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Demokratische Wahlen in Gefahr, nicht nur in England

(pte) – Die nächste britische Unterhauswahl ist massiv gefährdet durch Manipulation in digitalen Medien. Laut einem Bericht der University of Oxford müssen politische Parteien und Social-Media-Plattformen jetzt handeln, um vor allem China und Russland an der Einflussnahme auf den demokratischen Prozess zu hindern.

Transparente Parteien nötig
„Manipulation und Propaganda, die wir früher nur von autoritären Systemen erwartet hätten, können heute in demokratischen Nationen wie Großbritannien passieren“, warnt Lisa-Maria Neudert, Koautorin des Berichtes. Plattformen wie Facebook und Twitter müssten viel wachsamer bei möglicher Einflussnahme auf Wahlen sein und rechtzeitig Warnungen aussprechen.

Der Bericht rät politischen Parteien, sämtliche von ihnen produzierte digitale Kommunikation zu sichten und genaue Archive darüber anzulegen, die offen zugänglich sein müssen. Nur so können die Parteien für ausreichend Transparenz sorgen. Die Electoral Commission, also die britische Wahlkommission, müsse zudem die Social-Media-Accounts von allen Parteien und Kandidaten verifizieren, um den Einfluss von falschen Accounts zu stoppen.

Junk News bei EU-Wahl 2019
Die Forscher warnen vor einer Wiederholung der Wahlmanipulation durch Mikrotargeting-Werbung, die beim Brexit-Referendum, der US-Präsidentschaftswahl 2016 sowie der EU-Wahl 2019 erkannt wurden. Als Beispiel nennen sie „extremistische, sensationalistische oder verschwörerische Junk News“, die vor der Europawahl Stimmung gegen Migration und Muslime gemacht haben.

So versuchten russische Accounts, User davon zu überzeugen, das Feuer in der Notre Dame im April 2019 sei von Islamisten gelegt worden. „Wir wollen, dass Social-Media-Unternehmen erklären, wieso ihre Algorithmen solche Geschichten so weit verbreiten. Sie sollten sich verpflichten, Informationen darüber mit uns zu teilen“, fordert Neudert.

Amputation kann verhindert werden

(DGG) – Durchblutungsstörungen in Venen und Arterien sind die häufigste Ursache von chronischen Wunden an den Beinen. Eine gezielte Behandlung kann die Abheilung beschleunigen und eine Amputation verhindern. Dennoch wird in Deutschland zu häufig auf eine Gefäßdiagnostik verzichtet, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) anlässlich ihrer 35. Jahrestagung in Mannheim. Patienten mit offenen Beinwunden, die innerhalb von drei Monaten nicht abgeheilt sind, sollten deshalb einen Gefäßchirurgen aufsuchen, rieten DGG-Experten auf einer Pressekonferenz am 17. Oktober in Mannheim.

Sogenannte offene Beine sind in Deutschland eine Volkskrankheit. Schätzungsweise 800.000 Menschen leiden unter einem Ulcus cruris. Auslöser sind meist Durchblutungsstörungen in Venen oder Arterien. Nach den Auswertungen von Krankenkassendaten werden zwei Drittel der Erkrankungen durch Störungen in den Beinvenen verursacht, bei fast einem Fünftel liegen Durchblutungsstörungen in den Arterien vor. Bei einigen Patienten sind auch beide Systeme betroffen.

„Insgesamt lassen sich vier von fünf offenen Beinen auf Erkrankungen der Blutgefäße zurückführen“, sagt Dr. med. Holger Diener vom Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Für den Leiter der Kommission Wundmanagement bei der DGG sollte deshalb vor Beginn der Behandlung immer eine Untersuchung der Blutgefäße erfolgen. Doch diese Gefäßdiagnostik wird in Deutschland häufig nicht durchgeführt.

So geht aus den Statistiken der Krankenkassen hervor, dass in den drei Monaten vor und nach dem Aufbrechen der Wunde nur bei einem Viertel der Patienten wenigstens eine gefäßdiagnostische Maßnahme abgerechnet wird. Häufig beschränken sich die Hausärzte auf die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index: Ist der Blutdruck in den Beinen niedriger als im Arm, weist dies auf eine Durchblutungsstörung hin.

„Auf eine erweiterte Diagnostik mit Ultraschall oder Kontrastmitteln wird jedoch häufig verzichtet“, kritisiert Diener. Dabei steigen mit Duplexsonografie und Angiografie, die eine gezielte Therapie ermöglichen, die Chancen auf Wundheilung. „Wie eine Untersuchung zeigt, kommt es um 30 Prozent häufiger und schneller zur Abheilung der offenen Beine, wenn eine Gefäßdiagnostik erfolgt“, sagt Diener.

Die Therapie besteht bei arteriellen Störungen in einer minimalinvasiven Katheterbehandlung oder in einer Operation, die die Verkalkungen aus den Gefäßwänden entfernt. Manchmal legen Gefäßchirurgen auch Bypässe an den Beinen. „Diese Gefäßinterventionen werden in Deutschland aber zu selten durchgeführt“, betont Professor Dr. med. Dittmar Böckler, Präsident der DGG. Selbst bei einer nachgewiesenen arteriellen Verschlusskrankheit würden nur etwa 70 Prozent behandelt. Bei Menschen mit Diabetes, die an einer Wunde am Fuß und unter Durchblutungsstörungen leiden, liegt der Anteil bei unter 20 Prozent. „Dabei ist das Risiko von Amputationen bei Diabetespatienten besonders hoch“, gibt Böckler zu bedenken.

Auch Patienten mit Venenerkrankungen, die Ärzte sprechen von einer chronisch-venösen Insuffizienz (CVI), erhalten nur selten die notwendige Behandlung. Sie besteht zunächst in der Verordnung von Kompressionsstrümpfen, die offene Beine verhindern können. „Nach einer Datenanalyse der Barmer GEK wird nur bei 17,4 Prozent der Patienten mit CVI vor Auftreten einer Wunde eine adäquate Kompressionstherapie durchgeführt“, berichtet Diener. Liegt ein Ulcus cruris vor, steige der Anteil auf 33,6 Prozent, was ebenfalls zu wenig sei. „Die Kompressionstherapie fördert die Abheilung eines Ulcus cruris venosum und ist deshalb zentraler Bestandteil der Behandlung“, so Diener.

Für die Patienten ist die Behandlung eines Ulcus cruris eine frustrierende, weil langwierige Angelegenheit. „Hausärzte und Allgemeinmediziner fühlen sich in der Behandlung chronischer Wunden häufig unsicher“, sagt der Hamburger Gefäßchirurg. „Untersuchungen zeigen, dass die Heilungschancen um elf Prozent steigen, wenn wenigstens ein wundrelevanter Facharzt in die Behandlung einbezogen wird.“

Die DGG bemüht sich, die Versorgungslücken zu schließen. Im vergangenen Jahr wurde die Kampagne „Ihre Wunde in unsere Hände“ gestartet. Offene Beine, die trotz Behandlung innerhalb von drei Monaten nicht abgeheilt sind, sollten einem Gefäßchirurgen vorgestellt werden. „Er kann alles aus einer Hand anbieten“, erläutert Diener. „Von der Diagnostik und konservativen Therapie über die Wundheilung bis hin zu minimalinvasiven Eingriffen, offenen Operationen und einfachen plastischen Deckungsmaßnahmen, bei denen Haut verpflanzt wird, um die Wunde zu verschließen.“

Prophetische Voraussagen in Sachen Umwelt ! Mit einem Vorwort von Jean Pütz

Ein Video vom allzu früh verstorbenen Hoimar von Ditfurth, der bereits in den 70er und 80er Jahren Wissenschaft im Fernsehen hoffähig gemacht hat.
Er war mein großes Vorbild.
In einer Retrospektive des ZDF beweist er, wie prophetisch er alles vorausgesagt hat, was heute in der Umweltproblematik eine Rolle spielt, allerdings wirkt auch er ratlos. Ich empfehle Ihnen, sich diese Sendung anzuschauen, es lohnt sich

Ihr Jean Pütz

Hier geht’s zum Video

16.10.2019 Die Explosion der Weltbevölkerung konterkariert alle Bemühungen das Klima zu retten

Die Hörfunksendung „Zeitzeichen“ des WDR zum Thema „Entwicklung der Bevölkerung auf unserem Globus“, hat mir gezeigt wie wenig zielführend die bestehenden Grenzwerte für CO2 sind.

Hier geht’s zum WDR-Beitrag

Trotzdem sollten wir nicht verzagen, aber die Maßnahmen die diesmal z.B. von der UNO oder in Weltklimakonferenzen vorgeschlagen werden inklusive der Grenzwerte werden garantiert nicht ausreichen unser Klima auf maximal 2 Grad Temperaturerhöhung zu begrenzen.

Grund dafür ist, dass in 20 Jahren die Weltbevölkerung von derzeit sieben Milliarden auf elf Milliarden ansteigt, aber nur wenn die hinzugekommenen Erdenbürger einen wesentlich höheren Lebensstandard erreichen.

Nur dann lässt sich die Kinderzahl auf westlichen Standard reduzieren, es sei denn wir übernehmen die Methode der Chinesen, das heißt die Begrenzung auf ein bis zwei Kinder pro Familie. Aber dieses hat bereits in dieser gelenkten Staatsform der Chinesen Schiffbruch erlitten.

Die heutzutage extrem geschürten Ängste vor dem Weltuntergang, ebenso wie der Parteienegoismus, wird unsere Demokratie jedenfalls nicht besonders dienlich sein. Anzeichen dafür führen uns Erdogan, Trump und sonstige Potentaten vor, die wieder mal auf egoistischen Nationalismus und faschistoide Züge setzen. Auch Kriege und aggressive ideologische Auseinandersetzungen sind nicht vermeidbar.
Ich kann keine Lösung erkennen, aber wir müssen weg von einem Wunschdenken und enttäuschte Hoffnungen sind gefährlicher als sich der Realität zu fügen.
Noch schlimmer sind Gesetze und Verbote die dazu führen, dass die Konkurrenzfähigkeit unserer Volkswirtschaft unterminiert wird in der Hoffnung dass dies das Weltklima retten würde.

Bitte jetzt keinen Zuspruch von links oder rechts, ich wollte nur die Diskussion anregen die meines Erachtens völlig vernachlässigt wird.

Dehnbare Elektronik – Neue Verfahren

(Uni Saarland) – Dehnbare Elektronik hat den Vorteil, dass sie auch in Textilien wie beispielsweise der Kleidung funktioniert. Allerdings gilt ihre Herstellung als sehr aufwendig. Ein neues, vereinfachtes Verfahren wurde jetzt von zwei Informatikern der Universität des Saarlandes vorgestellt. Es basiert auf einem sogenannten Laserschneider und dessen präzisen, schnellen Schnitten. Letztere werden von einer leicht bedienbaren Software vorgegeben, die Daniel Gröger und Professor Jürgen Steimle für Designerinnen und Designer entwickelt haben. Da die notwendigen Materialien im Handel erhältlich sind, kann nun nahezu jede Person dehnbare Elektronik für die eigenen Zwecke herstellen.

Eine Jacke, die durch das Zupfen am Ärmel eingehende Anrufe verstummen lässt. Eine Bandage, die Alarm schlägt, wenn das zu schonende Gelenk zu stark gebeugt wird. Das sind zwei von vielen Anwendungen, die nur mit dehnbaren Schaltkreisen machbar sind. „Aktuelle Herstellungsverfahren sind jedoch zeitaufwendig und sehr komplex“, erklärt Daniel Gröger, Informatik-Doktorand an der Universität des Saarlandes. Zusammen mit Professor Jürgen Steimle hat er daher ein Verfahren entwickelt, mit dem sich dehnbare Schaltkreise in nur wenigen Minuten produzieren lassen. Herzstück des Verfahrens ist ein sogenannter Laserschneider. Sein Laserstrahl trägt kontinuierlich und gepulst Material ab. Auf diese Weise macht er sehr viele genaue Schnitte in kürzester Zeit. Das nutzen die Forscher aus, indem sie den Laser mehrmals ein bestimmtes Muster, ähnlich in der Form eines Ypsilon, in das Material schneiden lassen. Die Größe des Musters, die Dicke seiner Linien und der Abstand zwischen den Schnitten bestimmen die Dehnbarkeit des Materials. Dieses wiederum besteht aus einer leitenden und nichtleitenden Schicht. Daraus entsteht der Schaltkreis, indem der Laser während des Schneidens die leitende Schicht an vorab definierten Stellen abträgt.

Da nicht nur das schnelle, akkurate Schneiden für Menschen schwierig ist, sondern auch das Planen dieser Schnitte, haben die Forscher dieses ebenfalls automatisiert. Das Ergebnis ist eine Software, über die Designerinnen und Designer ähnlich wie bei einem Zeichenprogramm die Umrisse des Stückes angeben und festlegen, was davon dehnbar sein soll. Den Grad der Dehnbarkeit bestimmen sie über einen virtuellen Schieberegler. Zum Schluss platzieren sie noch die elektronischen Komponenten. Danach berechnet die Software Position und Beschaffenheit der Ypsilons samt Schaltkreis und zeigt alles an. Das blitzschnell erzeugte Ergebnis ist nicht selbstverständlich, da das Berechnen der besten Leiterroute bisher sehr viel Rechenzeit und Rechenkraft benötigte. Die Forscher haben jedoch eine Abkürzung ausgetüftelt, indem sie das Rechenproblem als Graph darstellen, für den eine effiziente Berechnung möglich ist.

Auf diese Art und Weise haben die Forscher drei Prototypen produziert und dabei jeweils weniger als fünf Minuten benötigt. Der erste ist ein transparentes Armband mit einer Leuchtdiode. An dessen Seite befindet sich eine Lasche, ähnlich wie das Drehrad (Krone) seitlich an einer Uhr. Sowohl das Ziehen am Armband als auch an der Lasche schalten die Leuchtdiode ein und aus. Das erfülle die Grundfunktionalität einer Stoppuhr, so Gröger. Ein Ziehen an der Lasche entspreche dem Start und Stopp. Ziehe man am Armband, beginne die Zeitmessung erneut. Die beiden weiteren Prototypen sind eine flexible Steuerung für Computerspiele und ein Sensor, der in eine Ellbogenbandage integriert ist und den Beugungsgrad misst. Die dafür verwendeten Materialien, wie zum Beispiel mit Indiumzinnoxid beschichtete Kunststofffolien, sind im Online-Handel erhältlich. Daher, so Gröger, können mit dem neuen Verfahren auch Personen, die nicht mit Materialforschung vertraut sind, dehnbare Schaltkreise erstellen. Die Forscher weisen darauf hin, dass die bisherigen Versuchsmodelle mindestens tausend Dehnungen aushalten und damit noch nicht kommerziellen Qualitätskriterien entsprechen. Dennoch ist Gröger überzeugt: „Auch wenn die Technologie noch verbessert werden muss, die Konzepte werden halten.“

Ihre Forschung haben die Wissenschaftler mit Fördermitteln aus dem Horizon 2020-Programm der Europäischen Union und mit Geldern des Exzellenzclusters „Multimodal Computing and Interaction“ finanziert.

An alle, die unter Bluthochdruck leiden

(CVC) – Das CardioVasculäre Centrum Frankfurt sucht Erwachsene mit Bluthochdruck, die an einer klinischen Studie teilnehmen möchten. Die tödlichen Folgen von Bluthochdruck können eine Herzschwäche mit Herzinfarkt oder auch ein Schlaganfall sein. Die gute Nachricht: Es werden neue Behandlungsmethoden entwickelt, die durch begleitende Studien optimiert werden, um die Risiken des Bluthochdrucks zu vermeiden.

Bluthochdruck ist eine der wichtigsten, aber vermeidbaren Ursachen für Schlaganfall und Herzinfarkt. Wenn man die Gruppe der 70- bis 79-Jährigen betrachtet, leiden drei von vier Erwachsenen an Bluthochdruck (Hypertonie), ein Krankheitsbild, welches sich durch einen erhöhten Druck in den Blutgefäßen äußert.  Tatsächlich betrifft das aber nicht nur ältere Menschen. In Deutschland hat heute bereits jeder dritte Erwachsene Bluthochdruck. Kein Wunder, dass sich Prof. Dr. med. Horst Sievert und sein Team des CVC (CardioVasculäre Centrum Frankfurt) mit diesem Thema intensiv befassen. Die Spezialisten legen ihren Schwerpunkt auf modernste minimal-invasive Behandlungsmethoden.

„Wir starten jetzt im CVC Frankfurt zwei Studien zur Behandlung von Bluthochdruck“, erklärt der Institutsleiter Prof. Dr. med. Horst Sievert, dessen klinische und wissenschaftliche Arbeit sich seit Jahren schwerpunktmäßig mit der Interventions-Kardiologie und Interventions-Angiologie beschäftigt. Zahlreiche neue Methoden wurden maßgeblich von Sievert mitentwickelt und häufig erstmalig von ihm eingesetzt. Er zählt zu den international führenden Experten auf diesem Gebiet. „Es geht zum einen um eine Studie für Patienten mit leichter Hypertonie und eine Studie für Patienten mit schwerer Hypertonie. Das Thema ist so wichtig, da eine nachhaltige Senkung des Blutdrucks sowohl das Risiko für zukünftige Schäden am Herzen, an den Nieren und an den Blutgefäßen als auch das Risiko eines Schlaganfalls mindern kann.“

Wer kann an der Studie teilnehmen?
„Wer einen hohen Blutdruck hat, bei dem der obere Wert über 140 mmHg liegt, und nicht mehr als zwei blutdrucksenkende Medikamente einnimmt, kann sich zu unseren Studien anmelden“, so Prof. Sievert. „Wir bieten den Patienten die Möglichkeit, durch eine renale Denervation den Bluthochdruck besser in den Griff zu bekommen.“

Was passiert bei der „renalen Denervation“?
Prof. Sievert: „Bei der renalen Denervation (RDN) handelt es sich um eine Katheter-Behandlung. Es wird also ein Katheter von der Leiste über die Bauchschlagader in die Nierenarterien vorgeschoben. Mit diesem Katheter werden die Nervenfasern an der Arterienwand verödet. Vereinfacht dargestellt wird auf diese Weise die chronische Stresswirkung in den Nieren durchbrochen, die die Erhöhung des Blutdrucks verursacht.“

Wie lange dauert der Eingriff und wie viele Nervenfasern müssen oder können verödet werden? Wie gefährlich ist das für den Patienten?
„Der Eingriff dauert etwa 45 Minuten und es ist eine vollständige Verödung aller Nervenfasern einschließlich der Abzweigungen der Nierenarterien möglich“, so der Experte weiter. „Was die Gefährlichkeit der renalen Denervation angeht, gibt es bereits mehrere Studien, in denen sich die Behandlung als sicher und weitgehend von Nebenwirkungen frei erwiesen hat. Unser Ziel ist die langfristige Senkung des Blutdrucks. Die Teilnehmer unserer Studien erhalten Zugang zu einer neuen Behandlungsmethode und profitieren von der optimalen Betreuung durch das CVC-Team.“

Medizinische Studien sind von großer Bedeutung, da durch sie neue Erkenntnisse über Krankheiten und Behandlungs-methoden gewonnen werden. „Durch aussagekräftige Studien lassen sich die Behandlungsformen für die Betroffenen weiterentwickeln und verbessern“, schließt Prof. Dr. med. Horst Sievert.

Interessenten für die Teilnahme an einer Studie des CVC Frankfurt wenden sich bitte an:

s.debruijn@cvcfrankfurt.de oder Tel. 069 97 94 76 53

15.10.2019 Brief zum Thema „Vernunft“

Brief an einen guten  Freund zum Thema Vernunft:

Lieber Walter,

als großer Anhänger von Europa sehe ich noch weitere Probleme auf uns zukommen. Vielleicht interessiert Dich der Brief von der Stiftung Robert Schumann. Die bringen sehr interessante Information. Man kann den Newsletter auch abonnieren.

Kopf hoch, trotzdem geht die Welt nicht unter.

Meine Analyse: Nur 10 bis 15 % der Bürger sind in der Lage, einer Wirkung die zutreffende Ursache zuzuordnen. Die nenne ich die Analysten. Die überwiegende Mehrheit, mindestens 80% urteilen aus ihrem Bauch, also dem reinen Gefühl heraus. Diese Gefühle aber haben die Evolution des Menschen nur bedingt mitgemacht. Sie wurden in der Steinzeit im Gemüt verankert. Z. B. die damals überlebensnotwendige Fremdenfeindlichkeit oder der Neid und der Hass. Diese Gruppe nenne ich die Emotionalisten. Diese Tatsache entwickelt sich immer mehr zum riesigen Problem unserer Demokratie, die vor allen Dingen durch die Dummheit in Gefahr gerät. Unter Dummheit verstehe ich die Unfähigkeit, Ursache und Wirkung zusammenzubringen. Deshalb poste ich mit großem Erfolg meine Kommentare bei Facebook unter dem Signum: ‚Der Vernunft eine Chance‘ und ‚Mit Vernunft in die Zukunft, oder??‘.

Mein Wunsch besteht darin, in Abänderung des Marx’schen Spruchs von den Proletariern, die es heute ja nicht mehr gibt: ‚Vernunftbegabte aller Länder vereinigt Euch‘. Dazu gehörst selbstverständlich auch Du. Nur so lässt sich meines Erachtens der technisch-wissenschaftliche ‚Turmbau zu Babel‘ vor dem Einsturz verhindern.

Als das große römische Reich, das fast ein Jahrtausend Bestand hatte, zusammenbrach, gingen auch technische Kulturelemente – wie z. B. Infrastruktur bzw. Wasser- und Abwasser-Technologie – verloren. Von Karl dem Großen bis hin zu den mittelalterlichen Königen und Fürsten fanden das überflüssig. Die Folge war, dass aller Unrat bis hin zu den Fäkalien oberirdisch über die engen Gassen entsorgt wurden. Die Religion machte dann den Bürgern klar, dass ihre Sünden für die daraus resultierenden Seuchen verantwortlich seien. So ist es kein Wunder, dass selbst die ärmlichsten Städte die Priorität, Kirchen und Kathedralen zu bauen, dem Bürgerwohl vorzogen. Diese Dummheit beschert uns heutzutage die Weltkulturerben. Ob das auch einmal – im übertragenem Sinne – auch das Schicksal unser technisch-wissenschaftlichen Kultur sein wird ?

Herzlichst Dein Jean

Gene nicht schuld an Homosexualität !

(DGE) – Eine breit angelegte genomweite Assoziationsstudie (GWAS) ergab, dass gleichgeschlechtliches Verhalten nicht von einem  einzelnen Gen bestimmt wird, sondern durch viele, und dass eine Überlappung mit 28 untersuchten pychiatrischen Veränderungen wie Depression oder Schizophrenie existiert (1). Zwillingsstudien und andere Erblichkeitsuntersuchungen hatten darauf hingewiesen, dass gleichgeschlechtliches Verhalten eine Gen-Komponente haben könnte (2-5).

Es wurden 493 001 Personen aus den USA, Großbritannien (UK)  und Schweden erfasst.  Die Studie war somit statistisch genügend gepowert. Davon wurden 477 522 der Personen untersucht. Zunächst wurde das Sexualverhalten mit einem Fragebogen erfasst.  In der Probe  der UK Biobank (408 995 Personen) berichteten 4.1% der Männer und 2.8% der Frauen über gleichgeschlechtliche Kontakte. Aus den USA wurden die Daten von der Firma 23andMH herangezogen, eines privaten Unternehmens, welches in  eingeschickten Speichelproben von Personen auf deren Wunsch –  jetzt für nur 99 $ –  Genanalysen durchführt, die somit einen Bias haben. Bei diesen Personen lag der Prozentsatz eines nicht stets heterosexuellen Verhaltens etwas höher.  Es erfolgten daraufhin genomweite Assoziationsstudien mit Nachfolge-Analysen. Man fand kein einzelnes Gen, auch keine Variationen des X-Chromosoms, sondern fünf autosomale Loci, die mit gleichgeschlechtlichem Verhalten signifikant assoziiert waren. Zwei der Loci lagen bei beiden Geschlechtern, zwei nur bei Männern und ein Locus nur bei Frauen vor. Es errechnete sich eine genetische Disposition von unter 1%.  Mit einer anderen Technik fand man bei Trägern der  geprüften genetischen Varianten einen Wert von 8 – 25%.   Die genetischen Einflüsse überlappten mit externen Bedingungen wie etwa Rauchen, Cannabisgebrauch, Risikobereitschaft oder Offenheit gegenüber Experimenten.

Kommentar
Diese genetischen Befunde gestatten keine Vorhersage der sexuellen Orientierung einer einzelnen Person, denn die fünf identifizierten Loci trügen, wie die Autoren schreiben  weit weniger als 1% zum Geschlechtsverhalten bei. Die Befunde unterstreichen vielmehr die Komplexität des menschlichen Sexualverhaltens (1). In allen Gesellschaftsschichten und bei beiden Geschlechtern berichten 2-10% der Menschen, ausschließlich gleichgeschlechtlichen Kontakt oder zusätzlich zum heterosexuellen gehabt zu haben (2-5). Für eine Rolle genetischer Einflüsse spricht das familiäre Vorkommen und dass es häufiger bei eineiigen Zwillingspaaren vorkommt als bei Zweieiigkeit oder unter Geschwistern (6).

Die biologischen Faktoren, welche auch zur sexuellen Präferenz beitragen, sind weitgehend noch unbekannt.

In einem begleitenden Editorial betont Melinda Mills, Soziologie-Professorin in Oxford, U.K., dass heute die Neigung besteht, Sexualverhalten als genetisch determiniert anzusehen. Sie schreibt: „Attributing same-sex orientation to genetics could enhance civil rights or reduce stigma. Conversely, there are fears it provides a tool for intervention or `cure` ”. Heute werde, so Mills, in mehr als 70 Ländern Homosexualität als pathologisch oder illegal und kriminell angesehen und unterliege in etlichen Ländern auch der Todesstrafe (7).  Zeke Stokes von der  Gay & Lesbian Alliance Against Defamation interpretiert die Studie folgendermaßen: „The new study provides even more evidence that being gay or lesbian is a natural part of human life….The identities of LGBTQ- (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) – people are  not up for debate. This new research reconfirms the long established understanding that there is no conclusive degree to which nature or nurture influence how gay or lesbian person behaves” (8).

Helmut Schatz

Welternährung: Die Ärmsten werden ärmer

(FIAN) – Die Zahl der Menschen, die unter Hunger und „mittlerer oder schwerer Ernährungsunsicherheit“ leiden, ist zwischen 2014 und 2018 um 300 Millionen auf über zwei Milliarden angestiegen. Weltweit lebt nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO beinahe jeder vierte Mensch in der Ungewissheit, ob es am nächsten Tag ausreichend und qualitativ gute Nahrung gibt. Frauen und Mädchen sind stärker betroffen als Männer. Verantwortlich dafür sind vor allem ihre fehlende rechtliche Gleichstellung und Diskriminierung beim Zugang zu Land, heißt es in der neuen Ausgabe des Jahrbuchs zum Recht auf Nahrung. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN sind Mitherausgeber des Jahrbuchs, das zum Welternährungstag am 16. Oktober veröffentlicht wird.

Frauen kommt eine Schlüsselrolle bei der Überwindung von Hunger und Ernährungssicherheit zu, denn sie übernehmen beim Anbau, der Ernte und der Zubereitung von Nahrungsmitteln zentrale Aufgaben. Trotzdem ist die Mehrheit der Hunger leidenden Menschen weiterhin weiblich. Bernhard Walter, Ernährungsexperte von Brot für die Welt, sagt: „Wegen mangelnder politischer Teilhabe, fehlender rechtlicher Gleichstellung und Diskriminierung beim Zugang zu Land und anderen Ressourcen sind Frauen viel stärker von Ernährungsunsicherheit betroffen als Männer. Doch Frauen organisieren sich in vielen Ländern gegen alle Widerstände.“

Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland ergänzt: „Frauen werden in vielen Ländern in Bezug auf Bildung, Landrechte, Einkommen oder politische Teilhabe diskriminiert. Ihre tragende Rolle in den Ernährungssystemen bleibt in der Regel im Hintergrund. Zudem sind Frauen oftmals systemischer Gewalt ausgesetzt – insbesondere, wenn sie Unternehmensinteressen oder autoritären Regierungen in die Quere kommen. Die Fallbeispiele im neuen Jahrbuch zeigen jedoch eindrücklich die politische Handlungsfähigkeit von Frauen – selbst gegenüber repressiven oder neoliberalen Regierungen.“

Das Recht auf Nahrung ist als Menschenrecht verankert in Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, dem UN-Sozialpakt. Es ist eines der am häufigsten verletzten Menschenrechte. In den Nachhaltigen Entwicklungszielen haben sich die Vereinten Nationen verpflichtet, bis 2030 das Recht auf Nahrung für alle Menschen zu verwirklichen.

Das diesjährige Jahrbuch zum Recht auf Nahrung – der Right to Food and Nutrition Watch –  erscheint in englischer, spanischer, französischer und portugiesischer Sprache und wird am 16. Oktober im UN-Committee on World Food Security (CFS) in Rom vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren sind Teil vom Global Network for the Right to Food and Nutrition.

Ursache von Übergewicht liegt oft Jahrzehnte zurück

(BZfE) – In den Siebzigerjahren begann die US-amerikanische
Lebensmittelindustrie in großem Stil, Sirup aus Maisstärke als
Süßungsmittel zuzusetzen, vor allem in zuckerhaltigen Getränken. Bis zu
400 Kilokalorien nahm jeder Amerikaner 1999 im Schnitt pro Tag über solche
exzessiven Zuckermengen zu sich. Die Quittung präsentiert die Statistik
heute: die Daten von 2016 legen nahe, dass heute der Höhepunkt der
Übergewichtswelle erreicht ist, und eben auch, dass dieser ziemlich exakt
eine Generation nach der großen Zuckerwelle auftritt.

Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität von Tennessee
beobachteten, dass in 2016 40 Prozent der Bürger der Vereinigten Staaten
an Übergewicht litten – und das obwohl bereits seit den Neunziger Jahren
der Konsum von Zucker in Lebensmitteln auf dem Rückmarsch ist. Sie
schließen daraus, dass die Ursachen hierfür möglicherweise Jahrzehnte
zurückliegen – wenn ein hoher Zuckerkonsum in der Kindheit oder auch
schon während der Schwangerschaft nachhaltige Effekte hat.

Um das nachzuweisen entwickelten die Forscher ein Rechenmodell und nutzten
vorliegende Zuckerkonsum-Daten aus den Siebzigerjahren und
Übergewichts-Daten aus 1990 bis 2004. Die Ergebnisse legen nahe, dass
heutige Probleme ihre Ursache 30 oder 40 Jahre in der Vergangenheit haben,
wenn Menschen als Kinder einem hohen Zuckerkonsum ausgesetzt waren.
Besonders betroffen seien Menschen mit geringerem Einkommensniveau.
Während noch in den Neunzigern kein großartiger Zusammenhang zwischen der
Einkommenssituation und dem Auftreten von Übergewicht nachgewiesen werden
konnte, gebe es 2016 eine starke Korrelation zwischen diesen beiden
Faktoren.

Friederike Heidenhof