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09.07.2019 Schmerzen in den Gelenken – Wundermittel Hagebutte ?

Liebe Besucher meiner Homepage !

Vor zwei Jahren, getrieben durch Knie- und Hüftschmerzen, meinte mein Orthopäde, ich käme um eine entsprechende Operation nicht umhin, ein künstliches Knie- als auch Hüftgelenk einsetzen zu lassen.
Um das zu verhindern, ging ich regelmäßig zum Physiotherapeuten, allerdings ohne besonderem Erfolg, die Schmerzen blieben.
Also versuchte ich es mit schmerzlindernden Medikamenten. Morgens und abends nahm ich jeweils 600 mg Ibuprofen ein. Nach etwa zwei Monaten stellte mein Hausarzt fest, dass meine Nieren sehr geschädigt waren und ich Gefahr laufe, Dialyse-Patient zu werden.
Gott sei Dank erkannte dieser Arzt, dass es am Ibuprofen lag. Er verschrieb mir ein anderes Medikament und die Nieren regenerierten sich wieder. Es war also noch nicht zu spät.
Dabei erfuhr ich nebenbei, dass dieses Schicksal so manchem Sportler nicht erspart geblieben ist. Bei Sportarten, bei denen Schmerzen unvermeidlich sind, ist das leider heute noch ein probates Mittel, die Schmerzempfindlichkeit zu vermindern. Einige Sportler prozessieren sogar in diese Richtung.

Die Erlösung, was mich betrifft, kam unerwartet. Einer meiner guten Freunde aus jugendlichen Jahren, den ich zufällig traf, schickte mir ein geheimnisvolles Paket. Der Inhalt entpuppte sich als 500 g Hagebuttenpulver, das aus getrockneten und feingemahlenen Früchten der Heckenrose bestand. Als Kinder benutzen wir die Kerne als Juckpulver.
Zunächst war ich skeptisch und lies es unbeachtet liegen, bis meine Schmerzen mich dazu trieben, es zumindest einmal zu versuchen, obwohl ich im Internet keine seriöse Erklärung fand, dass es zur Behandlung von Gelenkschmerzen geeignet wäre.
Jeden Morgen nahm ich daraufhin zunächst einmal ohne besondere Erwartung einen gehäuften Teelöffel dieses Pulvers, eingerührt in ein wenig Joghurt oder Apfelmus. Wider allen Erwartungen waren nach acht Tagen meine Schmerzen wie weggeblasen. Selbst heute, nach mehr als einem Jahr, bin ich weitgehend schmerzfrei. Das gilt sogar für mein Schultergelenk, welches mich Jahrzehnte gepeinigt hat.
Daraufhin setzte ich eine private, nicht wissenschaftlich exakte Forschung an und verteilte an mir bekannte Leidensgenossen kleinere Mengen dieses Pulvers. Tatsächlich meldeten bis zu 80% eine Schmerzlinderung.
Den Tipp gebe ich auch deswegen weiter, weil Hagebuttenpulver ein normales Lebensmittel ist. Sehr vitaminhaltig und reich an sekundären Pflanzenstoffen, also praktisch ohne Risiko, es sei denn, der Körper reagiert allergisch auf diesen Stoff – allerdings sehr selten.
Außerdem ist es sehr preiswert. Ich beziehe es über das Internet. Da kosten 500 g zwischen 12,00 und 20,00 €, womit man drei Monate auskommt.

Klicken Sie auf dieser Homepage auf ‚Produkte‘. Da habe ich, wie früher bei den Hobbythek-Sendungen, dafür gesorgt, dass Sie es in kontrollierter Qualität beziehen können. Um Missverständnissen vorzubeugen, ich verdiene an diesem Produkt keinen Cent.

Dieser erstaunlichen Eigenschaft des Hagebuttenpulvers müsste sich im Übrigen die seriöse Forschung intensiv widmen. Aber ich weiß, dass die Forschung im Argen liegt – gerade was Naturstoffe anbelangt. Weil damit kein Geld zu verdienen ist, denn es lässt sich nicht patentieren. Das gilt auch für das vielseitig einsetzbare Teebaumöl, welches immer noch nicht als Medikament, sondern als ’nur für kosmetische Zwecke geeignet‘ verwendet werden darf. Diesem Thema habe ich mit einem Kollegen ein Hobbythek-Buch unter dem Titel ‚ Tausendsassa Teebaumöl‘ gewidmet, welches leider vergriffen ist, aber immer noch antiquarisch bezogen werden kann.
Ihr Jean Pütz

Wissenschaftlich gemessen: Wirbel von schwarzen Löchern im Universum

(pte) – Forschern an der NASA  ist es dank Röntgentechnologie gelungen, die Geschwindigkeit der Wirbel von fünf supermassiven schwarzen Löchern zu messen. „Die Masse in einem dieser kosmischen Wirbel bewegt sich mehr als 70 Prozent der Lichtgeschwindigkeit um sein schwarzes Loch herum“, schreiben die Forscher. Den Astronomen zufolge beschleunigt sich die Drehung von schwarzen Löchern durch die zunehmende Masse, die sie konsumieren.

Vergrößerung durch Krümmung von Raum und Zeit
Um die schwarzen Löcher untersuchen zu können, benutzten sie das Röntgenteleskop des Satelliten Chandra. Sie machten sich auch ein physikalisches Phänomen zunutze, das bereits Albert Einstein festgestellt hatte: den Gravitationslinseneffekt. Dieser bedeutet, dass es durch die Krümmung von Raum und Zeit durch eine große Masse möglich ist, weit entfernte Objekte vergrößert zu sehen.

Im Falle des NASA-Experimentes handelte es sich bei der großen Masse um eine große Galaxie. So konnten die Astronomen sechs Quasare studieren, die sich in einer Entfernung von der Erde von bis zu 10,9 Mrd. Lichtjahre befinden. Die Quasare bestehen alle aus einem schwarzen Loch, welches unaufhörlich Masse konsumiert.

Ereignishorizont dreht sich mit Lichtgeschwindigkeit
Für die Messung des Wirbels selbst verwendeten die Forscher den sogenannten Mikrolinseneffekt. Bei diesem konnten individuelle Sterne in der Galaxie zwischen Erde und Quasaren verwendet werden, um eine noch stärkere Vergrößerung zu erreichen. Die Astronomen gingen davon aus, dass schwarze Löcher, die in einem relativ kleinen Raum Röntgenstrahlen aussenden, sich schneller drehen müssen.

So konnten sie feststellen, dass sich der „Einsteinkreuz“ genannte Quasar mit der höchsten möglichen Geschwindigkeit dreht. Sie schätzen, dass sich der Ereignishorizont von dessen schwarzen Loch mit Lichtgeschwindigkeit dreht. Die anderen vier würden sich mit etwa der Hälfte dieser Geschwindigkeit drehen, eines konnte nicht gemessen werden. Der Grund für diese Geschwindigkeit ist möglicherweise die Masse, welche die schwarzen Löcher über Milliarden von Jahren angesammelt haben. Sie würden sich in einer immer gleichen Drehbewegung befinden, die durch die angehäufte Masse immer weiter beschleunigt wird.

Klangstimulation ist gut für das Gedächtnis

(pte) – Sanfte Klangstimulation verbessert laut einer Studie der Northwestern University den Tiefschlaf oder langsamwelligen Schlaf bei Personen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung. Bei ihnen besteht das Risiko von Alzheimer. Teilnehmer, deren Gehirne am besten auf die Stimulation ansprachen, wiesen am Folgetag eine verbesserte Gedächtnisantwort auf. Laut Forschungsleiter Roneil Malkani könnte damit ein wichtiger therapeutischer Ansatz gefunden worden sein.

Tiefschlaf für Gedächtnis wichtig
Tiefschlaf ist für die Gedächtniskonsolidierung von entscheidender Bedeutung. Mehrere Schlafstörungen wurden bei Personen mit einer leichten kognitiven Beeinträchtigung bereits nachgewiesen. Zu den am stärksten ausgeprägten Veränderungen gehört die Verringerung des Zeitraums, der im Tiefschlaf verbracht wird. Da an dieser Studie nur neun Teilnehmer beteiligt waren und die Reaktion auf die Behandlung unterschiedlich war, wurde die Verbesserung des Gedächtnisses nicht als statistisch signifikant angesehen.

Es gab jedoch einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Verbesserung des Tiefschlafs durch Klang und dem Gedächtnis. Je ausgeprägter die Verbesserung des Tiefschlafs war, desto besser war auch die Gedächtnisantwort am nächsten Tag. Laut Malkani legen die in den „Annals of Clinical and Translational Neurology“ veröffentlichten Forschungsergebnisse nahe, dass eine Verbesserung der Schlafqualität ein neuer Ansatzpunkt zur Vermeidung einer Demenz ist.

Tests mit Wortpaaren durchgeführt
An der Studie nahmen Personen mit einer leichten kognitiven Einschränkung teil. Sie verbrachten im Abstand von rund einer Woche zwei Nächte im Schlaflabor. Alle wurden in einer Nacht mit einer Klangstimulation behandelt und in der anderen nicht. Die Reihenfolge der Nächte wurde nach dem Zufallsprinzip bestimmt. Das Gedächtnis wurde in der Nacht vorher und am folgenden Morgen getestet. Die Forscher verglichen dann die Unterschiede.

Bei den Teilnehmern wurde ihre Erinnerung an 44 Wortpaare getestet. Jene Personen, die nach der Klangstimulation über eine Verbesserung von 20 Prozent oder mehr bei der langsamen Wellenaktivität verfügten, erinnerten sich am nächsten Morgen an rund zwei Wörter mehr. Eine Person mit einer Erhöhung um 40 Prozent erinnerte sich sogar an neun Wörter mehr. Die Klangstimulation bestand aus kurzen Impulsen von rosa Rauschen.

Das System überwachte die Gehirnaktivität der Teilnehmer. Wachte eine Person auf, wurde die Einspielung beendet. Laut Malkani könnte damit ein möglicher Behandlungsansatz gefunden sein, der sich jede Nacht einsetzen lässt. In einem nächsten Schritt sollen diese Tests bei einer größeren Personengruppe und mehrere Nächte durchgeführt werden. Ziel ist es, die Forschungsergebnisse zu bestätigen und herauszufinden, wie lange die Wirkung anhält.

Diabetes Typ 1 – nun heilbar ?

(pte) – Diabetes-1-Patienten können künftig Langerhans-Inseln, die Insulin produzieren, von beliebigen Spendern, selbst von Tieren, transplantiert werden. Auch Immunsuppressiva sollen überflüssig sein, weil die Immunabwehr des Körpers gegen die fremden Zellen nichts ausrichten kann. Denn sie sind mit einem Hydrogel umhüllt, das Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt haben.

Gute Barriere für Immunzellen
Das neue Gel lässt Sauerstoff und andere Moleküle passieren, sodass die Inseln versorgt werden und überleben können. Es lässt auch das lebenswichtige Insulin passieren, wehrt jedoch Immunzellen und Antikörper ab, die körperfremdes Gewebe und Zellen normalerweise rigoros zerstören. Das Gel besteht aus wasserlöslichen Kunststoffpartikeln und Natriumalginat, das aus den Zellwänden der Braunalge gewonnen wird.

Weltweit wird seit einiger Zeit nach Möglichkeiten gesucht, transplantierte Inseln vor den Angriffen der Immunabwehr zu schützen, ohne deren Angriffslust durch Medikamente zu lähmen. Derartige Immunrepressiva können fatale Wirkungen haben, weil sie in diesem Stadium auch andere Krankheitserreger weitgehend gewähren lassen. Das Team um Sandrine Gerber hat das mit dem Hydrogel geschafft, indem es weitere Wirkstoffe hinzufügte, darunter den Entzündungshemmer Ketoprofen.

Kein Warten auf Organe und Zellen
Getestet wurde das Gel von auf Inseltransplantation spezialisierten Medizinern des Universitätsklinikums Genf (HUG) und der Diabetes-Forschungsgruppe InsuLéman . Das HUG gehört zu weltweit zehn Zentren, in denen auch tierische Zellen transplantiert werden.

Die Lizenz, das Gel zu produzieren, erhielt das Genfer Jungunternehmen Cell-Caps, dem auch Gerber angehört. „Wir müssen noch Tests machen, um die Langzeitwirkung des Gels zu prüfen“, so die Forscherin. „Außerdem brauchen wir eine zuverlässige Quelle für Inselzellen.“ Es könne noch einige Jahre dauern, bis das Gel routinemäßig eingesetzt wird. Die Hülltechnik hat das Potenzial, auch bei anderen Transplantationen zu helfen. Dadurch würde die oft endlose Wartezeit auf passende Organe und Zellen drastisch verkürzt.

25.06.2019 Ist die batteriebetriebene Elektromobilität auf dem Holzweg ?

Liebe Besucher meiner Homepage !

Der unten stehende interessante Artikel bestätigt meine These, dass mit Batterie betriebene Elektroautos die CO2-Bilanz weltweit leider nicht verbessern werden.
Schon seit vielen Jahren bemühe ich mich, eine Alternative zu finden, die unmittelbar einsetzbar ist und der Elektromobilität auf andere Weise Vorschub leisten könnte. Sie kostet trotzdem ebenso wie das reine Elektroauto 100%ig die geniale Erfindung des neuen elektromotorischen Antriebs aus.

Ein weiterer Vorteil: Ein Getriebe wird überflüssig und die Batteriekapazität kann auf ein Drittel reduziert werden. Selbstverständlich kann die Bewegungsenergie beim Bremsen spritsparend regeneriert werden. Dazu ist nichts anderes notwendig, als ein Abgas-optimierter Lademotor – ob Diesel, Benziner oder Turbine. Eine Technologie, die in Perfektion vorhanden ist. Die Umdrehungszahl des Lademotors kann auf den besten Wirkungsgrad eingestellt werden und seine Abwärme löst auch das Problem der Heizung und des Klimaaggregats, das sonst die Reichweite reiner Elektroautos erheblich verringert.

Im Übrigen könnte der Motor demnächst mit regenerativem Treibstoff angetrieben werden. Diese sogenannte modifizierte Hybrid-Lösung ermöglicht es, extrem leichte Autos zu konstruieren, die bestenfalls ein bis drei Liter – je nach Größe – Treibstoff auf 100 Kilometern benötigen.

Eine langfristige Perspektive bildet der mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Antrieb.
Ihr Jean Pütz

(STIMME DES WESTENS) – In Deutsch­land ver­engt sich die Dis­kus­si­on über die An­trie­be der Zu­kunft auf die höchst pro­ble­ma­ti­schen Bat­te­rie­au­tos. In Chi­na, dem glo­ba­len Leit­markt für Elek­tro­mo­bi­li­tät, steu­ert man be­reits um. Das soll­ten wir auch.

Viel­leicht lie­fe in Deutsch­land ei­ni­ges an­ders, wenn im Land der In­ge­nieu­re auch mal ein In­ge­nieur Mi­nis­ter wür­de. So ei­ner wie Wan Gang. In der 80ern stu­dier­te er in Deutsch­land An­triebs­tech­nik, be­vor er zehn Jah­re lang in der Ent­wick­lungs­ab­tei­lung bei Au­di ar­bei­te­te. Dann kehr­te er nach Chi­na zu­rück und wur­de 2007 zum Mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie be­ru­fen. In der Au­to­bran­che hat Wan ei­nen Ruf wie Don­ner­hall: Er ist der Ar­chi­tekt der chi­ne­si­schen Elek­tro­au­to-Re­vo­lu­ti­on.

In nur ei­ner De­ka­de ent­wi­ckel­te sich un­ter Wans Ägi­de in Chi­na dank mas­si­ver staat­li­cher Sub­ven­tio­nen und ge­ziel­ter Ge­setz­ge­bung der welt­größ­te Markt für bat­te­rie­be­trie­be­ne Fahr­zeu­ge. Deut­sche Po­li­ti­ker wer­den nicht mü­de, auf das Bei­spiel Chi­na zu ver­wei­sen, wenn es dar­um geht, die Elek­tro­mo­bi­li­tät zu prei­sen. Und auch Her­bert Diess, Chef des welt­größ­ten Au­to­kon­zerns Volks­wa­gen, hat sich nicht zu­letzt mit Blick auf Chi­na, wo VW 40 Pro­zent sei­ner Pro­duk­ti­on ab­setzt, voll dem Bat­te­rie­an­trieb ver­schrie­ben und will Mil­li­ar­den in die­se Tech­no­lo­gie in­ves­tie­ren.

Der­weil wird in Chi­na das Ru­der schon wie­der her­um­ge­wor­fen, und aus­ge­rech­net Wan Gang gab im April am Ran­de ei­ner Au­to­mes­se in Shang­hai das Si­gnal da­für. Nicht der der Li­thi­um-Io­nen-Bat­te­rie, son­dern der mit Was­ser­stoff be­trie­be­nen Brenn­stoff­zel­le ge­hö­re die Zu­kunft, sag­te der 66-Jäh­ri­ge, der im ver­gan­ge­nen Jahr aus der Re­gie­rung aus­schied und jetzt Prä­si­dent ei­ner Wis­sen­schafts­ver­ei­ni­gung ist. Kurz dar­auf be­stä­tig­te ein Spre­cher des In­dus­trie­mi­nis­te­ri­ums die neu­en Prio­ri­tä­ten in Pe­king: Man wer­de die Markt­ein­füh­rung der Brenn­stoff­zel­le for­cie­ren, denn der Bat­te­rie­an­trieb sei auf lan­ge Sicht für län­ge­re Dis­tan­zen so­wie den Schwer­last­ver­kehr un­ge­eig­net.

Be­reits En­de März hat­te die Re­gie­rung die bis­her üp­pi­gen Sub­ven­tio­nen für Bat­te­rie­au­tos um zwei Drit­tel ge­kürzt. Im kom­men­den Jahr soll die För­de­rung dann ganz ge­stri­chen wer­den, wäh­rend sie für Brenn­stoff­zel­len­au­tos vor­erst wei­ter­läuft. Für ei­ni­ge Her­stel­ler dürf­te das ex­trem schmerz­haft wer­den. Al­lein BYD, Chi­nas Markt­füh­rer bei Bat­te­rie­fahr­zeu­gen, hat nach Schät­zun­gen in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren vom Staat fast ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro für sein Elek­tro­pro­gramm er­hal­ten.

Nach Ein­schät­zung von Be­ob­ach­tern sind es aber nicht al­lein tech­ni­sche Grün­de, die zu ei­nem Um­den­ken der Re­gie­rung ge­führt ha­ben. Im­mer stär­ker sei den chi­ne­si­schen Be­hör­den auch be­wusst ge­wor­den, wie schlecht die Öko­bi­lanz der Bat­te­rie­au­tos in Wirk­lich­keit sei. Vor al­lem die ex­trem um­welt­schäd­li­che und res­sour­cen­ver­schlin­gen­de Ge­win­nung der nö­ti­gen Schwer­me­tal­le für die Bat­te­rie­fer­ti­gung wie auch die spä­te­re Ent­sor­gung gif­ti­ger Ab­fäl­le be­rei­te zu­neh­mend Sor­gen. Und dann gibt es da noch das Pro­blem mit den Bat­te­rie­brän­den bei E-Au­tos: Mehr als 40 sol­cher Vor­fäl­le wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr in Chi­na re­gis­triert.

Nun ist ja auch der Um­gang mit Was­ser­stoff kei­ne ba­na­le An­ge­le­gen­heit, was die Ex­plo­si­on ei­ner Was­ser­stoff­tank­stel­le in Nor­we­gen erst un­längst wie­der in Er­in­ne­rung ge­ru­fen hat. Trotz­dem, so be­rich­te­te die „Chi­na Dai­ly News“, ha­be die Re­gie­rung in Pe­king ehr­gei­zi­ge In­fra­struk­tur­plä­ne. So wer­den zur Ver­sor­gung von ei­ner Mil­li­on Was­ser­stoff­au­tos, die bis 2030 auf Chi­nas Stra­ßen fah­ren sol­len, Dut­zen­de „Was­ser­stoff­kor­ri­do­re“ ent­ste­hen.

Ei­ne flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung mit dem ex­trem flüch­ti­gen Gas bleibt die größ­te Her­aus­for­de­rung, um der Was­ser­stoff-Mo­bi­li­tät zum Durch­bruch zu ver­hel­fen. Und da steht Deutsch­land mit sei­ner star­ken che­mi­schen In­dus­trie gar nicht so schlecht da. Hier­zu­lan­de exis­tiert mit der­zeit 70 öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Stand­or­ten das welt­weit zweit­größ­te Netz an Was­ser­stoff­tank­stel­len. Nur in Ja­pan gibt es mit 96 noch mehr; in Chi­na sind es bis­her nur ein gu­tes Dut­zend. Be­zo­gen auf die Be­völ­ke­rungs­zahl hat aber Dä­ne­mark mit acht Zapf­säu­len das dich­tes­te Netz. Ge­plant ist in Deutsch­land der Aus­bau auf 400 Stand­or­te, aber bei sys­te­ma­ti­scher Auf­rüs­tung klas­si­scher Tank­stel­len lie­ße sich die­se Zahl schnell er­hö­hen. Es ist ei­ne Fra­ge des Gel­des: Die Kos­ten für den Bau ei­ner Was­ser­stoff­tank­stel­le be­gin­nen bei ei­ner Mil­li­on Eu­ro.

Die Fra­ge, wie der Was­ser­stoff am ef­fi­zi­en­tes­ten zum Kun­den trans­por­tiert wer­den kann, ist noch nicht ab­schlie­ßend ge­klärt. Am gän­gigs­ten ist bis­her die Me­tho­de, das Gas mit 700 Bar Druck zu ver­dich­ten und in Tanks zu fül­len oder es un­ter mi­nus 253 Grad Cel­si­us ab­zu­küh­len, um es zu ver­flüs­si­gen. Deut­sche For­scher ha­ben zu­dem ei­ne Me­tho­de ent­wi­ckelt, den Was­ser­stoff an ei­ne Trä­ger­sub­stanz zu bin­den, so dass ei­ne si­cher trans­por­tier­ba­re die­sel­ähn­li­che Flüs­sig­keit ent­steht. In Skan­di­na­vi­en setzt man da­ge­gen zu­neh­mend auf Was­ser­stoff­tank­stel­len, die das Gas di­rekt vor Ort per Elek­tro­ly­se her­stel­len. Be­nö­tigt wer­den da­für le­dig­lich Was­ser und Strom – idea­ler­wei­se ge­lie­fert di­rekt von ei­nem na­he ge­le­ge­nen Wind­park.

Kei­nes die­ser Ver­fah­ren kommt bis­her oh­ne grö­ße­re Ef­fi­zi­enz­ver­lus­te aus, aber so­lan­ge in Deutsch­land gro­ße Men­gen Wind- und So­lar­strom we­gen dro­hen­der Netz­über­las­tung nicht ver­wer­tet wer­den kön­nen (und die Ver­brau­cher da­für auch noch Hun­der­te Mil­lio­nen Eu­ro be­zah­len müs­sen), wä­re die Her­stel­lung von Was­ser­stoff per Elek­tro­ly­se im­mer­hin ei­ne ele­gan­te Form der Spei­che­rung der über­schüs­si­gen En­er­gie.

Wie Wan Gang glau­ben da­her auch deut­sche In­ge­nieu­re an ei­ne gro­ße Zu­kunft des Was­ser­stoffs. In ei­ner im Mai pu­bli­zier­ten Stu­die des Ver­eins Deut­scher In­ge­nieu­re und des Ver­bands der Elek­tro­tech­nik war­nen die Au­to­ren ein­dring­lich da­vor, ein­sei­tig auf die bat­te­rie­be­trie­be­ne E-Mo­bi­li­tät zu set­zen. Die gleich­be­rech­tig­te För­de­rung der Was­ser­stoff-Tech­no­lo­gie sei un­ver­zicht­bar, um Deutsch­lands en­er­gie- und um­welt­po­li­ti­sche Zie­le zu er­rei­chen. Man könn­te auch sa­gen: VW-Chef Diess ist schwer auf dem Holz­weg.
MAT­THI­AS BEER­MANN

IN­FO
Sau­ber, sehr ef­fi­zi­ent, aber auch noch sehr teu­er. Ei­ne Brenn­stoff­zel­le ist kein En­er­gie­spei­cher wie ei­ne Bat­te­rie, son­dern ein En­er­gie­wand­ler. In der Zel­le re­agiert Was­ser­stoff mit dem Sau­er­stoff aus der Luft. Da­bei ent­ste­hen Was­ser, Strom und Wär­me. Die­se Re­ak­ti­on wird auch als „kal­te Ver­bren­nung“ be­zeich­net.

An­wen­dung Brenn­stoff­zel­len eig­nen sich auch für sta­tio­nä­ren Ein­satz (z.B. zum Hei­zen von Ge­bäu­den). Au­tos mit sol­chen Zel­len sind er­heb­lich leich­ter als Bat­te­rie­fahr­zeu­ge. Sie las­sen sich eben­so schnell be­tan­ken wie kon­ven­tio­nel­le Au­tos, auch ih­re Reich­wei­te ist ver­gleich­bar. Der Ver­brauch be­trägt et­wa ein Ki­lo­gramm Was­ser­stoff auf 100 Ki­lo­me­ter.

Kos­ten Ein Ki­lo­gramm Was­ser­stoff kos­tet an der Tank­stel­le 9,50 Eu­ro. Vier bis fünf Ki­lo­gramm fasst der Tank der meis­ten Fahr­zeu­ge. Noch gibt es nur sehr we­ni­ge Was­ser­stoff-Pkw, die ent­spre­chend teu­er sind. Der To­yo­ta Mi­rai kos­tet rund 78.000 Eu­ro.

Her­stel­lung Der größ­te Teil der heu­ti­gen Was­ser­stoff­pro­duk­ti­on ent­steht als Ne­ben­pro­dukt in der che­mi­schen In­dus­trie, vor al­lem aus Erd­gas. Da­ne­ben ist die Elek­tro­ly­se von Was­ser am ge­bräuchlisten.

So sollen Lebensmittel-Verpackungen sein: Umweltfreundlich und leicht zu entsorgen

(BZfE) – Viele Verbraucher versuchen, bereits beim Einkauf von
Lebensmitteln Verpackungsmüll zu vermeiden. Das zeigt die Untersuchung
„Für die Tonne“ des Marktforschungsinstituts YouGov. Mehr als 1.000
Personen ab 18 Jahren wurden interviewt. Außerdem gingen Informationen aus
der YouGov-Datenbank in die Analyse ein, für die jährlich 70.000 Deutsche
kontinuierlich befragt werden.

Was wünschen sich Konsumenten von Lebensmittelverpackungen? Das hängt vom
Produkt ab. Bei Trockenwaren wie Nudeln, Süßigkeiten sowie Obst und
Gemüse steht die Umweltfreundlichkeit an erster Stelle. Einfache
Entsorgungsmöglichkeiten sind bei Trockenwaren und Süßwaren ein weiteres
wichtiges Kriterium. Bei Früchten und Gemüse muss für 45 Prozent der
Befragten der Inhalt in der Verpackung deutlich sichtbar sein, um Frische
und Qualität beurteilen zu können. Bei leicht verderblichen
Nahrungsmitteln wie Frischwaren und Milchprodukten legen die Verbraucher
den höchsten Wert auf Hygieneaspekte wie die Vermeidung von Keimen (63 und
58 %), während die Umweltfreundlichkeit bereits auf dem zweiten Platz
folgt (53 und 54 %).

Beim Einkauf von Lebensmitteln greift inzwischen ein Großteil der Kunden
der Umwelt zuliebe zu Produkten, die weniger Müll verursachen – darunter
deutlich mehr Ältere ab 60 Jahren (81 %) als unter 30-Jährige (62 %).
Knapp die Hälfte der Deutschen hat sich bereits einmal gegen ein Produkt
entschieden, weil es in Plastik verpackt war. Mehr als jeder Zweite würde
sogar die Haupteinkaufsstätte wechseln, wenn ein anderer Supermarkt in der
Nähe eine umweltfreundliche Verpackung für seine Produkte anbieten
würde.

Allerdings sind solche Umfragen im Konjunktiv und die tatsächliche
Bereitschaft, das in der Praxis umzusetzen zumindest fraglich. Dennoch
geben sie einen gesellschaftlichen Anhaltspunkt, wo langfristig die Reise
hingeht.
Heike Kreutz

Vom Tier oder von der Pflanze: Welches Eiweiß ist besser ?

(BZfE) – Pflanzliches Eiweiß (Protein) steht zurzeit hoch im Kurs, weil
es angeblich gesünder ist als tierisches. Einige, aber keineswegs alle
epidemiologischen Studien zeigten beim Verzehr von Pflanzenprotein eine
geringere Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
weniger Diabetesfälle als beim Verzehr von tierischem Protein.

Allerdings seien solche Daten mit Bedacht zu interpretieren, sagte
Professor Dr. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für
Ernährungsforschung (DIfE) anlässlich einer ernährungsmedizinischen
Fachtagung in München. So leben Menschen, die viel tierisches Eiweiß
konsumieren, im Durchschnitt ungesünder als Vegetarier oder Veganer.
Außerdem: Wer reichlich pflanzliche Lebensmittel zu sich nimmt, profitiert
von vielen zusätzlichen gesundheitsfördernden Faktoren wie Ballaststoffen
und sekundären Pflanzenstoffen.

In Interventionsstudien schneidet tierisches Eiweiß gut ab, wenn die
Ernährungsweise insgesamt ausgewogen ist. „Tierisches Protein ist für
ältere Menschen besser als sein Ruf. Es sollte aber im Rahmen einer
gesunden Ernährungsweise, also zusammen mit Gemüse, Obst,
Vollkorngetreide, wertvollen Speiseölen und Ölsaaten gegessen werden“,
sagte Pfeiffer. Das gilt vor allem für ältere Menschen mit Diabetes. Es
sind jedoch noch weitere Studien erforderlich, um genauere Empfehlungen
geben zu können.
Ruth Rösch

Für die Hautevolee: Sterne im Guide Michelin – jedem nach seinem Geschmack

(BZfE) – Zahlreiche Internetforen machen es heute Jedermann/Jederfrau
möglich, eine Restaurantkritik zu verfassen. Die mag dann mehr oder
weniger subjektiv zutreffend sein, ob sie auch professionell ist, sei
dahingestellt. Professionellen Anspruch haben hingegen die Bewertungen
durch den prestigeträchtigsten Restaurantführer – dem Guide Michelin.
Im Jahr 2018 wurden hierzulande 300 Restaurants mit Sternen bedacht – so
viele wie noch nie zuvor.

Ein Guide Michelin-Inspektor legt jährlich rund 30.000 Kilometer zurück
und isst in circa 250 Restaurants. Um seine Unabhängigkeit zu wahren,
bleibt er anonym und zahlt alle Speisen und Getränke selbst. Der Guide
Michelin zeichnet nicht Köche aus, sondern das Restaurant. Folglich kann
ein Küchenchef die Auszeichnung auch nicht mitnehmen, wenn er das Haus
wechselt. Es ist übrigens auch keineswegs so, dass nur Luxus-Restaurants
den begehrten Stern erhalten. Was zählt, ist ausschließlich eine
überdurchschnittliche gute Küchenleistung, egal ob mit regionalen Zutaten
oder – Achtung Klischee – mit Hummer und Kaviar gearbeitet wird. Auch
unterschiedliche Küchenstile spielen keine Rolle: ob klassisch, regional,
asiatisch oder orientalisch; alle Stilrichtungen werden nach denselben
Kriterien bewertet. Ausschlaggebend sind die Qualität und Frische der
Zutaten, die fachgerechte Zubereitung, der Geschmack, das
Preis-Leistungs-Verhältnis und die Einzigartigkeit der Gerichte.

Neben der Ein-, Zwei- und Drei-Sterne Küche gibt es noch die Auszeichnung
„Bib Gourmand“. Diese weist auf Restaurants hin, die sich durch eine
sorgfältige Küchenleistung und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
auszeichnen. In Deutschland bedeutet dies, dass man für eine dreigängige
Mahlzeit nicht mehr als 37,00 Euro bezahlt.
Rüdiger Lobitz