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hobbythek – Bauchtanz

Jean Pütz, Pina Coluccia, Anette Paffrath
2003
Lebenselixier aus dem Orient.

Tänze und Genüsse aus 1001 Nacht.

Der Bauchtanz ist Sinnlichkeit pur und verzaubert seit Urzeiten die
Menschheit – und das nicht nur im Orient. Auch in der westlichen Welt
erfreut er sich zunehmender Beliebtheit. Und das nicht ohne Grund:
Bauchtanz steigert die Libido, hilft bei Muskelverspannungen,
vegetativen Störungen, Regelbeschwerden und während der
Schwangerschaft. Er erleichtert die Geburt und entspricht in
medizinischer Hinsicht einer Rücken stärkenden Gymnastik, die sich
positiv auf den gesamten Haltungsapparat auswirkt und vor allem die
Beckenbeweglichkeit fördert.

Den Bauchtanz nur auf seine erotische Komponente zu reduzieren, wäre
falsch. Die hobbythek hat sich daher dem Thema fachlich kompetent
angenommen, räumt mit den gängigsten Vorurteilen auf und informiert
seriös und sachkundig über dieses „Lebenselixier“ aus dem Orient.

Das Buch stellt den Ursprung und die Geschichte des Orientalischen
Tanzes dar – von der Antike bis heute. Es zeigt die positiven
Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche und gibt praktische Anleitungen
zum Tanz. Dabei werden die wesentlichen Tanzbewegungen anhand von
ausführlichen Fotostrecken leicht nachvollziehbar erläutert. Zahlreiche
Ernährungstipps und Rezepte machen Lust auf orientalische Küche. Neben
Massageanregungen und Anleitungen für die Herstellung von
orientalischen Cremes und Lotionen, liefert das Buch Vorschläge für ein
orientalisches Wochenende in den eigenen vier Wänden, inklusive Tipps
für Kostüme, Raumgestaltung und Musik.

Inhaltsverzeichnis:

  • orientalischer Tanz: Mit der Erde verbunden
  • der Bauchtanz in mehr als 1001 Variationen
  • der Orientalische Tanz – eine praktische Anleitung
  • ein orientalisches Fest

Windenergie kurzfristig vorhersagbar?

Minutengenaue Leistungsvorhersage für Windparks

Neues WindForS Projekt ParkCast gestartet

Wie lässt sich die Leistungsabgabe eines Windparks im Minutenbereich am
besten vorhersagen, und wie groß ist die Unsicherheit der Vorher­sage bei
starken Änderungen der Windgeschwindigkeit? Diese Fragen wollen Forscherinnen
und Forscher des Stuttgarter Lehrstuhls für Wind­energie (SWE) der Universität
Stuttgart und des Zentrums für Sonnen­energie- und Wasserstoff-Forschung
Baden-Württemberg (ZSW) im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie mit rund 1,14 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekts ParkCast
klären.

Der
Anteil der erneuerbaren Energien und speziell der Windkraft steigt stetig. Um
für den Verbraucher ein stabiles Netz zu sichern, sind minu­tengenaue
Vorhersagen der Leistungseinspeisung in das Energienetz unbedingt nötig. Trotz
der ständigen Schwankung der Leistung der Windenergieanlagen – der Wind weht ja
nicht immer gleich – muss also gewährleistet sein, dass sich die Erzeugung und
der Verbrauch des Stroms immer die Waage hält. Mit Hilfe von präzisen Prognosen
der in naher Zukunft erzeugten Leistung eines Windparks ist es für den Netzbe­treiber
möglich besser zu planen, wie der Energiemix zustande kommen soll und ob
beispielsweise bei einer ankommenden Windflaute rechtzei­tig ein Gaskraftwerk
hochgefahren werden muss, um die wegfallende Leistung zu kompensieren.

Zu
diesem Zweck haben die Stuttgarter Forscherinnen und Forscher ein Pilotprojekt
auf dem offshore Forschungswindpark alpha ventus vor der niedersächsischen
Nordseeküste in der Deutschen Bucht gestartet. Ziel ist es, die abgegebene
Leistung der dortigen zwölf Windenergieanlagen in einem Zeitbereich bis 60
Minuten möglichst genau vorherzusagen. Dazu wird ein Lidargerät eingesetzt.
Dieses Laser-Messinstrument, das auf der Gondel einer der 5MW-Anlagen
installiert wird, kann die Wind­geschwindigkeit in bis zu zehn Kilometer
Entfernung messen. Das Lidargerät soll die Einströmung des Parks messen und
diese Information als Grundlage für die Vorhersage bereitstellen. Mit­hilfe
eines lokalen, numerischen Wettermodells, welches den Zustand der Atmosphäre am
Standort abbildet, kann durch Eingabe bzw. Assimi­lation der gemessenen
Windgeschwindigkeitswerte aus wenigen Kilo­metern Entfernung, die Strömung des
Windes zum Windpark hin er­rechnet und prognostiziert werden. Mit Hilfe eines
Parkleistungsmodells, also der Kenntnis, bei welcher Windgeschwindigkeit der
Windpark wieviel Leistung er­zeugt, kann dann die zukünftig abgegebene Leistung
berechnet werden. Hierzu werden auch aktuelle Methoden des Maschinellen Lernens
eingesetzt.

Der
Stuttgarter Lehrstuhl für Windenergie und das Zentrum für Sonnen­energie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sind Projektpartner des
Forschungsnetzwerks WindForS, welches die For­schung und Lehre zur Windenergie
in Süddeutschland bündelt. Der Lehrstuhl für Windenergie wurde 2004 gegründet
und konzentriert sich seitdem in der Forschung auf das Systemverständnis von
Windenener­gieanlagen. Mit dem Projekt ParkCast knüpft das Messtechnikteam des
Lehrstuhls an das Vorgängerprojekt VORKAST an, in welchem soge­nannte
Kürzestfristvorhersagen der Windleistung einer einzelnen Wind­energieanlage
mittels Lidarmessung untersucht wurden. Die Universität Stuttgart ist mit
diesem Projekt als Partner an der RAVE Initiative (Research at Alpha Ventus)
beteiligt.

Das
Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) wurde 1988 als
gemeinnützige Stiftung gegründet und gehört heute zu den führenden Instituten
für angewandte Forschung auf den Gebieten Pho­tovoltaik, regenerative
Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse.
An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 250
Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Das ZSW versteht sich
als eine Brücke zwi­schen Grundlagenforschung und Industrie: Die Technologien
bringt es gemeinsam mit Industriepartnern in den Markt. Die technische
Expertise fließt auch in Studien und Beratungsdienstleistungen für die Politik
ein.

Fachliche
Ansprechpartnerin

Ines
Würth, Lehrstuhl für Windenergie, Stuttgart, 0711/685 68285

Mastdarmkrebs schon vor der Operation bestrahlen

Präoperative Strahlentherapie verringert Rückfallrate auch bei optimaler Operation

Berlin – Werden Patienten mit fortgeschrittenem Mastdarmkrebs vor der Operation bestrahlt, so verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor nach einigen Jahren zurückkehrt. Dies gilt auch – und sogar in besonderem Maße – bei einer optimalen Operation. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer kürzlich in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie hin. Nach Ansicht der Fachgesellschaft sollte die Strahlentherapie deshalb ein fester Bestandteil der Behandlung aller Betroffenen sein.

Bei Mastdarmkrebs ist die Operation das wichtigste Therapieverfahren. Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien erhalten heutzutage eine präoperative Strahlentherapie oder eine Strahlenchemotherapie. Der chirurgische Eingriff wurde in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Heute gilt die „totale mesorektale Exzision“ (TME) als optimale Operationsmethode. Das Verfahren verringert nicht nur die Rückfallrate erheblich, sondern schont auch die Nerven, die für Blasen- und Sexualfunktion verantwortlich sind. Bislang war unklar, ob optimal operierte Patienten generell eine Strahlentherapie erhalten sollen, sich bei einer TME ganz darauf verzichten lässt oder ob sie nur zur Anwendung kommen sollte, wenn sich noch Tumorzellen im Randbereich des entfernten Darmabschnitts finden.

Anlässlich einer aktuellen Studie sprechen sich Radioonkologen jedoch dafür aus, alle Patienten mit fortgeschrittenem Mastdarmkrebs zu bestrahlen – und zwar am besten bereits vor der Operation. Dies gilt auch dann, wenn eine optimale Operation in Form einer TME durchgeführt wird. Das internationale Forscherteam bezog 1350 Patienten an 80 Zentren – überwiegend in Großbritannien und Kanada – in die Vergleichsstudie ein. Die Hälfte der Patienten erhielt eine konventionelle Behandlung. Das heißt, sie wurden operiert und danach nur dann bestrahlt, wenn das Operationsergebnis nicht zufriedenstellend war. In der anderen Gruppe erhielten alle Patienten bereits vor der Operation eine Strahlentherapie. „Diese präoperative Radiotherapie hat die Zahl der Tumorrückfälle im Darm in den ersten drei Jahren deutlich gesenkt – von 10,6 Prozent auf 4,4 Prozent“, erklärt Professor Dr. med. Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. „Dieser positive Effekt wurde auch bei jenen Patienten beobachtet, bei denen die Chirurgen ein optimales Ergebnis erzielten“, so Dunst weiter. Zu den besten Therapieergebnissen führte die Kombination von Bestrahlung und optimaler Operation.

„Die präoperative Radiotherapie ist unserer Meinung nach genauso wichtig wie eine optimale Operation”, sagt auch DEGRO-Präsident Professor Dr. med. Volker Budach, Chefarzt an der Klinik für Radioonkologie an der Berliner Charité. Bei einigen Patienten könnte als dritte Komponente eine Chemotherapie die Ergebnisse noch weiter verbessern. Die Fachgesellschaft spricht sich deshalb für eine enge Zusammenarbeit von Experten aus Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie aus.

Für die Strahlentherapie spricht auch, dass mittlerweile gut verträgliche und schonende Verfahren zur Verfügung stehen. „Mit modernen Bestrahlungsgeräten können wir heutzutage die Strahlen punktgenau auf den Tumor richten“, so Budach. Schäden an der Blase und Potenzstörungen könnten dadurch weitgehend vermieden werden.

 

Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Neue BDH-Marktzahlen für 2006 zeigen Wachstumsraten von bis zu 200
Prozent bei erneuerbaren Energien und besonders effizienten Heizungen

Berlin, 01. Februar 2007: Die Investitionen in erneuerbare Energien und
energiesparende Heizungen sind im vergangenen Jahr sprunghaft
angestiegen. In Deutschland wurden im Jahr 2006 rund 70 Prozent mehr
Pelletheizungen, 200 Prozent mehr Wärmepumpen und bezogen auf die
Kollektorfläche 60 Prozent mehr Solarwärmeanlagen als im Vorjahr
verkauft. Der Vertrieb von besonders energieeffizienten
Brennwertheizungen wuchs in Frankreich um 65 Prozent und Großbritannien
um 40 Prozent. Grundlage für das starke internationale Marktwachstum
sind neue gesetzliche Regelungen, die den Einsatz effizienter Heizungen
vorschreiben. Da die deutsche Industrie bei erneuerbaren Energien
führend ist und im Bereich der Brennwertkessel einen europaweiten
Marktanteil von rund 90 Prozent hat, gehört sie zu den Gewinnern des
nationalen und internationalen Marktwachstums.

Klaus Jesse, Präsident des BDH, zur Marktenwicklung: "Steigende
Energiepreise und wachsendes Umweltbewusstsein lassen die Investitionen
in energiesparende Technik sprunghaft anwachsen." Dies ist gut für
Umwelt und Wirtschaft, denn im Gebäudebereich kann rund ein Drittel
Energie eingespart werden. Privathaushalte benötigen über vier Fünftel
ihres Energieverbrauches für die Heizung und Warmwasserbereitung.
Deshalb liegen dort die wichtigsten Einsparpotenziale. Jesse weiter:
"Die notwendigen Energie-Effizienzsteigerungen sind nicht nur wichtig,
um das Klima zu schonen. Sie senken die Erdöl- und Erdgas-Einfuhren und
damit die Abhängigkeit von Energieimporten. So erhöht Energieeffizienz
auch die Versorgungssicherheit und hilft den Geldbeutel zu entlasten."

Der Trend zu mehr Klimaschutz durch Energieeffizienz und erneuerbare
Energien steht allerdings erst am Anfang: Sonnen- und Bioenergie sowie
Erdwärme können mittelfristig einen großen Teil des heute anfallenden
Heizenergiebedarfes decken. Laut einer Studie des BDH kann der deutsche
Bedarf an Erdgas und Erdöl bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent sinken, wenn
mehr erneuerbare Energien eingesetzt, alte Heizungen schneller
ausgetauscht werden und stärker in den Wärmeschutz investiert wird.
Diese Einsparung entspricht zehn Prozent des gesamten deutschen
Energieverbrauchs.

Kontakt:

Andreas Lücke, Geschäftsführer BDH

Tel.: +49 2203 93593-0

Fax: +49 2203 93593-22

E-Mail: info@bdh-koeln.de

Über den BDH:

Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und
Umwelttechnik (BHD) e.V. ist der führende Industrieverband für
Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Wär-memarkt. Die im BDH
organisierten Mitgliedsunternehmen erwirtschaften einen Umsatz von rund
elf Milliarden Euro jährlich und decken damit 90 Prozent des Marktes im
Bereich gas-, öl- oder stromgeführter Systeme ab sowie über 60 Prozent
im Bereich der erneuerba-ren Energietechnik. Die deutschen Hersteller
beschäftigen rund 54.000 Mitarbeiter.

Schlafentzug aktiviert Selbstschutzprozesse im Körper

Zu wenig Schlaf wird als Bedrohung eingestuft


Helsinki (pte/16.03.2005/16:45) – Zu wenig Schlaf wird vom Körper als bedrohliche Situation eingestuft und aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte. Dies ist dieselbe Reaktion, die den Körper vor Bakterien und Viren sowie vor Stress schützt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der University of Helsinki http://www.helsinki.fi/university, berichtet der Wissenschaftsdienst Alpha Galileo http://www.alphagalileo.org . Verantwortlich für diesen Prozess ist das iNOS-Enzym, welches bei der Initiierung von Schutzmaßnahmen im Körper eine wesentliche Rolle einnimmt.


Die Forscher untersuchten die Auswirkungen von Extra-Schlaf auf den zellularen Level des Gehirns von Tieren, um festzustellen, welcher Bereich des Gehirns die Information über die Länge des Wachzustandes speichert und gegebenenfalls den Schlafbedarf erhöht. Während eines ausgedehnten Wachzustandes registriert das basale Vorhirn eine Anhäufung von Adenosin, einem Indikator für Stoffwechselzustände, der eine wesentliche Rolle bei der Initiierung des Erholungsschlafes einnimmt, so die Forscher. „Gemäß unserer letzten Untersuchungen erhöhte sich die Konzentration von Stickstoffoxid genau in diesem Bereich des Gehirns und führte zur Einleitung des Erholungsschlafes“, erklärte Tarja Stenberg, die Leiterin der Studie.


„Überraschend war für uns die Erkenntnis, dass die Steigerung des Stickstoffgehalts durch das so genannte iNOS-Enzym ausgelöst wird, welches eigentlich im Gehirn überhaupt nicht präsent ist, außer bei der Abwehr von Entzündungen“, sagte Stenberg. Denn die Präsenz des iNOS-Enzyms indiziert eigentlich eine Schutzmaßnahme des Körpers, um sich gegen Viren und Bakterien sowie gegen Stress zu verteidigen. „Dass dieses Enzym nun aber auch bei der Absenz von Schlaf im Gehirn nachgewiesen werden konnte ist besorgniserregend. Denn es bedeutet, dass zu wenig Schlaf vom Körper als Bedrohung eingestuft wird“, erklärte die Expertin.

Facebook verringert Selbstbeherrschung

Facebook verringert Selbstbeherrschung
Plattform hat negativen Einfluss auf Body-Mass-Index und Bankkonto
 
Konto: Facebook mindert Selbstkontrolle (Foto: pixelio.de, T. Wengert)

Pittsburgh/New York/München (pte013/21.03.2013/11:55) – Die Nutzung von Facebook mindert die Selbstbeherrschung der User. Dieses Ergebnis geht aus einer Analyse der University of Pittsburgh http://pitt.edu und der Columbia Business School http://gsb.columbia.edu hervor. Während die Selbstwertschätzung beim Durchforsten der Seite steigt, senkt sich jedoch die Selbstdisziplin – und das on- und offline. Für die Untersuchung wurden 1.000 Facebook-User rekrutiert, deren Unkontrolliertheit sich entweder in ihrem Body-Mass-Index oder Kreditkarten-Abrechnung widerspiegelt.

Frage bestimmt Ergebnis

Die gesamte Untersuchung wurde in fünf Teile geteilt. Die ersten zwei beschäftigten sich mit dem ansteigenden Selbstwert durch das Portal. Teil drei und vier beauftragten die Probanden, entweder Artikel der CNN zu lesen oder auf Facebook zu surfen. Danach mussten sie sich entweder für einen Schokoladen-Cookie oder ein Müsli-Riegel entscheiden.

Facebook-Liebhaber bevorzugten den ungesunden Cookie. Der fünfte Teil analysierte die Offline-Selbstbeherrschung. Das Ergebnis: User mit hoher Social-Media-Interaktion haben einen höheren Body-Mass-Index und eine höhere Kreditkarten-Abrechnung.

"Bei solchen Untersuchungen ist die Formulierung der Frage entscheidend, denn diese kann im Vorfeld so gestellt werden, dass der Studienausgang gesteuert wird", erklärt Social-Media-Expertin Anne M. Schüller http://www.anneschueller.de im Interview mit pressetext. Eine weitere Beeinflussung sei die Interpretation der Ergebnisse. "Man hat vorerst nur Zahlen vorliegen, wofür man häufig plausible Erklärungen erfindet, da unser Gehirn eine Begründung für unser Tun liefern möchte", so die Spezialistin.

Nutzer suchen Ersatz

Die Vorteile, die Social-Media-Nutzer genießen, sind individuell mannigfaltig. "Eine große Rolle spielt aber auch, sich innerhalb einer sozialen Gruppe aufgehoben zu fühlen, da Menschen soziale Wesen sind. Klassische Strukturen lösen sich nach und nach auf – beispielsweise fallen Familien auseinander", führt Schüller aus. Über Social Media finden sich neue Formen als Ersatz zusammen.

„Fatigue“ – ein unterschätztes Problem vieler Krebspatienten

fzm – Mehr als die Hälfte aller Krebspatienten leidet unter einer
geradezu lähmenden Erschöpfung mit ständiger Müdigkeit, die sich auch
durch lange Ruhezeiten und ausgiebigen Schlaf nicht bessert. Jede
Aktivität kostet sie die größte Überwindung und danach sind sie über
Stunden völlig ausgepumpt. Auch die geistige Konzentration lässt nach
und der Gemütszustand gerät aus dem Gleichgewicht. Wenn dieser Zustand
länger als zwei Wochen anhält, sprechen die Ärzte von einem sog.
Fatigue-Syndrom, das einen Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe der
Deutsche Zeitschrift für Onkologie (Haug Verlag, Stuttgart, 2005)
bildet.

"Für viele Patienten ist das Fatigue-Syndrom ein größeres Problem als
die Tumorschmerzen", erläutert dort Prof. Joachim Weis von der Klinik
für Tumorbiologie Freiburg in einem Interview. Dennoch stoßen sie bei
Angehörigen und Ärzten immer wieder auf Unverständnis. Die Angehörigen
hoffen, weiß Prof. Weis aus Gesprächen mit vielen Patienten, dass sich
nach der Entlassung der Patienten aus der Klinik endlich wieder
Normalität einstellt. Weis: "Ist dies nicht der Fall und klagt der
Patient immer wieder über Erschöpfung, dann schafft das mit der Zeit
soziale Konflikte." Auch die berufliche Integration werde erschwert.
Das mangelnde Verständnis sei letztlich ein Informationsproblem und
Weis bemüht sich deshalb – auch über die von ihm mitbegründete
"Deutschen Fatigue Gesellschaft" – das Krankheitsbild einer breiteren
Öffentlichkeit näher zu bringen.

Viele Krebsärzte verkennen das Problem, weil alle Laborwerte normal
sind (eventuell kann eine Blutarmut, Anämie, vorliegen). Der Arzt muss
sich deshalb auf die Angaben seiner Patienten verlassen. Inzwischen
gibt es aber Fragebögen, welche den Ärzten die Diagnose erleichtern.

Viele Ärzte glauben, dass die Abgeschlagenheit der Patienten nur ein
vorübergehendes Problem nach einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung
sei. Einige mögen sogar denken, die Patienten sollten sich gefälligst
"am Riemen reißen", schreibt der Schriftleiter der "DZO", Privatdozent
Dr. Arndt Büssing, im Editorial. Das sei aber ein Irrtum. Neben dem
durch die Therapie ausgelösten akuten Fatigue-Syndrom gebe es auch ein
chronisches Fatigue-Syndrom. Es steht in keinem Zusammenhang zur
Therapie und tritt manchmal erst ein bis zwei Jahre nach dem Ende der
Chemotherapie auf.

Inzwischen haben die Onkologen das Problem erkannt und allmählich
werden therapeutische Konzepte entwickelt. Dazu gehören neben der
Behandlung der Blutarmut auch eine psychologische Betreuung sowie eine
besondere Ernährung. Sie wurde ursprünglich für die Behandlung der
Auszehrung (Kachexie) entwickelt und sollte den Gewichtsverlust
begrenzen, der bei vielen Patienten auftritt und häufig
lebensgefährliche Formen annimmt. Dr. Peter Holzhauer von der
Veramed-Klinik am Wendelstein in Brannenburg hat jedoch die Erfahrung
gemacht, dass die Ernährungstherapie auch die Fatigue der Patienten
bessert. Wichtig sei nicht nur, dass die Patienten möglichst viel
essen, sondern, dass sie auch mit Vitaminen und anderen
Mikronährstoffen ausreichend versorgt werden.

Alle Experten betonen, dass körperliche Aktivität die Fatigue bessert,
auch wenn es die Patienten oft große Überwindung koste. Prof. Weis:
"Wichtig ist dabei, dass das Training sehr genau auf das Leistungslevel
der Patienten abgestimmt ist. Denn wenn man zu viel macht, kann dies
den Teufelskreis der Erschöpfung noch verstärken."

Büssing A:

Editorial

Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37 (2):  49

Steingräber M, Feyer P:

Tumorbedingte Fatigue

Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37 (2):  52-57

Ahrens O:

Kachexie und Fatigue – häufige Symptome bei fortgeschrittenem Tumorleiden

Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37 (2):  58-61

Jenik H, Holzhauer P:

Multimodales Fatigue-Management bei einem Patienten mit metastasierendem Pankreaskarzinom

Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2005; 37 (2):  72-77

Gesund zu leben beflügelt den Geist bis ins hohe Alter

Berlin – Gesund zu leben trägt dazu bei, Lernvermögen und Gedächtnis bis ins hohe Alter zu erhalten. Wie neue Studien zeigen, verbessern regelmäßiger Sport, gesunde Ernährung, moderater Alkoholgenuss und der Verzicht auf Nikotin die Leistungen des Gehirns deutlich. Programme zur Vorbeugung so genannter kognitiver Störungen im Alter sollten diese Erkenntnisse berücksichtigen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) im Vorfeld ihrer 80. Jahrestagung. Im Rahmen des Kongresses, der vom 12. bis zum 15. September 2007 in Berlin stattfindet, stellt die DGN aktuelle Ergebnisse zum Thema Altern und Gedächtnis vor.

Dass eine gesunde Lebensweise positiv auf Herzkreislaufsystem und Stoffwechsel wirkt, ist bekannt. Dementsprechend betonen Experten schon seit längerem die Bedeutung der Lebensführung für die Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes. Inwieweit eine gesunde Lebensweise auch das Leistungsvermögen des Gehirns fördert, untersuchten Wissenschaftler von der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster in der „SEARCH-Health“-Gesundheitsstudie. Mit Hilfe von Standardtests erfassten sie bei mehr als 400 gesunden, älteren Menschen die Lern- und Merkfähigkeit. Zudem bestimmten sie die Lebensgewohnheiten ihrer Studienteilnehmer: Sie erfragten, ob und wieviel diese rauchten, Alkohol tranken und Sport trieben und wie sie sich ernährten. Zudem berechneten die Forscher den Body-Mass-Index ihrer Versuchspersonen – ein Maß zur Bewertung des Körpergewichts.

Das Ergebnis: Eine gesunde Lebensweise steht direkt mit einer verbesserten Gedächtnisleistung im Zusammenhang – unabhängig von Geschlecht und Bildung. „Wichtig ist, dass nicht ein einzelner Faktor entscheidend zu sein scheint, sondern das Zusammenspiel der verschiedenen“, erläutert Diplom-Biologin Veronica Witte das Ergebnis. „Das legt nahe, dass jeder Einzelne seine geistige Leistungsfähigkeit relativ einfach durch eine gesunde Lebensweise positiv beeinflussen kann“, so die Biologin. Auf welche Weise die Lebensweise mit den geistigen Funktionen in Verbindung steht, gilt es noch zu erforschen: „Es gibt Hinweise darauf, dass etwa durch regelmäßigen Sport bestimmte Faktoren im Gehirn vermehrt ausgeschüttet werden. Diese Neurotrophine und Neuromodulatoren verbessern möglicherweise die Stressantwort im Gehirn und stärken so die Gedächtnisleistung“, so Veronica Witte.