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Heilpilz Maitake senkt den Blutdruck ganz natürlich

Limeshain (pts/01.02.2007/10:30) – Herz-Kreislauferkrankungen stehen an
erster Stelle der Todesursachen in den Industrieländern. Schätzungen
zufolge leidet in Deutschland jeder Vierte unter Bluthochdruck.
Hervorgerufen wird Bluthochdruck vor allem durch Einflussfaktoren wie
Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol, Nikotin, Stress und
entsprechende Veranlagung. Die Heilpilze Maitake, Shiitake, Coprinus
und Reishi können – je nach Konstellation – die Ursachen und Symptome
des Bluthochdrucks und der damit in Verbindung stehenden Krankheiten
wie z.B. Diabetes, erhöhte Blutfettwerte und Arteriosklerose
beseitigen.

Die Therapie mit Hilfe medizinisch wirksamer Pilze

Neben der Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten,
Gewichtsreduktion sowie Bewegung und Entspannung sind Heilpilze eine
hervorragende ganzheitliche Therapiemethode zur Behandlung der Ursachen
und Symptome von Bluthochdruck ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Bluthochdruck in Verbindung mit Stoffwechselstörungen wie Diabetes

Wenn der Bluthochdruck in Kombination mit Stoffwechselstörungen wie zum
Beispiel Diabetes oder erhöhten Blutfettwerten auftritt, empfiehlt sich
der Einsatz von Maitake (Klapperschwamm). Besonders bei Diabetes-Typ II
wird mit Hilfe des Pilzes die Fähigkeit des Körpers, Zucker zu erkennen
und in die Körperzellen aufzunehmen verbessert. Dadurch sinkt der
Zuckergehalt im Blut.

Der Maitake wirkt außerdem auf natürliche Weise gegen Fettleibigkeit.
Er reduziert die Einlagerung von Fett in die Leber und die übrigen
Körperzellen. Nach einigen Monaten regelmäßiger Therapie wird auch der
Gesamtcholesterinspiegel gesenkt. Durch die Regulation der Blutzucker-
und Blutfettwerte werden Schäden an den Gefäßen verhindert und es kommt
zur Senkung des Bluthochdrucks.

Bei Arteriosklerose und erhöhten Blutfettwerten ist der Shiitake ideal

Der Pilz Shiitake hat antioxidative Eigenschaften. Somit werden
Gefäßschäden durch freie Radikale verhindert. Mit diesem Pilz können
wir daher der primären Ursache der Arteriosklerose entgegen wirken.
Dieser Effekt wird noch verstärkt, indem der Shiitake die Blutfettwerte
günstig beeinflusst: Er senkt den Gesamtcholesterinspiegel und hebt den
für den Körper positiven HDL-Cholesterinwert an. Ablagerungen in den
Arterien werden so verhindert. Bei bestehender Arteriosklerose und zur
Prophylaxe von Gefäßerkrankungen ist dieser Pilz unbedingt einzusetzen.

Reishi zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung und zur Stressbewältigung

Der Reishi (Glänzender Lackporling) bewirkt eine höhere
Sauerstoffsättigung des Blutes, die sich positiv auf die Herzaktivität
auswirkt: Bei verengten Herzkranzgefäßen z.B. wird die
Sauerstoffversorgung des Herzmuskels verbessert und somit werden
Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche verringert. Wenn
Symptome einer Stressbelastung (Unruhe, Angespanntheit,
Schlaflosigkeit) im Vordergrund stehen, sollte dieser Pilz auf jeden
Fall auch in die Therapie mit einbezogen werden, da er das Nervensystem
sehr gut ausgleichen kann.

In der traditionellen chinesischen Medizin weiß man auch, dass
unterdrückte Emotionen wie Wut, Zorn oder Ärger eine Funktionsstörung
der Leber bewirken können und dieser innerliche Druck auch zu einem
Bluthochdruck führen kann. Die Unterstützung der Leber durch den Pilz
Reishi führt dazu, dass mit solchen Emotionen besser umgegangen werden
kann.

Kostenlose individuelle Beratung

Franz Schmaus, der Gründer von MykoTroph, dem führenden deutschen
Institut für Pilzheilkunde, und sein Team beschäftigen sich seit über
30 Jahren mit der Wirkung und Anwendung von Heilpilzen. Er hat sich zum
Ziel gesetzt, das Jahrtausende alte Wissen der Traditionellen
Chinesischen Medizin auch in Deutschland und im weiteren Europa den
Menschen zugänglich zu machen.

Zu diesem Zweck finden Sie ausführliche Informationen zum Thema oder
allgemeines zur Pilzheilkunde unter: http://www.heilenmitpilzen.de/
Dort können Sie auch die ausführliche Studie zu Bluthochdruck kostenlos
downloaden. Am besten ist es aber, Sie lassen sich persönlich beraten.
Rufen Sie bitte Mo.-Fr. von 8-17 Uhr unter 06047 / 988-530 an. Oder
senden Sie eine E-Mail an info@mykotroph.de. Dort werden Sie
ausführlich, ganz individuell und kostenlos beraten.

MykoTroph AG

Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde

Wernher-von-Braun-Strasse 2

63694 Limeshain

Telefon: 06047 / 988-530

Telefax: 06047 / 988-533

E-Mail: info@mykotroph.de

Web: http://www.heilenmitpilzen.de/

Bessere elektronische Materialien

Elektronik: Mit Quantenmechanik zu besseren elektronischen Materialien

Das Element Bismut hat exotische Eigenschaften, die es interessant machen für energieeffiziente elektronische Bauteile wie schnellere Computer. Um praxistauglich zu sein, muss ein Material jedoch auch grundsätzlich tolerant sein gegenüber Verunreinigungen.
Das konnten zwei Forscher vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) nun erstmals für Bismut nachweisen. Ihre Ergebnisse haben sie in den Physical Review Letters (Ausgabe 108, 2012) veröffentlicht.

Gemeinsam mit dem amerikanischen Brookhaven National Laboratory stellten CENIDE-Forscher um Prof. Dr. Michael Horn-von Hoegen zunächst eine extrem glatte Bismutschicht her, mit überraschenden Eigenschaften: Egal wie dick die Bismutschicht ist, ihr elektrischer Widerstand bleibt immer gleich, da der Strom ausschließlich in einer dünnen Schicht direkt an der Oberfläche fließt. Daher ist dies ein ideales System, um zu testen, wie sich Verunreinigungen auf der Oberfläche auf den Elektronentransport, also den Stromfluss, auswirken.

Um das herauszufinden, haben die Wissenschaftler weitere Bismutatome auf die zuvor so perfekt glatte Schicht aufgebracht. Dafür waren Temperaturen von rund -190 °C notwendig und zusätzlich ein Vakuum, das noch weniger Moleküle enthält als das Vakuum im Weltall. Die Atome setzten sich auf der vormals glatten Oberfläche ab wie Sandkörner auf einer Fliese. Doch sie sind beweglich und liefen daher zu „Inseln“ zusammen, die aus vielen nebeneinanderliegenden Atomen bestanden.

Elektrische Messungen ergaben das zweite erstaunliche Ergebnis: Egal, ob ein Elektron bei seinem Weg auf ein einzelnes Atom oder eine ganze Insel trifft, es wird immer auf die gleiche Weise gestreut, das heißt von seiner Bahn abgelenkt. Das ist verwunderlich, denn unsere Intuition sagt uns, dass ein größeres Hindernis eigentlich häufiger getroffen werden und damit stärker streuen müsste. Prof. Dr. Axel Lorke, der die Inselbildung am Computer modelliert hat, erklärt das Phänomen so: „Wenn Sie auf der Autobahn fahren, ist es auch egal, ob auf einmal ein Stuhl oder ein liegengebliebener LKW auf der Fahrbahn steht – bremsen müssen Sie in beiden Fällen.“ Horn-von Hoegen ergänzt: „Das Überraschende ist jedoch, dass Sie um einen LKW eine weit größere Kurve fahren würden als um einen Stuhl, um im Beispiel zu bleiben. Das tut das Elektron hier eben nicht, es weicht immer gleich weit aus.“

Erste Erklärungen der beiden Experimentalphysiker basieren auf der Quantenphysik, die besagt, dass Elektronen sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften haben. Und genauso wie Meereswellen an einer Kaimauer reflektiert werden, treffen auch die Elektronenwellen auf die atomaren Inseln und werden dort gestreut. Und jedes gestreute Elektron vermindert den Stromfluss durch das Material. Horn-von Hoegen, Spezialist für Mikroskopie und Kristallwachstum, ist es gelungen, das Elektronen-Wellenmuster um kleine und große Inseln zu vermessen. Das erstaunliche Resultat: Sie sind nahezu unabhängig von der Inselgröße. Das erklärt, warum aus Sicht der Elektronen alle Hindernisse gleich aussehen.

Ein weiteres Ergebnis beweist, dass die Wechselwirkung zwischen Elektron und Insel extrem klein ist: Nur jedes hundertste Elektron wird überhaupt gestreut. Damit sind die Atominseln für Elektronen leichter zu passieren als eine Fensterscheibe für Licht (dort beträgt die Reflexion etwa 4 Prozent). Dies ist bedeutend für elektronische Bauteile der Zukunft. Denn je weniger die Elektronen gestreut werden, desto schneller lässt sich der Strom schalten und desto weniger elektrische Leistung wird benötigt.

Quelle: Universität Duisburg-Essen – 20.07.2012.

Stammzellen ohne Embryos

Alternative ist 200 Mal effektiver und doppelt so schnell

La Jolla (pte/19.10.2009/10:05) – Wissenschaftler des Scripps Research Institute http://www.scripps.edu haben ein neues Verfahren zur drastischen Erhöhung des Ertrags von Stammzellen aus adultem Gewebe entwickelt. Dabei handelt es sich um einen konkreten Fortschritt bei der Herstellung großer Mengen von Stammzellen ohne den Einsatz von Embryos. Mit Hilfe von drei Wirkstoffen gelang es dem Team um Sheng Ding, das Verfahren 200 Mal effektiver und doppelt so schnell zu machen. Details der Studie wurden in Nature Methods http://www.nature.com/nmeth veröffentlicht.

Die Herstellung von Stammzellen aus adulten menschlichen Hautzellen wurde erstmals 2007 von japanischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern der Öffentlichkeit präsentiert. Mit Viren wurden vier Gene in die Zellen eingebracht, die die Aktivierung und Deaktivierung von anderen Genen anregten und so dazu führten, dass diese wieder zu Stammzellen wurden. Dieses Verfahren dauerte laut BBC jedoch Wochen und die Erfolgsrate lag bei einer von 10.000 Zellen.

Chemikalien zur Optimierung

Die aktuellen Forschungen basieren auf diesem Verfahren und auf der Hinzufügung von Chemikalien zur Optimierung. Es war zuvor bereits gelungen, die Anzahl der entstandenen Zellen mit zwei Verbindungen zu erhöhen, die einen natürlichen Vorgang einleiteten, der die Zellen näher an einen den Stammzellen ähnlichen Zustand brachte. Durch die Hinzufügung von Thiazovivin erhöhte sich die Anzahl der umgewandelten Zellen um das 200-Fache. Bei Thiazovivin handelt es sich um ein kleines Molekül, das beim Überleben von Zellen eine Rolle spielt. Der endgültige Umwandlungsprozess dauerte zwei Wochen. Zuvor war dafür ein Monat erforderlich.

Laut Sheng Ding sei es gelungen, einen grundlegenden Ablauf in den Zellen zu beeinflussen. In Hinsicht auf Geschwindigkeit und Effektivität seien bedeutende Fortschritte erzielt worden. Es handle sich um die erste Beschleunigung der Umprogrammierung menschlicher Zellen. Er geht davon aus, dass dieses Verfahren rasch übernommen werden und zu entscheidenden Fortschritten beitragen wird.

ÖKO-TEST macht sauer – Wissenschaft macht schlauer

ÖKO-TEST macht sauer – Wissenschaft macht schlauer

Test basischer Nahrungsergänzungsmittel zeigt schwere Mängel – bei ÖKO-TEST

Taunusstein (pts015/16.02.2015/14:10) – Der kürzlich
erschienene Artikel der Zeitschrift ÖKO-TEST "Sauer macht frustig"
(Steinert, 2015), der basische Nahrungsergänzungsmittel als "einfach nur
schlecht" bezeichnet, fügt sich nahtlos in die Tradition der
Zeitschrift ein, die Nahrungsergänzungsmittel auch in der Vergangenheit
ähnlich "differenziert" und "objektiv" betrachtete. Um seinen Standpunkt
aufrechterhalten zu können, stellte ÖKO-TEST die Bewertungskriterien so
zusammen, dass eine positive Bewertung von vornherein unmöglich war. In
Ermangelung echter Kritikpunkte argumentierte man: "Überdosierte
Inhaltsstoffe und eine lausige Deklaration führen zu diesem
vernichtenden Urteil." Von den Herstellern vorgelegte aktuelle
wissenschaftliche Studien zum Nutzen ihrer Produkte wurden dabei bewusst
übergangen. Stattdessen wurden vereinzelte Untersuchungen und eine
unverbindliche Empfehlung aus dem Jahr 2004 (Domke et al., 2004) als
Basis des Tests gewählt, die sich selbst als "Diskussionsgrundlage"
bezeichnet. Aktuelle Studien zeichnen mehrheitlich ein anderes Bild.

Fakt ist: Eine unzureichende Versorgung mit basischen Mineralstoffen ist in
Deutschland keine Seltenheit. Beispielsweise erreichen 50 % der Frauen
und 25 % der Männer in Deutschland nicht die von der EU empfohlene
tägliche Zufuhr von 375 mg Magnesium pro Tag. Auch bei Kalium, Calcium
und Zink liegen viele unter der empfohlenen Aufnahmemenge. Die in der EU
empfohlene Kaliumzufuhr von 2000 mg/Tag ist deutlich veraltet: Weltweit
führende Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder
das Food and Nutrition Board (FNB) der USA erachten unter präventiven
Aspekten deutlich höhere Kaliummengen als notwendig (FNB, 2004). Die
US-Empfehlung von 4,7 g Kalium pro Tag erreichen in Deutschland 75 % der
Männer und 90 % der Frauen nicht.

Die Aufnahme von Mineralstoffen über eine ausgewogene
und vollwertige Ernährung ist Nahrungsergänzungsmitteln immer
vorzuziehen. Doch den meisten Menschen fällt dies im Alltag schwer. Etwa
90 % der Deutschen erreichen nicht die allgemein empfohlenen fünf
Portionen Gemüse und Obst pro Tag (Rabenberg und Mensink, 2011).

Die auf Dr. Jacob’s Basentabletten deklarierten
Gesundheitsangaben wurden von der Europäischen Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach einem umfangreichen
wissenschaftlichen Prüfverfahren festgelegt. Mit der Aussage, dass die
getesteten Produkte nichts nützen würden, stellt die ÖKO-TEST GmbH ihre
eigene wissenschaftliche Arbeit über die der EFSA, dem höchsten
wissenschaftlichen Gremium der EU.

Im Gegensatz zu den Ausführungen von ÖKO-TEST
existieren zahlreiche Studien, die belegen, dass der Säure-Basen- und
Mineralstoff-Haushalt einen bedeutsamen Einfluss auf die
Knochengesundheit hat und der höhere Basengehalt in pflanzlicher Nahrung
wie Gemüse und Obst die Knochendichte positiv beeinflusst.

Das Testergebnis für die Kategorie "Weitere Mängel" war
bei der Mehrheit der getesteten Produkte "sehr gut", da in den meisten
Fällen keine "weiteren" Mängel gefunden werden konnten. Insgesamt sind
die meisten deutschen Produkte auf einem hohen Qualitätsniveau, so dass
sich ÖKO-TEST viel Mühe geben musste, um seine Kriterien so auszuwählen,
dass beim Test alle Produkte "einfach schlecht" abschnitten.

Dem "Test" der basischen Nahrungsergänzungsmittel der
ÖKO-TEST Verlag GmbH fehlt die wissenschaftliche Grundlage. Sinnvoll
zusammengesetzte Nahrungsergänzungen können nachweislich die
Gesunderhaltung unterstützen. Es ist wissenschaftlich eindeutig
bewiesen, dass die in Dr. Jacob’s Basentabletten verwendeten
Mineralstoffe der Gesunderhaltung dienen. Für diejenigen, die über die
Ernährung nicht ausreichend mit Mineralstoffen versorgt sind, bieten Dr.
Jacob’s Basentabletten eine gute Möglichkeit, vorhandene Defizite
auszugleichen. Ob diese vorliegen, kann nicht ÖKO-TEST, sondern nur
jeder Anwender aufgrund seines persönlichen Ernährungsverhaltens selbst
einschätzen.

Im Gegensatz zu den Darstellungen von ÖKO-TEST zeigt
eine aktuelle, große Studie (Willers et al., 2015), dass deutsche
Anwender von Nahrungsergänzungsmitteln Mineralstoffe nur sehr selten zu
hoch dosieren: "Den gesammelten Daten zufolge werden
Nahrungsergänzungsmittel und verwandte Produktgruppen insbesondere zur
Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Gesundheit konsumiert. In dieser
Studie trägt die Aufnahme von Mineralstoffen über
Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich zur Aufnahme über die Nahrung kein
allgemeines Risiko für eine Überdosierung. Die Daten zeigen, dass eine
Mehrfachaufnahme kein weitverbreitetes Problem darstellt."

Im Einzelnen:

Der kürzlich erschienene Artikel der Zeitschrift ÖKO-TEST "Sauer macht
frustig" (Steinert, 2015), der basische Nahrungsergänzungsmittel als
"einfach nur schlecht" bezeichnet, fügt sich nahtlos in die Tradition
der Zeitschrift ein, die Nahrungsergänzungsmittel auch in der
Vergangenheit ähnlich "differenziert" und "objektiv" als "haltlose
Versprechen", "Alles nichts", oder "fallen mit Pauken und Trompeten
durch" bewertete. Es stellt sich die Frage, ob diese durchgängige
Einschätzung von ÖKO-TEST tatsächlich auf wissenschaftlicher
Korrektheit, Aktualität und Objektivität beruht, für die ÖKO-TEST stehen
will?

Um seinen Standpunkt aufrechterhalten zu können,
stellte ÖKO-TEST die Bewertungskriterien so zusammen, dass eine positive
Bewertung von vornherein unmöglich war. ÖKO-TEST wurden von den
befragten Herstellern umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen zum
Nutzen ihrer Produkte sowie anerkannte Empfehlungen vorgelegt – doch
diese Informationen wurden bewusst übergangen. Stattdessen wurden
vereinzelte Untersuchungen und Meinungen herausgestellt, die das
Gegenteil von dem vertreten, was die Mehrheit der Studien belegt.

In diesem Zusammenhang fällt zudem auf, dass ÖKO-TEST
auf die genaue Angabe ihrer Quellen verzichtete – eine
Mindestanforderung für wissenschaftliche Seriosität, um die
Nachprüfbarkeit einer Aussage zu gewährleisten. Da ÖKO-TEST die
aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse ihren Lesern vorenthält,
möchten wir dies nachholen und mit den Aussagen von ÖKO-TEST
vergleichen.

ÖKO-TEST: "Allgemein
ist es […] für gesunde Personen nicht notwendig, zusätzliche
‚basenfördernde‘ Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen."

Stand der Wissenschaft: Eine unzureichende Versorgung mit basischen Mineralstoffen in
Deutschland ist keine Seltenheit. Die von der EU empfohlene tägliche
Zufuhr von 375 mg Magnesium pro Tag erreichen 50 % der Frauen und 25 %
der Männer in Deutschland nicht (MRI, 2008). Zu den Risikogruppen für
einen Magnesiummangel zählen sowohl junge Erwachsene als auch ältere
Personen.

Bei Zink, das einen normalen Säure-Basen-Stoffwechsel
unterstützt, liegen 32 % der Männer und 21 % der Frauen unter der
Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) (10 mg bzw. 7
mg/Tag). Von den Männern zwischen 65 und 80 Jahren liegen sogar 44 %
unter dem Referenzwert (MRI, 2008).

Das Testergebnis für die Kategorie "Maßgebliche
Inhaltsstoffe" in Dr. Jacob’s Basentabletten lautet "ungenügend", weil
ÖKO-TEST selbst Höchstmengen für den Gehalt an Kalium, Magnesium und
Zink für den Test festgelegt hat.

ÖKO-TEST:"Die
durchschnittliche Kaliumzufuhr liegt hierzulande in allen Altersgruppen
bei Männern und Frauen deutlich über der empfohlenen Kaliumzufuhr."

Stand der Wissenschaft: In der EU wird eine tägliche Kaliumzufuhr von 2000 mg empfohlen
(Amtsblatt der Europäischen Union, 2008). Angesichts der Bedeutung, die
Kalium für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks und unsere
Gesundheit hat, ist diese Empfehlung jedoch viel zu niedrig. Die DGE
sieht diese Menge auch ausdrücklich als Schätzwert für eine
Mindestzufuhr an.

Das Food and Nutrition Board (FNB) der USA – dort
höchstes wissenschaftliches Gremium zu Ernährungsfragen – und die
American Heart Association (AHA) erachten für Erwachsene unter
präventiven Aspekten eine tägliche Aufnahme von 4,7 g Kalium als
notwendig (FNB, 2004). Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
(Domke et al., 2004) zitiert das FNB: "Der Food and Nutrition Board der
USA und Kanada erachtet unter präventiven Aspekten für alle Erwachsene
einen Adequate Intake (AI) von 4,7 g/Tag (120 mmol/Tag) als angemessen.
Diese Kaliummenge (aus der Nahrung) ist aufgrund neuer Erkenntnisse
erforderlich, um solchen chronischen Erkrankungen oder Bedingungen wie
erhöhter Blutdruck, Kochsalzsensitivität, Nierensteine, Verlust an
Knochenmasse oder Schlaganfälle vorzubeugen, zu vermindern oder zu
verzögern (Curhan et al., 1997; Hirvonen et al., 1999; Keßler und Hesse,
2000; Macdonald et al., 2004; Morimoto et al., 1997; Morris et al.,
1999a; 2001; New et al., 2004; Schmidlin et al., 1999; Sebastian et al.,
2002; Sellmeyer et al., 2002; Suter, 1999; Young et al., 1995)." Die
Spezifizierung "aus der Nahrung" stammt dabei allerdings nicht vom FNB,
sondern wurde vom BfR hinzugefügt. Diese Ergänzung wiederspricht jedoch
den zuvor zitierten Studien, von denen mindestens fünf auch die Einnahme
von Kalium über Nahrungsergänzungsmittel beinhalten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) änderte 2012 ihre
Richtlinie zur Zufuhr von Kalium, die nun empfiehlt, mindestens 3,5 g
Kalium pro Tag aufzunehmen (WHO, 2012). Grund für die Entscheidung war
eine große Metaanalyse im Auftrag der WHO (Aburto et al., 2013). Das
Ergebnis: Der systolische Blutdruck wird bei einer Kaliumaufnahme von
90-120 mmol/Tag (entspricht 3510-4680 mg) durchschnittlich um 7,16 mmHg
reduziert und das Schlaganfallrisiko sinkt deutlich.

Für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdruckes
ist vor allem das Verhältnis von Kalium zu Natrium entscheidend. Das von
der WHO als gesundheitsförderlich betrachtete Natrium-Kalium-Verhältnis
liegt bei mindestens 1:1,7 Gramm (Natrium zu Kalium) (WHO, 2013). Da
die Natriumaufnahme in Deutschland jedoch weit über der Empfehlung der
WHO liegt, müsste die Kaliumaufnahme über die Ernährung zum Erreichen
dieses Verhältnisses noch deutlich höher sein. Beim gegenwärtigen
Natriumverzehr der Männer in Deutschland von durchschnittlich 4,5 g pro
Tag (Elliott und Brown, 2006) ergäbe sich eine notwendige
Kalium-Aufnahme von 7,6 g pro Tag.

Die US-Empfehlung für Kalium von 4,7 g pro Tag
erreichen in Deutschland 75 % der Männer und 90 % der Frauen nicht (MRI,
2008). Die Hauptquellen für Kalium sind Gemüse und Obst. Doch obwohl
Frauen hiervon mehr verzehren als Männer, haben sie im Vergleich zur
offiziellen US-Empfehlung ein Kaliumdefizit von 1560 mg (33 %).

ÖKO-TEST: "Für Kalium besteht nach Einschätzung des Bundesinstituts für
Risikobewertung (BfR) bei der Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln
ein hohes gesundheitliches Risiko für unerwünschte Effekte. Aus Gründen
des vorbeugenden Gesundheitsschutzes empfiehlt das BfR, die tolerierbare
Tageshöchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel auf 500 mg festzulegen."

Stand der Wissenschaft: Diese Einschätzung des BfR (Domke et al., 2004) stammt aus dem Jahr
2004. Sie orientiert sich daran, dass eine sehr kleine Gruppe von
Menschen, die Kalium nicht ausreichend ausscheiden kann, vor einer zu
hohen Kaliumzufuhr geschützt werden soll. Der BfR orientiert sich also
bei der Empfehlung für Gesunde, die nach internationalen Kriterien bei
täglich 4700 mg liegen sollte, an der Zufuhr für Kranke. Eine
Neubewertung ist angesichts der oben vorgestellten Studienergebnisse
dringend notwendig. Bereits 2004 hatte das BfR das FNB zitiert und
erkannt, wie wichtig eine hohe Kaliumaufnahme für die Gesundheit ist
(s.o.).

Zur Verträglichkeit einer gesteigerten Kaliumzufuhr
schreiben Aburto et al. (2013) in ihrer Metaanalyse im Auftrag der WHO:
"Eine erhöhte Kaliumaufnahme in Form von Supplementen oder über die
Nahrung hatte bei Erwachsenen keine negativen Auswirkungen. Für
Personen, deren Nierenfunktion nicht durch Krankheit oder medikamentöse
Behandlung beeinträchtigt wird, ist eine Erhöhung der Kaliumzufuhr über
die Nahrung ungefährlich. Personen mit beeinträchtigter
Kaliumausscheidung über die Nieren sind bei einem erhöhten Kaliumkonsum
gefährdet, eine Hyperkaliämie, eine ungesunde erhöhte
Kaliumkonzentration im Serum, zu entwickeln. Dieses Risiko ist jedoch
auf diese Patienten beschränkt, von denen die meisten unter ärztlicher
Betreuung stehen." Die gesundheitlichen Eigenschaften einer
ausreichenden Kaliumversorgung für Gesunde lassen sich u.a. in der Liste
der zulässigen gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims) nachlesen
(Verordnung (EU) Nr. 432/2012). Ganz klar haben alle Gesunden von einer
kaliumreichen Ernährung oder Nahrungsergänzung einen hohen Nutzen.

ÖKO-TEST: "Nützt
nichts: Viele Anbieter berufen sich bei der Frage nach dem Nutzen ihres
Produktes auf zulässige gesundheitsbezogene Angaben. […] Der gesunde
Verbraucher hat von der Einnahme der getesteten Basenpulver keinen
Nutzen."

Stand der Wissenschaft: Es ist wissenschaftlich eindeutig bewiesen, dass die in Dr. Jacob’s
Basentabletten verwendeten Mineralstoffe der Gesunderhaltung dienen.
Daher hat auch der gesunde Verbraucher einen klaren Nutzen, wenn er
damit ein Defizit in seiner Ernährung ausgleicht.

Die Health Claims (s.o.) wurden von der Europäischen
Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach umfangreichen
wissenschaftlichen Prüfverfahren festgelegt und sind für die gesamte
Europäische Union rechtsgültig. Auf ihrer Internetseite schreibt die
EFSA: "Die von der EFSA vorgenommene wissenschaftliche Bewertung stellt
sicher, dass auf Lebensmittelverpackungen und in der Werbung fundierte
und richtige Angaben über Zusammenhänge zwischen Ernährung und
Gesundheit gemacht werden, die den Verbrauchern helfen können, sich
gesund zu ernähren."

(EFSA, 2015).

Mit der Aussage, dass die getesteten Produkte nichts
nützen würden, stellt ÖKO-TEST die Richtigkeit der Health Claims in
Frage und seine eigene wissenschaftliche Arbeit über die der EFSA, dem
höchsten wissenschaftlichen Gremium der EU. Die EFSA ist sicherlich
umstritten – aber nicht weil sie zu großzügig in ihrer Zulassung von
gesundheitsbezogenen Angaben ist: Der größte Teil der beantragten
gesundheitsbezogenen Angaben wurde abgelehnt. Der Anwender hat einen
Anspruch darauf, die wissenschaftlich gesicherten Informationen zur
Wirkung der enthaltenen Nährstoffe zu erfahren, die auf dem Etikett
beschrieben werden. Für uns ist daher nicht nachvollziehbar, wie
ÖKO-TEST im Sinne des Verbrauchers handeln möchte, wenn gerade diese
korrekte Information zur Abwertung des Produktes führt.

ÖKO-TEST: "Eine im Jahr 2009 im Fachblatt Journal of Bone and Mineral Research
veröffentlichte Metaanalyse zerlegt [..] die Hypothese, nach der eine
ernährungsbedingte Säurelast den Verlust von Knochenmineralien und
Osteoporose fördert."

Stand der Wissenschaft: Zahlreiche Studien belegen, dass der Säure-Basen- und
Mineralstoff-Haushalt einen bedeutsamen Einfluss auf die
Knochengesundheit hat. Der höhere Basengehalt in pflanzlicher Nahrung
wie Gemüse und Obst hat eine sehr positive Wirkung auf die
Knochendichte, wohingegen eine protein- und fleischreiche Kost die
Häufigkeit von Hüftbrüchen stark erhöht (Abelow et al., 1992; Arnett,
2003; Ball und Maughan, 1997; Barzel, 1995; Brown und Jaffe, 2000;
Buclin et al., 2001; Bushinsky, 2001; Bushinsky und Frick, 2000;
Bushinsky et al., 2003; Frassetto et al., 2000; Giannini et al., 1999;
Jajoo et al., 2006; Lemann et al., 2003; Lutz, 1984; Marsh et al., 1988;
New, 2001a, b, 2002 und 2003; New et al., 1997 und 2000; Sebastian et
al., 1994; Sellmeyer et al., 2001; Tucker et al., 1999; Witasek et al.,
1996). Denn ein Übermaß an tierischem Protein wirkt aufgrund der
schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein säurebildend und hat
einen hohen PRAL-Wert (potential renal acid load). Die PRAL-Formel
bewertet die potentielle Säurelast der Nieren (Remer und Manz, 2003).

ÖKO-TEST nannte dagegen lediglich eine einzige Studie,
um ihren Standpunkt zu unterstützen. Da Quellen in dem Magazin nicht
korrekt zitiert wurden, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden,
welche Studie hier gemeint war. Die einzige passende Metaanalyse zu dem
Thema stammt von Fenton et al., 2009. Dabei ist "Metaanalyse" ein großes
Wort für diese kleine Übersichtsstudie, die fünf Studien mit insgesamt
lediglich 73 Teilnehmern umfasst. Dennoch ergab die Auswertung eine
klare lineare Beziehung von Säurelast in der Ernährung und
Calciumausscheidung über den Urin. Die gleiche Autorengruppe hatte
diesen Zusammenhang schon in einer früheren Metaanalyse erkannt (Fenton
et al., 2008) und dazu erklärt: "Das Calcium, das in Verbindung mit der
modernen Ernährung mit dem Urin zusätzlich ausgeschieden wird, wird auf
66 mg /Tag geschätzt."

In der Studie heißt es weiter: "Über die gesamte
Lebenszeit gesehen ist die Menge dieser überschüssigen
Calciumausscheidung über den Urin ausreichend, um das Fortschreiten der
Knochenmineralstoffverluste von Osteoporose erklären zu können." (Fenton
et al., 2009). Dabei ist es wenig verwunderlich, dass die Autoren in
der Übersicht der von ihnen ausgewählten fünf Studien keinen Einfluss
auf den Knochenstoffwechsel feststellen konnten: Vier der Studien liefen
über nur 2-4 Wochen, eine über knapp zwei Monate.

ÖKO-TEST: "[..] 2013 resümiert David A. Hanley, Endokrinologe an der Universität
Calgary in Kanada, dass sich eine eher alkalische Ernährung oder die
zusätzliche Einnahme von Kaliumcitrat oder Kaliumhydrogencarbonat in
Studien nicht einheitlich als vorteilhaft für die Knochen erwiesen
hätten."

Stand der Wissenschaft: Dieser Aussage einer einzelnen Person steht eine Vielzahl an Studien
gegenüber, u.a. eine aktuelle Cochrane-Metaanalyse (Lambert et al.,
2015), die 14 Einzelstudien zusammenfasst. Cochrane-Metaanalysen sind
Übersichtsarbeiten, die zu den wissenschaftlich anerkanntesten Studien
der Welt gehören. Die Studien werden von unabhängigen, internationalen
Autorenteams aus Wissenschaftlern und Ärzten erstellt und mehrfach
geprüft. Die neue Untersuchung belegt, dass basische Kaliumverbindungen
(Kaliumcitrat und Kaliumbikarbonat) die Calcium- und die
Säureausscheidung im Urin verringern sowie einen Blutmarker für den
Knochenabbau reduzieren.

In einer Interventionsstudie bekamen 161 Frauen mit
Osteopenie, der Vorstufe von Osteoporose, pro Tag 1,2 g Kalium in Form
von Kaliumcitrat sowie zusätzlich 500 mg Calcium und 400 internationale
Einheiten Vitamin D. Die Säurebelastung über die Ernährung konnte auf
diese Weise teilweise neutralisiert werden. Nach zwölf Monaten war die
Knochendichte erhöht und die Knochenstruktur deutlich verbessert.
Kaliumcitrat wirkte dabei genauso effektiv wie das
Osteoporose-Medikament Raloxifen. Die Vergleichsgruppe, die anstelle von
Kaliumcitrat Kaliumchlorid mit Calcium und Vitamin D bekam, erreichte
diesen Effekt nicht, sondern wies sogar einen verschlechterten
Knochenstatus auf (Jehle et al., 2006).

Auch das in Dr. Jacob’s Basentabletten enthaltene
Calcium ist wichtig für die Knochengesundheit. Die empfohlene Zufuhr für
Calcium gemäß der Referenzwerte der DGE beträgt 1000-1200 mg pro Tag
(DGE, 2015). Die Bedeutung von Calcium-Supplementen für den
Versorgungsstatus insbesondere der Frauen in Deutschland zeigen Daten
der Nationalen Verzehrsstudie II (MRI, 2008): Die tägliche
Calcium-Aufnahme liegt für erwachsene Frauen bei 964 mg/Tag (Median).
Dabei erreichen 74 % der Frauen in der Altersgruppe 14-18 Jahre und 65 %
der Frauen ab 65 Jahren die Empfehlungen nicht, obwohl sich diese Werte
bereits aus der täglichen Aufnahme über die Nahrung und der Einnahme
von Nahrungsergänzungsmitteln zusammensetzen (MRI, 2008). Im Median
ergänzten die befragten Frauen ihre Ernährung um 200 mg Calcium pro Tag.
Calcium wird im Ergebnisbericht der Nationalen Verzehrsstudie II als
kritischer Nährstoff bezeichnet.

ÖKO-TEST: "Nicht ganz sauber: 13 Produkte liefern vergleichsweise viel Nickel,
umgerechnet mehr als 20 Mikrogramm (µg) in einer Tagesdosis." Zu einer
diesbezüglichen Stellungnahme eines Herstellers ergänzt ÖKO-TEST: "Mit
dem Produkt verzehre man nicht mehr Nickel als man mit einer Scheibe
Weizenvollkornbrot zu sich nehme. […] Während allerdings
Weizenvollkornbrot anders als ein Basenpulver Teil einer
abwechslungsreichen Ernährung ist, bedeuten geringe Nickelmengen im
ersten Fall eine kaum vermeidbare und im zweiten eine unnötige Belastung
des Verbrauchers."

Stand der Wissenschaft:Die
Absurdität der ÖKO-TEST-Behauptung wird schon darin klar, dass bereits
zwei Scheiben Weizenvollkornbrot ähnliche Nickelmengen (23,1 µg Nickel
/100 g; Bunselmeyer und Bergmann, 1998) enthalten wie eine Tagesdosis
einiger Nahrungsergänzungsmittel (21,6 µg Nickel / Tagesdosis Dr.
Jacob’s Basentabletten laut ÖKO-TEST-Untersuchung). Als Grenzwert
verwendete ÖKO-TEST dabei den Höchstwert für Trinkwasser, welcher von
der "durchschnittlichen wöchentlichen Wasseraufnahme" abgeleitet wurde.
Ein gesetzlich festgelegter Höchstwert für Nickel in
Nahrungsergänzungsmitteln existiert – im Gegensatz zu Blei und Cadmium –
nicht.

Dabei weisen auch Mineralstoffe als Naturprodukt
natürliche Begleitstoffe wie Nickel in sehr niedriger,
lebensmitteltypischer Dosierung auf. Tatsächlich können sowohl das
Weizenvollkornbrot als auch Nahrungsergänzungsmittel wie Dr. Jacob’s
Basentabletten Teil einer rundum gesunden Ernährung sein. Die
durchschnittliche tägliche Aufnahme von Nickel liegt in Deutschland im
Bereich zwischen 90 und 280 µg pro Person, kann aber je nach
Ernährungsweise bis zu 1000 µg pro Tag erreichen (Schwegler und Fromme,
2014). Nickelspuren – ohne Nennung des gemessenen Gehaltes – als
"bedenkliche/umstrittene maßgebliche Inhaltsstoffe" zu beurteilen trägt
wenig zur Orientierung des Lesers bei und schürt unbegründete Ängste.

ÖKO-TEST: "Sparen Sie sich das Geld für Basenpulver. Besser: Setzen Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse."

Stand der Wissenschaft: Die Empfehlung zu einer abwechslungsreichen Ernährung mit viel Gemüse
und Obst können wir nur unterstreichen. Die Aufnahme von Mineralstoffen
über eine ausgewogene und vollwertige Ernährung ist
Nahrungsergänzungsmitteln immer vorzuziehen. Doch den meisten Menschen
fällt dies schwer. Gemüse und Obst werden von der Mehrheit zu wenig
verzehrt. Laut Nationaler Verzehrsstudie II unterschreiten 87,4 % der
Studienteilnehmer die DGE-Empfehlungen für den Gemüseverzehr von 400
g/Tag und 59 % die Empfehlung zum Obstverzehr von 250 g/Tag (MRI, 2008).
Ein Apfel am Tag ist besser als nichts, aber auf Dauer nicht
ausreichend.

ÖKO-TEST: "Überdosierte Inhaltsstoffe und eine lausige Deklaration führen zu diesem vernichtenden Urteil."

Fakt ist: Ein Produkt ohne Wirkstoffe und ohne gesundheitsbezogene Angaben, also
ein reines Placebo, wäre nach dem Notensystem bei ÖKO-TEST vermutlich
als Testsieger hervorgegangen. Als Bewertungsgrundlage wird ein Dokument
des BfR aus dem Jahr 2004 herangezogen, das sich selbst lediglich als
"Diskussionsgrundlage" (Domke et al., 2004) bezeichnet. Dem Anwender
wird im Gegensatz zu aktuellen Studien (z. B. Willers et al., 2015)
nicht zugetraut, dass er die Mineralstoffe seinem Defizit entsprechend
dosiert. Dr. Jacob’s Basentabletten sind einwandfrei deklariert,
einschließlich der Hinweise auf die Alters- und Personengruppen, für die
die Einnahme geeignet oder nicht geeignet ist.

Fazit:

Das ÖKO-TEST-Ergebnis macht sauer, denn dem Test der basischen
Nahrungsergänzungsmittel fehlt die wissenschaftliche Grundlage. Sinnvoll
zusammengesetzte Nahrungsergänzungen können tatsächlich einen wichtigen
Beitrag zur Gesundheit leisten.

Angesichts der vorgestellten Zahlen ist eine
ausreichende Versorgung mit bestimmten Mineralstoffen bei vielen
Deutschen nicht gegeben. Unter Beachtung des eigenen
Ernährungsverhaltens sollte jeder Einzelne selbst abschätzen können,
inwieweit er über die tägliche Ernährung mit Mineralstoffen versorgt
ist. Für diejenigen, die über die Ernährung nicht ausreichend versorgt
sind, bieten Dr. Jacob’s Basentabletten eine gute Möglichkeit,
vorhandene Defizite auszugleichen.

Das Testergebnis für die Kategorie "Weitere Mängel" war
bei der Mehrheit der getesteten Produkte "sehr gut", da in den meisten
Fällen keine "weiteren" Mängel gefunden werden konnten. Insgesamt sind
die meisten deutschen Produkte auf einem hohen Qualitätsniveau, so dass
sich ÖKO-TEST viel Mühe geben musste, um seine Kriterien so auszuwählen,
dass beim Test alle Produkte "einfach schlecht" abschnitten.

In seinem Appell für eine ausgewogene Ernährung können
wir ÖKO-TEST nur unterstützen: "Setzen Sie auf eine abwechslungsreiche
Ernährung mit viel Obst und Gemüse." Für diese Aussage hätte es
allerdings keines neunseitigen Testberichts bedurft.

Ein weiteres Beispiel für das spezielle
Bewertungssystem der ÖKO-TEST Verlag GmbH liefert dieselbe Ausgabe:
Während Fertigsalate aus dem Supermarkt überwiegend mit Bewertungen wie
"ausreichend", "mangelhaft" oder "ungenügend" in ein schlechtes Licht
gerückt werden, trumpft die Anzeige für "Echte Land-Bockwurst" auf der
Heftrückseite mit der ÖKO-TEST-Note "sehr gut" auf. Eine solche
Berichterstattung kann nur schwerlich zu einer sinnvollen Änderung des
Ernährungsverhaltens beitragen.

Herausgeber:

Dr. Jacob’s Medical GmbH

Therapieresistenten Leukämiezellen auf der Spur

Neuherberg, 14.12.2016. Dr. Irmela
Jeremias vom Helmholtz Zentrum München ist es zusammen mit Kollegen
gelungen, eine kleine Population nicht aktiver Leukämiezellen zu finden,
die für einen Rückfall bei Leukämie verantwortlich ist. Nun ist der Weg
für die Erforschung neuer Therapien geebnet, die den Krankheitsrückfall
verhindern, indem sie verbliebene, sogenannte schlafende Leukämiezellen
beseitigen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift
Cancer Cell veröffentlicht worden.

Chemotherapien scheitern bei Leukämie oft
daran, dass resistente Zellen die Behandlung überleben und einen
Krankheitsrückfall (Rezidiv) herbeiführen. Daher sind neue Therapien
nötig, die diese Zellen beseitigen. Den Wissenschaftlern um Jeremias,
Leiterin der Forschungsgruppe ‚ Apoptosis‘ in der Abteilung Genvektoren
(AGV) am Helmholtz Zentrum München ist es erstmals gelungen,
therapieresistente Zellen zu isolieren und zu charakterisieren. „Bisher
waren die verantwortlichen biologischen Prinzipien des Rückfalls bei
Leukämie nicht vollständig verstanden“, sagt Jeremias. „Mit unserem
neuen Ansatz, schlafende Zellen zu isolieren, haben wir erstmals die
Möglichkeit Therapien zu entwickeln, die diese Zellen ausschalten“.

Isolierte Zellen sprechen auf Medikamente an

„Wir haben eine Methode gefunden, die
schlafenden Leukämiezellen aus ihrer Umgebung herauszulösen. In dieser
sind sie nämlich nicht für Therapeutika angreifbar“, erklärt Sarah
Ebinger, Doktorandin der AGV und Erstautorin des Artikels. Mit Hilfe von
moderner Gentechnik und Farbstoffen, die Wucherungen markieren,
isolierten die Wissenschaftler Zellen und fanden dabei eine selten
auftretende Art, die in ihren Eigenschaften den Rückfall auslösenden
Zellen glichen. Sie waren inaktiv und therapieresistent. „Wir haben dann
festgestellt, dass diese Zellen, sind sie einmal aus ihrer Umgebung
herausgelöst, sehr wohl therapiesensitiv sind und auf Therapeutika gut
reagieren“, fügt Erbey Özdemir, Doktorand der AGV, hinzu. „Wir sind
damit dem Ziel, einen Krankheitsrückfall bei Leukämieerkrankten zu
verhindern, einen kleinen Schritt näher gekommen“, sagt Jeremias. „Dies
kann die Grundlage dafür sein, eine Therapieform zu finden, um
verbliebene Leukämiezellen nach einer Chemotherapie zu vernichten und so
einen Rückfall auszuschließen“.

Weitere Informationen

Original Publikation
Ebinger
S. et al. (2016): Characterization of Rare, Dormant, and
Therapy-Resistant Cells in Acute Lymphoblastic Leukemia; Cancer Cell,
DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.ccell.2016.11.002

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das
Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention
weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und
Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken
von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums
liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München
beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der
Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und
medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten
angehören. www.helmholtz-muenchen.de/

Die Abteilung Genvektoren erforscht das Epstein-Barr Virus (EBV), ein Tumorvirus des Menschen, und
dessen Beitrag zu verschiedenen Erkrankungen.  Ziel ist es
herauszufinden, wie das Immunsystem im gesunden Individuum EBV und
andere menschliche Herpesviren in Schach hält, und welche
Immunkontrollen im Patienten versagen. Die Entstehung von Tumoren des
Immunsystems – Leukämien und Lymphome – ist ein weiterer Schwerpunkt.
Mittelfristig sollen neue Medikamente, Impfstoffe gegen EBV und neue
Zelltherapien entwickelt werden, um Infektionserkrankungen, Leukämien
und Lymphome zu behandeln oder zu verhindern. http://www.helmholtz-muenchen.de/en/agv

Suchterkrankungen bei älteren Menschen nehmen zu

Alkohol und Medikamente anstatt illegaler Drogen

Alkohol und Medikamente machen den größten Teil der Suchterkrankungen im Alter aus (Foto: Pixelio)
 
New York (pte/07.03.2008/15:30) – Im Jahr 2005 waren bereits zehn Prozent der Patienten in US-Suchtkliniken über 50 Jahre alt und die Zahlen steigen. Wissenschaftler vermuten in einer Studie, dass im Jahr 2020 etwa 4,4 Mio. ältere US-Amerikaner abhängig sein werden, berichtet die New York Times. Im ganzen Land konzentrieren sich nun Entzugskliniken auf diese Altersschicht, die in der Vergangenheit ignoriert worden war. Die Suchterkrankungen älterer Menschen unterscheiden sich jedoch von denen jüngerer Patienten, erklärt ein Mitarbeiter der österreichischen Drogenberatungsstelle Point http://pmooe.at im Gespräch mit pressetext: "In diesem Alter handelt es sich meist nicht um illegale Drogen, sondern um Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeiten."

Die Gründe, warum Menschen in die Sucht abrutschen, sind aber in jedem Fall sehr komplex. "Bei älteren Menschen sind der Pensionsantritt oder der Zeitpunkt, an dem die Kinder dem Heim entwachsen, oft gefährliche Knackpunkte", so der Berater. Die Generation ab 50 Jahren macht in Österreich jedoch nur einen kleinen Teil der Patienten aus. "In diesem Bereich dürfte es aber eine hohe Dunkelziffer geben", vermutet der Experte.

Auch in Deutschland gibt es nur sehr wenige Zahlen zu Suchterkrankungen bei älteren Menschen. "Wir haben im Jahr 2006 einen Schwerpunkt auf Abhängigkeit im Alter gesetzt, um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen, aber nach wie vor enden die deutschen Statistiken bei 59 Jahren", so Christa Merfert-Diete, Sprecherin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen http://www.dhs.de gegenüber pressetext. "Es gibt wenige Untersuchungen und Sucht ist eben ein sehr schambehaftetes Thema."

In den USA machen Alkohol- und Medikamentensucht in der Altersgruppe ab 50 Jahren den größten Anteil aus. Vor allem im Bereich bis 54 holen jedoch illegale Substanzen wie Opiate, Kokain, Marihuana oder Amphetamine deutlich auf. Der Missbrauch von Medikamenten passiere oft unabsichtlich, vermuten Experten. Ärztlich verschriebene Arzneien werden für harmlos erachtet und ohne Bedenken eingenommen.

Der niedrigere Anteil von illegalen Drogen sei vor allem sozioökonomisch begründet", vermutet Frederic Blow vom Addiction Research Center der Universität von Michigan http://www.umich.edu. Die Patienten kämen oft aus höheren Einkommensschichten und Straßendrogen seien nicht Teil ihrer Kultur.

Gensequenz von tödlichem Krankenhausbakterium entschlüsselt

Mailand (pte/28.04.2008/06:10) – Wissenschaftler des Istituto di Tecnologie Biomediche http://www.itb.cnr.it haben in Zusammenarbeit mit dem Dipartimento di Malattie Infettive am Istituto Superiore della Sanità und dem Dipartimento di Biologia an der Unversität Roma Tre die Gensequenz des Acinetobacter Baumannii entschlüsselt . Das wegen seiner Antibiotika-Resistenz besonders in Krankenhäusern gefürchtete Bakterium sorgt allein in Italien für 4.500 bis 7.000 Todesfälle im Jahr.

"Die Genom-Sequenzierung ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung effizienterer Methoden zur Identifikation und Kontrolle dieses gefährlichen Killers," bestätigt Projektleiter Gianluca De Bellis. "Sie bietet die Grundlage für eine rasche Diagnose und einen gezielten Therapieansatz. Ermöglicht hat uns dies die Verwendung eines neuen und vor kurzem nochmals verbesserten Sequenzverfahrens, das in wenigen Stunden über 100 Millionen DNA-Basen generiert . Das bedeutet einen ganz erheblichen Zeit- und Kostenvorteil gegenüber der bisher üblichen Methodik. "

Die genetische Aufschlüsselung des Acinetobacter Baumannii wird über die Web-Seite http://www.itb.cnr.it/genome-project der Öffentlichkeit zum freien Gebrauch zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe des innovativen Sequenzierungs-Verfahrens wollen die italienischen Forscher außerdem neue Stoffe zur Entwicklung von Antibiotika ermitteln. Dabei soll das Phänomen der Antibiotika-Resistenz sowohl aus der Sicht der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung durchleuchtet werden.

Die Untersuchung über den genetischen Aufbau des Acinetobacter Baumannii ist über das vom italienischen Investitionsfond für Grundlagenforschung FIRB unterstützte Programm "Grandi Laboratori" finanziert worden. Einzelheiten sollen in der von der American Society of Microbiology herausgegebenen Fachzeitschrift "Antimicrobial Agents and Chemotherapy" veröffentlicht werden.

Deutsche Forscher feiern den Start des LHC

Jetzt hat der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider LHC, erfolgreich den Beschleunigerbetrieb aufgenommen. Physiker der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN in Genf leiteten heute Morgen um 10:28 Uhr die ersten Protonenpakete um den gesamten Beschleunigerring.

„Mit dem Start des LHC beginnt eine neue Ära für die Teilchenphysik. Wir werden erstmals in der Lage sein, die Physik der Teraskala experimentell zu erforschen“, sagt Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer, designierter Generaldirektor des CERN und Forschungsdirektor beim Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY. Wenn die Probephase abgeschlossen ist, werden im LHC Protonen auf Energien von 7 Tera-Elektronenvolt beschleunigt, siebenmal so viel wie an bisherigen Beschleunigern.

Prof. Dr. Peter Mättig, Vorsitzender des Komitees für Elementarteilchenphysik KET, und Prof. Dr. Horst Lenske, Vorsitzender des Komitees für Hadronen- und Kernphysik KHuK, heben die deutsche Beteiligung hervor: „Die deutschen Forschergruppen haben von Anfang an maßgeblich zu Entwicklung und Bau der Teilchendetektoren am LHC beigetragen. Ab heute werden wir die Früchte dieser jahrelangen Arbeit ernten.“ Deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen sind an allen vier LHC-Experimenten (ALICE, ATLAS, CMS und LHCb) beteiligt.

Nach dem heutigen Probelauf des Beschleunigers werden in den nächsten Tagen und Monaten die Protonen auf den gegenläufigen Kreisbahnen synchronisiert und anschließend Intensität und Energie hochgefahren. Anschließend sollen die ersten Teilchenkollisionen stattfinden.

Deutsche Wissenschaftler sind stark in das Forschungsprogramm des LHC eingebunden. Forschergruppen von 31 deutschen Universitäten und Fachhochschulen, zwei Max-Planck-Instituten und drei Helmholtz-Zentren sind an den LHC-Experimenten beteiligt. Auch die zwei Helmholtz-Allianzen „Physik an der Teraskala“ und „Extreme Materie im Labor“ widmen sich der Physik am LHC. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF trägt etwa
20 Prozent der Grundfinanzierung von CERN bei und fördert die deutschen Beiträge zur Forschung am LHC, unter anderem mit so genannten Forschungsschwerpunkten (FSP).

 

Hintergrundinformation LHC:

 

Der Large Hadron Collider LHC birgt viele Superlative: einen Ring von 27 Kilometern Umfang, 9600 Magnete, die bei Temperaturen kälter als im Universum betrieben werden, eine Milliarde Teilchenkollisionen pro Sekunde, 10 000 beteiligte Physiker, Techniker und Ingenieure aus 85 Ländern. Der Teilchenbeschleuniger verläuft 100 Meter unter der Erde im Grenzgebiet Frankreichs und der Schweiz.

Wissenschaftler erhoffen sich durch den LHC Antworten auf die fundamentalen Fragen der Teilchenphysik: Woraus besteht das Universum? Was passierte beim Urknall? Wo ist die Antimaterie? Woher kommt die Masse? Um das herauszufinden, sollen im LHC auf kleinstem Raum Energiedichten hergestellt werden, wie sie einen Bruchteil einer Sekunde nach dem Urknall, also vor 14 Milliarden Jahren, herrschten. Dazu werden Protonen – und hin und wieder auch Blei-Ionen – auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zum Zusammenstoß gebracht. In vier hausgroßen Nachweisgeräten, so genannten Detektoren, vermessen Physiker die Spuren dieser Teilchenkollisionen.

 

Weitere Informationen: www.weltmaschine.de

Veganer haben signifikant niedrigere Knochenmasse

Washington (pte/29.03.2005/12:25) – Rohkost-Veganer haben laut neuesten
Erkenntnissen zufolge eine extrem niedrige Knochenmasse. Doch während
dieses Symptom eigentlich ein Anzeichen für Osteoporose und ein
erhöhtes Knochenbruchrisiko ist, konnten die Forscher der Washington
University School of Medicine http://www.medicine.wustl.edu
feststellen, dass die Knochen der Veganer trotzdem eine gute Qualität
aufwiesen, berichtet Medical News Today http://www.medicalnewstoday .

Das Forscherteam unter der Leitung von Luigi Fontana untersuchte 18
Personen im Alter zwischen 33 und 85 Jahren, die sich seit
durchschnittlich 3,6 Jahren strikt veganisch, also gänzlich ohne
tierische Produkte – wie beispielsweise Milch, Käse oder Fleisch –
ernährten, dafür aber eine breite Palette veganer Produkte – wie
Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Getreide und Olivenöl – zu sich nahmen. Die
Forscher verglichen die Ergebnisse mit einer entsprechenden
Kontrollgruppe des selben Alters und Geschlechts, die über die gleichen
sozioökonomischen Faktoren verfügte und sich ohne Einschränkungen
ernährte.

Erstaunlich waren die darauf folgenden Ergebnisse der Studie. Denn
obwohl die Veganer eine niedrigere Knochenmasse bei den wichtigen
Skelettregionen des Körpers hatten – wie der Hüfte oder der
Lendenwirbelsäule – waren Gelenke und Knochen dennoch stark. Dies ist
darauf zurückzuführen, dass die Veganer durch ihre Ernährung über
andere biologische Vorraussetzungen verfügten, wodurch die mit
Knochenschwund und Knochenbrüchen einhergehenden typischen Symptome
fehlten, so die Forscher.

Zudem hatten die Veganer stärkere Abwehrkräfte, einen niedrigeren BMI
(Body Mass Index) und einen geringeren Körperfettanteil, ein
niedrigeres Brustkrebs- und Prostatakrebsrisiko und trotz des Verzichts
auf Milch- und Fleischprodukte eine erhöhte Vitamin-D-Konzentration im
Körper.

"Eine vegane Ernährung hat Vor- und Nachteile. Die Ergebnisse der
Studie bezeugen, dass diese Ernährungsweise durchaus positive Effekte
auf den Körper hat. Insbesondere der niedrigere BMI hat eine präventive
Wirkung bei der Reduzierung von kardiovaskulären Erkrankungen und
Krebs. Dennoch rate ich von einer so extremen Ernährung ab, denn über
einen langen Zeitraum gesehen können dadurch gesundheitliche Probleme
entstehen. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit viel frischem
Obst und Gemüse, Milchprodukten, Fisch, Fleisch und Getreide ist immer
noch die beste Gesundheitsvorsorge", resümierte Fontana.

Die Ergebnisse der Studie erscheinen in der aktuellen Ausgabe der
Archives of Internal Medicine http://www.archinte.ama-assn.org .

KI-Assistent hilft Usern beim Zähneputzen

KI-Assistent hilft Usern beim Zähneputzen
"TEBRA-System" soll Behinderten zu mehr Unabhängigkeit verhelfen
 
Künstliche Intelligenz: Das TEBRA-System in Aktion (Foto: cit-ec.de)

Bielefeld (pte002/14.02.2013/06:05) – Der technologische Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) kann das Leben von Menschen mit kognitiven Behinderungen wesentlich erleichtern. Von dieser Grundidee ausgehend haben findige Wissenschaftler am CITEC (Cognitive Interaction Technology – Center of Excellence) http://www.cit-ec.de der Universität Bielefeld eine innovative Assistenztechnologie namens "TEBRA-System" entwickelt, die betroffenen Personen in Zukunft zu deutlich mehr Unabhängigkeit verhelfen soll. Ein erster Prototyp hilft Usern etwa beim Zähneputzen. "Prinzipiell kann die Grundidee auch auf viele andere Anwendungsfelder erweitert werden", so Sven Wachsmuth, der gemeinsam mit Kollegen Thomas Hermann das Projekt leitet, im Gespräch mit pressetext.

"Personen mit kognitiven Behinderungen wie Demenz, Störungen aus dem autistischen Spektrum oder Lernbehinderung haben oft Probleme mit der Ausführung von Alltagstätigkeiten", erklärt Projektmitarbeiter Christian Peters, PhD-Student am CITEC, gegenüber pressetext. Solche Menschen seien oftmals auf die Hilfe einer Pflegeperson angewiesen, was zu einer Einschränkung oder gar dem Verlust von Unabhängigkeit führt. "Mit einer Assistenztechnologie wie dem TEBRA-System wollen wir diesen Menschen ein Stück Unabhängigkeit zurückgeben, indem sie Alltagstätigkeiten wieder eigenständig ausführen können. Gleichzeitig können so auch die Pflegekräfte entlastet werden", betont Peters.

Waschtisch mit Sensoren

Die Funktionsweise des KI-gesteuerten Assistenzsystems ist denkbar einfach: Die Wissenschaftler haben einen Waschtisch mit spezieller Sensorik wie etwa Kameras, Durchflusssensor am Wasserhahn und Sensor in der Zahnbürste ausgestattet. "Über die Sensordaten wird bestimmt, in welchem Teilabschnitt der Aufgabe des Zähneputzens sich der Benutzer befindet. Das System verfolgt den Fortschritt in der Gesamtaufgabe anhand eines Handlungsrahmens. Wenn das Verhalten des Users von diesem Rahmen abweicht, werden audio-visuelle Hinweise – sogenannte ‚Prompts‘ – auf einem am Waschtisch installierten Monitor ausgegeben", schildert Peters das Prozedere.

Dass dieser Ansatz in der Praxis sehr gut funktioniert, habe das TEBRA-System bereits bei einem Testlauf in einer Wohneinrichtung für Personen mit kognitiven Behinderungen in Bielefeld bewiesen. "Die genauen Auswertungen laufen noch. Wir konnten jedoch schon feststellen, dass die Personen aus der Zielgruppe sehr gut auf die System-Prompts ansprechen und somit mehr Teilschritte unabhängig durchführen", fasst Projektleiter Wachsmuth die Ergebnisse des Probelaufs zusammen.

Besonderes Anwendungspotenzial

Neben speziellen Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen sehen die Bielefelder Forscher auch in Alters- und Pflegeheimen ein besonderes Anwendungspotenzial für ihre Entwicklung gegeben. "In Anbetracht des demografischen Wandels hin zu einer immer älter werdenden Bevölkerung wird die Bedeutung solcher Assistenztechnologien in Zukunft sicher noch steigen", meint PhD-Student Peters, der im Rahmen seiner Dissertation bereits seit rund vier Jahren am Projekt mitarbeitet. "Als nächstes planen wir die Erweiterung des TEBRA-Systems auf andere Aufgaben wie zum Beispiel das Rasieren."