Archiv der Kategorie: Klassische Medizin

Hagebuttenpulver: Hoffnung für alle, die an Arthrose leiden ! Mit einer Empfehlung von Jean Pütz – Mit Video !

Hier geht’s zum Video

Eine persönliche Bemerkung von Jean Pütz

Dies ist nicht wissenschaftlich belegt, aber ich möchte Ihnen meine persönliche Erfahrung nicht vorenthalten:

Mit meinen 81 Jahren hatte ich enorme Schmerzen in Knie- und Hüft-Gelenken.
Der von mir konsultierte Orthopäde führte das auf Gelenkverschleiß zurück. Er empfahl mir sogar rechts ein künstliches Hüftgelenk. Ich nahm Schmerzmittel, insbesondere reichlich Iboprofen, das aber griff nach einiger Zeit meine Nieren an, ich kann also davor nur warnen. Dann empfahl mir rein zufällig ein Freund sogenanntes Hagebuttenpulver aus
getrockneten ganzen Früchten der Heckenrose. Ich war sehr skeptisch, denn ich fand keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit. Aber ich versuchte es und konnte es kaum glauben. Ein gehäufter Teelöffel am Tag in Sirup, Wasser oder Tee gerührt, reichte aus, mir meine Schmerzen nachhaltig zu nehmen. Auf mich wirkte es wie ein Wunder. Deshalb machte ich meine eigenen empirischen Forschungen, in dem ich es an alle meine
Freunde und Bekannten verteilte, die ähnliche Leiden hatten. Alle berichteten mir von einer eklatanten Besserung der Schmerzen in den angesprochenen Gelenken. Ein befreundeter Jäger verabreichte es sogar seinem betagten Hund, der läuft jetzt wieder herum, was vorher kaum möglich war. Auch bei Pferden soll es sich nützlich machen.

Nun hoffe ich, dass nicht nur meine persönlichen Erfahrungen Sie liebe Leser mit gleichen Leiden es versuchen, sondern dass sich dem auch die Wissenschaft widmet. Das ist leider bei Naturstoffen immer das Problem, denn mit dieser Art Forschung kann man kein Geld verdienen.

Sollte Sie auch positive Erfahrung haben, teilen Sie es mir in meinem Gästebuch mit.

Ihr Jean Pütz

Hagebutte auf dem Prüfstand

Von Jens Bielenberg

Das Spektrum der Therapieansätze zur Linderung arthrosebedinger Symptome
konnte um standardisiertes Hagebuttenpulver erweitert werden. Als aktive
Inhaltsstoffe konnten Galaktolipide identifiziert werden, die im Fokus
neuerer Untersuchungen stehen und interessante wissenschaftliche
Perspektiven eröffnen.

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und die häufigste Ursache
körperlicher Behinderungen. Die Knorpelalterung, und damit auch der
vermehrte Verschleiß beginnen üblicherweise schon im frühen
Erwachsenenalter und betreffen überwiegend die Gelenke von Hüfte, Knie,
Wirbelsäule und Händen. Der Knorpel wird immer rauer, verliert seine
Funktion als Stoßdämpfer und Gleitschicht, es kommt zu Steifigkeit und
Schmerzen in den Gelenken. Diese degenerative Schädigung bildet sich
nicht mehr zurück. Die Chronizität der Knorpeldegeneration verlangt eine
dauerhafte medikamentöse Behandlung. Zur Linderung der schmerzhaften
Beschwerden werden nicht steroidale Antirheumatika und
Cyclooxygenase-Hemmer eingesetzt. Der jüngste Neuzugang ist hier der
selektive COX-2-Hemmer Lumiracoxib, der im Januar zur symptomatischen
Behandlung von Patienten mit aktivierter Arthrose am Knie- oder
Hüftgelenk zugelassen wurde.

Untersuchungen haben neuerdings gezeigt, dass das standardisierte Pulver aus Samen und Schale der Hagebuttenfrüchte bestimmte Funktionen der Leukozyten, die
bei der Arthrose zu Entzündungen und Gewebeschädigungen führen können,
normalisieren kann. Ferner weisen die Daten darauf hin, dass das Pulver
antioxidativ und membranstabilisierend wirkt und dadurch den Aufbau und
den Zerfall des Knorpelgewebes beeinflusst.

Aktiver Inhaltsstoff identifiziert

Kürzlich ist es drei Forschungseinrichtungen in Dänemark gelungen, den aktiven
Inhaltsstoff zu identifizieren und mittels eines komplizierten
Fraktionierungsverfahrens zu isolieren. Es handelt sich um ein aus einem
Zuckeranteil und Fettsäuren bestehendes Galaktolipid.

Die Substanz hemmte in vitro die Migration polymorphkerniger Leukozyten (J.
Nat. Prod. 66, 2003, 994-995) und senkte in vivo die Serumkonzentrationen von C-reaktivem Protein (JAMA Online Publikation vom 12. September 2006). In einer Studie mit standardisiertem Hagebuttenpulver senkte das Galaktolipid den Wert des C-reaktiven
Proteins bereits nach zehn Tagen um durchschnittlich 39 Prozent (Inflammopharmacology 7, 1999, 377-386).

Zudem wird der Substanz ein antioxidativer Effekt zugeschrieben: Sie verhindert die Bildung toxischer freier Radikale und wirkt dadurch membranstabilisierend. Als Beleg für diese Eigenschaft wird angeführt, dass in Blutbanken gelagerte Erythrozyten von Personen, die Hagebuttenpulver eingenommen hatten, weniger Hämoglobin als erwartet
abgaben.

Das Max-Planck-Institut für Pflanzenphysiologie in Potsdam untersuchte die Funktion von Galaktolipiden bei Pflanzen und entdeckte, dass in den Membransystemen von Chloroplasten besondere Lipidformen auftreten, bei denen Galaktose im Lipidmolekül eingebaut ist. Galaktolipide sind für die Funktionalität der pflanzlichen Photosynthese essenziell. Die Phospholipide, die unter Normalbedingungen die Membranlipide ausmachen, werden vom pflanzlichen Stoffwechsel unter Freisetzung von Phosphat in
Galaktolipide umgewandelt. Interessant ist, dass bestimmte Galaktolipide (Digalactosylacylglycerol) dosisabhängig die Aktivität der Phospholipase A2 aus Escherichia coli zu 60 bis 70 Prozent hemmen können. Dieser Effekt ist abhängig von der Ladung beziehungsweise Polarität des Kopfes des Moleküls sowie vom Anteil der ungesättigten Fettsäure in der Seitenkette (Biochem. J. 15, 1996, 93-99).

Ein italienisches Forscherteam untersuchte verschiedene Galaktolipide (Monogalaktosyldiacylglycerol, Digalaktosyldiacylglycerol und Sulphoquinovosyldiacylglycerol) auf ihre in vivo entzündungshemmenden
Eigenschaften und fand beim Crotonöl-induzierten Ohrödem der Maus dosisabhängig eine stärker entzündungshemmende Wirkung als von Bethametason. Beim Carragenin-induzierten Pfotenödem der Maus zeigte Monogalaktosyldiacylglycerol sogar eine stärker entzündungshemmende Wirkung als Indomethacin (Eur. J. Pharmacol. 524, 2005, 159-168).

Die Effekte von standardisiertem Hagebuttenpulver scheint nicht auf einer
Hemmung der Cyclooxygenase zu beruhen; die Thrombozytenaggregation wird
durch hohe Dosen Hagebuttenpulver nicht beeinflusst (Inflammopharmacology 7, 1999, 63-68).

Besserung der Gelenkschmerzen

Die Wirksamkeit von Hagebuttenpulver belegen zwei randomisierte
placebokontrollierte Doppelblindstudien, die kürzlich auf dem Arthrose-Weltkongress (OARSI) vorgestellt wurden.

Rein und Mitarbeiter vom Institute for Clinical Research, Kolding, Dänemark,
untersuchten 112 Probanden mit Osteoarthritis (Phytomedicine 11, 2004,
383-389). Sie erhielten entweder drei Monate lang täglich 5 g standardisiertes Hagebuttenpulver oder Placebo. Nach der dreimonatigen Behandlung wurde das Therapieregime getauscht (Cross-over-Studie). Eingang in die Studienbewertung fanden die Parameter Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit und allgemeines Wohlbefinden. Die Verumgruppe zeigte verglichen mit Placebo hinsichtlich der Gelenkschmerzen und Steifigkeit eine signifikante Besserung. Ein ähnlich deutliches Resultat ergab sich
beim allgemeinen Wohlbefinden. Zudem konnte in der Verumgruppe der Gebrauch von zusätzlichen Schmerzmitteln wie Tramadol, Opioiden, Paracetamol und Acetylsalicylsäure um 44 Prozent gesenkt werden.

In einer weiteren Studie untersuchten Warholm und Mitarbeiter die Wirkung
von standardisiertem Hagebuttenpulver auf die Beweglichkeit von Hüft- und Kniegelenk, die Aktivitäten des täglichen Lebens sowie die Lebensqualität und Schmerzen bei Osteoarthritis-Patienten (Current Therapeutic Research 64, 2003, 21-31). Die Hälfte der 100 Probanden erhielt vier Monate lang zweimal täglich 2,5 g standardisiertes Hagebuttenpulver. Zu Beginn und Ende der Untersuchung wurde die Beweglichkeit des Hüftgelenks und des Knies gemessen. Verglichen mit Placebo verbesserte das Hagebuttenpulver die Beweglichkeit des Hüftgelenks signifikant. Auch der Schmerz nahm in der Verumgruppe signifikant ab. In der gesamten Studienpopulation berichteten
letztendlich 64,6 Prozent der Probanden über eine Reduzierung der Schmerzen während der Einnahme des Pulvers. Auffallend war der laut Probandenberichten weit über die Studiendauer hinaus anhaltende Langzeiteffekt (Carry-over-Effekt).

Senkung von CRP und LDL-Cholesterol

Aus dieser Studienpopulation analysierten die Forscher die Wirkung von
Hagebuttenpulver im Vergleich zu Placebo an insgesamt 32 Patienten mit
Arthrose der Handgelenke. Diese Form der Arthrose ist für die Betroffenen besonders unangenehm und behindernd. 88 Prozent der Patienten, die initial drei Monate lang Hagebuttenpulver erhalten hatten, berichteten über eine deutliche Schmerzsenkung bei der Durchführung häufiger Alltags-Handgriffe. In der Placebogruppe waren es
nur 36 Prozent.

In einer weiteren Subgruppenanalyse gelang es, den Beweis zu erbringen, dass Hagebuttenpulver nicht nur den erhöhten Entzündungsparameter CRP senkt, sondern auch das LDL-Cholesterol, das sich in den Gefäßen ablagert und zur Arteriosklerose führt. Ob jedoch mit Hagebuttenpulver ein wirksamer Gefäßschutz erzielt werden kann und ein erhöhter Blutdruck gesenkt werden kann, ist noch zu klären.

Fazit

Standardisiertes Hagebuttenpulver ist ein gut untersuchtes Nahrungsergänzungsmittel für
Patienten mit schmerzhafter Gelenkarthrose. Hagebuttenpulver hemmt Botenstoffe der Entzündung an verschiedenen Stellen innerhalb des Entzündungsprozesses. Zwei randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudien belegen eine bessere Beweglichkeit der arthrosebetroffenenen Gelenke. Die längerfristige Einnahme von
Hagebuttenpulver kann den Konsum an klassischen Schmerzmitteln
reduzieren.

Die Hagebutte
Rosa canina L. (Rosa carmata, R. caucasica, R. frondosa, R. glauca, R.
lutetiana, R. taurica), die Gemeine Heckenrose, Familie Rosacea, ist ein
1 bis 5 m hoher Strauch mit bogig überhängenden Zweigen, der an
Waldrändern, Hecken und Steinhaufen in Europa, Nordafrika, Klein-, Nord-
und Westasien sowie Nordamerika verwildert vorkommt.

Der rote Anteil der Hagebutten ist der fleischig gewordene Fruchtboden.
Schneidet man die Hagebutte auf, findet man darin die Kerne, Semen
cynosbati, die als Haustee mit mild diuretischem Effekt Anwendung
finden.

Unter den einheimischen Früchten hat die Hagebutte mit circa 500 mg/100 g den
höchsten Ascorbinsäuregehalt. Ihr Mark hat 20-mal mehr Vitamin C als
Zitronen. Ihre Früchte sind reif an Provitamin A und B-Vitaminen. Ferner
enthalten sie viele Mineralstoffe sowie die Spurenelemente Kupfer und
Zink.

Vom Strauch in den Mund können Hagebutten nicht verzehrt werden. Sie werden
jedoch getrocknet oder in Form von Suppen, Likören, Gelee oder
Marmelade oder als Früchtetee angeboten.

 

 

Wissenschaftler würdigen Saar-Uni

Hochkarätige Wissenschaftler würdigen Zentrum für Bioinformatik der Saar-Uni

Seit einem Jahrzehnt forschen Bioinformatiker, Chemiker, Mediziner, Pharmazeuten und Humangenetiker gemeinsam am Zentrum für Bioinformatik der Universität des Saarlandes. Mit mathematischen Modellen und Methoden der Informatik durchleuchten die Wissenschaftler biologische Prozesse im Körper und das menschliche Erbgut, um zum Beispiel Krankheiten besser heilen zu können. Am 23. März feiert das Zentrum für Bioinformatik sein zehnjähriges Bestehen mit einem internationalen Kolloquium. Als einer der eingeladenen prominenten Redner wird Gene Myers vom Howard Hughes Medical Institute (USA) erwartet. Er hat vor zehn Jahren maßgeblich dazu beigetragen, das menschliche Genom zu entschlüsseln – auch mit Unterstützung von Saarbrücker Bioinformatikern.

Das Zentrum für Bioinformatik der Saar-Uni umfasst heute 25 Forschergruppen, von der Biochemie und Biophysik über die Humangenetik bis hin zur Virologie. Die Professoren und Nachwuchsgruppenleiter forschen und lehren in Saarbrücken und Homburg. Das Zentrum vernetzt dadurch drei Fakultäten der Saar-Uni, das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz sowie das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in St. Ingbert. Der Sprecher des Zentrums für Bioinformatik ist Professor Thomas Lengauer, Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik. Er zählt zu den Gründern des noch jungen Fachgebietes der Bioinformatik, in der mathematische Modelle dazu dienen, die komplexen Mechanismen des menschlichen Lebens zu verstehen. 110 Studentinnen und Studenten haben bereits den Bachelor in der Saarbrücker Bioinformatik absolviert, 81 erhielten den Master- oder Diplomabschluss. Außerdem wurden 40 Promotionen und sieben Habilitationen im vergangenen Jahrzehnt am Zentrum für Bioinformatik betreut und erfolgreich abgeschlossen. Zehn Absolventen haben einen Ruf als Professor an eine andere Universität erhalten.

Bei dem internationalen Kolloquium am 23. März, zu dem rund 200 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet werden,  präsentieren am Vormittag die Nachwuchsforscher des Zentrums für Bioinformatik ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Andreas Hildebrandt wird zum Beispiel die Software Ballview zeigen, mit der man neue Wirkstoffe am Bildschirm entwerfen und visualisieren kann. Damit können sich jetzt auch internationale Forscherteams über das Internet vernetzen, um gleichzeitig dreidimensionale Modelle von Molekülen zu bearbeiten. Alice McHardy wird sich mit der Frage befassen, wie man große Gendatenbanken sinnvoll analysiert und Mario Albrecht wird vorstellen, wie die Bioinformatik dabei helfen kann, Virusinfektionen zu bekämpfen.

Am Nachmittag werden dann führende Wissenschaftler der Bioinformatik, die eigens aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien und den USA anreisen, ihre Forschungsprojekte präsentieren. So wird Gene Myers einen Vortrag zum Thema „Image-based Informatics for Molecular Biology“ halten. Janet Thornton ist Direktorin des European Bioinformatics Institute in England und wird über die Computeranalyse von molekularen Strukturen und enzymatischen Wechselwirkungen sprechen. Richard Karp aus Berkeley ist einer der weltweit bekanntesten Informatiker, der unter anderem den Begriff NP-Vollständigkeit eingeführt hat, der ein zentrales Konzept in der theoretischen Informatik ist.

Früherkennung und Therapie rheumatischer Erkrankungen

Berlin, 05.10.2007 Wenn entzündliches Rheuma frühzeitig erkannt und behandelt wird, bestehen gute Aussichten auf Besserung. Mit dieser positiven Botschaft informieren 26 Rheumazentren bundesweit zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2007 über die Bedeutung der frühzeitigen Diagnose und über Möglichkeiten der Therapie von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. In Deutschland kommen Betroffene im Durchschnitt erst nach anderthalb Jahren zum Rheumatologen. Verlorene Zeit, in der Betroffene durch geeignete Maßnahmen bereits von ihren Schmerzen befreit werden könnten.

Mit vielen Aktionen und Veranstaltungen wollen die Rheumazentren der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie für mehr Aufklärung zum Thema Rheuma beitragen. So touren ab dem 12. Oktober Experten des Rheumazentrums Rhein-Ruhr mit einem Info-Bus durch 25 Städte in der Region. Oder Besucher des Rheumazentrums München können in einen Rheumahandschuh schlüpfen, um einmal selbst zu spüren, wie fühlen sich steife und geschwollenen Gelenke an, wie sehr schränkt die Erkrankung einfachste alltägliche Bewegungen ein? Auch die anderen Rheumazentren informieren mit Workshops, Symposien und Tagen der offenen Tür über frühe Symptome, kompetente Behandlungsmethoden und darüber, was bei ersten Krankheitsanzeichen zu tun ist. In der Woche um den Welt-Rheuma-Tag stehen Experten für den regen Austausch mit Interessierten, Betroffenen und Ärzten anderer Fachrichtungen zur Verfügung. Eine interaktive Landkarte auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (www.dgrh.de) informiert über alle Aktionen der Rheumazentren zum Welt-Rheuma-Tag. Hier finden sich auch umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, zu Diagnosekriterien und Therapiemöglichkeiten für Ärzte und  Patienten.

Ziel der Kampagne ist es, einfache Kenntnisse zur Erkennung entzündlichen Rheumas zu vermitteln und auf die Notwendigkeit einer frühen Abklärung beim Facharzt hinzuweisen. Primär versorgende Ärzte haben die Möglichkeit, eine enge Zusammenarbeit mit rheumatologischen Fachärzten in ihrer Region in die Wege leiten. Diese Kooperation sowie die Angebote spezieller Frühdiagnose-Sprechstunde sollen helfen, dass Betroffene frühzeitiger beim Rheumatologen ankommen und schneller behandelt werden. Denn gerade in der Anfangsphase einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung ist rasches Handeln wichtig – Therapie und Medikamente greifen in den ersten Monaten am besten und der Krankheitsverlauf kann positiv beeinflusst oder sogar gestoppt werden. Je früher mit einer Therapie begonnen werden kann, umso größer sind die Chancen, die Schäden klein zu halten und ein normales Leben zu führen – trotz einer chronischen Krankheit.

Forscher entwickeln Impfstoff gegen Gürtelrose

San Diego (pte/02.06.2005/11:15) – Ein neuer, experimenteller Impfstoff
halbiert bei älteren Menschen das Risiko, dass sie an einer Gürtelrose
erkranken. Dieser unangenehme, juckende Ausschlag bricht besonders
häufig in der zweiten Lebenshälfte aus und verursacht bei den
Betroffenen über Monate und Jahre hinweg intensive Schmerzen. Die
Forscher des San Diego VA Healthcare System
http://www.san-diego.med.va.gov/start.htm konnten nun anhand eines
Testversuchs, an dem über 38.000 Menschen teilnahmen, beweisen, dass
der neue Stoff bei 51 Prozent der über 60-Jährigen den Ausbruch der
Krankheit unterband. Bei jenen Patienten, die dennoch eine Gürtelrose
entwickelten, konnte die Schwere der Krankheit um 61 Prozent reduziert
werden. Darüber hinaus wurde das Risiko langfristige Nervenschmerzen zu
entwickeln um zwei Drittel reduziert. Die Ergebnisse der Studie sind in
der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine
http://www.nejm.org publiziert worden.

Die Gürtelrose kann bei jeder Person ausbrechen, die in ihrem Leben
unter Windpocken gelitten hat. Windpockenviren können jahrelang in den
Nervenzellen schlummern und erst Jahre später wieder plötzlich aktiv
werden. "Durch eine Impfung könnte jeder, der über 60 ist und noch
keine Gürtelrosen-Erkrankung hinter sich hat, effizient behandelt
werden. Dadurch könnte die Zahl der Betroffenen in den USA, die
jährlich bei einer Million liegt, um 250.000 Personen reduziert werden.
Zudem könnte durch die Spritze bei den 250.000 bereits Erkrankten der
Schweregrad der Krankheit signifikant reduziert werden", erklärte
Studienleiter Michael Oxman.

Ein prominentes Opfer der Gürtelrose ist das US-amerikanische
Talk-Show-Urgestein David Letterman. "Es tat so weh, dass ich so
verrückt wurde wie Michael Jackson. Wenn man diese Krankheit nicht am
eigenen Leib erlebt hat, kann man sich nicht vorstellen wie schrecklich
der Juckreiz und die Schmerzen sind", erklärte der Showmaster.

Die Zulassung des Impfstoffs, der vom Pharmaunternehmen Merck & Co
http://www.merck.com entwickelt wurde, für die USA und Europa wird
derzeit von der Food and Drug Administration (FDA) http://www.fda.gov
geprüft. Das Unternehmen rechnet in zehn Monaten mit der endgültigen
Zulassung.

Zahnimplantate: Titan oder Keramik, das ist die Frage?

pts20181213005 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Kampf der Materialien bei Zahnimplantaten: Keramik vs. Titan

Buch von Dr. Fankidejski präsentiert metallfreie biologische Zahnheilkunde und Keramikimplantate

Böhl-Iggelheim (pts005/13.12.2018/09:10) – Gesunde
und intakte Zähne machen uns nicht nur unwiderstehlich. Sie sind auch
Voraussetzung für ein intaktes Immunsystem, das von der fortschreitenden
Umweltverschmutzung oft genug auf die Probe gestellt wird. Doch nicht
nur äußere Einflüsse zehren unser Immunsystem aus. Amalgamfüllungen,
Metalle im Mund, Titanimplantate und wurzelbehandelte Zähne können
unserem Körper enorm zusetzen. Der Zahnarzt Dr. Rolf Fankidejski https://www.zahn-gesund.net aus Böhl-Iggelheim wendet ein Behandlungskonzept an, das die Gesundheit
im Mund wiederherstellt. Er hat seine Erfahrungen mit biologischer
Zahnheilkunde und dem Werkstoff Keramik für Implantate jetzt in einem
Buch zusammengefasst.

Erhältlich unter https://www.zahn-gesund.net im Buchhandel und bei Amazon: https://amzn.to/2DTNEG6

Schonende Implantate im Handumdrehen

Grundlage der Behandlung ist ein von der Swiss Biohealth Clinic in
Kreuzlingen erarbeitetes Behandlungsprogramm, auf dessen Basis Patienten
mit ausschließlich keramischen Implantaten versorgt werden. "Bei uns
verlässt niemand die Praxis mit weniger Zähnen als bei der Ankunft",
versichert Rolf Fankidejski. "Das funktioniert deshalb, weil diese Art
der Implantologie nur minimal eingreifen muss und weil durch das ‚Short
Cut Concept‘ die Behandlungszeit minimiert wird. Und bei uns gibt es
auch keine Metalle mehr im Mundraum. Wir arbeiten ausschließlich mit
biologisch unbedenklichen Materialien."

Die vielen Vorteile von Keramik-Implantaten

Keramik-Implantate sind besser gewebeverträglich, metallfrei, schützen
vor Infektionen und sehen vor allem gut aus – weil Sie weiß sind – genau
wie echte Zähne. Vor allem chronisch Kranke, Parodontitis-Patienten,
elektronsensible Menschen und natürlich alle, die schöne Zähne haben
wollen, sollten sich deshalb Keramik-Implantate setzen lassen. Selbst
gegebenenfalls nötiger Knochenaufbau wird minimalinvasiv ohne
Fremdmaterialien erreicht.

Buch über Keramikersatz

In seinem Buch "Keramikimplantate. Risiken vorbeugen, Gesundheit
sichern!" klärt Fankidejski umfassend und ausführlich darüber auf, wie
die Zähne im gesamten Körper wirken, welche Zahnerkrankungen für unsere
Gesundheit gefährlich sind und welche weiteren Störfaktoren es im Mund
gibt, die die Gesundheit beeinträchtigen. Zeigen möchte der Zahnexperte
allerdings die fortschrittlichen Möglichkeiten der Keramik-Implantate:
Sie sind die beste Lösung, wenn einem nicht nur die Gesundheit der
Zähne, sondern des ganzen Körpers ein Anliegen ist.

Zum Buch

Dr. Rolf Fankidejski: Keramikimplantate – Risiken vorbeugen, Gesundheit sichern!

Rauchen fördert Diabetes

Rauchen fördert Diabetes und verschlechtert die Prognose

Berlin – In Deutschland raucht rund ein Viertel aller Erwachsenen regelmäßig. Über 80 Prozent von ihnen haben vor ihrem 20. Lebensjahr zum ersten Mal zum Glimmstängel gegriffen. Für Menschen mit Diabetes ist Rauchen besonders gefährlich, da die über 3000 Giftstoffe der Zigarette das für Diabetiker ohnehin schon große Risiko für Herzkreislauferkrankungen massiv erhöhen. Umgekehrt erkranken Raucher doppelt so häufig an Diabetes Typ 2 als Nichtraucher. Darauf macht diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2013 aufmerksam, der dieses Jahr unter dem Motto steht: „Lass Dich nicht anmache n! Weg mit der Tabakwerbung“.

Dass der Griff zur Zigarette generell der Gesundheit schadet, ist allgemein bekannt. Die Zusammenhänge zwischen Rauchen und Diabetes mellitus sind vielen jedoch nicht bekannt: Bei Menschen mit einem bereits bestehenden Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 kann Rauchen den Verlauf ihrer Stoffwechselerkrankung verschlechtern. „Aufgrund eines bei ihnen häufig erhöhten Blutzuckerspiegels haben sie von vornherein ein höheres Risiko für Gefäßerkrankungen als Gesunde. Zigarettenrauch verstärkt dies noch“, erklärt Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvor sitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Kinderkrankenhauses „Auf der Bult“ in Hannover. Rauchende Diabetiker leiden daher häufiger als nichtrauchende unter Schädigungen der großen und kleinen Blutgefäße mit Herzinfarkt, Schlaganfall und „Raucherbein“ oder Durchblutungsstörungen in Auge und Niere. Tabakrauch verändert zudem die Zusammensetzung der Blutfette: Die Menge an LDL-Cholesterin steigt, während sich die Menge des sogenannten „guten“ HDL-Cholesterins verringert. „Das erhöht die Gefahr für eine Herzschwäche und Arterienverkalkung. Außerdem lässt sich der Blutzucker bei rauchenden Diabetikern schwerer messen und beeinträchtigt somit die Therapie“, betont Professor Danne.

Darüber hinaus zeigen Studien, dass Rauchen einen Diabetes begünstigt. So haben Raucher ein doppelt so hohes Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln wie Nichtraucher. Männer über 40 Jahre sind besonders betroffen. Die Ursachen für diesen Zusammenhang ko nnten Wissenschaftler bisher noch nicht belegen. Sie vermuten, dass die Substanzen Kohlenmonoxyd und Nikotin aus dem Tabakrauch Einfluss auf die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse haben und die Sensibilität der Insulinrezeptoren heruntersetzen. Bei jungen Menschen fördert Passivrauchen die Entstehung des Metabolischen Syndroms und einer Glukoseintoleranz.

Wer mit dem Tabakkonsum aufhören möchte, findet professionelle Hilfe in Raucherentwöhnungskursen. Unter anderem Arztpraxen, Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten diese an. Der Weltnichtrauchertag wurde am 31.5.1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufen und steht seitdem jedes Jahr unter einem anderen Motto. In diesem Jahr steht der Gesundheitstag international unter dem Thema „Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung“.

Auch im Rahmen der Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt“ engagiert sich diabetesDE dafür, Diabetes-Risiken genauer zu erforschen und zu minimieren. Weitere Informationen unter: www.diabetes-stoppen.de

Mehr Informationen unter:

Wie werde ich Nichtraucher?

Aktionsbündnis Nichtrauchen

Heilpilze leisten wertvollen Beitrag in der Krebs-Therapie

Heilpilze leisten wertvollen Beitrag in der ganzheitlichen Krebs-Therapie 

Limeshain (pts018/21.03.2013/12:45) – Nach wie vor sind die Statistiken zum Thema Krebs bedrückend. Trotz intensiver Forschung und aller Fortschritte in der Onkologie konnte auch auf dem diesjährigen Weltkrebstag im Februar keine Entwarnung gegeben werden. Allein in Deutschland geht, wie das Robert Koch-Institut mitteilte, jeder vierte Sterbefall auf einen bösartigen Tumor zurück. Und die Zahl der Betroffenen nimmt von Jahr zu Jahr zu. So erkrankten in 2012 Schätzungen zufolge 490.000 Frauen und Männer in Deutschland neu an Krebs. Weltweit erhalten laut Angaben der UICC (Union for International Cancer Control) pro Jahr mehr als zwölf Millionen Menschen die Diagnose Krebs und jedes Jahr sterben 7,6 Millionen daran. Auch für die Zukunft sind die Prognosen der Experten düster. Für das Jahr 2030 wird mit weltweit rund 26 Millionen an Krebs erkrankten Menschen und 17 Millionen durch Krebs verursachten Todesfällen gerechnet.

Pilzheilkunde bietet wirksame Unterstützung in einer ganzheitlichen Therapie

Da ist es gut zu wissen, dass neben der Prävention durch einen gesunden Lebensstil und Früherkennung auch natürliche Heilverfahren wie die Mykotherapie sowohl vorsorglich wie begleitend zur schulmedizinischen Behandlung einen wertvollen Beitrag in der Krebstherapie leisten können. Die Mykotherapie (Pilzheilkunde) ist eines der ältesten Naturheilverfahren der Welt. Ihr Ursprung liegt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), in der sich Heilpilze wie der Reishi, der Shiitake oder der Maitake bereits seit Jahrhunderten sowohl in der Gesundheitsvorsorge als auch in der Behandlung einer Vielzahl von Leiden und Krankheiten bewährt haben. Auch bei Krebs haben sich Heilpilze wie die Erfahrungen aus der Praxis, aber auch eine Vielzahl internationaler Studien zeigen, als wertvolle Hilfe erwiesen.

Heilpilze – die natürlichen Immunmodulatoren

Heilpilze sind nicht nur reich an wichtigen Vitalstoffen und Antioxidantien, sie besitzen auch einen hohen Gehalt an Triterpenen und Polysacchariden. Diese Inhaltsstoffe – insbesondere die Polysaccharide und hier speziell die Beta-Glukane – stärken wie auch Untersuchungen belegen wirkungsvoll das Immunsystem. So zum Beispiel durch Stimulierung der natürlichen Killerzellen, der T-Helferzellen und der Fresszellen. Heilpilze können dem Körper durch ihren Reichtum an Beta-Glukanen daher helfen, entartete Zellen besser zu erkennen und zu bekämpfen. Zudem wird ihnen eine tumorhemmende Wirkung zugesprochen. In Japan werden Medikamente, die Lentinan – ein Beta-Glukan des Heilpilzes Shiitake – enthalten, bereits seit langem in der Krebstherapie eingesetzt.

Linderung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie

Die Behandlung von Krebs ist in aller Regel für die Betroffenen sehr belastend und kräftezehrend. So gelangen zum Beispiel bei einer Chemo- oder Strahlentherapie starke Zellgifte in den Organismus. Durch ihre entgiftende Funktion kann der begleitende Einsatz von Heilpilzen daher eine sehr nützliche Unterstützung sein. Darüber hinaus zeigt sich unter ihrer Gabe eine Minderung von Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erschöpfung oder depressiven Verstimmungen, was auf ihren hohen Gehalt an Glykonährstoffen zurückgeführt wird. Heilpilze können deshalb parallel zur onkologischen Therapie zu einer erheblichen Verbesserung des Allgemeinzustands und der Lebensqualität der Betroffenen beitragen.

Heilpilze sind als Pilzpulverkapseln erhältlich. Erfahrungen des MykoTroph Instituts für Ernährungs- und Pilzheilkunde zufolge, haben sich insbesondere Pilzpulverkapseln bewährt, die aus dem ganzen Pilz hergestellt werden, da nur in ihnen alle wirksamen Inhaltsstoffe enthalten sind. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter anderem auf der Website des MykoTroph Instituts unter http://www.HeilenmitPilzen.de . Dort ist auch das MykoTroph- Konzept für Ernährung und den Einsatz von Heilpilzen bei Krebs eingestellt, das sehr ausführlich wichtige Fragen zu den Ursachen von Krebs beantwortet und erläutert, welche Heilpilze wirksam eingesetzt werden können. Darüber hinaus gibt es unter anderem auch wichtige Ernährungstipps bei Krebs.

Nocebo-Effekt bei medizinischen Konsultationen

Der Nocebo-Effekt bei medizinischen Konsultationen: ‘Bad is more powerful than good’

Bochum, 16. Februar 2015:

Die Placebo-Wirkung ist allen Ärzten geläufig, weniger vielleicht das Gegenteil, der Nocebo-Effekt (lat. nocebo  „ich werde schaden“). Erklärt man etwa Patienten ausführlich alle
möglichen  Nebenwirkungen eines Medikamentes oder einer ärztlichen
Maßnahme, so werden  diese häufiger davon betroffen werden als der
Wahrscheinlichkeit entspricht. Wie oft das sein wird, hängt ganz
wesentlich von der Art der Arzt-Patienten – Interaktion ab, also dem
Gespräch am Krankenbett oder in der Sprechstunde. Maddy Greville-Harris
et al. (1) betonen in einer Übersichtsarbeit, in der sie  auch eigene,
bisher noch nicht publizierte Untersuchungen bringen, dass eine negative
Arzt-Patienten-Kommunikation zu mehr Nocebo-Effekten führt. Diese
seien, im Unterschied zu den gut studierten Nebenwirkungen von
Medikamenten,  bisher noch  wenig beachtet und kaum untersucht worden.

Zwei psychologische Theorien dominieren die Vorstellungen über die
Entstehung der  Nocebo-Effekte: Die Konditionierung und die Erwartung.
Die Arzt-Patientenbeziehung unter Berücksichtigung des Umfeldes des
Patienten, seiner Vorstellungen vom Leben und seiner
Krankheitsauffassung mit seinen Therapieerwartungen (Abbildung 1) sollen
beträchtliche Konsequenzen für das Outcome einer medizinischen
Behandlung haben, sowohl positive als auch negative (2). Zum Verständnis
des Nocebo-Effektes könne das Konzept der „Validation“ und der
„Invalidation“ beitragen. Dieses Konstrukt ist von Linehan (3) und
weiteren Autoren entwickelt worden. Ursprünglich für Therapiestrategien
gedacht,  soll es jetzt auf die Kommunikation bei medizinischen Berufen
angewendet werden. Validation bedeutet, dem Patienten zu signalisieren,
dass er akzeptiert und verstanden wird, Invalidation das
Gegenteil. Diese Konstrukte unterschieden sich von Empathie und
„compassion“  („mit – leiden“) dadurch, daß sie darauf fokussiert sind,
dem Patienten Verständnis und Akzeptanz zu vermitteln und nicht nur Empathie und „compassion“.

nocebo

Abbildung aus Lit. (1)

Für den klinischen Alltag heben die Autoren drei Punkte hervor:

1.) Wenn ein Patient das Gefühl fehlenden Verstandensein bekommt, kann dies negative Effekte haben.

2.) „Invalidierende“ Arzt-Patient-Interaktionen haben das Potential,
Nocebo-Effekte zu bahnen. Dies liegt vor, wenn dem Patienten nicht
Akzeptanz und Verständnis vermittelt werden kann.

3.) Die Auswirkungen einer negativen Kommunikation sind stärker als die
einer positiven: „Bad is more powerful than good“. Daher ist es
wichtiger, sich im Gespräch mit den Patienten darauf zu konzentrieren,
diesen nicht zu „invalidieren“ als sich nur auf Empathie, „compassion“
und Validation zu konzentrieren.

Kommentar

Ein „guter Arzt“ wird diese hier von Psychologen sorgfältig
analysierte und empfohlene Verhaltensweise mehr oder minder bewusst wohl
immer schon angewandt haben. Ob man es, wie von Psychologen
vorgeschlagen (4), auch erlernen kann? Der besondere Aspekt der hier
besprochenen Arbeit ist Punkt 3: „Bad is more powerful than good“. Es
entspricht in etwa dem alten hippokratischen Grundsatz: „Primum nil
nocere!“

Helmut Schatz

Ultraschall-Screening für Männer ab 65

Das Ultraschall-Screening für Männer ab 65 kommt – DEGUM begrüßt neue Richtlinie

Berlin
– Gute Neuigkeiten aus der Gesundheitspolitik: Gesetzlich
krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben künftig Anspruch auf ein
einmal durchgeführtes Ultraschallscreening zur Früherkennung von
Bauchaortenaneurysmen. Die entsprechende Richtlinie des Gemeinsamen
Bundesausschusses (G-BA) ist nun zusammen mit einer
Versicherteninformation in Kraft getreten. Die Deutsche Gesellschaft für
Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) sieht das als wichtigen Schritt
an – empfiehlt jedoch, auch Patienten mit einem besonderen Risikoprofil
wie etwa Diabetes oder Rauchen sowie Frauen einzubeziehen.

Die
Ruptur eines Bauchaortenaneurysmas zählt zu den zehn häufigsten
Todesursachen. „Das Tückische an der Erkrankung liegt darin, dass die
Aussackung des größten Gefäßes im Bauchraum – dem sogenannten Aneurysma –
meist keine Beschwerden verursacht“, sagt Professor Dr. med. Thomas
Fischer, stellvertretender Leiter der Sektion Radiologie bei der DEGUM
und Leiter des Interdisziplinären Ultraschall-Zentrums am Institut für
Radiologie am Campus Charité Berlin-Mitte. „Die Betroffenen ahnen nichts
von der Gefahr, in der sie sich befinden.“ Reiße die Bauchaorta jedoch,
könne der Patient innerhalb kurzer Zeit innerlich verbluten.

„Mittels
Ultraschall ist ein Bauchaortenaneurysma von einem erfahrenen
Untersucher jedoch leicht bei einer Früherkennungsuntersuchung zu
diagnostizieren“, sagt Professor Fischer. Dabei misst der Arzt mit einem
Ultraschallgerät den Durchmesser des Blutgefäßes: „Bei einem
Durchmesser ab 5,5 Zentimetern ist das Risiko für ein Reißen des Gefäßes
recht hoch, sodass wir den Patienten dann zu einem operativen Eingriff
raten“, berichtet der DEGUM-Experte. Bei kleineren Aneurysmen sei es
empfehlenswert, regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchzuführen. So
könne überprüft werden, ob sich diese weiter ausdehnen. Wenn das der
Fall sei, würde gegebenenfalls ein minimalinvasiver oder offener
operativer Eingriff durchgeführt – und so möglicherweise das Leben eines
Betroffenen gerettet. Für das Screening sollten Untersucher eine
nachweisbare Qualifikation haben, beispielsweise ein DEGUM-Zertifikat
der Stufe 1, empfiehlt der Experte. Denn es gehe nicht nur darum, den
Durchmesser der Bauchaorta zu bestimmen, sondern auch einen Einriss oder
ein Aneurysma des Gefäßes frühzeitig zu erkennen.

Auch
wenn Männer häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen seien als
Frauen, sollten nach Ansicht der Ultraschall-Experten auch sie von der
Vorsorgeuntersuchung profitieren können. „Darüber hinaus wäre es ratsam,
auch Patienten mit einem besonderen Risikoprofil – beispielsweise
Personen mit einer Fettstoffwechselerkrankung, Diabetes, Bluthochdruck
und starke Raucher ab dem 55. Lebensjahr – in das Vorsorgescreening
einzuschließen“, sagt Professor Fischer.

Bis
das Screeningangebot zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas auf
Krankenschein von Männern ab 65 Jahren wahrgenommen werden kann, dauert
es jetzt noch bis zu sechs Monaten: Der zuständige Bewertungsausschuss
muss zunächst noch die Frage der ärztlichen Vergütung regeln und hat
dafür bis zu einem halben Jahr Zeit.

Weiterführende Informationen:

Richtlinie „Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen“

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1411/US-BAA-RL_2016-10-20_2017-03-16_iK-2017-06-10.pdf

Versicherteninformation

https://www.g-ba.de/downloads/17-98-4330/2017_03_16_G-BA_Merkblatt_Versicherteninformation-Bauchaortenaneurysmen_bf.pdf

Neue Wege in der Tumormedizin

Neue Wege in der Tumormedizin

Wiesbaden – Die Heilungschancen bei Krebs steigen: Starben vor 35 Jahren in Deutschland zwei Drittel der Betroffenen an ihrem Tumorleiden, lebt heute gut die Hälfte fünf Jahre nach der Diagnose noch  – ein Rückfall gilt dann als unwahrscheinlich. Die Zahl derjenigen, die an Krebs sterben, ist trotzdem hoch – im Jahr 2012 erlagen mehr als 220 000 Menschen der Krankheit. Mediziner forschen deshalb derzeit an einer neuen, gezielt wirkenden Generation von Medikamenten. Über besonders vielversprechende Konzepte diskutieren Experten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) vom 26. bis 29. April in Wiesbaden.

„Erkenntnisse in der molekularen Medizin haben zu komplett neuen Therapieansätzen geführt“, sagt Professor Dr. med. Nisar P. Malek, Leiter der Abteilung Innere Medizin I am Universitätsklinikum Tübingen. „Dabei geht es darum, nicht wie früher unspezifisch auf einen Tumor einzuwirken, sondern zielgerichtet und unmittelbar“, so der Experte, der auf dem 120. Internistenkongress unter anderem über Tumorgenetik referiert. Ein Ziel dieser neuen Ansätze sind Signalwege: Zellen und Gewebe im menschlichen Organismus ‚kommunizieren‘ miteinander, indem sie Signale vom Zelläußeren in deren Inneres übertragen.

Eine große Rolle bei der Übertragung spielt das Signalmolekül „c-MET“. Mehrere Krebserkrankungen hängen mit einer erhöhten Aktivität des c-MET-Signalwegs zusammen. Ein Therapieansatz ist es deshalb, Wirkstoffe zu entwickeln, die c-MET hemmen. Als Beispiel ist der Inhibitor ARQ 197 zu nennen. Der auch Tivantinib genannte Wirkstoff steht derzeit in der dritten Phase der klinischen Prüfung für die Zulassung bei Leberzellkrebs, steht also unmittelbar vor der Anwendung. Auch für andere Tumorerkrankungen durchläuft er derzeit Studien.

Ein weiterer Ansatz sind Tumorimmuntherapien. „Sie beruhen auf der Hypothese, dass einige Wirkstoffe die Checkpoints des Immunsystems blockieren können“, führt Professor Malek aus. Denn Krebszellen sind in der Lage, die körpereigene Abwehr auszutricksen. Dies ließe sich durch Medikamente verhindern, das Immunsystem käme wieder in Fahrt und könnte die Tumorzellen bekämpfen. Ein Wirkstoff mit diesem Prinzip, Ipilimumab, ist seit 2011 für Patienten mit fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs zugelassen.

Vorerst noch im klinischen Stadium befinden sich virotherapeutische Ansätze: Ihnen zugrunde liegt die Erkenntnis, dass sich Tumorerkrankungen während einer Virusinfektion eines Patienten verbessern. Geforscht wird derzeit unter anderem mit Herpes- oder Masernviren. Außerdem beschäftigt sich die Forschung mit einer Therapie, in deren Mittelpunkt die Zerstörung von Tumorstammzellen steht. Dahinter steckt die Idee, dass die Stammzellen der eigentliche ‚Motor‘ der Krebserkrankung sind. Doch richten sich klassische Behandlungsmethoden wie Chemotherapie oder Bestrahlung vor allem gegen differenzierte Tumorzellen. Die sich nur langsam teilenden Stammzellen überleben die Behandlung oft und lösen womöglich Jahre später einen Rückfall aus.

Beim 120. Internistenkongress stellt Professor Malek am Beispiel von Tumoren der Leber und der Gallenwege neueste Therapieansätze vor. „Wir werden Patienten mit malignen Erkrankungen damit künftig besser gerecht werden können“, hofft er.
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)