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Illegaler Datenhandel auf Allzeithoch

Online-Betrug hat sich in zwei Jahren vervierfacht
 
Phishing-Attacke: Datenhandel seit 2010 vervierfacht (Foto: flickr.com/fellowcr)

Costa Mesa/Salzburg (pte022/02.10.2012/13:55) – Im vergangenen Halbjahr wurde weltweit mit mehr als 20 Mio. illegalen Datensätzen Handel getrieben. Der Informationsdienstleister Experian http://experian.com ortet einen starken Anstieg des Handels mit Kreditkarteninformationen von Internet-Nutzern und verbindet diesen Umstand mit der Verbreitung von kostenpflichtigen Diensten im Web. Seit 2010 hat sich der Handel vervierfacht.

Durchschnittlich 40 Konten

"Es gibt eine riesige Dunkelziffer. Die Kreditinstitute wissen zwar darüber Bescheid, dass ihre Kunden im Visier von Betrügern sind, sie können aber nur in Intervallen reagieren. Die Kriminellen werden auch immer geschickter, weil sie nur kleine Beträge abheben, was der Kunde oder die Firma im Regelfall nicht sofort erkennen", sagt der Kriminalbeamte Herbert Reisenzein gegenüber pressetext, der auf seiner Webseite http://kbds.at Tipps zur Vermeidung von Online-Betrugsfällen publiziert.

Der besorgniserregende Anstieg des illegalen Datenhandels betrifft vor allem die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, die im Durchschnitt 40 verschiedene Konten bei iTunes und Co angelegt haben. Obwohl Kreditinstitute vermehrt in die IT-Sicherheit investieren und versuchen ihre Kunden über die Gefahren, die im Netz lauern, aufzuklären, mehren sich die kriminellen Machenschaften rapide.

Accounts in fünf Stunden gehackt

Die Datensätze, die private Informationen und Bankverbindungen von Internet-Nutzern beinhalten, werden für bis zu 30 Dollar pro Stück an kriminelle Vereinigungen und Einzeltäter verkauft, die mit den Daten auf Beutejagd gehen. Die verbreitetste Form des Internetbetrugs ist der Identitätsdiebstahl. Dabei loggen sich die Täter in E-Mail-Konten ihrer Opfer ein und suchen nach Bankverbindungen und Kreditkarteninformationen.

Die Forscher von Experian haben für ihre Studie acht E-Mail-Kontoen angelegt, um zu beobachten, wie lange es dauert, bis sie infiltriert werden. Innerhalb von fünf Stunden wurden alle Konten gehackt. Die Kriminellen loggten sich aus verschiedenen Ländern wie Albanien und Südafrika ein. Dabei stürzten sich die Online-Betrüger auf private E-Mails und Bestätigungsnachrichten, in denen sie Passwörter und Benutzernamen ausspionierten.

70 Mio. Euro Schaden in Deutschland

Laut den Forschern wurden 2010 rund 9,5 Mio. Datensätze gesammelt, 2011 stieg die Zahl auf 19,04 Mio. und bis zum Ende dieses Jahres erwarten sie sich, dass die 40-Mio.-Grenze überschritten wird. Die Experten empfehlen die Verwendung von unterschiedlichen Passwörtern, damit die Betrüger mit einem Datensatz nicht Zugang zu allen Konten erlangen.

Dem Lagebericht des Bundeskriminalamts zufolge hat es 2011 in Deutschland rund 60.000 Fälle von Internet-Kriminalität gegeben. Der verursachte Schaden ist um 16 Prozent auf schätzungsweise 71,2 Mio. Euro gestiegen. Mit Phishing-Mails und dem missbräuchlichen Einsatz von Kreditkartendaten sei ein Schaden von rund 50 Mio. Euro entstanden.

2018/06/25 Deutschland ist noch nicht verloren

Gold für Deutschland!

Als einziges nicht-asiatisches Team schaffte das deutsche Nationalteam den Finaleinzug beim Physik-Weltcup IYPT. Mit dem dritten Platz errang es gleichzeitig eine Goldmedaille. Favorisiertes Team aus Singapur erkämpfte sich erneut den Turniersieg vor China.

Peking/ Bad Honnef:  Ungeschlagen qualifizierte sich das deutsche Team, bestehend aus Paul Linke (Löbau, Sachsen), Toni Beuthan(Langenau, Baden-Württemberg), Saskia Drechsel (Dippoldiswalde, Sachsen), Frederik Gareis (Kronach, Bayern) und Martin Link (Kirchheimbei München), für das Finale des International Young Physicists’Tournament (IYPT) in Peking. Das deutsche Team um Kapitän Toni Beuthanfreut sich nach beeindruckenden Wettkämpfen im Finale nun über den hervorragenden 3. Platz. Es ist damit das einzige nicht-asiatische Team,das es aufs Treppchen geschafft hat. Auf Platz 4 landete ein Team aus Südkorea. Dem Reglement zufolge erhalten alle Finalteilnehmer eine Goldmedaille.

Der Physik-Weltcup wurde in sechs Runden ausgespielt. In jeder Runde
kämpften je drei oder vier Länder in sogenannten Physics Fights in
wechselnden Rollen (Reporter, Opponent, Reviewer) gegeneinander. Jeder
Fight dauerte etwa drei Stunden und wurde auf Englisch geführt. Insgesamt nahmen 32 Nationen am Wettbewerb teil.

Während ein Team die Lösung eines der 17 verschiedenen physikalischen
Aufgaben vortrug, versuchten die Gegner anschließend, Schwachstellen in
der Argumentation aufzudecken. Ein drittes Team beurteilte als
sogenannter Reviewer sowohl den Vortragenden als auch den Opponenten.
Eine Jury aus Lehrkräften sowie Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern bewertete schließlich alle drei Teams. Dabei kam es
nicht nur auf physikalisches Fachwissen an, sondern ebenso auf Fairness
und die Fähigkeit, in englischer Sprache zu kommunizieren.

Diskutiert wurden unter anderem Fragen, wie es gelingt, kleine Objekte mit Schallwellen schweben zu lassen oder wieso sich eine Münze auf einem tief gekühlten Flaschenhals plötzlich bewegt und Geräusche macht.

„Das Team und jeder einzelne kann stolz auf diese Leistung sein“,
sagt Florian Ostermaier, der die Vorauswahl leitete und das Team nach
Peking begleitete. Beim vergangenen IYPT in Singapur kam die deutsche
Mannschaft auf den sechsten Platz, was mit einer Silbermedaille belohnt
wurde.

Das deutsche Nationalteam formierte sich nach Erfolgen bei der
deutschen Physikmeisterschaft für Schülerinnen und Schüler, dem German
Young Physicists´ Tournament (GYPT) im Physikzentrum in Bad Honnef im
Februar dieses Jahres sowie nach einem dreitägigen Workshop an der
Universität Ulm.

Im Alter von 16 bis 18 Jahren sind alle noch sehr jung und nahmen zum
ersten Mal am internationalen Wettbewerb teil. Mit 16 Jahren ist Saskia
Drechsel vom Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde, Sachsen, das „Küken“
im Team. Sie gehörte bereits zum Gewinnerteam des deutschen
GYPT-Wettbewerbs. Paul Linke vom Geschwister Scholl Gymnasium, Löbau,
Sachsen, und Toni Beuthan vom Robert-Bosch-Gymnasium in Langenau,
Baden-Württemberg holten beim deutschen Wettbewerb mit ihren Teams
jeweils Silber. Frederik Gareis vom Frankenwald-Gymnasium, Kronach,
Bayern, und Martin Link vom Gymnasium Kirchheim, Bayern, kamen über ihre
persönlichen Leistungen sowie über ihr Abschneiden im
Vorbereitungs-Workshop ins Team. Kapitän der Mannschaft ist Toni Beuthan.

Ostermaier: „Es ist wie im Fußball: Nicht nur die jeweiligen
individuellen Leistungen waren ausschlaggebend, sondern wir hatten ein
Team zusammengestellt, das toll zusammengearbeitet hat.“

Foto: Das deutsche IYPT-Nationalteam holt Gold in Peking
(v.l.n.r.: Frederik Gareis, Martin Link, Saskia Drechsel, Paul Linke,
Toni Beuthan (Kapitän des Teams)).

Bild: DPG / Michael Steck 2018

Malaria: Immune Kinder als Schlüssel für Impfstoff

pte20140523011 Medizin/Wellness,
Forschung/Technologie

Malaria: Immune Kinder als Schlüssel für Impfstoff

Entdeckter
Antikörper verhindert Ausbreitung des Parasiten im Körper

Providence (pte011/23.05.2014/11:25) – Eine Gruppe von
Kindern in
Tansania, die natürlich gegen Malaria immun ist, hilft derzeit
Wissenschaftlern
des Center for International Health Research at Rhode Island Hospital http://rhodeislandhospital.org bei der Entwicklung
eines neuen
Impfstoffes. Das Team um Jake Kurtis hat herausgefunden, dass es möglich
ist,
einen Antikörper herzustellen, der den Malariaparasiten angreift.

Tests
mit Mäusen
erfolgreich

Das Injizieren einer Form dieses Antikörpers schützte
Mäuse vor
der Krankheit. Die Wissenschaftler schreiben in Science, dass in einem
nächsten
Schritt Tests mit Primaten und Menschen notwendig sind, um das Potenzial
des
neuen Impfstoffes näher zu erforschen. Kurtis geht jedoch davon aus,
dass der
neue Impfstoff gute Erfolgschancen hat. "Der Malariaparasit hatte
Millionen
Jahre Zeit, sich auf die Immunreaktionen des Menschen einzustellen und
sich
entsprechend anzupassen."

Am Anfang der Studie stand eine Gruppe von 1.000 Kindern,
denen
in den ersten Lebensjahren regelmäßig Blutproben abgenommen wurden.
Sechs
Prozent dieser Kinder entwickelten – obwohl sie in einem Malariagebiet
lebten –
eine natürlich erworbene Immunität gegen die Krankheit. "Es gibt
Menschen, die
resistent werden und Menschen, bei denen das nicht stattfindet. Wir
haben nach
den spezifischen Antikörpern gesucht, über die resistente Kinder
verfügen",
erläutert Kurtis.

Vielversprechende Erkenntnisse

Es zeigte sich, dass ein Antikörper den Malariaparasiten
in einem
entscheidenden Stadium seiner Entwicklung angreifen kann. Er sperrt den
winzigen
Organismus im Inneren der roten Blutkörperchen ein und verhindert so
eine
Ausbreitung im Körper. Tests mit einer geringen Anzahl von Mäusen legen
nahe,
dass dieser Antikörper als Impfstoff in Frage kommen könnte. "Die
geimpften
Mäuse überlebten mehr als zwei Mal so lange. Die Anzahl der Parasiten im
Blut
war bis um das Vierfache geringer."

Diese Ergebnisse sind laut den Wissenschaftlern zwar
vielversprechend, weitere Forschungen seien jedoch unbedingt notwendig.
Denn
laut Kurtis liefern die vorliegenden Daten keine Hinweise auf mögliche
Probleme.
Eine Studie mit Affen und in einem nächsten Schritt klinische Tests mit
Menschen
seien somit unbedingt erforderlich, um die Arbeit fortzuführen.

Impfstoff
bereits vor Zulassung

Die Studie gehört zu Forschungsprojekten, die die
Entwicklung
eines Impfstoffes zum Ziel haben. Am weitesten fortgeschritten ist der
Impfstoff
RTS, S von GlaxoSmithKline http://gsk.com . Das Pharmaunternehmen hat bereits um
die
Zulassung angesucht.

Klinische Phase-III-Studien haben gezeigt, dass das
Medikament
die Anzahl der Erkrankungen bei kleinen Kindern fast halbieren konnte.
Bei
Säuglingen verringerte sich die Anzahl der Erkrankungen um rund ein
Viertel.
Aktuelle Zahlen der Weltgesundheitsorganisation gehen davon aus, dass
2012 mehr
als 600.000 Menschen an den Folgen von Malaria gestorben sind.

| | Robert Lutz | Tübingen

Robert Lutz Tübingen

Betr.: Hysterie um die Stickstoffoxide

Lieber Herr Pütz,

Frau Merkel behauptet, Physikerin zu sein. Falls das überhaupt zutrifft, merkt man davon herzlich wenig.

Ein gewichtiges Argument gegen die allgemeine Hysterie mit Stickstoff-oxiden ist die Tatsache, dass jeden Tag unzählige Gewitter toben.
Man schätzt, dass es auf der Erde täglich etwa 1.000 Gewitter mit ca. 4-10 Millionen Blitzen gibt. Im Mittel sind das pro Sekunde etwa 50 Blitzein-schläge.
Nun wird jeder akzeptieren, dass die Temperatur in einem Blitz erheblich höher ist als in einem Dieselmotor, sodass zwangsläufig viel mehr Stick-stoff(di)oxid auftreten wird.
Nach einem Gewitter – normalerweise von Regen begleitet – regnet es ver-
dünnte Salpetersäure.

Da wird sich die Menschheit seit Jahrtausenden damit arrangiert haben.

Im Talkessel von Stuttgart wird man nach einem Gewitter zwangsläufig eine
erhöhte Stickstoffoxidkonzentration messen.

Weshalb ist die Kanzlerin der Umwelthilfe unter ihrem selbsternannten Boss Resch nicht schon lange in den Arm gefallen und hat ihn darauf hin-gewiesen, dass man naturwissenschaftliche Fakten nicht einfach ignorieren kann?
Es wäre ein Leichtes gewesen, auch die Rechtssprechung darauf hinzu-weisen, dass die von Toyota gesponserte Umwelthilfe als befangen gelten muss und deshalb keinen Prozess führen kann.
Wenn man dann die Biografie von Jürgen Resch genauer unter die Lupe nimmt, erfährt man von einem Studienabbrecher der Verwaltungswissen-schaften, einem Studium, das eher als harmlos zu betrachten ist.

Wann endlich übernimmt wieder die Vernunft das Ruder?

| | R. Prinzen | Düsseldorf

R. Prinzen Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Pütz, Ihrer informativen Homepage habe ich entnommen, dass Sie am kommenden Samstag in Kaarst auftreten.
Ich bin sehr gespannt auf Ihre Experimente-Show und würde mich riesig freuen, wenn Sie mir ein Hobbythek-Buch signieren könnten. Seit den 80er Jahren bin ich einer Ihrer „hartnäckigsten“ Fans.
Herzliche Grüße Renate Prinzen

Crowdcomputing: Basis für Trinkwasserversorgung

Crowdcomputing: Basis für Trinkwasserversorgung

Teamwork in Nanotechnologie-Projekt vergünstigt aufwendige Filtration

Trinkwasser: nicht überall selbstverständlich (Foto:pixelio.de/Lupo)
Trinkwasser: nicht überall selbstverständlich (Foto:pixelio.de/Lupo)

Tel Aviv (pte001/08.07.2015/06:00) –

Auf nanotechnologischer Basis wollen Forscher die Wasserfiltration
verbessern und somit dazu beitragen, den weltweiten Zugang zu reinem
Trinkwasser zu verbessern. Mit Hilfe der Teilnahme von 150.000
Freiwilligen wurde ein erstes Crowd-Computing-Experiment realisiert. Das
neue Forschungsprojekt ist ein gemeinsames Projekt von Forschern der
Universitäten Genf http://unige.ch , Tel Aviv http://english.tau.ac.il und Tsinghua http://tsinghua.edu.cn .

Notwendiges System

Das Projekt beinhaltet die Vibration von
Kohlenstoffnanoröhrchen, sogenannte Phononen (elementare Anregung des
elastischen Feldes), die die Diffusion von Wasser durch sanitäre Filter
verbessern. "Wir entdeckten, dass sehr kleine Vibrationen den
Materialien – egal ob trocken oder nass – helfen, leichter aneinander
vorbeizugleiten", sagt Michael Urbakh von der Uni Tel Aviv. Etwa drei
Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Unzureichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist in
Entwicklungsländern die Hauptursache für Krankheiten und Todesfälle

Durch die Phononenoszillation (Vibrationen von
wassertragenden Nanoröhrchen) konnten der Wassertransport, die Hygiene
und die Entsalzung verbessert werden. Für gewöhnlich verbrauchen
Wasserfilteranlagen eine Unmenge an Energie aufgrund der Reibung auf
Nano-Niveau. "Mit diesen Oszillatoren, haben wir eine dreimal höhere
Effizienz des Wassertransports beobachten und dabei natürlich eine Menge
von Energie einsparen können", so Urbakh. Die Forscher konnten eine 300
Prozentige Verbesserung der Wasserdiffusionsrate messen, indem sie den
Fluss von Wassermolekülen durch Nanoröhrchen maßen.

Crowdcomputing am Vormarsch

Das erste Projekt, initiiert von IBM http://ibm.com , war ein Crowdcomputing-Experiment, bei dem über 150.000 Freiwillige
teilnahmen. "Dies war das erste Projekt dieser Art in Israel. Wir hätten
dies niemals mit vier Studenten in unseren Laboratorium
zusammengebracht", so Urbakh. Um die Ergebnisse zu erhalten, die die
Forscher durch Crowdcomputing erzielten, hätten sie mit einem Computer
unzählige Jahre benötigt. "So profitierten wir von 150.000 Freiwilligen
in der ganzen Welt, die das Projekt auf deren Laptops und deren
Desktop-Computern unterstützten." Crowdcomputing spielt eine immer
wichtigere Rolle in der Forschung. "Wie unsere Ergebnisse zeigen, steigt
die Anzahl der Fragen, die aufgrund öffentlicher Partizipation
beantwortet werden kann, die ganze Zeit."

Neue Tastatur für Touchscreens

Neue Tastatur für Touchscreens

Informatiker entwerfen neues Tastaturlayout auf Touchscreen-Geräten

Ein neues Tastaturlayout für Geräte mit berührungsempfindlichen Bildschirmen hat ein Team um Antti Oulasvirta vom Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken entworfen. Die neue Anordnung der Tasten beschleunigt die Zwei-Daumen-Eingabe deutlich. Mithilfe von Computeroptimierung und eines Modells von Daumenbewegungen untersuchten die Forscher Millionen von möglichen Layouts, um das mit den besten Eigenschaften zu finden. Eine Untersuchung bestätigte, dass nach kurzer Gewöhnungsphase normale Nutzer 34 Prozent schneller tippen konnten als auf einem Tablett mit QWERTY-Layout.

Auf heutigen Smartphones und Tablet-Computern zu schreiben, dauert länger als nötig. Denn die Tasten sind auf Geräten mit berührungsempfindlichen Bildschirmen genauso wie auf einer klassischen Schreibmaschine angeordnet. Dieses QWERTY-Layout ist nicht an die Eingabe per Daumen angepasst. Die Zwei-Daumen-Eingabe unterscheidet sich ergonomisch deutlich vom 10-Finger-System auf einer separaten Computertastatur. Bei der Verwendung des QWERTY-Layouts tippen normale Nutzer mit den Daumen nur ungefähr 20 Wörter pro Minute, erheblich weniger als auf einer Tastatur. Nun haben die Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik das Tastaturlayout gemeinsam mit Kollegen von den Universitäten St. Andrews und Montana Tech deutlich verbessert, indem sie ein Modell der Daumenbewegungen mit einem Computer-Optimierungsalgorithmus verknüpften.

Den Informatikern war bei ihren Untersuchungen schnell bewusst, dass kleinere Änderungen am Layout, zum Beispiel durch das Vertauschen oder Verschieben einiger Tasten, keinen großen Gewinn brächte. Häufig verwendete, englische Wörter wie "on, see, you, read, dear, immune, based", müssen auf einem geteilten QWERTY mühsam mit einem einzelnen Daumen eingegeben werden. Das war der Auslöser, ein Tastaturlayout für die Zwei-Daumen-Eingabe – erst einmal in englischer Sprache – zu entwickeln, das sowohl die Eingabegeschwindigkeit erhöht als auch die Belastung für die Daumen minimiert.

"Der Schlüssel für eine Daumen-optimierte Tastatur liegt darin, längere Eingaben mit nur einem Daumen zu vermeiden. Außerdem möchten wir häufig genutzte Buchstaben zentral und nahe beieinander anordnen“, sagt Antti Oulasvirta. „Erfahrene Schreiber bewegen ihre Daumen simultan: Während ein Daumen einen Buchstaben eingibt, befindet sich der andere schon bei der nächsten Taste“. Um die Eingabe zu optimieren, haben die Informatiker ein entsprechendes Vorhersagemodell entwickelt.

Die computergestützte Optimierung hatte zwei Ziele: die Bewegungszeit der Daumen zu minimieren und möglichst abwechselnd beide Seiten zu verwenden. Das Resultat dieser Berechnungen war unerwartet. Im neuen Tastatur-Layout KALQ liegen alle Vokale außer dem "y" im Bereich des rechten Daumens, wohingegen der linke Daumen mehr Buchstaben zugewiesen bekommt. Zur bestmöglichen Verwendung der neuen Tastaturanordnung wurden die Nutzer darin geschult, ihre Daumen wie erfahrene Schreiber simultan zu bewegen.

Per Ola Kristensson von der Universität St. Andrews: "Das überkommene QWERTY bindet den Menschen bei der Verwendung von mobilen Computern an eine suboptimale Schnittstelle. Ehe die Nutzer aber QWERTY den Rücken kehren, möchten sie eine verlockende Alternative. Wir denken, dass KALQ mit einer ausreichend hohen Leistungssteigerung belohnt, um die Nutzer zum Umsteigen zu bewegen und dann von der schnelleren und komfortableren Texteingabe zu profitieren."

Die Autoren haben dazu eine Fehlerkorrektur auf Grundlage der Wahrscheinlichkeitstheorie entwickelt, die sowohl die Daumenbewegung als auch statistische Erkenntnisse über die eingegebenen Texte in Betracht zieht. Diese Fehlerkorrektur ermöglicht geübten Nutzern, bei akzeptabler Fehlerrate deutlich schneller zu tippen. Dank dieser Verbesserungen konnten die Nutzer bis zu 37 Wörter je Minute eingeben – das beste bisher erreichte Ergebnis für Zwei-Daumen-Eingabe auf berührungsempfindlichen Bildschirmen.

Die Forscher werden ihre Arbeiten am 1. Mai auf der CHI 2013 in Paris vorstellen. Computer Human Interaction ist das zentrale internationale Forum für Spitzenforschung und -entwicklung auf dem Gebiet Mensch-Computer-Interaktion.

KALQ wird ab Anfang Mai als freie App auf Android-Smartphones zur Verfügung gestellt werden. Die Originalveröffentlichung, weitere Informationen und Videos sind auf der Projekt-Webseite verfügbar: http://www.mpi-inf.mpg.de/~oantti/KALQ/

| | Volker Dittel | Brühl

Volker Dittel Brühl

Lieber Jean,

alle guten Wünsche zu diesem besonderen Tag. Bleib auch weiterhin gesund auf dem von Dir eingeschlagenen Weg und mach nun mindestens die „90“ zum Ziel.
Ich habe Dir viel zu verdanken und erinnere mich gern an die Zusammenarbeit z.B. für die Hobbythek und die „Televisionen“ mit ihren erfolgreichen Begleitbüchern.
Übrigens fand ich neulich ein Foto von uns (mit Wolfgang Back) im Internet … Plattenspieler Marke Feuerstein … es war schon lustig !

An Deine fulminante Ansprache zu meinem Abschied vom Mutterhaus WDR vor fast genau 10 Jahren erinnere ich mich noch sehr gut. Auch hierfür herzlichen Dank.

Nochmals „Happy Birthday to You“.

Liebe Grüße von Volker.

Das Auge hätte noch sehen können

Das Auge hätte noch sehen können
Neues Frühwarnsystem für medizinische Behandlungsfehler
 
Frühwarnsystem für Behandlungsfehler
[ Foto, PDF ]

Freiburg (pts019/03.12.2013/11:40) – Menschliches Versagen, mangelnde Hygiene, falsche Medikation: In einem Krankenhaus lauern unzählige mögliche Auslöser für Behandlungsfehler. Das neue Critical Incident Reporting System (CIRS) von United Planet deckt diese Fehlerquellen auf und erhöht die Patientensicherheit damit spürbar. Für die Krankenhäuser kann sich der Einsatz auch finanziell lohnen.

Medizinische Behandlungsfehler gehören zu den zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland. Selbst, wenn nicht gleich der schlimmste Fall eintritt, verursacht ein zerstörtes Auge oder ein falsch amputiertes Bein großes Leid bei allen Betroffenen. Die Folgen für die Klinik: enormer Reputationsverlust und hohe Schadensersatzklagen.

Die möglichen Gründe für derartige Fehler sind vielseitig: Sie reichen von Kommunikationsschwierigkeiten über Organisationsprobleme bis hin zu überlastetem Personal. Der Freiburger Softwarehersteller United Planet hat nun eine neue Software veröffentlicht, die potentielle Fehlerquellen im Krankenhaus frühzeitig aufdeckt.

Mit der Applikation Intrexx CIRS ( http://www.intrexx.com/CIRS ) werden systematisch alle Beinahe-Fehler erfasst, die eine Gefährdung der Patientensicherheit zur Folge hatten oder zumindest die Möglichkeit dazu beinhalteten. Die Erfassung eines Ereignisses erfolgt dabei anonym. Damit sorgt das CIRS für eine offene Fehlerkultur im Krankenhaus und unterstützt die Klinikleitung dabei, mögliche Fehlerquellen aufzudecken und zum Wohle des Patienten zu beseitigen. Die Behandlungsqualität wird hierdurch weiter verbessert.

Die Applikation bietet "out-of-the-box" ein komplettes CIR-System mit konfigurierbarem Meldebogen sowie einem Workflow zur Erstellung von Gutachten. Die erfassten CIRS-Fälle stehen künftig als Informationsquelle für alle Mitarbeiter zur Verfügung. So dient die Applikation als Frühwarnsystem und trägt einen wichtigen Teil dazu bei, Maßnahmen zu treffen, um die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Auch finanziell lohnt sich die Anschaffung für das Krankenhaus: Denn die Einführung eines CIRS im Rahmen des Risikomanagements kann sich auch nachträglich positiv auf die Versicherungsbeiträge auswirken.

Das Intrexx CIRS ist zum Preis von 998 Euro im Intrexx Application Store erhältlich. Zum Betrieb wird ein Intrexx Portal benötigt. Wer das Intrexx CIRS in Aktion erleben möchte, hat im Rahmen eines kostenlosen Webinars die Gelegenheit dazu. Mehr Infos unter: http://www.intrexx.com/CIRS-Webinar

Über United Planet
United Planet gehört mit über 4.500 Installationen und mehr als 500.000 Nutzern seiner Portal- und Integrationssoftware Intrexx allein im deutschsprachigen Raum zu den Marktführern im Segment der mittelständischen Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und bei Organisationen (z.B. Kliniken). Geführt wird das Unternehmen von Lexware-Gründer Axel Wessendorf (CEO), Manfred Stetz (CTO) und Katrin Beuthner (COO).

Mit der plattformunabhängigen Standardsoftware Intrexx lassen sich webbasierende Applikationen bis hin zu kompletten Intranets/Enterprise Portalen mit modernsten Funktionalitäten deutlich schneller und somit wirtschaftlicher erstellen als mit vergleichbaren Programmen. Intrexx erlaubt die Erstellung produktiver Workflows und die Generierung mobiler Apps für Smartphones und Tablet PCs aller Hersteller. Vorhandene Daten aus ERP-Systemen, Microsoft Exchange, Lotus Notes sowie sämtliche JDBC- und OData-Datenquellen lassen sich mit Intrexx einfach einbinden und miteinander in Beziehung setzen. Die von der SAP zertifizierte Schnittstelle für das NetWeaver Gateway vereinfacht die Anbindung an das Walldorfer System in nie dagewesener Weise. Selbst die zum unmittelbaren Wettbewerb zählende Software Microsoft SharePoint erfährt durch die OData-Schnittstelle wirtschaftliche Funktionalitätserweiterungen. Die Datenintegrationsfähigkeiten von Intrexx werden immer öfter auch als Middleware genutzt, um vorhandenen oder heterogenen Softwareumgebungen ungewünschte Komplexität zu nehmen.

Mit Intrexx Share bietet United Planet darüber hinaus eine Social Business Plattform an, die den Wissensaustausch und so die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern provoziert und vorhandene Unternehmenssoftware in die Kommunikation einbindet. Im Intrexx Application Store stehen hunderte von fertigen Apps und komplette Branchenportale zum Download bereit.
http://www.unitedplanet.com