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10.02.21 Eine kurze Bilanz, einen Tag nach der Impfung

Eine kurze Bilanz, einen Tag nach der Impfung mit dem mRNA Impfstoff. Es gilt das gesprochene Wort. Allerdings einen kleinen Hintergedanken habe ich auch, auf meinen letzten Facebook Beitrag, wo ich direkt nach der Impfung mich gemeldet hatte, habe ich wieder mal über 700 schriftliche Antworten von Ihnen bekommen. Bitte verstehen Sie dass ich das nicht alle einzeln beantworten kann. Aber vielleicht reicht diese Berichterstattung über mein heutiges Befinden.

Herzlichst ihr Jean Pütz

 

03.02.21 Wer steht am Pranger, die Politik, die Impfstofflieferanten oder andere? – Eine Erklärung!

Bei Parteien und In den Medien wird krampfhaft nach den Schuldigen gesucht. Dabei kocht jeder sein eigenes Süppchen. Die dabei zum Vorschein kommende mangelnde Sachkenntnis, ein gefundenes Fressen für die sogenannten Querdenker, Gefühl gesteuerte Impfverweigerer, viele faschistoide Besserwisser, linke Kollektivisten und vor allem Anhänger von diversen Verschwörungstheorien. Das ist eine spezielle Kooperation, die passen eigentlich nicht zusammen, doch sie haben alle ein Ziel, die Menschen zu verunsichern, damit sie ihre Ideologien besser verbreiten können. Leider finden sie auch in den Medien Beachtung. Tatsache ist, dass die gewünschte Produktion der Impfstoffe, genauso wie das Corona-Virus selbst, nicht von Meinungen abhängen, sondern naturwissenschaftlichen und technischen Bedingungen unterliegen. Auch Parteiengezänk und Profilierungssucht führen nicht weiter. Selbst die Ausrufung des nationalen Notstandes mit der wohlfeilen Forderung nach Verstaatlichung der Patente würde nicht zur Beschleunigung und besseren Verteilung der Impfseren führen. Wie so oft ist bei dem ganzen Getue der Wunsch der Vater des Gedankens. Unbestritten ist, dass das Impfen die effizienteste Möglichkeit ist, endlich dem Coronavirus die Stirn zu bieten.

Dabei stehen etliche Produktionsmethoden zur Verfügung, ja, ich denke, dass wir sogar an der Schwelle einer genialen Möglichkeit stehen, Impfstoffe und Medikamente für die Zukunft in ungeahnter Geschwindigkeit herstellen zu können, die wir den Fortschritten der Bio- und Nano-Technologie verdanken. Die Wissenschaft ist heutzutage in der Lage, einzelne Moleküle im Bereich von millionstel Millimeter wie Bausteine zusammen zu setzen. Auch die Gentechnologie mit der Genschere hat dazu Werkzeuge geliefert, die es ermöglichen, von einem Virus nur die Teile oder die Sequenzen seiner Erbsubstanz herauszutrennen, die in unserem Körper die Reaktion unseres Immunsystems letztlich auslösen, so dass er dem Virus widerstehen kann. Unser Immunsystem ist sowieso die umfangreichste Apotheke, die es gibt. Die tragen die Menschen ebenso wie alle Säugetiere immer mit sich herum.

Früher impfte man mit abgeschwächten Viren. So sind z. B. die Pocken und viele andere Seuchen wie z. B. Masern, Kinderlähmung usw. behandelt worden. Da waren Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Darauf beruht heute noch die Skepsis der Impfgegner. Aber selbst mit diesen Impfstoffen verhinderte man das Risiko zu erkranken im Verhältnis von mindestens Hunderttausend zu eins, also das kleinere Übel. Diese Art der Impfstoffe nennt man Vektor-Impfstoffe. Dazu gehören z. B. der Impfstoff von AstraZeneca, der russische Sputnik, dessen Wirksamkeit jetzt auch diskutiert wird, und einige andere, die noch in der Entwicklung sind.

Demgegenüber steht die ganz neue Impfstoff-Generation auf Basis der mRNA (messengerRnA = Boten RNA, zu denen gehören diejenigen der Mainzer Firma BioNtech/Pfitzer, die der amerikanischen Firma Moderna (beide auch in der EU zugelassen) und der Tübinger Firma CureVac. Diese Firma kooperiert offenbar jetzt mit der englischen Firma Glaxo (GSK). Wenn ich mich recht erinnere, war auch Bayer im Gespräch, aber diese deutsche Firma hat sich mit dem Kauf von Monsanto so verzockt, dass sie nicht würdig war. Sie hat die zweite Testphase erfolgreich abgeschlossen und wird wahrscheinlich nach der dritten Ende April von der EU akzeptiert.

In meiner Moderation oben gehe ich ausführlich auf die mRNA-Methode ein. Alle diese Impfstoffe haben eins gemeinsam: Es sind sehr komplizierte Herstellungsverfahren, die nicht einfach aus dem Hut gezaubert werden können. Politischer oder populistischer Druck und sogar Festlegung auf feste Lieferzeiten sind seitens dieser Lieferfirmen nicht möglich, wenn die die so wichtige Qualität des Impfstoffs aufrecht erhalten werden soll. Wenn auch nur ein Rohstoff Lieferprobleme bereitet oder in der Massenproduktion eine Komponente defekt geht, können zeitliche Lieferzusagen aus juristischen Gründen nicht gegeben werden.

Gestatten Sie mir noch eine persönliche Bemerkung:

Ich habe kein Video-Studio. Meine Moderation kann ich auch nicht ablesen, sondern muss sie frei halten, sozusagen in einem durch. Die Graphik habe ich per Hand gefertigt. Bitte entschuldigen Sie, dass das nicht ganz so professionell aussieht.

Damit Sie nicht nur mir allein glauben müssen, füge ich hier zwei Links bei, die das Thema ebenso aufgreifen und zum Verständnis beitragen. Für Interessierte lohnt es sich, sich die Zeit zu nehmen.

Ein Podcast des DLF mit dem Titel: ‚Produktion von Impfstoffen‘ von Rolf Krauter

Warum der neue mRNA-Impfstoff ungefährlich ist und so schnell entwickelt werden konnte.

Folge 162 Der Vernunft eine Chance

 

Warum der neue mRNA-Impfstoff ungefährlich ist und so schnell entwickelt werden konnte – Mit einer Einschätzung von Jean Pütz

Herzmediziner aus den USA habe eine hervorragende Argumenten und Erklärung geliefert, warum die Vorbehalte von Impfgegnern auf diese neue technologische Entwicklung Unrecht haben. Der Artikel ist schon Ende Dezember im renommierten Journal of the American College of Cardiology (JACC) Basic Translation Science erschienen. Wir haben ihn für Sie übersetzt und etwas vereinfacht. Auch wenn es an Kardiologen gerichtet war, wollte ich es Ihnen nicht vorenthalten. Für Fachleute interessant sind auch die Literaturangaben.

Jean Pütz

(RKI) – Neuer Corona-Impfstoff: 5 Dinge, die nicht nur jeder Kardiologe wissen sollte
Noch nicht jeder in der Bevölkerung ist überzeugt von dem neuen Impfstoff. Greift die Impfung in die DNA ein? Welche Nebenwirkungen gibt es? Um auf kritische Fragen vorbereitet zu sein, haben Kardiologen aus den USA nun die wichtigsten Aspekte zu den neuen RNA-Vakzinen im Journal of the American College of Cardiology (JACC) Basic Translation Science zusammengefasst.

1. Worin unterscheidet sich der RNA-Impfstoff von anderen Impfstoffen?
Bei dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech handelt sich um einen sog. mRNA-basierten Impfstoff. Wenn die EMA grünes Licht gibt, wäre es der erste, auf diesem Prinzip funktionierende Impfstoff, der in Deutschland außerhalb von Studien eingesetzt wird. Das erklärt auch, warum manche Menschen der neuen Vakzine misstrauisch gegenüberstehen.

Ein Argument der Skeptiker: Der Impfstoff würde in das menschliche Genom eingreifen. Das ist falsch. Entgegen halten kann man dem, dass die im Impfstoff enthaltene synthetische mRNA nicht in den Zellkern gelangt, in der sich das Genom befindet. Sie kommt also gar nicht mit der menschlichen DNA in Kontakt. Die synthetische mRNA wird zudem von zellulären Enzymen abgebaut, nachdem sie zu Protein translatiert wurde.

Wir funktioniert nun der Impfstoff? Die Vakzine enthält den Bauplan für die Rezeptordomäne des für den Viruseintritt entscheidenden Spike-Proteins. In Lipid-Nanopartikeln verpackt gelangt die mRNA in die Zelle und wird dort von der zellulären Translations-Maschinerie translatiert und posttranslational modifiziert. Das entstehende Virusprotein wird vom Immunsystem als fremd erkannt und eine Immunantwort wird ausgelöst.

Skepsis herrscht aber auch, weil der Impfstoff vergleichsweise extrem schnell entwickelt worden ist und die einzelnen Studienphasen durchlaufen hat. In ihrem Überblick erklären die US-Mediziner, warum das möglich war. Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von RNA-Vakzinen sei bereits vorhanden gewesen, und könne auch schneller aufbereitet werden wie Bestandteile der konventionellen Impfstoffe, für die Hühnereier oder andere tierische Zellexpressions-Systeme benötigt werden.

Sprich, die Plattform-Technologie für die Entwicklung der Impfstoffe gab es bereits, die Schablone musste quasi nur noch an das Genom des neuen Virus angepasst werden. Als die Gensequenz von SARS-CoV-2 bekannt wurde, dauerte es deshalb nur wenige Wochen, bis der erste mRNA-Impfstoff die Phase I erreicht hat.

Bei den RNA-Vakzinen gibt es im Übrigen zwei Arten: selbstampiflizierende und nicht selbstreplizierende, zu letzteren gehört neben BNT162b2 auch der Impfstoff der Firma Moderna (mRNA-1273).

Als Nachteil der RNA-Vakzine sehen die US-Kardiologen die aufwendige Kühlkette, die erforderlich ist. BNT162b2 muss bei –70°C, die RNA-Vakzine von Moderna (mRNA-1273) bei –20°C aufbewahrt werden. Beide Impfstoffe müssen zudem zweimal injiziert werden, um effektiv zu sein.

2. Wie ist das Sicherheitsprofil im Vergleich zu anderen Impfstoffen?
Zuallererst: Bei jeglichen Impfungen können Nebenwirkungen auftreten. Diese seien aber in der Regel nicht schwerwiegend, so die US-Kardiologen. Auch die in den Studien berichteten Nebenwirkungen mit den beiden RNA-Vakzinen sind meist milde (˃ 80%) oder moderat ausgefallen und äußerten sich ähnlich wie die anderer traditioneller Impfstoffe. So kam es häufig zu Fieber und Schüttelfrost (bei 40–60% der Probanden in der Phase I). Daneben traten Fatigue, Kopfschmerzen, Myalgien, Übelkeit und Schmerzen auf. Die Erkrankungsvorfälle, aufgrund derer es zu vorrübergehenden Studienstopps gekommen ist, konnten in keinen der Fälle mit dem Impfstoff in Verbindung gebracht werden.

Seit Beginn des Impfprogramms mit BNT162b2 in Großbritannien ist es dort zu  zwei Fällen einer Anaphylaxie gekommen, und einem möglichen Fall einer anderen allergischen Reaktion. In seinen „Safety Issues“ rät der Hersteller deshalb davon ab, die Vakzine bei Menschen einzusetzen, bei denen in Vergangenheit schwere allergische Reaktionen aufgetreten sind. Der Anteil an der Gesamtzahl der vorgenommenen Impfungen wird aber als sehr gering eingestuft. Auch bei anderen herkömmlichen Impfstoffen sind allergische Reaktionen auf die Vakzine bzw. darin enthaltene Bestandteile möglich.

Wichtig gerade aus kardiologischer Sicht: Die RNA-Vakzine scheinen keine kardiopulmonalen Beschwerden zu verursachen, also weder Brustschmerzen und Dyspnoe, noch Schwellungen der unteren Extremitäten oder Palpitationen.

Was ist mit Langzeitfolgen? „Weil bis jetzt noch keine RNA-Vakzine zugelassen wurde, wissen wir nichts über die Langzeitsicherheit und Effektivität der neuen Technologie“, geben die Mediziner offen zu. Sie gehen aber davon aus, dass die Impfung sicher ist, da sie keine Pathogene enthalte und deshalb nicht infektiös sei. Da die synthetische mRNA nicht in das Genom integriert werden kann (wie oben erwähnt), können keine Mutationen entstehen. Das einzige, was die US-Kardiologen für vorstellbar halten: Dass der fremde RNA-Strang eine ungewollte Immunantwort auslöst (z.B. eine Typ-1-Interferon-Ausschüttung), die Fieber und Schüttelfrost verursachen kann. Das Risiko für solche Reaktionen lässt sich ihrer Ansicht aber minimieren, durch Aufreinigung und Modifikationen der RNA-Moleküle während der Herstellung.

3. Was wir über die RNA-Vakzine noch nicht wissen?
Trotz allem gibt es durchaus noch Unklarheiten. So weiß man beispielsweise nicht, wie der Impfstoff bei schwangeren oder stillenden Frauen wirkt, weil diese in den Studien ausgeschlossen wurden. Dasselbe gilt für immunsupprimierte Patienten und Kinder unter 12 Jahren bzw. unter 18 Jahren im Falle von mRNA-1273. Weitere Studien seien notwendig, um die Sicherheit und Effektivität der Vakzinen bei vulnerablen Personengruppe zu prüfen, erläutern die US-Kardiologen die nächsten Schritte. Ein weiterer Knackpunkt: Aktuell lässt sich noch nichts über die Langzeitimmunität sagen, es ist also unklar, wie lange die Schutzwirkung der Impfung anhält.

4. Welche RNA-Impfstoffe befinden sich in der Phase III?
Die Frage lässt sich recht schnell beantworten. Zum aktuellen Zeitpunkt haben nur die beiden erwähnten RNA-basierten Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna die Phase III erreicht. Von beiden liegen auch schon Ergebnisse vor. Die Daten für BNT162b2 sind im New England Journal of Medicine publiziert, die Schutzwirkung beträgt demnach 95%. mRNA-1273 soll laut Herstellerangaben einen 94,1%igen Schutz bieten.

5. Was passiert als nächstes?
Was bis zum Einsatz der Impfung noch passieren muss, bzgl. dieser Frage ist die Publikation im JACC schon nicht mehr auf dem neuesten Stand. Denn in der Zwischenzeit hat der Impfstoff von Pfizer/BioNTech in den USA und Großbritannien bereits eine Notfallzulassung erhalten. Am 21. Dezember wird die EMA über die Zulassung in Europa entscheiden, und in Deutschland wie auch in anderen Ländern rechnet man fest damit, dass die Behörde grünes Licht geben wird.

In Deutschland steht der Termin für den Impfstart deshalb schon fest: Am 27. Dezember soll es losgehen. Die Vorbereitungen sind vielerorts angelaufen. Corona-Impfzentren wurden aus dem Boden gestampft. Die STIKO hat gerade erst die Impfpriorisierung endgültig festgelegt. Demnach sollen als erstes Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Hochbetagte in einem Alter über 80 Jahre geimpft werden. Zudem medizinisches Personal mit hohem Ansteckungsrisiko und mit engem Kontakt zu vulnerablen Personengruppen, zum Beispiel in den Intensivstationen und Notfallaufnahmen, in der Versorgung von COVID-Patienten oder in der Onkologie/Transplantationsmedizin sowie das Pflegepersonal in den Heimen.

27.01.21 Katastrophale Verträge mit den Impfserum-Konzernen

Die Verträge mit den das Impfserum liefernden Konzerne sind eine Katastrophe. Außerdem, Menschen die infiziert sind, die lässt man im Regen stehen. Wir müssen sogar deren vielfältigen Tod in Kauf nehmen. Das hätte verhindert werden können
Ich habe durchaus begrüßt, dass staatliche Instanzen mit Milliarden Euro oder Dollar die schnelle Suche nach einem wirksamen Impfstoff subventioniert haben. Dabei scheint der EU und auch Deutschland ein Fehler unterlaufen zu sein. Offenbar waren die Bedingungen so samtweich, dass die Konzerne mittlerweile – sowohl was die Preisgestaltung als auch die Lieferbedingungen angeht – selbst bestimmen können. Dort, wo ein Vertrag existiert, konnten sich die meisten aus den Lieferfristen herausstehlen mit scheinheiligen Begründungen.
Aber dieser Geldsegen hat auch peinliche Nebenwirkungen. Es ist offenbar der Politik völlig entgangen, dass dabei vergessen wurde, mit der gleichen treibenden Kraft Medikamente für die Menschen parallel zu entwickeln, die bereits vom Corona-Virus erwischt wurden und Corona-spezifische schwere Krankheiten bis hin zum Tod. Das war insofern fahrlässig, als dass mit den gleichen genetischen Methoden, die auch den schnellen Erfolg beim Impfstoff entwickelten, ebenso für neue Medikamente hervorragend geeignet sind. Möglicherweise hätte man dann den Tod von über einer Million Menschen bremsen können. Jetzt auf die Schnelle ein Medikament auf der Basis von monoklonalen Antikörper aus dem Hut zu zaubern, getriggert durch Donald Trumps Genesung, ist ein Armutszeugnis und kostete – weil noch keine Konkurrenz besteht, viele Millionen Euro, um die Chance zu haben über ein noch nicht von der EU zugelassenes Medikament zu bezahlen.
Jean Pütz
Hier ein interessanter Link
Ein weiterer interessanter Link meiner Kollegen von plusminus hatten die gleiche Problematik erkannt und daraus die Forderung erhoben Medikamente müssen her!
Folge 161 Punkt der Vernunft eine Chance

 

Deutschland kauft „Trump-Medikament“ – Mit einer Bewertung von Jean Pütz

Ich habe durchaus begrüßt, dass staatliche Instanzen mit Milliarden Euro oder Dollar die schnelle Suche nach einem wirksamen Impfstoff subventioniert haben. Dabei scheint der EU und auch Deutschland ein Fehler unterlaufen zu sein. Offenbar waren die Bedingungen so samtweich, dass die Konzerne mittlerweile – sowohl was die Preisgestaltung als auch die Lieferbedingungen angeht – selbst bestimmen können. Dort, wo ein Vertrag existiert, konnten sich die meisten aus den Lieferfristen herausstehlen mit scheinheiligen Begründungen.

Aber dieser Geldsegen hat auch peinliche Nebenwirkungen. Es ist offenbar der Politik völlig entgangen, dass dabei vergessen wurde, mit der gleichen treibenden Kraft Medikamente für die Menschen parallel zu entwickeln, die bereits vom Corona-Virus erwischt wurden und Corona-spezifische schwere Krankheiten bis hin zum Tod. Das war insofern fahrlässig, als dass mit den gleichen genetischen Methoden, die auch den schnellen Erfolg beim Impfstoff entwickelten, ebenso für neue Medikamente hervorragend geeignet sind.  Möglicherweise hätte man dann den Tod von über einer Million Menschen bremsen können. Jetzt auf die Schnelle ein Medikament auf der Basis von monoklonalen Antikörper aus dem Hut zu zaubern, getriggert durch Donald Trumps Genesung, ist ein Armutszeugnis und kostete – weil noch keine Konkurrenz besteht, viele Millionen Euro, um die Chance zu haben über ein noch nicht von der EU zugelassenes Medikament zu beziehen. Das ist keine Kritik an Bundesgesundheitsminister Spahn. Ich hoffe, dass wir später sagen können: Wer heilt hat recht.

Lesen Sie dazu den folgenden Artikel

Jean Pütz

(Spiegel) – Gesundheitsminister Spahn hat 200.000 Dosen zweier Antikörper-Medikamente aus den USA eingekauft. Die Hoffnung: Eine »passive Impfung« mit den Wirkstoffen könnte schwere Covid-19-Verläufe verhindern.

Deutschland wird als erstes EU-Land Corona-Medikamente mit sogenannten monoklonalen Antikörpern zur Bekämpfung des Sars-CoV-2-Virus einsetzen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der »Bild am Sonntag«, die Bundesregierung habe 200.000 Dosen für 400 Millionen Euro eingekauft. Offenbar handelt es sich dabei zum einen um das Medikament des US-Herstellers Regeneron, mit dem im vergangenen Herbst bereits der damalige US-Präsident Donald Trump behandelt worden war, und zum anderen um das Präparat »Bamlanivimab« des ebenfalls amerikanischen Pharmaunternehmens Eli Lilly. Schon ab kommender Woche sollen die Arzneimittel in Deutschland eingesetzt werden, so Spahn, zunächst in Universitätskliniken. Zugelassen sind Antikörper-Medikamente in Europa bisher allerdings noch nicht.

23.01.21 Gehen unsere Bauern vor die Hunde?

Nicht nur Corona ist mit Nachwirkungen behaftet!
Zur Grünen Woche, die zwar nur virtuell stattfindet, aber eigentlich auch ein Medium war für Probleme die unsere Bauern angehen. Seinerzeit habe ich vor 3 Jahren der Firma Bayer Leverkusen ins Gewissen geredet. Leider hat selbst der Aufsichtsrat und der Vorstand das völlig verworfen, das Ergebnis ist dass Bayer nicht nur 60 Milliarden für eine marode Gentechnik Firma Monsanto bezahlt hat, sondern mittlerweile die Hälfte seines Börsenwert des inklusive eines Verlustes vom Renommee verloren hat. Vor 3 Jahren das muss man sich vorstellen und heute bestehen die gleichen Probleme bitte hören Sie sich mal meinen Beitrag an, es lohnt sich insbesondere wenn man bedenkt das die durch Bayer und Monsanto entstanden Probleme keineswegs gelöst sind.

Folge 32: der Vernunft eine Chance

Neuer SARS-CoV-2 neutralisierender Antikörper wird klinisch geprüft

(pts) – Eine wichtige Strategie im Kampf gegen COVID-19 sind neutralisierende Antikörper. Sie können die Viren gezielt ausschalten und haben ein großes Potenzial, effektiv zum Schutz und zur Therapie der Erkrankung eingesetzt zu werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Uniklinik Köln (UKK), der Philipps-Universität Marburg (UMR) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) ist es nun gemeinsam mit dem Unternehmen Boehringer Ingelheim gelungen, einen neuen Antikörper zu entwickeln, der das SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) in vorklinischen Tests unschädlich macht. Der neue Antikörper namens BI 767551 (DZIF-10c) hat grünes Licht für die klinische Prüfung erhalten und wurde bereits den ersten Probanden verabreicht.

Die Uniklinik Köln, die Philipps-Universität Marburg, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung und Boehringer Ingelheim haben heute den Start einer klinischen Phase-1/2a-Studie zu BI 767551 bekanntgegeben, einem neuen SARS-CoV-2 neutralisierenden Antikörper. Durch die Kombination großer virologischer und klinischer Expertise am UKK, UMR und DZIF zusammen mit Boehringer Ingelheims Expertise in der Entwicklung und Herstellung therapeutischer Antikörper, wollen die Partner gemeinsam BI 767551 als neue therapeutische und präventive/prophylaktische Behandlungsoption für den Kampf gegen COVID-19 entwickeln.

Virus-neutralisierende Antikörper sind vielversprechende und wichtige Wirkstoffe im Kampf gegen das neue Coronavirus. Sie können Impfstoffe und Schutzmaßnahmen wie Masken und Abstandsregeln wirksam ergänzen. Dabei haben sie verschiedene Einsatzmöglichkeiten: So könnten sie sowohl zum Schutz vor einer Infektion als auch zur Therapie leichter und schwerer Krankheitsfälle eingesetzt werden. Untersucht wird auch der Einsatz zur sogenannten Postexpositionsprophylaxe. Hier wird der Antikörper Personen verabreicht, die mit dem Virus in Kontakt gekommen, aber noch nicht erkrankt sind. Durch die direkte inhalative Gabe in die Lunge hat BI 767551 das Potenzial, seine Schutzwirkung gegen eine Virusinfektion schneller zu entfalten.

Der neue Antikörper wurde an der Uniklinik Köln aus dem Blut von genesenen COVID-19-Patienten isoliert. An der Universität Marburg wurde die Neutralisationsaktivität gegen SARS-CoV-2 untersucht und der Antikörper wurde gemeinsam mit Boehringer Ingelheim weiterentwickelt. Boehringer Ingelheim stellt die Antikörper für die klinischen Prüfungen her. Die nun beginnende Studie wird von Prof. Dr. Florian Klein und Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer an der Uniklinik Köln geleitet. „Wir wollen mit BI 767551 eine Möglichkeit schaffen, COVID-19 besser behandeln und verhindern zu können“, erklärt Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Köln und Projektleiter am DZIF.

„Menschliche monoklonale Antikörper sind eine vielversprechende Komponente in der Bekämpfung von neuen Viren, wie dem SARS-Coronavirus-2. Wenn diese Antikörper sich als effektiv gegen COVID-19 herausstellen sollten, könnte diese Erkenntnis in der jetzigen sowie bei zukünftigen Epidemien und Pandemien hilfreich sein. Ich bin sehr froh, dass wir bei der Entwicklung dieses Wirkstoffes mithelfen dürfen“, sagt Prof. Dr. Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Marburg und Koordinator des Bereichs „Neu auftretende Infektionskrankheiten“ im DZIF.

„Wir freuen uns sehr, in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern BI 767551 zu entwickeln. Der innovative SARS-CoV-2-neutraliserende Antikörper soll sowohl für systemische Gabe als auch für die inhalative Gabe entwickelt werden,“ sagt Michel Pairet, Mitglied der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim und verantwortlich für den Unternehmensbereich Innovation.

Bei den jetzt durchgeführten Phase-1- und 2a-Studien (NCT04631705, NCT04631666 – https://bit.ly/2KxMiWzhttps://bit.ly/35YPeD4 ) werden die Sicherheit, die Pharmakokinetik und die antivirale Aktivität des Antikörpers untersucht. In Phase 1 wird der Antikörper entweder über eine einmalige Infusion oder über eine einmalige Inhalation verabreicht. Wenn der Antikörper hier eine gute Verträglichkeit zeigt, soll er in weiter fortgeschrittenen Studienphasen weiter untersucht werden.

Uniklinik Köln (UKK)
Die Uniklinik Köln ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit rund 1.570 Betten und übernimmt wichtige gesellschaftliche Aufgaben in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Jährlich lassen sich in der Uniklinik Köln über 63.000 Patienten stationär und 375.000 Patienten ambulant behandeln. Mit rund 11.000 Beschäftigten gehört die Uniklinik Köln zu den größten Arbeitgebern in Köln und den größten Kliniken in Deutschland.

Philipps-Universität Marburg (UMR)
Die Philipps-Universität Marburg ist die traditionsreichste Hochschule Hessens. 1527 gegründet, bietet sie heute ihren rund 24.000 Studierenden exzellente Lehre in einem breiten Fächerspektrum an insgesamt 16 Fachbereichen. Zukunftsweisende Themen mit hoher Relevanz für die Gesellschaft bestimmen die Forschung in Marburg. Dazu gehört auch Forschung an hochpathogenen Viren. Weitere Informationen: http://www.uni-marburg.de

Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit circa 500 Wissenschaftler und Ärzte aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. Weitere Informationen: http://www.dzif.de

Boehringer Ingelheim
Die Entwicklung neuer und besserer Medikamente für Menschen und Tiere ist das, was unsere Arbeit ausmacht. Unser Auftrag ist es, bahnbrechende Therapien zu entwickeln, die Leben verändern. Seit der Gründung im Jahr 1885 ist Boehringer Ingelheim unabhängig und in Familienbesitz. Dadurch sind wir frei, unsere langfristige Vision zu verfolgen: die gesundheitlichen Herausforderungen der Zukunft zu identifizieren und dort tätig zu werden, wo wir am meisten erreichen können.

In unserem weltweit führenden, forschungsgetriebenen Unternehmen schaffen täglich über 51.000 Mitarbeitende Werte durch Innovation in unseren drei Geschäftsbereichen: Humanpharma, Tiergesundheit und Biopharmazeutische Auftragsproduktion. Im Jahr 2019 erzielte Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von 19 Milliarden Euro. Unsere umfassenden Investitionen von knapp 3,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung wirken als Innovationstreiber und ermöglichen die nächste Generation von Medikamenten, die Leben retten und Lebensqualität verbessern.

Wir können mehr wissenschaftliche Chancen nutzen, indem wir auf die Kraft von Partnerschaften und die Vielfalt der Expertinnen und Experten in den Life Sciences setzen. Durch Zusammenarbeit können wir den nächsten medizinischen Durchbruch schneller erreichen, der das Leben heutiger und zukünftiger Patienten verändern wird.

Boehringer Ingelheim in der COVID-19 Forschung
Als forschendes Pharmaunternehmen ist Boehringer Ingelheim Teil der weltweiten Anstrengungen zur Bekämpfung von COVID-19 und arbeitet dabei eng mit Experten aus der akademischen Forschung, internationalen Institutionen sowie der Pharmaindustrie zusammen.

Im Oktober kündigte das Unternehmen den Start einer Phase-2-Studie mit dem Wirkstoff BI 764198 an, einem potenten und selektiven Inhibitor von TRPC6, der die Lungenschädigung und das Risiko schwerer Atemnot bei COVID-19 Patienten vermindern könnte. Darüber hinaus beteiligt sich Boehringer Ingelheim derzeit an einer Vielzahl von Initiativen, deren Ziel es ist, die Krankheit zu bekämpfen und die Leben von Patienten zu retten. Dies umfasst unter anderem die Erforschung und Entwicklung von weiteren SARS-CoV-2-Antikörpern, die das Virus neutralisieren können, und von Kleinmolekülen zur Hemmung seiner Vermehrung, sowie die Entwicklung einer Behandlung zur Vorbeugung von Mikrokoagulation (Blutgerinnsel).

Boehringer Ingelheim unterstützt außerdem aktiv die Initiative der Bill and Melinda Gates Foundation zur Sicherung eines globalen gleichberechtigten Zugangs zu Therapien und Impfstoffen sowie weitere Entwicklungsinitiativen wie den COVID-19 Therapeutics Accelerator (CTA) und das CARE (Corona Accelerated R&D in Europe) Konsortium.

Daimler-Betriebsrat fassungslos wegen Motorenbau in China

(Business Insider) – Der deutsche Autobauer Daimler will ab 2024 Hunderttausende Motoren pro Jahr in China bauen lassen. Bei der Produktion arbeiten die Stuttgarter demnach mit dem chinesischen Autohersteller Geely zusammen, der gleichzeitig Großaktionär bei Daimler ist.

Daimler hat die Pläne bestätigt. „Die Unternehmen planen die Entwicklung eines hocheffizienten modularen Motors, der Hybridfahrzeuganwendungen der nächsten Generation ermöglicht, die in Europa und China hergestellt werden“, sagte ein Konzernsprecher. Die deutschen Werke würden in dem Zuge nach und nach auf Elektro umstellen.

Bei der Arbeitnehmerseite herrscht indessen Unverständnis für die Entscheidung. “Wir sind fassungslos. Nicht einmal Diskussionen über alternative Fertigungsstandorte waren möglich”, sagte Michael Häberle, Betriebsratschef des führenden Antriebswerks in Stuttgart-Untertürkheim, der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit der Kooperation will Daimler offenbar seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Geely kann in China zu wesentlich günstigeren Bedingungen produzieren. Daimlers Ziel sei eine jährliche Kosteneinsparung im dreistelligen Millionenbereich.

Die gemeinsam entwickelten Motoren sollen laut dem Stuttgarter Autobauer nicht nur in Daimler-Fahrzeugen, sondern auch in Volvo-Autos zum Einsatz kommen. Geely und Volvo sind eng miteinander verflochten.

Daimler hatte Anfang Oktober bekannt gegeben, künftig noch stärker als bis dato angekündigt auf die E-Mobilität setzen zu wollen. Man strebe nicht weniger als „die führende Position“ bei Elektroantrieben und Fahrzeug-Software an, hieß es. Der Konzern betonte nun, man setze seine Bestrebungen fort, „die bestehenden Antriebsstrangwerke auf elektrische Umfänge umzustellen“.