Alle Beiträge von Minge

Hubble-Daten erklären Dunkle Materie – Mit beeindruckenden Aufnahmen

(ESA) – New data from the NASA/ESA Hubble Space Telescope provides further evidence for tidal disruption in the galaxy NGC 1052-DF4. This result explains a previous finding that this galaxy is missing most of its dark matter. By studying the galaxy’s light and globular cluster distribution, astronomers have concluded that the gravity forces of the neighbouring galaxy NGC 1035 stripped the dark matter from NGC 1052-DF4 and are now tearing the galaxy apart.

23.11.20  Mysterious Dark Rays

16.11.20  Cosmic Cinnamon Bun

09.11.20  Contorting Giants

02.11.20  A Waterfall of Stars

26.10.20  Beauty From Chaos

19.10.20  Galactic Waterspout

12.10.20  A frEGGS-plosion of Star Formation

05.10.20  Survey of the Stars

 

29.11.20 Die Regierung pumpt Billionen in die Wirtschaft um die Folgen von Corona zu bewältigen

Gedanken zur wundersamen Geldvermehrung in Corona Zeiten.
Die Regierung kann man nicht nur in Deutschland setzen ungeheure Summen an Euro für die Rettung der Wirtschaft ein. Ist das zu verantworten, oder haben diejenigen Recht, die unseren Staat ablehnen ? Ist das Lügenpresse, wenn darüber berichtet wird ?
Die AFD hält heute ihren Parteitag ab, natürlich als Präsenzveranstaltungen gegen den Rat gut meinte Wissenschaftler. Ihre Anhängerschaft rekrutiert sich ja vor allen Dingen auch ausbürgern, die unseren Staat nicht mehr verstehen. ich möchte nicht alles kritisieren, z.b. hat ihr Chef Jörg Meuthen jetzt eine, für ihn nicht unbedingt vorteilhafte Rede gehalten. er versucht der AFD Vernunft beizubringen, allerdings wird ihm das kaum gelingen. Faschisten sind eben nicht zu überzeugen. Eine einmal gefasste Meinung behalten sie bis an ihr Lebensende.
Mit sachlicher Kritik ist ihnen kaum beizukommen aber zumindestens sollten wir verstehen warum es so viele Menschen gibt bin aufs Maul schauen.
ein moderner Staat ist sehr kompliziert und es sind nicht nur Willkürlichkeit in die die Politiker treiben. Dazu gehört auch die Subventionierung der Corona folgen. Aber wie wirkt auf einen normalen Bürger, der zu Hause mit seinen Sorgen sitzt, das da Milliarden und Abermilliarden ja bis hin zu Millionen verteilt werden.

Sehen und hören sich dazu meinen Beitrag an. Herzlichen Dank für die Geduld und ihre Wissbegierde.

Folge 151: Der Vernunft eine Chance

Folgt auf Corona eine Bankenkrise? EZB will vorbeugen – ob das reicht?

(Morning Briefing) – Der Schriftsteller Max Frisch brauchte für seine Groteske über die Vorhersehbarkeit des Unglücks noch drei Figuren, den Biedermann und die beiden Brandstifter. Wir erinnern uns: Gottlieb Biedermann liest in der Zeitung über eine Serie von Brandstiftungen, die durch harmlose Hausierer verursacht wurden. Dennoch lässt er zwei Männer unter seinem Dach nächtigen, früh ahnend, später wissend, dass sein Eigentum bald lichterloh brennen wird.

Die Wirklichkeit ist raffinierter als die Fiktion: In der EZB verschmelzen Biedermann und Brandstifter zu einer Institution. Man weiß aus dem Geschichtsbuch, wohin eine Politik der enthemmten Geldflutung führt; dennoch lässt man die Druckmaschinen Tag und Nacht rattern. Irgendwas muss schließlich immer gerettet werden – die Griechen, der Euro, die Banken und die vom Virus befallenen Volkswirtschaften sowieso.

Doch die EZB weiß, dass sie mit ihrer Nullzinspolitik dem Geld den Preis raubt und so die Banken und ihre Kreditnehmer zum Leichtsinn verführt. Wenn die Konjunktur kippt, steht das Kreditbuch in Flammen. Deshalb müssen die Banken nun mit einer Durchleuchtung ihrer Kreditbestände durch die Bankenaufsicht der EZB rechnen.

Die 120 direkt von der EZB beaufsichtigten Großbanken der Eurozone sollen mit einer eigens für ihre Durchleuchtung geschaffenen Online-Inspektion heimgesucht werden, um deren Kreditbücher zu analysieren. Die Risiken im Kreditbestand müssten in Zeiten der Pandemie neu bewertet und gewichtet werden, sagt die EZB, die Böses ahnt. Es gehe darum, „Klippeneffekte“ zu erkennen, die sich durch das Ende von Kurzarbeitergeld und anderen staatlichen Rettungsinjektionen ergeben.

Der Biedermann wird in diesem Akt gespielt von Stefan Walter, Generaldirektor der Europäischen Zentralbank. Der heutigen „Börsen-Zeitung“ erklärt er:

Uns ist nun sehr wichtig, dass Banken zwischen ihren Krediten differenzieren; dass sie sich fragen, in welchen Bereichen es Probleme geben könnte, wenn die Stützungsmaßnahmen und die Moratorien ablaufen. «

Denn in der Tat: Schnell könnte die Pandemie eine Bankenkrise entfachen, wenn die Kredite ins Rutschen geraten und die Investoren den Geldhäusern das Vertrauen entziehen. Die Börsenkurse vieler Institute stehen wackelig da. Die EZB will es nicht gewesen sein. Daher wird jetzt alles untersucht und durchleuchtet – nur die eigene Rolle nicht.

Der Biedermann EZB möchte, das die Angelegenheit so friedvoll-ironisch endet wie in der Romanvorlage.

Babette: Gottlieb?

Biedermann: Still.

Babette: Sind wir tot?

Biedermann: Natürlich sind wir tot.

Babette: Gottlieb?

Biedermann. Still jetzt.

Babette: Wo sind wir denn jetzt?

Biedermann: Im Himmel. Wo sonst

Psychologe analysiert die Demonstrationen und die Leute bei der Anti Corona Demonstration

(t-online) – Das sagt der Experte für Verschwörungstheorien:
Impfungen durch Nano-Sonden, die große Drosten-und-Merkel-Diktatur: Michael Butter beschäftigt sich von Beruf aus mit „Alternativen Fakten“ – auch zur Corona-Pandemie. Der Professor an der Uni Tübingen forscht eigentlich im Fach Amerikanistik. Doch seit einiger Zeit wird er mehr und mehr zu dem deutschen Experten für Verschwörungstheorien. In den Parolen vieler Demonstranten sieht er vor allem eine neue Taktik der Rechtsextremen: „Es gibt vonseiten der Neuen Rechten nicht mehr den Versuch, die Geschichte des Nationalsozialismus umzudeuten, weil sie gemerkt haben, dass das nicht funktioniert und dass das tabu ist.“

Stattdessen würden sie versuchen, sich selbst gegen rechts zu inszenieren. So will man Demokratie als Diktatur erscheinen lassen. Dabei sei es nur der nächste logische Schritt, dass man beim Infektionsschutzgesetz den Begriff „ermächtigen“ aufnehme und behaupte, dass hier dasselbe passiere wie 1933.

Neufassung des Infektionsschutzes: Verschwörungstheoretiker protestieren
Corona-Protest in Berlin: “Ich darf doch sterben, wenn ich will, oder?“
Unklar, ob Trendwende: RKI-Chef: Corona-Fallzahlen “immer noch viel zu hoch“
Auch Verschwörungstheoretiker aus der linken Szene spielen eine Rolle. Butter: „Da gibt es schon seit Jahren die Meinung, Deutschland driftet ab in eine Diktatur, das wird da wirklich geglaubt. Diese beiden Richtungen stören sich nicht aneinander, sie brüllen die gleichen Parolen. Dadurch ist eine Querfront entstanden, die sich emotionalisiert und mobilisiert hat.“ Wenn Menschen diese Theorien glauben, werde es schwer, sie davon abzubringen, so der Experte. Die einzige Chance sei: „Über einen langfristigen Zeitraum und im privaten Kontext Dialogbereitschaft signalisieren, Fragen stellen. Nur so kann eine Selbstreflexion in Gang gesetzt werden.“

Sie mit der Tatsache, dass es sich bei ihren Vorstellungen um Verschwörungstheorien handelt, zu konfrontieren, habe dagegen den genau gegenteiligen Effekt: „Denn alles wird umgedeutet und zum Beweis für die Verschwörung gemacht.“ Seine Lösung ist daher ähnlich wie die der Polizei: Geduld. Butter: „Ich kann jeden verstehen, der diese Geduld nicht aufbringen kann. Eigentlich ist das aber die einzige Möglichkeit, um noch eine Chance zu haben.“

Mikroprozessor-Chips werden immer leistungsfähiger – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Meine erste von mir 1972 moderierte Sendereihe lautete ‚Einführung in die Elektronik‘ (13 Folgen). Zwei Jahre später folgte die Sendereihe ‚Einführung in die Digitaltechnik (ebenfalls 13 Folgen) mit Seminaren, begleitet vom VDI. Etwa 800.000 verkaufte Bücher bewiesen die Akzeptanz. Aber die Halbleiter-Technik ging mit rasanten Schritten weiter. Es erschienen die ersten Mikroprozessoren mit mittlerweile schon mehr als 1000 Transistorfunktionen auf einen Chip. Die Folge war, dass ich bereits 1978 im ersten Programm der ARD als Autor eine Sendung produzieren und moderieren durfte mit dem Titel: ‚Intelligenz in Miniatur – Mikroprozessoren revolutionieren die Technik‘. Daraufhin bekam ich den ersten Preis für Wissenschaftsjournalisten, den sogenannten Batelle-Preis verliehen, dotiert mit 10.000 DM. Vor allen Dingen ging es darum, Hartware zu ersetzen durch Software. Ich war also eng mit dem Thema verbunden, hätte aber nie geglaubt, dass es irgendwann einmal möglich werden würde, auf einem kleinen Siliziumplättchen – nicht größer als ein Daumennagel – mehr als eine Milliarde Transistorfunktionen unterzubringen und so zu vernetzen, dass ein ganzer Computer untergebracht werden konnte. Früher hätte man dazu mehrere Räume – vollbepackt mit Elektronik – benötigt.

Alles dies sind Voraussetzungen mittlerweile für eine sogenannte ‚Künstliche Intelligenz‘ – aber besser ausgedrückt mit maschinelles Lernen – möglich wurde. Das heißt, ein solch kleines Computersystem kann nicht nur das vollführen, was die Software ihm vorschreibt, sondern ist in der Lage zu lernen – aus Fehlern, aber auch aus Erfolgen. Doch wer von uns Bürgern weiß noch, worauf z. B. ein System wie das Smartphone aufbaut. Fünf amerikanische Konzerne haben daher eine Art Weltmonopol geschaffen, dass die Utopie von George Orwell, der das in seinem Buch 1984 als Warnung beschrieben hat, irgendwann einmal möglich wird.

Umso schlimmer ist es, dass wenige Menschen nur noch an diesem Prozess beteiligt sind. Einer, der für diese rasante Entwicklung mitverantwortlich ist, ist Steve Jobs, der Gründer von Apple, einer der kreativsten Menschen, die je geboren wurden.

Nur so nebenbei bemerkt: Er musste sich selbst der Natur beugen und starb an Krebs.

Wir haben eine Art technischen Turmbau zu Babel gebaut, der es ermöglicht, mit Unvernunft bequem zu leben, aber ohne Vernunft wird dieser Turmbau zu Babel wie in der Bibel zusammenbrechen. Das sind Gedanken, die mich in der letzten Zeit sehr stark beschäftigen, nehmen Sie es mir bitte nicht übel

Jean Pütz

(XING) – Die Apple-Revolution: Kampfansage aus Cupertino – wie der M1-Chip den PC-Markt umkrempeln wird

Apple macht sich mit einem eigenen Computer-Chip unabhängig. Die Präsentation der ersten drei Mac-Modelle mit „Apple Silicon“ läutet das Ende der Intel-Ära bei Apple ein. Das könnte sich auf den gesamten PC-Markt auswirken.

Bei Apple beginnt ein neues Zeitalter: 15 Jahre lang hat der Konzern seine Macintosh-Computer mit den Chips von Intel gebaut. Künftig gehen Apple und Intel aber getrennte Wege. Der iPhone-Konzern hat nun die ersten drei Mac-Modelle mit Chips aus eigener Entwicklung vorgestellt.

Apple verspricht, dass die Computer dadurch deutlich schneller und auch stromsparender arbeiten. Mit dem Umstieg kann der Konzern zudem erstmals seine Macs auf derselben Software-Plattform wie seine iPhones und iPads betreiben. „Dies ist ein historischer Tag für den Mac“, sagte Apple-Chef Tim Cook.

M1 – kein einfacher Mikroprozessor
Der hauseigene Chip mit der Bezeichnung M1 ist nicht nur ein einfacher Mikroprozessor, sondern ein komplexes „System on a Chip“. In ihm stecken 16 Milliarden Transistoren. Der Hauptprozessor besteht aus acht Kernen, vier davon erledigen Hochleistungsanforderungen, die anderen vier kommen stromsparend ins Spiel, wenn leichtere Aufgaben erledigt werden müssen.

Dazu kommen ein leistungsfähiger Grafikchip sowie der geheimnisumwitterte Sicherheitschip „Secure Enclave“. Und das gesamte M1-System kann auf einen gemeinsamen Arbeitsspeicher zugreifen.

Dies ist ein historischer Tag für den Mac
Cook ist aber auch klar, dass die Kunden einen Computer nicht vorrangig wegen einer neuen Chip-Architektur auswählen. Daher standen bei der Videopräsentation aus dem Apple-Hauptquartier ganz praktische Dinge im Vordergrund.

Akkulaufzeit fast verdoppelt
So betonte Apple, dass sich die Akkulaufzeit fast verdoppeln werde. Apps würden viel schneller als bisher starten, und auch anspruchsvolle Programme liefen flüssiger, versprach Software-Chef Craig Federighi. Wie beim iPhone soll ein spezieller Bereich zum Beispiel die Bildbearbeitung mit maschinellem Lernen verbessern.

Apple hat seine ersten Mac-Computer mit Chips aus eigener Entwicklung statt Intel-Prozessoren vorgestellt.

Apple stattete mit dem M1-Chip unter anderen das populärste Mac-Modell aus, das Macbook Air. Es kommt nun ohne einen Lüfter aus. Dank des sparsameren Chips halte die Batterie 15 Stunden Surfen im Web und 18 Stunden Videowiedergabe stand. Das Macbook Air ist der populärste Apple-Computer.

Außerdem bekommen auch das leistungsstärkere Macbook Pro mit 13-Zoll-Display und der Tischrechner Mac Mini den neuen Apple-Prozessor. Beim Macbook Pro spricht Apple von 17 Stunden Surfzeit und 20 Stunden Videowiedergabe. Beim Mac Mini und dem Macbook Pro behält Apple zunächst auch Modelle mit Intel-Chips im Angebot – das Macbook Air gibt es beim Konzern dagegen nur noch mit dem M1. Äußerlich sehen die Geräte aus wie bisher.

Das Ende der Intel-Vorherrschaft?
Apple bricht mit dem Umstieg aus der eingefahrenen Spur der PC-Branche aus, die bisher von Intel-Prozessoren dominiert wurde. Die M1-Chips basieren auf der Architektur des Chipdesigners ARM, mit der auch die iPhones und iPads laufen. Damit können die Entwickler auch iPhone-Apps auf die Macs bringen.

Ursprünglich auf Intel-Prozessoren zugeschnittene Mac-Programme, die noch nicht für die Apple-Chips angepasst wurden, sollen unterdessen in Echtzeit „übersetzt“ werden. Dabei gebe es keine Leistungseinschränkungen, betont Apple. Weiterhin mit Intel-Chips ausgestattet bleiben vorläufig die iMac-Modelle und der Profi-Rechner Mac Pro.

Neben dem neuen Betriebssystem macOS Big Sur und Apple-eigenen Apps wie der Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro werden kurzfristig auch Programme von Drittherstellern die neuen Möglichkeiten des M1-Systems direkt ausnutzen, darunter Fotobearbeitungssoftware von Adobe und Computer-Spiele.

Umstieg kommt wenig überraschend
Der Umstieg kündigte sich bereits seit einiger Zeit an. Auf iPhone und iPad war es Apple gelungen, durch hauseigene Chipentwicklung viel Leistung in kleines Format zu packen. Beim Mac musste der Konzern dagegen wiederholt auf neue Prozessoren von Intel warten. Bei der Ankündigung des Umstiegs im Juni hieß es, er solle binnen zwei Jahren alle Modelle erfassen.

Für die Macs ist es der dritte Wechsel der Chip-Plattform nach dem Übergang von Motorola zu IBMs PowerPC Anfang der 1990er Jahre und zu Intel im Jahr 2005.

Die Frage ist nun, ob Apples Beispiel in der Branche Schule machen könnte, wenn die M1-Macs ihren Nutzern einen spürbaren Vorteil gegenüber Computern anderer Hersteller mit Intel-Chips bieten können. Unter anderem Microsoft und Samsung haben bereits Laptops mit Chips auf Basis der ARM-Architektur im Angebot, sie blieben bisher aber eher Nischenmodelle. Neuer Schub könnte von dem chinesischen Technologiekonzern Huawei ausgehen. Wegen der von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen versuchen die Chinesen ohnehin, eine eigene Chipproduktion aufzubauen.

Journalist, vertrieben wegen Verschwörungstheorien, musste aus Ungarn fliehen

(Zeit Online) – Leipzig, Berlin, Social Media, die tägliche Begegnung mit Verschwörungserzählungen. Die Saat der Aufwiegler und Demokratiefeinde geht auch in Deutschland auf und untergräbt unsere Demokratie. Welche Parallelen es zu den Zuständen in Ungarn gibt und warum Deutschland nicht die gleichen Fehler machen sollte, beschreibt Goran Buldioski von den Open Society Foundations.

Ich musste aus Ungarn fliehen – wegen Viktor Orbán. Berlin ist mein neues Zuhause geworden. Ich fühle mich frei in meinem Charlottenburger Kiez mit all seinen Gegensätzen: Neuberliner und Urberliner, Konservative und Linke, coole Hipster und Leute wie ich – für alle scheint hier Platz zu sein und ich könnte fast die dunklen Tage in Viktor Orbáns Ungarn vergessen. Aber eben nur fast, denn der Schein trügt.

Ich arbeite für die Open Society Foundations. Wir unterstützen Organisationen, die unsere Demokratie stärken. Unser Gründer ist der ungarisch-amerikanische Holocaust-Überlebende und Philanthrop George Soros, der dazu beitragen will, eine gerechtere Welt zu schaffen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, das gefällt nicht allen. In Ungarn habe ich erlebt, wie sich absurde Verschwörungsmythen immer mehr festsetzen konnten – und so den Boden bereitet haben für unsere spätere politische Verfolgung. Am Ende wurden wir zu finsteren Gestalten degradiert. Wir konnten die Sicherheit unseres Teams in Budapest nicht mehr sicherstellen und flohen nach Berlin.

Jetzt habe ich Sorge, dass Deutschland ähnliche Fehler macht. Insbesondere die jüngsten Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Leipzig und Berlin beunruhigen, denn die zeugen von einem Diskurs, in dem sich – zum Teil legitimer – Protest mit menschenfeindlichem Verschwörungsglauben auf ungute Weise vermischen. Diese Verschwörungsmythen sind hanebüchen, aber deswegen nicht weniger wirksam. Sie bleiben in den Köpfen vieler Menschen hängen, verunsichern sie und machen sie instrumentalisierbar. Viele gehen auf die Straße – auch Seite an Seite mit Rechtsextremen, die ungehindert durch deutsche Innenstädte marschieren können. Sie beschwören geschichtsvergessen das Schreckgespenst eines Ermächtigungsgesetzes. Es ist so absurd, dass man sich gar nicht weiter damit befassen mag. Aber wir dürfen nicht wegsehen. Davon bin ich mit Blick auf unsere Erfahrung in Ungarn fest überzeugt.

Ansprechbar für unanständige Politiker
Deutschland ist nicht Ungarn. Aber auch hier wächst der Hass auf die sogenannte politische Elite. Und in Ungarn haben wir gesehen, was passiert, wenn Verschwörungsmythen größeren Anklang in der Gesellschaft und mediale Resonanz finden: Sie generieren automatisch politisches Kapital. Denn Menschen, die diesen obskuren Ideen anhängen, glauben, das „politische Establishment“ würde bestimmte Probleme ganz bewusst ignorieren. Sie wähnen dunkle Mächte am Werk. Und sind ansprechbar für unanständige Politiker, die sich als Heilsbringer dieser wütenden und angeblich ignorierten Masse inszenieren. Um zu sehen, wie das in der Praxis funktioniert, muss man nicht in die USA zu Donald Trump oder nach Ungarn zu Viktor Orbán schauen. Genau die gleiche Masche wendet die angebliche Alternative für Deutschland hier bei uns an.

Ich beobachte häufig, dass viele das Problem der Verschwörungsmythen unterschätzen. Es sei doch nur eine kleine Minderheit, die da versuche, den Bundestag zu stürmen. Diese Haltung ist bequem. Sie ist aber vor allem naiv. In Ungarn begann es mit einer Plakatkampagne, wonach Soros angeblich die Staatsgrenzen abschaffen und das Land mit muslimischen Einwanderern überfluten wolle. Sie zeigte einen mit Photoshop bearbeiteten grinsenden George Soros mit der Überschrift „Lass Soros nicht zuletzt lachen“. Die Mehrheit der Menschen in Ungarn erkannte genau, was das war: Lügen und Hetze. Aber sie schwiegen. Sie blieben still, weil sie dachten, keiner könnte das ernsthaft glauben. Bis es am Ende zu spät war, um die Hetze zu stoppen.

Neue Grippe-Therapie schont gesunde Zellen

(pte) – Eine neue Therapie gegen Infektionen mit dem Grippevirus könnte laut einer Studie der Purdue University auch gegen andere pathogene Virusinfektionen wie HIV und COVID-19 wirksam sein. Die in „Nature Communications“ veröffentlichten Ergebnisse liefern Details über einen gezielten Therapieansatz bei Virusinfektionen. In einem durchschnittlichen Jahr werden allein in den USA über 2.000 Menschen wegen einer Grippe ins Krankenhaus eingeliefert. 30.000 bis 80.000 sterben an der Grippe oder damit einhergehenden Komplikationen.

Ganz spezifische Reaktion
Laut Forschungsleiter Philip S. Low zielen alle von dem Team entwickelten antiviralen Medikamente direkt auf mit dem Virus infizierte Zellen ab. „So behandeln wir die erkrankten Zellen, ohne die gesunden Zellen zu schädigen. Wir setzen diese Fähigkeit ein, um immunaktivierende Medikamente selektiv in mit Grippe infizierte Zellen zu bringen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich diese Therapie bei COVID-19 als wirksam erweisen wird.“

Das Grippevirus exportiert wie andere pathogene Viren seine Proteine in die Oberfläche der Zelle des Wirts. Dann werden entstehende Viren an die benachbarten Zellen weitergegeben und damit wird deren Verbreitung eingeleitet. Da diese exportierten Virus-Proteine in den Membranen von gesunden Wirtszellen nicht vorhanden sind, haben die Forscher das Vorhandensein von Virus-Proteinen bei infizierten Zellen genutzt. Sie entwickelten Homingmoleküle, die Medikamente auf infizierte Zellen abzielen. Dadurch wird zusätzliche Toxizität verhindert, die auftritt, wenn antivirale Medikamente von nicht infizierten Zellen aufgenommen werden.

Nicht nur für Grippe nutzbar
Low zufolge haben die Wissenschaftler ihre Tests gezielt mit dem Grippevirus begonnen, da sich die Ergebnisse oft auf andere behüllte Viren anwenden lassen. „Unsere Labortests haben gezeigt, dass das Verfahren bei mit Grippe infizierten Mäusen funktioniert, die mit der 100-fach tödlichen Dosis des Virus geimpft wurden.“ Low geht davon aus, dass die neue Therapie auch bei anderen pathogenen Virusinfektionen wie Hepatitis V, HIV und dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) wirksam sein könnte.

21.11.20 Ist Deutschland im Begriff Selbstmord zu begehen?

Etwa ein Drittel der Bundesbürger ist anfällig für Verschwörungs-Mythen.
Wer hat da versagt ?
Geht es uns so gut, dass wir nicht mehr merken, wo unser Wohlstand und ein weitgehend angstfreies Leben seinen Ursprung haben? Hat die Bildung versagt, die uns gegen solche Auswüchse auf breiter Front immunisieren sollte? Ist unsere Welt so kompliziert geworden, dass nur noch wenige Menschen die Entwicklung von Wissenschaft und Technologie nachvollziehen können? Begreifen sie nicht, worauf unsere freie liberale Demokratie aufbaut?
Sehen und hören Sie dazu meinen Kommentar.

Folge 150: der Vernunft eine Chance.

14.11.20 Den Anti- Corona-Marschierern ins Gästebuch

Sie nennen sich ja Querdenker, aber sie merken nicht, dass Sie sich auf einem Paralleluniversum befinden, z.B. auf dem Sirius oder Orion oder Mond. Beim Krieg der Sterne würden Sie möglicherweise sogar mit Orden geehrt werden. Oder beim nicht stattfindenden Kölner Karneval.

Kurz und bündig: Ihr seid auf dem Holzweg, wie kann es sein, dass Ihr wissenschaftliche Erkenntnisse- genauso wie der gescheiterte Donald Trump – völlig verneint. Ihr nutzt die Errungenschaften unserer technisch-wissenschaftlichen Welt, merkt es aber nicht oder meint es besser zu wissen.

Ehrlich gesagt, und nehmt mir das nicht übel, Ihr macht euch lächerlich. Wisst Ihr eigentlich: Um ein heutiges Smartphone herzustellen, ungeheuer viel Kreativität aus Technik und Wissenschaft nötig wurde. Man kann eben nicht mehr nach dem in uns tief verankertem Prinzip die moderne Welt betrachten: „Was nicht sein darf, das nicht sein kann. Vielleicht macht Ihr Euch da mal ein paar Gedanken drüber.
Ihr Jean Pütz

Folge 148 der Vernunft eine Chance

Deutscher Unternehmer kritisiert die Trump-Ära

(WirtschaftsWoche) –  Herr Grupp, die USA-Wahl ist vorbei. Was denken Sie?

Wolfgang Grupp
: Ich bin erstaunt, dass es so knapp wird für Joe Biden. Ich dachte, er würde einigermaßen klar gewinnen. Die Entscheidung der Amerikaner, bei der letzten Wahl Trump zu wählen und ihm auch dieses Mal so viele Stimmen zu geben, vertieft meine Skepsis gegenüber den USA. Trump zeigte schon als Unternehmer keine Verantwortung, lässt sich nach mehreren Pleiten immer noch als Milliardär feiern und wird dafür mit dem höchsten Amt belohnt. Also ich sage Ihnen: Mit diesem Land stimmt etwas nicht. Trump hat in guten Jahren kassiert und in schlechten Jahren die Verluste auf die Gläubiger und die Gesellschaft abgewälzt. Man benutzt den anderen, solange man ihn braucht, und dann schmeißt man ihn weg. Wenn dies ein Vorbild sein soll, wenn die Wähler ausgerechnet ihm den Auftrag geben, die USA zu führen, dann will ich mit diesem Land lieber nichts zu tun haben. Sie könnten mir viel Geld bieten, ich würde geschäftlich nie nach Amerika gehen.