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Gesundheit ist die beste Altersvorsorge

Die eigene Gesundheit sollte künftig vor dem Eigenheim geplant werden

München (pts/08.10.2009/10:15) – Die allgegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise, so das Ergebnis einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Studie, öffnet vielen Menschen die Augen. Endlich, kann man da nur sagen. Ein aus Sicht des CNW Customer Network Worldwide http://www.cnw.ag besonders alarmierendes Ergebnis der Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach ist, dass zwei Drittel aller Deutschen (63%) "selten oder gar nicht" über Altersvorsorge im Familien- und Freundeskreis sprechen. Bei den jüngeren Berufstätigen ist der Prozentsatz (75%) sogar höher. Das Thema wird entweder zum Nicht-Thema erklärt, oder auf die lange Bank geschoben. Bereits heute gehen 45% der Berufstätigen davon aus, das sich die Wirtschaftskrise negativ auf die Höhe ihrer gesetzlichen Rente auswirkt.

Als "Sicherheitszuschuss zum Lebensunterhalt" hatte Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahre 1889 die gesetzliche Altersvorsorge auf Druck der Gewerkschaften auf den Weg gebracht. Die Menschen erhielten sie erst mit 70. Bis dahin hatte die Familie für die Alten zu sorgen. Aus den Beiträgen wurden Rückstellungen gebildet, wie es etwa private Lebensversicherungen praktizieren. Eine Invaliden- und Hinterbliebenenrente folgte.

Im Jahr 1916 wurde das Rentenalter auf 65 gesenkt, die Zahl der Empfänger verdoppelte sich dadurch explosionsartig. Die sozialpolitische Streicheleinheit hinderte das damalige Kaiserreich allerdings nicht daran, die Rücklagen der Rentenversicherung zur Finanzierung ihrer Kriegsmaschinerie zu verwenden. Ein weiteres Mal vergriff sich dann das Hitler-Regime an den Reserven der Arbeitnehmer in den Dreißigerjahren, um die Rüstungsindustrie für den Zweiten Weltkrieg zu finanzieren.

In der neuzeitlichen Bundesrepublik verkam die Rentenversicherung schnell zur wahlpolitischen heiligen Kuh, die angeblich immer Milch geben wird. Weil im Zweiten Weltkrieg viele Menschen alles verloren hatten und der Staat die Rentenreserven verbraucht beziehungsweise durch die Währungsreform entwertet hatte, wurde im Jahr 1957 das Umlagesystem eingeführt. Im Volksmund als der Generationenvertrag bekannt. Eine Art Schneeballsystem: Wer einen Job hat, zahlt in die Rentenkasse ein. Das Geld wird sofort an die Rentner ausgezahlt, dafür haben die Jungen Anspruch darauf, dass ihre Renten eines Tages von nachfolgenden Generationen bezahlt werden.

Im Jahr 2006 gingen Frauen im Durchschnitt mit 63,2 und Männer mit 63,3 Jahren in Altersrente. Damit nahmen Männer ihre Altersrente rund 1,2 Jahre und Frauen rund 0,8 Jahre später in Anspruch als vor dem Inkrafttreten der Reform zur Anhebung und Flexibilisierung der Altersgrenzen im Jahr 1997. Aktuellen Meldungen zufolge verschiebt sich der Rentenzugang mit großer Wahrscheinlichkeit weiter in Richtung 67 Jahre oder sogar später. Dieser Anstieg ist zum Teil demografisch bedingt, spiegelt aber auch die Reaktion der Versicherten wieder, die sich für einen späteren Renteneintritt entscheiden (müssen), um Abschläge auf der Einkommensseite zu vermeiden oder deren Höhe zu verringern.

Es geht, mehr denn je, um die Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit. Sie ist für die Altersgruppen der heute 25 – 55-Jährigen, neben der privaten Altersvorsorge, der Schlüssel zur finanziellen Absicherung im Alter. Die Politik ist nicht mehr in der Lage den Bankrott des Rentensystems aufzuhalten. "Unsere Kinder und Kindeskinder müssen bereits mit der Unfähigkeit unserer vorangegangenen Sozialpolitik in eine ungewisse Zukunft gehen. Das Mindeste was wir noch tun können: Ihnen eine zusätzliche Ausbildung mitzugeben, wie sie noch mit 65. Jahren gesund bleiben und täglich mit Freude in die Arbeit gehen", so Heinz Köller, Verwaltungsratspräsident des CNW Customer Network Worldwide http://www.cnw.ag.

Die brain in action® Management Academy http://www.brain-in-action.com bietet in Zusammenarbeit mit dem CNW, Intensiv-Seminare und Workshops rund um das Thema Corporate Fitness Management (CFM) an. CFM ist eine Weiterentwicklung der Philosophie und der Umsetzung des Work-Life Balance-Gedankens. Dabei steht die soziale Verantwortung des Unternehmens für die Beschäftigten nicht im Vordergrund. Sie ist quasi ein Nebenprodukt. Primär geht es um ein innovatives Gesamtkonzept, dass eine positive Auswirkung auf die physische und mentale Leistungsfähigkeit, Motivation und damit Produktivität jedes Mitarbeiters hat.

Nähere Informationen und Anmeldung:
http://www.brain-in-action.ag/de/home-biama.html
http://www.brain-in-action.ag

03.05.2018 Arbeit der Zukunft – Gedanken von Jean Pütz

Ich bin kein Prophet, aber öfters habe ich Entwicklungen vorausgesehen, die sich dann in meinen Fernseh-Sendungen widerspiegelten. Nur als Beispiel: Meine ‚Einführung in die Digitaltechnik‘ lief mit 13 Folgen 1973. Damals konnte ich sogar den VDI dazu gewinnen, Vier-Wochen-Begleit-Seminare dazu zu veranstalten. Da mein Begleit-Buch: ‚Einführung in die Digitaltechnik‘immerhin über 200 000 mal verkauft und einer der wenigen Bestseller des VDI-Verlags wurde, bin ich sicher, dass das bleibenden Eindruck hinterlassen und auch dem Handwerker die Möglichkeiten der Digitaltechnik bereits 20 Jahre vor deren raumgreifender Entwicklung vermittelt hat.
Später – 1978 – in der Sendung ‚Intelligenz en Miniatur – Mikroprozessoren revolutionieren die Technik‘, die im 1. Programm der ARD ausgestrahlt wurde, präsentierte ich am Anfang in einem menschenleeren Studio 20 Maschinen. Diese liefen einfach so vor sich hin und die Kamera erfasste nach und nach jede einzelne Maschine. Nur in einer Ecke auf einem mit Mikroprozessoren bestückten Radtrainer (Dynavit) begegnete die Kamera dem ersten Menschen. Das war ich, aber erst nach vier Minuten, und begann mit meiner Moderation. Das war die Vorwegnahme Industrie 4.0. Dass auch Juroren manchmal klug sein können wurde mir bewusst, als ich auf diese Sendung hin ein Jahr später den damals hoch dotierten Wissenschaftsjournalistenpreis für Fernsehsendungen, den Batelle-Preis, erhielt.
Auch die Satelliten-Kommunikation, Glasfasertechnik usw. habe ich vorweg genommen und sogar versucht, über BTX eine Art persönliches Internet mit den Fernsehgeräten meiner Zuschauer zu schaffen, was allerdings in die Hose ging.
Das postfaktische Zeitalter vorwegnehmend – und daran warst Du ja auch selbst beteiligt – haben wir die Wissenschaftspressekonferenz gegründet. Damals bat ich die GMD, an der Du tätig warst, eine Plattform zu schaffen, die nicht nur Pressekonferenzen, sondern auch glaubhafte Nachrichten verbreitet werden konnten. Dabei wollte ich die WPK (WPK.org) federführend beteiligen. Diese Idee hat sich bei mir so eingefressen, dass ich mit dem aufkommenden Internet eine eigene Plattform schuf, in der es mir seit Jahren gelungen ist, mittlerweile über 45.000 glaubhafte wissenschaftliche Berichte (zum Teil mit der Science Community abgestimmt) zu veröffentlichen.
Anfangs erschien mir das alles als Utopie, aber sie hat sich realisiert. Ich nenne das einmal konkrete Utopie. Wichtige Aspekt, die ich immer eng mit einbezogen habe, waren soziologische und didaktische Elemente. Wie Du weißt, habe ich ja auch ein Soziologie-Studium in Köln abgeschlossen, einzig aus dem Grund, technische mit politischen und soziologischen Aspekten zu vereinen. Es ging mir seinerzeit vor allen Dingen um empirische Soziologie, die René König, Alphons Silbermann und Erwin Scheuch an der Uni Köln vertraten, d. h. die sogenannte Verhaltenssoziologie, die im krassen Gegensatz zur ‚Frankfurter Schule‘ mit ihrer kritischen Theorie stand. Das waren ja eher Philosophen, die wunderbare Konstrukte als Werte postulierten. Nur, als einziger Störfaktor erschien mir der Mensch.
Damals kam ich zur Überzeugung, dass Psychologie Kaffeesatz-Leserei ist, während soziologisches Verhalten sich durchaus in gesetzmäßigen, bzw. Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit, vergleichen lässt. Ich vergleiche das immer mit der Thermodynamik, die das chaotische Verhalten des einzelnen Moleküls nicht vorhersagen kann, aber die Gesamtenergie aller Moleküle im Raum einfach durch ein Thermometer in Graden exakt beschreiben lässt. Eben deshalb, weil eine große Anzahl, d. h. ein großes Sample, auf die Soziologie bezogen solche Rückschlüsse erlaubt.
Darum sollte man ganz vorsichtig sein mit Utopien, die das menschliche Verhalten nicht an vorderster Stelle mit einbeziehen. Das gilt meines Erachtens auch bezüglich des Grundeinkommens. Ein bedingungsloses wäre der größte Fehler, den man machen kann. Hinzu kommt, dass der Mensch, der keine formale Beschäftigung hat, scheitert, nach dem Sprichwort: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Er verliert in der Regel sein Selbstbewusstsein und resigniert auch im privaten Raum. Als Beispiel will ich viele Probanden nennen, die in Rente gehen. Der Traum, sich auf die faule Haut legen zu können, ist fortan mit einem Todesurteil verbunden.
Ich bin übrigens fest davon überzeugt – wie das Geschichte lehrt – dass selbst dann, wenn die Industrie 4.0 Raum greift, soviel Arbeitsflächen entstehen, dass jeder, der guten Willens ist, auch eine nützliche Beschäftigung findet. Wobei ich schon immer moniere, dass der Akademiker-Bereich völlig überschätzt wird, währen Menschen, die Hand anlegen, also Handwerker und solche, die Dinge im wahren Sinne begreifen, völlig unterschätzt werden.
Ein erstes Anzeichen dafür ist der bereits heute bestehende Fachleutemangel. Der bedroht auf die Dauer unsere gesamte Wirtschaft. Hier müsste auch etwas am gesellschaftlichen Bewertungs-System getan werden, damit das ‚Duale System‘ inkl. Berufsschulsektor aufgewertet wird.
Also, algorithmisches Denken darf nicht nur in Höheren Schulen gelehrt werden, sondern muss auch im berufsbegleitenden Schulen Einzug finden.
Trotzdem halte ich die in Deinem Schreiben aufgeführten Gedanken für hervorragend, sie müssen nur noch ergänzt werden. Daher meine längere Abhandlung und ich bin gerne bereit, mitzureden.
Viele Grüße
Jean

Foto-Tipps für gelungene Weihnachtsfotos

Ifolor: Foto-Tipps für gelungene Weihnachtsfotos
So halten Sie die schönsten Weihnachtsmomente fest
 
Ifolor: Foto-Tipps
[ Fotos, PDFs ]

Kreuzlingen (pts007/12.12.2013/10:00) – Die Weihnachtszeit bietet eine der schönsten Kulissen für stimmungsvolle Fotos. Die digitale Kompaktkamera ist schnell zur Hand, um diese Momente einzufangen. Da kann es passieren, dass Fotos zu dunkel werden, durch den Einsatz von Blitzlicht die besondere Atmosphäre verloren geht oder die Bilder verwackelt sind. Auch für das Familienfoto bedarf es meist mehrerer Versuche, bis der perfekte Moment festgehalten werden kann. Ifolor gibt fünf praktische Tipps für gelungene Weihnachtsfotos.

Gedämpftes Licht und Kerzenschein zaubern weiche Farbtöne und verbreiten Weihnachtsstimmung. Gross aber ist die Enttäuschung, wenn das Gruppenbild mit Familie und Freunden zu dunkel wird, die weihnachtliche Atmosphäre durch Blitzlicht verloren geht oder das Foto schlicht unscharf wird.

Fünf Weihnachtsfoto-Tipps von ifolor

Tipp 1: Fotografieren Sie ohne Blitz und benutzen Sie ein Stativ oder stellen Sie die Kamera auf einen festen Untergrund für mehr Stabilität. Das kalte Blitzlicht überstrahlt sanfte Lichtquellen und verursacht harte Schatten und Kontraste, was den Fotos die feierliche Stimmung nimmt. Ausserdem können Sie bei den meisten Kameras im Menü die Lichtempfindlichkeit (den so genannten ISO-Wert) erhöhen. In beleuchteten Innenräumen reicht ISO 800 – ISO 1600 meistens aus. Wenn die Bilder trotzdem nicht wie gewünscht gelingen, gibt es im Nachhinein die Möglichkeit, diese am PC mit kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen wieder aufzuhellen oder mit Schärfungsfiltern zu korrigieren.

Tipp 2: Vermeiden Sie Gegenlicht. Befindet sich das Motiv vor einem hellen Hintergrund wie einer Lichtquelle, z.B. Kerzenschein, oder Schnee, wird es meist zu dunkel dargestellt. Positionieren Sie Ihre Liebsten deshalb statt vor dem erleuchteten Weihnachtsbaum besser seitlich davon, damit die strahlenden Gesichter auf dem Foto optimal zur Geltung kommen.

Tipp 3: Kinder auf Augenhöhe fotografieren. Die Freude und Begeisterung der Kinder bei der Weihnachtsbescherung fangen Sie am besten ein, wenn Sie sich beim Fotografieren direkt auf deren Augenhöhe begeben. Verwenden Sie den Autofokus und schalten Sie wenn möglich auf Weitwinkel-Modus. So verlieren Sie keine Zeit für manuelles Einstellen und können die erinnerungswürdigen und spontanen Reaktionen der Kinder im Foto erfassen.

Tipp 4: Seien Sie kreativ und experimentierfreudig. Ungewöhnliche Perspektiven und Positionierungen des Motivs machen das Erinnerungsfoto interessant und dynamisch. Positionieren Sie Ihr Motiv nicht ganz mittig, so wirkt Ihr Bild noch lebendiger. Ein mutiger Bildausschnitt verleiht Ihren Fotos zudem zusätzliche Attraktivität.

Tipp 5: Planen Sie Ihr Bild. Machen Sie sich bereits im Vorfeld ein paar Gedanken, an welchem Ort und bei welcher Lichtstimmung sich das Fotografieren am besten eignet und welche Motive Sie unbedingt festhalten möchten. Als optimale Vorbereitung lohnt es sich, die Bedienungsanleitung der Fotokamera wieder ein Mal zu studieren und die verschiedenen Kamera-Modi bei Gelegenheit zu testen.

Honorarfreie Fotos unter: http://www.ifolor.ch/presse

Ifolor ist ein internationaler Online-Anbieter für personalisierte Fotoprodukte. Das Angebot umfasst attraktive und hochwertige Produkte rund um das Thema Foto wie beispielsweise Fotobücher, Fotokalender, Fotogrußkarten, Fotoleinwände, Digitalfotos sowie verschiedene Fotogeschenke. Das 1961 gegründete Schweizer Familienunternehmen ifolor ist derzeit in acht Ländern aktiv: Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz. Das Unternehmen unterhält mit moderner Technologie ausgestattete Produktionsstandorte am Hauptsitz in Kreuzlingen am Bodensee (Schweiz) und in Kerava bei Helsinki (Finnland). Weitere Informationen unter: http://www.ifolor.ch

Schnüffeldiagnose für Lungenkrebs

Cleveland (pte/07.04.2005/15:50) – Die jüngsten technischen
Entwicklungen im Bereich der Medizintechnik geben Hoffnung auf eine
frühere Diagnostizierbarkeit von Lungenkrebs. Denn durch ein handgroßes
Elektrogerät – die Cyranose – soll der Lungenkrebs schon bald
olfaktorisch anhand der ausgeatmeten Luft diagnostiziert werden können.
US-amerikanischen Forschern der Cleveland Clinic in Ohio
http://www.clevelandclinic.org ist es gelungen, einen Prototypen zu
entwickeln, der ein früheres Erkennen dieser aggressiven
Krebserkrankung möglich macht. Elektronische Schnüffelgeräte, die
bestimmte Gase aufspüren, gibt es schon seit mehreren Jahren. Doch nun
ist es den Forschern erstmals gelungen einen speziellen
Lungenkrebsdetektor zu entwickeln.

Lungenkrebs ist derzeit die weltweit gefährlichste Krebsform. Das
Problem dieser Erkrankung liegt darin, dass viele Patienten die
Symptome lange ignorieren und so der Krebs erst im Endstadium
festgestellt wird. Die Forscher konnten bei ihren Untersuchungen
ermitteln, dass sich der Atem von Lungenkrebs-Patienten durch gewisse
Stoffe sowohl von dem Atem gesunder Patienten als auch von der Atemluft
anderer Lungenerkrankungen unterscheidet. Durch die variierenden
Anteile von Benzol, Azeton und anderer Gase lassen sich Rückschlüsse
auf eine mögliche Erkrankung ziehen, erklären die Forscher.

"Derzeit ist die Entwicklung von Diagnosegeräten sprichwörtlich noch
eine Brave New World", stellt Studienleiter Corey Langer fest. Die
Forscher hoffen nun, dass die Cyranose in naher Zukunft Teil eines
regelmäßigen Gesundheitschecks wird, der eine Frühdiagnose von
Lungenkrebs – vor allem bei Rauchern – ermöglicht.

Risiken für Anbau von Oliven

In Spanien und Italien geplant

Risiken für Anbau von Oliven

München, 1. 8. 2013 Die englische Firma Oxitec plant Freisetzungen

gentechnisch veränderter Olivenfliegen in Spanien (Katalonien) und
Italien. Die

Männchen dieser Fliegen wurden gentechnisch so manipuliert, dass
ihre

weiblichen Nachkommen schon als Larve zugrunde gehen sollen. Auf
diese

Weise sollen die Fliegenpopulationen reduziert werden. Die Larven
leben in

Oliven und richten in den betroffenen Gebieten erheblichen Schaden
an. Jetzt

soll eine nicht näher bezifferte Anzahl gentechnisch veränderter
männlicher

Fliegen in Spanien – nahe der Küstenstadt Tarragona – freigesetzt
werden. Um

ein Entkommen zu verhindern, soll die Versuchsfläche mit Netzen
abgespannt

werden. Ähnliche Versuche sind auch in Italien geplant. Die
Versuche sind nach

dem derzeitigen Wissensstand von Testbiotech von den Behörden noch
nicht

genehmigt und wären die ersten Freisetzungen gentechnisch
veränderter Tiere

in der EU.

„Der
Versuch bedeutet zunächst ein erhebliches Risiko für die Olivenbauern.
Entkommen

die
gentechnisch veränderten Fliegen, droht die Ernte in der Region unverkäuflich
zu

werden.
Wenn sich gentechnisch veränderte Larven in den Oliven befinden, sind diese

nicht
als Lebensmittel zugelassen“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Die
weiblichen

Nachkommen
der Gentechnik-Insekten sollen zwar schon als Larve absterben. Aber die

männlichen
Nachkommen können monatelang überleben und sich weiter paaren und

vermehren.
Entkommen die männlichen Tiere, kann ihre weitere Ausbreitung kaum

kontrolliert
werden. Olivenfliegen sind dafür bekannt, dass sie Flugdistanzen von mehreren

Kilometern
zurücklegen können.“

Bisher
werden zur Bekämpfung der Olivenfliege unter anderem Insektizide, biologische

Mittel
wie Fliegenfallen und auch bestrahlte, unfruchtbare Insekten eingesetzt. Die

gentechnisch
veränderten Insekten, die unter anderem mit Genen für fluoreszierende

Proteine
ausgestattet sind, sind mit den bestrahlten Insekten jedoch nicht vergleichbar:
Sie

tragen
zusätzliche synthetische DNA in sich, die aus Teilen des Erbguts von

Meeresorganismen,
Bakterien, Viren und anderer Insekten zusammengesetzt ist. Wie diese

Insekten
in der Umwelt und auf wechselnde Umweltbedingungen reagieren, ist nicht

ausreichend
erforscht. Sie wurden bisher nur im Labor beobachtet und vermehrt.

Christoph
Then: „Oxitec hat bereits 2012 versucht, mit den geplanten Versuchen in

Südeuropa
neue Investoren zu werben. Die Firma hat auch verschiedene Patente auf ihre

Insekten
angemeldet. Es ist zu befürchten, dass es bei diesen Versuchen eher um

kommerzielle
Interessen als um die Lösung der Probleme im Olivenanbau geht. Nach

unserem
derzeitigen Kenntnisstand würden wir dazu raten, diese Anträge auf Freisetzung

abzulehnen.“

Fake-Wissenschaft in der Diskussion

Meine persönliche Stellungnahme zum unten stehenden Link:

Fake-Wissenschaft
ist ein falscher Begriff. Es geht nicht um Lügen-Wissenschaft bzw.
falsche Wissenschaft, sondern nur darum, dass unseriöse Verlage
versuchen, Wissenschaftler zu ködern, weil es schneller geht und
teilweise die Kontrollen lasch sind. Gegen ein entsprechendes Entgelt
wissenschaftliche Ergebnisse zu veröffentlichen.

Dabei
handelt es sich um ein vielschichtiges Problem, das allerdings nicht
mit Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu tun hat, sondern mit bestimmten
Usancen, die sich in der Wissenschafts-Welt breitgemacht haben,
insbesondere weil selbst die allgemein anerkannten wissenschaftlichen
Zeitschriften, sozusagen kapitalistisch nach großem Profit streben, so
dass selbst die Bibliotheken der Universitäten, in denen Forschung
geschieht und viele Forschungsinstitute auf der ganzen Welt sich das
Abonnement leisten können.

Ich
fordere, dass sich zumindest  in Deutschland diese katastrophale Lücke
von der Politik öffentlich-rechtlich geschlossen wird, z. B. dass
Wissenschaftlern die Möglichkeiten geboten wird, ihre Forschungen, die
teilweise ja auch vom Steuerzahler finanziert wurden, in nachprüfbaren
Einrichtungen zu veröffentlichen. Diese Aufgabe könnte einem zu
gründenden Institut oder der Max-Planck-Gesellschaft bzw. anderen
Forschungseinrichtungen übertragen werden. Das muss natürlich auch mit
finanziellen Mitteln aus dem Steuersäckel versehen werden.

Wichtig
ist, dass die Science Community, das heißt die Gemeinschaft aller
Wissenschaftler in die Lage versetzt werden muss, Fake-Wissenschaft  und
deren Folgen zu verhindern
, damit dadurch nicht Bürger
verunsichert  oder sogar Wahlergebnisse manipuliert werden können, in
dem Bürger im Sinne vom ‚Rattenfänger von Hameln‘ populistisch zu
Entscheidungen geführt werden. Leider ist das in der sogenannten
postfaktischen Gesellschaft á la Donald Trump zur Wirklichkeit geworden.

Ohne seriöse, glaubhafte und wahre
Wissenschaft zieht die Demokratie den Kürzeren. Wenn Sie das Problem
interessiert wie alles gekommen ist, dann hören Sie sich zunächst einmal
das Interview meines Kollegen Martin Schneider, dem Vorsitzenden der
WPK, die Wissenschaftsjournalisten (www.wpk.org)
an und lesen Sie zweitens den exzellenten Beitrag unseres Kollegen
Georg Mäder von der streng seriösen Wissenschafts-Zeitschrift
‚Spektrum‘. Er beschreibt Thema in einer sehr anspruchsvollen und
ethischen Breite, aber für Interessierte lohnt es sich sehr.

Mäders Moralfragen

Hauptsache publiziert

Bei
manchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen geht es nicht darum, dass
sie jemand liest. Sie sollen nur die Publikationsliste des Autors
verlängern, damit er damit glänzen kann. Das würde niemand machen, wenn
sich Gutachter nicht blenden ließen.

In
meiner Promotionszeit habe ich mal einen Artikel bei einem wirklich
renommierten Fachjournal eingereicht. Es dauerte nur ein paar Wochen,
und ich erhielt eine Absage. Einer der beiden anonymen Gutachter hatte
mir netterweise einige Kritikpunkte genannt, der andere beließ es bei
einem Satz: ungeeignet für unsere Zeitschrift. Später habe ich den
Artikel erneut eingereicht – bei einem Magazin, das eher meiner
Kragenweite entsprach. Dort dauerte die Begutachtung (im Englischen wird
das Verfahren »Peer Review« genannt, also: Begutachtung unter
Fachkollegen) dann so lange, dass ich nicht mehr an der Uni war, als die
Bitte kam, den Artikel für eine eventuelle Veröffentlichung zu
überarbeiten.

So ungefähr ergeht es, glaube ich,
vielen Wissenschaftlern – mitunter auch den sehr guten, und sie gehen
vermutlich auch ähnlich damit um. Jedenfalls erinnere ich mich an einen
Nobelpreisträger, der witzelte, die Abkürzung »PNAS« stehe für:
Previously Not Accepted at »Science«, also: zuvor beim
Wissenschaftsmagazin »Science« abgelehnt. Tatsächlich handelt es sich
auch bei »PNAS« um ein angesehenes Magazin mit dem Titel »Proceedings of
the National Academy of Sciences of the USA«. Aber »Science« hat einen
Impact-Faktor von 37 und »PNAS« nur einen von 10 – und das heißt, dass
ein Artikel in »Science« viel mehr Aufmerksamkeit erhält als einer in
»PNAS«. Denn diese Zahl gibt an, wie häufig Artikel aus diesen Journalen
zitiert werden. Und wer zitiert wird, wird ernst genommen, daher ist
der Impact-Faktor ein Wert für das Renommee.

Weil angesehene
Zeitschriften häufiger gelesen werden als weniger angesehene, bemühen
sich Wissenschaftler darum, ihre Artikel dort unterzubringen. Denn auch
für sie wird aus der Häufigkeit, mit der ihre Artikel zitiert werden,
eine Zahl berechnet: der h-Faktor. Er erlaubt es, bei Berufungsverfahren
schnell ein erstes Ranking der Kandidaten aufzustellen. Natürlich
sollte bei der Frage, ob jemand zum Professor berufen wird, nicht eine
Zahl den Ausschlag geben. Denn die Zahl lässt sich trimmen – zum
Beispiel indem man ein interessantes Forschungsergebnis auf drei Artikel
aufteilt. Und man möchte doch nicht ernsthaft jemanden ans Institut
holen, der bei solchen Tricksereien seine Fähigkeiten ausspielt, aber
ansonsten faul ist und langweilig unterrichtet. Doch ich vermute, dass
viele in den Berufungskommissionen auf solche Zahlen schauen, um sich
einen ersten Eindruck der Bewerberlage zu verschaffen. Man kann
schließlich nicht von jedem Kandidaten die Artikel selbst lesen.

Schreiben für den Papierkorb

Diese
Vorrede ist nötig, um ein seltsames Phänomen einzuordnen, das seit etwa
zehn Jahren wächst und gedeiht: Wissenschaftler veröffentlichen
zunehmend in Fachzeitschriften, die gar kein Renommee haben und nicht
gelesen werden. Sie versenken damit Forschungsergebnisse, die mit
Steuergeld gefördert wurden. Die Magazine, in denen sie veröffentlichen,
werden »Predatory Journals« (Raubjournale) genannt, weil sie für die
Veröffentlichung Geld verlangen, ohne dem Autor dafür etwas zu bieten.
Sie haben sich im Schatten der Open-Access-Bewegung ausgebreitet, der es
darum geht, Forschungsergebnisse für alle zugänglich zu machen. Eine
wichtige Triebfeder dieser Bewegung sind die teuren Abos vieler
Fachjournale, deren hoher Preis ungerechtfertigt erscheint, da die
Autoren und Gutachter gar nicht von den Verlagen für ihre Arbeit bezahlt
werden – sie bekommen ihr Geld üblicherweise aus Steuermitteln.

Beim
Open Access verlangen die Verlage nicht von Lesern oder Bibliotheken
eine Gebühr, sondern vom Autor. Die Gebühr soll die Kosten für
Begutachtung, Lektorat, Layout und das Einpflegen in die Fachdatenbanken
decken. So halten es auch die Raubjournale – nur dass sie für ihr Geld
nicht viel mehr tun, als den Artikel ins Netz zu stellen. Das
wissenschaftliche Qualitätsbewusstsein geht ihnen ab, sie messen sich
nur am monetären Profit. Man könnte auch von Fake-Journalen sprechen.

Ein
Rechercheverbund von NDR, WDR, »Süddeutscher Zeitung« und weiteren
Medien hat ermittelt, dass in den vergangenen Jahren 5000 deutsche
Forscher, also etwas mehr als ein Prozent, mindestens einmal von dieser
Publikationsmöglichkeit Gebrauch gemacht haben. Warum zahlen
Wissenschaftler diesen Verlegern Geld? Eine mögliche Erklärung: Sie
hätten auf diese Weise fragwürdigen Forschungsarbeiten den Anschein von
Seriosität verleihen können. Doch das hat die Recherche nicht ergeben.
Vielmehr war die Angelegenheit den darauf angesprochenen Forschern
peinlich: Sie hatten sich täuschen lassen, denn die Raubjournale heißen
oft ähnlich wie renommierte Fachjournale, sie ahmen auch deren Websites
nach und sie geben einen falschen Impact-Faktor an.

Studien, die sonst kein Journal haben wollte

Aber
als Forscher kennt man sein Fachgebiet und die Namen der wichtigsten
Zeitschriften oder sollte sie zumindest von seinen Mentoren,
Vorgesetzten oder Kollegen genannt bekommen. Außerdem möchte man gelesen
und zitiert werden, damit der h-Faktor steigt. Wie kann es dann sein,
dass man bei dieser wichtigen Angelegenheit den kritischen Verstand
ausschaltet? Schon die erste Frage in der Checkliste der Initiative »Think. Check. Submit« lautet sinnigerweise: Kennen Sie oder Ihre Kollegen das Journal?
Vielleicht liegt es daran, dass im Zuge der Open-Access-Bewegung viele
Onlinejournale entstanden sind, deren Namen sich in der Branche noch
nicht herumgesprochen haben, so dass die Unterscheidung zwischen seriös
und unseriös manchen noch schwerfällt. Oder es handelt sich um Forscher,
die interdisziplinär oder anwendungsorientiert arbeiten und in einem
Fachgebiet publizieren, in dem sie nicht zu Hause sind, wie eine stichprobenartige Analyse des »Scilogs«-Bloggers Markus Pössel nahelegt.

Jeffrey Beall, der sich als Bibliothekar der University of
Colorado in Boulder ausführlich mit Raubjournalen beschäftigt hat, nennt in einem persönlichen Fazit einen weiteren möglichen Faktor: »Forscher lieben Verlage, die ihre
Artikel akzeptieren und veröffentlichen – vor allem Forscher, deren
Arbeit sonst von den Journalen der angesehenen Verlage abgelehnt
werden.« Dass in Raubjournalen eher schlechte Arbeiten veröffentlicht
werden, bestätigt David Moher vom Ottawa Hospital Research Institute mit
seinen Kollegen in einer Studie im Wissenschaftsmagazin »Nature«.
Das Team hat sich rund 2000 biomedizinische Fachartikel aus
Raubjournalen angeschaut und attestiert ihnen mangelnde Qualität. Die
verwendeten Methoden seien oft ungenau oder gar nicht beschrieben,
außerdem fehlten wichtige Informationen wie Angaben zur ethischen
Prüfung und zur Finanzierung der Studie. Aber letztlich scheint noch
niemand systematisch untersucht zu haben, warum Wissenschaftler ihre
Arbeiten in Raubjournalen publizieren.

Allgemein wird die geringe,
aber substanzielle Zahl der Raubjournalveröffentlichungen jedenfalls
als ein Zeichen dafür gesehen, wie groß der Druck ist, der auf den
Forschern lastet: Sie müssen ihre Artikel publizieren, um im
wissenschaftlichen Wettbewerb zu bestehen – koste es, was es wolle.
Selbst wenn es für den h-Faktor nichts bringt, weil kein Fachkollege den
Artikel lesen wird, steht er immerhin auf ihrer Literaturliste und kann
vielleicht den einen oder anderen Gutachter bei Berufungen oder
Förderanträgen blenden. Der »Spektrum«-Chefredakteur Carsten Könneker fordert daher ein Ende des übertriebenen Publikationsdrucks. Nur wie, das ist die Frage. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft lässt bei Anträgen auf Fördermittel nur noch zehn Nennungen eigener Fachartikel zu,
um die Motivation für ellenlange Literaturlisten zu senken. Doch
solange das nicht alle machen, werden Wissenschaftler sicherheitshalber
nicht nur an die Qualität ihrer Arbeit denken, sondern auch an die
Quantität.

Maßnahmen gegen das Millionengeschäft

Was lässt
sich gegen die Veröffentlichung von ungeprüften Fachartikeln
unternehmen? Eine Liste der schwarzen Schafe zu erstellen, gilt als
rechtlich problematisch, weil Raubjournale in allen Schattierungen
vorkommen und die Abgrenzung von den seriösen Zeitschriften nicht immer
eindeutig ist. Außerdem gibt es sehr viele davon: Cenyu Shen und
Bo-Christer Björk von der Hanken School of Economics in Helsinki haben in einer ersten Übersicht für das Jahr 2014 rund 8000 aktive Raubjournale mit zusammen
420 000 Artikeln gezählt, mit denen ein Umsatz von 75 Millionen
US-Dollar gemacht worden ist.

Jeffrey Beall hat viele Jahre eine
Liste schwarzer Schafe gepflegt, sie aber kürzlich aus dem Netz
genommen, weil ihm der Druck zu groß wurde. Er zielt in seinem
persönlichen Fazit stattdessen auf die Herausgeber und auf die
Bibliothekare: Er möchte das Bezahlmodell der Open-Access-Bewegung
aushebeln, weil es den Markt für Raubjournale geschaffen hat. Dazu
könnten die kostenlosen Publikationen auf Preprint-Servern beitragen,
also Datenbanken mit Entwürfen von Fachartikeln. Der bekannteste Server
ist arXiv.org für
Physik, Mathematik und benachbarte Disziplinen: Die Vorveröffentlichung
erlaubt es den Forschern, erste Kommentare ihrer Kollegen einzuholen.
»Ein Vorteil [davon] ist der Wegfall der Autorengebühren und der damit
verbundenen Korruption«, schreibt Beall. Diese freie Veröffentlichung
unabhängig von einem Verlag lässt sich mit einer anderen Innovation
verknüpfen: der öffentlichen Begutachtung. Ein Beispiel dafür liefert
die Studie von Shen und Björk aus Helsinki, die achtmal begutachtet und siebenmal überarbeitet wurde, bevor sie im Onlinejournal »BMC Medicine« erschien. So geht Wissenschaft.

Im
Grunde können die Raubjournale nur funktionieren, solange es Menschen
gibt, die nicht genau genug hinschauen. Im eigenen Fachgebiet werden
sich Wissenschaftler nichts vormachen lassen. Aber wenn über Berufungen
oder Förderanträge entschieden wird, sitzen meist auch fachfremde
Forscher am Tisch. Man würde sich gerne darauf verlassen, dass sie sich
die Zeit nehmen und sich in das Thema einarbeiten, anstatt die Abkürzung
zu wählen und bloß die Einträge auf der Literaturliste zu zählen. Haben
sie diese Zeit? Und dann gibt es die – bisher zum Glück bloß
abstrakte – Gefahr, dass mit Studien aus Raubjournalen die öffentliche
Meinung manipuliert wird. Für Laien ist es natürlich sehr aufwändig zu
prüfen, ob eine Studie seriös ist. Aber hierfür gäbe es eine Lösung: Ich
werbe dafür, dass Wissenschaftsjournalisten die Aufgabe übernehmen, die
berichtenswerten Studien kritisch einzuordnen.

Die Moral von der Geschichte: Gute Forschung braucht einen offenen Dialog – und viel Zeit.

„Survivors“ betreuen junge Krebspatienten

"Survivors" betreuen junge Krebspatienten
Internationaler Kinderkrebstag: Langzeitnachsorge im Fokus

Wien (pte027/14.02.2013/13:40) – Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe http://kinderkrebshilfe.at und die "Survivors", eine Gruppe ehemaliger Krebspatienten, hat heute, Dienstag, anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages ihr erfolgreiches Projekt "Betreuung von Betroffenen im Krankenhaus" vorgestellt. Darüber hinaus wurde über die Wichtigkeit einer psychosozialen und medizinischen Langzeitnachsorge nach einer Krebserkrankung im Kindesalter informiert und ein Resümee aus den bisherigen Leistungen der Survivors gezogen.

Innere Abgrenzung notwendig

Survivor Sabine Karner zufolge bestehen die Hauptanliegen der Initiative einerseits darin, sich durch Seminare und Workshops gegenseitig näher kennenzulernen sowie die eigenen Erfahrungen mit der Krankheit weiterzugeben. Andererseits stellen die Survivors in Form eines mitfühlenden Gesprächspartners eine Unterstützung für die Patienten im Krankenhaus dar. Da die Menschen Ähnliches erlebt haben, entsteht daraus oft eine besondere Vertrauensbasis.

"Um sich von den Schicksalen der Patienten abgrenzen zu können, muss man sich zuerst mit seiner eigenen Erkrankung auseinandersetzen. Deshalb wird man in einem Trainingslehrgang, der den Teilnehmern Stärke und Selbstvertrauen verleiht, auf den Kontakt mit den Patienten vorbereitet", so Karner im Gespräch mit pressetext. Laut Anita Kienesberger, Geschäftsführerin der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe, sind die Survivors europaweit vernetzt und haben durch ihre Erfolge bereits eine internationale Vorbildfunktion.

Nachsorge verhindert Folgeerscheinungen

Heute können mittlerweile mehr als drei Viertel der jungen Krebspatienten geheilt werden. Dennoch ist es unerlässlich, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Betroffenen über die Lebenskrise in eine positive Zukunft zu tragen. Michael Dworzak, leitender Oberarzt im St. Anna Kinderspital http://stanna.at , hebt daher die Bedeutsamkeit einer adäquaten Nachsorge hervor.

Durch diese können laut dem Experten krankheitsbedingte Gesundheitsstörungen reduziert werden. "Die funktionierende Zusammenarbeit und der Austausch zwischen der ehemals behandelnden Kinderonkologie und der Erwachsenenmedizin stellt eine wichtige Aufgabe dar", so Dwozak gegenüber pressetext.

Frühmenschen-Evolution in verschiedenen Räumen

Frühmenschen-Evolution in verschiedenen Räumen

Entwicklung der Arten war nicht an Ausbreitung von Savannen gebunden

Wissenschaftliche Untersuchung an Sedimenten des Malawi-Rifts (Foto: bik-f.de)
Wissenschaftliche Untersuchung an Sedimenten des Malawi-Rifts (Foto: bik-f.de)

Frankfurt am Main (pte014/03.12.2015/11:31) –

Die Entwicklung früher Menschenarten steht nicht zwingend mit einer
Änderung der Vegetation zu offenen Savannen in Verbindung. Zu dem
Ergebnis kommen Forscher des Senckenberg Biodiversität und Klima
Forschungszentrums http://bik-f.de . Denn jüngste Erkenntnisse zeigen, dass Teile der "Wiege der
Menschheit" – dem afrikanischen Rift Valley – bewaldet waren. Laut der
im "Journal of Human Evolution" erschienenen Studie passten sich die
frühen Verwandten des heutigen Menschen an verschiedene
Umweltbedingungen an.

Anpassungsfähiger als gedacht

Im afrikanischen Grabensystem entwickelte sich die
Gattung Australopithecus ebenso wie verschiedene Arten der Gattung Homo.
Verknüpft mit der Entwicklung der frühen Menschen ist die Änderung der
Landschaft von bewaldeten Gebieten hin zu offenen Savannen. "Auf diesem
Baustein beruhen die modernen Theorien zur Evolution des frühen
Menschen", unterstreicht Wissenschaftlerin Tina Lüdecke. "In unserer
Studie zeigen wir nun, dass die Vorfahren des Menschen viel
anpassungsfähiger waren, als bisher vermutet."

Mit einem internationalen Team hat die Expertin
erstmalig die Umwelt der frühen Homininen im Malawi Rift – dem südlichen
Abschnitt des Rift Valleys – genau rekonstruiert. Die Vegetation im
Untersuchungsgebiet unterscheidet sich deutlich von der Pflanzenwelt des
restlichen Rift Valleys. Der nördliche Teil des Rifts hat sich seit
etwa 2,5 Mio. Jahren von einer bewaldeten Fläche zu einer offenen
Savannenlandschaft entwickelt. In der Paläoanthropologie wird diese
Änderung der Vegetation häufig mit der Evolutionsgeschichte der frühen
Menschen verknüpft.

Rekonstruktion der Lebensräume

"In unserem Untersuchungsgebiet – dem südlichen Teil –
können wir jedoch nachweisen, dass es dort schon immer eine
Waldbedeckung gab", erläutert Geowissenschaftlerin Lüdecke und fügt
hinzu: "Unsere Vorfahren konnten sich demnach an verschiedene Umwelt-,
Klima- und Nahrungsbedingungen anpassen. Ihre evolutionäre Entwicklung
war davon nicht so stark beeinflusst, wie bisher vermutet." Das Team
nutzte für die Rekonstruktion der Lebensräume die stabilen
Kohlenstoffisotope 12C und 13C. Anhand der Häufigkeit dieser Isotope
kann auf eine Vorherrschaft von sogenannten C4- beziehungsweise
C3-Pflanzen geschlossen werden.

C3-Pflanzen, wie Bäume und Büsche, bauen in der Regel
viel 13C ein; C4-Pflanzen, die für offene Graslandschaften stehen, eher
wenig. "Sowohl in den von uns untersuchten Sedimenten als auch in
Zahnschmelz fossiler Zähne von Pflanzenfressern haben wir erhöhte
13C-Konzentrationen gemessen. Dies spricht dafür, dass die frühen
Menschen des Malawi-Rifts in bewaldeten Gebieten lebten und ihre
Evolution nicht an die Ausbreitung von Savannen gebunden war",
resümieren die beiden Studien-Co-Autoren Andreas Mulch und Friedemann
Schrenk.

Rettich – Das scharf-würzige Wurzelgemüse

Rettich ist angenehm würzig und wird meist roh gegessen. In Scheiben
geschnitten und leicht gesalzen ist er ein erfrischender Brotbelag.
Durch das Bestreuen mit Salz wird die Schärfe etwas gemildert. Für Salat
wird die Wurzel meist geraspelt und beispielsweise mit Gurken,
Gartenkresse und einer Essig-Öl-Marinade angerichtet. Rettichsaft kann
man mit etwas Honig und Apfelsaft oder anderen Gemüsesäften und Gewürzen
abschmecken. 500 g Wurzel ergeben 400 ml Saft. In der asiatischen Küche
wird Rettich milchsauer eingelegt oder gekocht gegessen. Angedünstet ist
er eine leckere Beilage zu kurz gebratenem Fleisch, Fisch, Garnelen und
Pellkartoffeln. Als sommerliche Vorspeise schmeckt eine kalte, fein
pürierte Rettichsuppe mit einem Schuss Sahne.

Rettich enthält wenig Fett und nur 14 Kalorien auf 100 g, aber reichlich Kalium,
Folsäure und Vitamin C. Die ätherischen Senföle geben dem Gemüse seine
Schärfe und wirken anregend auf Galle, Nieren sowie schleim- und
krampflösend auf die Atemorgane.

Der Rettich, in Bayern auch Radi genannt, ist vermutlich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Nach der Reifezeit unterscheidet man weiß- und rosafarbene Sommersorten
sowie den violetten bis schwarzen Winterrettich. Das Fruchtfleisch des Wurzelgemüses ist stets weiß. Vor der Zubereitung werden Blätter und Wurzelhärchen entfernt und der Rest gewaschen, gebürstet und zerkleinert. Schälen ist beim Sommerrettich nicht notwendig. Kaufen Sie nur frische Ware, die sich prall und fest anfühlt und saftig grüne
Blätter hat. Im Kühlschrank hält sich der Rettich, in ein feuchtes Tuch
eingewickelt, einige Tage. (aid)

aid: Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der gemeinnützige Verein löste sich 2016 auf.

Interaktive Projektionen ersetzen Bildschirm

Interaktive Projektionen ersetzen Bildschirm
Disney-Projekt "SideBySide" zeigt Anwendungsmöglichkeiten
 

Burbank (pte001/19.10.2011/06:00) – Das Team von Disney Research zeigt mit seiner neuesten Entwicklung, SideBySide http://bit.ly/DisneySBS , einen möglichen Weg in die bildschirmlose Zukunft auf. Intelligente Projektoren werfen Bilder an die Wand, die miteinander interagieren können. Die Bandbreite der potenziellen Nutzungsmöglichkeiten reicht von Spielen bis hin zum kollaborativen Arbeitseinsatz.

Abbildungen interagieren miteinander

Die Erfindung basiert auf einer vorhergehenden Entwicklung des Forscherteams. MotionBeam http://motion-beam.com kombinierte einen Pico-Projektor mit einem Smartphones und erlaubte unter Mitnutzung dessen technischer Ausstattung – etwa den Beschleunigungssensor – ein neuartiges Spielerlebnis ohne Bildschirm.

Mit SideBySide geht man nun einen Schritt weiter. Hier kann der Projektor sowohl sichtbares als auch infrarotes Licht auf eine Oberfläche werfen. Die integrierte Kamera nutzt die unsichtbare Abbildung, um Position und Neigung der eigenen als auch anderer Projektionen erfassen zu können. Stehen die Abbildungen in einer bestimmten Position zueinander, so können sie interagieren.

Breites Nutzungsspektrum

Die Interaktion geschieht etwa durch das Abspielen einer anderen Animation, entweder automatisch oder durch Betätigung eines Knopfes. Der Projektor ist nicht mehr an ein Telefon gekoppelt, das jeweilige Programm kann durch das Auswechseln einer Cartridge geändert werden.

Testweise haben die Forscher bereits ein paar Spiele realisiert, vom Boxkampf bis zur King-Kong-Adaption. Doch auch im Anwendungsbereich lässt sich SideBySide sinnvoll einsetzen. So demonstrierte man etwa die Navigation durch ein Menü als auch das gemeinsame Drehen und Zoomen eines 3D-Modells. Neben der Position der Projektionen spielt dabei auch der Abstand des Projektors zur Wand eine Rolle.

Bildschirmlose Zukunft

Die Disney-Forscher wollen nun weitere Möglichkeiten der gemeinsamen Interaktion über ihr System erforschen, neue Anwendungen entwickeln und Studien durchführen. Sie träumen von einer Zukunft, in der "digitale Inhalte die Grenzen individueller Bildschirme überschreiten können und flüssige Interaktion zwischen Menschen, Geräten und der Umgebung möglich ist".