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Elegante Kettenbildung mit Nano

Elegante Kettenbildung: Münsteraner lösen chemisches Problem mithilfe der Nanotechnologie

Physiker entwickeln gemeinsam mit Chemikern einfaches und energieeffizientes Verfahren zur Erzeugung langkettiger linearer gesättigter Polymere / Publikation in "Science". Wie bringt man kurze Ketten aus reaktionsträgen, linearen ("spaghettiförmigen") Kohlenwasserstoffmolekülen dazu, eine einzige lange Kette zu bilden? Für Chemiker ist das ein schwieriges und seit Langem bekanntes Problem. Sie können solche Ketten nur mühsam und mit einem sehr hohen Energieaufwand erzeugen.
Münstersche Wissenschaftler vom Center for Nanotechnology (CeNTech) und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) haben nun mithilfe eines nanotechnologischen Ansatzes eine elegante Lösung gefunden. Bei dem neuen Verfahren verknüpfen sich Kohlenwasserstoffketten "von selbst" an ihren Enden miteinander und erzeugen lange Molekülketten, sogenannte langkettige lineare gesättigte Polymere. Das Verfahren funktioniert einfach und ohne großen Energieaufwand. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachmagazins "Science" von ihrer Entdeckung.

Die Physiker vom CeNTech und vom Physikalischen Institut der WWU – ein Team um Dr. Dingyong Zhong, Professor Harald Fuchs und Professorin Lifeng Chi – haben einen nanotechnologischen Trick eingesetzt: Extrem feine Goldkanäle, die kaum breiter sind als die Kohlenwasserstoffketten, zwingen die Moleküle, sich alle entlang der gleichen Achse auszurichten. Da die Moleküle sich nur gestreckt innerhalb der Kanäle vor- und zurückbewegen können, treffen die Enden automatisch frontal aufeinander, "kleben" zusammen und bilden lange Ketten – lineare Polymere. Was auf diese Weise einfach klappt, ist mit herkömmlichen Methoden ein Problem. Denn dass sich aus den kurzen Ketten eine lange bildet, ist eigentlich unwahrscheinlich, ähnlich wie bei Spaghetti, die in einem Topf auf dem Herd schwimmen. Selbst wenn die Enden der Nudelschnüre sehr klebrig wären, würden nur sehr selten zwei Enden zufällig genau frontal aufeinandertreffen und zusammenkleben. Dass sich eine sehr lange Spaghetti-Kette bildet, wäre kaum zu erwarten.

Die Goldkanäle entstehen bei leichter Erwärmung des Metalls von selbst. Diese sogenannte Selbstorganisation macht das Verfahren sehr einfach – die Oberfläche muss nicht aufwendig von den Wissenschaftlern strukturiert werden. Ein weiterer Clou: Die Goldatome aktivieren die Kohlenwasserstoffketten, machen sie also für die Reaktion bereit. Normalerweise sind die von den Forschern eingesetzten Kohlenwasserstoffketten reaktionsträge. Sie reagieren also kaum von selbst mit anderen Molekülen. Nach herkömmlichen Methoden müssen Chemiker zur Aktivierung zunächst viel Energie einsetzen, in der Regel sehr hohe Temperaturen. Mit dem neuen Verfahren wird diese Energie gespart.

Damit das Verfahren funktioniert, muss es unter Ultrahochvakuumbedingungen stattfinden, und es sind sehr saubere Goldoberflächen nötig. Die langen Kanäle in den Goldoberflächen haben einer Breite von nur etwas über einem Nanometer, also einem millionstel Millimeter. "In der Fachwelt spricht man bei diesen Strukturen auch von einem eindimensionalen ‚Confinement‘, das die Stoffe, die miteinander chemisch reagieren, in eine bestimmte räumliche Position bringt", erläutert Harald Fuchs. "So tritt, wie in diesem Fall, im Wesentlichen nur die gewünschte Reaktion an den Kettenenden auf."

Für den Erfolg der Arbeit war die enge Zusammenarbeit der Physiker mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gerhard Erker vom Organisch-Chemischen Institut der WWU entscheidend. Um die Ergebnisse abzusichern, waren zahlreiche Kontrollversuche erforderlich. Dazu hat die Arbeitsgruppe von Gerhard Erker in Kooperation mit dem CeNTech-Team speziell synthetisierte Moleküle bereitgestellt. So konnten die Forscher zum Beispiel demonstrieren, dass bei Molekülen mit nur jeweils einem reaktiven ("klebrigen") Ende tatsächlich wie erwartet nur kurze Ketten aus genau zwei Molekülen auftreten – ein Beleg dafür, dass das Verfahren funktioniert und die chemische Reaktion steuerbar ist. Darüber hinaus konnten die Münsteraner ihre Ergebnisse mit theoretischen Rechnungen untermauern.

"Die Ergebnisse sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie eine geschickte Kombination von Nanowissenschaften und organischer Chemie neue Wege der energieschonenden Erzeugung von linearen gesättigten Polymeren ermöglicht", betont Harald Fuchs. "Diese Polymere sind Materialien, die für die Industrie von großem praktischem Interesse sind." So könnten sie beispielsweise der einfachen und kostengünstigen Herstellung hochwertiger Kunststoffe dienen.

Herz-Kreislauf-Medizin als High-Tech-Medizin

Herz-Kreislauf-Medizin als High-Tech-Medizin

82. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

Mannheim (pts024/30.03.2016/11:35) – "Herz-Kreislauf-Medizin
– High-Tech-Medizin" ist das Motto der 82. Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die vom 30. März bis 2. April in
Mannheim stattfindet. Und das zu Recht, so DGK-Präsident Prof. Dr.
Karl-Heinz Kuck (Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg): "Die wichtigsten
therapeutischen Fortschritte der vergangenen Jahre, die Herzpatienten
heute zugutekommen, sind den Innovationen in der interventionellen
Kardiologie geschuldet. Mittels Herzkatheter sind heute Eingriffe
möglich, die noch vor kurzem geradezu futuristisch erschienen und kaum
vorstellbar waren."

Beispiele sind der Siegeszug der kathetergestützten
Aortenklappenimplantation (TAVI), die Behandlung geschädigter
Mitralklappen via Katheter oder die Entwicklungen im Bereich der
Katheter-Ablation bei Herzrhythmusstörungen. Damit die Innovationen in
optimaler Weise bei den Patienten ankommen, die davon profitieren, setzt
die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie ihre Qualitätsoffensive fort
und bereitet weitere Zertifizierungen für Spezialeingriffe vor. Die
Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses für Krankenhäuser, die
Aortenklappen-Eingriffe mittels Katheter durchführen, sollten im Licht
aktueller Daten überarbeitet werden, fordert der DGK-Präsident. http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/kardiologie-als-high-tech-medizin-dgk-sichert-hohe-behandlungsqualitaet-vorschriften-an-neue-er/

Auf der Jahrestagung der DGK werden zahlreiche neue
Studien zur interventionellen Kardiologie ebenso wie zu vielen anderen
Teilgebieten der Herz-Kreislauf-Medizin präsentiert.

Kardiologie-Innovationen: Biomarker für effektive und sichere Diagnosen

Wichtige Neuerungen der medikamentösen
Herz-Kreislauf-Medizin stehen auf der Agenda der DGK-Jahrestagung.
Besonders dynamisch entwickelt sich das Gebiet der Biomarker, die
Diagnosen rascher, effektiver und sicherer machen, berichtet Prof. Dr.
Stefan Blankenberg (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf).
http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/kardiologie-innovationen-biomarker-fuer-effektive-und-sichere-diagnosen/

Männliches Übergewicht belastet das Herz stärker

Übergewicht wirkt sich bei Männern und Frauen
unterschiedlich aus, zumindest was ihre Herzgesundheit betrifft. Obwohl
übergewichtige Frauen einen höheren Körperfettanteil als übergewichtige
Männer haben, weisen Männer einen höheren Bauchumfang und eine stärkere
Entwicklung von Herzfett auf. Außerdem haben adipöse Männer schlechtere
Blutzucker- und Triglyzeridwerte, zeigen stärkere Anzeichen einer
Atherosklerose und leiden häufiger unten dem metabolischen Syndrom. Das
zeigt eine Studie aus München und Regensburg, die auf der DGK-
Jahrestagung präsentiert wurde. Anderen Daten zufolge sollte man das
Konzept eines "metabolisch gesunden" Übergewichts nicht überschätzen:
Auch wer übergewichtig ist, ohne ein metabolisches Syndrom aufzuweisen,
sammelt Risikofaktoren. http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/maennliches-uebergewicht-belastet-das-herz-staerker/

Vorhofflimmern bei Frauen und Männern: Auf der Suche nach geschlechtsspezifischer Vorbeugung

Unterschiedliche Zusammenhänge zwischen klassischen
Risikofaktoren und Vorhofflimmern bei Frauen und Männern könnten
Hinweise auf Unterschiede bei der Entstehung und Entwicklung dieser
häufigsten Herzrhythmusstörung geben. Neue Studienergebnisse legen die
Suche nach geschlechtsspezifischen Präventionsstrategien nahe. Das
berichtet PD Dr. Renate Schnabel (Universitäres Herzzentrum Hamburg).
http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/vorhofflimmern-bei-frauen-und-maennern-auf-der-suche-nach-geschlechtsspezifischer-vorbeugung/

Schlaganfall-Vorbeugung mittels Stent in der Halsschlagader wirkt auch bei sehr alten Patienten

Gute Nachrichten für ältere Patienten: Durch das
Implantieren eines Stents in die Halsschlagader lassen sich im
Langzeitverlauf bei Patienten unterschiedlichen Alters Schlaganfälle
gleichermaßen effektiv verhindern, so Dr. Jakob Ledwoch (Klinikum
Neuperlach, München) auf dem Herzkongress.
http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/schlaganfall-vorbeugung-mittels-stent-in-der-halsschlagader-wirkt-auch-bei-sehr-alten-patienten/

Herzschwäche-Patienten profitieren von implantiertem Resynchronisations-Gerät genauso wie jüngere

Ältere Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
über 75 Jahre profitieren von der Implantation eines Geräts zur
Kardialen Resynchronisations-Therapie (CRT) in gleichem Ausmaß wie
jüngere, zeigt eine Auswertung des Deutsche DEVICE Registers. http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/herzschwaeche-patienten-profitieren-von-implantiertem-resynchronisations-geraet-genauso-wie-juengere/

TAVI-Klappen sind ebenso haltbar wie chirurgische Klappenprothesen

Dass die mittels TAVI implantierten Klappen auch
bezüglich ihrer Haltbarkeit den konventionellen chirurgischen
Klappenprothesen gleichwertig sind, zeigt eine aktuelle Studie des
Herzzentrums Brandenburg, Immanuel Klinikum Bernau. Untersucht wurden
alle Patienten, denen an diesem Zentrum zwischen 2008 und 2011
Transkatheter-Klappen implantiert wurden, also Klappentypen der frühen
Generation. Bei keinem Patienten gab es eine Degeneration der
Klappenprothese, die einen neuerlichen Eingriff erforderlich gemacht
hätte. Insgesamt konnte das Bernauer Forscherteam keine relevanten
degenerativen Veränderungen in den Klappenprothesen beobachten, auch
nicht bei der längsten Implantationsdauer von sieben Jahren, berichtet
Studienautorin Dr. Sarah Sophie Tamm.
http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/katheter-gestuetzter-aortenklappen-ersatz-vielen-neue-studien-zu-sicherheit-und-wirksamkeit/

Röntgenlaser deckt Entmagnetisierungsprozess auf

Röntgenlaser FLASH deckt schnellen Entmagnetisierungsprozess auf

Forscherteam entdeckt überraschenden Effekt bei der Ummagnetisierung von Ferromagneten

Forscher von TU Berlin, DESY und der Universität Paris haben im Rahmen einer internationalen Kollaboration am Freie-Elektronen-Laser FLASH einen überraschenden Effekt bei der Entmagnetisierung von ferromagnetischen Stoffen entdeckt. Elektronen können sich dabei blitzschnell zwischen Bereichen mit verschiedener Magnetisierung hin- und herbewegen und so die Entmagnetisierung des Materials beeinflussen, fand das Forscherteam um Prof. Stefan Eisebitt von der Technischen Universität Berlin heraus. Dieser Effekt könnte bei der Verkleinerung von magnetischen Speichern eine entscheidende Rolle spielen. �Optische Demagnetisierung ist das mit Abstand schnellste Verfahren, um lokal die Magnetisierung zu ändern, und diese wiederum ist die Grundlage von magnetischer Datenspeicherung�, erklärt Eisebitt. �Optische Verfahren könnten deshalb helfen, magnetische Speicher zukünftig schneller zu machen.� Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Untersuchungsergebnisse jetzt in der aktuellen Ausgabe des Magazins �Nature Communications� (DOI 10..1038/ncomms2108).

Auf die Spur gekommen sind die Forscher dem Effekt bei Experimenten zu einem Phänomen, das schon seit fast 20 Jahren ein heißes Forschungsthema ist: Seitdem ist bekannt, dass man Ferromagneten, zum Beispiel magnetisiertes Eisen, durch Einstrahlung von Laserlichtpulsen extrem schnell entmagnetisieren kann. In wenigen 100 Femtosekunden (eine Femtosekunde, 10-15 s, ist der milliardste Teil einer millionstel Sekunde) bricht die Magnetisierung zusammen, und der Ferromagnet wird unmagnetisch. Die Magnetisierung baut sich dann nach einiger Zeit wieder auf. Bei der Untersuchung dieses Prozesses am Röntgenlaser FLASH sind die Forscher jetzt einem weiteren Mechanismus auf die Spur gekommen, der zur Entmagnetisierung führt. Er tritt in dem � sehr häufigen � Fall auf, dass das Material in magnetische Domänen aufgeteilt ist. �Beim Beschuss mit Laserlicht können freigesetzte Elektronen, die durch das Material flitzen, die Domänengrenzen überwinden und sozusagen `die Seite wechseln´. So gelangen sie aus einer Domäne in eine andersherum magnetisierte Domäne. Dort tragen Sie dazu bei, die lokale Magnetisierung zu zerstören�, erklärt Nachwuchswissenschaftler und Erstautor der Veröffentlichung Bastian Pfau von der TU Berlin. �Auf diese Weise entsteht in Materialien mit nanometer-kleinen Domänen eine zusätzliche Möglichkeit der Demagnetisierung, sobald die Elektronen durch den Laserbeschuss beweglicher werden.� Ein solches Wechselspiel zwischen zwei magnetischen Domänen wurde zwar bereits vermutet, ist bisher aber nie beobachtet worden.

Voraussetzung für diese Art der Entmagnetisierung ist, dass das Grundmaterial in magnetische Domänen aufgeteilt ist � der Normalfall bei Ferromagneten. So besteht ein unmagnetisierter Eisenstab aus vielen mikroskopisch kleinen Bereichen, innerhalb derer die Magnetisierung zwar gleich ausgerichtet ist; die Magnetisierung dieser Minibereiche zueinander ist jedoch beliebig. Wird der Eisenstab magnetisiert, zum Beispiel indem von außen ein magnetisches Feld angelegt wird, dann richten sich die Magnetfelder der einzelnen Domänen parallel aus; der Eisenstab insgesamt wird magnetisch. �Das magnetische Moment wird dabei zu großen Teilen durch den Spin, die Eigenrotation, der Elektronen getragen�, erklärt Dr. Leonard Müller, einer der DESY-Forscher, die an der Untersuchung beteiligt waren. �Die beweglichen Elektronen können daher einen Teil der Magnetisierung durch die Probe transportieren und insbesondere an Domänengrenzen zu Veränderungen führen.�

Die Experimente führten die Forscher, die außer von der TU Berlin und DESY vom Helmholtz Zentrum Berlin, den Universitäten Hamburg und Paris sowie sechs weiteren Forschungseinrichtungen kommen, an DESYs Freie-Elektronen-Laser FLASH in Hamburg durch. Sie untersuchten Proben aus einem Kobalt-Platin-Schichtsystem, das winzige Labyrinth-ähnliche magnetische Domänen enthält. Die Arbeitsgruppe löste zunächst mit einem extrem kurzen Puls eines Infrarotlasers die Entmagnetisierung der Probe aus. Nach einer �Wartezeit� von einigen hundert Femtosekunden wurde dann mit Hilfe des Röntgenlaserlichts von FLASH die aktuelle Magnetisierung der Probe analysiert. �Mit seinen ultrakurzen Röntgenblitzen von unter hundert Femtosekunden Dauer ist FLASH in der Lage, dabei gleichzeitig auch kleinste Veränderungen in der Größe und den Eigenschaften der magnetischen Domänen festzustellen�, erklärt Dr. Christian Gutt von DESY.

Diese sogenannten �Anrege-Abfrage�-Experimente (engl..: �Pump-Probe�), bei denen ein System zunächst angeregt wird, um eine bestimmte Zeit später danach abgefragt zu werden, können extrem schnelle Zeitabläufe von chemischen oder physikalischen Änderungen einer Probe aufzeichnen. Allerdings müssen dafür zwei gepulste Femtosekundenlaser exakt miteinander synchronisiert und beide genau auf dieselbe Stelle der winzigen Probe fokussiert werden. �Ultrakurze Röntgenpulse wie die von FLASH können dabei wegen ihrer kurzen Wellenlänge auch Änderungen in nur wenigen Nanometer großen Strukturen nachweisen�, sagt Prof. Jan Lüning von der Universität Pierre und Marie Curie in Paris.

In den Untersuchungen des Forscherteams zeigte sich nun, dass die anfänglich scharfen Grenzen zwischen unterschiedlichen Domänen kurze Zeit nach dem Infrarot-Laserpuls �verschmiert�, also unscharf werden � die Grenzen zwischen verschieden magnetisierten Domänen verbreitern sich, da die Elektronen die Domänengrenzen durchstoßen. Dies wurde sichtbar, indem die kurz nach der Anregung auf die Probe auftreffenden �Abfrage�-Röntgenpulse des FLASH-Beschleunigers von den magnetischen Domänen etwas schwächer aus ihrer Flugrichtung abgelenkt wurden als zuvor. Umfangreiche Simulationen der Elektronenbewegung bestätigten, dass diese Beobachtung mit einem theoretisch vorhergesagten Mechanismus der Entmagnetisierung durch einen Domänenwechsel durch Elektronen erklärbar ist.

�Unsere Forschungen zeigen, dass die Lage und Dichte magnetischer Domänengrenzen das Demagnetisierungsverhalten beeinflussen kann�, erklärt Stefan Eisebitt. �Das liefert einen neuen Ansatz, um zukünftig durch den gezielten Aufbau magnetischer Nanostrukturen schnellere und kleinere magnetische Datenspeicher zu entwickeln.�

Neues Coronavirus zwischen Menschen übertragbar

Neues Coronavirus zwischen Menschen übertragbar
Britische Wissenschaftler sehen nur geringe Gefahr einer Pandemie
 
Neues Virus: gibt Experten immer noch Rätsel auf (Foto: pixelio.de, G. Altmann)

London (pte016/14.02.2013/10:25) – Die Health Protection Agency http://www.hpa.org.uk hat eigenen Angaben nach jetzt die klarsten Beweise dafür, dass eine neue Erkrankung der Atemwege, die SARS ähnlich ist, von einem Menschen auf den anderen übertragen werden kann. Infektionen können durch den Kontakt mit Tieren entstehen. Kann sich das Virus über Menschen verbreiten, bedeutet das eine viel ernstere Gefahr.

Behörden geben Entwarnung

Die Experten gehen davon aus, dass in Großbritannien ein Mann von seinem Vater angesteckt worden ist. Offizielle Stellen und Experten wie John Oxford von der Queen Mary University of London http://qmul.ac.uk vermuten jedoch, dass die Gefahr für die Bevölkerung sehr gering ist. Bis heute gibt es weltweit elf bestätigte Erkrankungen. Symptome sind eine Lungenentzündung und fallweise ein Versagen der Nieren.

Fünf Patienten sind bisher an den Folgen der Krankheit gestorben. Der aktuelle Fall ist der dritte in Großbritannien bestätigte, berichtet die BBC. Es wird davon ausgegangen, dass die Krankheit vom zweiten Patienten auf den dritten übertragen wurde. Es gab bereits früher Vermutungen bei Fällen im Mittleren Osten. Eine Bestätigung dafür lag allerdings nicht vor.

Der dritte Patient wird derzeit im Queen Elizabeth Hospital http://www.uhb.nhs.uk/new-hospital.htm in Birmingham behandelt. Es ist bekannt, dass dieser an anderen Erkrankungen leidet, die sein Immunsystem geschwächt haben. Dadurch könnte er anfälliger für eine Infektion geworden sein. Es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass es zu einer Verbreitung des Virus im Krankenhaus kommt.

Herkunft des Virus unbekannt

Die genaue Herkunft des neuen Virus ist immer noch unbekannt, ebenso wie er sich verbreitet. Die meisten Theorien gehen davon aus, dass das Virus von Tieren stammt. Es scheint eine enge Verbindung zu Fledermäusen zu geben. Die WHO berichtete im November 2012 von Erkrankungen innerhalb einer Familie in Saudi Arabien.

Es war jedoch nicht festzustellen, ob sich jeder Patient einzeln angesteckt oder ob sich das Virus innerhalb der Familie ausgebreitet hatte. Bekannt ist laut einem WHO-Sprecher nur, dass es bei der Pflege der Kranken zu Körperkontakt gekommen ist. Es sei daher nicht auszuschließen, dass es eine Übertragung von einer Person zu einer anderen gegeben hat.

Handy statt Klötze: Kinder nur noch vor Bildschirm

Handy statt Klötze: Kinder nur noch vor Bildschirm

Heranwachsende verbringen schon 18,6 Stunden pro Woche mit Games

Draußen spielen: ein seltener Anblick (Foto: Daniel Kocherscheidt, pixelio.de)
Draußen spielen: ein seltener Anblick (Foto: Daniel Kocherscheidt, pixelio.de)

Wilton/Washington (pte001/20.03.2018/06:00) –

Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren verbringen inzwischen mehr Zeit
mit elektronischen Geräten, als im Freien oder drinnen zu spielen. Zu
diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Spielzeugherstellers
Melissa & Doug http://melissaanddoug.com in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Gallup http://gallup.com .

Eltern wollen nur Erfolge

Laut den Researchern kommen Kinder pro Woche im
Durchschnitt auf 18,6 Stunden mit Bildschirm-Spielen. Nur 14,6 Stunden
werden mit traditionellen Spielen drinnen verbracht. Im Freien werden
wöchentlich im Schnitt nur etwa 10,6 Stunden gespielt. "Das Spielen ist
doch dafür verantwortlich, all die Fähigkeiten aufzubauen, die am
wichtigsten sind, um uns zu unabhängigen, selbstständigen und
problemlösenden Erwachsenen zu machen", mahnt Melissa Bernstein von
Melissa & Doug.

Trotz der bekannten physischen, kognitiven, sozialen
und emotionalen Vorteile rückt die Spielzeit für schulische,
organisierte und strukturierte Aktivitäten in den Hintergrund. Dies ist
den Researchern zufolge besonders darauf zurückzuführen, dass Eltern
sich vermehrt darauf konzentrierten, "erfolgreiche" Kinder zu erziehen.

Kreativität richtig ausleben

80 Prozent der befragten Eltern bestätigen zwar, dass
unstrukturiertes, von Kindern geleitetes Spiel zur Förderung der
Kreativität beiträgt, aber nur 22 Prozent gaben Kreativität als eine der
wichtigeren Qualitäten für Kinder im Alter von zehn Jahren an. Die
American Academy of Pediatrics http://aap.org empfiehlt Eltern etwa, Spielgruppen zu organisieren, die bereits im
Alter von zwei oder drei Jahren beginnen. Die Aktivität der Kinder soll
dabei nicht vorgegeben werden, sondern lediglich ein paar Werkzeuge, mit
denen sie zusammen spielen können und ihrer eigenen Fantasie freien
Lauf lassen.

Öffentliches Rauchverbot in der Diskussion

Tayside/Heidelberg (pte/12.10.2006/15:30) – Rauchverbote in
öffentlichen Räumen werden von der breiten Bevölkerung nicht nur
akzeptiert, sondern auch gewünscht und führen darüber hinaus zu einer
enormen Verbesserung des Gesundheitszustandes der
Gastronomiemitarbeiter. Wie gestern, Mittwoch, das Journal of the
American Medical Association (JAMA) http://www.jama.ama-assn.org/
berichtete, geht dies aus einer europäischen Studie hervor, die den
Gesundheitszustand von Angestellten in der Gastronomie direkt nach der
Einführung des gesetzlichen Rauchverbotes in Schottland untersuchte.
Auch im restlichen Europa wird der Ruf nach einem derartigen Verbot
immer lauter.

Schottland führte im Frühjahr dieses Jahres das gesetzliche Rauchverbot
in öffentlichen Lokalen ein. Die vorliegende Studie verfolgte den
Gesundheitszustand von über 100 Gastronomie-Mitarbeitern über einen
Zeitraum von fünf Monaten. Wie gezeigt werden konnte, hatten etwa 80
Prozent aller Probanden vor der Einführung des Rauchverbots Probleme
durch Atemwegserkrankungen. Ein Monat nach dem Verbot gaben bereits 26
Prozent der Untersuchten eine Verbesserung der Symptome an. Weitere
zwei Monate später stieg diese Zahl auf knapp 47 Prozent an.

Mark D. Eisner von der University of California in San Francisco
widerspricht in diesem Zusammenhang drei gängigen
Pro-Raucher-Argumenten. Erstens halten sich die Betreiber der
Restaurants und Bars nicht an das Verbot. "Vier Jahre nach der
Einführung des gesetzlichen Rauchverbotes in der kalifornischen
Gastronomie sind 99 Prozent der Restaurants und 76 Prozent der Bars
rauchfrei. In Irland und Neuseeland sind die Zahlen ebenfalls nahezu
perfekt", so Eisner. Das zweite Argument sei, dass die Öffentlichkeit
keine rauchfreien Bars und Restaurants akzeptieren würde. "Wie
internationale Studien zeigen, befürworten die meisten Menschen
rauchfreie Restaurants und Bars. Die Zustimmung steigt nach der
Einführung des Verbots sogar nochmals an", erklärte Eisner. Drittens
würde ein öffentliches Rauchverbot zu Umsatzeinbußen in der Gastronomie
führen. Wie Eisner angab, haben zahlreiche Untersuchungen ergeben, dass
die Umsätze in der Gastronomie nach dem Rauchverbot teilweise sogar
gestiegen sind.

"Das sind typische Erfahrungen, die man in rauchfreien Ländern gemacht
hat", erklärt Martina Pötschke-Langer vom Deutschen
Krebsforschungszentrum http://www.dkfz.de im Gespräch mit pressetext.
"Der Gesundheitszustand der Gastronomieangestellten hat sich enorm
verbessert und die Bevölkerung befürwortet rauchfreie Lokale. Vor allem
Familien mit Kindern und Menschen mit asthmatischen Erkrankungen sind
für das Rauchverbot", so Pötschke-Langer. In Deutschland sind rund zwei
Drittel der Bevölkerung für ein Rauchverbot innerhalb der Gastronomie.
Nächste Woche tritt eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus beiden
Koalitionsparteien zusammen und arbeitet einen eventuellen
Gesetzesvorschlag aus.

"Ein solches Verbot wäre unbedingt notwendig. In der Gastronomie sind
etwa eine Mio. Mitarbeiter betroffen. Über 70.000 Babys sind bereits im
Mutterleib den Schadstoffen des Tabakrauches ausgesetzt. Weiters sind
Tausende stillende Mütter in der Gastronomie tätig. Aus
muttschutzrechtlicher Sicht müssten diese Frauen eigentlich in Karenz
gehen. Das tun sie aber meistens nicht, da sie sich entweder den
Verdienstausfall nicht leisten können oder Angst haben, nach der vollen
Karenzzeit ihren Arbeitsplatz zu verlieren", erklärt Pötschke-Langer im
Gespräch mit pressetext.

Greenpeace-Ranking: Null Punkte für Nintendo

Toxikologen berücksichtigen erstmals auch TV-Geräte und Spielkonsolen

Amsterdam (pte/27.11.2007/12:47) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.org hat heute, Dienstag, den aktuellen Bericht des vierteljährlich erscheinenden "Leitfadens zur grünen Elektronik" veröffentlicht. Zum ersten Mal wurden auch Unternehmen unter die Lupe genommen, die TV-Geräte und Spielkonsolen produzieren. Das wurde dem japanischen Hersteller Nintendo sogleich zum Verhängnis, der Konzern findet sich am untersten Ende der Skala mit null von zehn möglichen Punkten wieder. "Es ist eine schockierende Tatsache für uns, dass es für ein Unternehmen möglich ist, null Punkte zu erreichen", sagt Zeina Alhajj, Toxikologin bei Greenpeace, im Gespräch mit pressetext. Allerdings liefere Nintendo überhaupt keine Daten zu verwendeten Chemikalien oder Informationen zu Produktrücknahmeprogrammen für Kunden.

"Wir haben uns anfänglich auf PCs und Handys konzentriert, weil diese Geräte üblicherweise einen sehr kurzen Produktlebenszyklus haben. Mit der nun stattfindenden Umstellung auf digitales Fernsehen werden jedoch viele TV-Geräte ausgewechselt und somit zu Müll. Wir wollen mit unserem Leitfaden nach und nach die gesamte Branche abdecken, weshalb wir diese Produkte nun erstmals berücksichtigen", erläutert Alhajj. Einen ähnlichen Grund hat die Aufnahme von Spielkonsolen. "Es handelt sich hierbei um einen mittlerweile sehr großen Markt, der zudem stark wächst." Im vergangenen Jahr wurden auf diesem Sektor über 62 Mio. Geräte verkauft.

Nur wenig besser als Nintendo schlugen sich die Konzerne Microsoft, Philips und Sharp. "Es ist jedoch gut zu sehen, dass Unternehmen wie Sharp und Microsoft zumindest einen Zeitplan dafür haben, Materialien wie PVC und bromierte Flammschutzmittel aus ihrer gesamten Produktion zu nehmen", meint Iza Kruszewska, Leiterin der internationalen Greenpeace-Kampagne. "Wir sehen bei allen Unternehmen, die sich aktuell am untersten Ende der Skala befinden Spielraum für Verbesserungen. Wir hoffen, dass die Unternehmen reagieren und sich bis zum nächsten Mal deutlich steigern werden", so Alhajj.

Im aktuellen Greenpeace-Report gab es zudem einen Wechsel an der Spitze. Handyhersteller Nokia wurde von Konkurrent Sony Ericsson abgelöst. Grund hierfür waren Strafpunkte, die von den Toxikologen an Nokia aber auch an Motorola vergeben wurden. Die Umweltschutzorganisation testete die Produktrücknahmeprogramme der Unternehmen in sechs Ländern, wo diese laut Homepage angeboten werden. "Die Nokia-Niederlassungen auf den Philippinen sowie in Thailand, Argentinien, Russland und Indien waren nicht über die angegebenen Programme informiert", berichtet Alhajj. Das Motorola-Personal war in Thailand, Indien und auf den Philippinen ebenfalls nicht in der Lage, Angaben über entsprechende Sammelstellen machen. Nokia stürzte auf Rang neun ab, Motorola landete auf Platz vierzehn. "Sehr positiv hat sich Toshiba entwickelt. Das Unternehmen hat einige Chemikalien aus seinen Produkten eliminiert. Man kann sagen, dass deren Laptops nun um einiges grüner sind", lobt Alhajj den Elektronikkonzern.

In das Greenpeace-Ranking fließen neben dem tatsächlichem Verzicht auf giftige Materialien auch Programme mit ein, die zu einer sauberen Produktion führen sollen. So haben Apple, Pansonic, Samsung, Sharp und Sony mittlerweile versichert, PVC und bromierte Flammschutzmittel aus ihrer Produktion verbannt zu haben. "Versprechen alleine werden künftig jedoch nicht mehr ausreichen, eine Topplatzierung zu halten", sagt Alhajj. Unternehmen, die eine Führungsposition im verantwortungsvollem Umgang mit der Umwelt einnehmen wollen, müssen ihre Produkte ohne Verwendung schädlicher Chemikalien fertigen. Des weiteren müssen sie Programme anbieten, in deren Rahmen alte Geräte zurückgenommen und entsprechende entsorgt werden, so die Greenpeace-Forderung.

Kindliches Schnarchen kann Verhalten stören

Kindliches Schnarchen kann Verhalten stören
Schlafprobleme beeinflussen Entwicklung des Gehirns
 
Schlafendes Kind: Schnarchen beeinträchtigt das Gehirn (Foto: Flickr/Santa Rosa)

New York (pte010/05.03.2012/10:20) – Kinder, die schnarchen oder nachts an anderen Störungen der Atmung leiden, sind später häufiger von Verhaltensproblemen betroffen. Schlaf-Apnoe und Schnarchen führen später im Leben zu Erkrankungen wie Hyperaktivit, berichten Forscher vom Albert Einstein College of Medicine der Yeshiva University http://www.einstein.yu.edu in der Fachzeitschrift "Pediatrics". Laut Studienleiterin Karen Bonuck könnten Schlafprobleme die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen.

Jedes zehnte Kind schnarcht

Schätzungen gehen laut BBC davon aus, dass eines von zehn Kindern regelmäßig schnarcht und zwei bis vier Prozent an Schlaf-Apnoe leiden. Das bedeutet, dass die Atmung während des Schlafes blockiert und unterbrochen ist. Häufig sind dafür vergrößerte Mandeln oder Nasenpolypen verantwortlich. Bei Erwachsenen kann das zu schwerer Tagesmüdigkeit führen. Bereits bisher gab es Hinweise für einen möglichen Zusammenhang zu Verhaltensproblemen bei Kindern – wie etwa zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.

Gehirn schlecht versorgt

Mehr Klarheit sollte die aktuelle Studie bringen, zu der Daten von 11.000 englischen Kindern ausgewertet wurden. Die Forscher ersuchten die Eltern, per Fragebogen das Ausmaß des Schnarchens ihres Kindes, eine etwaige eigene Schlaf-Apnoe in den ersten sechs oder sieben Lebensjahren sowie die eigenen Beurteilung des Verhaltens der Kinder anzugeben. Das Ergebnis: Kinder mit Atmungsproblemen entwickeln bis zum siebten Lebensjahr um 40 und 100 Prozent häufiger neurologische Verhaltensstörungen.

Bonuck geht gegenüber der BBC davon aus, dass Atemprobleme während des Schlafs auf ganz verschiedene Art und Weise zu Verhaltensproblemen führen können. Die Sauerstoffversorgung des Gehirns wird verringert, der Regenerationsprozess während des Schlafes wird unterbrochen. Zusätzlich könnte es auch zu Störungen der Balance in der Gehirnchemie kommen.

Unterschätzte Ursache

Die Wissenschaftlerin betont, dass es bis jetzt keine starken Hinweise darauf gegeben habe, dass eine gestörte Atmung während des Schlafs Verhaltensproblemen wie Hyperaktivität vorausgeht. "Diese Studie zeigt jedoch deutlich, dass diese Symptome den Verhaltensproblemen vorangehen und damit liegt nahe, dass sie auch diese verursachen."

Marianne Davey von der British Snoring and Sleep Apnoea Society http://www.britishsnoring.co.uk bezeichnet Schlafprobleme als ein zu wenig bekannter Grund für Verhaltensprobleme. "Patienten erkennen oft keinen Zusammenhang und erwähnen diese Probleme daher auch bei Arztbesuchen nicht. Kinder werden mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung diagnostiziert und erhalten fallweise sogar Medikamente. Das ist falsch. Wenn die Schlafprobleme behandelt werden, bessert sich auch das Verhalten fast sofort."

UNESCO ernennt KIT zum „Lernort für Nachhaltige Entwicklung“

Liebe
Frau Landgraf und alle KIT-Mitarbeiter,

zu
dieser Verdienten Auszeichnung möchte ich Euch gratulieren. Mir ist das schon
seit Jahren klar, dass Ihr den Finger am Puls der Zeit habt.

Jean
Pütz


Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche
UNESCO-Kommission (DUK) zeichnen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
für seine herausragenden Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung aus.
Die Jury lobte vor allem die Zielsetzung des KIT, sich allumfassend zu einer
nachhaltigeren Organisation zu entwickeln. Die Preisverleihung fand gestern
Abend (28.11.2018) in Bonn statt.

Fahrradcampus,
Reallabor, Klima- und Umweltforschung, Frühlingstage der Nachhaltigkeit: Am KIT
mangelt es nicht an nachhaltigen Konzepten, Aktivitäten und Ideen. Mit seiner
Größe und technischen Ausrichtung trägt das KIT als Ausbildungsstätte
zukünftiger Akteure und Entscheidungsträger maßgeblich zu einer nachhaltigeren
Zukunft bei. Dafür zeichnete die deutsche UNESCO-Kommission das KIT nun als
„Lernort für Nachhaltige Entwicklung“ aus. Initiiert hatte die Bewerbung um die
Auszeichnung das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium
Generale am KIT zusammen mit der Stabsstelle ZUKUNFTSCAMPUS und der Karlsruher
Schule der Nachhaltigkeit (KSN).

In
Lehrmodulen, Projekten und im Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung
beschäftigt sich das ZAK seit vielen Jahren mit theoretisch-konzeptionellen
Perspektiven der Nachhaltigkeit und vermittelt anwendungsorientiertes Wissen
und Kompetenzen für alle Studierenden des KIT. „Durch das Aufgreifen und
Debattieren des Nachhaltigkeitsdiskurses in unserer Lehre und den
Veranstaltungen der Öffentlichen Wissenschaft, tragen wir zu einer
Sensibilisierung der Gesellschaft und zur Ausbildung eines
Verantwortungsbewusstseins für nachhaltiges Handeln über die Grenzen einzelner
Disziplinen bei“, sagt die Direktorin des ZAK Professorin Caroline Y.
Robertson-von Trotha, die gestern die Auszeichnung von Staatssekretär Christian
Luft und der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Professorin Maria
Böhmer entgegennahm.

Zur
Verankerung der Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung vernetzen die Karlsruher
Schule der Nachhaltigkeit (KSN) und das Netzwerk Nachhaltigkeit am KIT (NeNa)
interessierte Akteure. Die KSN etabliert durch innovative aktive Lehrformate
einen Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und der Zivilgesellschaft.
Ziel ist, dass zukünftig alle Absolventinnen und Absolventen des KIT die
nötigen Kompetenzen entwickeln, um Nachhaltigkeitstransformationen
mitzugestalten.

Neben
der Lehre und dem partizipativen Ansatz lobte die Jury das
Nachhaltigkeitsmanagement am KIT. Mit rund 9 300 Beschäftigten und 25 500
Studierenden entspricht das KIT dem Ressourcenverbrauch einer Kleinstadt. Das
Ziel des KIT ist daher, durch eigenes Tun aktiv zum Klimaschutz beizutragen.
Dazu hat das KIT unter anderem eine Stabsstelle für Nachhaltigkeit
eingerichtet. Die Stabstelle ZUKUNFTSCAMPUS entwickelt nachhaltige Projekte und
unterstützt die Vernetzung mit der Wissenschaft sowie die Partizipation aller
Akteure, um auch nachhaltiges Handeln innerhalb der Organisation zu verankern

Über
das UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)

Seit
2016 zeichnen das BMBF und die DUK im Rahmen der nationalen Umsetzung des
UNESCO-Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ einmal im
Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine aus Mitgliedern der
Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität
Berlin und der DUK bestehende Jury. Neben Lerninhalt, Methoden und
Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure das gesamte Handeln in allen
Bereichen der Institution auf BNE aus. Sie orientieren die eigene
Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit und tragen somit dazu bei, BNE
strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu etablieren.

 

Digitale Bibel: 100 Mio. User lassen sich bekehren

Digitale Bibel: 100 Mio. User lassen sich bekehren
Virtuelle religiöse Texte stellen neuen Hype dar – Vatikan folgt Trend
 
Kreuz: Bibel als Audio-Version verfügbar (Foto: pixelio.de, Witbuh)

Albuquerque/Stuttgart (pte003/21.03.2013/06:10) – Die digitale Bibel-Plattform http://digitalbibleplatform.com ermöglicht Usern den freien Zugang zu digitalen Audio-Aufnahmen von Bibel-Passagen in hunderten von Sprachen. Vor drei Jahren wurde das Portal von Faith Comes by Hearing gestartet und kann durch Streaming, Podcasting oder die Bible.is-App angewandt werden. Eine weitere App für taube oder schwerhörige Menschen wurde entwickelt, um auch diesen Personen den Zugang nicht zu verweigern. Die Bibel-Übersetzung geschieht mithilfe von Zeichensprache. Die Webseite hat innerhalb der vergangenen drei Jahre bereits geschätzte 100 Mio. User erreicht. Auch der Vatikan hat Anfang dieses Monats angekündigt, über 40 Mio. Seiten religiöser Texte zu digitalisieren.

Audio-Version zur Meditation

Ob sich Gläubige von Audio-Aufnahmen lieber berieseln lassen oder die Passagen doch selbst lesen möchten, ist laut Wolfgang Baur, stellvertretender Direktor des Bibelwerks in Stuttgart https://bibelwerk.de , zweckabhängig. "Personen, die die Texte richtig wahrnehmen möchten, lesen die Bibel vielmehr selbst. Wenn sie sie jedoch meditativ einsetzen, hören sie lieber zu", sagt er im Gespräch mit pressetext.

Zusätzlich hänge die Erfolgsquote der digitalen Version ebenfalls von der Verfassung, dem Typus und den Lebensgewohnheiten eines Menschen ab. "Viele müssen täglich lange Fahrten zurücklegen. Da bieten sich Audio-Formate gut an", so der Experte.

Bibelfernkurs für intensive Auseinandersetzung

Im Zeitalter des Internets sei auch die Digitalisierung der Bibel unabwendbar. "Es wird erwartet, Zugang zu allen wichtigen Dokumenten über das Internet zu haben", sagt Baur. Auch das Bibelwerk leistet in diesem Bereich fortschrittliche Arbeit, indem es einen Online-Bibelfernkurs für Interessenten anbietet.

Der Kurs besteht aus drei Levels. "Der erste Lehrgang macht den Teilnehmern Appetit auf die Bibel generell. Er ist Lexikon-artig aufgebaut. Die nächste Stufe ist ein systemischer Kurs, in dem sie die ganze Bibel kennenlernen und nach einer Prüfung mit einem Zertifikat absolvieren", erklärt der Spezialist. Das letzte Level beinhaltet Module, die an Universitäten Einsatz finden und beispielsweise über das Alte und Neue Testament aufklären.