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Geothermieforschung – hilft Deutschland Klimaziele zu erfüllen

Der Anteil der Wärme am Energiebedarf Deutschlands wurde völlig unterschätzt. Wolkenkuckucksheime gaukelten den Bürgern vor, alles könnte über den elektrischen Strom, sowohl was regenerative Quellen aus Sonne, Wind, Biogas und Wasserkraft angeht, geregelt und verteilt werden. Dass die Primär-Energie nicht nur die elektrische Energie umfasst, sondern auch die Wärme, schien keine Rolle zu spielen. Auf diese Weise wäre die Einhaltung der ambitionierten CO2-Ziele niemals erreichbar gewesen.

Jetzt kommt die Geothermie ins Spiel. Theoretisch könnte diese eine Lösung aus der Kalamität bieten. Das KIT in Karlsruhe, aber auch andere technisch-wissenschaftliche Institute forschen daran. Hoffentlich werden dabei nicht nur die Ziele definiert, sondern auch die technische Realisierung wie die innere Wärme des heißen Kerns unseres Globus angezapft werden können. Manchmal reicht diese Magma, besonders in Gegenden, die in der Vergangenheit durch Vulkane geprägt wurden, relativ nahe an die Erdoberfläche heran. Aber Gebiete, die vorwiegend durch Sedimente entstanden sind, schaffen größere Probleme, denn da müssen schon Erdbohrungen weit über 10.000 Meter installiert werden. Mit welchen technische Mitteln wird dann die Wärme nach oben transportiert? Vermutlich durch Wasser, welches aber auf keinen die Grundwasserschicht beeinflussen darf. Diese Schicht muss also durch Rohre durchdrungen werden, in denen dann kaltes Wasser den Wärmetransport übernimmt. Es erhitzt sich in der geothermalen Schicht und muss dann durch eine zweite Röhre wieder nach oben transportiert werden – und das in einem riesigen Maßstab, denn der Wärmebedarf von ganz Deutschland macht mindestens 50% (frei geschätzt)  der benötigten Primärenergie aus. Der Vorteil, es kann dezentral über ganz Deutschland verteilt werden, sofern die geologischen Voraussetzungen erforscht sind. Trotzdem ist dabei mit Nebenwirkungen und Risiken zu rechnen. Dabei kann man nur hoffen, dass diese von Anfang an in die Lösung mit einbezogen und den Bürger objektiv vermittelt werden.

Der folgende Pressebericht beschreibt allerdings nur die Forschungsziele, weniger die konkrete Lösung – doch die Hoffnung stirbt zuletzt

Jean Pütz

(KIT) – Die Hälfte der kommunalen Wärme soll bis 2030 aus klimaneutralen Quellen kommen. Zu diesem Ziel der Bundesregierung kann die Tiefe Geothermie einen großen Beitrag leisten, weil sie beständig und witterungsunabhängig lokal Energie liefert und wenig Fläche in Siedlungen belegt. Eine gemeinsame Roadmap von Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, darunter das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), und der Fraunhofer-Gesellschaft zeigt, dass Tiefe Geothermie ein Marktpotenzial in Deutschland besitzt, welches Ausbauziele von mehr als einem Viertel des jährlichen deutschen Wärmebedarfes (über 300 TWh) eröffnet. Das Papier gibt Handlungsempfehlungen, um dieses Ziel zu erreichen – so brauche es klare Ausbauziele, großflächige, geologische Erkundung, Investitionen in Schlüsseltechnologien und Fachkräfteaufbau.

„Um das Ausbauziel von mehr als 300 Terawattstunden erreichen zu können, brauchen wir Technologieentwicklung“, sagt Prof. Thomas Kohl vom Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT. Er koordiniert das künftige Untertage-Forschungslabor GeoLaB, eine gemeinsame Initiative des KIT mit dem Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). „Die Anwendung und Entwicklung modernster Monitoring- und Analysewerkzeuge im künftigen Untertage-Forschungslabor GeoLaB werden die Erkenntnisse liefern, die für eine sichere und ökologisch nachhaltige Nutzung der Geothermie und weiterer unterirdischer Ressourcen von großer Bedeutung sind. Ganz wesentlich ist dabei auch die transparente Interaktion mit der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern“, erläutert Kohl.

„Ohne Geothermie wird eine Dekarbonisierung des Wärmesektors in Deutschland nicht möglich sein. Die natürlichen Wärmepotenziale im Untergrund sind hierfür in den meisten urbanen Räumen vorhanden. Der nachhaltige Ausbau von Geothermie ist eine Investition in die Städte unserer Zukunft“, sagt Professor Ingo Sass, Leiter der Sektion „Geoenergie“ am GFZ. „Die Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft tragen mit ihren strategisch ausgerichteten Arbeitsprogrammen und ihren einzigartigen Forschungsinfrastrukturen wie beispielsweise dem zukünftigen Untertage-Forschungslabor GeoLaB maßgeblich zum Gelingen der Transformation bei“, so Sass weiter.

Untertage-Forschungslabore wie das GeoLaB besitzen Sass zufolge eine zentrale Bedeutung, weil sie das grundlegende physikalisch-chemisch-biologische Verständnis für Standorte mit ähnlichen geologischen Eigenschaften beleuchten. Ingo Sass fügt hinzu: „Wir setzen unsere Forschungsergebnisse in angewandten, industriellen und demonstrativen Vorhaben um und zeigen damit der Gesellschaft die sichere und großmaßstäbliche Anwendbarkeit geothermaler Energiebereitstellung.

In weiten Gebieten Deutschlands gibt es im Untergrund lokale Wärmequellen und Speichermöglichkeiten. „Für den urbanen Raum müssen wir Bedarf und lokales Angebot abstimmen. Die benötigte Speichertechnologie entwickelt das KIT derzeit in seiner Helmholtz- Forschungsinfrastruktur DeepStor“, so Professorin Eva Schill vom Institut für Nukleare Entsorgung des KIT, die DeepStor leitet. „Wesentliches Element ist dabei auch das regionale Wärmekonzept, das wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten.“

„Die Beiträge des UFZ konzentrieren sich insbesondere auf den Digitalisierungsprozess und geothermische Systemanalysen”, sagt Professor Olaf Kolditz, der am UFZ das Department Umweltinformatik leitet. „Wir verfolgen unter anderem Konzepte der ‚Digitalen Zwillinge‘ und der Virtualisierung, um die natürlichen und technischen Systeme (Reallabore) so realistisch wie möglich digital nachzubilden. So können geothermische Systeme technisch optimiert, deren effiziente Einbindung in das gesamte Energiesystem simuliert und Umweltwirkungen langfristig abgeschätzt werden.”

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des KIT und des UFZ sowie aus der Fraunhofer-Gesellschaft hat das GFZ die Roadmap erarbeitet. Der GFZ-Forscher Professor Ernst Huenges, Mitherausgeber neben Professor Rolf Bracke von der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG), sagt: „Die Klimaneutralität des Wärmemarktes zu erreichen, ist eine riesige Herausforderung und erfordert ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Die Marktakteure wie Energieversorger, Industrieunternehmen, Wohnungswirtschaft, Finanzwirtschaft, Politik, Verwaltung, Ausbilder und Kommunen brauchen neue Instrumente für diese komplexe Umsetzungsaufgabe.“

Das Strategiepapier soll für alle Akteure die notwendigen Informationen zum geothermischen Wärmeangebot, zur Vielseitigkeit des Wärmemarktes und zur technologischen Realisierung der Wärmewende bereitstellen. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu geben, um das Potenzial der Geothermie im Sinne der klimaneutralen Wärmeversorgung umzusetzen.

Die Roadmap identifiziert fünf Handlungsempfehlungen, um die Geothermie zeitnah für den Wärmemarkt in Deutschland auszubauen:

  1. Klare Ausbauziele: Parlamente und Gemeinderäte sollten klare Ausbauziele formulieren und diese durch entsprechende Gesetzgebung und Satzungen flankieren vom Bundesbergbaugesetz bis hin zur kommunalen Raumordnung.
  2. Risikoausgleich für Unternehmen und Kommunen: Im Wärmemarkt sind kleine und mittlere Unternehmen wie Stadtwerke aktiv, die wirtschaftliche Risiken wie die Exploration von Tiefer Geothermie nur begrenzt tragen können. Daher braucht es Finanzinstrumente zum interkommunalen Risikoausgleich wie staatliche Versicherungen oder revolvierende Fonds, die sich an Projekten finanziell beteiligen. Zudem sollten die Länder ein flächendeckendes geowissenschaftliches Erkundungsprogramm aufsetzen, um das Fündigkeitsrisiko für Kommunen und Unternehmen zu senken.
  3. Investition in Schlüsseltechnologien: Damit aus ein paar Dutzend tiefengeothermischen Anlagen in Deutschland Tausende werden, braucht es Investitionen in die Schlüsseltechnologien, um großindustrielle Maßstäbe zu erreichen. Die Schlüsseltechnologien sind Bohrverfahren, Reservoirmanagement, Bohrlochwasserpumpen, Hochtemperatur-Wärmepumpen, Großwärmespeicher, transkommunale Verbundwärmenetze und sektorübergreifende Systemintegration.
  4. Aus- und Weiterbildung von Fachkräften: Die wachsende Geothermiebranche schafft regionale Arbeitsplätze in Technologieentwicklung, Planung und Produktion sowie bei Errichtung und Betrieb der Anlagen. Man kann von circa fünf bis zehn Vollzeitäquivalentstellen je Megawatt installierter Leistung ausgehen. Um Tausende Fachkräfte fort- und weiterzubilden, braucht es akademische Ausbildung und ergänzende Curricula zu den bestehenden Angeboten der Handwerks-, Industrie und Handelskammern.
  5. Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern: Die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen benötigt gesellschaftliche Akzeptanz. Die kommunalen Akteure brauchen daher nicht nur betriebswirtschaftliche und anlagentechnische Strategien. Es ist erforderlich, mit Bürgerenergiemodellen, kommunalen Kommunikationsstrategien und transparenten Projekten alle lokalen Interessengruppen mit auf den Weg zur regionalen Wärmewende zu nehmen.

Der Wärmesektor macht 56 Prozent des nationalen Energiebedarfs aus. Lediglich 15 Prozent der Wärme sind regenerativ. Die nun vorgelegte Roadmap diskutiert den Beitrag der Geothermie zur Wärmewende. Der Schwerpunkt liegt auf den hydrothermalen Reservoiren, also thermalwasserführenden Gesteinen in Tiefenlagen zwischen 400 Metern und 5 000 Metern. Geothermale Wässer können bei Temperaturen zwischen 15 und 180 Grad Celsius aus derart tiefen Brunnenbohrungen gefördert werden. Sie sind Jahres- und Tageszeiten-unabhängig verfügbar und lassen sich insbesondere für Nah-, und Fernwärme und sogar für Niedrigtemperaturprozesse in der Industrie nutzen. Die Technologie ist ausgereift und kommt seit Jahrzehnten in vielen europäischen Städten zur Anwendung, etwa in Paris und München.

Die hydrothermale Geothermie – kombiniert mit Großwärmepumpen – als Wärmequelle für Fernwärmenetze könnte nach den Abschätzungen der Roadmap rund ein Viertel des Gesamtwärmebedarfes Deutschlands decken, theoretisch rund 300 Terawattstunden Jahresarbeit bei 70 Gigawatt installierter Leistung. Zum Vergleich: 2020 lieferten bundesweit 42 Anlagen 359 Megawatt installierte Wärmeleistung und 45 Megawatt elektrische Leistung. (kes-jz)

Extrem klimaschädliches Methan aus Deponien intelligent verhindern

(pte) – Ein Ansatz von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) reduziert die Emissionen bei stillgelegten Deponien drastisch. Die Gase treiben die Erderwärmung um bis zu 28 Mal stärker voran als gleiche Mengen an CO2. Auf einer Deponie in den USA haben sich mithilfe des solar versorgten Messsystems „Loci“ die Emissionen um jährlich 180.000 Tonnen CO2-Äquivalent reduziert. „Das wäre, als würde man 40.000 Autos mit Verbrennungsmotor für ein Jahr stilllegen“, sagt Melinda Hale Sims, die den Hersteller des Systems, das MIT-Spin-off Loci Controls , gemeinsam mit Andrew Campanella gegründet hat.

Methan Biogas-Hauptbestandteil

Im Untergrund stillgelegter Deponien entstehen durch Vergären von organischen Abfällen große Mengen an Biogas, Das besteht zu etwa 60 Prozent aus Methan, dem Hauptbestandteil von Erdgas. Der Rest ist großenteils CO2. Die meisten Deponiebetreiber in Industriestaaten haben in den Abfall Sammelbrunnen gebohrt, die das Biogas fördern. Meist wird es zur Stromerzeugung verbrannt, teilweise wird es nach der Abtrennung der Fremdgase als reines Methan ins Erdgasnetz eingespeist.

Sims und Campanella haben eine Schwachstelle der Biogasförderung ausgemerzt. Sie installieren an den Brunnen Messgeräte, die mit lokal erzeugtem Solarstrom versorgt werden. Diese messen die Zusammensetzung des ausströmenden Biogases und berücksichtigen Wetterdaten. Darauf aufbauend wird die Gasmenge, die dem jeweiligen Bohrloch entweicht, reguliert. Das geschieht aus einer zentralen Warte, in der Daten der Bohrlöcher von mehreren Deponien eingehen. Bisher werden die Fördermengen von Hand angepasst. Dafür ist Erfahrung und vor allem Bauchgefühl nötig. Beides ist nicht sonderlich effektiv, zumal derartige Anpassungen oft nur einmal im Monat stattfinden.

Loci könnte auch in Europa helfen

In den USA sind Loci-Systeme bereits auf 15 Deponien installiert. Das Potenzial ist riesig, denn es gibt dort rund 1.000 große Anlagen, in denen Biogas entsteht und manchmal noch unkontrolliert in die Atmosphäre entweicht. Auch in Deutschland, das zu den ersten Ländern gehörte, die Biogas aus Deponien nutzten, wird längst nicht alles Methan eingefangen. Hier liegt der Erfassungsgrad laut einer Studie, die auf Satellitendaten basiert, bei 57 Prozent, in Spanien dagegen bei lediglich 18 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass wir die Methanemissionen in den nächsten fünf Jahren stärker als jedes andere Unternehmen der Welt reduzieren werden“, sagt Peter Quigley, CEO von Loci Controls. Vielleicht auch außerhalb der USA.

Ohne Handwerker kein Fortschritt – Briefwechsel mit einem Freund

Einer meiner besten Freunde hat mit mir gemeinsam die staatliche Handwerkerschule in Luxemburg besucht. Er wurde einer der erfolgreichsten Unternehmer in Sanitär- und Umwelttechnik, ich hatte die Chance, mich vom kleinen Elektromechaniker zum erfolgreichen kritischen Wissenschaftsjournalisten zu entwickeln. Beide verdanken wir dies nicht einem Gymnasium, sondern einer Schule, die die Kunst des Handwerks vermittelte, in dem sie Praxis und Theorie in unnachahmlicher Methode lehrte. Wir können mit Fug und Recht behaupten: von da an gings bergauf. Deshalb beobachten wir heute mit großem Misstrauen die sozial-kulturelle niedrige Bewertung des Handwerks. Bezeichnend ist auch, dass die Schule sich umbenennen musste. Sie bezieht sich heute nicht mehr nur auf Handwerker, sondern musste die Kunst mit einbeziehen, ‚Ecole des Arts et Metiers‘ in Luxemburg. Bezeichnend ist, dass sie umgewandelt wurde in ‚Lycée des Arts et Metiers‘. Offenbar reichte in der sozialen Bewertung das Handwerk nicht mehr und musste zum Gymnasium für Kunst hochstilisiert werden.

Die Vernachlässigung des Handwerks, wo man sich gelegentlich die Hände dreckig machen muss, wird unserer gesamten Volkswirtschaft in Zukunft große Probleme bereiten. Schöngeister, Juristen und Philosophen in der Politik erkennen leider diese Gefahr nicht. Irgendetwas muss sich ändern. Mein Freund Pierre hat in einem Brief an mich den Nagel auf den Kopf getroffen, deshalb möchte ich diesen Ihnen nicht vorenthalten.

Dieser Brief hat mich leider fünf Jahre später erreicht.  Seinerzeit habe ich in Luxemburg vor 300 unabhängigen deutschen, französischen und Luxemburger Familien-Unternehmern einen Vortrag gehalten. Daraufhin hat mir mein Freund diesen persönlichen Brief geschrieben, der allerdings allgemeine Gültigkeit besitzt und dessen Inhalt  heute umso aktueller geworden ist. Schon damals litt ich unter der altersbedingten Makuladegeneration AMD, deshalb seine Anrede.

Jean Pütz

Hallo Jean.

Ich schreibe auf deutsch, damit Pina und Frau Bora vielleicht behilflich sein können.
Wir haben uns am Freitagabend leider nicht mehr gesehen, weil ich um 16,30 h aus der Versammlung gehen musste. Ich war aber froh, Dich dort gesehen zu haben. Ich kann Dir nur sagen, Du hast so gut geredet, das war super. Auch Pina hat ohne Scheu ihre Meinung vertreten. Ich beneide Dich, weil ich mich nicht so treffend ausdrücken kann. Das ist nun mal Deine Stärke und daran bist Du ja auch groß geworden.
Was mir bei weitem am besten gefallen hat, ist Deine Einstellung zum Stellenwert des Handwerks. An mehreren Beteiligungen an Rundgesprächen in Luxemburg und in der Schweiz und in Deutschland wurde mir bestätigt, das größte Problem fast aller Berufe ist der Fachkräftemangel. Warum liegt das Handwerk heute im Stellenwert an aller letzter Stelle. In Luxemburg wird man nur mehr Handwerker, wenn man in allen anderen Schulen versagt hat.
Warum liegt der Lohn eines Handwerkers heute in Luxemburg bei max. 20,- € und der Lohn eines Rechtsanwalts bei 500 – 700,- € pro Stunde?
Ich ersetze lieber das Wort Handwerk durch Artisan. Artisan kommt von Art (Kunst). Früher gab es das Sprichwort: < Das Handwerk hat einen goldenen Boden >. Leider ist das lange vorbei. Die bekanntesten und größten und tüchtigsten Menschen waren aber Handwerker.
Christus war Zimmermann.
Leonardo Da Vincy war Handwerker, Ingénieur, Maler und Künstler. Er ist für mich seit 550 Jahren der größte Handwerker. 1477 gründete et in Florenz seine eigene Werkstadt und 1489 in Mailand wieder eine Werkstadt und bildete Schüler aus. Er beschäftigte Gesellen, das waren Handwerker. Ich habe an der Loire seine Wohnung besucht, wo er seine letzten 3 Lebensjahre verbrachte. Weil er durch einen Schlaganfall auf der rechten Seite gelähmt war, malte er zum Schluss mit der linken Hand. Deshalb schrieb er auch vieles in Spiegelschrift.
Lange Rede kurzer Sinn: Es ist mein Anliegen etwas beizutragen dass das Handwerk wieder einen höheren Stellenwert erlangt. Ich bin bereit 1/3 unseres Vermögens einer Stiftung zu widmen. Staatsschulen zu unterstützen ist für mich sinnlos. Ich träume von einer
<ECOLES D’ARTISANS> Fachleute sollen eine Schule mit hohem Stellenwert aufbauen, wo Artisans ausgebildet werden.
Du hast gesagt das Wissen verdoppelt sich alle 10 Jahre. Das stimmt, aber der normale Mensch kommt nicht mit. Einstein hat schon gesagt: der Mensch ist dem Fortschritt der Technik nicht gewachsen. Deshalb entstehen heute die grossen Probleme. Atomkraftwerke,
Zusammenfall der Familie, Respektlosigkeit.
Durch die fortschreitende Technik gibt es heute keine Distanzen und keine Grenzen mehr, also gibt es auch keine Fronten mehr. Herr Santer (früherer Europapräsident) sagte mir letzte Woche, wir haben augenblicklich in 43 Ländern Krieg. Ich bin der Meinung wir haben nicht 43 Kriege, sondern wir haben einen Krieg und zwar in der ganzen Welt, weil wir Distanzen heute mit Lichtgeschwindigkeit überwinden können. Deshalb haben wir Frieden oder Krieg in der ganzen Welt.
Dies können wir nur meistern wenn der Unterschied zwischen Arm und Reich kleiner wird. Dies ist nur möglich wenn die Menschen einen Beruf erlernen, welcher benötigt wird. In den letzten 100 Jahren sind 99 % aller Berufe verschwunden. Dafür werden aber andere Berufe benötigt und müssen erlernt werden. Dafür müssen Menschen ab Kindesalter erzogen und ausgebildet werden.
Ich versuche in der mir noch verbleibenden Zeit interessierte Leute zu vereinen, welche derselben Meinung sind. Mein Ziel ist es eine Privatschule mit Niveau aufzubauen wo Artisans hervorgehen, welche nach ihrem Abschluss durch das Renommé der Schule mit Sicherheit ein Verdienst für sich und für die Gesellschaft schaffen. Weil das Niveau der bestehenden Berufsschulen so tief in Luxemburg gesunken ist, versucht die Fédération des Artisans (wo auch unser Michel im Comité ist) eine eigene Schule für das Handwerk zu schaffen.
Die BDL wird uns in allen technischen Fragen unterstützen. Wir können jedes Jahr bis zu 20 % vom Gewinn unserer Firmen steuerfrei an diese Stiftung abtreten. Wenn eine Privatschule einen hervorragenden Ruf erschaffen hat, übernimmt der Luxemburger Staat 80% der Baukosten und bis zu 90% der Personalkosten.

Ich hab Dir dies jetzt nur schnell geschrieben. Bei Gelegenheit möchte ich mich mit Dir weiter über dieses Thema unterhalten. Wir sind ja einer Meinung.
Wenn wir noch das Glück haben einige Jahre zu überleben und tätig sein zu dürfen, dann sollen wir dies doch ausnutzen uns nützlich zu machen. Ich merke immer mehr, es macht mir am meisten Freude wenn ich anderen helfen konnte und dadurch ihre Freude miterleben kann.

Pierre

Positive Nachrichten aus der Corona-Forschung

(pte) – Auch nicht-neutralisierende Antikörper können für den Schutz vor COVID-19 wichtig sein, wie Forscher der Universität Lund http://lunduniversity.lu.se herausgefunden haben. „Wenn sich diese These erhärten lässt, könnten wir einen breiteren Schutz erreichen als bisher angenommen, was uns weniger anfällig gegen Mutationen des Coronavirus macht“, sagt Infektionsmediziner und Studienleiter Pontus Nordenfelt.

Coronaviren werden abgekapselt

Nordenfelt und sein Team haben untersucht, wie das Immunsystem das Virus auch mittels Phagozytose, der Fähigkeit, Fremdpartikel aufzunehmen, bei COVID-19-Patienten bekämpft. Phagozytose ist eine Art Reinigungsmechanismus, bei dem die Akteure des Immunsystems potenzielle Bedrohungen wie Bakterien oder Viren ins Visier nehmen und sie umhüllen, sodass sie keinen Schaden mehr anrichten können. Das gelingt dem Immunsystem besonders gut, wenn der Schadstoff, in diesem Fall das Coronavirus, durch einen Antikörper markiert wird.

„Wir haben beobachtet, dass viele der Antikörper, die sich als Reaktion auf COVID-19 entwickeln, opsonisierend sind, das heißt, sie signalisieren dem Immunsystem, sich das Unheil bringende Virus zu schnappen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese nicht-neutralisierenden Antikörper, solange sie opsonisieren können, auch in der Lage sind, eine wirksame Reaktion auf das Virus zu liefern“, betont Nordenfelt. Unterstützt werden die Ergebnisse durch Experimente an Mäusen, bei denen die nicht neutralisierenden Antikörper die Tiere vor einer COVID-19-Infektion schützten.

Zu viel hilft weniger oder gar nicht

Überraschenderweise wird die maximale Opsonisierung bereits bei relativ niedrigen Antikörperspiegeln erreicht. Wenn dieser erhöht wurde, verringerte sich der positive Effekt. „Grundsätzlich gilt: Wenn man eine zu hohe Dosis gibt, bekommt man nicht die schützende Wirkung“, sagt Nordenfelts Kollege Wael Bahnan, ebenfalls Infektionsmediziner in Lund. „Es sieht so aus, als passiere irgendetwas mit dem Spike-Protein, mit dem sich das Corona-Virus an Körperzellen andockt, um sie zu infizieren“, meint Bahnan. Das führe dazu, dass das Immunsystem das Virus durch Phagozytose neutralisiert.

Corona: Masken effektiv

(pte) – Flüge bieten optimale Bedingungen zur Verbreitung von SARS-CoV-2, wie Forscher der Shanghai Jiao Tong University http://en.sjtu.edu.cn zeigen. Sie haben die Übertragung des Virus auf einem Flug von London nach Hanoi und einem weiteren Flug von Singapur nach Hangzhou simuliert. Im Zentrum stand die Analyse der Verteilung von Tröpfchen in verschiedenen Größen, wie sie durch Husten, Sprechen und beim Atmen einer infizierten Person in einer Flugzeugkabine entstehen. Ergebnis: Das in diesen Tröpfchen enthaltene SARS-CoV-2-Virus würde von anderen Passagieren eingeatmet.

Masken verringern Infektionsrisiko

Um eine Infektion festzustellen, haben die Wissenschaftler die Zahl der viralen Kopien, die von jedem Passagier eingeatmet wurde, gezählt. Das Verfahren sagte auf dem ersten Flug 84 Prozent der infizierten bzw. nicht infizierten Fälle richtig voraus. Die Forscher fanden auch heraus, dass das Tragen von Masken und die Verringerung der Gesprächshäufigkeit zwischen den Passagieren dabei helfen könnte, auf dem zweiten Flug das Risiko eines Kontaktes mit dem Virus zu verringern.

Laut dem korrespondierenden Autor Dayi Lai sind die Forscher sehr zufrieden, dass ihr durch Versuchsdaten bestätigtes Modell die Übertragung von COVID-19 in Flugzeugkabinen mit einer derart hohen Genauigkeit vorhersagen kann. „Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass das Tragen von Masken eine beträchtliche Auswirkung auf die Verringerung der Übertragung des Virus hat“, unterstreicht Lai abschließend. Die Forschungsergebnisse wurden in „Indoor Air“ veröffentlicht.

Chinesischer Tot-Impfstoff Sinovac unwirksam gegen Omikron-Corona-Mutation

(pte) – Der in China hergestellte Corona-Totimpfstoff Sinovac, der die Übertragungsraten von COVID-19 reduzieren soll und bereits in 48 Ländern zum Einsatz kommt, hilft laut einer Studie der Yale University http://yale.edu allein jedoch nicht gegen die zirkulierende Omikron-Variante. Eine Analyse des Blutserums von 101 Personen aus der Dominikanischen Republik hat ergeben, dass die Infektion mit Omikron zu keiner Bildung von neutralisierenden Antikörpern führt. Die Betroffenen hatten zwei Impfungen mit Sinovac erhalten. Die Werte der Antikörper stiegen nur bei jenen an, die auch eine Booster-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Pfizer-BioNTech bekommen hatten.

Sinovac hält nicht mit

Als die Forscher die Proben mit in Yale gelagerten Proben von Blutserum verglichen, zeigte sich, dass sogar jene Personen, die zwei Sinovac-Impfungen und einen Booster erhalten hatten, nur über Antikörperwerte verfügten, die in etwa jenen von Menschen entsprachen, die erst zwei Mal mit mRNA-Impfstoffen geimpft waren. Andere Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass zwei Impfungen mit mRNA-Impfstoffen ohne Booster nur einen eingeschränkten Schutz gegen Omikron bieten. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass Personen, die mit früheren Stämmen von SARS-Cov-2 infiziert worden waren, nur über wenig Schutz gegen Omikron verfügten.

Diese Studienergebnisse werden die weltweiten Anstrengungen zur Bekämpfung von Omikron schwieriger machen, befürchten die Yale-Wissenschaftler. Ein zusätzliche Booster-Impfung, möglicherweise auch zwei, werden laut der Seniorautorin Akiko Iwasaki in Regionen notwendig sein, wo vorwiegend Sinovac eingesetzt worden ist. „Booster sind hier eindeutig notwendig, da wir wissen, dass auch zwei Impfungen mit einem mRNA-Impfstoff keinen ausreichenden Schutz vor einer Infektion mit Omikron bieten.“

Eindämmung wichtig

Die Bekämpfung von Omikron erweist sich als besonders schwierig, da es über 36 Mutationen auf Spike-Proteine an der Oberfläche verfügt, die das Virus nutzt, um in Zellen einzudringen. Bestehende mRNA-Impfstoffe sind darauf ausgerichtet, wenn Spike-Proteine erkannt werden, eine Antikörperreaktion auszulösen. Iwasaki betont jedoch auch, dass das Immunsystem über andere Möglichkeiten zur Bekämpfung von COVID-19 verfügt. Dazu gehören T-Zellen, die infizierte Zellen angreifen und abtöten können. Sie verhindern damit eine schwere Erkrankung. „Wir brauchen aber Antikörper, um eine Infektion zu verhindern und die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.“ Die Forschungsergebnisse wurden in „Nature Medicine“ veröffentlicht.

Die Preisexplosion von Kobalt, Lithium, Nickel und Kupfer erschwert die Klimawende

(pte) – Steigende Preise benötigter Metalle wie Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt könnten die Transformation des Energiesektors und den damit verbundenen Ausbau bremsen. Zu dem Ergebnis kommt eine Szenarioanalyse am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) http://diw.de . In einem Szenario der Internationalen Energieagentur (IEA) haben die Experten berechnet, wie sich die Preise dieser Metalle entwickeln könnten. Das Szenario basiert auf einem hohen Einsatz erneuerbarer Energien und Emissionsneutralität bis 2050.

Preishöchststand 2030

„Wenn wir davon ausgehen, dass die Nachfrage weiter stark zunimmt, dürften die Preise für Kupfer, Lithium, Nickel und Kobalt um das Jahr 2030 herum auf einen Höchststand steigen und dort auch über Jahre verharren. Damit würden sie ein Hindernis für die Energiewende darstellen“, so DIW-Berlin-Ökonom Lukas Boer. Annahmen der IEA zufolge dürfte sich der jährliche Kupferverbrauch in den kommenden 20 Jahren verdoppeln, der von Nickel mehr als verdreifachen und der von Kobalt versechsfachen. Bei Lithium ist die Steigerungsrate am höchsten: 2040 wird die Nachfrage voraussichtlich mehr als 20 Mal so hoch sein wie heute. Damit dürfte die Nachfrage bedeutend schneller wachsen als die anderer für die Energiewende notwendiger Metalle.

Das Angebot reagiert aber kurzfristig nur begrenzt auf Preisanreize, wie Boers Berechnungen auf Basis historischer Erfahrungen zeigen. Der Grund für das zunächst sehr unelastische, aber dann immer stärker steigende Angebot dürfte in der Art der Gewinnung der Ressourcen liegen: Kupfer, Nickel und Kobalt werden in Minen abgebaut – es kann bis zu zwei Jahrzehnte dauern, bis neue Bergwerke erschlossen werden. Bei Lithium können die Kapazitäten je nach Art der Förderung etwas schneller gesteigert werden, aber auch hier muss für eine gewisse Vorlaufzeit eingeplant werden. Die Preise steigen: Kupferpreise könnten dem Szenario zufolge 2030 im Vergleich zu 2020 um fast 70 Prozent zulegen, Lithiumpreise um knapp 180 Prozent.

Ausbau könnte teuer werden

„Wenn diese Entwicklung tatsächlich eintritt, würden die untersuchten Metalle künftig maßgeblich Inflation, Handel und die globale Wirtschaftsleistung beeinflussen. In dem Szenario könnte die Energiewende im Zeitraum von 2021 bis 2040 zu einem vierfachen Anstieg des Produktionswertes der vier Metalle führen und damit den Ausbau der erneuerbaren Energien verteuern“, sagt Boer, sieht in seiner Berechnung aber auch Unsicherheiten: Unvorhergesehene technologische Fortschritte könnten potenzielle Preisanstiege dämpfen und die Kosten der Energiewende verringern. Dasselbe gelte, wenn sich alternative Materialien zu den betrachteten Rohstoffen als tauglich erweisen würden, erneuerbare Energie zu erzeugen und zu speichern.

Bewiesen: Populistisch regierte Länder haben viel mehr Coronatote

(pte) – Populistische Regierungen schneiden bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen schlechter ab als nicht populistische Regierungen. Dies betrifft etwa Länder wie Großbritannien, Ungarn oder Indien, wie ein Forschungspapier unter Mitwirkung des Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) http://ifw-kiel.de zeigt.

Große Klappe, viele Tote

Den Experten nach ist die Übersterblichkeit, also die Zahl an Todesfällen oberhalb der auch ohne die Pandemie erwartbaren Todesfälle, in populistisch regierten Ländern mit knapp 18 Prozent im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie in nicht-populistisch regierten Ländern (acht Prozent). Elf Regierungen haben die Autoren als populistisch eingestuft, darunter jene in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Großbritannien, Brasilien und Indien.

„Die Zahlen sind eindeutig – Populisten sind in der Corona-Pandemie die klar schlechteren Krisenmanager und für viele vermeidbare Tote in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich“, sagt IfW-Kiel-Forscher Michael Bayerlein. Er und ein internationales Team haben das Krisenmanagement während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 von 42 Ländern ausgewertet, die Mitglied der OECD sind oder zu den BRICS-Staaten gehören.

„Populisten leisten schlechte Arbeit“

„Unsere Studie belegt erstmals, dass Populisten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie schlechte Arbeit leisten, was sich auch direkt in den Todeszahlen niederschlägt. Die hohe Übersterblichkeit wird getrieben durch eine zu hohe Mobilität, die wiederum wird hervorgerufen durch fehlende Beschränkungen und eine Anti-Corona-Propaganda“, so Bayerlein.

Robert Habeck, der moderne  Don Quijote in seinem Kampf mit und gegen die Windmühlen

Robert Habeck, der moderne  Don Quijote in seinem Kampf mit und gegen die Windmühlen

Liebe Freunde,

ich bin bekannt als engagierter Klimaschützer. Das heißt, ich akzeptiere die gesetzten Ziele, bin aber großer Kritiker der Maßnahmen, die bisher ergriffen worden sind. Die Politik spricht derzeit nur von Zielen und kneift, wenn es darum geht, den Weg dahin zu beschreiben. Teilweise verliert sie sich in Wolkenkuckucksheimen. Ein Beispiel dafür ist, dass für Fachleute keine akzeptablen Pläne vorhanden sind, den Deutschen Energiebedarf auf regenerative Quellen umzustellen. Ganz konkret und aktuell: Wie soll der steigende Bedarf an elektrischer Energie befriedigt werden, wenn  die wenigen noch existierenden Atomkraftwerke vom Netz gehen – parallel zur berechtigten Aufgabe vieler Kohlekraftwerke. Das erinnert mich an die 1960er Jahre, als die spöttische Volksberuhigung grassierte: ‘Wir benötigen keine Kraftwerke, bei uns kommt der Strom aus der Steckdose‘.

Das Problem möchte ich hier nicht vertiefen, dazu habe ich aber meinen 85.000 Followern bei Facebook einen Beitrag geliefert, der auf eine außergewöhnliche Akzeptanz gestoßen ist, mit einer Reichweite von über 500.000, mehr als was heute mit Fernsehen und Rundfunk erzielt werden kann. Hinzu kommen 490 schriftliche Kommentare der Bürger, die der Hoffnung Vorschub geben, dass die Schwarmintelligenz der Deutschen nicht ganz am Boden liegt.

Zunächst mein geschriebener Vortext. Wenn Ihr danach noch Lust habt, findet Ihr den Link zu meinem Video. Darin enthalten sind auch die Tausenden von Reaktionen der Follower.

Euer Jean Pütz

Robert Habeck, und sein vergeblicher Kampf gegen die Windmühlen, frei nach Don Quijote, der Held, der von ganz Spanien verehrt wird. Sein berühmter Dichter Cervantes löst das Problem mit Humor, der geht Harbeck und den Grünen aber völlig ab, die meinen es bierernst.

Die deutsche Politik hat sich in einer Fiktion verrannt, leider auch die neue Ampel-Koalition unter  Olaf Scholz. Aus populistischen Gründen wurden die unrealistischen Wunschvorstellungen der Grünen kritiklos übernommen. Tragisch ist, dass der Politik diese Wolkenkuckucksheime durch die Naturgesetze langfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht werden.

Wie konnte es soweit kommen? Es scheint, dass die Schwarmintelligenz der Deutschen in Sachen ‘technologisches Wissen‘ nicht ausreicht, um auf demokratischem Weg den Regierenden einen Riegel vorzuschieben. Die Ziele der Klimarettung sind lobenswert, doch sobald es um die Realisierung geht, schweigt des Sängers Höflichkeit. Der Teufel steckt im Detail, die Nebenwirkungen und Risiken bestimmter Klimagesetze und Vorhaben wurden nicht erkannt oder bewusst verschwiegen.

Verhängnisvoll ist dabei, dass sich die Regierung mit Beratern umgibt, die ihrer Aufgabe nicht gerecht werden: ‚wes‘ Brot‘ ich ess‘, des Lied ich sing‘, denn viele dieser Fachleute stammen aus Universitäten und Forschungseinrichtungen, die in ihren Drittmitteln von Subventionen, Zuwendungen und Forschungsaufträgen der politischen Instanzen abhängig sind. So hat sich klammheimlich auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Wissenschaft political correctness breit gemacht. Hinzu kommt, dass auch die Abgeordneten des Bundes und der Länder nicht mehr das Volk repräsentativ vertreten können, Techniker und Ingenieure spielen nur eine untergeordnete Rolle, dafür sind aber Schöngeister, Bürokratiespezialisten und Juristen in der Mehrzahl vertreten, die der Rhetorik mächtig sind, das heißt gut reden und argumentieren können, auf Fachkenntnis kommt es weniger an.

Dann gibt es noch ein fast unüberwindliches Problem: Naturwissenschaftler müssen, um Beweise zu liefern, rechnen und in Statistiken kramen können, damit wird es kompliziert und umfangreich.

Und welcher Abgeordnete hat schon die Zeit und macht sich die Mühe, sich fundamental damit zu beschäftigen? Meistens wachsen diese Expertisen zu einem unüberschaubaren Buch an. Noch schwieriger ist es, dies dem Bürger plausibel zu machen. So haben Populisten leichtes Spiel, auf Vorurteile und Nichtwissen zurück zu greifen und Ziele zu setzen, die nur plausibel erscheinen, aber nicht erreichbar sind. Beispiel: Mit regenerativem Strom könne man angeblich den deutschen Energiebedarf decken, die am meisten CO2-erzeugende Wärme-Energie wird dabei völlig vergessen, so etwas nennt man Primär-Energiebedarf – oder, wenn ein Auto keinen Auspuff hat, sei es umweltfreundlich – oder, aus Deutschland heraus könne das Klima der Welt gerettet werden. Das alles führt zu katastrophalen Fehleinschätzungen, die Deutschland in Zukunft aus dem Kreis der erfolgreichen Industrienationen hinauskatapultieren.
Zum Resignieren ist allerdings auch kein Anlass, wenn wir die regenerative Energie nicht nur in Deutschland suchen, sondern über den eigenen Tellerrand hinweg dezentral die Länder einbeziehen, die mehr von der Sonnen-Energie profitieren oder darunter leiden wie wir, rund um den 52. Breitengrad. In diesen Tropen und Subtropen liegen vorwiegend die Entwicklungsländer. Sie eignen sich besonders zur Gewinnung von regenerativen Energien.

Dazu habe ich, Jean Pütz, ein umfangreiches Konzept entwickelt, welches den Ruf ‚Klimarettung‘ verdient. Stichwort: Wasserstoff und daraus produziertes Methanol, das sämtliche Energieträger ersetzen kann auf Basis von vorhandener Infrastruktur für Transport und Verteilung dieses flüssigen Methyl-Alkohols. Die Billiarden-schweren Investitionskosten fallen weg. Aber welche politische Instanz macht sich schon die Mühe, einem kleinen Querkopf wie mir, auch nur Aufmerksamkeit zu schenken – trotzdem entwickelt sich immer mehr vernunftbetonter Widerstand unter Ingenieuren und Chemikern – ein Hoffnungszeichen.

Die Explosion der Nebenkosten hätte verhindert werden können!

Seit Jahren fördern und sparen die Bundesregierungen am falschen Ende. Jetzt läuft sogar die verhältnismäßig geringe Förderung zur Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden aus. Dabei hätte gerade diese Maßnahme erheblich zu einer geringeren CO2-Belastung aus Deutschland heraus beitragen können.
Während seit über 50 Jahren feststeht, dass in den Gebäuden am meisten Energie zum Heizen und Kühlen benötigt und ein großer Teil davon verschwendet wird, nimmt die Politik das hin. Statt dessen hat die grün-gefärbte Umweltpolitik den Verkehr ins Visier genommen. Der CO2-Ausstoß aller unserer privaten Autos macht nur 6 – 8 % vom deutschen Kohlendioxid-Aufkommen aus. Dem gegenüber entweicht in allen Gebäuden so viel nicht genutzte Wärme, die 40% dieses klimaschädlichen Gases in die Atmosphäre freisetzt. Man beachte: 8% gegen 40%! Mit strengeren Gebäudeenergiegesetzen und Förderung technischer Maßnahmen hätte das verhindert werden können. Doch damals übten die Lobbyisten der Bauwirtschaft so viel Einfluss aus, dass dieses Problem selbst beim Neubau von Gebäuden vernachlässigt wurde und immer noch wird. Angeblich würde das das Bauen unnötig verteuern. Heute ist das ungeliebte Kind in den Brunnen gefallen. Um von diesem Desaster abzulenken, fordert die Politik eine Revolution der Mobilität, und greift vor allen Dingen unsere individuellen Kraftfahrzeuge an, obwohl das nur wenig zur CO2-Reduktion beiträgt. Als Heilbringer wird das Batterie-schwere Auto betrieben, eine völlige Fehleinschätzung.
Wie kam es zu diesem Irrsinn? Tatsächlich ist es nicht einfach, dem Burger plausibel zu machen, dass vor allen Dingen der enorme Wärmebedarf der modernen Gesellschaft für die Klima-Misere verantwortlich zeichnet. Der Anteil der Wärme wird grundsätzlich unterschätzt, man benötigt schon einige naturwissenschaftliche Grundkenntnisse um das zu begreifen.
Ein Beispiel soll das versinnbildlichen:
Um einen Liter Wasser, z. B. für den Tee- oder Kaffee-Aufguss, von 10 Grad aus dem Wasserhahn zum Sieden auf 100 Grad zu bringen, werden 90 Kilokalorien benötigt . Mit dieser Energiemenge könnte man – grob gerechnet – drei Personen in einem Aufzug 100 m hoch transportieren, also mehr als 30 Etagen hoch. An diesem Beispiel kann jeder erkennen, wie leicht allein vom Gefühl her, die Wärme am Energieaufwand unterschätzt werden kann.
Das nutzen dann die Schöngeister in der Regierung populistisch aus. Es ist einfacher einem Bürger klarzumachen, dass, wenn ein Auto im Auspuff kein CO2 ausstößt, es umweltfreundlicher wäre, als sich für hocheffiziente Hyperhybrid-Elektro-Autos zu entscheiden, die nur 1,5 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer benötigen, der sogar mit grünem Methanol CO2-neutral fährt. Welcher Abgeordnete beschäftigt sich mit solchen Möglichkeiten? Der kann sich sogar damit brüsten, von Naturwissenschaft und Technik keine Ahnung zu haben, und keiner nimmt ihm das übel. Er ist auf Gedeih und Verderben den angeblich so objektiven Sachverständigen und Lobbyisten angewiesen. Wenn unsere repräsentative Demokratie Bestand haben soll, muss sich da etwas ändern, denn nur Technik und Naturwissenschaft kann den Weg aus der Klimakrise ebnen.
Konkreter Ratschlag an unseren Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck:
Sehr geehrter Herr Habeck, wenn sie klug sind, erneuern sie dringendst diese Förderung zur Verbesserung der Energiebilanz in unseren Gebäuden. Nicht kleckern, sondern klotzen, und nutzen Sie die Hunderte von Milliarden-Förderung, die bisher für nichts und wieder nichts der Automobilindustrie geschenkt wurden, für die zukünftige Verringerung des Energieverlustes in Alt- und Neu-Gebäuden. Dass dabei auch verbesserte Technik helfen kann, habe ich vor 32 Jahren, 1990, in zwei Sendungen im 1. Fernsehprogramm in der renommierten Sendereihe ‚Bilder aus der Wissenschaft‘ gezeigt. Dort habe ich bewiesen, dass es möglich ist, mit existierender Technologie und gezielten Investitionen den Energiebedarf um 95% zu reduzieren. Übrigens, diese Tipps habe ich persönlich verwendet und lebe CO2-neutral in einem Energie-Plus-Haus, aus Überzeugung und ohne Inanspruchnahme von Förderungsmittel. Nur so wird es möglich, die ambitionierten Ziele zur Klimawende bis 2049 konkret zu realisieren.
Jean Pütz
Folge 245: Der Vernunft eine Chance

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