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Menschen im Westen ab Lebensmitte unglücklicher

Menschen im Westen ab Lebensmitte unglücklicher

Gallup-Erhebung: Lebenszufriedenheit nimmt vorhersagbaren Verlauf

Glückliche Frau: Ab der Lebensmitte wird das anders (Foto: pixelio.de, Rondell)
Glückliche Frau: Ab der Lebensmitte wird das anders (Foto: pixelio.de, Rondell)

London (pte014/06.11.2014/10:35) –

Das Glücksgefühl nimmt bei Menschen im reichen Westen beim Erreichen der
Lebensmitte ab, wie eine Studie des University College London http://ucl.ac.uk herausgefunden hat. Die Lebenszufriedenheit je nach Lebensort nahm
einen vorhersagbaren Verlauf. In Ländern wie Großbritannien oder den USA
hatte die Kurve einen u-förmigen Verlauf und erreichte in der
Lebensmitte einen Tiefpunkt. In Afrika waren die Werte niedrig. In
Osteuropa, der früheren Sowjetunion und Lateinamerika nahm die
Lebenszufriedenheit mit zunehmendem Alter ab.

Tiefpunkt zwischen 45 und 54

Die Ursachen hinter diesen Trends sind komplex. Laut
dem leitenden Wissenschaftler Andrew Steptoe gibt es jedoch plausible
Erklärungen und damit auch wichtige Lektionen für die Menschen. Die
aktuelle Studie ist Teil einer Serie im Fachmagazin "The Lancet", die
sich mit der Zunahme von chronischen Erkrankungen und den Auswirkungen
eines geringeren Wohlbefindens auf die Lebensqualität älterer Menschen
beschäftigt

Die Wissenschaftler werteten die Daten der Gallup World Poll http://bit.ly/1z1ktoc für einen Zeitraum von vier Jahren aus. Mit diesen Befragungen werden
mehr als 160 Länder und damit über 98 Prozent der Weltbevölkerung
abgedeckt. Neben Gesundheit und Schmerzen wurden die
Lebenszufriedenheit, Gefühle wie Glück, Trauer und Wut sowie
Beurteilungen über den Sinn und die Bedeutung des Lebens berücksichtigt.
In der westlichen Welt war die Lebenszufriedenheit zwischen 45 und 54
Jahren am geringsten und nahm dann wieder zu.

Laut Mitautor Angus Deaton von der Princeton University http://princeton.edu könnte die Wirtschaft eine Erklärung dafür sein. "In diesem Zeitraum
sind die Gehälter am höchsten und es ist die beste Zeit, um zu arbeiten
und am meisten zu verdienen, auch wenn das auf Kosten der Lebensqualität
geht. Ziel ist es, für später vorzusorgen." Das könnte erklären, warum
ältere Menschen glücklicher sind, obwohl sie langsam gebrechlicher
werden. Höhere Zufriedenheit dürfte demnach auch die zunehmenden
körperlichen Einschränkungen abfangen.

Wirtschaftliche Faktoren relevant

In Ländern wie der früheren Sowjetunion nimmt die
Zufriedenheit mit steigendem Alter ab und ist allgemein geringer als im
Westen. Auch hier könnte die Wirtschaft relevant sein. Ältere in diesen
Ländern haben ein System verloren, das nicht nur ihrem Leben einen Sinn
gegeben, sondern in manchen Fällen auch eine Pension und eine
Gesundheitsversorgung ermöglicht hat. In den Ländern südlich der Sahara
war die Zufriedenheit während des ganzen Lebens sehr gering. Die Werte
für Stress und Sorgen waren im Gegensatz dazu sehr hoch.

Laut Deaton spiegeln die aktuellen Forschungsergebnisse
ohne jeden Zweifel die Erfahrungen einer Region wider – und auch die
Folgen, die sie für ältere Menschen gehabt haben. Steptoe zufolge ist
Geld kein Garant für Glück. Wirtschaftlicher Fortschritt hingegen
fördere jedoch das Wohlbefinden bis zu einem gewissen Grad. "Es sieht so
aus, als ob das Wohlergehen mit dem wirtschaftlichen Erfolg einhergehen
würde."

Deutschland steuert auf neuen Stromexportrekord zu

Das Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme (ISE) stellt ab sofort auf einer eigenen Homepage
(www.energy-charts.de) Daten zur Stromerzeugung in Deutschland
kostenlos
zur Verfügung. In ständig aktualisierten Grafiken lassen sich unter
anderem Zahlen zu Produktion, Preisen sowie Im- und Exportsalden
abrufen. Die Daten entsprechen im Wesentlichen den Informationen, die
Professor Bruno Burger, am ISE zuständig für Energiedaten und
strategische Entwicklung, bereits seit 2011 auf den Internetseiten des
Instituts bereit stellt.
Die Auswertung zeigt für das erste Halbjahr 2014, dass der deutsche
Stromexport ein Saldo von 18,3 Terawattstunden aufweist. Zum Vergleich:
Der Exportsaldo des bisherigen Rekordjahres 2013 betrug im ersten
Halbjahr 14,4 Terawattstunden. Sofern bis Jahresende keine
ungewöhnlichen Ereignisse wie der Ausfall mehrerer großer
konventioneller Kraftwerksblöcke oder ein extrem sonnen- und
windschwaches zweites Halbjahr die weitere Entwicklung beeinflussen,
steht somit ein Überschreiten des Vorjahresrekords von 32,3
Terawattstunden zu erwarten. Die Bundesnetzagentur war vor einigen
Monaten in einer internen Analyse zu dem Ergebnis gekommen, dass bis
zum
Ende des Jahrzehnts die Exportüberschüsse auf eine Größenordnung von 70
Terawattstunden ansteigen könnten. Die weit über den Inlandsbedarf
hinaus gehende Stromproduktion ist der wesentliche Grund dafür, dass
trotz des Ausbaus der erneuerbaren Energien der CO2-Ausstoß der
deutschen Elektrizitätswirtschaft angestiegen ist � der eigentlich gar
nicht benötigte Strom stammt vor allem aus Kohlekraftwerken
(insbesondere Braunkohle), die wegen des ineffektiven
Emissionshandelssystems nach wie vor rentabel arbeiten können.
© PHOTON

Neue Erkenntnisse bei Rheuma

Berlin (pte/04.10.2006/06:30) – Eine neue biologische Stoffklasse zur
Behandlung von Autoimmunerkrankungen wurde von Orthopäden und
Molekularbiologen beim diesjährigen Deutschen Kongress für Orthopädie
und Unfallchirurgie http://www.orthopaedie-unfallchirurgie.de
vorgestellt. Dabei handelt es sich um so genannte Exosomen, die bei
rheumatischen Erkrankungen wie Rheumatoider Arthritis eine Entzündungs-
und Schmerz-hemmende Wirkung entfalten.

Peter Wehling, Düsseldorfer Leiter des Arbeitskreises Gentherapie und
Molekulare Orthopädie, charakterisiert die Funktionsweise der Exosomen
insoweit, dass "das Immunsystem eigene Zellen als eigen und andere als
fremd erkennt." Da die meisten Immunkrankheiten die körpereigenen
Zellen erkranken lassen, ermöglicht der therapeutische Einsatz von
Exosomen durch die Injektion direkt in die betroffenen Gelenkareale
eine Besserung dieser auf der anderen Körperseite. Da Exosomen als
winzig kleine Zellpartikel von den weißen Blutkörperchen produziert
werden, beträgt ihre Größe auch nur 65-100 Nanometer. Damit sind sie
etwa 1.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares.
Obwohl laut Molekularbiologen Julio Reinecke die "Entdeckung der
Exosomen eher zufällig war", entfalten sie ihre Schmerz-hemmende
Wirkung, indem sie sich als Kleinstpartikel über das Lymphensystem
direkt zwischen den entzündeten Gelenken hin- und herbewegen.

Durch weiter führende Forschungen gelang es den Wissenschaftlern eine
spezielle Form der Exosomen aus weißen Blutkörperchen zu isolieren.
Erste Experimente mit Mäusen zeigten Therapieerfolge mit diesen
körpereigenen Partikeln zur wirksamen Behandlung von Rheuma. Beim
Menschen kann somit vor allem Gelenkrheuma als chronische Entzündung
der Gelenke behandelt werden. "Wir haben bei zwei Drittel der Patienten
rasche und deutliche Besserungen beobachtet", so Wehling, der
Langzeitbeobachtungen durchführte. Einer damit verbundenen Störung des
Immunsystems samt einhergehender Zerstörungen der Gelenkknorpel konnte
bei inzwischen 66 Patienten entgegen gewirkt werden.

Die Anwendung von Exosomen ist daher eine effiziente und zusätzliche
Alternative neben Operationen und klassischen Basistherapiemodellen wie
Kortison oder Methotrexat. Linderungszeiten der Beschwerden von drei
bis sechs Monaten zeigen neben der Verbesserung von Gelenksschwellungen
auch einen Rückgang der Entzündungswerte wie beispielsweise CRP sowie
Normalisierungen im Bereich der Blutsenkung. Bei erneuten Beschwerden
konnte eine wiederholte Therapieanwendung mit gleichem Erfolgstrend
nachgewiesen werden.

Chancen der Rheumatherapie mit Exosomen sieht Wehling "in der
klinischen Anwendung als machbar und sicher", so dass sie "als sehr
wirksame Therapie eingesetzt werden." Laut den Experten könnten
Exosomen zukünftig mitunter dazu verwendet werden, auch andere
Immunerkrankungen, wie etwa Multiple Sklerose, Neurodermitis und
Allergien, zu lindern.

Transfair: 70 Jahre Menschenrechte – und wie?

Köln,
7. Dezember: Vor siebzig Jahren stimmte die UN-Generalversammlung mit
48 Ja-Stimmen für die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Ein
großer Erfolg, doch die positiven Folgen lassen in vielen Ländern auf
sich warten. Inzwischen rücken vor allem Unternehmen immer stärker in
den Fokus der Verantwortung: „
Der Schutz der
Menschenrechte hängt mittlerweile wesentlich vom Handeln multinationaler
Unternehmen ab. Aber es fehlen rechtliche Sanktionen für Firmen, die
Menschenrechtsverletzungen entlang ihrer Lieferkette zulassen.
Deutschland ist Schlusslicht im internationalen Vergleich“, so
TransFair-Vorstandsvorsitzender Dieter Overath.
Staaten
wie Großbritannien oder Frankreich schufen bereits verbindliche Gesetze
zur Sorgfaltspflicht von Unternehmen. Deutschland bleibt mit seinem
Nationalen Aktionsplan dagegen hinter den Erwartungen zurück.

70 Jahre Menschenrechte: ein Meilenstein ohne Verbindlichkeit

Ein
Großteil der Firmen lebt vom Handel mit Waren des globalen Südens oder
hat die Produktion an kostengünstige Standorte im Ausland verlagert.
Dabei schenken viele Unternehmen menschenrechtlichen Risiken entlang der
Wertschöpfungskette zu wenig Aufmerksamkeit. „Durch die Zertifizierung
der Akteure entlang der Lieferketten leistet Fairtrade gemeinsam mit
Lizenz- und Handelspartnern einen Beitrag zu mehr Transparenz, was die
Voraussetzung zur Einhaltung von Menschenrechten ist. Aber weniger
engagierte Unternehmen untergraben diese Bemühungen häufig, indem sie
sich durch Billigproduktion und Lohndumping höhere Marktanteile
sichern“, erklärt Dieter Overath von TransFair e. V. Aus diesem Grund
braucht es dringend verbindliche Gesetze, die Fehlerverhalten der
Unternehmen bestrafen und den fairen Handel fördern.

Kleinbauern stärken, um Menschenrechte zu schützen – Deutschland muss mitziehen!

Kleinbauern
gehören zu den Schutzbedürftigsten des globalen Handels: Bis 2060 wird
alleine im Bananenbau ein Flächenverlust von 60 Prozent erwartet. Schuld
daran ist unter anderem der von den Industriestaaten verursachte
Klimawandel, aber auch Preisdumping entlang der Lieferkette, Landflucht
und fehlende Zukunftschancen in der Landwirtschaft verschärfen die
Situation der Kleinbauern. „In einer von Konkurrenzdenken beherrschten
Welt, setzt Fairtrade auf Dialog, Nachhaltigkeit und Empowerment“,
beschreibt Diomedes Rodriguez, Mitglied der Kakao- und
Bananenkooperative in Panama, den Ansatz von Fairtrade. Weil Fairness
klare Spielregeln braucht, muss die Politik aktiv werden und
verbindliche Gesetze für Handel sowie Menschenrechte schaffen.  

Um
gerade Kleinbauern auch per Gesetz besser zu schützen, hatten die
Vereinten Nationen erst im November dieses Jahres eine Erklärung zur
Stärkung der Bauernrechte im Menschenrechtsrat mit großer Mehrheit
verabschiedet. Trotz der Aufforderung von TransFair und vielen weiteren
NGOs für die Erklärung zu stimmen, enthielt sich Deutschland bei der
Abstimmung.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:
Arbeitsschwerpunkte von Fairtrade
Fairtrade und Menschenrechte: Q & A

Hintergrund:

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in
Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation
handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich dafür
ein, den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu fördern
und mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erreichen.
www.fairtrade-deutschland.deTransFair gehört zum internationalen Verbund

Fairtrade International e.V., in dem
Fairtrade-Organisationen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen
Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Fairtrade International
entwickelt die international gültigen Fairtrade-Standards. www.fairtrade.net


Älteste Fraktur beweist Wechsel auf das Land

pte20150521012 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Älteste Fraktur beweist Wechsel auf das Land

Übergang tierischen Lebens zwei Mio. Jahre früher als bisher gedacht

(pte012/21.05.2015/10:30) – Es dürfte nur ein kleiner Sturz für einen
Tetrapoden gewesen sein, er weist jedoch auf einen riesigen Fortschritt
für die Vierfüßer hin. Ein gebrochener Fußknochen datiert den Wechsel
der Vorfahren des Menschen vom Wasser auf das Land laut einer Studie des
Queensland Museum http://qm.qld.gov.au um zwei Mio. Jahre zurück.

Reise 330 Mio. Jahre zurück

Das Fehlen von Fossilien bedeutet, dass wenig über den Zeitraum der
Entwicklung von Gliedmaßen aus Fischflossen vor rund 360 Mio. Jahren und
das Auftreten der ersten am Land lebenden Tetrapoden vor 330 Mio.
Jahren bekannt ist. Das Team um Peter Bishop hat eines der seltenen
Fossilien aus diesem Zeitraum analysiert.

Dabei handelt es sich um einen 1,50 Meter langen Ossinodus, der vor rund
333 Mio. Jahren auf dem heutigen Gebiet Australiens lebte. Es zeigte
sich, dass die Knochen des Unterarms stark genug waren, um den Körper
auch bei der Fortbewegung an Land zu unterstützen. Dieses Fossil verfügt
aber auch über den laut Bishop ältesten überhaupt bekannten Bruch eines
Knochens bei einem Tetrapoden.

Unfall muss an Land passiert sein

Mithilfe von Computerprogrammen haben die Experten die Krafteinwirkung
rekonstruiert, die notwendig war, um diesen Knochenbruch zu verursachen.
Es zeigte sich, dass die Krafteinwirkung in Relation zur Größe des
Tieres so groß war, dass der Unfall an Land geschehen sein musste. Laut
Bishop ist diese Art von Prallwirkung im Wasser nur sehr schwer zu
erzielen, da das Wasser wie ein Kissen schützt.

Daher kommen die Forscher zu dem Schluss, dass der Bruch eintrat, als
das Tier aus einer Höhe von 85 Zentimetern stürzte. Wahrscheinlich ist
es von einem Felsen oder einem Baumstamm gefallen. Diese Hinweise legen
nahe, dass der Ossinodus Zeit an Land verbracht haben muss. Damit wird
dieser Tetrapode zum ältesten Vertreter dieser Art, der sich an ein
Leben an Land angepasst hat.

Dominique Adriaens von der Universiteit Gent http://ugent.be kann sich ebenfalls vorstellen, dass der Knochenbruch wahrscheinlich an
Land stattgefunden hat. Die Sturzhöhe hänge jedoch von unbekannten
Faktoren ab wie der Oberfläche, auf der das Tier aufgeschlagen ist. Laut
Ted Daeschler von der Academy of Natural Sciences http://ansp.org sind damit zwar die genauen Urspünge der Landtiere noch immer nicht
erforscht. Dennoch leisteten diese Forschungsergebnisse einen wichtigen
Beitrag.

HIV-Ansteckung seltener bei beschnittenen Männern

Hohes Risiko der Infektion bei häufigem Partnerwechsel

Washington (pte, 26. Jan 2005 07:35) – Unbeschnittene Männer, die
häufiger die Sexpartnerin wechseln, infizieren sich mehr als doppelt so
häufig mit HIV als beschnittene. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie
von Forschern aus den USA und Kenia, die in der jüngsten Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins Journal of Infectious Diseases http://www.idsociety.org veröffentlicht wurde.

Das Forscherteam um Jared Baeten hatte zwischen 1993 und 1997 mehr als
740 kenianische Lastwagenfahrer untersucht. Die Trucker wurden nach
ihren Sexualgewohnheiten befragt und mit Hilfe statistischer Modelle
wurde daraufhin das HIV-Risiko ermittelt. Die Probanden waren am Beginn
der Untersuchung alle HIV-negativ. Untersucht wurde auch ob die Männer
beschnitten waren und wie häufig sie außerhalb ihrer Ehe Sexualverkehr
mit Bekannten oder Prostituierten hatten. Der Wahrscheinlichkeit nach
lag das Risiko sich mit dem HI-Virus zu infizieren durchschnittlich bei
eins zu 160. Bei nicht-beschnittenen Männern stieg dieses Risiko auf
eins zu 80 an, bei beschnittenen fiel es auf eins zu 200.

Die Studienautoren gaben an, dass kulturelle Unterschiede bei der
Infektion keine Rolle spielten. Bereits in anderen vorangegangenen
Studien konnten Forscher ein erhöhtes Infektionsrisiko bei
nicht-beschnittenen Männern feststellen. Die Gründe dafür sind bisher
nicht bekannt. Zusätzlich zur Beschneidung konnten die Forscher ein
anderes signifikantes Ergebnis in der Studie feststellen: Die hohe Rate
an Infektionen pro sexuellem Kontakt von Frauen an Männer. In
vergangenen Studien wurden in erster Linie monogame Paare untersucht.
Dort war das Risiko einer Infektion pro Geschlechtsakt bei eins zu
1.000 oder sogar noch weniger. (Ende)

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Frühstückscerealien in Deutschland mangelhaft

Mehr Transparenz durch Nährwertprofile

Viele hochverarbeitete Frühstückscerealien wie Flakes, Pops oder
Getreidekissen tragen gesundheitsrelevante Werbung auf der Verpackung.
Dazu gehören nicht nur Hinweise auf einen besonderen Nähr- oder
Gesundheitswert, sondern auch Werbung mit gesunden Zutaten wie Vollkorn
oder „Frei von …“- Werbung. Hinweise also, dass Zutaten mit negativem
Image wie Farbstoffe nicht enthalten sind. Wissenschaftlerinnen der
Abteilung für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft der
Universität Bonn wollten wissen, wie gesund solche Produkte tatsächlich
sind. Dafür untersuchten sie in den Jahren 2010 und 2012 die
Nährwertprofile von insgesamt 239 deutschen und norwegischen Produkten.

Mit Hilfe von Nährwertprofilen lassen sich Lebensmittel in
empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Kategorien einstufen. Bei
der Berechnung werden sowohl wertgebende Bestandteile, wie
Ballaststoffe, der Obst- oder Gemüsegehalt eines Produkts als auch
wertmindernde Bestandteile wie Fett, Salz und Zucker berücksichtigt. So
lässt sich eine Aussage über den Gesundheitswert des gesamten Produktes
machen.

Für die Untersuchung wurden fünf verschiedene Nährwertprofile herangezogen, die von staatlichen Behörden entwickelt wurden. Darunter das Schlüsselloch (Keyhole), das in Skandinavien empfehlenswerte Produkte kennzeichnet, zwei Modelle, die entwickelt
wurden, um den Gesundheitswert von Kinderprodukten zu ermitteln, ein australisches Modell und ein Nährwertprofil, das im Jahr 2009 auf EU-Ebene vorgeschlagen wurde, um gesundheits- und nährwertbezogene Angaben zu regulieren. Dieses Modell ist allerdings bis heute nicht umgesetzt. Das skandinavische Keyhole hatte in Bezug auf
Frühstückscerealien die höchsten Nährstoff-Anforderungen, das geplante
EU-Modell die niedrigsten.

Der Anteil der hochverarbeiteten Cerealien mit gesundheitsrelevanten Informationen lag im Jahr 2010 bei 84 Prozent. Trotz der vielfältigen gesundheitsrelevanten Informationen
auf den Verpackungen wurde nur ein kleiner Teil der deutschen Produkte den Anforderungen der fünf unterschiedlichen Nährwertprofile gerecht. Nur 4 Prozent der deutschen Produkte aus dem Jahr 2010 erfüllten die Vorgaben des skandinavischen Keyhole-Modells, im Jahr 2012 waren es 7 Prozent. Den Anforderungen des EU-Modells entsprachen im Jahr 2010 rund 28 Prozent der Produkte, im Jahr 2012 waren es 36 Prozent.

Kindercerealien schnitten noch deutlich schlechter ab: Von den 58 Frühstückscerealien,
die im Jahr 2010 an Kinder vermarktet wurden, erreichte keines die Vorgaben des Keyhole. Das lag an den hohen Zucker- und den niedrigen Ballaststoffgehalten. Nur eines der Produkte dürfte nach den Kriterien des britischen Amts für Kommunikation, OFCOM, im Fernsehen beworben werden. Norwegische Frühstücksceralien hingegen erreichten durchweg bessere Werte: Je nach Berechnungsmodell konnten zwischen 36 bis 64
Prozent der Cerealien als empfehlenswert eingestuft werden. In Norwegen
dürfen Hersteller mit dem Schlüsselloch-Logo werben, wenn die Produkte
die Vorgaben dieses Modells erfüllen.

Die Ergebnisse der Fallstudie machen deutlich, dass es auf Verpackungen von deutschen
Cerealien zwar viele Informationen zu einzelnen gesundheitsrelevanten
Nährstoffen oder Zutaten gibt, aber keine leicht erkennbaren Hinweise zum Gesundheitswert des gesamten Produktes. So können Frühstückscerealien ohne gesundheitsrelevante Hinweise bessere Nährwertprofile aufweisen als Produkte mit Gesundheitswerbung.

Ein besonderer Handlungsbedarf besteht bei Kindercerealien. Kaum eines der
deutschen Produkte erfüllte die Anforderungen des britischen und des
speziell zur Einstufung von Kinderlebensmitteln entwickelten amerikanischen Nährwertprofils. Nach einer Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands gehen aber gut 40 Prozent der deutschen Eltern davon aus, dass solche Produkte für die besonderen
Bedürfnisse von Kindern optimiert sind. Die Untersuchung der norwegischen Stichprobe weist darauf hin, dass es durchaus möglich ist, auch Cerealien mit einem günstigeren Nährwertprofil zu vermarkten.

Die Autorinnen ziehen die Schlussfolgerung, dass die Einführung eines
rechtlich verpflichtenden Nährwertprofils, das definiert, welche Lebensmittel gesundheitsrelevante Informationen tragen dürfen und welche nicht, für mehr Klarheit auf den Verpackungen sorgen würde. Auch Mindestgehalte für den Vollkornanteil von Frühstückscerealien, die mit Vollkorn werben, wären sinnvoll. Denn der Vollkorngehalt solcher Produkte schwankte in der deutschen Stichprobe von 2010 zwischen 7 und
100 Prozent. Das EU-Modell für Nährwertprofile enthält derzeit keine Mindestanforderungen an den Vollkorngehalt.

Hilfreich wäre auch ein einfach zu erkennendes Zeichen oder Symbol, an dem Verbraucher
die empfehlenswerten Produkte zweifelsfrei erkennen könnten. Denn aus Verbraucherstudien ist bekannt, dass sich nur wenige Konsumenten im Geschäft die Zeit nehmen, um Nährwerttabellen zu studieren.
Gesa Maschkowski (aid)

aid: Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der gemeinnützige Verein löste sich 2016 auf.

Anti-Aging für Männer

Verantwortungsvolles Anti-Aging für Männer

Selbst bestimmen wie „Mann“ altert

Stuttgart, September 2004 – In der ästhetisch-plastischen Chirurgie ist
mittlerweile jeder dritte Patient männlich. Immer häufiger suchen auch
ältere Männer diese Praxen auf. Denn kein Teil des menschlichen Körpers
spiegelt das Alter so deutlich wieder wie das Gesicht: Stirnfalten,
Krähenfüße, Augenringe, dünne, faltige Lippen. Die Nase wird mit dem
Alter bis zu einen halben Zentimeter länger, die Ohren sogar um bis zu
anderthalb.

Doch plastische Chirurgie ist nur eine Möglichkeit für Männer, dem
Alter zu begegnen: „Vor allem sie selbst können dazu beitragen, dem
Älterwerden den Schrecken zu nehmen, das Altern zu lenken und ihm
womöglich entgegenzusteuern“, sagt der Duisburger Urologe Professor Dr.
med. Günther Jacobi, Mitherausgeber des Fachbuches „Anti-Aging für
Männer“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2004). Denn wir leben immer
länger, sind deshalb aber auch umso länger alt. „Es fällt schwer, einen
60-Jährigen, dem eine Lebenserwartung von einem Vierteljahrhundert
bleibt, mit dem Etikett des Alternden zu versehen“, so Jacobi.
Dementsprechend sei es wichtig, dass Männer mitbestimmen wie sie altern.

Quantenverschlüsselung wird massentauglich

Quantenverschlüsselung wird massentauglich

Erste Versuche mit vier Teilnehmern geglückt – Hacker haben keine Optionen zum Eingreifen

Aufwendiger Versuchsaufbau zur Quantenkryptografie (Foto: ait.ac.at, iqoqi.at)
Aufwendiger Versuchsaufbau zur Quantenkryptografie (Foto: ait.ac.at, iqoqi.at)

Wien
(pte014/13.12.2018/12:30) – "Alice" und "Bob" haben Gesellschaft
bekommen, ebenfalls ein Pärchen. Alice ist in der
quantenwissenschaftlichen Welt der Name eines Senders, der
quantenkryptografisch verschlüsselte Botschaften verschickt, "Bob" der
Empfänger, der diese entschlüsselt. Diese Methode ist absolut
abhörsicher, bisher aber auf zwei Teilnehmer beschränkt und damit für
das Internet mit Milliarden Teilnehmern ungeeignet.

Aus Duo wird Quartett

Jetzt ist es einem Team um Rupert Ursin vom Institut für Quantenoptik
und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften http://iqoqi.at und Forschern des Austrian Institute of Technology http://ait.ac.at gelungen, aus dem Duo ein Quartett zu machen – ein erster Erfolg auf
dem Weg zur Massentauglichkeit. Bei der quantenkryptografischen
Verschlüsselung werden einzelne Lichtteilchen (Photonen) polarisiert.
Sie schwingen gleich, auf und ab beispielsweise oder hin und her. Diese
Photonen werden auf klassischem Weg zum Empfänger geschickt. Der
probiert seine Filter aus, bis er die Art der Polarisation bestimmt hat.
Diese Filter übermittelt er an den Sender.

Dieser quantenkryptografische Schlüssel lässt sich nutzen, um
Botschaften so zu verändern, dass Hacker keine Chance haben. Denn die
Polarisation lässt sich nicht bestimmen, ohne den Zustand der
Lichtteilchen zu verändern. Das ist eine quantenphysikalische
Gesetzmäßigkeit, die nichts mehr zu tun hat mit normaler Mathematik.
Versucht man es doch, wird die Übertragung gestört, der Hack fliegt auf.

Quantennetzwerk für alle

Die Wiener Forscher haben eine neue Netzwerkarchitektur entworfen und
stellten sie in einem Experiment auf den Prüfstand. Sie schlossen vier
Teilnehmer an das Quantennetzwerk an und versorgten diese mit einzelnen,
identisch polarisierten Lichtteilchen. Jeder Tester bestimmte dann die
Polarisation. Das Ergebnis ist zwar gemäß den Gesetzmäßigkeiten der
Quantenphysik bei jedem zufällig, jedoch bei beiden Teilen eines
Photonenpaares immer identisch. So können alle Teilnehmer miteinander
kryptografische Schlüssel erzeugen und für eine abhörsichere
Kommunikation verwenden. "Damit ist gezeigt, dass Quantennetzwerke
Realität werden können – für Jedermann", sagt Ursin. Nun wollen die
Forscher beweisen, dass sich die neue Quanten-Netzwerkarchitektur auf
weitere Teilnehmer ausdehnen lässt.

Passivrauchen: Größere Gefahr als bisher angenommen

Jährlich sterben 650.000 EU-Bürger am blauen Dunst


London (pte, 02. Mär 2005 15:25) – Europaweit steigt die Zahl der Todesfälle, die durch das Rauchen verursacht werden, auf 650.000 Menschen. Laut einer aktuellen Studie der University of Brisbane http://www.uq.edu.au sterben allein in Großbritannien 11.000 Menschen an den Folgen des passiven Rauchens und somit weit mehr als bisher angenommen, berichtet die BBC http://www.bbc.co.uk . Das British Medical Journal http://www.bmj.com beziffert die Zahl der Todesfälle, die durch Passivrauchen am Arbeitsplatz verursacht werden, mit 600 jährlich.


Eine aktuelle australische Studie vergleicht anhand des britischen Datenmaterials die Zusammenhänge zwischen Todesursache, Arbeitsplatz, Struktur der Haushalte und Höhe des aktiven und passiven Rauchens. Die Forscher fanden heraus, dass bei der Gruppe der 20 bis 64-Jährigen 2.700 Todesfälle dem Passivrauchen zugeschrieben werden können. Bei der Gruppe der über 65-Jährigen betrug die Zahl der Toten sogar 8.000. Weitere 617 Todesfälle werden durch passives Rauchen am Arbeitsplatz verursacht. „Durch die Umsetzung einer rauchfreien Politik könnten jährlich Hunderte Todesfälle vermieden werden“, erklärte Konrad Jamrozik, der Leiter der Studie.


Die EU reagierte auf die internationale Debatte, indem sie gestern, Dienstag, unter dem Namen „HELP“ eine 72-Mio.-Euro teure Anti-Raucherkampagne ins Leben rief, die vor allem auf Jugendliche (15 bis 18 Jahre) und junge Erwachsene (18 bis 30 Jahre) abzielt. „Acht von zehn Rauchern beginnen bereits als Teenager. Deshalb sind Präventions- und Informationskampagnen eine Investition in eine gesündere Zukunft. Denn Krankheiten und Todesfälle durch Rauchen verursachen in den EU-Mitgliedstaaten jährlich Kosten in Höhe von 100 Mrd. Euro“, erklärte Markos Kyprianou, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz. „Nichtrauchen soll zur Norm werden, Rauchen immer mehr zu einer Randerscheinung. Wenn alle EU-Mitgliedstaaten dem Beispiel Irlands, Italiens und Maltas folgen und das Rauchen in öffentlichen Bereichen verbieten, wären wir bereits ein großes Stück weiter“, so Kypianou. http://www.europa.eu.int/news/index_de.htm