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Irrsinn des Elektro-Autos – Ein Brief von Jean Pütz

Lieber Professor Wellnitz,

mein Name ist Jean Pütz, Dipl. Ing. der Elektrotechnik und seit 50 Jahren Wissenschaftsjournalist, der sich den Ergebnissen der Science-Community verschrieben hat. Außerdem habe ich 1969 im WDR-Fernsehen die Redaktion Naturwissenschaft und Technik gegründet und war bis 2001 der verantwortliche Redaktionsgruppenleiter. Die Redaktion besteht heute noch und produziert das bekannt Wissenschaftsmagazin ‚Quarks‘ als Fortführung meiner von mir moderierten ‚Wissenschaftsshow‘.

Heute bemühe ich mich über meine eigenen Kanäle in den sozialen Medien Widersprüche in Technologie, politischen Umsetzungen und dabei entstehendes Wunschdenken – insbesondere was die Klimarettung – aufzudecken. Damit wir uns recht verstehen, ich bin engagierter Umweltschützer und lebe CO2-neutral, weil ich alles umgesetzt habe, was ich 1990 in der ARD im Rahmen ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ in zwei Sendungen mit dem Titel ‚Der Sonne eine Chance‘ gefordert habe. Wäre die Politik damals auf die enorme Energie-Verschwendung und dem daraus resultierenden CO2-Ausstoß eingegangen, gäbe es heute keine Probleme mit der Einhaltung der CO2-Wert in Deutschland. Leider waren es auch die Architekten, die dagegen Sturm liefen mit dem Argument, das sei viel zu teuer.
Dabei spielen auch Verbrennungsmotoren in Kleinheizkraftwerken und Wärmepumpen eine wesentliche Rolle. Ich bewies, dass man mit technischen Maßnahmen und Vernunft den Energieverbrauch um 90% reduzieren könnte. Das wäre eine erkleckliche Menge geworden, weil damals wie heute Gebäude dafür verantwortlich sind, dass etwas 40-50% an der CO2-Bilanz Deutschlands darin bestehen. Stattdessen hat die Grünen-Ideologie sich populistisch auf den Verkehr gestürzt und will den Verbrennungsmotor abschaffen, obwohl unsere Privat-Autos nur 6-8% am CO2-Ausstoß beteiligt waren und sind.
In Ihrem Beitrag sprechen Sie von 16%. Gestatten Sie mir, dass ich das anzweifle und dagegensetze, dass der Gesamt-Verkehr inkl. Flugzeuge, Schiffe, LKWs und der notwendige öffentliche Verkehr insgesamt nur 20% ausmacht.

Nun hat man sich, wie Sie ganz richtig schreiben, auf das rein Batterie-betriebene Elektro-Auto versteift, welches nicht nur Sie und ich, sondern fast alle fachkundigen Ingenieure als Mogelpackung begreifen. Das Volk hat das gefressen, weil angeblich hinten nichts raus kommt. Seit Jahren habe ich mich schon mit allen Möglichkeiten dagegen gewendet.

Vor 12 Jahren habe ich sogar der Kölner Firma Ford ein mit kleinem Lademotor versehenes Hyper-Hybrid-Auto empfohlen, was ausschließlich von Elektromotoren angetrieben werden sollte. Es benötigt nur 1/7 der Batterie und hat ansonsten sämtliche Eigenschaften eines reinen E-Autos, es fährt sich auch genauso, wie die österreichische Firma Obrist mit zwei existierenden und realen Prototypen bewiesen hat. Sie aber um 250 kg leichter als z. B. der Mittelklassewagen von Tesla. Worüber niemand nachdenkt, die entsprechende Reifenreibung und deren Abrieb verringert sich proportional wegen des kleineren Gewichtes, also auch entsprechend weniger Mikroplastik, der in die Weltmeere abgeschwemmt wird. Die Firma Obrist, eine Technologie-Schmiede, verspricht, dass ein solches HyperHybrid-Auto nicht mehr kostet als herkömmlich Verbrenner: Kleinwagen bis 10.000 €, Mittelklasse bis 20.000 €.

Warum die Industrie bisher nicht darauf eingegangen ist, ist mir genau so spanisch wie Ihnen, der Sie ja eindeutig die ökologischen Nachteile eines Batterie-getriebenen Autos bewiesen. Aber das alles scheint dem Volk so plausibel zu sein, dass es diesen Protagonisten glaubt, obwohl das E-Auto viele Nachteile im Gebrauch besitzt. Dass die EU-Grenzwerte, die ja auf den unsäglichen Flottenverbrauch dabei eine Rolle spielen, wird den mit 9.000 € korrumpierten Käufern nicht bewusst, weil sie glauben, damit unser Klima zu retten.
Was Sie übrigens noch nicht mit einbezogen haben, dass auch die Zukunftsenergie Wasserstoff viel zu schlecht händelbar und gefährlich ist, um ihn als Gas in den täglichen Gebrauch über zu führen.

In meinem Antwortschreiben an den Freund, der mir Ihren Kommentar zusandte, habe ich mein Gesamt-Energie-Konzept einmal dargestellt. Es baut aus Wasserstoff gewonnenem rein regenerativen Methanol auf. Für mich ist das Energie-Träger der Zukunft, der die kostspielige Revolution des gesamten Energiesektors verhindert. Methanol kann fast alle fossilen Energieträger ersetzen, was auch dem vernachlässigten Wärmemarkt zugute kommt. Nun ist das kein Wunschdenken, sondern deutscher Erfindergeist hat es möglich gemacht, nach dem durch Solarstrom gewonnenen Wasserstoff in der zweiten Stufe sofort Methanol zu erzeugen. Beides finden Sie in dem beigefügten PDF, beachten Sie darin die beiden enthaltenen Links. Die Technologie existiert also schon, gleichseitig würde sie die Entwicklungshilfe auf sozial verträgliche realistische Beine stellen.
Was halten Sie von diesem Konzept?

Ihr Jean Pütz

Irrsinn des Elektro-Autos:
Professor Jörg Wellnitz von der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) und Inhaber einer Professur in Melbourne, hat sich akribisch mit allen Aspekten der E-Mobilität auseinandergesetzt. Das Ergebnis: „Sie kann und wird nie so kommen, wie von Industrie und Politik prognostiziert. In der Volksmeinung ist E-Mobilität eine tolle Sache“, sagt der Professor, „aber sie macht überhaupt keinen Sinn, wenn man sich alle Aspekte des Themas einmal vor Augen führt.“ Für gerade einmal 16 % des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes ist der Autoverkehr verantwortlich. „Belastender ist da ja schon die Massentierhaltung und die landwirtschaftliche Monostruktur“, so Wellnitz. Von den großen Containerschiffen auf den Weltmeeren ganz zu schweigen. 330 dieser Schiffe gebe es aktuell. 15 von ihnen produzierten so viel CO2 wie alle 750 Millionen Autos zusammen. Vom Flugverkehr und den großen Kreuzfahrtschiffen ebenso ganz zu schweigen…. „Bis eine Batterie für einen Tesla gebaut ist, kann man 8 Jahre lang mit einem Verbrennungsmotor fahren (bzw. 200.000 km), um die gleiche Umweltbelastung zu erzielen“, so Wellnitz.

Denn seiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Strom zum Aufladen der Batterien – der zudem in der Hauptsache alles andere als sauber produziert wird – ebenso besteuert wird wie Benzin oder Diesel. Und dann lägen die Kosten für ein Elektroauto bei rund 800 Euro pro Monat. Und der hat aufgrund der möglichen Ladezyklen eines Akkus in 8 Jahren fast nur noch Schrottwert. Und das weiß die Autoindustrie nicht? „Alle wissen es“, sagt Jörg Wellnitz, „aber es geht weder um die Umwelt, noch um die Kunden.“ Warum Hersteller wie Audi, BMW und andere derzeit Milliarden in die neue Technologie investieren, liege ganz wo anders. „Zum einen lassen sich Milliarden an EU-Fördergeldern kassieren. Daneben bewahren E-Autos die großen Hersteller vor Strafzahlungen wegen Nichterreichens der europäischen Klimavorgaben, da sie mit angeblichen Zero-Emissionsmodellen den Flottenmix nach unten drücken. „Es geht selbstredend auch um das Markenimage, um ein grünes Mäntelchen und um Technologiekontrolle.“ Man baue die E-Autos im Wissen, dass sie alles andere als die automobile Zukunft seien. „Es zu machen ist billiger, als es nicht zu machen“, hat mir mal ein Automanager gesagt ! „Es ist sinnlos, aber es kostet weniger.“ Und – so ganz nebenbei – geht es natürlich auch darum, noch mehr Autos zu verkaufen. 1,6 Milliarden Fahrzeuge gibt es heute bereits weltweit.

80 Millionen werden pro Jahr produziert. Die E-Autos sind für die Hersteller kein Ersatz für Verbrenner, sondern ein Zusatzgeschäft, um als Zweit-oder Drittfahrzeug noch mehr Autos an den Mann zu bringen. Doch dieses Zusatzgeschäft stößt an seine Grenzen, wenn es um die benötigen Rohstoffe für den Bau von Akkus geht, deren Abbau in Chile (Lithium) und Zentralafrika (Kobalt) nicht nur extrem umweltunverträglich ist und in weiten Teilen mit unvertretbarer Kinderarbeit einher geht. „Würde Audi den A4 in großer Serie rein elektrisch bauen, müssten sie den halben Weltmarkt an Kobalt leerkaufen.“ Bei VW – so Wellnitz– habe man so eine Rechnung schon mal aufgemacht und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Konzern für seine Produktion von E-Autos rund 130.000 Tonnen Kobalt benötigen würde. Die Weltproduktion jedoch liegt derzeit bei 123.000 Tonnen ! Und die meisten Schürfrechte liegen in China, was, wie Professor Fritz Indra sagt, der auch mal bei Audi beschäftigt war, „einen veritablen Wirtschaftskrieg auslösen kann“. „Die Chinesen haben sich in Afrika weitgehende Schürfrechte gesichert. Kobalt wird zum Beispiel im Kongo teils unter brutalsten Bedingungen von Kindern aus dem Boden gekratzt“, so Indra. „Man braucht zudem Graphit, Mangan und Lithium. Bei all diesen Themen begeben wir uns voll in eine chinesische Abhängigkeit, wir müssen das alles von den Chinesen kaufen.“ Wie für Professor Jörg Wellnitz liefert auch für „Verbrennerpapst“ Indra das Elektroauto „in einer gesamtheitlichen Betrachtung“ keinen Beitrag zum Klimaschutz. Wellnitz, für den der Dieselmotor nach wie vor der sauberste und umweltfreundlichste Antrieb ist, macht noch eine andere bemerkenswerte Rechnung auf: Ein Auto-Akku liefert 100 Wattstunden Leistung pro kg Gewicht, ein Benziner 12.000 Wattstunden und Wasserstoff (für Wellnitz der Treibstoff der Zukunft) 33.000 Wattstunden Leistung pro kg Gewicht. Würde man eine aufrichtige Ökobilanz aufmachen, basierend auf Preis, Bauraum und Leistung, dann „kommt hinten der Ottomotor raus oder ein kleiner Diesel“, sagt Jörgj Wellnitz. Und: „Das Wasserstoffauto wird ganz sicher kommen.“ Bitte weiter verbreiten, denn diese Informationen lesen SIE ( und wir alle !) nicht in der westeuropäischen E-Motor-Jubel-Presse.

Lieber Jürgen,
herzlichen Dank für den außerordentlich tollen Artikel. Wir haben telefoniert und Du willst mir noch die Quelle bekannt geben. vor mehr als einem Jahrzehnt habe ich darauf immer wieder hingewiesen. Es sind nicht 16%, sondern nur 6-8%. Alles andere kann ich 100% unterstreichen. Offenbar hat sich jetzt die CDU vom Verbot des Verbrennungsmotors verabschiedet. Zum ersten Mal hat Laschet den Mut, das öffentlich zu verkünden. Für mich ist Wasserstoff auf jeden Fall die Zukunftsenergie, aber sehr schlecht händelbar. Nun hat eine Ostdeutsche Firma eine Methode gefunden, den unter Einfluss von solarem Strom in Methanol zu verwandeln, weil Wasserstoff schwer händelbar und ein gefährliches Gas ist.
Hier der Link zu dem Beleg, den ich in den Arealen gefunden habe:
https://www.mdr.de/wissen/faszination-technik/wie-aus-wind-fluessiger-strom-wird-100.html

Ich bin noch am Recherchieren, wie hoch der Gesamtwirkungsgrad ist. Aber meine Idee, riesige Fabriken in von der Sonne verwöhnten Entwicklungsländern zu errichten, sozial-verträglich auch als ideale Entwicklungshilfe, könnte bewirken, dass Methanol mehr noch als Wasserstoff zum Energieträger der Zukunft wird. Er könnte alle fossilen Energieträger ersetzen, ohne dass die Industrie zu einer extrem kostenträchtige Revolution genötigt wird. Das würde dem Staat auch Abermilliarden von Subventionen, die leider heute schon den Bundeshaushalt der Zukunft belasten. Diese Revolution würde auch uns Verbrauchern erspart bleiben. Verbesserung der Energieeffizienz auf dem Wärmemarkt z. B. durch Methanol-angetriebene Otto-Motoren für Wärmepumpen und Kleinheizkraftwerken tun ihr Eigenes dazu. Etwas, was im Moment im Mainstream völlig vergessen wurde. So lässt sich meines Erachtens die Klimawende vom Wunschdenken in die Realität setzen.

Auch, was die Elektromobilität anbelangt, habe ich ja ein Konzept, welches nicht nur für unsere PKWs geeignet, enorme Energiemengen zu sparen. Stichwort: HyperHybrid.
Hier ein Link von meinem letzten Facebook-Kommentar, in dem ich den Parteien ins Gästebuch schreibe:
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=312622850230490&id=100044483317412

Bist Du bereit mitzukämpfen?

Grünes Methanol als Treibstoff für die Zukunft

Forschern aus Stralsund und Entwicklern aus Leipzig ist es jetzt gelungen: Sie können Wind in flüssiges Methanol verwandeln. Ein Durchbruch – für den Verkehr und die Speicherung von Windenergie.

Vorlesen
Es wirkt fast wie ein Wunder, als ob Stroh zu Gold gesponnen würde. Wind wird eingefangen, umgewandelt und treibt schließlich als flüssiger Kraftstoff Maschinen an. Was wie ein modernes Märchen klingt, ist jetzt Wissenschaftlern der Hochschule Stralsund zusammen mit Entwicklern des Leipziger Unternehmens bse Engineering gelungen. Erstmals produzierten sie Methanol direkt aus Wasserstoff (H₂) und Kohlendioxid (CO₂) – ohne die sonst erforderliche aufwendige und kostspielige Pufferspeicherung.

WASSERSTOFF ALS ENERGIETRÄGER FÜR DIE WIRTSCHAFT
„Mit diesen Verfahren erschließen wir dem Wasserstoff als Energieträger ein neues Anwendungsfeld mit globalem Markt“, sagte Johannes Gulden, Leiter des Stralsunder Instituts für Regenerative EnergieSysteme (IRES). Weil jetzt bewiesen sei, dass die Umwandlung von Wasserstoff in Methanol keine Pufferspeicherung mehr benötige, sei dem „Einsatz von Wasserstoff als Energieträger im Transportsektor und anderen großen Wirtschaftsbereichen die größte Hürde genommen“.

UMWANDLUNG IN HAUSEIGENER METHANOL-SYNTHESE-ANLAGE
Die Stralsunder Forscher wandelten den Wasserstoff in der hauseigenen Methanol-Synthese-Anlage mit einem thermochemischen Verfahren um. Zusammen mit den Leipziger Entwicklern gelang es, Windstrom in erneuerbares, regeneratives Methanol umzuwandeln. „Nach zwei Jahren Konstruktion und Bau läuft die Anlage jetzt. Das ist ein großer Schritt für diese Art der Energiespeicherung“, erklärte IRES Ingenieur Andreas Sklarow. Mit der nun einwandfrei funktionierenden Anlage könne die Energiegewinnung und Energiespeicherung „direkt von der Elektrolyse auf die Synthese überführt werden“. Das IRES hat es geschafft: Endlich flüssiger Strom – Johannes Gulden, Leiter des Instituts für Regenerative EnergieSysteme, und Christian Schweitzer, Geschäftsführer der bse Engineering Leipzig GmbH, ist die Produktion von Methanol aus Wasserstoff und Kohlendioxid gelungen Das IRES hat es geschafft – endlich flüssiger Strom: Johannes Gulden, Leiter des Instituts für Regenerative EnergieSysteme, und Christian Schweitzer, Geschäftsführer der bse Engineering Leipzig GmbH, ist die Produktion von Methanol aus Wasserstoff und Kohlendioxid gelungen. Bildrechte: Dr. Jane Brückner, Hochschule Stralsund

FLÜSSIGES METHANOL ALS KRAFTSTOFF FÜR DIREKTE VERBRENNUNG
Diese Umwandlung von Wasserstoff in flüssiges Methanol gilt unter Experten als Baustein für einen Durchbruch in der Energiewende. Flüssiges Methanol lässt sich als Energieträger gefahrlos transportieren und lagern. Als zentrale Grundchemikalie der Industrie kann Methanol zudem als Kraftstoffzusatz heute schon für die direkte Verbrennung in Motoren eingesetzt werden und wird damit hochinteressant für die gesamte Industrie. „Deshalb ist die Umwandlungsmöglichkeit von H₂ zu Methanol so wichtig“, schreiben die Forscher.

Katrin Tominski

Friede, Freude, Eierkuchen !!! Wie können Religionen zum inneren Frieden in Deutschland beitragen ?

Ist die christliche Ökumene auf dem richtigen Weg ?

Zweites Thema: Auch der derzeitige Krieg zwischen dem Staat Israel und der Hamas im Gazastreifen hat in der letzten Konsequenz religiöse Ursachen.
da aber beidseitig so viel Hass geschürt worden ist, können wir mit einem verständlichen Friedenswunsch nicht viel erreichen. Deshalb sind sämtliche Bemühungen bisher gescheitert.
Auch jemanden dafür verantwortlich zu machen geht ins Leere. Das Problem aber ist, dass dieser Konflikt mittlerweile auch nach Deutschland rüber schwappt.
Er äußert sich in Judenhass. Das spezielle Verhältnis zwischen Deutschland und Israel nehmen die hier lebenden Palästinenser leider nicht zur Kenntnis. Auch Erdogan mischt sich ein, indem er sich als der Führer aller Islam Gläubigen in der Welt begreift. In seinen von der Türkei finanzierten Moscheen, treibt er die Gläubigen sich diesem Protest anzuschliessen; die vielen türkischen Fahnen bei den Demonstrationen , neben denen der Palästinenser, zeugen davon. und nicht selten werden dabei Synagogen angegriffen. Die Polizei hat das Nachsehen. Die Palästinenser waren uns seinerzeit sehr willkommen, sie genießen bei uns das Asylrecht mit allen Rechten und Pflichten. Sie müssen aber respektieren, dass wir Deutsche nach dem Holocaust der Millionen von unschuldigen Juden dahin raffte , bestimmte Pflichten haben und da passen eben solche zerstörerischen Maßnahmen nicht hinein. Blanken Hass können wir nicht dulden.
Erfreulich ist, dass sich muslimische Verbände den Appellen der christlichen Ökumene und der Politik beteiligen. Dazu mein frei moderierte Beitrag hier bei Facebook. er ist als Diskussionsgrundlage gedacht, obwohl mir klar ist dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
Folge 197. Der Vernunft eine Chance

 

Wie gefährlich ist Covid-19 für Schwangere ?

Diese Meldung der Universität zu Kiel möchte ich Ihnen deswegen nicht vorenthalten, weil sie ein Beispiel für moderne seriöse Forschung, bei der statistische Erhebungen eine wichtige Rolle spielen. Man kann die Ergebnisse zwar nicht unmittelbar auf den einzelnen eins zu eins übertragen. Das haben statistische Werte so an sich, aber sie zeigen die wichtige Tendenz, die der Politik Handlungsempfehlungen geben, darauf zu reagieren, mit Gesetzen oder durch gezielte Förderung. Offenbar ist das in diesem Fall nicht bei der Regierung angekommen

Ihr Jean Pütz

(Uni Kiel) – Vor einem Jahr etablierten Mitarbeitende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Dresden unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) das CRONOS-Register, um Auswirkungen von Covid-19 auf Schwangere und deren Neugeborene zu erfassen. Mittlerweile wurden von mehr als 2.000 Schwangeren in Deutschland Daten erhoben. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen wissenschaftliche Empfehlungen für die Betreuung der Schwangeren, die auf das deutsche Gesundheitssystem abgestimmt sind.

Mehr als 2.000 während der Schwangerschaft positiv auf SARS-CoV-2 getestete Frauen wurden in dem CRONOS-Register der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) erfasst. Bereits sehr frühzeitig haben die Mediziner erkannt, dass für wissenschaftlich fundierte Behandlungsempfehlungen zum Umgang mit einer SARS-CoV-2-Infektion Daten aus Deutschland eine wichtige Voraussetzung sind. Das wenige Monate vorher von Prof. Dr. Ulrich Pecks und Prof. Dr. Mario Rüdiger etablierte Forschungsnetzwerk der DGPM bildete die optimale Voraussetzung. Innerhalb kürzester Zeit wurden ehrenamtlich die Voraussetzungen für das Register geschaffen, in dem mittlerweile mehr als 150 Kliniken in Deutschland registriert sind. In diesen Kliniken kamen 2020 insgesamt mehr als 180.000 Kinder und damit über 25 Prozent aller Neugeborenen in Deutschland zur Welt.

„Wichtig war uns, dass wir als interdisziplinäre Fachgesellschaft nicht nur Daten der Schwangeren erfassen, sondern auch Aussagen zu den Auswirkungen auf das Neugeborene machen können“, so Prof. Dr. Pecks, Leiter der Geburtshilfe am Universitätsklinikum Schlesiwg-Holstein (UKSH), Campus Kiel. Mittlerweile sind 1619 Neugeborene SARS-CoV-2-infizierter Schwangerer geboren. „Wir können die Frauen, die während der Schwangerschaft positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, etwas beruhigen: Weniger als fünf von 100 Neugeborenen wurden nach der Geburt positiv auf SARS-CoV-2 getestet und nur sehr wenige sind ernsthaft erkrankt“, so Prof. Dr. Rüdiger, Neugeborenenmediziner und Gründungsdirektor des Zentrums für feto-neonatale Gesundheit am Dresdner Universitätsklinikum.

Allerdings zeigen die Daten auch, dass eine Infektion in der Schwangerschaft mit schweren Verläufen von Covid-19 für die Betroffene einhergehen und somit eine Gefahr für die Schwangere darstellen kann. „Aktuelle Presse-Berichte aus dem Universitätsklinikum in Hamburg zu sehr schweren Verläufen haben uns veranlasst, das CRONOS-Register erneut zu bewerten. Wir finden in ganz Deutschland zurzeit einen Anstieg sehr schwerer Verläufe, bei der die schwangeren Frauen beatmet werden müssen“, erklärt Prof. Pecks. In absoluten Zahlen gesprochen sind dies zwar zum Glück wenige betroffene Patientinnen, jedoch im März und April 2021 mit elf Fällen etwa doppelt so viele, wie in den Monaten davor. „Eine schlüssige Erklärung haben wir hierzu noch nicht, aber wir gehen der Sache nach“, so der Geburtshelfer weiter. Zudem wird eine erhöhte Rate an Frühgeburten beobachtet, die dann eine intensivere Beobachtung und ggf. Behandlung des Neugeborenen nach sich zieht.

Daten internationaler Studien weisen nun darauf hin, dass die Impfung gegen Covid-19 während der Schwangerschaft sicher ist und die bei einer SARS-CoV-2-Infektion vermehrt auftretenden Risiken für Mutter und Kind verhindern kann. Daher hat die DGPM, gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften, eine Empfehlung für eine Impfung während der Schwangerschaft ausgesprochen. „Diese schützt nicht nur die Schwangere. Auch bei dem Neugeborenen sind nach einer Impfung der Schwangeren die schützenden Antikörper nachweisbar“, erklärt Prof. Rüdiger.

Aktuell wird das Register um zusätzliche Komponenten erweitert, damit sowohl die psychischen Auswirkungen von Covid-19 beurteilt werden können, aber auch Daten zur Auswirkung der Impfung während der Schwangerschaft und zu den langfristigen Konsequenzen einer Covid-19 Infektion verfügbar sind. Wenngleich das CRONOS-Register flächendeckende Daten für Deutschland liefert, die von großer Bedeutung für die Betreuung von Schwangeren und deren Neugeborenen sind, fand sich bisher keine Möglichkeit einer hinreichenden Finanzierung dieser wichtigen Infrastruktur. „Der enorme Erkenntnisgewinn, von dem die Versorgung Schwangerer in Deutschland enorm profitiert, ist einzig dem ehrenamtlichen Engagement der Beteiligten zu verdanken. Eigentlich ist es eine Blamage, dass unsere Förderanträge immer wieder abgelehnt wurden und wir auf den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Beteiligten angewiesen sind“, sagen Prof. Pecks und Prof. Rüdiger.

Prof. Dr. Nicolai Maass, Direktor der Frauenklinik am UKSH, Campus Kiel, ergänzt: „Hier ist jetzt auch mal die Politik gefordert, Wege zu einer dringend notwendigen Finanzierung dieser so wichtigen Studie zu ebnen. Schließlich sind die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett eine ganz besonders schützenswerte Zeit im Leben einer jungen Familie.“ Zusammen mit Prof. Pecks und dem Kreißsaal-Team des UKSH weiß er, wovon er spricht: Auch das UKSH hat bereits Frauen mit Corona unter Geburt betreut. „Bei uns ging es zum Glück glimpflich für alle Beteiligten aus“, weiß Maass zu berichten.

Neue Erkenntnisse über die Evolution des Immunsystems

(Uni Kiel) – Forschungsteam des Kiel Evolution Center an der CAU untersucht am Beispiel von Fadenwürmern die Rolle bestimmter verwandter Gene für die Immunfunktion

Der menschliche Körper verfügt, wie alle anderen Lebewesen auch, über ein sogenanntes angeborenes Immunsystem. Die Struktur der daran beteiligten Proteine ist bereits in den Erbinformationen festgelegt und daher nicht veränderlich. Anders als zum Beispiel wirbellose Tiere verfügen höher entwickelte Lebewesen, auch der Mensch, zusätzlich über eine sogenannte erworbene Immunantwort. Darunter versteht man das in der Kindheit und auch im Laufe des Lebens hinzu gewonnene Repertoire an Abwehrproteinen des Immunsystems. Bereits das angeborene Immunsystem ist allerdings mehr als nur eine primitive Schutzreaktion und meist schon allein wirksam genug, um einen Großteil an Infektionen abzuwehren. Einen Teil dieses genetisch festgelegten Systems bilden Proteine mit sogenannten C-Typ Lektin-Domänen (CTLD), die bei Wirbeltieren wichtige Funktionen zum Beispiel als Rezeptoren für die Erkennung von Krankheitserregern oder als antimikrobielle Moleküle in der Immunabwehr übernehmen. Die für die CTLD-Proteine verantwortlichen Gene finden sich in den Erbinformationen aller höheren Lebewesen, oft in großen Genfamilien. Bei vielen Wirbeltieren und auch beim Menschen sind diese teilweise gut erforscht. Bei den wirbellosen Tieren, die ausschließlich über ein angeborenes Immunsystem verfügen, sind die Funktionen vieler CTLD-Gene dagegen noch weitgehend unbekannt.

Ein Forschungsteam des Kiel Evolution Center (KEC) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat nun am Beispiel des Fadenwurms Caenorhabditis elegans eine Funktionsanalyse verschiedener Vertreter der CTLD-Genfamilie vorgenommen. Die Forschenden um Dr. Katja Dierking aus der Arbeitsgruppe Evolutionsökologie und Genetik konnten zeigen, dass diese verwandten Gene sehr unterschiedliche Rollen für die Immunabwehr des Wurms spielen. Einige der Gene kodieren antimikrobielle Immuneffektor-Proteine, die für die Abwehr von Infektionen wichtig sind und vermutlich das Wachstum bestimmter schädlicher Bakterien hemmen. Ein anderes Gen weist jedoch eine bislang unbekannte Funktion auf: Es spielt keine direkte Rolle im Immunsystem, sondern reguliert stattdessen über das Fressverhalten von C. elegans indirekt die Vermeidung von Krankheitserregern. Die neuen Ergebnisse veröffentlichte das Kieler Forschungsteam kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS Pathogens.

Einer für alle, alle für einen
Die genaue Funktion der meisten CTLD-Proteine bei wirbellosen Tieren ist bisher nicht bekannt. Funktionelle Studien von Genen aus großen Genfamilien können eine große Herausforderung sein, da verwandte Gene innerhalb der Genfamilie oft auch ähnliche Funktionen übernehmen. „Das heißt, dass zum Beispiel das experimentelle Ausschalten einzelner Gene aus der Familie keine sichtbaren Auswirkungen auf den Organismus hat. Ein anderes, verwandtes Gen übernimmt dann stattdessen seine Funktion“, erklärt Dr. Barbara Pees, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zoologischen Institut der CAU und Erstautorin der neuen Forschungsarbeit. „Für zwei der CTLD-Gene haben wir daher einen anderen Weg eingeschlagen und stattdessen die entsprechenden, künstlich hergestellten Proteine auf ihre antimikrobielle Wirkung untersucht. Beim dritten CTLD-Gen hatten wir dagegen Glück und fanden nach dem Ausschalten tatsächlich eine konkrete und für dieses Gen unerwartete Auswirkung auf den Wurm“, erklärt Pees.

Im Falle des Fadenwurms besteht die Familie der CTLD-Gene aus 283 unterschiedlichen Mitgliedern, deren Proteine potenziell zur Immunfunktion der Tiere beitragen. Allerdings fehlen bei C. elegans und vielen andere Wirbellosen experimentelle Funktionsnachweise. Das Forschungsteam hat daher untersucht, wie sich die starke Diversifizierung der CTLD-Genfamilie auf die jeweiligen Funktionen auswirkt. Dazu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielhaft drei strukturell verwandte Gene aus der CTLD-Familie untersucht. Die von ihnen kodierten Proteine werden im Falle einer Infektion vermehrt produziert, stehen also vermutlich eng mit der Immunantwort in Verbindung. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Gene verschiedene Rollen in der Immunität von C. elegans spielen“, betont Pees, die aktuell an der University of California in Berkeley forscht. „Zwei Gene kodieren antimikrobielle Immuneffektor-Proteine, nehmen also eine konkrete Immunfunktion in der Abwehr von Infektionen wahr. Interessant ist aber, dass eines der Gene, das sogenannte clec-4-Gen, offenbar das Fressverhalten des Wurms reguliert – also eine deutlich andere Funktion besitzt, als allgemein angenommen wurde“, so Pees weiter.

Verhalten als Teil des Immunsystems?
Die Analyse der Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler liefert damit ein neues und differenzierteres Bild über die Funktionen der CTLD-Genfamilie bei wirbellosen Tieren. Dies bedeutet aber nicht, dass die scheinbar abweichende Genfunktion nicht auch hier grundsätzlich an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt ist. „Die Beobachtung, dass das clec-4-Gen das Fressverhalten von C. elegans bestimmt, weist auf einen erweiterten Umfang der Immunfunktionen hin“, fasst Dierking, KEC-Mitglied und Leiterin des Forschungsprojektes, zusammen. „Der Fadenwurm ernährt sich von Bakterien. Die genetische Steuerung seines Ernährungsverhaltens kann also auch der Vermeidung von Bakterieninfektionen dienen – indem der Wurm es umgeht, schädliche Bakterien mit der Nahrung aufzunehmen“, so Dierking weiter. Obwohl es sich dabei nur um eine indirekte Wirkung handelt, scheint also im angeborenen Immunsystem der Wirbellosen ein Verhalten zur Vermeidung von Krankheitserregern angelegt zu sein, das von CTLD-Genen reguliert wird. „Unsere Erkenntnisse könnten neue Hinweise auf die Funktion von bisher nicht charakterisierten CTLD-Proteinen auch beim Menschen erbringen und insgesamt zu unserem Verständnis der Evolution des angeborenen Immunsystems und des Pathogenvermeidungsverhalten beitragen“, fasst Dierking zusammen.

Corona aus der Sicht einer italienischen Forscherin

Gut ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie und kurz nach dem europaweiten Start der Impfkampagne beginnt nun eine Übergangsphase zwischen Ungewissheit und Neuanfang.

Eine Gelegenheit zu Rückblick und Austausch liefern uns die Betrachtungen einer weiteren Expertin aus Italien: Giorgia Girotto, Genforscherin am Labor für Humangenetik des Krankenhauses Burlo Garofolo in Triest und Forscherin an der Medizinischen Fakultät der Universität Triest, spricht aus einer italienischen Perspektive über die Rolle der Experten und darüber, wie einerseits Politik und Wissenschaft, zum anderen aber auch der Einzelne und die Gesellschaft auf die Pandemie reagieren. Dann schildert sie die (veränderte) Rolle der Genetik in der Forschungstätigkeit dieses letzten Jahres, bevor schließlich ein kurzer Blick in die Geschichte das Themenspektrum abrundet: Was lehren uns die Pandemien der Vergangenheit?

Ein Jahr Pandemie: Zwischenbilanz im Dialog mit der Wissenschaft

 

Post-COVID-Syndrom: Müdigkeit als Spätfolge

(pte) – Menschen mit überstandener Corona-Erkrankung und diagnostiziertem Post-COVID-Syndrom leiden unter Symptomen wie affektiven Störungen, Müdigkeit und einer wahrgenommenen kognitiven Beeinträchtigung, die sich oft negativ auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz und das Wiederaufnehmen normaler Aktivitäten auswirkt. Zu dem Schluss kommen Forscher der Mayo Clinic. Details wurden in den „Mayo Clinic Proceedings“ veröffentlicht.

Daten von 100 Betroffenen

Die aktuelle Studie hat die Erfahrungen der ersten 100 Patienten ausgewertet, die am „COVID-19 Activity Rehabilitation Program“ teilgenommen haben. Dabei handelt es sich um eines der ersten multidisziplinären Programme zur Evaluierung und Behandlung dieser Patientengruppe. Die Patienten nahmen zwischen 1. Juni und 31. Dezember an dem Programm teil. Das Durchschnittsalter lag bei 45 Jahren. 68 Prozent waren Frauen. Die Teilnehmer wurden durchschnittlich 93 Tage nach der Infektion untersucht.

Das häufigste Symptom der Hilfesuchenden war Müdigkeit: 80 Prozent berichteten von einer ungewöhnlichen Müdigkeit. 59 Prozent hatten Atembeschwerden und ein ähnlicher Prozentsatz litt unter neurologischen Problemen. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer berichtete von Schwierigkeiten bei Grundtätigkeiten des Alltags. Nur einer von drei Patienten war ohne Einschränkungen wieder ins Arbeitsleben zurückgekehrt.

Laborergebnisse meist normal

Laut Erstautor Greg Vanichkachorn verfügten die meisten Teilnehmer über keine vorher bestehenden Begleiterkrankungen. Viele der Patienten hatten auch nicht unter COVID-19-Symptomen gelitten, die einen Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich gemacht hätten. „Die meisten Patienten weisen normale oder nichtdiagnostische Laborergebnisse auf – obgleich sie über beeinträchtigende Symptome verfügten.“ Es gehöre zu den Herausforderungen, ein Post-COVID-Syndrom rechtzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

„Die meisten Patienten, mit denen wir gearbeitet haben, brauchten Physiotherapie, Ergotherapie oder eine Rehabilitation im Bereich des Gehirns, um die wahrgenommenen kognitiven Beeinträchtigungen zu behandeln. Viele litten unter Müdigkeit. Mehr als die Hälfte berichtete auch von Problemen mit dem Denken. Mehr als ein Drittel der Betroffenen hatte Probleme mit ganz normalen Alltagstätigkeiten. Viele konnten zumindest mehrere Monate nicht normal ihrer Arbeit nachgehen“, sagt Vanichkachorn.

Bundestagswahlen ante portas! Ist Wohlstand für alle ein Verbrechen?

So scheint es, dass z. B. der Zug in Sachen Klimarettung abgefahren ist. Es gilt als ausgemacht, dass wir in der Lage sind, unseren gesamten Energiebedarf der Zukunft auf rein regenerative, aus Sonne-, Wind- und Wasserkraft-Energiequellen bewerkstelligen können.

Dieser Text begleitet meinen moderierten Beitrag hier bei Facebook zum gleichen Thema und ist als Zusatzinformation gedacht.

Die Politik hat sich auf eine Art Wunschdenken geeinigt, die Frage, was sind Konsequenzen, wenn es nicht klappt? Welche Opfer müssen die deutschen Bürger dann bringen?

Eine wahre Geschichte aus dem Tierreich: Da gibt es z. B. die Lemminge, eine Art Nagetiere, Säuger, die genetisch den Menschen nicht unähnlich sind. Sie fühlen sich nur im Schwarm bzw. der Gesellschaft wohl. Wenn ein Anführer auf die Idee kommt, sich die Klippen runter zu stürzen, dann folgen ihm alle nach.

Auch beim Verhalten der Menschen sind solche Phänomene nicht selten. Wie könnte es sonst sein, dass z. B. bestimmte Diktaturen oder deren Helfershelfer mit dem Ruf: ‚wollt ihr den totalen Krieg‘, einhelligen Applaus finden, wohlwissend, dass das in den Untergang führt (Deutsche Geschichte)?

Ein solches Phänomen kann aber auch in einer funktionierenden Demokratie entstehen. So etwas nennt man heutzutage Mainstream. Selbst die Presse, die an sich unabhängig sein soll, kann sich diesem – nennen wir es mal – Volks-Bewusstsein nicht entziehen, auch, weil die sozialen Medien mit ihren vielfach ungeprüften Nachrichten die Scene beherrschen. Das gilt dann selbst unter vielen Journalisten als „Vernunft“. Kollegen die dem widersprechen, geraten leicht ins Abseits, bzw. werden in eine vorgesehene Schublade gesteckt.

So gilt es ausgemacht, dass der gesamte steigende Bedarf an elektrischer Energie in Deutschland in absehbarer Zeit, neuerdings sogar schon bis 2045, aus heimischen regenerativen Quellen bedient werden kann. Mag sein, dass Sonne-, Wind- und Wasserkraft tatsächlich liefern könnten, aber es kommt darauf an, in welchem Zeitpunkt der Bedarf entsteht. Nachts und in längeren Wetterperioden, in denen z. B. die Sonne nicht mitspielt, müssen enorme Energiemengen in Millionen von Terawatt-Stunden gespeichert und jederzeit abrufbar sein. Die Möglichkeit steht noch in weiter Ferne. Und wie ist es mit der Wärme im Winter und Kühlung im Sommer. Diese ausschließlich aus elektrischer Energie zu befriedigen, ist Schwachsinn.

Gut, der uninformierte Bürger – das hat sich im Volk verbreitet und bedingt den Erfolg der Grünen – meint, wir haben ja Batterien. Aber physikalisch, technisch und aus Kostengründen kommen nur verschwindend geringe Mengen in Betracht. Für die dafür geeigneten Pumpspeicherwerke eignen sich nur bedingt unsere Mittelgebirge. Aber was sagen dann die Umweltschützer, wenn ganze Berge ausgehöhlt werden müssten? Selbst existierende Talsperren sind nicht mehr zu erweitern.

Dem unwissenden Volk aber wird trotzdem vorgegaukelt, das alles sei kein Problem. Schlimm genug, ganze Parteiprogramme bauen darauf populistisch auf. Kritiker werden weggebeamt. Utopia lässt grüßen. Selbst der reinen Wissenschaft verpflichtete Institutionen, die auf finanzielle staatliche Förderung angewiesen sind, machen auf political correctness und berechnen die angebliche Möglichkeit mit so viel Details, dass jeder die Übersicht verliert.

So wurde z. B. das rein batteriebetriebene Elektroauto mit schlechtester Ökobilanz zum Heilsbringer. Kaum jemand wagt es, dagegen anzugehen. So wird der Irrglaube geschürt, dass nur so die Elektromobilität des Verkehrs realisiert werden könnte. Die Lemminge lassen grüßen, sogar die Automobilindustrie stimmt dem zu, Alternativen werden gar nicht mehr geprüft. Dahinter steckt, dass die Automobil-Industrie weiterhin ihre Spritt-fressenden – und Kraft-strotzenden SUVs verkaufen wollen, aber auf Grund von EU-Bestimmungen ermöglicht es ihnen nur, mit jedem Elektro-Auto den sogenannten Flottenverbrauch auf die geforderten Grenzwerte zu reduzieren. Dann kommt noch hinzu, dass die Politik Abermilliarden von Euros in die Umstellung zur Schimäre Elektro-Auto subventioniert hat. Sie ist auf chinesische Forderungen und Elon Musk mit seinem nur für Reiche erschwinglichen Tesla hereingefallen und glaubt, dass nur durch Abschaffung des Verbrennungsmotors die notwendige Umstellung auf Elektromobilität ermöglicht wird. Der Wunsch ist richtig, aber der Weg ist falsch. Hinzu kommt, dass die Automobilfirmen ihre E-Autos nur los werden, wenn jeder, der sie kauft, noch 9.000 Euro geschenkt bekommt. Was hat das mit Vernunft zu tun? Insbesondere, weil es auch ganz anders geht, aber das wird nicht mehr geprüft.

Langsam dämmert es allerdings auch gutgläubigen Politikern, dass da irgend etwas nicht stimmen kann. Jemand hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass es auch noch den Wasserstoff als Energieträger gibt, der mit Hilfe der Sonne total beliebig produziert werden kann. Herumgesprochen hat sich allerdings noch nicht, dass der Wasserstoff nicht vergleichbar mit dem elektrischen Strom ist und sich daher nicht eignet, die Lücken zu schließen, die eine Überlastung des Stromnetzes durch das Laden der vielen Automobil-Batterien entstehen. Dazu muss seine chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt werden, dafür gibt es die Technologie der Brennstoffzellen, allerdings mit Wärmeverlusten wegen physikalischer Gesetze. Aber diese Technologie ist noch nicht ausgereift und sehr teuer. Aber es gibt ja noch den vermaledeiten Verbrennungsmotor, der dabei preiswerte Dienste leisten kann. In ihm kann Rückstands-frei der Wasserstoff mit Hilfe von angekoppelten Generatoren in den erhöhten Bedarf an elektrischer Energie umgewandelt werden.

Doch damit ist die Zukunftsenergie Wasserstoff noch lange nicht ausgereizt. Wasserstoff ist ein Gas und nicht so leicht händelbar. Er lässt sich nur mit hohem Energieaufwand bei -252°C verflüssigen. Deshalb haben deutsche Erfinder sich Gedanken gemacht. In einer zweiten Stufe kann er regenerativ weiter in Methanol verwandelt werden. Wenn Sie mich fragen, so ist das der eigentliche Energie-Träger der Zukunft. Methanol lässt sich überall wie Benzin oder Diesel in Verbrennungsmaschinen, aber auch in intelligenten Heizungen für die Versorgung der Gebäude ohne große Umstellungen einsetzen. Viele Subventionsgelder können gespart werden.

Dazu benötigen wir die Mitarbeit von Ländern, in denen die Sonne kräftiger scheint als bei uns. Ich bin sicher, dass die bisherigen arabischen Öllieferanten mit fliegenden Fahnen zu Methanol überwechseln würden. Aber ein kleiner Haken existiert dabei: man benötigt zusätzlich minimale Mengen Kohlenstoff in Form von CO2 als Rohstoff. Er sorgt dafür, dass der Wasserstoff sozusagen verflüssigt werden kann. Diese jetzigen Ölmagnaten haben außerdem genug Kapital, um in großen Fabriken den lokal gewonnenen solaren Wasserstoff in zweiter Stufe in rein regeneratives Methanol umzuwandeln. Mit Fug und Recht kann man ihn als den Treibstoff der Zukunft bezeichnen. Damit die CO2-Bilanz stimmt, empfehle ich, ihn entweder aus der Atmosphäre zu gewinnen, oder aber viel preiswerter, ihn in einer Art Kreislauf aus noch existierenden CO2-Abgasen zu recyclen.

Da kommt noch ein ganz entscheidender Aspekt hinzu. Viele arme Länder der 3. Welt werden ja auch von der Sonne verwöhnt. Dort solche Methanol-Fabriken zu bauen, würde ein Beitrag zu einer Entwicklungshilfe bieten, die diesen Namen verdient. Dabei ist davon auszugehen, dass wir in Deutschland niemals so viel Energie aus Sonne und Wind – selbst mit Milliarden Investitionen – gewinnen können, dass es für uns ausreicht. Deswegen sind wir auf internationale Zusammenarbeit angewiesen.

Mit diesem Beitrag wollte ich andeuten, dass es viele, viele Alternativen gibt und der derzeitige Mainstream auf dem falschen Gleis fährt.

Jean Pütz

PS

Den folgenden Link möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Ein deutscher Erfinder rennt vor die Wand. Er setzt ebenfalls auf regeneratives Methanol. Jedoch setzt er die darin enthaltene Wasserstoff-Energie mit einer Brennstoffzelle in Ladestrom für eine wesentlich leichtere Lithium-Ionen-Batterie um. Er scheitert an dem Unwissen der politischen Instanzen, obwohl Umwelt- und Klimaschutz viel besser ist als bei jedem reines E-Auto.

Alle diese Nachteile mit der Brennstoffzelle vermeidet ein kleiner Lademotor im folgenden HyperHybrid-E-Auto – nicht zu verwechseln mit Plug-in-Hybrid. Es ist 200 kg leichter als ein reines E-Auto, fährt sich genauso, der reine Antrieb durch Elektromotoren erlauben eine unglaubliche Beschleunigung – besser als jeder Benziner oder Diesel. Der Verbrennungsmotor liefert nur gelegentlich Zusatzstrom in die Batterie. Mit 30 Liter Methanol erreicht er eine Reichweite von ca. 1.500 km – mit Benzin 1.000 km – bei einem Treibstoffverbrauch von max. 2-3 Litern pro 100 km. Das wichtigste: Es ist nicht teurer als heutige Klein- oder Mittelwagen, für jedermann erschwinglich.

Im nachfolgenden Link ein Bericht über die Idee mit dem HyperHybrid. Ein existierender Prototyp mit kleiner Batterie von 17 Kilowatt-Stunden Fassungsvermögen, mit dem ich selbst durch die Alpen gefahren bin.

Folge 196 Der Vernunft eine Chance

Gedanken zum Kriegsende 8. Mai 1945

Ich war damals neun Jahre alt, und habe die Schrecken eines Krieges hautnah miterlebt.
Deswegen gestatten Sie mir, dass ich als noch lebender Zeitzeuge auch Sie heute daran erinnern möchte, in Verbindung mit Überlegungen warum es uns heute so gut geht. Noch niemals vorher haben die Bürger in Deutschland solange den Frieden genießen können. aber auch sonst gings den meisten Menschen noch nie so gut wie heute. Warum?
Nicht Planwirtschaft, wie von den kommunistisch orientierten Politikern damals gefordert, sondern Marktwirtschaft und zwar die “soziale” Marktwirtschaft. Diese führte letztlich zum Wirtschaftswunder, das Deutschland aus der Hoffnungslosigkeit herausgeführte. Heutzutage muss hinzugefügt werden die “soziale” und “ökologische” Marktwirtschaft.
Demokratie ist zwar keine ideale Staatsform, aber von allen existierenden politischen Systemen ist sie das kleinere Übel. Sie gab auch dem einzelnen Menschen , nicht nur dem kollektiv, Chancen, durch Leistung aus seiner angeborenen sozialen Schicht sich herauszuheben. Bildung für jedermann der kann und will ist die Voraussetzung. die Gleichheit die Kommunismus und Faschismus versprochen haben waren Lippenbekenntnisse und haben in ein totalitäres Regime geführt. Oft war das schlimmer als zu Zeiten des Feudalismus, wo eine Adelsschicht die rechtlosen Burger willkürlich drangsalieren konnte. Ein Wiederaufleben dieser schrecklichen Zeiten kann nur die Demokratie verhindern, aber der Bürger muss sich einmischen. Allerdings unter Benutzung des Menschen Angeborenen Verstandes. das Prinzip: was nicht sein darf das nicht sein kann führt leider nicht zum Ziel. wenn jeder lernt über seinen Tellerrand hinaus zu schauen und auch die Interessen der anderen Bürger berücksichtigt, dann gibt es Hoffnung. Die Notwendigkeit dafür hat Corona bewiesen. Leider führen auch die in vielen Parteien grassierenden einfachen Lösungen ins Chaos, Nebenwirkung spielen dabei keine Rolle. Deswegen: Populismus von rechts oder links kurzum alles was den einzelnen Menschen entmündigt und dafür das Kollektiv in den Vordergrund stellt gefährdet die Demokratie.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. darum:“ vernunftbegabte Bürger aller Länder vereinigt euch“.
Herzlichst
Euer Jean Pütz
ausnahmsweise mal ganz emotional.
Folge 190: Der Vernunft eine Chance.