Alle Beiträge von Balu

„Dark Flash“ ermöglicht Fotos ohne Blinzeleffekt

Forscher modifizieren Kamera für Infrarot- und ultraviolettes Licht

New York (pte/17.07.2009/11:37) – Den beiden Forschern Dilip Krishnan und Rob Fergus von der University of New York http://www.nyu.edu ist es gelungen, eine neuartige Fotokamera zu entwickeln, die den ungewollten Blinzeleffekt bei Blitzaufnahmen verhindern soll. Die innovative Entwicklung, die bislang lediglich in einem ersten Prototyp vorliegt und noch weit von einer Marktreife entfernt ist, setzt dabei im Gegensatz zu den in herkömmlichen Geräten eingesetzten Blitzlichtern auf einen sogenannten "Dark Flash", der auf für das menschliche Auge unsichtbare Infrarot- und ultraviolettes Licht reagiert.

Um die innovative Kameratechnologie verwirklichen zu können, mussten die beiden Wissenschaftler laut Bericht des NewScientist die Blitzlampe eines herkömmlichen Fotoapparats so modifizieren, dass sie das Licht in einem breiter gefächerten Frequenzspektrum ausstrahlt und sichtbares Licht herausgefiltert wird. Des Weiteren wurden die Filter, die normalerweise verhindern, dass der Silizium-Bildsensor der Kamera auf Infrarot- und ultraviolette Strahlung anschlägt, entfernt. Nach erfolgreichem Umbau nehmen die Forscher ein "Dark Flash"-Foto auf, dessen Farbbalance zunächst ein wenig an einen Blick durch ein Nachtsichtgerät erinnert. In einem zweiten Schritt wird dann noch ein blitzfreies Foto derselben Szene aufgenommen, das ein eher trübes und unscharfes Bild liefert. Schlussendlich werden dann mithilfe spezieller Computersoftware beide Aufnahmen übereinander gelegt und es entsteht ein Foto, das sowohl über eine scharfe Detail- als auch natürliche Farbwiedergabe verfügt.

"Dass die fotografierte Person vom Blitzlicht überrascht wird und gerade zum Zeitpunkt der Aufnahme die Augen zuschlägt, ist ein grundsätzliches Fotografenproblem", heißt es aus der Redaktion der Fachzeitschrift Fotohits http://www.fotohits.de, auf Anfrage von pressetext. Um dieses Problem vermeiden zu können, gebe es verschiedene Ansätze. "Zunächst einmal ist es immer hilfreich, Personen schon vor einer Blitzaufnahme vorzuwarnen. Natürlich gibt es mittlerweile aber auch über eine Reihe von technischen Hilfsmitteln wie etwa Vorblitzverfahren oder Rote-Augen-Reduktion", erklären die Fotografieexperten. Für Hobbyfotografen seien zudem Kameras mit hoher ISO-Lichtempfindlichkeit empfehlenswert, die einen Blitzeinsatz in den meisten Fällen überflüssig machen würden. Im Profisegment würde ohnehin zumeist mit Dauerlicht und Studioleuchten gearbeitet. "Dass im Rahmen des ‚Dark Flash‘-Ansatzes nun auf Infrarot- und ultraviolettes Licht gesetzt wird, ist etwas vollkommen Neues. In der Theorie kann das Konzept durchaus überzeugen. Ob sich das Ganze aber auch in der Praxis bewähren kann, lässt sich derzeit nch nicht sagen", so die Fotohits-Experten.

| | Thomas Dernbach | Villmar

Thomas Dernbach Villmar

Lieber Herr Pütz, vielen Dank für die immer wieder informativen Beträge auf Ihrer Homepage. In Ihrer Folge 61 sprechen Sie über die Stickoxyde. Der von Ihnen genannte Grenzwert liegt nicht bei 40 Milligramm/Kubikmeter Luft sondern bei nur 40 MIKROgramm/Kubikmeter Luft. Vielleicht lässt sich der Beitrag noch korrigieren? Aber sonst bin ich mit Ihnen vollkommen einer Meinung, hinsichtlich der anscheinend willkürlichen Festlegung der Grenzwerte der Politik und das Ausnutzen des Abzockvereins DUH. Viele Grüße Thomas Dernbach

Hybridmaterial macht Farbstoffsolarzellen effizienter

Hybridmaterial macht Farbstoffsolarzellen effizienter

Graphen und Nanoröhren für Kathoden – Mobiler Einsatz im Mittelpunkt

Hybridmaterial: macht Solarzellen effizienter (Foto: Tour Group/Rice University)
Hybridmaterial: macht Solarzellen effizienter (Foto: Tour Group/Rice University)

Houston (pte012/19.11.2014/12:30) –

Forscher an der Rice University http://rice.edu haben ein revolutionäres Hybridmaterial entwickelt, das sie als Kathode
für Farbstoffsolarzellen einsetzen. Es besteht aus Nanoröhren, die
durch eine Elektronenpaarbindung an eine Graphenplatte gebunden sind.

"Farbstoffsolarzellen sind deutlich dünner als
kristalline Siliziumsolarzellen. Ein Anwendungsgebiet könnte daher der
mobile Einsatz sein – etwa bei Gegenständen, die leicht und faltbar sein
müssen", erläutert Thomas Kirchartz vom Institut für Energie- und
Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich http://fz-juelich.de im Gespräch mit pressetext.

1,7 Prozent leistungsfähiger

Bisher wurden Platinkathoden für Farbstoffsolarzellen
eingesetzt. Diese sind aber spröde und verhältnismäßig teuer. Das neue,
nach dem Chemiker James Tour benannte Hybridmaterial ist hingegen
flexibler und deutlich günstiger. Durch chemische Gasphasenabscheidung
wird eine Graphenbasis hergestellt. Auf dieser wachsen
Kohlenstoff-Nanoröhren, wodurch die dreidimensionale Elektrodenstruktur
des Materials entsteht.

"Die weit größere Oberfläche der 3D-Struktur fängt die
photogenerierten Ladungsträger besser ein. Dies resultiert in einer
Effizienzsteigerung von 1,7 Prozent, was eine Menge ist, da in der
Photovoltaik jedes Zehntelprozent zählt", fügt Thomas Müller vom
Institut für Photonik der Technischen Universität Wien http://www.photonik.tuwien.ac.at hinzu.

Günstiger als Siliziumzellen

Die Funktionsweise der in den 1990er-Jahren
entwickelten Farbstoffzellen ist der Fotosynthese nachempfunden. Sie
sind zwar weniger effizient als klassische Solarzellen auf
Siliziumbasis, werden aber in einem weit weniger aufwendigen
Herstellungsverfahren produziert. Die neuen Farbstoffzellen aus dem
Hybridmaterial konnten in Tests 20 Prozent mehr Energie aus Sonnenlicht
produzieren als jene mit Platinkathoden.

Die innovativen Farbstoffzellen sind zudem
halbtransparent, können also in Glas verbaut werden, und liefern auch
bei wenig Licht – etwa an Wolkentagen – Energie. Im Vergleich zu
Siliziumsolarzellen verweist Kirchartz aber auf deren immer noch
wesentlich höhere Effizienz: "Die gezeigten Wirkungsgrade von 8,2
Prozent sind geschätzt noch um den Faktor zwei von einer kommerziellen
Nutzung jenseits kleiner Nischen entfernt."

Städte ersticken im Feinstaub

Chinesische Städter ersticken im Feinstaub

Daten von 272 Metropolen ausgewertet – Mehr Todesfälle erwiesen

Auf dem Rad: ohne Mundschutz nicht ratsam (Foto: pixelio.de, Manuel Schuster)
Auf dem Rad: ohne Mundschutz nicht ratsam (Foto: pixelio.de, Manuel Schuster)

Schanghai (pte001/13.02.2017/06:00) –

Die Luftverschmutzung durch Feinstaub nimmt in 272 Städten Chinas zu und
bewirkt mehr Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf- und
Atemwegserkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher größte
epidemiologische Studie zum Thema. Laut Seniorautor Maigeng Zhou vom
National Center for Chronic and Non-communicable Disease Control and
Prevention http://ncncd.chinacdc.cn gehört Feinstaub zu den Hauptthemen in Entwicklungsländern wie China.

Gefährliche Belastung

"Ein neues Überwachungsnetzwerk hat uns ermöglicht,
eine landesweite Studie durchzuführen, um die kurzfristigen
Zusammenhänge zwischen PM 2,5 und der täglichen ursachenspezifischen
Mortalität in China zu untersuchen." Es zeigte sich, dass die
durchschnittliche jährliche Belastung der chinesischen Städte bei 56
Mikrogramm pro Kubikmeter (mg/m3) lag und damit deutlich über den 10
g/m3, der Richtlinie der WHO.

Jede Zunahme um zehn mg/m3 in der Luftverschmutzung
stand mit einer 0,22-prozentigen Erhöhung der Sterblichkeit durch nicht
unfallbedingte Todesursachen in Zusammenhang. Jede dieser Zunahmen stand
mit einer 0,29-prozentigen Erhöhung der Sterbefälle durch
Atemwegserkrankungen und einer Steigerung um 0,38 Prozent bei chronisch
obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) in Zusammenhang.

Körperliche Schäden

Die Sterblichkeit war bei Menschen über 75 Jahren und
bei Personen mit einer geringeren Bildung deutlich höher. Die Verbindung
zwischen den PM-2,5-Werten und der Sterblichkeit war in Städten größer,
die über eine höhere jährliche Durchschnittstemperatur verfügten. Die
Forscher vermuten, dass die Unterschiede im Bildungsniveau zu
umweltbedingten Ungleichheiten im Gesundheitsbereich führen und dass der
Zugang zu medizinischer Versorgung einen Einfluss auf die Sterblichkeit
hat.

Die Forscher schätzen, dass die Menschen in wärmeren
Städten mehr Zeit im Freien und bei offenen Fenstern verbringen und
damit die Feinstaubbelastung ansteigt. Laut den im "American Journal of
Respiratory and Critical Care Medicine" veröffentlichten Ergebnissen
zeigt sich einen schwächerer Zusammenhang zwischen der Zunahme an PM 2,5
und der Sterblichkeit als in Studien, die in Europa oder Nordamerika
durchgeführt worden waren.

Große Einschränkung

Es gibt eine Reihe möglicher Erklärungen. So könnte
sich in den meisten chinesischen Städten die Anzahl der Todesfälle bei
der größten Luftverschmutzung nicht verändert haben und die Bestandteile
des Feinstaubs in China daher weniger giftig sein. Partikel aus der
Erdoberfläche von trockenen Landstrichen und aus dem Bau sind in China
häufiger für die Feinstaubbelastung verantwortlich als in Europa und
Nordamerika.

In China wurde die PM-2,5-Überwachung in städtischen
Gebieten 2013 eingeführt. Für die aktuelle Studie wurden für die Jahre
2013 bis 2015 zur Verfügung stehende Daten ausgewertet. Für fast die
Hälfte der Städte der Studie waren jedoch nur Daten für ein Jahr
vorhanden. Die Autoren betonen, dass eine Einschränkung darin besteht,
dass die Studie nicht über einen langen Beobachtungszeitraum
durchgeführt wurde.

Goldteilchen machen Blasenkrebszellen den Garaus

pte20140410004 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Goldteilchen machen Blasenkrebszellen den Garaus

Nanostangen werden durch Laser erhitzt und zerstören mutierte Zellen

(pte004/10.04.2014/06:05) – Blasenkrebszellen lassen sich durch das
Anheften von goldenen Nanostangen abtöten. Das hat ein Forscher-Team am
Krebszentrum der University of Colorado http://cu.edu festgestellt. Die neue Technik wird dadurch ermöglicht, dass
Blasenkrebszellen ein besonders hohes Level an EGF-Rezeptoren aufweisen –
diese Proteine führen zum Wachstum von (Krebs-)Zellen. Nanostangen aus
Gold können so manipuliert werden, dass sie sich an diese Proteine
anheften. Durch einen sehr schwachen Laserstrahl kann das Gold erhitzt
werden, was die daran angehefteten Krebszellen abtötet.

Therapie anders als gängige Medizin

"Ich weiß, dass sich das futuristisch anhört, aber das Konzept ist
ziemlich unkompliziert: EGF-Rezeptoren heben Blasenkrebszellen vom
umgebenden gesunden Gewebe ab, und unsere Strategie verwendet
Nanotechnologie, um nur diese Zellen zu töten", erklärt Thomas Flaig vom
Krebszentrum. Es gibt bereits einige zugelassene Medikamente, bei denen
ebenfalls die EGF-Rezeptoren im Vordergrund stehen. Aber der Ansatz von
Flaig und seinen Kollegen ist trotzdem neu.

"Blasenkrebszellen sind im Frühstadium nicht unbedingt von
EGF-Rezeptoren abhängig – sie brauchen sie nicht zum Überleben oder zum
Wachsen, wie viele von EGF-Rezeptoren abhängige Krebsarten. Deswegen
hilft ein Medikament, das die Versorgung von EGF-Rezeptoren unterbindet,
nicht viel", erklärt Flaig. Und fährt fort: "Jedoch werden die Zellen
durch eine Überexpression von EGF-Rezeptoren gekennzeichnet. Unser
Ansatz hängt nur davon ab, diese Kennzeichnung zu erkennen und
auszunutzen."

Einfache Behandlung zeigt Erfolge

Zur Behandlung muss lediglich eine Suspension in die Blase injiziert
werden, die die winzigen goldenen Nanostangen enthält. An die
Nanostangen angeschlossen sind Antikörper, die bei den EGF-Rezeptoren
andocken. So werden die Nanostangen an den Krebszellen befestigt. Ein
Laser mit niedriger Intensität versetzt dann die Goldteilchen in
Schwingung – und die Schwingung erzeugt wiederum Hitze, die die
Krebszelle absterben lässt.

In einem Experiment an Mäusen konnte bei 13 von 16 Tieren das
Krebswachstum durch die neue Behandlungstechnik reduziert werden. Bei
sieben der 14 lediglich mit Laser behandelten Mäuse schritt die
Erkrankung fort und nur bei zwei von ihnen ging das Wachstum zurück.
"Der Weg zur Anwendung beim Menschen ist nicht so weit, wie er scheinen
mag", erläutert Flaig.

Flash-Speicher überlebt Flugzeugabsturz meist

Flash-Speicher überlebt Flugzeugabsturz meist

Mit Spezialtinte lesbar gemachte Chips sollen Ursachensuche erleichtern

Binghamton (pte002/12.12.2016/06:05) –

Elektronische Geräte wie Smartphones sind nach einem Flugzeugabsturz
zwar meist Schrott, doch der darin enthaltene Flash-Speicher übersteht
die Katastrophe eigentlich oft. Das hat eine Studie der Binghamton
University http://binghamton.edu ergeben. Meist ist es demnach möglich, sie mithilfe metallischer Tinte
wieder auslesbar zu machen. Da die Chips oft Aufnahmen aus den letzten
Momenten vor dem Crash enthalten, könnte das die Suche nach Ursachen
erleichtern.

Feuerfeste Datenspeicher

Nach einem Flugzeugabsturz sind auch Elektronikgeräte
von Passagieren potenzielle Spuren bei der Ursachenforschung. Denn sie
könnten Aufnahmen mit Hinweisen darauf enthalten, was wirklich passiert
ist. Doch aufgrund starker mechanischer Belastung und heißer Brände, die
mit einem Crash einhergehen, sind die Geräte oft Müll. Doch das gilt
nicht unbedingt für die eigentlichen Flash-Speicher, so die Forscher.
"Die größte Überraschung war, wie viel Misshandlung diese Geräte
aushalten, ehe sie nicht mehr funktionieren", meint Steve Cain, Forscher
am Integrated Electronics Engineering Center der Binghamton University.

Die Forscher konnten beispielsweise zeigen, dass zwar
Plastikbeschichtungen nach etwa drei Stunden bei Temperaturen von über
300 Grad Celsius den Geist aufgeben. Die eigentlichen Speicherchips aber
bleiben prinzipiell lesbar. "Die Datenintegrität blieb sogar bei einer
Plasmaentladung erhalten", meint Cain. Wenn ein Gerät nicht wirklich
abfackelt, dürften die Daten auf Flash-Chips also meist überleben. "Das
Problem ist, das die Kontakte zu den Speicherchips kaputt sein könnten,
was ein Auslesen verhindert." Und dieses Problem ist oft lösbar.

Metall-Tinte hilft

Das Team hat als Teil seiner Studie Speichergeräte
absichtlich beschädigt und dann die eigentlichen Speicherchips mit
verschiedenen Mitteln wie Säure, Lasern, Plasma oder mechanischem
Polieren herausgeholt. Die mechanische Extraktion war am einfachsten,
die mit Lasern am effektivsten – doch allen war gemein, dass sie feine
Drähte beschädigen und somit die Speicherchips zunächst unlesbar machen.

"Es ist möglich, die Verbindungen von
Flash-Speichermodulen zu reparieren, sofern der Chip intakt ist", betont
jedoch Cains Team. Das gelingt mithilfe einer speziellen metallischen
Tinte aus einem Präzisionsdrucker. Die Daten können dann also ausgelesen
werden. "Diese Ergebnisse erweitern die investigativen Möglichkeiten
bei Luftfahrtunglücken, weil die Daten und nicht die Geräte entscheidend
sind", schließen daher die Forscher.

Falschmeldungen ohne Prüfung

Faule Redakteure servieren saftige "Enten"

Nachrichtenseiten verbreiten oft Falschmeldungen ohne Prüfung

Pinocchio: bekommt lange Nase durchs Lügen (Foto: pixelio.de/Bredehorn.J)
Pinocchio: bekommt lange Nase durchs Lügen (Foto: pixelio.de/Bredehorn.J)

New York (pte012/19.02.2015/12:30) –

Lügen und Gerüchte werden von Medien häufig aufgenommen und
weiterverbreitet, ohne dass nachrecherchiert wird. Das bemängelt eine
neue Studie vom Tow Center for Digital Journalism der Columbia
Journalism School http://towcenter.org , die von Craig Silverman verfasst wurde. "Lügen verbreiten sich viel
besser als die Wahrheit und Medienorganisationen spielen eine große
Rolle dabei", stellt der Forscher in seiner Abhandlung fest.

Über 1.500 Artikel analysiert

Silverman hat über 1.500 Nachrichtenartikel analysiert,
die auf mehr als hundert Online-Gerüchten basieren. Sein trauriges
Fazit: "Viele Nachrichtenseiten wenden wenig oder keine grundlegende
Überprüfung der Behauptungen an, die sie weitergeben. Stattdessen
verlassen sie sich auf Verlinkungen zu anderen Medienberichten, die
wiederum oft nur andere Nachrichtenanbieter zitieren."

Außerdem sind Schlagzeilen und Titel dem Experten
zufolge häufig irreführend und erhöhen die Glaubwürdigkeit der unwahren
Geschichte. Und auch wenn sich die Gerüchte als falsch erweisen,
gestehen die wenigsten Medien das ein. In der Folge kommt es nicht
selten dazu, dass bereits veröffentlichte Falschmeldungen weiter
bestehen bleiben und weitere Nachrichtenanbieter sich auf diese beziehen
und sie zitieren.

Name schützt vor Torheit nicht

Neben Online-Medien analysierte Silverman große und in
der breiten Öffentlichkeit international durchaus bekannte
Nachrichtenseiten wie das "Time Magazin", "The New York Times", "USA
Today", "The Huffington Post", "Fox News", "The Washington Times" und
"Al Arabiya".

Winzige 3D-Sphären erlauben neue Einblicke in TBC

Winzige 3D-Sphären erlauben neue Einblicke in TBC

Krankheit lässt sich ab jetzt wochenlang im Labor genauestens studieren

3D-Spären: bessere Forschung in der Zelle möglich (Foto: southampton.ac.uk)
3D-Spären: bessere Forschung in der Zelle möglich (Foto: southampton.ac.uk)

Southampton (pte004/08.02.2017/06:00) –

Experten der University of Southampton http://southampton.ac.uk haben ein neues 3D-System zur Erforschung von TBC-Infektionen unter
Laborbedingungen entwickelt. Gemeinsam mit Forschern des University
College London http://ucl.ac.uk wurde eine elektrostatische Verkapselungstechnik eingesetzt, um winzige
3D-Sphären in menschlichen Zellen herzustellen. Sie können mit
TBC-Bakterien infiziert werden. So entstehen Bedingungen, die viel näher
an den Ereignissen im Körper eines Patienten sind.

Bessere Analyse möglich

Das neue Modell ermöglicht den Forschern auch, näher zu
untersuchen, was bei der Entstehund von TBC im Körper geschieht.
Langfristig zielt dieser Ansatz darauf ab, neue Antibiotika und
Impfstoffe zu entwickeln. Das Forschungsprojekt wurde vom Medical
Research Council http://mrc.ac.uk finanziert. Laut Paul Elkington, Leiter der Forschungsgruppe in
Southampton, können die 3D-Sphären mit einer Kollagenmatrix hergestellt
werden und weisen daher eine Ähnlichkeit mit einer menschlichen Lunge
auf. Damit entsteht ein Umfeld, in dem bestimmte Antibiotika eine
Infektion bekämpfen können. Das sei bei 2D-Modellen in dieser Art und
Weise nicht möglich.

Zusätzlich können Experimente bis zu drei Wochen lang
durchgeführt werden. Das ist laut den Forschern vier Mal länger als bei
herkömmlichen 2D-Modellen. Damit erhalten die Wissenschaftler auch mehr
Informationen darüber, wie sich eine Infektion entwickelt und welche
Auswirkungen verschiedene Interventionen im Laufe der Zeit haben. Die
Forschungsergebnisse wurden in "mBio and eLife" veröffentlicht.

Finanzielle Unterstützung

In einem nächsten Schritt wird eine Zusammenarbeit mit dem Africa Health Research Institute http://ahri.org in Durban umgesetzt, die durch den MRC Global Challenges Research Fund Foundation Award http://bit.ly/2kNAmR1 mit 350.000 Pfund, rund 400.000 Euro, unterstützt wird. Tuberkulose ist
in Durban sehr stark verbreitet. Daher bietet es sich an, das neue
Verfahren an Zellen von Patienten zu studieren, die einem hohen
Erkrankungsrisiko ausgesetzt sind.

Allergieimpfung schützt Kinder jahrzehntelang vor gefährlichen Folgen von Wespenstichen

US-Wissenschaftler empfehlen die Allergieimpfung für Kinder mit Insektengiftallergie als sichere Therapie mit Langzeiteffekt


Linz (pts, 07. Mär 2005 08:00) – Dass sich eine Insektengiftallergie bei Kindern „auswächst“ ist eine alte Volksmeinung, die auch viele Kinderärzte vertreten. Diese wissenschaftlich ungeprüfte Aussage auf ihre Richtigkeit zu untersuchen, haben amerikanische Wissenschaftler der John Hopkins University in Baltimore, USA u.a. als Anlass zur Durchführung einer Langzeitstudie genommen . Die „Allergikerkarriere“ von 512 Patienten mit Insektengiftallergie wurden über einen Zeitraum von rund 20 Jahren untersucht. Herausgekommen ist ein selbst für die Wissenschaftler erstaunliches Ergebnis: jene Patienten, die im Kindesalter eine Allergieimpfung gegen ihre Insektenallergie erhielten, waren zu einem Großteil auch noch Jahrzehnte später gegen schwere systemische Reaktionen geschützt. Die Empfehlung der Experten lautet daher, die Allergieimpfung bereits im Kindesalter durchführen zu lassen und kein unnötiges Risiko bei jungen Insektengiftallergikern einzugehen.


Insektengiftallergie ist kein Einzelschicksal. Forscher schätzen, dass mindestens 0,8 Prozent aller Kinder schwere Reaktionen wie Nesselausschlag, Atemnot und Kreislaufkollaps auf Insektenstiche zeigen. In Österreich wären somit mehr als 6000 Kinder im Alter von null bis acht Jahren betroffen. Die Dunkelziffer dürfte aber noch wesentlich höher liegen. Alljährliche Berichte über Todesfälle bei Kindern mit Insektengiftallergie sind nur die Spitze der Negativstatistik an akuten Zwischenfällen.


Trotz der nachweislich großen Gefahr für Allergiker ist die Annahme auch unter Ärzten verbreitet, dass eine Insektengiftallergie sich „auswächst“ und nach der Pubertät von selbst verschwindet. Diese Annahme war für Forscher des John-Hopkins-Allergycenter in Baltimore, USA der Anlass für eine wissenschaftliche Überprüfung im Rahmen einer großangelegten Studie. Gleichzeitig wurde auch die Langzeitwirkung der Spezifischen Immuntherapie für Insektengiftallergiker untersucht. Die Ergebnisse wurden kürzlich im angesehenen „England Journal of Medicine“ publiziert und sind selbst für Experten überraschend ausgefallen.


Langzeit-Studie mit Beobachtungszeitraum von 20 Jahren


Als Probanden wurden 1033 Patienten herangezogen, bei denen zwischen 1978 und 1985 im Kindesalter eine Insektengiftallergie diagnostiziert wurde. 46 Prozent der Gruppe wurde damals mit einer Allergieimpfung therapiert, bei 53 Prozent wurde auf eigenem Wunsch keine SIT durchgeführt. Zwischen 1997 und 2000 konnten 512 dieser ehemaligen Patienten von den US-Wissenschaftlern kontaktiert und mittels standardisierten Fragebögen über ihren Krankheitsverlauf in den letzten 20 Jahren befragt werden.


Ergebnis 1: Schutz der Allergieimpfung (SIT) hält über Jahrzehnte hinweg


Von den 512 Studienteilnehmern hatten 43 Prozent zwischen 1987 und 1999 Insektenstiche erlitten. Abgefragt wurde der Schweregrad der Allergiereaktionen in den einzelnen Gruppen.


Bei allen Graden der Allergiereaktionen (Leicht, mittel, schwer) konnten in der SIT-Gruppe auch noch 20 Jahre nach Therapie-Ende signifikant bessere Ergebnisse verzeichnet werden als bei jenen Patienten ohne Allergieimpfung.


Im Detail: Leichte systemische Reaktionen wie Hautschwellungen nach einem Insektenstich wurden bei 3 Prozent der SIT-Gruppe, aber bei 17 Prozent der unbehandelten Patienten festgestellt. Mittlere bis schwere Reaktionen (Atembeschwerden, Benommenheit, Schwindel, Bewusstlosigkeit) traten bei 5 Prozent der Probanden mit SIT und bei 32 Prozent der Patienten ohne SIT auf.


Anders ausgedrückt: Patienten mit einer Allergieimpfung im Kindesalter hatten eine um 600 Prozent geringere Häufigkeit an mittleren bis schweren Allergiereaktionen auf Insektenstiche zu reagieren, auch noch 10 bis 20 Jahre nach Therapie-Ende. Es zeigte sich also, dass die SIT auch einen erstaunlich langfristigen Nutzen bringt.


Ergebnis 2: Allergien „wachsen sich in den meisten Fällen nicht aus“


Die Meinung, dass Insektengiftallergien im Laufe des Erwachsenwerdens von selbst verschwinden, konnten die Wissenschaftler im Rahmen der Studie nicht bestätigen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einigen Patienten ohne Allergiebehandlung die Beschwerden nach Insektenstichen im Laufe der Jahre zwar graduell leichter wurden, jedoch in keinem Fall verschwanden.


Genauso war auch das Gegenteil der Fall: bei sechs Patienten ohne SIT-Behandlung im Kindesalter, die ursprünglich nur leichte systemische Reaktionen auf Insektenstiche hatten, traten im Erwachsenenalter mittelschwere Beschwerden auf.


Der an der Univ. Klinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Universität in Graz allergologisch tätige Arzt Dr. Gunter Sturm zum Thema Insektengiftallergie: „Es ist bekannt, dass erwachsene Patienten mit schweren Stichreaktionen in der Vergangenheit ein erhöhtes Risiko für ein erneutes Auftreten von ausgeprägten allergischen Reaktionen nach einem Insektenstich aufweisen. Eine Impftherapie für Kinder, die nach einem Insektenstich neben generalisierten Hautsymptomen auch Kreislauf- und Atemprobleme entwickeln, ist prinzipiell empfehlenswert.“


Conclusio: SIT bei Kindern besonders wirksam


Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen eindeutig, dass eine bereits im Kindesalter durchgeführte Allergieimpfung gegen Insektengiftallergien, sowohl was die Milderung der Reaktionen als auch die Langzeitwirkung betrifft, klar als positiv bewertet werden kann. Eltern mit Risikokindern sollten diese Therapieform jedenfalls in Erwägung ziehen.


Die Allergieimpfung wird nach fachärztlicher Untersuchung in Allergieambulatorien, Allergieambulanzen in Krankenhäusern oder von niedergelassenen allergologisch ausgebildeten Ärzten durchgeführt. Die durchschnittliche Therapiedauer beträgt 3 Jahre. Die Behandlungskosten werden nach chefärztlicher Genehmigung zur Gänze von der Krankenkasse übernommen.



In Zusammenarbeit mit Allergologen und Wissenschaftlern wurde eine Informationsbroschüre zum Thema Insektengiftallergie erstellt, die kostenlos bei ALK-Abelló, Tel. 0732/385372, mail: info@at.alk-abello.com bestellt werden kann. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter http://www.alk-abello.at.

Ackerbohnen in der Legehennenfütterung

(aid) – Zu den heimischen Proteinfuttermitteln, die teilweise Sojabohnen ersetzen können, gehört die Ackerbohne. Sie enthält jedoch antinutritive Inhaltsstoffe, insbesondere die Pyrimidinabkömmlinge Vicin und Convicin, die ihre Verwendungsmöglichkeiten einschränken. In der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena, wurden ad libitum Fütterungsversuche mit Legehennen durchgeführt, in denen Sojabohnenextraktionsschrot und Weizen teilweise durch Ackerbohnen ersetzt waren. Angaben über den Gehalt der Bohnen an antinutritiven Inhaltsstoffen lagen nicht vor, weil die entsprechenden Analysemöglichkeiten  unzureichend sind.
Der Ackerbohnenanteil lag je nach Versuch bei 7,5, 10, 15, 22,5 oder 30 Prozent des Futters. Die Hennen fraßen das Futter problemlos und ohne Unterschiede. Die Körpermassezunahme der älteren Hennen (48 bis 76 Wochen) wurde durch Ackerbohnenzugaben nicht beeinflusst. Die jüngeren Hennen (20 bis 44 Wochen) dagegen nahmen mit steigendem Ackerbohnenanteil tendenziell weniger an Gewicht zu. Bis zu einem Ackerbohnenanteil von 15 Prozent war die Legeleistung eher leicht positiv beeinflusst, bei höheren Anteilen negativ. Die Einzeleimasse sank dagegen bereits bei 7,5 Prozent Ackerbohnenanteil. Diese deutliche Verkleinerung der Eier wird den Inhaltsstoffen Vicin und Convicin zugeschrieben. Die täglich produzierte Eimasse war erst bei mehr als 15 Prozent Bohnenanteil signifikant verringert. Die Futterverwertung verschlechterte sich bei 22,5 und 30 Prozent Ackerbohnen signifikant. Die Bruchfestigkeit der Eischalen schien bei den älteren Hennen durch Ackerbohnen tendenziell verbessert, bei den jungen Hennen war sie deut
lich verschlechtert. Der Anteil von Eiern mit Blutflecken schien bei den älteren Hennen mit Ackerbohnenanteil zu steigen, in den Versuchen mit jüngeren Hennen waren dagegen Blutflecken nur bei der Kontrollgruppe (ohne Ackerbohnen) aufgetreten. Beim Verkosten der Eier wurden keine Nachteile durch Ackerbohnenfütterung nachgewiesen.
aid, Dr. Sigrid Baars