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10.03.21 Corona ade – und was dann?

Wie kann die Klimawende gemanagt werden?

Misserfolge der jetzigen Maßnahmen werden hoffentlich der Corona-Pandemie nicht in die Schuhe geschoben. Obwohl die Politik für ihren Unfähigkeit gerne Sündenböcke sucht. Die populistische Verbotsideologie führt jedenfalls nicht zum Ziel. Dazu gehört vor allen Dingen die Abschaffung des Verbrennungsmotors. Weiß da die Linke nicht, was die Reche tut? Entschuldigung, ich meine das jetzt nicht politisch sondern eher grün-gefärbt. Macht man sich wirklich keine Gedanken über die Nebenwirkungen und Risiken einer solchen Forderung? Wieso ist das reine Elektro-Auto zum Heilsbringer mutiert?

Dass der Elektromobilität die Zukunft gehört, ist nur dann realistisch, wenn man kreativen Ingenieuren, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet haben, eine Chance gibt. Würden die Hunderte von Milliarden Subventionen in existierende Alternativen gesteckt, wären die Klimaziele erreichbar, ohne unsere noch florierende Industrie zu dezimieren und einen Arbeitsplatz-Abbau sondergleichen zu provozieren.

Gleiches gilt für die Idee, unseren Strombedarf durch rein regenerative Energiequellen zu bewältigen. Meine Fragen an die von der Regierung ausgewählten Sachverständigen:

Woher sollen die notwendigen Terawatt-Stunden an elektrischer Energie stammen, wenn Sonne und Wind streiken oder wenn es Nacht wird?

Bitte antworten Sie mir nicht mit dem Hinweis auf das europäische Hochspannungs-Verbundnetz. Klar, das würde das alles hergeben, wenn die Franzosen ihren Atomstrom einspeisen würden und die vielen Braunkohle-Kraftwerke aus Osteuropa weiter laufen. Da ist sowieso nicht mit Verständnis zu rechnen, bzw. die Bürgerproteste würden das verhindern. Fachkundige Ingenieure und Techniker wissen, dass der elektrische Strom wirtschaftlich nur in Pumpspeicherwerken gespeichert werden kann. Außer in Bayer ist die Topographie in Deutschland nicht geeignet. Die Folge wird sein, dass Stromausfall über Stunden und Tage hinweg nicht zu vermeiden ist.

Ein vom Wunschdenken befreites Energie-Konzept könnte dem entgegen wirken, aber der Mainstream und das physikalische Grundwissen der meisten Bürger und Politiker fördert den Populismus und verhindert konstruktive Lösungen in der Zukunft.

Nur ein Beispiel: Damit überhaupt Elektro-Autos gekauft werden, muss jedes Exemplar mit 9.000,00 Euro gesponsert werden. Aber das verbessert nicht den geringen Gebrauchsnutzen. Es stimmt, für chinesische Städte mit ihrem unerträglichen Smog ist es dringend notwendig und Elon Musk steckt sich mit seinem Tesla die Taschen voll. Da macht es nichts aus, dass die deutsche Automobilindustrie vor die Hunde geht, ohne ökologischen Nutzen. Gleiches gilt für die sichere Versorgung mit elektrischer Energie. Im Übrigen, wo soll der Strom herkommen, um diese Millionen von PKWs zu laden?

Lesen Sie dazu die drei folgenden Links, die beweisen, wie sehr der Verbrennungsmotor zum Umweltschutz beitragen kann – Co2-neutral in einer existierenden und weitergeführten Wasserstoff-Technologie.

Verbrennungsmotor: Ökologische Analyse und Würdigung des Verbrennungsmotors für den Klimaschutz

Flexibel zu betreibende Verbrennungsmotoren sind die ideale Ergänzung zu regenerativen Energiequellen und leisten einen entscheidenden Beitrag für die Versorgungssicherheit im Energiesektor.

Chemische Energieträger sind gut zu speichern und mit vorhandener Infrastruktur zu transportieren. In zahllosen Anwendungen können nur sie die benötigte Energiedichte liefern.

Folge 170 Der Vernunft eine Chance

Astra Zeneca – aus der Sicht eines Statistikers

Professor Ulrich Trottenberg, der bekannte Mathematiker hat etwas zusammengetragen, was uns alle, die von Statistik Ahnung haben, auf den Nägeln brennt. Ein wirklich empfehlenswerter Artikel zum Nachdenken.

Jean Pütz

Liebe Freunde der InterScience-Akademie,

dass wir in der Corona-Berichterstattung und -Bewertung (durch Experten und die Politik) viel kommunikatives Chaos erleben, daran haben wir uns ja fast schon gewöhnt. Aber was uns jetzt im Zusammenhang mit dem Impfstoff AstraZeneca zugemutet wird, halte ich für unerträglich und skandalös. Ich habe dazu einen kurzen empörten Leserbrief an die SZ geschickt.

Herzliche Grüße
Ulrich Trottenberg

Statistische Ignoranz in Deutschland: lebensgefährlich
(Leserbrief für die Süddeutsche Zeitung)

Statistik hat in Deutschland einen besonders schweren Stand, in der Schule und in der Öffentlichkeit. Dabei könnte gerade jetzt, in diesen harten Corona-Zeiten, richtig verstandene Statistik ein Minimum an Klarheit und Wahrheit in die Welt bringen. Und elementares statistisches Verständnis der Öffentlichkeit könnte – zum Beispiel bei der Einschätzung von Risiken – eine echte Lebenshilfe für alle sein.
Aber was wir jetzt im Zusammenhang mit dem Impfstoff AstraZeneca an Ignoranz erlebt haben und noch erleben, ist skandalös. Da verbreitet irgendeine verantwortungslose Agentur, AstraZeneca habe („möglicherweise“) nur eine Wirksamkeit von 8 oder 10%, und mehrere Fernsehmoderatoren (auch im WDR!) geben diesen statistischen Unsinn ungeprüft weiter. Dann setzt die Ständige Impfkommission nach und entscheidet, dass der Impfstoff für Über-64-Jährige zunächst nicht zugelassen wird. Anstatt sich über die internationalen Statistiken zu informieren, teilt der Vorsitzende der Kommission mit, dass ihm die Datenlage nicht ausreicht, um den Impfstoff für alle freizugeben.
Und dann wundert sich die Politik darüber, dass die Öffentlichkeit essentiell verunsichert ist und der Impfstoff ungenutzt liegen bleibt. Wann endlich werden die für solche Fehlinformationen und todbringenden Fehlentscheidungen Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen?
Prof. Dr. Ulrich Trottenberg, Köln

 

Mein alternatives Klimarettungs-Konzept

Persönliches Plädoyer für einen realistischen Klimaschutz, der mit unsere Volkswirtschaft und unseren Wohlstand nicht zerstört.

Ich habe an einer Diskussion teilgenommen, in der die Windenergie problematisiert wurde. Als Freund dieser regenerativen Energie, die durchaus in der Lage ist, zum Klimaschutz beizutragen, habe ich einen offenen Brief an einen Mitdiskutanten, den Europa-Abgeordneten der CDU, Dr. Peter Liese, verfasst, der das gesamte auch von der EU vorgesehene Energiekonzept kritisiert und Alternativen vorstellt. Ich persönlich halte diese hochsubventionierten Maßnahmen für populistisch weit in der Zukunft liegenden Lösungen geprägt, die mittelfristig Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet. Mit vernunftbezogenen Maßnahmen und nicht durch Verbots-Ideologien lässt sich das verhindern.

Sehr geehrter Herr Dr. Liese,
gestern habe ich mit Interesse an der Diskussion teilgenommen und war empört, dass vorwiegend die Windkraftgegner zu Wort gekommen sind. Seit 40 Jahre bemühe ich mich, in den Medien Verständnis zu schaffen für alles, was mit vernunftbetonter Wissenschaft zu tun hat. Ich habe nicht nur 1969 die WDR-Redaktion im Fernsehen ‚Wissenschaft und Technik  gegründet und war bis 2003 ihr Redaktionsgruppen-Leiter. In dieser Eigenschaft war ich auch Initiator und Mitbegründer der WPK.org – der Wissenschaftspressekonferenz, 13 Jahre ihr erster Vorsitzender und heute Beiratsmitglied dieser florierenden Institution zur Vermittlung von Wissenschaft und Technik, in einer Zeit, in der Zusammenhänge und Fakten immer weniger eine vernunftbetonte Rolle spielen. Näheres über mich können Sie meiner täglich aktualisierten wissenschaftlichen Homepage: www.jean-puetz.net entnehmen. Kurzum, daran können Sie erkennen, dass ich mich auch als Pensionär und bekannter Wissenschaftsjournalist immer noch für glaubhafte Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten engagiere, gegen die Seuche, dass sich immer mehr wohlfeile populistische Entwicklungen in der Politik etablieren, und dieser Mainstream unsere Demokratie auf Dauer gefährdet.

Vor 31 Jahren habe ich zwei Sendungen im wissenschaftlichen Flackschiff der ARD ‚Bilder aus der Wissenschaft‘, dem großen Problem der CO2-verseuchung unserer Atmosphäre gewidmet und Lösungen propagiert. Den Hebel habe ich dort angesetzt, wo die größte Vergeudung von Energie erfolgt – nicht im Verkehrssektor mit seinem  von 6-8% von unseren privaten Autos – sondern in Gebäuden sowohl privat als auch geschäftlich. Das machte damals und heute ca. 50% des CO2-Aufkommens aus. die Architekten liefen dagegen Sturm und die Politiker haben es damals nicht aufgegriffen. So ist heute noch die dafür zuständige Wärmeschutzverordnung ein Torso, was die technischen Möglichkeiten anbelangt.

Persönlich habe ich daraus die Konsequenz gezogen und in meinem 6-Familienhaus ein Kleinheizkraftwerk installiert, das seinen Strombedarf zu 50% abdeckt, den Rest speise ich ins Netz. Als ich mich dann aufs Land an den Rand des Bergischen Landes, hoch über der Ruhr, zurückgezogen habe, konnte ich das Verwirklichen, was ich seinerzeit propagierte – auch ohne Subvention, aus Überzeugung. Auf meinem 4 ha großem Areal im landwirtschaftlichen Schutzgebiet errichtete ich zwei Energie-Plus-Häuser mit allem Drum und Dran: Streuobstwiesen, kleiner Wald, Fischteich, Bienenzucht, großer Zisterne, Pelletheizung, Thermosolar und Fotovoltaik, so dass ich trotz zweier sparsamer PKWs mit der ganzen Familie CO2-neutral leben kann.

Mein Versuch, eine vertikale Windanlage zu errichten, scheiterte daran, dass die beauftragte Firma Pleite machte. Doch Sie sehen daran, dass ich der Windenergie als auch Fotovoltaik große Bedeutung zumesse – allerdings mit Maß.

Insgesamt habe ich ein durchgehendes Energiekonzept entwickelt, welches, anders als die herrschende Wunschdenken gefärbte grüne Ideologie, nicht nur im Einklang mit der Natur ist, sondern dem  Abbau der Industrie in unserem Lande keinen Vorschub leistet. Mit Bestürzung sehe ich, dass unsere beiden Volksparteien, CDU und SPD, sich immer mehr den Fantasien der ‚Grünen‘ nähert, weil sie meinen, dem Mainstream , initiiert durch die ‚Grünen‘ nicht widerstehen zu können. Diese haben zwar ihre Verdienst im nationalen Umweltschutz, dabei habe ich sie sogar anfangs unterstützt, auch mit einem Umweltmagazin, welches ich ‚Dschungel‘ nannte mit dem wichtigen Zusatz ‚Leben und Leben lassen‘- Aber was die notwendige globale Klimarettung anbelangt, führt uns das in einen wirtschaftlichen Kollaps. Dabei wird sogar die Wissenschaft durch Billiarden von Subventionen in eine Richtung korrumpiert, die ich als sehr bedenklich empfinde.

Ein Beispiel dafür ist, dass überall versucht wird, den verteufelten Verbrennungsmotor loszuwerden. Dabei spielt er in meinem Konzept – und zwar heute schon realisierbar – eine CO2-neutrale Rolle. Ich bin nicht nur ein großer Anhänger der Windenergie, sondern auch der Gewinnung von regenerativem Wasserstoff. Dafür ist er Träger der Energie der Zukunft. Aber auch Wasserstoff kann wegen seiner physikalischen Eigenschaften nur begrenzt eingesetzt werden, denn für seine notwendige Verflüssigung ist eine Temperatur von minus 252°C erforderlich und macht ihn daher in der Anwendung sehr problematisch. Aber mit Hilfe von rückgewonnenem CO2 und dem Einfluss von Solarenergie lässt er sich chemisch problemlos und umweltfreundlich in Methanol oder Äthanol umwandeln. Die dafür notwendigen Katalysatoren hat die Wissenschaft schon entwickelt. Das würde auch einen Kreislauf von CO2 ermöglichen, der, ähnlich wie das, was uns die Pflanzen bieten, viele Probleme lösen könnte. Selbst die Umwandlung in Methan, das in die vorhandenen Ferngasleitungen eingespeist werden kann und nicht wie Wasserstoff sehr flüchtig ist, wird möglich. Dabei muss auf Technologie-Freiheit geachtet werden und nicht von vornherein wie der Verbrennungsmotor verteufelt werden. Letztlich würde das in eine Utopie führen, die auch die Wissenschaft nicht bieten kann.

Im Übrigen reicht diese Erkenntnis, das dem Volk zu vermitteln, wegen mangelnder Schwarmintelligenz der Deutschen nicht aus. Als Ingenieur und Physiker beobachte ich, dass in den Schulen z. B.  das wichtige 2. Gesetz der Thermodynamik in seiner Bedeutung nicht mehr gelehrt wird. Dabei handelt es sich um die Umwandlung von chaotischer bzw. unordentlicher Wärmenergie in geordnete und gerichtete Bewegungs- oder elektrischer Energie. In der Schule lernt man dazu den Begriff Entropie, was nichts anderes Bedeutet als den Grad der Unordnung. Wenn man aus Unordnung Ordnung machen will, ist das ein großer Aufwand, sprich, es entstehen Wärmeverluste.

Sie arbeiten vermutlich auch im Homeoffice und habe Ihren Schreibtisch schön geordnet, dann kommt eines Ihrer Kinder und mach Tabula rasa, wirft alles runter. Da können Sie zwei Strategien zur Restauration einsetzen: warten, dass sich alles von selbst ordnet – da können Sie lange warten – oder Sie bücken sich und legen alles an seinen Platz zurück. Da müssen Sie mir aber zugeben, dass das ein erheblicher Aufwand für Sie ist. Das nennt man dann den thermodynamischen Wirkungsgrad. Das ist offenbar so kompliziert, dass das Volk es nicht begreift. So wird alles in einen Topf geworfen: Energie = Energie. Dass aber Wärmeenergie viel aufwändiger ist als Bewegungsenergie, ist den Bürgern schlecht zu vermitteln. Deswegen verteufeln die ‚Grünen‘ im Volksverständnis die Bewegungsenergie, das Objekt der Begierde ist dann unsere private Bewegungsfreiheit, eben das Auto.

Deswegen habe ich mich so geärgert, als Frau Neubauer ihr politisches Credo herunter rasselte, sie verwechselte Äpfel mit Birnen, in dem Sie  den Elektromotor und Verbrennungsmotor verglich. Klar, wenn ich Bewegung mit Elektrizität erzeuge, müssen keine Verluste entstehen – anders aber, wenn ich aus Wärme das gleiche erzeuge. Verschwiegen wird dabei, dass die Elektrizität ja irgendwie erzeugt werden muss. Dass die dafür notwendige elektrische Energie in Deutschland regenerativ gewonnen werden kann, ist natürlich Wunschdenken. Auch Strom hat seine physikalischen Gesetze, er lässt sich nicht wie Pakete hin und her schieben. Wenn mehr angefordert wird als geliefert werden kann, kommt es zum Gau. Leider steht uns das bevor, wenn diese grünen Ideen sich durchsetzen würden. Alles das kann ich Ihnen, lieber Herr Dr. Liese, bis ins letzte belegen.

Außerdem habe ich auch ein Konzept für eine in Zukunft CO2-freie Elektro-Mobilität entwickelt, genannte HyperHybrid, welche mit einem Siebtel der Batteriekapazität eines reinen Elektroautos auskommt, dadurch viel leichte ist und nicht teurer als ein herkömmliches Auto, sich aber genauso fährt wie ein Elektroauto.

Ich füge Ihnen zu diesem Thema den Link eines meiner vielen Facebook-Beiträge bei. Meine fast 84.000 Follower loben es über den Klee. Es existiert als Prototyp, denn die Idee hat parallel zu mir eine österreichische Technik-Schmiede realisiert. Es handelt sich nicht um ein Wolkenkuckucksei, ich bin mit den beiden Fahrzeugen im Alpenvorland selbst herumgefahren. In eine solche Fabrik zu investieren wäre umweltfreundlicher als auf Elon Musk mit seinem Tesla-Werk in Brandenburg. Wie unpraktisch das Elektroauto ist, sieht man daran, dass es pro Exemplar mit 9.000 Euro subventioniert werden muss, damit es überhaupt gekauft wird. Das Elektroauto ist bestenfalls ein Stadtauto, dafür brauchen es die Chinesen und reichen Kalifornier. Aber offenbar kann keiner dem Marketing von Tesla widerstehen.

Auf der Autobahn A2 vor Bielefeld, löste sich der Stau nur deswegen sehr zögerlich auf,  weil die Insassen einiger Elektroautos nicht stundenlang in der Kälte sitzen wollten, doch die Heizung leerte innerhalb kurzer Zeit die Batterie, so dass nichts für die Fortbewegung übrig blieb.

Elektroauto – Schrott der Geschichte

15.03.21 Verbrennungsmotor unentbehrlich für eine regenerative CO2-neutrale Energieversorgung der Zukunft

Sehr geehrter Herr Müller-Baum,

vielen Dank für Ihre Mail. wir liegen auf der gleichen Linie – hundertprozentig, Trotzdem frage ich mich, wieso nicht ein Aufschrei der Gemeinschaft der Ingenieure erfolgt, die diesem grünen ideologischen Wahnsinn entgegnen. Das geht so weit, dass ich meine, nur gemeinsam mit dem Verbrennungsmotor lässt sich das Klima retten. Die Frage ist, wie können wir diese Einsicht der Vernunft den Politikern näher bringen. Ich selbst lebe CO2-neutral mit zwei Energie-Plus-Häusern unter Nutzung sowohl der Gas-angetriebenen Wärmepumpe und einem Klein-Heizkraftwerk in meinem 6-Familienhaus. Schon vor 13 Jahren habe ich ein Konzept entwickelt, welches sich heute HyperHybrid nennt. Ich hatte es Ford vorgestellt, aber sie lehnten es damals als zu teuer und zu exotisch ab. Es ermöglicht heute mit regenerativem Methanol eine völlig CO2-neutrale Elektromobilität zu erreichen, kurzfristig natürlich noch mit fossilem Treibstoff – eine Alternative zum unökologischem und unpraktischen reinen Batterie-Elektroauto. Die  Milliarden Subventionen in dieses System sind herausgeschmissenes Steuer-Geld. Eine Firma in Österreich hat parallel zu mir diese Idee mit zwei Prototypen sogar realisiert. Spritverbrauch bei einem Mittelklasseauto auf 100 km unter 3 Liter, bei nur einem Siebtel der Batteriekapazität eines Elektroboliden.

Mit meinen über 84.000 Abonnenten bei Facebook kommuniziere ich intensiv, aber allein auf weiter Flur ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wäre schön, wenn z. B. der VDMA, der VDI und alle in der Technik verankerten Organisationen sich um Klarstellung bemühen würden – ein Aufschrei gegen den selbstzerstörerischen Wahnsinn.

Hier gebe ich Ihnen zwei Links, die Sie gerne in Ihrem Netzwerk weiter verteilen können. wir müssen vor allen Dingen die Parteien erreichen, um daraus eine politische Gegenarmada zu bilden.

Link

 

Sehr geehrter Herr Pütz,

Zeppelin hat Ihre Anfrage an mich weitergeleitet.

Ich habe mich sehr über Ihr Interesse gefreut, und mir ist sofort wieder die „Hobbythek“ eingefallen, die ich damals oft und gerne geschaut habe. Ihre Sendung hat, korrigieren Sie mich gerne, wenn ich das falsch zusammenfasse – topaktuelle Themen aufgegriffen, Wissen leicht verständlich vermittelt, Chancen aufgezeigt und Risiken eingeordnet.

So ähnlich begegnen wir wo immer möglich ideologisch gefärbten Forderungen und wenig fundierten Angriffen auf „unseren“ Verbrennungsmotor: Sachlich, unaufgeregt, differenziert, mit Information und Wissensvermittlung. Denn wir sind von den speziellen Qualitäten des Verbrennungsmotors überzeugt, auch wenn der Abschied von fossilen Brenn- und Treibstoffen wohl nur noch eine Frage der Zeit ist. Der von Ihnen angesprochene Wirtschaftsminister Peter Altmeier hat vor wenigen Monaten eine Nationale Wasserstoffstrategie formuliert.

Auch in der Wasserstoffwirtschaft hat der Verbrennungsmotor nach unserer Überzeugung seinen festen Platz, denn H2 steht als Energieträger im Zentrum CO2-freier Verbrennungstechnologien. Global betrachtet ist der Wechsel des Treibstoffs von fossil zu synthetisch der schnellste Weg zu drastisch weniger CO2-Ausstoß.

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage zufriedenstellend beantworten können.

Freundliche Grüße aus Frankfurt – bleiben Sie gesund!Peter Müller-Baum

Geschäftsführer

VDMA
Motoren und Systeme / Engines and Systems

Power-to-X for Applications
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main

Endlich erkannt: 50% des CO2-Aufkommens in Deutschland gehen auf Wärme- und Kälte-Erzeugung zurück

Ein Auszug aus einem Statement des Parlamentarischen Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel, zum Aufbau und Förderung einer Plattform Kälte- und Energietechnik durch das BMBF

„Dieses Portfolio erweitern wir jetzt um eine forschungsstarke Innovationsplattform, die die Stärken aus Wissenschaft, Bildung und regionaler Wirtschaft bündelt. Unser Ziel ist es, internationale Standards für ressourcenschonende Kälte- und Energietechnik durch dieses vielversprechende Projekt zu setzen. Wir adressieren ein Megathema der Energiewende: Rund 50 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs werden für Versorgung mit Wärme und Kälte benötigt. Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir Lösungen für eine energieeffiziente, klimafreundliche und zugleich bezahlbare und sozialverträgliche Kälteversorgung. Die Forschungsplattform hat langfristig das Zeug dazu, hierbei ein nationaler wie internationaler Taktgeber zu werden.“

Pimpinelle, ein Küchenkraut aus der Versenkung holen – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Die Pimpinelle war ein wichtiger Bestandsteil im Kräutergarten Karls des Großen, der heute noch hinter dem Dom zu Aachen gepflegt wird. In einer der ersten Hobbythek-Sendungen habe dieses Kraut in unserer Kräuter-Suppe: Super-Hobbytheka-Bombastica am Aachener Marktplatz in einem großen Kupferkessel zubereitet und interessierten Schmecklecker kostenlos kredenzt. (lieber Horst, vielleicht findest Du als Hobbythek-Allwissender das Rezept. Ich glaube, da ist Pimpinelle nicht dabei, aber Du kannst es ja hinzufügen)

Auch in meinem persönlichen Kräutergarten, den ich pflege, hat die Pimpinelle einen Ehrenplatz.

Guten Appetit auch mit dem folgenden Rezept:

Jean Pütz

(BZfE) – Die Pimpinelle wird heute kaum noch verwendet. Dabei gehört sie zu den ersten Kräutern, die im Frühling frische Würze ins Essen bringen. Die Pimpinelle hat einen milden bis nussigen Geschmack, der leicht an Gurke erinnert. Am besten wird sie ganz frisch verwendet und roh über die fertigen Speisen gestreut.

Die Pimpinelle gibt Salaten und Dips eine frische Note und harmoniert gut mit der Säure von Essig und Zitrone. Sie lässt sich mit anderen Kräutern kombinieren – etwa im Kräuterquark, in der Kräuterbutter oder in der bekannten „Frankfurter Grünen Soße“. Auch Suppen, Gemüsegerichte und Eierspeisen bekommen mit den zarten Blättchen ein leichtes Gurkenaroma. Sie schmeckt auch im Smoothie oder einer selbst gemachten Kräuterlimonade.

Die Pimpinelle (Sanguisorba minor) hat viele Namen wie Bibernelle, Pimpernelle oder Kleiner Wiesenknopf. Die mehrjährige und winterharte Staude gehört zu den Rosengewächsen. Vom Namen her kann sie mit der Bibernelle aus der Familie der Doldenblütler (Pimpinella saxifraga) verwechselt werden, die sich ebenfalls als Gewürz eignet. Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) ist Blume des Jahres 2021. Seine Blätter sind weniger würzig und etwas zäher als die seines kleinen Bruders.

Die Pimpinelle hat langstielige Laubblätter aus vielen Fiederblättchen und wird über einen halben Meter hoch. Häufig ist das aromatische Kraut schon sehr früh im Jahr auf Wiesen, an Wegrändern und Böschungen zu finden. Besonders schmackhaft sind die jungen Blätter und zarten Triebspitzen. Die Pimpinelle enthält unter anderem Gerbstoffe, Flavonoide und Vitamin C.

Das Küchenkraut ist als Schnittware oder in Töpfen erhältlich. Es lässt sich aber auch sehr gut im eigenen Garten anpflanzen. Pimpinelle ist pflegeleicht, braucht nur einen sonnigen bis halbschattigen Platz und während des Wachstums viel Wasser.

Expedition zum größten Gletscher – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Ein bisher unveröffentlichte sensationelle Geschichte über den sogenannten ‚Siachen-Krieg‘ wegen der Herrschaft über den größten Gletscher außerhalb der Polarkreise. Mit Professor Jaroslav Poncar und seinem Kameramann Wolfgang Kohl habe ich etliche interessante Dokumentationen in Feature-Form als verantwortlicher Redakteur im WDR-TV produziert. U. a. bevor der Jemen in die Apokalypse absang, ein mittlerweile historischen Beitrag zum Thema ‚Wolkenkratzer aus Lehm‘ in der Hauptstadt Sanaa. Zum zweiten über die jemenitischen Wüste zum Thema ‚Die Königin von Saba‘.
Später widmen sie sich eher dem Himalaya-Gebirge mit einem höchstbeachteten Film mit dem Titel ‚Der lange Marsch zu Glückseligkeit – von Buddhisten wird ein permanenter Eiszapfen in etwa 4.000 Meter Höhe im Karakorum-Gebiet als Gott-ähnlich verehrt. Tausende von Pilgern begeben sich jährlich auf die beschwerliche Wallfahrt. Später dokumentierte er in Kambodscha mit neuer Technologie die Ruinen von Angkor Watt. Auch dieses haben wir in im TV in der ‚Wissenschaftsshow‘ dokumentiert.
Nun empfehle ich Ihnen sein folgendes PDF
Professor Jaroslav Poncar ist lange Zeit Ordinarius für Fotografie an der Technischen Hochschule Köln gewesen und jetzt emeritiert. Ich persönlich habe ihn seinerzeit auf der Flucht aus der damaligen Tschechoslowakei unter stützt, so dass es ihm möglich wurde, sein Studium an der RWTH-Aachen zu vollenden. Wer hätte je gedacht, dass dies so effiziente Folgen hatte.

Jean Pütz

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Hypothyreose: Forderung nach neuen Studien zur Kombinationstherapie

(DGE) – Seit den 1960er Jahren, als die synthetischen Schilddrüsenhormonpräparate T4 und T3 die getrockneten Rinderschilddrüsenextrakte (wie Thyranon-Organon) ablösten, hält die Diskussion über eine Monotherapie mit T4 oder eine Kombination von T4 und T3 an. Lange Zeit verordneten die Ärzte Kombinationstherapien (mit z.T. recht hohem T3-Anteil wie  in Novothyral-Merck), dann bevorzugte man die Monotherapie mit T4. Diese wird auch heute in den meisten Leitlinien empfohlen, wobei im Einzelfall  Ausnahmen möglich seien. Man stützte sich auf zahlreiche Studien, die keinen Nutzen einer Kombinationstherapie bei Hypothyreose belegen konnten. Manche Patienten sind mit einer T4-Monotherapie aber unzufrieden und fordern von den Ärzten, auch T3 zu bekommen, entweder in Kombination mit T4,  manchmal sogar als T3-Monotherapie.

Am 12. Februar 2021 wurde nun  zu dieser Thematik ein Consensus-Dokument der Amerikanischen (ATA), Britischen (BTA) und Europäischen (ETA) Schilddrüsengesellschaft publiziert, welches auch das Ergebnis einer  Konferenz vom 3. November 2019 wiedergibt (1). Zwölf Experten hatten vorliegenden 14 Studien analysiert und festgestellt, dass diese heutigen Studienanforderungen nicht immer genügten, und es fanden zusätzlich Umfragen statt. Das Ergebnis war die Forderung, die Therapieoptionen für die Hypothyreose erneut zu studieren.  Die Autoren schreiben am Ende ihrer Publikation (1):

„Based on the presentation and discussion of these topics by the authors, we believe that there is equipoise for a new well-designed adequately powered clinical trial of combination therapy. Furthermore, patients and physicians have demonstrated an urgent strong interest in addressing the clinical problem of patients‘ dissatisfaction with the existing standard of care for thyroid hormone therapy. Additional physiological/translational data, informing the theoretical basis for potential combination therapy benefit, may be generated in parallel with planned or ongoing studies in order not to delay new studies in this area”.

Nach Abfassung diese Blogbeitrags erreicht den Referenten am heutigen Tage die Aufforderung, an einer Umfrage  zur Verwendung von Levothyroxin in Europa teilzunehmen. Sie trägt den Titel “THESIS”: Treatment of Hypothyroidism in Europe by Specialists: an International Survey. Unten sei aus dem Text zur Aufforderung, an der Umfrage teilzunehmen, des Passus wiedergegeben, welcher von einer  „ Evidenz gegen“ eine objektive Überlegenheit der T3-Behandlung spricht  und dass nur LT4-Präparate den Vorteil (gegenüber T3) hätten, physiologische Schilddrüsenhormonwerte zu erzielen.

Man darf gespannt die Ergebnisse von neuen Studien und Umfragen zur Frage „T4-Monotherapie oder Kombination T4/T3 bei Hypopthyreose ?“ erwarten.

Aufwertung des Placebo-Medikaments – ein Blick in die Tiefenpsychologie – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Hier der Beweis: Die Kraft der Selbstbestätigende Prophezeiung (self for prophesy) bestimmt sehr unser Leben. Das kann man positiv und negativ sehen. Heilpraktiker können davon ein Liedchen singen. Insofern ist die Homöopathie durchaus ernst zu nehmen.

Umgekehrt aber erzeugt sie im Erfahrungsschatz vieler Menschen, dass Verschwörungstheorien und Falschmeldungen durchaus eine Wirkung haben. Das ist gleichzeitig Segen und Fluch und beweist, wie sehr der Mensch manipuliert werden kann. Das hat nicht nur individuelle Auswirkung, auf die Psychologie, sondern ist gleichsam eine Gesetzmäßigkeit, die in der Psychologie eine wichtige Rolle spielt und unsere Vorstellung von Demokratie konterkarieren kann, nach dem Motto: Der Teufel scheißt immer auf den gleichen Haufen. auf diesem Prinzip bauen viele Autokraten ein vorhersehbares Lügengebilde auf. Die Erfolge des Faschismus und jetzt aktuell der Trumpismus haben dort ihre Ursache.

Jean Pütz

(pte) – Scheinmedikamente, sogenannte Placebos, funktionieren auch ohne Täuschung des zu behandelnden Patienten. Dies zeigt eine von Forschern des Universitätsklinikums Freiburg durchgeführte Metaanalyse. Laut der im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlichten Studie wurde ein systematischer Vergleich von 13 Studien mit 834 Teilnehmern durchgeführt.

„Erstaunliche Therapieerfolge“
„Die bewusste Einnahme eines Placebos mag zwar etwas verrückt erscheinen, aber sie hat in diesen Studien gewirkt – und damit die gezielte Täuschung der Patienten unnötig gemacht. Dass Placebos ohne pharmakologisch aktive Substanzen das Geschehen im Gehirn oder den Hormonhaushalt beeinflussen und erstaunliche Therapieerfolge erzielen können, wussten wir seit Langem“, so Forscher Stefan Schmidt. Dem Experten nach wurde die Wirkung der Placebos bisher jedoch der Erwartung der Patienten an ein aktives Medikament zugeschrieben.

Neuere klinische Studien liefern jedoch erste Hinweise, dass die Täuschung über den fehlenden Inhalt des Placebos unnötig sein könnte. Um die Wirkung offen verabreichter Placebos wissenschaftlich zu belegen, verglich das Team 13 randomisierte klinische Studien. Die in den einzelnen Studien behandelten Diagnosen reichten von Rückenschmerzen und Reizdarmsyndrom über Depression, Fatigue und ADHS bis zu Heuschnupfen und Hitzewallungen. Den Patienten war offen mitgeteilt worden, dass sie ein Placebo erhalten.

Wissenschaftliche Belege gefunden
Zudem wurden die Patienten über die prinzipielle Wirkung von Placebos informiert und um die regelmäßige Einnahme der Tabletten gebeten. Die Metaanalyse der Studien belegte laut Schmidt die überraschende Wirkung: „Wir konnten erstmals wissenschaftlich gesichert zeigen, dass auch offen verabreichte Placebos wirksam sein können.“ Sollten offen verabreichte Placebos auch im Klinikalltag Anwendung finden, könnten sie anstelle der gezielten Täuschung zusätzliche Offenheit in die Beziehung zwischen Behandelnden und Patienten bringen.

Perowskit-Solarzellen übertreffen die bisherigen Silizium-Technologien – Mit einem Fragenkatalog von Jean Pütz

Lieber Herr Pütz,
vielen Dank für Ihr Interesse an der Thematik, und entschuldigen Sie die späte Rückmeldung.
Ich versuche Antworten auf Ihre Fragen kurz zusammenzufassen, allerdings sind die Fragen zum Teil noch nicht definitiv zu beantworten:

  1. sind die Perowskit-Solarzellen im Handel schon verfügbar – wenn nicht, wann ist damit zu rechnen?

Aktuell noch nicht, allerdings gibt eine Vielzahl von Startups, die versuchen die Technologie zu einem Produkt zu machen. Dies beinhaltet z.B. flexible Perowskit-Solarzellen, Perowskit-Perowskit-Tandemsolarzellen oder Si-Perowskit-Tandemsolarzellen. Es gibt noch weitere Firmen (auch in China) über die genannten hinaus (insgesamt so 8-14 würde ich schätzen), mit zum Teil unterschiedlichen Produktideen und potenziellen Märkten Am weitesten von allen ist aktuell sicher OxfordPV, die eine Rekordeffizienz von 29.5% für Si-Perowskit-Tandemsolarzellen (im Labormaßstab) gezeigt haben und angekündigt haben dieses Jahr erste Module in ihrer Fabrik in Brandenburg zu bauen. Tandemsolarzellen ist sicher auch der aktuell vielversprechendste Markt für Perowskite. Von den Firmen in China hört man natürlich eher wenige Details.

  1. welche Firma ist dann Marktführer?

Siehe vorherige Antwort, aktuell noch sehr schwer zu beantworten, je nach Erfolg von OxfordPV.

  1. können Sie mir einige Informationen zur Wetteranfälligkeit und Lebensdauer geben?

Dies ist sicherlich aktuell noch die größte Schwachstelle der Technologie, da Lebensdauern von 20-30 Jahren wie bei Silizium aktuell noch in weiter Ferne sind. Allerdings gab es große Verbesserungen in den letzten Monaten/Jahren diesbezüglich und die Stabilität hat jetzt viel Aufmerksamkeit in der Forschung. Wie weit Oxford PV im Detail in dieser Hinsicht ist, weiß man aktuell noch nicht, da halten sie sich eher bedeckt. Insgesamt forschen immer mehr Gruppen insbesondere an Themen zu Stabilität und zur (weiteren) Optimierung von Perowskit-Tandemsolarzellen (im besten Falle mit Effizienzen über 30%).

  1. Wie verhält es sich mit der ökologischen Bilanz

Die aktuellen effizientesten Perowskit-Solarzellen sind Blei-haltig und auch wenn an Alternativen zu Blei als Element geforscht wird, ist man dort noch nicht weit gekommen und vermutlich muss man mit dem Blei leben. Die Bleimenge ist im Vergleich zu der Menge für alte Si-Module (glaube ich!) aber sogar geringer (da die Perowskit-Schichten sehr sehr dünn sind (~300-600 Nanometer)), und es gibt verschiedene Lösungsansätze, dass das Blei bei z.B. bei einem Bruch der Zellen nicht in die Natur (in die Erde) gelangt. Deshalb müssen die Module aber auf definitiv fachgerecht verkapselt und recycelt werden.

Ich hoffe ich konnte einen Überblick geben, bei weiteren Fragen melden sie sich einfach. Ich soll Sie auch lieb von meinem Chef grüßen, auch wenn wir beide noch vergleichsweise jung sind und Ihre aktivste Zeit nicht bewusst miterlebt haben, kann er sich gut an Sie erinnern, da seine Mutter ein Fan Ihrer Produkte war/ist ;-)) Ich gehe jetzt mal davon aus, das Sie „der“ Jean Pütz sind, wenn nicht bitte ich um Korrektur J

Mit besten Grüßen

Paul Faßl

(pte) – Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben Perowskit-Solarzellen so optimiert, dass der Wirkungsgrad jenen gängiger Siliziumzellen übertrifft. Sie setzen dabei auf eine Schicht aus Zinndioxid, die die Perowskit-Struktur von der leitenden Schicht trennt, die als Elektrode dient. In bisherigen Perowskit-Zellen befindet sich diese Schicht direkt auf dem Kristall.

Smarter Schichtaufbau
Bisher kämpfen die Forscher in aller Welt gegen eine Eigenart der Perowskit-Solarzellen, die die Effizienz beeinträchtigt. Denn frisch gebildete Elektronen verbinden sich mit ihren Gegenstücken, den sogenannten Löchern, zu einem neutralen Gebilde, ehe sie in Form von Strom abgezapft werden können. Das soll der neue Schichtaufbau künftig verhindern und die Module konkurrenzfähig machen.

Das Design von Jason Yoo, Moungi Bawendi und Fariborz Maseeh erhöht den Wirkungsgrad der Zelle auf 25,2 Prozent. So übertrifft dieser die meisten Siliziumzellen und nähert sich den Rekordhaltern, auf der Basis von Galliumarsenid, an. Die bisher leistungsfähigsten Zellen haben einen großen Nachteil. Bei ihrer Herstellung wird sehr viel Energie verbraucht, weil die notwendigen Temperaturen bei mehr als 1.000 Grad Celsius liegen. Perowskite begnügen sich dagegen mit 200 Grad Celsius. Außerdem sind sie extrem dünn und damit sehr leicht.

Perowskit versus Silizium
Laut den MIT-Forschern müssen Perowskit-Zellen die Siliziumkonkurrenz nicht verdrängen. Beide könnten sich ergänzen, da sie unterschiedliche Wellenlängen des Sonnenlichts in Strom verwandeln. So ließe sich der Wirkungsgrad drastisch anheben. Berliner Helmholtz-Forscher , die ebenfalls Perowskit-Zellen entwickeln, erwarten eine Effektivität von 30 Prozent, wenn letzte Hürden abgebaut sind – etwa die, die nun in den USA gefallen ist.

Die Zinkdioxid-Schicht wird mit der Chemischen Badabscheidung erzeugt. „Es ähnelt dem Zubereiten einer Speise“, sagt Bawendi. In einem Bad, das die Vorläuferchemikalien der gewünschten Schicht enthält, wird der Kristall eine Weile bei 90 Grad Celsius geköchelt. Dabei bildet sich die Zinndioxid-Schicht. Diese war unterschiedlich effektiv, je nach den Zutaten im Bad. Nach zahlreichen Tests fand das Team die Kombination, die die besten Ergebnisse brachte. Nächste Aufgabe der Forscher ist die Skalierung des Verfahrens, also die Herstellung von großflächigen Modulen. Bisher haben die innovativen Solarzellen lediglich Laborgröße.