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Herzmuskel aus Hautzellen gezüchtet

pte20181214011 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

3D-Herzmuskel aus Hautzellen gezüchtet

Personalisierte Behandlung von Leiden wie Vorhofflimmern und Verringerung von Tierversuchen

Standbild aus einem Video mit dem schlagenden Labor-Herzmuskel (Foto: uke.de)
Standbild aus einem Video mit dem schlagenden Labor-Herzmuskel (Foto: uke.de)

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Hamburg/Berlin (pte011/14.12.2018/10:30) – Forscher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung http://dzhk.de und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) http://uke.de haben aus Hautzellen ein schlagendes menschliches Herzmuskelgewebe der
Vorhöfe gezüchtet. Die in "Stem Cell Reports" veröffentlichte Studie
könnte zur personalisierten Behandlung von Herzerkrankungen wie
Vorhofflimmern führen und Tierversuche verringern.

Retinsäure macht’s möglich

Das Wissenschaftler-Team aus Hamburg hat die Vorhofzellen mit der
Technologie der induzierten pluripotenten Stammzellen aus gespendeten
Hautzellen hergestellt. Diese Methode war zuvor schon angewandt worden,
um Zellen der unteren Herzkammern zu züchten. In der aktuellen Studie
modifizierten die Forscher die Technik durch Hinzufügen einer Chemikalie
namens Retinsäure. Dadurch erlangten die Zellen ähnliche Eigenschaften
wie Vorhofzellen.

Werden die Zellen dreidimensional gezüchtet, entstehen Streifen des
Vorhof-Herzmuskels, die sich wie ein echter Vorhofmuskel verhalten. Dies
könnte die Entwicklung von Medikamenten für Vorhofflimmern wesentlich
erleichtern, sagen die Experten. Der Herzmuskel aus dem Labor "schlägt",
leitet Strom und reagiert auf bestimmte Medikamente ebenso wie der
menschliche Vorhofmuskel. Als nächsten Schritt will das Team den
künstlichen Herzmuskel perfektionieren und ihn dazu bringen, sich wie
ein "kranker" Herzmuskel zu verhalten. Auf diese Weise könnten
Medikamente außerhalb des menschlichen Körpers getestet werden.

Einige Hautzellen reichen aus

Der Herzmuskel ist patientenspezifisch. Dies macht es möglich,
Medikamente an Herzgewebe zu testen, das von einer bestimmten Person
stammt, um genau die Vorhof-Erkrankung zu behandeln, die diese Person
hat. "Die Idee, dass wir Medikamente an einem Herzmuskel testen können,
der für einen bestimmten Patienten gezüchtet wurde, klingt fantastisch.
Unsere Forschung zeigt, dass dies jetzt Realität ist, wir benötigen
dafür nur einige Hautzellen. Unsere Studie kann helfen, Tierversuche zu
reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden", so Marta Lemme vom Institut
für Pharmakologie und Toxikologie des UKE und Erstautorin der Studie.

Video eines schlagenden Herzmuskelstreifens zum Download: http://bit.ly/2SKTXiv

Analog statt Digital: Waldorf-Boom in Silicon Valley

Analog statt Digital: Waldorf-Boom in Silicon Valley
Diskussion um Einsatz technischer Medien im Klassenzimmer entbrannt
 
Bleistift: Hightech im Klassenzimmer umstritten (Foto: pixelio.de/sturm)

San Francisco (pte003/24.10.2011/06:00) – Gerade im Zentrum der Hightech-Branche, im kalifornischen Silicon Valley, macht eine Waldorfschule Schlagzeilen: Plätze an der Schule, die mit alternativen Lehrmethoden arbeitet und im Unterricht kaum Computer oder andere technische Geräte verwendet, sind heiß begehrt. Ausgerechnet viele Angestellte von Google und Apple würden ihre Kinder in die Waldorfschule schicken, schreibt die New York Times. Obwohl – oder gerade weil – sie im Alltag ständig mit Hightech-Geräten zu tun haben, setzen sie bei ihren Kindern auf analoge Lehrmethoden.

Widerstand gegen Technik-Einsatz

Bleistift statt Touchscreen und Stricknadeln statt Tablet-PCs: Viele der Eltern glauben nicht daran, dass Hightech ins Klassenzimmer gehört. "Ich wehre mich heftig gegen den Glauben, dass man technologische Hilfsmittel braucht, um Kindern Grammatik beizubringen", so Alan Eagle, Angestellter bei Google und selbst Vater von zwei Kindern. Obwohl er selbst ständig mit neuen Technologien zu tun hat, können seine Kinder im Alter von elf und 13 Jahren noch kaum mit Google umgehen. "Die Idee, dass eine iPad-App meinen Kindern besser lesen oder Arithmetik beibringen können soll, ist lächerlich", so Eagle.

In den USA wird die Diskussion rund um die Verwendung von Hightech im Klassenzimmer seit einiger Zeit heftig geführt. Es gibt keine Beweise für Leistungsverbesserungen durch die technologischen Hilfsmittel, sagen die Gegner. Für Ann Flynn von der National School Boards Association http://nsba.org gilt dieses Argument jedoch nicht. "Wenn Schulen Zugang zu den Geräten haben und sich diese auch leisten können, die Hilfsmittel aber nicht nutzen, betrügen sie unsere Kinder", so Flynn. Widerstand formiert sich: Technologie ist im Unterricht eine reine Ablenkung, so die Befürchtung.

Diskussion über ‘Modekrankheiten’

Der Deutsche Ethikrat diskutiert über ‘Modekrankheiten’

Bochum, 7. März 2015:

In der öffentlich zugänglichen Berliner Veranstaltungsreihe „Forum
Bioethik“ diskutierte der Deutsche Ethikrat am 25.Februar 2015 über
„Modekrankheiten“ (1). Es wurde eingangs die Frage gestellt, ob es
Krankheitsbilder wie etwa „Burn-out“ oder „Wechseljahre des Mannes“ als
reale Krankheiten gibt oder man diese nur „erfunden“ hätte. Oder auch,
ob soziale Probleme zu Krankheiten umgedeutet werden.

Michael Stolberg von der Universität Würzburg zeigte auf, daß
es „Modekrankheiten“ im Lauf der Geschichte immer gegeben habe. Die
Wahrnehmung, Deutung und Erfahrung von Krankheiten sei stets
unausweichlich vom jeweiligen historischen und kulturellen Hintergrund
geprägt gewesen.

Gisela Schott von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft befasste sich eingehend mit dem seit 1992 existierenden Begriff des „Disease-Mongering“ (wörtlich: dem
„Handel mit Krankheiten“, = der „Krankheitserfindung“). Sie übte
heftige Kritik daran, dass man normale Lebensprozesse als medizinisches
Problem definiere und dass neue Krankheitsbilder durch Werbemaßnahmen
neu erfunden würden. Risiken würden zu Krankheiten gemacht, leichte
Symptome  zu Vorboten schwerer Erkrankungen. An den  konkreten
Beispielen  einer Plakataktion zu  „Migräne“ in den Berliner U-Bahnen,
dem „Burn-out-Syndrom “ oder den „Wechseljahren des Mannes“, unterstützt
von der jeweils entsprechenden Pharmaindustrie,  demonstrierte sie, wie
solche „Awareness-Kampagnen“ ablaufen. In ihrem Vortrag forderte sie
die Politiker auf, „Disease Awareness Kampagnen“, die von den
einschlägigen pharmazeutischen Firmen unterstützt würden, zu verbieten.

Theodor Schramme von der Hamburger Universität beklagte die
drohende Erweiterung des Krankheitsbegriffes. Man unterscheide nicht
zwischen der „Abwesenheit von Krankheit“  als Mindestkriterium für
Gesundheit (negative Gesundheit) und der „idealtypischen, bestmöglichen
Gesundheitsdisposition“ (positive Gesundheit).

In der Diskussion äußerte Lothar Weißbach, ehemaliger
Chefarzt der Urologischen Klinik „Am Urban“ in Berlin und Mitglied der
Stiftung Männergesundheit, dass die Orientierung von Entscheidungen über
eine Behandlung allein an Laborwerten aus gesunden Menschen
behandlungsbedürftige Patienten mache, ein grenzwertiger Befund zum
Überbefund werde und eine Überdiagnose übertherapiert würde. Als die
Urheber wurden in der Diskussion Pharmaunternehmen, medizinische
Interessensverbände und PR-Agenturen bezeichnet, die neue Leiden
erfänden und damit zu “Industrieprodukten“ machten. Nach Weißbach
sollten sich die Ärzte in der „Kunst des Weglassens“ üben und manchmal auch von Therapien abraten.

Kommentar

In ähnlicher Weise wie der Deutsche Ethikrat hat sich am 23. Januar
2015 Ottmar Leiß im Deutschen Ärzteblatt geäußert, worüber im DGE-Blog
vom 27. Januar 2015 über die Testosterongabe an Frauen nach dem Wechsel 
bei sexueller Unlust berichtet wurde (2). Dass ein über 6 Wochen
hinausgehender schwerer Trauerzustand nach dem Tod eines  Ehepartners,
Elternteils oder Kindes nicht „normal“, sondern ein psychopathologischer
Zustand sei, wie nach meiner Kenntnis jüngst von amerikanischen
Psychiatern mit einer Krankheitsziffer festgeschrieben, liegt auf der
gleichen Linie, nämlich normale Lebensumstände zu pathologisieren.

Die „Aufklärungs-Kampagne für Endokrinologie“ der DGE, die mit
dem Lübecker DGE-Kongress im März 2015 anläuft, darf nicht mit den von
Frau Gisela Schott zu Recht kritisierten „Awareness-Kampagnen“
verwechselt werden. Diese hat ein ganz andere Ziel, nämlich etablierte,
wohl definierte endokrinologische Krankheitsbilder der Öffentlichkeit
bekanntzumachen und die entsprechenden Patienten einer fachgerechten
Behandlung durch die dafür am besten geeigneten Spezialisten zuzuführen.

Helmut Schatz

Solarwärme gegen Heizkostensteigerung und Klimawandel

Münster, 04.04.2005 Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute in
Münster die Aktion „Wärme von der Sonne“ gestartet. Erstmals
unterstützt die Solarbranche und das Bundesumweltministerium damit
gezielt das Engagement lokaler Initiativen aus Handwerk, Kommunen und
Umweltgruppen, die sich für den Ausbau der Solarwärme einsetzen.

Immer
mehr Bürger engagieren sich auf lokaler Ebene gegen den bedrohlichen
Klimawandel und die steigenden Heizkosten, indem sie über die Vorteile
der Solarwärmenutzung informieren. Neben dem aktiven Beitrag für den
Klimaschutz steigern sie damit die lokale Wirtschaftskraft und machen
sich unabhängiger von drohenden Preissteigerungen für Öl und Gas. Für
die bundesweite Aktion wurden 30 lokale Solarinitiativen ausgewählt,
die nun mit Aktionsideen, Materialien und Referenten versorgt werden.
Die lokalen Initiativen haben sich vielfach bereits in den vergangenen
Jahren mit großem Engagement und Erfolg für die Solarenergie
eingesetzt. Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und das
Bundesumweltministerium haben die wichtige Rolle der Initiativen bei
der Markteinführung der Solarenergie erkannt und deshalb die Aktion
„Wärme von der Sonne“ entwickelt.

Neun von zehn Gletschern sind
in den letzten Jahrzehnten um die Hälfte geschmolzen. Die
Jahrhundertflut 2002 verursachte in Deutschland Schäden von 9
Milliarden Euro. Der Klimawandel ist mittlerweile „bittere Realität“,
wie Umweltminister Trittin im Dezember 2004 im Bundestag berichtete.
Immer mehr Bürger sehen deshalb die Notwendigkeit, die Reduzierung des
Öl- und Gasverbrauchs schneller voranzutreiben und engagieren sich in
lokalen und regionalen Solarinitiativen. Um die meist ehrenamtliche
Arbeit der Initiativen gezielt zu unterstützten, wurde die Aktion
„Wärme von der Sonne“ ins Leben gerufen. Sie wird getragen und
finanziert von der Solarbranche und dem Bundesumweltministerium. Unter
70 Interessenten wurden 30 Solarinitiativen ausgewählt, die in diesem
Jahr gefördert werden. Sie arbeiten selbständig vor Ort, erhalten aber
von der Zentrale Infomaterial, Aktionsideen und Beratung.

Ein
wichtiger Baustein für eine umweltfreundliche Energieversorgung ist die
Nutzung von Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und Raumheizung. Zwar
wird die umweltfreundliche Solarwärme bereits in etwa 5 Prozent der
Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt, doch ist das Potenzial noch sehr
groß. Die Möglichkeiten der Solarwärmenutzung sollten nach Ansicht von
Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarindustrie
noch stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken: „Die Hausbesitzer
müssen noch intensiver darüber informiert werden, dass die Solarwärme
zu jeder modernen Heizung dazugehört. Sie mildert ganz konkret das
Problem steigender Heizkosten und ist ein aktiver Beitrag zum
Klimaschutz. Am glaubwürdigsten informieren die Akteure vor Ort, das
sind die Handwerker und Vertreter von Umweltgruppen und Kommunen, die
man kennt. Deshalb unterstützen wir die Arbeit der regionalen
Solarinitiativen“. Dass die vor Or t aktiven Aktionsgruppen für den
Erfolg der Solarthermie sehr wichtig sind, zeigen die bisherigen
Entwicklungen: in den Regionen, in denen Solarinitiativen aktiv sind,
ist die Verbreitung der Solarenergie in aller Regel viel weiter als im
Bundesdurchschnitt. Oft tun sich Agendagruppen mit Gemeindevertretern
und der Handwerksinnung zu einer Solarinitiative zusammen und
organisieren z.B. Infoveranstaltungen und Solarfeste oder richten
Beratungstelefone ein. Es werden Tage der offenen Tür bei Handwerkern
oder in Häusern mit Solaranlagen veranstaltet und die Lokalpresse
regelmäßig mit Fachinformationen versorgt. Das bürgerschaftliche, meist
ehrenamtliche Engagement trägt entschieden zu Weitergabe der guten
Erfahrungen mit der umweltfreundlichen Solartechnologie bei und ist
damit ein ganz konkreter Schritt zu einer nachhaltigen
Energieversorgung. Darüber hinaus fördert es die lokale und regionale
Wirtschaft. Statt für Öl- und Gasimporte wird das Geld fü r
Solaranlagen ausgegeben und damit das lokale Handwerk gestützt.

Zentrales
Medium der Aktion ist die Aktionszeitung, die über alle wichtigen
Aspekte der Solarwärmenutzung informiert. Jede der 30 Initiativen
erhält eine eigene Ausgabe, wobei der Innenteil der achtseitigen
Zeitung mit allgemeinen Informationen zu Energieversorgung,
Klimawandel, guten Beispielen für die Solarwärmenutzung, der
Solartechnik und zur Solarförderung in allen Ausgaben derselbe ist. Auf
der Titelseite stellt sich dagegen jeweils die regionale
Solarinitiative vor und ist Raum für persönliche Grußworte des
regionalen Schirmherrn. Auf der Rückseite sind lokale Kontaktadressen
aufgeführt. So werden Synergieeffekte genutzt, indem der lokale Bezug
mit der Kompetenz des Bundesverbandes verbunden wird. Für die
Öffentlichkeitsarbeit vor Ort werden Service-Infos wie z.B. Checklisten
und Vortragsfolien sowie Give-aways wie z.B. Postkarten, Luftballons
und Tütchen mit Sonnenblumensamen zur Verfügung gestellt.

Darüber
hinaus wird mit der Aktion die Vernetzung der Akteure gefördert. Getreu
dem Motto „Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden“ sollen
persönliche Treffen und die neue Internet-Plattform einen
Erfahrungsaustausch ermöglichen. „RegioSolar“ versteht sich hier als
Moderator und Multiplikator, um die Kreativität der Initiativen
weiteren Akteuren zugänglich zu machen.

Weitere Informationen
zur Aktion sind erhältlich vom Regiosolar-Aktionsbüro unter
sonnenwaerme@regiosolar.de sowie auf www.waerme-von-der-sonne.de zu
finden.

Hintergrundinformation:

Solarwärme
wird in Deutschland bisher von rund 640.000 Haushalten genutzt. Im Jahr
2004 wurden rund 83.000 Anlagen neu installiert. Die deutsche
Solarwärmebranche hat im vergangenen Jahr über 500 Millionen Euro
umgesetzt und bietet aktuell mit deutlich steigender Tendenz über
10.000 Menschen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Durch die Aktion soll das
Marktwachstum weiter beschleunigt werden.

Farbdruck erreicht ultimative Auflösung

Farbdruck erreicht ultimative Auflösung
Neues Verfahren stößt an physikalische Grenze
 
Unter dem Mikroskop: der 100.000-DPI-Druck (Foto: a-star.edu.sg)

Singapur (pte002/14.08.2012/06:05) – Wissenschaftler am Institute of Materials Research and Engineering der Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) http://imre.a-star.edu.sg in Singapur haben ein Verfahren entwickelt, das Farbdruck mit der höchsten theoretisch möglichen Auflösung erlaubt. Statt auf Tinten setzen sie dabei auf metallische Nanostrukturen, um 100.000 DPI (Dot per Inch) zu erreichen – ein Wert, der aufgrund der Lichtbeugung nicht überboten werden kann. Der Ansatz hat den Forschern zufolge auch in ganz anderen Bereichen Potenzial, etwa bei optischen Speichermedien.

Scheibchen am Limit

Der deutsche Physiker Ernst Abbe hat 1873 seine Theorie der optischen Auflösungsgrenze veröffentlicht, die bis heute gilt. Demnach können aufgrund der Lichtbeugung zwei Objekte nur dann unterschieden werden, wenn sie mindestens eine halbe Wellenlänge voneinander entfernt sind. Im optischen Bereich bedeutet das einen Abstand von etwa 250 Nanometern – für den Druck also der Mindestabstand zweier Bildpunkte. Das entspricht eben jenen 100.000 DPI, die das Team aus Singapur nun erreicht hat. Das ist eine zehnmal höhere Auflösung als bei hochklassigen Tintenstrahl- oder Laserdruckern.

Möglich macht das ein neuartiger Ansatz. "Anstatt verschiedene Farbstoffe zu verwenden, haben wir die Farbinformation in der Größe und Position winziger Metallscheiben gespeichert. Diese Scheiben interagieren durch das Phänomen der Plasmonenresonanz mit Licht", erklärt Teamleiter Joel Kwang. Mehrere Scheiben der richtigen Größe und Anordnung ergeben so einen Bildpunkt bestimmter Farbe, ein Bild besteht dann aus einer Vielzahl dieser nanostrukturierten Pixel.

Drucken und mehr

Die Forscher haben ihren Ansatz, der aktuell im Magazin Nature Nanotechnology http://nature.com/nnano vorgestellt wird, zum Patent angemeldet. Laut A*STAR wird derzeit nach möglichen Partnern und Lizenznehmern für die Verwertung der Technologie gesucht. Dabei ist der Farbdruck mit höchster Auflösung ein Thema, doch ortet das Team diverse andere mögliche Anwendungen. Das umfasst beispielsweise die Nutzung als eine Art Nano-Wasserzeichen und somit Sicherheitsmerkmal, die Herstellung von Farbfiltern oder neuartige reflektive Displays. Zudem könnten derartige Nanostrukturen für extrem hohe Datendichten bei DVD-ähnlichen Speichermedien sorgen.

 

Technologiefolgenabschätzung: Objektivierung nötig?

Testbiotech veröffentlicht Gutachten zur Stärkung der unabhängigen Risikoforschung
Ausreichende Anreize für Forschung und Partizipation der Zivilgesellschaft als wichtige Eckpunkte 20. August 2018 / Testbiotech veröffentlicht heute ein
Rechtsgutachten, das sich mit den rechtlichen und finanziellen
Rahmenbedingungen einer Förderung der unabhängigen Risikoforschung im
Bereich der Gentechnologie befasst. Wichtige Eckpunkte des
Rechtsgutachtens sind: (1) Der Staat ist dazu verpflichtet, eine
systematische und vorsorgeorientierte Forschung zu etablieren. (2) Zur
Erfüllung dieser Aufgabe wäre die Erhebung einer sogenannten
nicht-steuerlichen Sonderabgabe gerechtfertigt, die die Industrie in die
Pflicht nimmt. (3) Bei der Vergabe der Mittel eines entsprechenden
Fonds kann ein Beirat, dem beispielsweise Verbraucher- und
Umweltschutzverbände angehören, beteiligt werden.
Wie das Gutachten zeigt, ist die gesetzlich geforderte Unabhängigkeit
der Risikoforschung im Bereich der Gentechnik derzeit kaum erreichbar,
da viele Wissenschaftler und Experten u.a. über Drittmittelforschung mit
der Biotech-Industrie verbunden sind. Auch staatliche
Forschungs­programme haben in der Regel ein vorwiegendes Interesse an
Technologieentwicklung und Förderung von Innovation. Im Ergebnis ist die
Balance zwischen den Vermarktungsinteressen der Industrie und den
Zielen eines vorbeugenden Schutzes von Mensch und Natur erheblich
gestört.

Das Gutachten zeigt, wie geeignete Anreize für eine verbesserte
Risikoforschung geschaffen werden können, um Umwelt- und
Verbraucherschutz zu stärken. Ein Entwurf des Gutachtens wurde bereits
2017 auf einem Workshop in Berlin präsentiert, an dem u.a. Abgeordnete
des Bundestages sowie Mitarbeiter des Instituts für
Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe
teilnahmen.

Anlass für die Veröffentlichung des Gutachtens ist die Diskussion rund
um die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Dieses Projekt soll helfen,
einige Lücken im Bereich der vorsorge­orientierten Risikoforschung zu
schließen. Dafür werden vorhandene Publikationen und die aktuelle
Entwicklung konsequent unter der Perspektive des Vorsorgeprinzips und
dem Schutz von Mensch und Umwelt bewertet. Das Forschungsprojekt ist
auch im Hinblick auf Partizipation der Zivilgesellschaft ein wichtiges
Pilotprojekt.

„Die Einmischung der Zivilgesellschaft stößt nicht überall auf
Zustimmung. Derzeit sehen wir in den sozialen Netzwerken und sogar
manchen Medien den Versuch, Testbiotech deswegen zu diffamieren. Man
versucht, uns mit der Gentechnik-Lobby auf eine Stufe zu stellen“, sagt
Christoph Then für Testbiotech. „Aber wir haben in den letzten zehn
Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Risiken der Gentechnik eben nur
dann genauer untersucht werden, wenn die Zivilgesellschaft sich
einmischt.“

Allerdings zeigt das Gutachten auch, dass in Zukunft weitergehendere
Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die gesetzliche Verpflichtung zur
Durchführung einer systematischen und vorsorgeorientierten Forschung zu
erfüllen. Nur ausreichend ausgestattete Forschungsprogramme könnten
einen nennenswerten Anreiz ausüben, so dass die etablierte Forschung
sich stärker mit Risikofragen beschäftigt. Von entsprechenden Anreizen
würden auch der Staat und die Behörden profitieren: Auch die Europäische
Lebensmittelbehörde EFSA hat bereits mehrfach beklagt, dass es
schwierig ist, Experten zu finden, die die nötige Expertise,
gleichzeitig aber keine Verbindung zur Biotech-Industrie haben. Kontakt: Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

Altersbeschwerden nicht immer schicksalshaft

Berlin
– Viele Beschwerden, die als „normale“ Alterserscheinungen gelten, sind
in Wahrheit Endpunkte eines schleichenden Krankheitsprozesses:
Übergewicht und Bewegungsmangel bringen die Blutfettwerte in Schieflage
und erhöhen das Diabetesrisiko. Damit einher gehen oft Bluthochdruck,
Schäden an den Gefäßwänden und Arteriosklerose, die letztlich auch das
Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Höhe treiben. Wie
dieser Prozess verlangsamt und insbesondere das Herz länger gesund
erhalten werden kann, war Thema auf der Pressekonferenz der Deutsche
Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) in Berlin.

Dass
das Herz im Alter immer schwächer und anfälliger wird, schien lange
Zeit unausweichlich zu sein. „Es wird aber immer deutlicher, dass man
solche Alterserscheinungen nicht einfach hinnehmen muss“, sagt Professor
Dr. med. Ursula Müller-Werdan, die den Schwerpunkt Geriatrie der
Inneren Medizin an der Berliner Charité leitet. Vielmehr lägen den
schleichenden Alterungsprozessen, die sich an den verschiedenen Organen
vollziehen, und den dann scheinbar unvermittelt auftretenden
Alterskrankheiten ähnliche Entstehungsmechanismen zugrunde. 

Für
das Herz heißt das: Wer die bekannten Risikofaktoren für
Herz-Kreislauf-Leiden vermeidet, beugt auch einer vorzeitigen Alterung
von Herz und Gefäßen vor. Die Liste der schädlichen Einflüsse, denen es
entgegenzuwirken gilt, ist heute allgemein bekannt und oft wiederholt
worden: Zigarettenrauch, Übergewicht und körperliche Inaktivität zählen
dabei zu denjenigen Faktoren, die der Einzelne vermeiden oder gegen die
er aktiv vorgehen kann. Andere Risikofaktoren können nicht immer
vermieden werden – sie sollten aber frühzeitig erkannt und konsequent
behandelt werden, um das Herz zu schützen. Dazu zählen etwa ein
Diabetes, ein bereits bestehender Bluthochdruck, chronische
Entzündungsprozesse oder hohe LDL-Cholesterinwerte.

All
diese Faktoren beeinträchtigen zunächst die Funktion der Gefäßwände und
leisten Bluthochdruck und Arteriosklerose Vorschub. „Damit steigt das
Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die sich
wechselseitig bedingen und verstärken können“, erläutert Müller-Werdan.
Im Rahmen dieses so genannten kardiovaskulären Kontinuums wird letztlich
auch der Herzmuskel in Mitleidenschaft gezogen, der nicht mehr
ausreichend mit Blut versorgt wird. Wenn sich erste Krankheitszeichen
bemerkbar machen, sind die zugrundeliegenden Schädigungen oft schon weit
fortgeschritten. „Ein Herzinfarkt scheint dann mitunter aus heiterem
Himmel aufzutreten, aus völliger Gesundheit heraus“, so Müller-Werdan.

Haben
sich Herz-Kreislauf-Schäden wie Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen
oder eine Herzmuskelschwäche erst einmal etabliert, sind sie in der
Regel chronisch – ihr Verlauf lässt sich dann nur noch verlangsamen,
nicht aber umkehren. „Daher sollte möglichst frühzeitig auf einen
gesunden Lebensstil geachtet und Risikofaktoren konsequent vermieden
werden“, betont Professor Dr. med. Cornel Sieber, Vorsitzender der DGIM.
Damit die Jahre, die die Menschen heute durchschnittlich länger leben,
auch möglichst gesunde Jahre sind.

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Wer über Toleranz spricht, muss über Menschenrechte sprechen

"Wer über Toleranz spricht, muss über Menschenrechte sprechen"

Bischof Bünker plädiert für mehr Verantwortung im Umgang mit Religion

Diskutanten in Fresach
Diskutanten in Fresach
[ Foto ]

Fresach (pte024/22.05.2015/18:15) –

"Das, was wir brauchen, ist keine passive Toleranz, sondern eine, die
stark und aktiv ist. Wir brauchen ein lebendiges Interesse, Anteilnahme
und die Anerkennung der Andersheit", erläuterte Bischof Michael Bünker,
das Oberhaupt der Evangelischen Kirche A.B., heute, Freitag, bei den
Europäischen Toleranzgespräche in Fresach. Mit seinem Statement führte
Bünker die Gäste des Denk.Raum.Fresach in eine Podiumsdiskussion mit dem
Titel "Modernität, Menschenrechte und Islam". http://fresach.org

Toleranz als Privileg der Mächtigen

"Das, was wir gegenwärtig erleben, ist eine wahre
Inflation des Kulturbegriff", erklärte Sama Maani zu Beginn der
Diskussion. Der österreichische Autor mit iranischen Wurzeln
kritisierte, dass Kultur und Natur immer öfter gleichgesetzt würden.
Sigmund Freud habe hingegen noch klar unterschieden zwischen diesen
beiden Begriffen, indem er von der Kultur sprach als etwas, das die
Natur des Menschen "unterdrückt". Der Philosoph Pravu Mazumdar knüpfte
mit seinen darauffolgenden Ausführungen an jene von Maani an und sprach
von Kultur als etwas, das "von uns fabriziert wird". "Kultur erfinden
ist wichtig, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir sie erfunden
haben", so Mazumdar.

Der Kulturbegriff ist in aller Munde – "Leitkultur",
"fremde Kultur", "Kampf der Kulturen" -, und gerade deswegen muss er
detailliert analysiert und kritisch betrachtet werden, ebenso wie die
Toleranz. Sozialwissenschaftlerin Claudia Brunner zeichnet ihr
skeptischer bis kritischer Blick auf den Toleranzbegriff besonders aus.
Sie legt den Fokus auf die Machtverhältnisse, die sich hinter der
Toleranz verstecken und fragt, wer spricht wann, wo, wie, und mit wem
über Toleranz. "Toleranz tritt erst dann zu Tage, wenn Konflikte
auftreten. Und diese sind wiederum asymmetrisch", erläuterte Brunner.
Sie kritisierte, dass Politisches immer öfter kulturalisiert werde
anstatt sozioökonomische Ungleichheiten zu hinterfragen.

Verantwortung im Umgang mit Religion

Während Brunner die Kulturalisierung des Politischen
kritisiert, beobachtet Bünker die zunehmende "Religionisierung" von
gesellschaftlichen Konflikten mit Sorge. "Wir brauchen nicht ein Mehr an
Religion, sondern mehr Verantwortung im Umgang mit ihr", erklärte der
Bischof. In Hinblick auf Toleranz und religiös motivierte Gewalt werfen
vor allem die jüngsten Geschehnisse in Syrien und im Irak große Fragen
auf.

Nahost-Expertin Karin Kneissl skizzierte in ihrem
Statement die historische Entwicklung des politischen Islam und sieht
den Grund für die in Arabien zunehmende Islamisierung im dortigen
Scheitern aller politischen Ideen der vergangenen 50 Jahre. Sie warnt
davor, die Welt in Gläubige und Ungläubige einzuteilen und rät, sich
nicht in interreligiösen Dialogen zu verstricken, sondern für politische
Probleme auch politische Lösungen zu suchen.

Im Anschluss an die Diskussion erzählte Danica Purg,
Professorin an der Bled School of Management, was die Politik und
Gesellschaft von modernen Managementmethoden lernen kann.