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Epilepsie-Mittel hilft auch bei Alzheimer

Bekanntes Epilepsie-Mittel hilft auch bei Alzheimer

Medikament erhöht Gedächtnisleistung – Klinische Studie in Planung

Pillen: Epilepsie-Mittel lindert Alzheimer-Symptome (Foto: pixelio.de, I-vista)
Pillen: Epilepsie-Mittel lindert Alzheimer-Symptome (Foto: pixelio.de, I-vista)

Baltimore (pte003/13.03.2015/06:10) –

Ein Medikament gegen Epilepsie hilft auch Alzheimer-Patienten. Das haben Forscher an der Johns Hopkins University http://jhu.edu herausgefunden. Das Präparat beruhigt Hyperaktivität im Gehirn.
"Gleichzeitig verbessert es die Speicherleistungen", sagt Michela
Gallangher, Neurowissenschaftlerin und Leiterin der Studie. Gerade diese
erhöhte Gedächtnisleistung sei für Alzheimer-Patienten sinnvoll.

Annahmen bestätigt

Dass das Epilepsie-Mittel "Antiepileptikum
Levetiracetam" auch Menschen hilft, die unter Alzheimer leiden,
überrascht die Wissenschaftler nicht. Vielmehr bestätigt es bereits
vorliegende theoretische Annahmen der Experten. Der nächste Schritt soll
eine groß angelegte, langfristige klinische Studie sein – denn nur auf
diese kann sich die Therapie auch etablieren.

Das Team untersuchte 84 Probanden. Sieben von ihnen
waren gesund, die anderen hatten zumindest Symptome von Demenz. Alle
Testpersonen waren über 55 Jahre alt und wiesen ein Durchschnittsalter
von etwa 70 auf. Die Probanden bekamen unterschiedliche Dosen des
Medikaments, es wurden auch Studien mit Placebos durchgeführt.

Langfristige Wirkung als Ziel

Die Forscher fanden heraus, dass sogar niedrige Dosen
zu einer verbesserten Gedächtnisleistung führen. "Wir wollen
herausbekommen, ob die Behandlung von Alzheimer-Patienten mit dem
Epilepsie-Mittel über einen längeren Zeitraum den kognitiven Verfall
verzögern kann", unterstreicht Gallagher abschließend.

| | Klaus Dörges | BONN

Klaus Dörges BONN

Lieber Jean!
Vielleicht erinnerst du dich. Ich habe viele Jahre in der Agentur von Kalle Hoffmeister gearbeitet. Dort haben wir uns damals kennengelernt. Später war ich Vorsitzender der Grünen in Siegburg. Meine Frage und Bitte. Ich habe gerade ein kleines Buch mit Kölnbezug geschrieben. Nun suche ich einen Verleger. Kennst du vielleicht jemanden, der vertrauenswürdig ist? Danke im Voraus!
Die besten Grüße an dich und deine Familie
Klaus

Piezokristalle aus dem 3D-Drucker realisiert

pte20190123002 Forschung/Technologie, Produkte/Innovationen

Piezokristalle aus dem 3D-Drucker realisiert

Beliebig geformt und sensibel für jede Richtung, machen sie ein breites Anwendungsfeld auf

Piezoelektrisches Gitter aus dem 3D-Drucker (Foto: H. Cui/Zheng Lab)
Piezoelektrisches Gitter aus dem 3D-Drucker (Foto: H. Cui/Zheng Lab)

Blacksburg (pte002/23.01.2019/06:05) – Forscher an der Virginia Polytechnic Institute and State University http://vt.edu haben piezoelektrisches Material per 3D-Druck hergestellt. Xiaoyu
"Rayne" Zheng, Assistenzprofessor für Mechanik, hat den Durchbruch
gemeinsam mit seinem Team erzielt. Die gedruckten Kristalle wandeln
Bewegungen, Stöße und Druck aus beliebigen Richtungen in elektrische
Energie um.

Empfindliche Kristallgitter

Das neue Verfahren lässt beliebige Formen und Größen zu. Die so
hergestellten Bauteile lassen sich als Sensoren, Schwingungsmesser,
Energiespeicher und in zahlreichen anderen Einsatzgebieten nutzen. In
natürlichen piezoelektrischen Kristallen ist die Orientierung der Atome
festgelegt. Das bedeutet, dass sie nur wirken, wenn Kräfte aus einer
bestimmten Richtung einwirken.

Zhengs Methode imitiert zwar die Struktur der natürlichen Kristalle.
Doch die Gitterstruktur sorgt dafür, dass die Richtungsorientierung
aufgehoben wird. "Wir haben piezoelektrische Tinten entwickeln, die die
Herstellung von hochempfindlichen Kristallgittern ermöglichen", sagt
Zheng. Diese werden Schicht für Schicht aufgetragen und an den Stellen,
die übrigbleiben sollen, durch ultraviolettes Licht ausgehärtet. Die
Tinten enthalten Nanokristalle aus piezoelektrischem Material, die in
einer Flüssigkeit schwimmen, die wiederum auf ultraviolettes Licht
reagiert.

Piezosensor schützt Boxer

"Wir können dicke, leichte, steife und energieabsorbierende Kristalle
herstellen", so Zheng. Sie können sogar in Kleidung und Sportzubehör
eingebaut werden. In Boxhandschuhen messen sie die Härte der Schläge, um
die Gesundheit des Gegners zu schützen. Zudem tut sich eine Fülle von
technischen Anwendungen auf. Integriert in Brücken, messen die Sensoren
Strukturveränderungen durch Belastung, sodass Reparaturen möglich sind,
ehe ein Bauteil zusammenstürzt. Die Forscher haben zudem gezeigt, dass
die piezoelektrischen Bauteile auch Unterwasser-Vibrationen erfassen.
Sie lassen sich auch als Aktoren benutzen. Legt man eine elektrische
Spannung an, bewegen sie sich und öffnen in Motoren beispielsweise ein
Ventil.

Klassisches Radio kämpft mit Rivalen aus dem Web

Klassisches Radio kämpft mit Rivalen aus dem Web
Neues Nutzungsverhalten: Mobile Endgeräte werden künftige Empfänger
 
Altes Empfangsgerät: wird durch neue Technik selten (Foto: pixelio.de/Schöning)

Hamburg (pte007/15.10.2013/09:58) – Das Radio sieht sich in Zeiten des Internets vor Herausforderungen. Um dem Nutzungsverhalten der Hörer Rechnung zu tragen, planen große Sender wie die BBC, künftig Shows aus dem Radioangebot im Web früher zu senden als über das Radio. Laut BBC-Generaldirektor Tony Hall hören immer mehr Menschen Radio über das Internet. Problematisch sei beim ausschließlich digitalen Empfang allerdings, dass die Generation 50 plus Schwierigkeiten mit der modernen Technik habe.

Mobile Nutzer auf dem Vormarsch

Die jüngere Generation ist hingegen kaum noch an ein klassisches Radiogerät gewöhnt. "Radios wirken archaisch auf die Jugend, sie sehen für sie schlicht langweilig aus", sagt Radio- und Zukunftsforscher James Cridland. Daher sollten Radios mit interessanteren Designs auf den Markt kommen.

Zwar kann Radio auch über mobile Endgeräte wie Handys und Smartphones abgerufen werden, in Großbritannien empfangen aber nur ein Prozent der Radiohörer die Sender über mobile Apps – viele mobile Endgeräte sind nicht dazu gebaut, Radiofrequenzen zu empfangen. Immerhin benutzen elf Prozent der britischen Radionutzer das Internet als Empfänger, Tendenz steigend.

Online-Verbreitungsweg im Kommen

Cridland weist darauf hin, dass in Indien, wo fast alle Handys mit einem FM-Tuner ausgestattet sind, 94 Prozent der Radiohörer über Handy oder Smartphone Radio hören. "Die Menschen werden auch in Europa künftig mehr Radio über das Smartphone hören", sagt Ruben Jonas Schnell, Gründer und Geschäftsführer von ByteFM http://byte.fm , gegenüber pressetext.

ByteFM ist ein Webradio, läuft also über das Internet, nur in Hamburg und Berlin ist das Programm auch über UKW zu empfangen. Seit fünf Jahren läuft der Sender, etwa 850.000 Menschen klicken sich monatlich in das Programm ein, 20 Prozent sind jünger als 25. Ein Ende vom Radio sieht Schnell nicht: "Radio hat Zukunft, der Verbreitungsweg wird aber online sein", sagt er. Schließlich strahlen die UKW-Sender ihre Programme auch im Internet aus.

Neue Messtechnik ermöglicht Beobachtungen zur Beschreibung der Nordsee

Gemeinsame Pressemitteilung: Helmholtz-Zentrum Geesthacht und Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft

Forschung online: Neue Messtechnik ermöglicht innovative Beobachtungen zur Beschreibung der Nordsee

Bremerhaven/Geesthacht, den 20. September 2012. Das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht und das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft richten den ersten Unterwasser-Datenknoten in der Nordsee ein. Der Unterwasserknoten funktioniert wie eine „Datensteckdose“ am Meeresboden an die bis zu zehn Messeinheiten angeschlossen werden können. So ist es möglich Wassertemperatur, Algenkonzentrationen und den Meeresboden ganzjährig live zu untersuchen. Die Messwerte gehen online direkt zu den Wissenschaftlern. Am 20. September wird der Unterwasserknoten vor Helgoland in einer Tiefe von zehn Metern installiert.

Der vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht konzipierte und gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) entwickelte Unterwasser-Datenknoten macht es möglich, zukünftig den Zustand der Nordsee auch in schwer zugänglichen Gebieten ganzjährig zu beobachten. Die langen Datenreihen sind eine wichtige Grundlage, um Fragen zu Umweltveränderungen in der Nordsee zu beantworten. Zwei erfolg reiche Testphasen hat der Knoten bereits hinter sich. Jetzt wird das Messsystem 700 Meter nördlich von Helgoland fest installiert. Ein Team des wissenschaftlichen Tauchzentrums am AWI wird den Knoten auf dem Meeresboden anschließen. Dort wird er mehrere Jahre verbleiben. Die am Unterwasserknoten gemessenen Daten fließen auch in die historische Langzeitdatenreihe „Helgoland Reede“ des AWI ein.

Der Unterwasserknoten selbst besteht aus einem 600 Kilogramm schweren Trägergestell, an dem die Anschlüsse für Messgeräte angebracht sind. Von Helgoland aus versorgt ein Kabel die Geräte mit Strom. So sind die Messgeräte nicht wie sonst üblich auf Batterien angewiesen, sondern können wartungsfrei langfristig im Einsatz sein. Ein Glasfaserkabel überträgt die Messdaten online zu den Wissenschaftlern und macht es möglich, Messgeräte von Land aus fernzusteuern. Die Küstenforscher haben mit dieser Konstruktion den ersten Unterwasserknoten für den Einsatz in bis zu 300 Meter tiefen Gewässern mit starkem Seegang entwickelt. Denn durch das schwere Gewicht wird der Knoten selbst bei Stürmen nicht bewegt.

Der Unterwasserknoten ist Teil des vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht konzipierten Beobachtungs- und Analysesystems COSYNA (Coastal Observation System for Northern and Arctic Seas). Fest installierte Sensoren messen regelmäßig Strömungen, Salzgehalt, Sauerstoff und weitere Parameter. Dies e Daten fließen in Computermodelle ein, die beispielsweise die Meeresströmung vorhersagen. Forschergruppen können den Knoten nutzen und weitere Messgeräte anschließen. Beispiele sind ein Stereo Kamerasystem des AWI, das Fische und Quallen automatisch beobachtet und vermisst. Zwei mit Sensoren bestückte Unterwassergestelle des AWI und des Bremer Zentrums für Marine Umweltwissenschaften erfassen physikalische Prozesse in Bodennähe sowie den Nährstoffaustausch zwischen Boden und Wasser. Alle Daten fließen in die vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht betriebene COSYNA Datenbank ein.

Erstes Plasma im koreanischen Fusionsexperiment KSTAR

Supraleitende Magnetspulen / Vorbereitung auf ITER / vier neue Fusionsanlagen in Asien

Mit dem ersten Plasma hat die neue Fusionsforschungsanlage KSTAR im National Fusion Research Institute in Daejeon, Südkorea, am 13. Juni 2008 erfolgreich den Betrieb aufgenommen. Dies gab das Institut jetzt nach der Auswertung der Ergebnisse offiziell bekannt.

Ziel der Fusionsforschung ist es, ähnlich wie die Sonne aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Um das Fusionsfeuer in einem Kraftwerk zu zünden, muss es gelingen, den Brennstoff – ein dünnes ionisiertes Wasserstoff-Gas, ein "Plasma" – wärmeisoliert in Magnetfeldern einzuschließen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen.

Das neue Fusionsprojekt KSTAR ist, neben der Beteiligung an dem internationalen Experimentalreaktor ITER, das Kernstück des koreanischen Fusionsprogramms. Wie der Name verrät, soll sich KSTAR (Korean Superconducting Tokamak Advanced Research) dem heute aktuellsten Thema der weltweiten Fusionsforschung widmen, den so genannten "Advanced Szenarios": Geplant als eine mittelgroße Anlage vom Typ "Tokamak" soll KSTAR durch neue Betriebsweisen dazu beitragen, den Weg zu einem Tokamak im Dauerbetrieb zu bahnen.

Das Plasma ist mit einem Volumen von 16 Kubikmetern vergleichbar dem von ASDEX Upgrade im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching, der größten deutschen Fusionsanlage. Beider Form ähnelt dem – wesentlich größeren – Plasma des Fusionsexperiments ITER, dessen Bau in weltweiter Zusammenarbeit im nächsten Jahr in Cadarache/Südfrankreich starten wird. Im Unterschied zu ASDEX Upgrade, der noch mit normal leitenden Kupfer-Spulen arbeitet, ist KSTAR jedoch – wie ITER – mit supraleitenden Magnetspulen aus Niob-Zinn ausgestattet. Damit soll die Anlage später lange Pulsdauern bis zu 300 Sekunden erreichen.

Seit Februar wurde KSTAR schrittweise in Betrieb genommen. Zunächst wurden Vakuum und Dichtigkeit des Plasmagefäßes geprüft, dann die supraleitenden Magnete auf Tieftemperatur von 4,5 Kelvin nahe dem absoluten Nullpunkt heruntergekühlt und schließlich ab Mitte Juni die ersten Plasmen erzeugt. Mit dem reibungslosen Plasmastart habe man, so die koreanischen Forscher, den ersten Schritt hin zur Fusionsforschung auf Weltniveau gemeistert.

Die kommenden Forschungsjahre mit KSTAR werden daher dazu beitragen, so ist das koreanische Wissenschaftsministerium überzeugt, "der von ernsten Energieproblemen bedrohten Welt eine saubere Energiequelle, die Fusion, verfügbar zu machen". Ähnlich großes Engagement zeigen auch die übrigen ITER-Partner in Asien – China, Indien und Japan: Mit dem 2006 in Betrieb gegangenen Tokamak EAST (Experimental Advanced Superconducting Tokamak) nimmt China modernste Forschungsfragen in Angriff. In Indien entsteht zurzeit SST-1 (Steady State Superconducting Tokamak) und in Japan wird demnächst die Anlage JT-60 Upgrade umgebaut und mit supraleitenden Magnetspulen ausgestattet.

 

Erfolgreiche Forschungsstrategie zur Nanotechnologie schützt Mensch und Umwelt

Erfolgreiche Forschungsstrategie zur Nanotechnologie schützt Mensch und Umwelt

Die Nanotechnologie gilt als die Fortschrittstechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie ist hoch innovativ und dynamisch und eröffnet neue Chancen, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen. Aber wie bei jeder neuen Technologie werfen ihre potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit von Verbrauchern und Beschäftigten viele Fragen auf. Um die mit Nanomaterialien verbundenen offenen Fragen beantworten und ihre Chancen und Risiken gegeneinander abwägen zu können, haben die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA) bereits im Jahr 2007 eine Forschungsstrategie erarbeitet, in deren Fortschreibung und Entwicklung auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung eingebunden wurden. Jetzt liegt die erste Bilanz vor, für die der Stand von über 80 Forschungsprojekten zu Chancen und Risikoaspekten der Nanotechnologie unter die Lupe genommen wurde. Erfolge lassen sich unter anderem bei der Entwicklung von Mess- und Testverfahren, der Ermittlung von Belastungen für Mensch und Umwelt sowie bei der Bewertung von Risiken verbuchen.

Mit der gemeinsamen Forschungsstrategie bündeln die beteiligten Bundesbehörden ihre Ressourcen für den notwendigen Brückenschlag zwischen der Innovationskraft neuer Technologien und der Sicherheit von Mensch und Umwelt. Durch eine strukturierte Zusammenarbeit sollen Risiken neuer Technologien bereits in einem frühen Entwicklungsstadium erkannt und bewertet werden � als Grundlage für die Politikberatung und die Entwicklung praxisgerechter Lösungen.

Im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion stehen mögliche Risiken von Nanomaterialien. Die 2007 von den Bundesoberbehörden formulierte Forschungsstrategie benennt offene Forschungsfragen und setzt Prioritäten. Hervorgehoben wurden vor allem Fragen einer Charakterisierung von Nanomaterialien hinsichtlich Gestalt und Zusammensetzung, des Erkennens schädlicher Eigenschaften und zu Methoden zur Ermittlung von Belastungen von Mensch und Umwelt mit aus Nanomaterialien freigesetzten Partikeln. Darüber hinaus beschreibt die Forschungsstrategie Voraussetzungen, unter denen Risiken, die mit Nanomaterialien verbunden sein könnten, bewertet werden können und formuliert Leitlinien für ein erfolgreiches Risikomanagement und die zugehörige Risikokommunikation.

In der nun vorgelegten Bilanz werden der Stand und die wichtigsten Ergebnisse von 85 Forschungsprojekten zusammengestellt, die durch die gemeinsame Forschungsstrategie angestoßen oder begleitet wurden. Die Ergebnisse belegen eine große Vielschichtigkeit der Fragestellungen, ermöglichen aber auch eine erste Eingrenzung von Risikoschwerpunkten. Die zukünftige Forschung soll dazu beitragen, aufwändige Untersuchungen vieler einzelner Nanomaterialien zu vermeiden und trotzdem belastbare Aussagen zum Schutz von Beschäftigten, Verbrauchern und Umwelt abzuleiten.

Die 125 Seiten starke erste Bilanz zur gemeinsamen Forschungsstrategie der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes �Nanotechnologie � Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien� kann von den Internetseiten der Bundesbehörden heruntergeladen oder über die Seiten des BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) bezogen werden.

Link zur Bilanz zur gemeinsamen Forschungsstrategie der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes �Nanotechnologie � Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien�: http://www.nano.bam.de/de/nano_medien/ntfo_stra.pdf

Am 30. April 2013 soll die Bilanzierung der interessierten Öffentlichkeit im BMU, Berlin, vorgestellt werden. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung per E-Mail an patricia.adolf@bmu.bund.de erforderlich.

 

BlackBerry 10 wird relativ erfolgreich

Analyst: BlackBerry 10 wird relativ erfolgreich
Auch Windows Phone trotz mäßiger Verbreitung für Entwickler relevant
 
BlackBerry Z10: neues Betriebssystem, neue Hoffnung (Foto: BlackBerry)

London/Oyster Bay (pte009/01.02.2013/11:30) – Dem Analystenhaus ABI Research http://www.abiresearch.com zufolge bleiben 2013 zwar Android und iOS klare Marktführer im Bereich Smartphone-Betriebssysteme. Die Herausforderer Windows Phone und das neue BlackBerry 10 werden bis Jahresende trotz vergleichsweise geringen Anteilen an insgesamt 1,4 Mrd. im Umlauf befindlichen Smartphones aber doch relativ erfolgreich sein. Denn beide Plattformen bleiben nach ABI-Einschätzung für App-Entwickler attraktiv – was wiederum entscheidend für ihre weiteren Marktchancen ist.

Im Fall von BlackBerry 10 reichen dafür nach ABI-Einschätzung 20 Mio. Geräte. "Das wird nach weniger als einem Jahr der Verfügbarkeit sein – und bei einem eigentlich eher hochpreisigen Gerät", betont Senior Analyst Aapo Markkanen gegenüber pressetext. Somit stellen BlackBerry-Besitzer ein für Entwickler vergleichsweise lohnendes Zielpublikum dar. Bei Windows Phone rechnet ABI immerhin mit 45 Mio. Smartphones bis Jahresende – und Synergie-Effekten mit Windows-Tablets.

BlackBerry-Comeback

Das ehemalige Research in Motion hat sich zum Start seines neuen Betriebssystems selbst in BlackBerry http://www.blackberry.com umbenannt und kann sich über positiv ausfallende erste Reviews des Ende Januar vorgestellten Smartphones BlackBerry Z10 freuen. Insgesamt geht ABI Research davon aus, dass der Konzern mit BlackBerry 10 seine Stellung als einer der drei wichtigsten Anbieter im Bereich Enterprise-Smartphones einzementieren kann. Doch wird auch die Aufnahme durch Endkunden wichtig, wofür wiederum ein attraktives App-Ökosystem und somit das Interesse von Entwicklern an der Plattform mitentscheidend ist.

"Die größte Sorge sowohl für BlackBerry als auch Microsoft wäre, dass die anfänglichen Verkaufszahlen enttäuschen und somit Entwickler das Interesse verlieren, was effektiv Chancen auf einen weiteren Erfolg eliminieren würde", betont Markkanen. Doch geht er davon aus, dass die von ABI erwarteten 20 Mio. BlackBerry-10-Geräte (rund 1,4 Prozent aller Smartphones) für diese Plattform ausreichen. "Bedenken Sie, dass eine homogene Gerätebasis, die vermutlich von einer Kundenbasis mit höherem Einkommen genutzt wird, für App- und Content-Entwickler recht attraktiv sein kann – gerade, wenn sie wie bei BlackBerry extra Unterstützung bekommen", so der Analyst.

Mobiles Windows mit Chancen

"Was Windows Phone betrifft, ist eine Gerätebasis von 45 Mio. Stück nur schlecht, wenn man hohe Erwartungen hatte", meint Markkanen. Zudem rechnet ABI bis Ende 2013 mit 5,5 Mio. Windows-Tablets, die wohl großteils Windows RT nutzen. Sie bilden demnach effektiv ein gemeinsames Ökosystem mit Windows Phone. "Aus Developer-Sicht braucht es wenig, um eine Windows-Phone-App als Windows-Tablet-App umzusetzen", erklärt der Analyst. Im Prinzip müssen Entwickler sich vor allem überlegen, wie sie den größeren Bildschirm am besten ausnutzen, der Programmierprozess sei aber relativ einfach – was letztlich an Android und iOS erinnert.

Eben diese Betriebssysteme bleiben im Smartphone-Bereich 2013 dominant. Bis Jahresende rechnet ABI mit einem Anteil von 57 bzw. 21 Prozent für Android und iOS und den im Umlauf befindlichen Geräten. Immerhin noch fast jedes wwölfte genutzte Smartphone wird das in die Jahre gekommene Symbian nutzen, rund fünf Prozent ältere BlackBerry-Versionen. Samsungs auslaufendes Bada wird nach ABI-Schätzung zu Jahresende immerhin noch auf jedem 50. Smartphone laufen, während das Analystenhaus dem als potenzielle Zukunftshoffnung gehandelten Tizen https://www.tizen.org bis Ende 2013 nur 0,3 Prozent Anteil an der Gerätebasis

Vergewaltiger suchen Aufmerksamkeit im Netz

Vergewaltiger suchen Aufmerksamkeit im Netz
Immer mehr sexuelle Straftäter offenbaren sich auf Plattform Reddit
 
Missbrauchte Frau: Opferschutz im Web gefordert (Foto: flickr.com/nirvana328)

New York/Innsbruck (pte002/01.08.2012/06:05) – "Ich habe mehrere Mädchen mit Hilfe von Alkohol und anderen Taktiken über einen Zeitraum von drei Jahren vergewaltigt." Mit diesen Worten richtet sich ein anonymer Nutzer des Online-Portals Reddit http://reddit.com an die Leser eines Forums, das sich mit sexuellen Übergriffen beschäftigt. Die Fragestellung dazu lautet: "Es gibt hier viele Foren über Opfer von Vergewaltigungen. Aber wie sieht es mit der anderen Seite der Geschichte aus? Was ist eure Motivation? Bereut ihr es?" Die Reaktionen sind kontrovers. Experten diskutieren jetzt, ob solche Diskussionen bei der Prävention helfen können.

Opferschutz hat Vorrang

"Diese Vorgehensweise von Vergewaltigern ist exibitionistisch und hat absolut keine therapeutische Wirkung. Diese detaillierten Schilderungen der Tat sind eine Reproduktion in Worten. Vergewaltigungen ziehen schwere Traumata nach sich – auch im Internet muss man an den Opferschutz denken. Für die Täter gibt es nur den Weg zur Polizei und Männerberatung, um ihr Verhalten unter Kontrolle zu bringen", sagt Doris Staucher von der Beratungsstelle Frauen gegen Vergewaltigung http://bit.ly/Mh3Wc9 gegenüber pressetext.

Laut der Polizeistatistik werden in Deutschland jedes Jahr ungefähr 47.000 Menschen Opfer von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen. Die Zahl der versuchten Vergewaltigungen ist fast doppelt so hoch. Und auch die Dunkelziffer ist sehr hoch, denn viele Frauen zeigen den Täter nicht an, weil sie sich schämen, fürchten oder den Täter kennen. Eine Studie des Rape, Abuse and Incest National Network http://rainn.org besagt, dass zwei Drittel aller Vergewaltigungen im Familienkreis stattfinden. Ähnliche Untersuchungen werden im Reddit-Forum immer wieder zitiert.

Experten uneinig

Reddit ist eine von Männer dominierte Plattform – das bestätigt eine Statistik von Google DoubleClick Ad Planner http://bit.ly/ryoYo , die einen Männer-Anteil von 72 Prozent feststellt. Cyberstalking-Expertin Alexis Moore sagt gegenüber der Huffington Post, dass diese Art von Foren einen ernüchternde Auswirkung auf Opfer hat, die sich davor fürchten, dass ihr Vergewaltiger im Internet über die Tat schreibt. "Im schlimmsten Fall setzt sich die Schikanierung des Opfers dadurch fort", so Moore.

Anwältin Gloria Allred hat ihr berufliches Leben den Frauenrechten gewidmet. Nachdem sie sich das Forum durchgelesen hat, kommt sie zum Schluss, dass auch Täter bei der Thematisierung von Vergewaltigungen eine Rolle spielen sollten: "Wenn wir die Motivation von Tätern verstehen würden, könnten wir bessere Sicherheitsvorkehrungen treffen und den Vergewaltigern den Schaden, den sie angerichtet haben, vor Augen führen." Ein Vergewaltigungsopfer findet die Diskussion hingegen unangebracht und fordert von den Betreibern das Forum einzustellen.

Vergewaltiger ausforschen

Das Internet wird bei der Kriminalarbeit immer wichtiger. Harold Copus, ehemaliger FBI-Agent, empfiehlt den Behörden die IP-Adressen von Nutzern, die im Forum zugeben jemanden vergewaltigt zu haben, zu sichern und strafrechtliche Maßnahmen einzuleiten. "Wir müssen diese Diskussion zu einem logischen Ende führen. Jemand wird ins Gefängnis gehen müssen", sagt der dreifache Familienvater. Er fügt hinzu, dass er der Erste wäre, der sich auf Reddit einloggt, wenn eine seiner drei Töchter einem Vergewaltiger zum Opfer fallen würde.

 

Mythos ade: Schlafqualität verbessert sich im Alter

Mythos ade: Schlafqualität verbessert sich im Alter
Wahrnehmung wichtig – Menschen mittleren Alters schlafen nicht gut
 
Schlafender Mann: Guter Schlaf altersabhängig (Foto: pixelio.de, Elke)

Philadelphia (pte007/01.03.2012/09:55) – Die Vorstellung, dass ältere Menschen schlechter schlafen, könnte laut Wissenschaftlern des Center for Sleep and Circadian Neurobiology der University of Pennsylvania http://www.med.upenn.edu/sleepctr falsch sein. Eine Telefonumfrage mit mehr als 150.000 Erwachsenen hat ergeben, dass sich – abgesehen von einem kurzen Zeitraum nach dem 40. Lebensjahr – die Qualität des Schlafes mit zunehmendem Alter verbessert.

Besserer Schlaf im Alter

Laut dem Fachmagazin Sleep http://journalsleep.org schliefen jene Teilnehmer am besten, die ihren 80. Geburtstag bereits gefeiert hatten. Derk-Jan Dijk vom Surrey Sleep Research Centre http://bit.ly/z3S9FH betont, dass Gesundheitsprobleme zwar den Schlaf beeinträchtigen können. Es ist dem Schlafforscher nach jedoch ein "Mythos", dass Alter allein eine Rolle spielt, berichtet die BBC.

Universitäten verfügen über die Ausstattung, um die Dauer des Schlafes und Unterbrechungen bei Freiwilligen zu messen. Die so gewonnenen Daten entsprechen jedoch nicht immer der Wahrnehmung der Betroffenen. Das Team um Michael Grandner konzentrierte sich daher auf die Befragung einer großen Anzahl nach dem Zufallsprinzip ausgewählter Personen. Zusätzlich wurden sie nach ihrer Abstammung, Einkommen, Ausbildung, Stimmung und allgemeinem Gesundheitszustand befragt.

Ergebnis: Depressionen und gesundheitliche Probleme standen in einem Zusammenhang mit einer schlechten Schlafqualität. Als die Wissenschaftler diesem Umstand jedoch Rechnung getragen hatten, zeigte sich plötzlich ein charakteristisches Muster. Beschwerden über Schlafprobleme nahmen ab, je älter die Menschen waren. Am wenigsten klagten Teilnehmer über 70 Jahren. Die einzige Ausnahme in diesem Trend zeigte sich bei Menschen mittleren Alters. Sie schliefen eigenen Angaben nach schlechter.

Glückliches Leben entscheidend

Grandner betont, dass der ursprüngliche Grund für die Durchführung dieser Studie gewesen war, genau das Gegenteil zu bestätigen, nämlich dass die Schlafqualität mit zunehmendem Alter schlechter wird. "Diese Studienergebnisse zwingen uns zu überdenken, was wir über den Schlaf von älteren Menschen wissen." Der Wissenschaftler hält es auch für denkbar, dass ältere Menschen zwar schlechter schlafen, es aber weniger als Belastung empfinden. Das würde bedeuten, dass sich die Haltung der Menschen zum Schlaf mit dem Alter ändert.

Schlafforscher Dijk gibt jedoch auch zu bedenken, dass die Befragung von Menschen zu ihrer subjektiven Meinung zu Antworten führen könnte, die von der Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung abhängen. "Ist man wütend, weil der Chef die Gehaltserhöhung nicht genehmigt hat, kann die Wahrnehmung der Schlafqualität ganz anders sein, als wenn man ein zufriedenes Leben führt."