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Harte Schale, weicher Kern

So lagern Sie Nüsse richtig

Im Gebäck oder pur zum Knabbern – in der Vorweihnachtszeit sind Nüsse besonders gefragt. Damit das feine Nussaroma möglichst lange erhalten bleibt, lohnt es sich, ganze Nüsse zu kaufen und sie selbst zu knacken und zu zerkleinern. Bei sachgerechter Lagerung sind die ganzen Schalenfrüchte monatelang haltbar, während geschälte und geriebene Nüsse rasch verbraucht werden müssen, weil sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts leicht verderben.

Daher sollten Nüsse grundsätzlich kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Wärme, Licht und Feuchtigkeit verkürzen die Haltbarkeit und lassen die Kerne schneller ranzig werden oder schimmeln. Geschälte und bereits zerkleinerte Nüsse sollten bei angebrochener Verpackung am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden, in jedem Fall aber in einer fest verschließbaren Dose. So halten sie sich bis zu vier Wochen und nehmen keinen Geruch der Umgebung an. Länger haltbar sind geschälte Nüsse nur im Gefrierschrank. Eingefroren lassen sie sich bis zu zwölf Monate lagern. Ein Tipp: Portionieren Sie die Ware und beschriften Sie die Verpackung direkt auch mit Mengenangabe, das vereinfacht die spätere Verwendung.

Verdorbene Nüsse sind am typisch ranzigen Geruch und Geschmack erkennbar. Auch eine gelbliche, dunkle Verfärbung deutet darauf hin. Nüsse sollten daher vor Gebrauch unbedingt auf Aussehen, Geruch und Konsistenz getestet werden. Riechen sie muffig, sind verfärbt oder sogar schimmelig, müssen die Nüsse in jedem Fall entsorgt werden.

Dr. Claudia Müller, (aid)

aid: Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der gemeinnützige Verein löste sich 2016 auf.

Weitere Informationen: Bundeszentrum für Ernährung

Erwächst der Mikrotechnologie eine Konkurrenz durch die Nanotechnologie?

Ein neuer Dreh für die Nano-Elektronik

HZDR-Forschern gelingt gezielte Steuerung extrem kurzwelliger Spinwellen

In den vergangenen Jahren kannte die
Entwicklung in der elektronischen Datenverarbeitung nur eine Richtung:
Die Industrie verkleinerte die Bauteile bis in den Nanometerbereich.
Doch langsam stößt dieser Prozess an eine physikalische Grenze. Forscher
des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) arbeiten deswegen an
einer vielversprechenden Alternative, die den Informationstransport in
kompakteren Mikrochips ermöglichen soll: Spinwellen. In einer
internationalen Kooperation ist es ihnen gelungen, diese sogenannten
Magnonen mit extrem kurzen Wellenlängen zu erzeugen und sie gezielt zu
lenken. Wie die Physiker in der Zeitschrift Nature Nanotechnology (DOI: 10.1038/s41565-019-0383-4) erklären, nutzen sie dafür ein natürliches magnetisches Phänomen.

In der Welt der modernen Kommunikationstechnologien
galt eine Entwicklung lange Zeit als sicher: Etwa alle zwei Jahre
verdoppelt sich die Zahl der Transistoren auf einem Mikroprozessor. Die
damit einhergehende Leistungssteigerung bescherte uns die digitalen
Möglichkeiten, die mittlerweile wie selbstverständlich erscheinen: vom
Hochgeschwindigkeitsinternet bis zum Smartphone. Doch die zunehmend
feineren Leiterbahnen auf den Chips werden langsam zum Problem, wie Dr.
Sebastian Wintz vom HZDR-Institut für Ionenstrahlphysik und
Materialforschung erläutert: „In den derzeitigen Mikroprozessoren
fließen Elektronen. Aufgrund des elektrischen Widerstands heizen sie den
Chip auf. Ab einem gewissen Punkt versagen die Chips einfach, da die
Wärme nicht mehr abgeführt werden kann.“ Das verhindert auch eine
weitere Geschwindigkeitssteigerung der Bauteile.

Für den Physiker, der momentan auch am Paul
Scherrer Institut (PSI) in der Schweiz forscht, sehen die
Informationsträger der Zukunft deshalb anders aus. Anstatt auf bewegte
Ladungen setzen Wintz und seine Kollegen auf eine bestimmte Eigenschaft
der Elektronen: den Spin. Die winzigen Teilchen verhalten sich so, als
ob sie sich ständig um sich selbst drehen würden, was ein magnetisches
Moment erzeugt. In bestimmten magnetischen Materialien, wie etwa in
Eisen oder Nickel, sind die Spins für gewöhnlich parallel zueinander
ausgerichtet. Wird nun aber die Orientierung der Spins an einem Ort
geändert, setzt sich diese Störung über die benachbarten Teilchen fort.
Eine Spinwelle wird ausgelöst, in der sich Informationen codieren und
weitergeben lassen. „Die Elektronen bleiben in diesem Fall jedoch am
Fleck“, beschreibt Wintz den Vorteil. „Es entsteht so kaum Wärme.
Spin-basierte Bauteile könnten dadurch wesentlich weniger Energie
benötigen.“

Wie lässt sich die Welle bändigen?

Zwei grundlegende Herausforderungen erschweren den
Einsatz der Spinwellen allerdings bislang: Die erzeugbaren Wellenlängen
sind nicht kurz genug für die nanometer-kleinen Strukturen auf den Chips
und es fehlt an einer Möglichkeit, die Wellen gezielt zu steuern. Für
beide Probleme konnten die Forscher um Sebastian Wintz nun eine Lösung
finden. „Anders als bisher nutzen wir für die Anregung der Welle nicht
eine künstlich hergestellte Antenne, sondern eine im Material natürlich
geformte“, erklärt der Erstautor der Studie, Dr. Volker Sluka. „Dafür
haben wir zwei dünne ferromagnetische Plättchen in scheibenähnliche
Elemente strukturiert und mit einer Ruthenium-Trennschicht
antiferromagnetisch gekoppelt. Daneben haben wir das Material der
Plättchen so gewählt, dass sich die Spins bevorzugt entlang einer
bestimmten Raumachse ausrichten, wodurch sich die gewünschte magnetische
Struktur ergibt."

Innerhalb der beiden Schichten entstehen so
Bereiche mit unterschiedlichen Magnetisierungen, die eine sogenannte
Domänenwand voneinander trennt. Anschließend setzten die Wissenschaftler
die Schichten magnetischen Wechselfeldern mit einer Anregungsfrequenz
von einem Gigahertz oder mehr aus. Mit Hilfe eines Röntgen-Mikroskops
des Stuttgarter Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, das am
Helmholtz-Zentrum Berlin betrieben wird, konnten sie beobachten, dass
sich Spinwellen mit parallelen Wellenfronten dabei senkrecht zur
Domänenwand ausbreiten. „Bei früheren Versuchen war die Ausstrahlung mit
einer Wasserwelle vergleichbar, die ein Steinwurf auslöst“, berichtet
Sluka. „Das ist nicht optimal, da die Ausbreitung in alle Richtungen die
Schwingung schnell abschwächt. Jetzt sehen die Wellen dagegen so aus,
um im gleichen Bild zu bleiben, als würde man einen langen Stab im
Wasser hin und her bewegen.“

Wie die Röntgenaufnahmen gezeigt haben, können
diese Spinwellen bei Wellenlängen von nur etwa 100 Nanometern mehrere
Mikrometer zurücklegen, ohne signifikant an Signal zu verlieren – eine
nötige Bedingung für den Einsatz in moderner Informationstechnologie.
Einen möglichen Weg, diese neuartigen Informationsträger gezielt zu
lenken, haben die Physiker darüber hinaus entdeckt, als sie die
Anregungsfrequenz unter ein halbes Gigahertz setzten. Hier bleiben die
Spinwellen in der Domänenwand gefangen: „Die Wellen können in diesem
Fall sogar um die Kurve laufen“, erzählt Volker Sluka und fügt an:
„Trotzdem können wir die Signale immer noch detektieren.“ Mit ihren
Ergebnissen liefern die Forscher somit wichtige Voraussetzungen für die
weitere Entwicklung von Schaltkreisen, die auf Spinwellen basieren.

Das könnte langfristig sogar ein komplett anderes
Design von Mikroprozessoren ermöglichen, schätzt Sebastian Wintz ein:
„Wir können die Domänenwände mit Hilfe von Magnetfeldern relativ einfach
verschieben. Das bedeutet, dass Chips, die mit Spinwellen arbeiten,
nicht unbedingt eine im Vorhinein festgelegte Architektur bräuchten,
sondern später verändert und an neue Herausforderungen angepasst werden
könnten.“

Publikation:

V. Sluka, T. Schneider, R.A. Gallardo, A. Kákay, M.
Weigand, T. Warnatz, R. Mattheis, A.Roldan-Molina, P. Landeros, V.
Tiberkevich, A. Slavin, G. Schütz, A. Erbe, A. Deac, J. Lindner, J.
Raabe, J. Fassbender, S. Wintz: Emission and propagation of 1D and 2D
spin-waves with nanoscale wavelengths in anisotropic spin textures, in Nature Nanotechnology, 2019 (DOI: 10.1038/s41565-019-0383-4)

Forscher züchten bessere Pflanzen

Resistenter, gesünder, nutzbarer: Forscher züchten bessere Pflanzen

Schavan: "Deutschland ist Vorreiter beim Strukturwandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft/ BMBF-Stand auf der Internationalen Grünen Woche

Gerste, die auch bei Trockenheit gehaltvolle und hohe Erträge bringt; Erdbeeren, die einen besonders hohen Gehalt ihrer gesundheitsfördernden Substanzen haben; Energiepflanzen, deren Zellwände für die Herstellung von Bio-Treibstoff optimiert sind: "Diese Beispiele zeigen, wie Pflanzenforschung dazu beitragen kann, die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich der Internationalen Grünen Woche, die vom 21. bis 30. Januar in Berlin stattfindet. "Pflanzen sind die Grundlage unserer Ernährung. Wir müssen sicherstellen, dass der wachsenden Weltbevölkerung ausreichende und gesunde Nahrungsmittel zur Verfügung stehen und dass wir dem Klimawandel mit Dürreperioden, Überflutungen und Ausbreitung von Schädlingen wirkungsvoll begegnen. Biomasse stellt auch eine wichtige Energiequelle dar, deren nachhaltige Nutzung wir so fördern müssen, dass keine Konkurrenz zur Ernährung besteht.

Der Erfolg bei der Entwicklung immer besserer Pflanzen beruht auf immer zielgenaueren Methoden der Pflanzenzüchtung. Um die seit Jahrtausenden praktizierte klassische Züchtung zu beschleunigen und die gewünschten Eigenschaften gezielter zu erreichen, setzen die Forscherinnen und Forscher auf biotechnologische Verfahren. So können biochemische und genetische Analysen dazu beitragen, die Pflanzenzüchtung präziser zu steuern.

Die Pflanzenforschung des BMBF ist Teil der kürzlich auf den Weg gebrachten "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030. "Deutschland ist damit internationaler Vorreiter bei einem Strukturwandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft. Dies wird langfristig auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugute kommen, sagte Schavan.

Drei Beispiele aus der Pflanzenforschung des BMBF:
Herausforderung Klimawandel: Die Gerste ist eine der ältesten vom Menschen genutzten Getreidearten und wird vor allem als Viehfutter verwendet. Ihr Anbau ist jedoch zunehmend durch den Klimawandel beeinträchtigt: Weltweit aber auch in Europa führen Dürreperioden zu Ernteverlusten. Das BMBF-Projekt GABI-GRAIN, ein Zusammenschluss von mittelständischen Pflanzenzuchtbetrieben und Forschungseinrichtungen, will Gerstensorten  entwickeln, die längere Trockenperioden ohne Ernteverluste überstehen.

Erste Erfolge: Es wurden trockenresistente Gerstelinien gefunden, darunter sogar einzelne, deren Ertrag bei Trockenheit höher ist als unter normalen Bedingungen. Darüber hinaus konnten Gene identifiziert werden, deren Aktivität mit hohem Stärke- und Eiweißgehalt im Korn und damit mit hohem Ertrag korrelieren.

Herausforderung gesunde Ernährung: Erdbeeren schmecken nicht nur gut, sie enthalten auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die das Risiko für chronische Leiden wie Krebs, herz- und neurodegenerative Krankheiten reduzieren können. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München versuchen, Erdbeersorten zu züchten, die mit einem möglichst hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen heranreifen. In dem Projekt FraGenomic suchen sie mit Partnern aus Spanien und Frankreich nach genetischen Merkmalen, mit deren Hilfe sich die Züchtung solcher Erdbeeren beschleunigen lässt.

Erste Erfolge: Es wurden erste wichtige Daten zum Verständnis der genetischen Kontrolle der Merkmale gefunden, die die Bildung der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe beeinflussen.

Herausforderung Nachhaltigkeit: Bioethanol der ersten Generation wird aus Maiskörnern, Zuckerrohr und Zuckerrüben hergestellt. Um nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion zu stehen, sollen künftig vorrangig Pflanzenteile wie Halme, Stängel oder Blätter genutzt werden, die in der Lebensmittel- oder Futterindustrie bisher nur als Abfall galten. Das Problem: Die Zellstruktur dieser Pflanzenteile lässt sich mit gängigen Verfahren oft nur schwer aufschließen und in Treibstoff verwandeln. Das internationale Verbundprojekt GABI-CELLWALL unter Federführung des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie will den Zellwandaufbau in Pflanzen so verändern, dass sie sich leichter für die Herstellung von Treibstoff verwenden lassen.

Erste Erfolge: Erste Ergebnisse zeigen, dass die hochkomplexen Zuckermoleküle der Zellwände durch weniger komplexe ersetzt werden können und die Stabilität der Pflanze trotzdem erhalten bleibt.

Über verschiedene Methoden der Pflanzenzüchtung informieren Exponate auf dem BMBF-Stand der Grünen Woche in Halle 3.2 am Beispiel verschiedener Kartoffel- und Maissorten.

Mittelmeerkost gut für Knochenerhalt

Meine persönliche Bemerkung:

diese
Ergebnisse kann ich nur bestätigen. Ich ernähre mich seit meinem 30.
Lebensjahr nach dieser Methode und der Erfolg: Selbs mit 81 Jahren habe
ich noch keinen Zentimeter an Körpergröße verloren. Mit 30 war ich 1,82
cm groß und bin es heute nachweislich immer noch. Hinzu kommt, dass ich
zum Frühstück täglich mindestens 1/4 Liter Joghurt verzehre,
selbstgemacht aus H-Milch (1,5%)  und einer Messerspitze
gefriergetrockneter probiototischen Joghurt-Bakterien (Laktobazillus und
Bifido-Bakterien) – erhältlich bei JPP, (s. Button). Diese Bakerien
habe ich vor 35 Jahren zusammen mit einer dänischen Bioteck-Firma
entwickelt.

Diese
Kost in der Überschrift aber als Diät zu bezeichnen finde ich
fahrlässig, denn es ist auf keinen Fall eine Diät, sondern lässt sich in
die ganz normalen Mahlzeiten einfügen – wenn möglich Fleich reduziert.

Ihr Jean Pütz

Mittelmeer-Diät verringert Osteoporose deutlich

Wirkung innerhalb von zwölf Monaten wissenschaftlich nachweisbar

Öle der Mittelmeer-Diät: Das ist gut bei Osteoporose (Foto: pixelio.de/twinlili)
Öle der Mittelmeer-Diät: Das ist gut bei Osteoporose (Foto: pixelio.de/twinlili)

Norwich (pte011/12.07.2018/11:30) –

Eine Mittelmeer-Diät reduziert laut Forschungsergebnissen der University of East Anglia http://uea.ac.uk den Knochenverlust bei Osteoporose. Eine Ernährung mit viel Obst,
Gemüse, Nüssen, Vollkornprodukten, Olivenöl und Fisch verringert demnach
den Hüftknochenverlust binnen zwölf Monaten. Die erste langfristige
gesamteuropäische klinische Studie hat die Auswirkungen einer
Mittelmeer-Diät auf die Knochengesundheit bei älteren Erwachsenen
untersucht. Mehr als 1.000 Personen zwischen 65 und 79 Jahren nahmen
teil.

Gut für Oberschenkelhals

Die Freiwilligen wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei
Gruppen aufgeteilt. Eine ernährte sich mit einem mediterranen
Speiseplan, die andere nicht. Die Knochendichte wurde zu Beginn der
Studie und nach zwölf Monaten gemessen. Die Diät hatte bei Teilnehmern
mit einer normalen Knochendichte keine erkennbaren Auswirkungen. Ihre
Wirkung konnte jedoch bei Osteoporose-Patienten nachgewiesen werden. Bei
der Kontrollgruppe setzte sich der normale altersbedingte Rückgang der
Knochendichte fort.

Bei der Mittelmeer-Diät kam es zur Zunahme der
Knochendichte beim Oberschenkelhals. Laut Forschungsleiterin Susan
Fairweather-Tait handelt es sich dabei um einen bei Osteoporose
besonders sensiblen Bereich. "Ein Knochenverlust hat häufig eine
Hüftfraktur zur Folge, die bei Betroffenen weit verbreitet ist." Der
Expertin nach dauert es relativ lange, bis sich Knochen bilden, daher
sei es auch bei der langen Laufzeit der Studie nur ein relativ kurzer
Zeitraum, um eine Auswirkung nachzuweisen. Der Nachweis eines deutlichen
Unterschieds zwischen den beiden Teilnehmergruppen sei daher von
Bedeutung.

1.142 Teilnehmer involviert

An der von der EU finanzierten Studie unter der Leitung der Universita di Bologna http://unibo.it nahmen 1.142 Teilnehmer aus Italien, Großbritannien, den Niederlanden,
Polen und Frankreich teil. Blutproben wurden zu Beginn und am Ende der
Studie entnommen. Die Knochendichte wurde bei mehr als 600 Teilnehmern
beider Gruppen an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals
gemessen. Von diesen Teilnehmern litten zu Beginn etwas weniger als zehn
Prozent an Osteoporose.

Amy Jennings zufolge ist es bei einer Studie mit einer
längeren Laufzeit denkbar, dass auch Veränderungen bei Teilnehmern mit
einer normalen Knochendichte festzustellen sind. Es habe sich jedoch als
nicht einfach erwiesen, die Teilnehmer dazu zu motivieren, ihre
Ernährung ein Jahr lang umzustellen. Die Forscher planen derzeit eine
längere Studie mit Osteoporose-Patienten, um diese Ergebnisse zu
bestätigen und herauszufinden, ob sich die Wirkung der Mittelmeer-Diät
auch in anderen Bereichen des Körpers nachweisen lässt. Die Ergebnisse
wurden im "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht.

Auftrieb für Alzheimer-Studie

Auftrieb für Alzheimer-Studie mit Antiepileptikum

National Institute of Aging unterstützt Wissenschaftler mit 7,5 Mio. Dollar

Tabletten: Antiepileptikum hilft bei Alzheimer (Foto: pixelio.de, Andrea Damm)
Tabletten: Antiepileptikum hilft bei Alzheimer (Foto: pixelio.de, Andrea Damm)

Baltimore (pte003/23.09.2015/06:10) –

Forscher der Johns Hopkins University http://jhu.edu in Baltimore bekommen für weitere klinische Alzheimer-Studien 7,5 Mio. Dollar vom National Institute of Aging http://www.nia.nih.gov zur Verfügung gestellt. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass
das Antiepileptikum Levetiracetam auch gegen Alzheimer hilft (pressetext
berichtete: http://pte.com/news/20150313003 ). Wie die "Baltimore Sun" berichtet, werden mit dem Betrag weitere klinische Studien mitfinanziert.

Mehr Speicherleistung im Hirn

Levetiracetam wirkt schon in niedrigen Dosen beruhigend
gegen Hyperaktivität im Gehirn und verbessert nach Angaben der Forscher
die Gedächtnisleistung, was insbesondere Alzheimer-Patienten zugute
kommen kann und die Krankheit verzögern oder ihren Ausbruch unterbinden
kann.

"Für Tausende Patienten könnte dies bedeuten, dass sie
nicht vollständig an Alzheimer-Demenz erkranken werden", erklärt Jerry
McLaughlin, CEO von AgeneBio, gegenüber der Baltimore Sun. Dass das
Epilepsie-Mittel auch gegen Alzheimer wirkt, hat die Wissenschaftler
nicht überrascht, sondern bestätigte ihre bisherigen theoretischen
Annahmen.

Große wissenschaftliche Studie

Im nächsten Schritt soll eine umfassende klinische
Studie durchgeführt werden, auf deren Grundlage eine wirksame Therapie
entwickelt werden kann. Erforscht werden soll, ob eine Behandlung von
Alzheimerkranken mit dem Antiepileptikum längerfristig den kognitiven
Verfall hinauszögern kann.

Anstieg von Antibiotika-Resistenzen

Weltweiten Anstieg von Antibiotika-Resistenzen wirksam bekämpfen
Bundeskabinett beschließt Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020)
Das Bundeskabinett hat heute die neue Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) beschlossen. Damit werden die 2008 begonnenen Anstrengungen zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen fortgesetzt und verstärkt.
Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: " Die weltweite Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen muss gestoppt werden. Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, drohen die Behandlungsmöglichkeiten in ein Vor-Penicillin-Zeitalter zurückzufallen, mit dramatischen Konsequenzen. Krankheiten, die heute gut heilbar sind, wie etwa eine Blasenentzündung oder auch eine entzündete Operationswunde, können dann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Wir haben bereits wichtige Fortschritte erzielt, jetzt geht es darum die Anstrengungen national, aber auch international nochmals deutlich zu verstärken. Nötig sind klare Regeln für den Einsatz von Antibiotika in der Medizin und in der Tierhaltung, aber auch die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapiemethoden und Tests zur Schnelldiagnostik muss vorangerieben werden. Kein Staat kann den weltweiten Anstieg von Antibiotika-Resistenzen alleine aufhalten, deshalb müssen wir auch international an einem Strang ziehen. Bei der WHO-Versammlung nächste Woche werden wir dafür einen gemeinsamen Fahrplan verabschieden. Und auch beim G7-Treffen im Juni haben wir das Thema auf die Agenda gesetzt.
Pressemitteilung
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Mit der neuen Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie treiben wir die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen auf allen Ebenen voran."
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont die entscheidende Bedeutung der Eindämmung von Antibiotikaresistenzen für die Gesundheit von Mensch und Tier: „Im Veterinärbereich haben wir schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und wichtige Vorschriften erlassen. Aber hier dürfen wir nicht stehen bleiben. Unser Ziel muss es sein, den Einsatz von antibiotisch wirksamen Mitteln weiter zu begrenzen. Auf diesem Weg ist die Novelle des Arzneimittelgesetzes und das damit neu etablierte Minimierungssystem ein Meilenstein. Damit haben wir die Voraussetzungen für die konsequente Erfassung und, auf dieser Grundlage, kontinuierliche Senkung des Arzneimitteleinsatzes geschaffen. Auch die Maßnahmen der Tierwohl-Initiative ‚Eine Frage der Haltung‘ wirken im doppelten Sinne positiv: Zum Wohl der Tiere ohne Antibiotika und zum Wohl der Menschen, da weniger Antibiotika eingesetzt und so weniger Resistenzen gebildet werden.“
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka: „Die Forschung bietet wichtige Ansätze, um Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen: Es gilt zu verstehen, wie sich Resistenzen bilden und unter den Bakterien ausbreiten können. Nur so können wir wirksame Strategien entwickeln, die der steigenden Resistenzbildung entgegenwirken. Gleichzeitig müssen neue, wirksame Antibiotika entwickelt werden, gegen die vor allem die multiresistenten Bakterien wehrlos sind. Antibiotika-Forschung fördert das Bundesforschungsministerium nachhaltig an Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. “
Antibiotika-Resistenzen sind ein ernst zu nehmendes Problem. Sie führen dazu, dass bakterielle Infektionen schwerer oder auch gar nicht mehr behandelbar sind, weil Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Dies hat längere und deutlich schwerere Krankheitsverläufe und möglicherweise auch vorzeitige Todesfälle zur Folge. Deshalb ist die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen von großer Bedeutung. Die DART 2020 ist darauf ausgerichtet, die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu verhindern. Sie sieht verschiedene Maßnahmen vor, die parallel in der Human- und Veterinärmedizin ansetzen. Außerdem soll die Strategie dazu beitragen, die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapiemethoden und schnellerer Testverfahren zu verstärken. Tiere und Menschen werden oft von demselben Krankheitserreger infiziert und mit denselben Antibiotika behandelt. Nur mit einem sektorübergreifenden Ansatz kann deshalb die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen erfolgreich eingedämmt werden. Kennzeichnend für die DART 2020 ist daher die konsequente Umsetzung des One-Health-Ansatzes. Die DART ist eine gemeinsame
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Strategie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Die Ziele der DART 2020 im Einzelnen:
1) One-Health-Ansatz national und international stärken
Die zuständigen Bundesministerien kooperieren in einer interministeriellen Arbeitsgruppe zur Reduzierung von Antibiotika-Resistenzen im human- und veterinärmedizinischen Bereich und werden die Forschungsvereinbarung zu Zoonosen erneuern. Die Bundesministerien werden die fachlich relevanten internationalen Organisationen unterstützen, um Antibiotikaresistenzen weltweit zu bekämpfen.
2) Resistenzentwicklungen frühzeitig erkennen
Überwachungssysteme werden ausgebaut, um neue Erreger und Resistenzen frühzeitig zu erkennen und repräsentative Daten für ganz Deutschland zu erhalten, die auch der Forschung zur Verfügung stehen. Dies erlaubt, zeitnah Therapie- und Hygiene-Empfehlungen sowie gezielte Präventionsstrategien zu entwickeln.
3) Therapie-Optionen erhalten und verbessern
Das Antibiotika-Verbrauchs-Monitoring wird erweitert. Diese Daten bilden auf nationaler Ebene die Grundlage für Interventionsmaßnahmen. Zudem werden Konzepte zur Erstellung und Anwendung von Leitlinien erarbeitet.
4) Infektionsketten frühzeitig unterbrechen und Infektionen vermeiden
Sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin wird die Diagnostik verbessert und die Umsetzung von Hygienemaßnahmen gefördert. Die Methoden der Tierhaltung müssen in diesem Sinne optimiert werden.
5) Bewusstsein fördern und Kompetenzen stärken
Wissen und Handlungskompetenzen müssen sowohl in der Bevölkerung als auch bei Ärztinnen und Ärzten, Tierärztinnen und Tierärzten sowie Angehörigen anderer Gesundheitsberufe durch zielgruppenspezifische Informationen vermittelt werden. Sie können entscheidend dazu beitragen, die Verbreitung resistenter Krankheitserreger einzudämmen.
6) Forschung und Entwicklung unterstützen
Alle entsprechenden Forschungsbereiche in der Human- und Veterinärmedizin werden gestärkt und interdisziplinäre Forschungsvorhaben vorangebracht, von der Grundlagenforschung zur
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Resistenzentstehung und –verbreitung bis hin zur Entwicklung neuer Diagnostika und Arzneimittel.

Nützlinge statt Gift

Marienkäfer helfen gegen Blattläuse im Garten

Wenn Gemüsepflanzen von Blattläusen befallen sind, müssen Gartenbesitzer nicht zu chemischen Mitteln greifen. Der Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern ist effektiv und umweltfreundlich, informiert die Deutsche Wildtier Stiftung. Eine einzige Marienkäfer-Larve vertilgt täglich bis zu 150 Blattläuse. Auch die erwachsenen Käfer gehen auf Beutejagd und fressen bis zu 50 Blattläuse am Tag.

Die Insekten kann man problemlos im Internet bestellen. Sie werden im Larvenstadium verschickt, da sie dann besonders gefräßig sind. Auch andere nützliche Helfer sind online erhältlich: So werden Florfliegen, Gallmücken und Raubmilben gegen unerwünschte Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse eingesetzt.

Optimale Bedingungen für die Marienkäferlarven sind Temperaturen von rund 18° Celsius und eine relative Luftfeuchte von bis zu 60 Prozent. Öffnen Sie den Behälter erst am Einsatzort und berühren Sie die Nützlinge nicht. Die Larven werden freigelassen und suchen dann aktiv nach ihrer Beute. Da sie blind sind, finden sie die Blattläuse vor allem über den Tastsinn. Über einen Zeitraum von zwei Wochen werden drei Häutungen durchlaufen, bis sich die Larve verpuppt und nach rund einer Woche der erwachsene Marienkäfer schlüpft. Zunächst sind seine Hinterflügel noch gelb gefärbt und ohne Punkte. An einem geschützten Ort können sie aushärten und die typische Färbung ausbilden. Zur Überwinterung brauchen die erwachsenen Käfer Verstecke wie Nischen in Fassaden und unter Holzrinde. Dann können die Nützlinge auch im nächsten Jahr die Schädlinge in Schach halten. Sie legen ihre Eipakete, aus denen die Larven schlüpfen, in der Nähe der Blattläuse ab.

Im Garten können Blattläuse sich in kurzer Zeit stark vermehren und eine echte Plage sein. Sie saugen Pflanzensäfte und übertragen auch Pflanzenkrankheiten, sodass Pflanzenteile vertrocknen und junge Triebe absterben. Die tierische Schädlingsbekämpfung hat viele Vorteile. Das Gemüse aus dem eigenen Garten bleibt frei von Pflanzenschutzmittel-Rückständen. Zudem ist der Einsatz von Marienkäfer & Co. selektiv, verschont andere Nützlinge wie Wildbienen oder Falter und entlastet Boden und Grundwasser. (aid)

Interaktive OLED-Wandtapete zeigt TV-Zukunft

Interaktive OLED-Wandtapete zeigt TV-Zukunft
"Surfaces" kombiniert sechs Panels zu riesigem Multifunktionsscreen
 
Prototyp: So könnte der Fernseher der Zukunft aussehen (Foto: NDS)

Staines (pte023/24.05.2012/11:00) – Die Zukunft des Fernsehmarktes gehört den OLED-Displays, wie das britische Unternehmen News Digital Systems (NDS) http://www.nds.com mit seiner aktuellsten Entwicklung zeigt. Der Technologiekonzern, der sich auf verschiedene digitale TV-Lösungen spezialisiert hat, hat einen Prototyp einer "interaktiven Wandtapete" namens "Surfaces" entworfen, der sich als richtungsweisend für künftige TV-Geräte erweisen könnte. Dieser besticht durch ein riesiges multifunktional nutzbares Bild, das gleich auf insgesamt sechs nebeneinander gereihte OLED-Bildschirme projiziert wird.

"Es ist schon unglaublich, wie Science-Fiction-Fantasien genau vorhersagen konnten, in welche Richtung sich unsere Fernsehtechnologie entwickeln wird", zitiert der New Scientist Simon Parnall, Vizepräsident im Bereich Technologie bei NDS. Vor allem der im Rahmen von OLED-Displays verwendete Ansatz sei in vielerlei Hinsicht zukunftsweisend. Die Flat-Panel-Technologie, die bei "Surfaces" verwendet wird, erlaubt es beispielsweise, mehrere Bildschirme direkt anliegend aneinander zu positionieren. "Der Fernseher lässt sich somit in einzelne Kacheln einteilen, die in jeder beliebigen und nicht nur in rechteckiger Form angeordnet werden können", so Parnall.

3,6 mal 1,4 Meter Bildschirm

Auch wenn der von NDS entwickelte "Fernseher der Zukunft" lediglich ein Prototyp ist – alleine die Vorstellung, ein derartiges Gerät im eigenen Wohnzimmer stehen zu haben, dürfte wohl das Herz jedes Freundes des gepflegten Home Entertainments höher schlagen lassen: Insgesamt wurden sechs OLED-Panels nebeneinander zu einem 3,6 mal 1,4 Meter großen Bildschirm zusammengeschlossen. Dieser lässt sich wiederum entsprechend der User-Wünsche in unterschiedliche Bereiche einteilen, die dann gleichzeitig für verschiedene Anwendungen wie HD-TV, Internetbrowser, Social-Media-Apps oder Videotelefoniedienste genutzt werden können.

"Wenn das Gerät nicht eingeschaltet ist, gibt es einfach das Bild oder Muster von der dahinter liegenden Wand wieder", beschreibt Parnall einen weiteren besonderen Clou der NDS-Entwicklung. Auf diese Weise wirkt der eigentlich aufgrund seiner Größe kaum übersehbare Fernseher in den Wohnzimmern der Konsumenten beinahe unsichtbar. Beim Einschalten erscheint die "interaktive Wandtapete" dabei quasi aus dem Nichts und ist dann sofort einsatzbereit.

OLED-Preisentwicklung entscheidend

Der von NDS entwickelte "Fernseher der Zukunft" ist derzeit nicht mehr als eine bloße Machbarkeitsstudie und wird wohl in dieser Form nie im regulären Handel zu finden sein. Entscheidender Faktor für diese und ähnliche innovative Konzepte ist und bleibt die Preisentwicklung von OLED-Dislpays. Diese soll dem britischen Unternehmen zufolge erst mit der nächsten TV-Technologie-Generation im Laufe der nächsten fünf bis zehn Jahre deutlich erschwinglicher werden.

Zwiebel in der Küche: Auf die Sorte kommt es an

Zwiebel in der Küche
Auf die Sorte kommt es an
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(aid)
– Ob braun, rot oder weiß – Zwiebeln sind sehr vielseitig und aus der
Küche nicht wegzudenken. Besonders häufig ist die braune
Haushaltszwiebel. Sie hat ein pikant-scharfes Aroma, schmeckt nach dem
Anschwitzen aber etwas milder. Das Multitalent eignet sich für Soßen zu
Fleisch und Fisch, aber auch für Salate und Omelette. Die große
Gemüsezwiebel kann gefüllt werden – vegetarisch mit Lauch und Käse oder
mit Hackfleisch. Auch für Zwiebelsuppe und Flammkuchen ist sie aufgrund
der Größe die Sorte der Wahl.

Die rote Zwiebel hat einen
leicht süßlichen Geschmack und ist im Salat sehr dekorativ.
Feinschmecker nehmen sie aber auch für Suppen, Marinaden und als Gewürz
für Joghurt und Quark. Die edle Schalotte ist zart-würzig und wird für
die kalte Küche und als Basis für feine Marinaden und Fischgerichte
verwendet. Die Frühlingszwiebel, auch Lauchzwiebel genannt, hat ein
helles Wurzelende und lange grüne Stiele, die wie Schnittlauch zum
Würzen eingesetzt werden. Ihr feines Laucharoma gibt Salaten und Gemüse
aus dem Wok eine besondere Note.

Die vor allem in Südeuropa
geschätzte weiße Zwiebel mit dem süßlich-milden Aroma finden
Feinschmecker nur selten im Sortiment. Sie wird gerne für helle Soßen
verwendet, lässt sich aber auch wunderbar grillen und schmoren.

Achten
Sie beim Einkauf auf Qualität. Frische Ware ist fest, trocken und
glänzend – ohne grüne Triebe oder dunkle Stellen. Die Schale lässt sich
gut ablösen. Frische Frühlingszwiebeln haben ein kräftiges sattes Grün.
Lagern Sie die Zwiebeln an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort,
luftig und nicht in Beuteln oder Tüten. Sonst beginnen sie zu keimen.
Braune Zwiebeln halten sich auf diese Weise bis zu einem halben Jahr,
weiße Zwiebeln mehrere Wochen. Rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln
werden am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt und sollten
innerhalb einer Woche verbraucht werden.
Heike Kreutz,