Alle Beiträge von Minge

Ein Plädoyer für die CO2-Steuer. Irrtumer werden ausgeräumt

Fraunhofer – In der aktuellen Debatte um die Einführung einer CO2-Steuer wird oftmals auf mögliche negative Verteilungswirkungen hingewiesen. Es wird befürchtet, dass ärmere Haushalte stärker von einer solchen Steuer betroffen sein könnten als Haushalte in höheren Einkommensschichten. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall – zumindest bei einer zusätzlichen CO2-Steuer nur auf Pkw-Kraftstoffe, deren Gesamterlös der Fiskus im Rahmen einer jährlichen Pro-Kopf-Pauschale vollständig an die Bevölkerung zurückerstattet. Dies zeigen die Ergebnisse einer Analyse der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer FIT.

Der untersuchte Vorschlag umfasst eine Erhöhung der Energiesteuersätze um eine CO2-Komponente in Höhe von 20 Euro pro Tonne CO2. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer wäre eine Erhöhung des Literpreises von Diesel um etwa 6,3 Cent und von Benzin um etwa 5,5 Cent zu erwarten.

»Dabei zeigt sich, dass gerade Haushalte mit geringem Einkommen unterdurchschnittlich von der zusätzlichen Besteuerung betroffen wären. Verteilt der Fiskus das von uns auf etwa 2,2 Mrd. Euro bezifferte Mehraufkommen der Energie- und Mehrwertsteuer in Form eines Verkehrswendebonus in Höhe von rund 28 Euro pro Kopf zurück an die Bevölkerung, so gewinnen diese Haushalte unter dem Strich«, sagt Dr. Sven Stöwhase, Leiter der Abteilung Mikrosimulationsmodelle am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT.

Wie die Analyse verschiedener Einkommensgruppen in der Abbildung veranschaulicht, würden unter den ärmsten Haushalten in Deutschland fast 80 Prozent von einer solchen CO2-Steuer profitieren. Lediglich die reichsten Haushalte würden mehrheitlich belastet werden. Die beobachtete Verteilungswirkung ist dabei unabhängig von der konkreten Höhe der CO2-Steuer. Insgesamt würde dieser Reformvorschlag für 60 Prozent der Haushalte eine Entlastung bedeuten.

Dabei wären sowohl die finanziellen Ent- als auch Belastungen zumindest im Durchschnitt über alle Haushalte überschaubar: Während Haushalte im untersten Einkommensquartil um durchschnittlich 20 Euro entlastet werden, käme es bei den Haushalten im obersten Einkommensquartil im Durchschnitt zu einer Belastung in Höhe von 20 Euro. Getrieben werden die Ergebnisse, neben der individuellen Fahrleistung, insbesondere auch durch die durchschnittlich stärkere Motorisierung und einen damit einhergehenden höheren Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge in den einkommensstärkeren Haushalten. Ein Vier-Personen-Haushalt, der im Jahr weniger als 32.000 Kilometern mit einem durchschnittlichen Benzin-Pkw fährt, würde demnach zu den Gewinnern der CO2-Abgabe gehören.

Weitere Differenzierungen, beispielsweise hinsichtlich der Mehrbelastung von Familien oder der geographischen Verteilung der Haushalte, deuten darauf hin, dass der hier untersuchte Reformvorschlag zum Einstieg in die verursachergerechte Verteilung der Kosten von CO2-Emissionen sozialpolitisch insgesamt tragfähig wäre. Wie eine bereits im August 2018 von Fraunhofer FIT im Wirtschaftsdienst veröffentlichte Studie aufzeigen konnte, hätte selbst eine vollständige Umwandlung der bisherigen Energiesteuer für Kraftstoffe in eine CO2-Steuer eher positive Verteilungseffekte zur Folge.

Als Datengrundlage für die Mikrosimulationsrechnung des Automobilsteuer-Modells (ASt-Modell) dienen das Deutsche Mobilitätspanel 2017 sowie die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013. Simuliert werden die direkten kurzfristigen Effekte auf die privaten Haushalte, ohne Berücksichtigung etwaiger Verhaltensanpassungen in der mittleren bis längeren Frist. Indirekte Effekte, beispielsweise über höhere Preise für transportkostenintensive Konsumgüter, sind nicht berücksichtigt.

Wie reagiert unsere Jugend auf Social-Media?

Universitäten Oxford und Hohenheim analysieren achtjährige Langzeitstudie auf Wechselwirkung zwischen Social Media-Nutzung und persönlicher Zufriedenheit

Es ist die weltweit umfangreichste Langzeitbefragung, die die University of Oxford und die Universität Hohenheim in Stuttgart mit komplexer Statistik untersuchten. Ergebnis: die persönliche Social Media-Nutzung und die persönliche Lebenszufriedenheit von Teenagern beeinflussen sich in nur kaum messbaren Größenordnungen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscherinnen und Forscher in der heutigen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS).
Bisherige Studien über den Zusammenhang zwischen Social Media-Konsum und Lebensglück kämpfen meist mit einem Makel: Mal sind es geringe Teilnehmerzahlen, mal sehr einfache Auswertungen und oft handelt es sich nur um Momentaufnahmen durch wenige Befragungen in einem relativ kurzen Zeitraum.
Anders der Datenpool, den die Universität Hohenheim dank Kooperation mit der University of Oxford nun untersuchen konnte. Die Daten stammen aus der achtjährigen Langzeitstudie „Understanding Society“.
In dieser Auswertung dabei: Dr. Tobias Dienlin vom Fachgebiet Medienpsychologie der Universität Hohenheim. Erst- und Drittautor sind Amy Orben und Prof. Dr. Andrew Przybylski von der University of Oxford.

Angaben von 5.492 Teenagern aus achtjährigem Befragungszeitraum
Für ihre Veröffentlichung werteten sie die Angaben von 5.492 Teenagern aus. Bis zu acht Jahre lang hatten diese regelmäßig angegeben, wie viele Stunden sie an einem normalen Schultag mit Social Media verbrachten und wie hoch ihre gegenwärtige Lebenszufriedenheit sei.
Die Anzahl der Stunden markierten sie auf einer fünfstufigen Skala zwischen 0 bis 7 und mehr Stunden. Ihre Lebenszufriedenheit markierten sie auf einer Skala von Smileys mit sieben Stufen. Dabei unterschieden sie verschiedene Bereiche wie die Zufriedenheit mit Freundschaften, Aussehen oder familiärer Situation.
Die Befragungen fanden acht Mal mit einem Abstand von jeweils einem Jahr statt. Die erste Befragungswelle der „Understandig Society-Studie“ begann im Jahr 2009. Die Befragungen halten bis heute an.

Einfluss auf veränderte Lebenszufriedenheit liegt bei weniger als einem Prozent
„Wenn man leichte Tendenzen sucht, lässt sich sagen, dass wir eine ganz schwache Wechselwirkung zwischen Social Media Konsum und Lebenszufriedenheit gefunden haben. Nimmt der Social Media Konsum zu, reduziert sich die Lebenszufriedenheit geringfügig. Gleichzeitig steigt bei sinkender Lebenszufriedenheit auch in ganz leichtem Maße der Social Media Konsum. Die Effekte scheinen dabei für Mädchen etwas ausgeprägter zu sein als für Jungen.“
Die Effekte seien jedoch minimal: „In Zahlen ausgedrückt lassen sich Veränderungen in der Lebenszufriedenheit nur zu weniger als einem Prozent auf den Social-Media-Konsum zurückführen“, so Dr. Dienlin. Um das Ergebnis einzuordnen: Die Häufigkeit, mit der Jugendliche und Eltern das Abendessen teilten, habe einen etwa gleich großen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit.
„Bislang wird die aktuelle Debatte meist durch Studien mit geringer Aussagekraft bestimmt. Die Studie ist deshalb ein wichtiger Schritt, um Technikfolgen für das Wohlergehen von Heranwachsenden zu bestimmten“, so die Bewertung von Prof. Dr. Andrew Przybylski, Director of Research am Oxford Internet Institute.
Gleichzeitig könne die Auswertung von Befragungen nur ein erster Schritt sein, betont Amy Orben, Doktorandin und College Lecturer am University of Oxford. Um die detaillierten Auswirkungen der Sozialen Medien auf Teenager zu verstehen, sei es nötig, Zugriff auf die Daten der Social Media-Anbieter zu erhalten.
Es sei deshalb dringend an der Zeit, den notwendigen politischen, ethischen und wissenschaftlichen Rahmen für solche Untersuchungen zu schaffen, so das Credo der Kooperation.

Veröffentlichung und Methodik
Das vollständige brief paper “Social media’s enduring effect on adolescent life satisfaction” erschien am 6. Mai 2019 in Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS).
Für ihre Auswertung nutzten die Universitäten Oxford und Hohenheim die Methode der sog. Random Intercept Cross-Lagged Panel Model. Dabei wird untersucht, inwiefern Zu- oder Abnahme einer der beiden Variablen in Zusammenhang steht mit der Zu- oder Abnahme der anderen Variable – über einen Zeitraum von jeweils einem Jahr. Die Methode gilt aktuell als die bestgeeignete, um einen besseren Eindruck über den kausalen Zusammenhang der Variablen zu erhalten.

UNIVERSITÄT HOHENHEIM, Klebs

11.05.2019 Bekommt Greta den Friedensnobelpreis? Eine kritische Würdigung

Interessen getriebenen Eltern werden daran nicht unschuldig sein. Es wäre typisch für eine Asperger-Patientin, dass sie den Klimawandel so sehr als Gefahr und Bedrohung erlebt, dass sie wirklich all das glaubt, was man ihr an Gefahren ausmalt. Zitat: „Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre“. Ob das wirklich eine „gute Sache“ ist, das Mädchen derart in Panik zu versetzen, so dass sie gut funktioniert?

Und man sehe sich mal an, was die „Aktivisten“ nach ihrer Demo am Ort des Gesichtzeigens zurücklassen. Weggeworfene Pappschilder, anstatt daheim vorschriftsmäßig getrennt und entsorgt, Hamburger in Styroporkisten, massenweise Getränkebecher und Weißblechdosen, Plakate, Spruchbänder, Fahnen, bestückt mit superschlauen Klimarettersprüchen – alles einfach am Straßenrand entsorgt. Und Greta sitzt schon wieder im Zug und lässt sich beim Essen fotografieren. Zwischen Bergen an Plastikverpackungen und ihrem Einweg-Kaffeebecher.

Greta kann einem eigentlich nur leid tun. Sie versteht nicht, dass sie die Marionette für rein finanzielle Interessen ist. Dass man hierfür eine Behinderte missbraucht, ist umso verwerflicher. Im Gegensatz dazu sind all die linksgrünen Gesichtzeiger auf den Demos ja bekanntlich ideologisch derart gefestigt, dass sie ihre geistige Insolvenz für moralische Überlegenheit halten und weder willens, noch in der Lage sind, die wahren Zusammenhänge zu erkennen.

Gesündere Kinder: Was Muttermilch alles kann

(BZfE) – Stillen bietet einem Baby in den meisten Fällen genau das, was
es braucht: eine passende Ernährung, körperliche Nähe und die besten
Bedingungen für seine Entwicklung.

Eine Menge an Vorteilen für die Gesundheit von Mutter und Kind sind durch
zahlreiche Studien belegt. Besonders viele gute Effekte gibt es für die
Gesundheit des Kindes. Darauf weist das Netzwerk Gesund ins Leben hin. Vor
allem, wenn Kinder ausschließlich gestillt werden, lassen sich die
Zusammenhänge sehr gut belegen. Aber selbst, wenn Säuglinge kürzer oder
nur teilweise gestillt werden können: Jedes Stillen, auch, wenn bereits
andere Nahrung zugefüttert wird, ist wertvoll für die Kindergesundheit.
Optimal ist, bis zur Einführung der Beikost (spätestens Anfang 7. Monat)
ausschließlich und danach weiter zu stillen.

Das Risiko des plötzlichen Kindstodes, wird durch Stillen etwa halbiert.
Durchfallerkrankungen, Mittelohrentzündungen und Atemwegsinfekte treten
deutlich seltener auf. Nicht zu vergessen, dass sich viele positive Effekte
erst im späteren Kindes- oder Erwachsenenalter zeigen. Die Kinder und
Jugendlichen sind deutlich seltener übergewichtig als nicht gestillte
Säuglinge oder leiden seltener an Diabetes Typ 2.

Übrigens gilt all das nicht nur für gesunde reif geborene Säuglinge.
Auch Frühgeborene oder kranke Säuglinge profitieren bis auf wenige
Ausnahmen von der Ernährung mit Muttermilch. Also: Stillen Sie auch die
ganz besonders Kleinen oder füttern Sie sie mit abgepumpter Muttermilch.

Und dann wäre da noch ein anderer wichtiger Aspekt: wenn das Stillen
unproblematisch ist, kann das – zusammen mit anderen Bindungsfaktoren –
die Mutter-Kind-Beziehung positiv beeinflussen. Die Beziehung wird
gestärkt, viele der Kinder genießen die Nähe. Und viele Mütter machen
die schöne Erfahrung, dass sie etwas tun, was ihrem Kind so richtig gut
tut.

Damit in Deutschland mehr Kinder vom Stillen profitieren gibt es das
Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly. Wie stillfreundlich ist
Deutschland? Und wie können wir das Stillen gesamtgesellschaftlich
fördern? Dazu hat eine Expertenkommission systematisch Daten aus allen
wichtigen Handlungsfeldern zum Stillen in Deutschland recherchiert,
bewertet und daraus konkrete Empfehlungen abgeleitet. Diese werden am 5.
Juni in Berlin vorgestellt.

Britta Klein

Bessere Körner für gesünderes Brot

Brot ist Hauptbestandteil der menschlichen Ernährung. Nun sollen alte Getreidesorten zur Herstellung gesünderer, mit Eisen angereicherter Backwaren verwendet werden.
Weltweit leiden mehr als eine Milliarde Menschen an Eisenmangel. Obwohl mit
Eisen angereichertes Mehl auf dem Markt existiert, waren die geschmacklichen
(organoleptischen) Veränderungen bei solchen funktionellen Lebensmitteln
bislang für Verbraucher inakzeptabel.
Das EU-finanzierte Projekt BAKE4FUN (Innovative biotechnological solutions for
the production of new bakery functional foods) widmete sich daher u.a. der
Eisenanreicherung von Backwaren. Mit einem neuen Mikroverkapselungsverfahren wurde die Stabilität und Bioverfügbarkeit des
Eisens erhöht, sodass es nicht zu Qualitätsverlust durch Temperatur, Säuregehalt oder Oxidation kommt.
BAKE4FUN setzte für die Mikroverkapselung ein Sprühtrocknungsverfahren ein. Um Reaktionen mit anderen Nahrungsmittelbestandteilen zu vermeiden, wurde die Wandintegrität der Mikrokapseln bei 180°C getestet, was keinerlei
Beeinträchtigungen ergab. Die Mikrokapseln widerstehen auch Verdauungsprozessen im Magen-Darm-Trakt. Anhand von Daten aus Bioverfügbarkeitstests wurde Brot in In-vitro-Studien mit drei Formulierungen für mikroverkapseltes Eisen getestet. Dieses Brot wurde im Pilotmaßstab hergestellt, um anschließend seine funktionellen und organoleptischen
Eigenschaften zu analysieren.
Ein weiteres Ziel von BAKE4FUN war die Verwendung von Einkorn, eine der ältesten domestizierten Getreidearten. Die gesundheitlichen Vorteile von Vollkornprodukten und alten Getreidesorten sind inzwischen bekannt. Durch angereichertes Vollkornmehl kann die Aufnahme von Antioxidantien und die Mikroflora im Darm verbessert werden. BAKE4FUN sollte weiterhin
den ernährungsphysiologischen Effekt der alten Einkornsorte Triticum monococcum wissenschaftlich belegen. In den ersten neun Monaten verglich BAKE4FUN funktionelle Komponenten wie Polyphenol-, Carotinoid- und
Antioxidantiengehalt bei Einkorn- und Weizenmehl. Da der Gehalt an bioaktiven Substanzen und antioxidativer Aktivität bei Einkorn offenbar deutlich höher ist als bei anderen Getreidearten, wurden nun Prototypen für Brot aus Einkornmehl für Invitro-Tests erzeugt.
BAKE4FUN wurde in Italien mit sieben Partnern aus 3 Ländern durchgeführt und zielte darauf ab, Backwaren mit besserem Nährwertprofil und gesundheitsfördernder Wirkung herzustellen.

Schlafapnoe: Zungenschrittmacher bessert Blutzucker und Essverhalten

DGHNO-KHC, Berlin/Bonn – Ein Zungenschrittmacher, der durch elektrische Stimulierung des Zungennervs nachts die Atemwege freihält, verhilft Menschen mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom nicht nur zu einem erholsamen Schlaf. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Behandlung auch den Blutzucker bessert und langfristig vor einem Diabetes schützen könnte. Über die Studie und weitere aktuelle Ergebnisse im Zusammenhang mit der Atemwegsstimulation spricht der Studienautor auf der Pressekonferenz anlässlich der 90. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC) am 28. Mai 2019 in Berlin.

Schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter nächtlichen Atemaussetzern. Die Entspannung der Muskeln im Rachen führt bei ihnen zum Zurückfallen der Zunge, die zeitweise die Atemwege verlegt. Mediziner sprechen von einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom. Die Schlafapnoe stört nicht nur den Partner durch lautes Schnarchen. „Die häufigen Atemaussetzer gefährden auf Dauer die Gesundheit, weil sie eine gleichmäßige Versorgung des Körpers mit Sauerstoff verhindern“, erläutert Privatdozent Dr. Armin Steffen vom Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein im Vorfeld der Pressekonferenz. Die Folgen sind ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt, häufige Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf. Die ständige Störung der Nachtruhe lässt außerdem die Stresshormone im Blut ansteigen. Dies erhöht den Blutzucker. „Viele Menschen mit Schlafapnoe haben einen Typ-2-Diabetes“, berichtet Dr. Steffen.

Der HNO-Mediziner hat jetzt die Auswirkungen des Zungenschrittmachers – einer neueren Therapieform des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms – auf den Zuckerstoffwechsel untersucht. Den Patienten wird in einer etwa zweistündigen Operation im Brustbereich ein kleiner Schrittmacher unter die Haut implantiert. Die Chirurgen verbinden diesen über ein Kabel mit dem sogenannten Nervus hypoglossus, der die Bewegungen der Zunge kontrolliert. „Nach einer Eingewöhnungsphase ist die Behandlung für den Patienten einfach“, erklärt Dr. Steffen. „Die Patienten schalten den Zungenschrittmacher abends vor dem Schlafengehen ein und morgens wieder aus.“

Zungenschrittmacher werden in Deutschland bereits seit fünf Jahren an einigen Universitätskliniken implantiert. Sie kommen laut Dr. Steffen nur infrage, wenn eine Standardbehandlung mit einer Atemmaske erfolglos bleibt. Diese sogenannte CPAP-Beatmung erzeugt einen leichten Überdruck, der die Atemwege freihält. Bei den meisten Patienten verbessert sich der Schlaf, bei einigen kommt es weiterhin zu den nächtlichen Atemaussetzern. Ob diese Patienten für einen Zungenschrittmacher infrage kommen, prüfen HNO-Experten mit einer Schlafendoskopie. Dabei beobachten die Ärzte die Bewegungen von Zunge und Rachen beim Schnarchen.

Seit 2014 haben in Deutschland mehrere hundert Patienten einen Zungenschrittmacher erhalten. Am Campus Lübeck hat Dr. Steffen 125 Implantationen durchgeführt. Zwanzig dieser Patienten hat er gemeinsam mit Kollegen nach der Operation über ein Jahr lang begleitet. Dabei wurden nicht nur die Auswirkungen auf den Schlaf untersucht. Die Ärzte befragten die Patienten und führten nach zwölf Monaten einen Blutzuckerbelastungstest durch. Dabei wird der Anstieg des Blutzuckers nach dem Trinken einer Zuckerlösung bestimmt. Ein zu starker Anstieg weist auf einen bevorstehenden Typ-2-Diabetes hin, an dem viele Menschen mit Schlafapnoe leiden. Wie Dr. Steffen kürzlich im Journal of Sleep Research (2018; doi: 10.1111/jsr.12794) berichtete, hatten sich die Werte im Zuckerbelastungstest der Patienten nach der Implantation des Zungenschrittmachers gebessert. Die Laboruntersuchungen zeigten, dass die Patienten weniger Insulin benötigten, um den Blutzucker im Körper zu verteilen. Ein Rückgang der Hormonwirkung, Insulinresistenz genannt, ist die Ursache für den erhöhten Blutzucker. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Zungenschrittmacher die Patienten vor einem Typ-2-Diabetes schützen kann“, erläutert Dr. Steffen.

Die nächtliche Stimulierung der Zunge wirkte sich auch tagsüber auf das Essverhalten aus. Der sogenannte hedonistische Hunger, der viele Menschen mit Schlafapnoe auch dann essen lässt, wenn ihr Körper keine Kalorien benötigt, war vermindert. Dr. Steffen hofft, dass der Zungenschrittmacher den Patienten langfristig helfen könnte, ihre Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen mit Schlafapnoe sind übergewichtig oder fettleibig. Das Übergewicht gilt als eine wichtige Ursache für die Schlafstörung.

Auf der Pressekonferenz am 28. Mai 2019 in Berlin geht der Experte über die Studie hinaus auf Ergebnisse von deutschen HNO-Kliniken ein, die entscheidende Impulse zur Verfeinerung der Operationstechnik und Patientenauswahl geliefert haben. Daneben kommen auch Kostenstrukturanalysen zur Sprache, die mittlerweile auch für den deutschen Gesundheitsbereich vorliegen.

Kommt die CO2-Steuer?

Ertüchtigung des Emissionshandels und Energiesteuerreform sind kein Widerspruch

CO2 Abgabe e.V. Berlin/Freiburg. In der aktuellen Diskussion um eine CO2-Bepreisung mahnt der CO2 Abgabe e.V. eine längst überfällige Neuausrichtung der bisherigen Steuern und Umlagen auf Energie am Klimaschutz nicht gegen den Europäischen Emissionshandel auszuspielen. Während Teile der Union und die FDP die Ausweitung des Emissionshandels fordern, befürworten SPD, Grüne und andere Teile der Union eine Energiesteuerreform.

„Die Ertüchtigung des Emissionshandels und eine Reform der Steuern und Umlagen auf Energie mit einem CO2-Preis stellen keinen Widerspruch dar“, sagte Dr. Jörg Lange, geschäftsführender Vorstand des CO2 Abgabe e.V. in Berlin. Allerdings sei eine europaweite Ausweitung des Emissionshandels auf die Bereiche Wärme und Verkehr erst ab 2030 eine realistische Option. Als Grund nannte Lange die langen Vorlaufzeiten für Entscheidungen in der Europäischen Union, die gerade erst erfolgte Überarbeitung bestehender Richtlinien sowie zahlreiche ungeklärte Fragen, wie die Zulässigkeit der Ausweitung des Handels auf Wärme und Verkehr. „Wer den Klimaschutz ernst nimmt geht mit den Willigen in Europa voran und wartet nicht auf die Bremser. Ein wirksamer Preis auf CO2 darf nicht mehr länger auf die lange Bank geschoben werden“, forderte Lange.

Dem CO2 Abgabe e.V. zufolge sollten zu einer Reform der Steuern und Umlagen auf Energie zum 1. Januar 2020 mittelfristig die Weichen für einen funktionierenden Emissionshandels gestellt werden. „Die maßgebliche Bedingung für die europaweite Ausweitung des ETS ist, die Obergrenze für Emissionen (Cap-Setting) an den Klimaschutzzielen von Paris auszurichten“, erklärte Lange. Erst durch die Begrenzung der Menge an Emissionsberechtigungen, die Löschung überschüssiger Zertifikate und keine kostenlosen Berechtigungen mehr auszugeben könne der Emissionshandel ausreichend wirksam für den Klimaschutz werden. Alle diese Maßnahmen benötigten jedoch Zeit. Zeit, die ein schnelles Handeln und das Erreichen der Klimaziele 2030 verhindere, so Lange.

Der CO2 Abgabe e.V. fordert daher mehr Tempo bei der Reform bestehender Steuern und Umlagen auf Energie zugunsten des Klimaschutzes. „Zahlreiche belastbare Analysen mit klaren Handlungsempfehlungen an die Politik zeigen, dass eine Reform staatlich veranlasster Preisbestandteile der Energiekosten durch Anpassung der Verbrauchssteuersätze auf fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Erdöl im bestehenden Energiesteuerrecht schnell und unbürokratisch umgesetzt werden kann“, erläuterte Lange. Die Einführung einer neuen Steuer sei dafür nicht erforderlich.

Notwendig ist nach dem CO2 Abgabe e.V. ein transparenter Vergleich der vorliegenden Vorschläge zur Umsetzung einer CO2-Bepreisung hinsichtlich Lenkungs- und, Verteilungswirkung, Bürokratieaufwand und Akzeptanz. Die Einnahmeverwendung durch eine CO2-Bepreisung entscheidet über die Sozialverträglichkeit und den Mehr- oder Minderaufwand an Bürokratie. „Ein ergebnis- und konzeptoffener Vergleich ist die Grundlage für die Politik zur Bewertung der Vorschläge und ebnet den Weg zu einem politischen Beschluss“, hält Lange fest. Ein solcher könne in wenigen Monaten vorliegen.

Hintergrund:

Der CO2 Abgabe e.V. ist eine Gruppe von bislang rund 1.000 Unternehmen, Verbänden, Kommunen und Einzelpersonen, die für eine wirksame Lenkungsabgabe auf Treibhausgase (CO2 u.a.) eintritt, um die zahlreichen Umlagen und Steuern auf Energie in Deutschland am Klimaschutz neu auszurichten. Dazu setzen wir uns für eine verursachergerechte, sozialverträgliche und technologieoffene Umsetzung ein, die Bürokratie abbaut sowie Planungssicherheit und Innovationen fördert. Zu den Gründungsmitgliedern gehören u.a. Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ursula Sladek (Deutsche Umweltpreisträgerin 2013), Thomas Jorberg (Vorstandssprecher der GLS Bank und Rudolf Kastner (Vorstand im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft).

Genetik: Immer neue Erkenntnisse über Stammzellen

Induzierte, pluripotente Stammzellen können sich in Körperzellen verwandeln oder in ihrer ursprünglichen Form bleiben. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München berichten jetzt in Molecular Cell, wie sich Zellen „entscheiden“, welcher Pfad eingeschlagen wird. Sie fanden ein Protein und eine RNA, die eine entscheidende Rolle in diesem Prozess innehaben. Ihre Entdeckung liefert auch ein tieferes Verständnis für die amyotrophe Lateralsklerose (ALS)*, eine fortschreitende Erkrankung des motorischen Nervensystems. 

Aufgrund ihrer Fähigkeit, sich in beliebige Zellen unseres Körpers umzuwandeln, könnten induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen)** einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Medizin leisten. Um beispielsweise Betazellen zur Therapie von Typ-1-Diabetes künstlich herzustellen, ist es entscheidend, die zugrundeliegenden Mechanismen dieser Differenzierung zu verstehen. Zusammen mit seinem Team zeigt nun Dr. Micha Drukker vom Institut für Stammzellforschung (ISF) des Helmholtz Zentrums München, wie solche Vorgänge auf molekularer Ebene gesteuert werden. Ausgangspunkt war zunächst eine im Fluoreszenzmikroskop sichtbare Struktur im Zellkern.

Zwei Schlüsselfaktoren im Zellkern

„Uns fiel auf, dass Bereiche im Zellkern, die sogenannten Paraspecklen*** nicht in iPS-Zellen vorkommen, aber während der Differenzierung schnell gebildet werden, und zwar unabhängig vom Zelltyp, der dabei entsteht“, sagt Dr. Miha Modic, der Mitglied der Arbeitsgruppe von Dr. Drukker war. Drukker und Modic nahmen an, dass dieses Phänomen mit der Fähigkeit von Stammzellen, sich in Körperzellen umzuwandeln, in Verbindung steht. Zusammen mit Prof. Ule Jernej vom University College London und mit Markus Grosch, Doktorand aus Dr. Drukkers Gruppe, entdeckten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Schlüsselmoleküle im Zellkern, die das Auftreten der Paraspecklen veranlassen und fanden heraus, wie diese die Differenzierung steuern.

„Bei der Entscheidung, ob sich Zellen differenzieren oder pluripotent bleiben, spielen zwei Faktoren eine Rolle“, sagt Drukker. „Wir identifizierten NEAT1, eine Ribonukleinsäure (RNA), und TDP-43, ein RNA-bindendes Eiweiß.“ NEAT1 existiert in zwei Formen. Die kurze Form wird von TDP-43 stabilisiert. In diesem Fall entstehen keine Paraspecklen; die Zelle bleibt pluripotent, sie ist unverändert. Umgekehrt führt der Abbau von TDP-43 zur Bildung der langen Form von NEAT1, und Paraspecklen entstehen. Eine iPS-Zelle beginnt, sich zu differenzieren. Modic ergänzt: „Diese Steuerung könnte die Grundlage für die Entscheidung der Stammzelle sein, wann sie ausdifferenziert.“ Dr. Silvia Schirge und Prof. Heiko Lickert vom Institut für Diabetes- und Regenerationsforschung (IDR) am Helmholtz Zentrum München halfen den Autoren aufzuzeigen, dass Paraspecklen auch für eine effiziente Differenzierung bei der murinen Embryonalentwicklung entscheidend sind. Diese Studienergebnisse bedeuten einen Durchbruch für das Verständnis von Differenzierungs- und Entwicklungsprozessen bei Stammzellen.

Zusammenhang mit Erkrankungen

Drukker sieht in den Ergebnissen mehr als einen Beitrag zur Grundlagenforschung, denn „Paraspecklen stehen mit mehreren Krankheiten in Verbindung, wurden aber bislang kaum im Kontext der Entwicklungs- und Stammzellbiologie untersucht“. Bei der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) sei die Rolle von TDP-43 und das Auftreten von Paraspecklen besonders offensichtlich. In den Nervenzellen, die für unsere Muskeln zuständig und von ALS betroffen sind, wird TDP-43 merkwürdig reguliert und bildet toxische Ansammlungen. Außerdem tritt NEAT1 in der langen Form vermehrt auf, und es sind mehr Paraspecklen nachweisbar. Diese Mechanismen gelten als früher Hinweis auf ALS – noch bevor Patienten klinisch relevante Beschwerden haben. Im nächsten Schritt wollen Druckker und sein Wissenschaftsteam andere Zelltypen auf Paraspecklen, RNAs und deren Zusammenspiel untersuchen. Dann wird sich auch zeigen, ob sich die neu entdeckten Moleküle vielleicht als Zielstrukturen für Pharmakotherapien eignen.

Weitere Informationen

Originalpublikation:

Modic M et al (2019), Cross-Regulation between TDP-43 and Paraspeckles Promotes Pluripotency-Differentiation Transition. DOI: 10.1016/j.molcel.2019.03.041

Herzmuskel-Gewebezucht möglich

Gewebeflicken sollen Kontraktionskraft nach Herzinfarkt verbessern

Wiesbaden – Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Dank guter Notfallversorgung überleben heute mehr als drei Viertel von ihnen. An ihrem Herzmuskel bleiben jedoch oft geschädigte Bereiche zurück, die ihre Kontraktionskraft dauerhaft verloren haben. Forscher arbeiten nun daran, dieses lädierte Gewebe mit sogenannten Herzpflastern – im Labor gezüchteten Gewebeflicken, die aus kontraktionsfähigen Herzmuskelzellen bestehen – zu überbrücken. Entwicklung und Einsatzmöglichkeiten der Streifen diskutieren Experten auf der Mittags-Pressekonferenz am 07. Mai 2019 im Rahmen der 125. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V (DGIM) in Wiesbaden.

Wird der Herzmuskel – etwa durch einen Infarkt – geschädigt, bleibt grundsätzlich verletztes Gewebe zurück. Herzmuskelzellen von Erwachsenen sind nicht in der Lage, sich zu teilen und neues Gewebe zu bilden. Der dauerhafte Funktionsausfall belastet den verbliebenen Herzmuskel und führt bei rund einem Viertel der Infarktpatienten zu einer chronischen Herzschwäche. „Unter dieser sogenannten Herzinsuffizienz leiden sehr viele Patienten in Deutschland. Umso wichtiger ist es, dass die Forschung hier vorangetrieben wird“, sagt Professor Dr. med. Claus F. Vogelmeier, Kongresspräsident der diesjährigen Jahrestagung der DGIM. Dabei nehme das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) eine besondere Rolle ein. Die Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung hat Vogelmeier zu einem Schwerpunkt des 125. Internistenkongresses gemacht. Alle fünf Zentren präsentieren dort ihre aktuelle Forschung.

Derzeit arbeiten etliche Labore weltweit mit verschiedenen Stammzellen, aus denen sich Herzmuskelzellen gewinnen lassen. Diese Zellen lassen sich entweder direkt in den Herzmuskel spritzen oder auf einem Gerüst aus Collagen oder Fibrin zu einem spontan schlagenden Herzmuskelflicken vorzüchten. Diese auch als „Engineered heart tissue“ (EHT) bezeichneten Gewebe werden in einem chirurgischen Eingriff auf die Oberfläche des Herzens aufgenäht, wachsen an und bilden neues Herzgewebe. „Das Aufbringen dieser Pflaster ist zwar aufwändiger als die Zellinjektion, hat aber mehrere Vorteile“, erklärt Professor Dr. med. Thomas Eschenhagen, Vorstandsvorsitzender des DZHK und Institutsdirektor am Zentrum für Experimentelle Medizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Er hat das prinzipielle Tissue-Engineering-Verfahren bereits vor 25 Jahren gemeinsam mit Kollegen aus den USA entwickelt. Zum einen würden keine Zellen abgeschwemmt, wodurch sich die Effizienz deutlich erhöhe; zum anderen gebe es, anders als nach einer Zellinjektion, keine Herzrhythmusstörungen; und drittens lasse sich die Kontraktionskraft des neuen Gewebes bereits vor der Implantation testen.

Sowohl die Injektion von Herzmuskelzellen, als auch das Aufbringen von Herzpflastern sind bereits erfolgreich bei verschiedenen Tierarten getestet worden. „Zum Teil ließen sich beeindruckende Mengen von neuem Herzmuskelgewebe nachweisen“, sagt Eschenhagen. Bis auf Herz-Rhythmusstörungen, zu denen es nach einer Zellinjektion vorübergehend kommen könne, seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten – insbesondere keine Tumoren, die als gefürchtetes Risiko bestimmter Stammzellenarten gelten. Zwar sind noch einige Fragen offen – etwa die nach dem Langzeitverlauf eines derartigen Eingriffs sowie nach der mechanischen und elektrischen Ankopplung des neuen Gewebes an den Herzmuskel. Auch wird noch nach Zelllinien geforscht, die nicht abgestoßen werden und daher keine Immunsuppression erfordern. „Diesen Fragen gehen einige der vom DZHK geförderten Projekte derzeit noch nach“, sagt Eschenhagen. Dennoch sind die Mediziner zuversichtlich, schon in absehbarer Zeit Patienten mit den neuen Zellen behandeln, und ihre Herzfunktion wieder verbessern zu können. Bereits im kommenden Jahr sollen in einer DZHK-Studie erste Herzpflaster an Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz getestet werden, die ansonsten auf ein Spenderherz angewiesen wären.