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CO2 als Hydrat im Meer ewig speicherbar

(pte) – Mit einer neuen Technik wollen Forscher der University of Texas gemeinsam mit dem Mineralölkonzern Exxon CO2 in großen Mengen sicher lagern, möglicherweise für alle Zeiten. Das Klimagas soll in ein Hydrat verwandelt werden, einen Feststoff, der unter höherem Druck stabil bleibt, wie er in großen Wassertiefen herrscht.

Käfig für Klimagas-Moleküle

CO2 verwandelt sich in ein Hydrat, wenn es mit Wasser vermischt und bei niedrigen Temperaturen unter Druck gesetzt wird. Die Wassermoleküle orientieren sich dabei neu und fungieren als Käfige für das CO2, aus dem die Klimagas-Moleküle nicht entweichen können, so lange Druck und niedrige Temperatur erhalten bleiben. Die Hydratbildung geht allerdings so langsam, dass es nicht möglich ist, große Mengen CO2 umzuwandeln.

Forscher Vaibhav Bahadur und sein Team haben herausgefunden, dass der Prozess um das 3.000-Fache beschleunigt abläuft, wenn eine Prise Magnesium untergemischt wird. „Bisher hat man versucht, Chemikalien zu finden, die die Reaktion beschleunigen. Doch diese Chemikalien sind teuer und nicht umweltfreundlich. Zudem lässt sich das Reaktionstempo, das wir erreichen, auf diese Weise bei Weitem nicht schaffen“, weiß Bahadur.

Meeresgrund bildet Hydrat

Doch auch sein Verfahren hat einen Haken. Um große Mengen CO2 in Hydrat zu verwandeln, ist sehr viel Energie nötig, um die niedrigen Temperaturen und hohen Drücke zu erreichen. Deshalb verlagern die Forscher die Hydratbildung auf den Meeresgrund. Dort herrschen genau die richtigen Bedingungen. CO2, das sich aus der Luft, bei der Erdgasförderung oder aus den Abgasen fossiler Kraftwerke gewonnen lässt, wird gemeinsam mit Wasser und Magnesium in Reaktoren auf dem Meeresgrund gepresst. Die Hydratisierung startet dort von ganz allein.

Akkumulatoren mit höherer Leistung auf Basis von Lithium?

(pte) – Mit zwei einschneidenden Veränderungen gegenüber der klassischen Lithium-Ionen-Batterie haben Forscher der University of California in San Diego einen neuartigen Akku entwickelt, über dessen Leistung sie selbst überrascht waren. Statt eines flüssigen Elektrolyten haben sie einen keramischen eingesetzt, was eine Entzündung oder gar Explosion unmöglich macht. Zudem tauschten sie die Graphit-Anode gegen eine Elektrode auf reiner Siliziumbasis aus. Das verzehnfacht die Energiedichte.

Lebensdauer deutlich verlängert

Siliziumanoden lagen bisher nicht im Fokus der Entwicklung von besseren Batterien, weil sie sich ausdehnen und wieder zusammenziehen, wenn sich die Batterie lädt und entlädt. Zudem löst sie sich mit der Zeit im flüssigen Elektrolyten auf – beides Phänomene, die die Lebensdauer entscheidend verringern. Mit einem festen Elektrolyten ist diese Gefahr gebannt.

Wie sie das Problem Ausdehnung/Schrumpfung gelöst haben, verraten die Forscher um Shirley Meng jedoch kaum. Nur so viel: Sie verwenden Mikro- statt Nanosilizium und entziehen diesem auch den letzten Rest an Kohlenstoff. Anzunehmen ist, dass der Festkörperelektrolyt dazu beiträgt, die Siliziumbewegung eng zu begrenzen, sodass sie länger hält.

80 Prozent Kapazität nach 500 Zyklen

Die Kapazität der von Mengs Team hergestellten Festkörperbatterie lag nach 500 Lade- und Entladezyklen noch bei 80 Prozent, ein relativ guter Wert für den Anfang. Die Weiterentwicklung der Batterie zur Serienreife findet parallel bei Unigrid Battery , einer Ausgründung aus der Universität, und beim südkoreanischen Batteriehersteller LG Energy Solution statt.

„Der Festkörper-Silizium-Ansatz überwindet viele Einschränkungen in herkömmlichen Batterien“, verdeutlicht Darren H. S. Tan. Der den Akku mitentwickelt und Unigrid gegründet hat. „Wir hoffen, die Marktnachfrage nach höherer volumetrischer Energie, niedrigeren Kosten und sichereren Batterien bald erfüllen zu können“, fügt er hinzu.

„Mit den neuesten Erkenntnissen ist LG Energy Solution der Realisierung von Festkörper-Batterietechniken viel näher gekommen, was unsere Produktpalette erheblich diversifizieren würde“, unterstreicht Myung-hwan Kim, Präsident und Chief Procurement Officer des Batterieherstellers, abschließend.

„Friday for Future“ ins Gästebuch: Der Rattenfänger von Hameln lässt grüßen

Alle Achtung dass ihr euch politisch engagiert, aber es kommt auch auf die richtigen Maßnahmen an das Klima zu retten. Und da habt ihr die falschen Ratgeber. Bündnis 90 die Grünen werden vom Volk ja eine gewisse Kompetenz in Sachen Klimarettung beigemessen, aber die haben sich in ihre Ideologie für die falschen Maßnahmen entschlossen, das notwendige Ziel der Klimarettung wird garantiert verfehlt, insbesondere weil aus Deutschland heraus kann die Welt nicht gerettet werden, es sei denn mit Technologie die unsere kreativen Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker entwickelt haben . Aber davon wollen die Schöngeister dieser Partei nichts wissen. Hauptsache sie belabern das Volk mit populistischen einfach Lösungen die aber völlig fehl am Platze sind. Es geht auch ohne die vielen Verbote die von der Partei die Grünen gefordert werden.
Die Jugendlichen von Friday für future haben besseres verdient, in meiner Studienzeit haben wir auch viel demonstriert, es waren die berühmten 68er Jahre. Die haben durchaus aber positive Wirkung gehabt und die Gesellschaft aufgebaut.
Das wünsche ich euch jungen Menschen auch, und zwar Form von meiner Art von Nachhaltigkeit: unsere Kinder und Kindeskinder müssen die gleichen Chancen behalten, die wir hatten. Herzlichst euer wohlmeinender Jean Pütz
Folge 227, Der Vernunft eine Chance.

 

Verbrennungsmotoren helfen Klimaziele zu erreichen – Ein Interview mit Jean Pütz

(WELT) – Die Zukunft gehört elektrisch angetriebenen Fahrzeuge. Davon ist auch der Ingenieur und Journalist Jean Pütz überzeugt. Allerdings hält er Autos mit großen, schweren Batterien für einen Irrweg. Im Interview erklärt er warum.

Der Wissenschaftsjournalist Jean Pütz hat bereits 1969 in seiner TV-Serie „Energie, die treibende Kraft“ auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Anstieg der globalen Temperatur durch effiziente Nutzung von Energie zu begrenzen. Mit den aktuell diskutierten Klimaschutzmaßnahmen ist der studierte Elektroingenieur, der am 21. September 2021 seinen 85. Geburtstag feiert, allerdings nicht glücklich.

WELT: Der Klimawandel war noch in keinem Bundestagswahlkampf ein so großes Thema wie derzeit. Freut Sie das?

Jean Pütz: Ganz und gar nicht. Wir erleben da eine unsägliche Fokussierung auf die Elektromobilität. Nicht nur die Grünen fordern den vollständigen Umstieg auf Elektrofahrzeuge und ein Verbot des Verbrennungsmotors. Zunächst einmal lenkt es von den eigentlichen Herausforderungen ab. Hierzulande werden rund 40 Prozent der CO2-Emissionen durch das Heizen und Kühlen von Gebäuden verursacht. Dort müsste man in erster Linie auf klimafreundliche Alternativen setzen. Die Verbrennungsmotoren der privaten Pkws tragen hingegen nur mit maximal sechs Prozent zu den CO2-Emissionen bei. Das Ende von Verbrennungsmotoren zu fordern, ist stümperhaft und populistisch. Es führt in eine Sackgasse.

WELT: Warum das? Man kann doch sowohl das eine tun und das andere nicht lassen. Was wäre falsch daran, diese immerhin sechs Prozent CO2-Emissionen zu vermeiden?

Pütz: Verbrennungsmotoren können uns sogar helfen, die Klimaziele zu erreichen. Denn mit ihrer Hilfe lässt sich der Energieverbrauch von Häusern deutlich reduzieren.

WELT: Das müssen Sie genauer erklären!

Pütz: Wenn man im Keller mit einem kleinen Verbrennungsmotor elektrische Energie erzeugt und dabei die Abwärme zum Heizen und zur Warmwassererzeugung nutzt, dann spart man sehr viel Energie und CO2 ein. Mit dieser Technik könnten zahllose Öl- und Gasheizungen ersetzt werden, die CO2-Schleudern sind. Schließlich kann man ja nicht alle Häuser in Deutschland mit Strom heizen oder mit einer Wärmepumpe ausstatten. Die benötigt ebenfalls Strom oder man nutzt eine Gas-Wärme-Pumpe, die dann wiederum auf einem Verbrennungsmotor basiert. Beide Technologien nutze ich schon lange in meinem Haus. Mein mit Erdgas angetriebenes Kleinheiz-Kraftwerk erzeugt neben Wärme zum Heizen auch 5,5 Kilowatt Strom. Auf dem Dach habe ich außerdem Solarzellen und Systeme zur solaren Warmwassererzeugung. Eine gute Isolierung des Hauses trägt dazu bei, dass ich extrem wenig Energie zum Heizen benötige.

Je schwerer ein Auto, umso größer der Reifenabrieb

WELT: Auch wenn man Verbrennungsmotoren für diese Zwecke nutzt, wäre das für sich noch kein Argument, nicht auf Elektroautos zu setzen.

Pütz: Dem Elektroauto gehört in der Tat die Zukunft, aber nicht dem Elektroauto, wie es heute von Tesla und anderen konzipiert wird. In diesen Fahrzeugen stecken sehr schwere Batterien. Das ist so, als würde man noch sechs weitere Fahrgäste in seinem Auto mitnehmen. Das ist nicht nur energetisch ein Problem. Je schwerer ein Auto ist, umso größer ist auch der Abrieb der Reifen. Da gibt es einen linearen Zusammenhang – also doppeltes Gewicht gleich doppelter Abrieb. In den Reifen steckt aber nicht nur Gummi, sondern auch Plastik. Mit dem Abrieb gelangt Feinstaub in die Umwelt und damit Mikroplastik. Dieser Aspekt wird von den Grünen gerne ignoriert. Ein großer SUV mit schweren Batterien an Bord ist eine Unverschämtheit. Das entscheidende Argument gegen eine flächendeckende Einführung von Elektroautos ist aber, dass man in Deutschland niemals so viel elektrische Energie erzeugen kann, um damit alle Kraftfahrzeuge zu betreiben – und nachhaltig schon gar nicht. Wir importieren heute rund 80 Prozent unserer Primärenergie. Ein von Energieimporten unabhängiges Deutschland ist eine Illusion. Wenn man nur die Hälfte der heutigen Elektroautos gleichzeitig ans Stromnetz hängen würde, bräche es zusammen. Mein Eindruck ist, dass Annalena Baerbock den Unterschied zwischen Primärenergie und elektrischer Energie nicht kennt. Wunschdenken allein reicht nicht.

WELT: Haben Sie eben nicht selbst gesagt, dass dem Elektroauto die Zukunft gehört?

Pütz: Ja, aber es müssen Elektroautos ohne große Batterien sein. Nichts spricht dagegen, Autos mit Elektromotoren auszustatten. Die haben einen sehr großen Wirkungsgrad. Doch der Strom für diese Motoren sollte an Bord mit Verbrennungsmotoren aus synthetischen Treibstoffen erzeugt werden. Das wäre CO2-neutral, die Autos wären viel leichter und insbesondere viel preiswerter. Der im Moment eingeschlagene Weg zur Elektromobilität ist nicht nur für einkommensschwache Menschen ein Problem. Ein Verbot von Verbrennungsmotoren würde hierzulande auch hunderttausende Arbeitsplätze gefährden.

WELT: Was sind synthetische Treibstoffe und warum sind sie CO2-neutral?

Pütz: Synthetische Treibstoffe werden aus nachhaltig gewonnenem Strom, grüner Wasserstoff und Kohlendioxid hergestellt. Das später bei der Verbrennung im Auto freigesetzte CO2 wurde also anfangs der Umwelt entzogen und in das Treibstoff-Molekül eingebaut. Das ist also ein klimaneutraler CO2-Kreislauf. Und weil wir in Deutschland die benötigten Mengen an synthetischen Kraftstoffen nicht selbst produzieren können – so viele Windräder und Solaranlagen lassen sich hierzulande gar nicht aufstellen – müssten diese aus Ländern mit sehr viel Sonne und freien Flächen importiert werden. Denkbar sind verschiedene synthetische Kraftstoffe. Ich persönlich setzte da auf Methanol.

Mit einer Tankfüllung 1500 Kilometer fahren

WELT: Warum Methanol?

Pütz: Weil es da schon den Proof of Principle gibt. Eine innovative österreichische Firma hat ein Hyper-Hybrid-Auto entwickelt – kein Plug-in-Hybrid – das mit einem Zwei-Zylinder-Motor einen Wirkungsgrad von 56 Prozent erreicht. Der Verbrauch liegt bei zwei Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Mit einer Tankfüllung von 30 Litern kann man also 1500 Kilometer weit fahren. Und wenn der Tank leer ist, ermöglicht die kleine Batterie weitere 100 Kilometer. Ich habe die Hyper-Hybrid-Technik bereits vor 15 Jahren empfohlen und empfinde es als wunderbar, dass das inzwischen umgesetzt wird. Ein besonders effizienter Verbrennungsmotor in Kombination mit synthetischen Treibstoffen ist die Lösung. Auch, weil diese Autos nicht teurer sind als die bisherigen Verbrenner-Fahrzeuge.

WELT: Was genau ist der Unterschied zwischen einem Hyper-Hybrid-Auto und einem Plug-in-Hybrid?

Pütz: Beim Plug-in-Hybrid gibt es noch parallel einen mechanischen und elektrischen Antrieb. Das halte ich für idiotisch. Das Hyper-Hybrid-Auto ist hingegen ein rein elektrisch angetriebenes Autos, das ganz ohne Mechanik und Getriebe auskommt.

WELT: Was wünschen sie sich von der neuen Bundesregierung?

Pütz: Ich wünsche allen Politikern die Erkenntnis, dass es fundamentale Gesetze der Physik und Chemie gibt, die sich durch keine Ideologie umgehen lassen. Das gilt sowohl für den menschengemachten Klimawandel als auch die technischen Ansätze zum Erreichen von CO2-Neutralität. Ich wünsche mir, dass es keine milliardenschweren staatlichen Subventionen für das Batterie-schwere Elektroauto herkömmlicher Bauart mit schlechter Ökobilanz gibt. Mein großer Traum ist, dass unsere freiheitliche Demokratie noch in der Lage ist, fundamentale Probleme zu lösen ohne Populismus und ohne Zwangswirtschaft.

Jean Pütz beim WDR – ein Zeitzeichen

Die TV-Karriere des Jean Pütz beginnt in einer Skatrunde. Anfang der 70er Jahre drischt der in Köln geborene Mathe- und Physiklehrer regelmäßig mit den WDR-Moderatoren Carmen Thomas und Klaus-Jürgen Haller Karten. Als der Sender den Aufbau einer naturwissenschaftlichen Redaktion plant, ist es Haller, der dem journalistisch interessierten Skatfreund bei den Verantwortlichen die Türen öffnet. Pütz überzeugt mit einem seltenen und fürs Fernsehen wertvollen Talent: Der 34-jährige Mathe-Pauker mit Diplomen als Nachrichteningenieur und Volkswirtschaftler weiß nicht nur, wovon er redet, er kann die kompliziertesten Dinge auch ebenso flockig wie verständlich erklären. Pütz erhält die Festanstellung als Redakteur und baut die neue Redaktion maßgeblich mit auf. Von seinen eigenen Interessen inspiriert, schneidert sich der Technik-Besessene ein völlig neuartiges Format auf den Leib, eine Sendung für Bastler, Tüftler und Wissbegierige: die „Hobbythek“. Am 22. Dezember 1974 läuft die erste Ausgabe zur besten Sendezeit im WDR Fernsehen.

Erklär-Sendungen heißen 1974 noch Telekolleg oder Schulfernsehen und sind vor allem eins: staubtrocken. Jean Pütz zeigt in seiner „Hobbythek“, dass es auch anders geht. Seiner Zeit weit voraus, erfindet er eine abwechslungsreiche Show, die Wissen schafft: quirlig, informativ und stets für ein breites Publikum verständlich. Dabei kommt Pütz in seinem rheinischen Sing-Sang gern „vom Hölzchen aufs Stöckchen“, vom Einfachen zum Komplizierten, vom Alltagsproblem zum Hochwissenschaftlichen. In den ersten Jahren steht der freundliche Schnauzbart noch gemeinsam mit Wolfgang Back vor der Kamera, der dann ab 1981 den hoch geschätzten „Computerclub“ präsentiert. Thematisch kennt Pütz keine Grenzen. Bei ihm lernen die Zuschauer ebenso Brot zu backen wie Pilze zu züchten oder Waschmittel und Kosmetika gesundheitsbewusst selbst herzustellen. Do-it-yourself heißt seine Devise: „Mein Prinzip ist, ich probiere alles aus und wenn ich das überlebe, mach ich daraus ne Sendung.“

Mit Gesundheitsthemen wie „Iss dich gesund bei Rheuma, Gicht und Knochenschwund“ oder „Gut gekaut ist halb verdaut“ gewinnt Pütz als WDR-Medizinmann vom Dienst ein Millionenpublikum. Nichts ist ihm zu anrüchig. So dringt er auch in der viel diskutierten Reihe „Rund um den Po“ tief in die Materie ein und macht zum Erstaunen der medizinischen Fachwelt die Bedeutung der Darmbakterien publik.Alles, was Pütz nach dem Motto „ich hab da mal was vorbereitet“ zusammen mixt, schraubt oder lötet, kann im Faltblatt „Hobbytipp“ nachgelesen werden, das die Zuschauer bei populären Themen bis zu 150.000 Mal anfordern. Zudem veröffentlicht der „Rheinische Düsentrieb“ (die tageszeitung) im Laufe der Jahre rund 80 Fachbücher, die insgesamt eine Auflage von über sechs Millionen Exemplaren erreichen. 2001 wird Jean Pütz als WDR-Redakteur pensioniert und macht hinter den Kulissen den Weg frei für seinen Zieh-Sohn Ranga Yogeshwar. Im März 2004 dann verabschiedet er sich auch als Moderator und schließt nach 345 Ausgaben seine „Hobbythek“. Kurz darauf startet der Unruheständler eine neue Medienkarriere: Im Kino-Hit „Findet Nemo“ leiht er dem sympathischen Fischlehrer Herr Rochen seine Stimme.

Stand: 22.12.09

Milliardendeal: Vonovia und Deutsche Wohnen verkaufen Wohnungen an Berlin

(Manager Magazin) – Immobilienkonzerne wie Vonovia und Deutsche Wohnen stehen in Berlin in der Kritik, ihre geplante Fusion ebenfalls. Um die Gemüter zu beruhigen, wollen die Unternehmen dem Land Tausende Wohnungen verkaufen – für viele der Objekte gibt es nun offenbar eine Einigung.

Die vor einer Fusion stehenden Wohnungsriesen Vonovia und Deutsche Wohnen veräußern Immobilien in Berlin an die öffentliche Hand. Die Verhandlungen zum Wohnungsankauf des Landes Berlin aus Beständen der beiden Konzerne seien abgeschlossen, teilte die Senatsverwaltung für Finanzen Berlin am Mittwoch mit. Details zum Ankauf der Immobilien durch die drei Landesgesellschaften Howoge, Degewo und Berlinovo würden nach der notariellen Beurkundung am Freitag vorgestellt. Insidern zufolge soll das Paket für rund 2,4 Milliarden Euro die Besitzer wechseln. Vonovia-Chef Rolf Buch hatte Anfang der Woche gesagt, für einen Verkauf von 14.000 Wohnungen an die öffentliche Hand in der Hauptstadt gebe es eine Einigung.

Der Branchenprimus Vonovia steht vor einer Übernahme des kleineren Konkurrenten und bietet dessen Aktionären 53 Euro je Anteilsschein. Den beiden Immobilienriesen gehören zusammen rund 550.000 Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro, der größte Teil davon in Deutschland. Der Schwerpunkt der Deutschen Wohnen liegt dabei in Berlin, dort bekam der Konzern aber auch heftigen politischen Gegenwind zu spüren. In einem Volksentscheid soll in der Hauptstadt über eine mögliche Vergesellschaftung der Wohnungsbestände großer Immobilienkonzerne abgestimmt werden.

 

Selbst geringe Feinstaubwerte erhöhen das Schlaganfallrisiko

Bisher wurde immer der Verkehr, also unsere privaten Autos als Hauptursache in den Städten ausgemacht. Ein großer Irrtum ist, dass die großen Batterie-schweren E-Autos das verbessern würden. Das stimmt nicht! Während bei Diesel- und Benzin-Autos durch Filterung und chemischer Bindung durch Harnstoff der Feinstaub- und Stickoxid-Anteil aus dem Auspuff fast auf Null reduziert wurde, erzeugen die Batterie-schweren Elektro-Autos einen viel stärkeren Reifenabrieb durch die unvermeidliche Reibung, die unmittelbar mit dem höheren Gewicht zusammen hängt. Darüber wird nie diskutiert, trägt aber erheblich zum vermehrten Feinstaub- und Mikroplastik-Gehalt der Luft. Ich erwähne das nur, weil dies bei den Batterie-getriebenen Elektro-Autos unter den Tisch gekehrt wird, um sie als Saubermacher und Klimaretter der Nation fälschlicherweise zu propagieren.

Die folgende Pressemitteilung des KIT ist insofern interessant, als die Wissenschaftler in ihrer umfangreichen aktuellen Studie explizit die bisherigen Schwellenwerte für Feinstaub ablehnen.

Jean Pütz

(Helmholtz) – Luftverschmutzung am Wohnort kann mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall und koronare Herzkrankheiten verbunden sein, selbst wenn die Werte unter den von der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerten liegen. Dies haben Forschende des Helmholtz Zentrums München und des Karolinska Instituts in Schweden gemeinsam mit einem europäischen Team in einer großen Studie nachgewiesen.

„Unsere Ergebnisse zeigen auf, dass die derzeitigen Luftqualitätsrichtlinien keinen ausreichenden Schutz bieten“, sagt Annette Peters, Direktorin am Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die die Studie von deutscher Seite aus leitete.

Die Studie ist eine große europäische Zusammenarbeit und umfasst mehr als 137.000 Teilnehmende aus sechs verschiedenen Kohorten in Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland, die durchschnittlich 17 Jahre lang beobachtet wurden. Die Forschenden untersuchten, ob ein Zusammenhang zwischen Schlaganfall oder akuter koronarer Herzkrankheit und einer längeren Exposition gegenüber Feinstaub (Partikel mit einer Masse von weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser, PM2,5), Stickstoffdioxid (NO2), Ruß und Ozon (O3) besteht.

„Wir haben festgestellt, dass das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, mit jedem Anstieg von 5 Mikrogramm pro Kubikmeter (Feinstaub) in der Luft an Ihrem Wohnort um 10 Prozent zunimmt. Unsere Studie zeigt, dass dies bedeutet, dass die Luftverschmutzung in städtischen Gebieten zum Schlaganfallrisiko beiträgt, selbst wenn man den Lärm berücksichtigt“, sagt Kathrin Wolf, die Erstautorin der Studie.

Ein solcher Zusammenhang wurde auch für Stickstoffdioxid und Ozon beobachtet. Zu dem führte jede langfristige Erhöhung des Stickstoffdioxidgehalts in der Luft um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter μg/m3 führte zu einem Anstieg des Risikos für koronare Herzkrankheiten um 4 Prozent.

Die Forschenden konnten keine sicheren Schwellenwerte ermitteln, unterhalb derer die Luftverschmutzung für die Herz-Kreislauf-Gesundheit unschädlich ist. Die negativen Auswirkungen von Feinstaub und Stickstoffdioxid wurden auch dann festgestellt, wenn die Analysen auf Teilnehmende beschränkt wurden, die Werten unterhalb der von der WHO und der EU festgelegten Grenzwerte ausgesetzt waren (10 bzw. 25 μg/m³ für PM2,5 und 40 μg/m³ für NO2).

„Dies ist besorgniserregend und zeigt, wie wichtig gute Luftqualität ist, da sie Krankheiten mit nachhaltigen Folgen für die Lebensqualität wie einen Schlaganfall verhindern kann“, sagt Annette Peters. Die WHO wird in Kürze neue Leitlinien für die Luftqualität vorlegen.

Arnold Schwarzenegger rügt die deutsche Automobilindustrie seit Jahren mit einem auf die heutige Zeit angepassten Kommentar von Jean Pütz

Dieser Rüge möchte ich mich anschließen. Arnold Schwarzenegger, als ehemaliger Gouverneur Kaliforniens, hat natürlich andere Absichten. Seine Großstädte erstickten im Smog. Klar, dass dann die Idee von Elon Musk mit seinen batterie-schweren Elektroauto auf fruchtbarem Boden stieß. Musk ist Weltmeister der wirksamen Werbung und PR. Nicht mit überbordender Kreativität hat er sein Imperium geschaffen, sondern er hat für Kalifornien dringende Bedürfnisse befriedigt. Ihm ist es auf Grund seiner PR-Künste aber auch gelungen, die ganze Welt von seiner Art Elektromobilität zu überzeugen. Elektromobilität ist tatsächlich eine dringende Notwendigkeit der Automobil-Industrie, die Zukunft zu öffnen. Aber seine Art von Tonnen-schwerlastigen rein Batterie getriebenen E-Autos, war zwar für Kalifornien und überall dort, wo die Städte in ihren Abgasen erstickten, eine hervorragende Lösung. Zunächst griffen die Grün-Ideologen mit nicht zu überbietender Naivität diese Form von Elektro-Auto auf, denn in einfältiger Propagierung nach dem Motto: Wenn am Auspuff nichts rauskommt, ist das die Lösung der Zukunft. Die Nachteile und Nebenwirkungen wurden unterdrückt. Aber die Volksmeinung übernahm diesen Populismus und wurde zum Mainstream. Die Grün-Ideologen fügten noch eine unerträgliche Forderung hinzu und meinten, auf den Verbrennungsmotor in der Mobilität generell verzichten zu können. Das geht sogar so weit, dass sie sogar durchgesetzt haben, ihn zu verbieten wäre perfekte Klimarettung. Aber die Naturgesetze sind nicht einfältig, sie für menschliche Belange  zu nutzen bedarf der Vielfalt.  Gerade der Verbrennungsmotor kann helfen, mit regenerativem Treibstoff versorgt, Klimarettung aus dem Nirwana des Mainstreams in Realität umzusetzen. Aber im Moment steht der Populismus auf Realitätsverweigerung.

Das verhängnisvolle besteht nun darin, dass sich auch die Automobil-Industrie diesen einfachen Lösungen  geöffnet hat. Man muss sich das einmal vorstellen: Die Aktien-Gesellschaft von Musk, die die zwei Typen des Tesla produziert, also diese Batterie-schweren Elektro-Autos ohne Auspuff, gelten weltweit als die Lösung der Zukunft der Mobilität. Ihr Börsenwert übersteigt den der vier deutschen Auto-Produzenten, obwohl diese mit ihren SUVs noch Milliarden Euros verdienen. Tesla aber hat erst in diesem Jahre minimalen Profit erzielt, aber nicht mit dem Verkauf von Autos, sondern mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten. Irgendwie scheint auch die Börse, die sonst auf Vernunft setzt, den Mondschlössern von Musk zu folgen.

Die deutsche Automobil-Industrie schaufelt damit ihr eigenes Grab. Einerseits hat sie mit ihren, mit Verlust produzierten E-Autos in China kurzfristigen Erfolg und hilft dort in den Großstädten den Dreck in der Luft einigermaßen erträglich zu gestalten, andererseits benötigt sie diese E-Autos, weil die EU wegen einer Idee der deutschen Politik CO2-Ausstoß-Grenzen eingesetzt hat, die nicht das einzelne Auto betreffen, sondern den Flottenverbrauch. Flottenverbrauch heißt, dass sämtliche Automobil-Typen, die eine Firma produziert – ob Klein-Auto oder Riesen-SUVs – zusammengefasst den Verbrauchswert bestimmen. Nun kommt der Schwachsinn: Ein E-Auto wird mit 0-Verbrauch bewertet. Dadurch sinkt der Flottenverbrauch so stark, dass die spritfressenden SUVs und Luxus-Autos ohne empfindliche Strafen weiter verkauft werden können.

Quintessenz: Die deutsche Auto-Industrie ist völlig dem Batterie-schweren Elektro-Auto verfallen und legt jegliche Technologie-offene neue Entwicklungen ab. So ist es zu verstehen, dass die Idee des Hyper/Hybrid-Autos, dessen enormen ökologische und finanzielle Vorteile offen liegen und als Prototypen realisiert sind, von den Automobil-Bossen rundweg abgelehnt werden. Unterstützt werden Sie dabei in Deutschland durch enorme staatliche Subventionen durch eine Verkaufsprämie von 9.000 Euro, sondern pro verkauftem E-Auto von 20.000 Auto, bezahlt von den Steuern der deutschen Bürger. Wenn einige Parteien sich mit Technologie-Offenheit brüsten, sollten sie hiermit beginnen, denn die Hyper/Hybrid-Elektro-Autoversion benötigt mit herkömmlichen Benzin betrieben nur maximal 2 bis 2,5 Liter auf 100 Kilometer, und betrieben mit Methanol, also CO2-neutral, unter 2 Liter auf 100 Kilometer. Dabei wäre ein Verkaufspreis auch ohne staatliche Subventionen, sofern eine Massenfertigung in Gang gesetzt wird, nicht höher als alle bisherigen mit Diesel oder Benzin Motoren ausgestatteten herkömmlichen Autos. Der Energie-Verbrauch – egal ob Elektro- oder Flüssig-Treibstoff  – wäre auch deswegen wesentlich geringer, weil nur ein Siebtel der Batterie-Kapazität der E-Autos erforderlich ist, und damit das Hyper/Hybrid-Auto 250 kg leichter wird. Je leichter ein Auto, umso weniger Reibung, was den Abrieb der Reifen damit um zigtausend von Mikroplastik verringert.

Hinzu kommt, dass die Revolution im Automobilbau zu einer Evolution reduziert wird. Hunderttausende von wegfallenden Arbeitsplätzen, die beim reinen Elektroauto unausweichlich sind, bleiben erhalten.

So, nun liebe Leser, beurteilen Sie selbst, warum die Industrie und die Politik auf den Schwachsinn des reinen Batterie-schweren Autos hereingefallen sind. Wenn Sie mich fragen: Nur die Methode des Hyper/Hybrid hat allein schon wegen seiner ökologischen Vorteile aus meiner Sicht eine Chance und rettet die E-Mobilität. Übrigens auch für Lastwagen, Busse und Baumaschinen hervorragend geeignet. Natürlich ist das Laden aus dem elektrischem Netz mit regenerativem Strom auch hier möglich, im Gegensatz zu dem Plug-in-Hybrid, der sich in der Praxis als ökologischer Betrug herausgestellt hat.

Wenn Sie jetzt noch Lust haben, lesen Sie den hervorragenden Beitrag von Gabor Steingart – ein Auszug aus seinen ‚Morning-Briefing‘. Offenbar hatte Arnold Schwarzenegger intuitiv die richtige Idee, die aber heutzutage modifiziert werden muss.

Ihr Jean Pütz

(Auszug aus Morning Briefing) – Auf der Digital X, einer Digitalmesse der Telekom, habe ich mit dem Schauspieler und früheren kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger gesprochen – über Donald Trump, den Kampf gegen den Klimawandel und seinen Blick auf die deutsche Automobilindustrie. Seine Kernaussagen:

Trump ist nicht mehr im Amt, weil er der falsche Mann war, wenn es um die Umwelt und so viele andere Themen geht. “

Über die deutschen Automobilhersteller sagt er:

Ich habe schon mit den Chefs der Autohersteller in Deutschland gesprochen, als ich noch Gouverneur war. Ich habe ihnen gesagt, dass dies die Zukunft ist. Und sie wollten es nicht hören. Sie haben mich verklagt und sie haben Kalifornien verklagt, weil der Bundesstaat strikte Standards hat. “

Gewonnen haben allerdings die Amerikaner:

Unsere kalifornischen Auspuffemissionsstandards wurden zum landesweiten Standard in Amerika. Erst dann kamen die Autofirmen auf uns zu. Sie verhandelten und sagten: Geben Sie uns etwas Zeit und lassen Sie uns diese Regelung auf 2016 verschieben. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. Aber sie sind bis heute nicht in der Lage, Standards einzuhalten und müssen Strafen zahlen. “

Und der österreichisch-amerikanische Mister Klartext wird noch deutlicher. Er nennt die deutschen Autobosse der Generation Winterkorn „lazy bastards”

Antwort eines kompetenten Physik-Professors aus Dresden auf dezidierte Fake-News – verbreitet in der Wahl-Arena durch Annalena Baerbrock

Lieber Herr Thess,

die Protagonisten der Energiewende im Sinne eines beschleunigten Zubaus von Wind- und PV-Anlagen haben inzwischen erkannt, dass es nicht möglich ist, kritischen Publikationen mit Argumenten zu begegnen. Sie sehen also das Schweigekartell als einzige noch bleibende Möglichkeit,  um vorzutäuschen, dass es diese Kritik überhaupt existiert.
In den Berichten der Öffentlich-Rechtlichen findet man in letzter Zeit vermehrt Falschaussagen (FAKT: Kosten der Energieerzeuger werden verglichen, aber die Methode der Kostenberechnung nicht offengelegt).

Wahlarena mit Annalena Baerbock:

Frage: Sind Sie bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es nicht zu einem flächendeckenden Versorgungsengpass kommt?

Antwort AB: Es wird nicht zu einem flächendeckenden Versorgungsengpass kommen, ja, das kann ich Ihnen versprechen, wenn man die Erneuerbaren ausbaut. Am 14.08. haben wir in Deutschland die Stromversorgung sichergestellt und es wird in Zukunft genau so sein wie in der Vergangenheit. Wir haben den gemeinsamen europäischen Energiemarkt und da wird auch die Netzstabilität und die Stromversorgung sichergestellt.

Die GRÜNEN versprechen uns das BLAUE vom Himmel.

Beste Grüße aus Dresden,
Sigismund Kobe