Im Jahre 1900 allerdings waren  die Pferde bei den Olympischen Spielen
in Paris  besonders gefordert. Beim Pferdeweitspringen nötigte der Belgier Constant van Langhendonck sein Pferd „Extra-Dry“ zu einem Flug über 6,10 Meter. Im Pferdehochsprung waren 1,85 Meter für Gold nötig. Und im Gespannfahren – auch als Postkutschfahren bezeichnet – triumphierte mit dem Belgier Georges Nagelmackers ein
55-Jähriger. Mit Pferden hatte er übrigens in seinem beruflichen Leben
wenig im Sinn: Er gilt als einer der Begründer des Eisenbahnverkehrs,
entwickelte den Orient-Express von Paris nach Konstantinopel mit und
verhalf der Idee von Schlaf- und Speisewagen zum Durchbruch.

Schwimmen verrückt: Auch im Wassersport kannte der olympische Einfallsreichtum keine Grenzen. Bei den Spielen 1904 stand Kopfweitsprung auf dem Programm. Es durften nach dem Eintauchen ins Wasser dabei keine
Schwimmbewegungen gemacht werden. Der US-Amerikaner William Dickey
gewann mit 19,05 Metern. Das Problem dabei: Parallel zu Olympia fand die
Weltausstellung statt und die Landwirtschafts-Unternehmen schütteten
fröhlich ihren Dung und Dünger in den See, in dem die Wettkämpfe
stattfanden. Beim ebenfalls nur einmal bei Olympia ausgetragenen Hindernisschwimmen musste auf einem 200 Meter langen Parcours zum Beispiel über Boote
hinweggeklettert werden. Bei der Olympia-Premiere 1896 gab es übrigens
ein 100-Meter-Freistil-Rennen nur für Matrosen. Die wollten unbedingt
beim Schwimmen mitmachen, waren aber eigentlich zu langsam – also wurde
extra ein olympischer Wettbewerb für sie geschaffen. Es lebe der
olympische Gedanke!

Tauziehen: Tauziehen ist ein echter
Olympia-Klassiker und eine der ältesten Sportarten der Welt. Schon 2500
v.Chr. sind auf Wandzeichnungen Vorläufer der Sportart zu sehen.
Zwischen 1900 und 1920 stand die Disziplin im Programm der Olympischen
Spiele. Zum skandalösen Höhepunkt kam es bei den Spielen 1908 in London.
Im einzigen Viertelfinal-Duell unterlag die USA einem Betriebsteam der
Polizei von Liverpool. Die US-Amerikaner protestierten danach, weil die
britischen Cops (Einsatzstiefel) Nägel an ihren Schuhen hatten und man
sich damit einen Wettbewerbsvorteil verschafft hatte. Die rein britische
Jury lehnte den Einspruch jedoch mit der fadenscheinigen Begründung ab,
dass die Nagelschuhe Teil der Dienstkleidung und deshalb zugelassen
seien. Olympiasieger wurden die Spikes-Benutzer aus Liverpool trotzdem
nicht – im Finale unterlagen sie dem Polizeiteam aus London.

Standspringen: Was heute eher wie eine Übung eines
überehrgeizigen Sportlehrers anmutet, war tatsächlich einmal olympische
Disziplin. Ohne Anlauf in die Höhe hüpfen oder eben auch mal in die
Weite. Der Amerikaner Ray C. Ewry hält bis heute den Weltrekord in
dieser Paradedisziplin. Im Jahr 1904 sprang er 3,476 Meter weit und
1,498 Meter hoch.

Sackhüpfen, Tonnenspringen und Weitspucken: Die
Olympischen Spiele von St. Louis 1904 gingen als die „Westernspiele“ in
die Geschichte ein. Unglaubliche 102 Sportarten waren olympisch. Sie
wurden parallel zur Weltausstellung ausgetragen und die Grenzen zwischen
olympischen Disziplinen und Jahrmarkt-Attraktionen war durchaus
fließend. Beim Tonnenspringen mussten die Teilnehmer alle 50 Meter kopfüber durch an Seilen aufgehängte Fässer springen. Champions wurden auch im Sackhüpfen und TabakWeitspucken gekrönt. Ergebnislisten existieren leider nicht mehr.

Überliefert ist dagegen die Geschichte des Marathonläufers Fred Lorz,
die eine Idee vom Chaos der Spiele gibt. Beim Marathon ließ er sich elf
Meilen (17,7 Kilometer) im Auto seines Managers kutschieren, bis das
Gefährt den Geist aufgab. Anschließend lief er zu Fuß über die Ziellinie
und ließ sich als Sieger feiern. Nachdem Zuschauer den Betrug verraten
hatten, bezeichnete Lorz seine Aktion als Witz. Er wurde lebenslang
gesperrt und gewann trotzdem 1905 den Boston-Marathon. Ob mit oder ohne
Auto ist nicht bekannt.

Schießen auf lebende Tauben: Die Olympischen Spiele
1900 in Paris waren eine blutige Angelegenheit. Über 300 Tauben mussten
ihr Leben lassen, weil beim Schießen einmalig auf lebende Objekte
geschossen wurde. Der Belgier Leon de Lunden holte 21 vom Himmel,
verfehlte nur zwei – und wurde damit Olympiasieger. Glücklicherweise
wird im Sportschießen heute nur noch auf Tontauben (Tonscheiben)
geschossen. Und die Tauben flattern lebend als Friedensbotschafter bei
der Eröffnungsfeier aus dem Olympiastadion.

Gold für Kunst und Kultur: Die vielleicht
ungewöhnlichsten Medaillengewinner in der Geschichte der Olympischen
Spiele sind Künstler. Zwischen 1912 und 1948 wurden bei den olympischen
Kunstwettbewerben Olympiasieger in den Bereichen Architektur, Literatur,
Musik, Malerei sowie Bildhauerei gekrönt. Die Verflechtung von Sport
und Kultur bei Olympia ging auf eine Idee von Pierre de Coubertin
zurück, dem Begründer der modernen Olympischen Spiele. Coubertin reichte
übrigens 1912 unter dem Pseudonym „Georges Hohrod und Martin Eschbach“
seine „Ode an den Sport“ ein und wurde damit als einziger Teilnehmer
Olympiasieger in der Literatur-Kategorie. Nicht nur bei den Spielen 1924
waren die Jury-Mitglieder – zum Beispiel Schriftstellerin Selma
Lagerlöf und Komponist Igor Strawinski – berühmter als die Teilnehmer.
Zwei Personen brachten das Kunststück fertig, sowohl in einem
künstlerischen als auch im sportlichen Wettbewerb eine Olympia-Medaille
zu gewinnen. Der US-Amerikaner Walter Winans gewann 1908 und 1912 Gold
und Silber als Sportschütze in der Disziplin „Laufender Hirsch
(Doppelschuss)  und später im Jahre 1912 eine Goldmedaille für seine
Skulptur „An American Trotter“. Alfréd Hajós aus Ungarn gewann 1896
Doppelgold im Schwimmen und wurde 28 Jahre später mit einer
Silbermedaille für seinen Entwurf des Schwimmstadions in Budapest
ausgezeichnet.

Seit wann genau auch die Endokrinologie – in Form von Doping – als
„olympische Disziplin“ mit dabei ist konnte ich nicht ausfindig machen.
Ich kann mich aber noch an meine Jugendzeit erinnern, als in den 1960er
Jahren die beiden sowjetischen Press-Schwestern, Tamara und Irina
Press, im Kugelstoßen und im Diskuswerfen alle Olympischen Medaillen
sowie Welt- und Europameistertitel abräumten, die es zu gewinnen gab.
Den beiden Schwestern wurde nachgesagt, ihr Geschlecht könne nicht
festgelegt werden. Sie galten manchen schon bald zumindest als
Hermaphroditen; nach anderer Ansicht waren sie mit männlichen Hormonen
gedopt. Womit wir wieder bei der Endokrinologie angelangt sind. Spötter
nannten die beiden „Press Brothers“. Nachdem die Bestimmung des
Geschlechts für alle international auftretenden Sportlerinnen 1966 zur
Pflicht wurde (diese Tests wurden 2000 in Sydney wieder abgeschafft),
verschwanden beide Sportlerinnen von der Sportlerbühne. Die westliche
Presse verstand diesen Rückzug als Eingeständnis. Die russischen
Zeitungen dementieren dies bis heute.

Nicht nur Menschen, sondern Pferde werden heute ebenfalls gedopt,
auch in Deutschland. Bei den Olympischen Spielen in China 2008 war das
Pferd „Coester“ des deutschen Springreiters Christian Ahlmann positiv
auf die verbotene Substanz Capsaicin getestet worden, ein Mittel, das
heute zur Behandlung der schmerzhaften diabetischen Neuropathie
eingesetzt wird. Damit sind wir – nach dem Ausflug in verrückte
olympische Wettkämpfe – wieder in den „Niederungen der olympischen
Endokrinologie“ angekommen.

Klaus-Dieter Döhler, Hannover

Videobrille: Ein 28-Zoll-Screen für Handys

Teleglass mit kleinstem Display für mobile Video-Anwendungen

Tokio (pte/30.06.2005/11:23) – Die japanische Scalar Corp
http://www.scalar.co.jp/eng_com.html hat mit Teleglass die nach eigenen
Angaben derzeit kleinste Video-Brille für mobile Anwendungen auf den
Markt gebracht. Verbunden mit einem Handy, einem tragbaren DVD-Player
oder einer Digital-Kamera projiziert das Teleglass die Bilder direkt in
das Auge des Users. Dadurch wird ein virtueller Bildschirm geschaffen,
der einem realen 28-Zoll-Schirm entspricht, der aus einem Abstand von
rund zwei Metern betrachtet wird.

Was nach einem Ausstattungsmerkmal für künstliche Wesen a la Borg
ausschaut, wird von Scalar-Präsident Masao Yamamoto als Durchbruch bei
Videobrillen gelobt. Das System verfügt über einen Schalter, mit dem
die Kunden das bevorzugte Auge wählen können, mit dem sie die Videos
anschauen. Die Video-Brille projiziert die Bilder entweder in das linke
oder das rechte Auge – der Nutzer kann mit dem einen Auge Filme oder
Fernsehen anschauen, Textmeldungen lesen oder Bilder betrachten,
während das zweite Auge frei bleibt für andere Sinneseindrücke.

Die Londoner Times lobte das Produkt als "ultimatives Gadget für alle,
die gelangweilt in einer Schlange stehen oder zur Arbeit pendeln." Laut
einem Testbericht der Zeitung sind die durch Teleglass projizierten
Bilder überraschend klar und das Auge müsse sich nicht über Gebühr
anstrengen, um die Bilder über eine längere Zeit lang anzuschauen.

Teleglass wiegt nur fünf Gramm und wird einfach auf eine normale Brille
aufgesetzt. Eingebaut in das System ist ein winziges Display von 0,24
Zoll Diagonale, das vom US-Produzenten Kopin http://www.kopin.com/
stammt und neben einer hohen Auflösung mit einem äußerst geringen
Energieverbrauch aufwarten soll.
http://www.kopin.com/products/index_cyberdisplay.html Der Preis für das
Komplett-System wurde vorläufig nicht bekannt gegeben.