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BAKTERIEN, TOTHOLZ UND DER KLIMAWANDEL

BAKTERIEN, TOTHOLZ UND DER KLIMAWANDEL

Wie sehr Waldböden als Kohlenstoffspeicher dienen und wie dabei
Bakterien mit Pilzen zusammenspielen, das untersucht eine internationale
Forschergruppe mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF – und stößt
auf höchst vielfältiges Leben in toter Umgebung.

"Die Fülle an Mikroorganismen im Totholz war überraschend", sagt
Mikrobiologin Judith Ascher-Jenull. Dass sie im Boden höchst zahlreich
vertreten sind, ist hinlänglich bekannt. Bei Holz freilich, bei jenem
abgestorbenen Holz, welches in den Wäldern liegt und langsam vor sich
hin morscht und modert, ging die Forschung bis dato in erster Linie von
Pilzen als den Treibern der Zersetzung aus.

Die Ergebnisse des vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts
"Klimagesteuerte Abbaudynamik von Totholz auf alpinen Böden" sprechen
indes eine andere Sprache. Was sich herauskristallisiert, ist ein
synergistisches Zusammenspiel zwischen Pilzen, Bakterien und auch
Archaeen. "Dieses Forschungsergebnis ist ein Grundstein für künftige
Studien über die Wechselwirkungen zwischen Pilzen und Bakterien im
Totholz und deren Auswirkungen auf die Bodenkohlenstoffbilanz und damit
auf die Produktivität der Wälder", erläutert Projektleiter Heribert
Insam vom Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck.

MIKROBIELLE GEMEINSCHAFTEN UNTERSUCHEN

Dass Wälder eine wichtige Rolle in der Speicherung von Kohlenstoff
spielen, also eine eminent wichtige Position im Zusammenhang mit dem
globalen Klimawandel einnehmen, ist Allgemeinwissen. Dabei speichern
nicht nur die Bäume Kohlenstoff, auch der Waldboden speichert ihn.
Dennoch sind viele Funktionsweisen des Kohlenstoff-Kreislaufs nach wie
vor weitgehend unbekannt.

"Uns geht es darum, das System zu verstehen", erklärt Insam. Das ist
wichtig, der Grund liegt auf der Hand: "Wälder zählen zu den globalen
Pools von Kohlenstoff, der entweder im Boden oder in der Biomasse
gebunden sein kann oder eben in der Atmosphäre zu finden ist. Die Frage,
die sich nun stellt, ist, wie beeinflusst das sich ändernde Klima den
Abbau?", führt der Mikrobiologe weiter aus.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben die Innsbrucker im Rahmen des internationalen DecAlp-Projekts (http://www.decalp.org/)
gemeinsam mit Geologen, Dendrochronologen (Holzalterbestimmung) und
Modellierern im Val di Rabbi gearbeitet. Dort, im italienischen
Trentino, auf zehn Forschungsflächen zwischen 1.200 und 2.400 Metern
Seehöhe und sowohl nord- wie südexponierten Hängen, wurden entlang
ausgewählter Klimasequenzen Struktur und Funktion mikrobieller
Gemeinschaften untersucht. Insam und seine Gruppe, bestehend aus Judith
Ascher-Jenull, María Gómez-Brandón und Tommaso Bardelli, setzen dabei
neueste Techniken und Technologien ein. "Totholzforschung ist seit
Jahrzehnten Thema. Was passiert im Holz? Was passiert unter dem Holz?
Aber erst durch molekulare Methoden zur Erfassung der Mikrobiota können
wir jetzt Vorgänge bakterieller Art charakterisieren", so Insam.

DIE TEMPERATUR ALS TREIBENDER FAKTOR

"Die Annahme war", führt Ascher-Jenull weiter aus, "dass Pilze beim
Abbau von Holz ‚a priori‘ einen Vorteil haben. Wir konnten nun
nachweisen, dass stickstofffixierende Bakterien im Totholz aktiv sind
und den Pilzen Stickstoff zuführen." Eine Verbindung, die auf den Abbau
des Holzes und die Speicherung von Kohlenstoff unmittelbar einwirkt. Es
sind die Bakterien, die die Pilze gleichsam zu Spitzenleistungen
antreiben.

"Wir konnten auch feststellen", führt Insam fort, "dass der Abbau auf
nordexponierten Hängen schneller vor sich geht als bei südexponierten."
Ein durchaus überraschendes Ergebnis, das die Bedeutung der Feuchtigkeit
über die der Temperatur hervorhebt. Und was bedeutet das im
Zusammenhang mit dem Klimawandel? Führen höhere Temperaturen mit der
verbundenen schlechteren Wasserverfügbarkeit "per se" zu einem
langsameren Abbau, zu weniger Kohlenstoffspeicherung im Boden? "Unsere
Studie ist ein Puzzlestein von vielen", schränkt Insam ein. Die
Versuchsanordnung wird nun auch im Apennin angewandt, mit anderen
Bäumen, Buchen statt Lärchen, in einem anderen Klima.

Schlüsse globalerer Natur wird erst eine Metastudie erlauben, in welche
die Ergebnisse aus dem Val di Rabbi, aus dem Apennin, aus anderen
Forschungsprojekten einfließen werden.

Fürs Erste bleibt die Erkenntnis, dass Totholz im Wald nicht alleine für
das Wohlergehen von Insekten essenziell ist, sondern wohl eine weitaus
prägnantere Rolle beim Aufbau von Waldböden und ihrer Funktion als
Speicher für Kohlenstoff spielt.

Zur Person

Heribert Insam (https://www.uibk.ac.at/microbiology/team/insam_heribert/index.html.de)
war an der Forschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig sowie
an der University of Calgary tätig, bis er 1993 an das Institut für
Mikrobiologie (https://www.uibk.ac.at/microbiology/)
der Universität Innsbruck wechselte, das er seit 2011 leitet. Als
Projektleiter betreute er zwischen 2012 und 2016 im Rahmen der
internationalen Kooperation DecAlp (http://www.decalp.org/) das Projekt "Klimagesteuerte Abbaudynamik von Totholz auf alpinen Böden".

DNA-Analyse bei Haaren erleichtert

Forscher entwickeln verbessertes Verfahren bei geschädigtem Material


Mainz (pte, 28. Feb 2005 14:22) – Rechtsmedizinern der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz http://www.rechtsmedizin.uni-mainz.de ist es gelungen, ein neues Verfahren für den „genetischen Fingerabdruck“ zu entwickeln, das auch eine DNA-Bestimmung an ausgefallenen Haaren und an anderem stark geschädigtem Material wesentlich vereinfacht. Bisher war es nahezu unmöglich, eine Analyse an ausgefallenen Haaren zu machen, da an den Haarwurzeln oft kaum noch Körperzellen vorhanden sind.


Die DNA enthält die Erbinformation eines Menschen und sie besteht aus den vier Grundbausteinen, den Basen Adenin, Guanin, Thymin und Cytosin und findet sich hauptsächlich im Zellkern in Form von 46 Chromosomen. Nur etwa fünf Prozent der DNA sind codierende Bereiche, das heißt sie sind für die tatsächliche Ausprägung und das Erscheinungsbild einer Person verantwortlich. Die anderen 95 Prozent sind nicht codierende, zum Teil unterschiedlich lange Abschnitte ohne eine für die Erscheinung relevante Information. In diesem nicht codierenden Bereich liegen auch Abschnitte, die von Person zu Person sehr unterschiedlich ausgeprägt sind und daher ein relativ eindeutiges Merkmal für die Erkennung liefern. Die DNA-Blöcke bestehen aus verschiedenen Basenabfolgen der Grundbausteine und sind verschieden lang. Die Anzahl der Wiederholungen kann zwischen einzelnen Individuen stark variieren, ist aber bei jeder Person immer gleich, das heißt jede Körperzelle eines Menschen zeigt die gleiche Anzahl von Wiederholungen.


Wenn die DNA-Diagnostik anhand von Haarproben erfolgt, kann bei noch wachsenden Haaren aus den Wurzelscheidezellen genug DNA-fähiges Material gewonnen werden. Bei ausgewachsenen und ausgefallenen Haaren sind allerdings kaum noch Körperzellen zu finden. Alte oder anderweitig geschädigte DNA liegt nur in kleinen Bruchstücken vor: Den Mainzer Wissenschaftlern ist es nun gelungen, eine Vermehrung dieser Abschnitte mit Hilfe der Polymerasekettenreaktion wesentlich zu vereinfachen. Wie Klaus Bender vom Institut für Rechtsmedizin erläutert, ist man bemüht möglichst viele solcher Merkmale bei begrenzten Mengen an stark geschädigter DNA in einer Reaktion untersuchen zu können. In einem solchen Multiplex kann man jedoch gewöhnlich nur fünf bis sieben Merkmale unterbringen. Bei der neuen Methode werden zwei Multiplexe für die Polymerasekettenreaktion vereinigt und danach durch ein spezielles Verfahren wieder voneinander getrennt.

Stoppt die Gift-Soja

„Stoppt die Gift-Soja“
Warnung vor gentechnisch veränderter Soja mit einer Kombination von
möglicherweise krebserregenden Rückständen
23. Juli 2015 / Testbiotech warnt vor der EU-Zulassung einer neuen gentechnisch veränderten
Soja der Firma Monsanto. Die Soja MON 87708 × MON 89788 ist gleich gegen zwei
Spritzmittel resistent: Glyphosat und Dicamba. Beide Unkrautvernichtungsmittel
hinterlassen Rückstände in den Pflanzen, die möglicherweise krebserregend sind: Glyphosat
wurde jüngst von einer internationalen Arbeitsgruppe als „wahrscheinlich krebserregend“
eingestuft. Dicamba wird in den Pflanzen unter anderem zu Stoffen wie Formaldehyd
abgebaut, das bereits seit mehreren Jahren als krebserregend eingestuft wird. Es ist zu
befürchten, dass die Ernte der Soja regelmäßig eine spezielle Kombination giftiger
Rückstände enthalten wird, was zu einer permanenten Belastung der Nahrungskette führen
kann.
Es ist das erste Mal, dass die Spritzmittel auf diese Weise im Doppelpack beim Anbau von Soja
eingesetzt werden sollen. Unter der Bezeichnung „Roundup Ready® Xtend Crop System“ sollen
die Pflanzen in Regionen wie den USA angebaut werden, in denen es Schwierigkeiten mit
herbizidresistenten Unkräutern gibt. Die Ernte soll dann als Lebens- und Futtermittel in die EU
importiert werden. 30 bis 40 Millionen Tonnen Soja werden Jahr für Jahr von der EU importiert und
hauptsächlich an Nutztiere verfüttert.
„Die Agro-Gentechnik führt inzwischen zu einem regelrechten Wettrüsten auf dem Acker. Es sind
bereits weitere gentechnisch veränderte Pflanzen zur Zulassung angemeldet, die gegen vier
Herbizide gleichzeitig resistent gemacht wurden“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Dadurch
gelangen immer mehr Giftstoffe in die Nahrungskette und in die Umwelt.“
Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat die Gentechnik-Soja begutachtet, aber die
spezifische Mischung von Rückständen der Spritzmittel und deren mögliche gesundheitliche
Risiken nicht berücksichtigt. Die EFSA folgt in ihrer Risikobewertung vielmehr dem Grundsatz,
dass die Herbizide, die auf Gentechnik-Pflanzen versprüht werden, bereits im Rahmen der
Pestizidzulassung geprüft wurden. Dabei wird aber die spezifische Mischung der Rückstände in
diesen Pflanzen nicht berücksichtigt. Mit der Gentechnik-Soja wurden auch keine Fütterungsstudien
durchgeführt.
Testbiotech hat einen Aufruf an die EU-Kommission gestartet, damit diese die Gentechnik-Soja
nicht zulässt und spezielle Prüfverfahren für herbizidresistente, gentechnisch veränderte Pflanzen
und die möglichen Kombinationswirkungen festlegt.
Kontakt: Christoph Then, Tel: 0151 54638040, info@testbiotech.org
Zum Aufruf: www.testbiotech.org/node/1315
Die Bewertung der EFSA: www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4178.htm
Kurzgutachten von Testbiotech zur Bewertung der EFSA: www.testbiotech.org/node/1314

Eine bayerische Heizung für ITER

Zur Plasmaheizung der Fusionstestanlage ITER wurde eine im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching entwickelte neuartige Hochfrequenz-Ionenquelle ausgewählt. „Für das IPP ist dies ein großer Erfolg, der eine vieljährige Entwicklungsarbeit krönt“, freute sich Bereichsleiter Dr. Eckehart Speth.

ITER (lat. „der Weg“) ist der nächste große Schritt der weltweiten Fusionsforschung. Die Anlage soll zeigen, dass sich aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen lässt. In Zusammenarbeit von sieben Partnern – Europa, Japan, USA, Russland, China, Indien und Südkorea – soll der Bau der Anlage im kommenden Jahr im südfranzösischen Cadarache beginnen. Zum Zünden der Fusionsreaktionen muss es gelingen, den Brennstoff – ein dünnes ionisiertes Wasserstoffgas, ein „Plasma“ – auf Temperaturen von über 100 Millionen Grad aufzuheizen. Bei ITER soll dies etwa zur Hälfte die „Neutralteilchen-Heizung“ übernehmen: Schnelle Wasserstoffatome, die in das Plasma hineingeschossen werden, geben beim Zusammenstoßen ihre Energie an die Plasmateilchen ab. Heutige Anlagen erreichen damit auf Knopfdruck ein Mehrfaches der Sonnentemperatur.

So funktioniert die Neutralteilchen-Heizung: Um Wasserstoffatome beschleunigen zu können, müssen sie zunächst als geladene Teilchen – als positive oder negative Ionen – für elektrische Kräfte greifbar werden. In einer Plasmaquelle werden deshalb zunächst aus neutralem Wasserstoffgas durch Elektronen-Entzug positiv geladene Wasserstoffionen erzeugt, die anschließend durch hintereinander liegende Elektroden abgesaugt und beschleunigt werden. Vor dem Einschießen in das Plasma muss der Ionenstrahl wieder neutralisiert werden, weil geladene Teilchen durch das Magnetfeld des Plasmakäfigs abgelenkt würden: Dazu durchlaufen die Ionen einen Gasvorhang. Die meisten nehmen hier das fehlende Elektron wieder auf und fliegen als schnelle Neutrale weiter; der geladene Rest wird mit einem magnetischen Ablenksystem aus dem Strahl herausgezogen.

Die Großanlage ITER stellt jedoch neue Anforderungen: Zum Beispiel müssen die Teilchen noch drei- bis viermal schneller sein als bisher, damit sie tief genug in das voluminöse Plasma eindringen können. Neue technische Lösungen wurden nötig: Denn die bisher genutzten positiv geladenen Ionen lassen sich um so schlechter neutralisieren, je schneller sie sind – bei den für ITER gewünschten Geschwindigkeiten von 9000 Kilometern pro Sekunde fast gar nicht mehr. „Für ITER muss man daher zu negativ geladenen Ionen übergehen, die auch bei hohen Geschwindigkeiten gut neutralisierbar sind,“ erklärt Dr. Eckehart Speth. Sie lassen sich allerdings wesentlich schwieriger handhaben als positive Ionen: Das zusätzliche Elektron, das für die negative Ladung der Partikel verantwortlich ist, ist nur locker gebunden und entsprechend leicht wieder zu verlieren.

Um die fragilen Objekte für ITER herzustellen, setzte das IPP auf eine so genannte Hochfrequenz-Quelle. Die im IPP entwickelte neuartige Teilchenquelle bietet erhebliche Vorteile. Zum Beispiel ist sie besonders robust und wartungsarm. In einer Vorform schon länger am IPP-Experiment ASDEX Upgrade eingesetzt, arbeitet man seit 2002 daran, sie für die ITER-Ansprüche weiterzuentwickeln (siehe: Hintergrund – Entwicklung einer Hochfrequenz-Ionenquelle für ITER). Die Ergebnisse haben jetzt das ITER-Team überzeugt: „Neue Technik braucht Zeit, bis sie sich durchsetzt“, meint Dr. Speth.

Beendet ist die Entwicklungsarbeit mit der nun gefallenen Entscheidung jedoch noch nicht. Im IPP wird demnächst ein weiterer Teststand für eine Quelle in halber ITER-Größe aufgebaut. Hierfür wurden dem Instiut jetzt vom Bundesforschungsministerium zusätzliche 0,6 Millionen Euro zugesprochen. An dem Teststand soll geprüft werden, ob der Teilchenstrahl den ITER-Anforderungen genügen kann. Das System in Originalgröße soll anschließend das italienische Fusionsinstitut der ENEA in Padua untersuchen.  imi

 

Objektive Information zum Thema Cannabis

pts20190131012 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Mit Cannabinoiden gegen chronische Schmerzen: Jüngste Empfehlungen der Europäischen Schmerzgesellschaft EFIC

Pressemitteilung zu den 18. Österreichischen Schmerzwochen der Österreichischen Schmerzgesellschaft

Wien (pts012/31.01.2019/09:00) – Sind Cannabinoid-Medikamente
für die Schmerztherapie zweckmäßig? Könnte der medizinische Einsatz von
Cannabisblüten oder Marihuana Vorteile gegenüber den verfügbaren
Medikamenten bringen? Mit diesen aktuell viel diskutierten Fragen
beschäftigte sich zuletzt nicht nur ein auf Ersuchen des Nationalrats
vom Sozialministerium erstellter Bericht, sondern auch ein
internationales Positionspapier der Europäischen Schmerzföderation EFIC.
ÖSG-Vorstandsmitglied Univ.-Prof. DDr. Hans Georg Kress, Vorstand der
Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerzmedizin, Medizinische
Universität/AKH Wien, der an beiden Expertisen maßgeblich beteiligt war,
erläutert anlässlich der 18. Schmerzwochen der Österreichischen
Schmerzgesellschaft (ÖSG) einige wichtige Aspekte.

"Insgesamt zeigt sich, dass die wissenschaftliche Evidenz für den
medizinischen Einsatz von Cannabinoiden noch lückenhaft ist und die
Anwendung daher in vielen Bereichen mehr auf klinischer Erfahrung und
weniger auf harten Studien-Daten beruht", so Prof. Kress. Am besten sind
die Cannabinoide Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC, internationaler
Freiname: Dronabinol) und Cannabidiol (CBD) untersucht. THC ist
halluzinogen, CBD nicht und daher auch kein Suchtmittel. Die möglichen
medizinischen Einsatzgebiete dieser beiden Cannabinoide unterscheiden
sich außerdem maßgeblich.

Eine der Empfehlungen des neuen EFIC-Positionspapiers zielt auf die
Kenntnisse der Behandler ab: "Eine Therapie mit Cannabinoiden sollte von
Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, die über ausreichende
therapeutische Erfahrung mit diesen Substanzen verfügen", fasst Prof.
Kress die europäische Expertenempfehlung in dieser Frage zusammen.

Mit Cannabinoiden gegen chronische Nervenschmerzen

Was den Einsatz von Cannabinoiden bei chronischen Schmerzen betrifft, so
ist die Wirkung bei chronischem neuropathischem Schmerz
wissenschaftlich gut belegt. Im Rahmen einer medikamentösen Behandlung
kann Dronabinol hier als Ergänzung (Add-on-Therapie) eine nützliche
Option darstellen. Dafür sprechen Quantität und Qualität der Evidenz,
wie das aktuelle EFIC-Positionspapier festhält.

Für die Behandlung aller anderen chronischen Schmerzzustände sind die
Experten-Empfehlungen aufgrund der Datenlage zurückhaltender. Nach
Ausschöpfung und Versagen herkömmlicher Therapien kann Dronabinol auch
bei anderen chronischen Schmerzen im Sinn eines individuellen
Therapieversuchs zusätzlich zum Einsatz kommen, so Prof. Kress: "Die
deutsche CAPRIS-Studie beschreibt sekundäre Wirksamkeitsbelege zugunsten
von Cannabinoid-Arzneimitteln in der Schmerztherapie, zum Beispiel eine
Reduktion der durchschnittlichen Schmerzintensität."

Auch bei Tumorschmerzen könne ein Therapieversuch als Zusatzmedikation
sinnvoll sein. Neben der Reduktion des Opioidverbrauchs können auch
Symptome wie Schlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen und
Appetitlosigkeit positiv beeinflusst werden, wie zuletzt eine
Praxisempfehlung einer österreichischen Expertengruppe festhielt.
Weitere anerkannte mögliche Einsatzgebiete für THC sind spastische
Schmerzzustände, zum Beispiel bei Multipler Sklerose oder dem
Querschnittssyndrom.

Beim Einsatz von Cannabinoiden seien jedenfalls einige Rahmenbedingungen
zu beachten: Zu empfehlen ist bei entsprechenden Hinweisen vor
Therapiebeginn ein Screening auf Depression und Angststörung oder auf
Substanz-Abhängigkeit. Patienten mit einem hohen Abhängigkeitsrisiko
sollte Dronabinol nur mit engmaschiger Kontrolle verschrieben werden.
"Wichtig ist auch, vor dem Beginn der Cannabinoid-Behandlung
realistische Therapieziele zu definieren. Werden diese nicht erreicht
oder belasten Nebenwirkungen die Patienten zusätzlich, muss die
Behandlung beendet werden", so Prof. Kress.

Kein grünes Licht für Cannabisblüten- und Marihuana-Konsum für medizinische Zwecke

Auch die immer wieder diskutierte Frage, ob Cannabisblüten oder
Marihuana für medizinische Zwecke auf Rezept erhältlich sein sollen,
vaporisiert oder geraucht, diskutiert die neue europäische Empfehlung.
"Unser EFIC-Positionspapier betont, dass der Einsatz von Reinsubstanzen
und arzneimittelbehördlich zugelassenen Cannabis-basierten
standardisierten Extrakten für medizinische Zwecke schon wegen der
Dosis- und Anwendungssicherheit, wenn immer möglich, dem Konsum von
Pflanzenteilen vorzuziehen ist", so Prof. Kress. "Hier ist angesichts
der oft emotional und ideologisch geführten Debatte wohl eine wichtige
Klarstellung angebracht. Die generelle Legalisierung von Cannabis ist
eine rein gesellschaftspolitische Entscheidung, nur zwei Länder weltweit
und einige US-Bundesstaaten haben sich bisher dafür entschieden. Wer
eine solche generelle Legalisierung wünscht, soll das auch klar sagen,
und sich nicht hinter einer Diskussion des medizinischen Nutzens von
Cannabis und seiner ‚Medikalisierung‘ verstecken. Schon heute können in
Österreich und anderen Ländern Patienten von wirksamen und sicheren
Cannabinoid-Medikamenten profitieren – dafür braucht es keine
medizinische Cannabis-Legalisierung."

Nach gegenwärtigem Wissensstand gibt es keine Beweise, dass
Cannabisblüten oder Marihuana für medizinische Zwecke wirksamer und
sicherer wären als die verfügbaren Cannabinoid-Medikamente, die ihre
Wirksamkeit und arzneimitteltechnische Sicherheit in kontrollierten
Studien bewiesen haben, so der Experte. Vor diesem Hintergrund sieht
auch das österreichische Sozialministerium in seinem aktuellen Bericht
keinen gesetzlichen Änderungsbedarf.

Von manchen Seiten wird polemisiert, mächtige "Pharmalobbies" würden
versuchen, eine Liberalisierung oder Legalisierung des medizinischen
Cannabisgebrauchs zu verhindern. Hier werde bewusst ein völlig falsches
Bild gezeichnet, so der Experte. "In Wirklichkeit geht es bei der
Forderung nach medizinischer Cannabis-Freigabe um einen Milliardenmarkt
mit entsprechenden großen börsenotierten Cannabisproduzenten und deren
massivem Lobbying."

Erst kürzlich kaufte der kanadische Cannabis-Anbauer Aurora Cannabis den
Rivalen MedReleaf für umgerechnet 2,1 Milliarden Euro. Die Aktien
einschlägiger Anbau-Firmen schießen in die Höhe. Das Fachmagazin
"Marijuana Business Daily" (sic!) schätzt, dass sich das Marktvolumen
bis zum Jahr 2021 auf 23 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht. Manche
Analysten schätzen das künftige weltweite Marktpotenzial für legales
Cannabis auf mehr als 150 Milliarden Euro, und längst haben sich auch
globale Tabak- und Getränkekonzerne an großen Cannabis-Unternehmen
beteiligt. Prof. Kress: "Hier geht es also um ein richtig großes
Geschäft, für dessen Durchsetzung offenbar Schmerzpatienten
instrumentalisiert werden sollen."

Zugang zu den bereits verfügbaren Arzneien erleichtern

Verfügbar ist in Österreich Dronabinol (THC) als Reinsubstanz für
magistrale Zubereitungen; es besteht Rezeptpflicht (Suchtmittelrezept)
und für die Kassenerstattung ist eine chefärztliche Bewilligung
erforderlich. Die Zubereitung erfolgt als ölige Lösung oder Kapseln.
Darüber hinaus sind zwei chefarztpflichtige Fertigarzneispezialitäten
zugelassen, ein Spray mit THC und CBD (Nabiximols) und das synthetische,
THC-ähnliche Nabilon. "Statt mit einer Legalisierungsdebatte wäre
betroffenen Patienten mehr geholfen, wenn in Österreich
Cannabinoid-Medikamente ohne die momentanen Erstattungs-Hürden der
Krankenkassen besser zugänglich wären", so Prof. Kress. "Wünschenswert
wäre eine deutlich vereinfachte Kostenübernahme durch die Krankenkassen
bis hin zur Aufnahme in den grünen Bereich des Erstattungs-Kodex."

Quellen: Häuser W, Kress HG et al: European Pain
Federation (EFIC) position paper on appropriate use of cannabis-based
medicines and medical cannabis for chronic pain management. European
Journal of Pain DOI:10.1002/ejp1297.2018; Zusammenfassender Bericht der
eingeholten Stellungnahmen aufgrund der Entschließung des Nationalrats
Nr. 27/E XXVI.GP betreffend Liberalisierung von Cannabis zu
medizinischen Zwecken; Deutsches Bundesministerium für Gesundheit:
Cannabis: Potential und Risiken. Eine wissenschaftliche Analyse
(CaPRis). 2017; Interdisziplinäres Meeting – "Austrian Cannabinoid
Experts", Dronabinol im Fokus: Erfahrung und Evidenz: Schmerznachrichten
1a/2019

Seelische Probleme bei Übergewichtigen

fzm – Etwa 70 Prozent aller Männer und die Hälfte aller Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Bei Schulkindern und Jugendlichen ist jeder Fünfte betroffen. Tendenz steigend. Übergewichtigen Menschen werden viele negative Charakteristika zugeschrieben, sie werden für unattraktiv, willenlos und undiszipliniert gehalten. Ausgrenzungen beginnen schon in der Kindheit. Stigmatisierung vor allem im Jugendalter haben negative Auswirkungen auf das Selbstkonzept der Betroffenen. Eine neue Form der Intervention zum Abbau der Stigmatisierung Jugendlicher wird in der Zeitschrift "PPmP Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) vorgestellt. Schülern an insgesamt 54 Schulen wurde ein Lehrfilm vorgeführt, in dem übergewichtige Jugendliche einem normalgewichtigen Gleichaltrigen ihren Alltag und ihre Probleme schildern. Das Resultat nach dem Anschauen des Films war zweigeteilt: Ältere und weibliche Teilnehmer haben Vorurteile abgebaut, bei jüngeren und männlichen Schülern zeigte sich jedoch entgegen aller Erwartungen eine Verstärkung von Vorurteilen. Es ist möglich, dass die alleinige Präsentation des Films keine uneingeschränkt geeignete Intervention darstellt.

Der Abbau von Stigmatisierung ist die eine Seite, eine andere ist das Ziel der Gewichtsreduktion. Dazu muss man wissen, dass Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen durch sehr verschiedene Faktoren bedingt ist. Psychische Probleme kennzeichnen nur einen davon. Zum anderen wird beispielsweise die positive Energiebilanz durch genetische Aspekte, durch Essverhalten, körperliche Aktivität, familiäre Gegebenheiten, und körperliche Folgen, wie reduzierte Leistungsfähigkeit und erhöhter Blutdruck, beeinflusst. Ein weiterer Aufsatz in der Zeitschrift "PPmP Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) beschreibt entsprechend differenzierte Therapieansätze, bestehend aus einer Kombination von Bewegungs-, Ernährungs- und Psychotherapie, die auf langsame Gewichtsreduktion und längerfristige Verhaltensänderungen ausgelegt sind. So wird nicht mehr die Erreichung eines Idealgewichts angestrebt, sondern ein Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent innerhalb eines Jahres. Die in dieser Studie verwendete Methode, die auf eine moderate, Selbstwert stärkende Gewichtsreduktion abzielte, wirkte sich darüber hinaus positiv auf die psychische Gesundheit der Kinder aus.
W. Rief, S. Barnow:
Reduktion der Stigmatisierung Übergewichtiger bei Schülern: Auswirkungen eines Informationsfilms. Ergebnisse einer ambulanten Interventionsstudie bei adipösen Kindern und Jugendlichen.
PPmP Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie 2007; 57 (9/10): S. 359-363;
S. 353-358

Der vielseitige Kürbis für die Herbstküche

Farbenfroh und formenreich – der Kürbis

Noch bis Ende November ist Hochsaison für Kürbisse. Das herbstliche Gemüse lässt sich abwechslungsreich zubereiten: Kürbis schmeckt roh im Obstsalat, püriert in einer feinen Suppe, gekocht als Fleischbeilage oder gebacken in einer Quiche. Das Fruchtfleisch bringt aber auch neue Geschmacksrichtungen in die süße Küche – etwa in einer Kürbismousse oder in köstlichen Kürbis-Cupcakes.

Verbraucher finden verschiedene Kürbissorten auf dem Wochenmarkt, in Bioläden und im Supermarkt. Nur unverletzte und ausgereifte Exemplare gehören in den Einkaufskorb. Reife Früchte klingen leicht hohl, wenn man auf die Schale klopft. Achten Sie auf den verholzten beziehungsweise verkorkten Stiel. Wenn er fehlt, können Fäulnisbakterien in den Kürbis gelangen oder die Frucht trocknet aus. Bevorzugen Sie kleinere Exemplare. Sie haben ein festeres Fruchtfleisch, mehr Aroma und sind kaum faserig.

Kleine Kürbisse lassen sich relativ leicht zubereiten: Zunächst wird das Gemüse gewaschen und mit einem scharfen Messer halbiert. Entfernen Sie die Kerne und grobe Fasern mit einem Löffel und schneiden Sie den Kürbis anschließend in handliche Stücke. Diese lassen sich leicht schälen. Bei wenigen Sorten kann die Schale mit gegessen werden, zum Beispiel Hokkaido. Bei größeren Exemplaren wie dem Butternut hilft es, ihn für 30 bis 40 Minuten bei etwa 150 Grad Celsius in den Backofen zu legen. Nach dem Abkühlen lässt er sich leicht schneiden und verarbeiten.

Im Gegensatz zu Zierkürbissen sind Speisekürbisse in der Regel frei von Bitterstoffen, den so genannten Cucurbitacinen. Sie können zu unangenehmen Schleimhautreizungen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Durch unbeabsichtigte Kreuzungen ist es unter Umständen möglich, dass auch Speisekürbisse die Bittersubstanzen wieder bilden, etwa im Hobbygarten. Daher sollten Sie rohes Kürbisfleisch vor der Zubereitung immer probieren. Schmeckt es bitter, muss es weggeworfen werden. Im Handel sind Zierkürbisse, die nicht verzehrt werden dürfen, mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

Übrigens: Wenn beim Laternenschnitzen größere Mengen an Fruchtfleisch anfallen, lassen sich diese einfach kleinschneiden, blanchieren und bis zur weiteren Verwendung einfrieren. Dr. Claudia Müller aid

aid: Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der gemeinnützige Verein löste sich 2016 auf.

Weitere Informationen: Bundeszentrum für Ernährung

 

 

Mikrosystemtechnik schafft immer mehr Arbeitsplätze

Mikrosystemtechnik schafft immer mehr Arbeitsplätze

Studie: Deutschland wird seinen Marktanteil weltweit auf 21 Prozent steigern / Auf dem 4. Mikrosystemtechnikkongress in Darmstadt diskutieren rund 800 Experten

Mikrosystemtechnik wird in den kommenden Jahren in Deutschland neue Arbeitsplätze schaffen und einen wachsenden Anteil an der Wertschöpfung haben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Prognos, die auf dem heute beginnenden 4. Mikrosystemtechnikkongress in Darmstadt vorgestellt wurde. Bis zum Jahr 2020 werde die Zahl der direkt oder indirekt mit der Mikrosystemtechnik verbundenen Arbeitsplätze um mehr als ein Viertel von derzeit 754.000 auf 963.000 steigen. Der Marktanteil Deutschlands am weltweiten Gesamtumsatz der Mikrosystemtechnik dürfte von derzeit 19 auf 21 Prozent wachsen.

"Die Zukunftsprognosen für Beschäftigtenzahlen in Deutschland und den Umsatz im In- und Ausland sind überdurchschnittlich positiv, sagt Wolf-Dieter Lukas, Abteilungsleiter für Schlüsseltechnologien im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Forschungsförderung des Bundes habe dafür wesentliche Beiträge geleistet. Die Förderung der Mikrosystemtechnikbranche werde künftig breiter aufgestellt und sich noch stärker an Gesamtlösungen orientieren, so Lukas.

"Die Mikrosystemtechnik ist für unsere Volkswirtschaft von großer Bedeutung, sagt der Präsident des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik Alf Henryk Wulf. Die weitaus größten Standortimpulse erwartet die Branche gerade in den Bereichen, die besonders stark auf Entwicklungserfolge in der Mikrosystemtechnik angewiesen sind: Energieeffizienz, E-Mobility und Smart Grids. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter den 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik. Auch in den nächsten zehn Jahren wird Deutschland seine internationale Spitzenposition gerade auf diesen wichtigen Innovationsfeldern behaupten, sagt Wulf.

Besondere Schwerpunkte des Kongresses sind die Anwendungen der Mikrosystemtechnik, zum Beispiel in der Medizintechnik, Diagnostik, in mikrooptischen Systemen sowie in der Automobiltechnik und Messtechnik. Trotz des fortgeschrittenen Reifegrads der Mikrosystemtechnik sind sehr viele Beiträge den technologischen Grundlagen, also Materialien und Mikrofertigungsverfahren gewidmet. Diese Grundlagen entwickeln sich ständig weiter, zum Beispiel in Richtung der Mikro-Nano-Integration. "Die Vielfalt der Einsatzgebiete, in denen die Mikrosystemtechnik zum Einsatz kommt, ist groß. Unser Lebensalltag ist von Mikrosystemen durchdrungen, ohne dass es den Nutzern bewusst ist, sagt der wissenschaftliche Tagungsleiter, Professor Helmut F. Schlaak von der Technischen Universität Darmstadt.

Vorgestellt wurde außerdem ein neues Lehrbuch "Mikrotechnologie für Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Darin sind Trends der sich dynamisch entwickelnden Branche für die Ausbildung des Nachwuchses in Forschung und Industrie aufbereitet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der VDE richten den Mikrosystemtechnikkongress alle zwei Jahre aus. Er ist das größte Forum der Branche.

„Wundermaterial“ Perowskit revolutioniert LEDs

pte20140811003 Forschung/Technologie, Produkte/Innovationen

"Wundermaterial" Perowskit revolutioniert LEDs

Flexible Farbdisplays künftig günstig und leicht herzustellen

Cambridge/Oxford/München (pte003/11.08.2014/06:05) – Mit der
Hybrid-Form des sogenannten Perowskit-Materials lassen sich LEDs leicht
und günstig produzieren. Dieses Material wandelt Licht in Elektrizität
äußerst effizient um. Mit dieser Entwicklung revolutionieren Forscher
der University of Cambridge http://cam.ac.uk in Zusammenarbeit mit der Oxford University http://ox.ac.uk und der Ludwig-Maximilians-Universität München zahlreiche
Anwendungsbereiche der LED-Technik. "Diese Technologie hat großes
Potenzial für die ständig wachsende Flachbildschirm-Industrie", meint
der Cambridge-Student Zhi-Kuang Tan.

Zukunft für Farbdisplays

Als Perowskit wird eine Material-Gruppe mit einer ausgeprägten
Kristallstruktur bezeichnet. Diese Gruppe ist aufgrund ihrer
supraleitenden und ferroelektrischen Eigenschaften interessant. Speziell
aufgrund seiner effizienten Umwandlung von Licht in elektrische Energie
hat dieses Material großes Zukunftspotenzial in diversen
LED-Einsatzbereichen. "Dieses Material kann einfach eingestellt werden,
um Licht in einer Vielzahl von Farben abzusondern. Somit ist dieser
Stoff extrem nützlich für Farbdisplays, Beleuchtungen und optische
Kommunikationsmittel", so der Cambridge-Student.

Die Perowskite, die verwendet wurden, um die LEDs herzustellen, sind
metallorganische Halogenid-Perowskite. Sie enthalten eine Mischung aus
Blei, kohlenstoffbasierenden Ionen und Halogenide, welche Halogenionen
genannt werden. Diese Stoffe von Perowskite sind leicht löslich. Wenn
sie trocknen, bilden sie kleine Perovskite-Kristalle und sind deshalb
leicht und vor allem günstig herzustellen. "Solche einfachen
Prozessmethoden haben überraschenderweise auch sehr saubere
Halbleitereigenschaften, ohne nachträglich komplexe Reinigungsverfahren
zu benötigen", unterstreicht der Programmleiter Richard Friend.

LEDs mit mehr Effizienz

Das Forschungsteam der drei Universitäten ist derzeit auf der Suche, die
Effizienz der LEDs zu erhöhen und sie für Diodenlaser zu verwenden.
Diese Laser werden in einer Reihe von wissenschaftlichen, medizinischen
und industriellen Anwendungen, wie etwa Materialbearbeitung und
Medizintechnik, eingesetzt. Die ersten kommerziell verfügbaren
LED-Bauelemente auf Basis des Perowskit-Materials werden in den nächsten
fünf Jahren zur Verfügung stehen.

Pilze – zum Heilen und Genießen

Pilze faszinieren mich seit jeher. Bei meinen jugendlichen Streifzügen
durch die wunderschönen Luxemburger Wälder waren sie mein liebstes
Beobachtungsobjekt. Erst später erfuhr ich, dass das, was wir sehen
können, nur die halbe Wahrheit war. Denn Pilze sind Wesen im
Untergrund. Die sichtbaren Fruchtkörper entsprechen nicht dem
eigentlichen Pilz. Das ist das Myzel, das geheimnisvolle Geflecht, das
den Boden oder das Holz durchzieht. Es speichert die Nährstoffe, die
die Pilzfäden, die so genannten Hyphen, aus dem Boden aufnehmen.

Im allerersten hobbythek-Buch, vor fast 30 Jahren, widmete ich bereits den Pilzen ein eigenes Kapitel.  In der modernen Ernährung führen Pilze ein eher stiefmütterliches
Dasein. Dabei sind sie hochwertige Lieferanten für eine Anzahl
lebenswichtiger Nährstoffe wie z.B. und steigern darüber hinaus den
Genusswert der Speisen erheblich. Doch Pilze sind nicht nur gesund,
sondern haben auch einen für viele willkommenen Nebeneffekt: Sie machen
schlank. Denn sie sind kalorienarm und liefern gleichzeitig eine Menge
Ballaststoffe.

Deutschlands renommiertester Pilzexperte Prof. Dr. Jan Lelley stellt
Ihnen hier neueste Forschungserkenntnisse über den Glänzenden
Lackporling, den Maitake und den Shii-take zur Verfügung. Gerne
verweise ich an dieser Stelle auf die Homepage www.gamu.de

Spannendes und praktisches zur einfachen Pilzzucht in Garten und Balkon findet sich auch in den hobbythek-Büchern „Das goldene Buch“ sowie „Lebenselixier Pize“.

Glänzender Lackporling „Ling zhi“

Eine kurze Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Herkunft

Die wissenschaftliche Bezeichnung des Glänzenden Lackporlings ist
Ganoderma lucidum. In der traditionellen chinesischen Medizin wird
dieser Pilz seit mehr als 3.000 Jahren für therapeutische Zwecke
verwendet. Die Heilmethoden haben sich im Laufe der Zeit in ganz Asien
verbreitet. Seine chinesische Bezeichnung „Ling zhi“ oder auch „Ling
chih“  bedeutet „Pflanze der Unsterblichkeit“ oder „magische
Pflanze“. Das Wort „zhi“ wird auch als göttliches Heilkraut
interpretiert. Die japanische Bezeichnung „Reishi“ hat die gleiche
Bedeutung. Etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. hat sich in China der Kult
entwickelt, ein Elixier für die Unsterblichkeit oder ein solches für
die Verlängerung des Lebens zu nehmen. Ein Pilz namens „chih“, den man
als Bestandteil des Elixiers rühmte, kam  bereits in den frühesten
Aufzeichnungen der chinesischen Alchimie vor, nämlich der Glänzende
Lackporling. Die Fülle seiner medizinischen Nutzanwendungen war schon
zur damaligen Zeit schier unübersehbar und so ist es auch geblieben.

Natürliche Nährgrundlage des Glänzenden Lackporlings ist Holz. Gut
gedeiht er auf dem der  Erle, Birke, Buche und Eiche. Zum Verzehr
ist der Glänzender Lackporling wegen seiner festen, verholzten Struktur
ungeeignet. Manche mögen dennoch die jungen Fruchtkörper, die jedoch
äußerst bitter schmecken.

Wichtige Inhaltsstoffe

Die wichtigsten Substanzen im Fruchtkörper des Glänzenden Lackporlings
sind Polysacharide, Aminosäuren, Fette, Alkaloide, Vitamine und
Mineralstoffe, unter ihnen Magnesium, Kalzium, Zink, Mangan, Eisen,
Kupfer und Germanium. Als hochwirksam gelten die Polysacharide, bei
denen chinesische Forscher eine tumorhemmende und immunstabilisierende
Wirkung nachgewiesen haben. Eine weitere wichtige Stoffgruppe bilden
zyklische Kohlenwasserstoffe, sogenannte Triterpene. Sie verhindern
nach den vorliegenden wissenschaftliche Erkenntnissen Leberschäden,
senken den Bluthochdruck und den Blutcholesterinspiegel. Im Myzel des
Glänzenden Lackporlings wurden stickstofffreie polyzyklische
Kohlenwasserstoffe, sogenannte Sterine, sowie Alkaloide, Polysacharide
und mehr als 100 verschiedene Triterpene gefunden.

Anwendungsbeispiele aus der wissenschaftlichen Fachliteratur

In vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen wird über eine
erfolgreiche Anwendung des Glänzenden Lackporlings in klinischen Tests
berichtet. Bereits in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
wurden in chinesischen Krankenhäusern 2.000 Patienten gegen chronische
Bronchitis und Asthma mit dem Extrakt des Glänzenden Lackporlings
behandelt. Schon nach zwei Wochen zeigten 60 bis 91 % der Patienten
eine merkliche Verbesserung ihres Zustandes, einschließlich der
Steigerung ihres Appetits. In einer anderen Studie erhielten 355
Patienten, die unter Hepatitis B litten, regelmäßig den Extrakt des
Glänzenden Lackporlings. In 92,4 % der Fälle zeigte sich nach kurzer
Zeit eine positive Reaktion auf diese Behandlung.

Geng Tao Liu an der Chinesischen Akademie der Medizinischen
Wissenschaften in Peking behandelte seine Patienten mit Extrakten des
Glänzenden Lackporlings. Nach 3 bis 6 Monaten wurden folgende
Ergebnisse erzielt: Von 173 Personen mit Sklerodermie wurden 79,1 %
geheilt. Von 232 Personen mit plötzlichem Haarausfall wurden 78,9 %
geheilt. Von 55 Personen mit Autoaggressionskrankheit wurden 96,4 %
geheilt. Von 84 Personen mit Schmetterlingsflechte wurden 82,1 %
geheilt. Von 35 Personen mit tonischem Muskelkrampf wurden 74,3 %
geheilt, von 121 mit chronisch-degenerativer Muskelkrankheit immerhin
56,2 %. Dr. Fukumi Morishige, Mitglied des Linus Pauling Institutes für
Wissenschaft und Medizin, hat Krebskranke mit Extrakten des Glänzenden
Lackporlings behandelt und damit eine beachtliche Aktivierung des
körpereigenen Immunsystems erreicht. Die blutdrucksenkende sowie
ausgeprägte Herz-Kreislauf-System stärkende Wirkung des Glänzenden
Lackporlings darf schließlich auch nicht unerwähnt bleiben. Tabletten
aus dem Glänzenden Lackporling sind im Grunde genommen vorzüglich
geeignet, Menschen mit hoher Stressbelastung zu unterstützen. Man nennt
sie auch die „Managerpille“.

Maitake  Klapperschwamm

Eine kurze Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Herkunft

Die Japaner nennen den Maitake tiefsinnig den „tanzenden Pilz“. Die
wissenschaftliche Bezeichnung des Klapperschwammes ist Grifola frondosa.

Den Legenden zufolge führten die Pilzsammler im alten China und Japan
Freudentänze auf, wenn sie auf den Maitake gestoßen sind, weil sie
wussten, dass ihre Beute wertvoller war als Silber. Es ging so weit,
dass jeder seine Fundstellen streng geheim hielt und selbst den eigenen
Familienangehörigen nichts davon verriet.

Der Maitake ist ein holzbewohnender Pilz, der in der freien Natur auch
in Deutschland vorkommt und seine Fruchtkörper von August bis Oktober
bildet. Man findet ihn neben Eichen, Edelkastanien und gelegentlich
auch an Rot- und Weißbuchen. Man hält ihn für einen Baumparasit, obwohl
er auch an den Stubben gefällter Bäume noch Jahre später regelmäßig
auftritt. Sein Fruchtkörper gleicht einem kleinen belaubten Busch und
besteht aus vielen Einzelhüten.

Wichtige Inhaltsstoffe

Die medizinisch wirksamen Substanzen des Maitake sind hauptsächlich
Polysacharide, unter ihnen einige spezifische wie Grifolan und
Grifolin, sowie metallgebundene Proteine und Lektine. Er enthält
ziemlich viel Nukleotide, chemische Verbindungen, die besonders für den
Aufbau der Nukleinsäure, einem Bestandteil der Zellkerne, wichtig sind.
Im Fett des Maitake finden sich verschiedene ungesättigte Fettsäuren.
Interessant ist das Ergosterin, das den hohen Vitamin-D-Gehalt der
Maitake erklärt.

Man hat aus dem Maitake ein standardisiertes, gereinigtes
proteingebundenes Polysacharid isoliert. Das Produkt wird D-Fraktion
genannt. Dieses Produkt wird als besonders wirksam gegen Tumore
bezeichnet und mittlerweile oft auch in den USA für Therapiemaßnahmen
verwendet.

Anwendungsbeispiele

Neben zahlreichen Effekten, wird besonders die Antitumoraktivität
dieses Pilzes herausgestellt. Japanische Forscher wiesen an
Bindegewebetumor erkrankten Versuchsmäusen, als Folge der Verfütterung
von Maitake-Pulver, eine 86prozentige Wachstumshemmung der Geschwulst
nach. Dem Bericht zufolge wurde diese Wirkung durch die Aktivierung der
Makrophagen, die sich am Abwehrkampf beteiligen, sowie der natürlichen
und der T-Killerzellen erreicht. Die D-Fraktion des Maitake gilt als
besonders wirksam gegen Tumore. Sie soll neben der Aktivierung der
Makrophagen und der Killerzellen des Organismus auch die Bildung von
Interleukin 1 und 2 anregen, die auf unterschiedliche Weise zur
Verstärkung der natürlichen Körperabwehr beitragen. Japanische
Forschungen deuten ferner darauf hin, dass die Immunstabilisierende
Wirkung des Maitake auch bei HIV-Infektionen nützlich sein könnte.

Aus den USA wird berichtet, dass dort der Maitake unter anderem
erfolgreich zur Behandlung von Prostatakrebs und Uterusgewebetumor
eingesetzt wurde. Es wird berichtet, dass in den USA mittlerweile weit
mehr als 2.000 praktische Arzte regelmäßig Maitake-Extrakt verordnen.
Sie weisen der D-Fraktion der Maitake anhand der vorliegenden
Erfahrungen folgendes Wirkungsspektrum zu:

  • schützt gesunde Zellen vor Tumorerkrankungen
  • hilft bei der Vorbeugung von Metastasenbildung
  • verlangsamt oder stoppt das Tumorwachstum
  • mildert die unangenehmen Nebenwirkungen einer Chemotherapie

Ein überraschendes Ergebnis veröffentlichten japanische Forscher:
Maitake hat in klinischen Tests eine bedeutende Gewichtsreduktion
bewirkt, ohne dass die Testpersonen ihre Ernährungsgewohnheiten
verändert hätten.

Shii-take

Eine kurze Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Herkunft

Shii-take ist die japanische, Xiang Gu die chinesische und Lentinula
edodes die wissenschaftliche Bezeichnung dieses Pilzes. Den Shii-take
haben chinesische Gelehrte, so auch der Arzt Whu Shui (z.Z. der
Ming-Dynastie), aufgrund seiner immunstärkenden, kräftigenden und
belebenden Wirkung als „Lebenselixier“ und „Blutaktivator“ bezeichnet.
Man kennt ihn in China und Japan seit etwa 2.000 Jahren, wo er auch als
Leckerbissen hoch eingeschätzt wird. Weltweit gilt der Shii-take z.Z.
als der zweitwichtigste Kulturspeisepilz. Jährliche werden rd.
1.000.000 Tonnen erzeugt. Ostasien ist mit etwa 95 % an der Produktion
beteiligt. Auch in Deutschland erlangte der Shii-take als Speisepilz in
den letzten Jahren immer größere Beliebtheit. Sein unverwechselbarer
Geschmack und kräftiges Aroma erobern auch die Gunst der deutschen
Konsumenten. Natürliche Nährgrundlage des Shii-take ist totes Holz. Gut
gedeiht er auf dem der Eichen, Buchen und Kastanien.

Wichtige Inhaltsstoffe

Der Shii-take enthält beachtliche Mengen Protein, Kalium und Zink.
Letzteres ist ein wichtiges Element für die Aktivierung des
Immunsystems. Er ist ferner reich an Polysachariden und im Durchschnitt
bestehen fast 14 % seiner Trockenmasse aus Aminosäuren. Zu den
wichtigsten Zellbestandteilen gehören die Nukleinsäuren, von denen der
Shii-take weit mehr enthält als z.B.  Getreide oder Fleisch.
Beachtlich ist noch sein hoher Gehalt an Ergosterin, Vorstufe des
Vitamin D. Bereits der Verzehr von 20-25 g getrockneten Shii-take
reicht aus, um den täglichen Bedarf eines Erwachsenen an Vitamin D zu
decken. In zahlreichen klinischen Studien erwiesen sich das
Polysacharid Lentinan, eine ungesättigte Aminosäure namens Eritadenin,
sowie LEM, ein Mischprodukt aus dem Myzel des Shii-take als besonders
wirksam. Das Lentinan wird als die Tumorhemmende Hauptsubstanz
angesehen, deren Wirkung durch die Verstärkung der Funktion
verschiedener körpereigener Schutzmechanismen zum Tragen kommt. Das
Eritadenin bewirkt die blutcholesterinsenkende Wirkung des Shii-take.
Es beschleunigt die Umwandlung des Lipoproteins von geringer Dichte im
Blut, das die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt, in solches von
hoher Dichte. LEM wird von den Wissenschaftlern eine tumor- und
virushemmende Wirkung bescheinigt.

Anwendungsbeispiele aus der wissenschaftlichen Fachliteratur

In der traditionellen chinesischen Volksheilkunde setzt man Shii-take
bei Erkältung, Lungenentzündung, Schwächezustand aber auch bei
Magenverstimmung, bei Allergien und gegen allgemeine Alterungsprozesse
ein. Seine traditionelle Anwendung zwecks Verzögerung der
Alterungsprozesse des menschlichen Organismus wird heute in einem
umfangreichen Forschungsprojekt der Chinesischen Akademie der
Medizinischen Wissenschaften in Peking untersucht. Amerikanische und
chinesische Wissenschaftler stellten eine bemerkenswerte Schutzwirkung
des Shii-take gegen Grippe fest. Dies wird mit der Bildung von
Interferon im Organismus begründet, das die Vermehrung von Grippeviren
unterdrückt. In mehreren klinischen Untersuchungen wurde ferner eine
cholesterinsenkende Wirkung des Shii-take nachgewiesen. Sie betrug bei
älteren Personen 7 bis 15 %, bei Jüngeren von 6 bis 12 %.

Die krebshemmende Wirkung des Shii-take wird seit mehr als 30 Jahren
intensiv untersucht. Man wies nach, dass das Lentinan durch Anregung
der Produktion von Interferon und Interleukin die natürlichen
Abwehrmechanismen des Körpers unterstützt. Kombiniert mit anderen
wirksamen immunbiologischen Medikamenten wurden in der Tumortherapie
derart gute Effekte erzielt, dass japanische Forscher in ihren
wissenschaftlichen Publikationen von einem neuen Weg der Immuntherapie
gegen Krebs schreiben. Im Jahre 1992 wurde in den USA ein Patent
angemeldet, in dem Lentinan als aktive Substanz einer Hautcreme
angegeben wird. Klinische Tests bei 540 Patienten zeigten, dass eine
Behandlung mit Lentinan gegen Ekzem, Akne, Fußpilz, männliche
Glatzenbildung und Nasenröte wegen Heuschnupfens zu 93 bis 100 %
erfolgreich war. In einem Forschungsbericht jüngsten Datums empfehlen
japanische Forscher gegen Karies täglich 5 g getrockneten Shii-take zu
verzehren. Dadurch soll die Plaquebildung auf den Zähnen um etwa die
Hälfte verringert werden können.