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Messungen unter Big-Bang-Bedingungen bestätigen Lithium-Problem

Pressemitteilung aus dem
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) vom
25.08.2014

Messungen unter
Big-Bang-Bedingungen bestätigen Lithium-Problem

Die Astrophysik hat ein hartnäckiges
Problem und das heißt Lithium: Das Element kommt nicht in den Mengen in
Sternen vor, die rechnerisch für die Lithium-Entstehung nach dem Big
Bang vorhergesagt werden. Doch die Berechnungen stimmen – das konnte
jetzt erstmals auch experimentell im Untertagelabor im italienischen
Gran-Sasso-Bergmassiv bestätigt werden. Forscher des Helmholtz-Zentrums
Dresden-Rossendorf (HZDR) untersuchten dort in einem internationalen
Team, wieviel Lithium unter Urknall-Bedingungen entsteht. Die Ergebnisse
wurden in der Fachzeitschrift Physical Review Letters
veröffentlicht.

Lithium ist neben
Wasserstoff  und Helium eines der drei Elemente, die nicht erst
innerhalb von Sternen erzeugt werden. Stattdessen – so die Theorie –
sind sie schon früh durch die „primordiale Nukleosynthese“ entstanden.
Das heißt: Im nur wenige Minuten alten Universum haben sich Neutronen
und Protonen zu den Kernen der ersten drei Elemente verbunden. Am
Laboratory for Underground Nuclear Astrophysics (LUNA) wurde die
Kernentstehung von Lithium nun von einem internationalen Forscherteam
nachgestellt. Eine führende Rolle im Team nahm Michael Anders ein, der
im vergangenen Jahr an der TU Dresden und am HZDR zu dem Thema
promoviert hat. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
geförderten Projekts wurde er dabei von Dr. Daniel Bemmerer,
Gruppenleiter am HZDR, betreut.

In dem italienischen Untertagelabor
feuerten die Wissenschaftler Heliumkerne auf schweren Wasserstoff
(sogenanntes Deuterium), um Energien wie kurz nach dem Urknall zu
erreichen. So sollte gemessen werden, wieviel Lithium unter Bedingungen
entsteht, die denen im Frühstadium des Universums ähneln. Das Ergebnis
des Experiments: Die Daten bestätigten die theoretischen Vorhersagen,
die mit den beobachteten Lithium-Konzentrationen im Universum nicht
vereinbar sind.

„Zum ersten Mal
überhaupt konnte mit unserem Experiment die Lithium-6-Produktion in
einem Teil des Urknall-Energiebereichs untersucht werden“, erklärt
Daniel Bemmerer. Lithium-6 (drei Neutronen, drei Protonen) ist eines der
beiden stabilen Isotope des Elements. Die Entstehung von Lithium-7,
welches über ein zusätzliches Neutron verfügt, wurde bereits 2006 von
Bemmerer am LUNA untersucht.

Mit den neuen Ergebnissen bleibt das
Lithium-Problem eine harte Nuss: Einerseits sprechen nun alle
Labor-Ergebnisse der Astrophysiker dafür, dass die Theorie der
primordialen Nukleosynthese korrekt ist. Andererseits zeigen viele
Beobachtungen von Astronomen, dass die ältesten Sterne in unserer
Milchstraße nur halb so viel Lithium-7 enthalten wie vorhergesagt.
Aufsehenerregende Berichte von schwedischen Forschern, die in solchen
Sternen außerdem deutlich mehr Lithium-6 entdeckten als vorhergesagt,
müssen wohl auch aufgrund der neuen LUNA-Daten noch einmal überprüft
werden. Bemmerer: „Sollten in Zukunft wieder ungewöhnliche
Lithium-Konzentrationen beobachtet werden, wissen wir dank der neuen
Messung, dass die Erklärung nicht in der Urknall-Nukleosynthese liegen
kann.“

Weitere Forschung
bald im neuen Felsenkeller-Labor in Dresden

Wichtig für die Untersuchungen war auch
die besondere Lage von LUNA: Im Bergmassiv Gran Sasso d’Italia halten
1.400 Meter Felsgestein störende kosmische Strahlung fern. Zusätzlich
ist das Labor in eine Bleihülle gekleidet. Nur durch eine solch gute
Abschirmung können die seltenen Wechselwirkungen zwischen den Kernen
präzise erfasst werden. Schon im nächsten Jahr soll aber auch in Dresden
ähnliche Forschung möglich sein. Dann wollen die Technische Universität
Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf das
Beschleunigerlabor „Felsenkeller“ in Betrieb nehmen. In dem ehemaligen
Brauerei-Keller schirmen zwar nur 45 Meter Fels die natürliche Strahlung
ab, dies reiche laut Bemmerer vom HZDR für viele Messungen aber bereits
aus. Zudem habe das neue Labor einen mehr als zwölfmal so starken
Teilchenbeschleuniger zu bieten: „Dort können wir dann unsere
Experimente erweitern und die Entstehung der Elemente in höheren
Energiebereichen erforschen.“

Menschliche innere Uhr steuert wichige Körperfuktion:

wie bereiten sich Muskelzellen auf einen anstrengenden Arbeitstag vor? Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der
Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Mitglieder im Deutschen
Zentrum für Diabetesforschung (DZD), haben diese Frage untersucht und
die Ergebnisse in ‚PLOS Biology‘ publiziert. Die Arbeit deckt ein ganzes
Stoffwechselnetzwerk auf, das wider Erwarten nicht durch das Gehirn
sondern über die ‚innere Uhr‘ der Muskelzellen gesteuert wird.

Quasi alle Zellen des menschlichen Körpers
besitzen eine eigene innere Uhr. Sie steuert sämtliche Vorgänge, die
nicht gleichzeitig stattfinden oder nicht mit immer gleicher Intensität
ablaufen sollen. „Das betrifft beispielsweise die Verwertung von
Nährstoffen wie Fett und Proteinen“, erklärt Prof. Dr. Henriette
Uhlenhaut. Sie ist Gruppenleiterin am Institut für Diabetes und
Adipositas des Helmholtz Zentrums München (IDO) sowie am Genzentrum der LMU.
„Gerät die innere Uhr des Körpers aber aus dem Takt, so kann das
schwere Folgen für den Stoffwechsel haben. So ist beispielsweise
bekannt, dass Menschen, die viel im Schichtdienst arbeiten, besonders
anfällig für Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes sind.“

In der aktuellen Arbeit konzentrierte sich das
Team um Uhlenhaut nun erstmals auf den 24-Stunden-Stoffwechsel-Rhythmus
der Muskeln. „Wir hatten speziell zwei Proteine im Blick, die als
sogenannte Master Regulatoren der inneren Uhr fungieren“, sagt Dr.
Kenneth Dyar, Wissenschaftler am IDO und Erstautor der aktuellen Studie.
„Diese beiden Moleküle binden an die DNA und stoßen alle nachfolgenden
Prozesse an.“ In Muskelzellen von Mäusen konnten die Wissenschaftler die
Aktivität dieser beiden Proteine im Tagesverlauf sehr genau ermitteln.
„Dabei haben wir angefangen bei der Bindung an das Erbgut über die zu-
oder abnehmende Genaktivität bis hin zu den entsprechenden Gen- und
Stoffwechselprodukten alles gemessen“, erklärt Kenneth Dyar den
umfassenden Ansatz. Aufbauend auf früheren Studien untersuchten die
Wissenschaftler den Auf- und Abbau von Fetten und Proteinen – ein Ansatz
der auch für Sportler interessant sein dürfte.

Stoffwechselnetzwerk aufgedeckt

In Zusammenarbeit mit italienischen und
österreichischen Kollegen (vom Venezianischen Institut für Molekulare
Medizin sowie den Universitäten von Padua, Triest und Graz) arbeiteten
die Wissenschaftler bestimmte Vorgänge heraus, die nachts von den
Regulatoren der inneren Uhr angeschaltet werden: „Darunter fällt
beispielsweise das Speichern von Fett, der Zuckerstoffwechsel oder die
Sensitivität gegenüber dem Hormon Insulin“, erklärt Henriette Uhlenhaut.
Gleichzeitig würden gegenläufige Prozesse wie die Fettsäureoxidation
oder der Proteinabbau heruntergefahren, so die Autoren. Diese Muster
seien vor allem in den Stunden vor dem Aufwachen besonders ausgeprägt
und bereiten die Muskeln auf den kommenden Tag vor.

Im letzten Schritt untersuchten die
Wissenschaftler Eingriffsmöglichkeiten in diese Vorgänge. Dazu
beobachteten sie Mäuse, bei denen einer der Master Regulatoren fehlte.
Ohne ihre innere Uhr bildeten die Tiere deutlich weniger Fettmasse und
die Produktion von Muskelproteinen wurde erhöht. „Zusammengenommen deckt
unsere Arbeit auf mehreren Ebenen ein ganzes Stoffwechselnetzwerk auf“,
erklärt Studienleiterin Uhlenhaut. „Biologisch spannend dabei ist auch,
dass der Taktgeber dafür nicht wie zu vermuten zentral im Gehirn sitzt,
sondern die innere Uhr der Muskelzellen selbst ist.“ Langfristig wollen
die Autoren die Mechanismen auch im Menschen untersuchen und eine
Möglichkeit finden, darin einzugreifen. So wäre es demnach denkbar, eine
Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes zu bekämpfen, oder die
Energieverbrennung anzukurbeln, um krankhaftes Übergewicht zu
reduzieren.  

Weitere Informationen

Hintergrund:
Konkret
verglichen die Autoren die genomweite Bindung der beiden
Transkriptionsfaktoren BMAL1 und REV-ERBα. Die Autoren Michaël Hubert
und Katrin Fischer sind Teilnehmer am Doktoranden-Ausbildungsprogramms
Helmholtz Graduate School Environmental Health, kurz HELENA.

Original-Publikation:
Dyar, K. et al. (2018): Transcriptional programming of lipid and amino acid metabolism by the skeletal muscle circadian clock. PLOS Biology, DOI: 10.1371/journal.pbio.2005886

Immunsystem und der Alterungsprozess – gibt es ein Wundermittel gegen das Altern? Mit einer Stellungnahme von Jean Pütz

Meine persönliche Bemerkung:

Der originale Titel dieser Mitteilung
lautet:"Wundermittel"
verspricht ewige Jugend

Eigentlich wollte ich das als
unwissenschaftlich ablegen und nicht veröffentlichen, aber die
wissenschaftliche Forschungs-Methode schien mir so interessant, dass ich sie
Ihnen, liebe Leser, nicht vorenthalten wollte. Ganz speziell der Hinweis auf
die Mitwirkung des Immunsystems auf den Alterungsprozess scheint mir
erwähnenswert. Daraus allerdings ein Anti Aging-Medikament zu entwickeln, was
natürlich enorme Profite verspricht, ist noch in weiter Ferne. Meine
persönliche – nicht mit Wissenschaftlern abgestimmte Meinung – ist allerdings,
dass man auf dieses Mittel dann verzichten kann, wenn man sein Immunsystem
lebenslang fördert. Ganz entscheidend ist dafür eine gesunde Darmflora, denn
der Darm spielt eine wichtige Rolle, was leider immer noch nicht in der Medizin
verankert ist. Dazu gehört aber auch, sich regelmäßig impfen zu lassen, nicht
nur die üblichen Impfungen in der Jugend und ggf.gegen Tropenkrankheiten, sondern auch gegen Grippe, gegen
Lungenentzündung (Pneumokokken) usw.

Mein Freund, …. Hat schon vor 30 Jahren
darauf hingewiesen, dass jede Impfung gleichzeitig auch das gesamte Immunsystem
stärkt, deswegen verstehe ich nicht, warum so viele Menschen sich generell
gegen das Impfen wehren. Das gilt insbesondere bei den modernen Impfstoffen,
die keine lebenden Viren mehr enthalten , sondern teilweise nur Bruchstücke,
die aber das Immunsystem durch Bildung von Antikörper und Phagen aktivieren

Ihr Jean Pütz

pte20190103001 Medizin/Wellness,
Forschung/Technologie

"Wundermittel" verspricht ewige
Jugend

Verstärkte Entfernung alternder Zelle hält
laut israelischen Wissenschaftlern deutlich länger fit

(pte001/03.01.2019/06:00) – Forscher am
Weizmann Institute of Science http://weizmann.ac.il haben ein neues Medikament
getestet, das dazu beiträgt, alternde Zellen in Mäusen schneller als es die
Natur vorsieht abzubauen. Die leitenden Wissenschaftler Valery Krizhanovsky und
Yossi Ovadya haben zunächst entdeckt, dass das Immunsystem in eine wichtige
Aktivität eingebunden ist: In die Entfernung von alternden Zellen, die den
Körper belasten, wenn sie nicht schnell genug abgebaut werden. Diese Zellen
sind noch nicht abgestorben, haben aber einen großen Teil ihrer
Funktionsfähigkeit eingebüßt. Sie können Krankheiten auslösen, etwa
Entzündungen.

Experimente mit Mäusen

Die Experten arbeiteten mit Mäusen, denen
ein für die Entfernung alternder Zellen wichtiges Gen fehlte. Als die Tiere
zwei Jahre alt waren, zeigte sich, dass sich in deren Körper mehr alternde
Zellen befanden als in denen einer Vergleichsgruppe mit intakten Genen. Die
Mäuse mit dem fehlenden Gen litten an chronischen Entzündungen. Außerdem waren
zahlreiche Funktionen ihrer Körper stark eingeschränkt. Sie sahen älter aus und
starben früher.

Als nächstes verabreichten die Forscher
den gealterten Versuchstieren Medikamente, die Proteine blockierten, die das
Überleben von alternden Zellen hinauszögern. Die Wirkung war frappierend.
Bluttests zeigten einen deutlichen Rückgang an Entzündungen. Außerdem nahm die
Aktivität der Mäuse zu und das Körpergewebe ähnelte stärker dem von gleich
alten Mäusen mit intakten Genen. Krizhanovsky und Ovadya zählten schließlich
die im Körper der Tiere verbliebenen alternden Zellen und stellten eine
deutliche Abnahme fest. Die Folge war eine höhere Lebenserwartung.

Übertragbarkeit auf Mensch

Ob sich die Forschungsergebnisse auch auf Menschen
übertragen lassen, ist noch offen. Die israelischen Wissenschaftler suchen
jetzt Möglichkeiten, auch bei Menschen die Abstoßung von alternden Zellen zu
beschleunigen. Möglicherweise lässt sich das Immunsystem so verändern, dass es
diese Aufgabe verstärkt übernimmt. Ziel ist die Entwicklung einer
Anti-Aging-Therapie. Die mythische Vorstellung eines Jungbrunnens, aus dem man
trinkt, um ewiges Leben zu genießen, wäre dann zumindest teilweise realistisch.

Leibniztag 2011 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Betreff: Leibniztag 2011 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Datum: 18. Jun 2011 13:22

Mit einem Appell für eine Zukunftsinvestition in Bildung, Wissenschaft und Forschung eröffnete Akademiepräsident Prof. Dr. Günter Stock seinen Rechenschaftsbericht auf dem Leibniztag 2011. Da derzeit über das Auslaufen des Solidarpaktes gesprochen werde, sollte darüber nachgedacht werden, so Prof. Dr. Günter Stock, ob wir Solidarität nicht gerade und im Besonderen mit den nachwachsenden Generationen zeigen müssten. Er votierte für eine begrenzte Verlängerung des Solidarpaktes, um strategisch notwendige Investitionen in die Bildungskette von der vorschulischen bis zur universitären Bildung zu ermöglichen.

Am Leibniztag, der Anfang des 19. Jahrhunderts von der Preußischen Akademie der Wissenschaften begründet wurde, werden traditionellerweise die höchsten Auszeichnungen und Preise der Akademie verliehen. In diesem Jahr wurden Prof. Dr. Fotis C. Kafatos und Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker für ihre besonderen Verdienste bei der Gründung und beim Aufbau des European Research Council (ERC) mit der Leibniz-Medaille gewürdigt. Der Philosoph und Historiker Prof. Dr. Martin Mulsow erhielt für seine Studien, in denen er die Aufklärung als Radikalisierungsprozess interpretiert, den mit 30.000 Euro verliehenen Akademiepreis für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Den Festvortrag hielt Josef Joffe, ZEIT-Herausgeber sowie Senior Fellow und Professor der Politikwissenschaft an der Stanford University. Er widmete sich dem Umbruch in der arabischen Welt und ging der Frage nach, ob es sich bei den aktuellen Demokratisierungsbewegungen um eine Geschichtswende oder lediglich um einen falschen Frühling handle.

Ein Schwerpunkt im Bericht des Akademiepräsidenten war die aktuelle Arbeit der Akademie. Im Bereich der interdisziplinären Arbeitsgruppen (IAGs) befasst sie sich unter anderem mit der Zukunft technischer und naturwissenschaftlicher Bildung in Europa, mit dem Thema Zukunft mit Kindern Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung oder mit der Exzellenzinitiative. Als eine besonders innovative Entwicklung im Bereich der sogenannten Langzeitvorhaben hob Prof. Dr. Günter Stock die Eröffnung des Berliner Antike-Kollegs hervor, das allen beteiligten Institutionen die einmalige Chance einer Revitalisierung der großen wissenschaftlichen Tradition der Altertumsforschung in Berlin biete.

Der Akademiepräsident thematisierte auch die Veränderungen in der deutschen Akademienlandschaft. Er verwies zum einen auf die Impulse, die in der Vergangenheit von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) ausgingen, unter anderem mit den Initiativen zur Gründung einer Jungen Akademie und des Konvents für Technikwissenschaften, aus der später acatech Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hervorging. Zum anderen betonte er die Sonderrolle der BBAW im Bereich der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung.

Dem Bio-Siegel auf der Spur

(aid) – Lebensmittel aus biologischem Anbau sind im Trend. Es gibt kaum einen Supermarkt, der nicht mit einem Bio-Sortiment aufwarten kann. Doch inzwischen kursieren mehr als einhundert Bio-Kennzeichnungen in Deutschland. Das verunsichert viele Kunden, die sich fragen: Wo steckt eigentlich wirklich Bio drin? Den aid-Film "Bio & Co." von 2003 gibt es jetzt auf DVD mit praktischer Menüführung und einzeln anwählbaren Sprungmarken. Er geht allen wichtigen Fragen in Sachen Bio auf den Grund und erklärt, worauf es bei Bio-Lebensmitteln ankommt und woran man sie erkennt. Dazu wirft die Kamera ihren Blick in verschiedene Produktionsbetriebe und verfolgt, wie Käse, Wurst, Nudeln, Wein und andere Lebensmittel mit biologischen Verfahren hergestellt werden. Zudem begleitet der Film eine Kontrolleurin auf Öko-Kontrolle, die deutlich macht, welche strengen Qualitätskriterien Biolandwirte und -hersteller befolgen müssen. Am Ende des rund 30-minütigen Films bleiben keine Zweifel offen, was wirklich Bio ist und welchem Siege
l Konsumenten tatsächlich trauen können.
aid

aid-Film auf DVD "Bio & Co.", Laufzeit ca. 30 Minuten
Bestell-Nr. 61-7620, ISBN 978-3-8308-0706-3
Preis: 15,50 EUR
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstraße 8, 53340 Meckenheim
Tel.: 02225 926146, Fax: 02225 926118
Österreich: ÖAV, av Buch, Sturzgasse 1A, 1140 Wien
E-Mail: mailto:Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de

Übergewicht bei Schwangeren erhöht Risiko für Fehlbildungen beim Ungeborenen

Vorgeburtliche Ultraschalldiagnostik:

Übergewicht bei Schwangeren erhöht Risiko für Fehlbildungen beim Ungeborenen

Berlin/Innsbruck Bei werdenden Müttern, die übergewichtig oder adipös sind, ist das
Risiko erhöht, dass ihr ungeborenes Kind eine Fehlbildung entwickelt.
Dies zeigte eine Fallkontrollstudie an 322 Frauen, bei denen zwischen
2007 und 2011 ein fehlgebildetes Kind diagnostiziert wurde:
Das Risiko war für Schwangere mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 25 im Vergleich zu normalgewichtigen Frauen erhöht, für adipöse Mütter mit einem BMI über 30 sogar verdoppelt. Der Zusammenhang zwischen mütterlichem Body-Mass-Index und fetalen Fehlbildungen ist ein Thema
des 38. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen, Schweizer
und Europäischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM,
ÖGUM, SGUM, EFSUMB). Unter dem Motto „Wissen schaf(f)t Bildung –
Forschung schafft Wissen“ findet der Kongress vom 29. bis 31. Oktober
2014 in Innsbruck/Österreich statt.

Bei
Schwangeren mit höherem BMI finden sich häufiger kindliche
Fehlbildungen, ergab eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie: „Wir
führten die Studie mit 322 Frauen durch, bei denen zwischen 2007 und
2011 pränatal ein fehlgebildetes Kind diagnostiziert wurde“, erläutert
Privatdozentin Dr. med. Christel Eckmann-Scholz, Oberärztin der
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel. Aus dieser Gruppe wurden zunächst Mütter mit vorbestehendem Diabetes, Kinder mit Chromosomenanomalien
oder genetischen Veränderungen ausgeschlossen. Es verblieben 182 Mütter
mit erkranktem Kind, denen mittels Zufallsprinzip zur Kontrolle eine
Mutter mit gesundem Kind zugeordnet wurde, die jeweils in Bezug auf die
Kriterien Rauchen, Anzahl bereits geborener Kinder und Alter
übereinstimmten. Die Teilnehmerinnen beider Gruppen wurden hinsichtlich
ihres Body-Mass-Indexes verglichen: „Der BMI in der Gruppe der Mütter
mit fehlgebildeten Kindern war mit durchschnittlich 23,7 signifikant
höher als in der Kontrollgruppe, die im Durchschnitt einen BMI von 22,8
aufwies“, erläutert Dr. Eckmann-Scholz.

Das Risiko, ein fehlgebildetes Kind zu bekommen, war für Mütter mit einem BMI von 25
oder höher im Vergleich zu normalgewichtigen Frauen erhöht, was sich am
deutlichsten in der Kategorie neurologische Fehlbildungen zeigte. „Für
adipöse Mütter mit einem BMI
von 30
oder mehr war das Risiko sogar verdoppelt, hier überwogen die multiplen
Fehlbildungen“, so Dr. Eckmann-Scholz. In knapp 95 Prozent aller Fälle
wurde bereits vor der Geburt die zutreffende Diagnose gestellt.
„Eine
qualifizierte Ultraschalldiagnostik ist daher bei Schwangeren mit
erhöhtem Body-Mass-Index von besonderer Bedeutung“, betont Dr.
Eckmann-Scholz. Sie stellt die Studie im Rahmen
des
38. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen, Schweizer und
Europäischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin vom 29. bis 31.
Oktober 2014 in Innsbruck/Österreich vor.
Ärzte
und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen diskutieren auf der
Tagung in Vorträgen und Kursen über den Einsatz der Sonografie als
bildgebendes diagnostisches Verfahren. Weitere Informationen bieten die
Webseiten
www.ultraschall2014.at und www.degum.de.

Tsunami-Messung in der Tiefsee

Datenübertragung für Tsunami-Frühwarnsystem erfolgreich getestet

Bremerhaven, den 15. November 2007. Ein neu entwickeltes Bodendruck-Messsystem soll Tsunamis schon kurz nach ihrer Entstehung auf der hohen See erkennen, um Vorwarnzeiten zu optimieren und Fehlalarme zu vermeiden. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe “Marine Messsysteme³ des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft leiten das Teilprojekt und haben das Messsystem im November 2007 in der Tiefsee vor den Kanarischen Inseln erfolgreich getestet. Damit ist ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung des Tsunami-Frühwarnsystems für den Indischen Ozean (GITEWS) erreicht.

Das GITEWS-Projekt wird federführend vom GeoForschungsZentrum Potsdam geleitet. Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut entwickeln einen Teil der Simulations-Komponente und – in Zusammenarbeit mit den Firmen Optimare und develogic, sowie dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) und der University of Rhode Island – das so genannte PACT-Bodendruck-Messsystem (Pressure based Acoustically Coupled Tsunami detector) zur Echtzeit-Ermittlung des Meeresspiegelanstiegs im tiefen Ozean.

Das deutsche Tsunami-Frühwarnsystem ist einzigartig, da es eine Vielzahl von Informationen verarbeitet, um schnellstmöglich eine umfassende und präzise Lageeinschätzung bereitstellen zu können. Messwerte der Erschütterungen und der horizontalen Verschiebungen des Bodens vor der Küste Indonesiens liefern dabei innerhalb von wenigen Minuten eine klare Vorstellung von der Lage und Stärke eines Seebebens, die im Warnzentrum zur Auswahl von vorab berechneten Simulationen über die mögliche Ausbreitung eines Tsunami dienen. Allerdings löst nicht jedes Erdbeben am Meeresgrund einen Tsunami aus. “Um sich hierüber Klarheit zu verschaffen und um nervenzehrende und kostspielige Fehlalarme zu vermeiden, gibt es nur einen Weg: den Meeresspiegelanstieg direkt zu messen³, sagt PACT-Projektleiter Dr. Olaf Boebel vom Alfred-Wegener-Institut.

Die Meeresspiegelmessung muss dabei vor der Küste im tiefen Ozean erfolgen. Dort, bei Wassertiefen von mehreren tausend Metern, ist eine Tsunamiwelle mehrere hundert km/h schnell, aber nur wenige bis einige zehn Zentimeter hoch und um die hundert Kilometer lang. Erst an der Küste oder im Flachwasserbereich türmt sich die Tsunamiwelle zu einer meterhohen Wasserfront auf. Um den geringen Meeresspiegelanstieg des tiefen Ozeans dennoch zuverlässig und präzise feststellen zu können, werden Bodendrucksensoren eingesetzt. Die Druckfühler sind am Meeresboden platziert und können feststellen, ob sich der Meeresspiegel oberhalb der Sensoren ändert. Durch das Gewicht des zusätzlichen Wassers erhöht sich der Druck am Meeresboden dabei geringfügig um wenige tausendstel Prozent, eine minimale Veränderung, die von den bei der Firma Optimare in Bremerhaven gebauten, hochpräzisen PACT-Bodeneinheiten zuverlässig gemessen wird. Druckschwankungen aufgrund der wesentlichen kürzeren, aber auch höheren Seegangswellen mitteln sich
dabei auf Grund der Einsatztiefe der Bodendrucksensoren heraus.
Wie aber können die möglicherweise lebenswichtigen Informationen über eine solche Druckänderung vom Meeresboden an das Warnzentrum weitergereicht werden? Genau hier lag eine der großen technischen Herausforderungen des PACT-Projektes, der sich die Firma develogic aus Stuttgart unter Nutzung neuester Technologien annahm. Ähnlich wie bei einem Faxgerät werden die Informationen in einem akustischen Modem in eine Folge von Tönen ­ dem so genannten Telegramm – umgesetzt und an ein zweites Modem übertragen. Letzteres ist, nahe der Meeresoberfläche, mit einer Boje verbunden, von wo aus die Daten per Satellit an das Warnzentrum weitergeleitet werden.

Aufgabe des PACT-Teilprojektes im GITEWS Gesamtprojekt ist die Neuentwicklung eines zuverlässigen, kompakten und energetisch hocheffizienten Systems, das den Druck am Meeresboden alle 15 Sekunden misst, auswertet und ­ im Falle eines Tsunami-Ereignisses ­ die Informationen an das Oberflächenmodem schickt. Ein wichtiger Meilenstein der seit etwa zwei Jahren laufenden Entwicklungsarbeiten ist der vor kurzem abgeschlossene erfolgreiche Test des PACT-Systems nördlich der Kanarischen Inseln an einer vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften ( MARUM, Bremen) bereitgestellten Testverankerung. Dabei wurden Druckdaten über jeweils mehrere Tage hinweg mehrfach aus mehr als 3100 Meter Tiefe an das Oberflächenmodem geschickt. Wichtigstes Ergebnis: Keines der Datentelegramme ging verloren, eine notwendige Voraussetzung für das zuverlässige Funktionieren des Warnsystems.
Das somit erfolgreich getestete System wird nun in die vom GFZ entwickelte Oberflächen-Boje und das gesamte Frühwarnsystem integriert. Weitere Tests im Mittelmeer Anfang nächsten Jahres sollen den Einfluss verschiedener Wetterbedingungen auf die Zuverlässigkeit der Übertragungen untersuchen. “Die kommenden Winterstürme werden uns sicherlich Gelegenheit geben, die Grenzen des Systems kennen zu lernen³, so Boebel.

Die Technologiegruppe “Marine Messsysteme³ am Alfred-Wegener-Institut besteht seit Januar 2005. Sie setzt sich aus Ozeanographen, Physikern, Biologen und Umweltwissenschaftlern zusammen und ist auf die Entwicklung und Nutzung innovativer Messsysteme für die meereswissenschaftliche Forschung und Umweltschutz spezialisiert. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.awi.de/en/research/new_technologies/marine_observing_systems/

Informationen zum Deutsch-Indonesischen Tsunami-Frühwarnsystem finden Sie auf den Projektseiten unter www.gitews.de. Neben dem Alfred-Wegener-Institut sind als Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft das GeoForschungsZentrum Potsdam (Projektkoordination), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das GKSS-Forschungszentrum Geesthacht beteiligt.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Vorbeugen mit Vitamin D- Nutzung im Alter nutzlos

Bewegung, nicht Vitamin D zur Vorbeugung von Stürzen und Knochenbrüchen! Die neuesten Empfehlungen

Bochum, 18. April 2018:

Gestern erschienen im Journal der Amerikanischen Ärztegesellschaft
(JAMA) online eine Reihe von wissenschaftlichen Artikeln, Stellungnahmen
und Editorials (1,2), welche die Vitamin-D-Gabe zur Verhinderung von
Stürzen und Knochenbrüchen untersuchten und keinen Nutzen von Vitamin D
mit oder ohne Kalzium fanden.

Die aktualisierte Stellungnahme der US-amerikanischen Behörde zur
Krankheitsverhütung (USPSTF, Lit. 1) revidierte auf Grund der jetzt
vorliegenden Daten aus 62 Studien an 35.000 Personen ihre eigene
Einstufung von 2012 bei Personengruppen ohne Osteoporose und ohne
Vitamin-D – Mangel, wie auch immer dieser definiert worden war: Anstelle
der früheren Empfehlung von Grad B stufte sie jetzt den  Nutzen von
Vitamin-D auf Grad D zurück: „The D recommendation means that the task
force discourages use because of moderate or high certainty of no net benefit or that  harms outweigh benefits“. Zu den Schädigungen (harms) heisst es: „The task force did find sufficient evidence confirming an increased risk for kidney stones with combined vitamin D and calcium supplementation, and indicating no increased incidence of cardiovascular disease with vitamin D” (etwa über Koronarverkalkung, aber auch keine Verringerung; Anmerkungen  des Referenten).

Für Frauen >65 Jahre, die nicht in  betreuten
Heimen leben, wird Vitamin-D-Supplementierung nicht durchgehend
empfohlen. Vielmehr wird auf Grund der Analysen der multifaktoriellen
Programme mit verstärkter körperliche Aktivität diesen
ein hoher Nutzen zur Verhinderung von Stürzen und damit von
Knochenbrüchen zugesprochen. Darüber hinaus würde verstärkte körperliche
Aktivität auch in dieser Bevölkerungsgruppe die Risiken anderer
chronischer Erkrankungen wie sie im Alter auftreten reduzieren (2).

Für asymptomatische Männer und prämenopausale Frauen gebe es nicht genügend Evidenz, dass Vitamin-D – und
Kalziumsupplementation, allein oder kombiniert, Knochenbrüche verhindern
würde. Für postmenopausale Frauen sei die Evidenz zu
gering, als dass die Nutzen-Schaden-Relation für eine tägliche
Supplementgabe von Vitamin-D-Dosen über 400 Einheiten und von Kalzium
über 1000 mg ausreichend sei. Von täglichen Gaben unter 400 Einheiten
Vitamin-D und unter 1000 mg Kalzium wird abgeraten. Die Task Force
identifizierte aber eine Arbeit mit 100.000 Einheiten  Vitamin-D alle
vier Monate, die einen Nutzen zeigte (3), andererseits auch eine mit
100.000 Einheiten Vitamin-D monatlich, die kein verringertes
Frakturrisiko ergab (4).

Für eine hoffentlich definitive Antwort auf die Frage zum Nutzen
einer Vitamin-D-Gabe wird man die Auswertung der beiden großen,
prospektiven randomisierten Doppelblindstudien abwarten müssen, der
amerikanischen VITAL-Studie und der australischen D-HEALTH Study.
Deren Resultate sollten Ende 2018 bzw. 2025 vorliegen. Gewiss wird man
eine Differenzierung zwischen Menschen mit etablierten
(muskuloskelettalen und anderen) Erkrankungen sowie unterschiedlichen
Vitamin-D-Ausgangsspiegeln und / oder deren Werten im Verlauf, soweit
vorhanden, vornehmen.

Helmut Schatz

Land- und Forstwirtschaft heizen Klimawandel an

Land- und Forstwirtschaft heizen Klimawandel an
Forscher weisen Temperaturanstieg von rund 1,7 Grad Celsius nach

Klagenfurt (pte020/15.04.2014/12:07) – Die von vielen Bauern immer intensiver betriebene Land- und Forstwirtschaft hinterlässt gravierendere Klimaschäden als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) http://aau.at in ihren aktuellen Untersuchungen. Danach können Veränderungen in der Landnutzung von bestehenden landwirtschaftlichen Flächen wie auch im Waldmanagement das lokale Klima zu einem ähnlichen Ausmaß verändern wie der Umbruch von natürlicher Vegetation in Ackerland.

Starker Landnutzungswandel

"Klimamodelle, die die Auswirkungen des Landnutzungswandels ausklammern, ignorieren einen bedeutenden Faktor in der aktuellen Klimadiskussion und können daher keine umfassende Bewertung des durch den Menschen verursachten Einflusses auf das Klima vornehmen", unterstreicht Co-Studienautor Karlheinz Erb, der am Institut für Soziale Ökologie der AAU arbeitet und forscht.

Die Wissenschaftler fassten Satellitenbeobachtungen und Bodenmessungen von gemäßigten Regionen in Nordamerika und Eurasien zusammen, um die direkten klimatischen Auswirkungen von Landbedeckungsveränderungen und Landnutzungspraktiken auf die Energiebilanz von Ökosystemen zu untersuchen. Dabei kamen die Forscher in beiden Fällen zu dem Ergebnis: Wenn alle Abkühl- und Erwärmungseinflüsse berücksichtigt werden, kommt es zu einem Temperaturanstieg von rund 1,7 Grad Celsius.

Nahrungsmittel- und Ressourcenbedarf

Aus den Forschungsergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass die Intensivierung von Land- und Forstwirtschaft zur Deckung des steigenden Nahrungsmittel- und Ressourcenbedarfes direkte klimatische Folgen haben wird. Daher raten die Klagenfurter dazu, diese Faktoren bei der Analyse des Problems neben den direkten Treibhausgasemissionen mitzuberücksichtigen – vor allem wenn es um die Formulierung von politischen Möglichkeiten und Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels geht.