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Exemplarischer Brief zu den politischen Widersprüchen der Coronazeit – Brief eines Mathematikers

Diese persönliche Antwort eines kompetenten Mathematikers auf einen Brief von mir, möchte ich meinen Freunden nicht vorenthalten. Er beschreibt treffend die Kalamitäten zwischen Politik und Bürger. Wo bleibt die Vernunft der Machthabenden?

Jean Pütz

Briefantwort von Prof. Ulrich Trottenberg:

Lieber Jean,
Dein Einsatz für die Akademie und für mich persönlich beeindruckt mich sehr (und macht mich, was meine Person angeht, auch ein bisschen verlegen).
Ich schätze übrigens Armin Laschet auch sehr, ich fürchte nur, dass er durch die wechselnden Positionen, die er in letzter Zeit eingenommen hat, an Rückhalt in der Öffentlichkeit und auch in der CDU verloren hat. Aber ich denke wie Du, dass er in NRW bleiben sollte und dort seine insgesamt erfolgreiche Arbeit mit der FDP fortsetzen sollte. (Nur Yvonne Gebauer macht z.Z. keine besonders gute Figur, nach allem, was ich von meinen Enkeln über den Schulbetrieb so mitbekomme.)
Was unsere gemeinsame Sache und unsere Ziele angeht, ein algorithmisches Verständnis und damit eine aktive Offenheit für die fundamentalen digitalen Entwicklungen in die Schulen und möglichst auch in die Öffentlichkeit zu bringen – davon bin ich unverändert überzeugt. Dass wir, obwohl unsere Konzeption vom Schulministerium seit Monaten akzeptiert ist, immer noch mit ministerialbürokratischen und „vergaberechtlichen“ Hindernissen zu kämpfen haben, das kann einen schon mürbe machen. Nachdem wir immer wieder auf die Wünsche und Vorstellungen unseres Ansprechpartners im Ministerium eingegangen sind, erwarte ich jetzt vom Ministerium die Bewilligung unseres Antrags oder zumindest einen konstruktiven Vorschlag, wie es weitergehen kann.

 

Die bürokratischen Hindernisse, ob sie jetzt eher ein Ausdruck von Ängstlichkeit, von Überperfektion oder Inkompetenz sind, findet man ja leider nicht nur im Digitalen, sondern drastisch auch im Impf-Chaos (das sich hoffentlich allmählich auflöst). Die Impfkommission Stiko hat m.E. grobe Fehler gemacht hat. Ich kann mir die statistische Inkompetenz der Stiko nur so erklären, dass die Mitglieder der Stiko zu einer Zeit benannt und berufen worden sind, als statistische Kompetenz noch keine besondere Bedeutung hatte. Aber dass die Politik (und nicht nur die Politik, sondern auch das RKI, das PEI, der Ethikrat usw.) die Stiko einfach so gewähren lässt und ihre Entscheidungen vom Stiko-Votum  abhängig macht, wie das geschehen ist – das ist kaum zu verstehen und zeigt m.E. ein strukturelles Problem.

 

Und wenn sich die Politik auf „die Wissenschaft“ oder „die Wissenschaftler“ beruft – auch daran störe ich mich. Es gibt „die“ Wissenschaft ja nicht, und in diesen auch wissenschaftlich extrem unübersichtlichen Zeiten schon gar nicht. Und wenn mit „den Wissenschaftlern“ die immer gleichen Talkshow-Wissenschaftler gemeint sind, ärgert mich das besonders. Natürlich gibt es in den Talkshows durchaus auch kluge, kompetente Beiträge. Aber wenn es z.B. um die Corona-Ausbreitungsmodellierung geht, sieht man meine für Modellierung hochkompetenten und aktiven Mathematik-Kollegen im Fernsehen überhaupt nicht.
In diesem Zusammenhang: Ich schätze Deine – bisweilen durchaus kontroversen – Diskussionsbeiträge sehr, z.B. Deinen Ostergruß. Wie Du sehe ich – trotz wissenschaftlicher und technologischer  Brillanz in vielen Bereichen – ein massives Umsetzungsproblem in Deutschland: eine unflexible (Ministerial-)Bürokratie und  mangelnde Risikobereitschaft. Wir hinken oft weit hinter den Möglichkeiten her. Da haben wir es mit einem Systemfehler zu tun, der sich in unvorhersehbaren Zeiten wie diesen besonders deutlich zeigt.
Ich bin ja dabei, einen möglichst einfachen Text zur „Corona-Mathematik“ zu schreiben. Das ist reizvoll, erweist sich aber als nicht ganz einfach, weil Corona eine Vielzahl mathematischer Teildisziplinen berührt. Der Text soll einerseits einfach und für die breite Öffentlichkeit verständlich sein, sollte aber nicht ins Banale abrutschen. Ich schreibe über Zahlen, Kurven, Statistik und Modelle. Das geht mit Dreisatz los und könnte bis hoch hinauf in stochastische Differentialgleichungssysteme (mit Zeitverzögerung) und darüber hinaus in die KI  führen. Das geht natürlich nicht. Da den richtigen, verständlichen Mittelweg zu finden – da bin ich noch dran.
Mit lieben Grüßen und noch einmal herzlichem Dank für Deine Unterstützung und Dein Engagement
Dein Ulrich

Auch Kinder durch Corona gefährdet

(Helmholtz) – Eine Studie des Helmholtz Zentrums München kommt zu dem Ergebnis, dass während der zweiten Corona-Welle drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert waren, als über PCR-Tests gemeldet. Zudem wiesen am Ende der zweiten Welle etwa achtmal mehr Kinder Antikörper gegen das Coronavirus auf als am Ende der ersten Welle. Die Ergebnisse besitzen Relevanz für Entscheidungen über Maßnahmen zu Eindämmung des Pandemiegeschehens.

Die Häufigkeit von SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern im Vorschul- und Schulalter ist ein wichtiger Maßstab, um über Kindergarten- und Schulöffnungen zu entscheiden. Mit der Screening-Studie „Fr1da“ untersuchen Forschende unter der Leitung von Anette-Gabriele Ziegler Kinder in Bayern auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes. Bei diesen Tests werden Blutproben entnommen. Um diese wertvolle Studieninfrastruktur auch für die Corona-Pandemiebekämpfung nutzbar zu machen, beschloss die Forschungsgruppe im letzten Jahr, auch SARS-CoV-2-Antikörpertests mit besonders hoher Genauigkeit in ihre Untersuchungen mit einzubeziehen. Noch während der ersten Welle im Frühjahr 2020 ergaben die Testergebnisse bei den untersuchten Kindern eine SARS-CoV-2-Antikörperhäufigkeit von 0,87 Prozent. Dies bedeutet, dass sechsmal mehr Kinder in Bayern mit dem Coronavirus infiziert waren als über PCR-Tests gemeldet (Link zur Pressemitteilung).

Mehr Infektionen während der zweiten Welle
Durch die Fortführung der Fr1da-Studie in Bayern stellen die Wissenschaftler:innen nun fest, dass der Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern während der zweiten Welle im Herbst und Winter deutlich erhöht war. Vorschulkinder wiesen im Testzeitraum zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 eine Antikörperhäufigkeit von 5,6 Prozent auf. Bei Schulkindern, die von November 2020 bis Februar 2021 getestet wurden, lag der Wert sogar bei 8,4 Prozent. Insgesamt war die Antikörperhäufigkeit am Ende der zweiten Welle (Januar und Februar 2021) etwa achtmal höher als am Ende der ersten Welle (April bis Juli 2020). Außerdem zeigten die Ergebnisse, dass in der zweiten Welle drei- bis viermal mehr Vorschul- und Schulkinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert waren als über PCR-Tests gemeldet.

Viele Kinder sind asymptomatisch
Markus Hippich, Erstautor der Studie und Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München, sagt: „Dass die Häufigkeit der Infektion bei Kindern höher ist, als durch die PCR-basierte Virusüberwachung gemeldet, ist wahrscheinlich zum Teil auf asymptomatische Fälle im Kindesalter zurückzuführen.“ Von den 446 Kindern, die in der zweiten Welle positiv getestet wurden, füllten 92,6 Prozent Fragebögen zu Symptomen aus. Der Anteil antikörperpositiver Kinder ohne Symptome lag bei den Vorschulkindern bei 68,0 Prozent. Bei den Schulkindern waren es 51,2 Prozent.

Der starke Anstieg der SARS-CoV-2-Infektionen während der zweiten Welle ist nach Vermutung der Forschungsgruppe Ergebnis einer Kombination verschiedener Ereignisse. Dazu gehören eine allgemein höhere Virusexposition im Herbst und Winter, Schulöffnungen und neue, infektiösere Virusvarianten. Studienleiterin Anette-Gabriele Ziegler erklärt: „Oft wird angenommen, dass Kinder eine geringere Anfälligkeit für eine SARS-CoV-2-Infektion haben als Erwachsene. Die Datenlage dazu ist jedoch spärlich. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen deutlich, dass sowohl Kinder im Vorschul- als auch im Schulalter für eine SARS-CoV-2-Infektion empfänglich sind. Um das Infektionsgeschehen in dieser Bevölkerungsgruppe besser in den Griff zu bekommen, könnten entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung in Kindergärten und Schulen hilfreich sein.“

Antikörper über mehrere Monate nachweisbar
Innerhalb der Studie konnten Kinder, die positiv auf SARS-CoV-2-Antikörper getestet wurden, eine weitere Probe zur Überprüfung der Entwicklung des Antikörperstatus abgeben. Die Wissenschaftler:innen beobachteten, dass der Titer der Antikörper im Blut innerhalb eines Zeitraum von durchschnittlich drei Monaten nach der ersten Probe zunahm. Insgesamt blieben 64 von 66 Kindern in der Nachverfolgung positiv für SARS-CoV-2 Antikörper. Die Forschungsgruppe geht davon aus, dass dies weniger das Ergebnis einer erneuten Infektion als vielmehr der natürliche Verlauf nach einer Corona-Infektion ist.

Kein Zusammenhang zwischen Typ-1-Diabetes und COVID-19 bei Kindern
Die Fr1da-Studie untersucht Kinder in Bayern bis zu einem Alter von 10 Jahren auf präsymptomatischen Typ-1-Diabetes, der durch multiple Inselautoantikörper definiert ist. Weder während ersten noch der zweiten Welle konnte ein Zusammenhang zwischen präsymptomatischem Typ-1-Diabetes (positiver Test auf Inselautoantikörper) und einer durchgemachten Erkrankung an COVID-19 (positiver Test auf SARS-CoV-2-Antikörper) festgestellt werden.

Einschränkungen der Studie
Antikörper gegen SARS-CoV-2 sind erst nach einer bis vier Wochen nachweisbar. Deshalb können diese Messwerte nicht dafür genutzt werden, um Aussagen über das aktuelle Infektionsgeschehen zu treffen.

Über die Studie
Diese Studie wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) unterstützt. Förderer der Fr1da-Studie sind die LifeScience-Stiftung, JDRF und The Helmsley Charitable Trust.

Deutlich mehr Kinder mit SARS-CoV-2 infiziert

(pte) – Während der zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet. Zudem wiesen am Ende der zweiten Welle etwa achtmal mehr Kinder Antikörper gegen das Coronavirus auf als am Ende der ersten Welle. Zu dem Fazit kommen Forscher vom Helmholtz Zentrum München im Zuge der Screening-Studie „Fr1da“.

Asymptomatische Fälle
Vorschulkinder wiesen zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 eine Antikörperhäufigkeit von 5,6 Prozent auf. Bei Schulkindern, die von November 2020 bis Februar 2021 getestet wurden, lag der Wert sogar bei 8,4 Prozent. Insgesamt war die Antikörperhäufigkeit am Ende der zweiten Welle (Januar und Februar 2021) etwa achtmal höher als am Ende der ersten Welle (April bis Juli 2020).

„Dass die Häufigkeit der Infektion bei Kindern höher ist, als durch die PCR-basierte Virusüberwachung gemeldet, ist wahrscheinlich zum Teil auf asymptomatische Fälle im Kindesalter zurückzuführen“, so Erstautor Markus Hippich. Von den 446 Kindern, die in der zweiten Welle positiv getestet wurden, füllten 92,6 Prozent Fragebögen zu Symptomen aus. Der Anteil antikörperpositiver Kinder ohne Symptome lag bei den Vorschulkindern bei 68,0 Prozent. Bei den Schulkindern waren es 51,2 Prozent.

Kinder bis zu zehn Jahre alt
Die Wissenschaftler beobachteten, dass der Titer der Antikörper im Blut innerhalb eines Zeitraum von durchschnittlich drei Monaten nach der ersten Probe zunahm. Insgesamt blieben 64 von 66 Kindern in der Nachverfolgung positiv für SARS-CoV-2-Antikörper. Die Forschungsgruppe geht davon aus, dass dies weniger das Ergebnis einer erneuten Infektion als vielmehr der natürliche Verlauf nach einer Corona-Infektion ist.

Die Studie untersucht bis zu zehn Jahre alte Kinder in Bayern auf präsymptomatischen Typ-1-Diabetes, der durch multiple Inselautoantikörper definiert ist. Weder während ersten noch der zweiten Welle konnte ein Zusammenhang zwischen präsymptomatischem Typ-1-Diabetes (positiver Test auf Inselautoantikörper) und einer durchgemachten Erkrankung an COVID-19 (positiver Test auf SARS-CoV-2-Antikörper) festgestellt werden.

Neuer Katalysator baut Abwässer zu Wertstoffen um

(pte) – Abwässer, die Kohlenstoff und Nitrate enthalten, lassen sich mithilfe eines neu entwickelten Katalysators der Yale University in Methylamin umwandeln, eine heiß begehrte Chemikalie, aus der eine Vielzahl von Produkten hergestellt wird. „Das Verfahren, das wir entwickelt haben, könnte die nachhaltige Synthese von Methylamin aus Umweltabfällen unter Verwendung erneuerbarer Elektrizität bei Raumtemperatur und atmosphärischem Druck ermöglichen“, sagt Yale-Forscher Hailiang Wang.

Auf den Katalysator kommt es an
Der mit Forschern der Southern University of Science and Technology  entwickelte Prozess besteht aus acht teilweise gleichzeitig ablaufenden Reaktionen. Unter anderem werden CO2 und Nitrate, die aus Überdüngung stammen, reduziert. Die schädlichen chemischen Verbindungen werden in umweltverträglichen Kohlenstoff und Stickstoff aufgespalten, einen harmlosen Bestandteil der Luft. Aus Stickstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff, die zwischenzeitlich entstehen, bildet sich Methylamin. Es wird normalerweise aus Methanol und Ammoniak hergestellt, also letztlich aus Erdgas.

Der neue Kat ist laut dem Experten ein abgewandeltes Kobaltphthalocyanin. Es wird auf Kohlenstoffnanoröhrchen befestigt. Auslöser für die Entwicklung war ein Brief, den Wang 2019 bekam, nachdem er über einen neuen Katalysator berichtete, der bei der Spaltung von CO2 hilft. Robert Tuttle, ein Yale-Absolvent, schrieb aus Naples in Florida: „Aus dem Okeechobee-See gelangt nach starken Regenfällen Wasser in den Golf von Mexiko und den Atlantik. Wegen der darin enthaltenen Nitrate und Phosphate führt das zu übermäßiger Algenblüte und dem Absterben von Meeresbewohnern.“ Ob Wang nicht einen Katalysator entwickeln könne, der die Schadstoffe im See unschädlich macht. Da machte er sich der Wissenschaftler an die Arbeit.

Cholesterin, Leber und Darm: Neue Erkenntnisse

Dass der Darm und die Darmflora bzw. das Mikrobiom einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit insbesondere auf unser Immunsystem besitzt, habe ich schon vor 45 Jahren, allerdings im Vorwissenschaftlichen Raum, erkannt. Seinerzeit war ich einer der ersten, der in seiner ‚Wissenschaftsshow‘ die Deutschen Bürger über die Krankheit AIDS informiert hat. Ja, ich veranstaltete sogar  (1986) zusammen mit dem BR einen großen AIDS-Abend in der ARD.

Sie fragen sich, was das mit dem Mikrobiom zu tun hat?

Nun bei der AIDS-Krankheit greift das Virus die wichtigste Zentrale des Immunsystems an, das sind Bestandteile der weißen Blutkörperchen, genannt T4-Helferzellen. Genau wie bei Corona dringt das AIDS-Virus in diese Zelle ein und benutzt sie, um die Viren zu vervielfältigen. Die T4-Helferzellen sind dann außerdem nicht mehr in der Lage, die Armada von Gegenmaßnahmen zu erfüllen, die aus Fresszellen, Makophagen, Antikörper, Gedächtniszellen usw. bestehen. Mit dem Versagen des Immunsystems bricht die gesamte Abwehr zusammen, der Körper kann sich nicht mehr gegen das Eindringen der Krankheit wehren. Daran sind viele Menschen gestorben. Erst Jahrzehnte später gelang es Forschern, mit einem Cocktail von Medikamenten den AIDS-Kranken das Überleben zu ermöglichen.

Genau beim Entstehen der Armada weißer Blutkörperchen spielt der Darm mit seiner vielfältigen Flora eine entscheidende Rolle.

Das war der Grund, weshalb ich auf die Idee kam, dieses Mikrobiom zu unterstützen, in dem ich mit einer dänischen Firma eine Zusammensetzung  gefriergetrockneter Bakterien entwickeln ließ, um krankmachende Darmbewohner in Schach zu halten.

Außerdem kam ich auf die Idee, diese gefriergetrockneten Bakterien in Milch einzurühren, damit sie sich vermehren können, denn sie benötigen dazu den Milchzucker, die Lactose. So entsteht Joghurt einer speziellen Art. Diese Bakterien wurden so ausgesucht, dass sie die Magenschranke mit dem hohen salzsäurehaltigen Magensaft überwinden  und in größerer Menge in den Darm gelangen können.

Diese immunstärkenden Eigenschaften waren damals Spekulation, sozusagen im vorwissenschaftlichen Raum. 30 Jahre danach wurde meine Annahme bestätigt und bildet mittlerweile einen wichtigen Bereich der Forschung, in dem die Besiedlung unseres Körpers mit nicht nur krankmachenden Mikroben eine wichtige Rolle spielen. Den damaligen Namen ‚Lapida‘ erhielten diese probiotischen Joghurt-Bakterien, weil in dieser Mischung bestimmte Lipido-Lactobazillen – die z. B. einem frischgeborenen Säugling die Verdauung der Muttermilch ermöglichen – enthalten sind.

Seit 40 Jahren profitiere ich von dieser Idee. Heute bin ich davon erzeugt, mein selbstgemachter Joghurt ist dafür verantwortlich, dass ich 84 Jahre alt geworden, immer noch kerngesund und – nebenbei bemerkt – wegen des in der Milch enthaltenen Calciums noch keinen Zentimeter kleiner geworden bin. Ich nehme täglich 300 ml dieses Joghurts zu mir, nachdem ich Früchte der Saison oder gefriergetrocknete hineingerührte habe.

Jean Pütz

(pts) – Die Leber ist eines der wichtigsten Organe des Menschen, leidet aber still, wenn sie angegriffen oder überlastet ist. Genau das ist eine der großen Gefahren bei Übergewicht und zu hohem Cholesterin. Ein Team aus deutschen Forschern hat den ursächlichen Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Darmgesundheit bestätigt und zeigt gleichzeitig auf, wie man das Cholesterin senken, die Leber entgiften und damit sein körperliches Wohlbefinden steigern kann.

„Der Schlüssel sind präbiotische Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavanone (Apigenin, Naringin und Naringenin), die sich mittelbar und unmittelbar auf den gesamten Fettstoffwechsel und leberschützend auswirken“, so Dr. Ing. Henning Rosenfeld, Wissenschaftler und Gründer von PhytoEffekt.

Mikrobiom ist die Tür zu unserer Gesundheit – Flavanone der Schlüssel
Bakterien in unserem Darm haben nicht nur die Aufgabe, bei der Verdauung zu helfen, sondern sie produzieren für uns aus ihrem eigenen Stoffwechsel diverse Botenstoffe, die direkten Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Dazu gehören kurzkettige Fettsäuren (engl. Short Chain Fatty Acids – SCFA), die den Darm verlassen, in alle Gewebe eindringen und einen gesundheitsfördernden Effekt haben. Es gibt praktisch kein Organ mehr, das dadurch nicht durch die Darmbewohner beeinflusst wird.

Ohne Präbiotika gibt es kein gesundes Mikrobiom
Nur leider werden einige Pflanzenstoffe (insbesondere Flavanone) vom Körper ausgeschieden, bevor sie das Mikrobiom erreichen. In Zeiten des erhöhten Bedarfs müssen diese direkt in den Dickdarm eingebracht werden, wo der Hauptteil des Mikrobioms sitzt, um auch direkt ihre Wirkung zu entfalten. Der Effekt ist ein dreifacher:
1. Die Stoffe werden absorbiert.
2. Es ist Futter für die „guten“ Bakterien (Akkermansia spp.), was die Darmbarrierefunktion verbessert und die so Leber und Immunsystem entlastet.
3. Aus den Stoffen werden Metabolite erzeugt, die den Darm verlassen und sowohl Fett- als auch Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen.

Die Flavanone blockieren und fördern insgesamt drei Proteine aus dem Leberstoffwechsel, was zu einem verstärkten Abbau von Fettsäuren und letztlich zur Senkung des „schlechten“ LDL-Cholesterins führt. Über das Mikrobiom regen sie Stoffwechselprozesse an und bauen Fettsäuren ab, die normalerweise für die langfristige Lagerung aufbereitet werden. Das passiert in einem Ausmaß wie bei einer Fastenkur – nur ohne den ständigen Hunger- und Willenskampf.

„Die Flavanone genau dort hinzubringen, wo sie vom Körper ideal verarbeitet werden können, genau das ist uns mit den Kapseln von JO2-Phyto gelungen. Sie sind der Anfang einer Reihe von mikrobiomaktiven Pflanzenstoffen, deren positive Wirkung über den Dreifach-Effekt verstärkt wird und somit auf natürliche Weise vielfältige Leiden lindern, heilen oder vorbeugen kann“, so Dr. Ing. Henning Rosenfeld, der mit seinen Forschungsergebnissen die Fachwelt beeindruckt und damit vielen Zivilisationskrankheiten den Kampf ansagt.

JO2-Phyto ist ein mikrobiomaktives Nahrungsergänzungsmittel gegen Cholesterin und hohe Blutfettwerte
Durch diese bahnbrechende Entwicklung aus dem Labor von Phytoeffekt werden Leber und innere Organe entlastet, der Cholesterinwert normalisiert und ein ausgewogenes Mikrobiom im Darm hergestellt. JO2-Phyto-Kapseln sind vegan, enthalten rein natürliche Inhaltsstoffe.

Warnhinweis: JO2-Phyto enthält Grapefruitextrakt, der nicht zusammen mit bestimmten Medikamenten eingenommen werden darf. Das betrifft zum Beispiel drei der sehr häufig zur Cholesterinsenkung verordneten Statine: Atorvastatin, Lovastatin und Simvastatin. Schauen Sie am besten genau in der Packungsbeilage nach oder fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker, ob ihr Arzneimittel zusammen mit Grapefruit Probleme bereitet. Wenn das der Fall ist, verzichten Sie während der Behandlung komplett auf Grapefruit-Produkte.

02.04.21 Personen die geimpft sind, können das Coronavirus nicht mehr übertragen

Hört hört,
das Robert-Koch-Institut bestätigt meine Aussagen, die ich hier bei Facebook vor 3 Tagen gepostet habe, warum erst jetzt? Das hätte uns viel Geld erspart, und berechtigte Hoffnungen zu Ostern eröffnet, die Pandemie bald durch das Impfen zu besiegen. Ein Grund die impfmöglichkeiten so schnell zu beschleunigen, z.B. die Arztpraxen mit einzubeziehen. wie möglich

Personen die geimpft sind, können das Coronavirus nicht mehr übertragen. Warum werden sie im Gesetz nicht negativ Getesteten gleichgestellt??

Ist das Robert Koch Institut nicht mehr objektiv? Ist Political Correctness wichtiger als wissenschaftliche Wahrheiten?

Folge 181: Der Vernunft eine Chance

 

Wie können Corona-Viren in der Raumluft reduziert werden?

(DPG) – Die Covid-19-Pandemie wird uns noch lange in Atem halten. Schutzscheiben können das direkte Infektionsrisiko mit Coronaviren in Schulen, Büros, Sitzungsräumen, Restaurants, Warte- oder Empfangsbereichen sowie an Kassen oder Theken in Geschäften allerdings wirkungsvoll reduzieren. In Kombination mit Raumlüftern sind sie wichtige Elemente zum Schutz gegen Ansteckungen.

Das zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, die ein neues Physikkonkret der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) vorstellt. Gestaltete man die Schutzscheiben clever, können sich Personen sogar eine Zeit lang über kurze Abstände ohne lästige Maske unterhalten. Die Mimik bleibt dadurch sichtbar, was in Handel, Verkauf und insbesondere im Schulunterricht wichtig ist. Masken müssen dann nur noch getragen werden, wenn kein ausreichender Abstand voneinander mehr möglich ist: Beim Laufen über Gängen beispielsweise oder wenn die Lehrerin oder der Lehrer der Schülerin oder dem Schüler am Platz etwas zu erklären hat.

Der Einbau von Schutzwänden sowie von Ventilatoren und mobilen Raumluftreiniger sollte daher nach Ansicht der Deutschen Physikalischen Gesellschaft konsequent gefördert werden. Über die Vorteile der technischen Lüftung informierte kürzlich auch ein Offener Brief, den die DPG veröffentlichte.

Viagra verlängert Leben von Herzkranken

(pte) – Männer, die an einer chronischen Erkrankung der Herzkranzgefäße leiden und wegen einer erektilen Dysfunktion Viagra einnehmen, scheinen länger zu leben und ein geringeres Risiko zu haben, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das geht aus einer Studie des Karolinska Institutet hervor. Details wurden im „Journal des American College of Cardiology“ publiziert.

Potenzmittel gut verträglich
Viagra und auch das Konkurrenzpräparat Cialis hemmen das Enzym Phosphodiesterase5 (PDE5) im Penis, um den Blutfluss zu erhöhen. Da diese Hemmer den Blutdruck allgemein senken, wurden sie bisher aufgrund des angeblichen Risikos eines Herzinfarkts nicht für Männer mit Herzkrankheiten empfohlen. Schon 2017 konnte Holzmann mit seinem Team zeigen, dass herzkranke Männer Viagra und Cialis gut vertragen.

In ihrer Studie sind die Forscher mit S-PDE5-Inhibitoren einen Schritt weiter gegangen. Sie verglichen die Wirkung von Alprostadil, das direkt in den Penis gespritzt wird, und PDE5-Inhibitoren bei Männern, die chronisch herzkrank sind. Die Patienten sollten mindestens sechs Monate vor Beginn der Behandlung der erektilen Dysfunktion entweder einen Infarkt, eine Ballondilatation oder eine Bypass-Operation an der Koronararterie gehabt haben.

Neue Studie für finalen Beweis
„Das Risiko eines neuen Herzinfarkts ist in den ersten sechs Monaten am größten. Danach betrachten wir die Erkrankung der Herzkranzgefäße als stabil“, so Hauptautor Martin Holzmann. Endgültige Beweise für die These, dass Viagra und Cialis bei Männern mit Herzerkrankungen lebensverlängernd wirken, gibt es noch nicht. Es bestehe eine Art „Anfangsverdacht“, heißt es.

„Vieles deutet darauf hin, dass es einen Kausalzusammenhang gibt“, unterstreicht Holzmann. Um herauszufinden, ob es diesen Zusammenhang wirklich gibt, sei eine weitere Studie mit Männern nötig, die Viagra oder Cialis nehmen, und Männern, die das nicht tun. Die bisherigen Ergebnisse legten eine Überprüfung nahe, um Gewissheit zu bekommen.

Bei der Geburt: Baby findet von selbst zur Mutterbrust

(BZfE) – Stillen ist die natürliche Ernährung für Säuglinge, denn Muttermilch enthält alles, was Säuglinge brauchen. Um den Stillstart zu erleichtern, sind die ersten Stunden nach der Geburt entscheidend. Schon kurz nach der Geburt kann das Baby intuitiv den Weg zur Brust der Mutter finden. Wichtig sind dafür ungestörter Hautkontakt und Zeit. Mit kleinen Kriech- und Krabbelbewegungen erreicht es eigenständig die Brustwarze und beginnt zu saugen. „Dieser so genannte Breast Crawl wurde wissenschaftlich erstmals 1987 beschrieben,“ erläutert Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung. „Es ist faszinierend, wie eigenständig und zielstrebig neugeborene Babys ihren Weg zur Brust finden können.“

Unmittelbar nach der Geburt muss sich das Baby erst einmal ausruhen. Bäuchlings auf dem Bauch der Mutter liegend macht es dann kleine Bewegungen mit Kopf und Schultern, erste Mund- und Saugbewegungen folgen, das Baby öffnet die Augen und schaut die Mutter an. Nach kurzen Ruhepausen geht es weiter und nach rund einer Stunde hat das Baby die Brustwarze erreicht, selbstständig angedockt und zu saugen begonnen. Jedes Kind hat seine eigene Geschwindigkeit. Während der Geburt verabreichte Medikamente, etwa wegen einer Periduralanästhesie (PDA), können den Breast Crawl etwas verzögern.

Der direkte Haut- und Blickkontakt nach der Geburt fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind: Urvertrauen und Geborgenheit werden gestärkt und sein biologischer Rhythmus stabilisiert. Auch für das Stillen spielt der frühe Hautkontakt eine wichtige Rolle. Die Nationalen Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen des Netzwerks Gesund ins Leben empfehlen daher, Müttern und Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt den Hautkontakt zu ermöglichen.

Bei der Auswahl der Geburtsklinik können sich werdende Mütter erkundigen, ob ein ungestörter Stillstart in der Regel möglich gemacht wird: Wie sind die Abläufe nach der Geburt, wieviel Zeit haben Mutter und Kind im Kreissaal und findet die erste Vorsorge-Untersuchung auf dem Bauch der Mutter statt? Ob nach einer Spontangeburt oder nach einem Kaiserschnitt, einer Geburt in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause: Oft lässt es sich gut einrichten, dass Mutter und Kind die wertvolle Zeit direkt nach der Geburt miteinander erleben können.

Bei all dem gilt: Jede Geburt und jedes Baby ist anders. Manchmal ist aus den verschiedensten – medizinischen – Gründen ein ausgiebiger, ungestörter Hautkontakt nicht möglich. Manchmal sind Babys zu erschöpft um selbstständig zur Brust zu finden oder der Start ins Leben verläuft anders als gedacht. „Kein Grund zu verzweifeln, dann kann die Mutter das Baby so früh wie möglich selber anlegen und ihm helfen, die Brust zu finden. Die Freude auf einen gemeinsamen Start ins Leben sollte im Vordergrund stehen“, so Flothkötter.

Erforschungen der Europaskepsis von Bürgern, Parteien und Bewegungen

Erforschungen der Europaskepsis von Bürgern, Parteien und Bewegungen – eine begrüßenswerte Initiative der Max-Weber-Stiftung

Max Weber: Einer der genialsten Soziologen des 20ten Jahrhunderts

(Max Weber Stiftung) – Das dreijährige Forschungsvorhaben, an dem die Deutschen Historischen Institute in London, Rom und Warschau gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung arbeiten, untersucht euroskeptische Bewegungen und ihre historischen Wurzeln. Das Zusammenwachsen innerhalb Europas wurde von Beginn an von Kritik begleitet. Diese Skepsis gegenüber der europäischen Gemeinschaft ist mittlerweile ein Phänomen mit einer weit über Europa hinausgehenden Strahlkraft.

Unter dem Titel „Europas Gegenbewegungen. Euroskeptische Verflechtungen von den Anfängen der Europäischen Integration bis heute“ schließen sich die drei Institute der Max Weber Stiftung in London, Rom und Warschau mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung zusammen und ermöglichen so interdisziplinäre und transnationale Perspektiven auf ein europäisches Thema. Das Projekt erforscht eurokritische Stimmen seit den 1950er Jahren bis in die jüngste Vergangenheit. Denn nicht erst die Flüchtlingskrise und die Covid-19-Pandemie haben den europäischen Zusammenhalt auf eine große Probe gestellt. Vielmehr gingen die europäische Idee und die Skepsis gegenüber Europa von jeher Hand in Hand. Demensprechend ist weder ein Verständnis der Vergangenheit noch eine zukünftige Förderung von Zusammenhalt in Europa möglich, wenn nicht gleichzeitig die Skepsis gegenüber der europäischen Einigung in die Überlegungen mit einbezogen wird.

Die bisherige Forschung hat sich weitgehend auf die jüngere Vergangenheit und europafeindliche politische Parteien konzentriert. Kritik an der europäischen Integration geht jedoch vielfach auf eine längere Entwicklung zurück. Dabei spielten sowohl soziale Bewegungen als auch gesellschaftliche Eliten in Verwaltung, Wirtschaft und Medien eine wichtige Rolle. Diese sprachen keineswegs immer mit einer Stimme, sondern stammten aus unterschiedlichen politischen Lagern. Sie beeinflussten den Prozess der europäischen Integration von Beginn an, entwarfen eigene, alternative Europakonzepte und schlossen Verbindungen über nationale Grenzen hinweg. Das neue Forschungsvorhaben wird die historischen Wurzeln und die Wirkungsmacht dieser Konzepte und Zusammenschlüsse erklären.

Als grenzüberschreitend arbeitende Forschungseinrichtung mit Instituten, Außenstellen und Projekten in insgesamt 15 Ländern ist die Max Weber Stiftung ein wichtiger Akteur in der europäischen Wissenschaftslandschaft und widmet sich in diesem neuen Forschungsprojekt dem Thema der Kritik am europäischen Zusammenhalt. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert und nimmt seine Arbeit zum 1. April 2021 auf.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.