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Klimarettung geht nicht nach Schema F – Technologie-Offenheit dringend notwendig

Schreiben eines erfolgreichen Unternehmers, der die ökologischste Mobilitätslösung der Zukunft erfunden hat.

Ein offener Brief

Diesen interessanten Beitrag veröffentliche ich, weil Frank Obrist ohne Scheuklappen und logischem Denken sich einem Problem gewidmet hat, welches sehr viel mit Demokratie und Gleichberechtigung zu tun hat. Das derzeitige Konzept des nur Batterie-getriebenen Elektroautos spaltet die Gesellschaft, weil auf lange Sicht sich nur betuchte Bürger leisten können. Wer hat schon zu Hause eine Elektro-Zapfsäule. Alle Straßenparker würden leer ausgehen und das sind in den Städten die meisten Autobesitzer.

Frank Obrist und seine Mitarbeiter eröffnen die Elektromobilität für jedermann, denn sein sogenanntes Hyperhybrid-Elektroauto ist nicht teurer als heutige Verbrenner-Autos mit viel besserer ökologischer Bilanz als Typ Tesla, hat keinerlei staatliche Zuschüsse. Das sollten sich die überzeugten Aktivisten der Gegenwart, angefangen bei Elon Musk, Greta Thunberg und alle FFF-Jugendlichen, ebenso wie verbotssüchtige Grün-Ideologen hinter die Ohren schreiben.

Sind sie zum Umdenken bereit?

Jean Pütz

Klimarettung durch grünes Methanol
Ein Aufruf von Frank Obrist, der mit seiner Technologie-Schmiede die ersten Prototypen des Hyperhybrid-Elektroautos produziert hat. So befreien wir die Menschheit von fossiler Energie

An alle Menschen auf der Erde und gewidmet an
Greta, Elon, Tim, Bill, Jeff, Herbert, Mohammed, Kommissionen und Investoren.

Die globale Erwärmung, das größte Problem der Menschheit, kann zum ersten Mal gelöst werden. Wir haben etwa 85% des gesamten Weltenergiebedarfs durch die Nutzung fossiler Energie erzeugt, was den CO2-Gehalt in der Atmosphäre dramatisch erhöht hat.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit können wir jetzt erneuerbaren Strom erzeugen, der billiger ist als jede andere Energieform und dessen Kapazität unbegrenzt ist. Der Prozess findet im Sonnengürtel auf der Erde statt.
Mit diesem erneuerbaren Strom spalten wir Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf und verbinden es mit Kohlendioxid.
Indem wir diese Sonnenenergie in den flüssigen Energieträger eMethanol umwandeln, ermöglichen wir den Transport, die Verteilung und die Nutzung auf dem gesamten Planeten.
Durch die Kombination dieses eMethanols mit einer Kohlenstoffsenke entsteht zum ersten Mal in der Geschichte ein CO2-negativer Energieträger.
Ich habe diese „flüssige Sonnenenergie“ noch leistungsfähiger, aber einfacher genannt: aFuel®
Mit diesem revolutionären Energieträger werden wir die gesamte Mobilität bedienen, vom Auto über den Lkw bis hin zu Schiffen und Flugzeugen, Kraftwerke speisen und die Industrie befeuern; wir können sogar Kunststoffe in einer Weise herstellen, an die bisher nicht zu denken war.
Mit diesem aFuel® können wir und die kommenden Generationen eine Wirtschaft mit ungeahnter Entwicklung und Wohlstand für alle Menschen auf diesem Planeten ermöglichen.
Menschen aller Nationen, aller Hautfarben und Religionen werden sich im größten Kampf der Geschichte vereinen – um die Menschheit von fossiler Energie zu befreien.
Seien Sie Teil dieser Revolution, die auf Wissenschaft, Technologie und Innovationskraft basiert, um die über 100 Jahre andauernde Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu kompensieren.
Am 7. September 2021 haben wir diese Technologie zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Verschiedene europäische Medien haben darüber berichtet. Jetzt wollen wir ein globales Problem mit einer globalen Lösung und globaler Kommunikation voranbringen.

Greta, Ich freue mich, Ihnen persönlich diese revolutionäre Technologie zu den erkannten Problemen auf der Erde anbieten zu können und freue mich auf Ihre Unterstützung bei der aktiven Umsetzung unserer Lösung.

Elon, Der globale Elektroantrieb wartet auf Sie, billiger und ressourcenschonender als die reine Elektrifizierung und mehr als 100% neutral, sogar CO2-negativ!

Tim, Basierend auf unseren geistigen Eigentumsrechten ist dies der bedeutendste Business Case aller Zeiten. Davon hat nicht einmal Steve geträumt.

Bill,Mit dieser Technologie übertreffen wir alle anderen Energiequellen, einschließlich der nicht so nachhaltigen Kernkraft.

Jeff,Wir können zum Mond fliegen, aber die gewaltigen Dinge warten hier auf uns – ich würde mich über Ihre Unterstützung freuen.

Herbert,Es geht vor allem um die Wirtschaft.
Um Antriebsenergie zu erzeugen, können Sie zwischen 0,176€/kWh in Deutschland oder weniger als 0,0088€/kWh im Sonnengürtel der Erde bei uns wählen.

Mohammed, Nach Jahrzehnten bemerkenswerter wirtschaftlicher Erfolge auf der Basis fossiler Energie ist die Zeit gekommen, in ein nahezu unbegrenztes Energiezeitalter einzutreten. Die Sonne, die Wüsten der Erde und das Wasser sind der Schlüssel zum Erfolg.

Regulierungsbehörden der Kommissionen, Man kann sich nur dann global wirksame Ergebnisse als Endziele setzen, wenn man alle zukünftigen Energiequellen berücksichtigt, auch wenn man sie noch nicht kennt.

Grüne Investoren, dieser Weg des nachhaltigen Wirtschaftens wird Sie begeistern.
Die globale Erwärmung, das größte Problem der Menschheit, wird zum ersten Mal gelöst werden.

Liebe Menschen, Sie alle können Teil dieser fantastischen Zukunft sein und diese revolutionäre xxx unterstützen.

Gezeichnet
Frank Obrist
Link: https://www.obrist.at/press-media/

Energie-Enge wird zur Energie-Klemme!!

Die Preise für unsern täglichen Energiebedarf steigen in schwindelnde Höhen.
Der einzige Ausweg: mehr regenerative Energien. Doch Vorsicht : das Wunschdenken erklimmt ebenfalls unerreichbare Höhen, bis hin zu Wolkenkuckucksheimen.
Mit noch mehr milliardenschweren Subventionen ist das Klima- Problem nicht zu lösen, ein radikales umdenken wird nötig. Ob die zukünftige Ampel- Regierung das begriffen hat?
Darum geht’s in meinem heutigen Kommentar. Zum resignieren besteht kein Anlass, aber es ist nötig mal über den eigenen Tellerrand hinweg zu schauen, und auf Mainstream Ideologien zu verzichten.
Zu diesem Thema empfehle ich auch einen Beitrag den ich vor den Bundestags- Wahlen erstellt habe. Hier der link:

Folge 230: der Vernunft eine Chance

 

Kompetenz muss glaubhaft sein. Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart, amüsante Geschichten aus der Sicht des Autors

Wieso engagiert er sich immer noch für Wissenschaft und Technik um sie so zu übersetzen, dass dies für jedermann verständlich wird?
So nebenbei empfiehlt er zwei Bücher, die sich lohnen damit zu beschäftigen.
1. Warum fängt der schräge Vogel mehr als nur den Wurm? Wenn sie diese Frage interessiert, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Gisela Steinhauer, einer berühmten Journalistin die preisgekrönt wurde, durch viele Sendungen im Hörfunk. Wenn Sie mehr wissen wollen, dann rate ich Ihnen den folgenden Linkzu nutzen.
2. Informationen zum Buch „das Coronavirus“, finden Sie hier im Link:
Wer dieses Buch gelesen hat, der versteht besser welche verheerenden Wirkung dieses Virus angestellt hat und wie wichtig der Impfstoff für die Bewältigung wurde. Ich habe eins der Kapitel dazu beigetragen und zwar ein Interview, das Autor Gerd Felder mit mir geführt hat. Hier der Link dazu:
Das Buch ist erschienen im Eifeler Literaturverlag der Verlagsgruppe Mainz.
Folge 229: der Vernunft eine Chance.

Das Prinzip des Hyperhybrid-Autos

Extrem umweltfreundlich, extrem sparsam, extrem preiswert auch ohne staatliche Zuschüsse, ausbaufähig mit grünem Methanol-Motor zu absoluter CO2-Neutralität

Zum untenstehendem Auszug aus dem renommierten Manager-Magazin

Vorab mein persönlicher Kommentar:

Vor 14 Jahren habe ich diese serielle Hyperhybrid-Methode der Firma Ford in Köln vorgestellt. CEO war der spätere Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Bernhard Mattes. Ich empfahl es deswegen, weil es alle Eigenschaften eines Elektro-Autos haben würde, extrem sparsam und leicht, damit wesentlich weniger Reifen-Abrieb in Form von Feinstaub und Mikroplastik. Doch Ford lehnte es nach mehreren Diskussionsrunden als zu teuer in der Entwicklung ab.

Der Technologie-Schmiede Obrist ist es nun, parallel zu meinen Vorschlägen und Voraussagen, dies in mehreren Prototypen zu bestätigen. Sie hat auch einen weiteren Prototypen mit Antrieb für regeneratives Methanol entwickelt und bewiesen, dass, wenn dieser Treibstoff einmal konkurrenzfähig wird, eine CO2-neutrale Mobilität möglich wird.

Die Automobilindustrie allerdings meidet immer noch diese Möglichkeit, und der Staat unterstützt sie dabei, weil fälschlicherweise angenommen wird, dass dem batterie-schweren Elektroantrieb die Zukunft gehört. Diese Unterstützung schröpft den Staatssäckel aus Steuergeldern mit 20.000 Euro pro verkauftem Exemplar, darin enthalten 9.000 Euro direkte Verkaufsförderung. Da das Hyperhybrid-Modell nicht teurer ist als ein herkömmliches Diesel- oder Benzin-Auto, sollte diese Förderung sofort gestoppt werden. Das würde die Automobilindustrie zur Raison bringen. Auch die immensen Investitionen in eine Revolution einer modernen Automobilindustrie können wegfallen, denn der Antriebsmotor fußt auf einer hundertjährigen Entwicklungsgeschichte.

Übrigens: Kürzlich stellte Anja Karliczek, Noch-Bundesministerin für Bildung und Forschung, den Prototypen in einer denkwürdigen Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vor, ohne auf die Sparmöglichkeiten der extrem teuren steuerfinanzierten Subventionen aufmerksam zu machen.

Mit Methanol betrieben übertrifft der Verbrennungsmotor mit angekoppeltem Generator sogar die Effizienz einer sich noch in der technischen Entwicklung befindlichen Hochtemperatur-Brennstoffzelle. Verbrennungsmotoren sind deshalb eine gewichtige Hilfe bei der Klima-Wende und dürfen nicht verboten werden.

Es lebe das Prinzip der Technologie-Offenheit

Jean Pütz

Der Hybrid-Tesla vom Bodensee

Elektroautos werden als Privat- wie auch als Dienstwagen immer beliebter, denn sie gelten als deutlich umweltfreundlicher als Verbrenner. Doch wirklich emissionsfrei fahren Tesla und Co. noch nicht – das will die Firma Obrist aus Österreich ändern.

Wie sieht sie aus, die Mobilität der Zukunft? Eine große Frage, und bei der Antwort darauf spielt zumindest nach heutigem Stand meist der Elektromotor eine entscheidende Rolle. Insbesondere die Autoindustrie hat den allmählichen Abschied vom Verbrennungsmotor eingeläutet und setzt zum Großteil auf den Antrieb mit elektrischem Strom. Vorreiter Tesla etwa sowie inzwischen auch Großkonzerne wie Volkswagen bieten immer mehr reine Elektroautos an, die mangels Benzin- oder Dieselverbrauchs keine klimaschädlichen Abgase produzieren sollen.

Doch dieser Schein trügt, meint zumindest das Ingenieursunternehmen Obrist aus dem österreichischen Lustenau am Bodensee. Tatsächlich bringen gegenwärtig am Markt befindliche Elektroautos sowie Hybride nach Ansicht der Firma verschiedene Probleme mit sich: Der Strom, der von außen zugeführt wird, kommt meist noch aus fossiler Energiequelle, ist also mit Abstand betrachtet keineswegs frei von jeglichem CO2-Ausstoß. Zudem halten die Ingenieure von Obrist die handelsüblichen Elektro- und Hybridmotoren für wenig effizient. „Die Fahrzeuge haben zu große Batterien und schleppen in der Regel zwei vollständige Antriebseinheiten mit sich herum“, sagt Thorsten Rixmann, Marketingleiter des Unternehmens. „Wir sind natürlich ebenfalls davon überzeugt, dass die Zukunft im elektrischen Antrieb liegt. Die Frage ist aber, wo und wie wir den Strom dafür generieren.“

Als Antwort darauf hat Obrist einen eigenen Hybridantrieb entwickelt, der ohne die Schwächen der Konkurrenz auskommen soll. Und um zu demonstrieren, dass das Konzept praktikabel ist, haben die Österreicher ihren Antrieb in so etwas wie das gegenwärtige Vorzeigemodell unter denElektroautos eingebaut – einen tesla Modell 3.

Kern der Veränderung: Obrist hat die mehrere hundert Kilogramm schwere 75-kWh-Batterie, die serienmäßig im Model 3 enthalten ist, durch eine viel kleinere Einheit mit lediglich 17,3 kWh ersetzt. Zudem kamen einige Steuerbauteile sowie ein kleiner Zwei-Zylinder-Verbrennungsmotor, welcher ausschließlich einen Generator antreibt, ins Auto. Resultat: Ein Gewichtsverlust des Fahrzeugs von etwa 250 Kilogramm.

Laut Obrist hat dieser Antrieb namens „Hyperhybrid powertrain“ verschiedene Vorteile: Er ist leichter als ein herkömmlicher Elektromotor etwa von Tesla und reduziert dadurch den Energieverbrauch des Fahrzeugs. Zudem handelt es sich um einen seriellen Hybrid, er dient also ausschließlich dazu, die Batterie des Wagens aufzuladen. Angetrieben wird das Auto dagegen weiterhin ausschließlich durch den Elektromotor.

Der Verbrennungsmotor werde thermisch und akustisch gekapselt, so Rixmann. So würden Kaltstart-Situationen vermieden, und der Motor sei weder hörbar noch spürbar.

„Weil die Verbindung des Verbrennungsmotors mit der Antriebsachse fehlt, läuft er bei uns immer im optimalen Drehmoment“, erläutert der Mann von Obrist weiter. „So kommen wir auf einen geringen Verbrauch von rund zwei Litern Benzin im realen Test auf 100 Kilometer, womit der Motor schon heute die Abgasnorm Euro 7 erfüllt.“

Damit ist Obrist allerdings noch nicht zufrieden. „Ziel ist es, den Motor mit grünem Methanol zu betreiben“, so Rixmann. „Dadurch würde das Fahrzeug vollständig emissionsneutral.“

Für Autofahrer soll die Lösung von Obrist noch weitere Vorzüge mit sich bringen. Die Reichweite beispielsweise sei wesentlich größer als beim reinen Elektroauto und es könne darüber hinaus weltweit betrieben werden, so das Unternehmen. Zudem ließe sich ein Auto mit diesem Antrieb nach Angaben Rixmanns vergleichsweise günstig in der Massenfertigung herstellen, bei einem Verkaufspreis von kaum mehr als 20.000 Euro.

Ob es dazu kommen wird? Zunächst müsse sich ein Hersteller von der Technologie überzeugen lassen, sagt Rixmann. Obrist sei schließlich ein Entwicklungsunternehmen, kein Autoproduzent. Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass spätestens im Jahr 2026 ein Auto mit dem Hyperhybrid powertrain-Antrieb von Obrist am Markt sein werde.

 

 

Interview mit Jean Pütz – Auszug aus dem Buch ‚Unser Corona-Jahr‘

Interview mit Jean Pütz – Auszug aus dem Buch ‚Unser Corona-Jahr‘, Swiontek-Verlag Mainz

Der Vernunft eine Chance geben

Fernsehjournalist Jean Pütz: Allgemeinverständliche Wissenschaft ist Gegengift gegen Populismus

Jean Pütz, geboren 1936 in Köln, ist ein bekannter, mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator. Als Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk gründete und leitete er über 30 Jahre die Redaktion Naturwissenschaft und Technik und moderierte mehrere Sendereihen wie „Die Welt des Schalls“ und die „Wissenschaftsshow“. Populär wurde er vor allem durch seine Sendung „Hobbythek“, aber auch durch Umweltmagazine wie „Dschungel“ und „Globus“. Auf Facebook, wo er eine Art Corona-Tagebuch veröffentlicht, hat Pütz derzeit 84 000 Follower.  

Herr Pütz, haben Sie als erfahrener Wissenschaftsjournalist die Corona-Pandemie vorausgesehen?

Wir haben alle im Winter 2020 noch unbeschwert Karneval gefeiert, bevor es plötzlich mit dem Virus losging. Auch ich habe gedacht: Was im fernen China passiert, ist ein lokales Ereignis und kann nicht so schlimm sein. Als es dann aber zu dem Infektionsausbruch im Kreis Heinsberg kam, war mir als studierter Soziologe mit Statistik-Kenntnissen rasch klar, wie rasant das Virus sich ausbreiten würde. Ich habe mir deshalb schon früh Gedanken gemacht, was man gegen die Ausbreitung unternehmen könnte.

Zu welchem Ergebnis sind Sie dabei gekommen?

Mir war von Vornherein bewusst, dass vieles daran hängt, ob wir Mund-Nasen-Schutze haben. Die asiatischen Länder kommen glimpflicher durch die Pandemie, weil es bei ihnen Tradition ist, Mundschutz zu tragen. Bei uns hat man das Tragen von Masken dagegen lange lächerlich gemacht, und die Politik hat die breite Bevölkerung im vergangenen Frühjahr sogar anfangs davor gewarnt, sie zu kaufen, weil für das medizinische Personal nicht genug vorhanden war. Das war ein fundamentaler Fehler. Hätte die Bevölkerung eher Mundschutz getragen, dann hätte das Virus sich am Anfang nicht so stark ausgebreitet. Daher habe ich schon am 10. März eine Bastelanleitung zum Selbstnähen einer Patent-Nasen-Mund-Schutz-Maske mit Innentasche zur Aufnahme diverser Filter vorgestellt, mit der ich selbst bisher ungeschoren durch die Pandemie gekommen bin. Was ich anderen empfehle, nutze ich selbst auch.

Haben Sie als Angehöriger der Hochrisikogruppe Angst, sich anzustecken?

Ja, ich habe Angst vor einer Infektion, weil ich mir schon früh darüber im Klaren war, dass selbst dann, wenn sich nur schwache Krankheits-Symptome gezeigt haben, die Nachwirkungen nicht zu unterschätzen sind. Mit dem oft vermittelten Irrtum, dass eine Corona eine reine Lungenkrankheit sei, habe ich selbst in Facebook-Posts schon früh aufgeräumt. Das Schlimmste ist, dass die Viren die auch Blutgefäße befallen und dadurch Herz, Niere und Bauchspeicheldrüse, ja sogar das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden und es dabei zu neurologischen Ausfällen kommen kann.

Sie haben sich also mit dem Thema Corona stark auseinandergesetzt?

Ich habe mir schon frühzeitig alle Informationen dazu herangeholt, die ich bekommen konnte, und mich sehr stark mit dem Thema beschäftigt. Es macht inzwischen 50 Prozent meiner Recherche-Arbeit aus.

Wie beurteilen Sie die zentrale Rolle, die die Wissenschaft in der Corona-Krise spielt?

Mein großes Anliegen ist es seit Jahrzehnten, die Ergebnisse der Wissenschaft verständlich zu machen. Das eine Problem ist, dass sich heutzutage jeder als Wissenschaftler bezeichnen kann, weil das kein geschützter Begriff ist. Das andere Problem besteht darin, dass die Schwarmintelligenz der Deutschen bei den Naturwissenschaften minimal ist. Wenn Menschen aber etwas nicht verstehen, dann bekommen sie Ängste. Die Folge ist, dass die Wissenschaft dann sehr schnell für etwas verantwortlich gemacht wird, wofür sie nicht verantwortlich ist. Die Parole lautet häufig, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Was kann man dem entgegenhalten?

Man muss der Vernunft eine Chance geben, und Wissenschaft ist nichts anderes als kristallisierte Vernunft und Logik – sollte sie zumindest sein. Im Vordergrund muss die Empirie, die Erfahrung stehen. Wissenschaft setzt auf stets wiederholbare Ergebnisse. Zu Recht haben derzeit die Virologen, Epidemiologen und Infektiologen das Sagen und werden von den Medien vorrangig befragt. Manche sind aber leider nicht in der Lage, die Akzeptanz der Bürger zu erlangen, weil sie in ihrer eigenen Sprache, ihrem Fachchinesisch sprechen und deshalb schwer zu verstehen sind. Dafür gibt es Wissenschaftsjournalisten, die die schwierigen Zusammenhänge verständlich machen können und müssen. Immerhin schaffen es aber einige Wissenschaftler, wie etwa der bekannte Virologe Christian Drosten, ihre Informationen allgemeinverständlich weiterzugeben, Kompliment, dafür müssen sie nämlich vom Elfenbeinturm heruntersteigen, was nicht einfach ist. Entscheidend ist, dass die Wissenschaft nicht den Bezug zur Allgemeinheit verliert und über den Tellerrand hinausschaut.

Es gibt aber auch unterschiedliche Standpunkte bei den Wissenschaftlern, und manche korrigieren im Laufe der Zeit ihre Positionen. Wird das von der breiten Öffentlichkeit verstanden?

Nein, die Leute können das nicht nachvollziehen und wissen oft nicht, wie Wissenschaft funktioniert. Sie haben auch keinen Überblick über die Sachlage. Ich bin zudem sicher, dass die Wissenschaftler manches anders gemacht hätten, wenn sie frühzeitig mehr über Covid-19 gewusst hätten. Definitive Forschungsergebnisse aber hatten wir im Frühjahr 2020 nicht und haben wir bis heute nicht.

Wie sehen Sie das Verhältnis von Politik und Wissenschaft in der Pandemie?

Das Verhältnis ist an der Schnittstelle von Politik und Wissenschaft sehr schwierig. Das Problem ist: Ein Politiker, der sich auf Vernunft und Sachkenntnis stützt, hat wenig Chancen. Wenn er Relevanz haben und dem Volk aufs Maul schauen will, darf er das also nicht tun. Der Populismus feiert leider immer mehr Triumphe.

Im Frühjahr 2020 verzeichnete die Regierung aber unglaubliche Zustimmungswerte, als sie ihre harten Maßnahmen auf das Votum der Wissenschaft stützte…

Das hatte damit zu tun, dass es zu dieser Zeit große Ängste in der Bevölkerung gab. Wenn es wirklich gefährlich wird, dann suchen die Menschen einen Anker, an dem sie sich festhalten können, und nehmen die Maßnahmen der Regierung als unabänderlich und alternativlos hin. Wenn man das Virus wirklich bekämpfen will, dann müssen die Ergebnisse der Wissenschaft möglichst in Politik umgesetzt werden. Es kommt vor allem darauf an, Kontakte weitgehend zu verringern, nur so lässt sich die Übertragung von Mensch zu Mensch kontrollieren.

Wie konnte es aber dann passieren, dass bei manchen die Stimmung plötzlich kippte und sich auf Demonstrationen von Corona-Leugnern, Querdenkern und Verschwörungstheoretikern entlud?

Das sind die Neunmalklugen, die sich über die Naturgesetze stellen, und teilweise soweit gehen, dass sie im Zweifelsfall die Nacherkrankungen und sogar den Tod vieler Menschen in Kauf nehmen würden. Das Problem ist auch, dass das Virus stark selektiert und hauptsächlich die Alten und Jüngere mit Vorerkrankungen erwischt. Viele dieser Leugner kennen niemanden, der an Covid-19 erkrankt war und einen schweren Verlauf hatte. So ist das mit dem Begreifen von seelenloser Statistik. Die Bürger glauben daher den Fehlinformationen in den sozialen Medien eher als selbst seriöser Presse. So entstand der verunglimpfende Begriff „Lügenpresse“, wieder einmal ganz nach der Vorstellung, dass nicht sein darf, was nicht sein kann, was ganz tief in der menschlichen Psyche verankert ist. Außerdem ist es bei allen Pandemien der Vergangenheit, Stichwort: Pest, Cholera, Pocken, so gewesen, dass immer nach einem Schuldigen gesucht wurde, der oft überhaupt nichts damit zu tun hatte. Sogar das Wasser wurde verantwortlich gemacht, was zu der Manie zu Zeiten der französischen Könige führte, dass sogar auf das Waschen verzichtet wurde. Aber auch Juden, andersgläubige, angebliche Hexen und deklarierte Sünder wurden bildlich gesprochen dem Scheiterhaufen übergeben. So wird auch heute diffamiert auf Teufel kommt heraus.

Was ist überhaupt die Ursache für die Proteste der „Querdenker“, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker gegen die Maßnahmen des Staates? Angst vor Kontrollverlust?

Das hat mit Kontrollverlust und Angst zu tun, die aber emotional weggedrückt werden. Viele betrügen sich so selbst. Für die Corona-Leugner ist gleichsam eins plus eins nicht mehr gleich zwei. Sie sind keinem rationalen Argument mehr zugänglich, und es hat keinen Zweck, mit ihnen zu diskutieren. Durch die Wirklichkeit und die Entwicklung der Pandemie – die bewiesene Übersterblichkeit in manchen Regionen lässt sich gar nicht mehr leugnen – sind sie längst überrollt und widerlegt worden, aber das ignorieren sie. Sie suchen einen Feind und einen Grund, jemanden zu diffamieren, und finden ihn. Die tiefere Ursache liegt darin, dass wir in der Wissenschaft und Technik einen Turmbau zu Babel errichtet haben. Die Menschen nutzen die gedankenlos die auf Wissenschaft beruhende Technik, etwa beim Smartphone, ganz selbstverständlich, durchschauen aber nicht mehr, was dahinter steht, weil es zu kompliziert geworden ist. Wir, die Eingeweihten, haben dabei versagt, den vielzitierten „kleinen Mann“ zu informieren. Wie viele inzwischen bereit sind, auf den Populismus herzu einfallen, ist erschreckend, ich gehe von bis zu einem Drittel der Deutschen aus. Wenn es uns nicht gelingt, diese Unwissenheit und Ignoranz gegenüber der Wissenschaft abzubauen, sind wir gescheitert und müssen die schlimmen demokratisch wirksamen Folgen tragen, denn nur mit Vernunft lässt sich der Zusammenbruch des Turmbaus zu Babel verhindern.

Können Sie guten Gewissens empfehlen, sich impfen zu lassen?

Ja, das empfehle ich mit voller Überzeugung. Wir müssen die Menschen nur darüber aufklären, wann und wie das Impfen funktioniert, und das geschieht in den Medien ganz gut. Der mit völlig neuen und extrem kreativen Methoden der Gentechnik entwickelte Impfstoff von Biontech/Pfizer und ähnlichen, ist relativ nebenwirkungsarm. Trotzdem reagiert jeder Organismus auf seine Art und Weise. Dazu gehört auch eine manchmal heftige Unpässlichkeit, aber das gehört zum Immunisierungsprozess. Wenn man eine Risiko-Betrachtung macht, dann ist das aber bei Weitem das kleinste Übel. Wenn man durch die Impfung Millionen von Menschen vor der Krankheit bewahren kann und Hunderttausende vor dem Tod, dann ist Impfen die beste Medizin, die je entwickelt wurde. Das Problem ist nur, dass der Beweis, wegen einer Impfung nicht krank geworden zu sein, sehr schwer zu führen ist.

Bei Medikamenten ist das anders. Vielleicht ist auch versäumt worden, solche Medikamente gegen das Corona-Virus genauso intensiv zu entwickeln und zu subventionieren, wie das bei der Gewinnung des Impfserums der Fall war.

Läuft das Impfen bisher zu langsam?

Ich bin nicht glücklich darüber, wie das Impfen bisher abläuft. Es wäre Aufgabe der Kommunen und Landkreise gewesen, die Leute über das Impfen zu informieren. Jetzt sind viele verunsichert und wissen nicht, ob sie sich impfen lassen sollen, die Hotlines sind überlastet, die Impfzentren stehen leer. Das hätte besser laufen müssen.

Wie wird die Welt nach der Corona-Pandemie aussehen? Genauso wie vorher, oder wird man Lehren aus der Krise ziehen, etwa im Hinblick auf den Klimawandel?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und will meist das Leben fortführen, das er kennt. Im Hinblick auf den Klimawandel begreifen selbst die Grünen nicht, dass der Energieverbrauch, der mit Gebäuden verbunden ist, dringend reduziert werden müsste und auch um 95% Prozent reduziert werden kann. Der CO2-Ausstoß über unsere privaten Autos macht dabei nur 6-8% aus. Man hat den Hebel an der falschen Stelle angesetzt. So wie im Moment mit den vorgeschlagenen Methoden des Mainstreams lässt sich der Anstieg der Welttemperatur nicht lösen. Das eine tun, das andere nicht lassen, ist die Devise, die ich persönlich für mich gelöst habe. Mein Vorschlag des HyperHyrid-Autos, welches eine viel bessere Ökobilanz besitzt als das reine Elektroauto, ist als Prototyp realisiert und benötigt beim Bau und Betrieb nur noch maximal 10% der natürlichen Ressourcen. Ich persönlich lebe aus Überzeugung weitgehend CO2-neutral, indem ich den Hebel bei meinem eigenen Haus angesetzt habe. Es gibt durch die Photovoltaik mehr Energie, als ich während des ganzen Jahres zum Heizen und zum Betrieb benötige. Dabei habe ich mich an orientiert an Vorschlägen, die ich vor 30 Jahren in einer der berühmten ARD-Sendereihe ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ mit dem Titel ‚Der Sonne eine Chance‘ als Autor und Moderator gemacht habe.

Ich weiß zwar die Verdienste der Grünen für unsere Umwelt zu schätzen, aber sie sollten im Auge haben, dass sie mit ihrem populistischen Klimarettungsprojekt unsere Wirtschaft, insbesondere die Industrie, mit der wir unser Geld im europa- und weltweiten Konzert verdienen, in arge Bedrängnis gerät, trotz aller gegenteiligen Bekundungen. Nicht, dass inzwischen schon 50% der ehemaligen Produktionen nach Asien ausgewandert sind, auch bei uns entwickelte kreative Ideen wurden China kostenlos überlassen. Auch in Zukunft stehen Millionen von Arbeitsplätzen mit dem Abwandern der Automobilindustrie auf dem Spiel, weil jetzt auch noch der Verbrennungsmotor abgeschafft werden soll und Deutschland sich da als Vorreiter gebärdet. Wegen einer Schimäre – genannt Elektroauto – welches nur auf die Bedürfnisse Chinas mit ihren verdreckten Städten konzipiert ist. Damit dieses Elektroauto bei uns überhaupt gekauft wird, muss es vom Staat mit 9.000 Euro pro Exemplar subventioniert werden. Zum Klimaschutz trägt es nicht bei und auch den Flottenverbrauch, vorgeschrieben von der EU, verringert es nur unwesentlich. Dabei gibt es preiswertere Alternativen, wenn man nicht bestimmte Technologien von vornherein verunglimpft. In dieser Hinsicht denke ich an Heinrich Heine: ‚Denk ich an Deutschland in der Nacht …‘ und das nicht wegen Corona, welches fälschlicherweise von den Parteien demnächst als Grund allen Übels und als historischer Prügelknabe herhalten muss.

Wasserstoff: ja , aber in Zukunft nur als Methanol.!

Nur so werden alle Länder dieser Erde darauf einsteigen. Rettet die Klimarettung!
Aus aktuellem Anlass:Droht einre Inflation.???
Egal ob die zukünftige Bundes-Regierung aus Ampel oder Jamaika besteht, wie sollen die ausgehandelten Beschlüsse finanziert werden?
Eines der größten Probleme der Koalitionsverhandlungen wird die Finanzierung der vielen Maßnahmen sein, die die zukünftige Regierungspolitik bestimmen.
Eines ist klar, die Sozialpolitik wird den größten Anteil erfordern, daran wird wahrscheinlich nicht gerüttelt werden können. Bleibt also nur das übrig, was die Investitionen in die Zukunft betreffen, aber auch da sind so viele Versprechungen gemacht worden, dass einem unabhängigen Betrachter Angst und Bange werden kann. Ein erfolgsversprechender Ansatz wäre, das zu durchforsten, was in der Vergangenheit an Fehlinvestitionen in Wirtschaft, Forschung oder Wissenschaft geleistet wurden.
Im Vorfeld der grün-ideologischen Maßnahmen stand bisher z. B. die Energieversorgung ausschließlich vom eigenen deutschen Territorium durch Sonne Wind und Wasserkraft im Vordergrund.
Trotz erheblicher Warnungen und Bedenken von sachverständigen Wissenschaftlern und Ingenieuren auf diesem Gebiet, wird immer noch von diesem Dogma ausgegangen, dass Regierungs-Berater im Political Correctness-Modus empfohlen haben.
Hier muss das Umdenken ansetzen. Es geht vor allen Dingen nicht nur um elektrische Energie, sondern auch um Primärenergie im großen Ganzen. Mit Elektrizität lässt sich auf keinen Fall der Gesamtbedarf erfüllen. Oft wird auf die regulierende Kapazität des europäischen Verbundnetzes verwiesen. Aber dann muss Strom aus den über hundert in Frankreich errichteten Kernkraftzentralen akzeptiert werden – oder noch schlimmer – auf den Strom aus osteuropäischen Kohlekraftwerken, sonst steht der Strom-Blackout ante Portas. Umso schlimmer und kostspieliger sind die Folgen, wenn man den steigenden Bedarf an elektrischer Energie einer modernen Volkswirtschaft in Rechnung setzt. Also diese Idee beruht rein auf Wunschdenken, hat aber schon Milliarden Euros an Subventionen verschlungen.
Trotzdem, die Anstrengung, unseren Energiebedarf regenerativ zu erfüllen, ist alternativlos. Dazu habe ich in vorherigen Beiträgen ein in sich schlüssiges Konzept geliefert.
Eines dieser Möglichkeiten besteht darin, dass die immer preiswerter werdende Photovoltaik nicht nur bei uns, sondern vor allen Dingen in den Ländern im großen Maßstab installiert werden muss, die von der Sonne mehr und gleichmäßiger verwöhnt werden, als wir in Mitteleuropa – ich denke so ab dem 40. Breitengrad. In Europa sind das Länder wie Griechenland, Italien, Spanien. Aber da Hunderttausende von Quadratkilometer Bodenfläche erforderlich sind, sollten die Länder einbezogen werden, die heute als Entwicklungsländer bezeichnet werden. Um die zukünftige Basis-Energie grüner Wasserstoff konkurrenzfähig zu produzieren, darf der dafür notwendige Strom nur noch unter einem Euro-Cent pro Kilowatt-Stunde liegen. Dann spielt der niedrige physikalische Wirkungsgrad bei der H2-Produktion keine Rolle mehr. Entwicklungsländer – insbesondere in Afrika und Südamerika – verfügen – auch wegen des Klimawandels – über viele brachliegende Bodenflächen, die genutzt werden können.
Also, die dort produzierte Basis-Energie Wasserstoff kann durchaus in der Zukunft in Mengen produziert werden, die heute dem Energie-Gehalt von fossilen Energien entspricht. Allerdings gibt es da einen Knackpunkt. Wasserstoff ist ein gefährliches Gas, welches nur bei -252°C raumsparend verflüssigt werden kann. Selbst dann ist es nur unter riesigen Investitionen in die Infrastruktur transportierbar. Trotzdem eignet sich dieser tiefgekühlte Wasserstoff nicht, um ihn im Verkehr einzusetzen. Um ausreichende Mengen mitzuführen, kann er komprimiert werden, aber nur unter einem sehr hohen Druck. Angedacht sind 800 bar, also das Vierhundertfache dessen, was in einem Automobil-Reifen herrscht. Stellen Sie sich, liebe Leser, die notwendige Stabilität dieses Druckbehälters vor, und vor allem das Nachfüllen an den Tankstellen. Wenn die erste Tankstelle in die Luft fliegt, ist das kein Unglück, sondern nach dem Murphy-Gesetz (alles, was schief gehen kann, geht auch schief) voraussehbar.
Aber deutsche Ingenieure haben in staatlich geförderten Forschungsinstituten für Abhilfe gesorgt. Die Energie des Wasserstoffs lässt sich wunderbar mit einem Trick verflüssigen und herkömmlich fast gefahrlos transportieren und nutzen – jedenfalls nicht gefährlicher als heutige fossile Treibstoffe inkl. Erdöl. Dieses Wundermittel heißt Methylalkohol oder kurz Methanol genannt. Wenn Sie mich fragen, das ist der Energieträger der Zukunft. Er kann alle bisherigen fossilen Energien, die für die Klimamisere gesorgt haben, ersetzen. Er muss auch nicht in großen Raffinerien umständlich verarbeitet werden. Direkt in einen leicht umgestalteten Verbrennungsmotor entwickelt Methanol sogar einen höheren Wirkungsgrad als ein Diesel-Motor. Das liegt daran, dass er eine sehr hohe Klopffestigkeit besitzt und im Motor-Zylinder höhere Explosions-Temperaturen ermöglicht, bis zu 56% Effizienz, dem höchsten aller Verbrennungsmotoren. Das erreicht keine Brennstoffzelle.
Deshalb ist das anvisierte Verbot des Verbrennungsmotors völlig kontraproduktiv. Die teuren Forschungs-Gelder für Alternativen können gespart werden.
Eine Kröte muss allerdings geschluckt werden: Um Wasserstoff in Methanol zu verwandeln, wird Kohlendioxid – oder in flüssiger Form – Kohlensäure benötigt. Das vermaledeite CO2 wird zum Wertstoff. Es kann sehr leicht aus allen möglichen Abgasen abgefangen werden. Die Technik existiert, in Indien wurde sogar schon ein Kohlekraftwerk CO2-neutral errichtet. Dieses so abgefangene Kohlendioxid lässt sich unter ganz geringem Druck verflüssigen und in den Tankbehältern, die Methanol anliefern, auf dem Rückweg zu den riesigen Wasserstoff/Methanol-Fabriken anliefern, die am besten an Ort und Stelle in den Entwicklungsländern errichtet werden und dort die Wirtschaft ankurbeln und tausende von Arbeitsplätzen schaffen – Entwicklungshilfe auf Augenhöhe.
Also, Kohlendioxid bzw. Kohlensäure wird ein normaler Recycling-Wertstoff, wie alle Kunststoffe, die wir möglichst in den ‚gelben Tonnen‘ sammeln sollen.
Dazu bedarf es eines radikalen Umdenkens, was die Methoden der Klimarettung anbelangt.
Übrigens, so nebenbei gesagt, Methanol ist auch zur Befriedigung des Primärbedarfs einer Volkswirtschaft geeignet. Überall dort, wo in unseren Gebäuden Wärme-Energie notwendig wird, z. B. durch effiziente Gaswärmepumpen, Klein-Heizkraftwerken, Klimaanlagen, ja sogar die für eine sichere Versorgung mit Elektrizität unbedingt notwendigen Kraftwerke können damit betrieben werden. Auch in der Chemie kann es auf lange Sicht sämtliche fossil gewonnenen Rohstoffe ersetzen. Aber bei der Stahlindustrie bleibt es beim reinen Wasserstoff. Die benötigt aber auch Sauerstoff, der fällt sowieso als Abfall an bei der durch Elektrolyse gewonnenen H2-Produktion.
Zum Schluss ermöglicht Methanol auch eine CO2-neutrale Elektro-Mobilität für jedermann. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, den Verbrennungsmotor nicht mehr zu verteufeln, sondern ihn als Mittel der Klimarettung zu verstehen.
Stichwort Hyper/Hybrid-Elektro-Auto, eine völlig neuartige Methode der Elektromobilität mit geringstem Energie-Bedarf. Dies bietet im Ansatz mit Methanol betrieben CO2-neutrale Mobilität für jedermann. Lesen Sie dazu das Interview, welches der Welt-Redakteur Norbert Lossau mit mir geführt und Furore in der Öffentlichkeit gemacht hat.
Quintessens: Milliarden von verkaufsfördernden staatlichen Subventionen können gespart werden, z. B. die 9.000 Euro pro verkauftem Auto. Außerdem wird die deutsche Automobil-Industrie vor wettbewerbsschädlichen Investitionen in eine Technologie á la Tesla bewahrt. Der Regierung bleiben unübersehbare Ausgaben, die hunderttausende von Arbeitslosen zur Folge haben, erspart. Viele Arbeitsplätze können erhalten bleiben. Eine Revolution ist nicht notwendig, sondern eine nahtlose Evolution in moderne Elektro-Mobilität. Der größte Vorteil, dieses Hyper/Hybrid-Modell ist auch ohne Verkaufsförderung für jedermann erschwinglich und nicht nur – wie bisher – für eine betuchte Klientel. Diese musste bestenfalls für ihr Batterie-schweres reines Elektro-Auto als Zweit- oder Dritt-Auto in ihren Garagen einen Platz mit Ladesäule freiräumen.
Anja Karliczek, unsere BMBF-Ministerin stellte am Freitag vor der Bundestagswahl den Prototypen dieses Hyper/Hybrid-Autos in höchsten Tönen der Öffentlichkeit vor. Aber Angesichts der Milliarden Subventionen, die vorher schon – unnötigerweise – in die extrem aufwendige Art Elektro-Mobilität geleistet wurden, meinte sie, dieses Auto sei eher für die armen Entwicklungsländer geeignet. Warum eigentlich nicht für Deutschland? Aber vielleicht kann das die nächste Regierung beantworten.
Eins ist jedenfalls klar, Deutschland allein kann das Klima nicht retten, sondern nur eine Technologie, die für alle Länder dieser Welt erschwinglich ist. Das ist der wichtigste Beitrag, den wir zu diesem Thema leisten können. Jetzt gibt es in Glasgow in Schottland, wieder eine große Klimakonferenz. Wenn diese nicht nur in Lippenbekenntnissen der Staaten enden soll, wird ein Gesamtkonzept benötigt, welches schlüssig ist und auch ärmeren Ländern ermöglicht, ohne viel Subventionen das Ziel zu erreichen, sonst ist alles für die Katz.
Ihr Jean Pütz
Folge 228 Der Vernunft eine Chance

 

Karliczek stellt innovatives Methanol-Auto vor

(BMBF)-  Das Methanol-Auto ist Teil des Flaggschiffprojekts Carbon2Chem, das die Reduzierung von CO2-Emmission in der Stahlindustrie zum Ziel hat und vom BMBF bislang mit 145 Euro gefördert wurde. Das 2016 gestartete Vorhaben wandelt die CO2-haltigen Hüttengase des Stahlwerks mit der Hilfe von Grünem Wasserstoff in Basischemikalien und synthetische Kraftstoffe um. Seit 2020 bereitet Carbon2Chem in einer zweiten Projektphase die industrielle Umsetzung vor. Hierzu gehört der Aufbau
von Wertschöpfungsketten für die erzeugten Produkte. Das im August 2021 ergänzte Arbeitspaket zum Methanol-Auto fokussiert auf die Verwertung des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol. Dafür wird  ein Konzept für einen seriellen Hybrid-Antrieb u. a. für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Die Obrist
DE GmbH arbeitet hierfür mit der TU München, der TU Dresden und der RWTH Aachen zusammen. Das Arbeitspaket zum Methanol-Auto wird mit weiteren knapp 10 Mio. Euro gefördert.

Nutzung von Abgasen zur Herstellung von Vorläufern für Kunst- und Kraftstoffe
In Carbon2Chem sollen bei der Stahlerzeugung anfallende Hüttengase durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Stahl-, Chemie und Energieindustrie in wirtschaftlich verwertbare Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Düngemittel umgewandelt werden. Der jährliche CO2-Ausstoß soll so künftig um bis zu 20 Millionen Tonnen gesenkt werden. Das Vorhaben ist auf drei Phasen und 10 Jahre Gesamtlaufzeit ausgelegt. Schwerpunkt der ersten Projektphase von 2016 bis 2020 war die Entwicklung eines Systemkonzepts und der technische Nachweis, dass keine grundsätzlichen technischen Gründe einer Realisierung im industriellen Maßstab entgegenstehen. Die zum 01. Juni 2020 gestartete zweite Phase von Carbon2Chem wird die entwickelten
Karliczek stellt innovatives Methanolauto vor – technischen Verfahren für die großtechnische Umsetzung validieren und so bis 2025 die Grundlage für den emissionsarmen Betrieb legen.
Gleichzeitig soll das Konzept auf weitere CO2-Quellen zum Beispiel aus Müllverbrennungsanlagen oder Zementwerken übertragen werden. Die Umsetzung in einer industriellen Großanlage soll in einer abschließenden dritten Projektphase erfolgen.

Das ergänzende Verbundprojekt soll einen Verwertungszweig des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol, betrachten. Dafür wird ein Konzept für einen Hybrid-Antrieb für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Damit wird nicht nur die Carbon2Chem-Wertschöpfungskette vervollständigt, sondern auch ein neues Konzept für die nachhaltige individuelle Mobilität entwickelt. Im Vorhaben L-8 wird die Obrist DE GmbH ihren hocheffizienten vibrationsfreien Verbrennungsmotor auf den Betrieb für Methanol und Methanol-basierte Treibstoffe hin weiterentwickeln. In Zusammenarbeit mit der TU München und TU Dresden soll dieser hinsichtlich Verbrauch,
Emissionen und Abgasnachbehandlung optimiert werden. Im nächsten Schritt werden die Demonstratorfahrzeuge aufgebaut und in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen optimiert und mittels Straßentests validiert.

Das Auto wird mit einem seriellen Hybridantrieb ausgestattet. D.h., es besteht keine mechanische Verbindung zwischen Verbrennungsmotor und Antriebsachse. Stattdessen treibt der Verbrennungsmotor einen Generator, und dieser wiederum stellt elektrische Energie für einen Elektromotor als Fahrmotor bereit. Bisher hat Obrist dieses
Antriebskonzept im Rahmen eines Prototyps (Umbau Tesla Modell Y)
umgesetzt. Das Fahrzeug soll folgenden Anforderungen genügen: Bereitstellung eines für den Weltdurchschnittsbürger erschwingliches Fahrzeug -> anvisierter Neupreis bei Massenproduktion ist 21.000 Euro pro Fahrzeug Antriebssystem, das zu großen Teilen auf bestehenden Produktionsanlagen produziert werden kann (bei Markteinführung)
Antriebssystem, dessen Betriebskosten verglichen mit konventionellen Antriebssystemen ähnlich bzw. niedriger sind Minimierter CO2 Footprint von Rohstoffaufbereitung (für Batterie etc) über Produktion des Fahrzeugs bis zum Recycling Antriebssystem, das auf die aktuell vorhandene Kraftstoffverteilerinfrastruktur zurückgreifen kann Nach derzeitigem Stand verbraucht das Auto 3,3 l Methanol je 100 km. Für die Herstellung unter Nutzung von Hüttengasen (CCU) werden hierfür ca. 19,5 kWh benötigt. Hinzu kommen ca. 4,4 kWh je 100 km aus der Batterie (aus dem Stromnetz geladen). Der Gesamt-Strombedarf von knapp 24 kWh je 100 km Fahrleistung liegt in der Größenordnung von rein batterieelektrischen Fahrzeugen.

Politik denkt um, weil durch Hyper/Hybrid Elektromobilität bezahlbar wird und regeneratives Methanol zur Klimarettung emporsteigt – Mit einer Einführung von Jean Pütz

Seit mindestens zwei Jahren mache ich die Bundesforschungsministerien Karliczek auf die fantastischen Eigenschaften den Hyper/Hybrid-Elektro-Autos aufmerksam. Aus grün-ideologischen Gründen wurde diese Intervention nicht berücksichtigt, denn es benötigt einen kleinen Verbrennungsmotor, der aber in Deutschland in Ungnade gefallen war. Die vielen wissenschafts-technologischen rat-gebenden Spezialisten fügten sich wegen des Political Correctness-Prinzips diesem irrationalen Apodikt. Jetzt plötzlich, kurz vor ihrem Abruf aus dem Forschungsministerium, entwickelt Frau Karliczek erstaunliche Einsichten, allerdings verklausuliert in einer Pressekonferenz und einem Pressetext, der die eigentlichen ökologischen und technischen Möglichkeiten des Hyper/Hybrid versteckt. Und die Wissenschaft macht mit.

Die von mir schon vor 12 Jahren an die Kölner Firma Ford herangetragene Idee, einen kleinen hocheffizienten, eventuell vorhandenen, Verbrennungsmotor zu entwickeln, der stets im dem Drehzahlbereich arbeitet, der den höchsten Wirkungsgrad bietet, weil er einen intelligenten Generator antreibt, der eine kleine Batterie mit maximal 20 kWh laden kann. Das ist vier- bis fünf mal kleiner als die Batterie, die heute in ein reines E-Auto eingebaut wird und damit um ein Vielfaches leichter. Diese besondere Form eines Elektro-Autos sollte nur von Elektro-Motoren angetrieben werden. Ich propagierte das auch, weil mir klar war, dass ein solches Auto unverhältnismäßig weniger Energie – sprich Treibstoff – benötigte, als derzeitige Kraftfahrzeuge, die mit Benzin- oder Dieselmotor ausgestattet sind. Denn zum Anfahren und Beschleunigen und Bergauffahren wird eine hohe Leistung erforderlich, die aber die Batterie und die Elektro-Motoren erbringen und nicht wie bisher der Verbrennungs-Motor. Der große Vorteil, diese so gewonnene kinetische Energie lässt sich wieder zum Rückladen der Batterie beim Bremsen und Bergabfahren einsetzen. Ein mechanisches Getriebe wird überflüssig, das besorgt eine spezielle Software, wobei die eigentliche Innovation in den Elektro-Motoren steckt. Diese können die Elektro-Energie fast 100%ig in Bewegung und umgekehrt, als Generator beim rekuperieren umsetzen.

Die Grundidee wurde dann unabhängig von mir von einer österreichischen Technologie-Schmiede in drei Prototypen eines Klein- und Mittelklasse-Autos umgesetzt. Alle meine Voraussagen erfüllten sich. Die so konzipierten Hyper/Hybrid-Autos benötigen auf 100 Kilometer weniger als zwei Liter Benzin. Ursache dieses geringen Verbrauchs ist auch, dass diese wesentlich leichter sind als die bisher reinen batteriebetriebenen Elektro-Autos (ca. 250 kg weniger). Da die Reifenreibung in direkter Beziehung zum Gewicht steht, verringert sich auch der Reifenabrieb in Form von Feinstaub und Mikroplastik, der nicht nur die Gewässer, sondern auch die Weltmeere belastet. Eine Tatsache, die bei den vielen Nachteilen des reinen Elektro-Autos ebenfalls verschwiegen wird.

Dass die Automobilindustrie eher einem Elon Musk seit Jahren folgt und nicht diesem logischen Hyper/Hybrid-System, liegt an zwei Fakten:

1. Der unsägliche Flottenverbrauch – durch die EU beschlossen – ermöglicht den deutschen Luxus-Karossen-Herstellern, ihre über leistungsstarken Verbrenner-Monster weiter zu verkaufen, weil beschlossen wurde, dass ein Elektro-Auto mit Null-Verbrauch diesen Flottenverbrauch auf unter den geforderten Grenzwert reduziert.

2. Weil die interne Lademöglichkeit einen kleinen Verbrennungsmotor mit minimalem Verbrauch nötig macht, aber der Verbrennungsmotor ideologisch von den Klimaschützern verteufelt wird, wider besseres physikalisches Grundwissen. Nur mit Tricks wurde jetzt dieses Hyper/Hybrid-Auto von der Politik akzeptiert, weil die Technologie-Schmiede aus Österreich beweisen konnte, dass dieser kleine Verbrennungsmotor mit regenerativem Methanol sogar CO2-neutrale Mobilität ermöglicht, obwohl er bereits mit Benzin diese minimalen Verbrauchswerte erreicht, so dass ein 30-Liter-Tank eine Reichweite von 1.300 Kilometern ermöglicht – ohne Zwischenladung. In ökologisch belasteten Innenstädten wird der Lademotor nicht benötigt und hat eine Reichweite von ca. 60 bis 80 Kilometer.

Dieses Auto wurde präsentiert, dabei aber verschwiegen, dass es enorm preiswert produziert werden kann, und deshalb keine Subventionen von der Politik als Verkaufsanreiz mehr benötigt. Dahinter stand auch das Bewusstsein, dass der 9.000 Euro starke Direkt-Zuschuss des Staates pro verkauften Elektro-Autos völlig überflüssig wird. Wenn die Politik früher auf diese Technologie eingegangen wäre, wären Hunderte von Milliarden Zuschuss für die gewichts-strotzende  Elektro-Autos -Typ Tesla und Nachfolger – erspart geblieben. De angebliche Revolution der Industrie auf die Elektromobilität benötigte nur noch eine Evolution  und Hunderttausende von Arbeitsplätzen blieben erhalten.

Auch bei der Klimarettung entstünden enorme Vorteile, weil nicht nur die Stahlindustrie durch das Recyclen von CO2 profitieren würde, sondern auch die sensible Versorgung Deutschlands mit elektrischer Energie. Der Black-out des steht sonst bevor, denn die Versorgung mit regenerativer Energie aus Sonne und Wind reicht bei weitem von unserem Territorium nicht aus, um den vielfältigen zusätzlichen Bedarf an Strom zu befriedigen. Das ist der Politik zwar bekannt, aber was nicht sein darf, das nicht sein kann.

So nebenbei erwähnt:

Die von mir vorgeschlagene Produktion von solarem Wasserstoff nicht nur in Deutschland, sondern in wesentlich sonnenreicheren Entwicklungsländern, und das an Ort und Stelle in riesigen Mengen mit Hilfe von recyceltem CO2 produzierte Methanol könnte zum Klimaretter der Welt werden. Meines Erachtens ist dies der Brennstoff der Zukunft. Dieses so gewonnene Methanol kann allen bisherigen fossilen Energieträgern den Rang ablaufen, es kann alle ersetzen, ob Stein- und Braun-Kohle und Erdöl mit seinen so vielen Raffinerien. Es ist eigentliche eine Form von flüssigem Wasserstoff, aber viel praktikabler als das Gas H2. Es erfordert beim Transport und Einsatz in vorhandenen Verbrennungs-Motoren oder intelligenten Heizsystemen zur Versorgung unserer Gebäude wenig Subvention in die Infrastruktur. Alles ist bereits vorhanden, es trifft auf vorhandene Pipelines, Tank-Schiffe, Tank-Laster bis hin zu Tank-Behältern in Tankstellen, Kraftwerken und häuslichen Öl-Tanks – Voraussetzung auch Erdgas wird nicht verteufelt.

Übrigens, auch die Unterscheidung zwischen Primär-Energie und elektrischer Energie ist extrem wichtig, der Strom kann auf keinen Fall die in Deutschland benötigte Energie liefern.

Ob Frau Karliczek in der Lage ist, alle diese ielen Möglichkeiten zu berücksichtigen, mag ich zu bezweifeln. Auch die vielen Fachleute, die sie engagiert hat, mögen immer nur einen kleinen Sektor ihrer Fachkenntnisse einsehen. Erforderlich ist aber eine Gesamtlogistik, um die Klimaprobleme unter Berücksichtigung aller naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten zu lösen. Wunschdenken ist kontraproduktiv. In ihrer Pressemitteilung hat sie diese vielfältigen Chancen schamhaft versteckt und tu so, als ginge das nur die Stahlindustrie an.

So, jetzt prüfen Sie einmal die Pressemitteilung des BMBF und vergleichen das mit dem, was ich Ihnen angeboten habe und gewinnen Ihre eigene Meinung, es hat nämlich etwas mit Logik zu tun.

Herzlichen Dank
Jean Pütz

Video zur Pressekonferenz

Siehe auch Artikel bei Twitter

(BMBF)-  Das Methanol-Auto ist Teil des Flaggschiffprojekts Carbon2Chem, das die Reduzierung von CO2-Emmission in der Stahlindustrie zum Ziel hat und vom BMBF bislang mit 145 Euro gefördert wurde. Das 2016 gestartete Vorhaben wandelt die CO2-haltigen Hüttengase des Stahlwerks mit der Hilfe von Grünem Wasserstoff in Basischemikalien und synthetische Kraftstoffe um. Seit 2020 bereitet Carbon2Chem in einer zweiten Projektphase die industrielle Umsetzung vor. Hierzu gehört der Aufbau
von Wertschöpfungsketten für die erzeugten Produkte. Das im August 2021 ergänzte Arbeitspaket zum Methanol-Auto fokussiert auf die Verwertung des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol. Dafür wird  ein Konzept für einen seriellen Hybrid-Antrieb u. a. für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Die Obrist
DE GmbH arbeitet hierfür mit der TU München, der TU Dresden und der RWTH Aachen zusammen. Das Arbeitspaket zum Methanol-Auto wird mit weiteren knapp 10 Mio. Euro gefördert.

Nutzung von Abgasen zur Herstellung von Vorläufern für Kunst- und Kraftstoffe
In Carbon2Chem sollen bei der Stahlerzeugung anfallende Hüttengase durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Stahl-, Chemie und Energieindustrie in wirtschaftlich verwertbare Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Düngemittel umgewandelt werden. Der jährliche CO2-Ausstoß soll so künftig um bis zu 20 Millionen Tonnen gesenkt werden. Das Vorhaben ist auf drei Phasen und 10 Jahre Gesamtlaufzeit ausgelegt. Schwerpunkt der ersten Projektphase von 2016 bis 2020 war die Entwicklung eines Systemkonzepts und der technische Nachweis, dass keine grundsätzlichen technischen Gründe einer Realisierung im industriellen Maßstab entgegenstehen. Die zum 01. Juni 2020 gestartete zweite Phase von Carbon2Chem wird die entwickelten
Karliczek stellt innovatives Methanolauto vor – technischen Verfahren für die großtechnische Umsetzung validieren und so bis 2025 die Grundlage für den emissionsarmen Betrieb legen.
Gleichzeitig soll das Konzept auf weitere CO2-Quellen zum Beispiel aus Müllverbrennungsanlagen oder Zementwerken übertragen werden. Die Umsetzung in einer industriellen Großanlage soll in einer abschließenden dritten Projektphase erfolgen.

Das ergänzende Verbundprojekt soll einen Verwertungszweig des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol, betrachten. Dafür wird ein Konzept für einen Hybrid-Antrieb für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Damit wird nicht nur die Carbon2Chem-Wertschöpfungskette vervollständigt, sondern auch ein neues Konzept für die nachhaltige individuelle Mobilität entwickelt. Im Vorhaben L-8 wird die Obrist DE GmbH ihren hocheffizienten vibrationsfreien Verbrennungsmotor auf den Betrieb für Methanol und Methanol-basierte Treibstoffe hin weiterentwickeln. In Zusammenarbeit mit der TU München und TU Dresden soll dieser hinsichtlich Verbrauch,
Emissionen und Abgasnachbehandlung optimiert werden. Im nächsten Schritt werden die Demonstratorfahrzeuge aufgebaut und in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen optimiert und mittels Straßentests validiert.

Das Auto wird mit einem seriellen Hybridantrieb ausgestattet. D.h., es besteht keine mechanische Verbindung zwischen Verbrennungsmotor und Antriebsachse. Stattdessen treibt der Verbrennungsmotor einen Generator, und dieser wiederum stellt elektrische Energie für einen Elektromotor als Fahrmotor bereit. Bisher hat Obrist dieses
Antriebskonzept im Rahmen eines Prototyps (Umbau Tesla Modell Y)
umgesetzt. Das Fahrzeug soll folgenden Anforderungen genügen: Bereitstellung eines für den Weltdurchschnittsbürger erschwingliches Fahrzeug -> anvisierter Neupreis bei Massenproduktion ist 21.000 Euro pro Fahrzeug Antriebssystem, das zu großen Teilen auf bestehenden Produktionsanlagen produziert werden kann (bei Markteinführung)
Antriebssystem, dessen Betriebskosten verglichen mit konventionellen Antriebssystemen ähnlich bzw. niedriger sind Minimierter CO2 Footprint von Rohstoffaufbereitung (für Batterie etc) über Produktion des Fahrzeugs bis zum Recycling Antriebssystem, das auf die aktuell vorhandene Kraftstoffverteilerinfrastruktur zurückgreifen kann Nach derzeitigem Stand verbraucht das Auto 3,3 l Methanol je 100 km. Für die Herstellung unter Nutzung von Hüttengasen (CCU) werden hierfür ca. 19,5 kWh benötigt. Hinzu kommen ca. 4,4 kWh je 100 km aus der Batterie (aus dem Stromnetz geladen). Der Gesamt-Strombedarf von knapp 24 kWh je 100 km Fahrleistung liegt in der Größenordnung von rein batterieelektrischen Fahrzeugen.

 

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat am Mittwoch in Berlin den Prototypen eines Autos vorgestellt, das mit dem synthetischen Kraftstoff Methanol angetrieben werden kann. Grundlage dieses Kraftstoffes ist Grüner Wasserstoff, einer der wichtigsten Grundbausteine für den klimaschonenden Umbau von Schlüsselindustrien in Deutschland und der gesamten Welt, und CO2, das aus Industrieabgasen entnommen werden kann.

Bei der Vorstellung des Autos erklärte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Klimaschutz gelingt nur mit Grünem Wasserstoff. Deshalb unterstützen wir die Forschung zur Nutzung des Grünen Wasserstoffs schon heute massiv, wobei in den nächsten Jahren die Anstrengungen noch einmal erhöht werden müssen.
Gerade in Industrie und Verkehr werden wir auch in Zukunft chemische Energieträger brauchen. Und: Nicht alle Industrieprozesse lassen sich völlig dekarbonisieren. Es wird weiter CO2 anfallen. Dafür brauchen wir Lösungen.
Zwischen diesen beiden Punkten schlagen wir heute eine sehr interessante Brücke: Die Nutzung von Methanol aus „recyceltem“ CO2 der Industrie als Kraftstoff im Straßenverkehr. Mein Haus stellt für die Erforschung dieser Wertschöpfungskette zusätzlich 10 Millionen Euro zur Verfügung.
Aber auch das Methanolauto selbst ist ein „Innovationsschaufenster“ für eine emissionsarme, ressourcen- und energieeffiziente Mobilität von morgen. Synthetischen Kraftstoffen kommt eine wichtige Rolle zu, um weltweit ein nachhaltiges, klimafreundliches Mobilitätsystem möglich zu machen. Das ist im Schiffs- und Flugverkehr wichtig oder dort, wo auch in Zukunft vielleicht nicht immer eine Ladesäule für das Elektroauto zur Verfügung stehen wird. Gerade dort kann der serielle Hybridantrieb perspektivisch eine gute Lösung sein.“

Prof. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion und Carbon2Chem Projektkoordinator betont:
„Die Dringlichkeit des Klimaschutzes erfordert den raschen und umfassenden Einstieg in regenerative Energie. In einem globalen Markt für erneuerbare Energie sind kohlenstoffhaltige Energieträger wie Methanol zentrale Bausteine. Das vorgestellte Konzept des seriellen Hybridantriebs vereinigt die Vorteile des effizienten Elektroantriebes und des energiedichten und einfach zugänglichen synthetischen Kraftstoffes Methanol. Dieses Konzept gilt es durch das hier vorgestellte Forschungsprojekt weiter zu optimieren.“
Frank Wolf, CEO der OBRIST Group, ergänzt: „Unser HyperHybrid powertrain, dessen Zero-Vibration-Generator mit grünem Methanol Strom erzeugt, ist eine wesentliche Innovation für eine global einsetzbare, leistbare und emissionsneutrale e-Mobilität – eben ein Auto mit grünem, flüssigem Strom im Tank!“

Hintergrund:

Das Methanol-Auto ist Teil des Flaggschiffprojekts Carbon2Chem , das die Reduzierung von CO2-Emmission in der Stahlindustrie zum Ziel hat und vom BMBF bislang mit 145 Millionen Euro gefördert wurde. Das 2016 gestartete Vorhaben wandelt die CO2-haltigen Hüttengase des Stahlwerks mit der Hilfe von Grünem Wasserstoff in Basischemikalien und synthetische Kraftstoffe um. Seit 2020 bereitet Carbon2Chem in einer zweiten Projektphase die industrielle Umsetzung vor. Hierzu gehört der Aufbau von Wertschöpfungsketten für die erzeugten Produkte.
Das im August 2021 ergänzte Arbeitspaket zum Methanol-Auto fokussiert auf die Verwertung des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol. Dafür wird ein Konzept für einen seriellen Hybrid-Antrieb u. a. für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Die Obrist DE GmbH arbeitet hierfür mit der TU München, der TU Dresden und der RWTH Aachen zusammen. Das Arbeitspaket zum Methanol-Auto wird mit weiteren knapp 10 Mio. Euro gefördert.

Wahnsinn E Mobilität

(THI) – Professor Jörg Wellnitz von der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) und Inhaber einer Professur in Melbourne, hat sich akribisch mit allen Aspekten der E-Mobilität auseinandergesetzt.
Das Ergebnis:
„Sie kann und wird nie so kommen, wie von Industrie und Politik prognostiziert.
In der Volksmeinung ist E-Mobilität eine tolle Sache“, sagt der Professor, „aber sie macht überhaupt keinen Sinn, wenn man sich alle Aspekte des Themas einmal vor Augen führt.“
Für gerade einmal 16 % des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes ist der Autoverkehr verantwortlich. „Belastender ist da ja schon die Massentierhaltung und die landwirtschaftliche Monostruktur“, so Wellnitz.
Von den großen Containerschiffen auf den Weltmeeren ganz zu schweigen.
330 dieser Schiffe gebe es aktuell.
15 von ihnen produzierten so viel CO2 wie alle 750 Millionen Autos zusammen.
Vom Flugverkehr und den großen Kreuzfahrtschiffen ebenso ganz zu schweigen….
„Bis eine Batterie für einen Tesla gebaut ist, kann man 8 Jahre lang mit einem Verbrennungsmotor fahren (bzw. 200.000 km), um die gleiche Umweltbelastung zu erzielen“, so Wellnitz.
Denn seiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Strom zum Aufladen der Batterien – der zudem in der Hauptsache alles andere als sauber produziert wird – ebenso besteuert wird wie Benzin oder Diesel.
Und dann lägen die Kosten für ein Elektroauto bei rund 800 Euro pro Monat.
Und der hat aufgrund der möglichen Ladezyklen eines Akkus in 8 Jahren fast nur noch Schrottwert.
Und das weiß die Autoindustrie nicht?
„Alle wissen es“, sagt Jörg Wellnitz, „aber es geht weder um die Umwelt, noch um die Kunden.“
Warum Hersteller wie Audi, BMW und andere derzeit Milliarden in die neue Technologie investieren, liege ganz wo anders.
„Zum einen lassen sich Milliarden an EU-Fördergeldern kassieren. Daneben bewahren E-Autos die großen Hersteller vor Strafzahlungen wegen Nichterreichens der europäischen Klimavorgaben, da sie mit angeblichen Zero-Emissionsmodellen den Flottenmix nach unten drücken.
„Es geht selbstredend auch um das Markenimage, um ein grünes Mäntelchen und um Technologiekontrolle.“ Man baue die E-Autos im Wissen, dass sie alles andere als die automobile Zukunft seien.
„Es zu machen ist billiger, als es nicht zu machen“, hat mir mal ein Automanager gesagt !
„Es ist sinnlos, aber es kostet weniger.“
Und – so ganz nebenbei – geht es natürlich auch darum, noch mehr Autos zu verkaufen.
1,6 Milliarden Fahrzeuge gibt es heute bereits weltweit.
80 Millionen werden pro Jahr produziert.
Die E-Autos sind für die Hersteller kein Ersatz für Verbrenner, sondern ein Zusatzgeschäft, um als Zweit-oder Drittfahrzeug noch mehr Autos an den Mann zu bringen.
Doch dieses Zusatzgeschäft stößt an seine Grenzen, wenn es um die benötigen Rohstoffe für den Bau von Akkus geht, deren Abbau in Chile (Lithium) und Zentralafrika (Kobalt) nicht nur extrem umweltunverträglich ist und in weiten Teilen mit unvertretbarer Kinderarbeit einher geht.
„Würde Audi den A4 in großer Serie rein elektrisch bauen, müssten sie den halben Weltmarkt an Kobalt leerkaufen.“
Bei VW – so Wellnitz– habe man so eine Rechnung schon mal aufgemacht und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Konzern für seine Produktion von E-Autos rund 130.000 Tonnen Kobalt benötigen würde.
Die Weltproduktion jedoch liegt derzeit bei 123.000 Tonnen !
Und die meisten Schürfrechte liegen in China, was, wie Professor Fritz Indra sagt, der auch mal bei Audi beschäftigt war, „einen veritablen Wirtschaftskrieg auslösen kann“.
„Die Chinesen haben sich in Afrika weitgehende Schürfrechte gesichert. Kobalt wird zum Beispiel im Kongo teils unter brutalsten Bedingungen von Kindern aus dem Boden gekratzt“, so Indra.
„Man braucht zudem Graphit, Mangan und Lithium.
Bei all diesen Themen begeben wir uns voll in eine chinesische Abhängigkeit, wir müssen das alles von den Chinesen kaufen.“
Wie für Professor Jörg Wellnitz liefert auch für „Verbrennerpapst“ Indra das Elektroauto „in einer gesamtheitlichen Betrachtung“ keinen Beitrag zum Klimaschutz.
Wellnitz, für den der Dieselmotor nach wie vor der sauberste und umweltfreundlichste Antrieb ist, macht noch eine andere bemerkenswerte Rechnung auf:
Ein Auto-Akku liefert 100 Wattstunden Leistung pro kg Gewicht,
ein Benziner 12.000 Wattstunden und Wasserstoff (für Wellnitz der Treibstoff der Zukunft) 33.000 Wattstunden Leistung pro kg Gewicht.
Würde man eine aufrichtige Ökobilanz aufmachen, basierend auf Preis, Bauraum und Leistung, dann „kommt hinten der Ottomotor raus oder ein kleiner Diesel“, sagt Jörgj Wellnitz.
Und: „Das Wasserstoffauto wird ganz sicher kommen.“
‼️Bitte weiter verbreiten, denn diese Informationen lesen SIE ( und wir alle !) nicht in der westeuropäischen E-Motor-Jubel-Presse.‼️

Zur ökologischen Gebäudesanierung: Viel Geld für wenig Klimaschutzwirkung – Mit einer Einleitung von Jean Pütz

Kurz vor Schluss entdeckt Wirtschaftsminister Peter Altmaier ein Thema, welches ich schon 1990 in der ARD-Sendung ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ unter dem Titel ‚Der Sonne eine Chance‘ in 2 Folgen  ausführlich behandelt habe. Damals bewies ich, dass auch ohne Fotovoltaik der Energie-Verbrauch in Gebäuden um mehr als 90% reduziert werden kann. In der Sendung demonstrierte ich  den damit verbundenen Ausstoß von CO2 durch große Ballone und wies dringend darauf hin, dass dies eines Tages einmal zu einem zentralen Problem der Klimaerwärmung werden würde. Über 45% des Energiebedarfs – das hat sich bis heute kaum geändert – verantwortet der Gebäudesektor. Erstaunlich, dass die in der Politik verantwortlichen das viel zu spät erkannt haben und stattdessen den Verkehrssektor mit maximal 16% als verantwortlich deklarierten. Wäre man auf meine Vorschläge vor 32 Jahren eingegangen, könnten wir heute die in Klimakonferenzen CO2-Grenzwerte spielend einhalten, ohne unseren Wohlstand zu verunglimpfen.

Diese Einsicht kommt zwar sehr spät, aber es ist besser als gar nicht. Das das aber nur halbherzig gelingt, beschreibt der folgende Pressebericht des Geschäftsführers des CO2 e.V, Jörg Lange, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Jean Pütz

(CO2 e.V.) – Zum ersten Juli 2021 trat als Sofortprogramm 2020 für den Gebäudesektor nach § 8 Abs. 1 des Klimaschutzgesetzes (KSG) die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) in Kraft.

Die Einführung dieses Programms wird von Herrn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier als „Sanierungsturbo“ bezeichnet.

Bei einem ersten Praxistext attestieren Planer wie Martin Ufheil vom Ingenieurbüro solares bauen GmbH in Freiburg und Berlin eine schlechte Wirkungsbilanz: „Mit viel Geld wird wenig für den Klimaschutz erreicht.“

Das Bündnis kommt anhand von vier Praxisbeispielen u.a. zu folgenden Ergebnissen

  • Durch die neue BEG werden Neubauvorhaben gegenüber der Sanierung mit Fördermitteln geradezu überhäuft, zum Teil mit mehr als dem 5-fachen der tatsächlichen Investitionsmehrkosten. Dies obwohl jedes noch so energieeffiziente Neubauvorhaben schon allein durch dessen Errichtung, Flächenverbrauch aber auch durch den (noch so sparsamen) Betrieb die CO2-Emissionen gegenüber heute erhöht.
  • Effizienzmaßnahmen, wie z.B. eine Abwärmenutzung oder die Kraft-Wärmekopplung, werden weder rechnerisch angemessen einbezogen noch sind sie gefordert (Fördervoraussetzung) und werden teilweise auch nicht gefördert.
  • Eine Verschwendung von öffentlichen Mitteln bei geringer Klimaschutzwirkung erfolgt insbesondere bei der Förderung von automatischen Holzheizungen und Wärmepumpen, die zu Zeiten hoher Emissionen des genutzten Stroms betrieben werden.

Das Bündnis aus Planern und Verbänden

  • fordert daher die Prüfung des BEG durch den Bundesrechnungshof hinsichtlich Kosteneffizienz und Wirksamkeit für den Klimaschutz.
  • schlägt u.a. vor, die Förderquote nach der tatsächlichen CO2e-Einsparung zu ermitteln und mit steigenden CO2-Preisen sowie angemessenen Energiestandards abzustimmen.