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KNOW HOW?! – die zweite Techniknacht Ruhr macht sich startklar

Auf die Plätze, fertig, Technik!

 

KNOW HOW?! – die zweite Techniknacht Ruhr macht sich startklar

 

Am 11.
Oktober heißt es wieder: Technik pur. Dann präsentieren sich in einer
einzigen Nacht 33 aufregende Technologie-Unternehmen, Institutionen der
öffentlichen Hand und Bildungs- und Forschungseinrichtungen in sechs
Metropolstädten des östlichen Ruhrgebiets: in Dortmund, Bochum, Herne,
Recklinghausen,
Gelsenkirchen und Essen. Und diese haben einiges zu bieten. Ob
Technologieriesen oder Hidden Champions: Sie alle erlauben von 18.00 bis
1.00 Uhr einen seltenen Blick hinter die Kulissen ihrer Forschungs- und
Entwicklungsarbeit, Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe.Und zeigen in einem interessanten Mix aus Führungen, Experimenten,
Präsentationen und interaktiven Angeboten Technologie von seiner spannendsten Seite.

Ein Experiment,
das Schule macht. Bereits im vergangenen Jahr ließen sich mehr als 2.000
Besucher mit 250 Mitmach-Angeboten in die spannende Welt der Technik
entführen. Auch 2013 ist es dem Verband der Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik (VDE) Rhein-Ruhr e.V. wieder gelungen, alles, was in
Sachen Technologie Rang und Namen
hat, für ihre Idee zu begeistern. Von Amprion bis zur Westfälischen
Hochschule, von RWE bis Thyssen Krupp, vom Fraunhofer Institut bis zur
Feuerwehr: sie alle sind dabei, um den Spot auf einen der bedeutendsten
Technologie- und Wissensstandorte Deutschlands zu richten. Ob bei der
Entwicklung erneuerbarer Energien, der Erforschung zukunftsweisender
Querschnittstechnologien oder als
Medienstandort – die Metropolregion Ruhr spielt in all diesen
Disziplinen ganz vorne mit. Und nimmt nicht nur im deutschen, sondern
auch im internationalen Vergleich eine Schlüsselposition ein. Welche
Innovationskraft hinter den sonst streng verschlossenen Werkstoren, in
den Forschungslaboren und Hörsälen der Metropolregion schlummert: davon
können sich Besucher während
der Techniknacht Ruhr ein eigenes Bild machen. Und auf den "Routen der
Faszination" auf Tuchfühlung mit der Zukunftsmusik und den Evergreens
der Technik gehen. Ein Erlebniskonzept, das Jung und Alt, Technikfreaks
und -skeptiker, Schulklassen und Familien gleichermaßen in seinen Bann
zieht.

Technik, die berührt

KNOW HOW?! – Wer
Bescheid weiß, ist klar im Vorteil. Das gilt vor allem in Fragen der
Technik. Denn kaum ein anderer Bereich bestimmt das Leben des modernen
Menschen so sehr wie sie. Ob in den eigenen vier Wänden, am Arbeitsplatz
oder in der Freizeit – Technologie ist auf Schritt und Tritt dabei.
Wer 
den
Durchblick haben will, sollte sich den Besuch ins Innere der
Schaltzentralen nicht entgehen lassen und Technik zum Anfassen erleben.

Einmal im
Trainingsbergwerk der RAG echte Untertageatmospähre einfangen oder die
Lebensretter der Feuerwehren Dortmund, Recklinghausen und Gelsenkirchen
bei ihrer gefährlichen Arbeit beobachten; Den RWE-Energiehändlern auf
dem Trading-Parkett in die Karten schauen oder über die nächtlich
erleuchtete Startbahn des
Dortmund Airport rollen; Die Reise eines Briefes bei der Deutschen Post
nachverfolgen, beim WDR-Team Dortmund hinter der Kamera stehen oder das
Transportsystem der Zukunft bei CargoCaps kennenlernen.Die Techniknacht Ruhr macht´s möglich.

Auch bei den
Strom- und Wärmeerzeugern gibt es einiges zu bestaunen. Wie kann man
Strom über längere Strecken transportieren, den Strom- und Gasverbrauch
einer ganzen Großstadt steuern, mit Kraft-Wärme-Kopplung die Umwelt
schonen oder die eigene Energieeffizienz steigern? Die Experten von
Amprion, DEW21, E.ON, die
KOSTAL-Gruppe, STEAG und der Stadtwerke Bochum geben Auskunft.

Laborluft
schnuppern? Bei den Wissenschaftspartnern der Techniknacht kein Problem.
Experimentalprogramme zum Mitmachen und interessante Einblicke in
Hightech-Labore erwarten den Besucher an der Westfälischen Hochschule,
der HochschuleBochum, der Ruhruniversität Bochum oder der
TU
Dortmund. Auch das Fraunhofer Institut, das Technologiezentrum Ruhr und
das Haus der Technik stellen ihre neuesten Entwicklungen vor undlassen das Publikum auch selber durch die Mikroskope schauen.

Heiß her geht es nicht nur im traditionsreichen Stahlwerkvon
ThyssenKrupp. Auch bei den Chemieproduzenten BP & Sabic, bei p.a.c
Gasservice und Arsol Aromatics kann man Wissenswertes über
Aggregatzustände erfahren.

Wie funktioniert
ein Telefon? Was passiert hinter den Kulissen eines der größten Anbieter
von Consumer Elektronik? Wo sind überall industrielle
Prozessmesstechniken im Einsatz? Und wie wird ein Prototyp für die
Automobilindustrie hergestellt? Die teilnehmenden Stationen Telekom,
Medion, KROHNE und Gaedigk geben die
Auflösung.

Spannung ist also vorprogrammiert, wenn am 11. Oktober ab 18.00 Uhr wieder die Nacht der Nächte anbricht.

Heidi Klum ist Malware-Magnet

Heidi Klum ist Malware-Magnet
Blondes Gift ist gefährlichster Promi im Web
 
Heidi Klum: Gefährlichster Star im Web (Foto: flickr, Doctor Hyde)

Beverly Hills (pte013/16.09.2011/12:15) – Heidi Klum führt das aktuelle Ranking des gefährlichsten Prominenten im Web an. Eine Google-Suche nach der "Germany´s Next Topmodel"-Moderatorin bringt in einem von zehn Fällen eine Seite mit einem Virus, Spyware, Phishing, Spam oder anderer Malware, sagt die Untersuchung des Virenexperten McAfee http://mcafee.com. Damit löst sie Cameron Diaz ab, die in dem unangenehmen Rating in diesem Jahr auf Platz zwei abrutschte. Gefährlichster Mann im Web wurde der CNN-Talker und Boulevard-Journalist Piers Morgan.

Sicherheitsexperte: Kein Gag

"Das ist kein Gag. Jeder Malware-Schreiber muss User anlocken. Deshalb suchen sich solche Leute ein vielversprechendes Kollektiv", so Franz Lehner von Ikarus Security Software http://ikarus.at im Gespräch mit pressetext. Cyberkriminelle benutzen deshalb oft das Google-Ranking und würden so auf die Prominenten stoßen. Auch bei Social Media gibt es wegen deren steigender Popularität Trends, Links zu Malware-Seiten zu verbreiten, weil die Menschen dort noch argloser agieren. "Zwar grenzt die Studie an Marketing. Doch eines wissen Malware-Autoren: Die Masse hat Recht."

Der Antivirus-Hersteller McAfee hat das alljährliche Ranking zum fünften Mal erstellt. Der Grund ist, dass viele Cyberkriminelle die Namen von Promis nutzen, um Traffic auf ihre mit Malware überladenen Seiten zu lenken. Dort wird oft die Privatsphäre der arglosen User ausspioniert. Eines der Ergebnisse ist auch, dass Sänger und Sportler als weniger gefährlich gelten als Hollywoodstars, andere bekannte Schauspieler und Models.

Cooler Onkel nicht gefährlich

Interessanterweise besteht auch kein Zusammenhang mit dem aktuellsten Klatsch und Tratsch, der über Prominente geschrieben wird: So hat der unfeine Abgang von Charlie Sheen bei der Serie "Mein cooler Onkel Charlie" im vergangenen Frühling zwar jede Menge Gerüchte produziert und Schlagzeilen gemacht, doch von McAfee wird er nur auf Rang 59 gelistet – als "ungefährlicher Promi". Das gleiche gilt für die Drogenexzesse von Lindsay Lohan, die ihr in diesem Jahr schon eine Gefängnisstrafe eingebracht haben, im Ranking der gefährlichsten Promis jedoch nur Rang 18.

"Das Suchen nach Promis ist 2011 ein bisschen sicherer geworden als im Jahr zuvor", so Paula Greve, Leiterin der Websicherheits-Forschungsabteilung bei McAfee. "Trotzdem ist so ein Vorhaben noch immer ziemlich riskant." User sollen sich laut Greve vor verkürzten URLs in Acht nehmen, die sich über Social Networks und E-Mails und diverse Kurznachrichten-Services besonders leicht verbreiten lassen.

Süßholz / Glycyrrhiza – Arzneipflanze des Jahres 2012

Das Süßholz ist eine der ältesten bekannten Arzneipflanzen. Seine Wurzel wird schon seit der Antike als Mittel gegen Husten, Heiserkeit und Asthma, aber auch zur Behandlung von Gastritis und Magengeschwüren eingesetzt. Für die heilende Wirkung der Süßholzwurzel sind zwei Inhaltsstoffe besonders wichtig: Glycyrrhizin und Licochalcone A. Ihre entzündungshemmenden, antioxidativen und hautberuhigenden Eigenschaften machen die beiden Substanzen auch zu geeigneten Kandidaten für den Einsatz in Hautschutz- und Hautpflegeprodukten.

Wer „Süßholz raspelt“, der möchte sich bei jemandem einschmeicheln – am besten mit ganz sanfter Stimme. Die bekannte Redensart spielt direkt auf die medizinische Wirkung der Süßholzwurzel an. Denn ein Tee aus zerkleinerter, abgekochter Süßholzwurzel hilft schnell bei rauer, belegter Stimme und Husten. Dass sich das Süßholz als Arzneipflanze eignet, war schon vor über 3.000 Jahren in China, Indien und Ägypten bekannt. Es wird bis heute in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet und dort zu den 50 Basiskräutern gezählt. Seit der Antike wurde Süßholz dann auch in Europa als Mittel zur Behandlung von Husten, Rachenkatarrh, Asthma und Brustbeschwerden geschätzt und außerdem zur Behandlung von Gastritis und Magengeschwüren eingesetzt.

Medizinisch ist die langjährige Anwendung der Süßholzwurzel durchaus begründet. Aus der Pflanze konnten bislang rund 400 Inhaltsstoffe isoliert und beschrieben werden. Zu den wichtigsten gehören Saponine wie das Glycyrrhizin sowie Flavonoide wie das Licochalcone A. Diese Inhaltsstoffe der Arzneipflanze erklären ihre entzündungshemmende, schleimhautschützende, hustenstillende und schleimlösende Wirkung. Für Süßholzextrakte ist auch eine antibakterielle und antimykotische Wirkung belegt.

Süßholz (Glycyrrhiza glabra), ein Schmetterlingsblütler, ist im Mittelmeerraum und in Vorder- und Mittelasien heimisch. Zwei verwandte Arten, Glycyrrhiza inflata und Glycyrrhiza uralensis, kommen auch in Ostasien vor. Die mehrjährigen, krautigen Staudenpflanzen erreichen eine Wuchshöhe von etwa 1,5 bis 2 m, ihr weit verzweigtes Wurzelwerk wird zur Arznei- und Genussmittelherstellung verwendet. Eine bekannte und beliebte Leckerei aus Süßholzwurzel-Extrakt ist Lakritz. Glycyrrhiza glabra wird weltweit, insbesondere aber in Osteuropa, Spanien, Italien und Südfrankreich angebaut. Glycyrrhiza glabra wurde vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ der Universität Würzburg zusammen mit dem World Wide Fund For Nature (WWF) zur Arzneipflanze des Jahres 2012 gewählt. Mit der Nominierung soll die Bedeutung von Arzneipflanzen für den Menschen bekannt gemacht und auf die Gefahren einer Übernutzung hingewiesen werden.

Quelle: Eucerin

 

Ohne Verbrauchssenkung kein Atomstrom-Abschied

Alternative Szenarien nach Emissionen und Finanzierbarkeit verglichen

Der Endkunde bestimmt, welche Energiestrategie Zukunft hat (Foto: pixelio.de/Liebisch) 
 
Berlin (pte/19.06.2009/13:40) – Die Klimaziele der deutschen Bundesregierung für 2020, den Kohlendioxid(CO2)-Ausstoß gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken, sind mit den derzeit verfolgten Strategien nicht zu erreichen. Zu diesem Schluss kommt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) http://www.vde.com/ in einer soeben in Berlin präsentierten Studie. Das Regierungsszenario gehe von sinkendem Stromverbrauch aus, was geringere Stromproduktion erfordern und die CO2-Bilanz aufbessern würde. "Die Entwicklung der letzten beiden Jahren hat jedoch gezeigt, dass Verbrauch um bis zu 0,6 Prozent pro Jahr steigen oder zumindest konstant bleiben wird", so der VDE-Energieexperte Wolfgang Schröppel im pressetext-Interview.

Die VDE-Berechnung kommt auf mehrere alternative Strategien für das Jahr 2020, durch die der Staat sowohl Geldmittel als auch Emissionen einsparen könnte. Der "umweltoptimale Mix" sieht jeweils ein Viertel der Stromerzeugung aus Kernkraft und erneuerbaren Energien vor, die Hälfte weiterhin aus den fossilen Energieträgern Kohle, Gas und Öl. Diese Strategie würde die CO2-Emissionen gegenüber dem Regierungsszenario um ein Drittel senken und 163 Mrd. Euro kosten, 30 Mrd. weniger als veranschlagt. Ein "kostenoptimaler Mix" komme ohne nennenswerte Emissionsreduktion mit Investitionen von 120 Mrd. Euro aus. Er setzt auf 62 Prozent Fossilbrennstoffe, 18 Prozent aus erneuerbaren Energien und 15 Prozent Kernkraft. Beide Varianten nehmen allerdings den gleichen Anstieg des Stromverbrauchs wie bisher als Vorbedingung.

Als deutlichsten Gegensatz zum Regierungsvorhaben, Deutschland atomstromfrei zu machen, setzen beide vom VDE bevorzugten Varianten auf die Verlängerung der Laufzeit bestehender Atomkraftwerke. Der in der Studie ebenfalls untersuchte Abschied vom Atomstrom gewinnt immerhin den Vergleich als emissionsärmste Variante. Dennoch sei sie bei steigendem Stromverbrauch nicht realistisch, betont Schröppel. "Um die gesamte Flotte nicht nur der alten fossilen Kraftwerke, sondern auch der Kernkraftwerke zu ersetzen, müsste eine Leistung von 50 Gigawatt durch erneuerbare Energien aufgebracht werden. Das ist bis 2020 absolut nicht realisierbar, zumal wären die Kosten dafür dreimal höher."

Als "wichtigsten Stellhebel für die Nachhaltigkeit der Stromversorgung" sieht Schröppel alle Maßnahmen, die den steigenden Verbrauch senken. Der Staat habe seine Möglichkeiten dazu bisher grob vernachlässigt und nur Signale gesetzt, die nicht zur Verhaltensänderung des Endkonsumenten beitragen. "Die Abwrackprämie für Autos nützt statt der Umwelt nur der Autolobby, denn dadurch wurden bloß die aktuellen Modelle begünstigt, nicht jedoch emissionslose Fahrzeuge. Mit den gleichen fünf Mrd. Euro hätte man eine Abwrackprämie für energiefressende Geräte und Systeme schaffen können, die wesentlich mehr Signalwirkung gehabt hätte", kritisiert der Energieexperte. Der Strompreis sei noch zu billig, um ein Umdenken und eine Verhaltensänderung bei Endkunden zu bewirken. "Kaum jemand weiß überhaupt, wie viel er für Strom bezahlt. Eine monatliche Zusendung der Stromrechnung würde das Bewusstsein steigern." (Ende)

Digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten

Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten

 
Mit speziellen Kameras
können reale Objekte inzwischen digital erfasst werden. Sie stoßen
jedoch noch an Grenzen, wenn beispielsweise die Oberfläche eines
Objektes für den Scanner zu dunkel ist und daher kein Signal liefert
oder sich Teile gegenseitig verdecken. Informatiker des
Max-Planck-Instituts für Informatik haben gemeinsam mit Kollegen vom
US-amerikanischen Halbleiterhersteller Intel und dem Intel Visual
Computing Institute der Universität des Saarlandes eine Methode
entwickelt, die selbst aus unvollständigen Aufnahmen ein digitales
Objekt rekonstruieren kann. Die Forscher nutzen dafür einen speziellen
Typ eines neuronalen Netzwerkes.

 
„Obwohl die
3D-Scan-Technologie in den vergangenen Jahren einen erheblichen Sprung
gemacht hat, ist es immer noch eine Herausforderung, die Geometrie und
Form eines realen Objektes digital und automatisiert zu erfassen“,
erklärt Mario Fritz, der am Max-Planck-Institut für Informatik die
Gruppe „Scalable Learning and Perception“ leitet. Laut Fritz sind
Tiefensensoren, etwa der Microsoft Kinect Sensor, sehr leistungsfähig,
aber sie funktionieren nicht auf allen Materialien gleich gut, was zu
verrauschten Daten oder sogar fehlenden Messwerten führt. „Die daraus
resultierenden fehlerhaften oder sogar unvollständigen 3D-Geometrien
stellen ein echtes Problem für eine Reihe von Anwendungen dar, etwa in
der virtuellen, erweiterten Realität oder bei der Zusammenarbeit mit
Robotern und im 3-D-Druck“, erklärt Mario Fritz.
 
Gemeinsam mit
weiteren Forschern vom US-amerikanischen Halbleiterhersteller Intel und
dem Intel Visual Computing Institute der Saar-Uni entwickelte er daher
eine Methode, die auch mit unvollständigen Datensätzen funktioniert. Sie
nutzt ein spezielles neuronales Netzwerk. „Unsere Methode benötigt
keinerlei Aufsicht während der Lernphase, was in dieser Form ein Novum
ist“, erklärt Fritz. Auf diese Weise konnten die Forscher beispielsweise
einen flachen Monitor, dessen digitales Abbild nach dem 3-D-Scan eher
einer Bretterwand glich, so rekonstruieren, dass jedermann wieder in dem
digitalen Objekt einen Monitor erkennen konnte. Damit schlagen die
Saarbrücker Informatiker auch bisherige Methoden, die fehlerhafte
3D-Scans verbessern und Formen vervollständigen. Auch bei der
Klassifizierung von gescannten Objekten zeigt die Methode aus
Saarbrücken sehr gute Ergebnisse. In Zukunft wollen die Wissenschaftler
ihre Methode weiterentwickeln, so dass es auch bei verformbaren Objekten
und größeren Szenen funktioniert.  
 
„Zukünftig muss es
einfach und schnell gelingen, Objekte aus der echten Welt zu erfassen
und diese realitätsnah in die digitale Welt zu projizieren“, erklärt
Philipp Slusallek, Professor für Computergraphik der Universität des
Saarlandes und wissenschaftlicher Direktor am Deutschen
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Am DFKI ist er auch
für das europäische Verbundprojekt „Distributed 3D Object Design“, kurz
DISTRO, verantwortlich, mit dem die Europäische Union die
Forschungsdisziplinen Visual Computing und 3D-Computergrafik an die
wissenschaftliche Weltspitze bringen will. Dazu soll eine neue
Generation von exzellenten Wissenschaftlern und Technikern ausgebildet
werden. Fünf der 15 ausgeschriebenen Doktorandenstellen wurden mit
Forschern des Saarland Informatics Campus an der Universität des
Saarlandes besetzt.

Weitere Informationen:
https://scalable.mpi-inf.mpg.de/vconv-dae-deep-volumetric-shape-learning-without-object-labels/

Kunststoffähnliches Material aus Pilzen und Hanf

Neues Bio-Material macht Kunststoff Konkurrenz

Forscher verbinden Pilz-Myzel und Hanffasern erfolgreich miteinander

Austernpilz: Myzel eingesetzt (Foto: pixelio.de/Manfred Schütze)
Austernpilz: Myzel eingesetzt (Foto: pixelio.de/Manfred Schütze)

Lausanne (pte003/10.07.2018/06:10) –

Forscher der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) http://epfl.ch haben aus dem Myzel eines Pilzes sowie Hanffasern ein biologisch
abbaubares Material hergestellt. Dieses könnte künftig als
Kunststoffersatz dienen. Bei den Myzelien handelt es sich um
fadenförmige Zellen eines Pilzes, die sich im Boden befinden und mit
bloßem Auge meist nicht zu erkennen sind. Myzel-basierte Materialien
sind preiswert, leicht sowie einfach in ihrer Herstellung.

Hanffasern aus der Jura-Region

Für ihre Version haben die Wissenschaftler die Myzel
von Austernpilzen und Hanffasern aus der Jura-Region genutzt. "Wir haben
die Schlüsseleigenschaften unseres Materials in mehreren Labors
getestet. Darunter Wärmedämmung, akustische Absorption,
Druckbelastbarkeit sowie Wasser- und Feuerwiderstandsfähigkeit", sagt
Gaël Packer von der EPFL. Den Ergebnissen zufolge ist die Wärmedämmung
mit anderen Isoliermaterialien zu vergleichen. Das neue Material hält
zudem dem Gewicht eines menschlichen Körpers stand und ist wasserdicht
und feuerresistent. Die Resultate bezüglich der akustischen Absorption
sind noch ausständig.

"Obwohl noch weitere Versuche notwendig sind,
überzeugen die bisherigen Ergebnisse. So hat sich gezeigt, dass das neue
Material Eigenschaften aufweist, die ähnlich des expandierten
Polystyrols (EPS) – auch als Styropor bekannt – sind", erklärt Packer.
Fest steht, dass existierende Materialien sowohl in ihrer Herstellung
als auch in ihrer Entsorgung zur Umweltbelastung durch
Treibhausgasemissionen beitragen. "Diese Idee kam uns, als wir zusammen
mit Architekturstudenten eine innovative Alternative zu existierenden
Baumaterialien entwickeln sollten, welche die Umwelt verschmutzen", sagt
Packer.

Hightech-Katalysator verbrennt Erdgas effizienter

Hightech-Katalysator verbrennt Erdgas effizienter
Hoher Wirkungsgrad durch Molekularstruktur sowie Ceroxid-Schicht
 
Fahne: Erdgas lässt sich effektiver einsetzen (Foto: pixelio.de, Georg Meister)

Triest (pte017/21.08.2012/11:10) – Wissenschaftler an dem zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Chimica dei Composti Organo Metallici http://www.iccom.cnr.it haben einen hocheffizienten Katalysator entwickelt, mit dem eine vollständige Verbrennung von Erdgas möglich ist. "Wir haben uns einer molekularen Struktur bedient, die der Bauweise der berühmten Lego-Steine ähnelt", so Projektleiter Paolo Fornasiero gegenüber pressetext.

Wirtschaftlicher Vorteil

"Statt wie herkömmlich das Metall auf die Oxidschicht aufzutragen, haben wir als erstes die Metallpartikel zusammengefügt und sie dann mit einer porösen Schicht aus Ceroxid umgeben", erklärt der Fachmann. Durch dieses Verfahren entstehen kugelartige Gebilde mit einem Metallkern. Aus dem deutlich geringeren Bedarf an Cerium und Palladium ergebe sich auch ein wirtschaftlicher Vorteil.

Mithilfe des innovativen Katalysators ist bereits bei 400 Grad Celsius eine vollständige Verbrennung von Naturgas gewährleistet. Bei Unterstellung gleich hoher Metallanteile fällt die Effizienz um 30 Mal höher aus als bei Katalysatoren herkömmlicher Bauart. Die Vorteile: Weniger Energieverbrauch, weniger Abgasemissionen und somit auch die Gelegenheit, industrielle Fertigungsabläufe zu optimieren.

Breite Anwendungspalette

Als mögliche Einsatzgebiete gelten katalytische Öfen und Heizungen, aber auch Gasturbinen zur Stromerzeugung und Motoren für den Automobilbau. Die Forschungsarbeit ist in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universitäten von Pennsylvania http://www.upenn.edu und Cádiz http://uca.es durchgeführt worden. Einzelheiten können in der Fachzeitschrift "Science" nachgelesen werden.

Der Kopf kennt über 150 Schmerzen

Magnesiummangel ist eine häufige Ursache
Ismaning (pts/27.08.2007/10:00) – Wer kennt das nicht: Stechen, Pochen oder ein dumpfer Druck: Kopfschmerzen äußern sich auf vielfältige Weise – die Wissenschaft kennt weit über 150 Arten davon. Manche Menschen reagieren zum Beispiel sensibel auf Wetterumschwünge. Anhaltender Stress oder Verspannungen in Nacken und Schulter können ebenfalls Auslöser sein.

Ursachenforschung hilft:
Wenn es im Kopf hämmert oder an den Schläfen sticht, greift man gerne sofort zu einem Medikament. Das ist jedoch nicht immer nötig, wenn die Ursachen der Kopfschmerzen bekannt sind. Neben Verspannungen gehört auch ein Magnesiummangel zu den häufigen Mitverursachern. So konnte in vielen Untersuchungen bei Kopfschmerzpatienten eine Verminderung des Magnesiumgehaltes in Serum, Speichel oder Zellen nachgewiesen werden. "Magnesiummangelzustände sind in der deutschen Bevölkerung häufig. Eine unzureichende Versorgung führt zu einer erhöhten neuromuskulären Erregbarkeit. Dadurch kommt es bereits bei normalerweise folgenlosen Muskelverspannungen zur Auslösung der Mechanismen, die letztendlich zu Kopfschmerzen führen können", so Prof. Dr. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention & Ernährung und ehemals Präsident der Gesellschaft für Magnesium-Forschung Deutschland.

Magnesiumcitrat gegen Kopfschmerzen:
Bei der Prävention von Spannungskopfschmerzen und als Migräne-Prophylaxe ist eine ausreichende Versorgung mit dem wichtigen Mineralstoff also unabdingbar. Prof. Dr. Vormann rät zu einer täglichen Dosis von etwa 600 mg Magnesium: "Besonders ist auf den richtigen Wirkstoff Magnesiumcitrat zu achten, der sich durch eine hohe Bioverfügbarkeit auszeichnet. Das haben auch Studien belegt." Bewährt haben sich hoch dosierte Präparate aus der Apotheke wie zum Beispiel Magnesium-Diasporal 300 (Apotheke). Das Trinkgranulat löst sich klar in Saft oder Wasser und erfrischt mit seinem leckeren Orangengeschmack.

Allgemeine Information "Kopfschmerzen"
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Migräne oder Spannungskopfschmerzen gehören zum primären Typ und sind ein eigenständiges Krankheitsbild. Sekundäre Kopfschmerzen sind eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, z.B. einer Erkältung.

Eine kostenlose Broschüre zur Magnesiumversorgung bekomen Sie unter Telefon: 089-996553-555 oder in Apotheken.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und der Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe geben Tipps und Therapieempfehlungen unter http://www.kopfschmerztag.de oder http://www.dmkg.de
Magnesium-Selbsttest kostenlos unter http://www.diasporal.de

Wie Korallenriffe überleben

Korallenschleim erklärt Darwinsches Riffparadoxon
 
Korallenschleim als Dünger
[ Fotos ]

Bremen (pte007/25.07.2012/06:15) – Die Frage, wie die sehr produktiven Korallenriffe in ihrer extrem nährstoffarmen Umgebung überleben können, hat schon Charles Darwin vor ein Rätsel gestellt. Schon im Jahr 2004 hat ein Meeresbiologen-Team um Christian Wild vom Leibniz Zentrum für marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen http://www.zmt-bremen.de eine Antwort darauf in einer vielbeachteten Nature-Publikation gefunden. Nun hat der Meeresforscher weitere wichtige Erkenntnisse gewonnen.

"Ein gelartiger Schleim, der von den Korallenpolypen in Form von langen Fäden ausgeschieden wird, ist des Rätsels Lösung", so Wild gegenüber pressetext. Da dieser Schleim sehr klebrig ist, bleiben nicht nur Teile abgestorbener Organismen aus der Wassersäule, sondern auch Kleinstlebewesen wie etwa Ruderfußkrebse an ihm hängen. Wenn der Schleim anschließend zu Boden sinkt, dient er praktisch als Dünger des Riffs.

Hohe Effizienz in schwierigem Umfeld

"Lange Zeit hat man die Bedeutung dieses Schleims bei weitem unterschätzt", erklärt der Riffökologe. "Er wirkt quasi wie eine Falle für alle möglichen Substanzen." Die Schleimfäden fangen wichtige Nahrungsbestandteile ein, bevor diese mit den Meeresströmungen aus dem Riff hinausdriften und damit verloren gehen.

Nach der Bildung von immer schwereren Schleimaggregaten, sinken diese zu Boden, wo Mikroorganismen das organische Material abbauen und ihre Stoffwechselprodukte dem Riff wieder als Nahrung zur Verfügung stellen. Dabei werden nicht nur Kohlenstoff, sondern auch lebenswichtige Elemente wie Stickstoff und Phosphor, die im Riffhabitat Mangelware sind, wieder neu verfügbar.

Perfekter Kreislauf der Natur

"Wie Studien am Großen-Barriere-Riff von Australien zeigten, können täglich bis zu fünf Liter Schleim pro Quadratmeter Riffoberfläche abgegeben werden", erklärt Wild. Dies belege, wie wichtig die Schleimabgabe durch Korallen für das Funktionieren von Riffökosystemen ist.

Seit der ersten Publikation dieser wichtigen ökologischen Erkenntnis konnten Wild und seine internationalen Kollegen in einer Reihe von Nachfolgestudien- etwa im Roten Meer und in der Karibik – zeigen, dass die Schleimabgabe durch Korallen generell in allen Rifftypen eine wichtige Rolle spielt.

Wasserströmung als stimulierender Faktor

"Unsere aktuelle Studie offenbarte, dass Korallen bei Strömung deutlich mehr Schleim abgaben als bei ruhendem Wasser", so Wild. "Riffe sind in der Natur teilweise sehr starken Wasserbewegungen wie Gezeitenströmungen und Wellen ausgesetzt."

Insofern deuten die neuen Ergebnisse darauf hin, dass bei bisherigen Quantifizierungen die Schleimabgabe durch Korallen unterschätzt wurde, da sie unter Stillwasserbedingungen durchgeführt wurden, erklärt der Forscher. Die wichtige ökologische Funktion der Schleimabgabe ist daher sehr wahrscheinlich noch deutlich ausgeprägter als bisher bekannt.