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Frühe Darmkrebsvorsorge rettet Leben

Frühe Darmkrebsvorsorge rettet Leben

Berlin – Bei fast sieben Prozent der Versicherten, die zur vorsorglichen Darmspiegelung gehen, finden Gastroenterologen „Adenome“ in der Darmschleimhaut. Die Ärzte entfernen diese gefährlichen Polypen, die eine Vorstufe von bösartigen Tumoren darstellen, unmittelbar bei der Untersuchung. Leider nutzen Versicherte über 55 Jahre die Vorsorgekoloskopie immer seltener, obwohl die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) wirbt daher ausdrücklich dafür, die Aufklärungsaktivitäten zu verstärken und das Vorsorgeprogramm auszuweiten.

„Die Koloskopie ist die einzige Früherkennungsmaßnahme, die einen bösartigen Tumor nicht nur frühzeitig zu entdecken, sondern auch zu verhindern vermag“, sagt DGVS-Sprecher Professor Dr. med. Christian Trautwein, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizi nische Klinik III) an der Uniklinik RWTH Aachen. Deshalb sei es besorgniserregend, dass immer weniger Menschen die Darmspiegelung wahrnehmen, obwohl sie im Rahmen von Vorsorgeprogrammen der Gesetzlichen Krankenkassen kostenlos angeboten wird. Daher müsse das Programm effektiver werden, um die Zahl der Darmkrebsfälle nachhaltig zu senken und den bisherigen Erfolg nicht zu gefährden.

Der Experte beruft sich auf die Ergebnisse des aktuellen Gutachtens der DGVS „Gastroenterologische Kernleistungen unter gesundheitsökonomischen Aspekten“. Die Autoren stellen darin fest, dass die Bereitschaft zur Durchführung des Krebsfrüherkennungsprogramms zurückgeht. Nach Aussagen der Gutachter ist es außerdem wichtig, bei genet isch gefährdeten Patienten bereits vor dem gesetzlich empfohlenen Alter von 55 Jahren eine Darmspiegelung durchzuführen. Der Eingriff solle im Abstand von zehn Jahren wiederholt werden. Darüber hinaus empfehlen die Autoren, das bereits existierende Angebot zu nutzen, das ab einem Alter von 50 Jahren eine Beratung und einen Stuhltest vorsieht. „Die DGVS setzt große Hoffnungen auf das neue Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge, bei dem die Krankenkassen ihre Versicherten in Zukunft aktiv kontaktieren und die Teilnahme am Programm empfehlen werden“, so Professor Trautwein.

Jährlich erkranken rund 69 000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist das „Kolonkar zinom“ die zweithäufigste Krebsart. Da die Krankheit zunächst kaum Symptome verursacht, wird die Diagnose häufig zu spät gestellt. „Trotz Fortschritten bei der Behandlung leben fünf Jahre nach einer Darmkrebs-Operation nur noch etwa die Hälfte der Patienten“, erläutert DGVS-Präsident Professor Dr. med. Markus Lerch, Direktor der Klinik für Innere Medizin A am Universitätsklinikum Greifswald. Der Nutzen der präventiven Koloskopie ist daher unumstritten: Erkennt der Arzt bei der Untersuchung gefährliche Polypen in der Darmschleimhaut, kann er diese direkt entfernen und den Patienten so vor einem schweren Krebsleiden bewahren. Und selbst wenn der Arzt Karzinome, also bereits entartete Tumore, findet: Oft wird die Krankheit durch die Darmspiegelung frühzeitig erkannt, und die Patienten haben viel bessere Heilungschancen als bei Diagnosestellung im Spätstadium. „Es ist unsere Aufgabe, die Bevölkerung noch stärker über das Thema Darmkrebsprävention aufzuklären“, so Lerch.

Neues Gen als Auslöser für Autoimmunkrankheiten entdeckt

Canberra (pte/01.06.2005/12:05) – Wissenschaftler der Australian
National University (ANU) http://www.anu.edu.au in Canberra haben ein
neues Gen entdeckt, das in Verdacht steht, Autoimmunkrankheiten wie Typ
I Diabetes oder Lupus (entzündliches Rheuma) zu verursachen. Dabei
werden Organe wie Nieren oder Haut vom körpereigenen Immunsystem
angegriffen.

Die Immunologen um Carola Vinuesa von der John Curtin School of Medical
Research (JCSMR) an der ANU stellten bei ihren Untersuchungen fest,
dass eine Mutation in dem Gen, das sie Roquin nannten, dafür sorgt,
dass die für die Immunabwehr so wichtigen T-Zellen eigenes Körpergewebe
angreifen. In ihrer Untersuchung imitierten die Wissenschaftler mittels
zufälliger Veränderungen am Mausgenom die spontane genetische
Veränderung, die natürlicherweise bei Bevölkerungswachstum auftritt.
Dabei entstanden neuartige Modelle für Autoimmunkrankheiten. Nachdem
die Forscher Anzeichen für Lupus entdeckten, arbeiteten sie sich von
dort rückwärts vor und fanden das dafür verantwortliche veränderte Gen.

"Vor Beginn dieser Studie waren weder Existenz noch Funktionsweise von
Roquin bekannt. Jetzt wissen wir allerdings, dass im Immunsystem von
Säugetieren das Protein Roquin die Aktivitäten von in Teilen des Köpers
vorhandenen unzulässigen T-Zellen unterbindet", so Vinuesa. Das
Forscherteam konnte herausfinden, dass eine einzige Mutation im Roquin
für die abnormale Aktivierung dieser T-Zellen verantwortlich ist und
damit eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird, die verschiedenste Teile
des Körpers betrifft.

Autoimmunkrankheiten treten auf, wenn das Immunsystem dahingehend
aktiviert wird, eine Reaktion gegen normales Körpergewebe zu starten
und dieses wie einen Krankheitskeim zu behandeln. Dabei wird das Gewebe
dann beschädigt oder zerstört. Bei Typ I Diabetes tritt beispielsweise
eine Immunreaktion gegen die Insulin-abgebenden Zellen der
Bauchspeicheldrüse auf, bei Lupus kann nahezu jeder Teil des Körpers
vom Immunsystem angegriffen werden.

"Eine einzige Nukleotidveränderung beeinträchtigt die Funktionsweise
eines Autoimmungenes, das bisher gänzlich unbekannt war", so
Christopher Goodnow, Leiter des Immunogenomics Laboratory am JCSMR. Die
Wissenschaftler wollen nun mit der Entwicklung von Methoden beginnen,
die eine Mutation des Gens verhindern sollen. Das wäre ein neuer Ansatz
zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Stellt China die soziale Marktwirtschaft infrage?

Grundsatzpapier des BDI Industrie für mehr Härte gegen China

Stand: 10.01.2019 10:44 U

Dumpingpreise und
zunehmende Übernahmen europäischer Hightech-Firmen: China wird auch mit
umstrittenen Methoden zunehmend zur wirtschaftlichen Supermacht. Die
deutsche Industrie fordert nun einen härteren Kurs dagegen.

Die deutsche Industrie
schlägt Alarm: Die Marktwirtschaft müsse "widerstandsfähiger" gemacht
werden gegen wirtschaftliche Methoden Chinas, heißt es in einem
Grundsatzpapier. "Zwischen unserem Modell einer liberalen, offenen und
sozialen Marktwirtschaft und Chinas staatlich geprägter Wirtschaft
entsteht ein Systemwettbewerb", schreibt der Bundesverband der Deutschen
Industrie (BDI).

Die europäische und deutsche
Industrie mit dem Modell einer liberalen und sozialen Marktwirtschaft
sei noch in einer starken Position auf dem Weltmarkt. Doch China werde
immer stärker – und die Europäische Union müsse aufpassen, bei wichtigen
Zukunftstechnologien wie der Künstlichen Intelligenz nicht den
Anschluss zu verlieren.

"Märkte und Preise verzerrt"

Deswegen müsse die EU ihre
Instrumente nachschärfen und China mehr entgegensetzen. China entwickle
sich entgegen früherer Erwartungen absehbar nicht hin zu Marktwirtschaft
und Liberalismus, erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf. Das Land
verzerre durch staatliche Eingriffe Märkte und Preise. Die Folge seien
weltweite Überkapazitäten etwa bei Stahl. Künftig sei damit auch zum
Beispiel bei Robotik oder Batteriezellen zu rechnen.

Der BDI legt insgesamt 54
Forderungen vor, damit Europa und Deutschland wettbewerbsfähiger
gegenüber dem chinesischen Staatskapitalismus werden können. Konkret
schlägt der Verband etwa vor, das EU-Beihilferecht und die
Anti-Subventions-Instrumente zu schärfen. Europa müsse effektiv gegen
Firmen vorgehen können, die nicht in der EU produzieren und staatliche
Subventionen erhalten.

Interview

China – Freund oder Feind?

Bei Zukunftstechnologien muss die deutsche Industrie mit China kooperieren, sagt China-Experte Huotari bei tagesschau24.mehr

Die deutsche Industrie wolle
jedoch auch weiterhin die Chancen des wirtschaftlichen Austausches mit
China nutzen, betont Kempf. Direkte Markteingriffe sollten in Europa die
Ausnahme bleiben.

Aber niemand dürfe die
Herausforderungen, vor die China die EU und Deutschland stelle,
ausblenden: "Ohne in unsere Infrastruktur zu investieren, unsere
Bildungssysteme zu verbessern und die Forschung und Entwicklung in
Zukunftsbranchen zu fördern, haben wir wenig Chancen, mit einem China zu
konkurrieren, das genau diese Dinge tut."

"Forschungsausgaben verdoppeln"

Der BDI verlangt außerdem,
dass sich der chinesische Markt für ausländische Investoren weiter
öffnen müsse. "Während chinesische Unternehmen bisher einen relativ
freien Zugang zum EU-Binnenmarkt genießen, gilt dies umgekehrt nicht in
gleichem Maße für ausländische Unternehmen in China", heißt es in dem
Papier. Je schneller China mit Wirtschaftsreformen und Marktöffnung
Wettbewerbsgleichheit zwischen chinesischen und EU-Unternehmen auf dem
Weltmarkt schaffe, desto weniger müssten neue Kontrollinstrumente zum
Einsatz kommen.

China ist der wichtigste
Handelspartner Deutschlands außerhalb der EU. Peking versucht seit
Jahren, einerseits über zunehmende Firmenkäufe ausländische
Spitzentechnologie zu übernehmen und andererseits über Investitionen in
die europäische Infrastruktur politischen Einfluss zu gewinnen. Das
Hauptvehikel dafür ist die "neue Seidenstraße".

Chinas Plan für 2049

Kurzfristig
will China mit der Initiative "Neue Seidenstraße" Überkapazitäten
seiner Industrie abbauen. Doch langfristig will Peking damit die
Weltordnung zu seinen Gunsten beeinflussen – und hat bereits ein Ziel
für das Jahr 2049 ausgegeben. Von Daniel Satra.
mehr

Die Bundesregierung hatte
zuletzt vor allem mit Blick auf China zum Schutz vor Spionage und des
geistigen Eigentums die Hürden für ausländische Investoren erhöht.
Das Kabinett senkte für sensible Bereiche die Schwelle, ab der es einen
Anteilserwerb prüfen kann.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Januar 2019 u.a. um 07:00 Uhr und 08:00 Uhr in den Nachrichten.

Mobile Krebsstammzellen als Ursache für Metastasen

EMT formt Krebszellen in gefährliche Stammzellen um

Berlin (pte/28.03.2008/15:02) – "Die mobilen Krebsstammzellen sind die gefährlichsten Zellen für den Krebspatienten, denn sie sind nach unserem Modell der Hauptursprung von Metastasen." Zu diesem Schluss kommt der Krebsexperte Thomas Brabletz von der Universitätsklinik Freiburg http://www.uniklinik-freiburg.de beim derzeit in Berlin stattfindenden Kongress "Invasion and Metastasis" am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) http://www.mdc-berlin.de. Bisher waren die Wissenschaftler stets davon ausgegangen, dass jede Tumorzelle Metastasen bilden kann.

Brabletz, der sich insbesondere mit der Entstehung von Dickdarmkrebs beschäftigt hat, erklärt im pressetext-Interview, wie die Krebsstammzellen aus den Stammzellen des Dickdarms entstehen. Normalerweise sorgen die Stammzellen dafür, dass die Zellen des Darms, die nur eine begrenzte Lebensdauer haben, regelmäßig, das heißt einmal am Tag, erneuert werden. "Wenn eine solche Stammzelle zur Krebsstammzelle wird, kann sie sich anschließend unbegrenzt teilen und weitere Krebsstammzellen hervorbringen", erklärt der Experte. In einem weiteren Schritt löst sich die Krebsstammzelle vom Ursprungstumor ab und kann sich über die Blutgefäße im Körper verbreiten. "Dafür werden längst stillgelegte Signalwege aktiviert, die der Körper während seiner Entwicklung als Embryo nutzte."

"Die stationären Krebszellen können allerdings noch keine Metastasen bilden", räumt auch Brabletz ein. In einem Prozess namens epitheliale-mesenchymale Transition, kurz EMT genannt, werden die Krebszellen umgeformt und nicht mehr im ursprünglichen Zellverband gehalten. "Diese Theorie ist mittlerweile anerkannt", meint der Forscher. Wenn eine solche bewegliche Krebsstammzelle ins Blutsystem eindringt, kann sie so andere Körperregionen erreichen, die vom ursprünglichen Tumor weit entfernt sind und sich dort ansiedeln. "Dies nennt man Metastasierung. Beim Dickdarmkrebs siedeln sich Metastasen meist in der Leber an", erklärt der Wissenschaftler.

Mit dem Modell der mobilen Krebsstammzelle vereint Brabletz erstmals alle aktuellen Theorien zur Entstehung von Metastasen – von den genetischen Veränderungen, den Veränderungen im Tumorumfeld, den Krebsstammzellen sowie der EMT. "Die wichtigen Schritte der Metastasenbildung sind umkehrbar und können nicht nur durch unwiderruflich veränderte Gene erklärt werden. Wenn eine mobile Krebsstammzelle ihr Ziel erreicht, verwandelt sie sich wieder zurück in eine stationäre Krebsstammzelle." Was die Wissenschaftler nun interessiert, ist die Frage, welche Komponente den Anstoß für die Verwandlung dieser Zellen in die eine oder die andere Richtung gibt. Möglicherweise gebe es Wachstumsfaktoren aus dem Umfeld des Tumors, die dafür verantwortlich sind.

An eine Umsetzung des Wissens in neue Krebstherapien will der Forscher aber noch nicht denken. "Es wäre verfrüht hier irgendetwas Konkretes zu sagen." Er rechne in frühestens zehn Jahren mit spezifischen Medikamenten, die etwa die mobilen Krebsstammzellen bekämpfen können.

Dickdarmkrebs ist nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen. Vielfach zeigen Betroffene am Anfang selten Schmerzen oder Symptome. Der Tumor wird häufig erst erkannt, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben. Eine ab dem 45. Lebensjahr im Abstand von mindestens fünf Jahren durchgeführte Darmspiegelung sei eine geeignete Vorsorge, meint auch der Forscher.

Lithium-Ionen-Akkus um Faktor Zehn verbessert

Forscher steigern Kapazität und Ladegeschwindigkeit dramatisch
 
Akkus: Speichern bald zehn Mal länger Energie (Foto: greenopolis.com)

Evanston (pte001/17.11.2011/06:00) – Wissenschaftlern der Northwestern University http://northwestern.edu ist ein Durchbruch in der Batterieforschung gelungen. Eine neuartige Elektrode erlaubt es Lithium-Ionen-Batterien, in Zukunft zehn Mal länger ihre Spannung zu halten. Gleichzeitig verringert sich die Zeit, die zum Aufladen benötigt wird, auf ein Zehntel. Schon in drei bis fünf Jahren könnte die Erfindung auf den Markt kommen.

Entwicklung überzeugt im Dauereinsatz

Wenn man Smartphones in Zukunft nur noch einmal pro Woche aufladen muss und dafür nur noch eine Viertelstunde benötigt, könnte das an jenem entwicklerischen Meilenstein liegen, den die Masterminds der in Illinois gelegenen Universität nun gelegt haben. Um diese beeindruckende Steigerung der Eigenschaftden der weit verbreiteten Akkus zu erreichen, kombinierten sie das Wissen aus zwei Forschungsansätzen der Chemietechnik.

Harold H. Kung, führender Autor des im "Advanced Energy Materials"-Journal veröffentlichten Papers, erklärt, dass die neuen Batterien auch im Dauereinsatz überlegen sind. "Auch nach 150 Ladevorgängen, was einer Verwendung von einem Jahr oder mehr entspricht, ist so ein Lithium-Ionen-Akku immer noch fünf Mal effektiver als jene, die heute im Handel erhältlich sind."

Lange Reise durch das Graphen

Li-Ion-Energiespeicher werden über eine chemische Reaktion ge- und entladen, durch die Lithiumionen zwischen den beiden Polen der Batterie hin- und hergeschickt werden. Dies bringt zwei Limitationen mit sich. Zum einen ist die Kapazität – der Zeitraum über welchen die Batterie die Spannung halten kann – abhängig von der Aufnahmefähigkeit von Anode und Kathode. Zum anderen entscheidet die Geschwindigkeit, in der die Ionen den Weg von einem Pol durch das Elektrolyt zum anderen Pol zurücklegen, über die Zeit, die zum Wiederaufladen benötigt wird.

Der negative Pol herkömmlicher Akkus besteht aus mehreren Schichten Graphen. Diese können nur ein Lithium-Atom je sechs Kohlenstoffatomen aufnehmen. Dazu verlangsamen die nur eine Atomschicht dicken, jedoch enorm langen Graphenblätter die Reise der Ionen zu ihrer Mitte, was in der Folge zu einem "Stau" an deren Rändern führt.

Silikon-Sandwiches als Schlüssel

Verschiedene Wissenschafter haben bereits mit Silikon als Ersatzmaterial experimentiert. Dieses kann theoretisch vier Lithium-Teilchen pro Atom beherbegen, dehnt sich jedoch beim Be- und Entladen rapide aus, was zur Fragmentierung und zum schnellen Verlust der Ladekapazität führt.

An der Northwestern University hat man nun beide Zugangsweisen kombiniert: In der neuentwickelten Batterie stecken "Silikon-Sandwiches" zwischen den Graphenschichten. Dies hält die Volumsveränderungen des Silikons in Grenzen und erhöht die Aufnahmekapazität deutlich. Kleine Löcher im Graphen, die einen Durchmesser von zehn bis 20 Nanometer aufweisen und über ein Oxidationsverfahren herbeigeführt werden, ermöglichen es den Lithium-Ionen, Abkürzungen zu nehmen und verbessern die Ladezeit dramatisch. "Jetzt haben wir fast das Beste aus beiden Welten", so Kung.

Batterie soll sich selbst ausschalten

Bisher konzentrierten sich die Forscher ausschließlich auf die Anode, nun wollen sie die Vorgänge in der Kathode unter die Lupe nehmen, um weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken. Sie arbeiten zudem an einem Elektrolyt-System, das Akkus dazu bringen soll, sich bei Überhitzung automatisch abzuschalten, ohne dabei funktionsuntüchtig zu werden. Nach Angaben des Forscherteams könnte die "zehnfach bessere" Batterie schon in drei bis fünf Jahren auf dm Markt erhältlich sein.

Fleischfressende Pflanzen inspirieren zu neuer Technik

Mit Nektar lockt die Kannenpflanze ihre Beute an. Sobald sich die
hungrigen Insekten jedoch auf dem fleischfressenden Gewächs
niederlassen, verlieren sie den Halt und rutschen ins Innere der zu
Hohlräumen geformten Blätter. Dort fallen sie in die
Verdauungsflüssigkeit der Karnivore und ertrinken. Auch andere
Pflanzen, die ihre Besucher für einen gewissen Zeitraum festhalten
wollen, verfügen über Möglichkeiten, ihnen vorübergehend den Halt zu
nehmen. Dies gilt beispielsweise für Frauenschuh und andere
Orchideenarten oder auch für Aronstäbe, die so ihre eigene Bestäubung
sicherstellen.

Diese Antihaft-Eigenschaften von Pflanzen kopieren Wissenschaftler vom
Institut für Botanik der Technischen Universität Dresden. Sie stellen
nano- und mikrostrukturierte Oberflächen her, an denen nichts kleben
bleibt. Ein entsprechender Bedarf besteht in der Industrie in vielen
Bereichen. Zu den zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten können
Spritzgussformen gehören oder Trichter, an denen Flüssigkeiten nicht
haften dürfen, oder auch Schutzschichten gegen die Ausbreitung von
Insekten in Wohnanlagen. Gerade in ständig temperierten, nicht
frost-gefährdeten Gebäudekomplexen haben auch tropische Insekten
(Schaben, Termiten, Ameisen) eine gute Überlebenschance. Ihre
Ausbreitung kann zu hygienischen Problemen bis hin zur Übertragung von
Krankheiten führen. Mit Hilfe von Techniken, die der Natur abgeschaut
sind, lassen sich hier entsprechende Gegenmaßnahmen treffen.

Kontakt:

Prof. Dr. Christoph Neinhuis

Institut für Botanik

Technische Universität Dresden

01062 Dresden

Redakteure fallen auf Twitter-Fake-News herein

pte20190131004 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation

Redakteure fallen auf Twitter-Fake-News herein

"Washington Post"-Kolumnist fordert von Journalisten wieder mehr traditionelle Recherche

(pte004/31.01.2019/06:15) – Twitter verleitet Journalisten dazu,
besonders provokativen Sensationsmeldungen hinterherzulaufen, die sich
oft im Nachhinein als unwahr oder völlig überzogen herausstellen. Mit
dieser kritischen Einschätzung sorgt David Von Drehle, Kolumnist der
"Washington Post", für Diskussionen in den US-Nachrichtenredaktionen.
Viele seiner Kollegen würden den Mikroblogging-Service mittlerweile
bewusst meiden, um nicht auf "Fake News" hereinzufallen. Andere bekommen
von ihren Chefs eine Twitter-Auszeit vorgeschrieben, um sich wieder
mehr auf traditionelle Recherchemethoden zu konzentrieren.

"Crystal Meth der Redaktionen"

"Twitter ist das Crystal Meth der Nachrichtenredaktionen", so Von Drehle
in der jüngsten Ausgabe seiner Kolumne. Während es für Journalisten
noch vor einigen Jahren ganz normal gewesen sei, sich zum Aufspüren
interessanter Storys ans Telefon zu setzen und Infos zu einzuholen,
würde man sich hierfür heute vielerorts einfach auf das ständige
Mitlesen der aktuellsten Twitter-Meldungen verlassen. Doch diese seien
meist nichts anderes als "flüchtige Sensationen, kurzzeitige Aufreger,
falsche Eindrücke und provokative Verzerrungen", betont Von Drehle.

"Vielleicht ist das konstante Twitter-Monitoring gerade in einer Zeit,
in der sogar der US-Präsident diese Seite als primären
Kommunikationskanal versteht, besonders verführerisch. Journalisten
verbringen heute aber eindeutig zu viel Zeit in der virtuellen Welt und
vernachlässigen dafür die reale", meint auch Farhad Manjoo, Kolumnist
der "New York Times". Das Mikroblogging-Portal sei "das gefährlichste
soziale Netzwerk der Welt". "Ob Falschmeldungen oder übertrieben
dargestellte Meinungen – für Journalisten kann auf Twitter vieles
schiefgehen", so Manjoo.

Twitter-Auszeit für Mitarbeiter

Natürlich weisen einige Experten darauf hin, dass man es sich gerade in
der heutigen Zeit als Journalist kaum leisten könne, Twitter als
Nachrichtenquelle zu ignorieren. "Journalisten sollten nach jeder
verfügbaren Möglichkeit Ausschau halten, um einen besseren Einblick in
die Öffentlichkeit zu bekommen. Wenn man sich von Twitter lossagt, heißt
das auch, sich von einer potenziell wertvollen News-Ressource
abzuschneiden", erklärt etwa Jeff Jarvis, Mitbegründer des Magazins
"Entertainment Weekly".

Nichtsdestotrotz ist man in manchen US-Medien bereits dazu übergegangen,
den Mikroblogging-Dienst zumindest kurzzeitig aus der eigenen Redaktion
zu verbannen. Ein Beispiel hierfür ist etwa das Newsportal "Insider".
Die dortige Chefredakteurin Julie Zeveloff West hat ihren Mitarbeitern
nun während der Arbeit eine Woche lang den Zugriff auf Twitter verboten.
"Ich möchte sie dadurch ermutigen, ihre Geschichten auf andere Weise zu
finden", rechtfertigt sie die Aktion.

Neue Erkenntnisse über arktischen Permafrostboden

Allmähliches und anhaltendes Auftauen:
Internationales Forscherteam gewinnt CBremerhaven,
9. April 2015. Der Permafrostboden in der Arktis und den subarktischen
Gebieten wird vermutlich über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich
beträchtliche Mengen von Treibhausgasen freisetzen. Zu diesem Schluss
kommt ein internationales Forscherteam, nachdem es aktuelle
Permafrost-Studien zusammengefasst und ausgewertet hat. Die
Wissenschaftler stellen damit fest, dass die immer wiederkehrende These
einer schlagartigen und großflächigen Freisetzung von Milliarden Tonnen
von Kohlendioxid und Methan aus dem gefrorenen Boden sehr
unwahrscheinlich ist. Die Studie erscheint heute im Fachmagazin Nature.

Der
Permafrostboden der nördlichen Erdhälfte speichert fast doppelt so viel
Kohlenstoff, wie derzeit in der Atmosphäre enthalten ist. „Wenn der
Boden auftaut, beginnen Mikroorganismen und Bakterien die Pflanzen- und
Tierreste, die seit Jahrtausenden in der Erde lagern, zu zersetzen.
Dabei produzieren sie Kohlendioxid und Methan. Steigt also die globale
Temperatur weiter an, könnte der Permafrost mehr Treibhausgase
freisetzen“, erklärt Dr. Guido Grosse, Permafrostforscher an der
Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum
für Polar- und Meeresforschung (AWI) und Co-Autor der aktuellen Studie.
Wie schnell der Boden der Arktis auftaut und Treibhausgase freisetzt,
sind deshalb entscheidende Fragen. Bisher gab es hierzu allerdings
unterschiedliche Antworten.

Aus diesem Grund hat ein
internationales Team von Wissenschaftlern aus den Vereinigten Staaten,
Europa, Kanada und Russland den derzeitigen Stand des Wissens zum
Permafrost zusammengetragen. Dabei sind die Forscher zu dem Schluss
gekommen, dass der gefrorene Boden im Laufe der nächsten Jahrzehnte sehr
wahrscheinlich allmählich, aber beständig, große Mengen an Kohlendioxid
und Methan freisetzen wird. Die These, dass der Permafrost bei
steigenden Temperaturen schlagartig große Mengen Kohlendioxid und Methan
ausstoßen könnte, schätzen die Wissenschaftler als sehr
unwahrscheinlich ein. „Der Permafrost reagiert größtenteils langsam auf
Klimaveränderungen. Hat der Tauprozess allerdings erst einmal begonnen,
lässt er sich nicht mehr so schnell aufhalten. Selbst wenn wir jetzt die
menschengemachten Emissionen drastisch reduzieren, würde der Permafrost
über die nächsten Jahrhunderte weiter tauen“, sagt Dr. Guido Grosse.

Wie viel Kohlenstoff speichert der Permafrost?

Neue
Erkenntnisse erlangten die Wissenschaftler vor allem in Bezug auf die
Kohlenstoffmenge, die in den Permafrostregionen vermutet wird. Gingen
erste Studien noch von 1600 bis 1700 Milliarden Tonnen aus, konnte das
Team mit Hilfe historischer und aktueller Daten die Werte für die
detaillierter untersuchten Permafrostregionen auf 1330 bis 1580
Milliarden Tonnen eingrenzen. Dazu kommen weitere, bis zu 400 Milliarden
Tonnen Kohlenstoff in den Regionen, die wegen der dortigen spärlichen
Datenlage allerdings noch mit großer Unsicherheit in der
Mengenabschätzung belegt sind.

Den größten Anteil, rund siebzig
Prozent, davon erwarten die Wissenschaftler in den oberen drei Metern
des Permafrostbodens. Doch auch in Tiefen von bis zu 40 Metern lagern
wohl beträchtliche Kohlenstoffmengen. „Wir nehmen an, dass selbst die
tiefen gefrorenen Ablagerungen für uns Menschen durchaus klimarelevant
sind. Denn diese Schichten enthalten viel Eis, das bei steigenden
Temperaturen schmilzt und den Permafrost trotz der Tiefe anfällig für
schnelles und tiefes Auftauen innerhalb der nächsten 100 bis 300 Jahre
macht und zur Freisetzung von Treibhausgasen führen kann", erklärt der
AWI-Permafrostforscher.

Ein beträchtlicher Anteil Kohlenstoff
noch unbekannter Größenordnung befindet sich darüber hinaus unter dem
Meeresspiegel der Schelfmeere Nordsibiriens und Alaskas. Permafrost, der
sich hier während der letzten Eiszeit noch an Land gebildet hat, wurde
mit dem Ende der Kaltzeit überflutet und Teile davon bestehen seitdem
als so genannter submariner Permafrost weiter.

Abruptes, regionales Tauen von Permafrost

Obwohl
die Wissenschaftler davon ausgehen, dass diese Kohlenstoffspeicher
kontinuierlich abgebaut werden, verweisen sie in ihrer Studie auch auf
Regionen in Alaska und Kanada, in denen es zu einem schnelleren Auftauen
kommen kann. Der Grund: Der Boden in diesen Gebieten ist sehr
eishaltig. Wenn die Temperatur hier schnell steigt, beginnen diese
unterirdischen Eiseinlagerungen zu schmelzen und das darüber liegende
Gelände abzusinken. In den dadurch entstehenden Senken wiederum sammelt
sich Wasser. Es entstehen so genannte Thermokarstseen, unter denen der
Boden mit erhöhtem Tempo weiter auftaut.

„Das Tauen unter den
Seen passiert innerhalb weniger Jahrzehnte und kann sehr tiefe Schichten
erreichen. Diese Thermokarst-Prozesse sind für uns deshalb ein
deutliches Anzeichen dafür, dass das Tauen nicht immer graduell abläuft,
sondern unter bestimmten Bedingungen – wie bei einer starken Erwärmung
oder veränderten Niederschlägen – regional auch sehr plötzlich
stattfinden kann“, erklärt Dr. Guido Grosse.

Kohlenstoff ist nicht gleich Kohlenstoff

Allerdings,
fassen die Forscher zusammen, führt das Tauen der Permafrostböden nicht
automatisch dazu, dass der gesamte darin gespeicherte Kohlenstoff als
Kohlendioxid und Methan in die Atmosphäre abgegeben wird. „Auch Mikroben
und Bakterien haben gewisse Futtervorlieben. Teile des Kohlenstoffs
können sie sehr leicht aufnehmen, an anderen haben sie mehr zu knabbern,
um sie umzusetzen – und einige können sie nur extrem langsam
zersetzen“, erklärt Dr. Guido Grosse.

Erste Langzeitversuche
ergaben zudem, dass besonders am Anfang, wenn der Boden zu tauen
beginnt, die Kohlenstoff-Verlustrate hoch ist. Über die Zeit jedoch
nimmt diese Rate wieder ab. Bereits zum Jahr 2100 könnten allerdings 15
Prozent des leicht zu verwertenden Kohlenstoffs als Treibhausgase
freigesetzt werden. Den Wissenschaftlern zu Folge würde dies noch in
diesem Jahrhundert zu einer zusätzlichen globalen Erwärmung um bis zu
0,27 Grad Celsius führen.

Tauender Permafrost in Klimamodellen

Ziel
der Permafrost-Forscher ist es nun, die neuen Erkenntnisse in
Klimamodelle einzubauen. Denn bisher fanden Permafrost-Prozesse nur
wenig Beachtung, wenn es darum ging, Aussagen über das zukünftige Klima
zu treffen. „Wenn man bedenkt, dass die Permafrost-Regionen, die
immerhin fast ein Viertel der Landoberfläche auf der Nordhalbkugel
einschliessen, vermutlich ebenso viel Treibhausgase freisetzen, wie die
historisch viel beachteten menschengemachten Veränderungen in der
Landnutzung, dann zeigt sich, wie bedeutend diese Vorgänge für unser
Klima sind“, erzählt Dr. Guido Grosse.

Finanziert wurde die
Zusammenarbeit des internationalen Forscherteams durch die amerikanische
National Science Foundation (NSF). Dr. Guido Grosse wurde durch das
European Research Council (ERC) mit dem Projekt PETA-CARB und dem
Helmholtz Impuls- und Vernetzungsfonds finanziert.

Molekül „Lignin“ für umweltfreundlicheren Asphalt

Molekül "Lignin" für umweltfreundlicheren Asphalt

Pflanzliche Alternative für Asphaltbindemittel ist erneuerbare Ressource

Baum: Besteht zu einem Drittel aus Lignin (Foto:pixelio.de/9ekieram1)
Baum: Besteht zu einem Drittel aus Lignin (Foto:pixelio.de/9ekieram1)

Amsterdam (pte019/23.03.2015/13:30) –

Bald könnte es eine umweltfreundliche Alternative zum derzeitigen
Asphaltbau geben. Wenn es nach einigen Forschern geht, soll im
Straßenbau oder im Bau von Dächern ein Pflanzenmolekül namens Lignin zur
Anwendung kommen, das die gleichen Eigenschaften mitbringt wie das
derzeit verwendete Bindemittel, das aus Öl gewonnen wird.

Bitumen soll reduziert werden

Bitumen heißt die klebrige Substanz, die derzeit bei
der Herstellung von Asphalt zum Einsatz kommt. Bekannterweise ist Öl
weder eine erneuerbare Ressource noch sehr umweltverträglich. Noch dazu
ist das Öl auf den Märkten großen Preisschwankungen ausgesetzt, was es
manchmal schwierig macht, das Erdpech in guter Qualität zu bekommen.
"Das hat Hersteller auf der ganzen Welt dazu bewogen, nach Alternativen
Ausschau zu halten", meint Ted Slaghek, Forscher in der niederländischen
Non-Profit-Organisation TNO https://tno.nl/en/ . "Langfristig müssen wir uns in Richtung erneuerbarer Energie bewegen."

Das von den Forschern als Ersatz für das Bitumen
vorgeschlagene Lignin zum Beispiel ist eine erneuerbare Ressource, die
ein Drittel des trockenen Materials eines Baumes ausmacht. Das Molekül
ist wesentlich für die Festigkeit von pflanzlichen Geweben von
Bedeutung. Lignin ist neben der Cellulose die häufigste organische
Verbindung der Erde. Die Gesamtproduktion der Lignine wird auf etwa 20
Milliarden Tonnen pro Jahr geschätzt. Nicht nur deshalb ist es billiges
Material, sondern auch, weil es ein Abfallprodukt bei der
Papierproduktion darstellt. 50 Millionen Tonnen werden jährlich als
Abfall produziert. Heute wird dieses Nebenerzeugnis als Brennstoff für
die Papierindustrie verwendet.

Lignin-Bitumen-Mischung als Erfolgsrezept

Lignin teilt viele Eigenschaften mit dem Bitumen und
könnte daher einen umweltfreundlichen Zusatz darstellen und die Menge
des verwendeten Erdpechs bei Konstruktionsarbeiten drastisch reduzieren.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass Lignin nicht einfach zum Öl
beigemengt werden kann. Der Beifügungsprozess muss auf einer molekularen
Basis erfolgen. Slaghek hat mit seinem Team bereits eine Vielzahl von
Lignin-Bitumen-Mischungen hergestellt, die den Asphalt resistenter gegen
warmes Wetter machen sowie die Lebenszeit von Straßen um einige Jahre
erhöhen.

"Auf der anderen Seite gibt es die Gefahr bei
herkömmlich asphaltierten Straßen in kühlen Gefilden, das Bitumen zu
hart und brüchig wird, und sich Steine und Schotter daraus lockern und
Autos beschädigen können", so Slaghek. Die Forscher haben daher auch
eine Mischung entwickelt, die das Bitumen klebriger macht, um auch bei
kühlen Temperaturen gute Straßenqualität zu gewährleisten.

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HOW TO BE SICHER FROM USB ATTACKS

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DATA USB KEYBOARD GUARD vor manipulierten USB-Geräten.

USB
als Einfallstor für Angriffe

Nicht
erst seit der Wurm Conficker auf deutschen PCs sein Unwesen getrieben hat, ist
den meisten Nutzern klar, dass USB-Datenträger eine ernste Gefahr darstellen.
Viele Angriffsmethoden sind per USB möglich: Ein manipuliertes,
programmierbares USB-Gerät – wie etwa ein Speicherstick – kann sich
beispielsweise als Tastatur am Windows-System anmelden und einem Angreifer aus
der Ferne die Kontrolle über das System ermöglichen.

Auf
der BlackHat-Hackerkonferenz in Las Vegas demonstrierten zwei Forscher der
Berliner Security Research Labs (SRLabs) jetzt anhand Ihres „BadUSB“ getauften
Angriffs die Manipulation der USB-Geräte-Firmware, die in ähnlicher Form in
allen USB-Geräten vorhanden ist. Theoretisch könnten so alle USB-Geräte zum
Angriffsvektor werden – von der Maus über den Drucker bis hin zur
Digitalkamera!

Auch
private Daten sind in Gefahr

Forscher
warnen im Zusammenhang mit USB-Attacken immer wieder vor allem vor gezielten
Angriffen gegen Unternehmen. Aber auch Privatpersonen sind gefährdet:
Cyberkriminelle haben es zunehmend auf private Kontoinformationen und
Zugangsdaten für Online-Banking, Shopping-Webseiten und soziale Netzwerke
abgesehen. Falls Sie also zum Beispiel Urlaubsfotos oder Dokumente über
USB-Sticks und -Festplatten mit Freunden austauschen oder gebrauchte USB-Geräte
aus dem Internet einsetzen, könnten Sie vielleicht ebenfalls Opfer eines
ungerichteten Angriffs per USB werden.

Sicher
vor falschen Tastaturen

All
diese Angriffe sind möglich, da Windows USB-Geräte wie Drucker, Kameras oder
eben USB-Sticks grundsätzlich als sicher einstuft und ihnen Zugriff auf das
System gestattet. Doch diese allgemeine Annahme kann spätestens seit den
neuesten „BadUSB“-Enthüllungen für den Nutzer gefährlich werden. Da das
klassische Antivirus-Programm gegen diese Angriffe bislang machtlos war, hat G
DATA reagiert und als Ergänzung den USB Keyboard Guard entwickelt, der Sie vor
der wahrscheinlichsten Form einer USB-Attacke schützt: USB-Geräte, die sich als
Tastatur ausgeben. Wird vom System eine neue Tastatur erkannt, wird der Zugriff
zunächst unterbunden und ein Popup angezeigt. Sie können dann in Ruhe prüfen,
ob es sich tatsächlich um eine Tastatur handelt und den Zugriff entweder
dauerhaft zulassen oder unterbinden. Der Download ist für Sie kostenlos.