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Frische Kräuter im Frühling

Kerbel für Suppen und Salate

Im Frühling bereichern Kräuter den Speiseplan. Kerbel ist eine der ersten frischen Gewürzpflanzen im Jahr und schmeckt wie eine Mischung aus Petersilie, Fenchel und Anis. Das beliebte Küchenkraut gibt Suppen und Salaten, Risotto, Fisch, zartem Geflügel und Eierspeisen eine besondere Note. Wie wäre es mit Möhren-Kerbel-Nudeln oder einer
Kerbelcremesuppe? Das Gewürz kann gut mit anderen Kräutern kombiniert werden. Kerbel ist neben Pimpinelle, Schnittlauch, Petersilie, Borretsch, Sauerampfer und Kresse ein typischer Bestandteil für die „Frankfurter Grüne Soße“, die zu hartgekochten Eiern und Kartoffeln gereicht wird.

Bereits die Römer nutzten Kerbel als Gewürz und Heilmittel. Die Pflanze ist reich an ätherischen Ölen, Vitamin C, Kalzium und Eisen. Sie soll blutreinigend wirken und bei
Frühjahrsmüdigkeit, Magenverstimmungen sowie Appetitmangel helfen.

Kerbel ( Anthriscus cerefolium ) ist eine einjährige Pflanze, die zur Familie der Doldenblütler gehört und ursprünglich aus Südeuropa stammt. Die gefiederten Blätter erinnern auf den ersten Blick an Petersilie. Sie sind sehr empfindlich und sollten daher erst kurz vor der Verwendung klein geschnitten werden. Am besten gibt man das gehackte Grün zum Ende der Garzeit hinzu oder streut es über das fertige Gericht, damit das feine Aroma erhalten bleibt. Für den Geschmack gilt: Je frischer, desto besser. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen hält sich das Kraut aber wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Ganz einfach können Kräuterliebhaber Kerbel im eigenen Garten, auf dem Balkon oder in einem Topf in der Küche anziehen. Die Pflanze bevorzugt einen nährstoffreichen, mäßig feuchten Boden und wächst sehr schnell. Die Ernte beginnt bereits acht Wochen nach der Aussaat. (aid)

aid: Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der gemeinnützige Verein löste sich 2016 auf.

| | Joachim Herrmann | Löbau (Sachsen)

Joachim Herrmann Löbau (Sachsen)

Danke für Ihren Beitrag in der SZ.
Uns sagt man nach- helle zu sein- dazu ein paar Anmerkungen.
Grüße
Alles Zusammen- ein Versuch?! Politiker- Hersteller- Lobbyisten- Käufer- Werkstätten- Grüne- usw. eine unendliche Schlange von Profilneurotikern, mindestens aber Alleswisser?. Verbrennungsmotoren- alle schlecht- alle überholt- alle nicht verbesserbar und alle (vielleicht) in Grenzen zu zähmen? E- Motoren grundsätzlich besser? Was ist mit Batterien- Haltbarkeit, Giftmüll in Afrika, seltene Erden, Preis, und, und, und? Was mit Strom- hm, aus der Steckdose oder vom eigenen Dach, vom KKW, vom Kohlekraftwerk, Wasser Windrad, Gezeiten etc. pp.? Erst ca. 30 % aus regenerativen Quellen?! Wo sind absehbar Tankstellen? Was ist mit Heizöl, mit Erdgas und anderen fossilen Trägern, die nach, wie vor verbrannt werden? Was mit Schweröl auf den Ferienschiffen? Was mit der Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene oder den Kahn? Was mit den Schlachttiertransporten in EUropa? Was mit der ungezügelten Konsumlust und dem nicht verzichten können (wollen)? Hm, ich weiß auch nicht- schlimm?!!!

Genomchirurgie beim Menschen?

Genomchirurgie beim Menschen?
Die IAG Gentechnologiebericht veröffentlicht Analyse
Berlin, 20. Juli 2015. Neue, passgenaue Verfahren der Gentechnik zur Veränderung von
Genomen in lebenden Zellen revolutionieren derzeit die biomedizinische Forschung.
Unter dem Oberbegriff „Genomchirurgie“ werden sie aktuell intensiv diskutiert. Die
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht (IAG), ein Monitoring-Projekt
der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), fordert in ihrer
jüngsten Publikation ein Moratorium für Keimbahn-Experimente am Menschen.
In ihrer Analyse „Genomchirurgie beim Menschen – Zur verantwortlichen Bewertung einer neuen
Technologie“ befürwortet sie zwar prinzipiell die Erforschung dieser vielversprechenden neuen
Methoden für den medizinischen Bereich. Sie spricht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber
eindeutig gegen genchirurgische Experimente an der menschlichen Keimbahn aus, die mit diesen
Methoden ebenfalls möglich werden könnten.
In diesem Zusammenhang stellt sich etwa die Frage, ob eine durch die Keimbahntherapie
vorweggenommene Verletzung des Rechts auf körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit
des fraglichen Individuums vorliegt oder ob mit einem Keimbahneingriff gar eine Würdeverletzung
durch Instrumentalisierung des zukünftigen Individuums verbunden sein könnte. Zur Debatte steht
auch die Befürchtung, dass der Einstieg in medizinisch indizierte individuelle Keimbahneingriffe die
Tür für Anwendungen jenseits der Medizin in breiterem Rahmen (zum Beispiel für eugenische
Zwecke) öffnet, was zu unberechenbaren Folgen im gesellschaftlichen Bereich führen könnte.
Die IAG unterstützt daher die bereits in Wissenschaft und Öffentlichkeit viel diskutierte Forderung
nach einem Moratorium für Keimbahn‐Experimente. Die Zeit des Moratoriums soll genutzt werden,
um experimentelle, ethische und rechtliche Fragen der Keimbahntherapie offen, transparent und
kritisch zu diskutieren, um die Chancen und Risiken der Technologie klarer zu definieren und
Empfehlungen für zukünftige Regelungen zu erarbeiten.
Genomchirurgie beim Menschen – Zur verantwortlichen Bewertung einer neuen Technologie. Eine
Analyse der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht. Hrsg. Berlin‐
Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 2015, 27 Seiten, ISBN: 978‐3‐939818‐57‐1.
Download unter: http://www.gentechnologiebericht.de

Narzissten hassen flache Hierarchien wie die Pest

Narzissten hassen flache Hierarchien wie die Pest

Ohne Ausblick auf Karrieresprünge wenden sie sich anderen Jobs zu

Leiter zum Erfolg: Narzissten klettern hinauf (Foto: pixelio.de/S. Hofschläger)
Leiter zum Erfolg: Narzissten klettern hinauf (Foto: pixelio.de/S. Hofschläger)

Ithaca/Boston (pte019/28.07.2016/13:30) –

Aufstiegsmöglichkeiten im Job sind für manche Arbeitnehmer wichtiger als
für andere – für Narzissten sind steile Karriereleitern besonders
verlockend. Das haben Emily M. Zitek von der Cornell University http://cornell.edu und Alexander H. Jordan von der Boston University School of Medicine http://bumc.bu.edu/busm in ihrer Studie festgestellt. Flache Hierarchien mit gleichberechtigten Angestellten sind demnach für Narzissten ein Alptraum.

Starke Hierarchien ziehen Narzissten an

Die Forscher wollten wissen, ob das
Persönlichkeitsmerkmal Narzissmus, das mit übertriebenem Selbstwert,
Anspruchsdenken und einem Streben nach Autorität einhergeht, mit einer
Präferenz für Unternehmen mit flachen bzw. starken Hierarchien in
Beziehung steht. Tatsächlich konnten Zitek und Jordan so einen
Zusammenhang feststellen: "Unsere Forschung zeigt, dass bei Menschen mit
narzisstischen Persönlichkeitszügen der Wunsch größer ist, in
hierarchischen Organisationen zu arbeiten als bei weniger narzisstischen
Personen", berichten sie im Harvard Business Review.

Zitek und Jordan gehen davon aus, dass narzisstische
Menschen glauben, dass sie gute Arbeit leisten und sich bis zur Spitze
des Unternehmens hocharbeiten werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn
sie darauf hingewiesen werden, dass in näherer Zukunft keine der
Führungspersonen die Firma verlassen wird, schwindet ihr Interesse an
der hierarchisch organisierten Firma – die Narzissten wollten dann
weniger gerne im Unternehmen arbeiten als nicht-narzisstische
Studienteilnehmer.

Motivierte Arbeitskräfte nicht vergraulen

Diese Forschungsergebnisse haben praktischen Nutzen für
Arbeitgeber. "Geschäftsführer sollten erkennen, dass das Verändern
einer Firmenstruktur in der Folge die Pipeline an Jobkandidaten
beeinflusst, genauso wie die Fähigkeit, existierende Arbeitskräfte zu
halten", warnen Zitek und Jordan. Denn wenn Narzissten keine
Aufstiegsmöglichkeiten sehen, werden sie vielleicht das Unternehmen
wechseln oder sich gar nicht erst bewerben, wodurch Firmen auf hoch
motivierte Arbeitskräfte verzichten müssten.

Lithium-Luft-Batterie: Kapazitätsgeheimnis gelüftet

Lithium-Luft-Batterie: Kapazitätsgeheimnis gelüftet

Donorzahl des Elektrolyten maßgeblich für mehr Leistungsfähigkeit

Batterien: Lithium-Luft-Rivale hat mehr Power (Foto: pixelio.de, Tim Reckmann)
Batterien: Lithium-Luft-Rivale hat mehr Power (Foto: pixelio.de, Tim Reckmann)

Graz (pte024/11.11.2014/11:30) –

Wissenschaftler der Technischen Universität Graz http://tugraz.at haben in Kooperation mit den Universitäten St. Andrews, Oxford und Amiens sowie dem Collège de France http://www.college-de-france.fr den Entlademechanismus von Lithium-Luft-Batterien geklärt. Die Art des
Elektrolyten entscheidet über die effektive Kapazität des
Energiespeichers.

Sauerstoff-Ionenstrukturen

Den in "Nature Chemistry" publizierten Ergebnissen
zufolge weisen leichte Sauerstoff- statt schwerer metallischer
Ionenstrukturen in Lithium-Luft-Batterien im Gegensatz zu den
mittlerweile weit verbreiteten Lithium-Ionen-Batterien eine potenziell
vervielfachte Energiespeicherkapazität auf. Die "luftige Super-Batterie"
kommt zudem ohne teure und begrenzt verfügbare Übergangsmetalle wie
Kobalt, Nickel oder Mangan aus.

"Wir haben den Entlademechanismus der
Lithium-Luft-Batterie untersucht und gezeigt, welche Faktoren für die
effektive Kapazität der Batterie verantwortlich sind", fasst Stefan
Freunberger vom Institut für Chemische Technologie von Materialien der
TU Graz zusammen. Inwieweit Lithium-Luft-Batterien leistungsfähiger
sind, hängt vom verwendeten Elektrolyten ab, denn die potenziell
erreichbare Kapazität ist nicht fest bestimmt, sondern variabel.

Sulfoxide oder Imidazol nützlich

Den österreichischen Forschern nach ist der Sauerstoff
in der entladenen Lithium-Luft-Batterie idealerweise in Form von Peroxid
vorhanden, also in fester, unlöslicher Form. Die Zwischenstufe dorthin
ist sogenanntes Superoxid. Je löslicher die Zwischenstufe während des
Entlademechanismus ist, desto besser wirkt sich das letztendlich auf die
Kapazität der Batterie aus. Die sogenannte Donorzahl des Elektrolyten
ist in der Folge maßgeblich für die Kapazität.

"Diese Zahl beschreibt die Bindungsstärke zwischen dem
Lösungsmittel und den Kationen eines darin gelösten Salzes und bestimmt
die Löslichkeit der Zwischenstufe", verdeutlicht Freunberger. Ein
Elektrolyt mit hoher Donorzahl sei der Schlüssel zur gesteigerten
Kapazität der Lithium-Luft-Batterie. "Hohe Donorzahlen haben
beispielsweise Sulfoxide oder Imidazol. Letzteres ist eine
Stickstoffverbindung, die wir als Modellsubstanz verwendet haben."

Nach Schlaganfall vorbeugen

Wiesbaden, 20. April 2009 – Jeder zehnte Patient, der eine schlaganfall-ähnliche „Transiente ischämischen Attacke“ (TIA) erlebt hat, erleidet innerhalb eines Monats danach einen Schlaganfall. TIA-Patienten sollten deshalb wie Schlaganfallpatienten unmittelbar nach dem Ereignis vorbeugend behandelt werden. Betroffene aus Hochrisikogruppen – etwa aufgrund eines hohen Blutdrucks – gehören auf eine Überwachungsstation. Dies betonen Experten auf dem 115. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der vom 18. bis 22. April 2009 in Wiesbaden stattfindet.

In Deutschland erleiden jährlich etwa 150 000 Menschen erstmals einen Schlaganfall. Hinzu kommen etwa 15 000 Wiederholungsfälle. Etwa jeder dritte Patient verstirbt innerhalb eines Jahres. Damit ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache. Nach den Ergebnissen der „Rotterdam-Studie“ sind auch Transiente ischämische Attacken im Alter nicht selten. Etwa einer von 100 Menschen zwischen 55 und 64 Jahren erleidet demnach einen solchen „kleinen“ Schlaganfall. Bei den Hochbetagten über 85 Jahre sind es gut doppelt so viele.

Wie bei einem Schlaganfall sind typische Anzeichen für eine TIA neurologische Ausfälle, die sich zum Beispiel durch eine halbseitige Lähmung oder Sprachstörungen bemerkbar machen. Im Unterschied zum „richtigen“ Schlaganfall verschwinden die Symptome nach ein paar Minuten oder Stunden jedoch wieder. Allerdings ist der Frieden nicht von Dauer: Oft ist eine TIA Vorzeichen eines Schlaganfall. Manchmal lässt dieser nicht einmal 24 Stunden auf sich warten. „Entscheidend ist, dass die Patienten noch am Tag, an dem sie TIA oder Schlaganfall erleiden, ein Prophylaxe-Medikament bekommen“, erklärt Professor Dr. med. Roman Haberl, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Neurologische Frührehabilitation, Neurophysiologie und Stroke Unit am Münchner Klinikum Harlaching. „Die einfache Gabe von ASS 200mg am Tag 1 senkt das Risiko für einen Rückfall im ersten Monat um 80 Prozent“, so Haberl auf dem Internistenkongress in Wiesbaden.

Je nach individuellem Risiko sollten TIA-Patienten vom ersten Tag an entweder in einer speziellen Überwachungsstation, einer „stroke unit“, oder aber ambulant in spezialisierten Einrichtungen behandelt werden. Als Hochrisikopatienten gelten TIA-Patienten mit hohen Blutdruckwerten, Diabetes, Vorhofflimmern, einer hochgradigen Verengung der Halsschlagader und jene Patienten, bei denen sich die Symptome länger als eine Stunde zeigten.

Patienten mit Begleiterkrankungen sollten darüber hinaus eine intensive Schlaganfallprophylaxe betreiben, so Haberl. Etwa indem sie sich gemeinsam mit ihrem Arzt um die optimale Behandlung der jeweiligen Krankheit bemühen. Ein Vorhofflimmern müsse durch Medikamente optimal eingestellt werden. Und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, an Herzmuskelschwäche oder Diabetes leiden, verringern ihr Risiko auch durch eine Veränderung ihres Lebensstils: Indem sie ihr Gewicht reduzieren, regelmäßig Ausdauersport betreiben und auf das Rauchen verzichten beugen sie vor. Die Bedeutung der Sekundärprophylaxe diskutieren Experten heute auf der Pressekonferenz im Rahmen des 115. Internistenkongresses in Wiesbaden.

Hepatitis-B-Virus bereits 7000 Jahre alt

Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
Neu publizierte
Forschungsergebnisse belegen den Nachweis viraler DNA aus
archäologischen Proben und zeigen, dass das Hepatitis-B-Virus bereits
seit mindestens 7.000 Jahren in Europa vorkommt.
Einem
internationalen Team unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im
Rahmen des Sonderforschungsbereiches 1266 „TransformationsDimensionen“
und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (MPI) Jena gelang
die Rekonstruktion von Genomen steinzeitlicher und mittelalterlicher
Stämme des Hepatitis-B-Virus (HBV). Hepatitis B zirkulierte bereits seit
ca. 7.000 Jahren in Europa, und obwohl diese neu entdeckten
HBV-Varianten denen heutiger Stämme ähnlich sind, stellen sie früher
eine eigene, mittlerweile vermutlich ausgestorbene Abstammungslinie dar.
Die nächsten Verwandten kommen heute in Schimpansen und Gorillas vor.
Mit
weltweit über 250 Millionen infizierten Menschen zählt der
Hepatitis-B-Virus heutzutage zu den am weitesten verbreiteten, bekannten
Krankheitserregern. Geschichte und Epidemiologie in prähistorischen
Populationen waren hingegen noch weitestgehend unbekannt. Bisher war die
Extrahierung der viralen aDNA (ancient DNA) aus archäologischen Proben
noch nicht gelungen – Herkunft und Evolution des Virus blieben den
Forschern unzugänglich.
In
einer aktuellen Studie gelang es dem internationalen Forschungsteam vom
Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der CAU und dem MPI
Jena erstmals die Gewinnung viraler aDNA aus Zahnproben zweier
jungsteinzeitlicher Individuen und eines mittelalterlichen Individuums.
Das ermöglichte die Rekonstruktion dreier HBV-Stämme. Der Befund aus
Karsdorf, Sachsen-Anhalt, stellt mit ca. 7.000 Jahren den ältesten
genetisch nachgewiesenen viralen Krankheitserreger dar. Die Erkenntnisse
werden am Donnerstag, 10. Mai, in dem Fachjournal „eLIFE“
veröffentlicht.
Die komplexe Evolution von Hepatitis B
Für
die Studie wurden 53 Skelette aus neolithischen und mittelalterlichen
Fundstätten in Deutschland beprobt, die insgesamt einen Zeitraum von
5.000 vor bis 1.200 nach Beginn unserer Zeitrechnung umspannen. Mittels
modernster Genanalysetechniken wurden Proben auf die Präsenz viraler
Pathogene überprüft, wobei das Forschungsteam bei drei Individuen alte
Hepatitis-B-Viren nachweisen und deren Genome rekonstruieren konnten.
Diese Virus-Genome scheinen eigene Abstammungslinien darzustellen, die
keine nahe Verwandtschaft zu heutigen menschlichen Stämmen aufweisen und
daher vermutlich ausgestorben sind, vermuten die Forscherinnen und
Forscher.
Im
Vergleich zum mittelalterlichen sind sich die zwei neolithischen Genome
relativ ähnlich, wobei deren Träger in einem Abstand von ca. 2.000
Jahren lebten. Die steinzeitlichen Erreger ähneln am ehesten denen in
heute vorkommenden HBV bei nicht-menschlichen Primaten wie Schimpanse
und Gorilla. Im Gegensatz dazu ist das mittelalterliche Genom den
heutigen Stämmen ähnlicher, stellt aber dennoch eine eigene Linie dar.
Dies gilt selbst für den Vergleich mit zwei bereits bekannten
historischen HBV-Genomen, die aus Mumien des 16. Jahrhunderts gewonnen
werden konnten. Diese HBV-Stämme sind eng verwandt mit modernen
Varianten, was auf erstaunlich geringe Evolution des Virus in den
letzten 500 Jahren hinweist. Insgesamt lassen die Ergebnisse auf eine
komplexe Geschichte von Mehrfachübertragungen zwischen Mensch und
nicht-menschlichen Primaten schließen.
„Alles
in allem zeigen unsere Ergebnisse, dass das Hepatitis-B-Virus bereits
vor 7.000 Jahren bei Europäern vorkam. Zudem ist seine Genomstruktur der
des heutigen Hepatitis-B-Virus sehr ähnlich, ungeachtet der
beobachteten Unterschiede”, so der Erstautor der Studie Ben
Krause-Kyora, Professor am IKMB der Universität Kiel und Wissenschaftler
im SFB 1266. „Es müssen sowohl ältere Vorläufer des Hepatitis-B-Virus
als auch mehr heutige Virusstämme sowie ihre zwischenzeitlichen
Entwicklungsformen untersucht werden, um die komplexe Evolution von
Hepatitis zu entwirren.”
Neue Analysemethoden zur Erforschung blutübertragbarer Viren
Almut
Nebel, Wissenschaftlerin am IKMB und Co-Autorin der Studie, erklärt den
größeren Zusammenhang: „Wir untersuchen, ob es einen Zusammenhang
zwischen dem Aufkommen von Krankheiten und grundlegenden Veränderungen
in der Lebensweise der Menschen in der Ur- und Frühgeschichte gibt. Dank
moderner Methoden sind wir in der Lage, diese Zusammenhänge zu
entschlüsseln, indem wir die menschliche und die pathogene Genetik der
damaligen Zeit untersuchen.” Gemeinsam mit Krause-Kyora leitet sie
Teilprojekt F4 im Sonderforschungsbereich 1266
„TransformationsDimensionen“ der Kieler Universität, welches die Rolle
von Infektionskrankheiten im Hinblick auf demographischen Wandel und die
Beziehung von Menschen und ihrer Umwelt im Zeitraum 15.000 bis zu
Beginn unserer Zeitrechnung untersucht. Die Individuen vom neolithischen
Fundplatz Sorsum und dem mittelalterlichen Grabkontext Petersberg waren
Teil einer großangelegten Studie des Teilprojektes, um virale und
bakterielle Pathogene an verlässlich datierten Skeletten dieser
Zeitspanne zu erfassen.
Begeistert
zeigt sich Krause-Kyora über die Möglichkeiten moderner aDNA-Forschung
und den Möglichkeiten wissenschaftlichen Vernetzung: „Seit wir an der
CAU mit der Erforschung alter menschlicher und pathogener DNA begonnen
haben, hat sich viel getan. Junge Disziplinen wie die Proteomik
erweitern das Methodenspektrum um alte Krankheiten und das menschliche
Genom vor einem archäologischen und medizinischen Hintergrund zu
untersuchen. In der Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des MPI
haben wir eine nachhaltige Struktur in diesem vergleichsweise jungen
Forschungsfeld geschaffen, um gemeinsam komplexe Fragestellungen mit
aktuellem Bezug zu untersuchen.”
Johannes
Krause, Seniorautor und Direktor der Abteilung Archäogenetik am MPI für
Menschheitsgeschichte, betont die Bedeutung der Studie. „Unsere
Ergebnisse zeigen das große Potenzial von aus menschlichen Knochen
gewonnener aDNA. Sie erlaubt uns, die Evolution von durch Blut
übertragenen Viren zu erforschen. Bisher war es immer zweifelhaft, ob
dies möglich wäre und überhaupt solche Erkrankungen für vergangene
Zeiten nachzuweisen. Nun haben wir ein leistungsfähiges Mittel gefunden,
um die vielschichtige Evolutionsgeschichte von Viruserkrankungen zu
erkunden.“
Originalpublikation:

“Neolithic
and Medieval virus genomes reveal complex evolution of Hepatitis B”.
Ben  Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther
Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego
Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier,

Erster als Pflanzenschutzmittel zugelassener Raupenleim !

Für alle Bäume und Sträucher

Kostensparende und schnelle Applikation direkt auf den Stamm! Einfach
auf den Stamm streichen (450 g/m²) – ohne Gürtelpapier und
Rebenbindedraht.

Getestet von der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt, dem Amt für Landwirtschaft Offenburg und in Obstbau-Betrieben.

Unschädlich für nützliche Insekten und Umwelt. Nützlingsschonend – kompostierbar.

Anwendung: Brunonia Raupenleim in einem ca. 8-10 cm breiten Ring (um
den Stamm herum) etwa 2 mm stark auftragen. Bei zu dicker Leimschicht
besteht bei höheren Temperaturen die Gefahr des Ablaufens.
Seitentriebe, Pfosten u.ä., die Ausweichmöglichkeiten für die
Schädlinge darstellen, müssen ebenfalls behandelt werden. Es dürfen
keine Schlupflöcher für die Schädlinge übrig bleiben!

Zur Bekämpfung aller Insekten, die am Stamm entlangkriechen:

ü     Frostspanner (Operhophtera brumata) – einer der wichtigsten Obstschädlinge

ü     Ameisen (Lasius sp. u.a.) – schützen und verbreiten Blattlauskolonien

ü     Blutläuse (Eriosoma lanigerum) – verursachen Blutlauskrebs; dadurch wird die Frosthärte vermindert

ü     Haselnußknospenbohrer (Curculio nucum) – können zu hohen Ernteausfällen führen

ü     Borkenkäfer (Xyleborus dispar u.a.) – an vielen Baumarten zu finden

ü     Schneespanner (Apocheima pilosaria) – Schädling an verschiedenen Laubbäumen, auch Obstgehölzen

ü     Schwarze Kirschenlaus (Myzus cerasi, M. prunavium) – Anfangsbefall wird reduziert

Brunonia Raupenleim ist ein Kriechleim. Es werden nur Insekten
gefangen, die in den Leim hineinkriechen. Andere (z.B. Nützlinge auf
Landeplatzsuche) kommen wieder frei. Im Gegensatz zu Haftleimen, bei
denen Insekten (auch Nützlinge!) oder Blätter sofort haften bleiben,
kann so eine "Brückenbildung" durch gefangene Insekten oder Blätter
verhindert werden (Fängigkeit: 100%).

Nützlingsschonend:

Untersuchungen belegen, dass Brunonia Raupenleim durch die grüne Farbe praktisch keine Beifänge (Nützlinge) hat. Kriechleim.

Witterungsbeständigkeit:

Brunonia Raupenleim ist nicht wasserlöslich – wird durch Regen also nicht abgewaschen.

Anwendungszeit:

Ganzjährig, bei Befallsgefahr und trockenem Wetter.

Wirkstoffe:Fossile:

Naturstoffe und vegetabile Öle – kompostierbar, pflanzen- und umweltverträglich.

Wirkungsdauer:

Beim Auftragen im Oktober hält die Klebrigkeit / Wirksamkeit bis ins
nächste Frühjahr an; erst im Laufe des Sommers trocknet der Leim
langsam aus und kann dann ganz einfach aufgefrischt werden.

Pflanzenverträglichkeit:

In langjährige Untersuchungen wurde festgestellt, dass Brunonia
Raupenleim keine Auswirkungen auf die Rinde hat – es treten weder
Schäden noch Veränderungen auf.

Kontakt:

www.schacht.de

Für jedes Gericht die richtige Zwiebel

Braun, rot oder weiß
Für jedes Gericht die richtige Zwiebel
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(aid) – Zwiebeln sind in der Küche unverzichtbar. Ein Alleskönner ist die braune Haushaltszwiebel mit dem pikant-scharfen Aroma. Sie eignet sich beispielsweise für Soßen zu Fleisch, Fisch und kräftigem Gemüse, für Quiche und Omelette. Die große Gemüsezwiebel schmeckt milder und kann wunderbar gefüllt werden – etwa mit Hackfleisch, Käse oder Couscous. Aufgrund ihrer Größe ist sie auch für Klassiker wie Zwiebelsuppe und Zwiebelkuchen die erste Wahl.

Die rote Zwiebel hat eine milde Schärfe und einen leicht süßlichen Geschmack. Feinschmecker verwenden sie gerne für Salate, aber auch Suppen, Marinaden und Soßen. Die edle Schalotte ist sehr würzig, aber nicht zu scharf und wird für die kalte Küche und als Basis für feine Soßen verwendet. Die Frühlingszwiebel hat ein helles Wurzelende und lange grüne Stiele. Nur die Wurzeln müssen entfernt werden. Ihr feines Laucharoma gibt Salaten, Dipps und Gemüse aus dem Wok eine besondere Note. Die weiße Zwiebel mit dem süßlich-milden Aroma finden Feinschmecker nur selten im Sortiment. Sie wird gerne für Marinaden und helle Soßen verwendet.

Zwiebeln liefern reichlich Vitamin C, Folsäure, Eisen und Kalium, aber kaum Kalorien. Das Aroma ist auf den hohen Gehalt an ätherischen Ölen zurückzuführen, die den Appetit anregen und antibakteriell wirken. Beim Schneiden der Zwiebel schießen oft die Tränen in die Augen. Denn durch das Schneiden werden die Zellen der Zwiebel zerstört. Ein im Innern der Zelle vorhandenes Enzym kommt mit einer schwefelhaltigen Aminosäure aus der Zellwand in Kontakt. Dabei bildet sich ein schleimhautreizendes Gas, das die Tränen fließen lässt. Diese Reaktion lässt sich abmildern, indem man Messer, Schneidebrett und Zwiebel kurz in Wasser taucht.

Frische Zwiebeln sind prall, fest und trocken – ohne grüne Triebe oder dunkle Stellen. Frische Frühlingszwiebeln haben ein kräftiges sattes Grün. Lagern Sie Zwiebeln an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort, luftig und nicht in Beuteln oder Tüten. So halten sich braune Zwiebeln bis zu einem halben Jahr, weiße Knollen mehrere Wochen. Rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln werden am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt und sollten innerhalb einer Woche verbraucht werden.

 

Nieren schützen !

Die Nieren schützen: Neue Studie geht von zwei Millionen Menschen mit chronischer Nierenkrankheit aus

Mannheim/Düsseldorf
– Bislang gab es in Deutschland nur Zahlen zu nierenkranken Patienten
im dialysepflichtigen Stadium. Eine kürzlich veröffentlichte Studie
liefert jetzt erstmals Zahlen zur Häufigkeit der chronischen
Nierenkrankheit sowie deren Risikofaktoren Bluthochdruck und Diabetes.
Auf einer Pressekonferenz zur MEDICA EDUCATION CONFERENCE im April in
Mannheim spricht der Projektleiter der Studie, Professor Dr. med.
Matthias Girndt vom Universitätsklinikum Halle/Saale, über die
Ergebnisse und Möglichkeiten der Prävention und Therapie. Letztere
bleiben oftmals ungenutzt: Nur ein Drittel aller Betroffenen weiß von
ihrer chronischen Nierenkrankheit.

Ausscheidung
von giftigen Substanzen, Regulation des Wasser- und
Elektrolythaushaltes sowie des Säure-Basen-Gleichgewichtes,
Entstehungsort für Hormone, die beispielsweise den Blutdruck regulieren:
Die Nieren übernehmen im Körper wichtige Aufgaben. Bei einer
chronischen Nierenkrankheit werden diese Nierenfunktionen über eine
längere Zeit meist unumkehrbar eingeschränkt. Endstadium ist das
chronische Nierenversagen, bei dem die Filtrationsfunktion der Nieren so
stark gestört ist, dass den Patienten nur noch eine Dialyse oder eine
Nierentransplantation helfen kann. Zu den unterschiedlichen Ursachen für
die chronische Nierenkrankheit zählen unter anderen Bluthochdruck und
Diabetes mellitus.

„Die
chronische Nierenkrankheit verläuft in ihren frühen Stadien ohne
Symptome und Schmerzen“, erläutert Professor Dr. med. Matthias Girndt,
Referent der MEDICA EDUCATION CONFERENCE. „Viele Betroffene wissen daher
leider nichts von ihrer Erkrankung, deren Fortschreiten sich durch
verschiedene Maßnahmen verlangsamen ließe.“ So müsse es erst gar nicht
zu weiteren Nierenschäden und einem Nierenversagen kommen. Bislang lagen
nur zu letzterem valide Zahlen für Deutschland vor: Mindestens 80.000
Menschen in Deutschland sind dauerhaft dialysepflichtig, etwa 23.000
Patienten mussten sich einer Nierentransplantation unterziehen.

„Unsere
Studie hat ergeben, dass mindestens zwei Millionen Menschen in
Deutschland eine chronische Nierenkrankheit mit einer eingeschränkten
Nierenfunktion aufweisen,“ sagt Professor Girndt. Insbesondere
Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck seien betroffen, diese
Erkrankungen verdoppelten bzw. verdreifachten das Risiko für eine
chronische Nierenkrankheit sogar. „Dabei sind gerade die so verursachten
Nierenerkrankungen vermeidbar“, sagt der Experte, „Sowohl der
Zuckerstoffwechsel, als auch der Blutdruck lässt sich heute in der
Mehrzahl der Fälle gut einstellen.“ Für die Studie hatten die Autoren
die Ergebnisse der bundesweiten „Studie zur Gesundheit Erwachsener in
Deutschland 2008-2011 (DESG1)“ ausgewertet und neben den dort
einbezogenen Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren auch Abschätzungen
zu Menschen mit 80 Jahren und älter getroffen.

„Unsere
Studie hat auch ergeben, dass zwei Drittel der Betroffenen von ihrer
Nierenerkrankung nichts wussten. In Anbetracht der Zahlen ist es enorm
wichtig, Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu leisten – um gesunde
Nieren zu schützen und bereits bestehende Erkrankungen am Fortschreiten
zu hindern,“ betont Professor Girndt. Wie das aussehen kann, dazu
spricht der Experte auf der Pressekonferenz zur MEDICA EDUCATION
CONFERENCE am 11. April in Mannheim. Die MEDICA EDUCATION CONFERENCE ist
eine interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung der Deutschen
Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und der Messe Düsseldorf, die
unter dem Motto „Wissenschaft trifft Medizintechnik“ vom 14. bis 17.
November 2016 in Düsseldorf stattfindet. Weitere Informationen unter www.medica.de/mec1.