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Technik zur Abwasseraufbereitung stark verbessert

Einsatz von Licht und Strom soll Industrieabwässer reinigen

Wasseraufbereitung spätestens 2030 zentral
(Foto: pixelio.de/Mensi) 
 
Lakehead, Ontario (pte/20.06.2009/06:15) – Forscher an der Universität Lakehead http://www.lakeheadu.ca/ haben eine vielversprechende Wasseraufbereitungstechnik entwickelt. Eine Kombination von photokatalytischen und elektrochemischen Verfahren bzw. der Einsatz von Licht und Strom beim Neutralisieren von Verschmutzungen versprechen eine Reinigungswirkung von über 90 Prozent. Das neu entwickelte Verfahren soll bereits in zwei Jahren Marktreife erlangen. Ein Patentantrag ist bereits gestellt worden. "Biologische Wasseraufbereitungsverfahren sind nicht für jegliche Art von Abwasser geeignet. Bei hoher Proteinkonzentration und sehr hohen oder sehr niedrigen PH-Werten ist das Überleben selbst für Bakterien schwierig", sagt Aicheng Chen, Forschungsleiter an der Universität Lakehead in Ontario.

Weltweit wird eine Vielzahl verschiedenartiger Ansätze (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/080716031/) verfolgt. "Im Regelfall kommen bei der Industrieabwasseraufbereitung aber auf Mikroorganismen basierende (biologische) Verfahren zum Einsatz. Auf Photokatalyse setzende Techniken eignen sich zwar für spezielle Stoffe, sind derzeit aber wohl eher als eine ergänzende Technologie anzusehen", meint hingegen Hans Curt Flemming, Leiter des Fachbereichs Chemie – Biofilm Centre an der Universität Duisburg http://www.uni-due.de/biofilm-centre/, auf Anfrage von pressetext. Biologische Ansätze hätten den großen Vorteil, dass im Wasser gelöste Schadstoffe in ungelöste Biomasse- und Stoffwechselprodukte umgewandelt werden. Diese Prozesse ließen sich zudem ohne großen Aufwand automatisieren.

Bei der von Chen entwickelten Technik wird eine Elektrode mit einem Photokatalysator und die zweite Elektrode mit einem Elektrokatalysator überzogen. An der einen Elektrode trifft ultraviolette Strahlung meist auf Titaniumdioxid als Photokatalysator, was dessen Elektronen in einen höheren Energiezustand versetzt. So entstehende Lücken in der Atomstruktur mit positiver Ladung sollen dann zur Oxidation allfälliger Schadstoffe im Wasser führen. An der zweiten Elektrode würde ein durch den Elektrokatalysator geleiteter Strom einen ähnlichen Effekt nach sich ziehen. Die beim separaten Betrieb beider Verfahren anfallenden Kosten waren bislang nicht vertretbar. Die unterschiedlich präparierten Elektroden hätten laut Angaben von Chen im Zuge dreistündiger Tests zwei Nitrophenol-Verbindungen, die bei der Herstellung von Pestiziden und Fungiziden häufig Verwendung finden und in Industrieabwässern vorkommen, fast zur Gänze entfernt. Bei separater Anwendung seien in der gleichen Zeit lediglich 30 bis 60 Prozent der Kontaminierungen neutralisiert worden.

Zum Problem könnten daher vielfältige Verschmutzungen werden. Zudem bereitet die zeitlich begrenzte Reaktionsfähigkeit des eingesetzten Materials Titaniumdioxid Sorgen. Chen experimentiert daher mit Nanostrukturen von Titaniumdioxid, um eine längere Reaktionsfähigkeit zu erreichen. Es handle sich dennoch um einen geeigneten Katalysator, da das Material weder sonderlich reaktionsfreudig noch toxisch sei. Chens Ansatz sei vielversprechend und komme zumindest für Detailanwendungen in Frage, so der Tenor unter Experten in Technology Review. Photokatalysatoren können aber auch von Biofilmen überzogen werden, was die von durchdringendem Licht abhängige Reaktion verhindert.

Einer Studie von Luxresearch.com http://www.luxresearchinc.com/ zufolge soll der globale Wasserverbrauch bis 2030 um weitere 40 Prozent ansteigen, was effizientere Aufbereitungsverfahren zwingend notwendig macht. Weltweit sollen sich dann mit der Bereitstellung von Wasser zu erwirtschaftende Umsätze auf über eine Bio. Dollar belaufen. (Ende)

Lösungsstrategien für Konflikte in der Weihnachtszeit

Lösungsstrategien für Konflikte in der Weihnachtszeit

Neu und kostenlos zum Download: Der Konfliktratgeber und Konfliktleitfaden von go4health

Konflikte in der Weihnachtszeit (Foto:iStockphoto.com)
Konflikte in der Weihnachtszeit (Foto:iStockphoto.com)

Wien (pts007/14.12.2017/07:30) – Ausgerechnet in der
friedlichsten Zeit im Jahr eskalieren Spannungen in der Familie am
häufigsten. Hohe Erwartungen an ein besonders schönes Fest, aber auch
der Druck nach Harmonie sind oft Auslöser dafür. go4health gibt mit dem
Konfliktratgeber und dem neuen Konfliktleitfaden fundierte Anleitungen
an die Hand, wie die Kommunikation besser gelingt und Konflikte
strategisch gelöst werden können.

Familiäre Situationen können zu Weihnachten besonders
schwierig sein. Gerade zwischen Ex-Partnern und in Patchworkfamilien ist
die Frage "Wer feiert wann mit wem?" oft ein scheinbar unlösbares
Problem, das nicht selten in Streit und Enttäuschungen endet. Ebenfalls
ein klassisches Thema am Heiligabend: Oma und Opa sind alleine, aber die
Jungfamilie möchte Weihnachten eigentlich am liebsten unter sich
bleiben. Und Sticheleien von der Schwiegermutter gab es ohnehin fast
immer, also diesmal besser ohne sie! Doch auch das "falsche" Geschenk
unter dem Weihnachtsbaum kann – insbesondere zwischen Partnern – zu
Missverständnissen und Kränkungen führen. Konflikte sind für alle
Betroffenen sehr belastend. Kinder leiden am meisten unter Konflikten in
der Weihnachtszeit – besonders dann, wenn sie ausgerechnet jetzt
eskalieren. Wie kann man also mit zwischenmenschlichen Schwierigkeiten
gut umgehen, damit das Weihnachtsfest nicht zum Kampfplatz wird?

2 kostenlose Ratgeber zum Download

"Viele zwischenmenschliche Probleme können durch
konstruktive Kommunikation gelöst oder sogar im Vorfeld vermieden
werden", sagt Claudia Cech von go4health. Darum hat go4health zwei
eBooklets herausgebracht, die den Umgang mit schwierigen
zwischenmenschlichen Situationen erleichtern sollen: Der go4health
Konfliktratgeber vermittelt grundlegende Kommunikationsstrategien und
Techniken, um Konflikte zu lösen. Im neuen go4health Konfliktleitfaden
kann jeder anhand eines konkreten persönlichen Konfliktes ein
Selbstcoaching absolvieren.

Dabei reflektiert der Leser seine eigene Position in
der Konfrontation und wird sich auch über die möglichen Wünsche,
Bedürfnisse und Empfindungen des Anderen klar. Anschließend können
anhand von konkreten Techniken Strategien erarbeitet werden, um die
Situation zu entschärfen und neue Lösungen zu finden. "Ein Konflikt ist
keinesfalls dadurch gelöst, dass der Klügere nachgibt", stellt Cech
klar, "Doch im Idealfall bringt der konstruktive Umgang mit Konflikten
Klarheit in bestehende Probleme und bietet Chancen für neue
Herangehensweisen, die im Endresultat zu Win-Win-Situationen für alle
führen können."

Friedlich durch die Weihnachtszeit

Die wichtigste Kommunikationsregel lautet bei
Konflikten, Botschaften aus der eigenen Sicht zu formulieren. "Dadurch
fühlt sich das Gegenüber nicht so schnell angegriffen, was einen
partnerschaftlichen Austausch auf Augenhöhe möglich macht", sagt Cech.
Hier sind die wichtigsten Tipps, um angespannte Situationen zu
entschärfen:

Vorwürfe vermeiden

Erklären Sie, wie Sie die Situation empfinden und sprechen Sie Ihre Gefühle offen an.

Wahrnehmen, nicht bewerten

Eine der häufigsten Ursachen für Missverständnisse sind vorschnelle
Interpretationen. Schätzen Sie die Situation objektiv ein, ohne in "gut"
oder "schlecht" zu bewerten.

Aktives Zuhören

Lassen Sie den anderen aussprechen und seine Wünsche, aber auch seinen
Ärger und seine Ängste formulieren. Wiederholen Sie, was Sie verstanden
haben und versuchen Sie sich, in den anderen hineinzuversetzen. So wird
gegenseitiges Verständnis möglich, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Über go4health

go4health entwickelt innovative, digitale Services und
Produkte rund um nachhaltiges Gesundheitsmanagement im Dreiklang
Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit.

Weitere Informationen & Kontakt: http://www.go-4-health.com

Download: https://www.go-4-health.com/shop/konfliktratgeber/

und https://www.go-4-health.com/shop/konflikt-leitfaden

Herausforderung Alter – BMI ungeeignet

Das Alter hat gewisse Vorteile. Ab dem sogenannten Ruhestand hat
Mann/Frau mehr Freiheiten und kann sagen, was er/sie denkt, ohne gleich
der eigenen Karriere oder der einer anderen Person zu schaden. Aber wie
das immer so ist…wo Vorteile sind, gibt es auch oft Herausforderungen. Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) beschäftigte sich Anfang Oktober 2015 auf einer zweitägigen Veranstaltung mit diesen Herausforderungen, die im Alter entstehen.

Dass das Thema nicht neu ist und die demographischen Zahlen ebenso wenig, ist keine Überraschung. Und dennoch nehmen Jüngere (bis etwa 65 Jahre) oft nur strahlende Silverager in der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel wahr.

Die Fakten: Kein Bevölkerungsanteil wächst so rapide wie jener der Hochbetagten (85+). Die Lebenserwartung ist bei uns in nur 120 Jahren – also in nur fünf Generationen – um 44 Jahre gestiegen. „Jedes zweite Baby kann heute mit einem Lebensalter von mehr als 100 Jahren rechnen“, so Dr. Erika Lasser-Ginstl, Ernährungswissenschafterin aus Krems in
Österreich. Weltweit leben etwa 343.000 Menschen, die bereits den hundertsten Geburtstag überschritten haben. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird es voraussichtlich mehr als eine Million Hundertjährige geben. Natürlich gibt es auch mehrere Möglichkeiten, die Lebenserwartung zu verringern: „rauchen, keine Bewegung, schlecht essen“, zählt Lasser-Ginstl nicht ganz ernst gemeint auf.

Die Frage ist also nicht, ob die Gesellschaft insgesamt altert, sondern wie. Durch altersbedingte physiologische Prozesse können zum Beispiel Mangelerscheinungen auftreten. Denn es passiert (schleichend) im Alter eine Menge: Nährstoffe werden vom Körper schlechter aufgenommen und der Energiebedarf sinkt. Gleichzeitig bleibt aber der Nährstoffbedarf unverändert, so dass Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte das Mittel
der Wahl sind. Das wiederum bedeutet aber eventuell einen Abschied von jahrzehntelangen Essgewohnheiten – und das ist nicht einfach. Zudem kann je nach gesundheitlichem Status der Energiebedarf schwanken. Demente Personen zum Beispiel sind meist hyperaktiv und brauchen entsprechend mehr Energie.

Zu allem Überfluss taugt auch der Body Mass Index (BMI) als Abschätzung eines Gesundheitsrisikos im Alter nicht mehr. „Die fettfreie Masse sinkt mit zunehmendem Alter, die Körpergröße nimmt ab und somit stimmen die Korrelationen nicht mehr“, so Dr. Karin Schindler von der Universitätsklinik Wien. „Die Fixierung auf den BMI kann dazu führen,
dass wesentliche Faktoren im Hinblick auf ein ernährungsabhängiges
Gesundheitsrisiko im Alter nicht wahrgenommen werden.“ Schindler empfiehlt daher eher das Körpergewicht im zeitlichen Verlauf zu beobachten (schnelle Abnahme ist ein Hinweis auf einen Mangel) und die Wahrnehmung auf das Essverhalten, den Appetit und die veränderte Mobilität zu richten.

Ein weiterer Schwerpunkt der physiologischen Veränderungen im Alter ist
das Fortschreiten der Atrophie, also der Gewebeschwund. Muskelkraft und
Muskelmasse nehmen ab. Damit beschäftigt sich die Forschungsplattform
„Active Ageing“, die Professor Karl-Heinz Wagner von der Universität Wien mit Partnern gegründet hat. „Durch den Alterungsprozess und passiven Lebensstil verliert der Mensch bis zum 80. Lebensjahr 20 bis 40 Prozent Muskelmasse. Ältere Menschen verlieren dazu noch drei bis vier Prozent Kraft pro Jahr“, so Wagner. Durch zahlreiche Studien ist belegt,
dass vor allem durch den Schwund der Muskelmasse die Mobilität sinkt und damit ein weiterer Verlust von Muskelmasse und Kraft einhergeht.

Ein „Teufelskreislauf“, der letztlich die Mortalität (Sterberate) erhöht. Das Entscheidende ist aber laut Wagner, dass „die Kraft bis ins hohe Alter trainierbar ist.“ So zeigen erste Ergebnisse einer Studie der Forschungsplattform, dass sowohl angepasstes Krafttraining als auch kognitives Training (Gedächtnis und Feinmotorik) zu erheblichen Verbesserungen von Kraft und Ausdauer führen.

Eine Verbesserung der Lebensqualität im Alter hängt also sehr von der individuellen Betrachtung des Einzelnen ab UND entsprechenden Angeboten in Privathaushalten und Einrichtungen. Die Herausforderungen, die in den nächsten Jahrzehnten auf die Gesellschaft zukommen, sind also zu meistern, wenn man rechtzeitig die Weichen in die richtige Richtung stellt.

Harald Seitz, (aid)

Produktives Arbeiten im digitalisierten Zeitalter – eine Illusion?

Produktives Arbeiten im digitalisierten Zeitalter – eine Illusion?

Unternehmen müssen Weichen stellen

Die
Arbeitswelt unterliegt einem stetigen Wandel und hat sich in den
letzten zehn Jahren nachhaltig verändert. Wie wirkt sich die heutige
Arbeitswelt auf die Mitarbeiter aus? Mit welchen Anforderungen haben die
Erwerbstätigen zu kämpfen? „Der digitale Wandel fordert viel von den
Mitarbeitern: ständige Erreichbarkeit, Multitasking, hoher Lärmpegel in
Großraumbüros und ständige Störungen wie aufploppende E-Mails,
Telefonanrufe und Arbeiten auf Zuruf“, so Dr. Consuela Utsch,
Geschäftsführerin der Acuroc GmbH. Wie können Mitarbeiter trotz der
veränderten Arbeitswelt noch effizient und produktiv arbeiten? Sind
Unternehmen auf die Anforderungen des digitalisierten Zeitalters
vorbereitet? Welche Weichen müssen Unternehmen stellen, um einerseits
Mitarbeiter vor Überforderung zu schützen und andererseits die Effizienz
und Produktivität zu steigern?

Im Strudel der Anforderungen

Mit
einem Ohr am Telefon, parallel die E-Mails kontrollieren und
gleichzeitig einen Text überarbeiten – so läuft es täglich in Büros
weltweit ab. Störungen im Arbeitsalltag lassen keinen echten
Arbeitsfluss entstehen. „Zurück bleibt bei vielen Arbeitnehmern das
Gefühl, den Anforderungen nie gerecht zu werden und nicht die eigenen
Aufgaben bearbeiten zu können, sondern größtenteils nur auf Zuruf zu
agieren“, so Utsch. „Mitarbeiter haben häufig den Eindruck, auf der
Stelle zu treten und nicht mit ihren Aufgaben voranzukommen.“ Die
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellt in ihrem
Papier „Arbeitswelt im Wandel“ fest, dass viele Erwerbstätige von
Multitasking, starkem Termin- und Leistungsdruck sowie von Störungen und
Unterbrechungen bei der Arbeit betroffen sind. Unter diesen psychischen
Arbeitsanforderungen leiden die Arbeitnehmer – sie nehmen die
Bedingungen überwiegend als sehr belastend wahr.
[1] Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen, Konzentration und Effizienz leiden darunter.

Unternehmen am Zug

Unternehmen
sind gefordert, einzugreifen: Es nützt wenig, Sportkurse zu bezahlen,
Obstkörbe zu spendieren und Präventionsprogramme zum Thema „Burnout“
anzubieten, wenn die Strukturen und die Bedingungen der Arbeit veraltet
sind. In der Realität beeinträchtigen die ständige Informationsflut und
die Unterbrechungen den Arbeitsprozess nachhaltig. „Da hilft kein
weiterer Kurs, sondern nur, die Prozesse und Arbeitsbedingungen im
jeweiligen Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen“, empfielt Utsch.
„Zu viele Störungen im Arbeitsfluss und permanentes Multitasking sind
kontraproduktiv. Nicht nur die einzelnen Mitarbeiter, auch die
Produktivität und Effizienz des ganzen Unternehmens leidet
schlussendlich darunter. „In nahezu allen Unternehmensarten und -größen
kann ein rollenbasiertes System die stressauslösenden Bedingungen
aufheben“, rät Consuela Utsch. „Ein auf Rollen ausgerichtetes System
sorgt für mehr Transparenz und Planbarkeit. Jeder Mitarbeiter weiß so,
wer sich zu welcher Zeit in welcher Rolle befindet und wann der
betreffende Mitarbeiter offen für Telefonate und andere Anfragen ist.“
So kommt es zu weniger Störungen im Arbeitsalltag – die vorhandene
Arbeitszeit lässt sich infolgedessen effektiver nutzen.

Produktivität und Effizienz

Die
Anforderungen des digitalisierten Zeitalters bieten für Unternehmen die
Chance, sich grundlegend zu reformieren. „Wenn Firmen die Verantwortung
für ihre Prozesse und Arbeitsbedingungen übernehmen, sind sie und ihre
Mitarbeiter gerüstet für die neue Arbeitswelt. Nutzen Unternehmen diese
Gelegenheit nicht aktiv, haben sie zukünftig das Nachsehen“, warnt Dr.
Utsch. Wenn die Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen vorfinden und eine
klare Rollenverteilung im Unternehmen gelebt wird, steigt automatisch
die Effizienz. Dies macht Unternehmen langfristig produktiver und
schützt gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter. Hierfür muss das
Anforderungsmanagement, Portfoliomanagement sowie das
Ressourcenmanagement gezielt gesteuert werden. Nur so kann eine
Veränderung der Abläufe zu einem grundlegenden Aufbrechen der oftmals
verkrusteten Prozesse führen. Denn besonders in Zeiten des
Fachkräftemangels ist jedes Unternehmen auf motivierte und gesunde
Arbeitskräfte angewiesen.

Weitere Informationen über die Acuroc GmbH und über die AQRO GmbH unter www.acuroc.de und www.aqro.eu

NRW holt die besten jungen Forscherinnen und Forscher

Ministerin Schulze: Wir holen die besten jungen Forscherinnen und Forscher zurück nach NRW
www.wissenschaft.nrw.de/presse/pressemeldungen/details/ministerin-schulze-wir-holen-die-besten-jungen-forscherinnen-und-forscher-zurueck-nach-nrw/

Bis zu 1,25 Millionen Euro Förderung im NRW-Rückkehrerprogramm
Das Wissenschaftsministerium hat heute eine neue Runde im NRW-Rückkehrerprogramm gestartet. „Wir suchen im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Forscherkarriere stehen, aber schon die ersten wissenschaftlichen Erfolge vorweisen können“, erklärte Ministerin Schulze zum Start der Ausschreibung. „Wer mit herausragenden Ideen einen Beitrag zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen auf den Feldern Klima, Energie, Gesundheit und Ernährung leistet, ist in Nordrhein-Westfalen gut aufgehoben.“

Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine mindestens zweijährige Forschungstätigkeit im Ausland und ein herausragendes wissenschaftliches Profil. Nordrhein-Westfalen bietet den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Chance zum Aufbau und zur Leitung einer selbstständigen Nachwuchsgruppe an einer Hochschule ihrer Wahl. Sie erhalten im „Programm zur Förderung der Rückkehr des hoch qualifizierten Forschungsnachwuchses aus dem Ausland“ in den nächsten fünf Jahren jeweils bis zu 1,25 Millionen Euro zum Aufbau ihrer Nachwuchsgruppe. Der Beginn dieser Förderung ist für 2014 vorgesehen.

Mitte Oktober werden die Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen eines Symposiums durch eine internationale Fachjury nominiert. „Das Programm ist ein wichtiger und notwendiger Baustein unserer Nachwuchsförderung“, erklärte Ministerin Schulze. „Es ist hervorragend geeignet, um die besten Forscherinnen und Forscher für Nordrhein-Westfalen zu begeistern. Unsere forschungsstarke Hochschullandschaft bietet hierfür exzellente Bedingungen.“

Bewerbungen sind ab sofort unter www.rueckkehrerprogramm.nrw.de möglich. Dort finden sich auch nähere Informationen zu den geforderten Bewerbungsunterlagen sowie eine detaillierte Beschreibung des Programms. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2013.

Quelle: Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Frühe Infektionen verkürzen Lebenserwartung

Frühe Infektionen verkürzen Lebenserwartung
Starkes Immunsystem dient nur der Arterhaltung
 
Bakterienkultur: Immunsystem muss sich anstrengen (Foto: aboutpixel.de/Ute Pelz)

Sheffield (pte008/20.06.2011/11:10) – Ist das Immunsystem früh im Leben sehr aktiv, kann das die Lebenserwartung verringern. Das gilt laut Wissenschaftlern der University of Sheffield http://www.shef.ac.uk zumindest für Käfer. Diese Studienergebnisse bestätigen die Theorie, dass ein starkes Immunsystem einer Art hilft, ein Alter zu erreichen in dem sie sich vermehren kann, damit einher geht jedoch auch bedingt durch die Bekämpfung von Infektionen ein früherer Tod. Details der Studie wurden in PLoS One http://www.plosone.org veröffentlicht.

Zehn Prozent kürzere Lebenserwartung

Das Team um Jens Rolff aktivierte das Immunsystem der Larven von Mehlkäfern entweder mit abgestorbenen Bakterien oder einem Stück Nylon. Ziel war die Irritation der Darmwand. Bei den infizierten Käfern war die Lebenserwartung um zehn Prozent kürzer als in der Kontrollgruppe. Sie betrug nur 202, statt 224 Tage. Verursacht wurde der Tod durch eine Blockierung der malphigischen Gefäße mit Melanin. Melanin wird als Folge der Aktivierung des Immunsystems gebildt. Die malphigischen Gefäße ihrerseits übernehmen bei den Käfern ähnliche Aufgaben wie die Nieren beim Menschen.

Andere Wissenschaftler gehen laut NewScienstist ebenfalls davon aus, dass eine frühe Aktivierung des Immunsystems die Lebenserwartung senken kann. Caleb Finch von der University of Southern California http://www.usc.edu sieht diese Theorie in der Analyse der Grippe-Epidemie von 1918 bestätigt. Eine Belastung vor der Geburt habe 60 Jahre später zu einer 25prozentigen Erhöhung der Herzerkrankungen geführt.

Produktion von Diabetiker-Lebensmitteln endgültig eingestellt

Expertin gibt Tipps zur richtigen Ernährung bei Diabetes

2012/10/01 Ab heute dürfen Hersteller keine Diabetiker-Lebensmittel mehr produzieren. Auch diabetesDE , Deutsche Diabetes-Hilfe, die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) kämpfen seit Jahren für deren Abschaffung. Denn nach wissenschaftlichem Kenntnisstand sind sie eher schädlich als nützlich: zu hoher Fructose-, Energie- und Fettgehalt und zudem noch überteuert. Doch viele Menschen mit Diabetes sind jetzt verunsichert. Sie haben sich bereits an die genauen Angaben zu Kohlenhydraten auf den Diabetiker-Lebensmitteln gewöhnt. Wie die Ernährung auch ohne diese Produkte funktioniert, erklärt die Diabetesberaterin Michaela Berger im Experten-Chat am 4. Oktober 2012. Sie ist kooptiertes Vorstandsmitglied von diabetesDE. Deutsche Diabetes-Hilfe sowie im Vorstand des VDBD vertreten. Die Fragen beantwortet sie live am Donnerstag, dem 4. Oktober 2012, zwischen 17 und 19 Uhr.

Nach einer Anhörung im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, an der im Oktober 2009 auch Vertreter der DDG und von diabetesDE teilnahmen, wurde die Abschaffung der Diabetiker-Lebensmittel beschlossen. Allerdings gewährte das Ministerium eine Übergangsfrist von zwei Jahren plus Haltbarkeitsdatum. Mit dem Produktionss topp am 1. Oktober 2012 wird die irreführende Auszeichnung für Diabetiker geeignet endlich nach und nach aus den Einkaufsregalen verschwinden, so Professor Dr. med. Andreas Fritsche, Pressesprecher der DDG, Tübingen.

Jedoch stehen nicht alle Menschen dem Aus der Diabetiker-Lebensmittel positiv gegenüber. Viele Verbraucher kaufen Diabetiker-Lebensmittel seit Jahren und verlassen sich dabei auf die klaren Mengenangaben zu Kohlenhydraten, sagt die Chat-Expertin Berger. Im Interesse der Menschen mit Diabetes forderte diabetesDE Deutsche Diabetes-Hilfe gemeinsam mit anderen Verbänden daher bereits wiederholt, einheitliche Nährwertangaben auf Verpackungen anzugeben, etwa wie viele Kohlenhydrate pro 100 Gramm ein Lebensmittel enthält. Bisher wurde die Forderung jedoch abgelehnt, bedauert Berger.

Vor allem für die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes Typ 1, die anhand der aufgenommenen Kohlenhydrate errechnen, wie viel Insulin sie spritzen müssen, seien die momentanen Nährwertangaben auf Lebensmitteln unzureichend. Daher bieten wir allen Menschen an, sie vor allem in der Übergangszeit bei ihrer Ernährung zu beraten, so die Chat-Expertin. Wie sich Menschen mit Diabetes auch mit herkömmlichen Lebensmitteln gut ernähren können, ohne dass ihr Stoffwechsel entgleist, erklärt Michaela Berger am Donnerstag, dem 4. Oktober 2012 im Chat.

Der Diabetes-Chat steht allen Internetnutzern kostenfrei zur Verfügung. Protokolle der letzten Sprechstunden sind hier abrufbar.

Vogelgrippe: Neuer Test erkennt zehn Virenstämme

Bisheriger Goldstandard deckt nur ein Drittel ab – Singapur rüstet sich
 
Tropf: Krankheitserkennung im Frühstadium wichtig (Foto: pixelio.de, s.media)

Singapur (pte010/30.05.2012/10:00) – Wissenschaftler des Tan Tock Seng Hospital http://ttsh.com.sg in Singapur haben den bisher umfangreichsten Test entwickelt, der zehn verschiedene Stämme des H5N1-Vogelgrippe-Virus erkennen kann. Der aktuelle Test, der derzeit von der Weltgesundheitsorganisation WHO http://who.int als Goldstandard empfohlen wird, ist auf drei Stämme beschränkt.

Frühdiagnose entscheidend

60 Prozent der Menschen, die bisher weltweit mit H5N1 infiziert wurden, sind einem Bericht des NewScientist an den Folgen dieser Erkrankung gestorben. Es gibt jedoch Behandlungsmöglichkeiten. Sie sind am wirksamsten, wenn sie so früh wie möglich eingesetzt werden. Und genau das verleiht laut dem Wissenschaftler Timothy Barkham einer genauen und frühzeitigen Diagnose eine entscheidende Bedeutung.

Der an der Entwicklung des Tests beteiligte Wissenschaftler geht davon aus, dass Singapur auf mögliche Entwicklungen vorbereitet sein will. "Jetzt habe ich etwas in meinem Kühlschrank, das ich bei einem Ausbruch einfach herausnehmen kann." Laut Barkham soll der von AITbiotech http://aitbiotech.com auf den Markt gebrachte Test auch als Lizenz in anderen Ländern Südostasiens verkauft werden.

Displays immer energiesparender und hochauflösender

App-App-Hurra! – Innovative Bausätze für AR-Anwendungen

Dresden / 19.10.2018

Das Fraunhofer-Institut für Organische
Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP entwickelt seit
Jahren erfolgreich OLED-Mikrodisplays auf Basis der
OLED-auf-Silizium-Technologie. Mehrere Generationen unterschiedlicher
Ausführungen sind bereits entstanden. Parallel wird mit Hochdruck auch
an der erforderlichen Elektronik und Systemumgebung für künftige
Augmented Reality (AR)-Anwendungen gearbeitet. Auf der electronica 2018,
vom 13. – 16. November 2018, in München präsentieren die Entwickler
erstmals ein innovatives und leistungsstarkes Set zur eigenständigen
Entwicklung von Wearables mit OLED-Mikrodisplays am
Fraunhofer-Gemeinschaftsstand Nr. 426, in Halle C5.

Das Fraunhofer FEP stellte vor zwei Jahren erste
ultra-low power OLED-Mikrodisplays auf der electronica vor. Diese
Mikrodisplays punkten durch ihre extrem stromsparende Konzeption. Sie
eröffnen in vielen Einsatzgebieten eine Alternative für die gestochen
scharfe Anzeige einfacher Informationen. In Zeiten, in denen immer
höhere Auflösungen von HD+ und immer höheren Frameraten den allgemeinen
Trend bestimmen, hielten die Wissenschaftler kontinuierlich an ihrem
Ansatz fest, fanden das richtige Konzept und wurden belohnt. In der
Zwischenzeit wurde ein namhafter europäischer Displayhersteller auf
diese Fraunhofer-Eigenentwicklung aufmerksam und produziert und
vermarktet diese in Serie: Ein Paradebeispiel für die
anwendungsorientierte Forschung von Fraunhofer – die ultra-low power
OLED-Mikrodisplays konnten erfolgreich in die Produktion überführt und
somit auf den Markt gebracht werden.

Aber ein Display allein macht noch keine AR-App! Die Wissenschaftler
des Bereiches IC- und Systemdesign am Fraunhofer FEP haben nun die
Elektronik und das Display weiterentwickelt, um es schnell in
Anwendungen bringen zu können. Ein Anzeigeelement allein reicht nicht
aus. Die Kommunikation des Displays mit anderen Schnittstellen und
Systemen ist der Schlüssel zur Anwendung. Vielfältige Anfragen, Ideen
und Anwendungsszenarios lassen sich mit der Mikrodisplaylösung und ihren
ureigenen Vorteilen adressieren.

Die extrem geringe Baugröße des ultra-low power OLED-Mikrodisplays
ist prädestiniert für kleine, miniaturisierte und auch leichtgewichtige
Systeme, die tragbar und leicht in Kleidung, Helme oder Brillen
integrierbar sind. Die OLED-Technologie des Displays ermöglicht scharfe
Bilder mit sehr hohen Kontrasten und Helligkeiten von 20 bis zu 5.000
nits (monochrom grün). Interessierte Entwickler können inzwischen aus
drei verschiedenen Displayvarianten auswählen: 304 × 256 Pixel oder 304 ×
128 Pixel mit einer Pixelgröße von 12 µm² und 4 Bit
Graustufendarstellung oder 720 × 256 Pixel mit einer Pixelgröße von 5
µm² und 1 Bit Schwarz-Weiß-Darstellung.

Das ultra-low-power Elektronik-Konzept adressiert z.B. Anwendungen in
rauen Einsatzgebiete wie im Katastrophenschutz, aber auch in der
Industrie oder Telemedizin, wo lange Laufzeiten ohne Unterbrechung für
Ladezeiten unabdingbar sind. Diese Eigenschaften sind erfüllt. Das
Display lebt jedoch von den Informationen, die eine Datenquelle sendet
und die angezeigt werden sollen. Beim ultra-low power Konzept geht es
nicht um höchstauflösende Videodaten schnellster Bildwiederholraten,
sondern um die Anzeige einfacher Zeichen, Daten oder Informationen, die
latenzarm als Kommandos übertragen werden. Bei einem Großbrand bspw. mit
einer Vielzahl an Einsatzkräften kann die Leitstelle über im Helm
integrierte Displays schnell präzise und einfach zu erfassende
Anweisungen an die Feuerwehrmänner vor Ort senden. Durch die Integration
eines Displays im Helm ist die Anzeige auch in Räumen mit geringer
Sicht durch Rauch möglich.

Mit dem innovativen Bluetooth-Bausatz des Fraunhofer FEP werden die
Grundlagen für Augmented-Reality-Entwicklungen – wie die eines
Datenhelmes für Einsatzkräfte oder eines Werkers in der Industrie 4.0 –
ohne lange Ladezeiten gelegt.

Das ultra-low power-Konzept lebt von der geringen
Datenübertragungsrate, die es benötigt. Es lag daher nahe, die
Informationsübertragung über Bluetooth Low Energy zu realisieren, da
diese Technologie nur sehr wenig Strom aus der Batterie nutzt.
Prinzipiell ist aber auch die Anbindung an schmalbandige low-power
Datenfunk-Netze denkbar, z.B. NB-IoT oder LoRaWAN.

Philipp Wartenberg, Abteilungsleiter für IC- und Systemdesign am
Fraunhofer FEP erläutert dazu: „Wir bieten unseren Industriepartnern ein
komplettes Systemkonzept zur Ansteuerung von ultra-low power
OLED-Mikrodisplays mit einer universellen Bluetooth-Verbindung an. Damit
ist die direkte Kommunikation mit dem Display kabellos und „out of the
box“ über unterschiedliche Eingabegeräte wie Smartphone, Laptop oder
Armband möglich.“ Die Entwickler haben eine Vision: Künftig könnte
Jedermann über ein passendes Mikrodisplay für seine gewünschte Anwendung
verfügen, die einfach selbst programmiert werden kann.

Die verfügbaren Entwicklungs-Kits enthalten als Komplettpaket neben
dem Display alles Nötige von der Optik bis zur grafischen Oberfläche für
Windows oder Android. Es sind Tools, mit dem Produktentwickler aber
auch App-Entwickler leichter und einfach ihre Ideen testen und mit der
Technologie spielen können. Diese können auch auf den Markt für
Datenbrillen zielen, welchem in den kommenden Jahren bis 2020
Wachstumsraten von über 200 % vorausgesagt werden.  

Aber nicht nur für Datenbrillen bietet die Systemplattform vom
Fraunhofer FEP Vorteile. Das Internet of Things ist ein enormer Markt
 für smarte Sensoren und Geräte, die miteinander kommunizieren und Daten
erzeugen, die letztlich an einer Nutzerschnittstelle dargestellt werden
müssen. Mit dem ultra-low power OLED- Mikrodisplays und der
Bluetooth-Systemplattform steht ein leistungsfähiges
Entwicklungswerkzeug für mobile Geräte der Zukunft zur Verfügung.

Die Wissenschaftler des Fraunhofer FEP stellen die neue Generation
der Displays mit verschiedenen Anwendungsszenarien auf der electronica
2018, vom 13.-16. November 2018 in München, am
Fraunhofer-Gemeinschaftsstand Nr. 426, in Halle C5 vor. Vor Ort kann die
neue Elektronikentwicklung mit unterschiedlichen Anwendungsszenarien
live getestet und mit den Entwicklern diskutiert werden.

Fraunhofer FEP auf der electronica 2018
13.-16. November 2018, München