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Die Wärme der Sonne effektiver nutzen durch High-Tec-Beschichtungen

(Fraunhofer) – Wärme macht in Deutschland 55% des Endenergieverbrauchs aus! Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, ist es dringend geboten, die Verwendung fossiler Brennstoffe zur Deckung dieses Bedarfs weitgehend zu vermeiden und stattdessen auf den Energielieferanten Nr. 1 zurückzugreifen: die Sonne. Dünnschichtsysteme für Photovoltaik und Solarthermie tragen dazu bei, ein breites Spektrum der solaren Strahlung sowohl für die Stromerzeugung als auch in Form von Wärme einzusammeln. Mit den vom Fraunhofer- Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP entwickelten Vakuumtechnologien können Schichten und Schichtsysteme rund um die Nutzung solarer Energie und die Speicherung von Wärme im industriellen Maßstab abgeschieden werden und einen Beitrag zur verstärkten Nutzung dieser wichtigen Energiequelle leisten.

Die Strahlungsenergie, die die Erde von der Sonne innerhalb von 90 Minuten empfängt, entspricht etwa dem Weltenergieverbrauch eines ganzen Jahres. (Quelle: AEE).

Zur effektiven Absorption der solaren Einstrahlung sind, gleich ob für die Photovoltaik oder für die Solarthermie, speziell entworfene und optimierte Schichtsysteme erforderlich. Dazu gehören im Bereich der Photovoltaik unter anderem Halbleiterschichten und Elektrodenschichten. Für die Solarthermie werden Absorberschichten mit hoher Absorption im sichtbaren und UV- und geringer Emission im infraroten Spektralbereich (IR) benötigt, um Verluste durch Wärmeabstrahlung gering zu halten.

Effektive Solarabsorber dank optimierter Schichtsysteme

Um solch eine optische Funktion zu realisieren, muss ein Schichtsystem aus mehreren Einzellagen erzeugt werden, deren Dicken sehr präzise abgestimmt und die reproduzierbar auf Absorberrohren von Solarröhrenkollektoren – dem Kollektortyp mit den geringsten Wärmeverlusten – abgeschieden werden. Das Absorberrohr befindet sich in einem evakuierten Hüllrohr, sodass das Schichtsystem vor Verschmutzung und etwaiger Degradation durch Luftbestandteile geschützt ist. Dennoch muss das Schichtsystem dauerhaft hohe Temperaturen aushalten, die das Absorberrohr annimmt, und auch bei zyklischer Temperaturbelastung langzeitstabil sein. Je höher die Temperatur im Wärmekreislauf, desto besser und vielfältiger kann sie genutzt werden, sei es direkt als Prozesswärme oder um bei hoher Temperatur Wärmespeicher aufzuladen.

Auch zur Entwicklung effizienterer Speichersysteme liefern Beschichtungen ihren Beitrag. Um die durch Photovoltaik absorbierte und bereit gestellte Energie zeitlich variabel nutzbar zu machen, wird aktuell umfangreich zu elektrischen Energiespeichern geforscht, die den zeitlichen Versatz zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch ausgleichen sollen.

Neue Beschichtungsprozesse für Speicherkonzepte mit Zeolith-Granulat

Für den Bereich Wärme übernimmt diese Funktion in vielen Wärmekreisen ein Wasserspeicher. Aber auch hier wird an besseren Speicherkonzepten gearbeitet, die eine höhere Speicherkapazität als Wasser haben und die platzsparender und

verlustärmer gestaltet werden können. Darunter fallen zum Beispiel Adsorptionswärmespeicher, bei denen nanoporösem Zeolith-Granulat unter Zufuhr der zu speichernden Wärme Wasser ausgetrieben wird. Das entspricht dann der Beladung des Speichers mit Energie.

„Wenn das Speichermaterial mit wasserdampfbeladener Luft durchströmt wird, adsorbiert es Wasser und setzt dabei Wärme frei, die in Heizkreisen genutzt werden kann“, erläutert Dr. Heidrun Klostermann, Wissenschaftlerin am Fraunhofer FEP. „Damit das funktioniert, muss aber auch der Wärmeaustausch mit dem Speichermaterial effizient gestaltet werden, welches selbst keine gute Wärmeleitung aufweist. Das können Aluminium-Schichten bewerkstelligen, mit denen das Material umhüllt wird. Sie gewährleisten einen guten Wärmetransport und effizienten Wärmeübergang am Wärmetauscher.“ Neben der Ad- und Desorptionsdynamik des Speichermaterials ist dies ein wesentlicher Aspekt der Leistungsfähigkeit eines Speichersystems und von großem Einfluss auf dessen maximale sowie die durchschnittliche spezifische Wärmeleistung.

Das granulare Speichermaterial Zeolith wird im Vakuum als Schüttgut mit Aluminium bedampft. Der Anspruch guter Wärmeleitung setzt eine gleichmäßige, ausreichend dicke Schicht voraus. Die Forschenden am Fraunhofer FEP experimentieren mit Schichten von mehr als 20 Mikrometern Dicke. Diese werden mit einer Technologie realisiert, die sonst zur Folienbeschichtung genutzt wird. Schüttungen eines hochporösen Materials auf diese Weise gleichmäßig mit dicken Schichten zu versehen, ist daher eine große Herausforderung und die bisherigen Entwicklungen des Fraunhofer FEP sind durchaus einzigartig.

Der Prozess muss so gestaltet werden, dass die Schichten den Stoffaustausch zwischen Umgebung und Speichermaterial nicht behindern, das Material muss schließlich weiterhin Wasser aufnehmen und abgeben können, damit das Speicherprinzip funktioniert. Dass dieser Stofftransport durch die Schicht nicht behindert wird, zeigen vergleichende Adsorptionskurven von beschichtetem und unbeschichtetem Material.

Höhere Speicherdichten, kleinere Speichervolumina – Entwicklungen für Morgen

Insbesondere Entwickler neuartiger Speichermaterialien mit Fokussierung auf die Maximierung der Speicherkapazität sind an den innovativen Schichtentwicklungen des Fraunhofer FEP interessiert. Solche neuen Speichermaterialen sind vor allem Hybridmaterialien, die noch nicht großtechnisch gefertigt werden, wie das bei den Zeolithen der Fall ist. In der Regel werden sie nur in kleinen Mengen hergestellt und liegen in Pulverform vor. Am Fraunhofer FEP besteht damit künftig die Herausforderung, auch diese neuen Materialien in der Metallisierungsanlage zu behandeln. Speicherhersteller hoffen ebenfalls auf diese neuen Materialklassen, mit denen die genannten Vorteile gegenüber den etablierten Wasserspeichern ein noch stärkeres Gewicht erhielten: höhere Speicherdichte, kleinere Speichervolumina.

Interesse regt sich auch in einem weiteren Anwendungsfeld: bei der Kühlung mit Adsorptionskältemaschinen. Diese werden künftig, sei es stationär in Kombination mit solarer Wärme oder im Fahrzeugbau unter Nutzung von Abwärme aus Brennstoffzellenantrieben, einen Teil der derzeit beherrschenden Kompressionskältemaschinen ersetzen. Damit wird der Verbrauch konventionell erzeugter elektrischer Energie und fossiler Brennstoffe reduziert.

Die Wissenschaftler am Fraunhofer FEP stehen bereit, um für diese spannenden Anwendungsfelder Schichten an Einsatzgebiet und Nutzungsbedingungen anzupassen und zu optimieren.

Atomausstieg: Der Irrtum?

(Morning Briefing) – Die womöglich größte Fehlentscheidung der deutschen Politik war der Ausstieg aus der Atomenergie. Die Angst vor einem deutschen Tschernobyl und die nicht triviale Frage der atomaren Endlagerung führten im Juni 2011 zu einem abrupten Ausstiegsbeschluss des Deutschen Bundestages, der nun exekutiert wird. Das Ergebnis:

  • Der deutsche Energiemix wird schmutziger, weil Kohle und Gas und nicht Sonne und Wind die Kernenergie ersetzen. Deutschland wird nach dem vollendeten Atomausstieg rund 70 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 zusätzlich ausstoßen.
  • Der Staat muss den Energiekonzernen 2,43 Milliarden Euro als Entschädigung zahlen.
  • Deutschland wird immer stärker zum Energieimporteur und muss nun den Atomstrom der Franzosen und das Gas aus Russland für teures Geld einführen.

Das politische Establishment will an dem Ausstiegsbeschluss nicht rütteln, zumal die Grünen an dieser Stelle empfindsam sind. Der Anti-AKW-Bewegung verdanken sie ihren Gründungsmythos.

Die Bevölkerung ist weniger sentimental: Noch ist die Forderung nach einem Weiterbetrieb der sechs deutschen Kernkraftwerke nicht mehrheitsfähig. Aber: Im Jahr 2012 waren laut Allensbach noch 73 Prozent der Bevölkerung für den Atomausstieg. 2021 sind es nur noch 56 Prozent. Das heißt: Die Mehrheit für den Atomausstieg ist nicht dahin, aber sie schwindet.

Aus der Erhebung, die Anfang Mai 2021 erstellt wurde, geht hervor, dass bedeutsame Teile der deutschen Gesellschaft auf Wanderschaft sind:

  • 28 Prozent der grünen Wähler sind mittlerweile im Interesse des Klimaschutzes für einen Energiemix aus Kernenergie und Erneuerbaren.
  • Und: Die Wähler der FDP sind am ehesten bereit, ihre Haltung zu revidieren: 63 Prozent der FDP-Wähler sind dafür, der Kernenergie im Konzert mit den Erneuerbaren eine zweite Chance zu geben.

Nahezu die ganze entwickelte Welt setzt auf die Kernenergie, die sich als CO2-freie und kostengünstige Alternative zu Kohle und Gas anbietet und anders als Sonne, Wind und Wasser auch grundlastfähig ist, also nicht von den Launen der Natur abhängt. Die Ausbaupläne der großen Staaten sehen derzeit so aus:

  1. USA: Zusätzlich zu den 93 laufenden Reaktorblöcken in 56 Atomkraftwerken sind drei in Planung, zwei befinden sich bereits im Bau. Präsident Joe Biden plant bis 2035 einen CO2-freien Stromsektor – das Abstellen der Kernkraftwerke ist für ihn keine Option.
  2. Frankreichs Präsident Macron hat diese Woche angekündigt, eine Milliarde Euro in Mini-Atomkraftwerke – sogenannte Small Modular Reactors (SMR) – investieren zu wollen. Diese seien sicherer und erschwinglicher als bisherige Modelle und in modularer Bauweise vom Band erhältlich.
  3. In Großbritannien befinden sich zwei Atomkraftwerke im Bau, zwei weitere sind geplant.
  4. Japan betreibt auch nach Fukushima noch 33 Reaktoren, zwei weitere befinden sich im Bau. Zur Bekämpfung des Klimawandels will man an der Atomkraft festhalten.
  5. Putin geht aufs Ganze: Russland plant in den kommenden Jahren 27 neue Atomreaktoren zu bauen.
  6. Auch in China laufen Reaktoren scheinbar unerschöpflich vom Band. 18 Meiler werden aktuell gebaut, 37 weitere sind geplant. Dabei erfinden die Chinesen die Atomenergie neu: Statt wie die meisten Atomkraftwerke mit Uran betrieben, wird derzeit ein Schmelzsalzreaktor mit flüssigem Thorium getestet. Günstiger und ohne die Gefahr eines GAUs.

Fazit: Die Atom-Diskussion muss im Lichte des Klimawandels und angesichts der Weiterentwicklung der AKW-Sicherheit neu geführt werden. Scheuklappen tragen Pferde, nicht Menschen. Oder wie der Ökonom John Maynard Keynes sich einst ausdrückte:

„Ändern sich die Fakten, ändere ich meine Meinung.“

Kunststoffabfälle zu Methanol

Montreal, Kanada — Ein Konsortium von Unternehmen bestehend aus Air Liquide, AkzoNobel Specialty Chemicals, Enerkem und dem Hafen von Rotterdam (Port of Rotterdam) hat eine Projektentwicklungs-Vereinbarung unterzeichnet, die die Anfangsinvestitionen in eine hochmoderne Anlage zur Umwandlung von Abfall in Chemierohstoffe in Rotterdam regelt. Die Anlage wird die erste ihrer Art in Europa sein, um eine nachhaltige Alternativlösung für nichtrecycelbare Abfälle bereitzustellen, indem sie Kunststoffabfälle und andere Mischabfälle in neue Rohstoffe umwandelt.

Die Anlage wird bis zu 360.000 Tonnen Abfälle in 220.000 Tonnen (270 Mio. Liter) umweltfreundliches Methanol umwandeln. Zum Vergleich: Das entspricht der gesamten jährlichen Abfallmenge von 700.000 Haushalten und stellt CO2-Emissionseinsparungen von etwa 300.000 Tonnen dar. Das Projekt gilt als das erste seiner Art in Europa zur Bereitstellung einer nachhaltigen Alternativlösung für nichtrecycelbare Kunststoffe und andere Mischabfälle.

Geschätzte Investitionshöhe: 200 Mio. Euro

Die Anlage wird im Gebiet von Botlek des Rotterdamer Hafens mithilfe von Enerkems geschützter Technologie gebaut und soll nichtrecycelbare Mischabfälle, einschließlich Kunststoffe, in Synthesegas und dann in sauberes Methanol umwandeln, das in der chemischen Industrie und im Transportsektor zum Einsatz kommt. Bisher wird Methanol in der Regel aus Erdgas oder Kohle erzeugt. Die Anlage wird über zwei Produktionslinien verfügen, was der doppelten Aufnahmekapazität von Enerkems großtechnischer Anlage in Edmonton, Kanada, entspricht. Dabei wird sie von der hochmodernen Infrastruktur profitieren, die im Hafen von Rotterdam zur Verfügung steht, sowie von Synergien mit Air Liquide (Großindustrien) zur Belieferung mit dem erforderlichen Sauerstoff und zusammen mit AkzoNobel mit dem Rohstoff Wasserstoff. AkzoNobel ist außerdem auch ein Abnehmer für das Methanol.

Die Anfangsinvestitionen in Höhe von 9 Mio. Euro decken die detaillierte Konzeption, die Gründung eines speziellen Joint-Ventures und den Abschluss des Genehmigungsprozesses ab. Das Konsortium beabsichtigt, die endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision – FID) über das Projekt mit einer geschätzten Höhe von 200 Mio. Euro zu einem späteren Zeitpunkt 2018 zu fällen und hat die niederländische Rabobank als leitenden Berater für den Finanzierungsprozess beauftragt. Die Realisierung des Projekts wird durch das niederländische Ministerium für Wirtschaftsangelegenheiten und Klimapolitik und von der Stadt Rotterdam, der Provinz Zuid-Holland und von InnovationQuarter, der regionalen Entwicklungsagentur, unterstützt.

Nichtrecycelbare Abfälle zu Methanol

„Dies ist ein weiterer aufregender und wichtiger Schritt, der uns dem ersten Spatenstich beim Bau unserer allerersten fortschrittlichen Bioraffinerie in Europa 2018 näher bringt“, erklärte Vincent Chornet, Präsident und Geschäftsführer von Enerkem. „Als Teil dieses innovativen Konsortiums wird Enerkem der Technologielieferant, führender Auftragnehmer sowie ein Eigenkapitalpartner bei dem Projekt sein.“

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt und ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen und kreislaufbasierten chemischen Industrie“, erläuterte Marco Waas, Leiter von FE&I bei AkzoNobel Specialty Chemicals, das den Lenkungsausschuss des Konsortiums leitet. „Angesichts der aktuellen Herausforderungen beim Kunststoffrecycling in Europa kommt die Vereinbarung genau zur richtigen Zeit. Wir können nichtrecycelbare Abfälle in Methanol umwandeln, ein grundlegender Rohstoff für zahlreiche Produkte des täglichen Lebens wie unter anderem kohlenstoffarmer Transportkraftstoff. Dieses kann nicht nur in bestehenden Lieferketten verwendet werden und fossile Quellen ersetzen, sondern vermeidet auch CO2-Emissionen, die ansonsten bei der Abfallverbrennung entstehen.“

Quelle: OTS / PRNewswire

Klimarettung geht nicht nach Schema F – Technologie-Offenheit dringend notwendig

Schreiben eines erfolgreichen Unternehmers, der die ökologischste Mobilitätslösung der Zukunft erfunden hat.

Ein offener Brief

Diesen interessanten Beitrag veröffentliche ich, weil Frank Obrist ohne Scheuklappen und logischem Denken sich einem Problem gewidmet hat, welches sehr viel mit Demokratie und Gleichberechtigung zu tun hat. Das derzeitige Konzept des nur Batterie-getriebenen Elektroautos spaltet die Gesellschaft, weil auf lange Sicht sich nur betuchte Bürger leisten können. Wer hat schon zu Hause eine Elektro-Zapfsäule. Alle Straßenparker würden leer ausgehen und das sind in den Städten die meisten Autobesitzer.

Frank Obrist und seine Mitarbeiter eröffnen die Elektromobilität für jedermann, denn sein sogenanntes Hyperhybrid-Elektroauto ist nicht teurer als heutige Verbrenner-Autos mit viel besserer ökologischer Bilanz als Typ Tesla, hat keinerlei staatliche Zuschüsse. Das sollten sich die überzeugten Aktivisten der Gegenwart, angefangen bei Elon Musk, Greta Thunberg und alle FFF-Jugendlichen, ebenso wie verbotssüchtige Grün-Ideologen hinter die Ohren schreiben.

Sind sie zum Umdenken bereit?

Jean Pütz

Klimarettung durch grünes Methanol
Ein Aufruf von Frank Obrist, der mit seiner Technologie-Schmiede die ersten Prototypen des Hyperhybrid-Elektroautos produziert hat. So befreien wir die Menschheit von fossiler Energie

An alle Menschen auf der Erde und gewidmet an
Greta, Elon, Tim, Bill, Jeff, Herbert, Mohammed, Kommissionen und Investoren.

Die globale Erwärmung, das größte Problem der Menschheit, kann zum ersten Mal gelöst werden. Wir haben etwa 85% des gesamten Weltenergiebedarfs durch die Nutzung fossiler Energie erzeugt, was den CO2-Gehalt in der Atmosphäre dramatisch erhöht hat.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit können wir jetzt erneuerbaren Strom erzeugen, der billiger ist als jede andere Energieform und dessen Kapazität unbegrenzt ist. Der Prozess findet im Sonnengürtel auf der Erde statt.
Mit diesem erneuerbaren Strom spalten wir Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf und verbinden es mit Kohlendioxid.
Indem wir diese Sonnenenergie in den flüssigen Energieträger eMethanol umwandeln, ermöglichen wir den Transport, die Verteilung und die Nutzung auf dem gesamten Planeten.
Durch die Kombination dieses eMethanols mit einer Kohlenstoffsenke entsteht zum ersten Mal in der Geschichte ein CO2-negativer Energieträger.
Ich habe diese „flüssige Sonnenenergie“ noch leistungsfähiger, aber einfacher genannt: aFuel®
Mit diesem revolutionären Energieträger werden wir die gesamte Mobilität bedienen, vom Auto über den Lkw bis hin zu Schiffen und Flugzeugen, Kraftwerke speisen und die Industrie befeuern; wir können sogar Kunststoffe in einer Weise herstellen, an die bisher nicht zu denken war.
Mit diesem aFuel® können wir und die kommenden Generationen eine Wirtschaft mit ungeahnter Entwicklung und Wohlstand für alle Menschen auf diesem Planeten ermöglichen.
Menschen aller Nationen, aller Hautfarben und Religionen werden sich im größten Kampf der Geschichte vereinen – um die Menschheit von fossiler Energie zu befreien.
Seien Sie Teil dieser Revolution, die auf Wissenschaft, Technologie und Innovationskraft basiert, um die über 100 Jahre andauernde Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu kompensieren.
Am 7. September 2021 haben wir diese Technologie zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Verschiedene europäische Medien haben darüber berichtet. Jetzt wollen wir ein globales Problem mit einer globalen Lösung und globaler Kommunikation voranbringen.

Greta, Ich freue mich, Ihnen persönlich diese revolutionäre Technologie zu den erkannten Problemen auf der Erde anbieten zu können und freue mich auf Ihre Unterstützung bei der aktiven Umsetzung unserer Lösung.

Elon, Der globale Elektroantrieb wartet auf Sie, billiger und ressourcenschonender als die reine Elektrifizierung und mehr als 100% neutral, sogar CO2-negativ!

Tim, Basierend auf unseren geistigen Eigentumsrechten ist dies der bedeutendste Business Case aller Zeiten. Davon hat nicht einmal Steve geträumt.

Bill,Mit dieser Technologie übertreffen wir alle anderen Energiequellen, einschließlich der nicht so nachhaltigen Kernkraft.

Jeff,Wir können zum Mond fliegen, aber die gewaltigen Dinge warten hier auf uns – ich würde mich über Ihre Unterstützung freuen.

Herbert,Es geht vor allem um die Wirtschaft.
Um Antriebsenergie zu erzeugen, können Sie zwischen 0,176€/kWh in Deutschland oder weniger als 0,0088€/kWh im Sonnengürtel der Erde bei uns wählen.

Mohammed, Nach Jahrzehnten bemerkenswerter wirtschaftlicher Erfolge auf der Basis fossiler Energie ist die Zeit gekommen, in ein nahezu unbegrenztes Energiezeitalter einzutreten. Die Sonne, die Wüsten der Erde und das Wasser sind der Schlüssel zum Erfolg.

Regulierungsbehörden der Kommissionen, Man kann sich nur dann global wirksame Ergebnisse als Endziele setzen, wenn man alle zukünftigen Energiequellen berücksichtigt, auch wenn man sie noch nicht kennt.

Grüne Investoren, dieser Weg des nachhaltigen Wirtschaftens wird Sie begeistern.
Die globale Erwärmung, das größte Problem der Menschheit, wird zum ersten Mal gelöst werden.

Liebe Menschen, Sie alle können Teil dieser fantastischen Zukunft sein und diese revolutionäre xxx unterstützen.

Gezeichnet
Frank Obrist
Link: https://www.obrist.at/press-media/

Energie-Enge wird zur Energie-Klemme!!

Die Preise für unsern täglichen Energiebedarf steigen in schwindelnde Höhen.
Der einzige Ausweg: mehr regenerative Energien. Doch Vorsicht : das Wunschdenken erklimmt ebenfalls unerreichbare Höhen, bis hin zu Wolkenkuckucksheimen.
Mit noch mehr milliardenschweren Subventionen ist das Klima- Problem nicht zu lösen, ein radikales umdenken wird nötig. Ob die zukünftige Ampel- Regierung das begriffen hat?
Darum geht’s in meinem heutigen Kommentar. Zum resignieren besteht kein Anlass, aber es ist nötig mal über den eigenen Tellerrand hinweg zu schauen, und auf Mainstream Ideologien zu verzichten.
Zu diesem Thema empfehle ich auch einen Beitrag den ich vor den Bundestags- Wahlen erstellt habe. Hier der link:

Folge 230: der Vernunft eine Chance

 

Kompetenz muss glaubhaft sein. Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart, amüsante Geschichten aus der Sicht des Autors

Wieso engagiert er sich immer noch für Wissenschaft und Technik um sie so zu übersetzen, dass dies für jedermann verständlich wird?
So nebenbei empfiehlt er zwei Bücher, die sich lohnen damit zu beschäftigen.
1. Warum fängt der schräge Vogel mehr als nur den Wurm? Wenn sie diese Frage interessiert, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Gisela Steinhauer, einer berühmten Journalistin die preisgekrönt wurde, durch viele Sendungen im Hörfunk. Wenn Sie mehr wissen wollen, dann rate ich Ihnen den folgenden Linkzu nutzen.
2. Informationen zum Buch „das Coronavirus“, finden Sie hier im Link:
Wer dieses Buch gelesen hat, der versteht besser welche verheerenden Wirkung dieses Virus angestellt hat und wie wichtig der Impfstoff für die Bewältigung wurde. Ich habe eins der Kapitel dazu beigetragen und zwar ein Interview, das Autor Gerd Felder mit mir geführt hat. Hier der Link dazu:
Das Buch ist erschienen im Eifeler Literaturverlag der Verlagsgruppe Mainz.
Folge 229: der Vernunft eine Chance.

Das Prinzip des Hyperhybrid-Autos

Extrem umweltfreundlich, extrem sparsam, extrem preiswert auch ohne staatliche Zuschüsse, ausbaufähig mit grünem Methanol-Motor zu absoluter CO2-Neutralität

Zum untenstehendem Auszug aus dem renommierten Manager-Magazin

Vorab mein persönlicher Kommentar:

Vor 14 Jahren habe ich diese serielle Hyperhybrid-Methode der Firma Ford in Köln vorgestellt. CEO war der spätere Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Bernhard Mattes. Ich empfahl es deswegen, weil es alle Eigenschaften eines Elektro-Autos haben würde, extrem sparsam und leicht, damit wesentlich weniger Reifen-Abrieb in Form von Feinstaub und Mikroplastik. Doch Ford lehnte es nach mehreren Diskussionsrunden als zu teuer in der Entwicklung ab.

Der Technologie-Schmiede Obrist ist es nun, parallel zu meinen Vorschlägen und Voraussagen, dies in mehreren Prototypen zu bestätigen. Sie hat auch einen weiteren Prototypen mit Antrieb für regeneratives Methanol entwickelt und bewiesen, dass, wenn dieser Treibstoff einmal konkurrenzfähig wird, eine CO2-neutrale Mobilität möglich wird.

Die Automobilindustrie allerdings meidet immer noch diese Möglichkeit, und der Staat unterstützt sie dabei, weil fälschlicherweise angenommen wird, dass dem batterie-schweren Elektroantrieb die Zukunft gehört. Diese Unterstützung schröpft den Staatssäckel aus Steuergeldern mit 20.000 Euro pro verkauftem Exemplar, darin enthalten 9.000 Euro direkte Verkaufsförderung. Da das Hyperhybrid-Modell nicht teurer ist als ein herkömmliches Diesel- oder Benzin-Auto, sollte diese Förderung sofort gestoppt werden. Das würde die Automobilindustrie zur Raison bringen. Auch die immensen Investitionen in eine Revolution einer modernen Automobilindustrie können wegfallen, denn der Antriebsmotor fußt auf einer hundertjährigen Entwicklungsgeschichte.

Übrigens: Kürzlich stellte Anja Karliczek, Noch-Bundesministerin für Bildung und Forschung, den Prototypen in einer denkwürdigen Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vor, ohne auf die Sparmöglichkeiten der extrem teuren steuerfinanzierten Subventionen aufmerksam zu machen.

Mit Methanol betrieben übertrifft der Verbrennungsmotor mit angekoppeltem Generator sogar die Effizienz einer sich noch in der technischen Entwicklung befindlichen Hochtemperatur-Brennstoffzelle. Verbrennungsmotoren sind deshalb eine gewichtige Hilfe bei der Klima-Wende und dürfen nicht verboten werden.

Es lebe das Prinzip der Technologie-Offenheit

Jean Pütz

Der Hybrid-Tesla vom Bodensee

Elektroautos werden als Privat- wie auch als Dienstwagen immer beliebter, denn sie gelten als deutlich umweltfreundlicher als Verbrenner. Doch wirklich emissionsfrei fahren Tesla und Co. noch nicht – das will die Firma Obrist aus Österreich ändern.

Wie sieht sie aus, die Mobilität der Zukunft? Eine große Frage, und bei der Antwort darauf spielt zumindest nach heutigem Stand meist der Elektromotor eine entscheidende Rolle. Insbesondere die Autoindustrie hat den allmählichen Abschied vom Verbrennungsmotor eingeläutet und setzt zum Großteil auf den Antrieb mit elektrischem Strom. Vorreiter Tesla etwa sowie inzwischen auch Großkonzerne wie Volkswagen bieten immer mehr reine Elektroautos an, die mangels Benzin- oder Dieselverbrauchs keine klimaschädlichen Abgase produzieren sollen.

Doch dieser Schein trügt, meint zumindest das Ingenieursunternehmen Obrist aus dem österreichischen Lustenau am Bodensee. Tatsächlich bringen gegenwärtig am Markt befindliche Elektroautos sowie Hybride nach Ansicht der Firma verschiedene Probleme mit sich: Der Strom, der von außen zugeführt wird, kommt meist noch aus fossiler Energiequelle, ist also mit Abstand betrachtet keineswegs frei von jeglichem CO2-Ausstoß. Zudem halten die Ingenieure von Obrist die handelsüblichen Elektro- und Hybridmotoren für wenig effizient. „Die Fahrzeuge haben zu große Batterien und schleppen in der Regel zwei vollständige Antriebseinheiten mit sich herum“, sagt Thorsten Rixmann, Marketingleiter des Unternehmens. „Wir sind natürlich ebenfalls davon überzeugt, dass die Zukunft im elektrischen Antrieb liegt. Die Frage ist aber, wo und wie wir den Strom dafür generieren.“

Als Antwort darauf hat Obrist einen eigenen Hybridantrieb entwickelt, der ohne die Schwächen der Konkurrenz auskommen soll. Und um zu demonstrieren, dass das Konzept praktikabel ist, haben die Österreicher ihren Antrieb in so etwas wie das gegenwärtige Vorzeigemodell unter denElektroautos eingebaut – einen tesla Modell 3.

Kern der Veränderung: Obrist hat die mehrere hundert Kilogramm schwere 75-kWh-Batterie, die serienmäßig im Model 3 enthalten ist, durch eine viel kleinere Einheit mit lediglich 17,3 kWh ersetzt. Zudem kamen einige Steuerbauteile sowie ein kleiner Zwei-Zylinder-Verbrennungsmotor, welcher ausschließlich einen Generator antreibt, ins Auto. Resultat: Ein Gewichtsverlust des Fahrzeugs von etwa 250 Kilogramm.

Laut Obrist hat dieser Antrieb namens „Hyperhybrid powertrain“ verschiedene Vorteile: Er ist leichter als ein herkömmlicher Elektromotor etwa von Tesla und reduziert dadurch den Energieverbrauch des Fahrzeugs. Zudem handelt es sich um einen seriellen Hybrid, er dient also ausschließlich dazu, die Batterie des Wagens aufzuladen. Angetrieben wird das Auto dagegen weiterhin ausschließlich durch den Elektromotor.

Der Verbrennungsmotor werde thermisch und akustisch gekapselt, so Rixmann. So würden Kaltstart-Situationen vermieden, und der Motor sei weder hörbar noch spürbar.

„Weil die Verbindung des Verbrennungsmotors mit der Antriebsachse fehlt, läuft er bei uns immer im optimalen Drehmoment“, erläutert der Mann von Obrist weiter. „So kommen wir auf einen geringen Verbrauch von rund zwei Litern Benzin im realen Test auf 100 Kilometer, womit der Motor schon heute die Abgasnorm Euro 7 erfüllt.“

Damit ist Obrist allerdings noch nicht zufrieden. „Ziel ist es, den Motor mit grünem Methanol zu betreiben“, so Rixmann. „Dadurch würde das Fahrzeug vollständig emissionsneutral.“

Für Autofahrer soll die Lösung von Obrist noch weitere Vorzüge mit sich bringen. Die Reichweite beispielsweise sei wesentlich größer als beim reinen Elektroauto und es könne darüber hinaus weltweit betrieben werden, so das Unternehmen. Zudem ließe sich ein Auto mit diesem Antrieb nach Angaben Rixmanns vergleichsweise günstig in der Massenfertigung herstellen, bei einem Verkaufspreis von kaum mehr als 20.000 Euro.

Ob es dazu kommen wird? Zunächst müsse sich ein Hersteller von der Technologie überzeugen lassen, sagt Rixmann. Obrist sei schließlich ein Entwicklungsunternehmen, kein Autoproduzent. Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass spätestens im Jahr 2026 ein Auto mit dem Hyperhybrid powertrain-Antrieb von Obrist am Markt sein werde.

 

 

Interview mit Jean Pütz – Auszug aus dem Buch ‚Unser Corona-Jahr‘

Interview mit Jean Pütz – Auszug aus dem Buch ‚Unser Corona-Jahr‘, Swiontek-Verlag Mainz

Der Vernunft eine Chance geben

Fernsehjournalist Jean Pütz: Allgemeinverständliche Wissenschaft ist Gegengift gegen Populismus

Jean Pütz, geboren 1936 in Köln, ist ein bekannter, mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator. Als Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk gründete und leitete er über 30 Jahre die Redaktion Naturwissenschaft und Technik und moderierte mehrere Sendereihen wie „Die Welt des Schalls“ und die „Wissenschaftsshow“. Populär wurde er vor allem durch seine Sendung „Hobbythek“, aber auch durch Umweltmagazine wie „Dschungel“ und „Globus“. Auf Facebook, wo er eine Art Corona-Tagebuch veröffentlicht, hat Pütz derzeit 84 000 Follower.  

Herr Pütz, haben Sie als erfahrener Wissenschaftsjournalist die Corona-Pandemie vorausgesehen?

Wir haben alle im Winter 2020 noch unbeschwert Karneval gefeiert, bevor es plötzlich mit dem Virus losging. Auch ich habe gedacht: Was im fernen China passiert, ist ein lokales Ereignis und kann nicht so schlimm sein. Als es dann aber zu dem Infektionsausbruch im Kreis Heinsberg kam, war mir als studierter Soziologe mit Statistik-Kenntnissen rasch klar, wie rasant das Virus sich ausbreiten würde. Ich habe mir deshalb schon früh Gedanken gemacht, was man gegen die Ausbreitung unternehmen könnte.

Zu welchem Ergebnis sind Sie dabei gekommen?

Mir war von Vornherein bewusst, dass vieles daran hängt, ob wir Mund-Nasen-Schutze haben. Die asiatischen Länder kommen glimpflicher durch die Pandemie, weil es bei ihnen Tradition ist, Mundschutz zu tragen. Bei uns hat man das Tragen von Masken dagegen lange lächerlich gemacht, und die Politik hat die breite Bevölkerung im vergangenen Frühjahr sogar anfangs davor gewarnt, sie zu kaufen, weil für das medizinische Personal nicht genug vorhanden war. Das war ein fundamentaler Fehler. Hätte die Bevölkerung eher Mundschutz getragen, dann hätte das Virus sich am Anfang nicht so stark ausgebreitet. Daher habe ich schon am 10. März eine Bastelanleitung zum Selbstnähen einer Patent-Nasen-Mund-Schutz-Maske mit Innentasche zur Aufnahme diverser Filter vorgestellt, mit der ich selbst bisher ungeschoren durch die Pandemie gekommen bin. Was ich anderen empfehle, nutze ich selbst auch.

Haben Sie als Angehöriger der Hochrisikogruppe Angst, sich anzustecken?

Ja, ich habe Angst vor einer Infektion, weil ich mir schon früh darüber im Klaren war, dass selbst dann, wenn sich nur schwache Krankheits-Symptome gezeigt haben, die Nachwirkungen nicht zu unterschätzen sind. Mit dem oft vermittelten Irrtum, dass eine Corona eine reine Lungenkrankheit sei, habe ich selbst in Facebook-Posts schon früh aufgeräumt. Das Schlimmste ist, dass die Viren die auch Blutgefäße befallen und dadurch Herz, Niere und Bauchspeicheldrüse, ja sogar das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden und es dabei zu neurologischen Ausfällen kommen kann.

Sie haben sich also mit dem Thema Corona stark auseinandergesetzt?

Ich habe mir schon frühzeitig alle Informationen dazu herangeholt, die ich bekommen konnte, und mich sehr stark mit dem Thema beschäftigt. Es macht inzwischen 50 Prozent meiner Recherche-Arbeit aus.

Wie beurteilen Sie die zentrale Rolle, die die Wissenschaft in der Corona-Krise spielt?

Mein großes Anliegen ist es seit Jahrzehnten, die Ergebnisse der Wissenschaft verständlich zu machen. Das eine Problem ist, dass sich heutzutage jeder als Wissenschaftler bezeichnen kann, weil das kein geschützter Begriff ist. Das andere Problem besteht darin, dass die Schwarmintelligenz der Deutschen bei den Naturwissenschaften minimal ist. Wenn Menschen aber etwas nicht verstehen, dann bekommen sie Ängste. Die Folge ist, dass die Wissenschaft dann sehr schnell für etwas verantwortlich gemacht wird, wofür sie nicht verantwortlich ist. Die Parole lautet häufig, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Was kann man dem entgegenhalten?

Man muss der Vernunft eine Chance geben, und Wissenschaft ist nichts anderes als kristallisierte Vernunft und Logik – sollte sie zumindest sein. Im Vordergrund muss die Empirie, die Erfahrung stehen. Wissenschaft setzt auf stets wiederholbare Ergebnisse. Zu Recht haben derzeit die Virologen, Epidemiologen und Infektiologen das Sagen und werden von den Medien vorrangig befragt. Manche sind aber leider nicht in der Lage, die Akzeptanz der Bürger zu erlangen, weil sie in ihrer eigenen Sprache, ihrem Fachchinesisch sprechen und deshalb schwer zu verstehen sind. Dafür gibt es Wissenschaftsjournalisten, die die schwierigen Zusammenhänge verständlich machen können und müssen. Immerhin schaffen es aber einige Wissenschaftler, wie etwa der bekannte Virologe Christian Drosten, ihre Informationen allgemeinverständlich weiterzugeben, Kompliment, dafür müssen sie nämlich vom Elfenbeinturm heruntersteigen, was nicht einfach ist. Entscheidend ist, dass die Wissenschaft nicht den Bezug zur Allgemeinheit verliert und über den Tellerrand hinausschaut.

Es gibt aber auch unterschiedliche Standpunkte bei den Wissenschaftlern, und manche korrigieren im Laufe der Zeit ihre Positionen. Wird das von der breiten Öffentlichkeit verstanden?

Nein, die Leute können das nicht nachvollziehen und wissen oft nicht, wie Wissenschaft funktioniert. Sie haben auch keinen Überblick über die Sachlage. Ich bin zudem sicher, dass die Wissenschaftler manches anders gemacht hätten, wenn sie frühzeitig mehr über Covid-19 gewusst hätten. Definitive Forschungsergebnisse aber hatten wir im Frühjahr 2020 nicht und haben wir bis heute nicht.

Wie sehen Sie das Verhältnis von Politik und Wissenschaft in der Pandemie?

Das Verhältnis ist an der Schnittstelle von Politik und Wissenschaft sehr schwierig. Das Problem ist: Ein Politiker, der sich auf Vernunft und Sachkenntnis stützt, hat wenig Chancen. Wenn er Relevanz haben und dem Volk aufs Maul schauen will, darf er das also nicht tun. Der Populismus feiert leider immer mehr Triumphe.

Im Frühjahr 2020 verzeichnete die Regierung aber unglaubliche Zustimmungswerte, als sie ihre harten Maßnahmen auf das Votum der Wissenschaft stützte…

Das hatte damit zu tun, dass es zu dieser Zeit große Ängste in der Bevölkerung gab. Wenn es wirklich gefährlich wird, dann suchen die Menschen einen Anker, an dem sie sich festhalten können, und nehmen die Maßnahmen der Regierung als unabänderlich und alternativlos hin. Wenn man das Virus wirklich bekämpfen will, dann müssen die Ergebnisse der Wissenschaft möglichst in Politik umgesetzt werden. Es kommt vor allem darauf an, Kontakte weitgehend zu verringern, nur so lässt sich die Übertragung von Mensch zu Mensch kontrollieren.

Wie konnte es aber dann passieren, dass bei manchen die Stimmung plötzlich kippte und sich auf Demonstrationen von Corona-Leugnern, Querdenkern und Verschwörungstheoretikern entlud?

Das sind die Neunmalklugen, die sich über die Naturgesetze stellen, und teilweise soweit gehen, dass sie im Zweifelsfall die Nacherkrankungen und sogar den Tod vieler Menschen in Kauf nehmen würden. Das Problem ist auch, dass das Virus stark selektiert und hauptsächlich die Alten und Jüngere mit Vorerkrankungen erwischt. Viele dieser Leugner kennen niemanden, der an Covid-19 erkrankt war und einen schweren Verlauf hatte. So ist das mit dem Begreifen von seelenloser Statistik. Die Bürger glauben daher den Fehlinformationen in den sozialen Medien eher als selbst seriöser Presse. So entstand der verunglimpfende Begriff „Lügenpresse“, wieder einmal ganz nach der Vorstellung, dass nicht sein darf, was nicht sein kann, was ganz tief in der menschlichen Psyche verankert ist. Außerdem ist es bei allen Pandemien der Vergangenheit, Stichwort: Pest, Cholera, Pocken, so gewesen, dass immer nach einem Schuldigen gesucht wurde, der oft überhaupt nichts damit zu tun hatte. Sogar das Wasser wurde verantwortlich gemacht, was zu der Manie zu Zeiten der französischen Könige führte, dass sogar auf das Waschen verzichtet wurde. Aber auch Juden, andersgläubige, angebliche Hexen und deklarierte Sünder wurden bildlich gesprochen dem Scheiterhaufen übergeben. So wird auch heute diffamiert auf Teufel kommt heraus.

Was ist überhaupt die Ursache für die Proteste der „Querdenker“, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker gegen die Maßnahmen des Staates? Angst vor Kontrollverlust?

Das hat mit Kontrollverlust und Angst zu tun, die aber emotional weggedrückt werden. Viele betrügen sich so selbst. Für die Corona-Leugner ist gleichsam eins plus eins nicht mehr gleich zwei. Sie sind keinem rationalen Argument mehr zugänglich, und es hat keinen Zweck, mit ihnen zu diskutieren. Durch die Wirklichkeit und die Entwicklung der Pandemie – die bewiesene Übersterblichkeit in manchen Regionen lässt sich gar nicht mehr leugnen – sind sie längst überrollt und widerlegt worden, aber das ignorieren sie. Sie suchen einen Feind und einen Grund, jemanden zu diffamieren, und finden ihn. Die tiefere Ursache liegt darin, dass wir in der Wissenschaft und Technik einen Turmbau zu Babel errichtet haben. Die Menschen nutzen die gedankenlos die auf Wissenschaft beruhende Technik, etwa beim Smartphone, ganz selbstverständlich, durchschauen aber nicht mehr, was dahinter steht, weil es zu kompliziert geworden ist. Wir, die Eingeweihten, haben dabei versagt, den vielzitierten „kleinen Mann“ zu informieren. Wie viele inzwischen bereit sind, auf den Populismus herzu einfallen, ist erschreckend, ich gehe von bis zu einem Drittel der Deutschen aus. Wenn es uns nicht gelingt, diese Unwissenheit und Ignoranz gegenüber der Wissenschaft abzubauen, sind wir gescheitert und müssen die schlimmen demokratisch wirksamen Folgen tragen, denn nur mit Vernunft lässt sich der Zusammenbruch des Turmbaus zu Babel verhindern.

Können Sie guten Gewissens empfehlen, sich impfen zu lassen?

Ja, das empfehle ich mit voller Überzeugung. Wir müssen die Menschen nur darüber aufklären, wann und wie das Impfen funktioniert, und das geschieht in den Medien ganz gut. Der mit völlig neuen und extrem kreativen Methoden der Gentechnik entwickelte Impfstoff von Biontech/Pfizer und ähnlichen, ist relativ nebenwirkungsarm. Trotzdem reagiert jeder Organismus auf seine Art und Weise. Dazu gehört auch eine manchmal heftige Unpässlichkeit, aber das gehört zum Immunisierungsprozess. Wenn man eine Risiko-Betrachtung macht, dann ist das aber bei Weitem das kleinste Übel. Wenn man durch die Impfung Millionen von Menschen vor der Krankheit bewahren kann und Hunderttausende vor dem Tod, dann ist Impfen die beste Medizin, die je entwickelt wurde. Das Problem ist nur, dass der Beweis, wegen einer Impfung nicht krank geworden zu sein, sehr schwer zu führen ist.

Bei Medikamenten ist das anders. Vielleicht ist auch versäumt worden, solche Medikamente gegen das Corona-Virus genauso intensiv zu entwickeln und zu subventionieren, wie das bei der Gewinnung des Impfserums der Fall war.

Läuft das Impfen bisher zu langsam?

Ich bin nicht glücklich darüber, wie das Impfen bisher abläuft. Es wäre Aufgabe der Kommunen und Landkreise gewesen, die Leute über das Impfen zu informieren. Jetzt sind viele verunsichert und wissen nicht, ob sie sich impfen lassen sollen, die Hotlines sind überlastet, die Impfzentren stehen leer. Das hätte besser laufen müssen.

Wie wird die Welt nach der Corona-Pandemie aussehen? Genauso wie vorher, oder wird man Lehren aus der Krise ziehen, etwa im Hinblick auf den Klimawandel?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und will meist das Leben fortführen, das er kennt. Im Hinblick auf den Klimawandel begreifen selbst die Grünen nicht, dass der Energieverbrauch, der mit Gebäuden verbunden ist, dringend reduziert werden müsste und auch um 95% Prozent reduziert werden kann. Der CO2-Ausstoß über unsere privaten Autos macht dabei nur 6-8% aus. Man hat den Hebel an der falschen Stelle angesetzt. So wie im Moment mit den vorgeschlagenen Methoden des Mainstreams lässt sich der Anstieg der Welttemperatur nicht lösen. Das eine tun, das andere nicht lassen, ist die Devise, die ich persönlich für mich gelöst habe. Mein Vorschlag des HyperHyrid-Autos, welches eine viel bessere Ökobilanz besitzt als das reine Elektroauto, ist als Prototyp realisiert und benötigt beim Bau und Betrieb nur noch maximal 10% der natürlichen Ressourcen. Ich persönlich lebe aus Überzeugung weitgehend CO2-neutral, indem ich den Hebel bei meinem eigenen Haus angesetzt habe. Es gibt durch die Photovoltaik mehr Energie, als ich während des ganzen Jahres zum Heizen und zum Betrieb benötige. Dabei habe ich mich an orientiert an Vorschlägen, die ich vor 30 Jahren in einer der berühmten ARD-Sendereihe ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ mit dem Titel ‚Der Sonne eine Chance‘ als Autor und Moderator gemacht habe.

Ich weiß zwar die Verdienste der Grünen für unsere Umwelt zu schätzen, aber sie sollten im Auge haben, dass sie mit ihrem populistischen Klimarettungsprojekt unsere Wirtschaft, insbesondere die Industrie, mit der wir unser Geld im europa- und weltweiten Konzert verdienen, in arge Bedrängnis gerät, trotz aller gegenteiligen Bekundungen. Nicht, dass inzwischen schon 50% der ehemaligen Produktionen nach Asien ausgewandert sind, auch bei uns entwickelte kreative Ideen wurden China kostenlos überlassen. Auch in Zukunft stehen Millionen von Arbeitsplätzen mit dem Abwandern der Automobilindustrie auf dem Spiel, weil jetzt auch noch der Verbrennungsmotor abgeschafft werden soll und Deutschland sich da als Vorreiter gebärdet. Wegen einer Schimäre – genannt Elektroauto – welches nur auf die Bedürfnisse Chinas mit ihren verdreckten Städten konzipiert ist. Damit dieses Elektroauto bei uns überhaupt gekauft wird, muss es vom Staat mit 9.000 Euro pro Exemplar subventioniert werden. Zum Klimaschutz trägt es nicht bei und auch den Flottenverbrauch, vorgeschrieben von der EU, verringert es nur unwesentlich. Dabei gibt es preiswertere Alternativen, wenn man nicht bestimmte Technologien von vornherein verunglimpft. In dieser Hinsicht denke ich an Heinrich Heine: ‚Denk ich an Deutschland in der Nacht …‘ und das nicht wegen Corona, welches fälschlicherweise von den Parteien demnächst als Grund allen Übels und als historischer Prügelknabe herhalten muss.

Wasserstoff: ja , aber in Zukunft nur als Methanol.!

Nur so werden alle Länder dieser Erde darauf einsteigen. Rettet die Klimarettung!
Aus aktuellem Anlass:Droht einre Inflation.???
Egal ob die zukünftige Bundes-Regierung aus Ampel oder Jamaika besteht, wie sollen die ausgehandelten Beschlüsse finanziert werden?
Eines der größten Probleme der Koalitionsverhandlungen wird die Finanzierung der vielen Maßnahmen sein, die die zukünftige Regierungspolitik bestimmen.
Eines ist klar, die Sozialpolitik wird den größten Anteil erfordern, daran wird wahrscheinlich nicht gerüttelt werden können. Bleibt also nur das übrig, was die Investitionen in die Zukunft betreffen, aber auch da sind so viele Versprechungen gemacht worden, dass einem unabhängigen Betrachter Angst und Bange werden kann. Ein erfolgsversprechender Ansatz wäre, das zu durchforsten, was in der Vergangenheit an Fehlinvestitionen in Wirtschaft, Forschung oder Wissenschaft geleistet wurden.
Im Vorfeld der grün-ideologischen Maßnahmen stand bisher z. B. die Energieversorgung ausschließlich vom eigenen deutschen Territorium durch Sonne Wind und Wasserkraft im Vordergrund.
Trotz erheblicher Warnungen und Bedenken von sachverständigen Wissenschaftlern und Ingenieuren auf diesem Gebiet, wird immer noch von diesem Dogma ausgegangen, dass Regierungs-Berater im Political Correctness-Modus empfohlen haben.
Hier muss das Umdenken ansetzen. Es geht vor allen Dingen nicht nur um elektrische Energie, sondern auch um Primärenergie im großen Ganzen. Mit Elektrizität lässt sich auf keinen Fall der Gesamtbedarf erfüllen. Oft wird auf die regulierende Kapazität des europäischen Verbundnetzes verwiesen. Aber dann muss Strom aus den über hundert in Frankreich errichteten Kernkraftzentralen akzeptiert werden – oder noch schlimmer – auf den Strom aus osteuropäischen Kohlekraftwerken, sonst steht der Strom-Blackout ante Portas. Umso schlimmer und kostspieliger sind die Folgen, wenn man den steigenden Bedarf an elektrischer Energie einer modernen Volkswirtschaft in Rechnung setzt. Also diese Idee beruht rein auf Wunschdenken, hat aber schon Milliarden Euros an Subventionen verschlungen.
Trotzdem, die Anstrengung, unseren Energiebedarf regenerativ zu erfüllen, ist alternativlos. Dazu habe ich in vorherigen Beiträgen ein in sich schlüssiges Konzept geliefert.
Eines dieser Möglichkeiten besteht darin, dass die immer preiswerter werdende Photovoltaik nicht nur bei uns, sondern vor allen Dingen in den Ländern im großen Maßstab installiert werden muss, die von der Sonne mehr und gleichmäßiger verwöhnt werden, als wir in Mitteleuropa – ich denke so ab dem 40. Breitengrad. In Europa sind das Länder wie Griechenland, Italien, Spanien. Aber da Hunderttausende von Quadratkilometer Bodenfläche erforderlich sind, sollten die Länder einbezogen werden, die heute als Entwicklungsländer bezeichnet werden. Um die zukünftige Basis-Energie grüner Wasserstoff konkurrenzfähig zu produzieren, darf der dafür notwendige Strom nur noch unter einem Euro-Cent pro Kilowatt-Stunde liegen. Dann spielt der niedrige physikalische Wirkungsgrad bei der H2-Produktion keine Rolle mehr. Entwicklungsländer – insbesondere in Afrika und Südamerika – verfügen – auch wegen des Klimawandels – über viele brachliegende Bodenflächen, die genutzt werden können.
Also, die dort produzierte Basis-Energie Wasserstoff kann durchaus in der Zukunft in Mengen produziert werden, die heute dem Energie-Gehalt von fossilen Energien entspricht. Allerdings gibt es da einen Knackpunkt. Wasserstoff ist ein gefährliches Gas, welches nur bei -252°C raumsparend verflüssigt werden kann. Selbst dann ist es nur unter riesigen Investitionen in die Infrastruktur transportierbar. Trotzdem eignet sich dieser tiefgekühlte Wasserstoff nicht, um ihn im Verkehr einzusetzen. Um ausreichende Mengen mitzuführen, kann er komprimiert werden, aber nur unter einem sehr hohen Druck. Angedacht sind 800 bar, also das Vierhundertfache dessen, was in einem Automobil-Reifen herrscht. Stellen Sie sich, liebe Leser, die notwendige Stabilität dieses Druckbehälters vor, und vor allem das Nachfüllen an den Tankstellen. Wenn die erste Tankstelle in die Luft fliegt, ist das kein Unglück, sondern nach dem Murphy-Gesetz (alles, was schief gehen kann, geht auch schief) voraussehbar.
Aber deutsche Ingenieure haben in staatlich geförderten Forschungsinstituten für Abhilfe gesorgt. Die Energie des Wasserstoffs lässt sich wunderbar mit einem Trick verflüssigen und herkömmlich fast gefahrlos transportieren und nutzen – jedenfalls nicht gefährlicher als heutige fossile Treibstoffe inkl. Erdöl. Dieses Wundermittel heißt Methylalkohol oder kurz Methanol genannt. Wenn Sie mich fragen, das ist der Energieträger der Zukunft. Er kann alle bisherigen fossilen Energien, die für die Klimamisere gesorgt haben, ersetzen. Er muss auch nicht in großen Raffinerien umständlich verarbeitet werden. Direkt in einen leicht umgestalteten Verbrennungsmotor entwickelt Methanol sogar einen höheren Wirkungsgrad als ein Diesel-Motor. Das liegt daran, dass er eine sehr hohe Klopffestigkeit besitzt und im Motor-Zylinder höhere Explosions-Temperaturen ermöglicht, bis zu 56% Effizienz, dem höchsten aller Verbrennungsmotoren. Das erreicht keine Brennstoffzelle.
Deshalb ist das anvisierte Verbot des Verbrennungsmotors völlig kontraproduktiv. Die teuren Forschungs-Gelder für Alternativen können gespart werden.
Eine Kröte muss allerdings geschluckt werden: Um Wasserstoff in Methanol zu verwandeln, wird Kohlendioxid – oder in flüssiger Form – Kohlensäure benötigt. Das vermaledeite CO2 wird zum Wertstoff. Es kann sehr leicht aus allen möglichen Abgasen abgefangen werden. Die Technik existiert, in Indien wurde sogar schon ein Kohlekraftwerk CO2-neutral errichtet. Dieses so abgefangene Kohlendioxid lässt sich unter ganz geringem Druck verflüssigen und in den Tankbehältern, die Methanol anliefern, auf dem Rückweg zu den riesigen Wasserstoff/Methanol-Fabriken anliefern, die am besten an Ort und Stelle in den Entwicklungsländern errichtet werden und dort die Wirtschaft ankurbeln und tausende von Arbeitsplätzen schaffen – Entwicklungshilfe auf Augenhöhe.
Also, Kohlendioxid bzw. Kohlensäure wird ein normaler Recycling-Wertstoff, wie alle Kunststoffe, die wir möglichst in den ‚gelben Tonnen‘ sammeln sollen.
Dazu bedarf es eines radikalen Umdenkens, was die Methoden der Klimarettung anbelangt.
Übrigens, so nebenbei gesagt, Methanol ist auch zur Befriedigung des Primärbedarfs einer Volkswirtschaft geeignet. Überall dort, wo in unseren Gebäuden Wärme-Energie notwendig wird, z. B. durch effiziente Gaswärmepumpen, Klein-Heizkraftwerken, Klimaanlagen, ja sogar die für eine sichere Versorgung mit Elektrizität unbedingt notwendigen Kraftwerke können damit betrieben werden. Auch in der Chemie kann es auf lange Sicht sämtliche fossil gewonnenen Rohstoffe ersetzen. Aber bei der Stahlindustrie bleibt es beim reinen Wasserstoff. Die benötigt aber auch Sauerstoff, der fällt sowieso als Abfall an bei der durch Elektrolyse gewonnenen H2-Produktion.
Zum Schluss ermöglicht Methanol auch eine CO2-neutrale Elektro-Mobilität für jedermann. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, den Verbrennungsmotor nicht mehr zu verteufeln, sondern ihn als Mittel der Klimarettung zu verstehen.
Stichwort Hyper/Hybrid-Elektro-Auto, eine völlig neuartige Methode der Elektromobilität mit geringstem Energie-Bedarf. Dies bietet im Ansatz mit Methanol betrieben CO2-neutrale Mobilität für jedermann. Lesen Sie dazu das Interview, welches der Welt-Redakteur Norbert Lossau mit mir geführt und Furore in der Öffentlichkeit gemacht hat.
Quintessens: Milliarden von verkaufsfördernden staatlichen Subventionen können gespart werden, z. B. die 9.000 Euro pro verkauftem Auto. Außerdem wird die deutsche Automobil-Industrie vor wettbewerbsschädlichen Investitionen in eine Technologie á la Tesla bewahrt. Der Regierung bleiben unübersehbare Ausgaben, die hunderttausende von Arbeitslosen zur Folge haben, erspart. Viele Arbeitsplätze können erhalten bleiben. Eine Revolution ist nicht notwendig, sondern eine nahtlose Evolution in moderne Elektro-Mobilität. Der größte Vorteil, dieses Hyper/Hybrid-Modell ist auch ohne Verkaufsförderung für jedermann erschwinglich und nicht nur – wie bisher – für eine betuchte Klientel. Diese musste bestenfalls für ihr Batterie-schweres reines Elektro-Auto als Zweit- oder Dritt-Auto in ihren Garagen einen Platz mit Ladesäule freiräumen.
Anja Karliczek, unsere BMBF-Ministerin stellte am Freitag vor der Bundestagswahl den Prototypen dieses Hyper/Hybrid-Autos in höchsten Tönen der Öffentlichkeit vor. Aber Angesichts der Milliarden Subventionen, die vorher schon – unnötigerweise – in die extrem aufwendige Art Elektro-Mobilität geleistet wurden, meinte sie, dieses Auto sei eher für die armen Entwicklungsländer geeignet. Warum eigentlich nicht für Deutschland? Aber vielleicht kann das die nächste Regierung beantworten.
Eins ist jedenfalls klar, Deutschland allein kann das Klima nicht retten, sondern nur eine Technologie, die für alle Länder dieser Welt erschwinglich ist. Das ist der wichtigste Beitrag, den wir zu diesem Thema leisten können. Jetzt gibt es in Glasgow in Schottland, wieder eine große Klimakonferenz. Wenn diese nicht nur in Lippenbekenntnissen der Staaten enden soll, wird ein Gesamtkonzept benötigt, welches schlüssig ist und auch ärmeren Ländern ermöglicht, ohne viel Subventionen das Ziel zu erreichen, sonst ist alles für die Katz.
Ihr Jean Pütz
Folge 228 Der Vernunft eine Chance

 

Karliczek stellt innovatives Methanol-Auto vor

(BMBF)-  Das Methanol-Auto ist Teil des Flaggschiffprojekts Carbon2Chem, das die Reduzierung von CO2-Emmission in der Stahlindustrie zum Ziel hat und vom BMBF bislang mit 145 Euro gefördert wurde. Das 2016 gestartete Vorhaben wandelt die CO2-haltigen Hüttengase des Stahlwerks mit der Hilfe von Grünem Wasserstoff in Basischemikalien und synthetische Kraftstoffe um. Seit 2020 bereitet Carbon2Chem in einer zweiten Projektphase die industrielle Umsetzung vor. Hierzu gehört der Aufbau
von Wertschöpfungsketten für die erzeugten Produkte. Das im August 2021 ergänzte Arbeitspaket zum Methanol-Auto fokussiert auf die Verwertung des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol. Dafür wird  ein Konzept für einen seriellen Hybrid-Antrieb u. a. für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Die Obrist
DE GmbH arbeitet hierfür mit der TU München, der TU Dresden und der RWTH Aachen zusammen. Das Arbeitspaket zum Methanol-Auto wird mit weiteren knapp 10 Mio. Euro gefördert.

Nutzung von Abgasen zur Herstellung von Vorläufern für Kunst- und Kraftstoffe
In Carbon2Chem sollen bei der Stahlerzeugung anfallende Hüttengase durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Stahl-, Chemie und Energieindustrie in wirtschaftlich verwertbare Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Düngemittel umgewandelt werden. Der jährliche CO2-Ausstoß soll so künftig um bis zu 20 Millionen Tonnen gesenkt werden. Das Vorhaben ist auf drei Phasen und 10 Jahre Gesamtlaufzeit ausgelegt. Schwerpunkt der ersten Projektphase von 2016 bis 2020 war die Entwicklung eines Systemkonzepts und der technische Nachweis, dass keine grundsätzlichen technischen Gründe einer Realisierung im industriellen Maßstab entgegenstehen. Die zum 01. Juni 2020 gestartete zweite Phase von Carbon2Chem wird die entwickelten
Karliczek stellt innovatives Methanolauto vor – technischen Verfahren für die großtechnische Umsetzung validieren und so bis 2025 die Grundlage für den emissionsarmen Betrieb legen.
Gleichzeitig soll das Konzept auf weitere CO2-Quellen zum Beispiel aus Müllverbrennungsanlagen oder Zementwerken übertragen werden. Die Umsetzung in einer industriellen Großanlage soll in einer abschließenden dritten Projektphase erfolgen.

Das ergänzende Verbundprojekt soll einen Verwertungszweig des Hauptproduktes von Carbon2Chem, Methanol, betrachten. Dafür wird ein Konzept für einen Hybrid-Antrieb für Automobile weiterentwickelt, optimiert und als Demonstrator umgesetzt. Damit wird nicht nur die Carbon2Chem-Wertschöpfungskette vervollständigt, sondern auch ein neues Konzept für die nachhaltige individuelle Mobilität entwickelt. Im Vorhaben L-8 wird die Obrist DE GmbH ihren hocheffizienten vibrationsfreien Verbrennungsmotor auf den Betrieb für Methanol und Methanol-basierte Treibstoffe hin weiterentwickeln. In Zusammenarbeit mit der TU München und TU Dresden soll dieser hinsichtlich Verbrauch,
Emissionen und Abgasnachbehandlung optimiert werden. Im nächsten Schritt werden die Demonstratorfahrzeuge aufgebaut und in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen optimiert und mittels Straßentests validiert.

Das Auto wird mit einem seriellen Hybridantrieb ausgestattet. D.h., es besteht keine mechanische Verbindung zwischen Verbrennungsmotor und Antriebsachse. Stattdessen treibt der Verbrennungsmotor einen Generator, und dieser wiederum stellt elektrische Energie für einen Elektromotor als Fahrmotor bereit. Bisher hat Obrist dieses
Antriebskonzept im Rahmen eines Prototyps (Umbau Tesla Modell Y)
umgesetzt. Das Fahrzeug soll folgenden Anforderungen genügen: Bereitstellung eines für den Weltdurchschnittsbürger erschwingliches Fahrzeug -> anvisierter Neupreis bei Massenproduktion ist 21.000 Euro pro Fahrzeug Antriebssystem, das zu großen Teilen auf bestehenden Produktionsanlagen produziert werden kann (bei Markteinführung)
Antriebssystem, dessen Betriebskosten verglichen mit konventionellen Antriebssystemen ähnlich bzw. niedriger sind Minimierter CO2 Footprint von Rohstoffaufbereitung (für Batterie etc) über Produktion des Fahrzeugs bis zum Recycling Antriebssystem, das auf die aktuell vorhandene Kraftstoffverteilerinfrastruktur zurückgreifen kann Nach derzeitigem Stand verbraucht das Auto 3,3 l Methanol je 100 km. Für die Herstellung unter Nutzung von Hüttengasen (CCU) werden hierfür ca. 19,5 kWh benötigt. Hinzu kommen ca. 4,4 kWh je 100 km aus der Batterie (aus dem Stromnetz geladen). Der Gesamt-Strombedarf von knapp 24 kWh je 100 km Fahrleistung liegt in der Größenordnung von rein batterieelektrischen Fahrzeugen.