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Dickleibigkeit – auch ein Problem in Schwellenländern

WHO: Eine Mrd. Fettleibige unter 6,45 Mrd. Erdenbewohnern

Genf (pte/26.09.2005/11:36) – Eine Milliarde Menschen von insgesamt
6,45 Mrd. Erdbewohnern ist übergewichtig. Zu diesem Schluss kommt eine
Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int.Wenn
dieser Trend weiter anhält, werden es im Jahr 2015 bereits 1,5 Mrd.
sein. Die Prozentzahlen von Übergewichtigen nehmen aber nicht nur in
der industrialisierten Welt zu, sondern auch in ärmeren Ländern.

Übergewicht schafft nämlich den Nährboden für eine Vielzahl von
Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes und andere
chronische Leiden. "Die Vielzahl an Übergewichtigen und Fettleibigen
ist erschütternd", meint Catherine Le-Gales-Camus, stellvertretende
Generaldirektorin der WHO. "Wenn nicht rasch gehandelt wird, kommen auf
all diese Länder ernst zu nehmende Probleme in zehn bis 20 Jahren zu",
erklärt die Expertin im Wissenschaftsmagazin New Scientist
http://www.newscientist.com . Das Problem der Fettleibigkeit in den
ärmeren Ländern ist von vielen Faktoren abhängig – eines davon ist der
globale Wandel der Ernährungsgewohnheiten. Dazu zählt eine Nahrung, die
aus mehr Fett, Salz und Zucker besteht. Bewegungsmangel kommt als
Erschwernis hinzu.

Nach Angaben der WHO sind mehr als 75 Prozent der Frauen über 30 Jahre
in Ländern wie Barbados, Ägypten, Malta und Südafrika übergewichtig. 75
Prozent der Männer sind in Ländern wie Argentinien, Großbritannien und
Griechenland zu dick. Am schlimmsten ist die Situation in den beiden
Südseenationen Tonga und Nauru: Neun von zehn Erwachsenen sind dort
übergewichtig. "Fastfood und zuckerhaltige Getränke werden in zu großen
Mengen genossen", erläutert die Ernährungsexpertin von Health Pacifica
Doctors Kura Matenga http://www.auahikore.co.nz im pressetext-Interview
die Ursachen für Fettleibigkeit auf den polynesischen Cook Inseln. Noch
schlimmer werde die Situation, wenn die Polynesier nach Australien und
Neuseeland auswandern. Matenga hat vor wenigen Jahren ein lokales
Kochbuch editiert, das den Menschen gesunde Nahrungsmittel nahe bringen
soll. "In einer jeder Gesellschaft soll traditionell gekocht und
gegessen werden", so Matenga. Das entspreche der polynesischen Sitte.
Wert gelegt wird insbesondere auf eine ausgewogene Ernährung bestehend
aus Obst, Gemüse und Fisch. Zu den häufigsten Ernährungsfehlern zählen
der große Konsum von Dosenfleisch und süßen Getränken.

"Die echte Tragödie ist, dass Übergewicht und Fettleibigkeit und die
damit verbundenen chronischen Erkrankungen zum größten Teil
verhinderbar wären", so Robert Beaglehole, WHO-Direktor des Programms
chronische Erkrankungen und Gesundheitsvorsorge. Rund 80 Prozent der
Herzkrankheiten Schlaganfälle und Diabetes-2-Fälle sowie 40 Prozent der
Krebserkrankungen könnten mit gesunder Ernährung, Nichtrauchen und
körperlicher Aktivität verhindert werden", so Beaglehole.

Elektromobilität als Problemlöser – von wegen !

Lithium und Kobalt sind wesentliche
Bestandteile aktueller Lithium-Ionen-Batterien. Dass die Verfügbarkeit
beider Elemente durch die erhöhte Nachfrage zunehmend kritisch werden
könnte, zeigt eine aktuelle Analyse von Forschern des vom Karlsruher
Institut für Technologie (KIT) gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm
(HIU). Kobaltfreie Energiespeichermaterialien und
Post-Lithium-Technologien, die auf unkritischen Elementen wie Natrium
oder Magnesium, aber auch Zink, Kalzium und Aluminium basieren, eröffnen
eine Möglichkeit, diesen Ressourcendruck zu verringern und langfristig
zu umgehen. Diese Ergebnisse stellen die Forscher in der Zeitschrift
Nature Reviews Materials vor.

Neben Lithium ist Kobalt in heutigen
Lithium-Ionen-Batterien (LIBs) ein wesentlicher Bestandteil der
positiven Elektrode und ausschlaggebend für die Energie- und
Leistungsdichte sowie Lebensdauer. Allerdings ist die geringe
Verfügbarkeit und hohe Toxizität von Kobalt problematisch, wie im
Artikel von Dr. Christoph Vaalma et al. beschrieben. „Generell wird die
schnell wachsende Marktdurchdringung von LIBs für mobile und stationäre
Anwendungen insbesondere bei Lithium und Kobalt zu einer steigenden
Rohstoffnachfrage führen“, sagt Professor Stefano Passerini, der die
Studie zusammen mit Dr. Daniel Buchholz am Helmholtz Institut Ulm
geleitet hat. Anhand einer Szenario-basierten Analyse bis 2050 zeigten
die Forscher für verschiedene Anwendungen von Batterien, dass der
Preisanstieg und die Knappheit von Kobalt wahrscheinlich auftreten wird,
weil die Nachfrage durch Batterien zweimal so hoch sein könnte wie die
heute identifizierten Kobaltreserven. Im Gegensatz dazu seien die heute
identifizierten Lithiumreserven ausreichend, die Produktion müsse jedoch
stark hochskaliert werden (abhängig vom Szenario bis um das Zehnfache),
um die zukünftige Nachfrage zu decken. Beide Elementreserven weisen
zudem eine starke geografische Konzentration auf und befinden sich in
Ländern, welche als politisch weniger stabil eingestuft werden. Dies
lasse eine mögliche Verknappung und eine damit verbundene
Preissteigerung von LIBs in naher Zukunft befürchten. „Um diese Risiken
zu verringern und den Druck auf die Kobalt- und Lithiumreserven zu
reduzieren, ist es unerlässlich, die Forschungsaktivitäten auf
alternative Batterietechnologien auszuweiten“, so Daniel Buchholz.
„Post-Lithium-Systeme sind besonders attraktiv für die Elektromobilität
und stationäre Anwendungen. Daher ist es äußerst wichtig und dringend,
ihr Potenzial auszuschöpfen und diese innovativen, hochenergetischen
Batterien zur Marktreife zu entwickeln", betont Stefano Passerini,
stellvertretender Direktor des HIU.

Diese Ergebnisse bestätigte kürzlich auch ein
ebenfalls am HIU entwickeltes globales Szenario für Batterieanwendungen
im Bereich der Elektromobilität bis zum Jahr 2050. „Dass die zukünftige
Verfügbarkeit von Kobalt für die Massenproduktion von Batterien als
sehr kritisch einzustufen ist, zeigt sich auch an der Preiserhöhung von
mehr als 120 Prozent innerhalb eines Jahres (2016-2017)",- betont der
Systemanalytiker Dr. Marcel Weil vom HIU. Die Etablierung einer
zirkularen Batterieökonomie mit hoher Recyclingrate würde den Druck auf
kritische Materialien sicher abbauen.

Beide Studien unterstreichen die Bedeutung
neuer Batterietechnologien, die auf reichlich vorhandenen, günstigen und
ungiftigen Elementen basieren und dadurch den Druck auf kritische
Ressourcen verringern. Daher haben das KIT und die Universität Ulm
gemeinsam den Antrag „Energy Storage beyond Lithium: New storage concepts for a sustainable future“ für einen Exzellenzcluster erarbeitet, welcher die Entwicklung von
Natrium-Ionen-, Magnesium-Ionen- und anderen Batterien basierend auf
reichlich vorhandenen Materialien verfolgt. Auch das Zentrum für
Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) und die
Justus-Liebig-Universität Gießen sind daran beteiligt.

Literatur:

C. Vaalma, D. Buchholz, M. Weil und S.
Passerini "A cost and resource analysis of sodium-ion batteries" Nat.
Rev. Mater. 3, 18013 (2018): https://www.nature.com/articles/natrevmats201813 (mit Abonnement); http://rdcu.be/IWu1  (Leseversion)

M. Weil, S-. Ziemann, J. Peters "The Issue of
Metal Resources in Li-Ion Batteries for Electric vehicles." In:
"Behaviour of Lithium-ion Batteries in Electric Vehicles." Amsterdam,
Niederlande: Elsevier 2018

Über das Helmholtz-Institut Ulm (HIU)

Das HIU wurde im Januar 2011 vom KIT als
Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft in Kooperation mit der Universität
Ulm gegründet. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
Baden-Württemberg (ZSW) sind zwei weitere renommierte Einrichtungen als
assoziierte Partner in das HIU eingebunden. Das internationale Team aus
rund 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern forscht im HIU an der
Weiterentwicklung der Grundlagen von zukunftsfähigen Energiespeichern
für den stationären und mobilen Einsatz. Ein besonderer Fokus liegt in
der Entwicklung von lithium- und kobalt-freien Post-Lithium
Technologien.

Untilgbarer Computer-Schädling

Hacker zeigt untilgbaren Computer-Schädling
Firmware-Infektion trotzt Virenprogrammen und Festplattenwechsel
 
Computer-Schädling: wird resistent (Foto: pixelio.de, Antje Delater)

Las Vegas (pte014/01.08.2012/13:55) – Der Hacker Jonathan Brossard hat auf der Black Hat Security Conference http://blackhat.com in Las Vegas Software vorgestellt, mit deren Hilfe Schadcode in die Firmware der BIOS-Chips von Computern eingeschleust werden kann. Kompromittierte PCs sind mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr zu retten, die Malware bleibt auch nach gründlichsten Virenscans oder Festplattenwechseln aktiv, wie die Technology Review berichtet. Die Einbringung solcher schädlichen Software ist allerdings schwierig.

Nur mit Zugang zum Herstellungsprozess oder über den Einbau verseuchter Komponenten wie Netzwerkkarten kommt der Schädling auf den BIOS-Chip. "Das Thema wird schon länger diskutiert und spielt vor allem beim Militär und bei Unternehmen, die strenge Geheimhaltungsrichtlinien haben, eine Rolle. Privatanwender sind aufgrund des nötigen Aufwandes kaum betroffen. Diese Art des Systembefalls ist nur sehr schwer zu entdecken und unter Umständen sehr schwer zu entfernen", sagt Kaspersky-Virusanalyst Christian Funk http://kaspersky.de gegenüber pressetext.

Durchdachte Attacke

Brossards Software trägt den Namen "Rakshasa". Der Code muss – um wirksam zu werden – in den BIOS-Chip auf dem Motherboard eines Computers landen. Brossard hat aber entdeckt, dass er den Code auch in den Firmware-Chips anderer Komponenten verstecken kann. Dann springt der Code erst bei Bedarf auf das Motherboard über. Die Firmware des BIOS ist der erste Code, der beim Starten eines Computers ausgeführt wird. "Wenn jemand eine einzige bösartige Firmware auf deinem Computer installiert, gehörst du praktisch für immer ihm", dramatisiert der Hacker.

Wird Rakshasa auf einem Computern installiert, versucht das Programm eine Verbindung zum Internet herzustellen und den Code zur Übernahme des Computers herunterzuladen. So entstehen keine Spuren im Dateisystem, da der Code jedes Mal aus dem Netz gezogen wird. Rakasha setzt dann einige Sicherheitsmaßnahmen außer Kraft und infiziert das ganze Betriebssystem. Der Eindringling kann dann sowohl Daten stehlen als auch die Kontrolle über den Rechner übernehmen. Virenprogramme finden Rakshasa nicht und ein Wechsel von Festplatte oder Betriebssystem nutzt nichts, da der Schadcode sein Werk bei jedem Systemstart von neuem beginnt.

Rote Gefahr

Die einzige Lösung für Opfer von Rakshasa ist das Ersetzen sämtlicher Firmware durch vertrauenswürdige Versionen. "Das ist mit großem Aufwand verbunden und es besteht sogar geringe Gefahr, dass trotzdem Schadcode auf den Chips verbleibt", so Funk.

Brossard hat bei seiner Demonstration einen Rechner mit Windows 7 geknackt und die Passwortsperre außer Gefecht gesetzt. Seinen Angaben nach funktioniert der Schädling auf 230 verschiedenen Motherboard-Modellen. Eine Intel-Sprecherin bezeichnete Brossards Angriff als theoretisches Problem, da er Zugriff zum Mainboard voraussetzt. Zudem hätten viele neuen Motherboards verschlüsselten BIOS-Code. "Wer direkten Zugang zur Hardware hat, kann auf weniger anspruchsvolle Methoden zurückgreifen, um ein System zu kompromittieren. Trotzdem ist es wichtig, dass Hardwarehersteller Sicherheitsmechanismen einbauen, wie etwa die Verifizierung der Firmware", so Funk.

Brossard weist aber darauf hin, dass nur wenige Computer bereits über ein verschlüsseltes BIOS verfügen. "Zudem hätte eine Organisation, die Zugang zum Produktionsprozess hat, diverse Möglichkeiten, den Code zu installieren", so der Hacker. Das dürfte die Debatte über ein mögliches Sicherheitsrisiko durch die Herstellung von Hardware in China wieder anheizen. Sicherheitsexperten und paranoide Politiker haben chinesischen Herstellern schon öfter vorgeworfen, Hintertüren in ihre Hardware einzubauen. Bewiesen sind solche Anschuldigungen bisher aber nicht.

 

Feinstaubwerte müssen runter

Experten fordert Senkung der Grenzwerte – Kleinste Teilchen am Schädlichsten

Leipzig/Graz (pte/01.09.2005/10:53) – Kleinste Feinstaubpartikel sind
nach Ansicht von Experten wesentlich gefährlicher als große. Zu diesem
Ergebnis kommen Forscher des Leibniz-Instituts für
Troposphärenforschung http://www.tropos.de in der jüngsten Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins "Zwischenruf". Die Experten schlagen daher vor,
die seit Januar 2005 geltende EU-Richtlinie auf Partikel unter einem
Tausendstel Millimeter zu begrenzen. Zusätzlich müsse ein neuer
Massengrenzwert für Ruß eingeführt werden, fordern die Wissenschaftler.

Bisher gibt es Grenzwerte für Teilchen bis zu einer Größe von zehn
Mikrometer, berichten die Wissenschaftler um Alfred Wiedensohler vom
Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung. "Diese Richtlinien fordern
wir schon seit längerem", meint Institutsleiter Jost Heintzenberg im
Gespräch mit pressetext. Das Problem sei in der Forschung hinlänglich
bekannt. Die Messtechnik der vergangenen Jahre sei immer besser
geworden. Die Studienautoren forderten die Stilllegung der stärksten
Rußemitter unter den Lkw und Autobussen und die Minimierung von Öl- und
Kohleverbrennung beim Hausbrand. "Je nachdem, wo man die Messeinheit
errichtet, ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse", meint
Heintzenberg. Einerseits sei es die Partikel bei der Verbrennung von
fossilen Brennstoffen andererseits jene, die beim Hausbrand entstehen.

Die gängigen Dieselpartikelfilter sind allerdings gänzlich ungeeignet,
jene Feinstpartikel oder Aerosole abzuscheiden, erklärt der
Wissenschaftler Gerhard Fleischhacker von CEF-Austria
http://www.cefaustria.at . "Die Effektivität der Partikelfiltersysteme
wird maßlos überschätzt", argumentiert der Experte im
pressetext-Interview. Es wurde bisher immer die Definition
vorenthalten, dass nur Partikel, die größer als fünf Mikrometer sind,
von der Abscheidung der Filter erfassbar sind und sich die
Abscheidungsgrade von 99 Prozent auf eine reine Reduktion der
emittierten Partikelmasse beziehen", erklärt Fleischhacker.
"Partikelgrößen, die kleiner als drei Mikrometer sind, können mit
diesen Partikelfiltern ausnahmslos nicht abgeschieden werden. Die
lungengängigen Feinstpartikel werden somit weiter an die Umwelt
abgegeben", führt der Wissenschaftler aus.

Wie gefährlich diese Partikel sind, erklärt auf Anfrage von pressetext
der Umweltmediziner und Chemiker Emil Hellemann, der sich seit Jahren
mit den Feinstpartikeln befasst. "Die Erkenntnisse der Leibniz-Forscher
entsprechen der Wahrheit. Besonders jene Teilchen, die unter einem
Mikrometer groß sind, sind extrem gefährlich", erklärt der Experte.
Grenzwerte sind nur ein Konsenspapier. Wesentlich sind die Oberflächen-
die Strukturbeschaffenheit der Teilchen. Demnach müssen diese Partikel
individuell untersucht werden. "Fest steht jedoch, dass die
pathophysiologischen Eigenschaften der Feinstpartikel unterschätzt
werden. Sie sind derart klein, dass sie sogar die Zellmembran
durchwandern können, sich mit Schaltproteinen verbinden", warnt
Hellemann. "Wir sind nicht in der Lage derzeit zu sagen, welchen
Schaden sie tatsächlich anrichten. Für die Medizin wird dieses Problem
allerdings ein großes Rufzeichen werden". Hellemann kritisiert, dass
die Erkenntnisse nicht neu sind, aber es acht bis zehn Jahre gedauert
hat, den Ernst der Situation auch nur annähernd zu erkennen.

Neuartige Behandlung von Schlaganfällen veröffentlichen

Schlaganfall-Behandlung:
Thrombektomie erstmals in der Vergleichsstudie MR CLEAN erfolgreich �
Fachgesellschaften betonen die Bedeutung Neurovaskulärer Netzwerke

Berlin � Blutgerinnsel, die für die meisten Schlaganfälle verantwortlich sind,
können seit einigen Jahren mittels eines Mikro-Katheters aus den
Hirnarterien entfernt werden (Thrombektomie). Eine Studie aus den
Niederlanden belegt jetzt erstmals, dass die Thrombektomie im Vergleich
mit der herkömmlichen Thrombolysetherapie den Gesundheitszustand des
Patienten nachhaltig verbessern kann. Die Deutsche
Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), die Deutsche Gesellschaft für
Neurologie (DGN) und die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie
(DGNR) halten die Thrombektomie für äußerst vielversprechend. In Kürze
werden die Ergebnisse weiterer Studien erwartet.

Wenn
der Blutfluss im Gehirn zum Stocken kommt, etwa weil ein Gerinnsel ein
Gefäß verschließt, kommt es innerhalb kurzer Zeit zum Absterben von
Nervenzellen. Ist ein Blutgerinnsel sehr groß, dann lässt es sich oft
nicht allein durch die Gabe des gerinnselauflösenden Medikaments, die
sogenannte Lyse-Therapie, entfernen. �Deshalb hat es in den letzten
Jahren Versuche gegeben, diese Blutgerinnsel mechanisch herauszuziehen
oder abzusaugen�, berichtet Professor Christoph Groden, Direktor der
Abteilung für Neuroradiologie der Universitä
tsmedizin Mannheim und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR).
Bei der Thrombektomie wird der Blutpfropfen über die Leistenarterie
mittels eines Katheters herausgezogen. Diese Behandlungen waren
technisch oft erfolgreich, doch dass Patienten durch die neue Behandlung
tatsächlich weniger Folgeschäden davontrugen oder sich schneller
erholten als mit der herkömmlichen Thrombolysetherapie, wurde bisher
nicht ausreichend untersucht. Im Gegenteil: Die Veröffentlichung von
gleich drei negativen Katheterstudien im vergangenen Jahr schien das
Konzept in Frage zu stellen. �Diese Studien sind mit veralteten
Kathetermethoden durchgeführt worden, sodass man sie mit dem Konzept der
Thrombektomie mittels moderner Mikrokatheter nicht vergleichen kann�,
erklärt Professor Groden.

Erste Ergebnisse einer groß angelegten Studie aus den Niederlanden � der MR CLEAN Studie �, die kürzlich auf der World Stroke Conference in Istanbul vorgestellt wurde, geben jedoch Anlass für neuen
Optimismus: Alle 500 einbezogenen Patienten hatten einen schweren
Schlaganfall durch ein großes Gerinnsel im vorderen Abschnitt der
Hirnarterien erlitten. Die Patienten erhielten eine Infusion mit dem
Enzym Alteplase, die heutige medikamentöse Standard-Thrombolysetherapie.
Bei der Hälfte der Patienten führten die Ärzte zusätzlich eine
Thrombektomie durch. �Eine wichtige Voraussetzung war, dass sofort nach
Eintreffen des Patienten im Krankenhaus mittels einer
computertomographischen Gefäßdarstellung, der CT-Angiographie, der
Gefäßstatus untersucht wurde, um einen Verschluss eines großen
Hirngefäßes und damit die Notwendigkeit einer Thrombektomie zu
erkennen�, berichtet DSG-Pressesprecher Professor Joachim Röther,
Chefarzt der Neurologischen Klinik der Asklepios Klinik Altona. Dann
kamen in den meisten Fällen sogenannte Stent-Retriever zum Einsatz.
Dabei handelt es sich um eine neue Generation von Kathetern, die
zunächst ein Maschendrahtröhrchen im Blutgefäß entfalten, das Gerinnsel
dann einfangen und nach außen befördern. Professor Röther erläutert:
�Die neuen Katheter verbessern die Chance, das gesamte Blutgerinnsel
komplikationsfrei aus dem Blutgefäß zu entfernen.�

Die
Katheterbehandlung konnte bei 80 Prozent der Patienten die
Durchgängigkeit der Hirnarterie wieder herstellen. Noch wichtiger aber:
Erstmals konnte in einer größeren Studie gezeigt werden, dass die
Patienten tatsächlich einen therapeutischen Nutzen haben. Maßstab ist
hier die modifizierte Rankin-Skala (mRS), auf der ein Neurologe das
Ausmaß der Behinderungen erfasst. 90 Tage nach dem Schlaganfall wiesen
67 Prozent der Thrombektomie-Patienten eine klinische Verbesserung im
Vergleich zur Kontrollgruppe auf und 33 Prozent versus 19 Prozent waren
nach drei Monaten funktionell unabhängig (mRSd2). Professor Röther: �Der
Unterschied war statistisch signifikant, was angesichts der relativ
kleinen Patientengruppen ein starkes Signal für die Effizienz der
Thrombektomie ist.�

Wichtig
für den Erfolg der niederländischen Studie war auch die rasche und
gezielte Zuweisung der akuten Schlaganfallpatienten in eine Klinik mit
Thrombektomiebereitschaft. �In Neurovaskuläre Netzwerke eingebundene
Stroke Units, deren Effizienz derzeit in Deutschland im Rahmen eines
Pilotprojektes geprüft werden, bleiben der Schlüssel zum Erfolg der
Thrombektomie-Therapie�, sagt Professor Hans-Christoph Diener, Direktor
der Klinik für Neurologie am Uniklinikum Essen und Pressesprecher der
DGN. �Die Ergebnisse der MR CLEAN Studie stimmen sehr optimistisch, und
Ergebnisse aus weiteren Studien werden in Kürze erwartet.

Collagen VII spielt bei Hautkrebs entscheidende Rolle

Krankheit benötigt Protein zur Ausbreitung


Stanford (pte/18.03.2005/13:20) – Wissenschafter der Stanford University http://med.stanford.edu haben mit Collagen VII ein Protein identifiziert, das eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung einer tödlichen Form von Hautkrebs spielt. Es wird erwartet, dass diese Entdeckung zu neuen Behandlungsansätzen gegen Plattenepithelkarzinome führt. Collagen VII hilft normalerweise dabei die Haut intakt zu halten. Vom Krebs wird es für die Ausbreitung in andere Bereiche des Körpers benötigt. Details der Studie wurden in Science http://www.sciencemag.org veröffentlicht.


Die Forscher konzentrierten sich auf Collagen VII, da es bereits mit einer anderen eng verwandten Krankheit in Zusammenhang gebracht wurde. Rund zwei Drittel der Kinder mit rezessiver dystropischer Epidermolysis (RDEB) erkranken in der Folge an Krebs. RDEB wird durch Genmutationen verursacht, die entweder zu einer veränderten Version von Collagen VII oder einem vollständigen Fehlen dieses Proteins führen. Das Team wies nach, dass ein Schlüsselteil von Collagen VII für den Hautkrebs erforderlich ist, damit er sich vom benachbarten Hautgewebe befreien und ausbreiten kann. Identifiziert wurde die entscheidende Sequenz durch die Untersuchung von Hauptproben von zwölf Kindern mit RDEB. Mittels Laborinstrumenten wurden die molekularen Schalter aktiviert, die Haut normalerweise kanzerös machen. Vier der zwölf Proben wurden in der Folge kanzerös. Es spielte dabei keine Rolle, welche krebsfördernden molekularen Schalter die Wissenschaftler auslösten. Die Analyse zeigte, dass die krebsresistenten Hautzellen von Kindern stammten, denen Collagen VII überhaupt fehlte. Die verbleibenden krebsanfälligen Proben enthielten nur ein Fragment des Proteins.


Beide Mutationen machten die Kinder gleich anfällig für RDEB. Es waren jedoch nur jene Zellen wirklich krebsempfindlich, die einen Teil des Collagen VII Proteins enthielten. Fügten die Wissenschafter das Fragment RDEB Zellen hinzu, denen es fehlte, konnte eine Krebserkrankung ausgelöst werden. Wurde die Produktion des entscheidenden Fragments mittels eines Antikörpers blockiert, war es nicht möglich eine Erkrankung herbeizuführen. Tests mit Mäusen führten zu ähnlichen Ergebnissen.

Energieeffizienz im Gebäudebereich

Normen, Technik und aktuelles Wissen zum energieeffizienten Planen, Bauen und Sanieren

Die Gebäude-Energieberatung boomt: eine stetig zunehmende Zahl an zertifizierten Energieberatern, wachsendes Potenzial an sanierungsbedürftigen Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie kommunalen Projekten steht einer stabilen Fördergeldbasis gegenüber. Gerade im Bereich Energieeffizienz erfordert erfolgreiches Arbeiten umfängliches Wissen über Normen, Technik und deren Anwendungen. Neue gesetzliche Anforderungen sowie Änderungen von Förderprogrammen verlangen von Fachleuten, sich regelmäßig mit aktualisierten Sachverhalten auseinanderzusetzen und diese in ihre Arbeit zu integrieren. Eingehende Praxisnähe zum Feld der Energieeffizienz beweist der Branchentreffpunkt effizienz.forum an zwei Veranstaltungstagen: angeregte Diskussionen im Plenum, beim Gebäude-Energieberater-Forum und in Workshops sowie bei zahlreichen Pausengeprächen der Teilnehmer. Die Veranstalter – die Solar Promotion GmbH aus Pforzheim und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) – erwarten zum Fachkongress effizienz.forum 2010, wie bei den beiden vorgehenden Veranstaltungen, rund 450 Kongressteilnehmer. Energieberater, Architekten und Bauingenieure, Haustechnik-Planer und ausführende Fachhandwerker, die sich beruflich mit Gebäude-Energieeffizienz beschäftigen, tauschen sich intensiv zu aktuellen Themen aus und erhalten kompakte Informationen, Tipps und Insiderwissen aus der Praxis für die Praxis.

Derzeit sind schätzungsweise rund 25.000 Personen in der Energieberatung oder angrenzenden Fachbereichen tätig, darunter Vor-Ort-Energieberater (BAFA-gelistet), und Gebäudeenergieberater (HWK). Hinzu kommen Architekten und Ingenieure aus den jeweiligen Kammern. Am Thema Energieeffizienz kommt kein Bauschaffender mehr vorbei.

„Die Branche der Gebäude-Energieberatung ist in Bewegung geraten“,
sagt Martin Pfränger, Projektleiter des effizienz.forum. „Gründe sind die Aktivitäten der Bundesregierung und der Kreditanstalt für Wiederaufbau wie verbesserte Fördermöglichkeiten, die im Jahr 2009 novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) und auch das aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage stärker werdende Interesse am Thema Energieeffizienz. Das effizienz.forum 2010 bietet die ideale Plattform, um die Beratungskompetenz zu stärken“, so Martin Pfränger weiter.

Im Rahmen des effizienz.forum führt die Fachzeitschrift „Gebäude-Energieberater“ (GEB) zum dritten Mal das Gebäude-Energieberater-Forum durch. Namhafte Referenten und Autoren berichten über neue Normen, gesetzliche Vorschriften und Förderungen. Schwerpunkt des Forums ist die Umsetzung der Neuregelungen in Energieeffizienzbereich in die Praxis.

Der Branchentreffpunkt effizienz.forum vereint angeregte Diskussionen im Plenum, das Gebäude-Energieberater-Forum, Themen-Workshops sowie zahlreiche Pausengespräche. Besucherstimmen des vergangenen effizienz.forum werteten dieses als „… interessant, lehrreich, wegweisend und weiterführend, aber trotzdem unterhaltsam.“.

Die kongressbegleitende Ausstellung bietet den Teilnehmern und weiteren Fachbesuchern ein breites Produkt- und Dienstleistungsspektrum aus dem Bereich „Werkzeuge für Energieberater und Planer“ wie Messtechnik, Software, Weiterbildung und Fachmedien. Die zweitägige Begleitausstellung ist für Kongressteilnehmer durchgehend geöffnet.

Parallel zum zweiten Kongresstag des effizienz.forum öffnet in der Messe Freiburg die „Gebäude.Energie.Technik“ zum dritten Mal ihre Tore. Vom 5. bis 7. März 2010 präsentiert sich die Messe für energieeffizientes Modernisieren, Sanieren und Bauen. Im Jahr 2009 kamen über 12.000 Besucher, darunter Bauherren, Modernisierer und über 30 Prozent Fachpublikum wie Architekten, Fachhandwerker und weitere Bauschaffende.

Ideelle Träger des effizienz.forum 2010 sind die Fachverbände der Energieberaterbranche, der Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker (GIH), das Deutsche Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN) und der Berufsverband des technischen Consultings, der Verband Beratender Ingenieure (VBI). Des weiteren wird das effizienz.forum 2010 von der Bundesingenieurkammer (BIngK) unterstützt.

Programm und Ausstellerliste ab Januar 2010 unter www.effizienzforum.de

Veranstalter des effizienz.forum 2010

Das effizienz.forum 2010 wird veranstaltet von Solar Promotion GmbH, Pforzheim. Mitveranstalter ist die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).

Weitere Informationen zum effizienz.forum 2010

Solar Promotion GmbH
Martin Pfränger / Franziska Hegewald 
Postfach 100 170
75101 Pforzheim 

Tel. +49-(0)7231 / 58 59 8-0
Fax +49-(0)7231 / 58 59 8-28
info@effizienzforum.de
www.effizienzforum.de

Darmkrebs im Tierversuch unterdrückt

Darmkrebs zu verhindern?
Nachweis im Tiermodell geglückt
 
19.10.2004. An der Kieler Universität wurde ein Protein geschaffen, das
bei Mäusen gegen Darmkrebs vorbeugt. Einer Forschergruppe um den Kieler
Biochemiker Professor Stefan Rose-John und Professor Markus F. Neurath,
Universitätsklinikum Mainz, gelang jetzt der Nachweis, dass das Protein
die krebsauslösende Signalgebung des Botenstoffs Interleukin-6 (IL-6)
unterdrückt. Die neuen Ergebnisse resultieren auf Eingriffen in die
TGF-ß Signalübertragung auf der Körperzelle und werden in der
renommierten amerikanischen Fachzeitschrift „Immunity“ (Ausgabe vom 20.
Oktober) beschrieben. Die Kieler Firma „Conaris“ wird den neuen Stoff
zu einem anwendungsfähigen Medikament entwickeln.
 
Zur Forschung
Bereits 2003 konnten Stefan Rose-John und Markus F. Neurath im
Tiermodell belegen, dass das von Rose-John geschaffene, lösliche
Glycoprotein (sgp 130 Fc) chronische Entzündungen wie Gelenkrheuma
(Arthritis) sowie Darmentzündung verhindert, indem es das Signal des
Botenstoffs IL-6 auf der Zelloberfläche „abschaltet“.
 
Da das Zytokin Interleukin-6 eine wichtige Rolle in der Immunabwehr
spielt und im Organismus benötigt wird, sollte man diesen Botenstoff
nicht völlig blockieren. Es wurde vielmehr ein Mechanismus benötigt,
der nur in bestimmten Fällen, nämlich beim Auslösen chronischer
Entzündungen, hemmend wirkt und so das ebenfalls von Rose-John
entdeckte „trans-signaling“ verhindert. Die entscheidende Entwicklung
lag in der Veränderung des Zytokinrezeptors gp 130. Das neue, von
Rose-John erfundene sgp 130 Fc hemmt nur die Botentätigkeit von IL-6 in
den gewünschten Fällen.
 
Bereits 2001 war es Rose-John gelungen, die Architektur des
Zytokinrezeptorkomplexes zu entschlüsseln. Das in der Zeitschrift
„Science“ am 16. März 2001 vorgestellte Ergebnis war bereits damals als
„Meilenstein in der Erforschung des Immunsystems bezeichnet worden“.
 
Der biomedizinische und molekularbiologische Bereich ist an der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel besonders profiliert. Die
vorgestellte Arbeit entstand im Zusammenhang mit dem
Sonderforschungsbereich (SFB) 415 „Spezifität und Pathophysiologie von
Signaltransduktionswegen“, in dem Mediziner und Biologen schon über
Jahre erfolgreich zusammenarbeiten. Entzündliche Prozesse im weitesten
Sinn werden in vielen Kieler Gruppen erforscht. Gerade die
interdisziplinäre Struktur der CAU bietet gute Voraussetzungen für die
Beantwortung derart komplexer Fragestellungen. Auch der 2002
eingerichtete Sonderforschungsbereich 617 „Molekulare Mechanismen der
epithelialen Abwehr“ widmet sich entzündlichen Vorgängen.
 
Zur Anwendung
In weiteren fünf bis acht Jahren planen Rose-John und Professor Stefan
Schreiber, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das
Designer-Protein sgp 130 Fc zur Marktreife zu bringen. Die 2001
gemeinsam gegründete Firma „Conaris“ widmet sich der Produktentwicklung.
 
Die neusten Ergebnisse belegen gleichzeitig ein weiteres Mal, welch
wichtige Rolle Entzündungsvorgänge zur Erforschung und Behandlung von
Krankheiten spielen. „Langfristig wird man auch Alzheimer und
Herzinfarkt als Entzündungsvorgänge entschlüsseln können“, so
Rose-John. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir dort ähnliche
Mechanismen finden und auf ähnliche Weise vorbeugend arbeiten können.
Wir haben nun eine klare Spur, wie wir Störungen des Immunsystems
beeinflussen können.“
 
Für Medikamente, die nun von Conaris zu entwickeln sind, bietet sich
damit ein Milliardenmarkt. „Wir wollen jedoch hier keinen Börsen-Hype
betreiben“, so die beiden Professoren und Firmenchefs. Gesundes
wirtschaftliches Wachstum entstehe in diesem Markt nur durch gründliche
Forschung. Was den Patienten am besten diene, werde sich langfristig
auch am besten wirtschaftlich behaupten.
 
„Diese Verzahnung von Grundlagenforschung und Anwendung bringt eine
ganz neue Qualität des wissenschaftlichen Arbeitens“, so Stefan
Schreiber. „Sie resultiert in Kiel auch aus dem hervorragend
funktionierenden kollegialen Miteinander.“

Vegane Ernährung für Kids sei unethisch

US-Forscherin warnt vor fehlenden Nährstoffen und Spurenelementen

Washington (pte, 21. Feb 2005 10:08) – Wer seine Kinder nach streng
vegetarischen Regeln ernährt, handelt unethisch. Zu diesem Schluss
kommt die Forscherin Lindsay Allen vom US Agricultural Research
Service. Die Wissenschaftlerin greift damit jene Eltern an, die an dem
Slogan „Fleisch ist Mord“ festhalten. Fleisch liefere Nährstoffe und
Spurenelemente, die sonst in keinem Nahrungsmittel enthalten sind,
argumentiert die Forscherin beim Treffen der American Association for
the Advancement of Science (AAAS) http://www.aaas.org, das derzeit in
Washington stattfindet.

„Es gibt genug Studien, die deutlich machen, dass Frauen, die während
der gesamten Schwangerschaft auf Fleisch verzichten, kleinere Kinder
zur Welt bringen. Viele der Babys wachsen zudem langsamer und ihre
Entwicklung geht deutlich langsamer vor sich“, so Allen. Gehe es um die
Ernährung von Kleinkindern und Schwangeren, sei es unethisch auf
tierische Eiweiße oder Fette in genau jener Zeit des Wachstums zu
verzichten. Besonders kritisch äußerte sich die Expertin über jene
Eltern, die auch auf Milch, Käse und Butter verzichten.

Die Störungen beginnen bereits im Bauch der Mutter und setzen sich nach
der Geburt fort. Studien unter afrikanischen Schulkindern haben
bewiesen, dass zwei Löffel Fleisch ausreichen, um den Bedarf an Vitamin
B12, Zink und Eisen zu decken. Die mehr als 540 Kinder, die untersucht
wurden, erhielten ursprünglich nur Nahrungsmittel, die aus Stärke,
Bohnen und Getreide bestanden. Nach zwei Jahren erhielten einige der
Schulkinder je zwei Esslöffel Fleisch bzw. Milch oder ein
Öl-Supplement. Nach Angaben der Forscherin war die Entwicklung der
Kinder danach dramatisch verbessert: Fleisch oder Milch waren in der
Lage, den Vitamin B12-Mangel zu eliminieren, der vorher bei den Kindern
vorhanden war.

Die Untersuchung, die in einer armen afrikanischen Gemeinde
durchgeführt wurde, mache deutlich wie relevant eine ausgewogene
Ernährung für Schwangere und Kinder ist. Wer gänzlich auf Fleisch
verzichte, müsse Nahrungsergänzungsstoffe einnehmen, allerdings
plädierte die Expertin, sei es besser tierische Fette zu sich zu nehmen
als Pillen.

Nanotechnologie – nicht ohne Gesundheitsrisiko ?

Langfristige Folgen können Auswirkungen wie Asbest aufweisen

London/Berlin (pte/06.05.2006/06:00) – Vom 02. bis 03. Mai wurden auf
der Konferenz "Nanoparticles for European Industry"
http://www.nano.org.uk in London Fragen zur Herstellung, Charakter und
toxikologische Folgen von Produkten der Nanotechnologie erörtert.
Bislang steht die Forschung am Anfang, Schäden für die Gesundheit sind
noch unbekannt. Experten warnen aber vor gesundheitlichen Folgen
ungeahnten Ausmaßes, ähnlich wie bei Asbest. Es bestehe erheblicher
Forschungsbedarf, so die Forscher.

"Es gibt keine vollständige Marktübersicht mit nanotechnologisch
veränderten Produkten" so Thorsten Wiegers, Pressesprecher des
Bundesinstitut für Risikobewertung http://www.bfr.bund.de/, im Gespräch
mit pressetext. Derzeit sei laut Wiegers noch nicht klar, ob Produkte,
bei denen Nanotechnologie eingesetzt werden, der Gesundheit schaden.
Der Einsatz von Nanomaterialien in Verbraucherprodukten ist nicht
speziell gesetzlich geregelt, so Wiegers weiter. Produkte mit
Nanopartikeln müssen momentan nicht gekennzeichnet werden.

Angewendet wird diese Technologie bereits in vielen Produkten des
Alltags, beispielsweise als Schutzschicht für Haushaltsgeräte,
Brillenoberflächen und Automobillackierungen. Nanotechnologie
bezeichnet die kontrollierte Veränderung von Atomen und Molekülen.
Dadurch entstehen Materialien mit verbesserten Eigenschaften wie etwa
Kratzfestigkeit, Transparenz, Leitfähigkeit und Festigkeit. Anwendung
findet diese Technologie in der Produktion von Wandfarben,
Fenstersprays, Sonnencremes, Kaugummis und Tabletten. 2005 betrug die
Förderung der Nanotechnologie in Deutschland mit Bundesmittel 298 Mio.
Euro. In nahezu allen High-Tech-Branchen wird ein Innovationsschub
erwartet.