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Steuerung des Energie- und Blutzuckerstoffwechsels

Gehirn spielt wichtige Rolle bei Entstehung des Diabetes

Leipzig – Im Gehirn regulieren komplexe Mechanismen den Energiestoffwechsel. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Organe ausreichend Blutzucker erhalten. Diese Vorgänge könnten einen größeren Einfluss auf Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes Typ 2 haben, als bisher angenommen. In wieweit die im Tierexperiment nachgewiesenen Zusammenhänge auch auf Menschen übertragbar sind, ist eines der Themen der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft vom 20. bis 23. Mai 2009 im Congress Centrum Leipzig.

Neben dem Insulin gehört Leptin, das in den Fettzellen gebildet wird, zu den wichtigsten Hormonen des Energiestoffwechsels. „Beide informieren das Gehirn ständig über die im Fettgewebe vorhandenen Energievorräte des Körpers“, erläutert Professor Dr. med. Jens Brüning, Leiter der Abteilung für Mausgenetik und Metabolismus, Institut für Genetik der Universität zu Köln. Beide Hormone gelangen mit dem Blut ins Gehirn. Sie wirken dort auf eine Ansammlung von Nervenzellen – den sogenannten Nucleus arcuatus. Er befindet sich mitten im Gehirn, im Hypothalamus, wo auch andere Körperfunktionen wie Temperatur oder Tag-Nacht-Rhythmus kontrolliert werden.

Im Nucleus arcuatus haben Forscher zwei Nervenzellgruppen untersucht. Eine, POMC genannt, vermittelt das Gefühl der Sättigung, die andere mit der Bezeichnung AgRP/NPY erzeugt ein Hungergefühl, wenn es von Hormonen stimuliert wird. Zu ihnen gehören das im Magen produzierte Ghrelin und eine Reihe weiterer Hormone. Auch die Nahrungsbestandteile selbst, also Zucker, Fette und Eiweiße, könnten das Sättigungsgefühl beeinflussen.

Die meisten Erkenntnisse wurden bisher aus Tierversuchen gewonnen. Dass der Nucleus arcuatus auch beim Menschen von Bedeutung ist, zeigen seltene genetische Erkrankungen. Wenn beispielsweise POMC durch eine Mutation ausfällt, kommt es zu übermäßiger Nahrungsaufnahme und bereits im Kindesalter zu starkem Übergewicht.

Auch wenn die tierexperimentellen Erkenntnisse nicht vorbehaltlos auf den Menschen übertragbar sind: Das Gehirn spielt eine wichtige Rolle im Energie- und Blutzuckerstoffwechsel. Wie die aktuellen Erkenntnisse aus der Forschung zukünftig neue Therapieansätze bei Diabetes Typ 2 ermöglichen könnten, erläutert Professor Brüning am Freitag, den 22. Mai 2009, in der Pressekonferenz der Deutschen Diabetes-Gesellschaft anlässlich ihrer 44. Jahrestagung in Leipzig.

Darknet – Hort der Kriminalität oder der Freiheit?

Der Tag der globalen Informationsgesellschaft am
17. Mai (World Telecommunication and Information Society Day, WTISD
2017) zeigt, welchen Stellenwert moderne Informationstechnologien in
unserem Alltag bereits einnehmen. Forscher des Karlsruher Instituts für
Technologie (KIT) arbeiten an vielfältigen Aspekten der Digitalisierung
bis zu deren gesellschaftlichen Auswirkungen etwa von Internet,
Industrie 4.0, Smart Data oder auch Darknet.

Mit dem Begriff „Darknet“ verbinden viele dunkle
Geschäfte mit Drogen, Waffen und anderen illegalen Aktivitäten, die in
den dunklen Ecken des Internets stattfinden. Die Wirklichkeit ist
banaler: „Zunächst einmal bezeichnet der Begriff „Darknet“ lediglich
einen Teil des Internets, bei dem die Identität der Teilnehmer im
Dunkeln bleibt und dessen Inhalte die meisten Suchmaschinen nicht
kennen“, sagt Dr. Roland Bless vom Karlsruher Institut für Technologie.
Dieser Bereich werde auch keineswegs ausschließlich für illegale
Machenschaften genutzt, so der Internet-Experte. Das Darknet sei per se
weder gut noch böse, es verspreche den Nutzern im Wesentlichen eines:
Anonymität.

Das Darknet besteht aus Web-Servern, die über
anonymisierende Netze wie Tor erreichbar sind. Gewöhnliche Webbrowser
wie Firefox, Safari oder Google Chrome können darauf gar nicht erst
zugreifen. So wird verhindert, dass Dritte Informationen über den
Standort beziehungsweise die Identität des Nutzers und seine
Surfgewohnheiten abgreifen. „Das Tor-Netz (torpject.org) bildet als
sogenanntes ‚Overlay-Netz‘ ein eigenes logisches Netz oberhalb der
normalen Internetinfrastruktur und verschleiert durch die Verkettung von
mehreren Tor-Servern (auch „Tor-Knoten“ genannt) von welchem Rechner
oder Smartphone aus auf welche Inhalte zugegriffen wird, ebenso wie den
Server- Standort. Dazu werden die Informationen entsprechend
verschlüsselt, so dass ein Abhören der Kommunikation im Netz keine
Rückschlüsse auf Absender oder Empfänger zulassen“, erklärt Bless.
Betrieben werde das Tor-Netz von Freiwilligen, welche die nötige
Infrastruktur bereitstellen.

Interesse daran, sich anonym im Netz zu bewegen,
haben keineswegs nur Kriminelle, sondern neben gewöhnlichen Nutzern, die
Wert auf Datensparsamkeit legen, insbesondere Journalisten,
Whistleblower oder auch Menschen, die in Ländern mit repressiven
Regierungen leben. In der Türkei etwa nimmt sich die Regierung das Recht
heraus, Webseiten zu sperren, wenn die „nationale Sicherheit“ bedroht
ist. Unlängst hat es nach Sperrungen bei Twitter, Facebook, Youtube,
Whatsapp oder Skype sogar die Internet-Enzyklopädie Wikipedia getroffen.
Das Darknet bietet Nutzern dann die Möglichkeit, trotzdem auf die
Seiten zuzugreifen. „Die Nutzer tauschen sich durch die Anonymität
ungezwungener aus, insofern wird die Meinungsfreiheit dort geschätzt und
Themen diskutiert, die für das normale Web zu risikoreich sind“, sagt
der Informatiker, der am KIT regelmäßig Vorlesungen zu Themen wie „Next
Generation Internet“, „Netzsicherheit“ und „Multimediakommunikation“
hält.

Einen hundertprozentigen Schutz biete aber auch das
Darknet weder Dissidenten noch Gangstern: Denn die ersten
beziehungsweise letzten Tor-Server der Kette haben Kenntnis über
zumindest einen der Teilnehmer. „Staatliche Stellen können daher
versuchen, Tor-Knoten zu unterwandern oder zu kontrollieren“, sagt
Bless. Tor-Knoten werden daher regelmäßig nach ihrer
Vertrauenswürdigkeit beurteilt und verdächtige Knoten aus dem Netz
ausgeschlossen. Andererseits werde es durch die Anonymisierung auch
schwerer, festzustellen, welche Informationen, Angebote oder Dienste
vertrauenswürdig sind, da die Identität der Teilnehmer „im Dunkeln“
bleibt. „Natürlich gibt es auch kriminelle Plattformbetreiber, die
versuchen, Kunden zu prellen und dann beispielsweise Waren, die schon
bezahlt sind, nicht liefern.“ Ähnlich wie bei normalen
Handelsplattformen im Internet, hülfen aber Reputationslisten und
Wiki-Seiten um betrügerische Angebote zu entlarven.

Für weitere Informationen stellt die Pressestelle
des KIT gern den Kontakt zum Experten her. Bitte wenden Sie sich an
Felix Mescoli, Tel.: 0721 608 48120, felix.mescoli@kit.edu oder an das Sekretariat der Pressestelle, Tel.: 0721- 608 47414, E-Mail an presse@kit.edu.

Im Portal „KIT-Experten“ finden Sie weitere Ansprechpartner zu Highlights der KIT-Forschung und tagesaktuellen Themen: www.pkm.kit.edu/kit_experten.php

Freundliche Grüße

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

HZI-Molekül wird Krebsmedikament

Riesiger Erfolg für biomedizinische Forschung in Deutschland

Das Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb (BMS) bringt jetzt ein Krebsmedikament gegen metastasierenden Brustkrebs namens IXEMPRA auf den US-amerikanischen Markt. Der darin enthaltene Wirkstoff ist von Epothilon B abgeleitet, einem Naturstoff  den Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig entdeckt und erforscht haben. BMS hat die Epothilon-Technologie 1997 vom HZI einlizenziert und bis zur Marktreife weiter entwickelt. Mediziner in den USA können das Medikament ab sofort gegen Brustkrebs einsetzen, der bereits Metastasen gebildet hat und gegen andere Medikamente resistent ist. Pharmaexperten trauen Ixempra ein großes Potential als Brustkrebsmedikament zu – und später auch gegen andere Krebsarten. In Europa wird es voraussichtlich in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zugelassen.

Bereits in den 1980er Jahren haben die Wissenschaftlerteams um den Chemiker Prof. Gerhard Höfle und den Biologen Prof. Hans Reichenbach an der damaligen Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), dem heutigen HZI, die Epothilone entdeckt. Diese neue Klasse biologisch aktiver Naturstoffe stammt aus den im Boden lebenden Myxobakterien. Epothilone wirken auf die so genannten Mikrotubuli in Körperzellen. Diese mikroskopisch kleinen Proteinröhrchen teilen die Chromosomen, die Träger der Erbinformation, während der Zellteilung auf die Tochterzellen auf. Kommen Epothilone in die Zelle, blockieren sie die Mikrotubuli – die Zellen können sich nicht teilen, sterben ab und werden abgebaut. Da Krebszellen sich besonders häufig teilen, reagieren sie sehr empfindlich auf das Epothilon. Die Folge: Tumore werden im Wachstum gebremst, schrumpfen und verschwinden.

Am Anfang des Entwicklungsprozesses stand die Beobachtung des Mikrobiologen Dr. Klaus Gerth aus Reichenbachs Team, dass ein spezieller Stamm von Myxobakterien eine interessante Substanz produziert: Sie kann lebende Zellen abtöten. Dr. Norbert Bedorf aus Höfles Abteilung Naturstoffchemie stellte die Substanz erstmals in reiner Form her und klärte ihre chemische Struktur auf – Epothilon hatte die Bühne der Pharmaforschung betreten.

Dann folgten weitere Jahre intensiver Forschung: Neben der Optimierung der chemischen Struktur musste die Produktion des Epothilons verbessert werden. Dafür wurden die Myxobakterien genetisch verändert und ihre Lebensbedingen in Bioreaktoren so optimiert, dass sie das potenzielle Krebsmittel in ausreichender Menge herstellten. Dieser Produktionsprozess diente BMS dann als Basis für die Herstellung des Medikaments. Danach entwickelte BMS eine halbsynthetische Variante des Epothilon B und führte die vorklinischen sowie dann die weltweiten klinischen Studien am Menschen durch, um die Zulassung zu beantragen.

„Epothilon beweist, dass die öffentliche biomedizinische Forschung in Deutschland Weltklasse hat und Lösungen für die drängenden Gesundheitsprobleme der Menschen erarbeiten kann“, freut sich Prof. Dr. Rudi Balling, wissenschaftlicher Direktor des HZI über das Ergebnis: „Gerade in der Helmholtz-Gemeinschaft ist es uns gelungen, exzellente Grundlagenforschung mit der Perspektive auf die industrielle Anwendung zu verbinden.“ Dazu sei aber auch ein langer Atem erforderlich, wie die Erfolgsgeschichte des Epothilons zeige.

Genau diese Ausdauer gepaart mit wissenschaftlicher Kreativität war Höfles und Reichenbachs Schlüssel zum Erfolg: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir und unser Team dazu beigetragen haben, diese neue Art der Krebstherapie zu entwickeln. Jetzt ernten wir die Früchte von 30 Jahren biologischer und chemischer Forschungsarbeit.“

Bakterienflora auf der Haut und im Darm gewinnt immer mehr Bedeutung für unsere Gesundheit.

Mitglieder des Exzellenzclusters „Entzündungsforschung“ verbessern bestehende Analysemethoden

Auf
unserer Hautoberfläche leben Millionen von Bakterien. Diese
Zusammensetzung ist sehr individuell und wird unter anderem durch unsere
genetischen Merkmale geprägt. Forschende des Exzellenzclusters
„Entzündungsforschung“ unter der Leitung von Professor John Baines
(Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und
Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön) und Professor Saleh
Ibrahim (Universität zu Lübeck) entdeckten jetzt eine neue
Anwendungsmöglichkeit für eine aktivitätsbasierte Analyse von
Bakteriengemeinschaften. Ihre Erkenntnisse könnten die Grundlage für
neue Formen der Hautkrebsvorsorge sein. Die Studie wurde jetzt in der
Fachzeitschrift Microbiome veröffentlicht. 
Das
Mikrobiom, also die gesamten Bakterien und Mikroorganismen die in und
auf einem Menschen leben, steht aktuell im Fokus der
lebenswissenschaftlichen Forschung. Über das Darmmikrobiom ist bereits
vieles bekannt, beispielsweise welch großen Einfluss es auf unser
Immunsystem hat. Aber auch die Haut, mit einer Fläche von rund zwei
Quadratmetern das größte Organ des Menschen, wird von zahlreichen
Bakterien besiedelt. Die meisten von ihnen sind nützliche Mitbewohner,
denn sie schützen unseren Körper vor schädlichen Einflüssen von außen.
Das Hautmikrobiom rückt immer stärker in den aktuellen Fokus der
Forschung. Professor Baines: „In unserer aktuellen Studie konnten wir
bereits etablierte Methoden zur Analyse der Bakterienvergesellschaftung
auf der Haut erheblich verbessern. So konnten wir nachweisen, dass es
auch einen Zusammenhang zwischen bakterieller Besiedlung und
Krankheitsentstehung gibt.“ Dieses Zusammenspiel ist auch ein
Schwerpunkt des Kiel Evolution Center (KEC), in dem die Anwendung
evolutionärer Prinzipien zur Lösung medizinischer Fragestellungen
erforscht wird. 
Das
Team um die Erstautorin Meriem Belheouane untersuchte den Zusammenhang
von genetischen Faktoren des Wirts mit den Bakteriengemeinschaften auf
der Haut von Mäusen. Dabei entdeckte die interdisziplinäre
Arbeitsgruppe, der auch Mitglieder des Graduiertenkollegs „Gene, Umwelt,
Entzündung“, Kiel Evolution Center und der Universität Lübeck
angehörten, das ein Großteil der Gene die Bakterien beeinflussen auch im
Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs und chronisch entzündlichen
Erkrankungen stehen. Diese Ergebnisse basieren zum Großteil auf der
Analyse der Aktivität einzelner Bakterien und deren Gemeinschaft mittels
spezieller molekularbiologischer Methoden. Erstautorin Belheouane:
„Unsere neuen Ergebnisse könnten wichtige Hinweise geben, wie
entzündliche Hauterkrankungen oder Hautkrebs in einem sehr frühen
Stadium diagnostiziert werden könnten. Dazu müssten unsere Ergebnisse
noch verbessert werden, damit ein direkter Zusammenhang zwischen der
mikrobiellen Besiedlung und den genannten Krankheiten aufgedeckt werden
kann.“

PREFA-Fassade verleiht Berliner Reihenhäusern Hollywood-Flair

PREFA-Fassade verleiht Berliner Reihenhäusern Hollywood-Flair

Architektentrio von GRAFT aus L.A. setzt auf PREFA-Sonderformat

Teltown: 92 Eigenheime mit PREFA
Teltown: 92 Eigenheime mit PREFA
[ Fotos, PDF ]

Marktl (pts006/02.03.2015/09:30) – Man könnte auch
"Vorstadtsiedlung" dazu sagen. Aber eigentlich sind die 92 Wohneinheiten
im brandenburgischen Teltow architektonische Skulpturen auf
internationalem Niveau. Vor den Toren Berlins hat das Architektentrio
von GRAFT 2014 für den Bauherren Deutsche Eigenheim ein Projekt
realisiert, das Siedlungshäuser für einen schmalen Geldbeutel mit einem
gehörigen Schuss Internationalität versieht.

Die deutschen Stararchitekten mit Sitz in L.A. und
Berlin haben schon für Traumfabrik-Hochkaräter wie zum Beispiel Brad
Pitt geplant. In Teltow bauten sie für den deutschen "Otto
Normalverbraucher". Für ihre städtisch coolen, aber gleichzeitig
naturnahen Entwürfe setzen sie auf Materialien, die hohe technische
Performance mit optischem Facetten-Reichtum verbinden. Hauptdarsteller
sind Dachplatte und Wandraute von PREFA, die bei der Fassaden- und
Dachgestaltung der "Teltown"-Module die Hauptrolle spielen.

Teltown: Alles Fassade!

L. A und Berlin: Eine spannende Mischung, aus der GRAFT
Architects – Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit – mit
experimentierfreudigen Entwürfen und ihrer avantgardistischen
Formensprache eine weltweit erfolgreiche Marke gemacht haben. Das Trio
gründete sein erstes Büro in L.A., 2001 ließen sie sich mit einer
Dependance in Berlin nieder. Einer ihrer neuesten Coups ist die
Reihenhaussiedlung "Teltown" in Brandenburg.

The Oscar goes to Teltown

Das Skulpturale in der Architektur hat die
internationalen Stararchitekten mit Homebase L.A. immer schon
fasziniert. Um diesen Effekt auch im Berliner Vorort Teltow zu
erreichen, haben Lars Krückeberg & Co die 92 Einheiten der "Teltown"
mit einer silber-metallisch anthrazitfarben schimmernden Hülle "made by
PREFA" ummantelt. "Wir haben nach einem Material gesucht, das Dach und
Wand gleichsam zu bekleiden und verbinden vermag."

Gefunden haben sie die Wandraute von PREFA, die in
einem Sonderformat, der Großraute 56 x 56 cm, zum Einsatz kam. Überzeugt
haben die Architekten technische Performance und
Verarbeitungsmöglichkeiten des Materials, die es ermöglichte, die
Fassade quasi "um die Ecke zu wickeln". Die Verarbeitung des Materials
besorgt Firmenchef Peter Ness persönlich, der die Großrauten aus
Coilware eigenhändig gekantet hat.

Vorgehängte, hinterlüftete Fassadenlösung mit PREFA-Sonderformat

Im Fassadenbereich wird eine vorgehängte, hinterlüftete
Fassadenkonstruktion ausgeführt. Dadurch entstand ein optimaler
Witterungsschutz. Der Fassadenaufbau wurde klassisch mit
Verankerungsgrund, Metallunterkonstruktion mit Thermostop, Wandhaltern
und Tragprofilen, Dämmung und Bekleidung, die auf einem
Trapezblechprofil als Tragschicht montiert wurde, ausgeführt.

92 Reihenhäuser: Jedes individuell mit ganz eigener Identität

Krückeberg erklärt die Erfolgsformel von GRAFT: "Es
geht darum, Dinge zusammenzuführen. Für dieses Projekt hieß das, mit
interessanten Materialien zu arbeiten, Wohngesundheit zu schaffen und
einen hohen Bezug zur Natur herzustellen. Das ist das Bodenständige. Das
andere ist gelerntes Wissen darüber, wie Identität und Eigentum
funktionieren." Ziel war es, jedem der 92 Häuser eine eigene Identität
und ein individuelles Erscheinungsbild zu geben – und das mit einem
Budget der Kategorie "Fertigteilhaus".

Was wie die Quadratur des Kreises klingt, ist mit dem
Facetten-Reichtum der PREFA Wandrauten und Dachplatten ein
"oscar-verdächtiges" Stück Städtearchitektur geworden. Denn sie
erlaubten verschiedene Fassadenvarianten – innerhalb einer vorgegebenen
Typologie.

Schönheit macht Sinn

Schönheit ist für die Architekten von GRAFT http://www.graftlab.com kein Selbstzweck, stellt Lars Krückeberg klar: "Wir glauben, dass
Schönheit dazu führt, dass Identität entsteht und damit eine soziale
Nachhaltigkeit." Eine Ansicht, die er mit einem seiner prominentesten
Kunden und Partner teilt: Brad Pitt. Zusammen mit dem Hollywood-Megastar
hat GRAFT das Wiederaufbauprojekt "Make it Right" in New Orleans
gestartet und baut dort 150 neue Häuser. Jedes ein Unikat.

Produktbox PREFA Dachplatte

Material beschichtetes Aluminium, 0,7 mm stark
Größe 600 x 420 mm in verlegter Fläche
Gewicht 2,3kg/m2
Beschichtung Zweischicht-Einbrennlackierung silber-metallic und anthrazit (Pulverbeschichtung nach RAL oder NCS)
Befestigung 2 Stk. Aluminium-Patenthafte pro Dachplatte 0 8 Hafte pro m2
Verlegung Auf Vollschalung mind. 24 mm oder Lattung 30 x 50 mm

Architekten-Empfehlung:

"Wir glauben, dass Schönheit dazu führt, dass Identität entsteht und damit eine soziale Nachhaltigkeit."

Lars Krückeberg

GRAFT Gesellschaft von Architekten
http://www.graftlab.com

PREFA im Überblick

Die PREFA Aluminiumprodukte GmbH ist europaweit seit über 65 Jahren mit
der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Dach- und
Fassadensystemen aus Aluminium erfolgreich. Insgesamt beschäftigt die
PREFA Gruppe über 400 MitarbeiterInnen. Die Produktion der über 6.000
hochwertigen Produkte erfolgt ausschließlich in Österreich und
Deutschland. PREFA ist Teil der Unternehmensgruppe des Industriellen Dr.
Cornelius Grupp, die weltweit über 6.000 Mitarbeiter in über 30
Produktionsstandorten beschäftigt.

Schmilzt das Eis an den Polen der Erde?

Satelliten-Mission soll klären, ob die Eismassen an den Polen zu- oder abnehmen.

Am 8. Oktober 2005 startet um 17:02 Uhr eine Rockot Trägerrakete am
russischen Raumbahnhof Plesetsk mit dem europäischen CryoSat Satelliten
an Bord. Mit Hilfe des Satelliten sollen verlässliche Daten&n
bsp;zu Veränderungen der polaren Eismassen als Folge der globalen
Klimaveränderungen gewonnen werden. Das Alfred-Wegener-Institut für
Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven überträgt den Start live im
Rahmen einer Informationsveranstaltung.

Erstmalig Eisdickenmessungen mit Radaraltimeter in Arktis und Antarktis

Der von der EADS-Astrium GmbH in Friedrichshafen am Bodensee gebaute
Satellit wird nach Erreichen der Umlaufbahn mit der Vermessung von
Eisdicken und Eisverteilung in den Polarregionen beginnen. Dies ist die
erste Mission im “Earth Opportunity Missions³-Programm der Europäischen
Weltraumbehörde (ESA), welches die Lösung wissenschaftlicher Probleme
mit Hilfe relativ kleiner und kostengünstiger Satelliten zum Ziel hat.
Der Satellit CryoSat verfügt über ein neuartiges Radaraltimeter, das
mit sehr hoher räumlicher Auflösung sogar einzelne Eisschollen
unterscheiden und deren Dicken messen kann. CryoSat wird der erste
Satellit mit diesem Messinstrument sein und wird erstmalig in
Breiten&nbs p;bis 88 Grad Nord und Süd vorstoßen. Prof. Heinz
Miller, Prof. Peter Lemke und Dr. Christian Haas vom
Alfred-Wegener-Institut waren maßgeblich an Planung und Konzeption der
Mission beteiligt. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts werden
auch wichtige Funktionen bei der Kontrolle und Kalibrierung der
CryoSat-Daten übernehmen.

Dazu werden regelmäßige Expeditionen in die Polargebiete durchgeführt.

Veränderung der Mächtigkeit der Eispanzer bisher unbekannt

In der Antarktis hat die Meereis-Bedeckung in den letzen dreißig Jahren
leicht zugenommen. Über die Dicke und damit das Gesamtvolumen gibt es
bis& nbsp;heute keine ausreichenden Informationen. Im Gegensatz zum
Meereis besteht das Landeis Grönlands und des antarktischen Kontinents
aus Gletschereis, das sich über Jahrtausende aus gefallenem Schnee
gebildet hat. Dieses Eis ist bis zu vier Kilometer dick und teilweise
mehrere hunderttausend Jahre alt. Während die Fläche dieser Eismassen
weitgehend konstant bleibt, sind Veränderungen der Eisdicke auch hier
unbekannt. Die Ausdehnung des arktischen Meereises hat dagegen in den
letzen dreißig Jahren an den Rändern um etwa neun Prozent abgenommen,
wie die Daten von Wettersatelliten zeigen. Beobachtungen&nbs p;der
Flächenausdehnung des Meereises ermöglichen noch keine Aussagen über
das gesamte Volumen, dazu ist zusätzlich die Bestimmung der Dicke
nötig. Die bisher nur sporadisch und  räumlich begrenzt
durchgeführten Messungen deuten auf eine Abnahme der Eisdicke seit den
fünfzige

r Jahren. Es lassen sich allerdings keine Aussagen über die gesamten
Eismassen machen. Zudem ist unklar, ob die Beobachtungen wirklich durch
ein Schmelzen oder nur durch eine Umverteilung des dicken Eises in
andere Gebiete verursacht wurde.

Live-Übertragung am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven

CryoSat soll diese Wissen slücke schließen. Der fast fünf Meter lange
und jeweils zwei Meter hohe wie breite Satellit wird drei bis sechs
Jahre lang die Eisdicken an Nord- und Südpol vermessen. Der 690
Kilogramm schwere CryoSat verfügt kaum über bewegliche Teile, die
Solarzellen zur Energieerzeugung sind nicht wie sonst üblich auf
Sonnensegeln platziert sondern direkt auf dem Rumpf angebracht. Die
tägliche Datenmenge von 320 Gigabit wird über X-Band mit 100 Megabit
pro Sekunde zur Bodenstation in Kiruna, Finnland, übertragen und steht
nach Aufbereitung den wissenschaftlichen Instituten zur Verfügung. Mit
CryoSat sind  erstmals genauere Abschätzungen über den gesamten
Eisvorrat der Erde und dessen Veränderung als Folge globalen
Klimawechsels möglich. Der von Eurockot durchgeführte Start wird im
Beisein von Wissenschaftlern, Technikern, Politikern und
Medienvertretern live am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut
übertragen und gefeiert. Neben der Übertragung geben Vorträge
Aufschluss über den Satelliten, seine

Technik, seinen Zweck und den aktuellen Stand der Klimaforschung an den Polen.

Weitere Informationen finden sich unter: http://www.awi-bremerhaven.de/CryoSat/

Bremerhaven, den 6. Oktober 2005

Warum Innovationen nichts Neues sein müssen

Innovationen müssen das Rad nicht neu erfinden

Ein riesengroßer
Unterschied zwischen östlicher Philosophie, die teilweise auf Konfuzius
zurückgeht, beseht darin, dass Chinesen, Koreaner und Japaner das Rad
niemals neu erfinden müssen, wenn von Innovation gesprochen wird. Für
diese Völker ist wichtig, dass sie besser werden als ihr Meister. Damit
gewinnt der kreative Asiate mehr Ansehen als wenn er eine völlig neue
Innovation entwickelt. Für ihn ist es wichtig, dort anzusetzen, wo er
das Produkt oder die Technologie verbessern kann.

Der folgende Bericht Warum Innovationen nichts Neues sein müssen von … bestätig meine Beobachtung

Ihr Jean Pütz

Innovation bedeutet NICHT das Rad neu erfinden

Viele Leute verstehen unter Kreativität, etwas ganz und gar Neues zu
schaffen. Demnach wäre eine Innovation dann etwas noch nie Dagewesenes,
das total Neue.

Aus diesem Glauben heraus stammt auch der berühmte Killersatz, den
Sie alle kennen: Sie haben eine gute Idee, die das Unternehmen einen
Schritt voran bringen könnte, doch dann sagt jemand im Brustton der
Überzeugung: „Das ist doch nichts Neues!“ – Ich hasse diesen Satz! Er nervt!

Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass Kreativität das Kombinieren
von bereits Gegebenem ist. Das Schöpferische im schumpeterschen Sinne
ist nichts anderes als eine weitere Kombination bestehender Elemente,
die in dieser neuen Mischung einen Wert schaffen.

“Kombinatorische Revolution” oder auch “Recombinant Growth”

Ich bin nicht die Einzige, die auf diesen Punkt hinweist. Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, die Autoren von „The Second Machine Age“, nennen das eine “kombinatorische Revolution”. Schöner Begriff!

Und der Ökonom Martin Weitzman bezeichnet das Ergebnis als „Recombinant Growth“.
Er weist darauf hin, dass Innovationen niemals aufgebraucht sind.
Natürlich, das Penicillin oder die Gravitation kann man nur einmal
entdecken, aber im strengen Sinne ist das eben auch keine Innovation,
sondern eine Entdeckung. Weitzman spricht von „Seed Ideas“, von Ideenkeimen, die unerschöpfliche Neukombinationen ermöglichen.

Auf das beste Rezept kommt es an

Ein Beispiel: Seit es PCs gibt, gibt es auch
digitale Karten. Das ist der erste Baustein. Seit es Navigationsgeräte
gibt, sind GPS-Daten frei verfügbar. Das ist der zweite Baustein.
Soziale Daten und Vernetzungen gibt es weltweit, seit es Facebook und
Twitter gibt. Das ist der dritte Baustein. So, und nun kommen die
Innovatoren von WAZE und schaffen mit ihrer genialen Navigations-App die Kombination aus diesen drei Bausteinen. Daran ist nichts Neues. Aber es ist eine großartige Innnovation!

Die größte Wertschöpfung entsteht immer aus der aktuell besten Mischung von Bestehendem – das heißt: Wir leben im Wettbewerb um das beste Rezept.

Jeder Koch und jeder Künstler weiß das: Die Zutaten, die Noten, die
Farben sind immer die gleichen. Aber das Ergebnis kann immer wieder neu
und einzigartig sein – je nach Qualität von Rezept und Ausführung.

Was für Köche und Künstler gilt, das gilt auch für Unternehmen – und
damit auch für uns alle! Es wird immer wichtiger, uns selbst als
produktive und kreative Wertlieferanten zu positionieren. Das heißt:
Wertlieferant ist nicht derjenige, der die Anweisungen des Chefs am
schnellsten und genauesten ausführt. Vielmehr entsteht echter Wert dann, wenn wir aus der Fülle unseres Wissens und unserer Erfahrung neue Kombinationen entstehen lassen und diese in nützliche Anwendungen übersetzen. In einem Zug!

Entdecker, Abenteurer und Forscher in einem – das wird künftig Alltag sein!

Obst- und Gemüsewaschmittel

„In vino veritas“, also: „Im Wein liegt die Wahrheit“ heißt es in einem alten Sprichwort. Doch will man der Wahrheit über den Rohstoff, also den Weintrauben, näher kommen, sind wir Verbraucher mit unserem Latein schnell am Ende.

Umweltschützer warnen regelmäßig vor dem Verzehr importierter Weintrauben, da diese oft Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweisen. Einer neuen Studie zufolge lassen sich allerdings selbst durch gründliches Waschen Weintrauben nur etwa zur Hälfte von Pestiziden befreien

Besser sieht es da beim heimischen Obst und Gemüse aus. Allerdings bilden viele Sorten, wie z.B. Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte und Tomaten eine natürliche Wachsschicht aus oder werden zur Verlängerung der Lagerfähigkeit mit einer künstlichen Wachsschicht versehen. Letztere pellt sich übrigens ab, wenn man vorsichtig mit einem Messer schabt.

Am Wachs können Umweltschadstoffe, wie z.B. Staub, Schmutz und Bakterien, regelrecht kleben bleiben. Da Wachse nicht wasserlöslich sind, empfiehlt sich die Reinigung mit einem ungiftigen und geschmacksneutralen Obst- und Gemüsereiniger.

Rezept für einen Obst- und Gemüsereiniger:

Sie benötigen:

150 ml Lamepon S. Dabei handelt es sich um ein sehr mildes Tensid, das aus Kollagen und Kokosfettsäuren gewonnen wird.

Ein Tensidmolekül besteht aus einem ölliebenden Stiel, der sich ins Wachs bohrt und einem wasserliebenden Kopf, der vom Wasser mitgerissen wird.
Für Chemieinteressierte: Ein Tensid-Molekül setzt sich in der Hauptsache aus Kohlenstoff (C)-, Wasserstoff (H)-, und Sauerstoff (O)-Atomen zusammen.

50 ml desinfizierendes Isopropanol zur Keimabtötung.
20 g Natriumcitrat, das Sie vorher in 20 ml Wasser gelöst haben. Dieses Salz der Zitronensäure enthärtet das Wasser und steigert somit die Reinigungswirkung.
10 ml Glycerin, das bewahrt die Hände vor dem Austrocknen.

Alle Zutaten verrühren und in eine Spenderflasche abfüllen.

Dem lauwarmen Spülwasser werden 1-2 Spritzer zugesetzt. Darin wird das Obst bzw. Gemüse abgewaschen. Gegebenenfalls eine Bürste verwenden. Mit klarem Wasser nachspülen. Fertig.

Ich denke, mit dieser Rezeptur habe ich Ihnen wieder einmal „reinen Wein eingeschenkt“.

Idee, Text & Rezeptur: Horst Minge

Wärmequelle Luft – Da steckt noch mehr drin

„Wärmequelle Luft – Da steckt noch mehr drin“

Hochschule Luzern stellt Forschungsprojekt zur Effizienzsteigerung vor

Berlin/Luzern, 19. Juli 2011. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. hat heute Fachjournalisten und Branchenexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Luzern über die Potenziale von hocheffizienten Luft/Wasser-Wärmepumpen informiert. Professor Dr. Beat Wellig, Hochschule Luzern, berichtete dabei über das Forschungsprojekt „Effiziente Luft/Wasser-Wärmepumpen durch kontinuierliche Leistungsregelung“.

„Schon heute überzeugen Wärmepumpen als multifunktionelle Technologie im Alt- und Neubau wie auch in industriellen Anwendungen“, betont Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des BWP. Allerdings laste auf Luft/Wasser-Wärmepumpen vielfach ein negatives Image als „Energiefresser“ – trotz des großen Marktpotenzials. Die Hochschule Luzern erarbeitet daher mit den Projektpartnern von Emerson Climate Technologies GmbH und Ziehl-Abegg Schweiz AG in einem vom schweizerischen Bundesamt für Energie (BFE) geförderten Forschungsprojekt breit anwendbare Auslegungs- und Planungsgrundlagen für effiziente, betriebssichere und wirtschaftliche Luft/Wasser-Wärmepumpen mit kontinuierlicher Leistungsregelung. „Das Projekt liefert beeindruckende Ergebnisse. Diese nehmen wir als Anlass, um ein Zeichen für das enorme Leistungsvermögen der Luft/Wasser-Wärmepumpe zu setzen“, so Stawiarski weiter.

Bei Ein/Aus-geregelten Luft/Wasser-Wärmepumpen hängt die Effizienz vor allem von der ungünstigen Betriebscharakteristik ab, welche aus den Eigenschaften des drehzahlkonstanten Kompressors resultiert. Mit steigender Umgebungstemperatur nimmt die erzeugte Heizleistung zu statt ab, die Temperaturdifferenzen in Verdampfer und Kondensator erhöhen sich und die Effizienz sinkt. Um eine deutliche Effizienzsteigerung zu erreichen, muss die Regelstrategie der Wärmepumpe so geändert werden, dass die erzeugte Heizleistung kontinuierlich an die erforderliche Heizleistung angepasst wird. Die Forscher entwickelten durch Simulationen und Experimente eine Regelung, die je nach Umgebungszustand und Heizbedarf des Gebäudes den Kältemitteldurchsatz und die Ventilatordrehzahl regelt, das jeweils optimale Abtauverfahren (Prozessumkehr, Ventilatornachlauf) auswählt und die Abtauung zum optimalen Zeitpunkt einleitet beziehungsweise beendet.

Erste Testergebnisse mit dem Prototyp einer nach diesem Verfahren leistungsgeregelten Luft/Wasser-Wärmepumpe zeigen nun, dass die kontinuierliche Anpassung der erzeugten an die erforderliche Heizleistung tatsächlich die Effizienz auffällig steigert – und zwar um 20 bis 50 Prozent im Vergleich zu Ein/Aus-geregelten Anlagen. Voraussetzung dafür ist der Einsatz von Kompressoren und Ventilatoren mit geeignetem Teillastverhalten, weiten zulässigen Regelbereichen und hohen Teillast-Wirkungsgraden.

Je höher die Effizienz von Wärmepumpen, desto geringer der Primärenergieverbrauch und die CO2-Bilanz. Hocheffiziente Wärmepumpen sind damit ökologisch zukunftsweisend und helfen zudem, Heizkosten zu sparen. „Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind phänomenal. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, in die weitere Forschung und Entwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie zu investieren“, resümiert Stawiarski.