Alle Beiträge von Balu

Die Attraktivität der Frau wird exakt messbar

"Kollektive Ignoranz kann zu erstaunlich guten Vorhersagen führen", ermittelte Dr. Stefan Herzog (Basel) anhand der letzten Fußball-Weltmeisterschaft: Simple Laienprognosen trafen häufiger zu als das komplexe FIFA-Urteil. Diese und mehr als 500 weitere Studien offerierte in Trier die "49. Tagung experimentell arbeitender Psychologen".
 
Dr. Mark Vollrath (Braunschweig) untersuchte, warum junge und alte Autofahrer wesentlich mehr Unfälle verursachen als Verkehrsteilnehmer mittleren Alters: Die Junioren treffen häufig Fehlentscheidungen, bei den Senioren mangelt es gelegentlich an der zügigen, umfassenden Wahrnehmung.
 
Dr. Martin Gründl (Regensburg) ergründete eine Kernfrage der Männer: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Attraktivität einer Frauenfigur anhand ihrer Körpermaße sehr präzis vorhergesagt werden kann. Die Regressionsanalyse klärt eine Varianz von .73 auf. Wichtige Prädiktoren sind z.B. das Brust-Unterbrust-Verhältnis, Brust-Taillen-Verhältnis, Brust-Hüft-Verhältnis, Taillen-Beinlängen-Verhältnis und ein Androgynitätsindex (Maß für eine typisch weibliche Figur)." Auf der Basis dieses Regressionsmodells hat Gründl "eine Formel entwickelt, mit der die Attraktivität einer beliebigen, frontal aufgenommenen Frauenfigur auf einer Skala von 0 bis 100 gemessen werden kann."
 
Dr. Daniela Schoofs (Bielefeld) befasste sich mit einer vergleichsweise banalen Frage: Beeinflusst akuter Stress das Arbeitsgedächtnis? Antwort: Ja. Die Versuchspersonen benötigten nach der Stressituation signifikant längere Reaktionszeiten. Die Autorin vermutet, dass "die Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses durch den Einfluss von Cortisol auf den Präfrontalcortex vermittelt wird."
 
"Depressive Patienten leiden häufig an wiederkehrenden, negativen Gedanken. Als Ursache dieser Rumination wird in der Literatur ein Inhibitionsdefizit bei Depressiven diskutiert." Dr. Manja Metzker und Kollegen (Dresden) überprüften die Hypothese: Gelingt es den Depressiven (im Gegensatz zu Gesunden) nicht, den Blick auf negative Stimuli zu inhibieren? Das Ergebnis überraschte: Depressive zeigen kein Inhibitionsdefizit, im Gegenteil: Sie inhibieren gründlich – negative wie positive Informationen. Gesunde jedoch inhibieren selektiv – meist nur Negatives; das Positive bleibt ihnen präsent …
 
Karl F. Wender, Silvia Mecklenbräuker, Günter Daniel Rey, Thomas Wehr (Hrsg.):
Beiträge zur 49. Tagung experimentell arbeitender Psychologen
Pabst, ISBN 978-3-89967-371-5
 

| | Bernd Haymann | Essen-Werden

Bernd Haymann Essen-Werden

Hallo lieber Herr Pütz,

ich bin ein großer Fan von Ihnen und auch politisch interessiert und aktiv mitgestalten. Besonders interessieren mich gerade die Folgen der Vernunft auf Facebook, gerade zum Thema Diesel. In Folge Nummer 5 haben Sie dazu einen Beitrag auf Ihrer Hompage erwähnt. Ich möchte gerne Ihre Homepage auf Facebook teilen und mir ist aufgefallen das das F dazu auf Ihrer Hompage fehlt. Vielleicht ist das ja eine Anregung!!!
Liebe Grüße aus Essen-Werden der Perle an der Ruhr!!!

Gefahr für europäische Agrar-Böden durch Nematoden

Schädliche Bodenorganismen überleben drei Jahre

Durch Reisen und Handel eingeschleppte Nematoden gefährden Ernten

Fadenwurm: Seine Präsenz ist eine Gefahr für Ernten (Foto: Lee T. Aalders)
Fadenwurm: Seine Präsenz ist eine Gefahr für Ernten (Foto: Lee T. Aalders)

Hamilton (pte019/24.08.2017/10:30) –

Winzige Lebewesen in der Erde, die Pflanzen angreifen, können unter
trockenen Bedingungen mindestens drei Jahre überleben. Zu diesem
Ergebnis kommen Forscher von AgResearch http://agresearch.co.nz . Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in die Gefahren, die durch
Reisen und den Handel zwischen Ländern für die Biosicherheit entstehen.
Damit stellt sich auch verstärkt die Frage, wie diese Nematoden entdeckt
werden können, bevor sie die Grenzen überschreiten und möglicherweise
den Ertrag von Ernten und Futtermitteln verringern.

Fortpflanzung als Problem

Bei Nematoden handelt es sich um sehr kleine wurmartige
Organismen. Sie können extrem zählebig sein und verfügen über positive
und nachteilige Auswirkungen. Zu den schädlichen pflanzenparasitären
Nematoden gehören Arten, die Pflanzen während ihres Wachstums und
Überlebens angreifen. Für die aktuelle Studie haben die Forscher Proben
eines einheimischen Waldes und eines organischen Obstgartens gesammelt.
Sie wurden getrennt bei Raumtemperatur 36 Monate lang in Schränken
gelagert.

Die Wissenschaftler haben regelmäßig Proben genommen,
um festzustellen, ob sich Nematoden nachweisen lassen. Dabei wurde auch
untersucht, ob sie Pflanzen infizierten. Verschiedene Verfahren wurden
zur Entdeckung angewendet. Laut Studienautor Lee Aalders konnten
Nematoden, die Wurzelläsionen verursachen, Weidelgras noch nach 36
Monaten befallen. Sie konnten auch noch nach 13 Monaten Nachwuchs
hervorbringen. Danach konnten sie nicht mehr nachgewiesen werden.

Generischer Test gefordert

Den Experten nach zeigen die Ergebnisse, dass
schädliche Nematoden unter richtigen Bedingungen, wenn sie mit der
Seefracht, Schuhwerk oder gebrauchten Maschinen transportiert werden und
vor der Sonne oder extremer Hitze geschützt sind, überleben, falls sie
auf eine passende Wirtspflanze treffen. Daher regen die Forscher die
Entwicklung eines generischen Tests basierend auf molekularbasierten
Verfahren für den Nachweis an. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin
"Neobiota" veröffentlicht.

G Data Computersicherheit erstklass

Meine Stellungnahme:

Diese Meldung gebe ich
weiter, weil ich nicht nur im Aufsichtsrat dieser Firma bin, sondern
mich sehr intensiv mit dem Problem des Datenschutzes und der
Computersicherheit beschäftigt habe. Dabei ist mir G Data aufgefallen,
denn sie garantiert, dass die persönlichen Daten, die der Verbraucher an
die Firma schickt, garantiert nur in Deutschland und unter deutschen
Datenschutzbestimmungen auf deutschen Servern gespeichert werden. Das
erwähne ich nur, weil die Marktführer auf diesem Gebiet in Russland und
Amerika beheimatet sind.  Gerade jetzt bei Trump halte ich die
amerikanischen nicht mehr für glaubwürdig.  Außerdem ist das Angebot
ausgesprochen preiswert:



G DATA feiert seinen 33. Geburtstag mit einer Security-Sonderausgabe

Limitierte Version von G DATA Total Security zum Vorzugspreis

 

Birthday Box von G DATA Total Security zum Vorzugspreis (Copyright: G DATA)

 

Bochum
(pts019/14.05.2018/11:30) – G DATA feiert seinen 33. Geburtstag
gemeinsam mit seinen Kunden und veröffentlicht daher eine limitierte
Sonderausgabe seiner G DATA Total Security. Neben einer 12-Monate-Lizenz
des umfassenden Security Pakets für Windows-PCs beinhaltet die
Sonderausgabe auch zwei Lizenzen G DATA Mobile Internet Security
Android. Die Geburtstagsausgabe vereint somit den maximalen Schutz für
daheim und unterwegs. Die G DATA Total Security Birthday Box ist ab
sofort zum empfohlenen Verkaufspreis von 33 Euro statt 75,90 Euro im
Handel erhältlich.

Datensicherheit "Made in Germany"

Der digitale Alltag steckt
voller Fallstricke, wenn es um die Sicherheit der persönlichen Daten
geht, egal ob beim Online-Shopping oder -Banking. Die G
DATA-Sicherheitslösungen setzen hier Maßstäbe in puncto Security: Mit
den proaktiven Technologien bietet der deutsche IT-Security-Hersteller
umfassenden Schutz für Endanwender. G DATA garantiert seinen Kunden
dabei, dass alle Daten und Informationen ausschließlich auf deutschen
Servern gespeichert werden und somit dem deutschen Datenschutz
unterliegen. G DATA-Kunden sind so sicher unterwegs und vor neuesten
Bedrohungen, wie Ransomware, bestens geschützt.

Maximaler Schutz mit Komfort

G DATA Total Security bietet
den maximalen Schutz für PC und Daten vor Viren, Erpressertrojanern,
Spyware sowie Hackern. Die integrierte Backup-Funktion schützt
persönliche Daten automatisch vor Verlust und Diebstahl. Anwender können
so bewahren, was ihnen am Herzen liegt: Fotos und Dokumente bleiben
auch bei einem Erpresser- oder Hackerangriff unbeschadet und ruhen
abgesichert in der Cloud.

Key-Features der G DATA Total Security
– Schutz vor Erpressertrojanern und Cyberkriminellen
– BankGuard für sicheres Online-Banking und -Shopping
– Exploit-Schutz gegen Software-Sicherheitslücken
– Cloudsicherung auf deutschen Servern
– Automatische Datensicherung auf lokalen oder externen Datenträgern
– Phishing-Schutz durch E-Mail-Prüfung
– AntiSpam filtert unerwünschte Werbemails
– Kindersicherung für altersgerechte PC-Nutzung
– Automatische Prüfung von USB-Sticks und externen Festplatte
– Intelligente Firewall blockiert Hacker-Angriffe
– Passwortmanager für sichere Zugangsdaten
– Zugriffskontrolle blockiert unbefugte Geräte
– Volle PC-Leistung bei höchster Sicherheit
– Stündliche Virensignaturen-Updates
– Deutsche Hotline zum Ortstarif 24h/365 Tage

Schutz für das mobile Leben

G DATA Mobile Internet
Security bietet einen perfekten Schutz des mobilen Lebens für
Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem. Neben der
zuverlässigen Abwehr von Trojanern, Viren, Schädlingen und Gefahren beim
mobilen Surfen, sichert die smarte Security-App Nutzer auch gegen die
fatalen Folgen eines Geräteverlustes oder Diebstahls ab. Smartphones
können geortet oder alle darauf gespeicherten Daten aus der Ferne
gelöscht werden, um sie vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen.

Key-Features der G DATA Mobile Internet Security
– Sicherheit vor Phishing und gefährlichen Webseiten durch cloud-basierte Erkennung
– Schutz vor infizierten Apps: Die App-Kontrolle prüft die Berechtigungen von Anwendungen und warnt vor neugierigen Apps

Schutz vor Android-Schädlingen: Durch die Cloud-Anbindung entdeckt der
ressourcenschonende Advanced-Scan alle Schadprogramme und ist
dabei immer auf dem neuesten Stand
– Individueller SMS- und Anruffilter gegen Werbeanrufe und Co.
– Schutz vor Geräteverlust und Diebstahl: Sollte das Smartphone
oder Tablet verloren gehen, können alle darauf gespeicherten Daten gelöscht, das Gerät gesperrt oder geortet werden.
– Umfangreiche, konfigurierbare Kindersicherung, damit auch der Nachwuchs das Mobilgerät nutzen kann

Preise und Verfügbarkeit

Die G DATA Total Security
Birthday Box ist zum empfohlenen Verkaufspreis von 33 Euro statt 75,90
Euro ab sofort im Handel und im G DATA Online Shop erhältlich. Kunden
sparen somit 42,90 Euro zum Normalpreis.

Systemvoraussetzungen

PC: Windows 10 / 8.x / 7: Min. 2 GB RAM (32- & 64-Bit)
Smartphone oder Tablet: Android 4.0 oder höher

AntibiotikaResistenzen mit dem Evolutionsexperiment mindern

AntibiotikaResistenzen mit dem Evolutionsexperiment mindern

Schon nach kurzer Zeit
bilden Krankheitserreger Resistenzen selbst gegen neue
Antibiotika-Medikamente. Biologen wollen diesem Prozess auf die Spur
kommen und so herausfinden, wie sich dieser vermindern lässt.

Von Tomma Schröder

Unterschiedliche Antibiotika-Probleme: Das Herausbilden von Resistenzen ist ein weltweites Problem. (dpa / Sebastian Gollnow)

"Interessant ist: Bei den
meisten Ratschlägen, die gegeben werden von Gesundheitsorganisationen –
auch von der WHO – da fehlt der Hinweis auf Evolution. Und das muss sich
ändern. Denn im Moment werden wir eher versuchen, Wege zu begehen, die
sehr teuer sind und nie nachhaltig sein werden. Das heißt, es werden
neue Antibiotika auf den Markt gebracht. Und wir wissen eigentlich heute
schon, dass die nach wenigen Jahren schon wieder ineffektiv werden,
weil neue Resistenzen entstanden sind."

Zwei bis drei Jahre dauert
es heute etwa, bis für neu entwickelte Antibiotika die ersten
resistenten Keime gemeldet werden, erklärt Hinrich Schulenburg von der
Universität Kiel. Aus der Sicht eines Evolutionsbiologen ist das nur
logisch. Denn resistente Erreger haben einen evolutionären Vorteil in
einer Umgebung, in der immer häufiger Antibiotika zum Einsatz kommen.

Um diesen Selektionsdruck zu
mindern, wird zurecht ein bewussterer und geringerer Gebrauch von
Antibiotika in der Human- und Tiermedizin gefordert. Gleichzeitig könnte
man aber auch schauen, welche Faktoren die Ausbildung von Resistenzen
fördern oder behindern. Und das ist eine Stellschraube, an der bisher
kaum gedreht wurde.

"Das, was wir einsetzen: Wir
führen Evolutionsexperimente durch. Das heißt, wir kultivieren die
Krankheitskeime, die sich ja relativ schnell teilen und deswegen auch
schnell evolvieren können. Wir kultivieren die Krankheitskeime und
verwenden dann verschiedene Antibiotikabehandlungen und können dann in
Echtzeit beobachten, ob Resistenzen entstehen oder halt nicht. Und
können dann zusätzlich auch untersuchen, welche genetischen, genomischen
Veränderungen auftreten und welche anderen Eigenschaften sich
verändern. Denn das sind alles Informationen, die uns helfen, zu
verstehen, warum bestimmte Behandlungsweisen gut funktionieren oder
nicht."

Kombination und Reihenfolge könnte helfen

Dabei haben die
Evolutionsbiologen unter anderem herausgefunden, dass es sinnvoll sein
kein, nicht immer nur ein Antibiotikum anzuwenden.

"Wir wissen schon, dass zum
Beispiel bestimmte Kombinationen von Antibiotika oder eine bestimmte
Reihenfolge es den Krankheitskeimen sehr schwierig macht. Und diese
Reihenfolge an verschiedenen Antibiotika, die man vergibt, das ist
etwas, was in der Medizin so gut wie gar nicht eingesetzt wird."

Oft ist es aber so, dass ein
Keim, der mit einem Antibiotikum behandelt wird und Resistenzen gegen
dieses Mittel ausbildet, empfindlicher gegenüber anderen Antibiotika
wird, erklärt Schulenburg. Wenn diese beiden Antibiotika dann in
schneller Abfolge eingesetzt werden, kann es für Krankheitskeime sehr
schwer werden, sich anzupassen, weil sie durch zwei verschiedenen Gegner
gleichzeitig angegriffen werden.

Im Labor, wo zwei Mittel im
Abstand von zwölf oder 24 Stunden abwechselnd zum Einsatz kamen, hat das
bereits gut funktioniert – zum Beispiel bei Pseudomonas aeruginosa,
einem der häufigsten Krankenhauskeime, der eitrige Infektionen auslöst.

Doch die Forschung zur
Evolution von Krankheitserregern steckt noch in den Kinderschuhen. Und
eine wichtige Herausforderung ist nun, die Ideen auf die wesentlich
komplexeren Behandlungen in Krankenhäusern zu übertragen. Das wird
naturgemäß einige Zeit dauern. Der Berliner Biologe Jens Rolff dagegen
hat eine Idee, die schon recht bald in den ersten Kliniken Einzug halten
könnte

"Es gibt ja in den Kliniken
Behandlungspläne: Bei einer bestimmten Infektion wird erst Medikament A
gegeben, wenn das nicht funktioniert, Medikament B und so. Und
irgendwann müssen wir an den Giftschrank gehen und die Reserve
rausholen."

Testgerät für Antibiotikabehandlungen

Um ein solches Ausprobieren
am Patienten zu vermeiden, hat Rolff eine Art Testgerät für
Antibiotikabehandlungen entwickelt. Das Klinikpersonal könnte es mit
Krankheitserregern bestücken und daraufhin würde es verschiedene
Behandlungsweisen an den Keimen durchführen.

"Wenn so ein neuer
Einsatzplan für Antibiotika für ein ganzes Krankenhaus entwickelt wird,
kann man für die wichtigsten Keime dann innerhalb von ein, zwei Wochen
testen, geht es schneller geht es langsamer mit der Resistenzevolution.
Und man kann in der Zeit sogar eine Genomsequenzierung machen und
feststellen, von denen die resistent werden: Welche Mutationen haben
die? Welche Fitness haben die? Können die wirklich besser überleben? Und
das ist sicher eine Menge zusätzlicher wichtiger Information."

Führt das im Klinikalltag
tatsächlich zu einigermaßen verlässlichen Aussagen, könnten die
Mediziner den Erregern diesen einen entscheidenden Schritt voraus sein
und ihre Gegenmittel viel genauer und effektiver einsetzen.

Computergestützte Reha hilft Sklerose-Patienten

Computergestützte Reha hilft Sklerose-Patienten
Funktionelle Magnetresonanztomographie dient als Prüfinstrument
 
Rollstuhl: neue Therapie verspricht Hilfe (Foto: pixelio.de, Albrecht E. Arnold)

Catanzaro (pte001/26.01.2013/06:00) – Mitarbeiter an dem zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Scienze Neurologiche http://www.isn.cnr.it haben eine neuartige Methode zur Behandlung von Multipler Sklerose entwickelt. Mithilfe der computergestützten Rehabilitation können die bei den meisten Sklerose-Patienten verbreiteten Defizite an Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvemögen gemindert werden. Einzelheiten der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift "Neurorehabilitation and Neural Repair" veröffentlicht.

Jährlich drei Mio. Betroffene

Bei Multipler Sklerose handelt es sich um eine degenerative Entzündung des Zentralen Nervensystems, die zu Störungen der Bewegungs- und Wahrnehmungsfunktionen führt. Weltweit sind davon jährlich fast drei Mio. und in Italien allein 58.500 junge Erwachsene betroffen. "Uns ging es darum, eine Methode zu finden, mit der die Verluste spezifischer neuropsychologischer Funktionen wieder wettgemacht werden", erklärt Projektleiter Antonio Cerasa gegenüber pressetext.

Statt der bisher üblichen Pharmabehandlung setzen die Forscher auf die kognitive Rehabilitation. Damit können Sinneswahrnehmungen gezielt gesteuert und geordnet werden. "Das menschliche Gehirn kann infolge seiner ausgepägten Plastizität durch Lernvorgänge sowohl Mikrostruktur als auch Funktionalität verändern", so der italienische Wissenschaftler weiter. Als Prüfinstrument gedient habe die funktionelle Magnetresonanztomographie, die eine Momentaufnahme des Gehirns mit hoher räumlicher Auflösung und in Realzeit ermöglicht.

Verfahren als Standardprotokoll

Zur Erprobung der Methode wurden zwei Testgruppen gegenübergestellt: die mit der kognitiven Rehabilitation behandelten Patienten und eine Placebo-Gruppe. Bereits nach zwei Monaten konnte bei der ersten Gruppe eine spürbare Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und im Wege der magnetischen Resonanz auch eine Zunahme der Tätigkeit bestimmter Gehirnregionen festgestellt werden. Das Verfahren könnte als Standardprotokoll für den staatlichen Gesundheitsdienst in Italien dienen, so Cerasa abschließend.

Effizient heizen und Wasser erwärmen

Effizient heizen und Wasser erwärmen

Neue EU-Verordnungen für umweltfreundliche Heizungen

Gemeinsame Pressemitteilung des Umweltbundesamtes (UBA) und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Am
26. September 2015 werden vier EU-Verordnungen über Heizgeräte und
Warmwasserbereiter wirksam. Die Verordnungen geben schrittweise
Grenzwerte für die Energieeffizienz und die Schadstoffemissionen vor und
führen die Energieverbrauchskennzeichnung verpflichtend ein. Maria
Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), begrüßt die neuen
Regelungen: „Erstmals gelten nun ambitionierte Anforderungen für die
umweltgerechte Gestaltung von Heizgeräten und Warmwasserbereitern. Sie
sind ein zentrales Element einer wirkungsvollen europäischen
Energiesparpolitik.“ Und Professor Dr. Ulrich Panne, Präsident der
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) unterstreicht,
wie wichtig diese Verordnungen für die Energiewende sind: „Diese
Rechtsgrundlage hilft, Energie einzusparen. Die BAM hat sich im
Verfahren für technische Anforderungen eingesetzt, die anspruchsvoll
aber von der Industrie durchaus umsetzbar sind."

Die
Europäische Kommission erwartet, dass die Verordnungen rund ein Viertel
des EU-Ziels für 2020 zur Einsparung von Primärenergie erschließen.

Unter
die neuen Verordnungen fallen sowohl Großanlagen als auch Anlagen wie
sie in Einfamilienhäusern genutzt werden. Für Heizgeräte von
Zentralheizungen und Warmwasserbereiter bis 400 Kilowatt (kW)
Nennleistung sowie Warmwasserspeicher bis 2.000 Liter Speichervolumen
gelten nun beim Inverkehrbringen in der EU Mindestanforderungen an deren
Energieeffizienz. Danach sind von den klassischen Heizkesseln bis auf
wenige Ausnahmen nur noch Brennwertkessel zulässig. Auch Wärmepumpen,
Blockheizkraftwerke und Warmwasserbereiter müssen
Mindest-Energieeffizienz-Werte erfüllen. Für Wärmepumpen gelten
zusätzlich Anforderungen an die Schallemissionen.

Gleichzeitig
regeln die Verordnungen, dass Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70
kW Nennleistung und Warmwasserspeicher bis 500 Liter Speichervolumen,
also typische Geräte in Einfamilienhäusern mit den bereits von
Haushaltsgeräten bekannten Energieeffizienzklassen gekennzeichnet
werden. In Kombination mit Solaranlagen oder weiteren Heizgeräten, muss
diese “Verbundanlage” zukünftig eine zusätzliche Kennzeichnung erhalten.

Die
EU-Kommission stärkt damit die Rechte der Verbraucherinnen und
Verbraucher: Geräte mit hohen Energieverlusten werden nicht mehr
erhältlich sein. Geräte, die die Mindestanforderungen erfüllen, müssen
mit einheitlichen Informationen gekennzeichnet werden, darunter die
Energieeffizienzklasse oder die Energieverbrauchskennzeichnung von
Geräten und Verbundanlagen – auch im Internet.

Der
Markt für Wärmeerzeuger in Deutschland umfasste im Jahr 2014 rund
680.000 Anlagen. Davon waren 590.000 Gas- und Ölkessel, von denen
wiederum etwa vier Fünftel bereits Brennwerttechnik nutzt. Auf Raumwärme
und Warmwasser entfallen rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in
Deutschland.

Ab
dem 01.01.2016 sollen in Deutschland auch alte Gas- und Öl-Heizkessel
eine Energieverbrauchskennzeichnung erhalten. Dabei handelt es sich um
einen Teil des “Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz” der Deutschen
Bundesregierung. Eine Entscheidung des Bundestages über die
Kennzeichnung von Altanlagen steht aber noch aus.

Die
Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG und die
Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie 2010/30/EU sind Teil der der
“integrierten Produktpolitik” der EU-Kommission, die die Umweltwirkungen
von Produkten verringern soll. Die Bundesanstalt für Materialforschung
und -prüfung (BAM) und das Umweltbundesamt hatten zusammen an
Rechtsetzungsverfahren mitgewirkt.

Cholesterinwerte beeinflussen Prostatatumore

Statine können Krebswachstum hemmen



Boston (pte/18.03.2005/09:15) – Wissenschafter des Children’s Hospital Boston http://www.childrenshospital.org haben nachgewiesen, dass hohe Cholesterinwerte das Wachstum von Prostatatumoren beschleunigen. Zusätzlich wurde erforscht, dass cholesterinsenkende Medikamente wie Statine das Krebswachstum hemmen können. Diese Ergebnisse liefern eine mögliche Erklärung dafür, warum Prostatakrebs in der westlichen Welt verbreiteter ist, wo die Ernährung cholesterinhältiger ist. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Clinical Investigation http://www.jci.org veröffentlicht.


Die Anzahl der Erkrankungen an Prostatakrebs in ländlichen Regionen Chinas und Japans ist um bis zu 90 Prozent geringer als im Westen. Emigrieren diese Männer in den Westen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Dieser Umstand hat zu der Annahme geführt, dass Umweltfaktoren wie die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung spielen. Die Wissenschafter injizierten Mäusen menschliche Prostatakrebszellen und beobachteten ihr Wachstum. Wurden die Tiere mit einer cholesterinreichen Ernährung gefüttert, sammelte sich das Cholesterin in den äußeren Membranen der Tumorzellen an. Dadurch schienen sich laut BBC die chemischen Signalmuster innerhalb der Zellen zu verändern. In der Folge ignorierten sie Signale zum Absterben und vermehrten sich unkontrolliert.


Die cholesterinreiche Ernährung führte bei den Tieren zu keinen neuen Krebserkrankungen. Sechs Wochen nach der Injektion der Tumorzellen wiesen die Mäuse mit dem cholesterinreichen Futter doppelt so viele Tumore auf. Diese Tumore waren zusätzlich auch viel größer. Wurde das Medikament Simvastatin verabreicht, erhöhte sich der Zelltod und das Tumorwachstum kam zum Stillstand. Die erneute Versorgung der Zellmembrane mit Cholesterin führte wieder zu einem unkontrollierten Zellwachstum. Der leitende Wissenschafter Michael Freeman erklärte, dass die aktuelle Studie ein neues Paradigma eröffne, wie Krebs durch die Beeinflussung des Cholesterins kontrolliert werden könne. „Unsere Daten unterstützen die Annahme, dass weit verbreitete Cholesterinsenker in der Prävention von Prostatakrebs oder als Zusatzbehandlung sinnvoll sind.“

Forscher finden Sprengstoff mit Laser

Wiener Forscher finden Sprengstoff mit Laser
Erfindung der TU weist Chemikalien auf große Distanz nach
 
Forscher beim Montieren optischer Elemente des Spektrometers (Foto: TU Wien)

Wien (pte028/27.02.2012/16:00) – Mit Laserstrahlen können Chemiker der Technischen Universität (TU) Wien http://tuwien.ac.at Explosivstoffe oder andere gefährliche Chemikalien nachweisen. Damit lassen sich auch Stoffe in geschlossenenen Gefäßen auf eine Entfernung von über 100 Metern genau analysieren. So könnten Sicherheitskontrollen auf Flughäfen einfacher werden.

Militär und Polizei interessiert

"Der Prototyp steht in Spanien und wird dort auch getestet", sagt Bernhard Lendl vom Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien gegenüber pressetext. Marktreif sei der Prototyp aber noch nicht. "In der Universität von Malaga werden zunächst die Kinderkrankheiten ausgebessert", sagt Lendl. Industrie und Behörden sind bereits sehr gespannt auf das Gerät.

Die spanische Polizeitruppe "Guardia Civil" zeigte sich von Beginn an interessiert, auch das österreichische Bundesheer war von Anfang an in die Forschungsarbeiten in Wien eingebunden. Auf einem Gelände des Bundesheeres konnte das Team der TU Wien ausprobieren, auf welche Distanzen sich Chemikalien per Laser filtern lassen. Unter den Proben waren unter anderem Sprengstoffe wie TNT, ANFO oder Hexogen.

Patent-Anmeldung erfolgt

Die Versuche verliefen äußert vielversprechend: "Selbst bei einem Abstand von über 100 Metern lassen sich die Substanzen noch zuverlässig nachweisen", berichtet ein Experte. Die Forscher verwenden die Raman-Spektroskopie. Diese Methode kann auch für die Untersuchung von Eisbergen oder gar für Gesteinsuntersuchungen bei Mars-Missionen nützlich sein. Auch in der chemischen Industrie gibt es für solche Methoden ein breites Einsatzgebiet. Die Anmeldung zum Patent durch die TU Wien ist bereits erfolgt.

"Bisher musste man bei dieser Art der Raman-Spektroskopie den Laser und den Licht-Detektor in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Probe aufstellen", erklärt Bernhard Zachhuber aus dem Forschungsteam. Durch seine Weiterentwicklungen sind die Messungen nun aber auch auf große Distanzen möglich. Wird das Licht an den Molekülen der Probe gestreut, kann es seine Energie ändern.

Einzelne Photonen des Laserlichts können in den Molekülen der Chemikalie Schwingungen anregen. Dadurch wird Energie abgegeben. So ändert sich die Wellenlänge des Lichts und somit seine Farbe. Aus der genauen Farb-Zusammensetzung des gestreuten Lichts lässt sich ablesen, an welcher chemischen Substanz es gestreut wurde.

Selbst im Container anwendbar

Die Raman-Spektroskopie auf großen Distanzen funktioniert sogar, wenn die untersuchte Probe in einem undurchsichtigen Container versteckt ist: Der Laserstrahl trifft auf einem kleinen, fokussierten Punkt am Container auf und verbreitert sich im Inneren. Das Lichtsignal, das vom Behälter kommt, geht also von einem geometrisch eng begrenzten Bereich aus.

Das schwache Lichtsignal des Inhalts wird von einem größeren Bereich ausgesandt. Richtet man das Mess-Teleskop nicht genau auf die Laser-Auftreffstelle, sondern ein Stück davon weg, misst man das charakteristische Lichtsignal des Inhalts – und nicht das der Verpackung.

„Lichtschalter“ löst bisheriges Problem genauer Dosierung

Jena (pte014/26.02.2014/12:05) – Kohlenmonoxid (CO) ist zwar ein giftiges Gas und verhindert – einmal eingeatmet – den Sauerstofftransport im Blut, doch könnte es dank eines neuen Polymer-Vlieses in immer mehr Bereichen der modernen Medizin zum Einsatz kommen. Denn CO ist nicht nur schädlich für den Organismus, sondern hat auch nützliche Eigenschaften, wie eine entzündungshemmende Wirkung. Zudem schützt das Gas Organe bei Organtransplantationen vor Zellschäden.

Lichtsensibles Polymer-Vlies

"Doch die sich daraus ergebenden vielversprechenden Anwendungsmöglichkeiten sind bisher in der Praxis nicht umsetzbar. Voraussetzung für einen solchen Einsatz von CO wäre es, das Gas kontrolliert und ausschließlich am gewünschten Ort zu applizieren", unterstreicht Alexander Schiller von der Universität Jena http://uni-jena.de .

Der Chemiker hat zu diesem Zweck nun ein lichtsensibles Polymer-Vlies vorgestellt, das dieses Problem beheben könnte. Denn es setzt CO kontrolliert frei und ist damit prinzipiell als Material für biomedizinische Anwendungen geeignet. Details wurden im Fachmagazin Journal of Materials Chemistry B http://pubs.rsc.org/en/journals/journalissues/tb veröffentlicht.

Metall-Carbonyl-Verbindung

Bei der Neuentwicklung handelt es sich um eine Metall-Carbonyl-Verbindung, die zusammen mit einem Polymer zu einer Faser von etwa einem Mikrometer Durchmesser gesponnen wird, aus der ein dichtes zweidimensionales Vlies entsteht. Der integrierte "Lichtschalter" ist wichtig, denn wird das Polymer mit violettem oder blauem Licht bestrahlt, setzt es CO-Gas frei.

Wegen der präzisen Steuerung der Gasabgabe ließe sich das inzwischen patentierte System auch zur Eichung von Gassensoren nutzen. In der Folge könnte auch die bisher übliche Verwendung von CO-Gas in Druckflaschen durch das neue Verfahren ersetzt werden.